Lauber: Hilft Freund und Chefs, jagt Whistleblower

Bundesanwalt zeigt wenig Eile bei Geldwäscherei-Buddy, der bei Hypi Lenzburg im VR sitzt – Dafür No Mercy bei „Verrätern“.

Bundesanwalt Michael Lauber steht vor seiner entscheidenden Woche. Kann der oberste Strafermittler der Alpenrepublik die Politik nochmals für sich einnehmen?

Die Frage ist relevant für den Finanzplatz. Unter Lauber geniessen die Banken und ihre obersten Chefs spezielle Protektion.

800 Millionen-Debakel von Behring, Grosskorruption in Malaysia mit UBS und Falcon, Genfer Privatbanken tief in Brasilien-Ölsumpf, Bär in Venezuela-Strudel, Fake-Milliardenkredit der CS in Mosambik:

Nie kommt ein Big Banker an die Kasse.

Sitzt er, fliegt er? Lauber (Volksblatt)

Umgekehrt ist Lauber schnell, wenn es darum geht, Geheimnisverräter zur Strecke zu bringen. Der Ex-Sicherheitsmann der UBS, Daniel M., schmorte wochenlang im Knast, weil er deutschen Detektiven Kundendaten versprach.

M. ist ein kleiner Fisch. Eine grosse Nummer ist hingegen Xavier Justo, ein Romand, der den wohl grössten Korruptionsfall der Neuzeit ausgelöst hat.

Justo verriet das Schmierkonstrukt namens 1MDB, ein Staatsfonds von Malaysia, über den oberste Politiker und höchst Banker von Goldman Sachs strauchelten.

In der Schweiz laufen auch Verfahren rund um 1MDB. Aufsehen erregend ist aber vor allem eines, das nicht mögliche Helfer der Riesenkorruption ins Visier nimmt, sondern den Aufdecker: Xavier Justo.

Im Februar wurde bekannt, dass Michael Lauber und seine Bundesanwaltschaft seit vergangenem Herbst den Whistleblower verfolgt – wegen Spionage.

Besonders pikant ist, dass die damalige Justizministerin herself, SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, grünes Licht für die Strafverfolgung von Justo gab.

Jagd auf Justo – per Dekret von ganz oben (Tages-Anzeiger)

Auch in einem anderen Fall mit speziellem Vorgehen der Bundesanwaltschaft spielte Sommaruga eine fragwürdige Rolle.

Der Schweizer, der in Malaysia laut Tages-Anzeiger „wie ein Volksheld“ verehrt wird, gilt in seiner Heimat als möglicher Verbrecher – Bundesanwalt Lauber sei Dank.

Willkommen in Laubers Welt: Für den Cheffahnder der Nation sind Geheimnisverräter die Schlimmsten, während Banken und Strippenzieher von Finanzkonstrukten nur ihre Arbeit erledigen.

Das zeigen Recherchen der SonntagsZeitung gestern und des Tages-Anzeigers heute. Da geht es um René Brülhart, einen langjährigen engen Freund von Lauber.

Gestatten: Brülhart, René Brülhart (Finanz-Bond)

Brülhart und Lauber kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Liechtenstein, wo sie für Geldwäscherei respektive Bankenaufsicht zuständig waren.

Dann ging Lauber nach Bern und Brülhart nach Rom. Dort sollte Letzterer die Vatikanbank aufräumen.

Gleichzeitig wurde Brülhart der Schweizer Partner eines US-Detektivbüros namens TD International mit einflussreicher Kundschaft wie Dominique Strauss-Kahn. Die US-Partner von Brülhart sind Ex-CIA-Leute.

Green, Slimp: Einst aktiv für CIA (Handelsregister)

Bei TD International respektive Brülhart landete laut Tamedia eine Millionensumme des zentralen Strippenziehers des Malaysia-Konstrukts 1MDB. Die Bank, die das sah, meldete den Fall nach Bern.

Die Konten wurden unverzüglich gesperrt. Doch danach blieb die Bundesanwaltschaft unter Michael Lauber monatelang passiv, wie die beiden Zeitungen berichten.

