KMU kämpft gegen Nestlé, da kündigt ihm CS

Gastro-Unternehmer beharrt auf Geld nach Stornierung – Nestlé droht und zahlt dann – Gleichentags schmeisst CS KMU raus.

Ist es Zufall? Der Unternehmer Nicolas Castillo glaubt nicht daran. Er hat nach vielen Jahren von seiner Bank, der Credit Suisse, die sofortige Kündigung erhalten.

Ohne Angabe von Gründen, einfach mit Verweis auf einen Allgemein-Passus in den Geschäftsbedingungen.

Was war passiert? Castillo betreibt eine Gastrofirma, die Schlosserei Genussfabrik. Mit ihr organisiert er Events für Firmen.

Eine war die Nestlé Schweiz. Sie buchte einen grossen Anlass. Castillo machte sich an die Arbeit. Dann blies die Nestlé den Event ab.

Stornierung. Für Castillo nicht lustig. Aber so be it.

„Mussten nachhaken“: Nestlé (IP)

Der Gasto-Unternehmer schickte dem Multi eine Rechnung für jene Arbeiten, die er bereits erledigt hatte. Zudem fielen schon Drittkosten an, und er addierte Ausfälle hinzu.

Die Nestlé stellte sich quer. Wir zahlen nichts – oder wenn, dann nur ganz wenig, hiess es von den Zuständigen der Grossfirma.

KMU Castillo liess nicht locker. Auch nicht, als Big Nestlé ihm mit Schwarzer Liste drohte.

Krieg um 15’000 Franken: Schlosserei Genussfabrik (IP)

Schliesslich beglich Nestlé die Rechnung von Castillo. Es ging um knapp 15’000 Franken.

Und dann kams: Die CS kündigte Castillo die Geschäftsbeziehung. Out of the Blue, am gleichen Tag, als die Nestlé nach langem Hin und her die Schuld beglichen hatte.

Eine Vergeltungsaktion?

„Kündigen wir per sofort“: CS (IP)

Castillo fasst zusammen:

„Die Nestlé weigerte sich lange, die offene Rechnung für den nicht durchgeführten Anlass zu zahlen. Ich würde nie mehr einen Auftrag erhalten, hiess es.“

„Als ich klarmachte, dass das Geld geschuldet sei, überwies Nestlé schliesslich die knapp 15’000 Franken. Genau dann schickt mir die CS die Konto-Auflösung.“

„Bei der Bank sagte man mir nur, dass eine Kündigung jederzeit möglich sei. Einen konkreten Grund für die Kontoauflösung nannte man mir nicht. Es war auch nie etwas vorgefallen zwischen meiner Firma und der CS.“

Die CS reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Zumindest nicht gegenüber dem Medium.

Hingegen erfuhr Castillo von seinem CS-Betreuer, dass ihm ein Gang an die Öffentlichkeit nicht gerade helfen würde.

Nach Erscheinen der Story schickte die Bank eine Stellungnahme.

„Der Vorwurf, die Credit Suisse würde sich mit anderen Unternehmen über Kundenbeziehungen austauschen und diesbezüglich koordiniert vorgehen, ist haltlos und entbehrt jeglicher Grundlage.“

Die Nestlé und die Credit Suisse haben lange Verbindungen. Diese reichen bis in die Gründerzeiten zurück.

Wie sehr die beiden Multis verbunden sind, zeigte sich um die Jahrtausendwende.

Da sorgte der damalige Nestlé-Chef Peter Brabeck für den Rausschmiss von Lukas Mühlemann und den Neustart der CS unter Oswald Grübel.

Ebenfalls damals wurde CS-Übervater Rainer Gut Präsident der Nestlé. Er übte dieses Amt aus, bis CEO Brabeck reif war für den Kapitänsstuhl beim Nahrungsmittel-Giganten.

Nestlé und Credit Suisse, Vevey und Paradeplatz – eine Achse zweier Riesen.

Da wagt es ein kleiner Gastro-Unternehmer, von Nestlé 15’000 Franken Ausfall zu verrechnen. Die kann toben, wie sie will, der Mann bleibt hart.

Und dann kündigt ihm die CS. Hat die Nestlé bei der CS den Rausschmiss des Gastro-KMUs gefordert? Schritt die Grossbank sodann zur Tat und stellte den Unternehmer auf die Strasse? Man will es nicht für möglich halten.

Kommentare

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  1. Haha was für eine Lügengeschichte. Castillo erfindet hier wohl seine eigene Geschichte damit er als mutiger KMU’ler auftreten kann.
    Wenn man weiss was wirklich passiert ist muss man nur noch laut lachen. Typisch Castillo halt. Den Ruf eines Gross-schnorris hat er längst.

