Ernst&Young: „Da ist nix von Belästigungs-Affäre“

Welt-CEO der Beratungsfirma delegiert Hinweise zu EY Schweiz an London – Dort heisst es: Alles falsch – Seriöse Prüfung innert Stunden?

Mark Weinberger ist der Chef von über 250’000 Ernst&Young-Beratern weltweit. Nach einem Bericht hier vom Montag hat er von einer Person einen Aufruf erhalten.

Es gebe bei EY Schweiz Handlungsbedarf wegen Belästigungs-Vorwürfen. Darauf delegierte er den Fall an EY Europa mit Sitz in London. Dort hiess es dann, man habe alles genau geprüft, es sei nichts am Thema dran.

„Let’s Make EY a Better Place to Work for Women„: Mark Weinberger, CEO

Die Untersuchung wirft Fragen auf. Sie hätte in zwei Tagen durchgeführt werden müssen, soll aber laut Angaben der Londoner EY-Zuständigen trotz der kurzen Zeit rigoros gemacht worden sein.

Geht das?

Das Email der Person an Welt-CEO Weinberger ging am Dienstag in die USA. Ortszeit dort: Nachmittag.

Ein Schweizer Journalist „brings forward very serious allegations regarding sexual harassment“, steht da, und nennt danach den Namen eines hohen EY-Schweiz-Manns.

Dann fährt die Person weiter: „The local head of communication reacted by furiously attacking the journalist, refusing to answer to these allegations and threatening financial harm by banning access to the site.“

„Furiously attacking“: EY-Marketingchef, IP-Verbot

Das könne nicht so stehenbleiben, findet der Kritiker. „I think that this course of action does not live up to EYs global conduct and values. I think that it would be worthwhile to investigate this matter thoroughly and not leashing out to the journalist who uncovered these things.“

Schliesslich kündigt die Person Weiterungen an, falls nichts passiere. „If EY does not intend to take action, I will forward this e-mail to the local authorities.“ Gemeint ist die Revisionsaufsicht in Bern.

Bereits am Mittwoch Abend folgte die Antwort von EY London. Und zwar von Herve Labaude, seines Zeichens „Deputy Global General Counsel – Contracts / EMEIA Area General Counsel“.

„Many thanks for your e-mail addressed to our Global Chairman & CEO Mark Weinberger, which we can answer as follows“, beginnt Labaude seine Mail-Antwort an den Kritiker.

Und führt dann das Folgende aus:

„1. EY takes all reports regarding potential infringements to our Code of Conduct very seriously. We have a zero-tolerance policy in relation to any form of harassment.“

„2. The reported allegations regarding our Swiss Head of Talent have been thoroughly and independently investigated. The investigation came to the conclusion that all allegations were groundless.“

„3. Mr. Hässig had been informed of this and we consider this matter closed and don’t intend to comment further.“

Innert weniger Stunden will EY somit die Vorwürfe also „gründlich und unabhängig“ („thoroughly and independently“) untersucht haben. Mit dem Resultat, dass „alle Vorwürfe substanzlos“ seien („groundless“).

Belästigungsvorwürfen auf den Grund zu gehen braucht in der Regel viel Aufwand, von Emails und Chat-Verläufen, die unter die Lupe genommen werden müssen, bis zu persönlichen Interviews. Zuletzt folgen Berichte.

Das war in dieser kurzen Zeit kaum möglich. Trotzdem stellt die oberste EY-Spitze inklusive CEO Weinberger der Schweizer EY-Führung einen Persilschein aus.

Man scheut dabei auch nicht davor zurück zu behaupten, dass der Journalist entsprechend informiert worden sei.

Tatsächlich wollte die EY Schweiz-Sprecherin nicht auf Fragen zu Belästigungen eingehen. Es seien keine solchen Vorkommnisse bekannt. Wenn man mehr zu wissen meine, soll man Namen schicken, dann würde das abgeklärt.

Nun hat die EY-Spitze in London mit Kenntnis des globalen CEOs von EY die Vorwürfe nach Erscheinen der Story in einer Express-Untersuchung geprüft und für haltlos befunden.

Damit ist klar, dass sich auch der oberste Chef dieser wichtigen und weltumspannenden Firma auf den Standpunkt stellt, dass in der Schweizer EY nichts Problematisches vorgefallen sei.

Das Verhalten ist speziell, nicht zuletzt, weil EY schon im Frühling einen grossen Harassment-Fall hatte. Schon damals musste sich EY den Vorwurf gefallen lassen, nicht wirklich an der Wahrheit interessiert zu sein.

„In this day and age, when a woman shows the courage to stand up and complain about physical sexual harassment at work, one would expect her complaint to be treated with the utmost care and urgency“, wurde der Anwalt der Betroffenen in den Medien zitiert.

„Sadly, Ernst & Young, the third-largest accounting firm in the world, did not treat (the woman’s) complaint this way, and her career was seriously damaged as a result.“

Für die EY-Spitze, allen voran Welt-CEO Weinberger, ist die Taktik im Zürcher Fall riskant. Weinberger kann von nun an nicht mehr behaupten, er hätte nichts von den Vorwürfen gewusst.

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138 Kommentare zu “Ernst&Young: „Da ist nix von Belästigungs-Affäre“

  1. Zusammenfassung:
    – Blitzuntersuchung von Pseudo-Anwalt, die schon nach Tagen wissen, dass in einem komplizierten Harassment Fall bei einem Mitglied der Geschäftsleitung kein Fleisch am Knochen ist. Und der schreibt das auch noch per Mail nach Aussen!
    – Zensur- und Druckversuche durch die PR (EY-Fleischer)
    – Dreiste Lüge entweder durch PR oder den oben genannten Pseudo-Anwalt (Information Journalisten)
    – Die Kommentarspalte läuft über von Insidern, die den Harassment-Case bestätigen und von weiteren Fällen berichten
    – Fake-Kommentare von der PR, die manchmal sogar das Opfer angreifen. Die Kommentare sind aber handwerklich derartig erbärmlich schlecht, dass sie offensichtlich mehr Schaden anrichten als nützen
    Frage: Berät EY eigentlich auch den Saudischen Kronprinzen? Hat der Fleischer da etwa einen Nebenjob im PR? Die Mischung aus Inkompetenz und Arroganz kommt dem Beobachter irgendwie bekannt vor.
    Herr Hässig, ich hoffe, ich lese schon bald neue Enthüllungen zu diesem Fall.

  2. Ich finde es lustig, hat sich noch niemand über das angebliche Opfer ausgelassen – nennen wir sie Barbie die hysterische auf dem Floor – als sie gemerkt hat, dass sie gehen muss, kommen wilde Anschuldigungen auf alle Seiten…. während ihr Freund Ken (heisst auch S… irgendwie lustig) tatsächlich jedes Weekend halb Zürich belästigt…. aber da es bei ihm wohl nichts zu holen gibt interessiert es auch Keine(n), ausser natürlich Barbie … und auch das hat sie auf unserem Floor dauernd als Drama gespielt….

    • Wow… Keine Ahnung was dein Problem ist aber du wirkst recht verbittert. Wo eigentlich doch jeden klar ist, was da vorgefallen ist. Daher einfach mal auf das Opfer los, da es im Augenblick sowieso eine so schwere Zeit ist für Männer? Arme Männer welche nun zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie was dummes machen? Kein boys will be boys als entschuldigung mehr? Ja wahrlich, gehen wir daher auf die belästigte Frau, sie ist sicher selber Schuld da das anscheinend auch schon im letzten Jahrhundert als Grund geklappt hat. Schliesslich können die Herren der Schöpfung ja unmöglich wirkliches Fehlverhalten an den Tag gelegt haben.

      Daher nein @Drama, wir gehen nicht auf das Opfer los, weil wir nicht aus dem letzten Jahrhudert stammen.

    • Was immer erreicht werden sollte: Ich glaub, das war jetzt gar keine gute Idee, mein Lieber.
      Zu dem Fall kenne ich nur die Gerüchte (und das war ja kein Einzelfall, wenn man diesen glauben mag). Halt nicht mein Floor.
      Aber ich kenne einen anderen grusigen Fall aus dem 4. Der wird gedeckt von T.
      Werd mal was zusammenstellen.

    • Du fragst, warum sich noch niemand über das Opfer ausgelassen hat?
      Vielleicht, weil nicht viele moralisch so kaputt sind wie Du?!

    • @Drama: Noch ganz sauber? Haben Sie Kinder? Hoffentlich nicht, im Interesse der Gesellschaft. Ihnen fehlt es an elemanterem Anstand und Respekt! Die ganze metoo-Debatte haben Sie wohl völlig verpasst.
      Herr Hässig, bitte sorgen Sie dafür, dass diese Typen nie mehr eine Rolle in der Wirtschaft spielen!

  3. Keine Angst: Lukas Hässig wird die Bande schon einer gerechten Strafe zuführen.
    In diesem Jahr hat er wohl etwa 10x soviele „Dirty Banker“ aus der Finanzbranche entfernt als die Finma.
    Da ist der Fall Ernst & Young doch nur eine Fingerübung.

  4. Der Stalder hat eine Instagramm-Seite. Wie ein Teenie postet er da vor sich her.
    Erstaunlicherweise liest man da wenig zu den hier angesprochenen Themen.
    Bin gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte.

  5. ja, gälled Si, Herr Dr. Alexander Fleischer – Journalisten und Medienunternehmungen, die nicht mit Ihren eigenen Inseratekampagnen bewohltätigt, beeinflusst und „auf Kurs“ gehalten werden können, was öffentliche, journalistische Publikationen anbelangt, müssen selbstverständlich im Interesse der eigenen Finanzkultur gebashed, verhöhnt und wo immer möglich von einer potentiellen, an der Wahrheit interessierten Leserschaft ausgeschlossen werden. Wir kennen das Spiel ja bereits…

    • Zumindest so der Versuch. Aber ich würde bei Hässig vs. Fleischer keinen Rappen auf Fleischer setzen. Das ist wie Klitschko gegen einen Amateuren im Superfliegengewicht.
      In Runde 1 (Vor einer Woche) wurde der Fleischer ja bereits bös verprügelt.
      In Runde 2 (Freitag) hat er wieder brutal Dresche erhalten.
      Und in Runde 3 oder 4 wird er k.o. gehen.

