Free Fall

Repo-Markt, wo Finanzhäuser sich Riesensummen leihen, ist Out of Control. Aktien -20% vom Zenit. Peinliche Trump-Show am TV.

Minus 2’000 Dow-Punkte am Montag, vorgestern fast 1’200 wieder hoch, gestern erneut ein sattes Minus von 1’460 Punkten: Die Aktienmärkte spielen verrückt.

Nach dem SmallCap-Index und den grossen europäischen Leitindizes ist der Dow Jones nun auch offiziell in einem Bärenmarkt, sprich eine Performance von minus 20% vom Höchststand.

Gedauert hat es nur 19 Handelstage, so schnell ging es noch nie. Der Durchschnitt in der Vergangenheit betrug ganze 136 Handelstage für eine solche Abwärtsbewegung.

Jahresperformance der grossen Aktienindizes im Eimer, geordnet nach Year-To-Date, Indizes im Bärenmarkt in Grau (www.investing.com)

Weniger sichtbar, aber mindestens genauso aussagekräftig über den wackeligen Zustand des Systems sind die anhaltenden Liquiditätsprobleme im Overnight-Repo-Markt.

Als „temporäres Problemchen“ abgetan, ziehen sich die Eingriffe der Federal Reserve nun bald ein halbes Jahr hin. Gestern wurden bereits zum zweiten Mal diese Woche die Limits dieser Operationen massiv erhöht.

Was letztes Jahr als tägliche 60 bis 80 Milliardenspritze begann, wurde über die letzten Tage jeweils zu mehr als 100 Milliarden Dollar – und immer noch stärker nachgefragt (oversubscribed). Daher nun ein neues Limit von bis zu 175 Milliarden Dollar pro Tag.

Was ist da los im Repo-Markt? Warum geben sich grosse Banken keinen Cash mehr für 24 Stunden gegen eigentlich einwandfreie Sicherheiten (Treasuries und Agency Mortgage Backed Securities)?

Der Repo-Markt benötigt seit September 2019 eine „temporäre“ Unterstützung. (Zero Hedge)

Auch bei den Firmenanleihen tauchen insbesondere aufgrund des starken Ölpreisverfalls langsam die ersten Risse auf. Downgrades und Pleiten liessen sich kaum noch verhindern, so einige Analysten am Montag zu CNBC.

Und der Ausbruch des Corona-Virus macht auch keine Anstalten, sich abzuschwächen. Im Gegenteil. Täglich neue Horrormeldungen. Besonders in Italien ist die Lage völlig ausser Kontrolle geraten und hat jetzt dazu geführt, dass das ganze Land praktisch komplett im Shut-Down ist.

Gestern alleine wurden für die letzten 24 Stunden 2’313 neue Fälle gemeldet und 196 Tote. Nur in Italien.

Insgesamt gibt es dort nun 12’462 Fälle, von denen bereits 827 Verstorben sind (6.6%). Weiter sind 5’838 Infizierte derzeit in Spitälern untergebracht, zusätzlich 1’028 schwere Fälle auf der Intensivstation.

3’724 positiv Getestete wurden nach Hause in Heimquarantäne geschickt. 73’154 Tests wurden durchgeführt.

Die Zahlen sind transparent und gleichzeitig furchteinflössend.

Offizielle Tabelle des italienischen Gesundheitsministeriums, Stand 11. März 18 Uhr (salute.gov.it)

Und was sagt Trump zu Corona? Das Virus sei zu sehen, „wie eine Grippe“ („View this the same as the flu“), sagte er am 27. Februar.

15 Personen seien in Amerika betroffen, abgesehen von den Rückkehrern des Diamond Princess Kreuzfahrschiffs.

Diese Zahlen würden bald zurückgehen auf fünf und dann auf ein bis zwei Infizierte („We’re going to be pretty soon at five people, and we could be at only one or two people over the next short period of time“, Pressekonferenz vom 27. Februar, Minute 7:20).