  2. Tönt nach David gegen Goliath – wären da nicht die zahlreichen kritischen Kommentare an David’s Adresse.

    Der Schuss mit dem Gang an die Medien geht wohl hinten raus, David…

  3. Klar ist dies das normale Vorgehen wenn man sich wehrt gegen Nestlé und Co. Sowas ähnliches habe ich mit der CS auch erlebt. Dank der CS wäre unsere Firma fast in den Konkurs gelandet, aber wir haben uns gewehrt und den Bankobmann einschalten wollen und dann ging plötzlich alles und zuvor wurden wir wochenlang hingehalten und unser Konto dort blockiert. Wir sind seitdem weg von dieser Grossbank welche die Kunden erpresst, belügt, das Gesetz nonstop bricht und Kunden absichtlich ins Verderben jagt.

  4. Das ist ja lustig. Ähnliches ist uns auch passiert und der Brief scheint genau den gleichen Inhalt zu haben. Aber uns egal, wir haben damals zu einer deutschen Onlinebank gewechselt – für ein IT-Unternehmen optimal. 1/10 der Gebühren der CS und besserer Service – und wir konnten über 200 Geschäftspartner dazu bewegen ebenfalls die CS zu verlassen und zur deutschen Onlinebank zu wechseln 🙂 Darunter waren auch viele Unternehmen mit gewichtigen Vermögen der Inhaber dahinter. Hat die CS wohl einen niedrigen 3stelligen Betrag in der Vermögensverwaltung gekostet uns zu kündigen. Das ist doch mal Wohl für unsere Seele 🙂

  5. Die CS investiert lieber in Mocambique und Cote d’Ivoire da springt mehr illegale Kohle raus. Der Ruf der Schweiz interessiert doch nicht.

  6. Man kennt Castillo in Olten. Der komische Brand im Dampfhammer Olten und weitere komischen Geschichten. Ganz zufällig wird das nicht sein mit dieser Kündigung…

  7. Beachten wir mal diese (vielleicht erfundene, vielleicht auch nicht) Perspektive:
    In diesem Fall hat sich die Zusammenarbeit mit dem Gastronomen als sehr mühsam erwiesen, da dieser in der Planung nicht kooperativ war (mehrmaliges nachhaken der Firma war nötig), und dann plötzlich das ganze Menü umstellen wollte, und eine Vorauszahlung von einem Kunden dieser Grösse verlangte (in Zürich vielleicht ok aber in Olten unerhört..)
    Als die Firma sich darauf von der Offerte zurückziehen wollte, schickt der Gastronom eine überrissene Rechnung, die Nestlé trotz der Dreistigkeit des Gaszronomen bezahlt. Es wird ja das letzte Personalfest an diesem Ort gewesen sein…
    ~währenddessen~ Die Bank des Gastronomen (CS) weiss um die Schulden ihres langjährigen Kunden Bescheid. Als eine Zahlung von 15000 Fr. auf dem Konto eintrifft, nutzt die Bank ihre Gelegenheit: Sie kündigt den Vertrag zu dem Zeitpunkt, an dem der Grossteil der Schuld effektiv vom Konto des Schuldners tilgbar ist. Dieser sieht seine einzige Hoffnung auf Rehabilitation im Gang zu den Medien…

    • Plausibel, wenn auch „vielleicht“ erfunden. Sie haben die Auszüge aus der Korrespondenz gelesen und kennen die Verhältnisse in Olten. Andere grössere und kleinere Unternehmen essen ja auch nicht dort.

  8. Kein Wunder, wenn die Firma Schlosserei Genussfabrik sich so kundenunfreundlich zeigt. Eine so lange Zeit für eine Offerte zeigt, dass der Kunde für die Firma nicht wichtig ist, aber sein Geld will man trotzdem. Ich würde den Geschäftsfüher tausschmeissen.

  9. Wer die Vorträge von Andreas Antonopoulos hört, kriegt bestätigt, dass solche „Verschwörungstheorien“ tatsächlich geschehen. Deshalb braucht es ein offenes und neutrales System. Es wird kommen, es schreitet absolut unaufhaltsam voran. Vires in numeris! Das Schicksal der Banken wird jenes der Sterne sein, die ein Schwarzes Loch umkreisen. Ganz egal wie gross die Sonne sein mag. Stück für Stück fällt Masse in den imaginären Punkt. Sie mögen eine Zeit lang scheinen.

    Zahlen und Natur folgen halt nicht immer dem gesunden Menschenverstand. Manchmal mögen sie es bizarr.