  6. Solche Probleme bauen sich jahrelang auf. Und dann bricht wie bei einem Vulkan alles aus.
    Aus den Kommentaren hier liest man, dass sich da unglaublich viel Frust und Ärger aufgestaut hat.

  7. Das ist natürlich klar. Krise bei EY Schweiz, do nun der „CEO“ der Schweiz handeln müsste. Aber wenne s darauf ankommt, meidet der werte Herr Stalder das Rampenlicht. Nur wenn er sich selber zelebrieren und interpretieren kann, will er an die Öffentlichkeit. Anstatt hier ein Machtwort zu sprechen und endlich mal seine Arbeit zu tun, ist er damit bschäftigt ein Influencer zu werden und möchte ganz gross auf Instagram kommen. Das ist einfach nur lächerlich. Seit er diese tolle Aufgabe seiner PR-Dame gegeben hat, zerreissen sich alle das Maul darüber. Was wirklich ins seiner Firma abgeht, das wiederum scheint er gekonnt abzuschieben oder wegzuhören. Solange er einfach nur weiterhin darüber sinnieren kann, wie er noch mehr im Mittelpunkt stehen kann. Stalder ist einfach nur noch eine Witzfigur.

    • Hat irgendjemand etwas anderes erwartet? Diese Instagram-Geschichte ist einfach peinlich. Den Fokus wie üblich nur auf sich selber gelegt.

    • Wenn ihn der Mark dann hochkant rausgeschmissen hat (und das ist näher als man denkt), dann kann er ja professioneller Influencer werden.
      Mit der Karriere ausserhalb von EY dürfte es nämlich eher schwierig werden.

  8. Guten Abend, liebe mitlesende Journalistinnen und Journalisten,
    Seid Ihr zufrieden mit Eurer Leistung in dem Fall? Hier wurde aufgedeckt, dass gegen ein Topshot von EY wegen Belästigung ermittelt wurde (bestätigt durch EY). Entweder innert sensationellen 2 Tagen, oder aber ein Journalistenkollege angelogen wurde („ist uns nichts bekannt“).
    Und was tut Ihr mit dieser Hammer-Story? Nichts. Nada. Aber dafür irgendwelchen schöngeistigen Stuss schreiben zum Jahrestag der „MeToo-Bewegung“ über irgendwelche Fälle in den USA, die hier keine Sau interessieren. Oder die „Macho-Kultur“ im Silicon Valley, möglichst mit „Recherche vor Ort“ im schönen Kalifornien bei einem guten Glas Napa-Wein auf Spesen, stimmts?
    Der Fall wird sicher wieder ein neuer „Fall Raiffeisen“ – Ihr überlässt die mühsame und gefährliche Recherche dem Hässig und seinen Quellen und hockt selber im gemütlichen, warmen Büro. Und bejammert die „Medienkrise“ (massgeblich ausgelöst nicht durch die Digitalisierung, sondern durch die eigene Faulheit und Inkompetenz).
    Ganz ehrlich: Seid Ihr korrupt? Überfordert? Faul? Oder einfach nur feige? Oder alle vier Dinge zusammen?
    Und jetzt schreit Ihr mir sicher entgegen: Wir würden ja gerne, aber es mangelt uns an Infos. An Quellen. An Facts. Dann sage ich: Gottvertammi, da muss man halt was dafür machen! Was hätte denn ein Joseph Pulitzer, ein Bob Woodward, ein Ryszard Kapuscinski oder ein Tom Wolfe in einem solchen Fall getan? Im Büro geblieben, weiter Pressemitteilungen abgetippt und über mangelnde Quellen gejammert?
    Ein paar Ideen: Man könnte ja mal einfach in die öffentliche Kantine bei EY rein sitzen und mal etwas mit ein paar der Anwesenden sprechen. Oder am Freitagabend ins Rivington gehen, wo es von EYlern nur so wimmelt. Oder vielleicht kennt man ja jemand, der jemanden kennt, der da arbeitet? Oder da gearbeitet hat? Oder vielleicht mal mit den Anwälten sprechen, die ähnlich gelagerte Fälle bei EY im Ausland bearbeitet haben oder bearbeiten? Himmel, ich bin nun wirklich kein Journalist, aber ich hätte Hundert Ideen, wie man der Sache auf den Grund gehen könnte. Und wenn man erst den ersten Artikel dazu beisammen hat, dann folgen die nächsten schnell. Schaut doch einfach mal den Film „Spotlight“ an, wie man das macht.
    Es muss doch ein Anreiz sein, auch mal in einer einzigen Geschichte in der Finanz- und Beratungsbranche schneller zu sein als der Hässig (oder zumindest einigermassen mithalten zu können)!
    Und nun verdammt nochmal an die Arbeit!

    • 99% einverstanden. Aber: Arbeitet dort nicht die versammelte Elite in Audit, Forensik und weiss der Geier was!? Brauchen die Investigativjournalisten, um Missstände aufzudecken!? Ist doch deren täglich Brot. Und was kommt!? Ist das alles, was diese Elite zur Aufklärung beitragen kann oder will!? Ein Armutszeugnis. Zum Glück habe ich damals meine Kandidatur zurückgezogen und mich nicht diesem Haufen angeschlossen, wo menschlicher Anstand und Zivilcourage offenbar getrost an der Eingangstür abgelegt werden; jeden Tag aufs Neue. Selber Schuld, wer bei einem solchen Laden anheuert…

    • Wie wahr. Ich tippe auf eine Kombination von Feigheit und (z.T. freiwilliger) Zensur.

    • Die Ringier-Presse kann dazu nichts schreiben. CEO 🌳 🌳 und Stalder sind nah (LH hat schon drüber geschrieben).
      TaMedia ist grad am reorganisieren und wird immer mehr zu einem Beteiligungshaus, publizistisch kriegen die seit Monaten nichts mehr zustande.
      NZZ schreibt sicher nicht über so etwas. Und mehr gibt es eigentlich nicht. Die WOZ oder die Republik könnten, aber die hocken zu sehr in ihrem links-grünen Sumpf als dass sie für das generelle Publikum interessante Themen noch aufgreifen könnten.
      Medienlandschaft Schweiz, 2018.

    • Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
      Und schwache Journalisten wie der Pojer (schläft in einem Senioren-Fernsehen vor sich her) oder die Binswanger (betreibt einen schlecht geschriebenen internen Blog beim Tagi – hat halt nicht den Mut oder das Können, sich in der freien Natur durchzusetzen) kriegen auch noch Journalistenpreise!

    • Einfache Erklärung: Walder (CEO Ringier/Springer) und Stalder sind best buddies. Da traut sich natürlich dort keiner der (Chef-)Redaktoren im Rahmen der Jobsicherheit ernsthaft Kritik an EY zu üben. Damit fällt mehr als die Hälfte der Schweizer Medien für kritische Berichterstattung über EYAffairen aus. Traurig aber: such is life.

    • was tut Ihr mit dieser Hammer-Story? Nichts.

      … stimmt. Weil es weit aus wichtigere, interessantere Themen gibt.

      Und es reicht doch auch, wenn ein LH hier im Blog drüber schreibt. Es muss nicht, wie beim US-amerikanischen Präsidenten, jeder Pups in allen Medien kommentiert werden. Wenn sonst nichts, aber dieses Alleinstellungsmerkmal gönne ich LH.

    • Und genau wegen dieser Einstellung saufen den Mainstreammedien die Leserzahlen und Zuschauerzahlen ab.
      Warum soll ich denn für Propaganda des Staates oder der Konzerne auch noch bezahlen?
      Richtiger Journalismus ist angriffig, böse, furchtlos, kritisch und informiert. Sowohl bei TAMedia, Ringier, NZZ, SRG gibt es davon gar nichts mehr.
      Und dann wundert man sich, warum die Leute ihr Geld lieber andernorts ausgeben. Und es liegt doch nicht an der fehlenden Zahlungsbereitschaft! Ich bin sicher, wenn der LH wieder von einer Bank schikaniert wird und das Überleben von IP auf dem Spiel steht, dann kommen sechsstellige Summen an Unterstützung zusammen. Persönlich wäre ich da sofort mit 500 dabei.
      Die jetzige Medienlandschaft muss erst zusammenbrechen. Damit Neues entstehen kann.

  9. In diesem Fall orientiert sich EY haargenau an der (heute gescheiterten) Informationspolitik des Vatikans : Leugnen, schnelle interne Untersuchungen mit voreiligen Unschuldserklärungen publizieren,
    Abschirmen der Täter,
    Schweigen und Zeit schinden, in der Hoffnung das Thema geht vergessen.

    Das (hinterfutzige) Vorgehen des Vatikans kreierte einen echten «tipping point» – plötzlich meldeten sich hundertausende Missbrauchsopfer weltweit in einem nie endenden Mediensturm.

    Das Resultat ist verheerend, zumindest im Fall der Kirche. Das Wort katholischer Priester wird heutzutage direkt mit dem Wort Sexualstraftäter assoziert und einige Bistümer sind aufgrund der hohen Abfindungszahlungen finanziell bankrott.

    Die Reaktion der EY Hierarchie in diesem Fall könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass Sexual Harrassment Fälle in dieser weltweit tätigen Organisation systematisch «unter den Teppich» gekehrt werden – genauso wie im eingangs erwähnten Beispiel der katholischen Kirche.

    • Der Wert der gesamten Ringierpresse orientiert sich noch am Brennwert beim Anfeuern des Holzkohlegrills.
      Das letzte Abo aus diesem UBS-verseuchten „Medienhaus“ (allein dass man einen Cisullo im VR hat ist ein völliges No-Go!) habe ich vor ein paar Wochen auslaufen lassen.

