Beschatter von Khan: Mini-GmbH in Züri-Pampa

Klein-Detektei in Agglo hatte von CS Auftrag, Ex-Kadermann zu observieren – Memo: CS habe klare Grenzen gesetzt.

Eine GmbH mit zwei Leuten, die im Handelsregister eingetragen sind, den gleichen Namen tragen und je 10’000 Franken Kapital einbezahlt haben.

Das ist die Firma – sie heisst Investigo und haust in Otelfingen in Zürich-Nord -, die im Zentrum des grossen CS-Skandals steht. Die Besitzer des Kleinbetriebs, gegründet 2010, beschatteten im Auftrag der Grossbank Iqbal Khan. Die NZZ berichtete heute als Erste darüber.

Der Ex-Chef des weltweiten Wealth Managements der CS hat beim Multi vor 3 Monaten gekündigt und beginnt bereits nächste Woche bei Hauptkonkurrentin UBS ganz oben.

„Die Gesellschaft bezweckt die Führung eines Inkasso- und Ermittlungsbetriebes sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Sicherheitsbereich, insbesondere Objekt-, Personen- und Wertschutz“, steht unter dem Firmenzweck im Handelsregister.

Auf Anrufe im Unternehmen und bei einem der eingetragenen Besitzern reagierte heute Vormittag niemand.

Grau, unscheinbar, Beton: Beschatter-Zentrale (Maps)

In einem Memo, das die Firma möglicherweise für ihre Auftraggeberin CS erstellt hat, um bei der nun angelaufenen Untersuchung zu helfen, wird die Beschattung vom letzten Dienstag heruntergespielt.

„Zum Vorfall vom 17.09.2019“ könne man Folgendes festhalten, beginnt das Schreiben, in dem der beschattete Iqbal Khan als ZP bezeichnet wird, was Zielperson meint.

„Unser Mitarbeiter (alleine im Auto) hat seinen Wagen in der Näher (sic!) der Bahnhofstrasse parkiert“, beginnt der Report.

„Immer grossen Abstand“: Auftragsmemo der Beschatter

„Er steigt aus dem Auto. Die ZP kommt auf ihn zu, laut rufend und mit den Händen gestikulierend, die ZP ruft nach der Polizei, Unser (sic!) Mitarbeiter wendet sich ab und geht davon, die ZP geht ihm nach und versucht ihn mit seinem Handy zu fotografieren, unser Mitarbeiter hebt seine Hand in Richtung Handy und sagt, ich möchte nicht fotografiert werden, dann geht er weiter.“

Nach dieser Darstellung hat der Privatdetektiv Khan nicht in ein Handgemenge verwickelt, sondern er versuchte, die Situation zu entschärfen.

„Die ZP verfolgt ihn noch eine kurze Zeit, lässt dann aber von ihm ab“, fährt das Kleinunternehmen in seinem Bericht fort.

Nun kommt ein für die Auftraggeberin CS wichtiger Satz. Er lautet: „Unser Mitarbeiter hat sich gemäss Instruktion defensiv verhalten.“

Das würde heissen, dass die CS dem Überwachungsbüro aufgetragen hatte, keine gefährlichen Situationen zu schaffen.

Der Bericht geht weiter: „Die ZP ist auf ihn zugekommen. Die ZP hat offenbar das Auto von unserem Mitarbeiter fotografieren können. Die Überwachung wurde umgehend abgebrochen und der Kunde informiert.“

Soweit die Schilderungen des von der CS beauftragen Überwachungsdienstes, was am Dienstag vor einer Woche aus seiner Warte passiert war.

Sodann fasst die Kleinfirma den Auftrag zusammen. „Wir wurden vor der Überwachung wie folgt instruiert (mündlich)“, lautet die Überschrift.

Dass dies mündlich und nicht schriftlich erfolgte, ist vermutlich wichtig. Es gibt somit weniger Spuren.

