Die grosse Twint-Lüge: Flop des Jahrzehnts

UBS & Co. haben sich mit Mobil-Zahlen verrannt – Jetzt zerfällt Wagenburg, nach 500 Mio. Kosten – NZZ meint: Twint siegt.

UBS, CS, ZKB verklagen Apple, die Amerikaner schlagen mit Gegenklage zurück, die Wettbewerbskommission hetzt die Polizei los. Und nun sind alle Freunde.

Die Banken lancieren Karten mit Apple Pay, die Amerikaner zeigen sich kulant fürs Miteinander. Happy Ostern. Win-win.

Wirklich? Hinter dem beendeten Fight steckt ein Massengrab. Es heisst Twint. Die Mobil-App von Swiss Banking ist der Flop des Jahrzehnts.

Die Entwicklung von Twint hat bis jetzt 500 Millionen gekostet. Und doch will niemand damit zahlen. Oder wurde schon mal jemand an der Migros-Kasse mit Twint erwischt?

Einzig die Mütter schicken sich Zehnerbeträge von Handy zu Handy, nachdem sie mit ihren Rabauken den Kaffee geteilt haben. Ihre Männer gleichen ihr Biertrinken nach dem Fussball-Training via Twint aus.

Sonst: Wüste. Keiner will Twint. Noch schlimmer: Keiner braucht Twint.

Eine Applikation für eine halbe Milliarde, die komplett nutzlos ist und das Leben erschwert statt erleichtert. Sonderaktionen wie Parkieren mit Twint sagen alles: Es herrscht pure Verzweiflung im Twint-Lager.

Die NZZ sieht das diametral anders. „Apple Pay kämpft um den Anschluss“, titelte die führende Wirtschaftszeitung des Landes diese Woche. Und darunter schrieb sie: „Die Banken haben gegenüber den Tech-Firmen Oberwasser“.

Die Begründung für die mutige These folgt im Text: Apple habe im Streit mit UBS, CS und Konsorten „klein“ beigegeben.

Zuletzt kommt’s. Unter dem Zwischentitel „Der Vorteil von Twint“ stimmt die NZZ das Hohelied auf die Schweizer Bezahl-App an.

Zwar gelte „die App (…) in weiten Kreisen nach wie vor als Peer-to-Peer-Zahlmittel, mit dem Freunde die Rechnung eines Restaurantbesuchs unter sich aufteilen oder Mütter einen Babysitter im Teenager-Alter bezahlen“, konzediert das Blatt.

Um dann aber doch Twint zum Sieger im Kampf der Goliathe um das digitale Portemonnaie von Herr und Frau Schweizer zu erklären.

„Twint ist in der Schweiz (allerdings) viel weiter verbreitet als Apple oder Samsung Pay. Die Tech-Unternehmen müssen also aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren.“

Die NZZ schaut für ihre Einschätzung nach Norden. Den Anschluss verpasst hätten die Tech-Riesen aus dem Sillicon Valley und aus Fernost nämlich „beispielsweise in Dänemark, wo eine einheimische Bezahl-App durchschlagenden Erfolg bei den Konsumenten“ gehabt habe.

„Durchschlagenden Erfolg“ bei Twint? Das erwartet offenbar die NZZ. Sie kann sich auf Erfolgsmeldungen der Twint-Macher stützen. Die überbieten sich mit Jubel-Communiqués bei jeder weiteren Hunderttausender-Herunterlad-Hürde.

Bald überhängend? „Nutzer“ (Twint)

Doch die Anzahl der auf Schweizer Handys installierten Twint-Applikationen sagt so gut wie nichts aus. Entscheidend ist nur, wer Twint nutzt – und vor allem wofür.

Das Businessmodell ist das Bezahlen mit Twint, dort kassieren die Banken bei jeder Transaktion eine Minigebühr. Mit der Zeit läppern sich Millionen zusammen.

Kein Geld generiert Twint hingegen beim Mütter- und Bier-Hinundher via Handy. Das ist gratis und nur cool.

Was also verdienen die Banken mit Twint wirklich? Dazu gibt es bis heute null Informationen. Das lässt schon mal tief blicken.