  10. Sagt EY immer noch nichts zum Thema? Entweder hat die PR hier gelogen („nichts bekannt“) oder man hat wirklich innert 2 Tagen „vertieft und unabhängig“ gegen den Chief Talent ermittelt. Was natürlich absurd wäre. Und im Zeitalter von MeToo ein Skandal sondergleichen.
    Glauben die wirklich, die könnten das Problem einfach aussitzen?
    Bereits stehen wir wieder bei 100 Kommentaren! Herr Hässig, die ganze Geschichte ist brandheiss!

    • Wenigstens hier kriegt Stalder viel Aufmerksamkeit. Nun ist er im exklusiven „100er-Club“. Zusammen mit Top-Shots wie Vincenz, Rohner und Cisullo.
      Das hat er sich doch immer gewünscht.

  11. Die Big4s verfügen ja eine lange Liste an Skandalen. Da wird man diesen Fall auch locker managen.
    Man wird den „Chief Talent“ so schnell wie möglich vor dier Tür setzen. Nicht wegen seiner (möglichen) Handlungen. Sondern weil er mit Namen und Foto in die Medien geraten ist.
    Jetzt kann man eigentlich auch den Namen jeweils nennen. Der EY-Lawyer hat ja bestätigt, dass gegen den „Chief Talent“ vertieft ermittelt („investigated“) wurde (ob nun Anfang diese Woche oder früher bleibt unklar). Und der Chief Talent ist als Mitglied des oberen Kaders von EY ganz klar eine öffentliche Person.

    • „Mitglied des Oberen Kaders? Der feine Herr ist nicht nur Chief Talent, sondern leitet auch noch ein ganzes Geschäft. Und spielt sich intern als der wahrscheinlich „Erbe“ von Marcel auf.
      Das hat sich jetzt wohl erledigt.

  12. Und alles nur wegen manipulierten Likes und Fake Kommentaren!
    Anfang Oktober gab es doch den kurzen und völlig harmlosen „CEO Stalder-Artikel“. Damals gab es doch starke Hinweise dafür, dass jemand die Likes manipuliert hat und es gab zahlreiche Fake Kommentare. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass dieses Vorgehen viele Leute furchtbar aufgeregt hat.
    Rückblickend war das glaube ich der sprichwörtliche Strohalm, der dem Kamel das Rückgrat gebrochen hat.
    Jetzt ist die Büchse der Pandora offen.

    • Das Thema hat viel früher angefangen.
      Fakt ist: Viele Geschäfte betreibt man besser unter dem Radar und ausserhalb der Öffentlichkeit.
      Dazu gehören z.B.:
      – Waffenhandel
      – Lobbyismus / PR Beratung
      – Steuerberatung
      – UHNWI Private Banking
      und eben auch eine Big4. Aber Marcel Stalder hat zumindest in seinem ersten Amtsjahr das Medienrampenlicht noch mehr als Kim Kadashian gesucht. Und wie hat das mal der Chefredaktor der Bild gesagt? „Wer mit den Medien nach oben fährt fährt auch mit den Medien wieder nach unten“.

  13. Unerklärlich auch dieser Punkt: Gemäss der Mail von diesem Labaude hat man gegen den Schweizer Chief Talent wegen „harassement“ ermittelt. Also eine Untersuchung geführt. Jetzt nehmen wir mal an, das habe man wirklich irgendwann letztes Jahr durchgeführt, wie hier die PR-Schreiberlinge festhalten (somit hätte die PR-Verantwortliche Lukas Hässig angelogen – ein völliges No-Go).
    Warum zum Teufel hat er immer noch dieses Ämtlein inne (Partner in solchen Beratungsfirmen haben ja immer solche Nebenämter, ändern meist etwa alle 6 Monate sowieso)? Das ist einfach nicht rational.
    Ausser, er muss dieses Amt ausfüllen, weil er für jemanden weiter oben in diesem Amt sehr wichtig ist. Beispielsweise weil es dort andere Ereignisse gibt.

  14. Im Allgemeininteresse von potentiell Geschädigten, und vor dem Hintergrund von #metoo, möchte ich gerne ein spezielles Thema anstossen: Die Verletzbarkeit / Nichtigkeit von einzelvertraglichen Stillschweigevereinbarungen im Zusammenhang mit allfälligen Sexualstraftaten im Betrieb.

    Losgelöst von der Tatsache, dass diese m.E. grundsätzlich immer und unmittelbar angezeigt gehören, bin ich geteilter Meinung hinsichtlich des Aufrufes einzelnder Forenteilnehmer, solche Vereinbarungen zu verletzen. Insofern wäre es interessant, die Meinung von Juristen hier zu lesen, inklusive freundlicherweise der Validierung / Korrektur meiner nachfolgenden Gedankengänge.

    Grundsätzlich hat das Gesetz unter bestimmten Umständen ja Vorrang gegenüber der beruflichen Verschwiegenheit, wenn es z.B. um den Schutz eines höherrangigen Rechtsgutes geht (z.B. bei sexuellen Wiederholungstätern). Relevant ist dabei i.d.R. nicht die abgeschlossene Straftat selbst (Ausnahmen im Gesetz abschliessend geregelt), sondern die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung in der Zukunft, sowie die Frage, ob der Bruch mit dem Verschwiegenheitsgebot zur zukünftigen Vereitelung einer Straftat geeignet und erforderlich ist. Dies müsste jeweils im Einzelfall durch den Richter beurteilt werden (ich würde dies im vorliegenden Fall tendentiell eher negieren, weil es sich ja höchstwahrscheinlich nicht um einen vorbestraften Sexualstraftäter mit Rückfallwahrscheinlichkeit handelt).

    Interessant ist hier aber, dass es sich ja nicht um eine gesetzliche Verschwiegenheit handelt, sondern um eine einzelvertraglich vereinbarte. Insofern stellt sich für mich die Frage, trotz der generellen Vertragsfreiheit, ob die Verschwiegenheitsvereinbarung nicht per se nichtig wäre, wenn sie sich auf einen widerrechtlichen und/oder sittenwidrig Inhalt bezöge (z.B. Sexualstraftat). Das Problem dürfte nun wohl aber darin liegen, dass die Betroffene genau dies im Einzelfall nachzuweisen hätte, weil die Vereinbarung wohl allgemein gehalten und im Rahmen der Austrittsvereinbarung mit der scheidenden Partei getroffen worden sein dürfte (d.h. kein schriftlicher Bezug zum eigentlichen Vorfall der sexuellen Belästigung).

    Sofern die Betroffene also nicht gut dokumentiert wäre (was sie im Eifer des Gefechts oder in Ermangelung an vorgängiger externer Beratung möglicherweise nicht sicherstellen konnte), vermute ich tatsächlich auch das Risiko einer erfolgreichen Anzeige wegen Vertrags-/Treuepflichtverletzung gegenüber der Arbeitgeberin, sollte sie gegen die Verschwiegenheitsvereinbarung verstossen.

    Wäre sie aber gut dokumentiert, vermute ich einen anderen Ausgang; d.h. die gerichtliche Abweisung der allfälligen Anzeige wegen Vertrags-/Treuepflichtverletzung gegenüber der Arbeitgeberin, die Nichtigkeitserklärung der Verschwiegenheitsvereinbarung (mit Ausnahme des rechtlich statthaften Arbeitgeberanspruchs hinsichtlich der beruflichen Verschwiegenheit) und folglich die Rückzahlungspflicht der unrechtmässig erlangten Abfindung durch die Betroffe; Anzeigen von Amtes wegen gegen einen weiteren Personenkreis nicht ausgeschlossen.

    Insofern würde ich annehmen, dass ein Jurist einer Betroffenen tendenziell (und unter Würdigung der besonderen Umstände) raten würde, die Stillschweigevereinbarung einzuhalten und die Sache ruhen zu lassen respektive im Vorfeld versucht würde, für die Betroffene eine Abfindung herauszuholen (und im Gegenzug eben eine solche Vereinbarung halt zu unterschreiben)…

    Ist das als allgemeine Richtschnur für allfällige Betroffene sinngemäss korrekt? Herzlichen Dank für qualifizierte Beiträge.

    • Ich kann nur als Praktiker argumentieren. Mit einem „Schutzschild“ wie IP dazwischen sehe ich keinerlei Risiko. Hässig wird dichthalten und nur Namen nennen, wenn er dazu ermächtigt ist.
      Immerhin ist mir – obwohl er faktisch die grösste Whistleblower- und Investigativjournalismus-Plattform der Schweiz betreibt – nicht ein Fall bekannt, wo eine seiner Quellen aufgeflogen ist. Ich vermute, er coacht seine Quellen auch entsprechend.
      Und dass man Hässig mit Klagen nicht beeindruckt (eher noch anstachelt und motiviert) wissen alle regelmässigen Leser.
      Ich bin aber einverstanden, dass ich in einem solchen Fall nie direkt agieren würde. Man sieht ja hier, wie „ermittelt“ wird.

    • Ein gutes und wahres Arbeitszeugnis ist viel wertvoller als eine Abfindung.

      Eine arbeitsvertragliche Schweigepflichtklausel besteht sowieso.

      Darum mein Tipp, neben der allgemeinen arbeitsvertraglich unterzeichneten Schweigepflicht, nichts unterschreiben bevor dieses Zeugnis nicht ausgestellt wurde.

    • @Mutti
      Ein Arbeitszeugnis interessiert heute gar niemand mehr, ausser vielleicht bei klinisch toten Firmen wie Grossbanken. Das ist eh alles nur Fake. Ich (IT Projektleiter mit aktuell 30 Mitarbeitern) habe glaube ich in den letzten 5 Jahren bei sicher 1000 Bewerbern kein einziges Arbeitszeugnis gelesen. Und selber in den letzten 3 Stellenwechseln keines vorweisen müssen (von meinen beiden letzten Arbeitgebern habe ich noch nicht mal ein Zeugnis verlangt/erhalten).
      Im Falle eines Falles zählt nur harter Cash.

    • @IT Projektleiter

      Alles Klar, wenn Sie eine junge Frau mit Barby-Gesicht sehen, erkennen Sie demnach sofort deren technisches Verständnis und Talent für Programmiersprachen..

