Post verletzt bei Vergabe eigene Vorgaben

Gelber Riese gibt einen zentralen 30-Mio-Auftrag an die IT-Firma Netcloud, obwohl diese ein zentrales Kriterium nicht erfüllt.

Die Post muss nach ihrem Skandal mit 200’000 falschen Buchungen bei Tochter Postauto jeden Anschein von Vetterliwirtschaft vermeiden.

Umso erstaunter zeigen sich Berner Insider über die Vergabe eines grossen IT-Auftrags. Dabei geht es um ein Volumen von knapp 30 Millionen Franken und die Neuzeichnung der ganzen IT-Landschaft der Post.

Den Zuschlag der Post-Chefs erhielt soeben das Winterthurer Unternehmen Netcloud, ein bekannter Name in der Branche. Der Branchenblog Inside IT berichtete als erstes Medium darüber.

Was unerwähnt blieb: Netcloud und die von der IT-Firma offerierte Server-Landschaft des grossen Hardware-Herstellers Pure Storage hätten gar nie zur Endausmarchung zugelassen werden dürfen.

Die Offerte von Team Netcloud/Pure erfüllte nämlich ein zentrales Kriterium der Post nicht.

Es geht um die Ausbaufähigkeit des Systems. Netcloud/Pure können zwar die momentanen Leistungsanforderungen bei einem bestimmten Punkt (Ports) garantieren.

Nicht aber, was die von der Post verlangte Leistungskraft für die Zukunft angeht.

Kurz: Netcloud und die von den Winterthurern offerierte Technologie der Herstellerin Pure boten einen Mittelklassewagen an.

Alle anderen, die um den Auftrag der Post mitgeboten hatten, hielten sich an die Vorgaben der Ausschreibung und offerierten einen „Topschlitten“.

Die Folgen sind klar: Netcloud/Pure hatten beim Preis einen klaren Vorteil gegenüber den Konkurrenten.

Das siegreiche Team konnte viel günstiger offerieren, weil es die Ausbaufähigkeit, die ins Geld geht, nicht im gleichen Umfang berücksichtigte wie die Konkurrenz.

„Netcloud und ihr angebotenes Pure-System hätten von Anfang an aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden müssen“, sagt ein Gesprächspartner.

„Das ist schwarz-weiss. Wer ein zentrales Vergabekriterium nicht erfüllt, kann nicht um den Auftrag mitbieten.“

Warum ging es trotzdem, und warum haben Netcloud/Pure dann sogar das Rennen gemacht?

Es tauchen personelle Verstrickungen auf, die in der Berner IT-Szene derzeit die Runde machen.

Der Partner einer langjährigen Mitarbeiterin der Post in jenem Bereich der Post-Informatik, um den es hier geht, ist bei der Firma Pure Storage aktiv. Laut der Quelle soll dieser Spezialist an der Offerte von Netcloud/Pure mitgearbeitet haben.

Eine zweite Personalie, die zu reden gibt, ist ein hoher Ex-Post-Chef namens Markus Müggler. Dieser stieg innerhalb der Post-Informatik die Karriereleiter hoch, bis er vor zwei Jahren Chef der sogenannten „Infrastructure Operations“ wurde.

Auf dieser Position blieb Müggler bis Ende des letzten Jahres. Im Dezember, also vor einem Monat, wechselte er zur Migros-Genossenschaft Aare, bei der er nun die ganze IT leitet.

Die Ausschreibung des 30-Millionen-Auftrags der Post fiel somit in die relativ kurze „Amtszeit“ von Post-Infrastruktur-Chef Müggler. Laut dem Gesprächspartner müsse Müggler dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.

„Es ist undenkbar, dass die Netcloud an der Ausschreibung teilgenommen hätte, ohne vorgängig Signale aus der Post-IT erhalten zu haben, dass der Mangel bei einem zentralen Vergabekriterium kein Problem für einen Zuschlag sei.“

Das führe zur Frage, wie sich der Entscheid, den Grossauftrag der Netcloud zu geben, abgespielt habe. „Die Branche ging davon aus, dass die Würfel letzten Herbst fallen. Dann plötzlich gabs ein Rumoren, und nun hat die Post mit mehreren Monaten Verspätung entschieden.“

Der Antrag müsse aus der IT-Chefetage gekommen sein. Am Ende habe dann der Verwaltungsrat der Post diesem zugestimmt. „War der VR der Post über den Mangel der Siegerofferte genügend im Bild?“, fragt der Insider.

