Home Office: Zurich top, ZKB und Bär Flop

Während bei Versicherer fast 100% der Crew von zuhause aus arbeiten, stehen bei der ZKB die Leute Schlange in der Kantine.

Zurich voll im Home Office: So lautete die Botschaft gestern. Nach anfänglich harzigem Start habe der Versicherer mit Sitz am Zürcher Mythenquai gestern vollständig und vorbildlich den Schalter umgelegt.

Anderes ist aus der Zürcher Kantonalbank zu vernehmen. In deren Backoffice Hard, nahe beim Bahnhof Hardbrücke gelegen, würden immer noch über tausend Mitarbeiter am Morgen ins Büro pilgern, sagt eine Quelle.

Besonders fragwürdig sei das Anstehen in der Schlange in der Kantine. Dort würden die Menüs inzwischen in Wegwerf-Verpackung ausgehändigt. Doch immer noch würden viele ZKB-Angestellte nah beieinander sein.

Die ZKB-Chefs wollten ihre Leute nicht nach Hause schicken, meint die Auskunftsperson. Technisch wäre dies kein Problem.

Stattdessen verteilten die ZKB-Zuständigen pro Mitarbeiter zwei Flaschen Desinfektionsmittel und Schutzmasken – zusammen mit der Losung, weiterzumachen im gewohnten Umfeld.

Heimgeschickt würde nur, wer erste Krankheitssymptome zeige. Dessen Arbeitsplatz würde danach desinfiziert, aber nur oberflächlich.

ZKB lässt weiterarbeiten – Sturm hin oder her (IP)

Auch die Julius Bär hat noch kein flächendeckendes Home Office verfügt. Gestern stieg die Hektik, berichtet ein Insider. Bei vielen Kunden habe es Margin Calls gegeben.

Die betroffenen Kunden spekulierten mit Kredit der Bank, wofür sie Aktien oder andere Wertpapiere hinterlegten – als Sicherheit.

Mit dem Crash an den Märkten sank die Deckung schnell und rasant, die „Marge“ wurde dünn.

Also riefen die Berater die Kunden an und verlangten ultimativ mehr Wertpapiere als Sicherheit für die offene Kreditposition.

Falls der Kunde nicht rasch der Forderung nachkommt, wird er „liquidiert“. Sprich: Die Bank verkauft dessen Wertpapier-Positionen.

Laut The Market hat Remo Stoffel, ein bekannter Immobilien-Investor, einen Teil seiner Vifor-Aktien verkauft.

Der Bündner habe via Goldman Sachs 2 Millionen Titel der Pharmafirma platzieren müssen, damit würde sein Anteil an der Vifor unter 10 Prozent fallen, meinte The Market.

Home Office war für die Leute im Bär-Handel kein Thema. Die Chefs setzten vielmehr Druck auf, damit ihre Unterstellten den besonders gefährdeten Kunden Margin Calls ankündigten.

Stress im System – überall.

Kommentare

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  1. Und auch morgen wird die ZKB wieder gegen die 5 Personen Verordnung der BAG verstossen. In verschiedenen Büros müssen zwischen 10-30 Personen arbeiten.
    Was für Geier! An die Polizei bitte verstärkte Kontrollen bei der Hardbrücke durchführen.

  2. Interessanterweise machen die Team-Chefs und Chefs im Handel bei Julius Bär alle home office, während dies bei den normalen Mitarbeitern kein Thema ist. Es wurde nicht einmal diskutiert. Auch wurde niemand gefragt, ob er zur Risikogruppe zählt, oder ein Familienmitglied hat, dass der Risikogruppe angehört.
    Ich finde dies schon sehr bedenklich. Und es bestärkt mich in meinem Bild, das ich mir von der Bank Julius Bär bereits gemacht habe.

  3. Sie schreiben :
    Besonders fragwürdig sei das Anstehen in der Schlange in der Kantine bei der ZKB.
    Warum schreitet dort nicht die Polizei ein ? Der Bundesrat verbietet ja Ansammlungen von mehr als 8 Personen !!

  4. Auch die UBS macht nicht ganz dicht – die Kantine hatte heute immernoch 500 Essen in Opfikon! Die Gefahr der UBS und auch der Cateringbetreiber und deren MA‘ ist hochriskant…. Kein Verständnis!!!

