Jobaxt im UBS-Backoffice: Directors out, Juniors in

Grossbank entlässt erfahrene Executive und Managing Directors im „Maschinenraum“ – Ersetzt viele mit günstigen Jungen.

Die UBS trimmt ihre Kosten weiter. Kosten, das meint im Banking Gehalt. Statt aber ganz oben anzusetzen und die absurden 14 Millionen für den CEO zu halbieren, saust die Jobaxt im Mittelbau herunter.

Dort, wo gearbeitet wird. Vor allem im Backoffice: der „Produktion“ der Grossbank, die selten im Rampenlicht steht.

Da wird umgebaut, restrukturiert, entlassen, verschoben – jeden Tag, jede Woche, jeden Monat. Viele gestandene Seniors wissen nicht, wo sie als Nächstes landen oder wann sie gehen müssen.

Neuestes Beispiel ist der Bereich der Betreuung von kleinen und mittleren Banken. Die UBS zählt da zur wichtigsten Plattform für rund 200 Banken in der Schweiz, die sich nicht alles selbst leisten können und Services bei der Grossbank einkaufen.

Bank For Banks, so heisst dieses Angebot innerhalb der UBS. Oder kurz B4B. Bisher leistete sich die UBS den Luxus, diese Kunden, sprich die Drittbanken, an zwei Orten zu betreuen: in der Division Wealth Management und in der Division Investmentbank.

Neu landen alle Drittbanken in der Investmentbank. Entsprechend werden die bisher dafür erbrachten Leistungen in der Privatbank – und zwar im sogenannten Investment Products and Services, kurz IPS – gestrichen.

Das bestätigt die Bank auf Anfrage. „Um Doppelspurigkeiten zu reduzieren und Klarheit zu erhöhen, werden diese Dienstleistungen künftig nur noch von der Investmentbank verantwortet. Wobei in Einzelfällen die Investmentbank zur Erbringung von Dienstleistungen weiterhin auf die Infrastruktur von IPS zurückgreifen kann.“

Die Massnahme habe keine Kündigungen zur Folge, betont der Sprecher. „Die von Ihnen erwähnte angebliche Reduktion der Belegschaft um 30 bis 40% können wir nicht nachvollziehen“, meint er.

Die Zahl stammt von einer Quelle aus der UBS. Die Auskunftsperson sagt, die Kündigungswelle stehe bevor und hänge mit einem massiven Abbau der betreuten Banken als Kunden zusammen.

„Die Investment-Banker der UBS wollen nur noch die grössten Drittbanken betreuen, die Kleinen interessieren sie nicht“, betont der Insider.

„Für diese kleineren Banken wird die Lage schwierig, denn sie sind auf den bisher umfassenden Service der UBS angewiesen.“

Die UBS wurde vor 10 Jahren vom Steuerzahler nicht zuletzt deshalb gerettet, weil der Multi wichtige Teile der Finanz-Infrastruktur des Landes erbringt.

Nun soll die UBS genau dort abbauen, sagt die Quelle. Sie verschiebt alles, was mit kleineren Drittbanken zusammenhängt, hinüber zu den Tradern in ihrer Investmentbank.

Erfahrene Leute landen auf der Strasse. In den letzten Wochen traf die Entlassungswelle mehrere „ranghohe Manager im Equity Bereich“, sagt die Quelle und listet konkrete Namen von Betroffenen auf. Weitere Kündigungen stünden kurz bevor.

Die teuren „Seniors“ würden durch günstige „Juniors“ ersetzt. „Leute mit 20 Jahren Erfahrung und mehr gehen, oder ihr Verantwortungsbereich wird massiv reduziert“, sagt die Quelle. Denn: „Die UBS-Händler in Zürich dürfen nicht einmal mehr Aufträge telefonisch entgegennehmen.“

Mit der Verschiebung des Angebots weg von der Division Privatbank hinüber in den Bereich Investmentbank würden auch wichtige Jobs und Führungsaufgaben nach London verschoben.