Fatale Fehleinschätzung. Heute, gerade mal zwei Wochen später, gibt es in den USA bereits 1’166 Fälle und 36 Tote. Wobei die Anzahl durchgeführter Tests erst 8’500 betrug.

Aktienmärkte im Sinkflug, Unternehmensanleihen vor dem Downgrade, Repo-Markt am Fed-Tropf, Öl-Angebots-Schwemme und China-Nachfrage-Schock, abgeriegelte Städte und Länder und kollabierende Gesundheitssysteme:

Das ganze Kartenhaus der Weltwirtschaft scheint gerade in sich zusammenzufallen. In Zeitlupe. Ein Slow-Motion-Trainwreck sozusagen.

Jemand müsste jetzt unter solchen widrigen Umständen schnell und bestimmend die Führung übernehmen, harte Massnahmen aufgleisen und schwierige Entscheide treffen.

Donald Trump – naiv und egozentrisch, wie er ist – glaubt, dieser jemand sei er.

In einer pompösen Teleprompter-Ansprache gestern Abend zu Corona behauptete der US-Präsident, einmalig tolle Massnahmen getroffen zu haben. Gleichzeitig basht er die EU und behauptet, die neuen Fälle in den USA seien von unvorsichtigen Europäern eingeschleppt worden.

Sogleich wird ein Einreiseverbot für alle verhängt, die aus Europa (ausgenommen UK) kommen.

Auch sollen neue Kredite vergeben werden und Steuererleichterungen für kleine Unternehmen. Trump verkündete, dass das Virus „keine Chance“ gegen die USA habe. „One nation, one family“.

Grosse Worte. Wie war das nochmal mit den zwei Fällen?

Ein paar Stunden vorher waren auch noch alle wichtigen Banken-CEOs ins Weisse Haus eingeladen. JP Morgan, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Bank of America, US Bancorp und Blackstone.

Trump muss unbedingt die Aktien-Verluste eindämmen, sonst hat er im Herbst keine Chance. Wer, wenn nicht die Bankenchefs könnten hier helfen?

Ein ähnliches Skript wie an Weihnachten 2018 wurde abgespielt, damals drehte ein Telefonat von US-Finanzminister Steven Mnuchin mit der Führungsriege der amerikanischen Banken den Markt.

„Völlig normal“: Sieben Banken-CEOs werden ins Weisse Haus bestellt (CNBC)

Diesmal sollten die Bankenchefs auch persönlich zu Wort kommen. Total „Freestyle“, offenbar ganz ohne Vorbereitung, wurde eine Pressekonferenz anberaumt.

Was für die Märkte und die Öffentlichkeit beruhigend wirken sollte, wurde zur Farce.

Wie inhaltslos und sinnlos die Statements zu Beginn der Banken-Pressekonferenz waren, kann man nur dann nachvollziehen, wenn man sich die Mühe macht, entweder die Pressekonferenz auf Video anzuschauen oder, noch besser, Wort für Wort zu lesen, was gesagt wurde.

Kaum zu glauben, was hier der mächtigste Mann der Welt und die CEOs der grössten Banken der Welt quacksalbern:

Donald Trump: „I’m here with the I would say the greatest bankers in the world, the most important banks in the world, financial centers and we’re having a good discussion.

„We’re discussing the economy, we’re discussing how it relates to jobs and all of the things that are happening right now with the virus that we have become so familiar with.

„I’ll be making some decisions, I have already made some decisions actually today, but I’ll be making some other ones that are very important and I thought I’d let the press in to hear some of the wisdom from the folks in the room and maybe Brian I’ll start with you.

„Brian is the Chairman, he’s the man at the at, eh, Bank of America, highly respected, everybody in this room is at the highest level highly respected, Brian please.“

Brian Moynihan, Bank of America CEO: „Thank you Mr. President thank you for bringing us together.

„Ehm, the CEOs of the large banks here want to know that, we’re because of all the work done, capital, liquidity, and all those things, as we look forward to uncertainty due to the virus and oil price changes, we’re very strongly capitalized, we are in great position in terms of liquidity, capital and strength.