Der Auftrag lautete gemäss dem Schriftstück:

„Überwachen der ZP an unterschiedlichen Tagen, tagsüber (nicht Sa/So) zu unterschiedlichen Zeiten; was macht die ZP, mit wem trifft sie sich, wenn möglich Identifikation der Kontaktpersonen, Fotos erstellen.“

Nun folgt eine zentrale Passage mit Blick auf die Strafuntersuchung der Zürcher Behörden.

„Wichtig: keine strafrechtlich relevanten Handlungen (zum Beispiel Hausfriedensbruch), keine Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsgesetz, immer grossen Abstand zur ZP halten und nicht zu nahe kommen, ZP verlieren stellt kein Problem dar.“

Bemerkenswert ist, dass die Profi-Beschatter in ihrem Memo hervorheben, dass Auftraggeberin CS stets auf Gesetzestreue Wert gelegt hätten.

Als ob das nicht selbstverständlich wäre. Und der Abstand war an der Börsenstrasse vor dem Café Metropol, wo Khan und sein Beschatter aufeinander prallten, nicht mehr gross.

Die Mini-Detektei stellt sich als seriöse, professionelle Beschatterin dar. Die Schilderung steht in Kontrast zu der bisherigen Berichterstattung.

Da ist von wilder Verfolgungsjagd und einem Handgemenge zwischen Verfolger und Verfolgtem die Rede.

Die Investigo verwies heute Mittag in einer Email-Antwort auf ihren Anwalt. Es handelt sich um einen bekannten Zürcher Strafverteidiger.

Die CS schrieb gestern: „Am Wochenende wurde Credit Suisse verschiedentlich in Medienberichten genannt, wobei in einer sensationsgetriebenen Darstellung die Fakten und Vorgänge nicht akkurat beschrieben wurden.“

Kommentare

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  1. Was die Grösse der Überwachungsfirma mit der Auftragsqualität zu tun haben soll erschliesst sich mir nicht. Im Gegenteil sind delikate Aufträge in überschaubarem bzw. berechenbaren Umfeld wohl besser platziert.
    Und warum wird um diese Beschattung so ein Theater gemacht? Andere Firmen machen das gleich. Überwachung ist ein allgegenwärtiger Fakt. Ob Sozialüberwachung oder Kameras an jeder Ecke, mithörende Apps usf. Einfachen Augen aufmachen.

  2. Rechtschreibung und Interpunktion der Stellungnahme sprechen für sich. Die grosse CS engagiert eine kleine, schmierige Hinterhof-Bude mit primitiven Schlägertypen für die Drecksarbeit. Es wir immer besser. Und der CEO-Schauspieler aus der Bananenrepublik ist immer noch nicht gefeuert!

  3. Dedektei? Eher verkappte Türsteher und Schlägertyppen. In diesem Metier der sogenannten Personenüberwacher und Personenschützer tummeln sich mehr Halbstarke als ehem. Polizisten. Eine gründliche seriöse Aubildung über mehre Jahre hinweg? Fehlanzeige. Was macht Mann im Militär mit Typen, die nicht für den normalen Dienst brauchbar sind? Wache oder WC-Tour. Das ist normalerweise das Niveau viele dieser sogenannten Schutzmänner.
    No further comments

  4. Da haben ja Banker-Profi den Überwachungs-Profi einen Auftrag gegeben. Sehr professionell. Mir graut, hätte ich noch ein Konto bei der CS.

  5. Es ist so schweizerisch! Alles sogenannte Profis und die Praxis zeigt dann das wahre Koennen. Nur leider ist dies nur ein Bruchteil den die Welt zu sehen bekommt, weit ueber 90% solcher ‚Profis‘ treiben weiterhin ihre Masche, in der Wirtschaft wie auch in der Politik.

