Twint jubelt, dahinter herrschen Chaos und Krise

Software wird ständig erneuert, was Banken als Kunden des Mobil-Zahlsystems auf Palme bringt. Accenture-Berater sollen retten.

In einem sind die Twint-Chefs unschlagbar: dem Verbreiten von Jubelmeldungen. Man wachse wie nie, jetzt wolle man die Debit-Karten einholen, so das Mobil-Zahlsystem am Montag.

Hinter dem Partyfeiern steckt Anderes. Chaos, Abgänge, Krise. Wegen des Wachstums in der Viruszeit, als alle Firmen am liebsten nur noch mit Karte bezahlt haben wollten, rüstete Twint auf.

Doch es kam zu Abstürzen. Ständig mussten die Twint-Chefs ihren Kunden, den Banken, und ihren Partnern, den Läden, neue Releases schicken.

Gemeint sind angepasste Software-Versionen, die dann überall auf den Computer geladen werden mussten.

Der Twint-Chef lässt sich in der Schönwetter-Mitteilung von Anfang Woche wie folgt zitieren:

„Trotz dieser enormen Zuwächse ist unser System sehr stabil. Wir haben eine Systemverfügbarkeit von gegen 99.9%. Dies zeigt, dass unser System den grossen Herausforderungen gewachsen ist.“

„Massiv schneller gewachsen“ (Twint)

Das Gegenteil trifft zu. Twint braucht externe Hilfe. Die Firma holt Berater von Accenture, einer Technologiefirma, um die Probleme in den Griff zu kriegen.

Kosten pro Stunde und Accenture-Berater: weit über 200 Franken.

Das ist nicht alles. Zuoberst muss Twint Leute auswechseln. Ein hoher Mann, der erst vor kurzem zum Mobil-Anbieter gestossen war, geht bereits wieder von Bord.

Wohl damit das nicht auffällt, baut Twint um. Neu gibt es unter dem CEO nur noch zwei starke Manager, die eine „Kern-Geschäftsleitung“ bilden.

Neues Organigramm, schöne Begriffe, dabei steht die Hütte in Flammen: Das ist Twint.

Die Banken, welche mit Twint die Oberhoheit im mobilen Zahlen gegenüber Apple Pay, Revolut, N26, Neon und wie sie alle heissen behalten möchte, sind verärgert.

Die ständigen IT-Probleme führen zu wütenden Kunden-Anrufen. Die Banken können oft nicht weiterhelfen, weil nicht sie zuständig sind, sondern Twint.

Dort aber nimmt keiner den Hörer ab. Oder höchstens einer im Callcenter. Dann beginnt eine Odyssee, wie ein Leser berichtet.

Sein Sohn habe im Netz mit Twint bezahlt. Der Betrag sei nie beim Empfänger angekommen. „Nun rufe ich seit anderthalb Monaten Twint an, die verweisen an die Bank, dort weiss der Banker nicht weiter.“

Keiner fühlt sich zuständig. Aber das Geld ist weg. Man wähnt sich in einer Entwicklungsrepublik – und das im Bankenland Schweiz.

Mit Twint versucht der Finanzplatz, den Sprung in die Neuzeit zu schaffen. Kosten bisher: geschätzte 500 Millionen – mindestens.

Gut investiertes Geld, wie das Communiqué vom Montag der Twint-Chefs weismachen will.

Heissa (Markus Kilb, CEO)

„(Gleichzeitig) hat sich die Zahl der Neuregistrierungen seit der Corona Krise verdoppelt, weil TWINT als vollständig kontaktloses Bezahlsystem einem grossen Bedürfnis entspricht“, steht da.

Und weiter: „Pro Woche registrieren sich 45’000 neue User. Damit hat TWINT die Marke von 2.5 Millionen Nutzern überschritten.“

Was nach einem Supererfolg klingt, ist effektiv ein Kostengrab. Wo Twint nämlich Erfolg hat, ist dort, wo es nichts zu verdienen gibt: im Senden von 10 Franken-Beträgen von Benutzer zu Benutzer.

Hingegen beim Zahlen an der Ladenkasse oder beim Online-Shopping ist Twint erst am Aufholen. Dort aber liegt das Geld: Bei jeder Transaktion fallen Gebühren an.