  5. Ein weiterer völlig oberflächlich recherchierter Beitrag. Hier werden – wie so oft auf dieser Plattform – Tatsachen mit Vermutungen zu einem Cocktail der Halbwahrheiten vermixt. An sich korrekte Aussagen werden völlig aus dem Zusammenhang gerissen wiedergegeben, um damit BEWUSST einen falschen Eindruck entstehen zu lassen.
    Herr Lässig – seriös geht anders.

  6. Zu den echten Problemen:

    Die Coiffeure haben zu bis zum 19.04.!

    Ohne die haben wir bald Frisuren wie in den 1970ern!

    Organisiert jetzt der Bundesrat Ersatzcoiffeure? Oder mit dem Rasierapparat einen 3mm-Schnitt selber machen?

    Was, wenn man irgendwo ein Ersatzteil kaufen muss, welches es nicht im Coop oder in der Migros gibt?

    Qui vivra vera.

    Wer (über-) lebt wird sehen.

    • Ich kann nur hoffen,das Sie Ihre Frage nicht als relevant+ernsthaft meinen bzgl. Coiffeur?!💇🏻‍♂️😷🔬🤪So eine bescheuerte Frage👎🏻🥴😡“VOR INBETRIEBSNAHME DES MUNDWERKS,GEHIRN EINSCHALTEN“…!!🤣

  7. Es ist eigentlich fast schon fahrlässig, wie der BR reagiert. Es geht wie immer nur um Wirtschaft und Geld – man hat das Gefühl, die Gesundheit steht im Hintergrund… Im Prinzip müsste schleunigst eine Ausgangssperre her – die CH hat mehr Fälle als AT und dort funktioniert es. Homeoffice ist in Österreich kein Problem, was bei Schweizer Firmen regelrecht zu Chaos führt…man merkt, die gesamte Infrastruktur in der Schweiz ist marode und überlastet, das ganze Land leider nur mehr Durchschnitt…

  8. Home office ist eben nicht sich mal eben mit dem eigenen Rechner von zu Hause in der Firma einloggen – was hier bei vielen wohl als Szenario vorschwebt.
    Dazu muss ein sehr kompexe Infrastruktur aufgebaut werden, damit diese hochsensiblen Daten ohne Schaden durch das öffentliche Netz geschleust werden können.
    Bei der JB hat man schon seit Tagen daran gearbeitet und ist jetzt in der Lage, jedem MA kurzfristig sein HO zur Verfügung zu stellen.
    Ab morgen werde ich es geniessen, für die JB von zu Hause aus zu arbeiten.

    • Jetzt bin ich im Home Office und es klappt bestens ! Ein Hoch auf die IT von JB und alle hilfreichen Geister, die dabei mitgearbeitet haben.

  9. Die Mitarbeiter wären bereit, die Chefs machen aber nicht mit!
    An den Bundesrat, macht vorwärts und beginnt solche Firmen zu bestrafen.

  10. Das ganze erinnert mich an den Film V wie Vendetta. Mit dem Instrument der Angst und dem Virus als Waffe, wird man wohl bei Kritik nur als weitere Zahl, als neues Corona- Opfer enden und niemand wird Fragen stellen. Wie hoch wäre wohl die Zahl wenn man Weltweit sämtliche Krebsdiagnosen in drei Monaten zählen würde? Wie viele Tote hätten wir dann in dieser Zeit. Die Leute rufen nach dem Staat, doch der Staat wird von den Leuten erst gebildet. Geld wird zu Papier werden und die Menschen nicken und ergeben sich den Worten und Taten von den Totengräbern eines Systems welches nun von unten zerstört werden wird.

  11. Die ZKB-Führung muss extrem weitsichtig, vorausschauend sein. Sie hat die Corona-Krise schon vor Jahren erahnt. Sie schloss deshalb fast alle Filialen selbst in grösseren Dörfern, wo nur noch mobile Geldautomaten der ZKB zu finden sind. Keine Schalter mehr, seit Jahren ! Ist das nicht beispielhaft ? So eine Weitsicht im Management, glücklich die Firma, die sowas ihr eigen nennt …

    • Georg Stamm: Klär mich auf. Welche Bank unterhält im Kt. ZH ein grösseres Filialnetz als die ZKB? Freue mich auf deine Antwort, dann gibts einen Daumen.

    • Und was ist der Sinn dieses sinnfreien Statements? Zählen Sie die Filialen und vergleichen diese mit den anderen grossen Banken wie CS, UBS und Raiffeisen und dann prüfen Sie doch das Resultat nochmals mit Ihrer Aussage.

