Liotard-Vogt zelebriert sein Glück

Mit Baby-Facebook Asmallworld Tiefpunkt überwunden – Jetzt liebäugelt Partymann mit Züri-Hotel – Klickzahlen bescheiden.

Die „Bilanz“ ist Patrick Liotard-Vogts Begleiterin. Gleich zwei Mal erschien das Rich Kid mit Business-Ehrgeiz jüngst im Hochglanz-Magazin.

Pirat wird heimisch: Liotard-Vogt (Bilanz)

Beide Male gings nicht um seine börsenkotierte Asmallworld, ein Baby-Facebook für Glamour-Boys. Sondern um Liotards Häuser: seine neue Villa am Zürichsee, sein Angebot fürs Atlantis-Hotel hoch über der Limmatstadt.

Die mediale Offensive ist zeitlich gut abgestimmt. Heute früh präsentiert Liotard-Vogt sein Halbjahresergebnis. „Strong Revenue Growth Accompanied By Significant Profitability Improvement“, schreibt er.

Der Gewinn der Asmallworld schoss im Vergleich zum ersten halben Jahr 2018 um 45 Prozent hoch, aus tiefroten Zahlen wurden leicht schwarze.

Der Turnaround zeichnete sich seit Juli ab. Liotard-Vogt verkündete ausserfahrplanmässig gute Zahlen, worauf die Aktie der Asmallworld zulegte.

In den letzten Tagen sogar stark. Dümpelte das Papier auf dem Tiefpunkt unter 2 Franken, schoss der Kurs gestern Abend auf 3,50 Franken.

Rebound – wie lange? (Swissquote)

Eine Aufholjagd, wie sie Liotard-Vogt sich gewünscht hat. Stets versprach er, dass sein digitales Party-Netzwerk ein Erfolg würde. Es brauche nur Geduld.

Ob der Mann mit der Piratenmähne recht behalten wird, muss sich weisen. Die Aktie kam vor anderthalb Jahren bei rund 9 Franken an die Börse, schoss dann auf 20 Franken hoch.

Danach sackte sie ins Bodenlose. Ist die jüngste Erholung mehr als ein Strohfeuer? Im heutigen Tagesverlauf sackte der Titel jedenfalls ab.

Chance zum Ausstieg (Swissquote)

Liotard-Vogt streicht die steigenden Mitglieder-Zahlen hervor. Hatte Asmallworld Ende 2018 noch 48’000 zahlende Kunden, so waren es per Mitte 2019 bereits 55’000. Rund 15 Prozent mehr.

Darauf will Liotard-Vogt aufbauen. Er hofft, mehr „Premium Memberships“ zu verkaufen und Asmallworld zu einem Universum für seine Happy-Kunden zu machen.

Mit Reisen, Hotels, Partys, Konzerten – immer unter dem Label Luxus und Glamour. Asmallworld, die Marke für Edel-Momente.

Besser – leicht (Websiteiq.com)

Die Euphorie hält sich weiter in Grenzen. Offizielle Zahlen zeigen, dass Asmallworld zwar bei den Klicks im Internet zugelegt hat. Doch der Aufschwung bleibt überschaubar. Von Boom keine Spur.

Zudem läuft es der zweiten Marke im Imperium von Asmallworld nicht rund. The Finest Clubs, eine Seite, die spezielle Momente in noblen Schuppen verspricht, dümpelt im nicht wahrnehmbaren Klick-Bereich.

Weiter verkauft: Koenigsegg (IP)

Richtig durchstarten konnte mit der Börsengeschichte von Asmallworld bisher nur einer: Patrick Liotard-Vogt. Er verkaufte die Aktien zu einem stolzen Preis. Die Börsenkotierung schuf ihm einen eigenen privaten Bancomaten.

Limo für Lords: Rolls (IP)

Nun investiert Liotard das Geld in eine Villa am See. Legendär sind auch seine Autos, die er oft von einem Fahrer lenken lässt.

Den Rolls-Royce in Blau-weiss hat er immer noch, während er den aufgemotzten Koenigsegg bereits weiterverkauft hat.

Kommentare

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  1. Hauptsache er gibt sein Geld aus, ist doch ok. Vielleicht(?) nicht so ganz durchdachte business Modelle, etwas simplifiziert oder „abgehoben“?, aber er hat Kohle, probiert was aus und versucht Investments.

    Andere sitzen im ruhigen Kämmerlein, zählen Ihre Bündel und vererben die Kohle an die nächste Generation, ohne dass auch nur versucht würde mit dem Geld irgendwas anderes zu machen, als es auf dem Konto liegen zu haben.