      Da Sie ein Team leiten und nicht ein Unternehmen, gehe ich davon aus, dass Ihre Bewerber bereits vorselektiert worden waren.

      Mit zunehmendem Alter / Erfahrung sind die Zeugnisse weniger wichtig, aber für junge auf jeden Fall!

      (Vor allem bei gut aussehenden Frauen in dieser Branche, damit sie nicht nur als Froschfutter eingestellt werden, sondern auch tatsächlich gefördert werden.)

    • @ Mutti: Krieg Dich wieder ein. Du zweckentfremdest in diesem Blog systematisch das eigentliche Thema, um Deine normativen, halbbackenen und gefährlichen (wenn auch wohl gemeinten) Meinungen abzusondern. Ganz offensichtlich fehlt es Dir an Erfahrung und Gesetzeskenntnissen; und an der Fähigkeit, thematisch Relevantes von Irrelevantem zu unterscheiden. Und offenbar fühlst Du Dich irgendwie auf Dein Äusseres reduziert.

      @ IT Projektleiter: Ich stimme mit Ihnen überein. Arbeitszeugnisse müssen von Gesetzes wegen wohlwollend formuliert (und/oder wahr) sein und interessieren mich daher ebenfalls keinen Deut. Ich les nur den CV, fühl dem Kandidaten/der Kandidatin im Gespräch gezielt auf den Zahn und validiere meine Hypothesen im Markt (= Referenzen).

      @ Intellektueller Tiefflieger: Scheint mir eine kohärente Argumentation/Richtschnur zu sein; d.h. für Betroffene: Problem direkt zu lösen versuchen. Eskalation an Vorgesetzten und/oder HR (HR muss bei StGB-relevanten Tatbeständen die Justiz einschalten). Wenn die nichts machen können/wollen, Arbeitsbereich nach Möglichkeit durch interne Versetzung verlassen. Wenn das nicht geht, das Unternehmen verlassen gegen eine Abgangsentschädigung, um den temporären Lohnausfall infolge Arbeitslosigkeit auszugleichen (nota bene: das Arbeitslosengeld ist bei maximal 70-80%. Und bei Selbstkündigung gibt es zusätzliche Einstelltage). Papier nur unterschreiben, falls zwingend notwendig, und danach die Sache ad acta legen. Auf jeden Fall von Beginn weg externe juristische Beratung hinzuziehen, um Formfehler zu vermeiden.

    • @ Mutti
      Meinst Du BARBIE, in Anspielung an die Puppe von Mattel? Oder bist Du gerade am Ufer der Elbe in BARBY, einer Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt?

  15. So geil!

    Meine Vorhersage:

    Lukas Hässig wird den Herrn Dr. (Dr. von der HSG?) Fleischer zusammen mit EY Schweiz in weiteren Artikeln mit Fakten genüsslich abwatschen …

    • Das ist absehbar. Der Fleischer spielt in einer Liga mit der Krisch von Raiffeisen (das war die mit der „Abmahnung“, in welcher kein Satz in korrektem Deutsch geschrieben war).
      Hier sein Background. Er hat sogar eine Medienmitteilung bei Amtsantritt verschickt:
      https://www.ey.com/ch/de/newsroom/news-releases/ey-medienmitteilung-alexander-fleischer-wechselt-zu-ey
      Offenbar hat er bisher noch nie mit einem Problem von diesem Kaliber zu tun gehabt.

    • Für das Protokoll:
      In meinem Original-Beitrag verwendete ich als letztes Wort einen Begriff aus der Fleischverarbeitung …

      Hinweise:
      Was macht man mit einem Tier, um es etwa als schönes, saftiges Steaks auf dem Teller wieerzufinden?
      Suchen SIe z.B. auf de.wikipedia.org nach dem Bergriff „Fleischer“ …

      Ich hoffe, dass die gestrenge Zensur wenigstens diesen Post zulässt – wobei ich durchaus Verständnis für IP / Lukas Hässig habe:
      Letztlich hält (zumindest anfänglich) *er* seinen Kopf hin. Und dieser Kopf ist sehr wichtig für eine wenigstens halbwegs saubere Schweizer Finanzindustrie …

    • Nix HSG. Kommt von Fachhochschule Rheinland-Pfalz (Worms). War auch 13 Jahre Leiter Marketing & Kommunikation bei Coopers & Lybrand Schweiz. Source: Xing.

    • @PR Fuzzi Basher
      So geil, ein „PR-Fuzzi“, der zu seinem Stellenantritt eine Pressemitteilung verschickt 😂
      Der leidet wohl unter Grössenwahn. Wen interessiert schon, wer die PRi macht 😁

  16. Zitat EY London: EY, a U.K.-based company with 260,000 employees worldwide, called Ward’s claims “unfounded and baseless.”

    Tja, 2. neue Beschwerde wegen sexueller Belästigung innerhalb eines Jahres. Interessant ist auch, dass offenbar gemeldete Berichte „verschwinden“. Siehe Barrons Link. Dies notabene in einer Revisionsfirma.

    Bilde sich jeder selber eine Meinung was von einer solchen Revisionsgesellschaft zu halten sei:

    https://nationalpost.com/pmn/news-pmn/ernst-young-faces-2nd-sexual-harassment-complaint

    https://www.barrons.com/articles/ernst-young-settles-with-partner-over-sexual-harassment-complaint-1525383669

    • Ergehen sich hier die Revisoren etwa auch noch der primitiven Bedrohung von unbequemen Journalisten? Das wird ja immer schlimmer! Die Nerven liegen offensichtlich blank.
      Herr Hässig, mein Gefühl sagt mir: Wenn Sie den Fall richtig bearbeiten ist das Ihr Journalistenpreis 2019.

  17. EY denkt wohl, dass es nichts zu befürchten hat. Opfer müssen einen Vertrag unterschreiben der die zur Verschwiegenheit mahnt, sonst drohen saftige Bussen. Daher können sie problemlos behaupten, dass da nichts ist, denn dafür müsste sich ein Opfer melden und die Strafe in Kauf nehmen. Doch wenn nur eine Person an sie Öffentlichkeit tritt, haben sie ein mächtiges Problem. In erster Linie geht es EY um den Schutz der eigenen Partner, für #MeToo bleibt da kein Platz mehr. Ich versuche mal hier inside EY mehr rauszufinden, irgendwo müsssen genauere Anhaltspunkte sein und wie schon hier erwähnt – wo Rauch ist, ist auch Feuer.

    • Sehe ich aus drei Gründen anders:

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass es DAS UNTERNEHMEN zulassen würde, dass solche Vorfälle nicht sauber abgeklärt werden. Die Folgen wären enorm für das Unternehmen, sollte es als Arbeitgeberin (UND Auftragnehmering) deswegen nicht mehr attraktiv sein.

      Aus diesem Grund würden sich (Equity) Partner auch nicht grundsätzlich schützen, denn sie sind MITEIGENTÜMER des Unternehmens. Das Kollektiv der Equity Partner wird sicherlich keinen Reputationsschaden (und damit eine allfällige Wertminderung ihrer eigenen Anteile) aktzeptieren, nur um sich gegenseitig zu schützen. Dafür sind die genug auf EIGENNUTZ aus. Also wird der Einzelne (d.h. der vermeintliche Täter) geopfert werden (Partner oder nicht), sollte er zum WERTMINDERUNGSRISIKO werden…

      Insofern hätte EY auch nur dann ein Problem, falls Personen im Besitze von stichhaltigen Beweisen an die Öffentlichkeit treten würden. Gerade da liegt aber bei Belästigungsfällen zumeist das Problem…

      Insofern sehe ich es momentan so, dass vermutlich nur der vermeintliche Täter und der Kommunikationschef ein Problem haben, sollten sie von EY fallen gelassen werden. Ersterer wurde hier in aller Öffentlichkeit mindestens gebrandmarkt, während Letzterer sich als offensichtlich überfordert in seinem Aufgabenbereich gezeigt hat (sollte er über die Kommunikationsstrategie alleine entschieden haben)…

    • EY wird niemals in einem solchen Fall Klagen. Im aktuellen Umfeld ist das politisch unmöglich.
      Schön, dass Sie nach weiteren Fällen suchen. Offenbar gibt es in dem Laden noch so etwas wie Zivilcourage.

    • Theoretisch richtig. In dem Fall liegt die Sache aber so, dass auch sein Boss möglicherweise ein paar ähnlich gelagerte Probleme hat. Die werden darum gemeinsam untergehen oder überleben.

  18. Nochmals einen AUFRUF an die EHRLICHEN MENSCHEN: Egal ob Opfer, Zeuge oder etwas gehört (z.B. Name eines Opfers oder eines Zeugen). MELDET EUCH bei Lukas Hässig!
    Ruft an, schreibt einen Brief, mailt, nutzt die „Anonymous Box“.
    Hier könnt ihr mal ETWAS GUTES TUN!
    Man sieht ja ganz klar an dem heutigen Artikel, dass der formelle Weg nicht funktioniert. Und es geht nicht nur um die Vergangenheit. Es geht um den Schutz zukünftiger Opfer. Solche Leute machen nämlich immer weiter.

  19. Weinberger, Weinwhatever, egal…. Es gibt in unserem Business auch mehr als genug Frauen, die um der Karriere willen mitspielen oder provozieren. Just my opinion.

    • Ein völlig deplazierter Post. Sie sind wohl geistig in den 1950ern stehen geblieben.
      Harassement ist Harassement und darf eine Firma nicht dulden!

