Razzia bei berühmtem Vaduz-Treuhänder

Norbert Seeger ist bekannt geworden mit Halle voller Rolls Royce. Nun ermittelt die Justiz wegen überhöhter Gebühren.

Im Ländle herrscht Aufregung. Einer der bekanntesten und „buntesten“ Anwälte und Treuhänder erhielt diese Woche Besuch von den Behörden.

Er heisst Norbert Seeger und leitet die Seeger Advokatur. Diese ist in den Fokus der Ermittler geraten. Bei der Staatsanwaltschaft heisst es auf Anfrage, man würde ein Verfahren „weder bestätigen noch dementieren“.

Seeger selbst war gestern Abend nicht erreichbar. Im Büro nahm kurz vor sechs niemand mehr ab, auf eine Email reagierte er nicht.

Laut einem Gesprächspartner hatte eine Liechtensteiner Bank bei den Behörden eine Verdachtsmeldung platziert. Es gehe um „überhöhte Gebühren“. Wie weit die Ermittlungen sind und wie sie ausgehen, bleibt abzuwarten.

Seeger ist lizenzierter Jurist und trägt einen Doktortitel. „Der Name SEEGER steht seit 30 Jahren für Vertrauen, Qualität, Diskretion, Individualität und Kompetenz“, schreibt er auf seiner Homepage.

Trust Me (Seeger.li)

Seeger liebt den Auftritt in den Medien. Sein für Superreiche gebauter „Bunker“ voll Gold, Schmuck, Gemälden und Nobel-Oldtimern machte ihn berühmt.

Besonders zu reden gibt seine Oldtimer Rolls Royce-Sammlung. Die ist exklusiv und kostet viel Geld – nicht nur, was den Erwerb abgeht, sondern auch im Unterhalt.

Der Fall Seeger wirft ein Schlaglicht auf die Treuhänder im Fürstentum. Diese sind weltberühmt für ihre Stiftungen.

Mit dem Fall des Bankgeheimnisses steigt der Druck auf die Branche. Statt sich mit einem einzigen grossen Schnitt von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien, führen die Liechtensteiner Treuhänder einen Abwehrkampf aus dem Schützengraben.

Sie geben immer nur so viel Terrain preis, wie sie müssen. Ihr Stiftungsrecht, das mit seiner Intransparenz rekordverdächtig ist, wollen sie so lang wie möglich aufrecht erhalten.

Kommentare

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  1. Dr. Norbert Seeger zeigt gerne mit dem Finger auf andere Leute, um von seinen Machenschaften abzulenken. Gesellschaften, die er gründete waren in Organhandel involviert. Es erstaunt nicht, dass er überhöhte Gebühren verlangt. Er lebt in seiner eigenen Welt und niemand ist traurig, wenn er für geraume Zeit von der Bildfläche verschwindet.

  2. liechtenstein und zug gehören aus dem frankenraum entfernt.
    sie sollen ihren digi_korrupti einführen
    und die eidgenossenschaft hätte zwei riesen probleme weniger.

  3. liechtenstein und zug gehören aus dem frankenraum entfernt.
    sie sollen ihren digi_korrupti einführen
    und die eidgenossenschaft hätte zwei riesen probleme weniger.

  4. Er nennt sich Doktor iur.
    von Ethik keine Spur!
    Ein Geldsack ohne Klasse,
    Hauptsach es stimmt die Kasse.

    Solche Spezis im Fürstentum:
    verdienen sich dick und dumm.
    Für Finma und Bischof Haas,
    dient alles zum dicken Frass.

    Liechtenstein ein Alpenresort;
    nur krumme Touren immerfort,
    natürlich Alles zur treuen Hand,
    ich nenne dies das Krumm-Land.

    ORF

  5. Aurelia wird fertig gemacht; aber fix und fertig. Es wurden Ihr Verbrechen! angelastet. Hier sind die Landes“zeitungen“ brutal und unzimperlich. Wer auf Linie ist und mitspielt, der hat nichts zu befürchten… Das Land ist moralisch auf dem letzten Zacken und unbeschreiblich eingebildet. Dauernd Durchhalteparolen: „Vorbildfunktion Liechtenstein“, „Leuchtturmprojelt“, „Liechtenstein auf Erfolgskurs“ … 00423 – bald ist es vorbei.

  6. Solange von einem Treuhänder geraten wird ohne Visitenkarte das Lad zu verlassen, ändert sich wenig.

  7. Solange man noch immer mit dem Nummernschild in Vaduz in eine geschlossene Tiefgarage fahren kann, ändert sich im Land wenig.

  8. Dieser Seeger Vogel mit seinen gegelten Haaren und Nickelbrille sieht schon völlig unseriös und schmierig aus.. viele devote kunden fallen auf diesen Look rein

  9. Im Jahr 2000 hatte ich mein temporäres Quartier in Zürich aufgeschlagen, wegen der Nähe zum Paradeplatz und der Eskalation der Kohl-Spenden-Marbella-Affäre. Und musste einen Liechtensteinischen Kunst-Grosssammler, höchst angesehenen Treuhänder und Kohl’s Ferienunterhalter in Österreich in die Zange nehmen und gab mir bereiteillig alle Informationen die ich brauchte. Man kann vielleicht davon ausgehen, dass Herr S. ein vorbildlicher Sängerknabe sein könnte und möglicherweise alte Marbella-Geschichten ausgegraben werden könnten. Werden wohl sehr viele im Zitter-Club sein und hoffen Sicherheitsdienstler könnten die Erlösung bringen. Leicht verdiente Kohle scheint bei einigen Zeitgenossen die charakterschwäche zu fördern.
    Gunther Kropp, Basel

  10. Treuhänder sind meist auch Vermögensverwalter. Sie bringen ihre Kunden sozusagen zur Bank. Hier wie in FL.

    Die Sorgfaltsprüfung hängt dann formell-rechtlich an der Bank, die dem strengen Bankengesetz untersteht.

