MoneyPark greift Immo-Makler frontal an

Erfolgreiche Hypo-Finanziererin holt querbeet Immobilien-Spezialisten an Bord. Geplant ist nationales Angebot an Immo-Vermittlungen.

Stefan Heitmann hat in wenigen Jahren einen Finanz-Riesen auf die Schweizer Landkarte gesetzt. Mit seiner MoneyPark ist der Ex-McKinsey-Partner zum führenden Hypo-Vermittler geworden.

Nun schaltet Heitmann einen Gang höher. Seit ein paar Wochen stellt er einen nach dem anderen Immobilien-Spezialisten an – Vermarkter mit Namen und Erfahrung.

In der Szene sorgt Heitmanns Offensive für Panikattacken. Die führenden Vermittler, darunter Walde & Partner, Ginesta Immobilien, Engel & Völkers, sehen sich herausgefordert.

Was plant Heitmann? Was will die MoneyPark, die bisher ausschliesslich Finanzierungen für Immobilien-Deals organisierte, mit dem Sprung in die Makler-Szene?

Die Antwort liefert Heitmann. „Wir wollen unserer wachsenden Kundschaft in der Schweiz beim Kauf und Verkauf von Objekten maximal zur Seite stehen. Dazu gehört neu auch die Hilfe, etwas zu finden.“

Zu oft habe er mitgekriegt, wie Kunden von MoneyPark zu kurz gekommen wären beim Versuch, ihre Traum-Immobilie zu erwerben. „Immer war einer schneller als sie. Das will ich ändern.“

Mit Tüchli gegen Makler: Heitmann (LinkedIn)

Heitmanns Vorstoss könnte den Makler-Markt aufmischen. „Wir machen das Gleiche, wie wir schon beim Finanzieren von Eigenheimen getan hatten: Wir verknüpfen Technologie mit Vertrieb.“

Das heisst: wenig Kosten, viel Präsenz. Heitmann will sein neues Makler-Angebot, also die Vermittlung von Immobilien, gleich in der ganzen Schweiz ausrollen.

Wie viele Immo-Spezialisten er dafür auf seine Lohnliste nehmen will, wollte er nicht sagen. Es seien aber „schon einige“, meinte er gestern Abend in einem Telefongespräch.

Dass sein Plan für Unruhe in der Schweizer Makler-Branche sorge, überrasche ihn nicht.

„Als wir mit den Hypo-Vermittlungen begannen, waren wir auch der Todfeind der Banken. Heute arbeiten wir mit 130 Geldinstituten zusammen.“

Er sehe MoneyPark als neuen Mitspieler, der das Vermittlungsgeschäft in die Zukunft führe. „Die Makler verdienten mit ihren Deal-Gebühren bisher gut. Hier sehen wir Chancen.“

Zwei und mehr Prozent schauten für die Vermittler heraus, wenn sie für einen Auftraggeber eine Immobilie fanden oder einen Käufer an den Tisch brachten.

Nun stehen vor allem im Büromarkt immer mehr Gebäude leer. Die „Fees“ für Deals brechen ein.

Wenn jetzt noch MoneyPark, eine Erfolgsgeschichte, die mehrheitlich der Helvetia Versicherung gehört, angreift, könnte sich der Markt bewegen.

In Richtung Kunde, der günstigere und bessere Angebote erhält.

Kommentare

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  1. Die Vision von Heitmann die er bereits vor 5 Jahren hatte wird nun wahr. Es stellt sich nur die Frage ob MP damit nicht seine treuen Leadlieferanten ( in dem Fall die Immobilienmakler ) vor den Kopf stösst und sich somit ins eigene Fleisch schneidet. Ich wage zu bezweifeln das diese Zusammenarbeit eine Zukunft hat, aber zum Glück gibt es Alternativen.

  2. Die richtige Frage ist doch: Wie lange ist die Helvetia noch bereit, Geld einzuschiessen? Wie lange hat Heitmann noch Zeit?
    Oder setzt er bereits alles auf seine „Nebentätigkeit“ bei Pricehubble?

    • Ja das ist wohl wahr. Hier sieht man doch wie hoch der Druck wird und nun auf allen Ebenen versucht wird Profit zu generieren. Es reicht wohl immer noch nicht das MP mit den Einnahmen aus Hypo und Lebensversicherungen rentabel ist.Aber das war schon vor dem Einstieg von Helvetia so.

