Gierige Swiss Life bringt Land in Wirecard-Not

Lebensversicherer schützt mit Wrapper-Mantel Investoren, die im Grossbetrug auftauchen. Bärendienst für Schweiz.

Die Swiss Life hat mit ihren Versicherungs-Mänteln viel Geld verdient. Für sich, ihr Management, ihre Aktionäre.

Für die Schweiz und ihren Finanzplatz hingegen sind die Swiss-Life-Mäntel toxisch. Das zeigte sich letzte Woche, als ein Swiss-Life-Konstrukt aufflog, das im Wirecard-Betrug eine Rolle spielt.

Es geht um die Delphinium, das ist offiziell eine 100 Prozent-Tochter von Swiss Life Singapur. Diese besitzt eine Firma namens Ocap, bei der ein hoher Ex-Wirecard-Manager am Steuer sitzt. Dessen Frau gehörte fast bis zuletzt zum Wirecard-Kader.

Diese Ocap strebte 2018 mittels eines Reverse-Takeovers eine Börsenkotierung an – im Expressverfahren, ohne grosse Offenlegungen.

Der Deal wurde im Frühling 2019 zwar rückgängig gemacht. Doch das Problem war da nicht mehr aus der Welt zu schaffen: Die Swiss Life leuchtete grell auf.

Nun tauchte sie am Freitag dank einem Bericht in der Financial Times gross in den Medien auf.

Laut FT seien kurz vor dem Kollaps der Digital-Zahlfirma 100 Millionen Euro als Darlehen zur Opac geflossen. Damit seien Opacs Schulden gegenüber der Wirecard auf total 230 Millionen Euro hochgeschnellt.

Bei Wirecard geht es um den grössten Firmen-Betrugsfall der jüngeren deutschen Geschichte, mehrere Verantwortliche sind im Gefängnis, einer der zentralen Figuren wird weltweit gejagt.

Die Swiss Life schaute beim Delphinium- respektive Opac-Konstrukt weg, respektive sie interessierte sich nicht dafür, wer tatsächlich hinter diesem stand.

Selbst spricht sie auch nicht von „Wrappern“, also Versicherungs-Mänteln. Diese sind seit der grossen Finanzkrise vor über 10 Jahren verpönt.

Lieber benutzt die Swiss Life den Ausdruck „Unit-linked life insurance“. Ein Sprecher sagte der NZZ das Gleiche, wie er auf Anfrage auch gegenüber diesem Medium betonte, nämlich:

„Die Berichterstattung nimmt Bezug auf eine Geschäftsbeziehung von Swiss Life (Singapur). Im Jahr 2017 hat Swiss Life (Singapur) einen Unit-Linked-Versicherungsvertrag mit einer Privatperson abgeschlossen.“

„Im Rahmen der Geschäftstätigkeit von Swiss Life (Singapur) werden alle Versicherungsanträge eingehend geprüft. Dazu gehört selbstverständlich auch die Identifizierung des Kunden und die Abklärung der eingebrachten Vermögenswerte, so auch im vorliegenden Fall.“

„Der Versicherungsnehmer stand in keiner Beziehung zu Wirecard oder einem mit ihr verbundenem Unternehmen.“

Wir waschen unsere Hände in Unschuld: Wie hätten wir sehen können, dass hinter dem Konstrukt Wirecard stecken könnte?

Swiss Life’s Mr Wrapper: Nils Frowein (Swiss Life)

Damit macht es sich die Swiss Life einfach. Sie war wegen ihren Wrapper-Produkten bereits zuvor ins Visier der Amerikaner geraten.

Mit Wrappern hatte die Swiss Life alle Assets eines Kunden umhüllt. Diese lagen neu in einem Vehikel, sie wurden nicht mehr vom Kunden angerührt, sondern von der Swiss Life respektive ihren Beauftragten.

Nach 10 Jahren gingen die Assets zurück an den Kunden. Nun waren alle allfälligen Taten wie Steuerhinterziehung verjährt, der Kunde konnte über sein Vermögen bedenkenlos verfügen.