    Dies ist bei uns genau gleich: Den Aufwand und Ärger mit dubiosen Kunden haben dann die Banken, und die Treuhänder und Vermögensverwalter sind fein raus und kassieren ab.

    In meiner Zeit als Zuständiger für externe VV war unsere Bank x-Mal Anlaufstelle der Staatsanwaltschaft wegen Rechtshilfegesuchen im Zusammenhang mit dubioser Geldherkunft. Immer im Zusammenhang mit externen VV. In allen Fällen waren die betreffenden Vermögensverwalter Mitglied der sog. Selbstdeklaration auf Basis sog. unverbindlicher Gentlemen’s Agreements und gaben vor, die Identitäts- und Herkunftsprüfung sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen zu haben. Später stellte sich dann in einigen Fällen heraus, dass es sich um gefälschte Papiere handelte…

    Die privaten VV sollten endlich i.S. Sorgfaltsprüfung so behandelt werden wie die Banken. Das wäre dann rechtsgleich.

    Bitte auch für uns Schweizer mal durchlesen:
    https://finma.ch/de/finma-public/warnliste/
    Was sich da auf dem Markt tummelt…

    Im übrigen schreibt auch die FINMA:
    „Unabhängige“ Vermögensverwalter – eine nicht geschützte Berufsbezeichnung – sind keinen aufsichtsrechtlichen Verhaltensregeln unterworfen. Für sie gelten grundsätzlich die Regeln des Zivilrechts. Jedoch hat die FINMA gestützt auf Art. 6 Abs. 2 KKV Verhaltensregeln einzelner Branchenorganisationen anerkannt. “

    Da wäre endlich eine Regelung notwendig. Die privaten VV wehren sich jedoch mit Händen und Füssen dagegen.

  11. Kein grösser Unrecht wird Juristen angethan,
    als wann ein jeder Recht erweiset jedermann.
    Weil ihnen Unrecht recht. Wann Unrecht wo nicht wär,
    wär zwar ihr Buch voll Recht, ihr Beutel aber leer.

    Friedrich von Logau
    * 12. Januar 1605 † 14. Juli 1655

  12. Das einst schillernd daherkommende Städtchen Vaduz präsentiert sich immer mehr in lamentablem Zustand: Das einst legendäre „Real“ (das war der Dreh- und Angelpunkt im Ländle) wurde abgerissen, gastronomisch ein Ödland geworden, viele hässliche, stillose Protzbauten…

    • Auch der Huber Uhren Schmuvk hat sich ausschliesslich durch Bargeschäfte von Schwarzgeldkunden sein Multimillionengeschäft erarbeitet.

  13. Liechtensteiner Treuhänder verdienen seit dem Fall des Bankgeheimnis 50-60% weniger!

    Durch diesen Aderlass versuchen diese ausnahmslos über höhere Honoraransätze u/o Extra-Spesen ihren teuren Lebenswandel zu finanzieren.

    Der Verdrängungs-Wettbewerb erfasst immer mehr dieser „Steuerverhinderer und die zugewandten Orte“. Die einstmals stark frequentierten Nobel-Beizen schliessen, mangels Klientel eine um die andere.

    Vaduz verliert jegliche Attraktivität, was vor vielen Jahren schon bei den Briefmarken angefangen hat.

    Selbst Aurelia Frick kann ein ‚Liedchen’ davon singen.

    FL steht heute für 😂 Fucking Land…..
    Casino 🎰 ist der neueste Hit des Kleinstaates, um den Niedergang zu verzögern…..

  14. Bis im Ländle die Behörden aktiv werden, muss schon sehr viel passieren. Und wahrscheinlich blieb genug Zeit, um vieles zu entsorgen, damit keine Verurteilung und Reputationsschaden am Land entsteht.

    So eine Sammlung baut sich ja nicht aus dem Nichts aus, und bei Seeger muss jede einzelne Zahlung und Transaktion über seinen Tisch, da hat niemand anderes Ausführungsbefugnis. Das wird seine Gründe haben.

    Auch die Treuhänder-Familie Marxer hatte ja schon ihre Fälle und im Dunkeln dürfte es noch weitere geben, welche eingeschüchtert wurden um von Klagen abzusehen.

    Die liechtensteiner Treuhänder nutzten seit Jahrzehnten aus, dass die vererbende Generation ihre Nachkommen im Dunkeln liess über die schwarzen Stiftungen und Vermögen, welche sie im Ländle parkiert hatten. Damit können/konnten auch flexible Nachfolgelösungen ausserhalb der gesetzlichen Erblinien erfolgen.

    Dieses Abhängigkeitsverhältnis und die Unwissenheit der Erben nutzen die Treuhänder für massiv überhöhte Abzocke, genauso wie die schillernden „Vermögensverwalter“.

    Dass der internationale Druck auf das Land bzgl. transparenter Reformen nicht existiert ist ein weiteres Indiz dafür, dass viele Mächtige der Welt Vermögenswerte dort diskret parkiert haben. Man will sich ja das Messer nicht selber in den Rücken stecken.

  15. Immer etwas suspekt, wenn Anwälte überschwenglich mit ihrem Doktortitel hausieren. (siehe Webseite mit seiner Autosammlung).