  3. Inwiefern kommen Sie auf 1%? Welche Grundlage bzw. Bestandteile fliessen in die Kalkulation ein?

  4. Wer spricht denn hier von Panik? Die Zukunft gehört der intelligenten Nutzung der digitalen Möglichkeiten. Persönlich bin ich ein Fan davon. Immer vorausgesetzt,
    Knowhow und Beratungskompetenz sind vorhanden. In diesem Sinne herrscht bei Walde & Partner keine Panik. Im Gegenteil, wir sind gut unterwegs.

    • Diese intelligente Nutzung nehmen sie auf ihrer Plattform nicht wahr.

      Als sogenannt „Premium“-Anbieter von Liegenschaften gibt mir ihre Website http://www.walde.ch seit langer Zeit Rätsel auf. Der Aufbau der Bilder oft viel zu langsam; oftmals auch gar nicht ersichtlich – oder bleiben hängen. Dies ist nicht bloss eine Momentaufnahme von heute. Ihre Homepage scheint generell den Virus zu haben. Liegt es an Ihrem Server? Sind ihre eingebauten Bilder zu schwer?

      Unprofessionell in der Tat.

    • @Rory

      Danke für diese Beobachtung wegen bedenklich langsamen Bildaufbau.

      Kollegen von mir haben dies bei Walde bemängelt und nicht einmal eine Antwort erhalten. Schlechter Stil bei diesem Premium-Anbieter, der nicht gemerkt hat, dass solch elementare Dinge wichtig sind.

  5. Ich bin kein Freund von MoneyPark – das ist langsam so wie booking.com.

    Man muss dort fast dabei sein, weil man sonst untergeht. Aber um dabei sein zu können, zahlst du oftmals drauf oder hast sicher keine eigene Marge mehr …

    Aber ja, der Schweizer Immobilien-Maklermarkt war viel zu lange viel zu attraktiv (finanziell) und ruhig und viel. Ein bisschen Wirbel könnte dort schon helfen.

    • Hm fraglich ob MP somit als „unabhängiger Vermittler“ so noch Bestand hat. Es wird die Frage erlaubt sein ob es hier dann keinen Interessenkonflikt gibt wenn man die „eigenen“ Immobilien finanziert.

  6. Endlich werden auch die Immobilienmakler etwas mehr Druck zu spüren bekommen. Oftmals wenig Leistung für viel Kommission. Kundenservice teilweise nicht vorhanden. Ausser man ist Verkäufer… dann wird einem der rote Teppich ausgerollt. Mal schauen ob es MP gelingt auch in dieser Branche eine kleine Revolution zu starten… Die Banken spüren es bei den Hypotheken ja schon mehr oder weniger deutlich…

    • Es ist schon erstaunlich, man erzählt Jedes Jahr in den Medien wunderbare Storys, welche man schnell wiederlegen kann….

      ZB hat Moneypark 2018 10 Mrd Volumen verwaltet gemäss Medienmitteilung, im Jahr 2019 3 Mrd vermittelt und nun verwalten Siw 18 Mrd….was ist passiert?

      Die Angebliche Unabhängige Moneypark hat den Hypobestand Ihrer Mutter übernommen.

      Die angebliche unabhängige Moneypark macht den ganze Kreditprozess inkl. Kreditentscheid für Helvetia (aber auch andere) selbst. Und Bheauptet weiterhin Sie wäre unabhängig, warum die Lauterkeitskomission das erlaubt verstehe ich nicht!

      Genauso wenig wie die Finma erlaubt das man sich als Unabhängig brüstet obwohl man im Vermittlerregister klar als GEBUNDEN und damit eben NICHT Unabhängig ist!

      AWD war so ein Unternehmen wo nur Ausländer gearbeitet haben….ein Unternehmen in der Schweiz das nur bzw fast ausschliesslich Ausländer beschäftig ist einfach suspekt….

      Gleichzeitig gibt sich Moneypark die blösse, bei Personen nachzufragen ob Sie nun dich nicht für Sie arbeiten wollen, Sie hätten Sie zwar einst abgelehnt, aber Sie hätten nun Mühe die Stellen zu besetzen….das stimmt wenn man die Profile anschaut, sind einige seit einem Jahr ausgeschrieben und können nicht mehr besetzt werden. Die Finanzbranche ist halt klein man kennt die Player und auch wie Sie mit Ihren Mitarbeitern umgehen!

      LH sollte man den angeblichen 130 Partner nachgehen! Mal eine Liste dieser Partner verlangen, mal nachzählen….mal studieren ob es überhaupt noch 130 Kreditanbieter gibt!

