2-Milliarden-Mosambik: CS-Chefs zittern

Storys übers Wochenende enthüllen Unterschriften von Hauptsitz-Vertretern der Bank – Diese zeigten stets auf London-Tochter.

Die Schlinge um die CS im Fall Mosambik zieht sich zu. Am Samstag rollte das „Magazin“ des Tages-Anzeigers den Korruptions-Fall um 2 Milliarden Kredite für verrostete Thunfisch-Boote auf.

Neu ist, dass auch hohe Chargen der Credit Suisse AG in Zürich rund um den riesigen Korruptionsfall wichtige Kreditverträge unterzeichnet hatten.

Das ist brisant. Die CS-Chefs am Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz betonten bisher stets, dass sie nichts am Hut hätten mit dem „heissen“ Kredit an das arme Land. Dieses ist Pleite.

CS-Präsident Urs Rohner sagte vor den Aktionären diesen Frühling, dass er den Vorwürfen intern nachgehen würde. Er wehrte sich vehement gegen den Vorwurf, Teil des Problems zu sein.

Teil der Lösung? Rohner (Lucerne Festival)

Infosperber, ein Digitalmedium, das den Fall frühzeitig aufgegriffen hatte, meinte letzten Mai: „Die Stellungnahme von Verwaltungsratspräsident Urs Rohner enthielt zwei Elemente von grosser Bedeutung.

„Erstens behauptete er dezidiert, von den Machenschaften des ‚Deal Teams‘ in der Londoner Filiale, das der CS den Skandal eingebrockt hat, erst durch die amerikanische Anklageschrift vom 19.12.2018 erfahren zu haben.

„Zweitens sagte er sinngemäss: ‚Wenn die Bank einen Fehler gemacht hat, werden wir selbstverständlich mit den Behörden kooperieren…‘.“

Die SonntagsZeitung, die wie das „Magazin“ im Tamedia-Verlag erscheint, goss gestern weiter Öl ins Feuer. Laut ihrem Chefredaktor „fallen (sie) wie die Dominosteine“.

Gemeint sind die Schuldeingeständnisse von CS-Bankern, die in den Kredit an Mosambik involviert waren.

Die Frage wird nun sein, was die geständigen CS-Manager, welche die Bank inzwischen verlassen haben, den Ermittlern sagen – und was sie an Beweisen vorlegen können.

Je nachdem hat die CS-Spitze ein Problem. Sie würde dann in einen Justiz-Strudel globalen Ausmasses geraten.

Nächste Eskalationsstufe im Fall Mosambik: Magazin

Besonders gefährlich ist der Fakt, dass es die Amerikaner sind, die am Ermitteln sind – einmal mehr. Wie im Fall des malaysischen Staatsfonds 1MDB treiben auch hier die USA die Banken in die Enge.

Die CS ist längst schon am Gängelband der USA. Sie musste in einem 2,5 Milliarden-Ablassdeal vor 5 Jahren den Amerikanern weitreichende Kooperation zusichern.

Ein US-Anwalt nistete sich bei der CS in Zürich ein. Er gab Orders, verfasste dicke Berichte und kassierte Hunderte von Millionen.

Die CS wurde zum Schosspudel der USA. Und nun Mosambik: Wenn die Amerikaner Blut lecken und Verantwortliche der CS in Zürich belasten, droht der Bank Ungemach.

Wer hat die Kreditverträge im Namen der CS Schweiz unterzeichnet? Und wie stark kann daraus abgeleitet werden, dass die obersten Chargen der Grossbank am Hauptsitz in Zürich eben doch frühzeitig im Bild waren?

Es steht viel auf dem Spiel. Hinter den Kulissen ist die Nervosität gross. Die Finanzaufsicht Finma ist längst am Abklären.

Das Hauptproblem wird der Punkt des Gegenpartei-Risikos sein. Wie ist es möglich, dass einem armen afrikanischen Land wie Mosambik ein Kredit vor rund 1 Milliarde Dollar gewährt wird?

Der Rest stammt von einer russischen Bank, der VTB. Doch für die CS ist das nur vordergründig eine Erleichterung. Als sogenannte Syndikatsleiterin trägt sie die Verantwortung für die ganzen 2 Milliarden Dollar.

Zwei Rücktritte ganz oben bei der CS erscheinen in neuem Licht. Risikochef Tobias Guldimann verliess die Bank per Ende 2013. Der Fall Mosambik begann 2011.

Guldimann wurde ersetzt durch Joachim Oechslin. Auch Oechslin ist bereits Geschichte. Er trat Anfang Jahr zurück als Risikochef der Bank. Sowohl Oechslin als auch Guldimann gehörten zur Konzernleitung der CS.