  10. Hörensagen, Spekulation, Basis ein nicht über alle Zweifel erhabener Gastronom.

    Luki, dass Du es mit Fakten nicht allzu genau nimmst wissen wir alle. Dass Du neuerdings völlig an den Haaren herbeigezogene Zusammenhänge konstruierst, mag aufgrund der sehr dünn gewordenen Beteiligung (gerade mal die krass polarisierende rechtsaussenkolumne mag die 100er Marke bei den Kommentaren zu knacken) nachvollziehbar sein.
    Was mich wirklich schockiert ist, dass die hier ja ach so aufgeklärte und kritische Kommentatorenschaft jedes Wort für bare Münze und als Tatsache aufnimmt wie ein trockener Schwamm. Seid ihr wirklich so dermassen frustriert, dass ihr jede Gelegenheit nutzt, um die CS schlecht zu schreiben? Ihr habt null Hintergrund Infos und haut einfach drauf los? Ein Tipp an Luki: spar Dir die langen Texte, schreib künftig einfach „CS – schlecht“ und Du wirst genausoviele Reaktionen haben wie mit diesem frei erfundenen Schauermärchen.

  11. Nestlé musste zahlen und hat das auch gemacht, weil sie rechtlich wohl keine Chance sahen und dieser Betrag nicht weh tut.
    Der Gastgeber ist aber auch kein unbeschriebenes Blatt. Nicht nur dass die Kommentare auf Bewertungsplattformen zutreffen, auch seine Biografie verbirgt einige Ungereimtheiten. Von daher hatte die CS wohl auch andere Gründe und es war wohl ein Zufall.
    Zuletzt die CS, die nichts sagt und auch keine Stellung nehmen darf, aufgrund des Bankgeheimnisses, eignet sich dann gut, die Story aufzublasen.
    Ob die Gründe in einem persönlichen Gespräch erläutert wurden, weiss niemand. Der Betriebsleiter kann sagen was er will und die Bank muss schweigen.
    Viel heisse Luft um nichts, ein Aufgeblasene Story ohne richtige Recherche. Sie verkauft dich halt gut, wie David gegen Goliath.

  12. Mir kündigte die CS vor ein paar Jahren auch das Geschäftskonto (Guthaben im niedrigen 6-stelligen Bereich) weil ich gerichtlich gegen einen ihrer Grosskunden vorgehen musste. Zitat des damaligen Leiters der CS Geschäftsstelle: „wenn Sie Kunde bei uns sein wollen, müssen Sie massiv mehr Vermögen oder Schulden bei uns haben“. Seither glücklich bei Postfinance.

  13. Was ist daran so erstaunlich? Die Reichen finden immer Schlupflöcher,derkleinen Frau/ Mann das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wohin gehen unsere Pensionskassengelder? Die lösen sich nicht in Luft auf, sondern wechseln den Besitzer. Und der kleine SVP und FDP Wähler gibt ihr Stimmchen brav ihrer Partei weiter. Gut Freund mit dem eigenen Henker.

    • BVG-AHV :

      Wer sein Vermögen staatlich verordnet unter Zwang durch Dritte verwalten lassen muss, verliert es.

  14. IP meets Mini Beiz Dini Beiz in der Provinz. Dünne Nestle Suppe die Story die da serviert wird, denn wer die Gastroszene in Olten kennt, weiss um die Charakterschwächen des Eigentümers der Genussfabrik
    Als altgedienter Kundenberater musste ich auch schon einigen Kunden die Beziehung künden, das ist immer ein riesen Spass und der Grund dafür ist einfach: Ich bin ein zu geil für diese Kunden, ich nehme das Geld wenns gut läuft aber klappe den Schirm zu wenns regnet, ich bin ein Selfurzer der kein Risiko eingeht, keine Ahnung vom wirklichen Wirtschaftsleben hat moralisch verkommen und sowieso nur ein rückgratloser Hure des Kapitals ist, der sich hinter Paragraphen und Weisungen versteckt. Ein typischer Grossbankabzocker halt. Gut vielleicht überschätze ich mich da ein bisschen und es lag vielleicht auch an den Kunden selbst, ihren geschäftlichen Schwierigkeiten, ihr Fehlverhalten, dass Sie Ihre Kunden, Mitarbeiter und Familien belügten und betrügten, dass sie Alkoholiker waren, Psychopathen oder einfach A…
    Ne- spinn ich denn jetzt: Ich bin doch Mister Univers Grossbanker und mache was ich will. So jetzt muss ich aber, Brabeck hat angerufen, irgend so ein ein roter Lastwagen hat ihn zuparkiert, super jetzt darf ich alle Leasingverträge mit roten Lkws künden.

