Dramatische Finanzlage bei Zürichs Nobelhotel Dolder

Kapital und Reserven nicht mehr zur Hälfte gedeckt, Vater und Sohn Schwarzenbach hoffen auf Wunder. Verzicht auf Waldhaus-Projekt.

Das Dolder Grand hoch über dem Zürichsee ist in Not. Dies schreibt Guy Schwarzenbach, der Sohn des Besitzers Urs Schwarzenbach, als Präsident der Dolder Hotel AG im Geschäftsbericht 2019.

Die Jahresrechnung sei weiter „unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung“ erstellt worden; dies weil man „zuversichtlich“ sei, „dass die Dolder Hotel AG nach der Krise COVID-19 wider zur bisherigen angemessenen und kostentragenden Betriebsstruktur“ zurückfinden würde.

Dann kommt’s knüppeldick. „Dabei sind wir uns bewusst, dass das Nichterreichen dieser Ziele wesentliche Unsicherheiten auslösen und erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann.“

Zweifel zur Fortführung: Wenn also die Gäste nicht rasch zurückkommen und die Übernachtungen nicht schnell wieder hochschiessen, dann ist Schluss mit dem grossen, stolzen Dolder.

„Erhebliche Zweifel“ (Dolder Hotel AG)

Die deutliche Warnung war offenbar zwingend nötig. Der Revisor, es handelt sich um die PwC, hätte wohl sonst die Jahresrechnung und den Jahresbericht nicht akzeptiert.

PwC hält denn auch in ihrem Testat fest: „Wir machen auf die Anmerkungen ‚Ereignisse nach dem Bilanzstichtag‘ (…) aufmerksam (…). Unser Prüfungsurteil ist im Hinblick auf diesen Sachverhalt nicht eingeschränkt.“

Mit dieser Vorbemerkung kann die PwC dann die Dolder Hotel AG-Rechnung abnehmen. Aber sie muss trotzdem Klartext reden.

„Ferner machen wir darauf aufmerksam, dass die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist (Art. 725 Abs. 1 OR).“

„Nicht mehr gedeckt“ (PwC, Dolder Hotel AG)

Ups. Es handelt sich um den berühmtesten Paragraphen im Schweizer Wirtschaftsrecht. Unter „Kapitalverlust und Überschuldung“ sowie dem Subtitel „Anzeigepflichten“ steht unter Paragraph 1 klar und deutlich:

„Zeigt die letzte Jahresbilanz, dass die Hälfte des Aktienkapitals und der gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist, so beruft der Verwaltungsrat unverzüglich eine Generalversammlung ein und beantragt ihr Sanierungsmassnahmen.“

Guy Schwarzenbach und sein Dolder-Team müssten also heute noch von Gesetzes wegen die Aktionäre der Dolder Hotel AG zusammenrufen und diesen aufzeigen, wie sie das Schiff finanziell wieder auf Kurs bringen wollen.

Am Hang (Dolder Grand)

Das tun sie nicht, sondern sie setzen auf das Prinzip Hoffnung.

„Der Verwaltungsrat und die Geschäftsführung haben keine Zweifel an der Fortführungsfähigkeit und Liquidität der Gesellschaft“, halten sie im Jahresbericht fest.

Wie dramatisch die Lage im bekanntesten Luxushaus der helvetischen Wirtschaftsmetropole ist, zeigt ein denkwürdiger Entscheid: der Verzicht auf den Neubau des Dolder Waldhaus.

Es handelt sich um das Objekt unterhalb des Dolder Grand, wo derzeit Studenten leben. Geplant war ein Neubau mit viel Luxus, Start 2021.

Vom Tisch (Dolder Waldhaus)

Das ist nun vom Tisch. Man habe entschieden, „das bewilligte Bauprojekt aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen nicht umzusetzen“.

Folgen: 15,5 Millionen Sonderabschreiber für die „aufgelaufenen Projektkosten“.

Das allein ist rabenschwarz.

Hinzu kommt schon im 2019, also vor der Viruskrise, ein Einbruch bei den Gästezahlen.

Übernachtungen: minus 4’500 oder 7,5 Prozent, verkaufte Zimmer: minus 3’800 oder fast 10 Prozent, Zimmerpreis: 717 Franken im Schnitt, Rückgang um 11 Franken.

