„Drittstaat“ als EU-Schimpfwort

Die EU spricht vom hohen Ross herunter auf England und die Schweiz. Wir sollten Brüssel klarmachen, dass Wettbewerb gut für alle ist.

Am Tag des Brexit konnten die EU-Oberen (in Brüssel und in den nationalen Hauptstädten) nicht laut genug betonen, nun werde das UK zum „Drittstaat“, was ihm schaden werde.

Es tönte, als bekäme von nun an das ungehorsame Kind kein Candy mehr. Was unweigerlich die Frage nach dem Inhalt und der Qualität des Candy aufwirft.

Beispielsweise:

A. Ist die gemeinsame Agrarpolitik ein Segen für die EU-Mitgliedsländer (nicht nur für Frankreich)? Ist sie nicht auch ein Grossschaden für viele Entwicklungsländer in Lateinamerika und Afrika, deren Exporte durch die strukturerhaltende EU-Agrarpolitik erschwert oder gar verunmöglicht werden? Werden diese Länder mit einer ausufernden Brüsseler Bürokratie und vor Ort „schadlos“ gehalten?

B. Wo liegen die erkennbaren Resultate einer erfolgreichen Struktur- und Regionalpolitik? Etwa im Mezzogiorno, in Griechenland, bei der Kohlesubstitution in Polen und Deutschland? Ist das, was an Exzellenz vorhanden ist, Resultat von EU-Goodies oder nicht vielmehr Resultat von regionalen und nationalen Anstrengungen? Das UK hat die Kohlesubstitution mit marktwirtschaftlichen Mitteln geschafft.

C. Weshalb bringen es die EU-Erhabenen im Bereich der Universitäts-Bildung und -Forschung erkennbar nicht auf den Stand des UK und der Schweiz? Der Drittstaaten. Ich kann mich an einen der regelmässig stattfindenden Grossauftritte von Präsident Macron erinnern. Am Rande einer Konferenz in Evian zeichnete er (verbal) einen Grossplan für eine Europa-Spitzenuniversität. Es kam ihm nicht in den Sinn, über den See nach Lausanne zu schauen, wo eine solche in einem Drittstaat besteht. Wo Heerscharen von Franzosen und Französinnen studieren.

D. Am Peinlichsten sind jeweils Gedanken zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Ganz besonders wenn sie von den zwei Kernländern Frankreich und Deutschland kommen. Wo ein Flugzeugträger öfter im Hafen liegt, als dass er auf Fahrt wäre, und wo bald noch weniger Kampfflugzeuge einsatzbereit sind als in der Schweiz. (Auch) in diesem Bereich ist der Drittstaat UK allen andern in Europa weit überlegen. Was hier wiederum zur Bemerkung verleitet, bei der EU seien wir nicht Rosinenpicker, bei der NATO hingegen schon.

Für EU-Merkantilisten und -Fiskalisten (neuerdings mit Verstärkung von der OECD) sind die Veränderung (Durchforstung) von Regeln in allen zentralen Bereichen der Wirtschaftspolitik des UK „Wettbewerbsverzerrungen“. Für mich sind sie Ausdruck von Wettbewerb.

Was mich zu jenem Bereich führt, in dem die EU (noch) vorbildlich ist – insbesondere auch für die Schweiz. Aber Frankreich und Deutschland passt dies nicht. Sie konnten eine Grossfusion nicht durchdrücken und sind nun bestrebt, die Regeln aufzuweichen.

Als Fazit ergibt sich, dass Drittstaaten, im Vergleich zur EU (wo in aller Regel „gross“ mit „gut“ verwechselt wird), zahlreiche weitere Chancen für noch mehr Exzellenz erhalten.

Dass die EU etwas in Bedrängnis gerät, erkenne ich an der zunehmenden Neigung, Drohungen auszustossen. Wir sollten diese begründet zurückweisen.

Kommentare

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  1. Leider verpasst es die EU wieder sich zu reformieren, die Von der Lein Wahl war der letzte aber deutlichste Schlag ins Gesicht der Wählerschaft. Die Message war, selbst wenn gewählt wird, wird das Ergebnis nicht „akzeptiert“ und umgesetzt.

    Ich teile so ziemlich alle Vorbehalte gegen das von den Eliten geschaffene Monster.

    Aber ich kann auf die Landkarte blicken, CH ist eben nicht UK oder Norwegen oder Singapore. CH sitzt gefangen in Mitten von Europa. Wenn es Stress gibt, gibt es auch keine Regeln mehr. Das Bankgeheimnis war auch über Nacht tot.

    Gerade wegen der Geopolitischen Lage muss CH eine Anbindung an die EU hinkriegen, damit CH seine Eigenständigkeit behält. Das wird das Kunststück sein, die Politiker in den nächsten Jahren hinkriegen müssen.

    Man stelle sich eine CH vor mit von der EU geschlossenen Grenzen. Dieses Szenario liegt auf dem Tisch, sobald es Stress gibt. Und die EU rennt gerade mit dem Kopf gegen diese Wand.

    Wir müssen hier klug sein und nicht schimpfen.

    • @Holzermoser, @Sermonius

      Mit der „Anbindung“ an die marode EU und mittels eines Unterwerfungsvertrages wird die Schweiz – als „Kolonie“ der EU in’s Elend stürzen.

      Ich kann den Bundesrat nicht verstehen, der links und rechts Freihandelsverträge anstrebt und gleichzeitig einen Vertrag mit der EU abschliessen will, der diese (und jegliche weitere) solche Verträge ausschliesslich der EU vorbehält.

      Dies gilt auch für die Vereinbarung mit Grossbritannien, die BR Maurer in kluger Voraussicht eingefädelt hat.

      Das Verhalten der Mehrheit des BR scheint mir schizoid zu sein …

  2. Hahaha. Der mit dem Wettbewerb ist gut. Wo sind derzeit die grössten Monopole auf der schönen runden Erde? Wie wärs mit Apple und Google oder kennen Sie ein anderes Betriebssystem als iOS bzw. Android. Wie wärs mit Cloud-Lösungen, wo Microsoft, Amazon und Google bald marktbeherrschend sind? Wer betreibt derzeit die mit Abstand ausgeprägeteste merkantilistische Politik, mit diesem Land of the free (aka „America first“) wir unbedingt ein „Frei“-handelsabkommen abschliessen wollen, was allein schon aufgrund der Grössenverhältnisse gar nicht „frei“ für die Schweiz sein kann?
    Und dann fragen Sie bitte noch einen Iren, Schotten oder Inder, was die zu historischen Drohungen und Erniedrigungen seitens Englands zu sagen haben. Ganze Landstriche wurden ausgehungert, damit die Leute gehorchten. Und dass Downing Street 10 den Schotten nur schon ein Referendum über einen Austritt aus dem UK verbietet, sagt meines Erachtens alles.
    Aber eines stimmt: Die Schweiz muss wieder bestimmter ihren eigenen Weg gehen und Drohungen woher auch immer bestimmt zurückweisen.