Zürich verliert, UK gewinnt – so das Fazit der Quelle. Auch hier widerspricht die UBS-Pressestelle. „Die Aussage ‚Vieles würde nach London verschoben‘ ist falsch, die entsprechenden Dienstleistungen werden weiterhin in der Schweiz erbracht.“

Hintergrund des Massenumbaus im Backoffice der UBS in der Schweiz ist MiFid2, sagt ein anderer Gesprächspartner.

Das europäische Monster-Regelwerk mache die Betreuung von internationalen Kunden in der Schweiz immer schwieriger. Zudem treibe es die Kosten in die Höhe.

Die UBS ist mit ihrem Motto „teure Alte raus, günstige Junge rein“ nicht allein. Bei der CS ist der Trend seit längerem sichtbar, und auch die ZKB baut Leistungen für die Drittbanken ab.

In die Bresche springen wenige Kantonalbanken wie die Waadtländer und die Basler sowie grosse Auslandinstitute, die Ambitionen in der Schweiz haben, darunter Goldman Sachs, Morgan Stanley und die französische SocGen.

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36 Kommentare zu “Jobaxt im UBS-Backoffice: Directors out, Juniors in

  1. Könnte der Transfer systemrelevanter Bereiche in die Investmentbank nicht ein Versuch sein, die wegen der too big to fail Problematik auszugliedernde Investmentbank als systemisch umberzichtbar und daher als too important to fail zu positionieren – so dass dieser Teil der Bank bei einer Schieflage auch vom Steuerzahler gerettet werden muss?
    Als FINMA würde ich dem einen Riegel schieben…

    • An Ihrer Vermutung könnte was dran sein, vor allem wenn man diese Initiative im Kontext anderer kurioser Veränderungen bei der UBS in den letzten 18 Monaten betrachtet. Irgendwie erlebe ich ein ungutes Déjàvu und hoffe, wir beide irren uns:
      Sommer 2006: grosse Rochade bei der UBS, die keiner so richtig verstand.
      März 2007: erste Gerüchte über faule Subprime-Geschäfte in den USA.
      Herbst 2007: erste Abschreibungen bei der UBS.
      Sommer 2008: S**t hit the fan.

  2. Habe selber als ED gekündigt mit 50+. Anstelle froh zu sein, schicken die UBS möchtegen Manager kindische Drohbriefe. Sind bereit die Fees auf null zu drücken, dass die Kunden bleiben und siehe da, die Kunden gehen trotzdem. Fazit. Da sind schon lange keine fähigen Banker mehr am Ruder, da sie offensichtlich vom Geschäft keine Ahnung haben. Erklärt den bitte mal wer den Lohn/ Bonus bezahlt und mit was. Antwort: Die Kunde mit ihren Gebühren. Viel Spass Frau N. mit ihrem neuen Laden.

  3. Was, weg von Zürich? Ich dachte das sei ein Weltstadt, welche mit Paris, London oder New York durchaus mithalten könne und jetzt wollen plötzlich alle raus (auch die grossen CH-Buden), da muss ich was verpasst haben…

  4. Macht die Pharma genau gleich. V.a. bei Roche wird die gleiche Kategorie Leute rausgestellt. D&Y bedeutet dort v.a. nicht Europäer zwischen 25 und 32. Traurig ist das.

  5. Bin selber 50+ und habe immer im Tech-Bereich gearbeitet.
    Für Fintech Projekte mehrfach versucht, solche ‚aussortierten’ Banking Seniors zu gewinnen.
    Erfolgslos.
    Deren Mindset: wir wissen alles besser, Tech (wird als EDV bezeichnet 🙄) ist nachgelagert/untergeordnet.

    Reine Energieverschwendung.
    Schade!
    Das RAV sollte da einen Reality Kurs anbieten.

  6. Nicht Abbau sondern realistische Gehälter im Tertiärsektor ..

    In einer Industrie-KMU wachsen für einen Geschäftsführer die Bäume nicht in den Himmel, Fix-Gehälter von 160 TCHF p.a sind keine Seltenheit.

    Das Risiko des Geschäftsmodelles Bank und angeblicher Lenker ist gar nicht so gross, wie viele Fälle in der Vergangenheit gezeigt haben. Das Risiko trägt am Ende direkt oder indirekt der Steuerzahler!