All die Twint-Freudensprünge mit den vielen Neukunden helfen solange nicht weiter, wie Twint vor allem im Gratis-Bereich punktet. Laut Twint lege man im Bezahlbereich massiv zu.

Weil die Macher trotz 100köpfiger Mannschaft die Software nicht auf die Reihe bringen, ändert sich an der Misere vorerst wenig.

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Kommentare

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  1. Und ganz neu funktioniert bei etlichen Banken die direktaufladung nicht mehr. Meine Vermutung: die Banken sind abgesprungen weil man mehr Geld wollte. So schaufelt sich Twint das eigene Grab. Ich jedenfalls werde neu Revolut empfehlen, das bietet ja jetzt alles was Twint kann und mehr.
    Schade, schade. Zuerst digitec und nun geht’s weiter runter.

  2. Merkwürdig, dass bis heute keine monatlichen Transaktionsdaten als Erfolg genannt werden. Jede Bank belästigt seine Kunden mit TWINT-Köder, damit die Teilnehmerzahlen steigen. Hätte die Postfinance nicht die gesamte Infrastruktur beim COOP als Sponsor bezahlt, so wäre TWINT nie in den Markt gekommen. Vergessen wir nicht, dass TWINT AKTUELL ein COCKTAIL aus gescheiterten Systemen ist (TWINT von Postfinance, TAPIT von Swisscom, PAYMIT von UBS), wo heute ein Team von ca. 50 Leuten jeden Monat auf Entlöhnung wartet. Wie viele Transaktionen sind dafür notwendig, damit nicht noch mehr rote Tinte geschluckt werden muss? APPLEPAY ist komfortabel und sicher. Ich verwende es seit 3,5 Jahren und habe mehr als 600 Transaktionen ausgeführt mit Kreditkarten in CHF und €. Swissbankers bietet eine Mastercard Prepaid an, die von einer beliebigen Kreditkarte innert weniger Minuten weltweit aufgeladen werden kann – kein Warten auf ein lahmes E-Banking.

    • yapeal.ch kommt. nutze es schon in der alpha eine weile und bin happy. die testen schon jetzt vor dem offiziellen release Apple Pay integriert im persönlichen Debitkonto und nutzbar mit der virtuellen Debit Visa von Yapeal für Apple Pay dann. (Kein mühsames aufladen einer zusätzlichen Karte mehr. Abbuchungen direkt vom Debitkonto und für die statistiken verfügbar. das ist die Zukunft. Twint braucht mit Yapeal auch niemand mehr. Abbuchungen fast instant. von yapeal zu yapel 24/7 instant. Auch von Fintech zu fintech ziemlich schnell. Von Neon zu Yapeal dauerts keine 2 Minuten (werktags)

  3. 2.5 Millionen User – nie im Leben – kann gar nicht sein. Das sind eher Downloads und x-fache neue Registrierungen bestehender Nutzer.

  4. Twint find ich super, seit der Einführung der EC Karte gabs keine nützlichere Errungenschaft aus dieser Ecke. Ich shoppe kaum noch in Schweizer Onlineläden, die kein Twint anbieten.

  5. WIll amn ein Projekt versenken so holt man Accenture Diese bringen eine Team, Sperren sich wie üblich in einem Grossraumbüro selber ein. Kommunikation zu Inhouse Knowhowträgern findet wenn überhaupt in Form von 1x1h Meeting statt, wenn sie überhaupt den richtigen Partner finden. Kommunikation zu Analyse ist nicht die Stärke. Es gibt eine Report fürs Management, mit wenig bis Null Inhalt. Viele Luft und nur eine Episode mit sehr viel Cash Out. Weshalb man Accenture immer wieder in Banken für Zahlungsverkehr Assesments and Review bleibt mir bis heute eine Rätsel.

    • Ich habe bereits mit vielen Accenture Beratern gearbeitet in der Bank und auch anderen IT-Beratungsfirmen.
      Nicht ein einfaches Umfeld, da immer wieder neue Herausforderungen und komplexe Strukturen.
      Jedoch denke ich, dass Accenture mit Abstand die best geeignetsten Kandidaten sind für einen derartigen Rettungsjob in Not…

      Bei solchen Beratungsprojekten geht es doch meistens um eine verlängerte Werkbank/eine zusätzliche Taskforce, die aktuell von Innen heraus allein aus Kapazitätsgründen nicht gestemmt werden kann und darüber hinaus noch keine Referenzerfahrung von Aussen existiert.

