Für UBS-Crew und Petit Chefs gibts Mini-Boni

Lange Gesichter an Basis: Für 2019 erhalten Normalos bei der Grossbank nur noch Krümel. Oben geht Party weiter.

Am Dienstag erhielten die UBS-Banker das berühmte Couvert. Darin stand jene Zahl, auf die einst die ganze Firma im Februar sehnlichst wartete – und die heute bei vielen Enttäuschung auslöst.

Es geht um den Bonus. Wie viel Extra für die Leistung im zurückliegenden Jahr gibt es für jeden der rund 20’000 UBS-Bankern in der Schweiz?

Die Antwort laut einem Insider: immer weniger. Die Mehrheit der Leute an der Basis und deren direkte Vorgesetzte, die hierarchisch nur unwesentlich höher gestellt sind: Sie kriegen wenig.

Jedenfalls im Vergleich zu früher. Da rissen sich die Mitarbeiter die Autohefte aus der Hand. Welcher Schlitten darf’s dieses Jahr sein?

Tempi längst passati. Die UBS hat mitgeteiligt, dass sie bei einem Grossteil ihrer Schweizer Belegschaft zu einer Art 13. Monatslohn zurückgekehrt. Fix statt variabel.

Applaus weitherum. Endlich stoppt eine grosse Schweizer Bank das irrwitzige Bonus-Karussell. Die neue Regelung treffe rund 3’000 (nicht 10’000, wie hier zunächst stand) Mitarbeiter im Heimmarkt.

Das war vor einem Jahr. Nun zeigt sich: Die Realität ist wie immer weniger herrlich.

Für mehr und mehr UBS-Leute in der Schweiz gibt es weniger und weniger Bonus – und damit auch weniger Entschädigung insgesamt.

Umgekehrt in den höheren Rängen und zuoberst. Dort dürften die Boni sprudeln wie eh und je.

Vielleicht da und dort eine Mini-Kürzung wegen der Gerichtsschlappe in Frankreich. Mehr an Reduktion muss in den Rängen der Konzernleitung und der Group Managing Directors niemand befürchten.

Die UBS wollte sich auf Anfrage nicht äussern. Aus der Bank ist zu vernehmen, dass statt individueller Boni neuerdings in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert würde.

Will heissen: Statt schnöden Mammon gibts Geld für die persönliche Entwicklung. Der Bonus verwandelt sich in bezahlte Fitness für den Arbeitsmarkt.

Für die unten in der Pyramide. Jene oben, wo der Bau immer spitzer wird, bleibt alles beim Alten, wenn am 28. Februar der Bonustopf bekannt wird.

Denn Weiterbildung haben die Spitzenleute der führenden Schweizer Bank ja nicht mehr nötig.

Kommentare

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  1. Das war schon vor 15 Jahren nicht anders. Der Bonus hing ja nicht in erster Linie von der Leistung, sondern vom Bereich ab in dem man tätig war. Ein Assistent in einem trendy Desk wie Asien oder Russland bekam mehr Bonus als ein gestandener Kundenberater in einem Markt wie Deutschland. Unnötige Vice Chairmen gab es schon damals. Die bewegten sich hauptsächlich zwischen Golfplatz und Oper oder anderen Cüpli Anlässen.
    Andere vergoldete Bereiche waren u.a. das Asset Management. Die hatten einen an englisch sprechenden Chef. Diese verkauften ihren Bereich ohnehin besser als die Schweizer Chefs. Verkauft haben sie das Meiste ohnehin intern und verdienten dabei wesentlich besser als die Kundenberater, welche die Fonds dann dem Kunden verkauften.
    Bei den Kundenberatern verdienten ohnehin immer die gleichen Leute am meisten, nämlich diejenigen, die sich beim Abgang eines Beraters wieder die besten Kunden unter den Nagel rissen. Die neuen Berater erbten dann den Schrott oder die komplizierten und wenig rentablen Kunden mit wenig bis keinem Neugeld Potential.
    Neugeld war ohnehin das alleinige Mantra. Es wurde ja immer wieder teuer eingekauft. Die Berater mutierten in dem System zunehmend zu Söldnern.
    Identifikation mit der Bank war nicht mehr gefragt und die Chefs wechselten so häufig, dass ich mich nicht mehr an alle erinnern kann.
    Also insgesamt „Im Westen nichts Neues“

  2. It was comical on bonus day in our team – all the men came back from their bonus meetings smiling, and all the women in the team started to look for new jobs. The value of women in banking remains a severe problem at UBS.

