New Raiffeisen-Kapitän: Was lief bei Investnet?

So lautet zentrale Frage für Aufräumer bei Nummer 3 – Morgen gewählt – Buchte Bank ihr Private Equity-Investment korrekt?

Der neue Raiffeisen-Präsident wird morgen gekürt. Dann muss er ein neues Management bestellen. Und er muss klären, wie die Raiffeisen Schweiz ihr Investnet-Engagement gebucht hatte.

Es geht um nichts weniger als die Frage, ob die Raiffeisen sich korrekt verhalten hat. Bisher steht ihr Ex-Chef Pierin Vincenz allein am Pranger. Bleibt das so?

Vincenz-Nachfolger Patrik Gisel und seine Finanzleute waren bei Investnet, mit dem die Raiffeisen gross in Schweizer KMUs investieren wollte, wichtige Figuren.

2012 unterzeichneten die beiden starken Raiffeisen-Manager Vincenz und Gisel den Vertrag mit den Investnet-Partnern. Von da an herrschte ein 60:40-Verhältnis zugunsten der Raiffeisen.

Im März 2015 unterzeichneten Patrik Gisel und Raiffeisen-Finanzchef Marcel Zoller den Folgevertrag mit den Investnet-Minderheitsaktionären.

Damals gab es Zahlungen der Raiffeisen an die Minderheits-Aktionäre. Es flossen in der ersten Jahreshälfte 2015 sicher 20 Millionen, eventuell in einer zweiten Tranche nochmals 20 Millionen.

Mitte 2015 wurde das Investnet-Konstrukt auf neue Beine gestellt. Nun gab es eine neue Investnet-Holding. Dort war kurz Patrik Gisel Präsident, ab Mitte 2015 Pierin Vincenz.

Dieser übergab wenig später das operative Chefamt der Raiffeisen Schweiz an Gisel und wurde Präsident der Helvetia, eine Versicherin.

An der neuen Investnet-Holding blieb das Beteiligungsverhältnis gleich, also 60 Prozent für die Raiffeisen Schweiz und 40 Prozent für die Minderheitsaktionäre – trotz zuvor bis zu 40 Millionen Auszahlungen an die Minderheits-Aktionäre.

Zu diesen externen Investoren gehörte nun offiziell auch Pierin Vincenz. Er hielt neu 15 Prozent an der Investnet Holding.

In den Wochen davor hatte Vincenz erfolglos 5 Millionen Abgangsentschädigung gefordert. Präsident Johannes Rüegg-Stürm spielte nicht mit.

Die Fragen lauten: Zu welchem Preis konnte sich Pierin Vincenz an der neu gegründeten Investnet Holding beteiligen? Auf welcher Basis wurde dieser Preis fixiert?

Und dann vor allem: Wie wurden die bis zu 40 Millionen Auszahlungen verbucht? Was erhielt die Raiffeisen im Gegenzug für diese hohe Summe? Aktien offenbar nicht.

Die Spurensuche nährt Zweifel. Aus früheren Berichten des Wirtschaftsmagazins Bilanz geht zunächst hervor, dass es ein Gutachten der Ernst & Young gab, welches die Investnet Holding per Mitte 2015, als diese Holding gegründet wurde, auf 10 Millionen bewertete.

„Gutachten der Prüfgesellschaft EY“: Bilanz, 23. November 2017

Im gleichen Bilanz-Artikel stand, dass Vincenz für seine 15 Prozent an der Holding-Gesellschaft entsprechend 1,5 Millionen bezahlen musste.

Nur 1,5 Millionen. Das passt zu späteren Aussagen rund um den Finma-Bericht zum ganzen Skandal. Danach habe Vincenz die 1,5 Millionen für seinen Investnet-Anteil als Kredit von der Raiffeisen Schweiz erhalten.

Dieser Kredit hätte vom VR der Raiffeisen Schweiz bewilligt werden müssen, was offenbar nicht der Fall war.

Wie auch immer, sicher ist: Vincenz konnte sich im Vergleich zu den kurz zuvor erfolgten Millionenzahlungen der Raiffeisen an die Minderheitsaktionäre zu einem derart günstigen Preis an der Investnet Holding beteiligen.

