UBS verkauft Ermottis Freund Traum-Immobilie

In Lugano erhält ein enger Vertrauter des CEOs ein grosses Bürohaus. Der Käufer und der Bankchef sind Ticino-Amici.

Die UBS verkaufte soeben ein Bürohaus in Lugano an eine Tessiner Immobilien-Firma. Es handelt sich nicht um irgendeine Immobilie, sondern um ein bisher zentrales Gebäude für die UBS-Strategie.

Käufer ist ein langjähriger Freund von UBS-Chef Sergio Ermotti. Er heisst Stefano Artioli und tritt gerne mit Sergio Ermotti an Events auf.

Artiolis Firma, welche die Tessiner Immobilie erwarb, ist eine Gruppe namens Artisa. Diese logiert gleich wie der UBS-CEO im steuergünstigen Zug.

Schon früher hatten Stefano Artioli und seine Artisa-Gruppe die Nähe zur grossen UBS gesucht. Sie schlugen mitten in „Zurigo“, am Paradeplatz 4, ihre Zelte auf – gleich neben einem der Hauptgebäude der Grossbank.

Raumschiff UBS (Google Maps)

Ein Sprecher der UBS sagte gestern auf Anfrage: „Wir freuen uns mit Artisa immobiliare SA einen lokalen Käufer aus der Region gefunden zu haben.“

„Unsere allgemeine Footprint Strategie sieht vor, dass wir nur Gebäude mit strategischer Relevanz behalten – zum Beispiel wenn es wichtig ist für unser Kerngeschäft.“

„Aus diesem Grund macht es für uns keinen Sinn, das Gebäude in Manno in unserem Eigentum zu behalten. Wir bleiben darin aber Mieterin.“

„Unsere Filiale sowie das UBS Business Solutions Center mit dem Kompetenzzentrum für Artificial Intelligence bleiben somit wie bis anhin am Standort bestehen. Der Verkauf ist ein rein gebäudestrategischer Entscheid.“

Real Estate? Catwalk? (Artisa)

Ermotti hört in wenigen Wochen auf als Chef des Finanzmultis. Er wird neuer Präsident der Swiss Re.

Im Tessin zählt Ermotti zu den einflussreichsten Geschäftsleuten. Er hat Stiftungen und verkehrt mit Tito Tettamanti, einem „Tycoon“ vom Südkanton.

Kommentare

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  1. Für 250 Mio erstellt und für 80 Mio veräussert. Bei solchen Transaktionen wundert es mich nicht, dass die Aktie in den letzten 13 Jahren 85% verloren hat.

    • sie kennen die begriffe antizyklisch.. jetzt diesen schrott kaufen. warten bis die raumplanung auf grund der situation geändert wird. und sie sind innerhalb von 5 jahren um ein paar millionen reicher.

  2. Die Firma Artisa geniesst in unserer Branche einen durchaus mittelmässig bis unrerdurchschnittlich seriösen Ruf. Aber Deals haben sie schon ein paar gute gelandet in der jüngeren Vergangenheit. Gute Beziehungen (inkl. alles was dazugehört) ist heutzutage fast das einzige Mittel um zu guten Renditen (= Kaupfreis deutlich unter Markt) einzukaufen. Von daher aus Immobiliensicht gut gemacht! Ob es modernen Compliance-Regeln standhält ist die andere Frage, aber wen interessiert das schon, UBD hatte sicher eine externe Bewertung in der Höhe des tieferen Kaufpreises und somit ist alles wasserdicht.

  3. Es gibt ja mehrere UBS-Objekte, die derzeit einen neuen Eigentümer finden. Bei dem mir bekannten Objekt sind mir die genau gleichen Fragestellungen durch den Kopf gegangen … spannend!

  4. Ermotti ist auch einer der vielen Altgeister, die Niemand braucht! Auch er stopft sich nur die eigenen Taschen und fliegt auf Kosten der Aktionäre in der Welt herum. Bei genauer Betrachtung hat er überhaupt keinen Mehrwert für die UBS geschaffen!
    Auch nichts neues ist es, dass bei seinen Günstlingen da und dort Dinger aus dem Vermögen der UBS landen.

    Andere sagen schon lange, es sei zum kotzen was der nicht liefert aber sich so lange hält!

    Es erfreut mich immer wieder mit Genugtuung, nicht auf eine UBS oder CS in irgendeiner Form angewiesen zu sein!

    • Warum dann dein Kommentar wenn du keine Beziehung zu CS und UBS pflegst? Fingerpointing scheint dein Hobby zu sein. Schade…

    • @M.Senn:
      Nur ein geistig sehr Unbedachter, kann ein derart gelagertes Posting wie Sie notieren!
      Leider tummeln sich genau solche Niedergänge an sehr vielen Schaltstellen- nur so bzw. damit wird der Nährboden geschaffen für solche Machenschaften, was im hier vorliegenden UBS Immobilien Fall an’s Tageslicht gekommen ist.

      Kennen Sie das Objekt, kennen sie die Käufer? ich schon.

  5. Beginnt eine Bank, ihre Immobilien zu verkaufen, ist das in aller Regel ein schlechtes Zeichen. Ermotti hat bei der UBS keine Stricke zerrissen und es nicht verstanden, Opportunitäten für die Bank zu nutzen. Sie ist Durchschnitt geblieben mit einem eher einfallslosen überbezahlten Management. Mit seinem Wechsel zur Swiss Re sollte man auch deren Aktien verkaufen, die werden weiterhin unterdurchschnittlich abschneiden und sich als lahme Enten erweisen. Schade, Swiss Re hätte Potential, wenn ein Macher und nicht ein alternder Schönling die Sache in die Hand nehmen würde.

