Finma-Hammer: Raiffeisen erlaubte Vincenz alles

Privat-Deals, Interessenkonflikte, Riesen-Spesen ohne Business-Bezug – Aufsicht stellt Bank Aufseher ins Haus – Schont CEO Gisel.

Die Aufseher von Bern entlarven die Verwaltungsräte der Raiffeisen mit HSG-Professoren, Revisions-Experten, Bauern-Lobbyisten und Spitzen-Politikern als Kopfnicker ohne Kraft und Disziplin.

Das geht aus der Verfügung der Finma von heute gegen die drittgrösste Schweizer Bank hervor. Die Finma sieht schwere Verstösse und drückt der Zentrale in St. Gallen einen Aufseher aufs Auge.

Die Kritik aus Bern kommt spät, dafür ist sie happig. Zumindest für den VR der Raiffeisen. Umgekehrt verschont die Aufsicht den CEO der Bankengruppe Patrik Gisel.

Das könne sich aber noch ändern, orakelt die Bankenpolizei.

Die Finma, die sich auf einen Bericht von Deloitte und ihr darauf folgendes eigenes „Enforcement“-Verfahren stützt, zeichnet ein Bild von Schlendrian, Eigenprofit, Disziplinlosigkeit, Chaos.

Der alte CEO Pierin Vincenz machte, was er wollte – Spesen für sich auf Geschäftskosten, Privat-Beteiligungen ohne Offenlegung, hohe Eigenkredite ohne Prüfung: Der VR winkte alles durch.

Null Kontrolle, null Fragen, null Aufsicht, null Sanktionen. Die Raiffeisen Schweiz hat sich in der Ära Vincenz in ein Freudenhaus verwandelt, das an einen absolutistischen Monarchenhof erinnert.

Everything goes, wer will nochmal, wer hat noch nicht. Und dabei hat die Finma nur das Geschäftliche unter die Lupe genommen. Die zahlreichen internen Liebesbeziehungen blieben tabu.

Vincenz & Co. haben die Raiffeisen-Idee mit Füssen getreten. Sie haben die Genossenschaftsform mit ihrer urdemokratischen One man one vote-Struktur für ihre Wünsche missbraucht.

Die Verantwortung dafür trägt aber nicht der Ex-CEO, der vorgestern nach 15 Wochen Untersuchungs-Haft nach Hause durfte.

Schuld ist in den Augen der Aufsicht der Verwaltungsrat. Er muss vom Gesetz her eine saubere „Governance“ garantieren.

Gemeint ist, dass die Angestellten, hier die obersten mit dem CEO und dessen Kollegen in der Geschäftsleitung und im hohen Kader, nicht über die Stränge hauen.

Der VR der Raiffeisen-Gruppe ist dieser gesetzlichen Verpflichtung seit Jahren nicht mehr gerecht geworden. Er hat frisch fröhlich zugeschaut, wie Vincenz völlig den Boden unter den Füssen verlor und abhob.

Wie sehr die Verwaltungsräte der Raiffeisen versagten, darunter die bekannte Rita Fuhrer, HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm, BDO-Spitzenpartner Edgar Wohlhauser, Uni-Kader Franco Taisch, ein hoher Bauernchef und ein mächtiger Lugano-Politiker, zeigt der Fall Investnet.

Auf diesen hat sich die Finma konzentriert, nachdem die Geschichte um eine Vorab-Beteiligung von Vincenz an dem Private-Equity-Vehikel vor 2 Jahren an die Öffentlichkeit gekommen war.

Investnet, das ist nicht Peanuts. Insgesamt hat die Raiffeisen unter dem Kommando von Vincenz 100 Millionen Franken für die Firma, die sich an Schweizer KMU beteiligt, aufwerfen wollen.

Wie viel davon in seinem eigenen Sack gelandet ist, dazu äussert sich die Finma nicht. War Vincenz bereits im 2012 an der Investnet beteiligt, wie das Informationen vermuten lassen?

Die Frage ist für die Zürcher Strafermittler entscheidend. Die Finma schreibt dazu Folgendes:

„In einer ersten Phase ab dem Jahr 2012 hielt ein Berater der Raiffeisen Schweiz (gemeint ist Vincenz‘ Kompagnon Beat Stocker, der ebenfalls in U-Haft war) und gleichzeitig enger Vertrauter des ehemaligen CEO indirekt eine Minderheitsbeteiligung in Aktien der Investnet AG (…).“

Dies habe im VR und der Geschäftsleitung der Raiffeisen niemand gewusst, „mit Ausnahme des ehemaligen CEO“; sprich Vincenz.

Die Finma schreibt weiter: „In einer zweiten Phase ab dem Jahr 2015 wurden die Gesellschaften neu strukturiert und der ehemalige CEO wurde ebenfalls zum Minderheitsaktionär, indem er seiner Arbeitgeberin, der Raiffeisen Schweiz, Aktien der Investnet Holding AG abkaufte.“

Bei dieser Umstrukturierung im Sommer 2015 zeigte sich, wie der ganze VR der Raiffeisen sich von Vincenz am Gängelband führen liess.

„Obwohl er als CEO der Bank Verkäufer und als Privatperson zugleich Käufer der Aktien der Investnet Holding AG war, und damit in einem klaren Interessenkonflikt stand, trat er entgegen den internen Weisungen nicht in den Ausstand.“

König Vincenz. Er befiehlt, alle gehorchen.

Laut Finma empfanden die Verwaltungsräte dies absolut Ok. „Auch der Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz unterliess es seinerseits, den naheliegenden potenziellen Interessenkonflikten nachzugehen und die internen Regeln zu deren Offenlegung sowie die Ausstandspflichten durchzusetzen.“

Vincenz konnte sich im Sommer 2015 mit 15 Prozent an der Investnet beteiligen. Er bezahlte dafür offenbar 1,5 Millionen Franken. Der Wert seines Anteils – zumindest auf dem Papier – war ein Vielfaches davon.

Wie war dies möglich? Die Verwaltungsräte unter Präsident Johannes Rüegg-Stürm, den die Kollegen inzwischen als Schuldigen von Bord schmissen, erlaubten es Vincenz, sich zu Nominalwerten einzukaufen.

Sprich: Die Raiffeisen zahlte den privaten Minderheitsaktionären der Investnet Anfang 2015 auf Basis einer nicht nachvollziehbaren Berechnung horrende Beträge; um dann dem CEO den Einstieg zu nominal zu ermöglichen.

Die Finma beschreibt das Vorgehen so, als ob eine Familie am Küchentisch mal kurz über ein paar Einkaufsposten entscheiden würde.

Unter „Varia“, ohne „sachgerechte Vorbereitung und Diskussion“, und im Protokoll wurde das Wesentliche erst noch „geschwärzt“. Bezahlt hat Vincenz nicht mit eigenem Geld, sondern erhielt einen Kredit der … Raiffeisen.

Zustände wie im alten Rom.

The usual thing bei Raiffeisen Schweiz. CEO Vincenz tanzt den VRs auf der Nase herum, und die finden das nicht nur normal, sondern womöglich auch noch ganz lustig.

Hinzu kommen Vincenz’ Spesen à gogo, mit Zehntausenden von Franken für Hotel, Flüge, Essen – vieles davon privat, alles bezahlt mit der Kreditkarte der Raiffeisen.

Besonders ins Tuch gingen die über 50’000 Franken pro Monat, die Vincenz für seinen Freund und Mit-Beschuldigten Beat Stocker.

Keiner im Verwaltungsrat stoppte Vincenz. Umgekehrt erhöhte sich das Gremium sein Honorar um 44 Prozent.

Wie Vincenz an seiner persönlichen Abschiedsfete im Oktober 2015 in einem St. Galler Lokal zuerst sein Hemd und dann sein Unterhemd auszog und zur Livemusik tanzte, bleibt allen Anwesenden in lebhafter Erinnerung: So war Vincenz: Alle wussten es, alle liessen es zu.

Für die Finma nur ein Fall Vincenz? Nachfolger Gisel, Risk-Chef Beat Hodel, Ex-Finanzchef Marcel Zoller, sie und weitere nickten die hohen Spesen und die Kredite für ihren Chef Vincenz ab.

„Ob die FINMA im Kontext dieses Falles weitere Verfahren gegen Einzelpersonen eröffnen wird, wird sie erst nach Vorliegen der internen Untersuchung der Bank entscheiden“, schreibt die Aufsicht mit Blick auf Gisel und seine Kollegen an der Spitze der Bank.

Und fügt an: „Bis jetzt hat die FINMA keine Anhaltspunkte, die ein aufsichtsrechtliches Verfahren gegen heutige Führungskräfte der Raiffeisen Schweiz rechtfertigen würden.“

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164 Kommentare zu “Finma-Hammer: Raiffeisen erlaubte Vincenz alles

  1. Der heutige DV-Tag hat mir bewiesen, dass bei der Raiffeisen einfach nichts geht.
    VR und Geschäftsleitung, evt auch die Delegierten, überall ist die die Gier nach Geld und Macht immens grösser als die moralische Integrität der Kader.

    Wenn bei der Raiffeisen nichts geht, dann geh ich. Schnauze voll.

    Wenn Gisel/Gantenbein/Gehrig sowie alle mit PV Stallgeruch weg sind, dann frühestens kann ich wieder Vertrauen finden. BYE Raiffeisen!

  2. Man kann die Finma anschreiben und auf Verstöße gegen das Gesetz hinweisen, sie reagiert nicht.

    Auch nach mehrfachem schriftlichem Intervenieren nicht.

    • Darum meldet der erfahrene Praktiker Verstösse auch nicht der Finma (und schon gar nicht der Compliance!).
      Sondern er wendet sich vertrauensvoll an einen in Gaunerkreisen gefürchteten Journalisten.
      Das wirkt mehr und ist erst noch sicherer so.

  3. Etwas ist doch merkwürdig: Erst vor kurzer Zeit bemerkt die FINMA, dass da bei der Raiffeisen etwas nicht stimmen kann. Dabei gab es Anzeichen genug, dass aus einem Konglomerat von vielen kleinen Raiffeisen-Genossenschaftsbanken auf dem Land und in Städten die 3.grösste Bank geworden ist, die erst noch ein Lumpenrisiko an Hypotheken hat. Welche Rolle spielte da die damalige Fininanzministerin BR Eveline Widmer-Schlumpf? Hat nicht Pierin Vincenz auf ihre Anregung hin die Aufhebung des Bankkundengeheimnisses auch in der Schweiz verlangt? Dies war ja ein Herzanliegen der EWS. Da es für sie politisch riskant war, solches mit Nachdruck zu verlangen, hat sie ihren alten Freund Pierin vorgeschickt. Ja, Du heile Schweiz. wohin hast Du dich entwickelt? Überall Gefälligkeits-, ja Koruptions-Sumpf, nicht zuletzt auch bei Staatsbetrieben, deren Leitung zu oft bei Politikern gelegen hat. Und, wie steht es um die fragwürdige Rolle der grossen Revisionsgesellschaften?