      Und dann mal schauen wieviele dieser 130 tatsächlich Finanzierungen in der ganzen Schweiz anbieten, also dann auch für alle Kunden relevant sind…in vielen teilen der Schweiz sind es sowieso nur 5-15 Anbieter die überhaupt ein Angebot machen würden….

  7. Moneypark widerspiegelt passend das Bildungsversagen des Staates. Ist in Deutschland mit Interhyp und Konsorten nicht anders.

    Denn, wer nicht schreiben und rechnen kann, geht zum Kreditvermittler und kreuzt auf dem Vordruck seine Wünsche an.

    Und die Mobilezone-Verkäufer haben nun bei Moneypark eine sitzende Arbeit.

    • Schleichwerbung für eine kleine Webseite, welche bei Suche nach meinem Zürcher Aglo-Ort ein paar schweizweite Immobilien anzeigt. Da haben sich wohl ein paar Raiffeisen-Mitarbeiter zusammengetan um diesen Beitrag noch zu liken (selbiges für weitere 2 Raiffeisen-Posts hier).
      Um eine Immobilie zu verkaufen, braucht man keinen Makler. Die verkauft man online, damit meine ich aber nicht obige Webseite.

  8. money im park, blauer himmel, vogelgezwitscher, zwei rehe beim ähsen….

    das geld wächst auf den bäumen, kreditidylle, luxusdasein für unsere leasingmuppets und importasyl neusklaven.

    unsere atlantikpropaganda bereitete uns ja schon in ihrere berichtspandemie
    auf das leben danach vor, es wird nichts mehr so sein wie vor dem laboerereigniss, neues bänking, neue impfungen, neue politiker,
    neuer zeitgeist, neue einwohner, neues feeling, neue szene, altes lied.

  9. Jahrelang suchte die angeblich unabhängige Beratungsfirma Partner in der Immobilien Branche um an Kunden für Hypotheken zu kommen. Der CEO der gerne ein „Maschmeier“ 2 wäre verkalkuliert sich hier ganz bestimmt. Und aus welchem Grund sollte ein erfolgreicher Immobilien Markler zu Moneypark wechseln? Zu einer Firma wo die Mitarbeiter vorne reinspazieren und ein paar Monate später wieder gehen!

    • Sie haben vor 6 Jahren sicher auch geschrieben dass das mit der Vermittlung von Hypotheken in der Schweiz nicht funktionieren wird oder? Der Erfolg dieser Firma spricht für sich.

    • Der Erfolg dieser Firma Moneypark ist nur da weil die Dubbeli Banken, Versicherungen usw.denen hohe Provisionen bezahlen. Sehr lukratives Geschäft für wenig tun ausser Unterlagen sammeln. Die Berater haben zum Teil von Tuten und abladen keine Ahnung.

      Nicht mehr als Hypotheken AWD

  10. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Moneypark besser als RaiffeisenCasa in der Immobilienvermittlung ist!

  11. Moneypark selber ist eine hoch problematische Firma, die von Kick backs lebt und darum überhaupt nicht unabhängig ist!
    Das Retro-Modell, das im Private Banking gescheitert ist, führen die da einfach weiter!

  12. In Zeiten sinkender Immobilienpreise demnächst werden preiswerte und effiziente Vermittlungslösungen den Durchbruch erleben, da man die Kosten des Makler nicht mehr wie bisher durch zukünftige Wertzuwächse egalisieren kann.

    • Da passt etwas nicht zusammen. Die Kosten bezahlt die Verkäuferschaft….

    • @Schlauberger:

      Die Makler- und alle weiteren Gebühren werden von intelligenten Verkäufern eingepreist.

  13. Die Markt-Aufmischung war nun absolut höchste Zeit.

    Vorbei die Zeit mit furchtbar teuren Handouts und Schönwetter – Maklern welche auch ihre Schwiegermutter verkaufen würden, wenn der Preis stimmt.

    In den letzten Jahren sind Hunderte auf dieses Provisions-Business aufgesprungen welche nun, Einer um den Anderen, wieder vom Markt verschwindet.

    Ich rechne neu mit Provisionen von 00.90 bis 1.00 % per Abschluss-Vermittlung.

    Die Aufmischung tut gut.

  14. Die Nr. 1 bei der Finanzierung von Immobilien ist und bleibt in der Schweiz die Raiffeisen.