CS tagt heute: Thiam in, Rohner Lame Duck

VR spricht CEO der Grossbank offenbar Vertrauen aus – Präsident Rohner steht massiv geschwächt da – Rohner half Khan.

Das Board der Credit Suisse, das ist der Verwaltungsrat und damit die oberste Instanz der Grossbank, tagt heute. Zentrales Traktandum ist die Affäre um Ex-Spitzenmann Iqbal Khan.

Der beginnt morgen bei Erzrivalin UBS. Die CS liess Khan überwachen, es kam vielleicht zu Drohungen. Die Polizei ermittelt.

Die CS geriet in schwere Not. Nun spricht der VR seinem CEO, Tidjane Thiam, offenbar das Vertrauen aus. Dies meldeten über das Wochenende mehrere Medien.

Die Zeche dürfte die rechte Hand von Thiam zahlen, ein Manager namens Pierre-Olivier Bouée, der seit 20 Jahren an Thiams Seite agiert. Bouée wäre ein hohes Bauernopfer.

Überlebt: Thiam (CS)

Der grosse Verlierer ist mit so einem Entscheid aber nicht Thiam, sondern ein anderer: Urs Rohner, der Schweizer auf dem Thron des Präsidenten der Credit Suisse.

Rohner hat in der Affäre um Khan mehrere gravierende Fehler begangen. Er steht ab heute als jener Mann im Rampenlicht, der als Kapitän die Causa Khan völlig aus dem Ruder laufen liess.

Süsswasser-Capt’n: Rohner (CS)

Als Thiam sich über Baulärm seines neuen Nachbarn Khan in Herrliberg beschwerte und umgekehrt Khan immer mehr Macht bei Rohner gegenüber seinem Boss Thiam einforderte, hätte es für Rohner nur eine Antwort gegeben:

Shut up. Doch Rohner tat das Gegenteil. Er mischte sich ein, statt ein Machtwort zu sprechen vermittelte der Präsident zwischen den zwei Big Boy Sandkasten-Banker in der obersten operativen Führung der Bank.

So wurde die CS zur Lachnummer. Und Rohner zu deren Präsidenten, der nicht entscheidet, sondern abwiegelt, zaudert, überlegt, wartet.

Das eigentümliche Verhalten Rohners kommt nicht von ungefähr. Hintergrund der Krise ist nämlich ein wüster Machtkampf zuoberst beim Zürcher Finanzmulti.

Rohner hatte Thiam vor 4 Jahren zum CEO der CS gemacht, damit dieser die Bank von den übermächtigen Angelsachsen-Tradern erlöst.

Thiam hat dies geschafft – mit Milliarden von Verlusten. Dann überwarfen sich Thiam und Rohner. Die beiden sind sich heute wenn nicht spinnefeind, so doch fremd und fern.

Rohner, so mehrere Quellen, wollte Thiam mithilfe von Khan loswerden. Ob das stimmt, bleibt offen. Belege gibt es für solches naturgemäss nicht.

Sicher ist: Rohner hat die beiden Alphatiere Thiam und Khan nicht abgekanzelt, als diese ihren Kindergarten aufführten. Sondern er mischte sich ein.

Gleich zwei Mal. Als Khan nicht kriegte, was er wollte, kündigte er. Und Rohner schenkte ihm einen Deal, den sonst keiner erhält: drei Monate Kündigungsfrist, freie Bahn zur Konkurrenz.

Rohner gewährt Khan volle Freiheit, Thiam geht durch die Decke. Es folgt die Detektiv-Aktion mit Hooligan-Typen. Und die CS brennt.

In der Not griffen Rohner und der VR der CS zum bewährten Mittel. Eine externe Anwaltskanzlei würde ermitteln, teilte die Bank vor Wochenfrist mit.

Nun zeigte sich, dass Rohner definitiv nicht mehr Herr der Lage war. Die Kanzlei rapportiert an den Leiter des Audit-Komitees der Bank und nicht an Rohner.

Der ist offenbar selber ein Thema in der ganzen Untersuchung.