  3. Begreife die Frust, die hier einige an den Tag legen. Die MA werden zBsp. im Operationsbereich ganz und gar nicht gerecht entlöhnt (TL arbeiten zT. für 71k) und wenn der Bonus dann noch so tief ausfällt oder die Lohnerhöhung ausbleibt, ist die ganze Compensation Communication umso mehr frustrierend.

  4. Liebe Bloggerinnen und Blogger
    Ich bin fasziniert und auch geschockt, welche unqualifizierten Einträge ich gefunden habe. Hier wird ein m.E. verständlicher Frust ev. Ekel gegenüber dem C-Level an den Tag gebracht. Was mich jedoch immer wieder stört, ist das verbreiten von Märchen. Als ehemaliger Angestellter von beiden Grossbanken widerspreche ich! Abgesehen von der IB, sind genannt Saläre eine Utopie. Auch Einträge wie… hätten Sie es auf Seite getan für Arbeitslosigkeit oder Frühpension finde ich geschmacklos. Seit über 15 Jahren bin ich ein Verfechter der Anschaffung des Bonus! Es sind falsche Signal vor allem an die jungen Mitarbeiter. Ein 13. Monatslohn Bis auf Stufe GMD wäre angemessen. Für das X-Board Bonusobergrenze von einem Jahresgehalt… Erfolgsabhängig auf 5 Jahre gebunden. Ich erinnere mich nich an all die Freunde die vor 2008 kräftig an der Börse verdient haben und ein Loblied auf die Banken sagen… jede Medaille hat zwei seiten😉

  5. Bonus ist eh schon lange das falsche Wort. Es geht um eine Pseudo-Gewinnbeteiligung. Da ist ja klar, dass Oben wo nichts gebracht wird mehr drinliegen muss als Unten, wo geackert wird. War schon immer so, wer Nichts leistet macht keine Fehler, wer keine Fehler macht wird befördert und kann abkassieren. Damit es dann Oben reicht werden unten die Qualis auf Anweisung noch etwas nach unten frisiert und schon ist der Bonus gekürzt. Soooooo einfach die heutige Arbeitswelt. Bin zum Glück nicht mehr dabei.

  6. ich habe seit 13 jahren keinen bonus, keine 13. monatslohn, nicht einmal eine lohnerhöhung, und lebe unter dem existenzminimum. aber nicht weil ich faul wäre, sondern weil es aus gesundheitlichen gründen nicht anders geht. das jammern geht mir so etwas auf den geist, die solen froh sein, dass sie arbeit haben, dass sie ihre wohnung zahlen können, und dass sie nicht krank sind.

  7. Ich bin für die Einführung einer gleich starken Progression bei den Steuern wie es bei den Löhnen vorgelebt wird. Damit hätten diese Damen und Herren dann Grenzsteuersätze weit jenseits von 100% – ist genau so gerecht wie die Entlöhnungsprogression.

  8. Wieso entlässt die UBS an der Basis Mitarbeiter oder streicht ihnen das Trinkgeld? Sie leistet sich ja immer noch 675 angestellte Einkommensmillionäre, die im Schnitt USD 1.9 Mio. kassieren (Jahresbericht).

    Verarschung kann man dem nicht sagen.
    Da muss man schon ein neues Wort erfinden.

  9. Interessant, wenn indische Linienmanager ihren Mitarbeitenden in der Schweiz den Bonus mitteilen müssen und ob es eine Gehaltserhöhung gegeben hat…..

  10. MANAGER-TERROR überall.
    Die Firmen wurden von Managern gekapert, nicht nur in die GROSSEN USA und Russland, aber auch in die kleine Schweiz.

    • Im Compliance müsste man 80% der Leute entlassen, um wieder Business machen zu können!