  6. Ich nutze Twint sporadisch um jemandem einen kleineren zu überweisen, dazu ist es effektiv praktisch. Zum zahlen im Geschäft aber sehr unpraktisch und wird deshalb auch nicht genutzt. Persönlich kenne ich niemanden welcher Twint regelmässig einsetzt ausser für die persönlichen Überweisungen (somit auch fast keine Erträge für Twint). Nun versuchen sie halt Mehreinnahmen durch höhere Gebühren (bei den Banken und den Akzeptanzstellen) zu generieren. Ob dies gut geht wage ich zu bezweifeln. Ach und Twint PrePaid (was meine Bank anbietet) ist sowieso fast unbrauchbar, ich will doch nicht 3-4 Arbeitstage für die Aufladung warten (und die Bank wechsle ich ganz sicher nicht wegen Twint).

  7. TWINT … was soll man dazu sagen, wenn im 21. Jahrhundert in einer globalisierten Welt eine rein Schweizer Lösung produziert wird, die schon 1m hinter der Landesgrenze nicht mehr genutzt werden kann?!?!?!

    Fazit: nette Idee, aber die Macher haben sich im Jahrhundert geirrt. Heute brauchts mindestens Europäische Lösungen oder besser globale Lösungen so wie z.B. ApplePay.

    • Bravo! Ich habe nie begriffen, wie man auf so eine bescheuerte Idee kommen kann, für den kleinen Schweizer Markt eine App zu entwickeln. Selbst wenn vom Baby bis zum Greis jeder Schweizer Einwohner die App nutzen würde, bliebe sie defizitär.

  8. Verstehe dieses regelmässige Twint-bashing auf IP nicht. Benutze Twint für verschiedene Zahlungen schon seit Jahren, funktioniert tadellos und keine Probleme. Ist mir lieber als alle ausländischen Zahlungsanbieter.

    • Ditto! Bei mir funktioniert Twint und bei mir kommen auch keine ausländischen Zahlungsdiner auf den Tisch. Ausser Revolut hatte ich, aber das wird nur mehr für Auslandsüberweisungen benutzt seit es Neon gibt.

  9. Mag ja sein, dass Twint Hilfe braucht – aber seit wann ist Accenture eine Technologiefirma ? Das SBB-Sopre-Projekt lässt grüssen. Berater mit feinen Anzügen, Kravatten und hohen Stundensätzen, das ist die Kernkompetenz.

  10. Ihr Bericht hat schon fast „trumpschen“ Charakter. Einfach mal einen Blödsinn schreiben, Hauptsache negativ.
    Ich bezahle wenn immer möglich mit Twint, im Laden oder online, und habe nie Probleme !!!

  11. Wenn nach digitec/Galaxus noch mehr Onlineumsätze wegbrechen: wer bezahlt die kostenlosen Geldüberweisungen?

    Und: warum um alles in der Welt wird die App nicht einfach schneller und stabiler? Resp. Muss-Der-Dauerpin Bei 1.80 in der Kantine sein?

    • Arbeitest du am paredeplatz? Twint ist super ich benutze es immer es ist super. Noch nie Probleme gehabt!!!!

  12. Wie im Artikel genannt ist das Peer to Peer Payment brauchbar als kostenloser Alternativ ZV. Zahlen in Geschäften führt digitales Zahlen ad Absurdum. Weshalb sollte ich ein separtes Konto aufladen und dann wird es wieder abgezogen. Wurde da der Bargeldbezug digital nachgebaut? Mit Apple Pay oder einfach mit der alten Kreditkarte wird direkt mein bereits bestehendes Konto belastet.

    • Läuft bei meinem Twint auch so. Zahlungen werden der KK belastet, Gutschriften gleich dem Konto gutgeschrieben.

    • @ M. Payment

      Ist ja bei Twint auch so. Beim Postfinance-Twint kann man sogar seine Kreditkarten hinterlegen.