Warum sprach Rohner nicht frühzeitig ein Machtwort gegen Khan und Thiam, als diese sich in den Haaren lagen? Wäre so ein Ego-Streit unter Alt-Präsident Rainer Gut vorstellbar gewesen?

Niemals. Rohner, der Schwächliche. Unter ihm herrschen Machtkämpfe und Showeinlagen. Am Ende spielt er noch eine undurchsichtige Rolle beim verzuckerten Abgang seines Lieblings-Managers.

Minus 79 Prozent in den letzten 10 Jahren: Rohners CS (Swissquote)

Derweil sinkt die CS. Die Aktie ist in der Ära von Urs Rohner, die vor 10 Jahren begann, zu einem Nonvaleur geworden. Wie konnte sich der einstige Wirtschaftsanwalt trotz dieser Negativ-Leistung zuoberst halten?

Die Antwort ist im Schweizer Oldboys-Netzwerk zu suchen. Rohner genoss stets den Schutz von Strippenziehern wie Walter Kielholz. Der machte als damaliger Präsident der CS Rohner zu seinem Nach-Nachfolger und könnte nun bei der Swiss Re neue Altersrekorde brechen.

Neben Kielholz könnten weitere alte Kämpen des Finanzplatzes in der Affäre um Khan und Thiam hinter den Kulissen gewirkt haben. Sie wollen verhindern, dass Thiam zuletzt auf Rohners Präsidentenstuhl Platz nimmt. Dagegen kämpfen sie mit unzimperlichen Mitteln.

Kommentare

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  1. „Rohner, so mehrere Quellen, wollte Thiam mithilfe von Khan loswerden. Ob das stimmt, bleibt offen. Belege gibt es für solches naturgemäss nicht.“

    Mehrere Quellen haben und doch nichts belegen können. Klassisch IP.

  2. Ihr Jungs versteht einfach nicht wie diese Konzerne in den obersten Etagen funktionieren. Es geht sicher nicht um Leistung, Vernunft, Treue, Vorbild, Intelligenz und Fähigkeit. Das gilt nur für die untersten Etagen. Dort oben geht es nur um MACHT.
    TT hat die Macht an sich gerissen, darum darf-kann-wird er bleiben solange er will.

    • @Simi, die Macht kann man nur an sich reissen wenn man weis wer mehr Dreck am Stecken hat als er selbst. Hier sollte man den Hebel ansetzen. Was wusste wer über wehn? Das Hineininfiltrieren der eigenen Entourage und dann das Absägen von Playern die nicht ins Konzept passen oder gefährlich werden könnten, wird als Religion bei McKinsey zelebriert und ist fest in den Köpfen eingehämmert. Frage: Noch nie erlebt dass wenn McKinsey im Hause war interessanterweise ein paar McKinsey’s beim Auftraggeber festangestellt werden nachdem der Aufrag anscheinend bestens erledigt wurde und eine opaque line aufrecht erhalten wird und ein paar Jahre später wieder die alten „Freunde“ ins Haus holen für ein neues Projektlein? Später dann wieder, dafür in höherer Position, zur McKinsey rüberlaufen? Läuft doch immer alles nach Drehbuch gleich ab. Macht, in diesen Etagen, wird nur durch Wissen gesichert welches man über die anderen hat, nicht aber durch KnowHow welches benötigt wäre für das Business, denn dafür sind die working ants da.

  3. Die CH-Bevölkerung wäre sicher dankbar, wenn diesem Laden die Erlaubnis entzogen würde, im Namen das „Suisse“ zu verwenden!

    CS als solches könnte hingegen durchaus weiterverwendet werden, beispielsweise als:

    – Catastrophic Shop
    – Crise Superieur
    – Crap Store
    – Credibilita Sbagliata
    – Chaos Standard

  4. Ihr glaubt doch wohl nicht im Ernst, die Feudalherren kümmern sich um die Belange des Volkes, der Kunden, der Bauern, oder der Schafe, wie die farbige Prinzessin kürzlich die CS Mitarbeiter nannte. Erwartet man echt von den Herren der CS Führung eine Wendung, zu, …, ja wohin zu, ..

    No way.