  11. Meine Damen und Herren, während 2000 -2015 waren die jähriche Boni für Prokuristen (mit Kunden) zwischen Chf 60 und 120K (und noch mehr). Wer diese Summen zur Seite gelegt hat (Haus, Sparkonto) hat heute kein Problem. Viele haben in SUV, Lachs, Gucci und Playa del Carmen “à gogo” investiert, sorry !
    Porsche Garages sind derzeit mit Occasionen 911und Cayenne überfüllt !

    • sorry, da wäre ich aber gerne dabei gewesen. Ich war nahezu 20 Jahre PP hatte aber nie annähernd einen Bonus in dieser Höhe. Das hat es sicher gegeben aber da musste man an den richtigen Orten gearbeitet haben. z.B IB. Ich weiss nicht woher sie diese Infos haben sind aber total realitätsfremd. Gleich wie wenn es heisst jeder Banker hat im Schnitt Fr. 150K. Träumerei

  12. Recht hat er. Die Bank lebt von wilden Konstrukten und vor allem von Geld, das nur in den Sytemen generiert wird und absolut nichts wert ist. Das gane Schneeballsystem funktioniert nur, weil die Deppen alle davon profitieren. Allen vor allen die sebstdarstellenen Politiker. Ich finde die Bonuskultur fraglich. Wie soll ein Vorgestzter denn entscheiden, wie viel seine MA wert sind? Anhand der fiktiven Zahlen aus dem Schneeballsystem? An der braunen Zunge oder der gut blendenden Taschenlampe? Ausgenommen sind das Zinsdifferenzgeschäft und teilweise der ZV.

  13. Ich bin 44 Jahre alt, arbeite 100 Prozent, habe Ueberstunden ohne Ende, bin Handlungsbevollmächtigte, habe eine gute Leistungsbeurteilung erhalten und mein Bonus ist CHF 2‘400.—.

    Meines Erachtens kann man sich den ganzen Aufwand sparen und den auch noch streichen.

    • a) Sei froh, dass dein Arbeitgeber dir/deinen Kollegen noch zu dem vereinbarten Gehalt etwas (freiwillig)obendraufzahlt. (Dass das nicht fair verteilt wird ist in unserer Gesellschaft doch klar.)
      b) Spende deinen Bonus, wenn du keine Verwendung dafür hast!

    • @Pippi

      Du hast das Privileg bei der Nr. 1 der Schweiz arbeiten zu dürfen! Dieses unbeschreiblich Gefühl ist doch mindestens 250 Franken pro Tag wert.

      Ein bisschen mehr Dankbarkeit bitte!

    • Begreife Deinen Frust. Solange es massive Differenzen in diesem Boni-Wildwuchs gibt! Jeder einzelne MA ist für den gesamten Erfolg eines Unternehmens veantworlich. Ohne Backoffice, Informatik, ZV, bis zum Koch im Unternehmen trägt auf seine Weise zum Erfolg bei. Die Boni tragen viel zur Unzufriedenheit in der Bank bei. Dieser Bonuswahn hat sogar in der SWISS ausgeufert. Die Kapitäne haben teilweise bis zu 50’000 CHF Bonus erhalten. Ich als ehem. Banker einer KB war mir einem angemessenen Salär immer zufrieden. Die Boni waren minimal.

    • Nun wer seine Zeit vollständig aufschreibt, verdient auch nicht echt einen Bonus. Jede einzelne Minute wird ja bezahlt…

    • Kommen Sie zu uns auf die KB in der Provinz. Wir haben bessere Boni. Verkehrte Welt.

    • Das ist das Dilemma von uns Frauen. Der Pippo bekommt da schon 4’800 für ein klein bisschen weniger Einsatz. Raucherpausen und lange Mittagszeiten einberechnet.

    • @Pippi: Der Pippo erhält meistens weniger als die Pippi, weil er dem Chef nicht so nahe steht!