  4. Der nachfolgende, weiter unten nochmals platzierte Betrag, ist in entscheidenden Kreisen in der Stadt St.Gallen DAS Thema:

    Nach dem Morgenkaffee in St.Gallen

    14. Juni 2018 / 09:52

    War heute wieder besonders spannend beim Morgenkaffee in nächster Nähe von Raiffeisen CH: Diesmal wurde der alternde Wirt vom Restaurant bei der Brauerei „durchgenommen“. Dieser (etwas kleinwüchsige) Wirt hätte sich jahrelang extrem stolz über seinen grossen „Freund“ Pierin geäussert; er habe ihm sogar die Küche in seinem Luxusbunker im Steuerparadies Niederteufen eingerichtet. Kein Wunder, das nette Restaurant war ja auch die Haupt-Drehscheibe des feschen Berglers. Dort ging es – nicht nur an der Olma – jeweilen frivol zu und her: Die flotten jüngeren bis mittelalterlichen Damen standen häufig halbwegs diskret herum, um dem meist braungebrannten „Siebesiäch“ in einem diskreten Ecklein Blicke zuzuwerfen. Der gewesene St.Galler Superman aller Klassen Pierin genoss es jeweilen sichtlich, dermassen der „Hahn im Korb“ zu sein. Wie man nun lesen kann, wurden die oppulenten Konsumationen möglicherweise direkt von der Raiffeisen-Firmen-Kreditkarte abgebucht…

  5. Pierin—> VR Raiffeisen—>FINMA

    kann es sein dass aus irgendwelchen Gründen die Beaufsichtigung nicht funktioniert?
    Entweder kennen sich die Leute zu gut, oder es gibt einen ungeschrieben Comment des Inneren Kreises dass man sich gegenseitig nichts tut oder Prozesse und Kompetenzen stimmen nicht.
    auf jeden Fall sollte man nicht nur auf dem armen PV herumhacken, sondern auch auch die ganzen Kontrollorgane durchleuchten. Das Ausmass der Affairs lässt auf ein Systemversagen schliessen

  6. Wie wäre es, wenn PV und Co. auch in der Bewältigung für ihr Tun oder nicht Tun, mal eine selbstkritische Haltung zeigen würden?
    Es ist schon so vieles bekannt und die Anwaltshonorare müssen Unsummen verschlingen. Ihre „Deals“, ob strafverfolgungswürdig oder nicht, haben ihren Ruf und Ansehen eh schon kaputt gemacht.

  7. Wenn die FINMA meint, Raiffeisen Kunden werden durch die mangelhafte Corporate Governance nicht direkt geschädigt, dann wurde das agieren von Leonteq, die hinter jedem Raiffeisen Struki steht, ohne dass die Retailanleger das merken, nie im Detail auf ihre Best Execution Pflichten überprüft, obschon bereits einmal eine Verwarnung bzgl. derer Marktpraktiken ausgesprochen werden musste. Hier besteht doch wohl schon ein Interessenskonflikt direkt an der Kundenschnittstelle.

  8. nichts überrascht bei Raiffeisen. Als Auslandschweizer (obwohl Geld versteuert) darf ich bei Raiffeisen keine Wertschriften haben da die Bank ja seit einiger Zeit systemrelevant ist. Bleibt die Frage:

    Wer hat dieser Bank die Auszeichnung systemrelevant gegeben: die FINMA (wäre ja ein schlechter Witz) oder die Politik (bei der oftmals gesehenen Unfähigkeit in Finanzsachen wäre dies keine Überraschung).

  9. Hr. Gisel eine Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung verkommt bei ihnen zu einer Farce. Bei Leonteq haben sie als VR für den Ankeraktionär Raiffeisen Millionen an Börsenwert zu verantworten. Eine Verantwortlichkeitsklage würde Licht ins Dunkel bringen.

  10. Gemäss diversen Zeitungsartikeln stellt die FINMA anno 2018 (!) fest, dass dem Verwaltungsrat der Raiffeisen in der Zeit zwischen 2012 bis 2015 „die Kontrolle über P.V. zunehmend entglitten sei“. Leider erfährt man nicht, wie es über die Oberaufsicht seitens der FINMA in dieser Zeit und bis heute bestellt war. Wie es scheint, ist der FINMA die Oberaufsicht über die Raiffeisen-Gruppe nicht minder „entglitten“ – ….und es ist beileibe nicht der einzige Fall, der vom gnädigen Amt zu Bern verschlafen wurde.

    Es wäre äusserst begrüssenswert, wenn sich die Politik endlich um die FINMA kümmern würde. Welchen Nutzen hat denn ein Amt, welches – in der Regel erst wenn es schon längst zu spät ist – noch einen Bericht über längst Bekanntes verfasst und allenfalls noch Massnahme und Bussen verhängt. Wäre es denn nicht auch Aufgabe der Oberaufsicht, Verfehlungen frühzeitig (…oder mindestens rechtzeitig) zu erkennen und „Empfehlungen“ abzugeben? Wieso bringt der massiv höhere Personalbestand der FINMA nichts, ausser jährlich mehr Administration und Ineffizienz?

  11. So wie es aussieht ist der VR immer noch handlungsunfähig, obwohl PV schon lange von Bord gegangen ist. Dafür können die jetzt niemandem die Schuld in die Schuhe stecken. Denen fehlt Führungsqualität.

  12. Michael Auer als CEO? Läck Bobby 🙂
    Kann mir mal jeman sagen, was Michael Auer eigentlich dazu befähigen soll, den Privatkunden-Bereich – also den Vertrieb und den Vertriebssupport einer der grössten Schweizer Retailbanken zu leiten?
    Oh sorry, ich vergass, dass es sich um eine Management-Position handelt, bei der zuviel Fachwissen wohl eher störend wirken würde… 😉

    • Hallo!

      Das Kontroll- / VR-Problem hat nachweislich nichts mit der Schulbildung zu tun! Der verantwortliche VRP Rüegg-Stürm ist HSG-Professor und Corporate Governance Spezialist (dieses Element hat er zwar vom Pofil auf der Homepage entfernt).

      Dr. Taisch lehrt an der Universität Luzern und zog hemmungslos via Fakturen die von Genossenschaften gesponserten Gelder ab – ohne anständige Forschungsergebnisse abzuliefern. Das bekannte „Taischen-Problem“ Raiffeisen. Taisch war auch im Vergütungsausschuss.

      Frau Ceragato, Ehefrau von Vincenz, ist Raiffeisen Geld sei Dank neuerdings Harvard-Absolventin. Als Complience Cheffin liess sie Ihren Ehemann machen.

      Warum sollte Rita Fuhrer den grössten Einfluss haben? Sie wurde vom Publikum und übrigen VR sicher nie überschätzt im Gegensatz zu übrigen HSG Blendern.

    • Ja, ja, die angeblich so gescheiten Absolventen der Uni St. Gallen….

  13. Man darf nicht vergessen, dass der VR den grössten Teil der Verantwortung für das Desaster trägt.

    Den grössten Einfluss darin hat wohl Rita Fuhrer. Deshalb muss sie jetzt unbedingt mit sofortiger Wirkung zurücktreten.

  14. Erschreckend was da zu Tage kommt. Man muss sich nur in den richtigen Kreisen bewegen. Aber ist das irgendwo auf der Welt anders?
    Erschreckend für die die jeden Tag ganz normal in die Arbeit gehen, da kommt man schon ins Grübeln.

  15. Die Kontrolle .. der Kontrolle .. der Kontrolle .. wird es richten ..

    Warum gibt es einen VR, wenn dieser nicht fähig ist, das operative Management (GL) zu überwachen ..

    Wozu gibt es Aktionäre, wenn Vermögen kein Garant für Hirn ist und man nicht mal versteht, wie in diesem Unternehmen gewirtschaftet wird .. (Genossenschaft ausgenommen, nur das jährliche Fressen zählt) ..

    Warum gibt es Mitarbeiter, wenn Bounty und Meuterei nicht einfach nur ein Schokoriegel ist ..

    Warum gibt es Kunden, wenn Betrug nicht Konsequenzen bei der Lieferantenwahl hat .. (fahren Sie einen VW ?)

    Warum gibt es ein OR, wenn dieses anscheinend von angeblichen Firmenlenkern nicht verstanden wird ..

    Warum gibt es eine FINMA, wenn man nicht mal einen Taschenrechner braucht, um zu merken, wo betrogen wird ..

    Warum gibt es einen Staat, der nicht mal fähig ist, eine FINMA auf die Umsetzung ihres Auftrages zu überprüfen ..

    Warum gibt es einen Bundes-(Ve)-Rat, wenn ausreichende Gesetzte und gesunder Menschenverstand ausreichen würden ..

    Eine unfähige Gesellschaft und ihre Gremien reagiert auf solche Missstände immer gleich, nämlich durch Kontrolle derjenigen, die diejenigen Kontrollieren, die andere kontrollieren. Falls dies immer noch nicht greifen sollte, hätte ich eine Idee, wir brauchen (noch) mehr Kontrolle ..

    Nur effiziente, fähige und integre Menschen bauen schlanke und schlagkräftige Organisationen, hierzu braucht es weder Professoren/ Doktoren (Gute Besserung!), noch HSG oder MBA’s, einfach nur gesunden Menschenverstand. Mitunter vielleicht das ehemals beste Argument für eine ‘Bure’-bank, leider findet sich nichts mehr an ‘Bauernschläue’ dort. Einfach Leute die wissen, wie Menschen ticken und wie man Ziele erreicht und dabei schlechte Anreize unterbindet. Dazu noch ein Rechtssystem, mit knallharten Sanktionen und Strafen, die diesen Namen verdienen. Es kann ja nicht sein, dass im Tertiär-Sektor IP der einzige Pranger ist, über den wir verfügen (ist aber so). Wir befinden uns aber gerade im ‘dark/est age’, aber der ‘Pranger’ soll ja menschenunwürdig sein. Wenn man sich z.B einen PV anschaut, dann frägt man sich, welche Tomate sowas verdient hat ..

    Wir haben es nicht nur bei(m) RaiBa(ch) mit einem gesellschaftlichen Problem zu tun. Wenn 1st-class people auf 1st-class people setzen .. und zweite Klasse auf Drittklassige, dann haben wir den Kern des Problemes erkannt. Nur wie drehen wir das System, wenn mittlerweile in über 80% von Unternehmen der Wurm drin ist ?

    Ist das so schwierig ? Ja, leider, wenn nichts mehr Konsequenten hat, dann haben wir den Zustand, den wir heute leider haben. Wir brauchen nicht mehr Gesetzte, Compliance etc., sondern Menschen, die bestimmte Werte verstanden haben und diese befolgen, alles andere ist Ablenkung. Noch wichtiger sind Menschen, die auch fähig sind, das Handeln anderer zu beurteilen und einzuordnen und im Zweifelsfalle durchgreifen.