  20. Egal wie ich die Sache drehe und wende: Die Story von EY passt nicht zusammen.
    a) Die Kommunikations-Tussi sagt Hässig: Wir wissen von keinen Fällen.
    b) Der General Counsel schreibt, dass die Vorwürfe gegen den Chief Talent Officer „groundless“ seien, man habe das aber akkribisch untersucht.
    Zwischenfazit: Die Informationen a) und b) können nur beide stimmen, wenn man aufgrund der neuen Information von frühestens Montag untersucht hat (also vorher nichts davon gewusst hat). Natürlich ist es absurd, eine solche Untersuchung innert kürzester Zeit durchzuführen.
    Und nun wird es völlig kurios:
    c) Dann kommen noch erstaunlich detaillierte Kommentare hier (offensichtlich PR), die Schreiben „Keine Panik, die detaillierte Untersuchung gab es vor längerer Zeit und alles ist fein. Der X. ist völlig unschuldig: Er lebt ein Leben wie der Heilige Dominik“. Das passt aber nur formell mit Aussage b) zusammen, Aussage a) wäre jedoch dann unwahr!
    d) Und gefühlt in jedem 3. Kommentar (jeweils offensichtlich von Insidern geschrieben) steht, dass es da noch mehr Fälle gibt. Was nicht mit der Aussage c) zusammenpasst und Fragen zu a) und b) aufwirft.
    EY verstrickt sich hier immer mehr in Widersprüche. Herr Hässig, die Geschichte wird immer interessanter.

  21. Uiuiuiui, L.Hässig holt Anlauf. Das endet nicht gut für die Revisionsbosse. Ey wird den wohl noch am WE opfern (müssen). Für mich stellt sich nur noch die Frage, ob der Tesla Ende Jahr noch im Keller steht.

  22. Wie aus einer SMS ratzfatz ein SOS enstanden ist…

    Wie zutreffend formuliert. Wird sicher bald zur inoffiziellen Hymne von EY Switzerland gekürt. Danke ABBA 🙂

    „Where are those happy days, they seem so hard to find
    I tried to reach for you, but you have closed your mind
    Whatever happened to our love?
    I wish I understood
    It used to be so nice, it used to be so good
    So when you’re near me, darling can’t you hear me
    S.O.S.
    The love you gave me, nothing else can save me
    S.O.S.
    When you’re gone
    How can I even try to go on?“

  23. Herr Hässig, Ihre Artikel sind einfach nur peinlich. Sie suchen die Nadel im Heuhaufen. Ich finds super, dass EY Ihre Webseite blockiert hat.

    • Ich glaube, die Nadel hat er in dem Fall gefunden 😁
      Wieder mal war er dem Rest der Journaille einige Lichtjahre voraus.
      Und ich bin sicher: bei EY liest aktuell so ziemlich jeder vom CEO bis zur Empfangsdame IP sehr intensiv.

  24. Bei der bisherigen Leistung der EY-PR weiss ich, wie die Geschichte nun weiter gehen wird:
    Offenbar hat jemand eine Mail an den Weinberger geschickt, was übrigens aus meiner Sicht ein guter Zug ist. Wie ich EY-PR CH einschätze, wird man nun versuchen, diese Quelle unter Druck zu setzen.
    Und weil EY-PR CH ja bisher schon kein Glück hatte, wird sich die Quelle sicher als eine feministische Lokalpolitikerin, ein Rechtsprofessor oder ein Influencer mit 50`000 Followern auf Instagram herausstellen.

    • Glaube ich nicht, dass die noch irgend jemanden unter Druck setzen können. Das wäre aktuell Harakiri. Wenn doch, dann einfach den Hässig in die E-Mail-Kommunikation einbeziehen.

  25. Bei mir stellen sich mehrere Fragen:
    1. Wie kann ein General Counsel so blöd sein, eine solche Mail zu einem solchen Thema zu verschicken. Wie kommt das an, wenn man schreibt, dass man den Sachverhalt „gründlich und unabhängig“ geprüft habe und die Mail nach einem Arbeitstag beim Meldenden eintrifft?
    2. Die PR-Abteilung ist ein Totalversager in dem Fall.
    3. Das Problem hat dramatisch Potenzial für Eskalation. Wenn Hässig nun guten neue Quellen erhält, dann werden sich aus meiner Sicht Stalder und wohl auch 1-2 Leute in der Zentrale nicht halten können.
    Was ich tun würde:
    – Sofort externe Medienagentur beiziehen. Die PR Stelle ist hier offensichtlich überfordert.
    – Der exponierte Partner muss aus der Schusslinie genommen werden. Ferien wäre das richtige.
    – Unabhängige Untersuchung tut hier Not

    • Sie wissen sicher auch, dass der typische Big4-PR-Verantwortliche ein Schönwetter-Kapitän ist. Die tägliche Arbeit besteht aus dem Tausch von Werbebudget gegen gefällige Artikel. Hie und da mal ein Meinungsartikel. Organisation von Events. Zusammenfassungen Schreiben von Bullshit-Studien. Langweilige Pressemitteilungen. Usw.
      Und plötzlich sieht sich so ein Schosshündchen einem erfahrenen, abgebrühten Profi wie lh gegenüber.
      Das Ergebnis erstaunt ja nicht unbedingt.
      Ich kann darum den Tipp nur unterstützen: Sofort einen erfahrenen Krisenkommunikator beiziehen. Besser jetzt als dann nächste Woche. Die wirklich schlimmen Artikel werden erst noch kommen, soviel ist sicher.

    • 1 –> Dieser Fall liegt MONATE zurück. Die Untersuchungen wurden nicht diese Woche veranlasst, sondern vor MONATE, rigorose Untersuchungen. Handys und Laptops wurden eingezogen und im Detail analysiert (auf beiden Seiten). Outcome: „All allegations were groundless“

      2 –> Totally agree
      3 –> Sadly agree

  26. Der Fall muss furchtbar sein für das mutmassliche Opfer.
    Die PR-Berater, die abwiegeln und hier Kommentare schreiben. Der „Investigator“, der in Rekordzeit ein Feigenblatt ausstellte
    Und der mögliche Akteur ist immer noch auf der Webseite von EY.
    Man wähnt sich in einem anderen Jahrhundert.
    Liebes Opfer, ich würde an Deiner Stelle einfach eine detaillierte Aussage bei LH machen (wenn noch nicht gemacht). Dann erledigt er ihn kurz (und vermutlich seinen Chef gleich mit). Und das Thema ist durch.

    • Achtung,
      es drohen Verleumdungsklagen gegen die Opfer und zwar unabhängig davon, ob dem Opfer bezüglich z.B. Belästigungsklagen Recht zugesprochen wird oder nicht.

      Menschen die gezielt* z.B. „Belästigen“ haben meistens auch keine Hemmungen zu Lügen und zu Diffamieren (*damit meine ich nicht die ungeschickten Casanovas).

      Ich persönliche würde ausser bei einer Vergewaltigung, wegen Belästigung nie irgend eine Meldung machen auch nicht in den nächsten 100 Jahren (Sorry).

    • Das mutmassliche Opfer hat bereits grossen Mut bewiesen und mutig gekämpft. Aber wenn das System zusammenhält hat jemand alleine keine Chance.
      Schlimm fand ich, dass das mutmassliche Opfer kaum Unterstützung von anderen Opfern und Zeugen erfahren hat. Da hat man dann wieder gesehen, wie schwierig solche Fälle sind. Vielleicht haben Opfer und Zeugen nun wenigstens den menschlichen Anstand, zum Hässig zu gehen. Das würde das mutmassliche Opfer sicher unterstützen.
      Ich hoffe sehr, dass der Fall nun noch ein gutes Ende findet.
      EY kann nun gegen gar niemanden mehr klagen. Wenn EY klagt, dann kommt das in alle Medien.
      Und sobald Bloomberg das bringt wird London das Leadership-Team gnadenlos entrümpeln.

    • zum Thema was tun bei Belästigungen:

      Ich persönlich habe gute Erfahrung gemacht mit, resp. würde raten:
      ,- keinesfalls Dulden, Lächeln, oder Augen senken
      ,- sofort (irgendwie!) physisch Distanz nehmen
      ,- klar signalisieren (Verbal oder Gesten), dass dieses Verhalten (z.B. Brührungen) niemals erneut geduldet würde
      ,- Ablenkende Aktivitäten aufnehmen: z.B. Fenster öffnen mit Spruch i.S.v. mehr Sauerstoff oder etwas dringendes Erledigen müssen (hat bei mir immer funktioniert)

      Sehr wichtig:
      Mit jemanden darüber reden der einen glaubt, damit das Gehirn das Geschehene mit mehr Distanz verarbeiten kann.

      PS: Falls Ihr jetzt denkt: das ist doch klar – ich musste das Lernen.

    • @Mutti
      EY klagt in dieser Sache sicher nicht mehr. Gegen gar niemanden. Dann wäre es nämlich auf der Frontseite von 20min.

    • @ Mutti:

      Danke für den Post vom 20.10 @ 00:17. Ich würde dem noch einen Schritt hinzufügen: Umgehend die belästigende Person schriftlich und unmissverständlich avisieren (email, bcc: eigene private email-adresse zwecks zukünftiger Beweisführung), dass man sich wegen dieses Verhaltens unwohl fühlt und sich eine zukünftige Unterlassung wünscht. Dieser Schritt wirkt auch gegen Begriffsstutzigkeit, Vergesslichkeit oder verzerrte Wahrnehmungen. Und so ist man später auch nie den Vorwürfen ausgesetzt, man hätte zur Situation durch das eigene Verhalten beigetragen.

    • @Intellektueller

      beachten:
      1) E-Mails als Beweis (kompliziert ausser: Zusatzsoftware, Zertifikat)
      2) bei potentiellen E-Mail Beweisen und Angst vor cc’s – verlieren die Täter oft die Nerven und „schiessen“ mit maximalen Kräften zurück (das sind ja oft Vorgesetzte oder Menschen, die glauben mehr Gewicht bei Vorgesetzten zu haben)

  27. Ein’s vorab: Ich arbeite nicht bei EY. Und trotzdem, Herr Hässig, ich versteh Ihre Logik nicht.

    Wieso gehen Sie davon aus, dass der besagte Vorfall nicht bereits vor Längerem intern korrekt abgeklärt und für haltlos befunden worden ist? Immerhin soll er ja Jahre zurückliegen. Insofer wäre zumindest auch die schnelle Reaktion von EY London erklärbar, ohne dass dabei irgendetwas anrüchig wäre. EY muss ja auf Ihr Ansinnen hin nicht noch einmal dieselbe Geschichte abklären…

    Im Gegenzug stellt sich jedoch dann eine andere Frage: Ist die Betroffene mit dem Ergebnis der Abklärung denn nicht einverstanden? Falls ja, wieso hat sie dann offensichtlich eine Abfindung akzeptiert und stattdessen nicht die Justiz eingeschaltet? Ging es ihr darum, den Täter aus dem Verkehr zu ziehen (und damit andere potentiell Betroffene zu schützen), oder wollte Sie einfach nur eine Genugtuung (vermutlich gegen eine Stillschweigevereinbarung)?