„But most importantly we’re doing what we do best is we’re helping our teammates but also our clients, and our small business customers and medium sized business customers continue to have access to credit.

„All of us are providing relief to any customer who has an issue of being out of work for the virus, the things we’ve done in every natural disasters occured, many years and we tell you that up until the last couple of weeks the activity has been very strong and it is still strong, we’re seeing people spend money, we’re still seeing people go out, small business loans continue to grow, auto loans are growing, mortgage loans are obviously very strong, but the real key is: We’re well capitalized, we’re here to help small businesses, medium sized businesses, core American economy run and help our consumer clients really weather the storm in case they’re directly affected by this.“

Michael Corbat, Citigroup CEO: „I think it’s very important to recognize a few things, one thing is building of what Brian said: This is not a financial crisis. And the banks and the financial system are in sound shape and we’re here to help. Part of it.

„Second is: When we look at what’s going on in many ways we’re going at several challenges at the same time. We woke up or we went through Sunday and a precipitous drop in oil prices and we needed to deal with that when the market opened on Monday.

„Clearly Corona is on our mind, and not just here in the US. I think the market is going through a period of trying to get price discovery and I think we’re also trying to figure out what is the intermediate and longer term health in the economy.

„And what we saw is we saw some fear on the back of those and some talk about potential recession on the back of those and I think the market’s going through a discovery phase of really trying to figure out what earnings are going to look like and where valuations should be.

„I think the good news is that the markets have performed in an orderly way, the infrastructure that supports the markets I think has held up through some pretty good tests, there’s been strains along the way but it’s held up well, it’s been orderly and as Brian said from the banking perspective we’re here to help, we wanna provide liquidity, we want to lend to our small businesses, we wanna be supporting our consumer clients.“

Donald Trump: Thank you Michael, I think – ehm – prior to the Coronavirus it was just all go, the numbers were fantastic, we don’t even know what the numbers are now.

„The numbers from a week ago were great, two days ago were great but now we’re having a patch and we’re gonna have to do something with respect to getting rid of this virus as quickly as possible and as safely as possible.

„Number one, our number one priority is the health of the people of our country so we’ll be making most likely a statement, I’ll be making a statement later on tonight as to what I’ve decided to do and what our country will be doing. (…)“

Die Hauptmessage: Dies ist keine Finanzkrise und die Banken haben eine gute Kapitalbasis. Und wir sind für die Leute da. Wir sind die guten Helferlein.

Selbstverständlich. Diese Banken kümmern sich um den kleinen Mann, die kleine Frau. Das 200-Billionen-Derivatecasino wird nur nebenbei betrieben und ist kaum erwähnenswert.

Was soll das? Niemand wollte wissen, ob die Banken gut kapitalisiert sind. Auch hat niemand von einer Finanzkrise gesprochen. Das ist, wie wenn man sagt „Ich war’s nicht!“, ohne dass jemand gefragt hat.

Nach einer solchen Pressekonferenz muss man sich natürlich schon Fragen stellen. Können die Banken einen solch brutalen Kurssturz aushalten? Was läuft am Repo-Markt wirklich ab?

Worüber wurde im Weissen Haus wirklich gesprochen? Und warum durften gerade die CEOs von Bank of America und Citigroup am ausführlichsten zu den Journalisten reden und nicht Goldman oder JPMorgan?

Citi und Bank of America hatten seit Anfang Jahr mit Abstand am meisten an Wert an der Börse verloren – übertroffen nur durch der französischen Societe Generale.

Bank of America und Citigroup verloren mehr als ein Drittel an Wert in nur einem Monat (www.investing.com)

Beruhigend haben diese unvorbereiteten Statements jedenfalls nicht gewirkt.

Aus dem Nichts kommende Aussagen über solide Bilanzen und angeblich genügende Liquidität deuten eigentlich eher darauf hin, dass genau darüber hauptsächlich gesprochen wurde. Steht der Repo-Markt kurz vor der Explosion?