    Liebe Banken, wenn Euer Geschäftsmodell nur auf der Steuerhinterziehung beruhte, dann habt ihr ausgedient. Habt ihr nicht mehr zu bieten ? Auch wer jedermann eine Hypothek gewährt, hat nichts aus den letzten 15 Jahren gelernt, ausser systemrelevant heisst Null-Risiko (der Steuerzahler übernimmt) für eine Deppenbank, die damit sogar noch prahlt. Jeder, der weiss, was ein Ertragsmechanismus einer bestimmten Industrie ist, wird z.B eure Anlagen-Performance, oder auch euren Unter-Inflation-Zinssatz, locker überbieten. Das kann jeder Affe, der mit Dart-Pfeilen auf Aktientitel wirft, besser .. vielleicht der wahre Grund, warum man diese bei VW ‘vergast’ ? Aber woher sollen diejenigen, die behaupten ‘Geld arbeitet’, wissen, was reale Wertschöpfung ist ?

    Zeit aufzuräumen, jeder Einzelne sollte sich fragen, was sein Beitrag sein kann, egal ob VR, GL, Mitarbeiter, Genuss-enschafter (en guete), Lieferant, Kunde oder sonst was ..

    Yes, we can .. oder wir werden ge-canned .. aber RB-Genossenschafter sollen ja Dosenfutter mögen, auch in Lugano ..
    am Besten, kalt serviert ..

    MfG Industrial

    • @Industrial

      Yes, we can…oder wir werden ge-canned

      Wenn sich die Raiffeisen Banken Basis jetzt nicht engagiert, dann riskiert sie auch die restlichen Einflussmöglichkeiten zu verlieren.

      Die FINMA wurde anscheinend als Moderator instrumentalisiert, um die Umwandlung der Raiffeisenbank in eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft zu bewirken.

  16. „…hat sich in ein Freudenhaus verwandelt, das an einen absolutistischen Monarchenhof erinnert.“
    Diese Formulierung passt auch genau auf den ex Raiffeisen Finänzler Barend Fruithof. Der hat später jahrelang in der Credit Suisse geherrscht. Dieser Teil der Bank war ebenfalls ein Selbstbedienungsladen für sich und seine Freunde.
    Inklusive Freudenhaus.
    Die Credit Suisse hat ihn einfach jahrelang wüten lassen.
    Mahner wurden mundtot gemacht oder bedroht.

    Jetzt ist klar wo Landwirt Barend Fruithof das gelernt hat: Bei seinem Förderer und Vorbild, dem Sonnenkönig in St.Gallen.

    Fruithof hatte als Helfer von Vincenz tiefen Einblick in dessen Geschäftsgebaren.
    Das wird sicher gut abgeklärt.

  17. @Tiamento di Marco: Entweder sind Sie ein unterbeschäftigter Raiffeisen-Frührentner, der selber lange Jahre im Windschatten von Vincenz durch Wegschauen profitiert hat, oder aber Sie sind tatsächlich ein bezahlter PR-Büttel, dessen Argumentarium im Wesentlichen darin besteht, die Postfinance (Missmanagement) oder andere Kommentatoren (Wutbürger) zu diskreditieren. So oder so sind Sie für mich ein Idiot, entschuldigen Sie bitte die Wortwahl.

  18. Eine Frechheit, was sich dieser Bündner Vinzenz anscheinend alles erlaubte. Bleibt nur noch etwas: Sich schämen und Auswandern – bevor er ins Gefängnis wandert und sein Vermögen kassiert wird.

  19. Das bedauerliche ist, dass Raiffeisen kein Einzelfall ist (sieh RUAG, Post, Universitäten Uni Luzern, ETH etc. ) und die Kultur des Wegsehens, Schweigens vertuschen eine Schweizer Untugend ist. In einem Land wo niemand heraustechen will, darf / will man auch das negative nivellieren. Das ist schlimm! Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das VR System überhaupt ein taugliches Governance Instrument ist – hier müssten andere Systeme, bspw. Whistleblower Functions, Meldesysteme an Finma etc. her. Ich denke die Corporate Governance Gesetzgebung und das Instrumentatium dazu muss in der Schweiz komplett erneuert werden. V. Kunz irrt, wenn er meint ein Rechtsformwandel zur AG löst alle Probleme. Die Anreize mit wenig Arbeit schnell Geld zu verdienen und fehlende soziale Kontrolle sind die Eckelemente der Bereicherung. Zudem macht Gelegenheit Diebe! Deshalb sollte bei der Personalselektion in einem Assessment der GIER Faktor bei Bankkadern geprüft werden… Piloten müssen auch ein psychologisches Assessment durchlaufen!

  20. Der Bundesrat sollte die Finma, die versucht, zu verschleiern, auflösen, die Abermillionen an Steuergeldern verschlingt.

    Und die Kompetenz der Finma an Journalist Hässig übertragen.

  21. Der ganze VR der Raiffeisen sollte als Denkzettel für 90 Tage in Untersuchungshaft, abgewählt und ihre Vergütungen für die letzten 5 Jahre zurückerstatten müssen

  22. Welch eine (leider fehlgeleitete) Dynamik! Einst biederste Schweizer Bauernbank, dann mit Vollgas zum helvetisch himmelsstürmenden Hypothekenprimus, anschliessend zum geldverschleudernden, unkontrollierten Selbstbedienungsladen, bis hin zum staatstragenden Sex-and-Crime-Finanzdienstleister.

  23. 15 Jahre Co-Pilot mit Blindflugerfahrung bei Raiffeisen ist genug. Jetzt als Chefpilot trotz Breitlinguhr immer noch keine Orientierung?
    Zitat aus Bilanz 19/2015 Mr. Vollgas
    Der umtriebige Triathlet Patrik Gisel ersetzt den geselligen Polterer Pierin Vincenz an der Spitze der Raiffeisen Gruppe. Wie der Neue
    tickt – und was bei der Bank jetzt anders wird.
    Der Vorstellungsartikel beginnt: Das wichtigste Arbeitsinstrument der Assistentin von Patrik Gisel ist die schweizweite Liste der Hallenbäder und Fitnessclubs. Den dort muss sie für ihren Chef jeweils einen Slot buchen, damit der begeistere Hobby-Triatlet, wo immer er im Raiffeisen-Reich auch unterwegs ist, zwischen zwei Meetings kurz trainieren kann. Wie etwa an jenem Montag Anfang September,
    als die stets bereitstehende Sporttasche im Fond der schwarzen Firmenlimousine gleich zweimal zum Einsatz kam – einmal in Bern und einmal in Luzern. Ich erlöse die Leser jetzt von diesem Schrott. Oder wollt ihr noch eine kleine Episode? Okay –
    Drei Autos stehen in seiner Garage, unter anderem ein Porsche GT3RS, ein Rennwagen, der auch für die Strasse zugelassen ist. Na Bravo! Damit geht er auf die Rennstrecke, meist auf die Nürburgring-Nordschleife, wo er inzwischen über 1000 Runden, rund 22’000 Kilometer, abgespult hat!!! Nein jetzt mache ich Schluss – es würde noch viel mehr Schrott geben, über Flugzeuge usw. Das Motto von Hr Gisel und Vincenz frei nach Reinhard May “ über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. Hr. Forstmoser soll mal ein Gutachten erstellen. Und Hr. Gantenbein lesen sie bitte dieses Interview in voller länge.

  24. Der Raiffeisen Pierin wurde jahrelang so gelobt und jetzt das, winder sich wirklich jemand dass dieser Herr nicht anders ist als alle anderen Banker in der Teppichetage? Wäre wirklich sehr naiv….

    • Sorry, contradicition in terms:
      Banker in der Teppichetage – die sich dort tummeln, verstehen von Banking meist soviel wie Giraffen vom Windsurfen.

  25. Es ist sehr unfair von allen Kommentatoren, die Beschuldigten vorzuverurteilen! Patrick Gisel hat sich nichts zu schulden lassen kommen, und ebenso ist noch nichts bewiesen gegen Pierin! Die meisten sind nur neidisch auf den Erfolg von unseren Erfolgs-CEOs!

    • Gisel schafft es nicht einmal, ein neues IT System einzuführen das auch Hypoteken richtig rechnen kann!

    • Ich bin lieber finanziell erfolglos als ‚erfolgreich‘, grossspurig und vier Monate in Untersuchungshaft.

    • ok

      Sie sind ein bezahlter PR-Schreiberling, leiden unter Gehirnwäsche oder Sie sind einfach unglaublich naiv (sorry!).

      Den sogenannte Erfolg der CEO’s anerkennen die meisten Beobachter zurzeit eher weniger.

  26. Somit hätten wir es hier mit einem VR zutun ähnlich wie bei der Swissair in den Nullerjahren: Klingende Namen, aber in der Sache inkompetent, uninteressiert, ohne Mut und Rückgrat. Nach dem Bankrott nannte man den Swissair-VR „Versagerrat“. Das kommt einem in den Sinn, wenn man sieht, was dieser Raiffeisen-VR alles durchgehen liess. Er muss für allfällige Schäden, die der Raiffeisen entstanden sind, haftbar gemacht werden.

    • Durchaus.

      Durchaus faszinierend, dass selbst dieses Sozi-Cüpli-Blatt einmal einen effektiven Treffer in der Sparte Finanzwelt & Einschätzungen landet.

      Faszinierend.

    • Patrik Gisel ist total arrogant und uneinsichtig. Ein riesen Reputationsfaktor für sämtliche Raiffeisen-Genossenschaften in der ganzen Schweiz. Die Abwanderung von Kunden zu anderen Banken lassen grüssen.
      Patrik Gisel als CEO kennt trotz der jahrelangen Tätigkeit bei RCH die Werte der Genossenschaften immer noch nicht. Er ist sich nicht bewusst, wie man mit den Medien kommuniziert und was für negative Signale er gegenüber der Öffentlichkeit aussendet.
      Liebe Delegierte, nimmt eure Verantwortung wahr und erteilt den Organen (VR und GL) keine Entlastung.
      Pascal Gantenbein, ziehe die Handbremse an, wirf PG raus und alle Banken können endlich wieder auf das Gaspedal drücken und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

  27. Ein Verwaltungsrat, der seine gesetzlich geregelte Aufsichtspflicht über Jahre und systematisch „vernachlässigt“, m.a.W. „verletzt“, gehört mindestens unverzüglich entlassen resp. müssten diese unsäglichen Unterlassungen (und bewusste Zulassung) von Amtes wegen zwingend Verantwortlichkeits- und Schadenersatzklagen nach sich ziehen. Die entsprechenden Gesetzesartikel müssen nicht erst erfunden werden! Der feudalistische VR Raiffeisen hingegen genehmigt sich selbst eine 40% Lohnerhöhung. Wofür genau? Welche Leistungen? Und das geht einfach so durch? Die Einen sind eben gleicher wie die Andern? Das ganze Puff soll auf Kosten der dummen Steuerzahler aufgeräumt werden? Wird dann dem VR und der GL gar noch die Décharge erteilt für ethisch und wirtschaftlich einwandfreie Geschäftsführung? Ist leider anzumehmen – it has become a very sad world!