Kommentare

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  1. Wo ist eigentlich Rohner? Wahrscheinlich am Filme schauen? Es war ein ziemlicher Fehler der CS, einen Fernseh-Zampano (SAT1!) anzustellen. Wer kam eigentlich auf diese b….e Idee? Wahrscheinlich Rainer Gut? Wie Raini will Rohner auch Ehrenpräsident der CS werden. Free Lunch bis zur Mumifizierung.

    Die kleinen Mitarbeiter sehen und hören nichts von Rohner. Inexistent! Nur einmal im Jahr sehen sie ihn im E-Mail. Wenn er sich so lieb bei den lieben Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz bedankt. Und die werden dann grün im Gesicht.

    Wieder 2 Milliarden verlocht – und die lieben Mitarbeiter werden es erneut ausfressen müssen. Stellenabbau bei den Kleinen, kein Bonus, Miese-Stimmung. Und Rohner weiss von nichts und guckt Filme.
    Langsam reichts.

  2. Der CS-VRP Rohner unter der schützenden Hand der FINMA – bzw. wenn sich zwei aus Eigeninteressen auf einen Nichtangriffspakt einigen.

    Die Frage die man stellen muss, wie man noch von einer unabhängigen Aufsichtsbehörde sprechen kann, wenn diese doch vor „Misswirtschaft“, „fahrlässigen Aufsichtstätigkeiten“ und „Deals“ selber angreifbar und erpressbar ist sowohl von Seiten der beaufsichtigten Firmen als auch von Seiten der Wirtschaftsprüfer?

  3. someone made a good point re federer – this story will explode into the press and when it does he will have to cut his ties – then urs will have to go

    • will also have to go sooner or later, not because of federer, but due to his role in cases like

      – the scam in the Munich court („Uli Hoeness“-case)
      – 1MDB
      – Moçambique
      – others

      What was the role of Gael de Boissard and Brady Dougan in the Moçambique-case?

  4. sehen wie Tatsachenberichte aus im Vergleich zu den Geschichten, die der CS-Chefbaron von Münchhausen von sich gibt.

    Und auch die FINMA liebt Märchen aus Afrika, München etc.

  5. #FINanzMArktmafia #CreditSuisse

    Aktion „sauberer #FinanzplatzSchweiz“ der #FINMA:
    Man kommuniziert Unwahrheiten, schliesst Deals mit Organen der Grossbanken und Wirtschaftsprüfer und lässt von Seiten VR und Direktor Mark Branson verkünden welch seriösen Job die Aufsichtsbehörde tätigt. Das traurige am Kapitel: Die Oberaufsicht, sprich die Politik winkt die Machenschaften auch noch durCh!

  6. „….Besonders gefährlich ist der Fakt, dass es die Amerikaner sind, die am Ermitteln sind – einmal mehr. Wie im Fall des malaysischen Staatsfonds 1MDB treiben auch hier die USA die Banken in die Enge….“

    Zum Teufel mit diesem Krebsgeschwür „UsA“. Fuck then!

    • Warum?
      Es sind die einzigen die bestehende Gesetze anwenden!
      Sie sind also der Meinung Wirtschafskriminalität soll straffrei bleiben?

    • Der Inhalt des Artikels ist bekannt und erschütternd. Aber bitte Benny, verschone uns, oder mind. mich. Jeden Scheiss kommentierst auch Du noch, um irgendetwas richtig zu stellen oder in Deinen Worten zu formulieren. Gefühlte 10 Kommentare zu dieser Ausgabe…!
      Du bist eine kleinkarierte und neidzerfressene Pfeife, die wahrscheinlich bei einer dieser Banken mal rausgeschmissen wurde. Von „Natioalökonom“ lese oder spüre ich nichts. Der Titel ist eine Amassung.

  7. Ich fürchte, die CS-Limite für „Gesamtafrika“ ist/war tiefer als die implizite Länderlimite für „Mosambik“ (>USD 2’000’000’000 / zwei Milliarden USD), das gemäss Urs Rohner mitten in der EU liegen muss und ein AAA+-Rating aufweisen soll.

    Mark Branson freut sich schon auf ein paar ZFF-Tickets.

  8. Und diese Clowns in Zürich sollen bei dieser Höhe des Kredites nichts gewusst haben? Wann werden diese endlich zur Verantwortung gezogen. Ich hoffe die Amis werden den Zürchern Bubis endlich die Hosen runter lassen

  9. Der Unfähigste der CS ist beinahe unsterblich. Er überlebt jeden Skandalaa obwohl er die Hauptverantwortung trägt. Was muss da alles passieren bis dieser Unfähige fliegt. Finanziell ist er schon lange saniert. Er soll doch bitte gehen.

