Ermotti killt Trading – mit 7 Jahren Verspätung

UBS-CEO setzt laut Financial Times Hunderte von Chefs und Händler in der Investment-Bank auf Strasse – Viel zu spät.

Sergio Ermotti ist der Mann der Stunde. Erst zauberte er Iqbal Khan von der Konkurrenz als Papabile aus dem Hut.

Nun zerschlägt er seine Investmentbank. Laut Financial Times könnte die Nummer 1 des Landes heute an einem Townhall „hundreds of job cuts“ bekanntgeben.

„(E)specially within the higher ranks, as duplicate roles are cut after sweeping divisional mergers“, schreibt das Finanzblatt.

„Especially in the higher ranks“: Big Banker zittern (FT)

Was nach starker Hand klingt, ist in Tat und Wahrheit das Eingeständnis eines Totalversagens. Der grosse Rückbau von Big UBS Trading kommt sieben Jahre zu spät.

Im Oktober 2012 kündete Ermotti als damals noch frischer Chef der Grossbank die „Beschleunigte Strategie“ an.

Gemeint war, die gefährliche Investmentbank zur Dienerin der Vermögensverwaltung zu machen. Kein Hot Trading mehr, sondern nur noch Dienst am Kunden.

Ermotti erhielt Applaus, die UBS-Aktie hängte die Konkurrenz ab. Nun ist Herbst 2019, und Ermottis Aktie sinkt und sinkt. Selbst der CS-Titel springt davon, wer hätte das gedacht.

Wie ist das möglich? Ganz einfach: Ermotti hat nicht geliefert. Sein Versprechen, die Investmentbank zur kleinen, feinen Zulieferin zu machen, blieb hohl.

Auf und ab – und stets gigantisch: Entgelt im Trading (UBS)

Dass dem so ist, beweist Ermotti heute selbst. Warum sonst müsste er nun, so viele Jahre nach der grossen „Acceleration“-Ankündigung, die Investmentbank von Grund auf überholen?

Was hat denn Ermotti all die Jahre gemacht?

Nie wirklich zurückgebaut: Umsätze im Trading (UBS)

Die Grafiken zeigen: nicht viel. Ging das Geschäft im Trading und in der Börsenberatung gut, stiegen die Boni.

Lief es schlecht, sanken diese.

Die Trader und Chefs profitierten, die Bank nicht. Sie machte zwar in guten Quartalen Gewinn. Doch nie war das Business nachhaltig.

Nun bricht es ein. Die Financial Times berichtet ebenfalls heute von einem miserablen ersten Halbjahr im weltweiten Trading.

Aktien-Trading bei UBS&Co: minus 17 Prozent (FT)

Die UBS, so dachte man, wäre am wenigsten davon betroffen. Ihr Chef hat ja schliesslich schon vor langer Zeit die Investmentbank domestiziert.

Nun merkt man: alles Schein und Täuschung. Das zeigt sich an den Zahlen. Am eindrücklichsten beim Personal. Die Zahl der Mitarbeiter im Trading und der Beratung ist nicht gesunken oder gleichgeblieben, sondern … gestiegen.

Mit Karacho in den Abschwung (UBS)

Ermotti und sein Freund, Andrea Orcel, gaben lange Vollgas. Vor allem im Herbst 2018 drückten der CEO der UBS und sein – inzwischen gefallener – Star-Boss im Investmentbanking auf die Tube.

Nun gehts in die andere Richtung: Sanierung, Umbau, Unruhe.

Die UBS widerspricht. Wenn man die Sache von Herbst 2012 aus betrachte, seien die Anpassungen in der Investmentbank signifikant.

Risiken: von 110 auf 70 Milliarden runter; Mitarbeiter: von 7’000 auf 5’300; Rendite auf das benutzte Kapital: fast immer über 15%. Wo ist die Investmentbank, die besser abgeschnitten hat, tönt es aus der UBS.

Fakt ist: Die UBS reisst nun in der Investmentbank das Steuer herum. Sie baut ab. Die Aktie reagierte sofort. Heute stieg der Kurs erstmals wieder deutlich.

Die Misere in der Investmentbank ist umso erstaunlicher, weil Ermotti von Haus aus ein Trader ist. Er legte die Basis für seine steile Karriere bei Merrill Lynch, einer grossen US-Investmentbank.

Bisher gab Ermotti stets anderen die Schuld für die erstaunlichen Schwächen der grössten Schweizer Bank. Nie musste der Tessiner selbst die Verantwortung tragen.