  3. Guter Bericht, ich kann allem nur beipflichten. Versuchen mit der EU eine gute Beziehung zu halten, ist in Ordnung, alles andere MUSS unbedingt vermieden werden. Ich habe auch das Gefühl, dass nebst der ständigen Arroganz und den Drohungen, die die EU leider schon immer hatte, diese nun noch stärker geworden sind. Vermutlich eben weil mit GB ein nicht eben kleines Mitglied die Reissleine gezogen hat und damit natürlich auch andere Staaten auf diese Idee kommen könnten – was ich insgeheim hoffe.

    Die Unterzeichnung dieses unsäglichen Rahmenvertrages würde uns meiner Meinung zu Untertanen der EU machen und zwar ohne Mitspracherechte. Ob es unsere Regierung nun zugeben will oder nicht, im Endeffekt müssten wir auf so viele Bürgerrechte verzichten (Initiativ- und Referendumsrecht). Und das geht ja gar nicht. Wie kann sich ein aussenstehender Staatenverbund das Recht herausnehmen, und uns vorschreiben, auf welche Rechte wir verzichten müssen. Diese unsägliche Arroganz macht mich so was von aggressiv.
    Und was ich noch viel schlimmer finde, ist dass unsere Regierung (mit ganz wenig Ausnahmen) beinahe alles, akzeptiert, ja sogar noch die andere Wange auch hinhält. Nebst dem vorauseilenden Gehorsam. Auf gut Deutsch, wir machen uns selbst zum Prügelknaben der EU.
    Diesen Leuten muss man mit gleicher Arroganz begegnen, nur diese Sprache verstehen sie und nur so können wir auf gleicher Ebene kommunizieren. Weiters den Bückling machen, erinnert mich fatal an die „Appeasement Politik“ als man dem GröFaZ auch andauernd nachgab…. Als man es schlussendlich 1939 doch einsah, war es zu spät… the rest is history…
    Wollen wir es wirklich wieder soweit kommen lassen, die Sprache geht schon sehr in die Richtung „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ und das macht mir gehörig Angst.

    Mit Zivilcourage unserer Regierung und geschickten Abkommen mit anderen „Drittstaaten“ sollte man der EU begegnen. Es gibt immer eine andere Möglichkeit. Der Rohrkrepierer, den sie mit der Kündigung des Börsenabkommens kreiert haben, beweist es. Aber eben, es benötigt Courage…

    • Sehr richtig. Der grösste Wettbewerbsvorteil der Schweiz ist das einzigartige Staatsmodell (direkte Demokratie, Föderalismus, Neutralität). Wenn das weg ist, sind wir von heute auf morgen der gleiche Morast wie unser Umland, Bürger die nichts mehr zu melden haben, befehligt von unfähigen Politikern. Gott bewahre!

    • @EU-Gegner 1. Stunde,

      Jawohl, einverstanden, aufstehen und kämpfen! Durchhalteparolen während die A-Schweiz ihre Pfründe in sicheren Tüchern hat und die B-Schweiz kaufkraftbereinigt verarmt und real in Schulden und Prekarietät versinkt!. Denken Sie nach was Sache ist.

      Wer glaubt, oder sich einmal mehr in die Irre führen lässt, von denjenigen die uns 1992 angelogen haben; frei nach dem Motto: man müsse mit diesem UNHOLT EU hart verhandeln, gibt sich einer Illusion hin. Sie wissen wie lange Verhandlungen über Freihandelsabkommen dauern?; die Rede ist von 8-10 Jahren. Haben wir soviel Zeit? Es wird nicht einmal die Zeit dazu reichen einen Verhandlungsmandat zu definieren. Bei den Bilateralen I brauchten wir zehn Jahre zum Verhandeln, Abstimmen und Inkraftsetzen nachdem ein EWR-Ad hoc in greifbarer Nähe war. Zu Ihrer Orientierung – Sie können mich gerne widerlegen: 52% der CH Exporte gehen in den europäischen Binnenmarkt, 70% unserer Importe kommen aus der EU und die Bilanz der SNB geht Richtung 1000. Ist eine Erholung des Euros in Sicht?.

      Ein weiteres Szenario: die EU in dieser Form hat möglicherweise keine Überlebenschancen und es wird nur eine Frage der Zeit sein bis die Nationalstaaten zu ihren Nationalwährungen zurückkehren werden. Unsere Verantwortlichen sollten deshalb „schnell und präzise“ ein neues Freihandelsabkommen mit der EU anstreben, ähnlich wie der mit UK. Es zeichnet sich aber sowohl bei einem Status Quo als auch ein Ja zu allen möglichen Varianten wie: EU, EWR oder Rahmenabkommen, schon heute, ein Desaster für die B-Schweiz aus. Wo sitzen Ihrer Meinung nach die Verantwortlichen für diese Entwicklungen inkl. PFZ&Co.? In Brüssel, Paris oder Berlin? Ich lasse mich mit Fakten gerne widerlegen und bin offen meine Meinung zu revidieren.
      Herzlich

    • @Walter

      Der Ausdruck „unfähiger Politiker“ ist wohl in vielen Faällen ein Pleonasmus

  4. Wow, da zieht aber einer über den grössten Handelspartner der Schweiz her ! Klar, das ist Rosinenpickerei vom feinsten, was die Schweiz betreibt. Gefördert noch durch die geographische Lage der Schweiz, kann man das ja auch mal machen. Vermutlich nimmt der Autor es Europa immer noch übel, das das schweizer Bankgeheimnis geknackt worden ist und man mit Blutgeld und -diamanten aus fragwürdigen Quellen keine Gewinne mehr einfahren kann. Wie anders ist der Niedergang der schweizer Vorzeigebanken wie UBS, CS und JB sonst zuerklären ?
    Und ja, die Briten sind aus den Augen der 27 verbleibenden EU-Staaten zu einem Drittstaat mutiert. Und ja, Frau von der Leyen wird mit ihnen so verhandeln, das bei den Verhandlungen das Wohl der 27 Staaten und nicht das der Briten im Vordergrund stehen wird. Und das ist gut und richtig so.
    Der Hund wedelt immer noch mit dem Schwanz.

    • Rosinenpicker sind vor allem diejenigen, die als EU-Fans in der Schweiz leben und hier ihr Geld verdienen.
      Mit Ihrem Gedankengut träumen Sie wahrscheinlich noch von einer Unterwerfung.

    • Sehr richtig. Ihr Kommentar bringt es auf den Punkt. Macht mich schmunzeln. Ich verstehe nicht wie man unsere Weigerung auf unsere Grundrechte der direkten Demokratie zu verzichten als Rosinenpickerei bezichtigen kann? Ist es nicht eher, dass man uns etwas nehmen will, was sich bewährt und was wir von jeher kennen? Ob der dafür gebotene Gegenwert (wenn er denn diesen Namen verdient)das Wert ist, beantworte ich mit einem klaren Nein.
      Unser Geld in Form von massiv erhöhten Steuern, „Lohnschutz“ der ein Hohn ist, automatische Uebernahme von EU-Recht, Anerkennung deren Richter und sie haben den Schiedsgerichtvorteil etc. etc. das alles soll uns letztendlich aufgedrückt werden, wo ist unser Gegenwert? Ah ja, wir dürfen die ehemals ausgehandelten Handelsabkommen behalten (zum Teil). Und das bezeichne ich als Rosinenpickerei seitens EU. Denn die wollen unser System nicht anerkennen.
      Dass es Schweizer EU-Turbos gibt, ist für mich unverständlich. Immer und immer wieder zeigt die EU dass Ihre Definition von Demokratie ein Papierbekenntnis ist. Die Bezeichnung „Demokratur“ würde es eher treffen.
      Ich würde hier gerne Max Liebermann zitieren, der 1933 gesagt hat: „ich kann gar nicht soviel essen, wie ich k… möchte“.