    • Erkennen und die Segel richtig setzen. Es ist doch so, dass ihr direkter Vorgesetzter einen Topf bekommt den er verteilen darf. Dann war ihrem Vorgesetzten die Leistung eines anderen Kollegen mehr wert. Ich empfehle, einen Schritt zurückzutreten, durchatmen, Unwesentlichkeit erkennen, reflektieren, loslassen, entscheiden was dir wichtig ist im Leben, Prioritäten setzen und das dann durchziehen. Es gibt so viele befriedigende Jobs und andere Möglichkeiten auf dieser Welt wo sie und ihre Leistung geschätzt wird = Geheimnis eines glücklichen Lebens. Die Banken schaffen sich selber ab, einfach zurücklehnen und zuschauen. =)

    • Das ist diese typisch arrogente Haltung der Bankangestellten, da wird mir schlecht. Schicken Sie mir doch Ihre offenbar nicht benötigten 2400 Franken. Ich erhalte Jahr für Jahre infolge der stetigen Teuerung immer weniger Lohn, keinen 13. und schon gar keinen Bonus.

    • @ Pippi Lotti: Lassen sie sich von den vielen Läster-Kommentäre nicht beirren, die meisten dieser Schreiber arbeiten von 9 to 5 und haben in ihrem Leben noch nie Überstunden geschoben!

  14. Na ja klar. Die Manager ganz oben machen ja schliesslich die ganze Arbeit – ergo haben die auch die Boni verdient. Das Fussvolk dient ja bloss als Deko für die Büros, damit die Manager sich nicht so allein fühlen bei der Arbeit und „Mit“ Arbeiter dann und wann auch mobben können, wenn ihnen der Sinn und die Laune danach steht.
    Im Ernst, seit Jahren wird in der ganzen Wirtschaft der arbeitenden Schicht der Wertschöpfungsanteil vorenthalten.

  15. Empfehle das SEC filings 2019 der UBS zu lesen. Global Asset Management ist am ertragreichsten in der Schweiz mit der höchsten durchschnittlichen Anzahl von verwalteten Vermögen pro Berater. Natürlich ist es in den USA am niedrigsten mit Vermögens-Abfluss. Sogar Europa ist trotz EU besser als diese USA Berater, die auf Händen von der Geschäftsleitung der UBS getragen werden. Bei der Investmentbank ist es das gleiche, ohne die USA wäre diese in den schwarzen Zahlen.
    Da wir ja alle auf die Wiederwahl von Herr Trump hoffen, damit der Kapitalismus in der Schweiz auf dem Finanzplatz gesichert ist, werden die Kosten der UBS in US$ gemessen. Was geschieht, wenn der US$ sich gegenüber dem SFr. aufwertet. Werden dann die Schweizer Löhne reduziert?
    Oder haben die Schwarzseher recht, die mit Misstrauen die riesige Verschuldung der Trump Administration verfolgen und eine Aufwertung des SFr. erwarten? Reduziert man dann trotzdem die Löhne des Schweizer Personals, weil man die zunehmenden Löcher in den USA irgendwie stopfen muss, obwohl man diese wegen der US$ Rechnungslegung nicht sofort sieht.
    Es gilt das Gesetz „Haut das Schweizer Personal und verwöhnt das Personal in London und noch viel mehr New York“. Es zählt nicht die Performance der Business Units, sondern wo sie sich befinden. Banker aus London und noch mehr aus New York sind die besten und erfolgreichsten. Schein statt Sein ist deren Devise und die oberste Geschäftsleitung der UBS liebt dies. Unbedingt das SEC Reporting 2019 lesen.

  16. Ich halte die ganze Bonuskultur, auch in kleinem Massstab unten an der Basis, für unglückselig und verrohend. Sie führt zu Egoismus und einer sehr eingeschränkten Sicht auf nur finanzielle Aspekte der täglichen Arbeit. Menschlichkeit, der Mut, Dinge infrage zu stellen, und das Denken in Gesamtzusammenhängen bleiben auf der Strecke.

    Meiner Meinung reicht ein fairer Lohn als Entschädigung für die geleistete Arbeit vollkommen aus. So war das auch bis in die frühen 90er-Jahre. Institutionalisierte Bonuszahlungen haben sich erst mit dem für unsere Mentalität untauglichen angelsächsischen Führungsstil etabliert.

    Ein Bonus, den man quasi erwartet und auf den man fast einen Anspruch erhebt, hat auch seine Wirkung als psychologisches Stimulans verloren. Eine kleine, völlig unverhoffte und von Herzen kommende Spontanprämie (beispielsweise eine Flasche Wein oder ein Büchergutschein) für eine ausserordentliche Leistung hat mich damals bedeutend mehr motiviert.