  28. Lieber@Dr. Ruth,

    Sie schreiben Zitat:

    „Würde man die BSP-Zahlen der Schweiz über die letzten 14 Jahre um die wahre Inflation bereinigen und dann noch das Netto-Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung abziehen (bzw. den dadurch induzierten BSP-Beitrag), dann würden wir feststellen, dass für den Durchschnittsbürger der Wohlstand abgenommen hat pro Kopf bei gleichzeitigem Verlust von Lebensqualität durch Dichtestress. Von der weltweit wohl höchsten Verschuldung der privaten Haushalte (v.a. dank überteuerten Immobilien) wollen wir gar nicht schreiben.“
    Zitat Ende

    Zum Glück gibt es noch Menschen wie Sie in unserem Land. Das motiviert mit all meinen Mitteln weiterhin die Menschen über diese korrupte und schädliche Geldmaschine aufzuklären. Stellen Sie sich vor: die Fehlkonstruktion 2. Säule würde dieselbe mediale Aufmerksamkeit erfahren wie der „Fall Vincenz“!

    Gegen die langfristigen Risiken der gesamten Branche kann auch keine Auffanggesellschaft oder Sicherheitsfonds etwas ausrichten, denn ebenso wie beim Einlagensicherungsfonds der Banken ist auch hier das erforderliche Kapital nicht ansatzweise vorhanden.

    Am Beispiel der brutalen Rentenkürzungen in der 2. Säule und an den politischen Manövern der letzten Monaten, sieht man deutlich, dass die verantwortlichen Konzerne, Stiftungen und Politiker den kommenden Zusammenbruch dieses Systems bereits erwarten, denn die dafür erforderlichen Gesetze existieren schon heute:

    Klartext: Die Pflicht der Versicherungsnehmer, Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Versicherungsbeiträge in der bisherigen Höhe weiterzuzahlen, wird durch die Herabsetzung nicht berührt.

    UWS über obl. Teil – Senkung zwischen 2010 – 2016:

    SBB 2010 6,52% 2016 5,22% –20%
    Post 2010 6,47% 2016 5,35% –17%
    Bühler 2010 6,65% 2016 5,60% –16%
    Symova 2010 6,65% 2016 5,72% –14%
    Publica 2010 6,53% 2016 5,65% –13%
    Kanton AG 2010 6,80% 2016 5,90% –13%
    Implenia 2013 6,52% 2016 5,67% –13%
    RUAG 2010 6,80% 2016 5,92% –13%
    Oerlikon- 2010 6,50% 2016 5,70% –12%
    Novartis 2011 6,10% 2016 5,35% –12%

    Ich sammle derzeit die neusten Zahlen zusammen und überprüfe sie auf ihre Richtigkeit. Vorweg: der o.g. UWS ist weiterhin im Sinkflug.

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/pensionskasse-sbb-greift-zum-rotstift-ld.1387556

    Dass damit zum Teil rückwirkend in vertraglich garantierte Leistungen eingegriffen werden kann, ist ein weiterer Beweis dafür, dass unser angeblicher „Rechtsstaat“ längst abgeschafft wurde und Rechtssicherheit nicht mehr besteht. Doch es wäre nicht richtig auf die Unterwanderung der Politik hinzuweisen, da gerade wir hier in der Schweiz durch Volksbegehren einiges auf dem Weg bringen können.

    Ich bin z.B. für ein klares NEIN zur Steuervorlage 17!

  29. Jetzt muss mal endlich bei der FINMA aufgeräumt werden. Raiffeisen ist ja kein Einzelfall. ASE/BKB ist nur ein Beispiel für die Inkompetenz der „ÜBERWACHER“!!

  30. @Lukas Hässig: Aus der Medienmitteilung der Finma: „Dabei wurden ein Organmitglied einer Beteiligung und die entsprechende Gesellschaft trotz deren wirtschaftlicher Abhängigkeit nicht als miteinander verbundene Gegenparteien eingestuft. Dadurch erkannte die Bank entsprechende Klumpenrisiken nicht. In der Folge berechnete sie auch die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel falsch.“ War Patrik Gisel nicht früher der Finanzchef (CFO)? Ist der Finanzchef nicht der oberste Vorgesetze jener Abteilungen, welche die Rechnungslegung erstellen, in welcher auch verbundene Gegenparteien ausgewiesen werden und die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel berechnen?

  31. Was wundern wir uns alle über diesen Selbstbedienungsladen? Der ganze VR hat doch mit König Vincenz profitiert… und Gisel mittendrin. Die haben ihre Glaubwürdigkeit längstens an den Nagel gehängt. Stossend ist, dass genau das bei einer genossenschaftlich ausgerichteten Bank auf keinen Fall eintreten darf. Ein Neuanfang ist nur mit einem ausgewechselten VR und einem neuen CEO möglich. Bleibt Gisel, ziehe ich mein Geld ab. Genug ist genug.

    • Bleiben Sie standhaft. Ziehen Sie Ihr Geld bitte sofort ab. Das ist ja lächerlich dieses Gemaxe. Die Postfinance braucht noch Gebühren für den Ertragsausfall ihres Missmanagements.

    • @Tiamento: Herrlich, dieses stetige „Wir nicht, die anderen auch!“. Was bei RCH gelaufen ist, ist für eine Genossenschaft absolut skandlös! Wer das verhamlost, dem ist nicht zu helfen. Dass sich die Raiffeisenkassen nicht mehr wehren, sagt nichts Gutes über den Zustand von Raiffeisen. Das ist ein Filz; man sollte Genossenschaften in dieser Grössenordnung verbieten (inkl. Migros und dergleichen). Systemrelevant sein und gleichzeitig die minimalen Corporate Governance Standards mit Füssen zu treten GEHT GAR NICHT.

      Hinsichtlich Ihrer Hässigkeiten ggü PF: Die Postfinance hat leider nicht die Möglichkeit, Kredite zu vergeben. Der Ertragsausfall hat also weniger mit Missmanagement zu tun als mit den Ertragsmöglichkeiten auf dem Kapitalmarkt. Kein Wunder drängen die, die dürfen, auf den Hypothekenmarkt. Nimmt mich wunder, wie die Raiffeisen einen Markteintritt der Postfinance beurteilen würde.

  32. Was beurteilt wurde gehört zur Vergangenheit. Eine düstere Vergangenheit, welche ein enormen Image-Verlust verursacht hat, jedoch mit kleinen Einflüsse auf die sowieso ungenügende Rentabilität der Bank.
    Was schlimmer ist, ist die Zukunft: Die obere Führungskraft (?) der Bank die GL (ausser die last entry) entweder haben Sie davon profitiert ohne irgendwelche Frage zu stellen oder sind nicht in der Lage die dritte Bank des Landes zu führen oder sogar beides. Ohne Konsequenzen zu ziehen (Tabula Rasa und neu Anfang?) ist sehr schwierig optimistisch zu sein. Es ist eben verständlich wieso diese Bank manchmal als Amateuren-Bank betrachtet wird ! sie wird nie das Gap mit den besten Banken schliessen.

    • Welches sind denn Ihrer Meinung nach die besten Banken? UBS und CS? Eine grosse Kantonalbank? Und woran messen Sie dies, dass die dann besser oder schlechter als eine einzelne Raiffeisenbank sind?

    • @Tiamento

      Die besten Banken? Raiffeisen gehört sicher nicht (mehr) dazu, sorry.

      Menschen mit Vermögen oder Verantwortungsbewusstsein legen Ihr Geld nicht wegen der Gebühren bei einer Bank an.

      Wenn Genossenschafter im Kollektiv Vermögen bei Raiffeisen abziehen, dann hat dies eine Wirkung.

  33. Das wahre Problem:
    – die CH hat 2 Weltkriege verpasst
    – dadurch sind die Basis-Strukturen der Gesellschaft verkalkt
    – wer im richtigen Augenblick im Chüngeli-Züchter-Verein
    zufälligerweise neben dem Dorfkönig sitzt und mit diesem
    zum Wohl prostet, kann schon Wochen später als Finanz-
    „Chef“ in dessem Betrieb/Verwaltung beginnen; egal und
    unabhängig jeglichen Leistungsausweises……
    (s.Händii-Kürslii reicht)
    Wenn man dies nun multipliziert und auf „höhere“ Ebenen
    umlegt, hat man die Antwort auf ALLE kürzlichen und früheren Skandale !
    Es ist höchste Zeit, sie ist des technologischen Fortschritts wegens bereits hier, dass neue Strukturen geschaffen werden, dann reicht das Mitlaufen am Sechseläuten oder der Basler Fasnacht nicht mehr um Karriere zu machen, sondern Leistung und INOVATION (aber nicht kriminelle) !!

  34. Der supergau kommt aber noch. Wie gut ist die Kontrolle der lokalfürsten in Sachen hypothekenvergabe. Die USA hat es vorgemacht. Vergabe an Leute wo es sich gar nicht leisten können. Raiffeisen wird die Schweiz an den Rand des Abgrunds bringen. In der Raiffeisenbank werden die Hypotheken vielmals wie unter Freunden vergeben. Das ist vermutlich ein Klüngel von Bank und Schätzer. Also keine unabhängige Kontrolle ob die Hypothek wirklich den Anforderungen der Regeln der Nationalbank entspricht. Unabhängige Kontrolle der lokal Fürsten ist dringend angesagt

    • Läck ist das ein Bullshit wo sie hier schreiben. Die Kontrollen zur Hyp.-Vergabe sind regulatorisch vorgegeben und werden streng intern wie auch extern durch die Revision begleitet. Wie bei den anderen Banken übrigens auch. Und statuarisch sind die einzelnen Raiffeisenbanken in ihren Geschäften ebenfalls deutlich eingeschränkt.

      Wenn schon keine Ahnung, dann bitte Klappe halten. Sie Wutbürger der UBS.

    • Werter Tiamento di Marco, darf ich Sie kurz zitieren: „Die Kontrollen … werden streng intern wie auch extern durch die Revision begleitet.“ Lesen Sie doch nochmals kurz selbst, was Sie schreiben und was die FINMA festgestellt hat. Hmmm…. kommen Sie drauf? Compliance-Probleme bei Raiffeisen …?!?

    • Ja, wenn der Schätzer ein abhängiger Kollege ist, wird dies zum Problem.