    • @Bekennender EUler

      Dass bei den Verhandlungen GB-EU das Wohl der 27 Staate im Vordergrund stehen wird ist wohl ein Witz.

      Es steht das Wohl der sogenannten Eliten und insbesondere von der (Meine Erachtens unfähigen) Frau von der Leyen und ihrer Familie im Vordergrund.

  5. Die sogenannten „EU-Erhabenen“ gibt es gar nicht, das sind nur Bühnenfiguren. Wichtige Entscheidungen treffen die RegierungschefInnen der Länder. Bestes Beispiel, als die Leute in der EU einen neue/n Vorsitzenden wählen konnten und Macron und Merkel im Hinterzimmer sich für von der Leyen entschieden. Der Frau die in der Regierung eine grottenschlechte Performance hatte. Der Artikel ist nur einfältige, populistische Hetze nach dem Motto: Heute suche ich Dreck!

    • Stimme ihnen zu, dass wahrscheinlich Macron und Merkel im Hinterzimmer sich für von der Leyen entschieden. Aber genau das ist es doch, was stört an der EU. Es sind viele Staaten, entscheiden tun aber zwei für alle. Das ist doch keine Demokratie. Wollen wir da mitmachen ? Lieber nicht.

  6. Sehr geehrter Herr Heini
    @“… bei der EU seien wir nicht Rosinenpicker, bei der NATO hingegen schon.“
    Was hat die Schweiz überhaupt bei der NATO zu suchen? Das ist reine A…kriecherei . Warum testet die Schweiz nicht auch russische Fluggeräte? Sie wären billiger und wohl nicht schlechter.
    Das wäre Ausdruck von Souveränität und Selbstbestimmung.
    Aber in Bananenrepubliken …

  7. EU das ist: Grössenwahn, mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, peinliche Politiker, Demokratiefeindlichkeit, Bürokratie, Korruption, Mittelmass, Intoleranz, Mangel an Innovation, Moralismus, Quantität statt Qualität, Imperialismus, Einfallslosigkeit, Armut.

  8. Dass der Urgedanke der EU jener des Friedens war und ist, dass kommt hier niemanden in den Sinn?
    Dafür sollten die scheinbare überbordende Bürokratie (gemessen an der EW-Zahl der EU im Vergleich eigentlich relativ gering …) und sonstige Ineffizienzen verkraftbar sein, wenn wir dafür viele weitere Jahre in Frieden leben.
    Aber als Österreicher kenne ich diese Schlechtrederei, da hat man im Schnitt scheinbar ein Geltungsthema neben grösseren Nachbarn 😉

    • Dass (sic!) kommt hier wirklich niemandem in den Sinn, weil es -sorry- kompletter BS ist!
      Entstanden aus der Montanunion, welche…. ach, lesen Sie doch selber nach und lernen Sie dazu!
      Friedensprojekt? Lest in „Adults in the room“, was zB die Griechen von diesem Projekt halten, das in erster Linie von D und F dazu benutzt wurde/wird, ihre Banken zu retten, die sich schlicht verspekuliert hatten.

    • Das Friedesprojekt der EU ist mit Hilfe der US Airforce im ehemaligen Yugoslavien kläglich gescheitert.

      Die EU kann es weder militärisch noch wirtschaftlich noch politisch alleine.

      Die EU und einzelne Flugzeuge einiger EU-Länder haben übrigens auch in Lyibien einen wunderbaren Frieden gebracht!

      Was die EU bzw. Nato in Afghanistan sucht, dürfen Sie raten.

      Warum die Ukraine trotz oder wegen der EU die Krim und den Osten verloren hat, haben Sie schon vergessen?

      FRIEDEN? oder einfach nur LÜGEN?

  9. . . . nur wer sich vermeintlich „stark“ glaubt, muss den Anderen drohen. Aber derjenige, der richtig stark ist, braucht nicht zu drohen oder mit Drohgebärden um sich zu werfen !

  10. Total einverstanden.
    Schlimm sind unsere Medien, Zeitungen, Radio und Fernsehen welche einen grossen Teil unserer Stimmbürger beeinflusst.
    Der Blick, Tagi etc haben die Bibel ersetzt.

  11. …. UK wird zum Drittstaat, die Schweiz ist auch ein Drittstaat…
    …..und die EU ist gar kein Staat, sondern ein zusammengewürfelter Verein
    von geldgierigen Interessensvertretern und Subventionsempfängern!

  12. …wenn man nicht markttauglich ist, hat man Angst vor Wettbewerb!

    Als unbeweglicher Beamtendinosaurier wie die EU ist halt man nicht marktfähig.

  13. In den Systemmedien Tagi, NZZ, Blick,20min etc werden hauptsächlich GEFILTERTE Minungsartikel gebracht. Von der SRG sowieso. Da wird jedes Thema nach links zurechtgebogen und sowieso, wird die EU überhöht und verklärt. Fakenews sagt man dem oder einfach Lügen.

  14. Leider gibt es in Brüssel etliche Funktionsträger, die gerne Drohungen aussprechen. Darin spiegelt sich Grossmachtgehabe. Wenn die EU ein Friedensprojekt sein will wie sie immer sagt, so soll sie damit aufhören. In der Schweiz, und wahrscheinlich auch im UK, reagiert man ziemlich allergisch auf solche Drohungen. Beispiele heute: Bankenaequivalenz aberkannt, für die EU ein Rohrkrepierer dank guter Reaktion von BR Maurer, Anerkennung von CH-Medizinprodukten demnächst aberkannt (nach 15 Jahren CE-Anerkennung). Unsere flankierenden Lohnschutzmassnahmen nicht anerkannt trotz klarer Notwendigkeit, usw.. Darin zeigt sich eine sture, unfreundliche Haltung der EU uns gegenüber. Da nützt auch das Herumlächeln von Frau von der Leyen und von Frau Sommaruga nichts. Auch das frühere Geschmuse von Herrn Juncker nützte nichts. Es ist jetzt Zeit für Klartext der EU gegenüber, ghaue oder gschtoche !