Erhielt René Brülhart Extra-Protektion von seinem Freund Lauber? Die Frage steht im Raum. Brülhart dementiert, die Bundesanwaltschaft schwadroniert.

Brülhart ist eine illustre Figur. Er will den Vatikan säubern – zumindest beim Geld –, gleichzeitig hat er Saudis unter seinen Kunden, von denen er heisse Gelder überwiesen erhält.

Für die kleine und stets als besonders sympathisch geltende Hypothekarbank Lenzburg sind das Bad News. Brülhart sitzt bei der „Hypi“ seit 3 Jahren im Verwaltungsrat.

Kommentare

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  1. Bin immer wieder erstaunt wie „gepützelt“ die Desks von so Big Shots ausschauen. Kein Wunder passiert da nix, wenn nix auf dem Tisch liegt …

  2. Die Whistleblower werden eingelocht, die Betrüger kommen weitgehend ungeschoren weg, das Geld (Fall Behring) bleibt verschwunden obwohl welche Leute noch involviert sind – auf der Strecke bleiben die Geschädigten. Diesen Eindruck muss man leider gewinnen, wenn man das so betrachtet.

  3. Wenn man etwas illegales sieht ist es am besten eine schriftliche Aktennotiz zu machen dass man seinen Chef informiert hat. Dann ist das Thema erledigt und die anderen können weitermachen. Alles andere gefährdet die eigene Karriere und sogar das Leben.
    Wer will schon als Märtyrer enden?

  4. Wer mal wissen will, warum Leute wie Lauber versagen, hier am Beispiel Deutschlands sehr gut nachzulesen.

    Hier geht es um Deutschland, aber man kann das in weiten Teilen sehr gut auf die Schweiz übertragen.
    Nur ….das wir die Mächtigen stören können, wie haben das Referendum und die Initiative.
    Wobei es eigentlich eine Finanzierung der beiden Instrumente geben müsste, sagen wir ab der 25-tausendsten Unterschrift.
    Denn Initiativen sind gut, kosten aber viel Geld.

    Nun ja, die Schweizer Regierung will ganz sicher nicht mehr Initiativen, die Deutsche fürchtet sich schon beinahe panikartig davor das es solche bei ihnen auch geben könnte.

    ———–

    Fassade „Gewaltenteilung“ im Parteienstaat

    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/05/13/fassade-gewaltenteilung-im-parteienstaat/

  5. Jesses Gott, schaut die Buben an…
    Wer sich so geriert ist self-centered und eigentlich für irgendwelche Aufsichtsfunktionen nicht geeignet.

  6. Nicht zu fassen!

    «Besonders pikant ist, dass die damalige Justizministerin herself, SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, grünes Licht für die Strafverfolgung von Justo gab.»

    Die kleine ehrenwerte Bundesrätin Sommaruga rettet ihre berufliche Existenz mit bewusst ungerechtfertigtem Entscheid.

    Und dies nicht nur einmal: «Auch in einem anderen Fall mit speziellem Vorgehen der Bundesanwaltschaft spielte Sommaruga eine fragwürdige Rolle.»

    Wieviele Male denn noch. Und welche ungerechtfertigten Entscheide wurden sonst noch gefällt, auch von anderen Bundesräten???? Dies zum Schaden der Wahrheitsfindung und damit gegen die Bevölkerung.

    Für wen arbeitet der Bundesrat eigentlich? So wie es aussieht, ganz sicher nicht im Sinne der Bevölkerung. Die angeblichen Volksvertreter sind offensichtlich keine Volksvertreter, sondern schützen ohne weiteres auch korrupte Machenschaften mächtiger Kreise – nicht zuletzt auch, um ihren angesehenen Job ja nicht zu verlieren. Was für eine Katastrophe, solch einen falschen Regierungs-Sumpf erkennen zu müssen.

    Es wird immer schlimmer, vor dem Recht verantworten müssen sich diese Personen für ihre Verfehlungen auch nicht. All solche Vergehen verschwinden im Nichts. Und die Welt dreht sich weiter und wird immer korrupter.