Kommentare

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  1. Der Aktienmarkt ist schon längst zum Casino verkommen. Es kann immer schnell gehen. In beide Richtungen. Jemand oder eine Nachricht wird was auch immer, und schon kaufen oder verkaufen die Maschinen (Sekundenhandel). Und dann beginnt der grosse Rutsch.

    Doch das alles ist hier gar nicht passiert. Hier sind lediglich zwei normale Dinge passiert. Erstens wird einem drastisch vor Augen geführt, dass die Globalisierung schlussendlich halt doch totale Scheisse ist. Und zweitens, dass das System ja nur noch mit Schulden und noch mehr Schulden machen funktioniert. Um die ersten Schulden decken zu können. Schaffä, schaffä, Hüsli bauä war gestern. Irgendwann wird dieses System kollabieren.

    Ich hoffe, wir alles sind nicht wieder so unfassbar dumm und lassen die «Schlaumeierli» die dieses System ausgehöhlt und zerstört haben nicht nochmals ihre Banken und Co. retten, zum Unwohle der Menschen. Hat eigentlich schon mal irgendjemand die massenhaften Arbeitslosen gerettet, die dieses System fortwährend produziert?

  2. Jetzt weis ich wieso die FED den Repo Markt seid Dezember mit Milliarden gestützt hat. Die Banken hatten wieder einmal Insiderinfo von den Geheimdiensten erhalten und versuchten sich daher auf diese Katastrophe vorzubereiten. Wie immer sind Amis ein Tick besser informiert.

  3. Ich kaufe aktuell wie Wild. Seit 10 Jahren bei einer CH-Großbank, seit 2 Jahren Abt. Leiter.. ich gehe heute all in und lache über Euch
    EZB und FED werdem massiv Geld reinpumpen!

  4. Über die gesammelten Unfähigkeiten von Donald brauchen wir nicht zu streiten.
    Aber die Zahl von 6.6% ist grob irreführend, da nur die offensichtlich Kranken gezählt werden. Es wird aber sehr viele Infizierte geben ohne Symptome. Diese werden weder getestet noch gezählt. Daher die völlig überrissene Prozentzahl der Toten.

    • @Thomas Ernst

      Absolut richtig.

      Allerdings sollte man dabei auch die grundlegenden Unterschiede berücksichtigen. Nach derzeitigen Kenntnisstand sind die massgeblichen Unterschiede zwischen Grippe und Corona folgende:
      * Grippe = Impfstoff vorhanden | Corona = kein Impfstoff
      * Grippe = begrenzte Herdenimmunität vorhanden | Corona = Null Herdenimmunität
      * Grippe = ziemlich infektiös | Corona = hoch infektiös
      * Grippe = Letalität ca. 0,1 – 0,2 | Corona Letalität = ?, akt. Schätzungen 0,7 bis 3,5

      Zur Erinnerung: noch vor einigen Wochen behauptete das BAG – „Die Schweiz wird es minimal treffen“.

      Es ist nämlich von erheblicher Bedeutung ob unser „gutes“ Gesundheitssystem mit 100, 1.000, 10.000 oder 100.000 (schweren) Coronafällen konfrontiert wird. Dies wird auch einen dramatischen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate haben. Den Vorsprung den uns Italien verschafft hat, wurde aus wirtschaftlichen Überlegungen und Interesseren m.E. leichtfertig verspielt. In Codogno (Lombardei) hat der Bürgermeister vor 18 Tagen die Schotten dicht gemacht und erbarmungslos auch einhalten lassen. Resultat? Codogno verzeichnet seit 48hr. keine Neuinfektionen.

    • In USA kostet der Test 3’700 $ und muss privat!! bezahlt werden. Die wahre Zahl der Infizierten dürfte eher zwischen 10’000 bis 30’000 liegen, wenn man die Todesfälle mit vergleichbaren Zahlen hochrechnet.