Die Erklärung für den tiefen Preis lautet, dass die Basis dafür ein Gutachten war, das eigens zu diesem Zweck bei der EY bestellt worden war.

Deshalb die zentrale Frage:

Wie war es möglich, dass die Raiffeisen bis zu 40 Millionen an externe Investnet-Partner (damals offiziell noch ohne Vincenz) zahlte, nun aber Vincenz für 1,5 Millionen 15 Prozent erhielt

Diese im Vergleich zu den erfolgten Zahlungen tiefe Bewertung hatte buchhalterische Folgen. Zum Jahresende 2015 nahm die Raiffeisen Schweiz Bewertungsbuchungen vor.

Im Jahresbericht 2015 steht dazu: „Ein wesentlicher Anteil des Goodwill-Anstiegs ist ausserdem auf die Gründung der Investnet Holding AG zurückzuführen.“

Das heisst, dass die Investnet Holding nun plötzlich wieder viel mehr Wert hatte als wenige Monate zuvor, als sich Vincenz an ihr beteiligen konnte.

Dieser plötzliche Goodwill-Anstieg ist der Kern der Geschichte. An ihm musste sich Vincenz nicht beteiligen – das Gutachten von Ernst & Young hatte keinen solchen Goodwill ergeben.

Der Goodwill könnte jetzt aber zu einem hohen Abschreiber führen; je nachdem, was die Raiffeisen Schweiz für ihre 60 Prozent an der Investnet Holding noch erhalten hat.

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59 Kommentare zu “New Raiffeisen-Kapitän: Was lief bei Investnet?

  1. Ein Schelm wer glaubt, PV und seine Gefährten Gisel, Zoller (ehem. VR bei Investnet) sowie Poerschke seien mit viel mehr (RB-) Kapital aus der Investnet Geschichte ausgetreten.

    Gerade letzterer stärkt sein Image mit einer Vorstands-Tätigkeit in einer Ost-Schweizer NPO (Valida). Da war doch schon sein früherer Vorgesetzter und Weggefährte. Möglicherweise ist man dort dankbarer, einen Finanzjongleur in den eigenen Reihen zu wissen.

    Die Partner bei Investnet (bspw. Wüst, Gränicher) mussten in ihrer vorherigen Vergangenheit sicherlich auch Kreativität beweisen.
    Wäre bestimmt interessant, mögliche Geldflüsse (über X-Kanäle an die VR-Mitglieder mit RB-Vergangenheit) anlässlich der ganzen RB-Investnet-Gelder zu kennen…

    Zum Glück: alles nur ein schlechter Traum. Bin dankbar, dass ich soeben aufgewacht bin.

    Hoffe doch sehr, dass die neuen Führungsspitzen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und mich ohne böse Träume schlafen lassen…

  2. Zitat:

    „Damals gab es Zahlungen der Raiffeisen an die Minderheits-Aktionäre. Es flossen in der ersten Jahreshälfte 2015 sicher 20 Millionen, eventuell in einer zweiten Tranche nochmals 20 Millionen.“

    Kommentar:

    Daß selbst sowas noch nicht einmal sauber und transparent geklärt wurde seitens Raiffeisen. Bzw. daß man das nicht weiß und Raiffeisen dazu nix sagt.

    Es gibt noch viel viel Aufklärungs- und Aufräum-Bedarf.

    Das kann erst erfolgen, wenn die alte Garde vollständig geht.

  3. Wieso überrascht es mich nicht, dass einmal mehr die Revisionsbude EY ebenfalls involviert ist?

    Aber wer mit der FINMA ‚Deals‘ zu Lasten von Gläubigern und vorallem gegen Verzicht auf Strafverfolgung aushandeln kann, der hat ja eigentlich einen Freifahrtsschein von höchster Aufsichtsstelle mit freundlichen Grüssen unterzeichnet durch Direktor Mark Branson!

  4. Und wieder Ernst & Young. Das Gutachten bei dieser umstrittenen Kautionsfirma war doch auch von denen.
    Womöglich hat da irgendein gieriger Partner einen schwunghaften Handel mit Vincenz betrieben: Nützliche Parteigutachten gegen fette Aufträge.
    Aus reiner Neugier (ich denke, die Antwort kenne ich): Ich wette, Ernst & Young hat nach dem Gutachten einige Fette Aufträge erhalten.
    Degoutant!
    Wir brauchen endlich ein striktes Verbot von Beratungstätigkeit für Revisionsstellen.