    • Typische Schwiezerisch kleindenkerei…..
      Mind your own business…narrow minds…..
      the era of easy money in PB is over ;O)

  6. Normalerweise können solche Leute doch nicht mal schreiben … wer hat wohl deren Memo verfasst? Dies wird von den externen Anwälten der CS sicherlich auch noch gleich mituntersucht … Adjeu TT …

  7. Wie heisst der Schrott? Investigo? Mein Favorit für den Job wäre die Firma Jugo-Secondondino, vom’s Balkan, Mann!
    INVESTIGO: Lasst mich raten, ähm, mit äs bösi schwarzi Lederjack und mit Türstehe-Usbildig, grossi Muskele und Kampfsportler-Usbil-DUNG)?
    Als hätte die CS nicht schon genug Nachrichtendienstler intern angestellt (wie Bradley Birkenfeld und Co.)- aber klar, Risiken werden ausgelagert 😝

  8. „Um erfolgreich und kosteneffizient ermitteln zu können bedarf es einer gut strukturierten Informationsstrategie. Dies erreichen wir unter Zuhilfenahme modernster Technologien, kurzen Entscheidungswegen in einer flachen Hirarchiestruktur, unserer Erfahrung und kundenorientierten Lösungswegen. Bestqualifizierte, motivierte und seriös ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen Sicherheitsaufgaben im Auftrag von Privaten und Behörden. Die investigo GmbH bietet für jedes Sicherheitsbedürfnis die richtige und professionelle Lösung.“

    „Zuverlässigkeit, Vertrauen und Ehrlichkeit kann man nicht kaufen, aber man kann es erfahren!“

    „… aber man kann es erfahren!“

    http://archive.is/Z33IA

    Topkek! Based & investigopilled!

    • Welch ein Hohn. Wo ist denn die Webseite dieser Dedektei geblieben. Wohl bei einem undercover Auftrag steckengeblieben.

  9. Plenty more scandal to come at CS – massive client losses and some very fine CS METOO affairs – we know who you are are evidence forthcoming in intl press
    this is the worst – dont mind financial scandal, human behaviour much worse

  10. Wieviel dieses „Memo“ wohl gekostet hat? Was für ein peinlicher Versuch.
    Abtreten, aber sofort! Herr Rohner, Sie haben Jahre gepennt, vielleicht sollten Sie jetzt noch genau 2 Handlungen tun:
    A) Gewisse Leute hochkant sofort rausschmeissen
    B) In 6 Monaten selber gehen

    • warum soll Rohner erst in 6 Monaten gehen? Dann hätte er ja noch Zeit, der CS weitere Fehlbesetzungen aufzudrücken.

  11. Wieso E-Learning (Compliance Test usw.) machen wenn alle Skandale auf Stufe MD oder weiter oben passieren? Diese Id…….. sollten Vorbilder sein? Niemals, viele von Ihnen sind Väter. Die Kinder von Ihnen werden sich zu Tode schämen oder genau gleich wie die Väter sich mit Skandalen bereichern.
    Man sollte eigentlich die E-Learnings nur für die obere Etage einführen. Und wenn jemand beim ersten Testversuch durchfällt wird er geschasst. Dann würde endlich Ruhe einkehren da bestimmt keiner von Ihnen die Tests bestehen. Eigentlich sollten die Mitarbeiter die Arbeit niederlegen, bis der TT, OB und allen voraus der UR geht und natürlich ohne Bonus/Fallschirm. Dann hätte man sehr viel ausgeworfenes Geld gespart und der Reputationsschaden für den Finanzplatz Zürich minimiert.

    • Man kann die Tests schon im oberen Kader anbringen. Aber am schluss müssen es doch die Assistentinnen ausfüllen….

  12. Beschattung ist legal. Wo ist denn der Riesenskandal?

    Die Geschichte lässt sich halt gut verkaufen, und auch Medien müssen ihr Brot verdienen. Objektiv ist hier schon lange niemand mehr.

    Ein gutes Beispiel dafür, wie Medien heute funktionieren und wie leicht die Öffentlichkeit manipuliert werden kann.