    TT bleibt und wir bleiben im Trend, Holzermosers ist short EU Banken und CS. Würden wir eine Hedge Fond mit Fremdkapital führen, wäre ein long UBS/short CS der Deal.

    *) Ihr habt alle vergessen, die REPRO Sache war der Anfang von Bear, Lehman, AIG …

  5. Kommunikation

    Es ist unglaublich, wie dilettantisch und verloren sich die Kommunikationsabteilung der CS gibt. Genau in dieser Zeit, wo von allen Fronten geschossen wird und es inhouse offensichtlich mehr als nur brennt, ist professionelle „Krisenkommunikation“ unabdingbar. Dies nach innen und vor allem nach aussen!

    Aber es ist halt auch so, dass das Kommunikationsbüro nicht besser als das Management sein kann….

  6. Egal ob CEO einer Grossbank, Geschäftsführer oder Patron eines KMU oder einfach Abteilungsleiter. In leitenden Positionen ist die Vorbildfunktion zu gewährleisten und vorzuleben – nicht nur fachlich, auch moralisch und ethisch = Leadership and Social Competences! Und nur dies zählt als Entscheidungsgrundlage für den VR der CS. Bin dann mal gespannt, wie dieser entschieden wird und ob sie die Courage haben ein Zeichen zu setzen. Kunden und Mitarbeiter hätten es verdient.

  7. Das ganze Theater bestätigt nun ganz klar, was Aktionäre, Mitarbeiter und das gemeine Volk schon seit langem wissen und auch oft sagten – diese ganze Trumpe ist die Millionen nicht wert, welche sie Jahr für Jahr in den Allerwertesten gestossen erhalten.
    Nun wäre der geeignete Zeitpunkt um diesen Saustall gründlich auszumisten und mit effektiven Leistungsträgern zu besetzen. Aber schon in den letzten 10 Jahren, hat man sich dazu entschieden weiter zu wursteln. Was braucht es eigentlich noch, bis auch die Grossaktionäre eine wirksame Aufräumaktion verlangen und auch durchsetzen.

  8. Dein CEO-tum ist gezählt worden und es wurde sein Ende beschlossen. Denn Du bist auf der Waage gewogen und als zu leicht befunden worden.

  9. Weiss jemand wann die Samstagsrundschau mit dem eloquenten Herrn Rohner kommt? Er müsste sich doch jetzt langsam öffentlich rechtfertigen dürfen 🤣🤣🤣

  10. Ich finde der Gigantismus auf Kosten der Steuerzahler und Mitarbeiter muss politisch gestoppt werden den solches Gebaren geht gar nicht

  11. Ich denke, man muss den Gigantismus politisch bekämpfen denn was hier abgeht ist unsäglich und das auf Kosten der Mitarbeiter und Steuerzahler

  12. Was ist denn so schlecht an TT? Weil er schwarz ist? Der CS geht es seit Ausstieg von Brady immer schlechter, hat sich nie richtig erholt. Nun so ein „Kinderskandal“ – sind die Reaktionen nicht irgendwie menschlich? Meiner Meinung nach muss man bei der CS in der oberen Etage aufräumen, zu viele „Oldboys“ – die der Bank schaden. Das der Khan da einfach so zur Konkurrenz wechseln kann, mit 3 Monate Frist, was ein Zuckerschlecken. Der hatte so lange Zeit, ganz viele Kunden zu transferieren. Die goldene Zeit ist over – BOYS please work! Das Geld liegt nicht mehr auf den Strassen.

    • @Muh_Kuh
      Was ist den so schlecht an Khan? Weil er Pakistani ist?

      Zu „Boys please work!“ – da müssten die Beiden schon zuerst wissen, was arbeiten heisst!

  13. Das eBanking funktioniert den ganzen Morgen nicht.
    Hängt das mit der Thiam/Khan Affäre zusammen?
    Rohner ist das Übel.
    Kann ein Versicherungsmensch, eine Bank verstehen?

  14. Ulrich B. Frank hat es gut getroffen:
    – Herkommen aus andersartiger Republik (vornehme Aussage)
    – TT wird gedeckt werden

    Zusatz: Und das unter der Flagge Credit Suisse.