Die Dolder Hotel AG ist so zum grossen Sanierungsfall geworden. Schon für 2019, also vor dem Virus, hätte ein schwarzes Loch in der Bilanz geklafft.

Dass das nicht passierte, ist dem Eigentümer Urs Schwarzenbach zu verdanken.

„Der Hauptaktionär hat sich (jedoch) erneut bereit erklärt, zur Beseitigung des (dadurch) deutlich erhöhten Jahresverlustes auf Forderungen unwiederbringlich zu verzichten“, steht im Jahresbericht.

Schwarzenbach strich sich 28 Millionen ans Bein, wie die Handelszeitung und der Blick vor kurzem berichteten.

Wie weiter? In der Bilanz steht unter „Betriebsliegenschaften“ ein Wert von 343 Millionen. Dahinter dürfte schwergewichtig das Hauptgebäude Dolder Grand stehen.

Mehrheitsbesitzer Urs Schwarzenbach, den die Behörden zu 270 Millionen Steuern-Nachzahlungen verurteilt haben, sagte wiederholt, er würde das Dolder Grand verkaufen.

Aber sicher nicht unter einer Milliarde.

Vielleicht muss Schwarzenbach diesbezüglich über die Bücher. Auf der gegenüberliegenden Stadtseite steht das Atlantis Giardino der Scheichs aus Katar zum Verkauf. Noch ist nichts von einem Deal bekannt.

Hinweis an Redaktion

Anonymous Box

  • Senden Sie Ihren Hinweis hier oder an +41 79 605 39 52. Lieber per Post?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Mit Kauf und Neukonzeption des „Dolder“ sind die Schwarzenbachs einige Risiken eingegangen. Leider wurden sie bezüglich Architektur und Innenausstattung glücklos beraten.
    Der beauftragte Superstar raubte dem Traditionshaus die Seele. Die wunderschöne Halle, wo einst nachmittags ein Bar-Pianist das Publikum unterhielt und die seinerzeit weltberühmte „Rotonde“ mit ihrem Spitzenrestaurant verschwanden. Hier verkehrte die wirkliche internationale Prominenz, wenn sie nach Zürich kam, noch vor der legendären „Kronenhalle“.

    Die frühere elitäre Klasse des Hauses – auch bezüglich Personal – wurde wegpoliert und dem aktuellen Zeitgeist geopfert. Das Redesign des Parterre-Restaurants durch Rolf Sachs, Sohn des deutschen Jahrhundert-Playboys mit Schweizer Pass, mag wohl in einer Zeitschrift für moderne Architektur gefallen, aber eine Wohlfühlatmospäre vermittelt es nicht. Man bekommt überhaupt keine Lust, bald wieder dahin zurück zu kehren.

    Wo sind die italienischen Kellner geblieben, die wussten, wie man Gäste verwöhnt; wo sind die Concierges, die ihrer Klientel die Wünsche von den Augen ablasen.

    Leider ist das „Dolder“ heute ein Haus wie viele andere ; zwar mit toller Aussicht und generell auch recht gut; aber der Zwick an der Geisel fehlt und dies trotz der hervorragenden modernen Kunst. Dafür aber bemühen sich manche nicht unbedingt auf die Höhen des Zürichbergs.

    Ich denke, das Haus sollte mit einer Neukonzeption mit einem „retour aux sources“ zu retten sein. Den mutigen Schwarzenbachs ist dabei viel Glück zu wünschen!

  2. Das Dolder ist ein wunderschön gelegenes Spitzenklassehotel. Mein Mann und ich haben den Luxus sehr genossen, dort zu übernachten. Wir würden gerne buchen zur Unterstützung, aber auch uns hat es in der Coronakrise sehr getroffen. Liebe Züricher, rettet Euer Aushängeschild und bucht Euch ein zBsp für einen Wellnessaufenthalt. Bäume können in den Himmel wachsen!

  3. Auch in Baden-Baden gibt es ein ähnliches Hotel, das nun schon bald 12 Jahre still gelegt wurde: Das Schloßhotel Bühler Höhe, einstmals Grundigs Lieblingsobjekt und nun im Besitz eines kasachischen Investors, der dort Geld wäscht…

    • Genau so kommt es.