  13. Die Investigo AG Otelfingen haben mündlich (d.h. unklare) Aufträge erhalten.
    Diesen Dummköpfe hat CS klar mitgeteilt, Panik gegen IK zu herstellen.
    Jetzt ist die Bombe im Ziel gelandet.
    Herr Cerutti muss sofort abtreten, mit ihm weitere 10 N-2 Leute.
    2021 wird CS nicht mehr existieren, Fusion mit Grand Guignol ist bereits im Gange.

  14. Gestern in Dübendorf bei grossem Geschäftshaus mit Lieferwagen 13 Minuten auf Besucherparkplatz mit Fahrzeug stehengeblieben um zu schauen wie was wo und schon Busse bekommen von Gmbh aus Otelfingen! auch ich wurde Opfer von Spionage und sollte Franke 50.- bezahlen! OPS360 kann man nicht anrufen !

  15. Hier die Fakten:
    1. Kahn hat schon vor seinem Abgang bei der CS einen der teuersten PR-Heinis angeheuert.
    2. Es steht der Vorwurf im Raum, dass TT Kahn schon vorher gedroht hat.
    3. Kahn hatte (oder hat) daher privaten Personenschutz.
    4. Kahn, sein PR-Heini und wohl auch seine Personenschützer wissen was mit Illy passiert ist.

    Und hier nun die Wette:
    Wenn Kahn uns sein Privat-Stab nicht vollkommen auf dämlich sind, haben sie mit so was gerechnet. D.h. die Personenschützer haben nach Beschattern Ausschau gehalten. Der PR-Heini hat sich überlegt, wie Kahn es am besten ausschlachten kann, wenn die CS Kahn beschattet. Jede Wette Kahn hat vor der „Szene“ mit dem Beschatter mit seinem PR-Heini telefoniert, wo sie die geplante Eskalation nochmals zu besprechen haben. Und danach gabs eine Info an den PR-Heini (von Kahn oder seinen privaten Personenschützer), damit dieser die Story lanciert… kaum ein Zufall, dass sie es auf das Wochenende hin eskalieren liessen.

    Fazit: TT ist in die Falle von Kahn getappt, welche dieser von langer Hand und ziemlich professionell geplant hat.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kahn und sein Stab jede Menge Eventualpläne in der Schublade haben um TT in den nächsten den Rest zu geben. TT hatte vom Moment an, als er die Beschattung in Auftrag gab schon keine Chance mehr…

    Falls Kahn keinen Plan hat um TT den Rest zu geben, wird er ein massives Problem kriegen („Vernichte deine Feine vollständig“).

    Einer der beiden Nichtsnutze wird also bald ohne Job, Ehre und Ansehen dastehen… jede Wette.

  16. Die Firma wird mit unter 2 Sternen von 5 bewertet auf Google, mich überrascht, dass die CS solch einer Organisation soviel Shareholder Value anvertraut hatte.

    • …weiter ist zu bemerken dass einige kommentare erst heute nach den negativen schlagzeilen verfasst wurden, was dem aktuellen umstand geschuldet ist.
      ABER
      …es sind eben auch einige ältere und sehr negative bewertungen vorhanden… scheinen nicht gerade die vorzeige sherlocks mit entsprechenden kompetenzen zu sein…

  17. Darf Iqbal Khan jetzt nicht bei der UBS anfangen zu arbeiten.
    Kriegt der die 4 Mio Grüezi Boni nicht?
    Es wird spannend, LH bleiben Sie unbedingt an diesem Fall dran.

  18. Khan mit dem dicken Mitleidsbonus, dabei geht er weit um seine Ambitionen zu verteidigen.
    Sollen sich die Herren gegenseitig zerfleischen, I couldn’t care less.
    Nächstes Thema bitte.

  19. es braucht schon etwas, dass jemand aus dem auto aussteigt und auf ein anderes zugeht. hier waren offenbar grosse emotionen im spiel. diese emotionen müssen sich entwickelt haben. es liegt nahe, dass der beschatter sich bei mehreren gelegenheiten erkennbar gemacht hat. ansonsten hätte die ZP wohl kaum so emotional reagiert.
    ist doch ein witz das ganze. ich hoffe, die polizei oder staatsanwaltschaft greift hier hart durch. sauerei, dass man einfach personen beschattet und dann das gefühl hat, straffrei davon zu kommen.