Zum Schluss noch dies. Die UBS bietet 1’000 Franken-Preise für Neu-Nutzer von Twint. Lockvogel-Tombolas vom Feinsten. Es ist die totale Bankrott-Erklärung der Twint-Architekten in ihren Zürcher Büro-Suiten.

Kommentare

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  1. Keine Ahnung was die Kommentarschreiber hier für komplexe anforderungen an Ihre Banken haben aber mir reicht ein Konto für mich und meine Frau wo unsere Löhne drauf kommen und ne moderne Prepaid/Debit Kreditkarte angehängt ist die direkt vom Konto abbucht… Sowas hab ich jetzt, mit kleinen Abstrichen noch, von Neon. Apple Pay ist dann nur noch ein Bonus dazu damit ich auch die Karte zuhause lassen kann und gänzlich nur mit dem Handy und der Uhr unterwegs sein kann 🙂 Überall wo ich einkaufe hats NFC Terminals. Über die benutzte Zeit zum bezahlen und das Kategorisieren und verschieben von Geldern hab ich mir schon ne Weile keine Gedanken mehr machen müssen 🙂 Ersteres ist so schnell wie nichts anderes und letzteres brauche ich gar nicht 🙂 (Wozu Geld auf ein Sparkonto wo es eh kein Zins gibt? lieber ins 3A packen und den Rest einfach auf dem Lohnkonto liegen lassen)

  2. Nicht nur Twint ist ein Grab, auch die Coop Karten von TopCard mit ihren Apps sind eine Bankrotterklärung wie sich UBS Manager in ehemals eigenständige Unternehmungen einmischen und die Zentraldoktrien durchdrücken. Hauptsache mehr Karten.

  3. Schlecht recherchiert! Bei Coop kann man schon seit 2017 einkaufen mit Twint! Nur weil Migros ihre Kassentechnologie nicht auf die Reihe bekam hat es fast zwei Jahre länger gebraucht. Zeit die Applepay genutzt hat deren Technologie auch in der Schweiz zu lancieren.

  4. Ein Schweizer Professor hatte bereits vor fast 2 Jahren nüchtern dargelegt, warum Twint kein Erfolg wird, wenn die eingeschlagene Strategie weiter verfolgt wird: http://fintechnews.sg/12560/mobile-payment/lessons-from-swiss-payment-initiative-twint/
    Und er hat Handlungsempfehlungen gegeben, wie Twint doch noch zu einem Erfolg werden könnte. Ein paar hundert Millionen später wird man sich klar, dass er zu 100% Recht gehabt hat. Aber was gilt der Prophet schon im eigenen Land?

    • Ich habe im Rahmen meines MBA eine Studie geschrieben, die zu ähnlichen Schlüssen kam. Das Management (alles ex-McK) wollte meinen Empfehlungen nicht folgen. Heute sind die Teilnehmer dieser lauwarmen Geschichte. Und ich bin wegen Majestätsbeleidigung (McK) meinen Job los…

  5. Schwacher Artikel. Twint hatte zugegebenermassen einen holprigen Start, da sind die Urherber aber selber schuld, da sie sich zu lange gegenseitig konkurriert haben (Paymit/Twint).
    Mittlerweile ist die Lösung aber gut und dass man an der Parkuhr zahlen kann, wird nochmals einen Schub auslösen.
    Nur schade, dass die total verblendeten Apple Jünger unter den Verantwortlichen bei Twint sich bis jetzt bewusst gegen die Freischaltung von NFC auf Android Telefonen für Twint entschieden haben, das wird sich vermutlich noch rächen. Damit hätte man die Akzeptanz/Attraktivität schon seit längerer Zeit weiter steigern können. 🤷‍♂️

  6. Ja Ja die immer alles Besserwisser. 500 Mio CHF sind Peanuts. Schafft mal ein Untermehmen in CH alle Banken an ein Tisch zu bringen, das genau hat Twint gemacht. Aber lieber blind an Apple / Googlepay und Konsorten glauben. Die haben ja keine Entwicklungskosten und haben kein Geld verbrannt.
    Vielleicht will ich als Konsument keine privaten Daten und Kaufverhalten an die Amis abdrücken damit diese ihre Profite mit Weiterverkauf erhöhen können.
    Der Autor hat leider 0 Ahnung von der Materie und lässt seine enge Sicht auf die mobile Bezahlwelt auf Twint aus.