Der Chef der siegreichen Netcloud wollte sich nicht zum Thema äussern. „Wir haben mit der Post eine Geheimhaltungsvereinbarung“, meinte Marc Schürch. „Aus diesem Grund darf ich keine Auskünfte erteilen.“

Eine Sprecherin der Post nahm wie folgt Stellung: „Wie bei allen Beschaffungen der Post, die dem öffentlichen Vergaberecht unterstehen, hat die Post auch im vorliegenden Verfahren die Anforderungen an den Beschaffungsgegenstand sowie die Kriterien und deren Gewichtung für die Bewertung der Angebote im Voraus bekannt gegeben.

„Die angebotene Lösung der designierten Zuschlagsempfängerin wurde, wie in den Ausschreibungsunterlagen vorgesehen, im Rahmen eines Proof of Concepts (PoC) umfassend geprüft.

„Dabei hat sich bestätigt, dass mit der angebotenen Lösung die angestrebten Ziele und Bedürfnisse der Post erfüllt werden können. In Berücksichtigung aller Kriterien hat Netcloud die Anforderungen am besten erfüllt und damit das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht.“

Zur Frage der Post-Mitarbeiterin und deren allfälligen Interessenkonflikt, weil ihr Partner beim siegreichen Projekt mitgemacht hatte, sagt die Post-Sprecherin:

„Zu Beginn einer Ausschreibung werden bei der Post alle Projektmitarbeitenden auf ihre Unbefangenheit sensibilisiert. Zudem müssen sie eine Unbefangenheitserklärung unterzeichnen.

„Besteht ein Interessenskonflikt in Bezug auf einen potenziellen Anbieter oder ergibt sich ein solcher nach Kenntnis der teilnehmenden Anbieter, haben betroffene Mitarbeitende in den Ausstand zu treten und sind somit nicht mehr Teil des Evaluationsteams.

„Diesen Vorgaben wurde auch im vorliegenden Vergabeverfahren gebührend Rechnung getragen. Wir sind indessen nicht befugt, weitergehende Informationen zu aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitenden der Post bekannt zu geben.“

Kommentare

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  1. Es war jedem intern klar, dass hier nichts mit rechten Dingen zugeht. Der Verkäufer von Pure Storage ist mit der an der Ausschreibung beteiligten ehemaligen Leitering Storage Solutions der Post verheiratet. Die Post hat ein unglaubliches Defizit an Corporate Governance.

  2. Warum wird dieser Artikel nicht auch in anderen Newsforen geposted? Wäre doch wünschenswert, dass diese Art von Auftragsvergabe – falls die Anschuldigungen korrekt sind – grossflächig bekannt gemacht würde….

  3. Netcloud hat wohl über Uniqconsulting angeboten, was ja auch nicht korrekt ist!! Die Firma Uniqconsulting ist im Besitze von Netcloud und diese ist Pure Partner. Netcloud ist kein Pure Partner! Hier wurde getürckt was das Zeug hält.
    Kein Enterprise Kunde in der CH hat Pure im Einsatz in der Produktion, da dieses Produkt schlicht die Performance nicht bringt! Zudem fehlen viele Enterprise Funktionen!!!
    Hier wird der Steuerzahler nach Strich und Faden beschissen

  4. na ja es heisst ja, es wurde einen „ausführlichen“ PoC durchgeführt, wenn dem so ist, was ich an dieser Stelle einfach mal glaube, dann hätte die Post ja gemerkt wenn die Lösung nichts taugt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Firma bei der Beschaffung eines zentralen Elementes wie einem Datacenter erlauben kann ein schlechte Lösung einzusetzen.

    Für alle Leser dieser Finanznews, welche auch einen Kommentar in Bezug auf die Verschwendung von Steuergelder. Spätestens nach den Postautoskandal sollte dies nun eigentlich bei allen klar sein die nicht nur die Schlagzeile einer News lesen. Die Post liefert jedes jähr einen mehrstelligen Millionenbetrag an den Bund ab.

