Thiams letzter Tango: Die CS verscherbeln?

Rückkauf eigener Aktien ist Armutszeugnis, aber passt zu möglichem Geheimplan: Die CS für Verkauf schmücken.

Tidjane Thiam kam vor 3 Jahren, halbierte den Aktienkurs in 36 Monaten, zieht Bilanz morgen. Und dann?

Nichts dann. Nur more of the same: Kosten weiter schleifen, Worte weiter salbungsvoll, Powerpoints weiter hochtrabend.

Was fehlt, ist Aufbruch. Wie will die CS mehr Business mit ihren Kunden machen? Wie will sie einen Topservice zu konkurrenzfähigen Preisen im Markt anbieten?

Preisgekrönt, Aktie im Eimer: Thiam, Banker of the Year (Quelle: CS)

Dazu gibt es nur fragende Blicke von der Spitze. Sie zieht lieber einen nächsten Hasen aus dem Zauberhut: Rückzahlung von Aktienkapital an die Eigentümer, wie die SonntagsZeitung berichtete.

Was ist denn das? Die CS bräuchte jeden Franken, um sich auf Vordermann zu bringen. Statt dessen sagt ihr Chef: Weiss nicht, was mit Eurem Geld zu tun, also geb ichs Euch zurück.

Ein Armutszeugnis der Extraklasse. Es reiht sich ein in bisherige Rohrkrepierer: der abgeblasene Börsengang der Schweiz-Einheit, missglückte Sanierung der Investmentbank, Erneuerung der IT.

Thiam wird morgen an seiner grossen Investoren-Show in London Anderes verkünden, nämlich: Mission Accomplished. Nicht ganz, aber fast.

Und: Es bleibt noch viel zu tun, packen wirs an. Aber ist das noch glaubwürdig nach allem, was unter Thiam passiert ist?

Was ist denn so Schlimmes passiert, würde manch einer fragen.

Die CS Schweiz verdient Milliarden, der internationale Teil der Vermögensverwaltung ist zum Magnet für die Reichen geworden, in Asien wachsen die Bäume nicht in den Himmel; aber sie wachsen.

Das Problem ist: Die Investoren sehen die Story anders. Sie schmeissen die Aktien des Schweizer Multis auf den Markt.

Warum? Die CS ist gross im Hotspot Italien, hat unendlich viele Derivate in den Büchern, ist gefährdet bei einem Börsencrash.

Vor allem aber sehen die Kritiker immer nur weniger Kosten ohne Aufschwung im Geschäft. Wachstum gibt es fast nur an einer Stelle: in der Kontrolle.

Die CS, eine Beamtenbank.

Vielleicht wollte Thiam genau das. Eine Bank, die immer kleiner, immer wenig riskant ist. Eine Bank, die gar nicht mehr aus eigener Kraft wachsen will, sondern sich nur noch bereitmacht für eines:

Den Verkauf an einen Konkurrenten.

Das Szenario klingt weit hergeholt. Doch ist es das wirklich? Gestern sackte die CS-Aktie im Voll-Karacho unter 11 Franken. Die ganze Bank hat an der Börse jetzt noch einen Wert von gut 27 Milliarden Franken.

Ein Schnäppchen für eine grosse Finanzinstitution wie die amerikanische JP Morgan. Selbst die englisch-asiatische HSBC könnte sich eine CS wohl locker leisten.

CS-Supporter verweisen gerne auf den Kurs-Einbruch bei der UBS. Deren Börsenwert ist tatsächlich ebenfalls im Keller. Noch 45 Milliarden kostet die nach eigenen Worten führende Vermögensverwalterin der Welt.

Oder die Julius Bär, als vermeintlich fokussierte, grosse Privatbank müsste sie bei den Anlegern gefragt sein. Das Gegenteil trifft zu, die Bär-Aktie ist derzeit im freien Fall. Ihr Börsenwert: unter 8 Milliarden.