      Am Ende bleibt dort nur noch die Wäsche von schmutzigem Geld. Es gibt genug russische Oligarchen, die für diese Gelegenheit bereits in den Startlöchern sind.
      Schade, denn damit geht einmal mehr ein Stück Kultur den Bach hinunter.

  4. Mir scheint das kaum einer der Kommentatoren hier jemals in guten Hotels war.
    Warum sonst die negativen Kommentare zum Dolder.

    Nun ja, meine Grossmutter machte 1911 eine Lehre im Concordia in Schuls, das gibt es glaube ich schon lange nicht mehr. Sie arbeitete auch einige Zeit im Badruts bevor sie einen Bauern heiratete.
    Sie verdiente dort als junge Frau unglaublich gut….. an den Trinkgeldern von Russischen Adligen usw.
    Die blieben im Winter 3-4 Monate und zum Abschied gabs durchaus mal ein Collier oder einen teuren Ring.

    Nun ja, als ich jung war konnte ich es mir kaum leisten und ich hatte auch kein Bedürfnis nach solchen Hotels.
    Damals schlief ich z.B. in Indien, dort wo auch die Inder es taten, von Wanzen und anderem hatte ich noch kaum was gehört…((-:

    Aber später schleppten mich Freunde in so ein Hotel und seitdem weiss ich wie gut einem das tut.
    Freundliches Personal, Gutes Morgenbuffet, Schwimmbad usw. usf.

    Auch in der Schweiz erlaube ich es mir hin und wieder.
    Wenn auch meist nur kurz.
    Das letzte mal war ich, obwohl selber Appenzeller, im Hotel Säntis auf der Schwägalp.
    Die Betten erstklassig, die Zimmer interessant gestylt, die Umgebung wie auf den Alpen eben üblich, nichts künstliches sonder rauhe Natur pur.

    Wirklich sehr schön und speziell dort……

    Morgenessen wahlweise auf dem Säntis….. Fahrt ist gratis, Spa war auch inbegriffen.

    Tja, und das Shangri-La oder besser …..Tanjug Aru Resort auf Borneo in Kota Kinablu…. die hatten damals einen Garten hmmmmmm……. auch super Hotel.
    Spazieren am Meer und ne kleine Insel mit Bar.
    https://www.google.ch/search?q=tanjung+aru+hotel+kota+kinabalu&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwjMjdKixtbpAhVmWxUIHXhhC9cQ_AUoAnoECA0QBA&biw=1536&bih=841#imgrc=Vggfs5_oxMQTlM

    Das Dhara-Dhevi, quasi mitten im Reisfeld…. auch wirklich etwas besonderes….. vor allem für denjenigen der auch mit seinen Augen reist.
    https://gerbairtours.ch/chiang-mai-the-dhara-dhevi/

    Das Dolder sollte uns erhalten bleiben, am liebsten in den Händen eines Schweizers.
    Ein super tolles Hotel………

    Die Swissair haben wir verloren, sowas wie das Dolder sollten wir behalten.

    • Walti,
      In Alpstein gibt es Gasthäuser, die viel gmögiger sind als dieser kalte Dolder Palast, wo es einem kalt den Rücken hinab geht, gell.

    • roth isch absolute appenzeller oberklasse,
      die ticken nunmal so)))

      wir entschuldigen uns aus der ostschweiz für diesen hornochsen.

  5. Nun als Freund und Nutzer grosser 5Sterne Grand Hotels und der verbunden Tradition dieser alten Häuser muss man leider sagen, dass die meisten dieser Häuser weltweit Prestigeobjekte sind und selten das einspielen was sie kosten. Da ist das Hotel Dolder keine Ausnahme. Denn die Konkurrenz ist hoch. Problem des Dolders ist nicht mal der Preisgefüge Komme ich nach Zürich und will ich die Stadt erleben, dann gehe ich bestimmt nicht ins Dolder. Ohne Limo Service oder Taxi ist es einfach zu Mühsam mich dorthin zu bewegen. Da buch ich Lieder in einem zentralen Hotel wie den Widder, Störchen, usw.. Das Angebot ist gross und der preis spielt da auch nicht die primäre Rolle. Wenn ich das Dolder nutzte dann um dem Trubel zu entkommen, etwas Golf und Wellness zu genießen. Das Dolder kämpft nun seit Jahren und investiert und investiert doch ehrlich gesagt irgendwann sollte man eine Einsehen haben und dem ganzen eine Ende setzen. Kapitalisiert es und macht Luxus Wohnungen daraus für Menschen die es sich leisten wollen und können.