    • Ich lach mich krumm 😂😂😂 hoffentlich ersetzt er alle bestehenden GL-Mitglieder mit Mr. Peppers😂😂😂

    • Lachapelle als VRP bei Raiffeisen. Eine kuriose Vorstellung. Hauptproblem: Frühstens in 6 Monaten verfügbar. Und so lange soll Ganti noch vor sich her basteln? Lachhaft.
      Ganz abgesehen davon: Welcher gute CEO würde denn für Guy arbeiten? Gisel oder andere nicht vermittelbare Leute natürlich jederzeit. Aber kompetente, fähige Mitarbeiter?
      Fazit: Muss eine Ente sein.

    • Da kann man echt nur lachen 🤣 und dann ungläubig den Kopf schütteln … Arme Raiffeisen!

  5. Bei so einem aufgeblasenen Konstrukt wie die Investnet AG, Investnet Holding AG und die dazugehörigen Firmen, die in diesem Schreiben gleich noch weiter aufgeführt werden, braucht es immer mehr als einen Verantwortlichen, denn wie in früheren Insider Paradeplatz Artikeln und auch im Handelsregister ersichtlich, handelt es sich immer wieder um die gleichen Hauptschlüsselfiguren, die da u.a. wären: P. Vincenz, P. Gisel, P. Wüst und J. Krotzinger.

    Dazu sei bemerkt, dass J. Krotzinger die Funktion als Finanzchef und als VR Mitglied in ca. 15 Firmen hält bzw. hielt, welche teilweise der Investnet zuzuordnen sind (dieses Konstrukt um die Schlüsselpersonen ändert fast monatlich und erschwert einen aktuellen Wissensstand und Transparenz). So z.B. auch in der Investnet, Investnet Holding AG, KMU Capital AG und Tributum AG.

    Interessant ist, dass sich die Raiffeisen im Rahmen der Aufräumarbeiten von der Investnet AG getrennt haben soll und die KMU Capital AG zu 100% übernommen hat und somit die «Kreuzbeteiligung» auflöste. Wie unterdessen allgemein bekannt, ist Zweck der KMU Capital AG mit Raiffeisengelder Schweizer KMUs zu fördern. Eine Anfrage zu solch einer Unterstützung bei der Bankenleitung der Raiffeisen in St. Gallen wurde an KMU Capital AG entsprechend weitergeleitet und kam mit folgendem Bescheid zurück:
    ____________________________________________________
    „Vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Information wurde an uns weitergeleitet.
    Die Betreuung der Beteiligungsgesellschaften der KMU Capital AG erfolgt durch die Investnet AG. Zuständig für diese Anfrage bin ich, bzw. Herr Bendik Höhn.
    Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Harry Leonhardt
    INVESTNET AG“
    ___________________________________________________

    Bemerkenswert bei diesem Email ist, dass die Raiffeisen die Anfrage direkt an Investnet weitergeleitet hat, obwohl sie sich ja von der Investnet getrennt hat. Weiterhin ist interessant, dass J. Krotzinger in der KMU Capital AG, welche eine Tochter der Raiffeisen ist, UND in der Investnet AG Mitglied im Verwaltungsrat ist.

    Nun stellt sich die Frage, wie die Raiffeisen ihre Sorgfaltspflicht wahrt, wohlwissentlich, dass bei Investnet durch P. Vincenz und andere Personen die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf erhebliche Kapitalverbrechen untersucht. Trotzdem lässt es die Raiffeisen zu, die Mitglieder, die eng verbunden mit P. Vincenz waren und noch immer aktiv in der Investnet AG tätig sind, über die Investitionen an KMUs entscheiden zu lassen. Eine sehr gefährliche und fragwürdige Kooperation, vor allem nachdem das «Aus» der Investnet vermutet wird.

    Werden die Verluste bei Investnet AG einfach abgeschrieben und macht mit der KMU Capital AG im gleichen Stil weiter? Nach aussen wird die Öffentlichkeit geblufft, jedoch hat sich im Innenverhältnis nichts oder nur wenig geändert.