CS-Chef Thiam könnte also sagen: Schaut, der Bannstrahl der Anleger trifft alle. Kommt dann schon.

Das wird Thiam nach aussen verkünden. Insgeheim aber wäre ein Plan denkbar, dass er die Bank immer mehr als Braut sieht, die er zuletzt zum Altar führt. Dort würde dann die CS von einem starken Bräutigam übernommen.

Kommentare

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  1. Gruss an Häfelibrand the best.

    Hat sich die Rosteisen nicht selbst auch schon die Finger verbrannt??
    Mittels weiterer chronischer Bilanzverlängerung auch noch die CS “finanzieren“???
    Wann wird bei all den “Kreditingenieuren“ und “Schuldengladiatoren“ eigentlich mal bezahlt, und nicht finanziert?????? …….Der Tag der Wahrheit kommt auch hier.

  2. kann nur sagen die it der cs steht kurz vor dem implodieren, seit jahren wird rumgebastelt und vertuscht. der laden wird dem management ganz bald um die ohren fliegen, nur denen ist es wohl egal die kriegen noch nen fetten goldenen fallschirm, oder auch zwei wenn sie es einigermassen geschickt anstellen und doof wie die aktionäre sind…

    • Hat sich die Rosteisen nicht selbst auch schon die Finger verbrannt. Mittels weiterer chronischer Bilanzverlängerung auch noch die CS “finanzieren“???
      Wann wird bei all den “Kreditingenieuren“ und “Schuldengladiatoren“ eigentlich mal bezahlt, und nicht finanziert?????? …….Der Tag der Wahrheit kommt auch hier.

  3. Checkliste Aktienrückkauf:
    ( ) Zukunftseinschätzung rosig
    ( ) Zu viel Cash
    ( ) Kreditwürdigkeit makellos
    ( ) Zu wenige Projekte
    ( x ) kurzfristiges Täuschungsmanöver

  4. Ein Paradebeispiel für ein Unternehmen das vom Management ausgehöhlt und vermutlich irgendwann verschachert wird. Die Arschkarte werden die Normalos und der Steuerzahler ziehen!

  5. Für alle die es noch nicht geschnallt haben: Der ganze Unterbau der CS mit Arbeitern, Kantine, Papierhaufen, Elektroschrottbergen, Kunden etc dient nur einem Zweck: Die 1070 Einkommensmillionäre zu stopfen mit 1.6 Milliarden Franken pro Jahr (siehe Jahresbericht, die Spassnasen nennen sich dort selber: ‚Risk Taker‘).
    Schon klar muss man da den Arbeiterlein den Bonus streichen, und überhaupt viele davon riffen.
    Geiles neues Unwort haben wir!
    Riffen. Kommt von: Ridökschn-in-Force.
    „Muesch au na echli riffe, Tschonn?“ lallen sie dann.

  6. Mit fällt ein Klassiker ein, etwas modifiziert:

    Kriminal Tango
    In der Credit Suisse
    Dunkle Gestalten
    Legal angestellt

    Abend für Abend
    Lodert die Sparflamme
    Sprühende Spannung liegt in der Luft

    Und sie Tanzten einen Bonus-Tango
    Das ganze Management
    Und sie fragten die Kapelle
    Wo kann man noch sparen?

  7. Offenbar wollen ein paar Investoren (ich wette auf die Wüstensöhne) ihr Geld zurück. Bin gespannt, zu welchem Preis diese Pakete zurückgekauft werden (ich wette auf deutlich über Börsenkurs, wohl um die 25-30 Franken).

    Bezüglich der jahrelangen Schockstarre bei IT-Investitionen wundert mich nichts. Offenbar will man nach erfolgter Übernahme durch einen Konkurrenten die eigene IT in die Tonne werfen. Sonst kann ich mir das vorsätzliche Verlotternlassen der Infrastruktur nicht erklären.