  7. Ich zücke meine Migros Cembra Karte überall und bezahl blitzschnell alles, kostenlos und erhalte erst noch Pünktli (ein paar Fränkli pro Monat). Die Karte brauch ich sowieso um das Hotel oder die Fluggesellschaft zu bezahlen.

    Twint ist nicht nötig! Viel Kosten für nichts. Banken sollten die Kommissionen auf dem Titel Handel senken, damit wir wieder mehr Operationen machen. Wenn nicht, verlassen wir sie langsam aber sicher. Das analysiert keiner bei den teuren Banken.

  8. Auch ich war Twint gegenüber mehr als kritisch eingestellt und habe mehr als einmal darüber gebloggt (https://blog.carpathia.ch/2017/07/17/twint-rohrkrepierer/) – mittlerweile habe ich meine Meinung geändert, weil die Lösung marktfähig geworden ist und gerade auch im E-Commerce breite Verbreitung geniesst und mancherorts die Postcard ausgestochen hat. Die P2P-Payment Funktion ist in meinem grossen Bekanntenkreis weit verbreitet und mit Twint ist es (indirekt) exklusiv möglich, mit Debitkarte rsp. direker Bankbelastung gerade im Onlinehandel zu bezahlen, was mit Maestro nach wie vor nicht geht. Sehe Twint als valable komplementäre Lösung zu ApplePay, das ich ebenso intensiv seit Jahren nutze.

    • Die Lösung ist nicht schlecht und unterdessen ausgereift. Aber 500 Millionen für so etwas?! Völlig Irre!!!

    • Sagt der CH Commerce Bünzli.

      Twint wird nie skalieren, denn es fehlt am nötigen Mindset. Solche wie Graf haben noch nirgends Performance gezeigt, sondern sind nur Kostenblöcke.

    • „Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert, weil die Lösung marktfähig geworden ist“ – steht wohl für: Schreiben, was die Auftraggeber und Sponsoren seiner «Ich-AG» erwarten.

  9. Was soll ich mit Twint bezahlen? Mastercard Flex von der AKB:
    – Eine kombinierte Debit/Credit Karte
    – Volle Integration in Android mit der Viseca One App, kontaktlos Bezahlen wie mit der Karte
    – Diverse Versicherungspakete inklusive, z.B. eine Garantieverlängerung um 2 Jahre

  10. 750k Nutzer. 500m für Twint.

    Multiplizieren mit 60% Apple Marktanteil, sehr hohen 10’000 CHF Umsatz pro ApplePay Nutzer und geschätzten 10bps Fees für Apple.

    Da hätten die 500m für Twint glatt 111 Jahre die Zeche für Apple bezahlt, oder so.

  11. Wer sich auf Einkäufe in der Schweiz beschränkt, mag mit TWINT gut bedient sein. Wer aber regelmässig auf Amazon, Zalando, usw. einkauft, kommt nicht um eine internationale Lösung wie Paypal herum.

  12. Es braucht kein strategisches Genie um vorauszusehen, wo das hinführt: TWINT skaliert nicht über die CH hinaus, ganz im Gegensatz zu Revolut, Apple Pay etc.

  13. Seit einiger Zeit nutze ich Apple Pay mit Cornercard. Und zwar überall auf der Welt, in einer Sekunde, für Alles, bei jedem Terminal welches die NFC Verbindung unterstützt (und das sind gefühlte 90% aller Zahlstellen und Automaten) ohne jegliche Gebühr für uns Konsumenten und ohne Bluetooth-Verbindung, ohne zusätzliche App, nur mit Touch-ID auf meinen iPhone. Mit Twint geht das alles nicht. Ein Flop der letzten Jahre ist der perfekte Titel. Es ist der verzweifelte Versuch der „armen“ Schweizer Banken, Apple Pay keine Gebühren zahlen zu müssen. Für uns Konsumenten ist Twint im täglichen Einkauf nur ein Witz, mühsam und ausserhalb des Landes nutzlos. Twint muss auch im „Mami to Mami Pay“ aufpassen dass dies kein Desaster wird. Denn mit Apple Pay und co. ist dieser Dienst schon angekündigt.