  7. So so….. Sommaruga hat den Whistleblower als Verräter suchen lassen.

    Nun ja, hat sie sich eigentlich auch für Assange eingesetzt?
    Mir ist nichts bekannt.
    Ja, überhaupt haben sich die Linken in fast allen Fällen kaum gross angestrengt, wo die doch ständig behaupten genau das zu tun.

    Tja, alle lieben den Verrat, aber niemand den Verräter.

    • Tja, wer an der grossen Tafel mitessen möchte darf halt weder Prinzipien noch Moral haben.
      Der ex. Präsident von Frankreich Herr Holland ist ein super Beispiel wie man die gutgläubige, linke Wählerschaft verrät und nach der Wahl neoliberale Wirtschaftspolitik betreibt.
      Doch weshalb sollten daran die Linken Wähler schuld sein, wenn deren Repräsetanten vom Kapital gekauft werden?
      Das ist ein „Strohmann-Argument“
      Bei den bürgerlichen ist es ja klar, dass sie gekauft sind und die Enttäuschung deswegen auch nicht mehr erwähnenswert.

  8. Also das eine „Glasbehältnis für Wasser“ werden wir bald los.

    Aber kommt da was besseres nach ?

    Können Politiker mir schwachem Charakter einen durchsetzungsstarken und fähigen Beamten berufen ?

    Nein, der Systemfehler wird damit nicht behoben.

  9. Aus meiner Sicht ist Bundesanwalt Lauber nicht mehr tragbar:
    – Er kann sich nicht mehr an wichtige Meetings erinnern.
    – Er führt Gespräche mit Informanten ohne Protokoll und Zeugen.
    – Er greift die Aufsichtsbehörde frontal an, welche bisher nur mitgeteilt hat, dass sie eine Untersuchung eingeleitet hat.

    Die Bundesanwaltschaft verliert Ihre Glaubwürdigkeit mit Bundesanwalt Lauber an der Spitze.

    P.S. Laut Mueller Bericht, war Trump völlig verwundert als er bemerkte, dass sein persönlicher Rechtsvertreter die Meetings mit dem Präsidenten protokollierte:

    “What about those notes? Why do you take notes?” Mr. Trump asked Mr. McGahn, according to the report. “Lawyers don’t take notes. I never had a lawyer who took notes.” Mr. McGahn said that he was a “real lawyer” and that taking notes was a good way to create a record.

  10. Nach dem Ende oder gegen das Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka hat die Bundesanwaltschaft die Untersuchung gegen Mitglieder der Tamil Tigers aufgenommen und offenbar 9 Jahre untersucht: https://m.srf.ch/news/schweiz/kriminelle-organisation-fall-der-tamil-tigers-kommt-vor-bundesgericht

    Offenbar untersucht die Bundesanwaltschaft gerne dort, wo es niemanden mehr interessiert und wo es niemandem weh tut (etablierte Schweizer). Das muss ein Frust sein als Mitarbeiter.
    Im Fall Behring haben dann offenbar die Resourcene gefehlt und die Vorbereitung für den Prozess dauerte 12 Jahre: https://www.nzz.ch/schweiz/verurteilter-finanzjongleur-dieter-behring-ist-verstorben-ld.1465395

    • Sie haben recht.
      So gesehen müsste man(n) mit ca 71 Jahren ein Ponzi-Scheme aufziehen und den Lebensabend in Saus und Braus verbringen, denn falls man auffliegt, hat die BA ja mindestens 10 Jahre, bis sie was Vernünftiges zur Anklage findet (wenn überhaupt). Sollte es dann zu einer Verurteilung kommen, ist man mit 82 bei unseren Kuschelrichtern definitiv nicht mehr haftfähig und gut ist.
      Da sage noch einer, Verbrechen lohne sich nicht.

  11. Soooooo stellt sich Otto Normalverbraucher einen redlichen Staatsanwalt vor.
    Es ist einfach nichts so wie es sein sollte. Alles Fake, alles Lug alles Trug.

