A Small World: Patrick Liotard kauft auf Höchst

Mehrheitsbesitzer der Mini-Tech-Firma investiert 3,5 Mio in Titel – Seither runter – Blauer Rolls Royce, sinkender Traffic.

Patrick Liotard-Vogt glaubt an A Small World. Der Online-Treffpunkt für die Jungen, Schönen und Reichen soll trotz Rollercoaster-Verlauf an der Börse eine Success-Story werden.

In ASW, wie das Unternehmen kurz heisst, investiert Liotard-Vogt nicht nur mit Worten. Sondern auch mit Taten. Er kauft Aktien.

Und wie. Ende August hat Liotard-Vogt gut 460’000 ASW-Namenaktien erworben. Wert: gut 3,5 Millionen Franken.

Liotard-Vogt gilt als Präsident der ASW als Insider. Seine Deals in den eigenen Aktien muss er deshalb der Börse melden.

Auf Liotard-Vogts Investment folgten weitere Deals von ASW-Insidern. Es handelte sich allesamt um Käufe.

Die oberste Macher von ASW setzen also ihr eigenes Geld auf eine blühende Zukunft des kleinen Online-Unternehmens.

Ihr Timing war unglücklich gewählt. Liotard-Vogt investierte die dreieinhalb Millionen Franken just zum Zeitpunkt, als die ASW-Aktie auf einem Zwischenhoch war.

Zuvor war die Aktie nach einem furiosen Börsendebut im Frühliung fast senkrecht abgestürzt. Von rund 22 Franken ging es unter 3 Franken.

Das neue Investment von Patrick Liotard-Vogt kommt zu einem bereits beeindruckenden Anteil, den der junge Unternehmer mit der feurig-roten Mähne besitzt. Diesen sieht man in Zürich oft im blau-weissen Rolls Royce, Modell Wraith (nicht Race).

Die ASW Capital, an der Liotard-Vogt eine Mehrheit hält, besitzt rund 60 Prozent der A Small World und The Finest Clubs, den beiden Webseiten, die nun als Teile der ASW an der Börse kotiert sind.

Liotard-Vogt hat somit einen grossen Teil seines privaten Vermögens auf das soziale Netzwerk für die Jeunesse Dorée gesetzt.

Ob die Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten. Die öffentlich zugänglichen Klickzahlen für die beiden Seiten A Small World und The Finest Clubs lassen daran zweifeln.

Asmallworld.com hat in den letzten Tagen gemäss Traffic Estimate, einem Internet-Messservice, knapp 74’000 Besuche gehabt. Das sind wenige.

Finestclubs.com liegt mit knapp über 20’000 Besuchen im kaum messbaren Bereich. Die Seite mit den „heissesten“ Clubs für die globale Jugend mit Plastikgeld wird von der Zielgruppe offenbar nicht gross aufgesucht.

Für Liotard-Vogt alles kein Problem. Er will wachsen. Deshalb wollte er mit ASW an die Börse. Man sei kurz vor einer Übernahme, die nur dank der Börsenkotierung mit anschliessender Kapitalaufnahme möglich geworden sei.

Danach will Patrick Liotard durchstarten. Er glaubt offenbar daran, sonst hätte er nicht weitere 3,5 Millionen Franken aus seinem Privatvermögen in die Mini-Kiste investiert.

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22 Kommentare zu “A Small World: Patrick Liotard kauft auf Höchst

  1. schwächelt(e) Nestlé Aktie (vorübergehend) wegen Verkäufen durch PLV, zwecks Liquiditäts-Schaffung für
    ASW-Anteil-Erhöhung ? Plant PLV gar de-listing (Elon Musk lässt grüssen) ?

  2. Naja, ist das nicht der gleiche Artikel der hier schon einmal vor ein paar Tagen veröffentlicht worden ist? Nu ergänzt um die Aktienkäufe und die Angabe das er einen RR fährt?

    Da hätte man sich den Bonus Artikel auch sparen können für den Tag. Davon abgesehen was man von dem Herrn und seinem Unternehmen halt: Ist es verwerflich ein grossen Anteil seines Privatvermögens in sein eigenes Unternehmen zu investieren? Bei CS, UBS & Co prangert LH ja genau den umgekehrten Fall (zu wenig in die ‚eigene‘ Firma investiert) auch an. Ob der Mann sich von seinem geerbten Vermögen einen RR kauft oder nicht tut für sein Geschäftsgebaren eigentlich auch nichts zur Sache….

  3. LV mit ASWN und Rols hat man überdosiert genügend serviert bekommen!

    Den geilsten Satz konnte man vor 4 Wochen eines ganz anderen Protagonisten lesen, wenn man es denn wollte:
    Die Gaydoul Gruppe konzentriere sich zukünftig auf Asset Management und Real Estate!
    War es doch Gaydoul der vor 2 Jahren die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse (Franz Karl Weber) verkaufte und vor einigen Wochen die massiv defizitäre Navibood (ex Benshi Brothers) verscherbelte.

    Sein letztes «grösseres» Investment war ein Stake von Balluun AG zu erwerben……

  4. Ich denke man sollte ihm den benefit of the doubt geben. Fred Wilson ein bekannter Risikokapitalgeber hat zu seinem Fehler bei Airbnb nicht zu investieren im Blog geschrieben: wir haben den klassischen Investorenfehler gemacht, nur darauf zu schauen, wie das Unternehmen im Moment lief, anstatt zu sehen, was es alles könnte, was es tun würde und dann schließlich auch tat.

  5. Weiss gar nicht warum jeder Geschäftszug von dem Herrn kommentiert werden muss. Klar hat er seine Kohle geerbt, vielleicht ist ASW völliger Blödsinn aber trotzdem versucht er, etwas daraus zu machen. Es muss ja nicht immer klappen aber das muss ja jeder selbst heraus finden, ob mit oder ohne Rolls.

  6. nicht der erste und der letzte,
    der seine erbschaft verprasst
    mit zukäufen…
    da können noch viele anderen
    ein lied davon pfeifen…
    dafür haben die meisten ihr
    haar schön…

  7. Unbestätigte Gerüchten zufolge ist ASW daran interessiert die „Pfarrer Sieber Stiftung“ PSS, zu übernehmen, bzw. eine Mehrheit derselben zu erwerben. Patrick Liotard ist bereits damit beschäftigt Ausständige und Clochards an seinem Privatdomizil zu beherbergen: Vorsorge und Studium erlauben damit Einblicke in seine Endlichkeit, welche mit jedem Tag näher kommt 🤨🤨🤨🤨🤨🤨

  8. ……………bitte keine weiteren kommentare über diesen Mann. möchte mal wissen, was er tun würde, hätte er nicht so ein grosses vermögen geerbt? :):):):):):) sozialfall ahoi!

  9. Es wird langsam Zeit, dass die Zinsen steigen und solche Zombiefirmen verschwinden. Mit dem ganzen Geld könnte man wirklich sinnvollere Projekte finanzieren. Irgendwie scheinen den Unternehmensgründern und Investoren die Ideen auszugehen. Dabei gibt es genügend Probleme auf der Welt, für die es Lösungen und Geld braucht. Auch die SNB investiert lieber in Facebook als in erneuerbare Energien.

  10. Naja wenn es wirklich stimmt dass er mit dem RR in die Waschanlage geht wie hier kürzlich geschrieben wurde kann sich ja vorstellen, wie er mit seinen Investments umgeht. Just my opinion