    Senkt den Verwaltern in Banken das Fixgehalt um einen Drittel, ein Bonus müsste sowieso vom Geschäftsgang abhängig sein. Gehälter für angebliche Direktoren und MDs von 300 TCHF p.a sind einfach nur dämlich und stehen in keinem Zusammenhang mit einer realen Wertschöpfung und Verantwortung. Wer dann nicht mehr dort arbeiten will, hat es selber in der Hand.

    Für CEO’s (und GL-Mitglieder) von Banken dito, 2 MCHF p.a CEO-Grundgehalt ist absolut ausreichend, der Rest sollte leistungsabhängig sein und nicht umgekehrt wie heute. Hohe Fixgehälter sind immer ein Zeichen eines schwachen Managers, fähige Leute kriegen ihre Risiko-Prämie via Bonus. Wer nach 2 Jahren keine messbare Verbesserung aufzeigen kann, gehört ausgetauscht, ansonsten bezahlen am Ende die Kunden, Lieferanten und vor allem die Mitarbeiter die Zeche ..

    Für viele CH CEO’s der Bankenbranche heisst dies, deren Gehalt ist irrelevant, man hätte diese Leute schon längst feuern müssen.

    MfG Industrial

    P.S: Liebe Banken, Geld arbeitet nicht, gute Mitarbeiter hingegen schon ..

    • Treffende Analyse. Als Ergänzung bleibt, dass sich die Schweiz aufgeteilt hat in Finanz Mitarbeiter und dem Rest. Der Rest hat vom Aufschwung in den letzten 25 Jahren nicht sehr viel profitiert. Es bleiben vor allem die durch dass Finanzgewerbe massgeblich hochgetriebenen viel zu hohen Lebenshaltungskosten. Einem durchschnittlichem Industrial geht es heute nicht viel besser als vor 25 Jahren bei gleicher Funktion.

  7. Typisch UBS! Musste vor 10 Jahren gerettet werden, ansonsten das Zahlungssystem in der Schweiz zusammengebrochen wäre. Es wäre klug gewesen diesem Institut für die Zukunft klare Richtlinien zu verpassen und in die Schranken zu weisen. Wurde leider unterlassen! Fazit heute: nichts gelernt!

  8. Diese ED und MD sind absolut kein Verlust. Sie haben jahrelang eine erfahrene Mannschaft dezimiert und halbjährliche Entlassungsrunden durchgeführt. Es ist Zeit, dass bei den wirklichen Kostentreibern gespart wird. Viele ED und MD überschätzen sich masslos und interessieren sich nur für ihren Bonus. Die Mannschaft ist denen sch****egal. Kann jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen, UBS zu verlassen, . Die Wertschätzung ist gleich null und Entwicklungsmöglichkeiten gibts nur auf dem Papier. Die UBS-GL ist ein Kapitel für sich. Abzocken ohne Leistung und grosse Reden schwingen. Der Aktienkurs ist unbestechlich und wiederspiegelt die Leistung von Ermotti und Co. der letzten zehn Jahre.

  9. Mit dem Abbau der B4B—Services werden die systemischen Risiken, welche die UBS für uns alle generiert, abgebaut. Das ist gut. Vergleichbare Dienstleistungen werden auch von anderen Banken in CH angeboten. Die risikoabsorbierende Basis wird verbreitert. Gute UBS-Leute im B4B-Bereich können Jobs in anderen Instituten finden.

    • Die Besten sind schon seit längerem bei der Konkurrenz. Die Juniors bleiben noch weil ihnen unrealistische Versprechungen gemacht werden. Die 10-20 Seniors im B4B (Funds, Equities, Bonds) sind nicht mehr die Creme de la Creme und finden einfach nichts zu dem Lohn, den sie glauben zu verdienen. Adverse Selection at its best! Aber jetzt kommts bald Dicke für die überteuerten und mehrheitlich durch das alte Regime protektionierten Fachkräfte. Good Luck!

  10. Die UBS Schweiz weist ca. 1200 MA im Direktionsrang auf. 3/4 wenn nicht mehr sind reine Wasserträger die viel zu viel verdienen. Ein Hinweis ist, dass diese dringlichst abgebaut werden müssen zeigt, dass vor einem Jahr die Kündigungsfrist dieser Elite von 6 auf 3 Monate verkürzt wurde. Die meisten dieser Wasserträger verdient inkl. Bonus und PK CHF 300 000 und mehr.