  6. Wer will noch in Dolder Zimmer reservieren?
    Das ist doch für alte Generation mit zu viel Geld.

    Vielleicht hat Dolder einen sentimentalen Wert für die Schweizer, das kann man verstehen, aber mehr nicht. Zeit verschont niemand.

  7. Immerhin gibt es gute Nachrichten aus Grossbritannien fuer Mr.Schwarzenbach.
    Auf der „Sunday Times Liste „der reichsten 1000 Englaender konnte er sich gegenueber dem Vorjahr von Platz 162 auf den 148 vorarbeiten.Sein Vermoegen soll um 76 Millionen Pfund auf 976 Millionen gestiegen sein.Nimmt man diese Liste
    fuer bare Muenze,ist bei Mr.Schwarzenbach noch kein Lichterloeschen.Trotz dem
    Klotz Hotel Dolder Grand am Bein.Fuer diese aufgemoebelte Tante muesste sich eigentlichein Kaeufer finden koennen.Auch wenn der Verkaufspreis deutlich unter einer Milliarde sein wird……

  8. Wann werden endlich die kommentare freigeschaltet? Time to market ist heute das A und O…

  9. Ja so geht`s. Wird wohl nicht die einzige Hiobsbotschaft betreffend Finanziellen Schwierigkeiten von Firmen sein welche wir in der nächsten Zeit hören.

  10. Das Dolder mutiert zur Brache der Finanzindustrie. Die nötigen Durchschnittserträge pro Gast können nicht mehr erzielt werden. Ein anderes, jüngeres Konzept (wie z.B. im Bellevue-Palace Bern mit Bistroküche!) ist für diesen Supertanker nicht möglich. Möglicherweise Luxusappartments draus machen.

  11. für die neue gc besitzerin ist die bude ein schnäppchen….

    und artengerechte unterkünfte für unsere ballglatiatoren wären auch gleich gesichert. hoffentlich stimmt ip stöhlker dem deal zu))

    • Stöhlker bitte nicht nennen, der hat keinen blassen Dunst und plaudert trotzdem.

  12. Wer glaubt seine Hütte steigt ewig im Wert und so die rechtzeitige Verscherbelung aus Gründen der unersättlichen Gier nach immer mehr Kohle auf dem Papier und nicht im Sack, der fällt eines Tages auf die Schnauze.
    Gunther Kropp, Basel

  13. Das Dolder hat keine Seele mehr und strahlt Kälte aus. Aussen wie innen.
    Ich fühle mich dort wie in einem Empfangsraum einer grossen Bank und laufe durch die Unpersönlichkeit der Gänge wie Kafka im Museum. Business not more.

    Ist das der mega-geile neue Stil: Kälte, Unpersönlichkeit und das Gefühl von Heimatlosigkeit. Hotels, die mit ihrem kalten weissen Marmor dies vermitteln finden wir so auch z.B. in Florida und Monaco oder im obersten Bereich in Russland. Dort ein gleiches mulmiges Gefühl inmitten von stinkendem Geld und der ewigen gespielten pseudoaufgestellten Unverbindlichkeit des Personals.
    Für mich no future.

  14. Ich liebte es, im Dolder jeden Donnerstag meinen Znacht zu essen, mit Ausrede einer „Geschäftssitzung mit dem Ausland“, wo ich dem Hausdrachen für jeweils ein paar Stunden entfliehen konnte, fernab vom gemeinen Pöbel schlürfte ich nach gutem Essen mit einer Edeldame einen Champagner. Das Dolder bringt schöne Erinnerungen, aber: Wie lange wird es noch weitergehen? Ohne Internationale Gäste läuft zu wenig, denke ich.

    • Und wieso haben Sie sich Ihrem Hausdrachen nicht entledigt? Hat sie Ihre Cojones in der Zange? Oder haben Sie keine mehr?

  15. Lieber Herr Investigativ-Journalist Hässig, ich finde Ihren Blog toll. Aber mir fällt auf, dass die Kommentare seit einiger Zeit nicht mehr zeitnah freigegeben werden.