  10. Nun, was soll man sich noch über diese Typen und deren Machenschaften noch echauffieren, ist wohl jedes Wort gesagt. Wird sich was ändern? Eher erst, wenn „mächtige“ Famlilien oder Institutionen nicht mehr daran partizipieren oder sich der politische Wind dreht. Wir haben ja schon mal gesehen, wie „unabhängig“ die Schweiz wirklich ist.

    Das nächste Zyklenhoch ist nah und da kaufen die Holzermosers wieder CSZ20,P12.

  11. Wann reagiert Ueli der Knecht vom Landi endlich und räumt bei der FINMA auf? Die SVP weiss doch sonst immer alles besser. Aber Verantwortung wahrnehmen sieht anders aus.

  12. Wenn es Katar nicht gäbe, würde die CS seit 2008 am Tropf der Steuerzahler hängen oder nicht mehr existieren. Rohner ist sozusagen ein „Glückspilz in weisser Weste“.

    • Nicht Katar hat Geld der CS gegeben. CS hat (obwohl pleite) Katar Milliardenkredite gegeben von dem ein Teil zurück zur CS floss als „hartes“ Eigenkapital. Selbst die Financial Times hat darüber berichtet, nur Ringier und Tamedia natürlich nicht. Der Deal wurde von der FINMA und der Politik abgesegnet obwohl das ein Bilanzbetrug ist. Aber für Banken gelten andere Bilanzregeln als für KMU’s. Die CS hat führ ihren eigenen Kredit auch noch 100 Millionen an Zinsen zu Katar geschoben.
      Mit realem Geld hat das alles schon lange nichts zu tun.
      https://www.zeitpunkt.ch/eigenkapital-aus-heisser-luft

  13. Zitat Beginn: unter dem Kreditvertrag in zwei Fällen steht auch die Unterschrift eines Vertreters der Credit Suisse AG mit Sitz in Zürich. Verwaltungsratspräsident dieser Tochtergesellschaft ist Urs Rohner, der auch Präsident der Muttergesellschaft ist, Zitat Ende.

    Zitat Beginn: «Ich wusste, dass das Geld aus illegalen Aktivitäten stammt»Andrew Pearse, geständiger CS-Banker aus Neuseeland Zitat Ende!

  14. Herrn Romeo Cerutti würde ich nie ein Pizza Ofen verwalten lassen.
    Seit Texon Affäre (1970-77) wurde beim CS eine so inkompetente Person nie mehr gesichtet.
    Was Herr Cerutti den ganzen Tag macht ist es immer noch unklar. Velo ?
    Raus muss er per sofort.

  15. Bei Schiffskrediten in Entwicklungsländern ist die Credit Suisse Genf jeweils ganz gross involviert. Kann mir doch keiner sagen, dass die da alles im Griff haben…

  16. … es ist ja bezeichnend, dass das Bild von Urs Rohner offenbar vom Lucerne Festival stammt. Vermutlich gibt es in der Bank gar kein Bild von ihm.

    Da sich der vornehme Herr ja lieber jeweils ab etwa 16 Uhr am Zürcher Festival an der Bar zeigt anstatt am Paradeplatz oder gar im Uetlihof zu arbeiten 🙁

  17. Ich bin zu Tränen gerührt, dass Putin mit seiner VTB und die Crime Suisse in Mosambik gute Taten vollbringen wollten.

    Im Ernst: Weshalb wohl ist die VTB involviert?

    PS: Was sagt eigentlich CS-Liebling und Afrika-Wohltäter Roger Federer zu den schrägen Deals seines (Afrika-Stiftungen-)Sponsors CS?

  18. „Es steht viel auf dem Spiel. Hinter den Kulissen ist die Nervosität gross. Die Finanzaufsicht Finma ist längst am Abklären.“

    Die Nervosität ist sicher nicht der Finma wegen geschuldet. Diese absolute zahnlose Behörde könnte man gestrost auch gleich abschaffen. Die klärenn dauernd etwas ab aber es kommt NIE was dabei raus.

    • Haha schon lange nicht mehr so gut gelacht. „Zittern“ wovor? Dass der Bonus nicht mehr ins Konto passt?

    • Warum Bilanz deponieren? Was ich nicht verstehe: eine Bank kann Geld aus dem Nichts schöpfen, ohne Negative Folgen. Was spricht dagegen, dieses aus dem Nichts geschaffene Geld einfach wieder aufzulösen (also abzuschreiben)? Das dürfte eigentlich auch keine Folgen haben…

    • @Fuchs
      Sie haben natürlich recht.
      Die CS wird bei Geldnot das Spiel mit Katar nochmal durchziehen.
      Milliarden an hartem Eigenkapital mit zwei Buchungssätzen.
      Kredit an Katar- und Katar kauft dann mit dem „Buchgeld“ bei der CS Aktien.
      Katar wäre ja nie so blöd und würde eigenes Geld in eine Schweizer Bank investieren.