    Schaut man sich weitere Firmen, in welchen J. Krotzinger und P. Wüst aktiv sind bzw. waren, etwas mehr im Detail an, so fällt eine Firma mit dem Namen «Tributum AG» besonders auf. Für nicht Lateiner sei erwähnt, dass Tributum so viel wie «Abgabe, Steuer, Zugeteiltes» bedeutet, was immer dies in der Praxis zu bedeuten hat. Jedenfalls übertrifft dieser Firmenname die Arroganz und Dreistigkeit der Teilnehmer dieser Gruppe.

    Bei weiterer Betrachtung, sitzen im Verwaltungsrat der Tributum AG der Unternehmer Carl Johann Eriksson und Bendik Höhn, welche gleichzeitig die Firma United Cash Back AG leiten und welche von Investnet AG im Juni 2015 übernommen wurde. Insider sprechen von einem auffällig hohen Kaufpreis. Nach internen Informationen kommt genau hier die Tributum AG als «Übernahmevehikel» ins Spiel. (Investnet AG -> Tributum AG -> CBVR Holding AG / United Cash Back AG).

    Ferner stellt sich die Frage WEM und WAS wurde hierbei Tribut gezollt oder zugeteilt?
    Was war/ist die Aufgabe der Tributum AG, die zwischen Investnet AG und der United Cash Back AG geschaltet wurde?

    Noch viel interessanter ist, dass die CBVR Holding AG, die Muttergesellschaft der United Cash Back AG im Juli 2018 gelöscht wurde. Warum so kurz nach der Übernahme?

    Daraus ergeben sich viele weitere Fragen, die hoffentlich von der Staatsanwaltschaft aufgearbeitet werden.

    Die Hauptfrage ist und bleibt, in wie weit die Raiffeisen ihrer Sorgfaltspflicht als Bank gerecht geworden ist bzw. gerecht wird, da entgegen aller Behauptungen noch immer die Verbindung zur Investnet AG nachweislich besteht.

    • Hochinteressant! Ich hoffe, Sie haben das auch der StA gemeldet!
      Aber wir sollten nicht vergessen: Der Gisel und der Rest der GL (Zoller, Poerschke) wussten ja von gar nichts. Sagt auch der Gantenbein – und der muss es ja wissen.

    • Herzlichen Dank für Ihre Recherche, das werden auch LH und die verschiedenen Staatsanwälte zu schätzen wissen! Der Name „Tributum AG“ zeugt IMO nicht von Dreistigkeit, sondern der typischen Beschränktheit solcher Figuren … sie glauben halt, es werde alles besser, wenn man es auf lateinisch sagt. Siehe auch Angelina Jolies Tattoo „quod me nutrit, me destruit“ (d. h. „was mich nährt, zerstört mich“ – was sich verschiedene PV- und Gisel-Anhänger vielleicht auch mal überlegen sollten). Egal, ich rätsle an der „CBVR Holding“ herum. „Chrigel Blochers Vermeintliche Realität“ ? Oder eher „Cash Bringer für VerwaltungsRäte“?

    • Zitat:

      „Dieses Konstrukt um die Schlüsselpersonen ändert fast monatlich und erschwert einen aktuellen Wissensstand und Transparenz.“

      Kommentar:

      Absolut richtig gesagt bzw. geschrieben.

      Geschäftsführer und andere Funktionsträger wechseln zB bei gefährlichen Organisationen so oft, daß man hinterher keinen richtigen Verantwortlichen mehr juristisch bzw. strafrechtlich sauber mehr ausmachen kann.

      Das heißt, solche karrussell-artigen Wechsel können durchaus möglicherweise mehr als nur Zufall sondern Strategie und volle Absicht sein.

      Wirtschaftlich bzw. aus unternehmerischer Sicht machen solche Zustände wie in einem Taubenschlag, solch ein Kommen und Gehen ja wohl keinen Sinn.

    • Oder gar der Bolliger? Gierig genug ist der ja.
      Und hat auch jahrelang die Probleme ausgesessen und dem Nachfolger einen Scherbenhaufen hinterlassen.

  6. Entweder sind alle Raiffeisen Kunden und Mitarbeiter mit der stoischen Ruhe eines Mönchs gesegnet oder leben deren Leben gleichgültig.

    Wie sonst ist es zu erklären, dass der Rote Platz in St. Gallen noch nicht bestreikt wurde?