    • Sie moegen es offenbar kaum erwarten, ihre geistlosen Erguesse, unter diversen Berufsbezeichnungen ihrerseits, hier umgehend zu lesen. Ein typischer Buenzli, welcher immer etwas zu motzen hat, obwohl er selbst an geistigem Durchfall leidet und es immer erst zu spaet merkt, naemlich wenn man es bereits riecht! So nicht, Fuechslein!

    • Wenn Sie das Unbildung und sprachlichen Zerfall verratende Unwort „ zeitnah“ vermieden, ginge es vielleicht schneller!

  16. Was die Steuern von Herrn Schwarzenbach anbelangt, war dies ein rechtsstaatliches Verfahren nach der Maßgabe der Schweizer Gesetze. Hätte Herr Schwarzenbach in England steuerlich mehr in England rausholen können als in der Schweiz, hätte er dies bestimmt durchgeführt. Was er in England nicht gewagt hat, hat hier über-optimiert und dies war wie in England wie auch in der Schweiz nicht möglich.
    Das Hauptgeschäft von Herrn Schwarzenbach war der Devisenhandel. Warum dies nicht mehr so glänzend für ihn lief, wissen wir nicht. Hotels in der höchsten Luxusklasse sind öfters mit mageren Renditen gesegnet und gehören wie das Polo-Team von Herrn Schwarzenbach eher zu den Liebhaber-Objekten von sehr reichen Leuten. Ob sich die Schweizer Hotels der Familie Kipp trotz bester Lage und moderner Ausstattung viel Ertrag abwerfen, ist zu bezweifeln. Aus diesem Grund hat sich Herr Blocher geweigert, in Flims das Hotel Waldhaus zu übernehmen.
    Das Hotel Dolder ist im Gegensatz zum Atlantis modern renoviert und hat die bessere Lage. Kann das Hotel Dolder bessere Preise für die Beherbergung verlangen als Baur au Lac und Hyatt? Es hat auf alle Fälle mehr grün und ist von der Landschaft her spektakulärer und sogar mit dem Tram erreichbar. Die Frage stellt sich natürlich, kann Zürich so viel bieten wie Wien und München? Gegenwärtig wollen aber Käufer solcher Objekte höchstens den Kostenwert für das Dolder aufwenden und für den Verkäufer gibt es so zwangsläufig keinen Nettogewinn.

    • Die lauschige Geschichte mit dem Devisenhandel kann glauben wer will. Nach meiner Überzeugung, hat Schwarzenbach sein Geld mit dem illegalen Kunsthandel gemacht.

    • leider stimmt das mit FX… ein paar gute manipulierte Deals, mit grossen Volumen, Dank hoher Volatilität und Dank ein paar Kollegen bei der Bank konnte nan in den 70 bis Anfangs 90er was bewegen und erschleichen

  17. Das Dolder ist eines der schönsten und kulinarisch besten Hotels der Schweiz. Ein Wahrzeichen in Zürich.

    Es muss weiterbestehen.

  18. Die Gigantomanie stösst an die Grenzen.

    Das neue Ballsäälchen ist eine Katastrophe. Akustisch und vom Ambiente.
    Es brauchte vor dem Umbau schon ausserordentliche Leute wie Herr Daubenmeier um den Laden florieren zu lassen.

  19. Je mehr Sterne ein Hotel hat, um so schwieriger ist es, damit Gewinn zu erwirtschaften. Und umgekehrt, bei einem 1 Sterne Hotel kann der Hoel Eigentümer mit einer Schubkarre den Gewinn nach Hause tragen.

    Viele 5 Sterne Hotels müssen erst ein bis zwei mal Konkurs gehen (wodurch das Fremdkapital als Last vom Hotel fällt) bevor ein neuer Hotel Eigentümer mit dem 5 Sterne Hotel Gewinn erwirtschaften kann.

  20. Dieser ganze globalisierte Hotel-Wirtschafts-Wahnsinn liegt auf dem Sterbebett: Das Dolder Grand ist nicht viel mehr Wert als das grosse Grundstück – nur das kann verkauft werden. Der ganze Rest ist ökonomischer Schrott und wird wohl bald liquidiert werden … Wie viel anderer überteuerter „wertloser“ Luxus-Unsinn der letzten 50 Jahre.