  19. Wenn man so über unsere zwei Grossbanken liest könnte man doch eigentlich schon von kriminell sprechen oder irre ich mich da?

    • Du irrst dich. Wie kann eine juristische Person krininell sein? Die verantwortlichen Mänägerlis machen sich jedoch sehr wohl strafbar.

  20. Wäre interessant, die Geldströme des Mrd.-Kredites einzusehen.
    Schaffen es die Amerikaner, diese zu entschlüsseln?
    Wieviel Geld hat die CS selbst eingesteckt…

  21. Die CS ist es mir völlig gleichgültig- sie ist schuldig gem. US Urteil! Sehr nachdenklich machen mich die Auswirkungen, welche auch diese 2 Mrd. auf die Bevölkerung in Mosambik hat. Unsägliches Leid ist nur die Spitze des möglichen Umschreibens des Elends! Und in Zürich lassen es sich diese Spitzenleute gut gehen, erbärmlicher geht es nicht…..
    Unter dem Bänkler Rohner wurden massenweise Geschäfte finanziert und über die CS abgewickelt- über dessen Tragweite noch in Jahren manches an’s Tageslicht gefördert werden. Eines der gravierendsten Probleme an dieser Sache ist, dass solche Bänkler (noch) nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Es bleibt die lautlose Hoffnung, das sich das Blatt wenden wird- und zwar in gegen Bänkler. Denn, genau das löst Korruption, Vetternwirtschaft und Bestechung aus. Seit ihr Bänkler Euch das überhaupt bewusst, wenn ihr mit solch dadurch generiertem, dreckigem Geld die Rechnungen bezahlt, Rechnungen die durch eure Frauen und Kindern generiert werden, Tag täglich?

    • „….Seit ihr Bänkler Euch das überhaupt bewusst, wenn ihr mit solch dadurch generiertem, dreckigem Geld die Rechnungen bezahl…“

      Och, was für ein Naivling bist du denn? Nicht die braven Ameisen müssen sich schämen, sondern die wenigen Oberen dieser Banken.

  22. Hmmmm Guldimann ist das derjenige der die Schweiz auf Teufel komm raus in der EU haben will?
    Nun wenn den die Geschichte so auch stimmt, dann bleibt nur eine Frage Feststellung, sind die Verantwortlichen blöd und schwachsinnig. Einer ,,Bude,, die faktisch pleite ist diesen Kreditrahmen zu gewähren???
    Na ja ein paar Tausender, wenn man denn genügend hat ,kann man ja unbesehen riskieren, aber Milliarden???
    Was sich da die Leute täglich über hohe Boni und Saläre gelegentlich fast Hysterisch aufregen.
    Sind den die Boni und vergleichsweise hohen Saläre DAS Problem ? Ne das ist im Verhältnis denn doch eher Pinatz. Der wahre Skandal ist der Umstand das diese ,,Pinatz,,- Beträge mindest zum Teil, irgendwelchen
    Faulen, Innkompetenten und Schwachsinnigen in den A.-gedrückt wird.

  23. Wenn das IKS (Interne Kontrollsystem), welches ja eigentlich in der Verantwortung des Verwaltungsrates ist, funktionieren würde, wäre dieser Fall intern bei der Entstehung schon aufgeflogen. Zum wiederholten Male erklärt der Rohner & Co, nichts gewusst zu haben. Ein klares Zeichen, dass das IKS nicht funktioniert und Rohner & Co absichtlich nichts unternehmen…ist ja klar. Gehört zum Eigenschutz. Sonst müssten sie plötzlich hinstehen und sagen, sie hätten was gewusst und ihr so hart verdienter Boni wäre futsch…oder wahrscheinlich doch nicht, da sie die Ausrede bringen, sie hätten noch grössere Gefahr abgewendet. Ich muss doch mal an eine GV und dies zur Sprache bringen 😉

    • „…Zum wiederholten Male erklärt der Rohner & Co, nichts gewusst zu haben. …“

      Wenn der kleine Mann auf der Strasse etwas nicht weiss, dann schützt es ihn nicht vor Strafe. Wenn jedoch die Geld-Sippe (also zB dieser Rohner) etwas nicht weiss, dann gibt es keine Strafe. Merksch öppis? Willkomme im Banane-Staat Schwiz!