  5. Jeder Irrtum hat drei Stufen:
    Auf der ersten wird er ins Leben gerufen,
    auf der zweiten will man ihn nicht eingestehen,
    auf der dritten macht nichts ihn ungeschehen.

    Franz Grillparzer
    * 15. Jänner 1791 † 21. Jänner 1872

    _

    https://tinyurl.com/swxtyy3

  6. Wenns nochmals 20 % runtergeht, kann man wieder kaufen.Rauf wirds dann nicht mehr so schnell gehen wie runter…

  7. Lh in panic-mode! Die Konferenz von Donald Trump war absolut nicht peinlich, sondern sachlich und den wahren Gegebenheiten entsprechend. Trump war der Erste, welcher vor einiger Zeit Einreisestops verfuegte, was ihm von den Demokraten aufs uebelste angekreidet wurde. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass einige europaeische Laender die Lage nicht mehr im Griff haben, darum das berechtigte Aussprechen eines Einreiseverbotes fuer Europaer. Trump Ist Herr der ernsten Lage und will seine US-Buerger so gut es geht schuetzen. Lh ist ein “dummer Schnurri“ und seine Vertrottelung nimmt in beaengstigem Tempo zu!

    • @ Naumann, Ich nehmen an Sie haben sich „zufällig“ in der URL-Adresse geirrt, denn Hier hat man noch Niveau wenn man miteinander Diskutiert und ist nicht auf so GaGa-Komentare angewiesen.

    • Wenn man die Corona Statistik studiert, fällt auf, dass das ALTE EUROPA schlimmer dran ist als China ! (sofern die ihre Statistik nicht geschönt haben). Eine Einreisesperre wird die USA auch nicht retten, aber wenn DT hört, dass Europa auch nichts macht, würde ich vorsorglich auch mal alles dicht machen. Von dem her hat er richtig gehandelt…. wird ihm aber schlussendlich die Wiederwahl kosten….

    • @Chris
      Was Sie unter Niveau gegenüber lh verstehen, hat eher etwas mit „Götzenanbetung“ und „Arschkriechen“ zu tun. Das letzte was ich will, ist eine braune Zunge. Ich bin direkt, aber nicht unfair. Schreiben Sie doch etwas konstruktives! Motzen können alle!

  8. Trump to stock market investors: buy the dip | Financial Times
    buy the dip trump von amp.ft.com
    25.02.2020 · Trump to stock market investors: buy the dip.

    • Na dann hoffen wir mal, dass möglichst viele Trumpfans den Anlageempfehlungen ihres Idols gefolgt sind und sich am 25.2 nochmals kräftig mit Aktien eingedeckt haben!
      .
      Vermutlich die einzige Möglichkeit, dass auch jene Kreise mal schmerzvoll erfahren, was für einen Blödsinn der Rotblonde so den ganzen Tag rauslässt.
      .
      Der Inhalt dieses Floskelbehafteten Meetings mit den Bankern ist schon ziemlich peinlich. „Carona“ könnte für Trump wirklich der Anfang vom Ende werden, vielleicht sogar im pahtologischen Sinne. Sein Gesinnungsspezi Bolsonaro hat bekanntlich den Corona-Test gemacht, nachdem sein Kommunikationssekretär mit dem er am Wochenende zusammen zu Trump geflogen war positiv getestet wurde. Vielleicht hat er auch gleich beide angesteckt – Bolsonaro und Trump und beide würden mal in der Quarantäne verschwinden. Gut dann würde er nur noch twittern..

      Die Bovespa ist heute 17% im Minus nach gestern schon über 13%!

  9. Man muss zwischen den Zeilen lesen. Wenn er sagt die Banken am Repo-Markt seien stabil finanziert heisst das andere Teilnehmer (z. B. Hedgefonds) sind es nicht. Gerade die genannte Institute sind meist stark gehebelt unterwegs, kein Wunder also.