      Das was Sie oben ansprechen ist offenbar das Prepaid-Twint.

      Anfangs sah ich auch keinen Sinn in Twint. Aber es kam schon ein paarmal vor, dass ich unterwegs war und keinerlei Bargeld oder Karten bei mir hatte. Da Twint auf meinem Natel installiert ist, konnte ich aber dennoch bezahlen.

  13. Oh wow den ganzen Tag keinen einzigen Kommentar frei geschaltet – IP vor dem aus? Massive IT Probleme beim Finanzblog? LH ordnet Kurzarbeit an und geht stattdessen golfen. Arbeitsplätze in der Schweiz gefährdet.

  14. Tja, die Probleme und die schlechte Qualität hat man den angeblich so dringend benötigten ausländischen Fachkräften zu verdanken.
    Vielleicht sollte man wieder zu den heute viel geschmähten einstigen Schweizer Qualitäten zurückfinden, die da hiessen: langsam, aber genau und fehlerlos, erst denken, planen und entwerfen und dann machen usw..

    • Tröstet Ihre geschundene Bünzli Seele, wenn Sie für jedes Problem irgendwelche ausländische Gruppen beschuldigen? Hauptsache den Sündenbock finden!
      Wo sind die ach so perfekte Schweizer Manager? Rohner, Mühlemann, die Liste ist ewig lang…

    • So ein Quatsch. Schauen sie sich mal das TWINT Team an, das ist ein Haufen mehrheitlich (dem Namen nach) aufrechter Schweizer. Wer sich auf diese sogenannten Schweizer Qualitäten, so es sie denn je gab, beruft, hat in den letzten 25 Jahren nie ein Projekt in diesem Umfeld gemacht. Genau und fehlerlos, selten so gelacht…

  15. Seit Corona haben fast alle Läden Twint. In all den Corona-Monaten zahlte ich meist mehrmals täglich mit Twint, oft auch online. Es gab null Pannen und die Geschwindigkeit ist meist echtzeitlich.
    Jürg Sigerist

    • Ich zahle seit mehr als 1.5 Jahren nur noch mit Apple Pay. Überall wo Karte geht, geht auch Apple Pay. Das kannst mit Twint vergessen

  16. Als Twint-Nutzer von allem Anfang an, verstehe ich die hier offenbar systematische Twint-Hetze nicht. Irgendwer muss dahinterstehen. Seit Corona haben fast alle Läden Twint. In all den Corona-Monaten zahlte ich meist mehrmals täglich mit Twint, oft auch online. Es gab null Pannen und die Geschwindigkeit ist meist echtzeitlich.
    Jürg Sigerist

  17. Und die Architekten der Pleite – Kubli und seine Spiessgesellen von McKinsey – müssen natürlich keine Konsequenzen tragen.

  18. Ich verstehe bis heute nicht, warum man TWINT nutzen sollte. Man kann es nur in der Schweiz nutzen und es hat gegenüber ApplePay, GooglePay und SamsungPay nur Nachteile.

    • @ Greg

      Was heisst „nur“ in der Schweiz!? Genügt ja!

      Was für Nachteile!?

    • Es hat gegenüber ApplePay und Konsorten sogar grosse Vorteile.
      1. Es braucht kein Apple, Google oder so.
      2. Es gibt für kleine Läden Zahlstationen die ohne Strom funktionieren.
      3. Es braucht keine Kreditkarte.
      4. Ich kann sehr einfach via Telefonnummer Geld verschicken.

      Hat es Nachteile? Ja sicher. Aber zu behaupten es hat keine Vorteile ist einfach falsch.