  2. Ich finde genau solche Typen und ihre Art, Überlegenheit zu zeigen, zum Davonlaufen. Es geht ja vor allem darum, alle anderen „Dummen“ über den Tisch zu ziehen, von ihrem Geld zu leben.
    Ich sage Euch ganz ehrlich, dass das sogar in unserer Familie vorkommt. Er, Deutscher, hat eingeheiratet und anfangs auch gearbeitet. Später, mit seinem starken Interesse nach „Multi-
    Level-Marketing“ wurde es ganz anders. Auf unsere vielen Anfragen hin, was er denn jetzt arbeite, sagte er immer, ach, das versteht ihr sowieso nicht. Alles wurde geheim! Zuerst hat er seine Eltern ausgeraubt, dann meine Mutter und uns. Leider haben wir das erst spät bemerkt, bzw. hat mir niemand diesen Vorgang geglaubt Der Schaden ist nun angerichtet und Wirklichkeit.
    Und ganz mutig und provokant wage ich zu behaupten, dass sich trotzdem 98% der Schreiber hier sich eher mit ihm oder Liotard-Vogt identifizieren, als zum Gegenteil, und sich durchaus gerne so gefallen würden. Leider.

  3. Nach dem Lesen der Kommentare verstehe ich, warum Neid als eine Todsünde gilt:

    Ihr macht euer eigenes Leben und das Leben der beneideten Person durch den Neid schlechter. Investiert eure Gedanken in Emotionen die etwas positives bewirken, also euer Leben und das Leben der Mitmenschen besser macht.

  4. Nun ja, die Bilanz muss ja auch die Seiten füllen, wenn auch im Falle Liotard-Vogt mit mehr als zweifelhaften „Erfolgsstories“. Habe schon in frühen Jahren gelernt, rechnerisch „vom Hundert“ und „im Hundert“ zu unterscheiden, viele Journalisten können dies leider nicht. Kleines Rechenbeispiel:
    Aktienausgabepreis zu CHF 9, dann Hype auf CHF 20, dann Absturz auf CHF 2; nun die „Erfolgsstory“ mit Sprung auf CHF 3.50 (notabene +75% gegenüber Tiefstwert, im Hundert).
    Fakt aber: Wer von Anfang an auf den Leim gekrochen ist: – 61%, Wer zum Peakpreis noch zugriff – 82% (vom Hundert). Da kommt bei den Aktionären schon Freude auf aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Realistischere Einschätzung dürfte sein, dass A Small World sang- und klanglos eingeht. Der Gründer den Reibach gemacht hat und diesen Gewinn und all das Ererbte irgendwann auch, so kommt das Geld auch unter die Leute. Ich selbst hoffe nur, dass meine PK bei der Vermögensanlage bei klarem Verstand ist und folglich solche Aktien meidet.

  5. An alle Liotard Hater:
    Hockt nicht immer am PC!
    Geht joggen, damit Ihr endlich Bauchfett abbaut!

    Immerhin hat Patrick Ideen und auf neuem Gebiet etwas gewagt.

    • Offensichtlich sitzen Sie ja selbst gerade am PC und nicht am Joggen sonst würden Sie nicht gerade diesen Blog schreiben – Sind Sie nun Dr. Jekyll oder Mr. Hide?

    • Liebe Jolanda, den Tipp bzgl. Bauchfett sollten Sie dem PLV geben…bin ziemlich erschrocken als ich ihn kürzlich im Seefeld im engen T-Shirt rumstolzieren sah…

    • Ich bin u. 50 und Jogge nicht mehr. Fett sein ist in vielen Ländern ein Zeichen von Reichtum.

  6. Ich denke auch, dass Liotard doch lieber in seine eigene Therapie investieren sollte. Seine zwanghafte „Prahlerei“ und sein Geltungsbedürfnis zeugen doch eher von einer Person, die das Unglück hatte, in eine erfolgreiche Dynastie geboren zu werden. Geleistet selbst hat er, von Beruf Sohn, noch gar nichts. Das weiss sein Unbewusstes natürlich, und die Börse ist ein wunderbares Spielzeug für „Nobodies“, sich medial zu inszenieren. Seine „Artikel“ in Bilanz wird er sicher für teures Geld als gekauften „Content“ plazieren lassen. Die Empathie und das Mitleid für diesen armen Mitgenossen ist gross. Vielleicht sollte er sich in der Nachbarschaft unserer CEO s an der Goldküste einkaufen. Und dann vielleicht mal die Autoprüfung machen. Oder schläft er auch bei eingeschaltetem Autopiloten.
    Vielen Dank für die amüsante Geschichte, welche tout Zurich erfreut.

  7. Ich finde, er macht es gut. Hat es fertiggebracht, Aktien einer wertlosen Firma an Gambler zu verkaufen und geniesst jetzt das Jet-Set-Leben!

    Ich arbeite seit 25 Jahren, stehe immer noch jeden Tag um 6 Uhr auf und habe es mit viel Disziplin nur zu ein paar wenigen Milliönchen gebracht.