    • Sorry habe leider kein iphone weshalb die Mami2mami schon mal nicht gehen wird. Im Gegensatz zu Twint.

    • Warum soll ich zu i-phone wechseln, das international immer mehr Marktanteile verliert, nur damit ich mit Apple Pay zahlen kann und den Amis noch mehr Munition liefern kann, damit sie dem Rest der Welt noch mehr schaden kann? Und ausserdem ist Cornercard im Ausland wirklich nicht Gebührenfrei. Erst mal überlegen und recherchieren, bevor man solche Dinge schreibt

  14. Mit mittlerweile 50 Jahren bin ich immer noch Early Adopter von neuen Technologien – wenn sie gut sind.

    Und TWINT ist gut – Zahlungen sind unkompliziert, Kundenkarten sind direkt integriert und besonders die Zahlung in Online-Shops ist sehr komfortabel.

    Von mir nur ein Daumen hoch.

  15. Über TWINT fehlen bewusst immer noch monatliche Transaktionszahlen, die die Gehälter des grossen TWINT-Teams finanzieren sollen. Lieber zündet man Nebelraketen in Form von Downloads – ob die genutzt werden oder nicht, interessiert wohl niemanden.TWINT von PostFinance, Tapit von Swisscom, Paymit von UBS, Siroop von Swisscom/COOP sind leuchtende Beispiele von Flops, die hochbezahlte Digital-Gurus zu verantworten haben, ohne dass sich dies negativ auf deren Boni auswirken würde.

  16. Naja ich nutze Twint sehr viel, vor allem auf der Post oder auch mal beim einkaufen. Da kann ich nämlich bestimmen auf welchem Konto der Betrag abgebucht wird.. etwas sehr einseitig der Bericht.

  17. Könnte Herr und Frau Schweizer hinter dem Tun der Schweizer Banken stehen, würden sie vielleicht auch TWINT mehr unterstützen. Das Umfeld ist schwierig, die Digitalriesen aus Übersee mächtig. Die 500 mio – a drop in the Ocean, mit einem Zahlen-Hype schafft ihr es nicht zu überzeugen. Wer will schon dort fördern, wo Vertrauen und Verständnis fehlt…? Das wären die Hausaufgaben, die die Grossen zu machen wären.

  18. Twint brauche ich sehr wohl. Mehrheitlich bei Zahlungen über tutti und vergleichbaren Plattformen.
    Und das bezahlen an der Kasse von Migros umd Coop ist auch via QR Code sehr simpel. Nicht wirklich komplizierter als mit ApplePay.

  19. Lieber LH

    den Raiffeisen Pierin hast du genau so hervorragend gekriegt wie auch die EY-Saubande. Well done.

    Hier schiesst du aber in meinen Augen A. mit Kanonen auf Spatzen und B. ist die Kritik völlig unberechtigt. Twint ist hervorragend, jeder Schweizer wird es bald haben und sollte es auch, obschon es noch Verbesserungspotential hat, gerade auf Geschäftsebene und wie die tatsächlich Geld machen können, ist noch nicht biszur Perfektion definiert.

    p.s.: den Rabauken-Satz verstehe ich auch nicht ganz.

  20. Absolut tendenziös und provokativer Artikel, dessen Aussagen nicht untermauert sind. Twint ist genial, aber noch in den Kinderschuhen. Mein Umfeld bezahlt online nur noch mit Twint und die Sonder-Features wie Parking etc sind ein echter Mehrwert…

  21. Mobilepayment ist mit 0.6% Marktanteil (Stand letzten Herbst) kein Erfolg. Jeder Marketingleiter, der ein solches Resultat mit diesem Budget erzielt, ist seinen Job per sofort los ohne Chancen auf einen neuen in dieser Branche. Der Anteil an Frauen ist noch tiefer (knapp 15% von 0.6% MA). Mobilepayment ist fast in ganz Europa kein Erfolg. User vor allem in Staaten wie Kenia. Aber diese verfügen über kein etabliertes Bankensystem. Wenn man nichts anderes hat, ist es eine gute Lösung. Wir haben genügend Optionen. Und ja, TWINT benutze ich, aber ohne Begeisterung. Ich muss den Frauen-Anteil etwas anheben.. Wir plädieren für Biometrisch Kontaktlos! Das passt für alle, schliesst niemanden aus, ist schnell, höchste Sicherheitsstufe und meine vier Finger habe ich fast immer und schnell zur Hand. Ich brauche kein Mobile, kein Geld, vor allem keine Karte. Was wollt ihr mehr?