    • Es wäre auch schon, wenn sich die FINMA vor dem Winterschlaf nochmals regen würde. Der Auftrag für diese „Beschattung“ musste von ganz oben kommen.

      Bieten die Herren, die solche Aufträge erteilen, noch Gewähr für eine saubere Geschäftsführung einer TBTF Bank??? Oder gehören diese Herren mit diesen Methoden doch nicht eher in den Dschungel?

    • Doch, lieber Max; Volltreffer. Sie gehören in den Dschungel.
      Erstens weil sie von dort kommen (das ist ein Tatsachenbericht, und keine politisch unkorrekte Aeusserung), und zweitens weil sie sich immer noch so verhalten, wie wenn sie immer noch dort wären.
      „Go. Go South.“ Dorthin, wo der Pfeffer wächst. Oder die Kakaobohnen. Gute Reise, auf Nimmerwiedersehen.

  20. Well. Looks like they received a well deserved shut your mouth bonus to come up with this after the fact memo. Why was it not published already yesterday?
    Has anyone notices that TT got elected in IOC a couple of days before IK left?
    https://www.olympic.org/mr-tidjane-thiam
    Is this not a bit of a conflict? I guess that there must be some kind of review board before such an engagement.
    I guess IK is not so stupid as to invent a story. Neither is his wife. There might have been some cameras around the area where this happened.

  21. Herr Hässig, wenn Sie über die Detektei höhnen, lasse ich das gelten. Wenn Sie aber den Eindruck erwecken, „eine GmbH mit zwei Leuten, die im Handelsregister eingetragen sind, den gleichen Namen tragen und je 10’000 Franken Kapital einbezahlt haben“, sei negativ zu bewerten, weil sie hat so klein und nicht finanziell potent ist, mache ich Sie darauf aufmerksam, dass es diese kleinen Unternehmen „mit zwei Leuten“ sind, die viel in diesem Land leisten – und nur selten Mist machen wie die grossen Bänkli.

  22. Das sind die Folgen, wenn man wie die CS auf Biegen und Brechen Kosten sparen will. Man lagert wichtige Aktivitäten nach Indien, Polen oder Otelfingen aus, und wundert sich dann, dass ständig nur Sch… geliefert wird.

    Wenn der Vorfall zumindest dazu führt, dass TT in die Wüste geschickt wird, haben die 3 Hobbyermittler einen Sonderbonus verdient!

    • Ich bin mir sicher, auch hier müssen ausländische Fachkräfte ran. Die ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter in Polen machen das sicher besser.
      In Indien gibt es viel mehr Sonne, deshalb hat man auch dort mehr Erfahrung mit Beschatten.
      Schweizer bringens einfach nicht!

  23. Das Memo ist genau der Wortlaut des Telefonats vom Montag nach dem Zwischenfall zwischen der CS und den Hilfssheriffs. Vorher gab es sicherlich nicht solche detaillierten Anweisungen. Warum denn auch? Als Auftraggeber gehe ich mal davon aus, dass sich mein Auftragnehmer an Recht und Gesetz hält. So etwas verfasst man eher nach einem nicht geplanten Zwischenfall.

  24. Ein bisschen mediales Drama …und die Wutschreiber sind zur Stelle. Sie gefallen sich in Ihren starken Aussagen, wollen Rechnungen begleichen und fordern Köpfe. Dabei werden Fakten, Verhältnismässigkeit und rechtliche Aspekte untergeordnet. Der Mop befiehlt die Executive wie zu Anna Göldi’s Zeiten.

    Und wenn dann der Fall im nachhinein doch anders war, ja nu: „diä häts ja doch sowieso verdient….“ Und Anna Göldi bleibt die Hexe….

  25. Ziemlich kuriose Schweiz.

    Eine Detektei, die spezialisiert ist auf die Überwachung von Sozialhilfebetrüger, wird auf Iqbal Khan angesetzt.