  15. Rohner, als Chef? Was geschieht, wenn die CS wie damals die UBS ins Schleudern käme? Müsse wiederum die Eidgenossenschaft, d.h. wir Bürger, gradstehen für Unfähigkeiten in jeder Hinsicht?

  16. Die Causa Rohner ist doch, wie heute beschrieben, schon längst bekannt. Schnell und inhaltslos schwatzen. Hatte bezüglich Führungsqualität doch schon mehrere Schwächeanfalle. Wohl gedeckt von nicht bekannten Kräften.

  17. Von mir aus könnten diese Leute sich öffentlich prügeln, es wäre mir egal. Was aber nicht geht, ist dass dieses Management es fertiggebracht hat, 50% des Unternehmenswertes zu pulverisieren, dies bei einem ohnehin schon historisch tiefen Aktienkurs. Visionen oder Perspektiven für die Bank? Njet, nada. Und dann muss man einfach tschüss sagen, fertig.

  18. War grad mit Herr Khan beim Willkommensapero auf der UBS Dachterrasse beim Paradeplatz; wir haben ihm zu Ehren zwei Bäumchen gepflanzt dort. 10 Minuten später kam ein Anruf von der CS gegenüber, sie hätten jetzt eine eingeschränkte Sicht auf das Seebad Enge.. Nun, lange Rede kurzer Sinn, jetzt beschäftigen sich 580 Homburger-Anwälte mit dem Fall.

  19. Wär doch schon mal ein Anfang: Rohner geht mit der weissen Weste – setzt sich zu Kielholz – die beiden warten auf TT – und dann ab in die Wüste! Die Freudensprünge der Aktien wär der Dank an die verbliebenen Aktionäre an den „verdienten“ Abgang! (ohne Bonus – als Anerkennung der „Leistungen“)

  20. Also, Rohner und damit die Schweizer Fraktion sind demnach kalt gestellt und die „Schweizer“ Bank wird nun endgültig von ausländischen Interessen geleitet.
    Es ist fast schon zum Mitleid haben, wie es CH Bankenprofessoren immer noch nicht schnallen, wie Banken funktionieren. Speziell die aus Luzern leben in einer Welt, die es spätestens seit 2000 nicht mehr gibt…

  21. Wenn die CS wirklich daran interessiert wäre das Vertrauen der Kunden wieder zurück zubekommen, würde sie Rohner und Thiam zusammen derem engsten Umfeld per sofort freistellen.
    Die Nachfolger dürfen aber keine CS oder UBS Vergangenheit in ihrem Lebenlauf haben.

  22. Thiam in? Ich denke mit Überzeugung, dass es besser für Bank und Aktionäre wäre, wenn Thiam out wäre. Ein leicht zu beleidigender autoritärer Alphatyp ist ein gefährlicher Boss, der weder dem Klima noch der durchdachten Strategie gut tut. Ich war niemals ein Grübel-Fan, aber langsam muss ich einiges zugeben.

  23. Ja und pünktlich um den ganzen CS-Kindergarten geht natürlich schon den ganzen morgen das Direct Net wieder nicht!

    Sorry, aber die würden sich besser mal um das kümmern wie die Sandkasten-Spiele ihrer Kader-Gockel!

    • Mein Direct Net läuft zur vollen Zufriedenheit.
      Ihre Anschuldigung ist nicht korrekt, behandeln Sie doch bitte
      mal zunächst ihren Computer

  24. Schön zu sehen, das Lohnmillionäre keinen deut inttelligenter sind, als Normalbüezer. Sie verfügen wohl einzig über einen ausgeprägteren hang zum narzissmus.

    • Nein, nicht schön, eher beängstigend. Von den Entscheiden dieser „Elite“ sind tausende von Arbeitsplätzen abhängig.

  25. It’s a pity that this kindergarten costs us small shareholders and the Swiss banking centre a lot.
    As an ex-McKinsey, Mr. Thiam should know how to behave in such a situation (but based on his short bio one has to ask oneself whether he was actually a McKinsey or not). The non-career at McKinsey has probably more to do with his incompetence rather than, what he indicated, with his country of birth and this is now clearly evident again!) A man in his position should be able to admit: “I don’t have the situation under control and I am acting in the sense of the bank. I will resign in an orderly manner and hand the bank over to more capable hands.” The same should apply to Mr. Rohner. He already felt the mistrust of the small shareholders at the last AGM.
    Too bad that both gentlemen think only of themselves and their bank account and not of the big whole. Sad!

