Faszination Investieren

Investieren ist faszinierend. Es braucht Mut, es kommt auf das richtige Timing an. Wer sich aber getraut und sein Geld investiert, der bereut es nicht. Das zeigt ein Blick zurück auf 5 kaum zu glaubende Fakten. Sie zeigen, dass alles anders bleibt.

6. März 2009: der S&P 500, der die 500 grössten US-Firmen abbildet, steht bei 666. Das war der niedrigste Stand seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008. Wer hätte damals prognostiziert, dass:

1. Im Juli 2018 der S&P 500 bei 2’800 steht und sich damit vervierfacht.

2. Die einzig totale Fehlinvestition Rohstoffe sein werden, das beste Investment Technologieaktien, dann US-Small Caps, dann der S&P500 (der nun aus weit über 50% IT-Aktien besteht), und dann erst die guten alten Value-Aktien („Dow“).

3. Die Hälfte der Marktkapitalisierung des S&P ausschliesslich von fünf IT-Firmen getragen wird, diese Firmen Apple, Amazon, Microsoft, Google und Facebook lauten und diese Firmen die unglaubliche Summe von 4’000 Milliarden wert sind.

4. Das P/E der grössten fünf grössten US-Firmen durchschnittlich bei über 50 sein wird: Apple: 18, Amazon: 228 , Microsoft: 73, Google: 51, Facebook: 35.

5. Diese Firmen eine grössere Marktkapitalisierung haben werden als alle US- und China-ETFs zusammen (diese Aussage konnte ich nicht verifizieren, dürfte aber grössenmässig vernünftig sein).

(Extrakt für Inside-Paradeplatz-Leser; Originalartikel mit Kommentar „Longterm-Investor“ und weitere Investmentsdetails, siehe Longterm-Investor.)

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7 Kommentare zu “Faszination Investieren

  1. Wenn Sie wirklich investieren wollen mit Herz und Verstand, suchen Sie ein Schweizer Startup und unterstützen diese.
    Ihr Geld in riesigen, multinationalen Konzerne zu verbraten ist aus meiner Sicht keinen Mehrwert für unsere Gesellschaft.

  2. Viele große und bekannte amerikanische sowie europäische Standardwerte nahmen an der aktuellen Hausse vom März 2009 bis zum März 2015 teil.

    Seitdem wurde deren Höchstand des Jahres 2015 weder erneut erreicht noch übertroffen.

    Insofern ist es bemerkenswert, daß in Amerika (z. B. Alphabet im Dow Jones, S&P 500 sowie dem Nasdaq – Index) die Indizes durch das weitere Kurswachstum von einigen sehr großen Werte noch ansteigen, während viele Werte bereits seit Mitte 2015 wieder sinken und den Index bremsen.

  3. Wer 2007 nicht aus dem Aktienmarkt ausgestiegen ist, erreichte im amerikanischen Markt die Höchstände von 2007 (Dow 14.164, S&P 500 1.565, Nasdaq 2.238) nominell wieder in 2013 und inflationsbereinigt in 2014.

    Noch bitterer sieht es durchwegs in Europa aus, wo viele Indizes erst im Jahr 2015 nominell und bisher nicht inflationsbereinigt die alten Höchstände der Jahre 2000 und 2007 wieder übertroffen haben.

    Der Eurostoxx 50 hingegen hat die Höchstände der Jahre 2000 und 2007 nicht mehr ansatzweise erreicht, vergleichbar wie viele südeuropäische Aktienindizes.

    Im übrigen ist stets zu fragen, wie weit die extreme Notenbankpolitik mit Null- und Negativzinsen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Anstieg der großen, internationalen Aktienindizes beigetragen hat und wo die internationalen Aktienmärkte heute ständen, wenn – wie vor der letzten Krise – ein angemessener Leitzins von ca. 4% gälte.

    Im übrigen sind ein nicht geringer Teil der heutigen Kursgewinne speziell in Amerika durch Aktienrückkaufprogramme bzw. Aufwertungsgewinne, Zinsersparnisse und „financial engineering“ verursacht, das sich in dieser Form weder wiederholen noch fortsetzen läßt.

  4. Sie vergessen den Nasdaq 100 – Index, der sich von seinem 2009er Tief mit 1.044 Punkten bis heute bei 7.400 Punkten versiebenfacht hat:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/Nasdaq-100/US6311011026

    Mit einer Trendfolgestrategie wie der 200-Tage-Linien Strategie war das alles bisher gut beherrschbar.

    Ich erinnere daran, wie schlecht sich der Aktienkurs von der heute wieder glücklichen Firma Microsoft im letzten Haussezyklus von 2003 bis 2007 entwickelt hat, obwohl durchgängig Gewinne erzielt und die Umsätze gesteigert wurden:

    https://www.boerse.de/historische-kurse/Microsoft-Aktie/US5949181045

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/timeline/3fa73ef79ced3f95c4f536b1bd6023bf.png

    https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft

    In der aktuellen Hausse seit 2009 war Microsoft zudem zeitweise mit einem KGV um 10 bewertet:

    https://www.boerse.de/fundamental-analyse/Microsoft-Aktie/US5949181045

    Insofern sollte jeder im Hinterkopf haben, daß es in der nächsten Hausse wieder andere „Stars“ – ggf. wieder aus dem Rohstoffbereich – geben wird und wie tief die heutigen Überflieger – Aktien zukünftig notieren werden, wenn für diese ein KGV um 10 als normal angesehen wird.

    Gewöhnen sie sich das Denken in Jahren ab, sondern denken in Trends: wenn es läuft, dann läuft es. Glücklicherweise eben über mehrere Jahre.

  5. Na ja, einige Aussagen sind nicht ganz korrekt:

    3) Die fünf Tech-Firmen Apple, Amazon, Microsoft, Google und Facebook machen etwa 15% und nicht 50% am S&P 500 aus (fifteen not fifty!). Sie sind auf Deutsch auch nicht „die unglaubliche Summe von 4’000 Bio.“ sondern 4’000 Mrd. wert… (billions=Milliarden!)

    4) Bei einer Durchschnitts-P/E-Berechnung mit Ausreissern ist es ziemlich irreführend einfach das arithmetische Mittel zu berechnen. Als Beispiel: Unternehmen A hat eine Marktkapitalisierung von 1’000 Mio. und macht 100 Mio. Gewinn, Unternehmen B hat eine Marktkapitalisierung von 100 Mio. und macht 1 Mio. Gewinn. Das arithmetische Mittel der beiden P/E von 10 und 100 ergibt 55. Tatsächlich haben die beiden Unternehmen aber eine Marktkapitalisierung von 1’100 Mio. und machen 101 Mio. Gewinn, was einem P/E von 10.9 entspricht. Zudem beinhalten die verwendeten P/E die Milliardensummen an Steuern für die Repatriierung der ausländischen Gewinne und sind deshalb stark verzerrt. Mit bereinigten Annahmen für die letzten 4 Quartale erhält man etwa ein durchschnittliches P/E von 30 für die Gruppe Apple, Amazon, Microsoft, Google und Facebook. Verwendet man die Schätzungen für die nächsten 4 Quartale sinkt es auf 26, also weit weg von „über 50″…

  6. Fact 3 ist wieder einmal an der Uebersetzung gescheitert: Die Marktkapitalisierung der „Grossen fünf“ beträgt aber mit rund 4’000 Milliarden aber immer noch genug.