  24. Die 2-Mia-Dollar-Frage ist:
    Wenn Mosambik bzw. der IWF (hoffentlich) nicht zahlen, wo bleibt dann der 2-Mia-Dollar-Abschreiber hängen?

    a) bei den Käufern der (securitisierten) Mosambik-Kredite?

    b) bei den CS-Aktionären, weil die Kreditkäufer und die VTB auf die Credit Suisse Regress nehmen, da die „Garantien“ und sonstigen Bestimmungen/Zusicherungen durch die Credit Suisse als damalige verantwortliche Syndikatsleiterin gar nie gültig beigebracht bzw. eingehalten wurden?

    c) allenfalls gar „privat“ bei mosambikanischen Politikern/Kleptokraten, die als Treugeber eines gemäss Geldwäschereigesetz eigentlich verbotenen verdeckten Treuhandkredits agierten? (Obligationen heute über Strohmänner gehalten)
    Dann wären wir wieder bei a).

    • Mosambik ist wohl nicht mehr in der Lage, seine Devisenkredite zu bedienen. Die Mosambik Gläubiger streiten sich, wer auf seine Forderungen verzichten muss. Per US Justiz wollen die US Gläubiger die CS zwingen, auf Geld zu verzichten, damit diese auf weniger verzichten müssen.

      Mit den Krediten wurde nicht das gekauft, was man eigentlich mit den Krediten kaufen wollte. Das ganze wurde über Frankreich abgewickelt. Wo die überteuerten Schiffe hergestellt wurden. In Frankreich wusste man von den Korrupten Geschäften, wo Frankreich einer der Profiteure der Geschäfte ist.

  25. März 2012: CS-«Employee 1» warnt CS-Vorgesetzte vor Co-Conspirator 2 der
    Privinvest
    Nov. 2012: CS-EMEA-Verantwortlicher verweigert Zustimmung
    CS-«Employee 1» gibt Widerstand gegen Kreditgewährung auf
    Juni 2013: Andrew Pearse von der CS zu Palomar Capital Advisors AG, Zürich
    21.03.2013: Auszahlung erst Tranche des «geheimen» Proindicus-Kredits
    11.09.2013: Ueberweisung von USD 500 für (angeblich nicht geheime) 12 %
    Ematum-Bonds
    Okt. 2012 bis
    Mai 2014: VTB organisiert u.a. den «geheimen» MAM-Kredit
    Ende 2013: Tobias Guldimann verlässt Credit Suisse
    Mai 2014: Dominic Schultens von CS zu Palomar Cap.
    März 2015: Völlig überraschend tritt der Afrika- und IMF-Spezialist Tidjane Thiam die Nachfolge von BRADY DOUGAN an.
    «Thiam beendet die CS-Laufbahn von Gael de Boissard abrupt.» (finews). «Wohl auch, weil er für einen KREDITSKANDAL IN AFRIKA verantwortlich gemacht wurde.» (Blick)
    09.03.2016: Credit Suisse und VTB informieren die Ematum-Gläubiger über geplante Umwandlung in mosambikanische Staatsanleihen. «Dabei verschwiegen sie aber die Existenz der geheimen Kredite Proindicus und MAM, die sie ja selber an Mosambik ausgerichtet hatten und die Mosambik nicht mehr bedienen konnte.»
    April 2016: WSJ deckt die Existenz der beiden geheimen Kredite (Proindicus und MAM) auf
    2016: Palomar Capital Advisors AG, Zürich, wird liquidiert.

    Auf «Infosperber» findet sich folgende hochinteressante bzw. absolut bizarre Passage:
    «Das mosambikanische Parlament hatte dem ursprünglichen Ematum-Kredit ebenso wenig zugestimmt wie den anderen Krediten, erklärte sich aber im März 2016, ……, mit seiner Umwandlung in mosambikanische Staatsanleihen (Eurobonds) einverstanden (sic!). Die Ematum-Gläubiger betrachten dies als nachträgliche Legalisierung eines ursprünglich illegalen Kredits und bestehen daher auf seiner Rückzahlung. Der Proindicus- und der MAM-Kredit waren demgegenüber Konsortialkredite, von denen das mosambikanische Parlament bis im April 2016 nichts wusste und die es auch nicht bewilligt hat.»