    • Die Realität ist hässlicher. Die Truppe um Gisel hat ein ganzes Instrumentarium aufgesetzt, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken.
      Interne und Externe Revision „kümmert“ sich um aufmüpfige Banken. Regionalverbandspräsidenten greifen dissidente Banken an (geschehen in Horw).
      Externe Kritiker werden verklagt. Interne Kritiker werden bedroht, es gehen Gerüchte um, dass ein ganzes System an Spitzeln betrieben wird. Gerade Roland Schaub ist da federführend. Die ganze Kommunikation wird auch überwacht.
      Aber: „Die Gedanken sind frei!“ – hoffen wir, dass der neue VRP endlich durchgreift!

    • Warum sollte? Lief ja alles gut bis jetzt!! Oder möchten Sie etwas anderes behaupten? Einen Schaden kann ich auch nicht sehen (Reputation wird nur von den Medien beschädigt).

  7. Und wieder einmal dabei: Die Big-4s.
    E&Y macht irgendwelche Parteigutachten. PwC (Rütsche) stellt keine Fragen.
    Und die RAB (Schneider) schaut dem Drama zu und tut nichts. Er kommt natürlich auch von der PwC.
    Herr Hässig: Dieser Fall ist noch nicht einmal zu 10% aufgearbeitet.

  8. Wo sind denn all die hochgebildeten Experten geschult worden? Alles die gleiche Denke, ohne Moral und Werte. Am besten wäre ein Pfarrer als VR-Präsident! Back to the roots!

    • ahhhh….Pfarrer wäre auch nicht adäquat….
      Ich war diese Sommer unterwegs auf 2000 bis 3000 Höhenmeter, wo wir jetzt nur zum Spazieren, uns Erholen und geniessen gehen….aber bis vor 60 Jahre waren meine Ahnen dort unterwegs um zu arbeiten, Jagen oder Holzen in steilem Gelände…. Trotzdem waren diese Leute Stolz, integre und Zufrieden. es gibt heute kaum mehr Wege noch Alpen, die Intakt noch sind…aber trotzdem gibt noch etwas…. wenn in schaue zurück in diesen Geldwirtschaft sehe ich oft nur Misswirtschaft, getarnte Diebe und Misere Verschuldung Summe, was zum Glück mindesten nicht bei RB stimmt…aber für den Rest von Europa schon…
      Der immer noch bestehende „Beigeschmack“ bei alle diese Intrigen, Eskapaden und „Null Kontrollen“ ist (mindestens der Eindruck ist geweckt), dass die „Zentrale“ wie ein selbständige Unternehmer „alte Garde“ sich verhalten hat: keine Disziplin, keine Dokumentation, keine Kontrolle. Aber meine legendäre „Freund“ aus USA, die sehr Erfolgreich als selbständige Unternehmer in den letzten 50 Jahren waren, sind hingegen sehr diszipliniert, volle von Kontrolle ( da sie wissen wie der Mensch sich irren kann…) und dokumentieren alles, damit nicht immer das gleiche Fehler gemacht wird. Zudem sind auch noch so streng mit MA und Vorgesetzte…. sie können die Lehre Schlussfolgerung selber ziehen. Das hat mir auch diese „Bergleute“ von damals dieses Bild gegeben: ohne Disziplin, harte Arbeit, gute Organisation wäre niemanden in diese Berg – Landschaft überlebt. Somit, meine Damen und Herren, wäre diese die perfekte Persönlichkeit für die „Wiederaufbau“ der RB mindestens für mich: ein Berg Hütter, da kaum ein Schweizer noch in die wenigen Alpen über 2000 Metern zu treffen ist….
      Zudem braucht mehr Kontrolle aus alle diese 250 RB und wir haben gelernt, dass unter diese ganz gute Leute gibt…. so einfach wäre!

    • Back to the roots! Schämen sollen sich PV und Abhänger! Denkt an die vielen Bauern und Müettis, die jede 10 Franken auf ihr Sparbuch getragen haben! Eine Schande für die ganze Schweiz und die ehrlichen Schweizer, ausgelöst durch geldgierige Geier.

    • @Frau Präsidentin: Wenn schon Diversity, dann aber gleich richtig! Somit braucht es eine Nicht weisse, lesbische, behinderte und muslimische Ausländerin.