Auch den Absturz der Investmentbank könnte er von sich weisen. Orcel ist schuld. Der kann sich nach seinem Abgang nicht mehr wehren.

Man kann immer die Leiter der Sparten Investmentbank, Vermögensverwaltung und Asset Management für die verfehlten Ziele angreifen. Wenn man aber so verfährt, dann hat auch Ermotti sein eigenes „Baby“: das Corporate Center.

Wie sieht es dort aus? Die Antwort: rot. Die Verluste in den Quartalen der letzten zwei Geschäftsjahre waren teilweise gigantisch, mit dem Höhepunkt im vierten Quartal 2018. Damals gabs ein Minus von einer halben Milliarde.

Die UBS Bad Bank, sie macht Verlust – Monat für Monat, Jahr für Jahr. Hierfür trägt nur einer die Verantwortung: der Mann zuoberst.

Kommentare

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  1. Der Artikel schiesst teilweise an erheblich wichtigen Fakten vorbei. So ist
    a) ein Affe ausgerüstet mit Dartpfeilen mit einem Blatt Papier voller Aktien-Nummern effektiver als die meisten Investmentbanker in der Buy-and-Hold-Strategie
    und
    b) stirbt das menschliche Trading aus, weil AI (künstliche Intelligenz zu Deutsch) langfristig besser abschneidet, weil sie alle Muster erkennen kann die ein Trader normalerweise ausnutzt und sich auch noch schneller an neue Muster gewöhnt.
    das kombiniert mit dem Faktum, dass an der Börse Gewinne immer schneller mitgenommen werden lässt nur die allermodernsten Institutionen noch Gewinne machen, die grösser sind als Bspw. im Immobiliensektor.
    Goldman Sachs ist unter den Banken der Platzhirsch schlechthin, ansonsten sind die grossen Tiere irgendwelche IT-affinen Hedge-Fonds die vor 2 Jahren noch niemand kannte. Das Branchenschlusslicht (zumindest in der Schweiz) bilden dann die Kantonalbanken. Irgendwo dazwischen war: die UBS.

  2. Und, Cs und Baer werden für den nächsten grossen Endschritt bereitgestellt. Spät. Ende 2020 werden diese 3 ganz neu aufgestellt sein.

  3. Ermotti und Axel Weber machen vor allem eines: sie zerstören Aktionärswert. Sie fokussieren sich auf Politik, interne Grabenkämpfe und Rechtsfälle (nicht gerade ein Kerngeschäft). Alte eitle Männer. Keine Impulse. Aber schön Millionen einsammeln.

  4. I’m so sorry for the eu banks, you’re just over-indebted, stuck deep in the swamp of your derivative books, and have a central bank and failing states against you, which will not turn out well.

    Since the Swiss banks have betrayed their customers, no one will trust them anymore, so they are helplessly exposed to the overwhelming force around them.

  5. Eine „beschleunigte Strategie“ wäre es, wenn die Herren Versager Ermotti und Weber die UBS so schnell wie möglich verlassen würden, und das, ohne grosse Boni und Abgangsentschädigungen!
    Ein weiteres Mal müssen in der UBS wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Versagen der Bankspitze um ihren Arbeitsplatz zittern. Ermotti war die komplett falsche Wahl für die UBS!!!

  6. Hier eine wirklich wichtige News: Ronny Hug, Leiter Vermögensberatung bei der Raiffeisenbank Mittelrheintal hat heute Geburtstag!!!
    Quasi am gleichen Tag wie der verstorbene, trotzdem legendäre, Fredi Mercury!