  12. Wie kann man wirklich zu jeder erdenklichen Situation seinen schlecht recherchierten und unqualifizierten Käse dazu geben, Herr Hässig?

  13. Home Office hin oder her – da Banken nie reinen Wein eingeschenkt haben, bzw. nur immer in der Salami Art MA scheibchenweise seit über 5 Jahren abgebaut haben, müssen sie jetzt den Kahlschlag vollziehen, CS und UBS sind ausserdem mit dutzenden latenten Krediten von weit über 10 MRd CHF invollviert, Ertragseinbrüche von mind. 35 % schlagen knallhart in die Bücher.

  14. Und täglich weckt das Murmeltier LH mit dem Corona Virus… seit dem lock down am Paradeplatz sollte IP auch eine Pause machen… Gähn…

  15. Als Ex-ZKBler wundert mich das nicht wirklich. Wenn ich mich an die zahlreichen Episoden erinnere, die ich bei verschiedenen Sicherheitsthemen erlebt habe. Evakuationsübungen, bei welchen 1/3 (!) der Belegschaft nicht mitmachen mussten, weil sie angeblich für das Überleben der Bank soooo wichtig waren. Wenn eine „geheime“ Evakuationsübung auf 16.00 Uhr angesagt war, setzte so 15 Minuten vorher ein Exodus der Mitarbeitenden ein. Verstösse wurden nur im Maschinenraum sanktioniert. Oben …. nichts.
    Technologisch gab man sich immer sehr fancy. Homeoffice gab’s wohl, aber nur für sehr wenige MA. Und wurden von unteren Chargen mal Szenarien mit hohem Personalausfall angesprochen, wurde man insbesondere von der 3. Führungsstufe mit Aussagen „das wird nie passieren“ oder „Du wieder mit Deinen Schreckensszenarien“ heruntergeputzt. Schon vor Jahren glaubte man, erreiche aus, Masken und Desinfektionsmittel zu verteilen.
    Ich wünsche allen ZKBlern, bleibt gesund.

  16. ZKB und Bär sollten die Weisungen des Bundesrates nun dringend befolgen. In der jetzigen Lage ist Schutz und Gesundheit das wichtigste.

  17. Lieber dem Geld nachrennen und Mitarbeiter, resp. viele andere Personen Risiken aussetzen als einmal eine 4-wöchige Pause zu verordnen. Man könnte ja die Börse schliessen. Diese reflektierte schon lange nicht mehr die wirtschaftliche Realität.

  18. …. sagt eine Quelle…..
    fast so, wie – traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast…..
    alles nur Gerüchte. Wer kann, will, muss, ist im Homeoffice bei der ZKB… Hässig….

  19. Ist nicht Stoffel einer der wichtigsten Kreditkunden von Julius Bär. Wenn er nun Probleme hätte dann wäre es für Bär noch ungemütlicher und gefährlicher.

  20. Warum kann man solche Kundenbetreuung nicht auch von Zuhause machen? Wer jetzt kein Homeoffice machen kann, der ist klar „Handlanger“ oder an eine „Maschine gebunden“ oder wird vom Chef an der kurzen Leine geführt. Alles drei keine Indizien, um sich als Führungskraft oder strategisch wichtiger Mitarbeiter zu fühlen. Hohe Gehälter sind damit nur noch Schmerzensgeld.
    Firmen brauchen immer mehr „Heimwerker“, die auch alleine, bzw. mit digitaler Interaktion, die vereinbarten und besprochenen Arbeitsergebnisse („Werke“) schaffen können.

    • Blödsinn! Im Homeoffice kann genauso effizient gearbeitet werden, wie im Büro gefaulenzt werden kann. Wer arbeitswillig ist, arbeitet, ob im Büro oder daheim. Wer faul ist, findet auch im Büro einen Weg zum Faulenzen.

    • P.S. ich nehme meine Antwort zurück, denn erst jetzt habe ich Ihren Beitrag richtig verstanden. Nichts für ungut!

    • Oder im Gegenteil braucht man die, die man durch den morgendlichen Tram- und S-Bahn Verkehr jagt sowie gemeinsam in der Kantine essen lässt noch viel weniger…
      Man müsste mal eine Statistik machen, wie da die Altersstruktur ist.

    • Bei uns fällt gar nicht auf dass mehr als die Hälfte der Belegschaft fehlt. Und die von zuhause aus machen nur Chaos. HO in einer Bank funktioniert einfach nicht.