    Die (einträgliche) Genugtuung scheint sie ja bekommen zu haben. Wieso reaktiviert sie die Geschichte dann, wenn sie doch heute anderswo eine Stelle gefunden hat (und vermutlich entgegen einer Stillschweigevereinbarung)? Würde sie das Risiko eines Regresses auf sich nehmen? Unwahrscheinlich.

    Bleiben also nur noch drei Fragen:

    Haben Sie selber Abklärungen vorgenommen, die bezüglich des Täters ein begründetes und überwiegendes öffentliches Interesse rechtfertigen würden, so dass EY den Fall reaktivieren müsste (z.B. Wiederholungstäter) respektive seine öffentliche Zurschaustellung gerechtfertigt wäre?

    Falls nein, ist diese Geschichte dann nur Beigemüse, (die Ihr Informant / Ihre Informantin bentutzt hat ???), um der Kernstory einen würzigen Anstrich zu verpassen (oder dem vermeintlichen Täter zu schaden)? Ursprünglich ging’s ja um eine Dame, die anscheinend nur dank sexy Dress Karriere mache… Oder geht’s vielleicht um einen Mitbewerber für die Stelle(n), die der vermeintliche Täter nun innehat?

    Und eine moralische Frage zum Schluss: Ist ein Opfer, welches sich mit Geld kaufen lässt, noch Opfer? Wird es zum/zur interesseabwägenden Prostitutierten? Oder wird es gar selber zum Mittäter / zur Mittäterin an den nachfolgenden (potentiellen) Opfern, weil es den eigentlichen Täter nicht über den juristischen Weg dingfest gemacht und seiner gerechten Strafe zugeführt hat?

    Wie gesagt: Ich versteh’s nicht. Zu viele Variablen, zu wenig Fleisch am Knochen…

    • @Intellektueller Tiefflieger
      Zuerst einmal: Ich glaube Dir keine Sekunde, dass Du nicht bei EY tätig bist. Entweder PR (unwahrscheinlich) oder einer aus dem Umfeld von X. oder Y. Aufgrund des Schreibstils habe ich sogar einen Verdacht.
      Und hier mal ein direktes Feedback: Was Du hier machst ist mit das Mieseste, was man machen kann. Du versuchst, das Opfer zum Täter zu machen. Du entblödest Dich nicht, sogar Prostitution anzudeuten.
      Du weisst doch ganz genau, was hier Sache ist. Du weisst doch ganz genau, dass sich kaum eine Frau mehr alleine in das Büro traut. Du weisst doch ganz genau, wie man versucht hat, das Opfer mundtot zu machen. Wie das HR (Z., toll gemacht, hoffentlich gabs dafür einen dicken Schmatz vom X. oder Y.) das vertuscht hat. Wie die Betroffene über Wochen und Monate angegriffen wurde und man versucht hat, sie fertig zu machen. Wie man Zeugen ruhig gestellt hat. Und nein, ein Jahresgehalt gab es dafür nicht, meines Wissens. Nicht mal hier war EY fair.
      Du weisst doch sicher auch von den übrigen Geschichten. Dass dieser Fall nur der ist, der explodiert ist, weil man das Opfer eben gerade NICHT einfach kaufen konnte. Von dem Tag, an dem die Ehefrau wutentbrandt an der Hardbrücke aufgetaucht ist und wild um sich geschrien hat.
      Von diesem Sommer, wo sich einer mal eben ein „Sugar-Baby“ gegönnt und dieses vernascht hat (sicher völlig konform mit dem Code of Conduct, oder?).
      Und wenn ich nochmals irgendetwas mit diesem miesen Trick („Arbeite nicht bei EY, aber das Opfer ist…“) lese, dann hat der Lukas Hässig bald ein Dossier auf dem Tisch (natürlich nicht von mir). Und dann waren die bisherigen Artikel ein laues Lüftchen.
      So, und jetzt wäre es toll, wenn Du Dich bei Lukas Hässig meldest und Dich für Deinen miesen Post entschuldigst. Du kannst ja behaupten, Du seiest besoffen gewesen – wenn Du der bist, den ich glaube, dann säufst Du ja oft und gerne etwas zuviel, was man übrigens auch gut riecht – und ihn darum bittest, diesen Post zu entfernen.
      Ich fände es gut, wenn Du das bis diesen Sonntag Abend, 24:00, erledigen würdest.

    • Tut mir leid, dass ich Sie enttäuschen muss. Ich arbeite tatsächlich nicht bei EY und kenne die betroffenen Personen auch nicht. Insofern weiss ich auch nichts über die von Ihnen beschriebenen Vorfälle. Ich kann mir aber ganz gut vorstellen, dass das so zutrifft – bei EY wie auch anderswo.

      Eines vorab: Ich wurde selber Opfer eines solchen Übergriffs. Ich habe damals meinen Mut aufgebracht und dies unmittelbar bei den Behörden zur Anzeige gebracht; die zwei Täter wurden aus dem Verkehr gezogen (zum Schutz allfälliger zukünftiger Opfer). Deshalb haben Sie auch etwas grundsätzlich falsch verstanden hinsichtlich „Opfer-wird-zum-Mittäter“: Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass eine betroffene Person an ihrem Schicksal selbst schuld sei respektive es verdient habe. Ich habe lediglich die moralische Frage aufgeworfen, ob das Opfer nicht seine Angst/Scham unmittelbar ablegen und den juristischen Weg gehen sollte, um andere Personen vor einem Schweinehund zu schützen. Wie es mir scheint, läuft es (zumindest bei Übergriffen am Arbeitsplatz) jedoch meisten auf Vergleichszahlungen hinaus. Später leidet das Opfer dann und beräut den Schritt. Und dann ist da noch die Unklarheit, ob man im Nachhinein noch etwas machen kann; man hat ja ein Papier unterschrieben…

      Um Betroffenen etwas mehr Klarheit zu verschaffen in einer solchen Situation, habe ich eine Frage an die Juristen unter den Foristen gestellt (siehe oben). Können Sie ja mal lesen… Entsprechend sehe ich auch keine Notwendigkeit, mit zu entschuldigen.

      Bezüglich Dossier: Sollten Sie in Kenntnis von weiteren Informationen sein, ermutige ich Sie hiermit ausdrücklich zur Zivilcourage, diese den zuständigen Stellen zur Anzeige zu bringen. Mir schaden Sie damit ganz bestimmt nicht; im Gegenteil. Ich würde es überaus begrüssen… Nicht drohen, machen !!!

    • Noch ein Nachtrag: Manchmal kann man nur durch Provokation Leute aus dem Busch locken; darum geht es doch hier. Und nur durch meine Provokation kam es schlussendlich überhaupt dazu, dass ein Insider wie Sie überhaupt auspackt. Ansonsten hätten Sie, wie alle Anderen, weiterhin geschwiegen und die Schuldigen weiterhin gedeckt. Danke für die wervollen Leads, die Lukas Hässig hoffentlich nun weiterverfolgen wird. Soweit es mich betrifft, kann ich mit Ihrer Verachtung leben, sollten Sie diese nachwievor empfinden; denn es dient dem höheren Zweck, die Wahrheit zu Tage zu fördern…

  28. Nach dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft im Fall Vincenz geht unser L.H. nun auf die Internationale Ebene.
    Ich vermute aber, EY wird bald 1-2 Bauernopfer bringen und das Problem damit bereinigen.

    • In dem Fall ist das mit dem Bauernopfer etwas schwierig, schlicht weil keine Bauern beteiligt sind und sich das Drama ganz oben abspielt:
      – Den glücklosen PR-Heini mit seiner hirnverbrannten Mail könnte man natürlich rausschmeissen. Aber das bringt doch kaum etwas, den hat niemand gekannt, weder innerhalb noch ausserhalb.
      – Der Deputy General Counsel dient nur als Schutzschild für Mark Weinberger, der geht nur, wenn Mark W. bedroht sein könnte – da sind wir noch Lichtjahre entfernt.
      – In der Schweiz könnte man natürlich jemanden aus HR rausschmeissen. Aber ob das Gemüter besänftigt?
      Eine Unbekannte ist natürlich, wie die Kunden auf die Situation reagieren. Ich vermute, die warten aktuell noch ab, was der Hässig in den nächsten 2-3 Wochen bringt. Je nachdem werden dann die Fragen anfangen.
      Mein „best estimate“ aktuell: 2 Veränderungen in der CH-Geschäftsleitung. Nichts auf GSA-Ebene oder EMEIA.
      „G.“ kann sich freuen. Ihr Fall interessiert nun gar niemand mehr. Zumindest solange sie unauffällig bleibt, das Maul hält, sich zurückhaltend kleidet und sich M. oder B. nicht die Frage stellen: „Wer hat eigentlich – neben S. – die ganze Scheisse ausgelöst?“

  29. Fassen wir mal das Drehbuch kurz zusammen:
    – eine dubiöse Beförderung erhitzt die Gemüter
    – Das Fass läuft über und die Sache wird publik
    – Die PR-Abteilung reagiert ungehalten und giesst Öl ins Feuer
    – Der Deckel geht auf und die Belegschaft meldet sich freiwilig
    – Es kommt immer mehr über interne Zustände ans Tageslicht
    – Der Fall erreicht London
    – London stellt sich stumm (Brexit Reflex?) und versagt wie zuvor die PR-Abteilung
    – Viele bei EY Schweiz sind jetzt ermutigt weiteres Interna IP zuzuspielen (weil es funktioniert!)
    – Ein gewaltiger Sturm zieht auf
    – Das EY Management wird sein Wochenende nicht geniessen können
    – Hässig haut Sonntags beim Teetrinken mit einem Lächeln in die Tasten
    – Man darf sich im Laufe der nächsten Woche über neue Artikel freuen. Mit Sicherheit wird dann der nächste ‚booster‘ gezündet und die Rakete erreicht die Stratossphäre mit Schallgeschwindigkeit