    • Es steht aber auch, dass Netclouds Lösung den derzeitigen Anspruch erfüllt. Ob bei diesem PoC auch die Erweiterbarkeit bzw. die Nutzbarkeit in Zukunft getestet wurde weiss man nicht – und muss in einem Bericht an den VR ja auch nicht unbedingt erwähnt worden sein…

    • Hallo Ludo

      Sie scheinen einen kritischen Punkt nicht zu verstehen: das System hätte zum POC gar NICHT ZUGELASSEN WERDEN DÜRFEN! Andere Herstelle sind aus der Ausschreibung gekippt worden, weil sie Muss-Kriterien nicht erfüllt haben, was ja in Ordnung ist. Dass aber andere wie in diesem Fall zugelassen werden, die die MK’s auch nicht erfüllen, ist Beschiss. Kann ich nicht anders sagen, sorry!

  5. „Wir haben mit der Post eine Geheimhaltungsvereinbarung“

    Aha, und dann schaut der Steuerzahler in die Röhre, weil das GWG oder Auftragsvergabegesetz oder ein anderes vom Staat einmal verfügtes Gesetz hier nicht greift???

    Dann mach ich jetzt mit meiner Firma einen Arbeitsvertrag, bei dem ich den Steuerbehörden Ende Jahr leider keine Auskunft über meine Einkommensverhältnisse mache, weil ich nämlich eine „Geheimhaltungsvereinbarung“ in den Arbeitsvertrag reinnehme.
    Das wird die Steuerbehörde sicher akzeptieren, oder?!?

  6. Bei einer WTO Ausschreibung gibt es Mittel und Wege gegen ein solches Fehlverhalten vorzugehen – wenn es überhaupt eines ist. Schauen wir doch einmal ob es eine Einsprache von einem Anbieter geben wird.

    • @777

      Das ist leider ein Irrtum.

      Sie erhalten wirklich komplett absurde Urteile.

      Bundesrichter nehmen z.B. an ihren eigenen Ausstandsverfahren teil.

      Und Sie bekommen ziemlich sicher nie wieder einen Auftrag.

      Das muss auch so sein, da sonst das System gar nicht funktioniert.

      Ein korruptes System ist so lange stabil wie dies nicht die Lebensgrundlage der Bevölkerung bedroht.

      Bei Pestiziden könnte es bald soweit sein.

    • Wird teuer. Solche Einsprachen verlangen eine Bar-Hinterlage, die im Verhältnis zur Projektsumme steht. In diesem Fall dürften das locker 4 – 6 Millionen CHF sein. Wer hat soviel auf der hohen Kante und kann das Geld dann u.U. jahrelang dort parkiert lassen? Wohl niemand.

  7. Seid froh, dass die Post das günstigste „Mittelklasse Wagen“ gekauft hat und nicht den Rolls Royce. Sonst hätte man noch viel mehr Geld ausgegeben.
    Ist da etwa ein Anbieter ein schlechter Verlierer?

    • Wobei, wenn die Anforderungen nicht erfüllt werden können, bringt ein Mittelklassewagen auch nichts. Ich finde es ein absoluter Skandal von allen Beteiligten!

    • Das ist ja nicht der Punkt.
      Klar ist es gut, dass eine nicht überspezifizierte Lösung eingekauft wurde.
      ABER alle Anbieter müssen gegenüber den gleichen Anforderungen anbieten.
      Wenn die Geschichte stimmt, dann stinkt das dermaßen! Wie bei der UBS Vergabe an ChainIQ!

  8. Unglaublich, ein nachgewiesen organisierter – Bschiss bis in die obersten Stufen der Hierarchie und immer noch keiner angepackt. Der Bürger der A.r.s.c.h.l.o.c.h überwiesen hat wurde schon 2 mal hart verurteilt. Hier auf diesem Medium wurde mal behauptet unser Rechtssystem funktioniert noch. Wirklich? Ernsthaft? Unerhört so was.

    Eine mit Drogenbaronen und Korruption verseuchte Bananenrepublik könnte das nicht besser hinbekommen.

    Liebe Schweizer, ist das die Gesellschaft die wir sein wollen?
    Denn guet Nacht am Sechsi!