  15. Ich empfehle dem rausgeschmissenen Kunden, einsichtsrecht bei der CS einzufordern, denn dazu ist er berechtigt. Vielleicht kommt dann aus, was genau abgelaufen ist. Ein Standardschreiben gibt’s beim eidgen. Datenschutz.ch.

    • Erstaunt mich nicht bei Thiam als CEO, der hat keine Ahnung und wartet auf den Bonus.

  16. Turnverein XY will ein Chf Konto bei CH Bank (no name please) ōffnen:
    Bank verlangt Bestātigung, dass in der Vergangenheit alle Unterschriftberechtigten kein „US Green Card hatten“.
    Etwas ist eigentlich ausser Kontrolle geraten, Hysterie ist keine Krankheit mehr.

  17. Die Kleinen sind immer unschuldig, die Grossen immer böse. Wenn das nur so einfach wäre…

    Ich kenne weder die Schlosserei Genussfabrik noch die Gründe für die Absage für den Anlass von Seiten Nestlé. Auf http://www.tripadvisor.ch habe ich aber Einträge gefunden, welche ich wohl nicht zwingend für bare Münze nehme, aber eben doch einen zweifelhaften Eindruck vermitteln:

    „Der Geschäftsführer hingegen ist eine Zumutung für jeden Gast / Die Bedingungen waren nett, aber der Wirt arrogant und dazu noch betrunken… / Küche Top – Gastgeber Flop / Eigentlich schönes Restaurant mit leider sehr unfreundlichem Gastgeber / Wäre da nicht der selbstverliebte „Chef“, aufdringlich, allwissend, grauenhaft. Hält sich zudem für den Oberhengst, die Sprüche sind unter aller S… Dass ihn die „Angebaggerten“ als oberpeinlich empfanden, realisierte er nicht.“

    Das Nestlé mehrmals nachfragen musste, um schliesslich nach 20 Tagen eine Offerte zu erhalten, wirft zumindest Fragen auf.

    Und Nestlé soll nichts besseres zu tun haben, als die CS zu kontaktieren und die Kontoauflösung mit der Schlosserei Genussfabrik zu veranlassen – ich bitte Sie…

    Trotzdem lese ich Artikel über die bösen Grossfirmen, all die unfähigen Manager, Politiker und Unternehmer sehr gerne. Danach rücken meine eigenen Unzulänglichkeiten in den Hintergrund und ich kann beruhigt zurücklehnen, weil ich danach weiss: Wenn in meinem Leben nicht alles rund läuft, sind ausschliesslich „die Anderen“ dafür verantwortlich. Das fühlt sich wunderbar an!

    • Ich kann aus erster Hand die Aussagem zum Inhaber bestätigen. Kein Oltner geht freiwillig dorthin. Schade – die Location wäre cool.

  18. Das ist aber kein Einzelfall weder in der Schweiz noch sonst in Europa. Deswegen geht man ja als KMU nicht zu einer Großbank, sondern auch zu einer KMU Bank – damit die Kräfteverhältnisse etwas mehr im Einklang sind.

    • Der Abstand scheint definitiv verloren gegangen zu sein. Für Aufträge und damit verbundenen Kosten steht man gerade! Punkt und nochmals Punkt! Und zwar egal, ob man den Wirt mag oder nicht. Das hätte sich Nestlé vorher überlegen müssen. Und wenn eine Bank die Beziehung kündigt gehört es ebenfalls zum allgemeinen Anstand dazu, eine plausible Erklärung dafür zu nennen. Wenn die CS das tatsächlich nicht gemacht haben soll, so ist das sehr fragwürdig. Ich bin auch Kunde der CS mit einem 7stelligen Betrag und werde mir das merken.

  19. Wer heute sein Geld – egal wie viele Millionen – bei einer der beiden „Grossen“ parkiert, hat nicht begriffen wie anständiges Geschäft funktioniert.

    • @ Schmatzer

      Gratulation zum 7-stelligen Betrag auf dem Konto.

      Machen wir doch mal eine kleine Rechnung, und kalkulieren stark vereinfacht und überschlagsmässig was mit einer Million (CHF 1’000’0000) auf einem Bankkonto geschehen kann, im Mindestreservebanking (mit ca.2.5% Mindestreserve / Bankbilanzverlängerung /Kreditvergabe).

      Teilen wir die 1 Million mit 2.5 und multiplizeren wir sie mit 100, wir erhalten CHF 40’000’000.-Kreditvolumen hergezaubert.
      Für diese 40 Millionen Bankbuchungen fehlt das Geld!!!
      Aus einer Million wurden plötzlich (wettbewerbswidrig!/ betrügerisch!)
      40 Millionen Kredite, ohne das dafür jemals eine Leistung erbracht wurde, seitens der Banker!
      Wie hoch sind die Zinseinnahmen daraus für die Bank?