  8. Die CS gehört ja heute schon mehrheitlich Nichtschweizern. Den Haupteinfluss haben jetzt Araber die sicher nicht im Interesse der Schweiz handeln. Spielt also keine Rolle wem dieser Sprengsatz verkauft wird. Über ein Gesetz, dass nur Banken rettet die mehrheitlich (65%) in schweizer Besitz sind und auch über eine Kontogarantie ausschliesslich für schweizer Bürger wäre ernsthaft nachzudenken. Sehe nicht ein, dass ich als Steuerzahler und Nichtbanker für so ein Gebilde haften soll.

    • All diejenigen, die sich immer mal wieder über die Grossbanken oder allgemein die Banken auslassen sei gesagt, dass es langsam an der Zeit ist, auch mal DANKE zu sagen, für die all die guten Jahre, mit hohen Steuerbeiträgen vom Institut selbst und von all den Angestellten.
      Keine Ahnung vom System zu haben ist nicht schlimm, aber basierend darauf unqualifizierte Aussagen zu machen ist dumm und gefährlich.
      Daher im Zweifelsfalle einfach „Schnautze tief“ und sich um die Dinge kümmern, über die man Bescheid weiss.

  9. Alles ist relativ.
    Eine Flasche im Weinkeller ist zu wenig.
    Eine Flasche im Vorstand ist zu viel.

    Friedrich Harders
    * 13. April 1909 † 31. August 1973

  10. Die CS könnte ja wieder einmal eine millionenteure Werbeaktion à la Bonviva mit dem besagten Tennisspieler machen. Dann stürzt bestimmt die ganze Schweiz in die Schalterhallen der CS und der Aktienkurs explodiert.

  11. Klar. Und für den Verkauf erhalten die weisse Weste und Letasemua dann eine schöne Abfindung, so je 20 Millionen pro Jahr die sie noch gedient hätten. Sagen wir das wären jeweils 5 Jahre, macht je 100 Millionen. Das ist doch fair, sie ersparen den Aktionären schliesslich 20 Milliarden Totalverlust. Solche Weitsicht muss belohnt werden.

  12. 3/5000 Jobs werden demnächst gestrichen; CH Filialen weiter stark reduziert. Onshore Europa-Geschäft verkauft. CH Retail und Affluent verkauft (an Generali ?).
    Was bleibt in CS ? Ab Chf 5 mio. Vermögen Europäische Kundschaft UHNWI und HNWI, in CH verwaltet. Keine Änderungen in Asien, M.O., USA, Mercosur und IB. Aktie wird dann verdoppeln.

  13. Wie immer wird der Kübel über Thiam ausgeleert. Aber so gut, dass er mit oder ohne Rohner die Bank an die Wand fahren kann, ist er auch nicht.
    Die Abwärtsspirale begann schon viel früher. Nämlich als ältere Herren jüngere ambitionierte, geldgierige machiavellische Manager einsetzten, die den Managementstyle „by helicopter“ pflegten. Aus dem Perpetuum mobile wurden ganzen Geldströme in das Management umgeleitet und versickerten. Gleichzeitig wurden unnötige Akquisitionen getätigt, die den Fokus voll auf sich zogen. Trends wurden verschlafen und Investitionen (IT) verunglückten. Das Heil wurde in egoistischen Grossaktionären gesucht, die wiederum ihren Deal suchten und fanden. Die selbstgefällige Arroganz, die von oben nach unten getragen wurde, gipfelte mit der Aussage, dass nur eine Handvoll Mitarbeiter sich unkorrekt im US Geschäft verhielten – notabene keiner aus dem Topmanagement, das doch die Früchte erntete. Die Kultur der Dismotivation wurde in den unteren Chargen gezüchtet und das „cover yourself“. Angestellte mutierten zu Compliancefreaks und erschreckten und vertrieben Kunden damit. Nun soll alles wieder in kürzester Zeit gerichtet werden, und die frischen Bankkrieger, die das Rad nun doch nicht drehen können, kriegen die volle Häme. Und als Resultat und Lösung wird die CS an eine Konkurrenten verscherbelt werden, dass sie danach aufblühen wird. Alles wird gut. „Swiss“ finish?