    • Das stimmt so nicht. Das minimalgehalt war bei 180k und das maximalgehalt bei 220k um ips. Bonus lagen zwischen 2 bis 60k für directors.
      Die pk wurde gekürzt. Trotzdem muss da natürlich niemand vehungern.

    • Das ist eine etwas gar einfache Sichtweise….Sie haben es wohl nicht bis dort gebracht in der Hierarchie? Natürlich gibt’s dort auch die, die nichts tun und auf die man verzichten kann. Aber es gibt wie auf allen Stufen gute, engagierte Leute. Was es nicht mehr gibt ist Ethik und einen verantwortungsvollen Umgang mit Menschen. Sich echt kümmern ist out.

    • Stimmt. Aber nur einwenig. Die wenigsten UBS-Mitarbeiter im DI-Rang erhalten den von Ihnen genannten Fantasielohn. Allenfalls erhalten sie insgesamt kaum mehr als die Ränge IV/PP darunter. Der Clou: Ab Rang DI entfällt die Zeiterfassungspflicht und wer dann als DI nicht 24/7 verfügbar ist (inklusive Ferien und Feiertage) oder sich beklagt, gilt schnell mal als „unterdurchschnittlicher Performer“.
      Witzige Geschichte: Es gibt bei der UBS mindestens ein personell gut dotiertes Team, das sich mit nichts anderem als medizinisch diagnostizierten Burnout-Fällen befasst. Die meisten dieser „Fälle“ sind auf DI/ED-Stufe und im Alter 50+. Wer einmal in die „UBS Burnout-Beratung“ gerät, kann sich schon mal nach neuen Jobs umsehen… ausserhalb UBS, versteht sich.
      Soviel zum „geschieht ihnen recht“ Märchen. Aus erster Hand.

  11. Teure raus junge billige rein, oder alte raus junge rein, sie können es wenden und drehen wie sie wollen, aber die Leistung und die Erfahrung der ALTEN wird weggeschnipselt und die sog. Jungen BILLIGEREN werden Schäden produzieren, weil sie es nicht besser wissen.
    Da frage ich mich dann, wo die Einsparung bleibt? Richtig: es wird bei den Banken wieder Bussen hageln, die ja letztendlich die Kunden bezahlen, die Kunden werden weiter abgezockt mit noch höheren Gebühren für immer schlechteren um nicht zu sagen mieseren Service!
    Das ist Banking 4.0!

  12. Nun, in ganz Europa kopiert man die USA und frönt dem Manager-Kapitalismus, wo nur die oberste Spitze den Hauptteil der Ernte am Unternehmensgewinn bekommt.
    In der Schweiz wird auf politischer Ebene dieses System mit Verve in Ehren gehalten und alle die heute dort entlassen werden, haben als Bürger dieses System mit ihrer Stimme immer unterstützt.
    Wie haben wir 1992 freudig jauchzend den EWR abgelehnt und sind nach wie vor überzeugt, es ist im ureigensten Interesse des Schweizer Finanzplatzes, wenn wir niemals EU-Mitglied werden. Die wird ja mit dem BREXIT 2019 verschwinden.
    Es könnte ja sein, dass nach 2019 die jetzt neu geschaffenen UBS-Arbeitsplätze in London nach dem BREXIT dort wieder abgezogen werden, aber sicher nicht mehr in die Schweiz, sondern nach Frankfurt und Paris.
    Wir Schweizer Beschäftigte des Finanzplatzes sind ja überzeugt, die anderen EU Länder haben keinen Egoismus und überlassen uns, weil es einfach der Himmel so bestimmt, die Arbeitsplätze des Finanzwesens von Europa.
    Man ist gegen die PFZ der EU und glaubt dies der SVP, aber hat man je von flankierenden Maßnahmen für Jobs auf dem Finanzplatz seitens der SVP gehört? Die SVP redetet von der Kontingent-Wirtschaft. Wisst ihr liebe Leute, was das heißt? Jobs for the Boys, nämlich diejenigen von so Universitäten, wie die von Mississippi, wo die Biologie nach der Bibel gelernt wird und nicht nach Darwin. Da ist die HSG nur eine minderwertige Klitsche, die haben zweitklassige Leute, „America first, Swiss last“!
    Es ist immer gut bei einem Verein, so etwas wie ein Zugewandter Ort zu sein und am Katzentisch zu hausen.
    Um Gottes Willen nicht am Stammtisch, wo die Entscheidungen fallen, dass wäre gegen Freiheit und Unabhängigkeit. So betrachten wir die EU. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren und keine fremden Richter akzeptieren. Wir sehen ja, wo das hinführt. Weniger Arbeitsplätze auf dem Finanzplatz und eine UBS Aktie, die sich kaum vom Fleck bewegt.