      Die einzelnen Raiffeisenbanken werden jedoch sehr streng kontrolliert. Darum gehe ich nicht davon aus, dass das ein riesen
      Problem ist, zumal sowieso meistens (mehr als 90%) nur 65% zu des Wertes belehnt.

      Vincenz von Raiffeisen Schweiz konnte Kontrollen / Formalitäten umgehen, da unter anderem seine Frau, Frau Ceregato, die Complience /Rechts-Abteilung leitete.

    • Lieber Herr Di Marco. Also die Finma hat festgestellt das null Aufsicht, null Kontrolle und ein freudenhaus herrscht. Klar ist die Vergabe regulatorisch geregelt. Aber in einer Bank wo schon oben null Kontrolle und null Aufsicht herrscht also immer auf die Artikel in der Zeitung bezogen dann ist es eben doch gut möglich das viele Hypotheken eben nicht unter richtiger Kontrolle vergeben wurden. Null Aufsicht und null Kontrolle kommt nicht von mir das können Sie heute in jeder Zeitung lesen. Vincenz wollte wachsen um jeden Preis. Er heizte auch das hypobusiness an.

  35. Gemäss FINMA – Bericht ist dieser sogenannte Professor Rüegg-Stürm von der Uni St.Gallen wirklich ein Tiefflieger. So müsste er von seinem Posten an der Uni stante pede entfernt werden, nachdem diese sich ständig selbst ihrer Qualität rühmt. Es ist davon auszugehen, dass wohl nichts passiert.

    • Exgüsi Prof. Johannes Rüegg Stürm ist doch ein ausgewiesener Fachmann :

      Direktor am Institut für Systemisches Management und Public Governance

      Ausserdem Verfasser der Einleitungskapitel des St.Galler Mönögement Programmes – da lernen die Studenten alles über Ethik, strategische Anspruchsgruppenkonzepte, wie man eine Sitzung führt –

      ernsthaft : wie ist die Max. 20% Regel der Universität für externe Mandate mit einem 50% Pensum als VRP der Raiffeisen zu vereinbaren – schaut man da auch weg? Hatte Rüegg-Stürm eine Ausnahmebewilligung seines Co- Autors und Rektors Prof. Dr. Thomas Bieger?

      Wurde bereits eine Verantwortlichkeitsklage gegen den VR eingereicht?

      Gibt es jemanden, der zur Erhebung einer solchen Klage verpflichtet wäre?

  36. PR-Abteilung Raiffeisen: Ganz schön ruhig von eurer Seite! Keine vollmundige Pressekonferenz von Raiffeisen heute? Dabei ist doch in einer Krise die Kommunikation das A und O.

    • Werter Tiamento di Marco (Christoph, bist du es?), warum so aufgeregt? Die Frage von Perron erscheint nach der Veröffentlichung des FINMA-Berichts sehr berechtigt. Bleib cool.

    • Wir haben ja hier bei unseren eifrigen Lamento du Marco, der sich wie anno dazufuss Winkelried in die Speere der Vincenz-Feine stürzt….

    • @Tiamento di Marco: verlieren Sie doch in diesen turbulenten Zeiten nicht gleich die Contenance und bleiben Sie höflich. Beneide Sie wahrlich nicht.

  37. Das Problem ist dass hier zu viele schuld sind am Zerfall des Rufes der Raiffeisenbank. Dann gibt es bald Italienische Verhältnisse wo es heisst: la colpa mori zitella. Ein schöner Vorstoss für die Tagung in Lugano. Falls sie verstehen was das bedeutet.

  38. Voll den RaiBa(ch) gemacht!
    Soi Häfeli – Soi Teckeli !
    So heisst das i dä schöne Schwiiz – ali wüssets und niemert (getraut sich) undernimmt was.
    UNGLAUBLICH, aber wahr….

  39. Meines Erachtens nach gehört die Finma mit auf die Anklagebank – als Mittäter. Es muss jedoch verhindert werden, dass diese als Hauptschuldige angesehen wird sonst riskieren wir einen Pierin Vincenz Freispruch! Das darf nicht passieren!

  40. Habe vor Jahren in einer multinationalen Unternehmung in der Schweiz gearbeitet. Da habe ich mich des Öfteren gefragt, wieso hier eigentlich niemand vor einer externen Prüfung oder Aufsichtsbehörde auch nur Respekt hat. Es ist doch immer und überall dasselbe.

    Der Fall Bank Monte dei Paschi di Siena scheint mir ein echter Kriminalfall zu sein. Mit div. Toten (echten Leichen) von Italien bis London. Teilweise filmisch dokumentiert, unvorstellbar viel verschwundenem Geld, komplett überteuerten Übernahmen, alles abgesegnet vom damaligen Chef der italienischen Notenbank und damit Chef der italienischen Bankenaufsicht Mario Draghi. Eigentlich müsste die EZB diesen Fall explizit und penibel Untersuchen. Erstens diverse Male mit unvorstellbar viel EU Geld gerettet. Zweitens können Unregelmässigkeiten, Bankrott der drittgrösste italienische Bank das ganze System EZB ins Wanken und damit diese EU zum Stürzen bringen. Drittens geht es um Vertrauen. Alles nicht wichtig! Wohin ist das Geld geflossen? Wer hat sich alles bereichert? EZB-Chef Mario Draghi müsste das alles zwingend untersuchen. Und viele gewählte Abgeordnete sowie reine Technokraten in Brüssel und anderswo haben scheinbar keinen blassen Schimmer, wieso er das nicht tut. Business as usual

  41. Gisel wusste Bescheid und ist auch mit drin. Das es etwa nicht so wäre ist ausgeschlossen.

    Wie blöd waren die? Heute wo alles gespeichert wird! Im Grössenwahn untergegangen…

  42. So jetzt an alle Sonntagspsychologen und sonstige Experten die sich hier austoben:
    Die Show ist vorbei, back in your holes.

  43. Unglaublich was alles passieren musste bis es krachte! Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht! Leute im Verwaltungsrat welche Unfähigkeit bewiesen haben und sich zuletzt noch eine 40% Erhöhung des Honorars erschleichen. Eine Tracht Prügel wäre angezeigt!!

  44. Die Finma spricht zwar klare Worte. Aber wer räumt die Finma, Deliott, SIX, die Revisions- und Treuhandgesellschaften, das verantwortliche Bundesamt oder die elitären Wirtschaftshochschulen wie die HSG auf, wo solche Machenschaften gelehrt und in den Seilschaften angewendet werden?

    • Maligner Narzissmus

      Der maligne Narzissmus ist eine Steigerung des Narzissmus hin zum Bösartigen und Gemeinen. Er kann als die Kombination einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, antisozialen Verhaltens mit hohem Aggressionspotenzial und einer Neigungen zur Paranoia gesehen werden. Solche Menschen beanspruchen die Herrschaft innerhalb einer Gemeinschaft für sich allein und nehmen keinerlei Rücksicht auf die Belange anderer Menschen. Der Bezug zur Realität ist völlig verloren gegangen und nicht selten werden terrorisierende Mittel eingesetzt, um das eigene Begehren durchzusetzen.

      Es gilt die Unschuldsvermutung!

  45. Es ist schon lächerlich wie sich die FINMA in dieser Angelegenheit verhält. Immer wie die alte Fasnacht im nachhinein auch noch etwas zu rügen, das eigentlich schon lange auf dem Radar hätte aufleuchten sollen. Diese Volltrottel in Bern sollte man auch absetzen und zwar alle. Ausser überhöhte Rechnungen an die Mitglieder zu verschicken können die gar nichts. Und mit welcher Arroganz die Bundesbeamten Brieflein schreiben entbehrt jeglichen Anstands. Habe fertig.

  46. Da dürften am Wochenende im Tessin noch einige unangenehme Fragen gestellt werden. Wohl deshalb will sich der VR gleich noch das Honorar um 40% erhöhen.

  47. Wir wären bald kompatibel mit Ländern von notorisch derartigem Wirtschaftsgebaren: Wirtschaft als Selbstbedienungsladen für sich uns seine Klientel. Zum Glück ist unsere staatliche Verfasstheit noch in der Lage, solchen unternehmerischen Bananenrepubliken Paroli zu bieten (auch staatlichen: Post AG) . Ob die Verantwortlichen – wenn sie denn verantwortlich sein sollen (Unschuldsvermutung – zur Rechenschaft gezogen werden, bleibt abzuwarten – wahrscheinlich noch länger, als die FINMA für ihre Intervention schon benötigt hat, obwohl seit Jahren auch dank Inside Paradeplatz ausreichend Fakten auf dem Tisch lagen. Bei der BaBae dürfte es sich möglicherweise vergleichbar entwickeln.

    Der Vergleich mit einem „Freudenhaus“ beleidigt entsprechende Institute. „Schweinestall“ würde die Schweine beleidigen. Ich ziehe den bibülichen „Augiasstall“ vor (Definition: von Korruption geprägter Bereich), den es hier womöglich (Unschuldsvermutung) auszumisten gilt. Herkules käme hier zu einem höchst wirksamen Krafttraining.

    Dass sämtliche Raiffeisen-Verwaltungsräte, welche in der Ära Vinzenz bis heute tätig waren, angesichts des FINMA-Berichts die Verantwortung zu übernehmen und an der GV zurückzutreten haben, halte ich für eine Frage deren persönlichen Integrität. Der Verwaltungsrat liess – unabhängig vom Ausgang der aufsichts- und strafrechtlichen Verfahren – jedenfalls die Gewähr für einwandfreie Geschäftstätigkeit (GeG) vermissen. Die Raiffeisenbank(en) hat (haben) immerhin Glück, dass die regionalen Mitglieder der Raiffeisengruppe ihre Geschäftstätigkeit weiterführen dürfen, da sich die fehlende GeG auf die Raiffeisenzentrale beschränkt. Nur hier muss – aber hier zwingend und gründlich – reinegemacht werden, begonnen mit dem Rücktritt des Verwaltungsrats in corpore und ohne Entlastung. Zivil-, straf- und aufsichtsrechtliche Verfahren gegen jedes einzelne Verwaltungsratsmitglied müssen ernsthaft geprüft werden.

    • Herr Andreas Michel,
      mit Ihrer Stellungnahme/Art der Beschreibung sprechen Sie sicher vielen aus der Seele.
      Ebenso, dass im Ganzen sämtliche Beteiligten dieser „Gruppe“ v.I.a.g. durchleuchtet werden müssen/sollen.
      Dafür gibt es die Justiz, Herr Michel, die die Arbeit macht.
      Es ist schwer anzunehmen, dass Sie, wenn Sie Ihre schwergewichtigen und fordernden Feststellungen von Ihrer Warte aus tätigen/sogar tätigen dürfen, dass Ihre eigene Tür u./o. betreffenden Türen in evtl. Hinsichten rein sind.