    • Diese teuflische EU, was erfrecht sie sich von ihren Gegenübern bei Verhandlungen wie mit dem Vereinigten Königreich, der Schweiz und natürlich auch den USA, nicht zu erlauben ihre EU Rosinen wegzunehmen und untertänigst zu erlauben, im EU Gebiet zu wildern wie es ihnen behagt. Natürlich muss die EU erlauben, dass ihre Steuerhinterzieher gefälligst im Vereinigten Königreich und der Schweiz ihr Geld frei und mit Lob bunkern können. Die Güter der EU müssen mit Zöllen belastet werden. Die Schweiz will ja, dass ihre Agrarprodukte auch ohne Bio zweimal so teuer sind wie in Frankreich. Wir lieben dies im besonderen, aber es ist unser Recht, dass wir alles zollfrei in die EU ausführen können. Wir sind schließlich die Guten und haben zusammen mit UK Europa von den bösen Deutschen befreit. Wenn die Amerikaner mit Microsoft, Apple und Google in der Schweiz Preise verlangen, die wegen Monopolcharakter hier am höchsten weltweit sind, küssen die Schweizern den Amerikanern die Füsse und sind glücklich ihren Untertanen-Status. Dagegen ist es eine unselige Tyrannei der teuflischen EU, wenn sie diese Amerikaner mit Milliarden-Strafen in Euro für ihre Monopole bestraft. Überhaupt der Euro ist eine Fehlgeburt. Der $ wird nächstens 2 Euro wert sein und das £ 3. Das ist der Untergang dieses Kerker der Völker mit Namen EU in 2 Jahren. Alle sind froh, wenn sie nicht mehr da ist.

    • …Das war kein Geschmuse, das waren Schleckereien eines Alkoholabhängigen.
      Von wem wurde er wohl erpresst, dass er ständig in Alkohol flüchten musste?
      Übrigens wars beim Sozi Willi Brand damals nicht anders.
      Wer und was steckt dahinter, wer füttert ständig Politiker an, damit diese danach erpressbar werden ?

      n.b. “Anfüttern“ ist eine Methode von Geheimdiensten um Leute in eine Falle
      tappen zu lassen, und diese dann für eigene Zwecke gefügig zu machen.
      Ein Instrument der CIA, wo Politiker zum Beispiel gezielt in
      Sexaffären oder andere Dinge/Handlungen verwickelt werden, um diese
      dann versteckt zu fotografieren, und damit erpressbar machen mittels
      Beweisfotos etc..

  15. Für all die Euroturbos: Es gibt auf der Welt über 150 Länder, die nicht in der EU sind. Und trotzdem gehen sie nicht unter. Auch wir sind vor der EU überlebensfähig gewesen und werden es weiterhin sein. Auch wir sollten unsere Selbständigkeit bewahren.

    • Und wieviele Länder gibt es auf der Welt, die von der EU regelrecht umzingelt sind und nicht EU-Mitglieder sind? Wir, Liechtenstein, Andorra, San Marino, der Vatikanstaat und das wars dann auch schon…

  16. Gute Analyse. Nach aussen wird zwar in blumigen Worten das gemeinsame Haus Europa beschworen, in der Substanz aber nach wie vor in den Hauptstädten der (grossen) EU-Mitgliedstaaten entschieden – Kommission hin, Europarlament her.

    • Vor allem haben Paris und Berlin das Sagen. Das ist sicher auch ein Grund, warum die Briten genug hatten.

    • Es ist nicht ganz so.
      Es wird, was auf staatlicher Ebene nicht durchsetzbar ist, auf Brüssel geschoben. Dort nach Gutdünken entschieden und muss dann in staatliches Recht, weil aus Brüssel verordnet, umgesetzt werden.
      Alles unter Umgehung jeglicher demokratischer Legitimation, weil wie wir wissen, sitzen in Brüssel hauptsächlich abgewählte Versager und die, die an der Spitze sitzen, sind nicht demokratisch gewählt.

  17. Die EU droht und droht zunehmend der Schweiz aber auch UK. Offentsichtlich ein Zeichen der Schwäche von der EU. Wir sollten uns weltweit nach zusätzlichen Märkten und Geschäftswparntern umsehen. Dies wird mittel- und langfristig eher zum Schaden der EU sein. Die EU ist zentralistisch und zunehmend auch sozialistisch ausgerichtet. Es ist extrem wichtig, dass die Schweiz der EU nicht beitritt. Nach dem Austritt von UK haben bereits 15 EU Länder geschrieben, dass sie nicht auf Geld aus den Fonds verzichten wollen. Der Streit um fehlende 12 Milliarden wird jetzt in der EU beginnen.

    • Wie Schizophren das ganze “System“ bereits ist, erkennt man daran, dass sich diese Staaten im EU-Verein um 12 Milliarden Euro streiten.
      Man muss sich dann nur noch ansehen, für wieviele Milliarden hat die EZB bereits “Wertpapiere“ mit ihrem Falschgeld “aufgekauft“. (?)

      Tatsache ist: Die Mitgliedsländer können kein “Gratisgeld“ erzeugen wie die EZB, streiten sich dafür ständig gegenseitig um viele Milliarden Falschgelder die ursprünglich von der EZB und Banken erzeugt wurden.
      Müssen diese Kredite dann bei den Bankern einholen und dafür Zins bezahlen.
      Die Notenbanker und Banker hingegen erzeugen ihren Kreditbetrug mit Falschgeld ganz einfach durch immer grössere Bankbilanzen.

      Es wird hier sehr deutlich wie fragwürdig, verlogen und betrügerisch das Kreditschneeball-Finanzsystem des parasitären Grossschmarotzertums
      (der Bankster) ist.

    • Ueli, auch in der Schweiz wird immer um Geld gestritten. Und etwas zur Geschichte: Die kleine Schweiz hat ca 600 Jahre gebraucht bis zum heutigen Gebilde, mit Druck von aussen!
      Die Gschichte wird sich wiederholen.

    • @Torpedo

      Offenbar verstehen Sie nicht, dass Giralgeld nicht nur durch ein Kreditgeschäft geschöpft werden kann, sondern ebenso durch ein Kaufgeschäft, wo es keinen Kreditvertrag gibt und der einzige Schuldner bei dieser Geldschöpfung ist die Bank. Wenn Sie einer Bank Aktien verkaufen, dann erhalten Sie dafür Giralgeld, sofern es Ihrem Konto gutgeschrieben wird. Wegen dem sind Sie ja bei der Bank jetzt nicht verschuldet.

      Bei einem Schuldgeldsystem dürfen Sie die Systemschuld nicht mit einem Kredit (Aktivseite der Bank) verwechseln. Geld ist immer eine Schuld für den Schöpfer. Manchmal hat der Kunde zusätzlich noch eine Schuld bei der Bank, manchmal nicht. Überlegen Sie sich die verschiedenen Arten, wie Geld geschöpft werden kann. Überlegen Sie sich anschliessend wie: das Geld Rückgängig gemacht werden kann (Verkürzung der Bankbilanz) und wie: mögliche Schulden vom Publikum getilgt werden können. Schreiben Sie es sich auf. Anschliessend verstehen Sie hoffentlich, dass die Begriffe Schuld und Kredit in einem Schuldgeldsystem zwei verschiedene Dinge sind. Sie merken u.a. dass man Kreditschulden zurückbezahlen kann, ohne dass sich die Geldmenge verkleinert. Wenn Sie das begriffen haben, kann man hier ordentlich weiter diskutieren.
      Herzlich