    • Volle Zustimmung. Der Bonus korrumpiert die Menschen, unabhängig von der Funktion oder vom Jahreslohn. Das war schon vor 20 Jahren im Back Office so (Bonus 2K-5K oder so).

    • Es geht um die Verhältnismäßigkeit oben/unten. Diese ist komplett aus den Angeln.
      Ich bin mir übrigens sicher, dass wenn Sie in einer Buch- oder Weinhandlung arbeiten, auch ein entsprechendes Geschenk bekommen. Das ist vielleicht auch sinnstiftender. Haben Sie aber doch bitte Verständnis, dass diejenigen, die sich bei den Banken abquälen, auch Geld am Ende des Jahres erwarten. Und keinen feuchten Händedruck.

    • Vielen Dank. Einer der besten Kommentare. Prämisse ist der faire Lohn bzw. die fairen Anstellungsbedingungen. Damit sollte sich jede weitere extrinsische/monetäre Prämie erübrigen.

      Als Lektüre meine Empfehlung: Das anständige Unternehmen von Reinhold Sprenger.

  17. „Denn Weiterbildung haben die Spitzenleute der führenden Schweizer Bank ja nicht mehr nötig.“

    Was durchaus Sinn macht: schliesslich haben sie durch Ihren Aufstieg zur Genüge bewiesen, dass sie von Banking wenig bis gar nichts verstehen. Und somit den Beweis erbracht, dass Ausgaben für Weiterbildung nur Perlen vor die Säue wären!

  18. Wichtig ist, dass sich die Geschäftsleitung vergoldet, denn deren Beitrag zum Aktienkurs ist ja „Null“! Wir werden sehen!

  19. Dass im UBS Top/Senior Management Abzocker hocken, ist ja schon seit 20 Jahren der Fall. Daran wird sich nichts ändern, denn dies ist ein generelles Problem der heutigen Gesellschaft: wer kann, kassiert.

    Wer im Middle Management der UBS schlau war, hat den Bonus als Sparkapital zur Seite gelegt und hat damit ein Polster für Arbeitslosigkeit oder Frühpensionierung geschaffen. Wer nicht so intelligent war, hat den Bonus für Autos, Ferienwohnungen oder anderen Luxus verwendet.

    Die UBS-MA sind auch mit einem 13. Gehalt nich immer gut bezahlt.

  20. ESG lässt grüssen, gelle 😉

    Liebe GMDs, schön Eure Challenge-Armbänder auf allen Social Medias posten, riesen Tam-Tam und bei (ES)G schön seiner eigenen bigotten Linie treu bleiben…

    Bravo, so macht man das

  21. Dass sich früher die Mitarbeiter die Autohefte aus der Hand rissen entspricht in keiner Weise den Tatsachen (jedenfalls beim damaligen Schweiz. Bankverein) und stammt aus dem Reich der Märchen. Tatsache ist, dass in den neunziger Jahre der 13. Monatslohn in die 12 Monatslöhne eingebaut wurde. Ebenso wurde bei den unteren und mittleren Kadern die Kaderzulage auf die 12 Monatslöhne verteilt. War das abgelaufene Jahr für die Bank erfolgreich, richtete die Bank, jeweils auf freiwilliger Basis, dann noch eine Gratifikation aus. Aus der jährlichen Gratifikation konnte man kein Gewohnheitsrecht ableiten. Bei der heutigen UBS gilt immer noch das gleiche Prozedere, wobei bei den meisten Mitarbeiter-innen der „Bonus“, wenn es hoch kommt, einem Monatslohn entspricht! Man sollte das negativ wirkende Unwort „Bonus“ endlich eliminieren und wieder durch das Wort Gratifikation ersetzen, so wie es bei vielen Firmen heute im Gebrauch ist.

    • Ihrem Kommentar kann ich leider nicht zustimmen. Anno 2004-2007 waren bei der UBS IB die Autokataloge (Leasingpartner war Porsche…..) sehr beliebt und die Leasingbeiträge fürstlich, die Tiefgarage von Opfikon lässt grüssen. Zum Glück gehört dieser Habitus der Vergangenheit an.