      Zum Beispiel bei:

      8% Hypozins (90-er Jahre) = CHF 3’200’000.-Zinseinnahmen pro Jahr
      1% Hypozins.(2019 ) = CH. 400’000.-Zinseinnahmen pro Jahr

      Sehen Sie was die Finanzakrobaten innert eines Jahres mittels Bankbilanzverlängerung abgezockt haben, ohne eine wirkliche realwirtschaftliche Leistung zu erbringen?
      Aus einer Million Kontoguthaben eines Kunden, verdiente die Bank damals (90-er Jahre)bei 8% Hypozins sagenhafte 3.2 Millionen pro Jahr.
      Heute bei 1% Hypozins kassiert sie immer noch CHF 400’000.-pro Jahr “im sitzen“!
      Das sich die Kontoguthaben der Kunden dadurch kaufkraftmässig rasch entwerten versteht sich von selbst. Ebenso natürlich, dass die Immobilienpreise inkl. Börsen (alle Assets) stark steigen. Der Dumme ist der Bankkunde, und der Kontoinhaber, er ist auch noch Gläubiger wenn die ganze Zauberei drehen wird. Die gesamthafte Kreditvermehrung im Bankenkartell ist übrigens noch viel grösser wie hier berechnet.
      Die Bonis werden sitzend “verdient“ mittels Kreditschneeballsystem.
      Der Reichtum ist nur Scheinreichtum durch Täuschung und Giralgeldschöpfung/Mindestreservebanking.
      Die ganze Finanz-Zauberei und Zinsversklavung ist pure Verarschung und wird noch ein böses Erwachen ergeben.
      Was weiss die Politik im Bundeshaus darüber?

      Falls jemand Korrekturen vornehmen will, gerne.

  20. 1. peinliches Schreiben der Novartis
    2. peinliches Arbeiten eines Selbständigen

    Fazit: beide haben extrem Luft nach oben, aber anscheinend nicht nötig, da sie Zeit haben sich zu bekämpfen anstatt produktiv zu sein.

  21. Als Kleinunternehmer sind ich und meine Kunden auf Ämter, Banken, Telefon, Internet und einiges mehr angewiesen. Es reicht nicht, einen guten Job für die Kunden zu machen. Bei allen diesen Institutionen handelt es sich träge Riesentanker. Eine Kontoeröffnung bei einer Grossbank mit Unterschriftsberechtigungen, E-Banking und dem ganzen FACTA Schrott benötigt neben langen Fragebogen rund 300 Gramm Papier. Ein KMU droht an Bürokratie zu ersticken und es wird immer schlimmer. Es ist unglaublich aufwändig und meist aussichtslos, sich gegen solche Riesen durchzusetzen – selbst wenn man im Recht ist. In den kommenden Wahlen wollen bis auf die Linken alle die KMU fördern. Geschwätz! Die Realität sieht triste aus. Die Deutschen haben die Bürokratie perfektioniert, doch wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Noch eine Generation und wir werden von Asien gnadenlos an die Wand gespielt.

    • Recht haben und Recht bekommen sind halt zwei sehr unterschiedliche Schuhe. Jeder der das noch nicht verstanden hat sollte besser einfach ein Angestellter bleiben.

      In der Theorie haben Sie Recht. Aber um Recht in der Praxis zu kommen brauchen Sie Kapital und Macht. Ergo hat nur die Oberschicht wirklich das Recht wie im Mittelalter.

  22. Dumm gelaufen.
    Alle Vertragsparteien können beidseitig unter Einhaltung der Fristen grundlos kündigen.
    Job, Wohnung etc. etc.
    Nestle bleibt DAS Paradeunternehmen der Schweiz.

  23. Kein Einzelfall. In meiner Beratungspraxis erlebe ich dies ab und zu, dass eine Bank einem KMU kündigt. Ein Grund wird kaum offen genannt, man wäre sonst angreifbar. Die Fristen dazu sind vertraglich zwar klar, aber trotzdem unanständig kurz und die Kündigung kommt zur Unzeit. V.a. dann, wenn der KMU tausende von Kunden (Debitoren) auf eine neue Bank umpolen muss. Ebenso alle Salärkonti, Pensionskasse etc.

  24. Spontaner Gedanke: Wann öffnet Nestlé die Portokasse und übernimmt die CS?
    Wäre in der heutigen Zeit keine Überraschung mehr für mich.