  14. Selber schuld. Die Institutionellen hätten die Macht etwas zu bewirken aber sie tun nichts. Die PK und Fondsverwalter sind ja selber bestens bezahlt, wie auch die Stiftungsräte der grossen Sammelstiftungen, Versicherungen und Einzelstiftungen der grossen Arbeitgeber und der Verwaltung. Alles ist gross, mächtig, bequem und auf Lebzeiten in der Komfortzone. Lockeres Getue und gegenseitiges Schulterklopfen und jeder ist zufrieden dabei zu sein. Das Ergebnis der Entwicklung der letzten 20 Jahre mit Regulierung ins Unermessliche. Das ganze System ist absolut intransparent, schwerfällig und komplex gemacht worden. Tausende von Spezialisten und Experten in Selbstbefriedigung. Nun hat Keiner hat mehr den Überblick und die „Manager“ in den Chefetagen nutzen es skrupellos aus und bereichern sich und ihre Familien auf ewig. Sie haben ja so viel Verantwortung und sie sind so wahnsinnig wichtig. Die Anwälte und Wirtschaftsprüfer der grossen Kanzleien sind ihre Gehilfen. Rund um den Globus bereichern sich auch die dortigen Partner und sichern dafür alles ab. Das ganze System ist von A bis Z verkackt, weil keiner mehr verantwortlich ist und die, die sich Bewegen müssten keine Ahnung mehr haben.

    • Die Anwälte haben sowieso keine Substanz und keine Ahnung von den aktuellen komplexen Wirschaftsproblemen.

    • So ist es, Herr Taxifahren, so ist es. Es bräuchte einen grundlegenden Wandel in der Schweiz. Sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene.

      Ist die Zeit für die „Alternative für die Schweiz (AfS)“ gekommen?

  15. ein Zusammenschluss aus
    CS – DB – Bank of Cyprus
    am meisten Sinn machen.

    VRP & CEO: Joe Ackermann (der alle drei kennt)
    Chief Compliance: Mark Branson
    Chief Swaps: Zeno Staub

  16. Nun wird es langsam Zeit am Paradeplatz für die „Gelben Westen“. Wie lange will der Kunde und Aktionär noch zuschauen, wie die ehemals Schweizerische Kreditanstalt in Grund und Boden gewirtschaftet wird?

    Ein Nichtaktionär dieses Saftladens ….

    • Ich habe schon meinen gelben Perfecto (Schott) und meine
      gelben Handschuhen (Maison Fabre) angezogen. Ich sehe toll aus. Ich bin „paradebereit“.
      Kiki

    • Kunde hat nichts zu melden, Aktionäre sind eh Blödmänner!

      Die Angestellten und die Steuerzahler (also die Stakeholder) sollten einen Aufstand machen, denen geht es an den Kragen!

  17. Thiam ist zum Arbeiten ein Albtraum. Er ist wenig kompetent und die Bank kracht. Seine Mitarbeiter sind unglücklich und warten darauf, dass die Bonuszeit eintreffen kann, bevor sie abspringen. Seine leitenden Angestellten sind Verbündete und stützen sich gegenseitig. Es sollten Fragen zur Einstellung von Freunden gestellt werden, die ihm wie ein Schaf für ein gesundes Gehalt folgen.

  18. So wie die CS zur Zeit aufgestellt ist wird sie kaum überleben, 420 Mio. Nettogewinn, plus ca. 2 % wobei die Betriebskosten im hohen einstelligen Bereich reduziert wurden, zeigt auch auf, dass dieser Laden mind. 8000 MA entlassen muss bzw. mind. 2500 bis 3000 in der CH alleine. Es gibt nicht viele Unternehmen auf der Welt, die mit 48 000 MA lediglich MRD CHF 1 – 1,5 im Jahr verdienen – ein Armutszeugnis. Der gesammte Betriebsrat hat auch nie gross einen Ahnung von PB gehabt, man schaue sich den Aktienpreis an, ein Spiegelbild der obersten Versager.