    • Naja, wenn man es denn auch überall in der Schweiz nutzen könnte, so wie das mit Apple Pay und co der Fall ist… Dann wär das ja noch was… In den wenigsten Läden (in der Schweiz) in denen ich einkaufe, geht TWINT…

  19. Da ist zum Beispiel die ETH Zürich im 13. Rang der besten Hochschulen der Welt, zusammen mit der University of California in Berkeley und vor den Universitäten Columbia und Cornell. Microsoft kauft in der Schweiz Start-Ups ein und die wissen sicher, was sie da kaufen. Aber nichts von dieser Informatik-Technologie blüht bei Twint und es scheint, dass Banken-Software in der Schweiz ein mühseliges Geschäft ist.
    Gilt hier der Spruch „Der Fisch stinkt vom Kopf her“? Man kann es auch drastisch ausdrücken. Die ganze Sache mit Twint ist ein Ausdruck der Unfähigkeit unserer obersten Bank-Manager, wo mehr Blender herumwirbeln als Könner und dies im Gegensatz zur übrigen Schweizer Wirtschaft. Widersprüchliche Signale vom obersten Management, wie zum Beispiel ein solches Projekt indischen Informatiker zu überlassen ohne strikte Planung und Vorgaben. So etwas gefällt den intelligenten Leuten von dort, es gibt Rechnungen ohne Ende. Oder man kauft nach Prestige Software-Spezialisten ein, mit der Auflage die eierlegende Wollmilchsau zu kreieren.
    Um Gottes willen keine jungen ETH Informatiker beschäftigen. Wir wollen lieber sogenannte billige Inder, Chinesen oder Deutsche, kombiniert mit super-teuren Angelsachsen, von denen geht das oberste Banken-Management in die Knie und ist überhaupt gebauchpinselt, wenn die sich die Zeit nehmen, mit diesen von uns Schweizern angebeteten Bank-Göttern zu reden.

    • Herr Zach, mit Ihren Aussagen liegen Sie leider ziemlich falsch. Die Software wurde von AdNovum entwickelt. Dort waren viele «junge ETH Informatiker» am Werk, und haben teilweise miserable Qualität geliefert. Mit 20 Jahren Erfahrung in der Software Entwicklung pfeife ich auf das Renommee der Abschlüsse. Lieber ein gewissenhafter Software-Handwerker als ein kopflastiger Akademiker.

  20. Toll für P2P-Überweisungen, ansonsten völlig obsolet als Payment Service Provider. Keinen Mehrwert gegenüber der kontaktlosen DK/KK.

  21. Wenn die Basis schlecht ist kann man’s nicht mit Pflaster fixen, das ist ein Teufelskreis.
    Wurde das nicht von AdNovum entwickelt? da waren doch schon länger kritische stimmen betreffend deren Qualitäts standard. Aber die haben bestimmt Kasse gemacht, auf kosten der Kunden

  22. Eine helvetische Sonderlösung war von Anfang an eine Schnapsidee. Die Trotzburg gegen die globale Konkurrenz ist schon längst am bröckeln, weil an den Kundenbedürfnissen vorbei entwickelt wurde und die Banken, wenn auch widerwillig, einlenken müssen.

    Zu den Funktionalitäten:

    – PoS-Zahlung mit Beacon – fummelig, umständlich, fehleranfällig, zu langsam. Da klicke ich lieber 2x rechts am iPhone und habe bezahlt.

    – Verschiedene Bank-TWINT-Apps – Katastrophe!

    – QR-Zahlung im Online Shopping oder an Automaten – gute Idee, effizient umgesetzt, schnell.

    – Peer-to-Peer Payments – absolute Hygienefunktion, null Differenzierung, kann man bei 100 anderen Apps und teilweise sogar schon in Messaging-Diensten.

    • Ich kann all ihren Punkten nur zustimmen.
      Nutze Twint nur P2P oder im Hofladen.
      Die Idiotie mit den verschiedenen Bankenlösungen hab ich noch nie verstanden. Da wollten sich wohl einige Bank Manager profilieren.
      Dabei haben sie versäumt den online-Einkauf im nahen Ausland zu berücksichtigen. Über Revolut, etc. geht das mit 2 Klicks ohne überspannte Wechselkurse. Das gefällt mir und deshalb bevorzuge ich dieses App – auch für P2P.