    • Fiatmoney zerstört noch alles.
      Hotel.- und Immobilienpreise sind mit Krediten der Banken (Bankkredite, die nicht mit Geld gedeckt sind!) in eine Blase hochgeliftet worden, die irgendwann platzen wird.
      Die Bankbilanzen wurden durch Tiefstzinsen und diesen Heissluftkrediten immer grösser, und die Preise aufgebläht. Sobald die Wirtschaft nicht mehr wächst, kann die Abwärtsspirale einsetzen, die dann gewaltige Abstürze erwarten lässt.

    • Auf das Grundstück warten wahrscheinlich schon die Zürcher “Sozialpolitiker“, um dort eine Asyl-Containersiedlung (nach Georg Soros Träumen) mit Steuergeldern zu erstellen.

  21. Wird nicht auch für das Baur en Ville schon länger ein Abnehmer gesucht? Noch bis vor kurzem als weiteres «verscherbeln des Tafelsilbers». Heute als Reduktion von Kosten. Von daher scheint mir die Situation im Gastgewerbe dramatisch zu sein.

  22. Heute kauft niemand mehr ein Hotel zu überrissenen Preisen. Das Dolder hat nie rentiert, Schwarzenbach hat zu hoch gepokert – und nun alles verloren, vermutlich mit all den Prozessen und Forderungen auch kein Geld mehr. Wirds versteigert, kann man es realistisch, d.h. unter dem Anlagewert, erwerben.

  23. Wirklich schade…….

    Das Hotel ist wunderschön, alles perfekt.

    Ich kann es mir auch nicht leisten dort zu logieren, naja als St. Galler tue ich das auch eher nicht in Zürich.
    Aber irgendwie ist das Dolder doch eine Institution, etwas von der besten Schweizer Hotellerie-Tradition neben dem Les Trois-Roys, Badrutt`s und vielen anderen.

    Es wäre schade wenn wir auch dieses Markenzeichen verlieren, es gar in Arabische, Chinesische oder sonstige Hände geriete.

    • Nur ja nicht an Chinesen. Die brauchen wir nicht.
      Warum öffnet das Dolder mal für Normal Verdienende.
      Familienferien?
      Zimmer zu 100 Fr. Je nach grösse, max. 150 Fr.

    • Chraieli…….

      In der Schweiz gibt’s viele wunderbare Hotels und wir haben da einen sehr guten Ruf…… wenn auch einen teuren.

      Ich habe ich schon oft in sehr guten Hotels logiert und wie es zu schätzen. Für sind sie mich immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art.
      Das Dolder kenne ich von einer Hochzeit her.
      Überhaupt kenne ich einige Hotels, solche wie die von Riverside, oder das Sheraton Resort Hua-Hin, Hilton, Mariots, Pullman, das Taj-Lake-Palace und auch eins wie das Tanjug-Aru Resort in Kota Kinablu.
      Das Dhara-Dhevi auch, hmmmm wirklich wunderbar dort….. aber Sie wissen wohl nicht mal wo man das finden könnte.….(((-:

      Und nun ihr Kommentar….was sagt und der ?

      0

    • Chraieli…….

      In der Schweiz gibt’s viele wunderbare Hotels und wir haben da einen sehr guten internationalen Ruf…… wenn auch einen teuren.

      Ich habe schon oft in sehr guten Hotels logiert und weiss sie zu schätzen. Für mich sind sie immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art.

      -Das Dolder kenne ich von einer Hochzeit her.
      Überhaupt kenne ich einige Hotels, solche wie die von Riverside, oder das Sheraton Resort Hua-Hin, Hilton, Mariots, Pullman, das Taj-Lake-Palace und auch eins wie das Tanjug-Aru Resort in Kota Kinablu.

      Das Dhara-Dhevi auch, hmmmm wirklich wunderbar dort….. aber Sie wissen wohl nicht mal wo man das finden könnte.….(((-:

      Und nun ihr Kommentar….was sagt und der ?

    • Und der beste Beizer ist der Köbi Nett. Oder so.
      Aber wen interessiert schon dieses einfältiger Stankt Galler Gelabber.

    • @ Wieherin Prinz-Enz …..

      warst du schon mal im Netts….

      Super Ambiente, Essen sehr gut, Parkplätze immer genug vorhanden, Bedienung zuvorkommend und freundlich, Preise für das Angebot ……günstig.
      Es ist erstklassig dort.