    • Bei aller Liebe, aber wo zum Teufel gibt es bei der Credit Suisse ein „Betriebsrat“? Und über alle Leisten der Welt einen Reingewinn pro Mitarbeiter zu vergleichen, ist auch ziemlich armselig! Aussagekraft hat wirklich nur der blamable Aktienkurs und der stammt zum Glück nicht vom Max.

  19. reduced to the max, sozusagen.
    ein schönes beispiel für die lehrbücher.
    aus mist geld machen, einfach
    umgekehrt. gratuliere.

    • Der Thiam nimmt einfach Kohle, ehrlich verdienen ist das nicht gerade und er hat zu viel gehamstert. Jetzt macht er auf Steueroptimierung und kauft Aktien, die järlich 30 % verlieren und entsprechend sinken seine Steuern. Das ganze ist zwar nicht klug entspricht aber seinem bisherigen Einsatz, gutgeheissen von Rohner. You ar Dreamer würde Magdalen B. sagen.

  20. Management by Africa.
    ——————————————————————————————————————

    – Zweifelhafte Kreditnehmer im Milliarden-Bereich.

    – US-Aufpasser (2 – 5) mit Millionen-Salären

    – Verkauf sämtlicher Immobilien, für eigene Zwecke zurückmieten .

    – Mitarbeiter-Abbau im Wochen-Takt

    – Grosse Bluff-Ansagen ohne jeglichen Hintergrund noch Ausrichtung.

    – und die eigenen Taschen füllen bis die Scheich-Aktionäre Amok laufen.

    Thiam und Rohner : Zwei Afrika-Kloner!

    • Geschieht das in Afrika nicht auch auf politischer Ebene so? Von demher, ja es könnte sich tatsächlich im Management handeln.

  21. Braucht es die Credit Suisse noch? Kann die Konkurrenz übernehmen?

    Die Credit Suisse verlangt bis Fr. 20 (!) monatlich als Kontoführungsgebühr. Dies ist um min. 5 Franken reduzierbar, wenn man keine Papierrechnug haben will. (Bei UBS das Gleiche.)

    Fr. 120-240 jährlich als Kontoführungsgebühr und 0% Zinsen: sorry, niemand in der Schweiz braucht dies! 99% der Stimmbürger nicht.

    Die Konkurrenz könnte die CS Kunden absorbieren (falls nicht schon geschehen).

    Die Software im Backend bleibt gleich. Server kann man nachkaufen. Gebäude kann sie, wo es dies braucht, von der CS übernehmen. Büroflächen gibt es auch sonst genug.

    Mit einem Kurs Richtung 0 wird die CS zum Übernahmekandidaten! Automatisch. Andere Banken, Chinesen, wer auch immer. Mit wenig Geld herrschen sie über sehr viel, auf einmal.

    Die neuen Inhaber werden die Perlen herauslösen, und den Rest amputieren und in den Abfalleimer werfen.

    Am meisten nachtrauern werden die Inder. 8000 Stück von denen haben sich in der CS breit gemacht. Tendenz steigend (ihre eigene Aussage).

    Ebenso Polen. Dort herrscht Arbeitstenu „Disco“ bei den Damen (muss man gesehen haben, um es zu glauben).

    Für die Schweiz gilt:
    – Niemand braucht Manager und Direktoren mit einem Jahressalär von Fr. 150‘000, 1 Million oder mehr.
    – Fast niemand braucht PL/I-Entwickler. UBS verwendet Cobol auf dem Host.
    – Niemand braucht WebLogic-Kenner und -Administratoren.

    Und niemand wird diese Leute anstellen, und ihre Umschulung bezahlen, bis sie produktiv werden. Auch da gibt es Konkurrenz.

    Trotzdem ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Alle bekommen Klarheit, und können sich so besser neu orientieren.