  25. Nun ja, ich hatte mal einen Kunden der nach der Wende in Deutschland, mit den Fall der sogenannten „Rohstoffunion“ ca. 350 – 500 Millionen D-Mark veruntreute.
    Es war der grösste Betrugsfall Deutschlands nach dem Krieg.

    Aber meinen Auftrag über 17ooo Franken bezahle der auch erst nachdem ich 14 Monate mit ihm stritt und er seine Arbeit nicht abholen konnte, weil ich Handwerkervorbehalt angemeldet hatte.
    Hätte ich vor der Bezahlung ausgeliefert, würde ich heute noch auf mein Geld warten.
    Diesen Vorbehalt habe ich damals sofort angemeldet, weil er in einem Restaurant …..in der Nähe eines anderen Kunden von mir damit prahlte, dass er mir nun mal die Knöpfe zumachen werde, satte 50% Nachlass müssten nach 6 Aufträgen doch drin sein.

    Offenbar machte der Mann das öfters bei seinen Lieferanten.
    Wer akzeptierte das er ihnen beim 5-ten Auftrag mal sagen wir die Hälfte der Rechnung wegstrich, mit denen arbeitete der weiter zusammen.

    Mit mir nicht, ich habe immer sauber gerechnet und immer am unteren Limit verrechnet.

    Der Stolz jenes Investors war damit aber sichtlich verletzt und es entstand ein Kampf um einen Betrag welcher bei ihm eigentlich unter Portokässeli oder Peanuts rangierte.

    Eine der Folgen war dann auch, das er mir jede Woche eine Betreibung zustellen liess….. obwohl er der Schuldner war. Eine Woche eine an mich Privat, die andere Woche eine an die AG.
    Er wollte mich ganz einfach unmöglich machen, unser Betreibungsgesetz ermöglicht das ohne jede Prüfung der Sachlage.

    Egal ob jemand gross und Reich ist, sie sind deswegen nicht besser gebildet, nicht fester im Charakter und auch genauso streitbar wie alle anderen.

    Das der obige Gastromann kleine Fehler machte darf angenommen werden, aber Nestle hätte nach dem ersten mal auch einfach einen anderen suchen können oder darauf pochen das er es das nächste mal besser anpackt.
    Die Rechnungen bezahlen, das aber müssen die trotzdem…….. Punkt.

    • Zu diesem Betrugs-Fall finde ich im Netz leider nichts. Könnten Sie mir mehr Informationen geben? Es tönt nach einer sehr spannenden Geschichte.

  26. Wieso machte er überhaupt ein langes hin und her mit Nestlé? Rechnung schicken, mahnen, betreiben auf Konkurs.
    Aber die Geschichte kann ja so wohl nicht stimmen, den bei Nestlé handelt es sich um eine hochangesehene typisch schweizerische Firma, die sehr hohes Ansehen geniesst.
    Oder wissen Schweizer vielleicht gar nicht, was sie da für Firmen haben?
    Auf jeden Fall: Bei Nestlé nur noch gegen Vorauskasse…

    • Der letzte Satz ist nur zum lachen! Nestlé ist doch nicht auf einzelne Vorauskasse fordernde KMU angewiesen.

  27. Kleinen gegenüber widerrechtlich knausrig sein, Grossen gegenüber grosszügig mit respektablen Summen hantieren. So bleibt das Kapital unter den Grossen, egal ob sinnvoll eingesetzt oder sinnlos vergeudet, egal ob die Umwelt und die Menschen dadurch Schaden erleiden. Und die Kleinen lernen für alle Zeit zu kuschen. Das ist bekannt als Klientel-Wirtschaft, will heissen Günstlingswirtschaft. Nicht die Fähigen, sondern die im oberen Wirtschaftskuchen Agierenden und Einflussreichen werden begünstigt. Dabei lassen sich in der exquisiten Schafsherde aus den oberen Rängen selten fähige Führungskader festmachen.

    Mein Respekt an den KMU-ler, der wird seinen Weg machen, auch wenn’s nicht immer leicht sein wird unter korrupten kopfnickenden Wirtschaftsleuten. Es gibt auch noch andere, wie man sieht.