  7. Gelegentlich schon etwas erstaunlich wie offenbar wenige, bis ganz nach oben, geschnallt haben was da tatsächlich abgeht.
    2008 ist der Laden ( der Globale ) um ein Haar abgesoffen.Da platzte damals eine Kapitalmarkt generierte Geldblase. Seither drücken die Zentralbanken
    aus der sog. Notenpresse geschöpfte Liquidität ins Finanzsystem.Die Investment-Heinis auch Zoker geschimpf oder geprisen, waren wohl der Meinung der geschöpfte Zaster aus den Zentralbanken sei etwas anderes, damit könne man nach altem Muster weiter zocken.Na ja auch dieser Abschnitt, auch das ,,Geldrezept,, beginnt zu verdunsten.
    Das besondere an Überliquidität, die entfaltet nicht bestreitbar entsprechende Wirkung. Nur eben das haben viel zuwenig beachtete, das wirkt NUR auf beschränkte ZEIT.
    Die Anzeichen mehren sich das aktuell der Kapitalmarkt und die Realwirtschaft zunehmend instabiler werden.
    2008 war das so mehr oder weniger nur im Kapitalmarkt direkt spürbar.Der nächste Schub wird sich sehr wahrscheinlich durch den Kapital und den Realwirtschaftsteil fressen. Restrukturierungen und Pleiten auf beiden Ebenen.
    Um da noch etwas Wirkung aus der Notenpresse zu holen,
    muss die Neue Grösse in der EZB den wohl nicht bloss eine Draghi-Bazoka abfeuern, sondern die ultimatieve, Huklear-Geldbombe Zünden. Huch das gibt denn mal ein Ding. Na ja die Sonne geniessen,solange die noch etwas wärme spendet, dann wars das den wohl.

  8. Wenn man sich über die Jahren viel schwere Ideologie zulegt und beginnt, sie zum Ausdruck zu bringen, sperrt man damit sein Hirn in ein überaus unglückliches Muster und verzerrt somit die allgemeine Wahrnehmung. Denn die Unfähigkeit, richtig mit psychologischer Verleugnung umzugehen, ist ein weit verbreiteter Weg in die (nächste) direkte Pleite!

  9. Das Corporate Center verschuldet seine überproportionalen Verluste fast ausschließlich der Investmentbank und der US-Vermögensverwaltung, deren hartnäckigen Verluste der Vergangenheit sie übernommen hat. Aber nein, der USA Wahn der obersten Herren der UBS blieb erhalten. Die Angelsachsen in der obersten Führung der UBS sind diejenigen, die am meisten Einfluss haben und die magersten Gewinne, wenn überhaupt, abliefern. Diese Säulenheiligen der UBS sind unantastbar. Die haben sich wie Maden im Speck vom Schweizer Geschäft auf der Ebene der Filialen und der in der Schweiz beheimateten internationalen Vermögensverwaltung ernährt. Nun ist diese Schweizer Zitrone der UBS ausgepresst und liefert nicht mehr so tolle Resultate, was auch eine grundsolide Zürcher Kantonalbank in ihrem hiesigen Geschäft erlebt.
    Nun ist die Devise der UBS in London und New York, die Kosten runter und das Personal muss entlassen werden. Wenn die UBS meint, sie könne dort eine „Hire und Fire“ Umgebung veranstalten, wie es ihr behagt, täuscht sie sich gewaltig. Natürlich kann man den Portier und den Chauffeur mit auf kürzerer Frist entlassen als in der Schweiz, aber dies ist nur ein minimaler Kosten-Abbau. Was die Kosten verursacht, ist das dortige Kader auf allen Stufen, die haben bessere Verträge und Rechtsanwälte als ihre UBS gläubigen und hörigen Schweizer Kollegen. Die meinen, weil die UBS angeblich eine Schweizer Bank sei, seien sie in einer halbwegs geschützten Werkstatt. Ihr einziger Vorteil ist, die Schweizer Zitrone ist nun völlig ausgepresst und auch Roboter sind teurer als das Schweizer Personal.
    Jeder Schweizer Sozialplan der UBS ist in seinen Kosten ein „Fliegendreck“ zu den Kosten, die die UBS gegenwärtigen muss, wenn sie ihre versammelten und unantastbaren Heiligen in London und New York in ihrer Anzahl abbauen will. Das wird sehr, sehr teuer und ist nicht gerade eine Lust UBS Aktien zu kaufen, obwohl Herr E. uns jederzeit versichert, die Aktie UBS werde sich „Up, up and away“ bewegen. Besser wäre es gewesen, man hätte vor 2 Jahren in den USA den Laden verkauft und in London den Apparat reduziert. Aber der richtige Chef einer Schweizer Bank zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er eine wahrscheinliche Entwicklung voraussieht, sondern dass er unseren Bundesrat vor sich hertreibt, die SNB zugunsten seiner Interessen Prügel verabreicht und der FINMA sagt, was Sache ist.

  10. SBB Meyer hat den Absprung gerade noch geschafft und nimmt sich so aus der Schusslinie. Ermotti hat es, Testosteron gestützt, einfach verschlafen den Wechsel früh einzuläuten. Die Rechnung für dieses Versäumnis zahlen die Mitarbeiter.. leider einmal mehr!!