  48. Es gab mal einen Revisor, der im Jahr 2002 bei einer Raiffeisenbank im Kanton Freiburg das Rating von A nach B zurückstufte. Sein Vorgesetzter beliess das Rating auf massiven Druck der Raiffeisenbank bei A. Hierauf weigerte sich der Revisor, den geschönten Bericht zu unterzeichnen und wurde deswegen entlassen. Der Chef wurde von seinem Vorgesetzten und von Pierin Vincenz geschützt und ist weiterhin im Inspektorat als Leiter tätig. So läuft das bei Raiffeisen!

    • Haben Sie noch eine andere Schaudergeschichte? Bei der UBS und CS läufts dann noch anderst, da gibt’s dann Millionenbusse… …hunderte von Millionen. So läuft das im Banking.

    • Ja, Herr Tiamento (was soll eigentlich der UBS-Link?). Da gibt es sehr wohl noch weitere Schauergeschichten, auch solche die menschlich sehr tragisch endeten. Das ging bis hin zum Suizid eines internen Revisors, weil er den enormen Druck nicht mehr aushielt.

  49. Unglaublich so etwas zu lesen. Man weiss ja, dass die Raiffeisenbanken hinterwäldlerisch sind, aber in diesem Ausmass hätte ich das nie erwartet.

    Gisel und der gesamte VR sind untragbar. Ich bin gespannt, ob das die Delegierten auch so sehen.

  50. Patrik Gisel‘s Auftritt im Facebook war sehr unglücklich. Ansonsten macht er aber definitiv einen besseren Job als Auer und Zoller, denn erstgenannten sieht Inside noch als möglichen Nachfolger?? Eine Katastrophe!!! Der zweitgenannte ist ja bereits abgetreten. Auftrag an Inside: Röntgen sie mal Auer, da gibt es tolle Geschichten wie Vorsorge Partner, Beziehungen, etc….

    Auftrag an Delegierten: keine Entlastung der Organe, bis alle Berichte vorliegen!

  51. LH: ………„Unter „Varia“, ohne „sachgerechte Vorbereitung und Diskussion“, und im Protokoll wurde das Wesentliche erst noch „geschwärzt“. Bezahlt hat Vincenz nicht mit eigenem Geld, sondern erhielt einen Kredit der … Raiffeisen.“……..

    Und wer hat diesen Kredit bewilligt? Welche Sicherheiten mussten hinterlegt werden?

  52. der investnet deal u.a. konnte nur funktionieren, da PV dort den nonvaleurigen valora-versenker peter wüest platziert hat und dort quasi durch ihn den laden direkt beeinflussen konnte, da PW ihm ja diesen goodwill zurückzahlen musste/sollte. „do ut des“.

  53. War heute wieder besonders spannend beim Morgenkaffee in nächster Nähe von Raiffeisen CH: Diesmal wurde der alternde Wirt vom Restaurant bei der Brauerei „durchgenommen“. Dieser (etwas kleinwüchsige) Wirt hätte sich jahrelang extrem stolz über seinen grossen „Freund“ Pierin geäussert; er habe ihm sogar die Küche in seinem Luxusbunker im Steuerparadies Niederteufen eingerichtet. Kein Wunder, das nette Restaurant war ja auch die Haupt-Drehscheibe des feschen Berglers. Dort ging es – nicht nur an der Olma – jeweilen frivol zu und her: Die flotten, stets zu Diensten bereiten jüngeren bis mittelalterlichen Damen standen häufig halbwegs diskret herum, um dem meist braungebrannten „Siebesiäch“ in einem diskreten Ecklein Blicke zuzuwerfen. Der gewesene St.Galler Superman aller Klassen Pierin genoss es jeweilen sichtlich, dermassen der „Hahn im Korb“ zu sein. Wie man nun lesen kann, wurden die oppulenten Konsumationen möglicherweise direkt von der Raiffeisen-Firmen-Kreditkarte abgebucht…

    • Hihihihihi…
      eben in den Sinn gekommen:
      Was der Wirt dem PV wohl so alles und zu welchem Preis auf die KK gebucht hat wenn PV gehen wollte?

      PV und die RCH werdens ja kaum kontrolliert haben …. oder „irgendwer* wird hinter dem Rückem von PV und RCH mitgemacht haben.
      Wundern würde mich in dem Fall gar nichts mehr!.
      P.S. Es gilt die Unschuldsvermutung

    • Jedenfalls scheint sich die langjährige, tiefe Freundschaft des Senior-Wirtes „bei der Brauerei“ mit seinem übergrossen Mentor Pierin bestens ausbezahlt zu haben. Der Wirt operierte in früheren Jahren ständig am Rande der Krise; heute jedoch zischt er mit seinem sündhaft teuren Porsche auf und davon in Richtung seiner Luxuswohnung am Bodensee…

    • Hmmmm…..seltsam wie auch hier wieder das „Bünderland“ zum Vorschein kommt:

      netts GmbH, in St. Gallen, CHE-112.227.686, Gesellschaft mit beschränkter Haftung (SHAB Nr. 126 vom 03.07.2009, S. 26, Publ. 5112432).
      Eingetragene Personen neu oder mutierend: Nett Pia Rita, von Luzein und Disentis/Mustér, Uttwil, Gesellschafterin und Geschäftsführerin, mit Kollektivunterschrift zu zweien, mit einem Stammanteil von CHF 100’000.00 [bisher: in Teufen AR, Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift];
      Nett Jakob, von Luzein, Uttwil, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung, mit Kollektivunterschrift zu zweien, mit einem Stammanteil von CHF 200’000.00 [bisher: in Teufen AR, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung mit Einzelunterschrift];
      Nett Oliver, von Luzein, St. Gallen, Gesellschafter und Geschäftsführer, mit Kollektivunterschrift zu zweien, mit einem Stammanteil von CHF 100’000.00 [bisher: in Wittenbach, Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift];
      Nett Rosana Maria, niederländische Staatsangehörige, Wittenbach, Gesellschafterin und Geschäftsführerin, mit Kollektivunterschrift zu zweien, mit einem Stammanteil von CHF 100’000.00 [bisher: Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift].

  54. „Wir machen den Weg frei
    Ihre Raiffeisenbank St. Gallen“

    ww.raiffeisen.ch/st–gallen/de.html

    ‚ägsgüsi‘

    Ihr Verwaltungsrat!!

  55. Der Fall „Vincenz“ ist eine Nebelkerze.

    Im neoliberalen Weltbild dieser Herren und Damen (HSG, Publizisten, Politiker, Lobbyisten) wird die „Globalisierung“ verkauft, bzw. dargestellt als Kampf der Nationen um Wohlstand. Nur wettbewerbsfähige Länder können bestehen. Es ist ein Mantra der seit über 30 Jahren mit enormen publizistischem Grosseinsatz empfohlen wird. Diese Casino Mentalität verkennt, dass wertschöpfende Tätigkeit zu einem Zugewinn führt, der allen Beteiligten zu Teil werden kann. Wirtschaften kann nicht auf die Verteilung von Wohlstand reduziert werden. Wirtschaften ist das Erschaffen von Wohlstand.

    Die Korruption in der Schweiz ist endemisch. Die Strukturen die sie bekämpfen sollten?; bewusst schwach und zahnlos gehalten. Interessant wird sein zu beobachten, wenn die Ersten Pensionskassen „Insider“ beginnen werden – lückenlos – auszupacken.

    Wie gehen wir weiter mit den Krankenkassen VR und Schiebung im Gesundheitswesen? Amüsant war in der veröffentlichten Berichterstattung zu lesen, wie triumphierend man die Ablehnung von Vollgeld, BGE, Einheitskasse und AHV-Plus hervorgehoben hat. Die Realität wird uns bald einholen und das wird die politische Landschaft und Strukturen in der Schweiz verändern. Leider muss man bekennen, dass die meisten Menschen ihre eigene Henker sind.

    • wie soll das gehen, bei unseren korrupten Parlamentariern ( es gilt die Unschuldsvermutung)

    • Da kann ich Ihnen recht geben. Wenn die Pensionskassen mal unter die Lupe kämen, dann würden dort Legionen von Abzockergünstlingen zum Vorschein kommen. Würde man den ganzen Güsel im Aerztewesen und die dort täglich breit zur Anwendung kommende Abzockerei (inkl. unnötiger Eingriffe, was übrigens Körperverletzung gleichkommt) einmal durchleuchten und breit publik machen, dann wären wir nahe an einem Volksaufstand.
      Würde man die BSP-Zahlen der Schweiz über die letzten 14 Jahre um die wahre Inflation bereinigen und dann noch das Netto-Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung abziehen (bzw. den dadurch induzierten BSP-Beitrag), dann würden wir feststellen, dass für den Durchschnittsbürger der Wohlstand abgenommen hat pro Kopf bei gleichzeitigem Verlust von Lebensqualität durch Dichtestress. Von der weltweit wohl höchsten Verschuldung der privaten Haushalte (v.a. dank überteuerten Immobilien) wollen wir gar nicht schreiben.

  56. Zusammenfassend für die Delegiertenversammlung in Lugano: Der Verwaltungsrat von Raiffeisen ist eine gewollte Ansammlung zahnloser, nicht ausreichend kompetenter und von der Geschäftsführung (sic!) ernannter Personen, die dafür garantierten, dass Vincenz, Gisel und Gefährten in der Geschäftsleitung freies Spiel haben. So einfach ist es.

    Oder anders formuliert: Die führen euch an der Nase herum, weil ihr nichts zu sagen habt.

  57. Leute lest den FINMA-Bericht!

    Er lässt sich wie die News von LH lesen – Danke Mediensprecher!

    Soviel Klarheit hätte ich nicht erwartet – Es wird sehr deutlich, dass der CEO machen konnte was er wollte.

    Er konnte sogar geltende Kreditvergabe-Regeln nicht einhalten (Das ist der Oberhammer für die Reputation von Raiffeisen!).

    Gleichzeitig wurden die Mitarbeiter der lokalen Raiffeisenbanken mit Regeln und Kontrollen bis zur kompletten „Lähmung“ eingedeckt -> keine / reduzierte Kreditvergabe der lokalen RB -> Geldfluss an Raiffeisen Schweiz

  58. Erfahrungsbericht zur sog. «Aufsichtsfunktion» eines VR/STR in einer Finanzinstitution:

    Zu oft findet man noch VR/STR-Gremien, die sich aus dem engeren oder weiteren Freundeskreis zusammenfinden. Es geht hier dann mehr um Gefälligkeiten oder ein Altershöckli z.B. für ehemalige Politiker. Meistens verstehen diese vom Grundgeschäft nicht viel und meinen, sie müssten es auch nicht verstehen. Entscheidend sei einzig «networking» und „business generation“.