      Wieherin Prinz-Enz ….. ich glaube Einfältig bist nur Du.
      Nun ja, wenn du flessig arbeiten gehst langts auch bei dir mal fürs Netts, obwohl …..vielleicht besser nicht.

  24. Diese Nachricht wird die Mieter auf Zeit im Waldhaus Dolder sicher freuen, besteht doch Hoffnung auf Verlängerung der günstigen Mietverträge.
    Auf der Guldenen herrscht übrigens auch tote Hose. Das Projekt zur Reaktivierung der ehemaligen Ausflugsbeiz kommt offensichtlich nicht voran.
    Apropos Dolder Grand. Vielleicht lässt sich Karli Hirschmann, den man dort als Dauergast vor die Türe gestellt hat, dazu bewegen, wieder einzuziehen.

  25. Wer geht denn schon in das Dolder Grand ausser neurotische alte Witwen zum vier Uhr Tee oder rotznasige Zürichberg-Goofen zur Prahlerei.
    Das Dolder Grand hat keinen Stil und liegt am Arsch der Stadt Zürich. Unterhaltung in einem Elfenbeinturm? Das Gehabe in dem Klotz ein Graus.

    Es hatte einmal was von einem Märchenschloss, doch das Märchen endete bereits mit dem ersten Neubau und 60 zusätzlichen Zimmern im 1964. Die Symetrie war verhunzt. Die moderne Architektur ab 2008 nahm dem Schloss den Rest der Würde. In einen Kerker werfen sollte man die Architekten.

    Nix für Kinder, Nix für Normalos, nur für Banker auf der Suche nach des Einsamen Kohle.

    Der Schwarzenbach blutet nun für das Loch in der Kasse. Doch bei der Schande die er angerichtet hat mit dem Märchenschloss, geschieht es ihm nur recht.

  26. Die Zeit von sinnlos überteuerten Hotels ist vorbei – zumindest für die kommenden zwei Jahre.

    Ist das schlimm?

    • Diejenigen aus der jüngeren Generation, die etwas mehr Geld ausgeben können suchen sich eine Villa in Airbnb. Das Essen kann man sich liefern lassen …

      https://tinyurl.com/y7ufy4lz

      Hätte ich vor 20 bis 30 Jahren wohl auch so gemacht, nur gab es das damals noch nicht.

  27. Rabenschwarze Nachrichten
    , die Luxushotellerie ist generell total angeschlagen . Mit dem Dolder geht eine CH-Premium – Adresse den Bach runter.

    Sawiri in Andermatt (Orascom) wird bald Auch vom schwindenden Gästeaufkommen berichten müssen.

    Die meisten Häuser haben viel zu wenig Reserven um diesen weltumspannenden Lockdown zu verkraften .

    Wir werden uns noch mit weiteren traurigen Fakten abfinden müssen: hoffen und beten dass Wunder geschehen ist gegenwärtig und noch für längere Zeit wenig bilanzwirksam !

    Hotel-Brachen ein Feuerzeichen am Immobilien-Himmel? Aber ganz sicher!

  28. Der Lack ist ab: Dolder bald bankrott, Steuerschulden à gogo… Der arrogante Schwarzenbach hat geklotzt, jetzt kommt die Bruchlandung. Aber Mitleid ist definitiv fehl am Platz.

  29. der hinweis auf die „Zweifel an der Fortführung“ ist ein Standardsatz, der immer dann zum Tragen kommt wenn nicht mindestens 12 Monate Fortführung gesichert sind. Das dürfte derzeit bei den allermeistn Firmen in der CH der Fall sein…

  30. Eigentum

    Den Landbesitz hast du allein,
    dein Barvermögen ist ganz dein,
    allein besitzt du Goldpokale,
    allein die Alabaster-Schale.
    Den Massiker hast du allein,
    genauso den Käkuber-Wein.
    Dein Herz hast ganz allein nur du
    und gleich noch den Verstand dazu.
    Das alles hast du ganz allein,
    glaub nicht etwa, ich sage nein! –
    Candid, jedoch dein Eheweib
    ist aller Welt ein Zeitvertreib!