  8. Lasst ihm doch seine Spielzeuge! Andere haben einen Weinkeller oder ein Set Golfschläger. Bei ihm ists halt ein Techbuden-Abklatsch oder bald schon ein geschmacklos kaputt renoviertes Hotel. Jeder nach seinen Möglichkeiten halt.

    • The listing of A Small World at SIX was already a huge mistake by SIX. How could this have happened? It’s bad of the reputation of SIX.

  9. Habe ihn mal an einem Anlass getroffen und mit ihm gesprochen. Er ist einfach nur ein grosser Blender und einfach nur ein Schwätzer. Ausser warmer Luft kam da nichts raus und die Fakten alle verdreht….einfach nur eine peinliche Person.

    • Ich kann nicht mehr. Ich brech ab. Ganz ehrlich. „Hirschmann-Syndrom“ – wie geil ist das denn. Danke.

  10. Liotard konnte mit in der Branche altbekannten „Buebetrickli“ die Regulatoren der FINMA geschickt umgehen, indem er den Aktiendrücker-Vertrieben seine Aktien mit PUT-Option (also mit einem Rückgaberecht) gegen ein Darlehen zur Verfügung stellte. Die Telefonverkäufer konnten dann vollkommen legal die Small World – Aktien „aus Eigenbestand“ verkaufen und umgingen damit die Regularien für die AktienVERMITTLUNG, welche seitens der FINMA besonders streng sind. Wie gesagt, alles vollkommen legal. Allerdings könnte die FINMA dieses Vorgehen als Umgehung ihrer eigenen Rules & Regs auslegen und dementspechend ahnden. Tut sie aber nicht, da sie offensichtlich den Nestlé-Erben, bzw. seine hochkarätigen Anwälte nicht verärgern will. Ich weiss von viel kleineren Fischen in diesem Aktiendrücker-Milieu, welche bereits seit Monaten in U-Haft stecken, weil sie von der FINMA wegen arglistiger Täuschung angezeigt wurden. Liotard macht es richtig, er nutzt den Bancomaten nicht von vorne, sondern steht dahinter und bedient sich einfach an der offenen Tresortür. Dank seiner Anwälte bewegt er sich dabei immer auf sicherem Terrain.

  11. Liotards Immo-Erwerb ist kein Zeichen von Wohlstand, da sicher massiv Fremdkapitaleinsatz (von Banken und besonders ausländischen Privatpersonen, die gerne Geld in der CH parkieren).

  12. Das ist nur ein Riesen Bluffer, der noch nichts geleistet hat im
    Leben ausser die Kohle vom Vater verbrennen. Die Aktie gehört nicht an die Börse, aber Verfahren laufen ja, leider etwas langsam.

  13. jedes Mal wenn ich diesen Name lese verspüre ich irgendwie Mitleid. Wie hart muss es sein, aus so einer geistreichen und erfolgreichen Dynastie zustammen aber selbst kein bisschen davon mit auf den Weg bekommen zu haben?
    Ich würde Dich ja gerne mal in den Arm nehmen, einfach so, aber ich bin mir nicht sicher ob Du dies verstehen würdest und annehmen könntest…wäre ja umsonst

    • Bravo Sandro er ist echt ein armer Mensch aber dafür kann er Millionen ausgeben und angeben wie ein Abgott.

  14. Ob ihm die Hütte wirklich selber gehört?
    Und diese ganze A Small World Geschichte ist doch komisch: Ich habe noch keine einzige Person kennen gelernt, die da Mitglied ist und/oder je an einem solchen Event teilgenommen hat. Gibt es die Events überhaupt?

  15. Das Geschäftsgebaren von Herrn Liotard-Vogt ist unseriös und verächtlich. Auch eine Schande, weshalb die Bilanz ihm immer noch eine Plattform bietet.
    Seine Internet Bude ist eine Luftblase, auch zweifle ich die Mitgliederzahlen an. Bestimmt zahlen nicht alle Mitglieder und man versucht hier mit einem billigen Taschenspielertrick auch nicht zahlende Passiv-Mitglieder oder Scheinprofile mitzuzählen… Die Aktie gehört dekotiert/ von der Börse genommen.
    Mal wieder steht die Finma beschämt daneben und schaut zu bis die Investoren Totalverlust erleiden. Den Kurs der Aktie sehe ich langfristig bei null CHF.

  16. Der klassische Fall eines Sohnes von Beruf. Verzweifelt auf der Suche nach Anerkennung wird die Kohle rausgehauen, um Eindruck zu schinden bei Menschen die ihn hofieren, wenn es was zu profitieren gibt. Hinter seinem Rücken aber wird gelacht und gelästert, dass sich die Balken biegen. Glück sieht anders aus.