  26. Herr-liches aus Herrli-berg – die CEOs der Grossbanken sind direkte Nachbaren. Das gab es noch nie. Kann das gut gehen? Bleiben sie sich spinnefeind, oder kommt es zur Versöhnung? Das Melodrama wird somit automatisch vortgesetzt und vermutlich lange dauern. Aber egal wie die Geschichte verlauft, das Ende steht schon fest. Spoiler Alert: Die Schweizer haben zwei weitere Urinstitutionen aus der Hand gegeben und sind im eigenen Land irrelevant geworden.

  27. Der VR wird ganz sicher hinter Thiam stehen denn, keine dieser nutzlosen Pausenfüller will sein extremst überdotiertes VR Honorar und Spesendekret riskieren. Die bestimmenden Aktionäre haben mit der CS seit Jahren völlig von der Realität abgekoppelte Sonderkonditionen ausgehandelt, die werden sich wohl kaum mehr als einige diplomatische Worte zu diesem Kracher zum Besten geben. Alles bleibt beim alten Sumpf!
    Solange Rohner in der CS bleibt, darf man mit dieser Bank einfach nicht Geschäfte machen. Er ist der Totengräber des Aktienkurses der CS!

    Zu beklagen sind lediglich die doch vielen ausgezeichn eten Angestellten- ob Mann oder Frau, die Tag täglich eine wirklich gute Leistung abgeben- die jedoch von den Sesselklebern in den obersten Etagen mit Füssen getreten werden!

  28. Nur eine kleine Korrektur:

    Die Erlösung von den übermächtigen Angelsachsen-Tradern hat nur teilweise und vernachlässigbar klein stattgefunden.

    Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Herr LH, ihre Beschreibung der CS Manager gilt so ziemlich für alle anderen Manager ebenso!

  29. Wo leben wir? Es ist eine Schande, dass wir in CH dort angelangt sind. Wo sind die gut schweizerischen Werte geblieben? Beschattung, Bedrohungen und was auch immer die liebe CS Führung hier durchgibt ist unter allem.

    Man sollte Unterscheiden – Rohner ist VRP und hat eine gute Governance sicherzustellen. Herr Thiam is CEO und macht alles damit er sich gut darstellen kann. Wo ist die Grenze? Ich glaube die ist Ihm nicht bekannt. Aus diesem Grund sollte es klare Massnahmen geben gegen die operative Führung. Z.B. Verweise, Kündigungen etc. Unser guter Ruf als Finanzplatz muss und soll gewahrt werden. Oswald Grübel hat es vorgemacht. Lieber Herr Thiam – wenn Sie einen guten Charakter haben und wissen was gute schweizerische Werte sind, dann wissen sie was zu tun ist….

    Herr Rohner und der gesamte VR ich wünsche Ihnen viel Kraft und Erfolg hier eine gute Governance durchzubringen! Lassen Sie sich nicht von einzelnen Aktionären beeinflussen. Die CS muss nachhaltig auf Kurs gebracht werden und vielleicht ist es nach 4 Jahren jetzt Zeit eine neue Ära einzuleiten…. – Viel Erfolg dabei!

    • „…Unser guter Ruf als Finanzplatz muss und soll gewahrt werden. …“

      Meinst du das jetzt im Ernst? Die Schweiz hat schon lange keinen guten Ruf mehr. Seit dem Wegfall des Bankgeheimnisses gibt es auch keine wirklichen Gründe mehr, die Kohle hierher zu bringen!

  30. Wenn dieses alte „Old Boy Netzwerk“ so einfluss reich ist, warum setzen sie denn diesen Thiande nicht einfach ab? Wo ist das Problem?

    Dass dieser Thiande nicht fristlos und ohne Abfindung entlassen wird ist ein neuer Höhepunkt in der Trauergeschichte des Schweizer Finanzplatzes!