  22. Twint ist weiter verbreitet als Samsung Pay. Aber klar doch. Als Kunde von UBS werde ich von Samsung Pay kategorisch ausgeschlossen. Aber Twint kommt mir unter keinen Umständen auf mein Smartphone.

  23. Es stimmt allerdings, dass kaum jemand Twint im Migros oder im Coop nutzt. Dies führe ich jedoch lediglich darauf zurück, dass es einfach noch genügend andere und weniger komplizierte Zahlungsmittel wie z.B. Bargeld oder EC/Postcard (kontaktlos) gibt. Wozu dann noch kompliziert übers Handy bezahlen, wenns doch auch einfach geht?
    Allerdings im Online-Segment, was hier absolut nicht erwähnt ist, finde ich Twint super. Ich bezahle sicher und umgehend meine Bestellung, ohne noch lange irgendwelche Kreditkarteninfos preiszugeben oder mich bei Paypal anzumelden etc. Zudem ist dieses Zahlungsmittel meistens kostenlos und effektiv inzwischen mein Favorit. Würde Twint in diesem Segment wegfallen, wäre dies für mich ein grosser Rückschritt…

    • Präzis. Wenn sie jetzt auch noch eine Schnittstelle zur Dampfmaschine einbauen, sind sie ganz vorne dabei.

  24. Ich habe Samsung Pay, funktionniert wunderbar mit NFC. Twint will und brauch ich nicht. Was da für Geld verlocht wurde…

  25. Immer diese Schweizer Eigenbrödler Lösungen die nichts taugen. Aber wenn man nichts zu bietenhat im Banking muss halt so ein Vorzeige Projekt hergezaubert werden koste es was es wolle. CH Banken = unfahig

  26. Wenns um Tech geht, sollte sich IP lieber raushalten. Vor allem, wenn man keine Zahlen vorweisen kann.
    Ich bin nicht im Twintlager zu Hause, aber im Techlager:
    1) Kein erfolgreich

  27. Kann ich nur bestätigen, dass TWINT nicht USER-freundlich ist.

    Stehe an der Kasse:

    1. Mit PIN öffnen.
    2. WLAN öffnen.
    3. TWINT öffnen.
    4. TWINT PIN eingeben
    5. Zahlen.

    Gegenstück: V-PAY Karte

    1. Zahlen fertig.
    2. Betrag über CHF 40.00 = PIN eingeben – Zahlung erledigt.

    Also im Vergleich 3 bis 4 Schritte weniger mit der V-PAY Karte!

    TWINT kann man nutzen, wie im Bericht beschrieben, um die Konten zwischen Kollegen auszugleichen, da meistens das passende Kleingeld fehlt.

    Ich habe TWINT auf dem neuen Handy nicht mehr installiert!

    Weil nicht USER-freundlich.

    • Ich stehe an der Kasse.

      1. App öffnen (mit Fingerprint innert Sekundenbruchteilen)
      2. Zahlen (Twint Pin braucht es nicht, man kann selber ein Höchstlimit festlegen, bis zu welchem Betrag kein Pin benötigt wird.

    • Lieber Sozialer Frieden. Daran, dass der Prozess so mühsam ist, sind einzig und alleine Sie schuld. Wozu in aller Welt braucht es einen PIN, respektive in Ihrem Falle gleich 2???

      Ein Smartphone ist ein Arbeitsinstrument, und Passwörter und PINs sind Effizienzverhinderer, ausgedacht von Personen mit Dauerparanoia. Zum Teufel damit!