    Aufgrund des Vorstehenden stellen sich für den Schreiber, der im Mosambik-Fall den Durchblick sucht, u.a. folgende Verständnis-Fragen:
    Gibt es einen Grund für den Stimmungsumschwung von «employee 1»? (Anm.: Vorstellbar wäre die Aenderung bezüglich «Verbuchungs- und Sicherstellungstechnik» des Geschäfts.)
    Für welchen «Kreditskandal in Afrika» musste der «ex-Kadermann» Gael de Boissard bei der CS London im Jahr 2015 das Pult räumen? https://www.blick.ch/news/wirtschaft/angriff-auf-die-grossbank-geliebte-lieferte-cs-interna-id7499811.html
    Wieso wollten mosambikanische (Frelimo-?)Politiker den Ematum-Kredit – und zeitweise auch die Proindicus- und MAM-Kredite – freiwillig honorieren, obwohl verschiedene Voraussetzungen zur gerichtlichen Durchsetzung der Rückzahlung gar nie gegeben waren?
    Was hat die Credit Suisse (als vermutliche Zahlstelle) für die Zinszahlungen in den Verträgen vorgesehen?
    Wer bezahlte die Zinsen für die drei Kredite? Auch die Zinsen für den (im Parlament unbekannten) Ematum-Kredit können nicht zulasten des mosambikanischen Haushalts gebucht worden sein, da der IWF dies sofort gemerkt hätte. Anm.: Die drei kreditnehmenden Gesellschaften sollen keine nennenswerten Erträge aufgewiesen haben.
    Flossen überhaupt Zinsen? Oder liegen z.B. verbotene verdeckte Treuhandkredite vor, bei denen der Treugeber gegenüber dem Treunehmer auf die Zahlung der Zinsen verzichtete?
    Ist der Fall ca. 2015 aufgeflogen und durch den schweizerischen Geheimbund, aka Finma, diskret (unter dem Radar der Presse) «bearbeitet» worden (Personalmutationen bei der CS, inkl. Dougan!)?
    Hofften die «Mosambik-inaktiv» wirkenden Finma und BA, dass der IWF am Ende die Rechnung begleicht – und „Schwamm drüber“?

    • Danke für die Chronologie und die richtigen Fragen!

      Der Aufwand für alle Beteiligten zur Vertuschung des Skandals muss ja riesig sein…

  26. Und da zittern Sie wieder wie Espenlaub in ihren vergoldeten Sesseln, diese angestellten, rundumversicherten Abgreifer aka Manager. – Wie wäre es mit etwas Skin in the Game, so dass man ihnen das Fell über die Ohren ziehen kann?

  27. Im Fall Mosambik hat die Bank total versagt. Seit Jahren werden die Tatsachen, welche durch neutrale Studien belegt sind ignoriert. CS interne Richtlinien, Due Diligence, Sorgfaltspflichten, Corporate Governance, Code of Conduct und die Standards des Credit-Risk-Management existierten nur auf dem Papier. Geschweige denn von Transparenz und Nachhaltigkeit des Geschäftes. Aber was macht die Bank für die lukrativen aber unverhältmässig hohen Fees. Sie generieren Bonus auf allen Stufen. Das kann nur ein bonusgeiles Management sein. Sie haben dazu beigetragen, dass ein wohl korrupt geführtes Land in den Abgrund gestürzt wurde. Ihr arrogante Auftreten an den letzten Generalversammlungen sucht seinesgleichen. Herr Thiam und Herr Rohner übernehmen sie endlich Verantwortung. Sie beide sind in ihrer Funktion nicht mehr tragbar und voll versagt.

    • Diesen Herrschaften in den obersten Bank-Etagen geht es bzgl. «Verantwortung» immer nur ums eigene Ego und Image sowie um den eigenen Profit. «Lass dich nicht erwischen», gilt immer. Verantwortung wahrnehmen, dies im Sinne einer gut funktionierenden Gemeinschaft und einer lauteren vertretbaren Geschäftsführung der Bank scheint nur so weit eingehalten zu werden, wie die Protagonisten unmittelbar mit dem Gesetz zur Rechenschaft gezogen werden können. Daneben werden gesetzliche Grauzonen weidlich in Anspruch genommen. Das ist global flächendeckender Geschäfts-Usus, also normal, weshalb die «Verantwortlichen» frei von jeglichem Schuldbewusstsein für Fehlverhalten sind.
      Entsprechend wehren sie sich empört gegen die Forderung zu gehen. Erst wenn ihr Fehlverhalten – wie bei Ospel & Co. – schwarz auf weiss bewiesen ist und die Fakten unwiderlegbar auf dem Tisch liegen, ziehen sie ertappt den Schwanz ein und verlassen widerwillig die Machtbühne.