  31. Die Geschichte wird immer verworrener und unglaubwürdiger. – Jetzt beschwerte sich Thiam plötzlich über Baulärm, vor wenigen Tagen war es Khan, der die Bäume von Thiam kritisierte… Was war genau die Folge von was? Und warum reduziert man die Kündigungsfrist, wegen solcher Lappalien? Das macht niemand. Die wahren Gründe liegen nach wie vor nicht auf dem Tisch.

    Hans Geiger hat es richtig gesagt. die Kultur der Söldnertruppen, die mit Thiam bei der CS Einzug gehalten hat, ist ein Armutszeugnis. Der VR der CS oder Neudeutsch: Das Board scheint überfordert mit der Situation. Als Folge davon konnte sich Thiam offenbar durchsetzen.

    • Once again:

      Fragt sich eigentlich niemand, wer über die angeblichen Vorfälle im Januar die Presse in Kenntnis gesetzt hat. Gemäss der aktuellen Darstellung waren nur Thiam und seine Partnerin und Khan mit Frau dabei. Alles was hier aufgedeckt wird, stammt somit direkt oder indirekt von diesen vier Personen.
      Thiam und Khan nutzen die Presse, um den jeweils anderen in ein schlechtes Licht zu rücken. Mit dem echten Zankapfel ist noch keiner rausgerückt. Ob wir es je erfahren werden?

  32. CS – von der angeschlagenen Panta Rhei zur Titanic. Die Mannschaft kann sich nur noch retten, wenn sie Thiam und Rohner über Bord werfen. Bouée zu schassen genügt nicht und würde die Daseinsberechtigung dieser Bank endgültig begraben. Das Boot ist voll.

  33. TT ist arrogant und stur und wird nie freiwillig gehen.

    Er ist ja beleidigt und fühlt sich fuer seine Arbeit bei CS zuwenig gewürdigt und beklagt mangelnde Wertschätzung in der Schweiz.

    VR von CS ist ausländisch dominiert und schwach und wird höchstwahrscheinlich TT in seiner Position decken.

    Das Vertrauen in diese Bank ist am Boden.

  34. Es ist schon unverständlich wie solche Manager wie Thiam an die Spitze von Unternehmen gelangen. Keinerlei Sozialkompetenz, übersteigertes Selbstbewusstsein, ein veritabler Narziss der nur seinen eigen Vorteil sucht. Es soll der „Beste“ sein, so Rohner, aber wieso braucht der Beste ein Heer von externen Berater und einen Zirkel von Ja-Sager die ihn während seiner Karriere begleiten? Eine Gesellschaft innerhalb der Bank ohne Bezug zur realen Wirklichkeit. Es ist höchste Zeit dass solche Typen verschwinden und wieder Banker vom Kaliber Senn und Holzach oder auch Bär das Steuer übernehmen. Ebenfalls überfällig ist der Oldboys-Vertreter Rohner. Er sollte soviel Anstand haben und einfach zurückzutreten.

  35. Eine Geschäftsleitung, ein Verwaltungsrat und ein Verwaltungsratpräsident die sich alle der Lächerlichkeit preisgeben. Wo soll da noch das dringend nötige VERTRAUEN in die CS herkommen?

    • Als Aktionör gehe ich schon lange an keine GV mehr. Dieser Anlass war für mich eine „Märlistunde“. Trudi Gerster lässt grüssen.

  36. Zum K….., aber war so zu erwarten. So laufen die (Trauer-)Spiele an der Bahnhofstrasse fast immer. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf und Aussicht auf Gesundung besteht leider keine.

  37. Das Hauptproblem bei den Grossbanken wie auch bei der CS sind die Ankeraktionäre, welche seit Jahren an den GV’s die Vergütungsberichte akzeptieren und dem VR wieder das Vertrauen schenken, obwohl sie auf gigantischen Buchverlusten sitzen, die hauptsächlich im miserablen Leistungsausweis der Führungsorgane und Topmanagement zu verantworten sind, wie der ultratiefe Aktienkurs deutlich aufzeigt. Mit einem Cost- / Income-Ratio von 76% sind die Kosten trotz dreijähriger Restrukturierung immer noch viel zu hoch, das P/B mit 0.75 zeigt ein klarer Vertrauensverlust in die aktuelle Führung auf, von vielen Investoren werden die Aktien daher gemieden trotz historisch günstiger Bewertung. Dies wird auch so bleiben, solange die Grossaktionäre nicht opponieren und endlich Leistung von den Führungsorganen mit Vergütungen, die nicht mehr im krassen Missverhältnis zu den erwirtschafteten Erträgen stehen, einfordern!