  28. Angenommen die Ausführungen im „Nestlebrief“ stimmen, dann würde wohl niemand bei der Firma Castillo für einen (Gross-)Anlass bestellen. Es spricht wohl für Nestlé, dass sie weiter dem Kleinunternehmer die Chance gab – trotz dessen sträflichen Geschäftsgebaren (Nichterstellung einer Offerte innert wenigen Tagen). Dass die Kontokündigung zeitgleich lag, ist wohl ein Zufall, eine Ableitung zu einem Racheakt scheint wohl weit hergeholt. Sollte es jedoch zutreffen, dann wären die Involvierten (Idioten) sofort auf die Strasse zu stellen.
    Dass Nestlé „ihrer“ Bank damals Dampf unter dem „Hintern“ gemacht hat und bewirkt hat, dass der nutzlose Möchtegernmanager auf die Strasse gestellt und durch Grübel ersetzt wurde, ist wohl ebenso legitim und im Nachhinein auch noch absolut richtig gewesen. Würden heute Unternehmungen ebenso handeln, würden einige dieser „Managerspezies“ wenigstens einen gewissen Druck bei der Ausübung ihres Jobs verspüren, oder würden ebenfalls auf der Strasse landen.

  29. Kann passieren, wenn man sich man sich auf eine Geschäftsbeziehung mit der Grossbank #CreditSuisse @CSschweiz einlässt!

    Einfacher Tipp:
    Ein völliger Verzicht auf Geschäftsbeziehungen zur kriminellen Schweizer Grossbank CS erspart Ärger

  30. Wenn es diesen Zusammenhang Nestle – CS – Kündigung Castillo gäbe, wäre dies eine vorsätzliche Bankkundengeheimnisverletzung durch die CS.
    Die wiederum bestätigt die Einstufung der USA.

  31. Man merke: Trennt das Inkassokonto vom Rest! Dass eine Kündigung ohne Grund zulässig ist? Da lohnt sich der Gang zur Ombudsstelle.

  32. Gott sei Dank Herr Castillo ! Sie werden am sichersten besser bedient bei Raiffeisen oder Postfinance.
    CS Compliance Abteilungen haben etwas mehr zu sagen: ich schätze mindestens 20 interne Aktennotizen, unendliche Sitzungen mit RM, Stop & Go, Go-around. CS Boot ist immer noch mit unfähigen „Dirigenten“ gefüllt. Das Wort Verantwortung ist ausgeschlossen: alles ist durch Weisungen reglementiert, ein Tägliches Gulag für die Unterstehende Mitarbeiter.

  33. Da hat er einen Fehler gemacht, denn in ZH müssen die Banken wie CS und UBS bei gewissen, angesehenen Restaurants Vorkasse leisten sonst gibts nix. Die haben in der Vergangenheit nämlich einfach nicht bezahlt und sich hinter ihrem großen Namen versteckt. Finde ich super wie die jetzt an den Eiern gepackt werden. Dasselbe sollte auch für Multis wie Nestlé gelten.

    • Ernsthaft jetzt? Ich bims voms CS und zahle nicht? Unvorstellbar ist das nicht, nur… nein, das kann ich mir fast nicht vorstellen.

      Das Sekretärinnen, pardon Assistant to the CEO, Personalessen 2x gratis sinnlos voressen und trinken, hab ich schon vernommen. Aber sonst?

  34. Politischer Erfolg ist nur erreichbar, wenn diese Netzwerke offengelegt werden.

    Ich kann die Aussagen im Artikel bestägigen: BBL (Ueli Maurer), SECO (Schneider Ammann), Mehrwertsteueramt, SVA-Zürich, Quellensteueramt, Bundesverwaltungsgericht, Bundesgericht, WalderWyss arbeiten Hand in Hand – konkludentes Verhalten.

    Die Steuerung erfolgt vermutlich aus Amerika bzw. Grossbritannien, wegen der Zeitverschiebung.

    Es hilft da auch nicht wirklich eine bestimmte Partei zu wählen, sondern es geht um die Strukturen dahinter.

    Die Aufregung über SNB, Ausländer, korrupte Politiker ist daher eine schöne Freizeitbeschäftigung – mehr nicht.

    • Soso Verwaltungsebenen arbeiten in der Schweiz kreuz und quer versteckt miteinander. IV (SVA) mit Exportförderung (SECO), kantonales Steueramt (Quellensteuer) mit Zivilrechtlichen Abteilung (zB Kindesentführung) des BGer.

      Klar.

      Und jetzt trinken wir zuerst mal einen Kaffee und hämmern danach wie wild in die Tasten.

    • Wow endlich mal jemand der hier was durchblickt. Meine Hochachtung!

      Es geht hier nicht um „Links“ (Good Cop) oder „Rechts“ (Bad Cop). Es geht hier nur darum in die eigene Tasche zu wirtschaften.

  35. Die CS mag vieles sein, doch glaube ich eher an einen Zufall. So ein Fall, wie hier geschilder, müsste ganz weit oben eskalieren um glaubwürdig zu sein! Wegen 15tsd Franken kann ich es mir kaum vorstellen bei den Millionenbudgets beider Firmen.