    • So einen unqualifizierten Beitrag selten gesehen. Da fehlt vollends die Ahnung von Bilanzierung und Geschaeftsstrategie mit Fokus auf das Core Business. Was soll eine Bank heute noch mit Immobilien….

    • Warum trägt einer sein Borderline so offen zur Schau? Genau, er merkt es bereits nicht mehr.

    • Vielleicht sollte Borderline einmal die Eigenmittelunterlegungsvorschriften für Bankeigene Gebäude lesen, bevor er einen solchen Bullshit schreibt

  6. Was soll dieser Artikel? Ein Immobiliendeal unter Freunden, im Tessin kennt man sich noch. Aber es ist eine win ein Situation für beide Parteien. Wäre es besser irgend ein ausländischer Investor hätte die Liegenschaft an sich gerissen. So wie es eine andere Grossbank in Zürich mit wertvollen Liegenschaften gemacht hat.

    • Kennen Sie Details die nicht im Artikel stehen? Haben Sie etwas gegen den freien Markt und Wettbewerb im wettbewerbsfähigsten Land des Planeten. Nennen Sie einen Fall von ‚Immobiliendeal unter Freunden‘ der Gutes hervorgebracht hat? Lesen Sie IP und die Vinszenz Story, da ging es wohl auch um ‚Immobiliendeals unter Freunden‘ im Tessin. Ist das nach Ihrem Geschmack?

  7. Mutmasslicher Verkaufspreis der Liegenschaft im Jahr 2020: CHF 80 Mio.

    Gestehungskosten der Überbauung vor 30 Jahren: CHF 250 Mio.

    So schafft man sich Freunde fürs Leben!

    • Wenn ich heute etwas baue, was in 30 Jahren nur noch ein Drittel der zur Errichtung des Neubaus notwendigen Geldeinheiten erlösen wird, dann werden angesichts der inzwischen lächerlich niedrigen gewerblichen Mietrenditen heute so etwas wie hohe stille Verluste bzw. absehbare zukünftige Kreditausfälle erbaut.

    • Ich vermute einmal daß auch andersweitig kein deutlich höherer Preis zu erzielen war.

      Wer würde sich heute ein Einfamilienhaus neu errichten mit der Aussicht, nur noch etwa ein Drittel der eigenen Neubaukosten zu erlösen?

  8. Worthülsen wie: „Footprint Strategie“ „strategischer Relevanz“ „Artificial Intelligence“ lassen mich gleich auf die Toilette gehen, um mich zu übergeben.

    • Blah blah, wahrscheinlich sind Sie nie ausserhalb der Deutschschweiz gewesen… so traurig, little man.

    • Oh ja, gottseidank!
      Freue mich tagtäglich, jeden Morgen erneut, dass es nicht zu+hergeht wie im total verkoksten, versnobt-überheblichen Zürich.
      Ticino, da lacht das Herz.

      Salute aus dem Ticino 😉

    • @piero. Sonntagsverkaufsgebot, Präzedenzfall Mendrisio seit Jahrzehnten. Gold ohne HerkunfsAusweis, auch Mendrisio. Tausende grotti legal illegal. Bauzonen Rückbau mit Totalverlust.
      So traurig, little südschweiz…

  9. Wieder so ein Deal wo man sich fragen kann was dahinter steckt. Wahrscheinlich der letzte grosse Coup in der Ära Ermotti in der noch „ein Freund“ zum Zuge kam.

  10. Should investigate where all money came from.. To assure no third party deals. And that all investors are permitted to have disclosure, not via banker’s and lawyers. Do to possible bank fraud..
    Thank you,
    Wilhelm

    • Welches ist hier genau dein Vorname? Jauchegrube oder UBS? Und mit Schweinen hast du auch noch zu tun. Darum verstehst du nichts von Banking.

  11. Zukünftig vielleicht eine Alptraum-Immobilie ohne absehbare lukrative Nachmieter oder angesichts von enormen Investitionen, diese einer neuen Nutzung zuzuführen.

  12. Damit der Verkauf anrüchig würde müßte dieser mit einem langjährigen, lukrativen Mietertrag erfolgen, der beispielweise Erhaltungsinvestitionen dem Mieter zuweist.

    Anstatt dessen zeigt sich im Verhältnis vom Kaufpreis in Höhe von sFr 80 Mio. zu den historischen Neubaukosten in Höhe von sFr 250 Mio. vor ungefähr 25 Jahren die Risiken im heutigen gewerblichen Immobiliengeschäft angesichts des Strukturwandels durch die zunehmende Technisierung.

  13. Das sind ganz normale Vorgänge unter Freunden. Mit einem Feind macht man ja auch keine Geschäfte. Die dritte Welt könnte von uns noch viel lernen, unter Voraussetzung auch das 11. Gebot zu kennen: Sich nicht erwischen lassen!

    • @sparschwein, was sie alles in ihren comment packen.. aber was macht man(n) nicht alles für „likes“. hat ein wenig „gschmäkle“ ihr comment.. leicht rassistisch, diskriminierend