    Ein neues, bizarres Kapital im Leben der „Gnomes of Zurich“

    • Tja, jetzt erwischt es halt auch mal die nackten Kaiser nicht nur AHV und IV-Bezüger.
      Willkommen in der orwelschen Schweiz- das kann ja noch heiter werden!

  26. Ich denke die „Weisse Weste“ Urs Rohner wird natürlich von nichts etwas gewusst haben.

    Er ist selber erstaunt und ebenfalls schockiert.

    Die Schweizer Zeitungen „Fake News“ haben die Geschichte aus seiner Sicht nochmals aufgeblasen. Er und sein Management-Team betrachten die Angelegenheit selbstverständlich gelassen und tiefenentspannt.

    Subalterne Stufen, ca. 7 Stufen n-xy unter Urs Rohner zusammen mit externen Providern sind für dieses Debakel verantwortlich.

    Er und sein Team haben selbstverständlich zeitnah die Konsequenzen gezogen und die verantwortlichen Damen und Herren zum Ausgang begleitet, damit Sie eine neue Herausforderung annehmen können.

  27. „Wir wurden vor der Überwachung wie folgt instruiert (mündlich)“

    Unglaublich! 2 Scenarios: 1) Das ist die Wahrheit und CS ist total unfähig und ging sehr, sehr unprofessionell vor. 2) CS (Auftraggeber) hat die Sicherheitsfirma Invest… gezwungen dass hier auszusagen.

    Wer instruiert eine Firma mündlich???? WOW!

  28. Das ganze stinkt doch zum Himmel. Je mehr bekannt wird, desto mehr stinkt’s.
    Wieso sollte die grosse professionelle CS eine kleine Amateur Detektiv Klitsche mit einem derart sensiblen Job beauftragen?
    Wieso verfasst diese Detektei jetzt ein offensichtliche „Weisse Weste Waschen“ Auftragsmemo?
    Wie kann ein solcher Beschattungsauftrag ohne Plazet vom CEO erfolgen?
    Wann schickt der VR den CEO mitsamt seiner Clique endlich dorthin, wo der Pfeffer wächst?

  29. Man könnte auch sagen „Die ZP beschattete ihrerseits den Beschatter. Der Beschatter wollte seinerseits nicht fotografiert werden“. Der Abstand war offenbar nicht gross genug…

    • Wie kommen Sie darauf? Weil eine hochseriöse schweizer Detektei (mit immerhin sechs freien Mitarbeitern) eine Version vorträgt, in der sie sich bestätigt, die Gesetze aber so was von einzuhallten?

  30. Thiam & Co sind wohl völlig durchgeknallt einen derartigen Auftrag zu geben zur Verfolgung und Ueberwachung von ehemaligen Mitarbeitern mit Hilfe einer drittklassigen Firma.

    Es ist genug – es reicht!

    Lückenlose Aufklärung ist hier erforderlich wie dies Oswald Grübel dies gefordert hat.

    Wilde Westen in der Zuercher Innenstadt veranstalten um ehemalige Mitarbeiter zu drangsalieren.

    Diese Kultur gehört definitiv nicht in unser Land.

    Kunden und Mitarbeiter können dieser CS leider nur noch den Rücken kehren.

    Finma und Politik müssen hier wohl uebernehmen um wieder geordnete Verhältnisse herzustellen.

    • müssen ebenfalls „UEBERNOMMEN WERDEN“, um wieder „geordnete Verhältnisse herzustellen.

      Es ist wichtig, Aktiv- und Passiv-Form („Leide“-Form) zu unterscheiden.
      Und die Aktionäre von UBS und CS LEIDEN schon genug.

  31. Es ist nur noch lächerlich und ein Witz wie CS versucht Ihre schäbige Haut zu retten.

    Drohungen und Nötigungen von Kunden und Mitarbeitern der CS durch das eigene Management.

    Thiam & Co haben wohl nicht verstanden, dass die Schweiz keine Spielwiese ist.