    • Kleine Richtigstellung:
      Dieser Leiter „Infrastructure Operations“ war vorher schon 8 Jahre der Leiter „Betrieb Infrastruktur“, was der gleichen Funktion entspricht. Die Amtszeit war also nicht so kurz, und die Position war auch nicht so hoch, sogenannter Subunit-Leiter (eine Stufe oberhalb Teamleiter).

  9. Die Pösteler seien gewarnt. Sogar die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt brachte es fertig, Anklage wegen Veruntreuung, gegen die Verantwortlichen der Basler Verkehrsbetriebe zufolge unsauberer Vergabepraxis zu erheben: https://www.bzbasel.ch/basel/basel-stadt/basler-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-fruehere-bvb-leitung-136199667

    Übrigens Lukas Hässig: Auch wenn Ausschreibungen selbstverständlich nicht zum Kerngebiet von IP gehören, da gäbe es sicherlich sehr viel zu recherchieren. Vergabewatch! Procurementwatch!

  10. Ist ja alles in der Hand der PVC – äähhh pardon CVP. Offen- bar gehört es beim „C“ im Firmennamen dazu die Ungläubigen über den Tisch zu ziehen – wie bei andern Religionen. Und dann rätseln und werweisen die noch warum sie bei den Wahlen abstürzen – m.E. noch viel zu wenig um eine Aenderung herbei zu führen.

  11. Hut ab vor dem Journalisten, der sich traut, dies öffentlich zu machen.
    Letztes Jahr wurde auch ein Millionenauftrag von der Post an NC vergeben. Es wurde nur ein einziges Angebot abgegeben, was per se schon unseriös ist (weil alle anderen wussten, dass es eh abgekartet ist und sich den Aufwand sparen wollten).
    Warum macht man Simap-Ausschreibungen, wenn andere Hersteller eh keine Chance haben? Aber die Post ist keine Ausnahme, über 70% der Ausschreibungen sind gefärbt (Zürich ist nicht besser als Bern).
    Ich glaube, ich werde in die Politik einsteigen, um denen in Bern ein wenig Feuer zu machen, denn wie die uns Steuerzahler veräppeln, geht auf keine Kuhhaut.

    • Mit in die Politik einsteigen, versuchen wir auch gerade.

      Ist aber auch nicht so einfach.

      Sie können sich ja mal melden, falls Sie ein paar Tipps benötigen.

      Das neue Gesetz lässt neu auch Ausschreibungen zu mit nur einem Bewerber.

      Somit wird der Sinn des Wettbewerbs und gleichzig die Demokratie abgeschafft.

      Verantwortlich hierfür u.a. der höchste Zürcher, seines Zeichens FDP, aber es machen alle mit, inklusive Gerichte übrigens!

      Und was halt auch ist, es interessiert wirklich niemanden, weil es den meisten ja eigentlich trotz dieser Mängel gut geht und die Verwaltung funktioniert nun mal reibungslos.

      klaus.marte@short.ch/076-383 1789

  12. Tja, leider werden immer die gleichen Tricks genutzt, zuerst ein günstiges Angebot, wobei nicht mal die Anforderungen erfüllt werden und dann bei weiteren Ausbauten dann fett abkassieren… Hier läuft wieder mal vieles schief! Die Post müsste das sofort stoppen und neu ausschreiben!!!

  13. „sagt ein Gesprächspartner“. Die Namen der Indiskreten werden anonymisiert und die Mitarbeitenden der Post werden namentlich und ungerechtfertigt an den Pranger gestellt.
    Es liegt nahe, dass der bisherige Lieferant mit einer Niederlage nicht umgehen kann und ein ganz schlechter Verlierer ist. Dass er dabei Ethik und Anstand verliert, spricht für sich.

    • Also jetzt stellen Sie einen Hersteller namentlich an den Pranger, obwohl gar nicht bekannt ist, wer den Mut hatte, den Skandal zu melden. Dann ist Ihr Spekulations-Verhalten ja noch viel schlimmer, als das, was Sie anderen vorwerfen. Pfui! Wenn jemand gewinnt, der alles besser gemacht hat und alle MK erfüllt, Hut ab – der Sieg sei gegönnt und motiviert hoffentlich die anderen, es das nächste Mal besser zu machen.