    • @Daniel Müller. Weder UBS noch CS haben die Retailkunden bzw. „Stimmbürger“ wie sie sie nennen, als Zielkunden. Durch die Gebührenpolitik versucht man die Kunden passiv loszuwerden. Für die Paydate-to-Paydate Kunden gibt es ja genügend Alternativen.

    • Sehr treffend. Bei Shell verdienen vielleicht 5 Personen mehr
      als 1 Million Euro pro Jahr. Umsatz 2017: 305 Mrd Euro.

  22. Schwachsinn, nur Schwachsinn ! Wenn das alles ist was die beiden Crackers TT und Rohner zu bieten haben, dann müsste man die beiden schütteln ! Weg mit beiden. So wie sie die Mitarbeiter rausschmeissen, die eigentlich den Lohn von TT und Rohner verdienen !

  23. Im gegenwärtigen Verdrängungswettbewerb wird wohl niemand weder die UBS, CS oder JB kaufen wollen. Erst wenn die beiden Titel CS und JB aus dem SMI fallen, könnte allerdings ein Schnäppchenjäger hellhörig werden. Zuerst müsste der sich allerdings in einem sorgfältigen „due diligence process“ über Leichen im Keller schlau machen…….

    Die Neubewertung gewisser globalen Banken mit miesem Management sieht man am Beispiel der Deutschen Bank. Der Reinigungsprozess in diesem völlig aufgeblasenen Bankensegment nimmt seinen Lauf.

    Goodwill bei der Credit Suisse wird man nur schaffen, wenn die Bonuskultur massivst geschleift würde. Kosmetische Übungen wie ein Aktienrückkauf sind bloss fantasielose Selbstbetrugsübungen. Ursachenbekämpfung sieht definitv ziemlich anders aus……….

    Der IP-Leserkommentator Fur(r)y Head sah es am 10. Dezember 2018 mit seiner klugen Anmerkung richtig:

    „Nur schon 3 Jahre lang die Bonuszahlungen um 80% kürzen brächte der CS fast 10 Mrd. freie Mittel, der UBS noch einiges mehr. Wenn dazu noch die exorbitanten Fixlöhne etwas gestutzt würden, würde ein wahrer Geldregen auf die zwei Bank niederprasseln.“

    Fur(r)y Head ist somit in den CS-Verwaltungsrat empfohlen!

    • Es könnte gut möglich sein, dass Julius Bär und/oder Adecco pe Ende Jahr aus dem SMI fallen.

    • Der angesagte Mann der Zukunft:

      Fur(r)y Head als Credit Suisse – Verwaltungsratspräsident

    • Urs Rohner soll sein Pult räumen für den kommenden Mann mit Rezepten namens

      F ur (r) y H e a d

  24. – mosambikanische Findelkinder
    – dolderverzogene Luxusgören
    – katarische Schulpflichtige
    – barofskysche Pubertierende
    – etc.

    in eine Ehe mitübernehmen, und dann noch mit dieser „Braut“?

    Vorschlag deshalb: Mit der „trumpschen“ Deutschen Bank fusionieren und dann gesamthaft liquidieren. Ist am effizientesten.

    • Ist wie im echten Leben: niemand will eine Partnerin mit zuviel Fremdlast (ausser man bekommt Macron-like noch Stieftöchter in passendem Alter mit).

  25. Thiams Aktionen sind lehrbuchmäßige Maßnahmen, die jeder Student lernt. Spinoff CS-Schweiz, Shrinking – ääääh sorry – rightsizing the Investmentbank, Aktienrückkauf.

    Wo bleiben mal wirklich neue, kreative Massnahmen, um den Absatz anzukurbeln.