    Die Aufsichtspflicht wird zu oft als unangenehme Pflicht an die externe Revisionsstelle delegiert. Niemand will dem CEO «an den Karren fahren» und schon gar nicht Spesenrechnungen anschauen. Darüber spricht man nicht. Man wähnt sich als exklusiven Kreis in gegenseitig freundschaftlicher Manier und trifft sich privat und auch auf dem Golfplatz.

    Und die befreundete externe Revision wird dafür bezahlt, dass sie kontrolliert, was man ihr vorlegt. Mehr nicht. Dann hat sie ihren Job gemacht.

    So funktioniert ein formeller institutionalisierter Kontrollkreis, der einzig den Namen circulus vitiosus verdient. Es ist eine «Kontrolle» in eigener Sache; ein weisser Schimmel. Die Kontrolleure kontrollieren sich selbst. Dank den gutgläubigen Aktionären oder Mitstiftern!

    Ein anderes Beispiel aus der Praxis: Im Zusammenhang mit einer Insideruntersuchung bei einer Finanzinstitution beauftragte der STR die externe Revisionsstelle mit der Sichtung der Personalkonten und Depotauszüge der PM um festzustellen, ob darüber allenfalls die fraglichen Titel (börsenkotiert) abgerechnet wurden. So mussten die PM Ihre Depotauszüge und Konto- und Depotbewegungen in der fraglichen Periode vorlegen. Es brachte natürlich jeder schön brav nur sein weisses Depot und Konto.

    Dass die Profiteure ihre Transaktionen über eine Drittbank mit entsprechend anonym abrechneten und auf der Gegenseite mit den Händlern ein Päckli machten, entging der Kontrolle. Das Ganze war eine reine Alibi-Übung und Show, um darzustellen, dass man die Kontrollfunktion Ernst nehme.
    Das Verfahren gegen die vermuteten Profiteure dieser kombinierten Front-Running- und Insidertransaktionen wurde dann mangels Beweisen eingestellt (nicht gleich zu setzen mit Freispruch). Tatsächlich haben sie sich mit dieser Transaktion ihren Geldsack erklecklich gefüllt (es geht um Millionenbeträge) und laufen nach wie vor frei als ehrenwerte Bürger herum.

    • Ziemlich gut beschrieben, wie das meist abläuft. Da hat man dann Leute im VR, die von Strategie labern, dafür aber null „Peilung“ haben, was das überhaupt heisst, die eine Erfolgsrechnung und eine Bilanz (und Buchhaltung) in Tat und Wahrheit nicht verstehen und gar Passiven noch mit Aktiven verwechseln.
      Viele viele Schauspieler und Mitsurfer erlebt, meist hochgehypt von Headhuntern ohne einen EIGENEN ECHTEN Leistungsausweis zu haben.

  59. Zitat aus der FINMA-Pressemeldung: … “ In einem anderen Fall genehmigte die Geschäftsleitung anstelle des Verwaltungsrats einen namhaften Blankokredit zu unüblichen Konditionen. Dabei wurden ein Organmitglied einer Beteiligung und die entsprechende Gesellschaft trotz deren wirtschaftlicher Abhängigkeit nicht als miteinander verbundene Gegenparteien eingestuft. Dadurch erkannte die Bank entsprechende Klumpenrisiken nicht. In der Folge berechnete sie auch die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel falsch. Das Risikomanagement der Bank hat sich in diesen Punkten insgesamt als ungenügend erwiesen.“

    Hier ist der Beweis erbracht, dass Gisel und Konsorten Kredite aktiv vorbei an den Compliance Vorgaben an Vincenz vergeben wurden. Gisel & friends können sich wahrscheinlich an nichts erinnern. Wer soll das glauben?

  60. Endlich, Herr Hässig, haben Sie es begriffen. Es bringt nichts gegen Raiffeisen als Institut und Gedankengut zu schiessen. Sprich gegen die einzelnen Raiffeisenbanken als Genossenschaft mit ihren Prinzipien „One Man One Vote“, sondern gegen das übel, die Verantwortlichen in der (zu) mächtigen Abwicklungszentralen, namentlich Raiffeisen Schweiz. Hier vornehmlich der Verwaltungsrat, wo es an Professoren mit HSG Titel und anderen Führungskräften nur so wimmelte. Aber was taten diese? Nicht viel. Viele Verwaltungsräte in der Schweiz sind abkassierer, Kofpnicker und Filz. Aber im Gegenseitig abkassieren ohne Leistung Weltmeister: Siehe Raiffeisen Schweiz und auch Post! Weitere Fälle gibt es garantiert.

    • @Tiamento

      Sie sind anscheinend noch etwas „grün hinter den Ohren“ und argumentieren manchmal wie ein „Wadenbeisser“, aber anscheinend sind Sie „einer von uns“. Werden Sie ein würdiger Interessenvertreter der lokalen Raiffeisenbanken und der Genossenschafter!

      Es braucht nachweislich keinen Doktortitel um für die Einhaltung wesentlicher Prinzipien des Raiffeisen Systems einzustehen.

      Raiffeisen Schweiz konnte nur schalten und walten weil, die lokalen Vertreter der Raiffeisenbanken – die Delegierten! – Ihre Aufgabe nicht mehr wahr genommen haben.

      Es ist seitens der lokalen Raiffeisenbanken etwas billig, die Verantwortung einfach nach St. Gallen abzuschieben, resp. an Vincenz oder die FINMA.

  61. Hallo Jungs und Mädels
    Merkt Ihr was ?

    Honni soit qui mal y pense:

    Der Bericht beleuchtet nur die Jahre 2012 bis 2015 –> die Dechargé ist bereits erteilt von den Delegierten.
    Heute wird der Bericht der FINMA veröffentlicht, kurz vor der Vesammlung im Tessin.
    PG und Konsorten werden dieses WE versuchen das als einmalige Verfehlungen abzutun und hoch und heilig Beteuern, das heute alles gaaaaaaaaaaanz anders ist und so was niiiiiiiiiiie mehr vorkommen wird und man she ein das fehler gemacht wurden und heute die Kontrollen viiiiiiiiiiel schärfer sind und man die Vergangenheit ruhen lassen sollte und mann jetzt doch nur in die Zukunft blicken sollte ………

    Wetten dass die Dechargé erteilt werden wird?

  62. Vielleicht kommt jetzt auch mal Frau Vincenz, äh, Ceregato ins Spiel? Als PVs Frau ist sie als Head Compliance vollkommen untauglich, da befangen. Klar, dass entsprechend alles abgesegnet wurde, was ihr Mann befohlen hat. Obwohl wahrscheinlich alle Sirenen geheult haben. Wie bei Bär. Aber was tun, wenn man mit dem Big Boss Tisch und Bett teilt?

  63. Wow die Finma ist wirklich eine scharfe Truppe, vier Jahre danach merkt sie was! Was wenn die Feuerwehr vier Monate nach dem Brand anrücken würde? Da stellt sich mir die Frage müssen wir mit so viel Geld so eine Institution unterhalten. Oder sind die Institutionen und Gesetzte nur da um den Bürger zu knechten? Den Obenaus wird je gemacht was sie wollen und wenn was rauskommt wird gemauert oder teure Studien gemacht das trotz alles rechtens ist. Nicht nur bei PV / Raiffeisen au Ruoff / Postauto oder Ruag Waffendeals und und…….

  64. vincenz ist bedient.
    gisel auch bald.
    und was ist mit der
    ex-chef juristin??
    wird sie geschont?
    hat sie auch nie was
    mitbekommen?
    so wie die frauen
    in süditalien?

    • Aber Hallo… die Frauen in Süditalien haben DIE HOSEN AN… auch – oder gerade WEIL – wenn in der Oeffentlichkeit der Eindruck entstehen mag, sie hätten nichts mitbekommen…

      … Passt aber auch mit dieser Ergänzung bestens zu den Zuständen in St. Gallen…

      😎

  65. „Die Raiffeisen Schweiz hat sich in der Ära Vincenz in ein Freudenhaus verwandelt“ – You nailed it! Wenn sich der ominöse „Morgenkaffee in St. Gallen“ mal etwas konkreter äussert, wird man die fleisch…. ähm, handfesten Parallelen zum lustigen Treiben in Nett’s Schützengarten entdecken.

  66. Was, der Bündner machte den Putin an der Abschiedsfeier? Ist zwar nur ein unwichtiges Detail. Aber solche Details sagen unglaublich viel aus über Struktur dieser „Persönlichkeit“. Oft kann man aufgrund solcher Details den Dreck am Stecken von Leuten erkennen, bevor etwas ruchbar wird.

  67. Mit dem Finger auf Vincenz zu zeigen ist sicherlich richtig und angebracht; nur, es greift zu kurz!

    Verwaltungsräte haben eine Oberaufsicht, welche hier nicht funktioniert hat. Wenn man sich die Zusammensetzung anschaut und die Persönlichkeiten und Charakteren kennt, dann kann es nicht verwundern, was bei Raiffeisen geschehen ist.

    Aber, Raiffeisen ist noch an vielen anderen Orten auch gegeben!

    Es wäre auch der VR gewesen, der sein „Element“ die Revision zu seinen Zwecken hätte einsetzen können. Theoretisch gab es dafür ja mind. einen Experten im VR. Auch die Corporate Governance könnte der VR einfordern (bspw. Reportingpflicht der Compliance an VR oder VRP). Wenn diese nicht klappt, dann hätte man ja auch die bekannte Abhängigkeit der Compliance zum CEO unterbinden können.

    Fazit: es gab mehr als genügend gute Gründe und Möglichkeiten zum Handeln. Also, ganzer VR raus!

    Die Aufseher von Bern machen es sich jedoch auch allzu einfach. Sie sind es, welche jederzeit, auf jedem Niveau der Bank, auf alles und jeden Zugriff haben. Sie haben den Bündner Sonnen-Gott schalten und walten lassen. Jetzt im Nachgang mit dem Zweihänder einzufahren ist zu billig!

    In der Summe haben wir ein systemisches Gesamtversagen.
    Unternehmenskultur traurig, operative Corporate Governance versagt, strategisch-organisatorische Corporate Governance versagt, Finanzmarkt-Aufsicht versagt. Leider ist das ein Branchen-Abbild und nicht die Ausnahme. Ein vollständiges End-to-End Versagen.

    Es stellt sich eigentlich nur eine einzige zentrale Frage. Kann und will man dies ändern oder wird einfach weiter gebastelt wie bisher, frei nach dem Motto: „Gib dem Pöbel Brot und Spiele“.

    • Er hat in Facebook sein poliertes Flugzeug präsentiert.
      Wenn zurück tritt kann er mehr damit herum fliegen, ausser die „Vogel-Strauss“ Politik fliegt ihm doch noch um die Ohren und er hat halt mehr gewusst. Dann könnte es auch für ihn noch teuer werden.