    • Ihre und meine Gedanken sind zufälligerweise zeitgleich publiziert worden (siehe „Standpunkte“ von heute), und obwohl ich Auseinandersetzungen über verschiedene Ansichten sehr schätze, freue ich mich doch auch mal über einen ähnlich gesinnten Beitrag …

    • Die EU Freunde sollten einmal zur Kenntnis nehmen, dass fast alle Uebel in diesem Land auf die Grossspurigkeit Personenfreizügigkeit zurückzuführen sind.Wären wir massvoll geblieben (Ospelt der wahre Schuldige)und hätten unseren Bankplatz beschützt, statt masslos aufgeblasen, so ginge es vielen Altgedienten besser. Die grosse Dummheit entstand ja in jenen Banken, die à tout prix global werden wollten und dann Hintz und Kunz, vor allem aus Deutschland (dem Land mit den meisten Steuerkriminellen) unser schweizerisches Bankkundengeheimnis zu Füssen legten.Das flog ihnen dann mitten ins Gesicht.

    • Lieber Herr Zach
      Es sieht so aus, als ob Sie Ihr Wissen aus dem Blick und dem Tagi geschöpft haben. Das Zerbrechen der heutigen EU ist programmiert. Werfen Sie doch ab und zu einen Blick auf einen ihrer Höchsten, JCJ. In einer seriösen Gesellschaft wäre er längst verschwunden. In Bruxelles zählt nur der gute Lohn und die Pension. Mit der flüchtlings Politik, von Merkel ins Leben gerufen und dies ohne Absegnung ihrer europäischen Kollegen, sind wir in 10 Jahren pleite. Sie auch lieber Herr Zach.

  13. wundert mich nicht, die US Banken wie GS und MS vor allem werden weiterhin den CH Markt erschliessen. Klare Strategie umd top Leute…

    • Goldman Sachs, Vontobel, ZKB und die Basler KB werden einspringen. Wobei diese nicht alles können und wollen. Für die anderen bleibt nichts anderes als massiv höhere Preise zu schlucken.

  14. Selbstverständlich hatte das Kündigungen zur Folge, z.B. mein ehem. Banknachbar im KV wurde deshalb abserviert, nachdem er 25 Jahre loyal für die UBS im IPS arbeitete. UBS verliert so massiv an Knowhow und das wird sicherlich im B2B-Service spürbar sein. Schlechte Entwicklung!

    • Der B4B equity Bereich hat 6 von 12 guten Leuten an GS, MS, VT, Family Office und an eine interne Abteilung verloren. Der Fondsbereich hat ca 40 Abgestellte und wirft nichts ab, das gleiche gilt für den Bondbereich. Equity war das einzige Puzzleteil das Geld verdient hat. Zurück bleiben Juniors, die zwar motiviert sind, aber nicht über die nötige Erfahrung und das Netzwerk haben. Die Lohnsumme hat sich dadurch zwar massiv reduziert. Die Erträge schwinden aber in ähnlichem Ausmassen, da die Kunden immer mehr Geschäfte zu den genannten Banken abziehen. Das MC vom IPS/CFMP hat jahrelang zugeschaut und behauptet, dass es nicht auf die Leute, sondern nur auf die Technologie ankommt. Unterdessen wurde das MC komplett umgebaut, zwar mit fähigen Leuten, aber das wird wenig nützen. Den Scherbenhaufen werden sie nur teilweise beseitigen können, da ja jetzt die Banken aus de IB betreut werden.