      Die, die für das Debakel aufkommen müssen, bleiben fassungslos zurück. Welcher normale Mensch, der täglich seine Brötchen verdienen muss, kann das schon begreifen, dass solche Machenschaften jahrelang ohne Einwände laufen können? Verantwortliche? Wo sind sie? Wieviele solcher Geschäfte laufen denn noch??? Von der FINMA gar nicht erst zu reden, eine – von einem Amerikaner geführte – gloriose Bankenaufsicht, die von nichts eine Ahnung zu haben scheint, wie der Bundesrat. Möglicherweise ist sie auch nicht mehr als eine anglo-amerikanische Geheimdienstzelle. Die Schweiz hat schon eine ganze Weile ihre fremden Vögte – leider, leider! Und die eigenen Leute in den Macht-Etagen von Banken und Konzernen spielen mit. Eine üble – und verdammt traurige Wahrheit!

  28. Déjà-Vu!!! Ganz wie ehemals Ospel hinausposaunte, als die UBS nicht nur pleite, sondern plötzlich Milliardenschuldnerin war: Er sei nicht Teil des Problems, sondern die Lösung des Problems. Und damit stritt er jegliche Schuld am Debakel ab. Wie sein Schweizer Ausverkauf endete, weiss jeder.

    Jetzt kommt eine Schreckgeschichte der CS nach der anderen zum Vorschein. Das sieht nicht gut aus, weder für die CS noch für die Bankenbranche in der Schweiz, noch für die Schweizer Volkswirtschaft.
    Und was macht die Landesführung, der Bundesrat???
    Da muss ich Zeyer zitieren: «Mal ehrlich: Wer glaubt denn, dass unser Bundesrat eine auch nur grobe Ahnung vom Funktionieren der SNB hat? Abgesehen davon, dass er sich ja auf keinen Fall einmischen darf.»
    Wie wär’s mit Plan B?
    https://insideparadeplatz.ch/2019/09/16/wie-waers-mit-plan-b/

    Diese Ahnung hat der Bundesrat auch nicht über die grossen Banken oder die Banken überhaupt.

    Zum Schluss kommt wieder heraus: Immer schön machen, was die Amerikaner befehlen: Zahlen, zahlen und nochmals zahlen, das scheint eine «Never-ending Story» zu sein, bis das Land ausgeplündert ist.

  29. Zuerst wird beantragt, bewilligt. Erst dann werden die Verträge erstellt.
    Solche Summen sind in Kompetenz GL, evtl. sogar VR-Ausschuss aufgrund des Länderratings, es sei sie wären fadenscheinig kurant gedeckt beantragt worden.
    Wer hat alles den Antrag mitunterschrieben? Die interne Revision, wie die extern sollten zusätzlich das Geschäft später geprüft haben.

  30. Ist doch klar: ein Kredit von 1 Mia. an ein Entwicklungsland MUSS von den höchsten Gremien innerhalb des Mutterhauses – Direktion / VR – abgesegnet werden; und falls nicht,wäre die ganze Geschichte wohl noch gravierender, da Töchter Risiken eingehen können, die das Mutterhaus nicht kontrolliert.

  31. Mit tut vor allem die Bevölkerung leid, nicht die CS! Das Land wird von Politikern und hauptsächlich von den Chinesen und andere skrupellose Geier geplündert – Korruption sei Dank! Ganze Wälder sind in den letzten 15 Jahren verschwunden, das Meer vor der Küste wird leergefischt und wo es sich lohnt wird alles „umgebudelt“ um an Edelmetall und Edelsteine zu kommen – und die Bevölkerung versinkt immer mehr in Armut. Und wer unterstützt dieses dieses System, eine Bank welche immer wo möglich behauptet nachhaltig zu sein! Hinzu kommen unzällige Palmölplantagen rum um den Globus, etc… Ein Mal mehr wird Wasser gepredigt und Wein gesoffen!

    • Mir tut die CS natürlich ebenfalls nicht leid. Nur liegt die hauptsächliche Ursache beim Dilemma in der westlichen Nachfrage nach technologischen Gütern. Solange auch du höchstpersönlich noch mit deinem BMW-X rumgondelst und dabei auch noch mobil telefonierst (das sind nur zwei willkürlich gewählte Anwendungen von vielen tausenden) und nicht wieder im Zweispänner von Oerlikon nach Seebach rumkutschierst, würde ich den Ball selber ganz ganz flach halten. Wer wie wo welche Bedürfnisse befriedigt, spielt schlussendlich keine grosse Rolle, sondern ist schlicht und einfach laues Beigemüse.

  32. CS hat in den USA Tochterbank/Filialen mit Tausenden Angestellten
    und Milliarden Bilanzsumme.
    Nach amerikanischem Recht begründet dieser Sachverhalt einen Gerichtsstand in den USA.
    Das Department of Justice spielt deshalb eine wichtige Rolle
    in diesem Fall.