    Good bye Mäjestät Thiam & Clan!

    Just GO!

    Never ever show up again!

    Jegliches Vertrauen in die CS ist verspielt fuer Kunden und Mitarbeiter.

    • War Thiam nicht einmal Minister in einem afrikanischen Staat? Und, weiss man denn nicht, wie diese Staaten funktionieren?

  32. Also fassen wir doch mal kurz zusammen:

    die ZP (Zielperson) wird von einer kleinen GmbH überwacht, diese sogenannten „Vollprofis“ bekommen auch Überwachungsaufträge von Behörden (z.B. im Falle von Sozialbetrug), im aktuellen Fall scheint die CS der Auftraggeber zu sein und die genauen Gründe für diese Observierung der ZP sind noch nicht bekannt.

    Frage an die Kommentatoren:
    Was hat nun TT im Kontext des „moralischen“ Handelns falsch gemacht im Vergleich mit den oben erwähnten Behörden ?

    • Der Fehler war ein Millionär zu beschatten der sich gute Anwälte leisten und sich wehren kann.
      Bei IV- und AHV- Bezüger ist das ja nicht der Fall. Da können diese Vollprofis aus dem fernen Osten alles machen um ans gewünschte Ergebnis zu kommen.

    • Aus meiner Erfahrung mit Observationen, welche die Privatassekuranz veranlasste, kann ich hier nur melden, dass mir der Name Investigo völlig unbekannt war.

  33. Ja, ja die fremden Kulturen. Da ist Afrika, da ist Pakistan (ein Schweizer Pass nützt da nicht viel) und dahinter ein Strippenzieher aus Frankreich Boue oder auch mehrere.Völlig unschweizerisch.Nachdem sich alle mit Millionen bedient haben.

    • Typisch schweizerisch ist, hier beschatten und abhören legal ist und von den Behörden regelmässig eingesetzt wird.

      Typisch schweizerisch ist, dass Firmen regelmässig Mitarbeiter überwachen.

      Typisch schweizerisch ist, dass wenn sich einer wehrt (Wistleblower) er verklagt wird und der Missstand natürlich nicht korrigiert wird.

      Typisch schweizerisch ist der schöne Antritsbonus von IK und
      der leistungslose Bonus von TT und UR.

      Typisch schweizerisch ist, dass die FINMA diesem Treiben seit vielen Jahren durch aktives Verschliessen der Augen gefördert hat.

      Typisch schweizerisch ist, dass dieses Treiben nie rechtliche Konsequenzen haben wird, weil Wirtschaftskriminalität in diesem Lande nicht verfolgt wird.

      Etc..

    • Ach, ein bisschen Rassismus macht die Wahrheitsfindung immer viel angenehmer und auch leichter. Nichtschweizer Namen – da muss ja was faul sein.

  34. Was soll die Grösse der Firma („Mini-Detektei“) mit deren Arbeit zu tun haben? Spielt doch keine Rolle. Im Gegenteil, kleinere Firmen liefern gemäss meiner Erfahrung sehr oft bessere Qualität ab als grössere, gerade im Dienstleistungsbereich, aber auch z. B. im Baunebengewerbe. Es gibt keinen Grund, despektierlich darüber zu schreiben.

  35. Am Ende ist’s der Weihnachtsmann der die Verantwortung übernehmen muss. Schönes Gebastel die ganze Kommunikation der CS und der „Profi“-Beschatter. Einfach stümperhaft. Die CS sollte bei Gelegenheit mal in eine professionelle Kommunikation investieren und das mit den professionellen Beschattern vielleicht sogar ganz sein lassen. Der Weihnachtsmann kommt eh bald, ob er aber dieses Jahr Geschenke für Thiam hat mag ich mal zu bezweifeln. Ist wohl eher ein Fall für Schmutzli.

  36. 2 MA mit je 10’000 Franken Kapital und seit 2010 erfolgreich am Markt:
    Das Mini-Unternehmen ist erfolgreicher als die beiden Grossbanken zusammen.