    Herrlich 🙂

    • Hervorragend notiert. Der Mechanismus funktioniert immer gleich.
      Und es ist auch klar, was getan werden muss:
      1. Problem anerkennen – auch als Aussenstehender ist mir nach Lektüre der Kommentare klar, dass da ein Problem besteht.
      2. Aussitzen geht nicht – so ein Thema kommt wieder und wird mit jeder Welle schlimmer. Interessanterweise gab es bereits vor etwa einem Halben Jahr einen noch viel dezenter formulierten Artikel https://insideparadeplatz.ch/2017/11/01/berater-ernstyoung-macho-frauen-kultur/
      3. Menschlich und aktiv kommunizieren – das Leid anerkennen. Die Sache ernst nehmen. Sich interessiert an der Lösung zeigen.
      4. Keine Juristen kommunizieren lassen – das heute präsentierte Schreiben ist aus Sicht Kommunikation eine einzige Katastrophe. Und solche Mails werden einfach verschickt? Man glaubt es kaum.
      5. Und das wichtigste: DIE WAHRHEIT SAGEN – Wenn der Jurist da schreibt, man habe Herrn Hässig darüber informiert und dies ist nicht geschehen, dann gehört dieser Jurist geteert und gefedert.

  30. Ob es den Fleischer am Montag noch gibt? Die Chancen stehen gut, dass man ihn bis dahin durch den Fleischwolf gedreht hat.
    En Guete zäme!

  31. Wieder #metoo und falsche Anschuldigungen von Feminazis?
    Wir sind satt…
    Wann wird endlich die Unschuldvermutung für Männer auch gelten?

    • Hier hast du zehn Franken, jetzt aber sofort ab an den Kiosk und die neue Mickymaus kaufen!

  32. Diese E-Mail Antwort aus London ist ganz normal (nicht unbedingt EY spezifisch). Das meine ich nicht ironisch.

    Zudem war die Kommunikationsstrategie in dem EY Fall bereits von EY Schweiz aufgegleist worden.

    • „Kommunikationsstrategie“: Wer auch immer sich diese Strategie ausgedacht hat. Das Ergebnis müsste eigentlich für den „Fristlosen“ reichen.
      Es ist ein Wunder, dass dieser Fall noch nicht von weiteren Medien aufgenommen wurde. Vermutlich hocken die Journalisten alle in den Herbstferien.

  33. Wenn ich das hier lese, kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Da geht der Fall schon bis ganz oben und nur, weil Herrn Hässig und den restlichen Gefrusteten und Gescheiterten die Antwort nicht passt und sich dadurch keine reissende Schlagzeile kreieren lässt, wird alles als lügen und Verschwörung dargestellt. Für Leute wie Sie habe ich nur Mitleid übrig. Jemand, der zufrieden und erfüllt ist, hat das anonyme Niedermachen von wildfremden Menschen nicht nötig.

    • @N.M.
      Nein – Sie würden niemals ANONYM wildfremde Menschen niedermachen. Darum haben Sie extra Ihre Initialen angegeben.

      Bravo!

      P.S. Ich glaube, Sie haben sich mit Ihrem Schreiben unwillkürlich pseudo souverän „verplappert“.

  34. Wer bei EY ist für dieses verheerende PR-Desaster verantwortlich?
    Am Dienstag hat eine auswringen mit dem Nickname „Aktivistin“ geschrieben, dass sie M.Weinberger informieren werde. Das hat sicher irgendein PR-Heini gelesen.
    Wie kann nun ein Legal-Typ da einen Tag später fröhlich schreiben, man habe alles untersucht und alles sei fein?
    Und dann lügt man auch noch darüber, was man Hässig gesagt hat (oder zumindest weiss die Linke Hand nicht was die Rechte tut).
    Was macht dann wohl die „Aktivistin“? Rennt natürlich zum Hässig damit (20minuten oder SF DRS wäre noch besser gewesen).
    Und schon gibts wieder ein brutaler Artikel, welche die Chefs in London und NewYork kaum lustig finden.
    Was für ein furchtbares Desaster.

  35. Geschäftsmodell von Wirtschaftsprüfer EY Schweiz AG:

    Man deckt Sachverhalte bis hinauf zum Top- Management so lange bis es nicht mehr geht… und danach werden „Deals“ geschlossen, die Organe und involvierte Mitarbeiter vor den Behörden schützen sollen!

    Im Falle Sogevalor bezahlte EY über 10 Mio. für einen Deal den die FINMA über den Kopf der Gläubiger absegnet hatte, worin sich die Top-Gläubiger gegenüber EY Schweiz schriftlich verpflichten mussten auf Strafanzeige gegen EY- Organe, Tochtergesellschaften und Mitarbeiter zu verzichten.

    Aktuell lassen Gläubiger unter der Führung eines geschädigten Pharmaunternehmers Strafanzeigen und Schadenersatzklagen gegen Organe und Mitarbeiter von EY Schweiz und den Liquidatoren u.a. FINMA prüfen!

    Auch beim Fall Sogevalor wurden lange durch EY-VR direkt verschiedene Verwicklungen von EY als Auditor in der Schweiz und den USA dementiert!

    Fortsetzung folgt…

  36. Lukas Hässig in den Bundesrat. Und dann aufräumen inklusive der
    „bestimmt überrissenen Honorare“ grad für alle Big 4. Und den Rest der Einflüsterer-Branche. Inside Bundesplatz war schon mal Thema.
    Steuerdeal – Rahmenabkommen EU – Ost-Mia – Energietarife der austretenden Bundesrätin (mit ev. VR-Mandat als Belohnung) …
    NB: wer das nicht erträgt, einfach bei Supercar Blondie reingucken.

  37. Die PR-Büttel beginnen wieder zu schreiben. Haben die denn noch Zugang zu IP? Sondergenehmigung?
    Herr Hässig, bleiben Sie dran. Das Ausmass des Gegendrucks zeigt mir ganz klar, dass da ganz viel Fleisch am Knochen ist.
    Idee: Die EY Kantine ist öffentlich. Warum gehen Sie nicht einfach heute Mittag mal da Essen? Sie könnten doch ein paar Leute in Gespräche verwickeln. Gleich unten in dem Hardbrücke-Gebäude. Ist gleich neben dem Bahnhof und ganz nah zu Ihrem Büro.

  38. „Surround yourself with people who know your worth. You do not need many people in your life, just the real one, who appreciate you for exactly who you are.“
    Nelson Mandela

    Tja, es gibt schon eindeutige Fälle von Belästigungen, aber viele können nicht zwischen Flirt und Belästigung unterscheiden….und das ist schade für die schlimme Fälle die gar nicht angezeigt werden…Dazu kommt noch, dass in den letzten 10 Jahren die offensichtlichen und sehr schwerwiegende „Belästigungsfälle“ Psychologische Natur waren…und die verursachen auch Krankheitskosten in Miliarden höhe: spricht jemanden davon? kann man anklagen? Nein, und die meistens Fälle sind schwerwiegend und Männliche Natur… wir sind ganz klar #metoo fans, aber ohne exzesse und auch ohne Prinzessinen… trotzdem, Nie vergessen!

  39. Wo Rauch ist… …ist auch Feuer. Oder zumindest etwas gewaltiges am brodeln! Und was lernt man daraus? Wenn der Deckel mal aufgeht, dann kommt sehr schnell alles hoch und das Reputationsrisiko ist für EY massiv gestiegen.

    Ist das jetzt eine grosse Überraschung? Unter Berücksichtigung der traditionellen Consulting Kultur mit pyramidenförmigen Organisationen, in denen Opportunismus und Karrieregeilheit herrscht und wo Promotionen und Boni als die einzigen Erfolgsmerkmale gelten, wohl eher nicht.

    Dass es in so einem Umfeld noch viel mehr aufzudecken gibt, liegt auf der Hand. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist schlimm, noch verheerender für EY wären aber Geschichten über abgezockte Kunden.

    • Ja, und mit solchen ‚top shots‘ in der PR-Abteilung, kehrt sicher keine Ruhe ein. Der liebe Dr. Fleischer (mit Sicherheit kein Dr. der Rechtsschreibung) hat mit seiner unprofessionellen Kommunikation eher Öl auf das Feuer gegossen. Der kann sich jetzt in geräuschloser Sublimierung üben.

    • In einer straff geführten Sippe geht man ähnlich vor………..

    • @ Rory „easy going“ Steppenwolf

      „Sippe“ ist die vornehme Umschreibung für eine religiöse community.

  40. Dieser Artikel ist wieder mal nur schlecht. Eine Firma wie EY hat klare Kommunikationsprozsesse. Natürlich wurde die Sache intensiv abgeklärt und es war wohl einfach wirklich nichts. Ist natürlich immer schade für die Skandaljäger und anonymen „Hasser“ auf dem Blog.
    Ich ware lange Jahre bei EY und habe die Kultur immer als „inclusive“ wahr genommen. Es ist tragisch zu sehen, welche Hasskommentare von aktuellen und früheren Mitarbeitern verfasst werden auf IP. Diese Kommentatoren müssen sich wirklich fragen was in ihrem Leben schief läuft – dies ist einfach schlechter Stil – wie der ganze Blog hier.

    • Du hast schlicht keine Ahnung und versuchst hier, eine riesige Sauerei zu vertuschen.
      EY sollte richtig handeln: einfach sagen: „Wir nehmen die Sache ernst. Person X ist per sofort beurlaubt. Wir untersuchen das sauber (mit der nötigen Zeit und Sorgfalt).“
      Problem gelöst.