      Wenn Sie zukünftig auch noch die WLAN Funktion im Dauermodus haben (dafür wurde öffentlich zugängliches WLAN eingerichtet), können Sie in 2 Schritten mit TWINT bezahlen: 1) TWINT öffnen, 2) Zahlen.

      Freundlichst
      Maximilian Gerber

  28. Anscheinend bin ich der einzige auf dieser Welt, der TWINT regelmässig nutzt und ganz zufrieden damit ist. Zum Beispiel an der Kasse in der Molki Stäfa, bei Coop, bei Digitec im Internet. Ganz besonders der Einsatz im Internet ist einfach und problemlos. Daneben nutze auch ich Debit- und Kreditkarten.

    Wieso soll ich sämtlichen Umsatz über Apple resp. amerikanische Anbieter laufen lassen? Ich schätze eine Schweizer Lösung, die problemlos funktioniert.

    • Ich brauche Twint auch. War schon froh, als ich mein Portemonnaie zu Hause vergass. App öffnen (mit Face ID), Beacon oder QR Code auswählen, das wars.
      Aber natürlich wäre Apple/Samsung Pay noch praktischer und an V-Pay&Co. ist aktuell immer noch unschlagbar.

  29. Aus meiner Sicht schlechter Artikel. Viel zu einseitig beleuchtet.
    Persönlich nutze ich Twint z.b auch onlineshops wie Digitec/Galaxus, Coop an der Kasse oder auch peer2peer. Die App ist benutzerfreundlich und funktioniert. Im meinem Freundeskreis (30-35y) wird die APP oft genutzt, soweit ich das beurteilen kann.

    • Dieser Artikel ist eine absolute Farce und kann ignoriert werden. Es ist nicht mal richtig recherchiert worden und einige Aussagen sind schlicht falsch.

  30. Es wird – je länger, umso deutlicher – ganz klar ersichtlich, dass die Schweizer Grossbanken auf vielen Gebieten – nicht nur beim Thema Zahlungsverkehr – den Anschluss total und wohl unwiderruflich verloren haben.
    Irgendwann ist eben branchenunabhängig mit jedem in der Vergangenheit noch so erfolgreichen Geschäftsmodell Schluss! Wer dies nicht rechtzeitig erkennt …. gehört früher oder später zu den Verlierern.

  31. Wieder einmal ein nutzloser Artikel von Herrn Hässig..
    Dass TWINT vor allem als P2P genutzt wird, ist schon lange bekannt. Was ist da neu? Dass die ganze Übung 500 Mio. gekostet hat? Ja, und jetzt?

  32. Ich käme wohl nie auf die Idee mit einem Handy Geld von A nach B zu schicken.
    Doch seit dem es am Point of Sales kein separates Twint Terminal mehr braucht, könnte es sogar wettbewerbsfähig sein.
    Es bräuchte nur noch einen weiteren Use Case – wie wäre es mit einer offline Version von Twint, einer echten Schweizer Kreditkarte – Twint – ganz ohne Visa, Master, American Express.
    Ein solches Twint fände Platz in meinem Portemonnaie.

  33. Danke sehr! „ Apple muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren“ – mindestens seit den Heilsversprechen von Siroop nicht mehr so gelacht. Von Dänemark lernen heisst siegen lernen!
    Wann begreift man endlich, dass die Hubris des Inseldaseins in Zeiten der globalen Digitalisierung nur noch weltfremd, lächerlich – und letztlich teuer ist?

    • Dass lokale Lösungen sehr wohl funktionieren können, zeigt nicht nur das Beispiel Dänemark. In Asien braucht kein Mensch Kreditkarten (Alipay, Wechat).
      Der Artikel bringt 0 Facts, nur vorgefasste Meinungen

  34. TWINT? Dann lieber die altbewährte Maestro-Karte mit Contactless. Zudem sind Apps wie PundiX, Menapay usw. auf dem Vormarsch, die können auch international eingesetzt werden.

  35. Die Aussage „Eine Applikation […] die komplett nutzlos ist […]“ kann ich so nicht unterschreiben. Vielleicht braucht es Twint nicht, aber eine Lösung analog Alipay oder WeChat braucht es auch in der Schweiz. Bezüglich Simplizität im täglichen Zahlungsverkehr (Shops, Parkhaus, etc.) sind uns die Asiaten nämlich meilenweit voraus.