    • Dann gehörst du auch zu denjenigen, die meinen jeder verdient in der UBS 280‘000 pro Jahr oder du verstehst dieses Business und deren Sprache nicht. Aber der Hinweis auf Schiffe ist gegeben, weil auch dort bei einer Kollision zuerst die im Maschinenraum ertrinken.

    • Ich kann ausreichend differenzieren zwischen der Bank, deren Mitarbeitenden und Führungspersonen: Von Letzteren hat es (leider) noch immer zu viele, für welche der persönliche Status wichtiger als die Unternehmung ist. Das Grundproblem vieler Banken liegt in der historisch gewachsenen (Selbstbedienungs-)Kultur über alle Stufen. Wenn sich die Oberen bedienen, schaffen sie zugleich ein negatives „me-too“- Beispiel für alle anderen Mitarbeitenden. Und nur mal nebenbei, diese Kulturproblematik findet sich in vielen Sektoren, sei es in ehemaligen Start-up Unternehmen oder staatsnahen Betrieben. Wenn ich in obigem Statement lapidar frage, seit wann die UBS einen Maschinenraum hat, zeige ich mit dem Finger genau auf diesen wunden Punkt: Selbst die Neueinsteiger wie KV-Absolventen oder Graduate Programme Teilnehmer wollen möglichst zügig selbst Kohle machen (sich bedienen) oder via Teamführung möglichst schnell die Arbeit weiterdelegieren, statt im Maschinenraum zu sitzen! Im Vergleich zu Industriefirmen, wo Mitarbeitende beinahe Ihr ganzes Leben an der gleichen Maschine die gleichen Bauteile stanzen, besitzt die UBS definitiv kein Maschinenraum.

  15. Als ehemaliger UBS Mitarbeiter habe ich leider absolut kein MItleid mit diesen Executive und Managing Directors.

    Sie haben jahrzehntelang dicke Saläre, tolle Boni, Autoleasing usw. „garniert“ und 50 % ihrer Tätigkeit für das Antichambrieren und Netzwerken aufgewendet.

    Mitleid habe ich mit den Mitarbeitenden in den unteren Rängen, die wirklich „gekrüppelt“ haben und nun – vor allem diejenigen über 50 – zu Sozialfällen werden.

    • Ich habe miterlebt, wie diese Kaste wochen- und monatelang Autoprospekte gewälzt, Probefahrten gemacht und mit Kollegen hochfachliche, stundenlange Diskussionen über die Features der einzelnen Automodelle geführt hat.

      Nee- definitiv kein Mitleid!

    • Oh ja Auguste, diese Diskussionen waren imme haarsträubend wenn man normaler Angestellter war, jede 12 Monate ein neuer Porsche, Mercedes oder Wohnungen und Ferien für Preise, die unglaublich hoch waren…

    • Dem kann ich nur zustimmen. Bei der UBS wurde niemals die Arbeitsleistung honoriert, sondern nur das interne Networking. Ich kann mich an eine Szene erinnern, wo ein Externer sich darüber gewundert hat, dass ständig soviele Mitarbeiter in der Cafeteria sitzen: Why are they not working? Eine UBS-Mitarbeiterin entgegnete: But they are working, it’s networking.

  16. für den Solarium-Fan-Boy, der immer „ahnungslos“ war bei den verschiedensten Devisen- und anderen Tricksereien seiner Unterstellten. Ein klares Zeichen für ein nicht funktionierendes internes Kontrollsystem, für das ER SELBST (neben dem VR) die Verantwortung trägt.

    Aber solange einer seiner alten UBS-Spielkameraden der unsäglichen FINMA vorsteht, ist er hinsichtlich Gewährsfrage auf der sicheren Seite, obwohl er schon lange an die frische Luft gestellt gehört, genauso wie der Boris und viele andere.

  17. Die UBS reagiert immer mit „Nein, das sei nicht so“ usw.
    Wenn IP schon eine Namenliste der betroffenen Leute hat bitte dranbleiben und berichten, wenn alles Tatsache geworden ist. Den üblichen, ich möchte sagen, Lügnern, bleiben wir aber bei „Schlaumeiern“ , muss man ihre Halbwahrheiten um diue Ohren hauen.