    • Natürlich stimmt die Geschichte. Der ist bekannt dafür, dass er sich beim anderen Geschlecht nicht zurückhalten kann. Auch wenn man noch etwas tricksen muss damit es nicht auffällt und das Weekend nichts kostet.
      In einer Audit Firma muss das alles dokumentiert sein. Wenn es in Ruhe analysiert würde (und das dauert Wochen), dann wär der Verstoss gegen die EY Richtlinien klar dokumentiert, man könnte reinen Tisch machen und EY hätte wieder Ruhe. Aber wir haben das schon im Grundkurs gelernt: nie einen Fehler zugeben. Genau das wird hier gelebt.

    • @Maestro, klare Worte.

      @“Warum nicht richtig?“, so sehr es Dir schmerzen wird, aber Deine „sollte & einfach“ Ratschläge sind irrelevant. Du lässt Dir von anderen auch nichts vorschreiben. Du rechtfertigst auch nicht Dein Leben & Handeln in aller Öffentlichkeit, und speziell nicht vor jenen Leuten, die Dir (sallopp gesagt) ans Bein pissen, denn Du weisst genau, dass sie weiterpissen und Dich sogar auffordern würden, dass andere Bein hinzuhalten.
      Und nein, „Sauereien“ dürfen nicht vertuscht werden – nur schiebst Du die Dinge gerade einer anderen Person in die Schuhe und unterstellst dieser auch Vertuschung.

  41. Diesen Fall kann man geradezu als Case-Study verwenden, wie man mit einem solchen Problem nicht umgehen sollte und wie man aus einem kleinen Problem ein grosses Problem macht.
    Wenn nun das mutmassliche Opfer hervortreten sollte und Beweise auf den Tisch legt gibt das einen Fallout wie bei einer Wasserstoffbombe.

  42. Sehr geehrter Herr Hässig

    Ich frage mich, ob ihr Horizont wirklich so beschränkt ist wie Sie hier tun? Natürlich benötigt ein weltweit agierendes Unternehmen wie EY mit 250‘000 Mitarbeitern nicht Wochen oder Monate, um so einen Fall zu untersuchen, da dies aufgrund von vorhandenen Guidelines und Prozessen natürlich schon längst standardmässig passiert ist – und das wohl schon vor längerer Zeit. Oder glauben Sie ernsthaft, dass Sie der grosse “Aufdecker” in der Sache sind??
    Sie kommen hier wie die alte Fastnacht mit einer alten Geschichte und machen sich selbst einfach nur lächerlich. Mit journalistischer Arbeit hat dieses Vorgehen und die Art der Berichterstattung wirklich gar nichts zu tun. Aber es muss ja einen Grund geben, warum Sie bei keinem namenhaften Herausgeber arbeiten, sondern so eine niveaulose Seite betreiben.

    Herzliche Grüße

    • Würde Herr Hässig bei einem „namhaften“ Herausgeber arbeiten, hätte er kaum den Raiffeisenskandal aufdecken können. Herr Hässig betreibt wirklich freien Journalismus. Daher wurde er mitunter zum Witschadtsjournalist des Jahres 2017 gekürt.

    • Gut gebrüllt und wortreich erklärt.
      Nur ein paar Fragen:
      – Wie erklären Sie sich, dass LH in 2017 von seinen Peers zum WIrtschaftsjournalisten des Jahres gewählt wurde?
      – Warum hat IP mehr Traffic als die Handelszeitung und die Bilanz zusammen?
      – Warum hat die PR ihre Punkte nicht einfach ruhig kommuniziert? Warum diese Wut-Mail vom PR-Boss?
      – Woher weiss EY eigentlich, um welchen Fall es geht? Vielleicht ist es ein anderer Fall?
      Mein Bauchgefühl sagt mir: Dieser Fall wird noch richtig hochkochen.

    • Die EY Stabstechnokraten haben die Sache unterschätzt und eskalieren lassen. Bürokratisch und fett, vollgefressen und langsam. 250.000 Mal gelacht.

    • @Unabhängiger Beobachter,

      was fangen Sie mit den Antworten auf Ihre Fragen an?

      Nur weil 20min oder eine BILD mehr Clicks oder Leser hat, betreiben sie keinen besseren Journalismus. Oder nur weil die Mehrheit eines Wahlkollegiums einen gewissen D. Trump gewählt hat, ist er nicht automatisch ein guter und von allen US-Amerikanern getragener Präsident.

    • An den unabhängigen Beobachter:
      1)Wirtschaftjournalist des Jahres – Sie meinen Boulevard-Journalist
      2) Der Traffic kommt von den vielen Verlieren des Fianzplatzes Schweiz und von den ewiggestrigen…
      3) Wutmail von EY? In welcher Welt leben Sie denn!
      …und ja, Herr Hässig hat mit Raiffeisen eine Sternstunde. Dennoch ist 95% seines Geschwafels nur noch lächerlich…

  43. RAB; „Guten Morgen, willkommen bei der RAB-Bern.“

    Hässig; „Lukas Hässig, Superstar Journalist, AKA Sherlock Holmes, AKA Batman am Telefon. Ich möchte div. Beschwerden bezüglich Ernst & Young Zürich einreichen“

    RAB; „Klar! Schiessen Sie los Herr Hässig!“

    Hässig; „Gemäss email von EY datiert 15.10.2018, haben wir eine rote Linie überschritten und somit werden alle EY Geräten keinen Traffic mehr auf IP verschaffen.“ Das ist unfair, machen Sie bitte etwas dagegen!“

    RAB; „Jawohl, Herr Finanzplatz-König Hässig! “ „Die EY Angestellten sollten ja schlussendlich den ganzen Tag auf Blogseiten wie IP verweilen!“ „Wir werden sofort mit Herrn Stalder sprechen!“

    • Hör auf, Dich über dieses Thema lustig zu machen. Die Lage ist verdammt ernst.
      EY hat bis jetzt vom Tag 1 alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.
      EMEIA: Jetzt stellt diesen Bastlern mal einen richtigen (externen) PR-Profi zur Seite.
      Der Fall ist doch klar: Hässig wird nächste Woche 1-2 Artikel bringen mit neuen Details und Fällen. Wenn man die Comments liest, ist das zu 100 Prozent sicher. Und wenn man etwas aus dem Raiffeisen-Fall lernen kann: Wenn sich der Hässig mal in ein Thema verbissen hat, dann lässt er nicht mehr locker.
      Das heisst man hat nun ein Wochenende Zeit, sich eine Strategie zu überlegen, die auch funktioniert.
      Das Prinzip Hoffnung wird sicher nicht fliegen.

    • Dann sollte EY dafür eine task force von McK oder BCG einstellen um über das Wochenende PR-Basics und Krisenmanagement noch einmal zu üben. Oder auch nicht, weil gemäss McK und BCG spielt EY eh nur in der Kreisliga mit. Selbst gehört…

  44. LH, boring…

    Herr Hässig, dieser Fall liegt MONATE zurück. Die Untersuchungen wurden nicht diese Woche veranlasst, sondern vor MONATE, rigorose Untersuchungen. Handys und Laptops wurden eingezogen und im Detail analysiert (auf beiden Seiten). Outcome: „All allegations were groundless“

    Sie und der Petz Kollege von EY, hatten ihre 5min of Fame bei Mark, EY London und Herve. Die fassten sich wahrscheinlich an den Kopf und sagten sich: „holy crap, this journalist lives behind the moon!“

    Ich frage mich was Sie gegen EY und Herrn Stalder haben. Haben Sie ihn jemals getroffen? Ist Ihr best Buddy von ihm entlassen worden? Hat jemand von EY Ihnen ihre Freundin oder evtl. Freund ausgespannt?

    • EY = Ein Laden bei dem sich der VR mit der FINMA Deals aushandelt um sich vor Gläubigern gegen US-Klagen zu schützen!

      Ob die Rechnung auf geht?

      Noch Fragen? Richten Sie diese doch an Herrn Stalder was dazu führte, dass EY Schweiz AG mit der FINMA einen Deal eingehen musste… dies nachdem EY in den USA im Falle Sogevalor vorgeladen wurde… Kalte Füsse in einem Fall der dem EY- VR sofort bekannt gemacht wurde und den man unter den Teppich kehren wollte?

  45. LH kennt auch gar nichts. Jetzt legt er sich sogar mit Mark Weinberger an, einem der bestvernetztesten Männer in Washington.
    So geht Journalismus: Aufmüpfig, furchtlos und unbestechlich. Ganz starke Leistung.
    Der Rest der Schweizer Journalisten, deren Horizont maximal die nächste Bundesratswahö ist, soll sich daran ein Vorbild nehmen.

    • Weinberger war immerhin so schlau, die Verantwortung nach London zu delegieren.

  46. The thorough and independent investigations took place a while back. Is that simple fact so difficult for your click-driven mind to understand, Mr. Hässig. Mr. Weinberger certainly read the report and asked his questions.

  47. Burscht, dieser Vorfall wurde jetzt gar nicht untersucht! Es wurde wohl nur auf die durchgeführte Untersuchen verwiesen, da dieser Vorfall schon länger her war.

  48. „thoroughly and independently investigated“. Innerhalb eines Tages?
    Ich kann mir vorstellen wie das ablief: Anruf beim Head Talent: „Stimmt das?“ „Nein“ „Gut, dann schliesse ich damit den Fall ab“.
    Und das im Jahre 2018.

    • Ähm, was macht eigentlich ein ‚Chief Talent Officer‘? Ist das so eine Art Vorkoster mit überdurchschnittlichem Geruchssinn? Ein Beschnupperer sozusagen?

    • Da scheint jemand wohl im Jahr 1998 zu leben. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass sich irgendein großes Unternehmen wie EY (und schon erst recht kein amerikanisches Unternehmen) im Jahr 2018 so etwas leisten kann und so unprofessional vorgeht.
      EY hätte den besagten Herrn eher beim kleinsten Grund auf die Strasse gesetzt anstatt ihn zu schützen. Ihre unreflektierte Äusserung ist deshalb dumm und peinlich.

    • Der war gut 🙂
      Bei uns auf der Etage lachen sich alle tot. Schreib ihm doch mal eine SMS. Er wird sich sicher darüber freuen 😉