  23. Herr Hässig
    Von IT und IT Kosten haben sie wohl keine grosse Ahnung. Haben sie schon mal geschaut wie hoch die IT Std Ansätze vor 10-20 Jahren waren. Mein verrechneter Ansatz war vor über 20 Jahren > 130.—
    Dies gross negativ zu präsentieren zeigt nur wie viel sie vom IT Markt verstehen.
    Dann mit den Anrufer:
    „Ein Kunde hat wochenlang versucht anzurufen! Wohin denn, mit Tel ist doch klar dass ein Call Center abnimmt.
    Und so zeigen alle Beispiele die sie als so schlimm bezeichnen, dass ihr ganzer Bericht nicht gut recherchiert also sinnlos ist.
    TWINT kann man kritisieren, aber fair. Es zeigt immerhin dass viele Schweizer eher einer Schweizer Lösung vertrauen und die Leute alles daran setzen zu bestehen. Und da macht es keinen Sinn wenn sie versuchen (wie immer) dies zu zerreissen.

    • Herr runi

      Doch, die Entlöhnung für IT-Clowns ist überteuert. War es offenbar schon in der Vergangenheit.

      Und lerne doch mal einen anständigen und lückenlosen Satz zu schreiben. Auch nach mehrmaligem Lesen verstehe ich nicht, was du uns mitteilen möchtest!

  24. Manchmal frage ich mich, von wo dieses Twint-Bashing kommt Herr Hässig.

    Ich nutze es jeden Tag (so wie mein ganzes Umfeld) und bin rundum zufrieden. Innovative Technologie, schnell und einfach. Den Retail-Bankkunden denen ich begegne, kann ich auch in 99 % der Fälle nur Positives über TWINT entnehmen.

    Als noch junges Unternehmen ist TWINT weiterhin in einer Wachstumsphase und muss sich teilweise selber finden. Von daher nehme ich ihnen die Turbulenten nicht „böse“.

    Bin lediglich etwas enttäuscht, dass Sie auf ein innovatives CH-Unternhemen mit einer tollen Idee so rumhaken müssen.

  25. Naja, die Software verbessern bringt ja nicht viel.

    Der Business Case funktioniert einfach nicht. P2P kostenlos Geld hin und her senden ist super praktisch, aber für P2B gibt es einfach keinen Benefit ausser hohen Gebühren. Digitec hat Twint als Zahlungsmöglichkeit genau deshalb entfernt.

    Somit eine Totgeburt, immense Entwicklungs- und Betriebskosten und eine aufgeblähte Organisation mit hohen Staatslöhnen, um die ebenfalls aufgeblähten Mitarbeiter zu bezahlen.

    Die 500 Mio. hätte man besser investieren können. Die SIX lebt und überlebt nur dank der Börsenplattform.

  26. Ich bin nicht wirklich ein Twint-Fan, benutze das Teil aber regelmässig für die Übermittlung kleinerer Beträge an meine Töchter – bis dato absolut problemlos, to be honest. So schlecht kann Twint demnach nicht sein.

    • Gantner, ich wusste gar nicht, dass du eine Tochter hast! Warum üerweist du ihr Geld? Erpesst sie dich? Oder bist du geschieden und die Tochter lebt bei der Ex? Dann willkommen in der realen Welt!

    • Weil man es für eine Anwedung nutzt und das auch noch nur „ab und zu“ weiss man ja auch wie es mit allen anderen use cases geht. Meine Töchter bekommen von mir eine IBAN überweisung. Die haben nie zu wenig Geld auf dem Konto um gleich ausgeschossen zu sein. und wenn doch Gibt es bald Yapeal, Neon, Zak mit instant überweisungen. Da ist der Use Case von Ihnen auch wieder hinfällig und somit TWINT generell aber man musste es eben durchpressen und jedem Kunden aufzwingen und alles andere boykottieren, das ist wohl der Hauptgrund warum viele Leute nur noch darauf hoffen dass Twint scheitert weil sie sich so arrogant präsentiert haben und in jeder hinsicht der Konkurrenz hinterherhinken aber tun als wären sie das Non-plus-Ultra

  27. Dass der Zahlungsverkehrs-Platzhirsch Postfinance seiner Schwester Post wegen Covid vorübergehend auch kontaktlose Maestro und V-Pay Zahlungen erlaubt zeigt, wie viel Twint noch aufzuholen hat.

    Viel interessanter ist aber die Frage, was mit dem gestrigen Artikel von Crypto Valley Exponent Sean Prescott geschehen ist, in dem er sich sorgt, dass das Crypto Valley wegen Finma (und den fiesen Banken) zur Farce werden könnte. Wer hat da kalte Füsse bekommen?

    https://insideparadeplatz.ch/2020/05/26/wird-zuger-krypto-valley-zur-farce/

  28. Verfügbarkeit von Twint ist super, sehr viel benutzt die letzten Monate, nie ein Problem gehabt…Rest nicht mehr gelesen..