  12. Die technische Büroausstattung ist auf dem Stand vor ungefähr zehn Jahren oder ist dies ein älteres Foto!?

  13. Für einen Bond ist er mir etwas zu stark behaart (blaue Augen hat er auch nicht, aber das war schon bei Sean nicht der Fall). Dafür trägt er ein auffälliges Lederarmband, das sich sehr in einer legendären Bar im Niederdorf machen würde. Aber vermutlich gehört das im Vatikan zum Outfit.

    https://www.hbl.ch/de/ueber-uns/medien/bilder-logos/

    (aufs Gruppenbild klicken)

    • Also lautet ein Beschluß:
      Daß der Mensch was lernen muß.
      Nicht allein das ABC
      Bringt den Menschen in die Höh,
      Nicht allein im Schreiben, Lesen
      Übt sich ein vernünftig Wesen;
      Nicht allein in Rechnungssachen
      Soll der Mensch sich Mühe machen;
      Sondern auch der Weisheit Lehren
      Muß man mit Vergnügen hören.
      Daß dies mit Verstand geschah
      War Herr Lehrer Lämpel da.
      Max und Moritz, diese beiden,
      Mochten ihn darum nicht leiden.
      Denn wer böse Streiche macht,
      Gibt nicht auf den Lehrer acht.
      Nun war dieser brave Lehrer
      Von dem Tobak ein Verehrer,
      Was man ohne alle Frage
      Nach des Tages Müh und Plage
      Einem guten, alten Mann
      Auch von Herzen gönnen kann.
      Max und Moritz, unverdrossen,
      Sinnen aber schon auf Possen,
      Ob vermittelst seiner Pfeifen
      Dieser Mann nicht anzugreifen.
      Einstens, als es Sonntag wieder
      Und Herr Lämpel brav und bieder
      In der Kirche mit Gefühle
      Saß vor seinem Orgelspiele,
      Schlichen sich die bösen Buben
      In sein – Haus und seine Stuben,
      Wo die Meerschaumpfeife stand;
      Max hält sie in seiner Hand;
      Aber Moritz aus der Tasche
      Zieht die Flintenpulverflasche,
      Und geschwinde – stopf, stopf, stopf –
      Pulver in den Pfeifenkopf.
      Jetzt nur still und schnell nach Haus,
      Denn schon ist die Kirche aus!
      Eben schließt in sanfter Ruh
      Lämpel seine Kirche zu;
      Und mit Buch und Notenheften,
      Nach besorgten Amtsgeschäften,
      Lenkt er freudig seine Schritte
      Zu der heimatlichen Hütte,
      Und voll Dankbarkeit sodann
      Zündet er sein Pfeifchen an.
      “Ach!” spricht er, “die größte Freud
      Ist doch die Zufriedenheit!”
      Rums, da geht die Pfeife los
      Mit Getöse, schrecklich groß!
      Kaffeetopf und Wasserglas,
      Tabaksdose, Tintenfaß,
      Ofen, Tisch und Sorgensitz
      Alles fliegt im Pulverblitz.
      Als der Dampf sich nun erhob,
      Sieht man Lämpel, der – gottlob! –
      Lebend auf dem Rücken liegt;
      Doch er hat was abgekriegt.
      Nase, Hand, Gesicht und Ohren
      Sind so schwarz als wie die Mohren,
      Und des Haares letzter Schopf
      Ist verbrannt bis auf den Kopf.
      Wer soll nun die Kinder lehren
      Und die Wissenschaft vermehren
      Wer soll nun für Lämpel leiten
      Seine Amtestätigkeiten
      Woraus soll der Lehrer rauchen,
      Wenn die Pfeife nicht zu brauchen
      Mit der Zeit wird alles heil,
      Nur die Pfeife hat ihr Teil.

      .

      https://www.500e.nl/autos/mercedes-230e-w124/

  14. Würde es etwas ändern, wenn Lauber ausgetauscht würde?
    Ich kann mich noch sehr gut an ein Interview mit seinem US Amtskollegen errinnern: die Stabilität des Finanzsystems wird mitberücksichtigt.
    Begreifft man jetzt langsam, was „to big to fail“ oder „systemrelevant“ bedeutet?