    • Typisch Emanze. Will nicht Qualität sondern Frauen-Apartheid. Das ist auch eine Form von Rassismus.

  9. Heute früh war in St.Gallen der hochgradig enttäuschende Interims-VRP Pascal Gantenbein das Thema: Wie konnte er es zulassen, dass er sich von Gisel „lammfromm“ an die Leine legen liess??? (Hoffentlich wird das rabenschwarze, himmeltraurige Kapitel „Gantenbein“ nun rasch beendet!)

  10. Das Aktienkapital der Investnet Holding AG beträgt ebenfalls 10 Millionen Franken, wie die EY-Bewertung. Offenbar konnte sich P. Vincenz zum Nominalwert einkaufen, d.h. 1.5 Mio. Franken für 15% Aktien. Im Kontrast dazu steht ein erheblicher Anstieg des Goodwills per Ende 2015: Dieser stieg in der Gruppe um insgesamt 224 Mio.. Davon ist laut Jahresbericht „ein wesentlicher Anteil auf die Gründung der Investnet Holding AG zurückzuführen“. Wie bitte? Nur weil eine Holdinggesellschaft formell dazwischen geschoben wird, soll der Wert um, sagen wir 80-100 Mio., steigen? Das kanns ja wohl nicht sein. Die Frage ist deshalb, was zu dieser erheblichen (immateriellen) Wertsteigerung geführt hat. Etwa, dass als neuer Minderheitsaktionär (und gleichzeitig VR-Präsident) die Person Vincenz hinzugekommen ist? Das wäre zumindest sehr kreativ.

    • Die PwC scheint da auch nicht viele Fragen gestellt zu haben.
      Aber ein Wechsel der Revisionsstelle bringt ja auch nicht viel. EY war ja auch ganz eng mit Vincenz. Und KPMG hat ja bei der Post einen Scherbenhaufen hinterlassen.
      Aber wenigstens einen Teil der Fee könnte man zurückholen.

    • Ich bin überzeugt, dass zu viel Regulierung macht uns Dumm! Da die Revisoren nur mit Chablone oder Checkliste arbeiten, keine Komma weiter…und die Top – Manager denken, was nicht Reguliert ist, ist dann erlaubt… wo bleibt der Gehirn ist mir ein Rätzel! Oder können wir anderes behaupten?

  11. Wenn ich das lese, kann ich mich nur wiederholen. So wie damals im „Carthago Fall“:

    Dieser St. Galler-Raiffeisen-HSG Stall muss ausgemistet werden, und zwar sofort!

    Erste konkrete Schritte:
    – Dem VR keine Entlastung erteilen.
    – Gisel und seine Adlaten hochkant rausschmeissen!
    – Gantenbein weg, weil er diese geschützt hat.

    • der VR und die kontrollstelle werden die absolution erhalten, so sicher wie das amen in der kirche, wir sind in der schweiz, da ist sizilien schuelerbueben land dagegen. die stimmberechtigten filzokraten wollen weiterhin unter dem radarschirm bleiben, da die RB ja gut läuft und der pers. rubel rollt. also, business as usual. vom nebenschauplatz PV spricht eh niemand mehr, geschweige von herrn stocker und dem überaus gerissenen advokaten B.

  12. Falls PV sich nicht jemandem anvertraut hat oder sogar geständig ist, wird es die Staatsanwaltschaft nicht leicht haben. Mit Ausnahme möglicher kleiner Verstösse wird sie den grossen Raubzug von PV in der Form eines reinen Indizienprozesses führen müssen.

    • Der Pierin Vincenz hat eh schon alles verloren, was man als einstiger „Strahlemann“ nur so alles verlieren kann:
      – Sein Ruf ist bleibend im Eimer (Rotlichlokale etc.)
      – Sein Ansehen ist irreparabel für immer demoliert.
      – Er wird – wo er auch auftaucht – massiv gesellschaftlich geächtet. (Er musste dies vor einigen Wochen im Lokal seines „Freundes“, dem Kultbeizer „Köbi“ bitter erfahren…)

  13. Ein weiterer Hammer. Und dann noch die Forderung einer 5m-Abgangsentschädigung! Hat man noch Töne?! – PV ist tatsächlich bloss ein schmieriger Ex-Star, auch wenn er nur beschuldigt ist.