    Sollte es doch so sein müsste man klagen!

    • Das ist falsch.

      Es geht drum, dass dieser Unternehmer ein harter Hund ist, und den müssen Sie fertigmachen, egal welcher Betrag auf dem Spiel steht.

      Machiavelli hat vorgeschlagen, solche Leute umzubringen.

      Tun Sie dies nicht, so werden solche Leute den Machthabern das Leben schwer machen.

      Das Umbringen ist heutzutage etwas verpönt und aus der Mode geraten, und es gibt Methoden, die tödlich sind, nur nicht so aussehen: Verkehrsunfall, Krebs, Herzinfarkt, Verschwindem vom Schiff, …

      Sie sehen das auch in der Politik.

      Kennen Sie da jemanden, der wirklich eine konsistente Haltung vertritt?

    • Sehe das genauso. Ist wohl eher Zufall. Weder Nestlé noch CS haben an solchen Racheaktionen ein Interesse, denn dafür ist der Fisch einfach zu klein. 15k sind für die Peanuts und das Event war sowieso budgetiert und hätte viel mehr gekostet.

    • @Marte

      Klaus Marte, sie werden mir immer sympathischer.

      Ich könnte auch gut nachvollziehen, wenn dieser Rausschmiss passiert wäre, um sich bei Menschen von Nestlé z.B. Rechtsabteilung, Finanzen anzubiedern.

      Wenn Sie zudem wissen, wie KMUs und vor allem Gewerbler von CS Mitarbeitern angesehen werden, dann erstaunt ein solches Vorgehen nicht.

    • @sandro

      Ich kann Sie sehr gut verstehen. Das ist ja das Faszinierende, es passiert und keiner kann es sich vorstellen.

      Und exakt das ist der Grund, warum es eben passieren kann.

      Einen Fall Epstein, bei dem ein amtierender Präsident in einem Flugzeug genannt „Lolita-Express“ auf die Jungferninseln fliegt, lag bei mir vor kurzem noch ausserhalb meiner Denkmöglichkeiten.

      Und danke für den Tipp mit dem Alu-Hut, werde mich mal nach einem passenden Modell umsehen.

      Die Strahlenwerte für 5G sind ja im Moment noch recht tief, um die Grenzwiderstandsfähigkeit der Schweizer Bevölkerung zu testen und vielleicht auch eine Art Gewöhnung herbeizuführen.

      Erst später wird dann die Dosis erhöht.

    • @ Maarte marte marte…….

      Immer diese Ungenauigkeiten.

      Bei Eppsteins Lolita Express war es Bill Clinton der über 20 mal mitgeflogen ist, Hillary 6 mal.

      Es wird in vielen Medien mit der Ungenauigkeit suggeriert das Trump da involviert ist.
      Ist er aber nicht, ja er war der einzig bekannte welcher Eppstein aus seinem Club „Mar al Lago“ verbannt hatte, nachdem Eppstein auch dort auf Lolita Jagd gegangen war, beziehungsweise die Tochter einen Club-Angestellten angegangen ist.
      Das war bereists vor über 10 Jahren und Trump hat mit der Polizei beim der ersten Anklage gegen Eppstein sehr gut zusammen gearbeitet.

      Marte, erkennen Sie das Trump gegen den „Deep_State“ kämpft den Sie hierzulange auch wahrnehmen und bekämpfen wollen.
      Ein Deep-State der in Grossbritannien gerade fröhliche Urständ feiert und den Volkswillen nun ganz offen missachten will.

    • @Walter Roth

      Ich meinte ja Bill Clinton.

      Trump hat den Epstein bereits 2008 lebenslänglich aus seinem Golfressort Mar-a-Lago verbannt, da der eine minderjährige Tochter einer Angestellten für seine Zwecke rekrutieren wollte.

      Zudem hat Trump in seinem Wahlkampf angekündigt, dass er die Pedophälie bekämpfen will: Dry out the swamp.

      Und auch ganz wichtig, er hat noch keinen neuen Krieg vom Zaun gebrochen.

      Sollte der Clinton ausserhalb seiner Regierungszeit mit Epstein geflogen sein und nicht innerhalb, hätte ich tatsächlich einen Fehler gemacht.

      Im Moment würde ich einfach sagen, es war nicht perfekt eindeutig.

      Ich dachte übrigens Bill Clinton sei 26 Mal geflogen, kann aber auch die Summe aus allen Clinton-Flügen sein!

      🙂

      Und die Infos lese ich auch nur, ohne das wirklich prüfen zu können.

      Ich war nämlich nicht dabei!