  11. Das erstaunt nun wirklich keinen mehr. Der letzte, echte Trader-Typ war Grübel, welcher nicht über eigenes Unvermögen, sondern über einen Grossbetrug eines Traders aus Ghana stolperte. Konsequent wie Grübel immer schon war, übernahm er die Verantwortung und trat zurück. Damit verlor die UBS aber auch einen der besten Banker der Welt und ersetzte ihn durch Ermotti, einen reinen Verwalter und Karrieristen. Schade, denn die Amis machen uns vor, wie man mit cleverem und aggressivem Trading Milliarden verdienen kann, zumal dies dank Tiefzinsen und einer stetig boomenden Börse sogar mit einer plumpen Long-Strategie funktionierte. Während Trump die Banken von der Leine liess, stehen die Schweizer Behörden weiterhin auf dem Schlauch und verschärfen sogar noch die unsagliche und von EWS initiierte Zerschlagung des Bankenplatzes. Und alles nur, weil die FINMA (zusammen mit der Nationalbank) damals darauf bestand, die UBS „zu retten“, was nach heutiger Datenlage überhaupt nicht notwendig gewesen wäre. So gesehen ist Ermotti als Verwalter am richtigen Platz, denn die Schweizer Banken werden kaputt reguliert und dürfen keine Risiken mehr eingehen. Die Amis freuts, während sie nicht nur im Trading brillieren, sondern auch noch die steueroptimierten Gelder nun quasi zuhause in Delaware verwalten dürfen. Zur Erinnerung: Die Amerikaner nehmen am AIA NICHT teil, knüppeln uns aber mit ihrer FACTA-Regulierung – unsere Regierung freut’s, denn mit Hilfe der FACTA-Rules kann sie den Finanzplatz – wie von langer Hand vorbereitet – weiter schwächen und irgendwann komplett auslöschen. Bis dahin bestehen die grossen Leistungen unserer Banken-Manager in der stetigen Erhöhung der Konto- und Depotgebühren, sowie in der Implementierung von neuen Gebühren für die staatliche Compliance. Daher ist es nur konsequent, wenn Ermotti das Trading killt, denn dieses wird von den EWS-Cliquen auf lange Sicht sowieso nicht mehr geduldet.

    • Wir werden sehen, was Ihre USA-Begeisterung bringt, so ein Ding wie 1929 und 2008, alles unter republikanischen Präsidenten wie Hoover und Bush jun.. Haben Sie jemals von John Kenneth Galbraith das Buch „The Great Crash von 1929“ gelesen? Eine erbauliche und lustige bis tragische Lektüre für jeden Leser! Wenigsten haben damals die Akteure in ihrer Sprache zugunsten des Börsen-Hype mehr Poetik gehabt als die heutigen Langweiler der USA-Begeisterung.

    • Danke für den sehr guten Kommentar. Ich sehe das auch so. Nach dem unsäglichen Swissair Debakel hat man übereilig die UBS gerettet. Bundesbern ist dann auch übereilig gegenüber den Forderungen der Amis (FACTA) eingeknickt. Unsere Bundesräte sind halt keine Diplomaten, sondern Beamte, die schnell klein beigeben, weil sie mit der Materie überfordert sind. Das Schweizer Bankenbusiness wird immer bedeutungsloser, was sich in den stagnierenden Aktienkursen von UBS und CS manifestiert. Man kann die Bilanzen und Erfolgsrechnungen nur noch schönen, indem man Leute entlässt und der Belegschaft den gratis Kaffee mit Gipfeli streicht. Ich wette, dass wir innert eines Jahres die bedingungslosen Annahme des Rahmenvertrages erleben. Wie lautet doch ein Zitat von Woody Allen?: „Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen“ …

    • @Sauer

      „Konsequent wie Grübel immer schon war, übernahm er die Verantwortung und trat zurück“

      In diesem Satz steckt die eigentliche Katastrophe. Niemand weiss mehr, was Verantwortung bedeutet. Verantwortung ist kein rollender Kopf nach dem Desaster, sondern umsichtiges und nachhaltiges Planen und Durchführen. Wer unbedacht Köpfe fordert, sollte sich nicht wundern, wenn die vollen Töpfe in Sicherheit gebracht und nur noch hohle Gefässe geliefert werden.