    Zuerst müsste das „System“ ändern, bevor Personalentscheide eine Rolle spielen können…

  15. Lauber muss weg, meiner Ansicht nach lügt er. Treffen mit Infantino in denen über laufende Verfahren gesprochen wird vergisst man nicht und müssen protokolliert werden. Sollte Lauber tatsächlich vergessen haben muss er auch weg, im BA darf es keinen Chef mit beginnender Alzheimer Erkrankung geben! Zu wichtig ist das Amt! Vielleicht kommt er bei dr FIFA unter, da ist Vergesslichkeit hilfreich!

  16. Es zeigt einfach wie verfilzt die Bundesanwaltschaft ist und wie sie die Mächtigen vor Strafverfolgung schützt. Nachdem ich eine ausführliche Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft basierend auch auf den beiden grossen Artikeln des Guardian UK über die Bär Cayman machte und Daten (170 Mega) lieferte, erhielt ich ZEHN TAGE NACH ANZEIGEEINREICHUNG eine Verfügung (vier Zeilen), dass auf die Strafanzeige nicht eingetreten werde. Befragt wurde ich nicht! Schlimmer noch die Bundesanwaltschaft schrieb gleichentags der Bank Julius Bär & Co. AG einen 3-seitigen Brief, der zeigte, dass der im Drogenhandeln und Massenmord verwickelte Polizeioffizier Arturo Agosta Chaparo (verurteilt und später erschossen), brasilianische Präsidentschaftskandidatin Sarney (sie wurde wegen Geldwäscherei später verurteilt), Basil Sanders (verurteilt wegen Schwindeltrust), Akram Ojjeh (Waffenhändler), Bin Laden Construction etc. allesamt mit der Julius Bär Gruppe verbunden waren. Die Details gehen hiervor:
    https://www.rudolfelmer.com/swiss-authorities-schweiz-behörden-protect-criminals-schützen-kriminelle/

    Das kenne ich nur von der Pirateninsel Cayman, aber hätte ich der Scweizer Justiz nie zugetraut!

    • Gefallene Profiteure und Systemgünstlinge mit ethisch fragwürdigem Wertesystem sind nun mal keine ehrenwerten Whistleblower.

    • Sehr geehrter Herr Elmer,

      Besten Dank für Ihre Informationen. Was ist Justiz in der Schweiz? Das Schweizer Gesetz macht(e) eigenartigerweise eine Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Die Unterscheidung wurde teilweise abgeschafft. Sehen Sie, wer das RECHT beugt – indem er es mit krimineller Intelligenz völlig anders auslegt, als es die ABSICHT der Regeln & Gesetze vorsehen – der ist im besten aller Fälle ein besonders intelligenter Krimineller!. Was ist Weissgeldstrategie?. Ein Eingeständnis, dass wir vorher ganz offiziell bereit waren, mit Schwarzgeld, ungerechtem Geld zu arbeiten. Trotzdem empören wir uns über den Kauf von CDs mit gestohlenen Daten und bezichtigen Deutschland der Hehlerei. Ist der Kauf einer solcher CD wirklich Hehlerei? Ja, schon: Der Kauf von gestohlenen Daten erfüllt den Straftatbestand der Hehlerei. Nur hat diese Medaille eine Kehrseite und diese „Kehrseite“ wollen oder können sehr viele Mitbürger immer noch nicht sehen – und die Schweiz A (Ausdruck des Herrn Klaus Stöhlker) skizziert eine „Schweiz“ in Belagerungszustand. An Verlogenheit kaum zu überbieten. Die Schweiz lebte viele Jahrzehnte von Mythen und Falschdarstellungen sehr gut. Diese Zeiten sind jetzt nicht nur vorbei, sondern der arbeitenden Bevölkerung wird nun auch die Rechnung gestellt. Wer politisches Gespür hat und vorausblickt, der weiss, dass das sehr bald eintreffen wird.