  36. Da ist aber jemand mit dem schlechten Fuss aufgestanden…

    Die Banken haben schon vieles probiert um den Bargeldverkehr einzudämmen (man denke an die Cash Card etc.), lange bevor es Smart Phones mit Bezahlmöglichkeiten gab. Und ja: Alle Projekte hierzu sind bisher gescheitert, weil der Bürger sich nicht umgewöhnen wollte. Das Verhalten ändert sich aber zusehends. Die Zahlung mit Karten ist weit deutlicher verbreitet als vor 10 Jahren, die Bezahlung mit dem am häufigsten genutzten Gerät am Tag, nur die logische Folge.

    Nur wer in neue Technologien investiert, hat auch die Chance auf Erfolg einer Innovation.

    Und stellen sie sich das Gejammer vor, wenn die Banken diesen Zug verpasst hätten… Nicht nur jammern, selber anpacken.

  37. Ich nutze Twint seit Langem täglich viele Male, beginnend in meinem Morgenkaffee, dann Migros, Coop, Apotheken usw. Die Technik läuft jetzt fast immer reibungslos und rasch. Ich trage kaum mehr Bargeld mit mir herum. Bin mithin ein zufriedener Twintnutzer.
    Jürg Sigerist

  38. Wow, Herr Hässig… Da sind sie aber sehr schlecht informiert.

    Der Start war harzig, aber seit ein paar Monaten und der Lancierung der Ecommerce-Lösung zeigt die Transaktionszahl steil nach oben. Monat für Monat werden neue Rekorde gebrochen. Inzwischen haben die Twint Transaktionen am POS sogar die Peer2Peer- (Hausfrauen 10er Nötli) und die Ecommerce-Transaktionen überholt.

    Sie haben Twint von Anfang an keine Chance gegeben. Zum Teil auch zurecht. Zu Beginn wurden einige falsche Entscheidungen gefällt und es dauerte zu lange bis Twint fahrt aufnahme.

    Die Entwicklung momentan kann aber kaum für einen Schmähbericht herhalten.

    • Es ist und bleibt „nicht scalable“ und ist somit ein Rohrkrepierer!

      Scalability ist die Grundvorraussetzung für diese Art von Geschäftsmodell und das ist in der kleinen Schweiz absolut nicht möglich!

      Von Rekord zu Rekord? Klar doch – aber nur, weil sich mal wieder 10 mehr anmelden resp die App herunter laden. Rekord im vergleich zu was? ApplePay? die haben am Tag mehr Downloads als Teint seit Bestehen.

      Rekord ist somit relativ……

    • @twinter: ApplePay‘s Downloadzahl ist Null! ApplePay ist eine Betriebssystem Funktion von iOS und watchOS. Die Kreditkarte ist in der Wallet App hinterlegt. Diese App st vorinstalliert. Doppelklick auf den Power Button, FaceId oder Touch ID- und bezahlt ist!

  39. Ich mache ein Praxisbeispiel:

    Ich, digital affin, ü50, habe Twint von der PostFinance seit einigen Jahren. Gebraucht habe ich es dann, als ich das Portemonnaie nicht dabei hatte. Aber ich musste mich erst erinnern, dass es dieses Twint gibt. Es hat funktioniert.

    Das Teil ist besser, als sein Ruf. Wieso setzen wir Schweizer nicht darauf und verzichten auf den Master- und VISA-Scheiss?

  40. Der Autor des genannten NZZ Artikels nimmt sich nicht mal die Mühe, zumindest richtig abzuschreiben, denn er schreibt:

    „diese Bezahl-App mit der relativ beliebten DEBITKARTE VERKNÜPFT ist.»

    Hübscher Werbeartikel der Banken einer stets willigen NZZ.

    Wer die Wahrheit über Twint und Co erfahren möchte, der liest IP.

    • Dieser Artikel von IP ist dermassen von schlecht. Twint ist die beste Bezahlapp ever!!! Ich nutze diese täglich im GoPoschte.