  10. Sie säen Wind und werden Sturm ernten.

    Bibel

    Griechisch tà biblia, Die Bücher, Buch der Bücher, Heilige Schrift, das Wort Gottes, durch Kirchenvater Chrysostomus im 4. Jh. eingeführter Name des Religionsbuches der Christenheit. Der Text folgt der Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags

    Quelle: Altes Testament. Der Prophet Hosea (#Hos 8,7)

  11. Im historischen Rückblick wird das Ende der Coronakrise dereinst als historische Kaufgelegenheit gelten vergleichbar wie im Jahr 2003 nach der New Economy Krise und 2009 nach der Finanz- und Wirtschaftskrise.

    ____________________________________________________________

    There’s nothing wrong with cash.

    It gives you time to think.

    ROBERT PRECHTER

    • So ist es! Man sollte nur den einigermassen richtigen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg treffen und dann gute Nerven haben, wenn es noch eine Weile stramm rauf und runter geht. Jetzt ist Coolness gefragt.

  12. DAS SYSTEM VERRÄT SICH SELBST !

    Blicken wir zurÜck, in etwa zu Beginn des 19-ten Jahrhunderts.
    Die FED (die Notenbank der Banker in den USA) als Hauptakteur wurde 1913 eingerichtet ( ein interessantes Buch, Die Kreatur von Jekyll Islands, gibt „nette“ und interessante Auskünfte darüber/sowie natürlich auch viele andere Bücher).
    Die spezialgesetzliche AG namens SNB, entstand etwas zuvor. Die BOE war weltweit die erste Notenbank.

    Bleiben wir jetzt mal bei 1913. Ungefähr damals begann das jetzige Aufschuldungssystem mit den verschiedenen Falschgeld-Währungen, sowie Kreditschulden mit Zinsen, Zinseszinsen.
    Damit gerieten Staaten Erdbevölkerung und Unternehmen in die Zinsversklavung, und die Menschen zusätzlich in die Steuerversklavung der Staaten ( die private Steuerbehörde IRS in den USA, wurde praktisch zeitgleich mit der privaten FED eingerichtet, nachzulesen im obigen Buch).

    Damals begann somit der ständige Aufschuldungsprozess, beziehungsweise das Kreditschneeball-Finanzsystem dieser Notenbanken und Banken.

    Weil die Zinsen und Zinseszinsen nur durch immer neue Kreditschulden und systematischen Bank-Bilanzverlaengerungen (bis heute) finanzierbar wurden, ist der Beweis einfach zu erbringen, dass es sich um ein betrügerisches Kreditschneeballsystem handelt (Ansonsten wären Zinszahlungen gar nicht möglich).
    Genau aus diesem Grunde benötigt das Kreditschneeball-Finanzsystem der Banker auch ständiges Wirtschaftswachstum (mit den Folgen der Umweltbelastungen).

    Damit das Wirtschaftswachstum angetrieben, und die vielen Kreditschulden regelmässig erhöht werden konnten, war es für die Bankster natürlich sehr interessant, wenn sich Staaten verschuldeten und in die Kriegs-Rüstung investierten. Das gab für die Banker immer höhere Zinseinnahmen, und für das Dummvolk immer höhere Steuerrechnungen. Für die Politik war es auch immer interessant, denn durch die ständige Aufrüstung konnte man dem Dummvolk höhere Beschäftigungszahlen vor den jeweiligen Wahlen vorweisen. Der Steuerzahler (das Dummvolk) bezahlt den Bankern immer den Zins! Und es ging immer nur um das Einkassieren der Zinsen!

    250 Billionen Dollar weltweite Schuldenberge ergaben immer schöne Zinseinnahmen für die Banker und Notenbanker auf dieser Erdkugel.

    Ebenso interessant war natürlich für die Banker die ständigen Kriegsfinanzierungen, denn dadurch ging der Aufschuldungsprozess immer schneller voran. Und wenn jeweils nach den Kriegen möglichst viel zerstört war durften die Banker natürlich kalt lächelnd den Wiederaufbau finanzieren mit wiederum immer neuen Schuldenbergen.