  18. @Erich Heini

    welche Exellenz? Die nach der Ideologie, Interessen und Propaganda der Neue Zürcher Zeitung? Wenn Sie einen Körnchen Glaubwürdigkeit erlangen wollen, sollten Sie die Gegenargumenten hinterfragen, tun Sie aber nicht, aus gutem Grund. Ich rede von Verständnis im Sinne von Begreifen was Sache ist. Um die heutige Situation, in der Schweiz zu begreifen, proijiziert und eingebettet in einem möglichen erneuerten Freihandelsabkommen mit der EU und Nationalstaaten, EWR oder EU muss man sich der Mühe unterziehen, historisch und vor allem transparent zu denken. Was jetzt gebraucht wird, ist Besonnenheit auf allen Seiten, keine Kraftmeierei, weder in Berlin, Paris noch in London oder Bern, Verständnis als Gegenstück zu ideologischer Borniertheit und so schnell wie möglich Wahrheit und Transparenz innerhalb einer schweizerischen schohnungslosen öffentlichen Debatte. Die fehlt nähmlich seit 30 Jahren! Zufall? Die A-Schweiz duldet keine Zufälle.

    Wir können mit einer PUK in Sachen Franken-Rüttli und SNB beginnen, bis hin zu das öffentliche Beschaffungswesen und weiter das Gesundheits- und Pharmasektor der sich systemisch als korrupt erweist mit Folgen für Versicherten, Versicherer und Steuerzahler, und die Liste ist endlos. Wollen wir über eine Schweizer Exellenz die einen gigantischen volkswirtschaftlichen,- und umwelt Schaden verursacht; wie die 2. Säule reden?…..Ja, einverstanden wir sollten klarstellen, dass „echten“ Wettbewerb gut für alle ist, deshalb meine Frage an Sie gestellt: Sollten Sie, die NZZ und die SNB nicht vor der eigenen Tür kehren?
    Herzlich

    • @ Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz

      ENTSCHULDIGUNG,
      da habe ich mit meiner vorherigen Antwort, bzw. Frage, an Ihrem Beitrag gründlich vorbei geschossen.
      Meine Antwort passte zu anderen Beiträgen.

    • @Hans Geiger, sind Sie sicher?

      @H, die EU oder der EWR (ohne den ausgehandelten Vorzügen in den 90iger) sind keine Lösung. Bleibt ein Freihandelsabkommen. Die EU würde aber eine Erneuerung verlangen. Denken Sie nach: 52% der CH Exporte gehen in den europäischen Binnenmarkt, 70% unserer Importe kommen aus der EU. Wir brauchen eine breite Debatte die seit über 30 Jahren nicht stattfindet.
      Herzlich

  19. So ist es, was mich in meiner Meinung bestärkt, dass sich die Verbrüsselten ernsthaft überlegen sollten, ob die zentralistische Gleichmacherei von Rovaniemi bis Algeciras und Brest bis nach Varna vielleicht in Richtung Föderalismus mit Wettbewerb unter den Nationen ausgerichtet werden sollte. Davon ist nichts zu merken, im Gegenteil, in Brüssel herrscht die Meinung, je mehr diktatorischer Zentralismus desto mehr Integration. Das ist ein riesiger Fehler, aktuell sind Albanien und die ex-Jugogebiete im Fokus. Und ich glaube, der geburtsbehinderte Eurolito kann nicht mehr einvernehmlich liquidiert werden, sondern nur mit einem Knall.
    Kommt mir noch eine These (DWN) in den Sinn: Hätte die BRD noch die DM, wäre sie ein zweitklassiger Industriestaat.

    • Die obere Antwort war an Europa gerichtet.

      @ Der Rückbauer
      „… Hätte die BRD noch die DM, wäre sie ein zweitklassiger Industriestaat.“

      Zählen Sie die Schweiz wegen des Schweizer Frankens auch zu den zweitklassigen Industriestaaten?

    • Dummerweise ist die demokratisch aufgebaute EU unser wichtigster, bester und zuverlässigste Handelspartner und das 21. Jahrhundert mit einem „Wilhelm Tell / Gessler- Syndrom“ bestreiten ist einfach dumm.

    • Auch wenn Deutschland noch die DM hätte, würde es die Schweiz wirtschaftlich alle Male in die Tasche stecken.

    • Zugereister: Ich zähle die Schweiz nicht (mehr, wenn überhaupt in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte) zu den Industriestaaten. Ich glaube, der CHF ist so unsäglich stark wegen des stabilen politischen Systems und eben des unsäglichen Eurolitos. Für die BRD ist der Euro zu schwach und für die Südländer zu stark. Deshalb Exportweltmeister, siehe jedoch Target II-Saldo per Ende 2018: 932 Milliarden zugunsten der BRD, deren Rechnungen also die Steuerzahlenden begleichen werden. Auf die Posts von Späher und EUler möchte ich nicht eingehen, mein Vater war Kommandant der Befestigung des Kraftwerkes….an der Deutschen Grenze im 2. WK. –
      Ich kann heute nur den Kopf schütteln, was alles in Deutschland schief läuft. Die Aufzählung der positiven Dinge ist dagegen einfach.

    • @Rückbauer

      in der Tat…BRD ist ein krankes Land…durch Lohndumping, Sozialabbau und Rentenkürzung hat man die Zwangsverschuldung der Handelspartner durch die deutsche Exportüberschüsse erwirkt. Das Gesundheitssystem liegt am Boden in der BRD. Für die gesetzlich Versicherten bedeutet dies, dass sie z.B. bei einem erhöhten Augendruck nur die Behandlung und Medikamente zurückerstattet bekommen, wenn sie – als Patient – von Ihrem Hausarzt in der Notfallaufnahme überwiesen werden. Kein Scherz! Dort herrschen Zustände die man kaum für möglich hält, die weder in der ARD, FAZ noch im Deutschlandfunk publik gemacht werden. Stellen Sie sich vor: als Notfallpatient warten man 4-6 Stunden im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf bis man dran ist. Wie sieht es wohl in der Proviz aus? Da wartet man 3 Monate bis auf einen Termin. Die Deutschen sind die Opfer nr. 1 der neoliberalen Politik. Die Schuldenländer werden sehr bald diese Aufschuldung nicht mehr akzeptieren. Die Überschussländer können ihre Auslandvermögen somit schon zu 100% abschreiben; dem sind unsere Platzhirsche hier zuvorgekommen, in dem man die SNB beauftragt hat die Auslandvermögen zu entsorgen! Glaubt man wirklich, die Mega-Bilanz der SNB sei ein Naturerreignis wie uns NZZ, SNB, Economiesuisse&Co. glauben lassen wollen? Die Folgen werden verheerend sein! Die Profiteuere sitzen in New York und London….
      Herzlich

    • @ Späher
      Ohne EU wären die einzelnen Staaten der jetztigen EU unsere BESTEN HANDELSPARTNER.
      Allerdings wohl flexiblere. Für beide Partner wohl kaum ein Nachteil.
      Der Aufwand, mit den einzelnen an Wirtschafts- und anderen Beziehungen interessierten Staaten bilateral zu verhandeln, wärs vermutlich wert.