    • @ FIM

      Und genau hier zeigt sich deutlich, dass diese Irrlehren von wegen „Shareholder Value“ oder „der Markt wird es richten“ etc Humbug hoch zehn sind!

    • für die Abwicklung ihrer „speziellen Geschäfte“. Die Performance der CS-Aktie ist da zweitrangig – man muss schliesslich Prioritäten setzen!

  38. Sollte Thiam effektiv in seiner Position bleiben werden die CS Kunden Ihre Vermögenswerte in Sicherheit bringen müssen zu anderen Banken.

    Es wäre ein grobfahrlässiger Entscheid vom VR Thiam zu belassen.

    Die Reputation von CS, die Reputation vom Finanzplatz Schweiz und von der Schweiz wurde massiv beschädigt und ins lächerliche gezogen.

    • Bist wohl ein Sachbearbeiter!? Dieses dumme Geschwätz von wegen „guter Ruf“ und „Kunden werden handeln“ kann ich schon gar nicht mehr hören. Diese Ammenmärchen werden schon seit Jahrzehnten geleiert!

      Es gibt keine „Reputationsschäden“ etc…. Das sind Irrlehren, welche an unseren angelsächsisch dominierten „Business Schools“ den jungen naiven Studenten eingetrichtert werden.

      Und nein, die Kunden werden ihre Gelder nicht abziehen. Sie sind zu dumm für diesen Schritt! Nur wir Kleinsparer machen sowas. Aber letzteres ist ja genau im Sinne der Grossbanken!

    • @ Peter Conradi

      Wenn man seine Vermögenswerte in Sicherheit bringen, will, dann heisst das komplett raus, aus dem Kreditschneeballfinanzsystem der Banken und Notenbanken!

      Dann wird es solche Skandale mit CS , UBS & Co. gar nicht mehr geben.
      Und die Herren wie Thiam, Rohner, Khan und Co. Werden sich dann mit einem Job in der Realwirtschaft beweisen müssen.

      KREDITWIRTSCHAFT ADE, WIRD FRIEDEN BRINGEN.

      Die Vermögen werden in Zukunft im Bankensystem mittels Nullzinsen, Negativzinsen, Helikoptergeld,Inflation, Hyperinflation, überhöhten Depotgebühren, Courtagen und “Bail-ins“ nur “abgehobelt“!

      Die Banken sind deshalb der allerschlechteste Ort um Vermögen aufzubewahren!

      Also gibts nur eines, weg von den Banken mit der Kohle, denn bei der kommenden Währungsreform werden sie alle flach liegen, und die Kunden ihre Vermögen verlieren. Spar & Leihkasse Thun lässt grüssen.

      Wozu einen skandalösen Finanzplatz betreiben, wenn doch klar erwiesen ist, dass den Banken das Geld im Mindestreservebanking für die jeweils vereinbarten Kreditverträge glasklar fehlt.
      Die Kreditnehmer bezahlen Kreditzinsen für heisse Luft, und nicht für geliehenes Geld!

    • Uuuuh: dä Benny Fuchs wieder… herum nörgeln was das Zeug hält. Einige Kunden werden ihr Geld abziehen, denn der Ruf der CS wurde (nicht nur…) durch diese dämliche Geschichte sehr geschädigt. Sogar O. Grübel würde den CEO in die Wüste schicken.

  39. Dass Thiam bleiben darf wundert mich nicht wirklich. Einmal mehr wird eine fragwürdige Geschichte einfach ausgesessen.