  29. Ruhig Blut
    Die Mehrheit der Bevölkerung möchte weiterhin mit Bargeld zahlen. Die meisten Autokäufer zahlen Cash, so gibt es auch noch einen schönen Rabatt und der Verkäufer verdient für einige Jahre mit den Services. Also werden in dieser Branche Arbeitsplätze erhalten.

  30. Twint wird noch merken, dass die Accenture Berater vie heisse Luft produzieren. Wer den Laden kennt weiss, dass auf vielen Projekten total unqualifizierte Jungspunde mit einem riesen Ego sitzen. Einer der Berater, der aber vernünftigerweise gewechselt hat, hat mir aufgezeigt, was das richtig falsch läuft. Billige Junge werden teuer auf den Projekten angeboten.

    Die Gewinner bei diesem Engagement werden auf jeden Fall die Berater von Accenture sein. Für Twint kommt das nicht besonders gut.

  31. Danke, endlich spricht das mal jemand an. Dieses Eigenlob von Twint ist kaum noch zu ertragen. Bezahlen an der Kasse ist unbrauchbar (1x gemacht und nie wieder) und online habe ich das nur bei Digitec genutzt, das geht jetzt auch nicht mehr.
    Aber dauernd technische Probleme und eigentlich null Mehrwert (Geld von Benutzer zu Benutzer senden ist praktisch; aber das würde auch mit anderen Apps gehen).

  32. Komisch, ich nutze Twint schon seit Jahren, auch im Internet und hatte noch nie Probleme. Vor allem im Internet finde ich Twint die beste Bezahlmöglichkeit – schnell und unkompliziert. Bargeld sollte endlich abgeschafft werden. Corona hat aufgezeigt wie „grüslig“ Bargeld ist, jeder fasst es an…

  33. hoppla….

    was ist mit dem zuger blockcain artikel passiert???

    hoffentlich wird das thema von unserem atlantikfuzzy stöhlker nochmals neu in szene gesetzt…

    schönen tag noch geehrte redaktion

  34. „Pro Woche registrieren sich 45’000 neue User“. Wohl eher „gekaufte“.

    Vor zwei Wochen die Zürcher Kantonalbank: Post-Versand eines Twint-Flyers mit einem 5-Franken-Gutschein.

    Die ZKB verschickt Werbemailings an Kunden, die gänzlich auf PDF-Versand umgestellt haben. Das sagt alles über den Zustand von Twint und die ZKB in Sachen Digitalisierung. Auch mit Frankly werden die Kunden dauernd belästigt.

  35. Nachdem Twint zu Beginn der Markteinführung auch die kleinen Banken mit attraktiven Bedingungen und Marketing-Unterstützung motiviert hat, Twint ihren Kunden anzubieten, wurden nun in diesem Frühjahr die Bedingungen geändert und exorbitante, unakzeptable Kostensteigerungen in die Verträge integriert. Entweder man akzeptiert dies oder die Leistungen werden gekürzt. Diskussionbereitschaft von Twint: Null! Ob eine solche Politik erfolgsversprechend ist?

    • Ich habe mich mich ebenfalls mit dem Thema „Prepaid Aufladen“ auseinander gesetzt und finde es eine absolute Frechheit!
      Herr Pampa Banker, sie haben unser Geld (als Banker) in der Hand und schämen sich nicht einmal hier einen solch dummen Kommentar zu verfassen. TWINT hat jedes mal für mich gebürgt damit ich sofort Zugang zu meinem aufgeladene Geld habe (Das direkt von meinem Bankkonto stammte – wohlgemerkt). Die Bank die Mein Geld hat, streicht mir jetzt das direkte Aufladen weil TWINT, die keine Bank ist, nicht mehr für mich bürgt! Das die TWINT nicht für mich bürgt macht absolut Sinn. Sie sind nämlich keine Bank – aber Meine Eigene Hausbank die Millionen wenn nicht Milliarden zur verfügung hat, sagt nein? Schämt Euch!
      Meine war die Hypothekarbank Lenzburg, die Betonung liegt auf war. Habe alles was ich habe zur Raiffeisen gebracht. Ich habe sofort gekündigt, nachdem die (HBL) sogar versucht haben mir zu erklären das die TWINT schuld sei.
      Hier eine Liste von allen Banken die Ihren Kunden ebenfalls nicht Ihr Geld sofort zur Verfügung stellen obwohl sie das Geld der Kunden halten:

      acrevis Bank
      AEK Bank
      Banca popolare di sondrio
      Bank Brienz Oberhasli
      Bank Cler
      Bank EEK
      Bank EKI
      Bank Gantrisch
      Bank Zimmerberg
      Bernerland Bank
      Basler Kantonalbank
      Basellandschaftliche Kantonalbank
      Caisse d’Epargne de Cossonay
      Clientis Bank Aareland

      Clientis Bank im Thal
      Clientis Bank Oberaargau
      Clientis Bank Oberuzwil
      Clientis Bank Thur
      Clientis Bank Toggenburg
      Clientis Biene Bank im Rheintal
      Clientis Caisse d’Epargne Courtelary
      Clientis EB Entlebucher Bank
      Clientis Sparcassa 1816
      Clientis Sparkasse Oftringen
      Clientis Sparkasse Sense
      Ersparniskasse Affoltern i.E.
      Ersparniskasse Rüeggisberg
      Ersparniskasse Schaffhausen

      Hypothekarbank Lenzburg
      Leihkasse Stammheim
      Regiobank Männedorf
      Regiobank Solothurn
      SB Saanen Bank
      Schaffhauser Kantonalbank
      Spar- und Leihkasse Bucheggberg
      Spar- und Leihkasse Frutigen
      Sparkasse Schwyz
      VZ Depotbank
      WIR Bank
      Zürcher Landbank

    • @Studentin; ist absolut ihr Recht ihre Bank zu wechseln. Aber jetzt sollte man schon bei den Tatsachen bleiben. Es geht wohl keiner dieser Banken um die Haftung (nicht für die max. 200 Fränkli welche bisher sofort aufgeladen wurden; darüber hat es schon bisher 3-4 Tage gedauert). Das ist einfach Quatsch. Es geht um die Vertragsanpassungen (KOSTEN / welche z.B. auch von Händlerseite Stichwort „Digitec“ beanstandet wurden) welche einzig und allein von Twint gekommen ist. Auch die nicht mehr sofortige Aufladung kommt grundsätzlich von Twint und nicht umgekehrt. Ich wette sehr viel darauf, dass es Twint in dieser Form in 4-5 Jahren nicht mehr gibt.

  36. Warum kann man gratis nur 10 Franken versenden? Ich verschickte auch schon 180 Franken für eine gebrauchte Klima-Anlage, die ich über Ricardo kaufte!

  37. Tut mir leid, aber Twint ist einfach gut. Und überhaupt: Was soll das dauernde Bashing? Twint sollte als helvetische Alternative unterstützt werden, sonst ist bald alles in der Hand von US-Datenkraken.

  38. Wie schon gesagt, bei mir als Kunde funktioniert Twint einwandfrei, ich habe nichts zu meckern!

    Dass dort Accenture-Berater mandatiert werden stinkt mir aber! Die kosten nur und liefern nichts!

    • Von allen IT-Beratungsfirmen kann ich das von Accenture am wenigsten sagen.
      Die liefern soweit immer, sehr oft EOD kurz vor Mitternacht…

  39. „Software wird ständig erneuert“, das ist heute normal in der Software Entwicklung und heisst DevOps. Das führt zu mehrereren schnell aufeinanderfolgenden kleinen Updates anstatt wie früher zu wenigen zeitlich weit auseinanderliegenden grossen.
    Kann man nur begrüssen. Twint wird aus anderen Gründen scheitern: Heute sind globale Lösungen die Gewinner, lokale Lösungen werden sich kaum durchsetzen.

  40. Das sicherste: immer ein paar noten BAR-Geld. Keine Staus ,kein Aerger,kein Stress! Leute mit BAR-Geld sind ruhiger freundlicher usw….