  22. Es trifft nicht die, welche sich jedes Jahr einen neuen Schlitten gekauft haben, oder sonst wie protzig auffallen. Auch nicht die, welche in Kilchberg oder Küsnacht residieren. Nein, es werden wohl die normalen Mitarbeit weniger erhalten, die seit 5 Jahren mit ihrem VW Passat rumgurken und nun in Uster oder Bülach weniger zu versteuern haben.

  23. Genau. Der Chef zeigte voller Stolz den Lohn und das kleine Bonuschen. Wow, muss ich sagen, so wenig gab es trotz übererfüllten Zielen schon lange nicht mehr. Was für Weiterbildung? Ein paar doofe WBTs über IT Security und Code of Conduct sind nicht gerade Weiterbildung.

    Feudalismus bei den oberen Damen und Herren. Geleistet haben sie aber nicht sehr viel!

  24. Wer jetzt noch bei der UBS arbeitet, der ist sowieso selber schuld. Kein Mitleid. Auch nicht mit den einfachen Angestellten.

    • … und wo sollen sie alle hin??? Etwa zur CS? Die Banken brauchen keine Leute mehr, es wird nur noch abgebaut!

    • @ Loomit
      Ganz so einfach ist es nicht. Viele MA sind ü 50 und sowieso auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gesucht, da zu alt und zu teuer. Man müsste effektiv wieder back to the roots mit einem 13. Monatslohn und ohne Bonus. Und sich auch überlegen, ob es so viele Chefs braucht.

  25. Nun ja, die fetten Jahre in der Bankbranche sind wahrscheinlich endgültig vorbei. Nur einige abgehobene Manager wollen die Kuh noch melken solange es geht.

  26. Die allermeisten Banken waren und sind intern nichts anderes als moderne Feudalsysteme. Daran wird sich bis zu deren Untergang nichts ändern.

    • Sehr gut formuliert und genau so ist es. Leider sogar bei den Regionalbanken… Und Transparenz nach oben fehlt völlig. Warum wohl🤔

  27. « Denn Weiterbildung haben die Spitzenleute der führenden Schweizer Bank ja nicht mehr nötig.«  doch, haben sie, offensichtlich nötiger als viele andere aber ob’s hilft ist fraglich

  28. Logisch, die oberen 100 wollen nicht verzichten. Man spart immer mit den Kleinen.

    Mal sehen, ob Gottstein, der GROSSE neue CEO mit gutem Beispiel voran geht, er hätte jetzt die Chance zu zeigen, dass er ein grossartiger glaubwürdiger Leader ist, oder ob er etwas ändert.

    Was glaubt ihr?

    • Solange McKinsey in der Wirtschaft wütet wird sich nie etwas ändern…. Das obere Kader weiss alles besser kann aber nichts, das sind die Standard-Fähigkeiten dieser sogenannten „Top-Leute“. Jeder hat am Anfang eine grosse Klappe, will alles anders machen als sein(e) Vorgänger(in) und am Schluss bleibt alles gleich oder es wird noch schlimmer… und diese „Top-Leute“ haben in der Zwischenzeit garniert. Das ist McKinsey-Ausbildung (kommen, handeln, zerstören und garnieren)….Wo wird das enden ? Die Schweiz und ihre Wirtschaft ist für solche „Top-Leute“ ein Selsbstbedienungsladen geworden….und alles wird auf einem Goldtablett serviert. Bon appétit!

  29. Naja, tönt ganz vernünftig, geht doch. – Jetzt müssen die Frösche im obersten Stock noch ihren Teich austrocknen, was sich ja beisst und es keine Instanz gibt, die das Wasser ablässt. Also: Die Schere öffnet sich betriebsintern weiter, was man generell auch sagen kann. Neo-Feudalismus setzt sich fest, Minder-Initiative hin oder her (die übrigens ausgehebelt war, bevor sie durch das Volch angenommen wurde).
    Sogar der Hintern von totalen Fehlleistern wie TT wird vergoldet, statt dass sie einen Tritt in den Allerwertesten kriegen.

    • Je grosser der Bruch den die Kerle durchziehen, je mehr bleibt bei ihnen hängen!

      ….mir egal, ich hab nichts mit den beiden F Backen UBS und CS zu tun!

    • Und wo ist die besondere Leistung der überbezahlten CEO’s und GL-Mitglieder und der Managing Directors!!!?????