  14. Wie auch immer, der den hochkant gescheiterten Gantenbein beerbende neue Raiffeisen-Kapitän muss eine Totalräumung durchführen!

  15. Es wird noch viel rauskommen und eines scheint jetzt schon klar zu sein, es war ein kollektives Versagen von den anderen Geschäftsleitungsmitgliedern, den internen Kontrollfunktionen, der internen und externen Revision, des Verwaltungsrates die und den Delegierten! Aber angeblich hat es Vincenz geschafft alle an der Nase herumzuführen! Und hätte es Lukas Hässig nicht gegeben, wäre dies wohl auch gelungen!

    • Ich mag den Bereich kollektives Versagen nicht.
      Er erleichtert das Abschieben von Verantwortung.

      Es haben Individuen versagt, weil sie nicht konsequent Interessenkonflikte vermieden haben und dann der ökonomischen Versuchung erlegen sind.

      Wir können von vielfachem individuellen Versagen einer Vielzahl von Leuten sprechen, die sich noch gegenseitig begünstigt haben.

      Kollektiv klingt mir zu sehr nach „Ich nicht, er auch“.

  16. Wenn nichts neuer mehr kommt. Dann alte Artikel immer wieder neu Verwerten! Und wenn es keine eigenen Recherchen sind, abschreiben, von Zeitungen von irgendwoher.

    Ein Rechnungslegungsexperte scheint der Autor dieses Blogs jedenfalls nicht zu sein.

    Abwarten. Und dann Urteilen. Mit (Vor-)Verurteilungen kommt man selten weit.

    Aber das ist hier ja auch nicht erwünscht. Es geht um Klicks und dass die Wein Werbung weiterhin geschaltet bleibt, damit ein bisschen Lohn auf das Konto kommt.

    Der Zweck heiligt die Mittel. Aber auch egal.

    • Wichtig ist, dass sie diesen Blog lessen, was sie ja aneblich tun, und auch Kommentare schreiben, den dann gibt es Klicks.

    • Wer anderen Abschreiben und Wiederholungen vorwirft, sollte selber ein bisschen kreativer sein mit seinem Genöle. Sonst wird dann auf einmal das Fixum aus der RCH-PR-Abteilung gekürzt.

    • LH hat den Beweis ein guter und investigativer Journi zu sein längst erbracht. Wo alle, inklusive FINMA, geschlafen haben hat LH recherchiert und die RB Schweinerei ans Tageslicht gebracht. Da ist ihm ein guter Wein zu gönnen!

    • Zitat:

      „Und wenn es keine eigenen Recherchen sind, abschreiben, von Zeitungen von irgendwoher.“

      Kommentar:

      Komisch, es schrieben doch alle von Hässig ab. Oder war das nicht er, der das ins Rollen brachte?
      Sogar Ringier erkennt das an (und schreibt das auch, Zitat: „Deckte die Affäre Vincenz auf: Finanzjournalist Lukas Hässig.“)

      Also liegen all die anderen Konkurrenzmedien falsch, die das so darstellen?

      Und alle anderen Medien sind ganz ganz schlimm, weil sie Hässigs Darstellungen übernahmen?

      Oder wie Sie es nennen „abschreiben“.

      Wirklich?

  17. Und wieder ein Feigenblatt-EY Gutachten? Genau wie bei dem Aduno Fall?
    Verdammt nochmal, was geht da eigentlich ab?
    Gab es da allenfalls im Nachgang dazu auch plötzlich fette Aufträge? Vereinbart zwischen Stalder und Vincenz?
    Ein Sumpf sondergleichen tut sich hier wieder auf!

    • „Was geht hier eigentlich ab?“
      Das kann ich als ehemaliger Big4ler erklären. Das sind die typischen Deals der Big4s. Man verkauft die Marke und segnet jeden Dreck ab gegen ein paar Tausender.
      Die Partner kassieren am Ende des Jahres dick ab. Wenn etwas schief geht (und das tut es oft), dann müssen ein paar Juniors über die Klinge springen.
      Ich bin froh, dass ich nach ein paar Jahren da ausgestiegen bin. Man kann da kein ehrliches Leben führen.