  20. Excellenter Bericht, trifft den Nagel auf den Kopf. Also Mut lieber Schweizer, es geht auch ohne die EU-Arschkriecherei.

    • Exellenter Bericht? Eher nicht, aber eine ANALyse ist es tatsächlich. Hätte Heini diese Zeilen bei der NZZ geschrieben wären sie vom ersten Korrektur schon nach dem lesen der ersten Zeilen im Papierkorb gelandet!

  21. Sie qualifizieren sich schon in den ersten paar Sätzen zu einem Polemiker und Populisten. Ganz einfach – in einer Gemeinschaft haben die Teilnehmer die Leitung bestimmt und dies hat nichts mit Oberen, oder hohem Ross zu tun. Es sei denn man ist Komplex behaftet. Des Weiteren sollte man der gewählten Leitung Kompetenz und Weisungsrecht zugestehen, ansonsten wird sie nichts vernünftiges bewerkstelligen können. Gerade da weigert man sich (eben z.B. England), weil man ein Teil der Macht eben abgeben muss. Glauben Sie die Schweiz wäre dermassen erfolgreich, wenn sie dies nicht entsprechend geregelt hätte? Seid bestehen der EU spricht man bei Nichtteilnehmern von Drittstaaten und jetzt sei diese Terminologie ein Schimpfwort?!? England hat nun mal den Status des Drittlandes, oder soll man jetzt plötzlich für England ein anderes Wort einführen? Zu Ihrem besseren Verständnis: Zu welcher Gemeinschaft Sie sich immer bekennen würden (Ehe, Firma, Partei, Wirtschaftsgemeinschaft, Staatengemeinschaft, etc.), Sie werden immer mit Kompromissen, Teilaufgabe der absoluten Autonomie leben und dies in Kauf nehmen müssen. Dafür haben Sie wohl viel von dessen, was man dafür erhält. Die EU ist die einzige Alternative zu den Grossmächten und hat aufgrund ihrer Grösse auch die entsprechende Macht. Nur wird diese mit derartigen Besserwissern boykottiert und geschwächt. Anstatt dass man positiv gemeinsam an dem notwendigen Konstrukt weiter aufbaut und entwickelt – zerstört man es. Glauben Sie tatsächlich die Schweiz wäre heute dort wo sie ist, wenn die einzelnen Kantone sich nicht zusammengeschlossen hätten? Der Austritt von England ist für beide Seiten ein Trauertag und die Polemiker, Populisten, welche mit Lug und Trug etwas mehr als 50% des Volkes dazu gebracht haben, werden es in der Geschichte nachlesen können – allerdings werden dies einige vermutlich (altersbedingt) nicht mehr auf dieser Erde tun können.

    • Schon der erste Satz ist falsch: Die Teilnehmer waren die Oberen, die nichts mit dem Volk zu tun hatten. Wenn überhaupt Plebiszite stattgefunden haben (meistens konsultativ), gingen sie regelmässig negativ für die EU aus. In der Schweiz weiss jede Partei, dass sie mit einem EU-Beitritt in der heutigen Form nicht punkten kann.
      Ja, es wäre gut, wenn Europa sich zusammenschliessen würde, aber in Form der guten alten EWG (mit ECU). Die EU macht sich und den Eurolito kaputt, wenn sie Traktorenhäuschen gleichermassen normiert (ich verzichte, Bananen und Gurken anzuführen) für Lappland und die Ebenen von Càdiz.
      Macht wieder eine EWG und lässt den Wettbewerb unter den Staaten spielen! Eine Polit-, Fiskal- und Wirtschaftsunion reitet Europa ins Verderben.

    • @ Europa
      Trauertag.
      Ursula von der Leyen, ehemalige Bundesdeutsche Abrüstungsministerin und aktuelle EU-Chefin in den Tagesthemen (ARD):
      „Wir müssen für Europa aufstehen…..dass die EU auch gestärkt!! aus dem Brexit hervorgegangen sei, denn alle glühenden Europäer sind aufgestanden und haben für Europa Partei genommen.“ Alle glühenden Europäer: 4 – Sie, Monika Rühl, Merkel und von der Leyen, es hat noch Luft nach oben.

    • Sie disqualifizieren sicher mit dem Satz: Die EU ist die einzige Alternative zu den Grossmächten.

      Aktuell ist die EU am Gängelband der USA (einer grösseren Macht) und dadurch u. a. gegen Russland und China (andere Grossmächte) egal ob das Negativ für die EU ist.

      Unter einer Alternative stelle ich mich da aber schon etwas anderes vor, als mich als EU an die (un)sicher Hand der US Interessen und NATO zu klammern!

      Andererseits ist von einer Person, welche sich selber den Namen „Europa“ gibt ja auch nichts anderes zu erwarten!

    • Guter Kommentar, für Heini leider zu anspruchsvoll. Er hat noch nicht einmal gemerkt dass Schweiz und EU ähnlich funktionieren, mit ähnlichen Vor- und Nachteilen! Auch wir pumpen Hunderte von Millionen in Berggebiete wie die EU in den Mezzogiorno, in beiden Gebieten wirkliche Entwicklung nur mit Hilfe der Infusionstropfen der SteuerzahlerInnen!

    • Alle, die hier und in anderen Medien den Brexit bejubeln und auf weitere Zerfallserscheinungen der EU hoffen, sei ein Blick in die Geschichtsbücher empfohlen: Grosse, nicht bloss auf – meist nur behauptete – Uniformität basierende Entitäten wie das römische Reich, die Donaumonarchie, das osmanische Reich und Jugoslawien (angeblich alles “Völkergefängnisse”) zerfielen, weil man nur noch das Negative sah und betonte. Tatsächlich kam man anschliessend vom Regen in die Traufe.
      Vor allem nervt, wenn an der ursprünglichen Idee des europäischen Friedensprojekt herumgekrittelt wird. Warum wohl liegen die Hauptstadt der EU und das NATO-Hauptquartier in Belgien? Weil die Belgier keinen Bodensee oder Jura hatten, der den Durchmarsch deutscher Divisionen nach Frankreich verhinderte. DIE wissen worauf friedliches Zusammenleben aufgebaut wird, während einige Schweizer ihr Glück zum Verdienst hochstilisieren.
      Warten wir ab, ob es sich beim Boris Johnson um einen Messias oder um einen simplen Rattenfänger handelt – ich tippe auf letzteres.

  22. Und nun bitte einen Artikel welche Vorteile die EU bringt und erbracht hat! Soviel Objektivität muss sein. Dann können wir vergleichen und abwägen ob die EU so schlecht ist wie wir immer bashen.

  23. zeit, dass die schweiz für ihr rosinenpickerei mal richtig zahlt.
    entweder ist man im club oder nicht.
    ganz einfach.
    das wird auch lb (little britain) nächstes jahr erfahren und
    andere profiteure in der eu.

    • Für was gibt es die WTO? Dass die EU diese Regeln ausser Kraft setzt und Eintrittsgebühren verlangt?