    Bis heute konnten die Banker die Kredite und die Schuldenberge immer weiter erhöhen.

    Aber bereits vor ungefaehr dreissig Jahren geschah ein wichtiges Ereignis.
    Die Kredit-Zinsen konnten ab damals nicht mehr erhoeht werden, sondern mussten durchschnittlich immer tiefer gesenkt werden, bis heute.
    Was war geschehen?
    Weil die immer hoeheren weltweiten Schuldenberge des Kreditschneeballsystems keine hoeheren Zinsen mehr zuliessen begann damals zwingend der Zinssenkungsprozess. Ansonsten waere das Kreditschneeballsystem schon damals zusammengebrochen.

    Wo stehen wir heute?
    Null- und Negativzins sind fuer die Banken und ihr Kreditschneeballsystem zerstoerend!!
    Weil es nicht mehr interessant sein wird bei Null.- und Nagativzins Kredite zu vergeben! Genau das was die Notenbanken und Banken stets benoetigten um ihr Kreditschneeballsystem voranzutreiben funktioniert ab jetzt nicht mehr!

    Keine Kreditvergabe ergibt kein Wirtschaftswachstum mehr. Das System ist am Ende angekommen. Dies bedeutet natuerlich auch, dass die angesparten Altersvorsorgegelder in der Wertlosigkeit enden werden!

    Was versuchen sie jetzt noch?
    Also wenn sie jetzt Gratis-Falschgeld verteilen wollen, dann bedeutet dies gleichzeitig, dass die Banker zugeben, dass ihr Falschgeld voellig wertlos ist. Ausserdem stellt sich die Frage:

    Weshalb sollen den noch Steuererklaerungen ausgefuellt und Steuerzahlungen geleistet werden, wenn der Staat Gratisgeld erhalten kann?!!!!

    Spaetestens jetzt wird fuer alle Menschen deutlich ersichtlich, dass es sich beim Finanzsystem der Banker glasklar um einen Grossbetrug handelte.
    Deshalb haben wir das in unseren Kommentaren immer wieder geschrieben.

    Nicht nur die Banker haben die Bevoelkerung belogen und erpresst (Zinsversklavung / Steuerversklavung) sondern auch die Politik und saemtliche politischen Parteien. Sie sind spaetestens ab jetzt allesamt voellig unglaubwuerdig geworden.

    Die Wahrscheinlichkeit ist jetzt sehr gross, dass dieses System der Banker rasch zerfaellt und die Politiker allesamt natuerlich ihr Gesicht verlieren und verschwinden werden / muessen.

    All diese Leute aus Politik und Finanzbereich haben ihre Glaubwuerdigkeit jetzt vollstaendig verloren, ebenso natuerlich saemtliche regierenden politischen Parteien. Das gilt nicht nur fuer die Schweiz, sondern international.

    Nicht das Coranavirus ist schuld an der Misere, sondern Banker, Notenbanker und Politik, sowie deren Kreditschneeballfinanzsystem!!!

    • Besser als in diesem Artikel kann man den Zustand des Finanzsystems nicht darstellen,- besten Dank für diesen Artikel.

    • Nicht zwingend. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Tagen an der Börse, dann entwerten sich unsere Währungen. Was nützt es dann, wenn Sie Cash haben?

      Dann kann man Gold kaufen. Aber das ist auch nur für denjenigen sinnvoll, der/die genug Reserven hat, um dieses Metall nicht für den täglichen Gebrauch verwenden zu müssen. Dann kann man schön abwarten, bis sich die Lage beruhigt hat, Gold behält seinen Wert, insbesondere für ein künftig neu errichtetes Währungs- und Finanzsystem.

      Was machen Sie aber mit einem Goldbarren, wenn Sie einen Sack Kartoffeln und sonstiges zum Überleben brauchen? Wenn man das so durchdenkt, kommt man notgedrungenermassen zum Naturalienaustausch. Willkommen im Steinzeitalter. Wer hätte das gedacht?