    Marcus Valerius Martial

    (zwischen 38 und 40 – nach 100), genannt Martialis, römischer Satiriker und Epigrammdichter

  31. Der Lockdown war der Brandbeschleuniger. Wir müssen uns an solche Konkurse gewöhnen. Die Immobilienblase ist am Platzen, beginnend bei der Hotellerie über die Geschäftsliegenschaften zu den Wohnobjekten im oberen Preissegment. Das produziert ein Heer von Arbeitslosen. Zusammen mit den Arbeitslosen aus den anderen Wirtschaftsbereichen drückt das dann auch die Preise von normalen Wohnobjekten. Die Spirale nach unten ist am Drehen.

  32. Ich habe den Artikel nochmals gelesen.

    Das Dolder Grand ist am Serbeln, das Giardino Grand ist bankrott, die anderen Fünfsternehäuser mussten mit den Preisen massiv runter. Nicht weil sie schlecht sind, nein, ganz und gar nicht. Sondern weil die Kundschaft nicht mehr zurückkommen wird. Es ist Schicht im Schacht in der Schweiz und insbesondere auch in Zürich!

    Oh Gnade dir Gott Helvetia! Das sind deutliche Auswirkungen der Planlosigkeit unserer heutigen Schweiz! Mit der Aufgabe des Schweizer Bankgeheimnisses sind nun halt auch die zahlungskräftigen ehemaligen Bankkunden ausgeblieben. Diese waren aber notwendig, um die teuren Hotels zu füllen. Ich gehe jede Wette ein, all die nutzlosen Juweliere an der Bahnhofstrasse werden in ein paar Jahren auch nicht mehr existieren.

    Denn seien wir mal ganz ehrlich: Zürich ist auf dem Weltmarkt eine kleine unattraktive und auch grösstenteils unbekannte Stadt. Oder denkt jemand im ernsthaft, Zürich sei so wichtig und attraktiv, dass der Tourist aus dem fernen Lande nach Europa kommt um dann ausgerechnet die Schweiz oder Zürich zu sehen? Nein, ganz im Gegenteil: die Schweiz geniesst in vielen Ländern einen zweifelhaften Ruf, sie wird in vielen Ländern (zu Unrecht) als langweilig oder gar betrügerisch und profiteurhaft wahrgenommen. Dieser schlechte Ruf besteht beim Normalo und auch beim Vermögenden. So gesehen wird’s kaum noch was mit den teuren Hotels in Zürich. Auch das Hyatt und das Baur au Lac werde wohl schon sehr bald seine Preise massiv gegen unten anpassen müssen!

    • Wenn man für geschwindigkeitsübertretung Tausende Franken bezahlen muss, ja, der Ruf ist nicht speziell gut, profiteurhaft, wie Sie sagen.

  33. Der angebliche EINE grosse Devisen-Termin Gewinn von rund 1,5 Mia (behauptete Spekulation gegen das £) löst sich jetzt also über die Jahre im Immobilienmarkt auf: „Glück mit Devisen – Pech mit Immobilien“ Wie ist so etwas möglich bzw. wer glaubt denn noch die DT-Gewinn-Geschichte?

    Erinnert doch an den Uli Hoeness, einen weiteren „erfolgreichen“ Devisenspekulanten, der allerdings mit zehntausenden von DT-(Swap)-Transaktionen rund 170 Mio Euro Gewinn erzielte. Seltsamerweise konnte er nur die Kassa-Transaktionen vorweisen, die Terminseite wurde vor Gericht nicht dokumentiert.

  34. Der Besitz besitzt. – Nur bis zu einem gewissen Grade macht der Besitz den Menschen unabhängiger, freier; eine Stufe weiter – und der Besitz wird zum Herrn, der Besitzer zum Sklaven.

    Friedrich Nietzsche (1844 – 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

    Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

  35. Im Dolder Hotel erlebte ich schöne Stunden. Es wäre schade, wenn es schliessen muss.

    Aber gell, meine Einstellung zu sämtlichen Unternehmungen ist: keinerlei staatliche Hilfe. Leider ist es in der Realität so, dass man KMUs nicht unterstützt, die grossen Konzerne aber schon, siehe als jüngstes Beispiel der Schuhputzer Thomas Moor bei mir um die Ecke der schliessen musste und dann die deutsche Luftlinie Swiss, die der Steuerzahler retten musste,

  36. Credit ist mausetodt,
    Banquerodt ist à la mode.

    Unbekannt

    Quelle: Inschrift. Auf einer französischen Medaille von 1701