    • Lieber richard.m
      Was heisst hier Rosinenpickerei? Analysiere einmal alles – nicht nur was Dir gerade passt!
      Lies auch einmal den Rahmenvertrag durch und nur wenn Du richtig lesen kannst, gehen Dir die Augen auf. Jetzt möchte die EU erst recht, dass wir das Papier unterschreiben aber nicht, dass es uns danach besser geht.

  24. Guter Artikel, selbst wenn im drittletzten Paragraf etwas fehlt, oder nicht?

    Mir ist als in England lebender Schweizer auch die unglaubliche Arroganz der EU aufgefallen und ich werde nicht müde, bei meinen englischen Freunden darauf hinzuweisen, dass es „Drittstaaten“ wie Norwegen, Schweiz, Liechtenstein, aber auch Kanada oder Singapur, durchwegs besser geht als den Staaten der EU. Ich habe viel Verständnis für Boris Johnson, der vor kurzem sagte, dass ihm „Souveränität wichtiger sei als ein paar Handelsbeziehungen“ (wie Recht er doch hat!). Um beim Beispiel des VK zu bleiben, ist es in 1972 einer Freihandelszone per Referendum beigetreten. Hätte es damals gewusst, dass die ‚hidden agenda‘ der Franzosen und der Brüsseler Bürokratie war, eine politische Union zu werden und ALLE europäischen Nationen in eine solche zu zwingen, hätte das VK m.E. niemals zugestimmt. Also hat sich hier endlich der common sense der Engländer und die Demokratie durchgesetzt.

    Im Falle der Abstimmungen in Irland, Dänemark oder Frankreich war das Vorgehen der EU, nochmals abstimmen zu lassen, als es ein „Nein“ zum neuen EU Vertrag gab, alles andere als demokratisch. Die Frage der Ernennung der Ursula von der Leyen als neue Kommissionspräsidentin ist uns wohl noch allen in guter Erinnerung, genauso wie der peinliche Juncker und der korrupte Jacques Santer…

    Der grosse Verlierer des Brexit heisst Deutschland, aber das haben die meisten Deutschen noch nicht verstanden. Frankreich sucht m.E. einen neuen Wirt, den es aussaugen kann, nachdem das Land abgewirtschaftet hat. Dieser heisst EU, und damit Deutschland, das noch Reparationsansprüche in Milliardenhöhe, verkleidet als Solidaritätsbeiträge an die EU wird zahlen müssen. Der Fehler der Versailler Verträge war, einem armen Land (Deutschland) 1919 Reparationszahlungen aufzubürden. Das führte zur Instabilität der Weimarer Republik, Streiks, Volksaufstände und Hyperinflation, ultimativ zu Hitler. Die Strategie der Franzosen ist heute eine smartere: warten bis es D richtig gut geht, um dann zuzuschlagen und abzukassieren, unter Benutzung der linken Solidar- und Gleichmachereiideologie der EU. Um auch diese Frage zu beantworten: Nein, Griechenland und Bulgarien werden auch in 100 Jahren nicht das Einkommensniveau von Deutschland oder Holland erreichen, trotz oder vielleicht wegen, aller Milliardensolidarzahlungen (auch seitens der Schweiz). Eigentlich dürfte weder Griechenland, noch Bulgarien in der EU sein, wie EU Behörden wie OLAF mittlerweile festgestellt haben, aber das macht doch EU Politikern nichts aus…

    Dass die EU ein dysfunktionales Gebilde ist, eigentlich der grösste protektionistische Wirtschaftsraum der Geschichte, der vor allem die eigenen Zölle hochhält, um französische Bauern zu schützen und damit afrikanischen Ländern massiv schadet, weiss jeder. Als ich in der Schule war, vor 40 Jahren, war der Anteil der Landwirtschaft am EU Budget 75%. Schon damals fragte ich mich, was das sollte. Heute beträgt er immer noch knapp 50% (Populationsanteil der Bauern unter 5%!). Ist das zukunftstfähig? (rhetorische Frage)

    Beitreten darf man einem solchen Verein auf keinen Fall, aber das weiss unser BR wohl nicht, der immer nach Aufmerksamkeit und höheren Weihen sucht…

    • Gehen Sie nach Sunderland, 60 % für den BREXIT und natürlich kommen sofort die dortigen Werften, die noch 1950 weltweit führend waren zurück. Was ist mit ihrer Hoffnung auf Besserung mit dem BREXIT Realität oder Träumerei? Jeder mag das selbst beantworten. Übrigens wird die dortige NISSAN Autofabrik ziemlich wahrscheinlich schließen. Sie hat mit dem Abbau bereits begonnen. Bei BMW UK das gleiche. Dieses Singapur on the Thames wird ein spektakulärer Reinfall! Zur Schweiz kann man nur sagen, wer gibt uns Schweizern mehr Brot , der Werkplatz oder der Finanzplatz?

    • @ Urs
      Gerade sind die Reparationszahlungen Deutschland endlich ausgelaufen. Dafür darf es den britischen Anteil an die EU übernehmen. Selbst schuld.

      „…Griechenland und Bulgarien werden auch in 100 Jahren nicht das Einkommensniveau von Deutschland oder Holland erreichen!“ Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn d „Deutschen“ sich in 25 Jahren mehrheitlich gen Mekka niederknien werden, werden wir „mittelöstliche“ Verhälnisse vor unserer Haustüre bewundern dürfen.

    • Schon mal einen Blick auf die Aussenhandelsbilanz der Schweiz geworfen, wer den da der grösste Partner der Schweiz ist mein Lieber ?
      Und wie willst Du es begründen, das der grösste Verlierer des Brexit Deutschland ist ? Weil das Dein Wunschdenken ist ? Oder weil es jetzt Zoll auf Stilton und Cheddar geben wird ?

  25. Sehr geehrter Herr Heini

    besten Dank für den Artikel.

    Gleichwohl noch zwei Bemerkungen, von denen ich annehme, dass sie für Sie weder neu noch besonders eigenartig sind:

    „Drittstaat“ ist Vertragssprache und somit ein Rechtsterminus. Mehr nicht. Umgangssprachlich wird auch in EU-Kreisen nicht von Drittstaat gesprochen. Wohl aber in der Terminologie der Vertragssprache. Dies gilt übrigens im internationalen Vertragsrecht überall und ist von daher keine EU-Besonderheit.

    Die NZZ, bzw. deren Wirtschaftsredaktion unter der umtriebigen Leitung des damaligen liberalen Chefideologen Gerhard Schwarz hat mir damals im Vorfeld der EURO-Einführung (2001) einen sachkritischen Artikel über diese nicht funktionierende Einheitswährung nicht abgedruckt mit dem Hinweis, dass es immer unterschiedliche Meinungen gebe.
    Ich weiss nicht, ob Sie als „Ehemaliger“ auch auf dieser Linie waren??

    Freundliche Grüsse
    F.H.

  26. Die EU ist das Projekt verpasster Chancen. Die Briten haben in der Aufbahrungshalle Abschied genommen. Lediglich einige verwirrte Schweizer halten bei der Leiche noch um die Hand an. Mehr zu sagen wäre Leichenfledderei.