    • Ihrer Konklusion über FATCA kann ich nicht zustimmen. Grund: FATCA ist ausschliesslich dazu bestimmt, dass US-STEUERPFLICHTIGE (also US Bürger und Green Card holders – unabhängig ob in USA oder anderswo wohnhaft) welche Bankkonti ausserhalb USA unterhalten, dem US Fiskus gemeldet werden dürfen. Es betrifft dies nicht nur die Schweiz sondern andere Länder ebenso.
      Ich will damit nicht sagen, dass FATCA gerecht ist,im Gegenteil: Es ist für mich eine Steuergaunerei vom US Fiskus für diejenigen Personen, welche im Ausland wohnen, dort steuerpflichtig sind und auch noch vom US-Fiskus besteuert werden.

  12. Trading ist reines Gambling. Somit hatte Jesus vor gut 2000 Jahren Recht als er alle Geldhändler aus dem Tempel geschmissen hat.

    • Darum ist er auch zu einem Zöllner eingekehrt, um Ihm das Evangelium zu erklären. Worauf dieser Busse tat und den Geprellten alles in vielfachem Mass zurückgezahlt hat. Sowas brauchen wir heute, wär mal schön.

  13. „Investmentbank Dienerin der Vermögensverwaltung“ ??

    Seit 2003 musste die UBS gegen 15 Milliarden Bussen zahlen,
    weil die Investmentbank mit Marktmanipulationen aller Art
    betrogen hat.

    Dank Börsenaufsicht und Staatsanwälten wurde die Bank in diversen Ländern zur Rechenschaft gezogen, wenn auch noch nicht in allen Fällen.

    • „… wenn auch noch nicht in allen Fällen.“

      Diese werden noch kommen. Die letzte Datenherausgabe an Frankreich wurde mit dem laufenden Strafverfahren gegen die UBS verknüpft. Das war falsch. Die neuen französischen Betrugsverfahren gegen reiche Sozialschmarotzer werden weitere Strafverfahren gegen ihre Helfershelfer – Anwälte, Banken etc. – nach sich ziehen. Und so verreist ein Jahresgewinn nach dem anderen als Busse ins Ausland.

      C’est la vie? Nein, todtraurig: für den schnellen Profit machen die Bankers immer wieder dieselben Fehler.

    • Die Altlasten der UBS sind ein Überbleibsel der Ära Marcel Ospel (MO). Da hat das Controlling nicht mehr funktioniert bei der aggressiven Gewinnmaximierung von MO. Und Ermotti mit Weber müssen der FINMA kuschen (wie auch die CS).

  14. Die meisten dieser sog. Top-Manager sind alles Blender. Das einzige was sie können – sich gut verkaufen!
    In der Realität unterscheiden sie sich nicht wirklich von den „normalen“ Geschäftsführer ohne MillionenBonus. Noch schlimmer, sie ruinieren die Firmen durch Unvermögen! Siehe Brady, Ermotti, Boris, Ribar und und und…

  15. Investment Banking ist nicht gleich Investment Banking. Ohne Investment Banking u/o Merchant Banking wird das Wachstum für Private Banking schwierig, mal abgesehen von Witwen und Waisen.
    Das Spiel, wer kann die Märkte besser lesen und richtig gewichtete Allokationen sind random und locken keine vermögenden Kunden mehr hinter dem Ofen hervor.
    Das Swiss Banking muss sich neu erfinden, nur fehlen die Köpfe dazu. Die Abzockerei ist ein Auslaufmodell.

  16. Wieder mal den Klassiker der Management-Literatur aus den 90ern hervornehmen: Nieten in Nadelstreifen.
    PS: Weber ist noch die viel größere Runzel.

    • Nieten in Nadelstreifen ist bloss die Vorspeise.
      Es Gibt da noch etwas handfestere.
      Nebst anderen auch den Titel Endstation Globalisierung.
      Das ist nun einmal so, in der Globalisierten Welt.
      In Alten,wie auch immer Zeiten konnte in China ein Sack Reis umfallen,das entfaltete nur Lokal Wirkung.
      Heute in der Globalisierten Welt schwappen die Reiskörner eines geplatzten Reissackes rund um den Planeten.Mal sehen wo und wann den was umfällt, muss ja nicht ein Reissack in China sein.

  17. Solange das Cost-Income-Ratio der UBS nicht unter 65% ist (aktuell 77%), solange ist die Bank schlicht zu fett! Es ist richtig und längst fällig, diesmal „von oben her“ auszudünnen; besonders bei der IB! Auch gibt es immer noch zu viele Produktmanager, Salesmanager, Segmentsmanager…