    Bouée als Bauernopfer passt auch bestens. Thiam wusste selbstverständlich weniger als gar rein nichts von dem, was sein treuer Buddy Bouée so gemacht hat. Und den Rest hat er leider schon längst wieder vergessen – schliesslich muss er sich um wichtigere Dinge kümmern. Zum Beispiel 2 oder 3 Bäume pflanzen, was der CS garantiert endlich den grossen Schub geben wird.

    Anders formuliert: Auch Thiam’s Weste ist selbstverständlich porentief und blütenrein weiss.

    Schlimm ist allerdings, wie Walter B. Kielholz damals einen unbedarften Juristen wie den Urs Rohner als Verwaltungsratspräsident installieren konnte. Aber er scheint ja ein Faible für unbedarfte Juristen zu haben, nicht war, lieber Peter Forstmoser?

    • Juristen richten allgemein mehr Schaden als Nutzen an. Egal ob in der Geschäftsleitung, auf Stufe Sachbearbeitung oder in der Rechtssprechung. Juristen sind für mich deshalb grösstenteils Abschaum!

    • Interessant diese neue Zeiten seit 10 Jahren: die Verantwortlichen können sich alles leisten und Geld vernichten, wenn noch vor 20 Jahren gerade die Herren Stuber und Cambialavetta für ein Mikroteil des heutigen Schaden über Nacht den Kopf kostete….irgendwie, diese ungesunde Entwicklung sollte zum denken und handeln geben nicht nur am Paradeplatz oder in London…😨😭

  40. Was für ein Kindergarten ist denn die Credit Suisse geworden. Es braucht endlich neue Führungskräfte, die wieder Vertrauen schaffen können.

  41. Persilschein für Chief Thiam. Urs Rohner, das Präsidenten Placebo der CS, vergibt die grosse Chance, den unfähigsten CEO aller Zeiten in die Wüsten zu schicken.

  42. Nichts wird den Sesselklebern geschehen. Worst case, Wird Der Sicherheits Chef verantwortlich gemacht, für die professionelle Risikoauslagerung!

  43. Herr Rohner – warum benötigen Sie einen externen Bericht von einer Anwaltskanzlei? Ein Interview mit dem Sicherheitschef sollte doch genügen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, wer die Beschattung in Auftrag gegeben hat. Kostet nichts und hat den gleichen Effekt.

  44. Die ganze Geschichte bringt doch nichts anderes ans Tageslicht, als dass alle drei für die Positionen, die sie besetzen, untauglich sind.

  45. Heute entscheidet sich, ob Rohner einmal etwas richtig macht. Mit Gottstein hat er den Nachfolger und ich denke, der wird auch Nachfolger. Man nimmt eben, was man grad bekommen kann. Ob Gottstein die Lösung ist, darf hinterfragt werden.

    • Nur, weil sie zitieren, bleibt dies ein zutiefst rassistischer Beitrag. Mich wundert, dass IP ihn zugelassen hat.

    • @Dominique: Mimimimimi!
      Ich empfehle Ihnen, zur Entspanung mal Bill Burr zu schauen.
      Sofern Sie diesem in E folgen können, was aufgrund Ihrer Formulierung in D nicht naheliegend ist.

  46. Seien wir mal realistisch. Vermitteln zwischen den zwei Personen ist kein Fehler und meiner Meinung nach das einzig Richtige. Das alles aus dem Ruder lief ist eine andere Geschichte und diese sollte Folgen haben. Doch Rohner auch noch zu kritisieren weil er vermittelt… Nein nein, dass ist einfach nur falsch und wirkt auf mich wie reines bashing.

    • Rohner hat ja einen herrvorragenden Leistungsausweis,
      man sieht es ja am Börsenkurs. 3 Tafeln Linth und Sprüngli

    • Bei solchen Situationen sollte die Vermittlung durch externe unbeteiligte spezialisierte Mediatoren erfolgen. Wenn man sich bei derartigen privaten Probleme als VRP direkt einbringt, hat man die Grundsätze einer Mediation nicht verstanden. In einer derartigen Konstellation mit zwei ausgesprochenen Alpha-Tieren kann man nur verlieren. Das unbefriedigende Resultat spricht Bände…

    • Rohner liefert schon seit 10 Jahren nichts also warum sollen immer die anderen Schuld sein an der Misere!