    • Die Bärli Bank…. Wahrhaftig eine Geldwäscherbude. Durch und durch…. Das hat ja letzthin hier auf IP der Bericht auch aufgezeigt. Die ganze „Compliance“ ist dort reine Fassade.

    • @Benny Fuchs, Bankfachmann

      Ich frage mich bei solchen Artikeln immer, warum stets eine Wirkung zur Ursache gemacht wird.

    • @ Platon…..

      Den Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist Sinnvoll…..

      Sie wollen ja auch nicht unbedingt für 20kmh zuviel, dieselbe Straffe erhalten wir für 100 in der 30-igerzone.
      das hinkt aber etwas.
      Sagen wir es so….. Sie wollen kaum für eine Ohrfeige einen Eintrag ins Strafregister bekommen, wegen einem minderscheren Fall von versuchtem Totschlag.
      Es wäre doch sicher angebracht eine Ohrfeige als das zu benennen was es ist und Sie als Täter nicht in Verbindung mit einem Begriff zu bringen der für eine schere Straftat steht.

      Mit den 2 Begriffen im Steuerrecht konnte man die schwere der Fälle etwas leichter …..angemessen bewerten.

    • Lieber @Walter Roth

      Wie weit darf das Niveau sinken, bevor die Qualität wieder angehoben wird ?

    • Immer wieder jeden Mückenfurz für Werbung in EIGENER Sache benützen. Vergiss es.

    • @Walter Roth: Unsinn! In jedem Strafgesetz-Artikel gibt es einen Strafrahmen/Strafandrohung, in welchen explizit auf die Unterscheidung zwischen leichten und schweren Delikten hingewiesen wird, namentlich in der jeweiligen Strafandrohungen und das gilt auch bei (Steuer-)Betrug. Sie selber versuchen hier, das alte – und weltweit als Betrug anerkannte – System Heidiland zu verteidigen. Schande!

  17. Diese ganze Empörungskultur ist letztlich reine Selbstdarstellung. Ich finde diese Empörungskultur gepaart mit unendlichem Opportunismus heuchlerisch. Wer sich mit Strukturen in unserem Land auseinandersetzt, kann über diese Entwicklungen nicht überrascht sein, im Gegenteil es sind Verwerfungen die sehr langsam an der Oberfläche gelangen. Bemerkenswert erscheint, dass diese Situation in der Schweiz als völlig unproblematisch eingeschätzt wird. Im Lichte der bevorstehenden Umverteilungskämpfe kein gutes Zeichen für den sozialen Frieden. Ein Land im Würgegriff einer Lobby von Milliardäre. Dieser Fall ist eine Folge neoliberaler Finanzpolitik.

  18. Für das ganze Dilemma liegt eine Mitverantwortung auch direkt bei der Politik.

    Das gleiche Dilemma haben wir auch bei der FINMA wo schon alleine der Sachverhalt besteht, dass strafrechtlich relevante Sachverhalte nicht als Strafanzeige an die Justizbehörden geht. Die FINMA beweist sogar, dass das Ganze noch steigerungsfähig ist, dies indem man Gläubigern unter Androhung von fin. Nachteilen Vereinbarungen versucht unterzujubeln, die Organe und Mitarbeiter von Wirtschaftsprüfern vor Strafanzeigen schützen, was indirekt auch der FINMA von Nutzen wäre.

    Und auch hier, die Aufsichtsbehörde und die Politik als Oberaufsicht versagt komplett!

    • Wer «L» wie ‘Lauber’ sagt, muss auch «B» wie ‘Branson’ sagen.
      Das (Bananenrepublik-)System «Lauber» funktioniert nur dank gütiger Kooperation der Branson-FINMAFIA.
      Sehr schön sieht man das an den von LH aufgezählten Fällen wie Brasilien, Venezuela und dem Fake-Kredit an Mosambik, wo der IWF wohl die verdeckten (afrikanischen)Kreditgeber hätte retten sollen mit öffentlichen Geldern. Widerlicher geht es nicht!

      Wenn nun also Michael Lauber «(über)fällig» ist, so ist dies Mark Branson umso mehr, und zwar schon seit langem!