  68. Sehr geehrter Herr Hässig
    Einmal mehr ein grosses Dankeschön für Ihre Berichterstattung zu dieser leidigen Affäre.
    Es ist Zeit, sich über die Positionierung der Schweiz in den Rankings im Korruptionsindex Gedanken zu machen.
    Macht sich den niemand Gedanken über den Kollateralschaden für den Finanzplatz Schweiz durch die sagenhaften Zustände bei einer systemrelevanten Bankengruppe?
    Bleiben Sie dran!
    Freundliche Grüsse
    Fokus

  69. Guät Nacht. Der VR und die FINMA scheitern bereits bei einfachen Spesenregelungen kläglich. Nimmt mich Wunder wie die gleichen Organe die komplexe Hypothekenlandschaft im gleichen Sauhäfeli-Saudeckli-Umfeld prüft.
    Bin einfach froh kein Genossenschafter zu sein.

  70. Da haben wir doch den Salat – perfekt: einerseits meint man, dass illustre Namen in den VRs von Nöten sind und andererseits ist da halt die fachliche Qualität nachrangig – wenn vorhanden. Filz versus Netzwerk. Es wundert mich eigentlich gar nichts mehr. Ist doch überall so. Du bist nur wer, wenn du in der Öffentlichkeit stehst. Es gibt so viele No-Names in unserer Finanzindustrie, die hervorragend geeignet wären, aber deren Name nirgendwo auftaucht. Wer gute Presse hat ist im Fokus: die schlechte Presse zieht. Da wird ja mit Argusaugen drauf geachtet. So und jetzt: Wollen/sollen sich No-Names exponieren? Sollen sie die Mühen auf sich nehmen und sich „outen“. Ich bin sicher, es gibt den einen oder anderen, der sich diesen Herausforderungen stellen würde. Gibt’s da eine Börse? – Wäre doch eine Geschäftsidee für LH und IP – macht mal so eine Platform auf. Wird sicher spannend…

    • … und dann werden sich die dort gemeldeten, falls ein Job angenommen wurde, einfach in ‚Names‘ verwandeln und dort weitermachen wo der/die vorherige aufgehört hat, da dieser/diese rausgeschmissen wurde.
      Einmal ‚OBEN‘ angekommen braucht es extremen, positiven Charakter um nicht in die ‚Falle‘ zu treten und auch ein Absahner und Liar zu werden……

  71. Herr Gisel, ziehen Sie nun die Konsequenzen und übernehmen Sie endlich Verantwortung: Nur Ihr SOFORTIGER Rücktritt kann die dringendst benötigte NEUE ORDNUNG in den Laden bringen!

    • Gisel soll endlich den Hut nehmen. Wenn er nichts von den Machenschaften wusste, war er im wahrsten Sinne am „falschen Platz“ und unfähig – wenn er es wusste, ist er ebenso unfähig, weil charakterschwach.
      Gönnt ihm zum Abschied doch auch noch ein Tänzchen „oben ohne“ ?!
      Ach ja: vielleicht hat die weisse Weste Rohner ja noch ein Plätzchen frei?

  72. Der letzte Absatz bringt die an Frivolität fast nicht mehr zu überbietenden „Charakterzüge“ knackig auf den Punkt:

    „Wie Vincenz an seiner persönlichen Abschiedsfete im Oktober 2015 in einem St.Galler Lokal zuerst sein Hemd und dann sein Unterhemd auszog und zur Livemusik tanzte, bleibt allen Anwesenden in lebhafter Erinnerung: So war Vincenz: Alle wussten es, alle liessen es zu.“

    • Platt und vulgär ist der Mann. Dachte dass er alles machen konnte.

  73. Interessant. Wo war die FINMA in all den Jahren zuvor? Wieso merkt sie solche Mängel in der Governance erst, nachdem es eigentlich schon alle wussten? War es nicht gerade die Finanzmarktaufsicht, die Raiffeisen Schweiz mit dem Weisungsrecht ausgestattet hat und P.V. so mächtig werden liess?

    • Die feine FINMA folgt der Vogel-Straus-Politik bzw. dem Wunsch von Ueli Panama & friends: „KOPF IN DEN SAND!“

  74. Gisel ist bestimmt erstaunt über die Zustände bei Raiffeisen. Das hat er gar nicht mitbekommen. Konnte jeder machen was er will. Wahnsinn???! Alle haben ihn verar***t. Soll bei seinem Rücktritt die Kollegen in der Geschäftsleitung nicht vergessen. Die haben bestimmt auch nix mitgekriegt. Bloss halt schon immer dabei gewesen oder ewige Seilschaft. Aber alle abkassiert.

  75. Und wann kommt der Fall „Finma“ ins Rollen?
    Die hat ja jahrelang dem Treiben zugeschaut und nichts unternommen, als Vinzenzs Frau Cheffin Rechtsdienst der Raiffeisen wurde.

    • Die FiNMA ist noch bei ganz anderen Fällen bis über beide Ohren in der Sc…..e!

      Zeit, dass Branson endlich zurücktritt und die CH-Bankenaufsicht von Grund auf neu geregelt wird.

    • Die FINMA hat nicht nur bei der Raiffeisen weggeschaut! Das Problem liegt aber vor allem beim Eidg. Finanzdepartement, das den „Zustand“ der FINMA toleriert, ja, durch BR Maurer sogar noch unterstützt. Aber an dieses heisse Eisen wagt sich niemand!

    • Die Finma hat jahrelang zugeschaut ,weil die Chefin EWS den Libor-Engländer dort installiiert hat, damit ihr Busenfreund aus dem Steinbockreservat PV machen konnte was er wollte, solange er ihre Weissgeldstrategie unterstützte. Jetzt wird die Finma plötzlich hyperaktiv, da der Bündner-Bock ja bereits erledigt ist. Unglaublich was diese Truppe sonst noch alles verschläft, Bank Bär, CS, und vieles anderes mehr. Wenns dann gekracht hat, kommen diese Nullnummern aus ihren Kojen und machen auf emsig.

    • Die FINMA merkt immer frühestens etwas, wenn es längst zu spät ist. Zudem verhindert der Umstand, dass bei der FINMA de facto bezüglich Finanzgewerbe sowohl Legislative, Exekutive und Judikative in einem Amt konzentriert sind. Wer der Untergebenen möchte sich denn durch „konstruktive Vorschläge“ oder Kritik in die Nesseln setzen? Wer der Bundespolitiker verfügt denn über genügend Sach- und Fachkenntnisse, um die dortigen Missstände zu erkenne und zu beseitigen? In diesem Umfeld kann die FINMA jährlich ihren Personaletat erhöhen und ein ruhiges und friedliches Eigenleben führen. Die Idylle wird nur gelegentlich (aber immer häufiger) gestört, wenn das eigene Nichtstun dadurch übertüncht werden muss, dass jemandem aus der Finanzbranche (Jahre) im Nachhinein Vorwürfe gemacht werden, allenfalls noch gefolgt mit Sanktionen.

  76. Und da will man von den Delegierten ernsthaft eine Decharche erhalten?! Und gleichzeitig noch eine fette Lohnerhöhung kassieren?
    Das könnte denen so passen!
    Delegierte! Ein klares Nein zur Decharche von VR und GL!
    Und natürlich muss Gisel sofort raus! Der Mann war über ein Jahrzehnt Stellvertreter vom Vincenz und verdankt seine gesamte Karriere Vincenz. Somit offensichtlich Teil des Problems.

    • `Vincenz und verdankt seine gesamte Karriere Vincenz. Somit offensichtlich Teil des Problems.` Und alle anderen auch. Wenn nicht von PV geholt, dann von PG. Und der Verwaltungsrat hat fleissig genickt. Adieu!

    • Aufruf … : In der Tat eine Unverschämtheit erster Güte. Wenn das die Raiffeisendelegierten absegnen, dann kann man dieser Bank nicht mehr helfen, dann hat sie verdient, was ihr der Ex-Boss und der unfähige VR eingebrockt haben.

    • Die schallendste Ohrfeige sollten diese „Delegierten“ der Verwaltungsrätin Lovely Rita Fuhrer aus dem Zürcher Oberland verpassen. Die hat ja am meisten für die 40%ige Lohnerhöhung des VRs geweibelt. Erinnert bei dieser Ex-Krankenkässeli-Tante und späteren Regierungsrätin fatal an deren damalige Leistungen: Acht Jahre Dauergrinsen, Intrigen anzetteln und ausserordentlich viel heisse Luft produzieren. Typisch eben für eine Vertreterin jener selbsternannten Wirtschafts-Partei, die angeblich den Puls des einfachen Volkes immer und jederzeit am besten spürt. Ich frage mich schon, wer ein solche Frau in den VR geholt hat und wo deren Fachkompetenz für die Finanzindustrie liegt. Die liegen allzu offensichtlich bei der galoppierenden Selbstüberschätzung und der festen Überzeugung, auch dort immer alles mit Dauergrinsen weg- und anderen in die Schuhe schieben zu können. Immerhin: ein ausserordentlich gut entwickeltes Selbstbewusstsein hat sie. Von einem Mann mit einem derartigen „Listungsausweis“ würde man sagen, er sei ein ziemlich eingebildeter Lackaffe.

    • @Genius: wenig Worte, fast alles gesagt, passt!

      Wir stellen ein: Steuermänner!
      Die „ausgelatschten“ Ruderer, die nicht mehr rudern können vor lauter Steuermännätschern, gewiss des und der Ruderer`s Leistungen, gewissenhaft und aufrichtig, aber gerne vergessend.

  77. Ein Umbruch ist bei der RaiBa dringend nötig. Sowohl der Verwaltungsrat(gemäss Finma Bericht) als auch der aktuelle CEO scheinen ihrer Aufgabe nicht gewachsen und haben über entscheidende Fakten hinweggeschaut.
    PG wird sich wohl nicht mehr lange halten können und sollte aus eigenem Antrieb zurücktreten. Ebenso müssen zwingend Fachleute im Verwaltungsrat Einsitz nehmen. Hier wurde bei der RaiBa offenbar klar Päckli’s zu Gunsten Einzelpersonen geschnürt und dies auf Kosten der Genossenschafter….Schadenersatzklagen sind hier angezeigt…..

  78. Wen wundert es noch? Verwaltungsrat blind und unfähig, Geschäftsleitung seit jeher ein Club von Seilschaften und alten ‚Freunden‘. Da fragt sich jeder, was die Risiko-Abteilung und die interne Revision die ganze Zeit gemacht haben.

    Gleich gehts zum verlängerte Znüni. Bin gespannt was zu erfahren ist.

  79. Hoppla! Hat da bei FINMA jemand beim Mikado verloren?
    Oder ist jemand vom Geschnarche eines Kollegen mit gesundem Büroschlaf „beschäftigten“ aufgewacht?
    Und hat dann diesen Finanzblog gelesen, wie heisst er schon wieder?
    Ah, ja, ich hab’s! Inside Paradeplatz!

    Gratulation, liebe FINMA! Lieber spät als nie!