  26. Interessant. Zuerst geht es einmal darum, sich selbst die Taschen zu füllen. Ein Akt in mehreren Schritten: a) den Kurs der Bank herunterwirtschaften (erledigt) und dabei trotzdem sicher 8-stellig kassieren (auch erfüllt), b) auf dem tiefsten Kurs selbst Aktien kaufen (erledigt), c) ein Aktienrückkaufsprogramm machen und damit die EPS steigern und so den Kurs der Aktie selbst hochdrücken, sofern die Shares vernichtet werden (…hat ein „Gschmäckle“), und somit auf der eigenen Position einen Gewinn verbuchen…
    Man sollte schauen, ob gerade jetzt oder in naher Zukunft die Arveitsverträge und „Entschädigungs-“ bzw. eher Abgreif-Vereinbarungen der KL, so angepasst werden, dass im Fälle eines Verkaufs noch eine vielstellige Sonderprämie (unter dem Vorwand der Erhaltung wohlerworbener „Rechte“) noch in den Schoss der KL-Mitglieder fällt.

    • …und das Balance Sheet verliert dabei an Qualität bzw. Die EK-Quote sinkt dabei durch einen Passivtausch: mehr Verbindlichkeiten, weniger EK.

    • Ein Kuckuck lässt seine gelegten Eier von anderen Vögeln ausbrüten. Das steht auch so in der Vogelwarte Sempach……

  27. Rückkauf eigener Aktien, echt jetzt? Es ist gerade mal 1 1/2 Jahre her seit die CS eine Kapitalerhöhung durchführte. Sinnigerweise konnten die neuen Anteile im Juni 2017 ziehmlich genau zum aktuellen Börsenkurs von Fr. 10.80 erworben werden.
    CEO Thiam hat ausser Umbau und Kosteneinsparungen leider GAR NICHTS erreicht! Es wäre höchste Zeit wenn er und VRP Rohner den Hut nehmen würden.

    • Rohner und Thiam wollen aber nicht gehen. Ihnen geht es gut. So wie allen mit einem fürstlichen Gehalt für‘s Nichtstun.

      Die 3-jährige Papstwahl vor 750 Jahren dauerte deshalb so lange, weil die Kirchenoberen mit Festessen versorgt wurden. (Es passierte noch mehr.)

    • Also dem muss ich jetzt wirklich vehement widersprechen – von wegen GAR NICHTS erreicht… tststs!

      Örs & Tidjane haben…
      1. die eigene Taschen gefüllt
      2. der Partnerin geholfen, ihr ZFF an die NZZ zu verscherbeln und den grossen Reibach zu machen
      3. dem Sozialsystem der CH mehrere hundert Arbeitslose verschafft
      4. die Motivation der verbleibenden MA auf ein Allzeittief gedrückt
      5. die Kunden zu willen- und hoffnungslosen Lemmingen gemacht
      6. den Compliance-Fuzzis zu nie erwarteter Jobsicherheit verholfen

      Also wirklich: ich bitte, die aussergewöhnlichen Leistungen dieser beiden Koryphäen gebührend zu würdigen (so wie das Yuro-Mani-Mägäsiin)!

  28. Unter D.B haben sie CS Aktien im Jahr 2007 für Fr.97.- zurückgekauft, und es als vollen Erfolg gepriesen!
    Dort war die Dividende noch über 2.- könnten sie die Dividende dort halten gäbe es 20% Rendite. Jetzt ist alles 10 mal kleiner geworden (Aktie, Dividende) gewachsen sind nur die Boni, möglicherweise sind ja Unfähigkeit die Basis der Boni Berechnungen!

  29. Für die meisten wäre das „riding a dead horse“, jedoch würde es zum Mekka der Geldwäscherei im ganz grossen Stil. Da sind die Bubis in der Gallusstadt Amöben dagegen.

    • Die Bonsuzahlungen dienen einzig der Geldwäscherei, deshalb steigen sie von Jahr zu Jahr weiter in die Höhe. Irgendwie muss die Mittelherkunft ja belegt werden.

    • Bravo LH Sie sind ein Lichtnlick. Thiam will Steuern sparen mit dem Kauf von CS Aktien. Alternative Bitcoins, die sind auch bald wertlos.