    • Urs, ein wichtiger Hinweis fehlt schon. Nur dank dem Beitritt zur EU 1973 ist GB wieder aufdie Füsse gekommen. Schwerindustrie, Flugzeugbau, Automobilindustrie alles lag am Boden, dank dem Know How- und Gütertransfer von Kontinentaleuropa ging es wieder aufwärts. Die ganze hochgelobte Elite von Cambridge und Oxford hatte versagt und träumte noch immer vom „Britischen Empire“, während dem die Midlands, Arbeitsplätze, das Sozial- und Gesundheitswesen vor die Hunde gingen! Aber nun kommt das „goldene Zeitalter“, ausgerufen von Boris Johnson, auch Elite, dem „lord of the lies“. Es wird ein kurzes und überschaubares Zeitalter. Die Engländer werden an Sonntagen zu den Klippen von Dover fahren und wehmütig nach Kontinentaleuropa schauen.

  27. Dies ist ein Indiz dass die EU eine Diktatur ist; es gibt ganz offiziell in Brüssel eine Propagandaabteilung; ist Ihnen aufgefallen dass keine öffentliche Medienanstalt darf kritische Worte über die EU erwähnen.

  28. „Wird der Brexit ein Erfolg, ist das der Anfang vom Ende der EU.“ So hat der Europa-Politiker Manfred Weber (CSU) gestern die aktuelle Gefechtslage aus Sicht der Euromantiker umschrieben. Klartext: Die EU wird alles tun, um den erfolgreichen Start der Briten in die zurück gewonnene Unabhängigkeit zu behindern und zu erschweren. Durch konsequente Abschreckung sollen weitere
    Präzedenzfälle verhindert werden – whatever
    it takes. Die Schweiz 🇨🇭 kann sich glücklich schätzen, den Beitrittsverlockungen dieser
    inzwischen mehr sozialistischen als solidarischen, von den Nehmerländern dominierten Union nicht erlegen zu sein.

    • Der angeblich aufrichtige Boris hat den Leuten im Norden von England das Füllhorn an Hilfen versprochen. Neue Industrien, großzügige Sozialhilfen, eine wunderbare Versorgung hinsichtlich Gesundheit. Mit anderen Worten blühende Landschaften. In Wirklichkeit will er den Sozialstaat abschaffen oder zumindest erheblich reduzieren und alles tun, damit alle Milliardäre der Welt sich in London und dem lieblichen Süd-England ansiedeln. Natürlich zahlen sie keine Steuern, die sind noch tiefer als bei uns in den Pauschalsteuer-Kantonen Waadt und Schwyz. Dies wird dann interessant für die Quartiere in London im Norden und im Osten, die voller junger Leute sind, die die englische Identität verachten (Moslems im besonderen) und nicht gewillt sind, sich mit einer Bettel-Existenz zu begnügen. Diese Quartiere werden trotz Polizei und Kameras überall brennen, wie dies bereits in den 90 er Jahren der Fall war. Ob solche Ereignisse den super ängstlichen Milliardären gefällt, die nicht genug ihrem Luxusleben und ihrem Bunker-Egoismus huldigen? Kann sein, dass es ihnen gefällt vom ihrem Penthouse aus, die Brände in 1 km Entfernung zu beobachten.

  29. Die EU, ein Gebilde zum Nachdenken! . . . und die Schweiz ein Drittstaat! Wo sind aber die Eidgenossen geblieben? Schrecklich, unsere Politiker, von ganz links bis hin zur FDP (> Petra Gössi). Am liebsten den Rahmenvertrag mit der EU schon heute unterzeichnen und ja: die Grenzen für alle offen halten. Dabei die Souveränität der bewährten und einzigartigen „Direkten Demokratie“ opfern. Eine Infrastruktur, die mit dem rasanten Wachstum nicht mehr Schritt halten kann, explodierende Kosten in allen Belangen, dem Steuerzahler immer mehr abverlangen, und das ist dann laut Gössi & Cie. der so hoch gepriesene Wohlstand unserer Bevölkerung. Geschweige dann, da noch einen optimistischen Blick in die Zukunft der so hoch gelobten 10 Millionen-Schweiz zu wagen. Dies stimmt traurig und ist wirklich ein Grund zum Nachdenken. Schade – auch das Wetter spielt gegenwärtig verrückt!

  30. Wird der Brexit zum Erfolg für GB, ist das der Anfang vom Ende der EU. Die prosperierenden Oststaaten Polen, Ungarn und Tschechien werden sich dem Diktat des Moralisierungsweltmeisters DE entziehen. Nur für die Slowakei wird es etwas schwieriger, da sie im € gefangen ist. Sich der auseinanderfallenden EU anzuschliessen, wie es unsere links-grünen, „liberalen“ Mitbürger und die Economiesuisse-Konzerne-FDP möchten, ist Ausdruck von fahrlässig-defätistischem Unfug.

    • Kannst Du Deine Prognose etwas genauer definieren, wie diese genannten Oststaaten sich finanziell und wirtschaftlich über Wasser halten wollen, wenn ihnen die Rückendeckung und die Gelder aus der EU fehlen ??

  31. Der Euro mit Negativzinsen oder die geplanten Energiezölle wegen der im internationalen Vergleich hohen europäischen Energiekosten sind nur die augenfälligsten Anzeichen dessen, wie die ideologischen Fehlsteuerungen der EU dem gesamten Europa Properität rauben und den Fortschritt behindern.

  32. Die EU wird bald implodieren, mit etwas Geduld werden die Drittstaaten diesen undemokratischen, bürokratischen und zentralistischen Moloch, der von Korruption völlig durchseucht ist, bestens überleben.

    • Na dann zieht euch mal warm an, wenn die EU implodiert verliert diue Schweiz ihren grössten Handelspartner.

    • @BekennenderEUler

      Was ist mit Ihnen los. Bloss weil die Mehrheit nicht bei diesem Verein dabei sein möchte, fühlen Sie sich angegriffen.

      Gäbe es die EU nicht mehr, Europa würde weiter existieren. Und damit der Handel mit unserem Land im Herzen von Europa.

  33. Bisher sind alle „Reiche“ irgendwann auseinandergebrochen. Manche schneller, wie etwa das selbsternannte „Tausendjährige Reich“, manche etwas langsamer, wie das Britische Empire, manche viel langsamer, man denke an das Römische Reich. Auch Jugoslawien und die Sowjetunion sind diesen Weg gegangen. Nach wenigen Jahrzehnten, plötzlich und unerwartet, muss man hinzufügen. Es spricht nichts dafür, dass dies mit der EU anders sein wird oder dafür, dass sie eine ungewöhnliche Lebensdauer haben könnte. Gut möglich, das heute, 1. Februar 2020, der Anfang von ihrem Ende beginnt. Der baldige Fall der „Mauer“ war im Januar 1989 unvorstellbar. Im Dezember des gleichen Jahres war er schon Gechichte.

  34. Endlich wieder einmal ein Artikel, der handfeste Information liefert, die heute so rar geworden ist. Themen wie hier werden gar nicht mehr erwähnt. Solches gab es fürher in der NZZ. +Früher+. Alle Medien sind haupsächlich damit beschäftigt, political Correctness unter die Leute zu bringen.