      Wenn aber unsauber gespielt wurde, was hier definitiv der Fall ist, sollte man dieses Verhalten – vor allem im öffentlichen Bereich – nicht noch verteidigen. In der Privatwirtschaft können sie machen, was sie wollen. Mit Steuergeldern aber bitte nicht! Danke für’s Verständnis!

    • Offenbar ist dem „Insider“ nicht bekannt, dass es sich bei der ausschreibenden Stelle um die Post CH AG handelt. Diese erwirtschaftet Gewinn und erhält keine Steuergelder. Ganz nach dem Motto „Jeder Franken zählt“, ist es die Pflicht der Post, gerade in der aktuellen Zeit, die wirtschaftlich günstigste Lösung einzukaufen. Es ist davon auszugehen, dass der gekaufte und sicherlich alle Kriterien erfüllende Mittelklassewagen seinen Dienst hervorragend erfüllen wird. Des Beste daran ist, dass die Post dabei vermutlich enorm gespart hat!

    • Arbeite nicht in der IT-Branche, daher die ernstgemeinte Frage, handelt es sich beim bisherigen Lieferanten um ein amerikanisches IT-Unternehmen, in dessen Firmennamen Ihr Pseudonym vorkommt?

    • Zuerst mal mit den Begrifflichkeiten vertraut machen. Im Grossen Reich mag das Postbus heissen, in der Schweiz ist das korrekterweise POSTAUTO

    • @Peinlich

      Habe mir die Homepage der Agentur ZeiX dieser
      grossposaunerischen Jacqueline Badran angeschaut.

      Es stinkt zum Himmel. Zum K.

      Danke für den Hinweis.

    • Wenn man zum Business von Badran Fragen stellt, dann blockt sie einem sofort auf Twitter.
      Hat denn niemand mit Ahnung Zeit, da mal etwas zu recherchieren?

  14. Die Vergaben von Kantonen und Bund sind die zentralen Stellen, an denen Steuergelder verschwinden.

    Viele andere Staatsausgaben sind ja gegeben.

    Es handelt sich beim Bund um ca. 40 Mia CHF p.a., davon 6 Mia für IT.

    Beispielhaft:

    IT – siehe Saxerbericht 2014 im Seco.

    Bau – Quadroni in Graubünden.

    Geschätzte 1/3 der Gesamtsumme beträgt der Schaden.

    Würde man hier mal aufräumen, wäre die AHV schnell saniert.

  15. Das wird wiedereinmal ein finanzielles Fass ohne Bode, wie die vielen IT Projekte bei Bund und Verwaltung zuvor. Der Unterhalt und nachlaufende Kosten & Anpassungen werden ins unermessliche steigen.

    • @Beatmete Beamte
      Das ist zu erwarten.
      Bundesbern das ist innzwischen ein regelrechter Moloch innefizient, aufgeblasen.
      ,,Regiert,, und geleitet von nennen wir das mal
      lustigen Hofschranzen.
      Insbesondere in Krisensituationen ist eine hoch effiziente Staatsverwaltung essenziell.
      Wenn die Bude den Alltag nicht im Griff hat,dann ist auf sicher, wenn es ,,brennt,, ist Hühnerstall.

  16. Bei unseren Staatsbetrieben und ganz generell in Bundesbern gehören Korruption und Vetternwirtschaft heute zur Tagesordnung.
    Das ist ein einziger Sumpf, der trockengelegt werden muss.

    • Die Korruption unter der Beamtenschaft wurde von Hannah Arendt schon für den Zustand vor über Hundert Jahren beschrieben.

      Der Grund für den Fortbestand derselben ist, dass dies zu einem stabilen System führt.

      Es ist sehr einfach, jemanden aus dem Spiel zu nehmen, der nicht mitmacht.

      Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!
      Johannes 8, 7

      98% der Beamten sind natürlich nicht betroffen.

      Diese treffen nämlich keine geldwerten Entscheidungen.

      Ich weiss auch nicht, ob es Erfahrungen mit Systemen ohne Korruption gibt?

      Vielleicht wäre das ein komplettes Chaos?

      Einen Versuch wäre es aber allemal wert.

    • Lieber ein solches System als der heute praktizierte und menschenverachtende Kapitalismus in Reinkultur!