  41. Das sehe ich nicht so Herr Hässig.
    Twint ist sehr praktisch und bei Jungen sehr beliebt. Auch stelle ich fest, dass in der Altersklasse von 30-45 Jahren Twint zunehmend eingesetzt wird.
    Die Online Zahlfunktion anstatt mit PayPal oder Visa, Mastercard , Amex sich im Internet zu bewegen ist ein zusätzliches Plus.
    So schrottig wie sie das beschreiben ist Twint nicht und ich nutze es sehr gerne.
    Tanken, einkaufen sind mittlerweile Tätigkeiten bei welchen ich Twint sehr gerne einsetzte, zumal das lästige Münzproblem dadurch elegant gelöst wird.
    Ich sehe grosse Chancen für Twint.

  42. Seit dem TWINt mit dem SGKB Konto direkt verknüpft ist benütze ich es regelmässig oder fast immer. Ich stelle aber an der Kasse fest dass ich zu den wenigen Usern gehöre.

  43. Bei der NZZ kann man offenbar Artikel kaufen. Da werden auch grössenwahnsinnige Inhalte geschrieben.

    Bei Twint Schweiz wird IT-mässig nichts mehr entwickelt. Ist alles nach Vietnam und Kroatien verschoben worden. Die Firma müsste man Tviet umbenennen.

  44. Lieber Herr Hässig, Sie sind offensichtlich kein Twint Nutzer. Ich hingegen schon, wie fast alle in meinem Bekanntenkreis. Es ist wirklich genial!
    Unter Freunden sowieso, aber auch wenn ich bei Coop bezahle ist die Supercard gleich hinterlegt. Bei Apple bei müsste ich zusätzlich die Coop Supercard irgendwo herzaubern. Und das Bezahlen im Parkaus: Einfach nur genial!!!

    • Ich kenn‘ niemand, der das benützt.
      Aber ich kenn‘ auch kaum jemand, der diese dumme Coop Supercard benützt…

  45. Ein weiteres Beispiel der NZZ einer Fake-News. Die angenommenen und tatsächlichen Verpflichtungen der NZZ gegenüber dem Kapital, speziell den Banken, verhindert eine ausgewogene Berichterstattung.

    Wie sieht die Berichterstattung bei anderen Topics aus?

    • Ein weiteres Beispiel von IP mit komplett faktenfreien Fake-News. Der allgemeine Groll gegenüber dem Kapital, speziell den Banken, verhindert eine ausgewogene Berichterstattung.

      Wie sieht die Berichterstattung bei anderen Topics aus?

      Sonst noch Fragen??

  46. „Einzig die Mütter schicken sich Zehnerbeträge von Handy zu Handy, nachdem sie mit ihren Rabauken den Kaffee geteilt haben.“

    Seit wann trinken Mütter mit ihren Söhnen Kaffee? Herr Hässig, mir scheint, Sie verstehen das Wort „Rabauke“ nicht ganz.

  47. Twint (als auch de beiden nutzlosen Vorgänger) wurden völlig over-enigineerd. Hin bis zur wenig Nutzen. Dabei gäbe (und gab es auch schon damals) es gute Vorbilder von denen man hätte lernen können.
    WeChat von Tencent als Paradbeispiel:
    – Wallet auf dem Handy
    – Bezahlen überall (alles via QR Code und keine Beacons)
    – Share Bill unter Freunden
    – Nicht überladen mit Coop oder Migros Pünktli.
    – Super einfach, super schnell.
    Aber weshalb von anderen lernen? Weshalb einfach wenn’s komplex auch geht? Weshalb schnell & schlank wenn’s fett & useless auch geht?

  48. Verbuchen wir die 500 Mio. doch als Entwicklungshilfe für indische Programmierer.
    Dann hat auch Twint die Welt ein wenig besser gemacht.

  49. Und das, nachdem sich unsere Techgiganten dann endlich auf eine Lösung geeinigt haben: PostFinance, Swisscom, Banken…
    Beim elektronischen Patientendossier EPD sind die ersten beiden Giganten immer noch am Konkurrenzieren. Bisher haben Post und Swisscom je gegen 100 Millionen verbudelt…das alles mit dem Segen der Grins-Doris, Ruoff, Pletscher,…sofort abstellen!!