      Erinnert sei etwa an den (noch nicht aufgeflogenen) Prozessbetrug am Oberlandgericht München, bei dem die Bank Vontobel mit dem Segen der FINMA jede Menge getürkter Unterlagen einreichen durfte, um das «System Hoeness» der verdeckten Zahlungen (mittels abgesprochener intraday-Devisen-Kassageschäfte) nicht auffliegen zu lassen. Auch das von (Strohmann) Uli Hoeness mit Selbstanzeige gemeldete Riesenvermögen durfte rund vier Wochen nach der Selbstanzeige mit einem zweiten Satz präparierter Unterlagen zu Kunde 002 «Beaufort» zum Verschwinden gebracht werden. Und wer war über alles informiert? Richtig, die FINMA mit u.a. Mark Branson & friends https://insideparadeplatz.ch/2014/03/12/vontobel-musste-hoeness-deals-der-finma-beichten/
      Zu obigen Schlüssen kommt man notwendigerweise, wenn man die (wegen «Nachbearbeitung» durch die UH-Seite) verklausulierte Urteilsbegründung des OLG München aufmerksam liest. Die von der Steuerbehörde (u.a. Gabriele Hamberger) platzierten glasklaren Hinweise zu finden, ist übrigens eine reizvolle Denksportaufgabe, deren Resultat allerdings «Unbehagen» auslösen dürfte bei Tricksern wie Mark Branson, Herbert Scheidt und anderen.

      Es ist nun wirklich höchste Zeit, den Bananen-Finanzladen „Schweiz“ endlich zu liquidieren und neben Michael Lauber & friends auch Mark Branson & Co. samt ein paar Lobbyisten in die Wüste zu schicken.

      PS 1:
      Gemäss UBG stimmte z.B. das von der Bank Vontobel gemeldete Jahresanfangsvermögen nicht mit dem Jahresendvermögen des Vorjahres überein, und dies gleich bei zwei Jahreswechseln! Bereits hier – die völlig unzulässigen/absurden „Differenzen“ wurden nicht abgeklärt! – erübrigt sich jede weitere Diskussion, ob der Prozess (bzw. eher die Komödie) «seriös» war! Aber dies ist nur ein haarsträubendes Beispiel von vielen in der „Urteilsbegründung“. Aber der FINMA sind solche Sachen natürlich völlig egal.

      PS 2:
      Ein Zusammenhang der Sommermärchenzahlungen mit Vontobel-Kunde 001 und/oder 002 wäre übrigens keine Ueberraschung.

  19. Offenbar ist nicht nur der Kaiser nackt, sondern grosse Teile des gesamten Hofstaates, inkl. Ministerinnen.

    Die nächste Chance hat das Parlament.
    Wird auch dieses der Versuchung erliegen?

  20. Ja, die Selbstdarstellung dieser Bank, ist seit Jahren oberfaul.
    Insbesondere deren Chefin, Marianne Wildi inszeniert sich gerne als obergescheite Chefin, die für die schweizerische Banken Welt die Digitalisierung vorab treibt. Als Freundin der Grins-Doris hatte sich auch mit deren Anwaltskanzlei zusammen getan um ihren Kopf als CEO zu retten…
    Provinziell, dumm, unehtisch, Technologie gläubig ( Blockchain als Universallösung ).
    Tja, abwarten bis es knallt…

    • Technologie-Gläubig? Deren IT-System finstar ist offenbar zum grossteil in VB6 programmiert wie man hört. Klingt jetzt nicht nach technischem Vorreiter.

  21. Lauber hat sich mit seinem letzten Auftritt selber ins Abseits manövriert. Würde mich wundern wenn er das überlebt.

    • Tot gesagte leben oft länger als vermutet und erwartet. Denn hinter den tog gesagten stehen des öftern noch grössere Nummern, die alles daran setzen im Dunkeln zu bleiben.

    • In Bundesbern sitzt und schweigt man sowas einfach aus – mit gütiger Mithilfe der Hof Medien (SRF, 20min, Blick, Tagi, NZZ, BZ usw).