    • Die CS und UBS machen direkte Geschäfte mit der US Zentralbank FED. Die beiden Schweizer Banken leihen sich US Dollar von der FED und verleihen diese US Dollar an andere Banken und Kunden weiter. Wegen den direkten Zugang zur FED unterliegen CS und UBS bei US Dollar Geschäften der US Justiz. Dieses Problem Geschäft wurde in US Dollar abgewickelt. Die Schweizer Tochter der Russischen Bank wird sicher ihre US Dollar wiederum von der CS bekommen haben. Wenn die CS Bank nicht mit der US Justiz kooperiert, wird den Schweizer Banken einfach der US Dollar Zugang gesperrt. Dann müssten sich die Schweizer Banken aus den Internationalen (teils fragwürdigen) Geschäften zurück ziehen. Das sind Gelder nach Dubai oder Frankreich geflossen. Da wollte man wohl nicht genau wissen, wer am Ende das Geld bekommt.

  33. Urs Rohner und Romeo Cerrutti tragen die Hauptverantwortung für diese ungute Kultur bei CS.

    Man muss hier Pferd und Reiter nennen.

    Die CS verrät Ihre Kunden und Mitarbeiter und zeigt keinerlei Rückgrad in irgendeiner Form.

    Der neue Skandal bei CS passt perfekt ins Bild dieser Bank.

    • Aber eine Weisse Weste „fischelet“ NIE! Es sind immer die armseligen, gierigen Subalternen, die im Trüben gefischt haben.

    • Gemäss Weisser Weste und seinem obersten Rechtscheck waren es wieder einmal (und wie immer) ehemalige Mitarbeiter.

      Die beiden, obwohl seit über zehn Jahren verantwortlich als Rechtschef, VRP usw. haben natürlich von allem nichts gewusst und absolut keine Ahnung.

      Im Gegenzug über die Jahre zweistellige Millionen Boni weil man ja so viel weiss und Verantwortung hat. Das die Finma und die BA die beiden seit Jahren „gewähren“ lassen ist das andere Übel.

    • Urs Rohner hat ja im Schweizer TV in der 10 vor 10 Sendung dem Schweizer Volk deutlich erklärt, dass man es halt emotionslos betrachten müsse, wenn die CS Kunden und Mitarbeiter verraten werden und allein im Regen stehen gelassen werden.

      Wir werden es dann auch emotionslos betrachten, wenn sich das Blatt einmal bei Urs Rohner wendet.

    • Wie immer ein Wunder der Logik. Die Bereichsleiter sind verantwortlich und wenn was passiert ist ein anderer Schuld.

  34. Der VRP und die GL klammern sich immer und immer wieder am „wir haben damit nochts zu tun“ fest.
    Wo bleibt denn hier die Pflicht der GL und des VR? Nur wegschauen bringt ausser Boni nicht.
    Geht nur noch bei den Banken. Wie lange noch? Wann wird Compliance und Governance in die DNA der Banker kommen?

  35. Wie immer bei der CS hat das Top Management nichts gehört, nichts gesehen und nichts gesprochen.

    Wie die 3 Affen.

    Schuld sind wie immer ein paar wenige subalterne Angestellte von CS.

    Das Top Management wäscht seine Hände in Unschuld (Genau gleich wie beim US Skandal von CS – wo Kunden und Mitarbeiter schamlos von der CS verlassen wurden und ans Messer geliefert wurden um die schäbige Haut einiger Top Manager von CS zu retten).

    CS verrät Ihre Kunden und Ihre Mitarbeiter.

    CS musste dann auch offiziell eingestehen, dass sie kriminell geworden war.

    Die CS in dieser Form und mit diesem Management sind eine Schande für die Schweiz.

    Als Kunde können wir glücklicherweise mit den Füssen abstimmen und alle Gelder dieser Bank entziehen.

  36. Gut dass die Amis am Ball sind. Die FINMA hätte nur verpatzt und ausgesessen! Hoffentlich muss die CS mind. 1, 5 Mia blechen und das Geld Mosambik zukommen lassen!

    • Die FINMA HAT nur ausgesessen und bewusst nicht informiert.
      Nur dank dem kleinen Onlineportal infosperber wird dieser Skandal überhaubt in der Schweiz wahrgenommen.
      Die Mauer des Schweigens von FINMA, Tamedia, Ringier und Konsorten hat sich in diesem Fall als erschreckend effizient erwiesen.

  37. Über diese Entwicklung wird man am Paradeplatz wohl wenig begeistert sein, da man den schwarzen Peter gezogen hat! Wer wird sich wohl am meisten schwarz ärgern? Wohl der Mann der Ambitionen auf ein kleines rotes Büchlein hat. Ein Schelm wer böses dabei denkt.