Beim Singapur-Konstrukt handelt es sich vom Prinzip her ums Gleiche. Die Swiss Life gründet eine Tochter, hier die Delphinium, und ist von da an formell die Eigentümerin.

Dahinter wirken aber ganz Andere. Die Swiss Life sagt: None of our Business.

Für den Finanzplatz und die Schweiz ist das Verhalten des Finanzkonzerns verheerend. Das Land ist nun wegen der Swiss Life mitten in den Strudel um den Grossbetrug namens Wirecard geraten.

Das war bisher wegen der Mithilfe der CS auch schon der Fall. Allerdings nur in Ansätzen: Die CS hatte ihrer Grosskundin SoftBank geholfen, Aktien der Wirecard zu verkaufen.

Die Hilfeleistung der Swiss Life, wenn auch offiziell unbeabsichtigt, ist von anderem Kaliber. Nun heisst es in der grossen Financial Times, der Lebensversicherer tauche auf im Wirecard-Betrug.

Credit Suisse, Swiss Life: immer Schweiz im Namen. Die Zeche zahlen Bürger und Land.

Kommentare

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  1. Naja, ziemlich reisserischer Artikel, der dafür auf der Faktenseite einiges zu wünschen übrig lässt.Vielleicht fehlt es auch einfach am Verständnis, wie „unit-linked“ funtioniert.
    Mir erschliesst sich jedenfalls anhand des Artikels nicht, wieso Swiss Life die Schweiz in Wirecard-Nöte bringen sollte. Wenn die SL festgestellt hat, wer der Versicherungsnehmer und ggf. die wirtschaftlich berechtigte Person ist, hat SL doch alles richtig gemacht. Festzustellen wäre zudem, woher das Geld für die Prämie gekommen ist, und wenn es da Unklarheiten geben sollte, müsste dies natürlich vorher abgeklärt werden, bevor man das Geld akzeptiert.
    Das alles an den „bösen“ Versicherungsmänteln aufzuhängen ist ziemlich billig. Es wäre doch auch nichts anderes, wenn statt eines unit-linked Produkts ein Bankkonto eröffnet worden wäre. Auch da hätte es die Abklärung nach dem WB und der Mittelherkunft geben müssen. Ist also keine produktspezifische Sache.
    Was es mit der Delphinium auf sich hat, ist auch unklar. Hat die SL dieses Unternehmen tatsächlich gegründet? Das wäre in der Tat sehr ungewöhnlich. Ein Versicherungsunternehmen untersteht auch in Singapur der örtlichen Aufsicht und hätte es sehr schwer zu erklären, wieso sie ein Unternehmen gründet und wozu sie es braucht. Und wenn es so wäre, dann hätte die SL doch genau gewustt, was ihr Tochterunternehmen so treibt.
    Ich vermute vielmehr, dass die Delphinium als Unternehmen sozusagen als Prämienzahlung eingebracht wurde, und das die SL SIN nominell Eigentümerin geworden ist, sich aber praktisch aus dem Tagesgeschäft herausgehalten hat. Das wäre, wenn es sich so verhalten sollte, in der Tat aus Sicht der SL riskant, da man zwar auf dem Papier Eigentümerin ist, aber praktisch im Blindflug unterwegs ist, was denn da in dem Unternehmen so passiert. Im Innenverhältnis kann man sich natürlich alle möglichen Waiver abzeichnen lassen, aber ob man damit haftungsmässig wirklich auf sicherem Geläuf ist wage ich zu bezweifeln.
    Mein Eindruck bis hier: dieser Artikel ist zu oberflächlich, um daraus belastbare Erkenntnisse zu gewinnen. Das ist aus meiner Sicht jedenfalls kein generisches „unit-linked“-Problem, sondern gehört wohl eher in die Schublade „nicht ausreichende due diligence“. Ich sehe einstweilen noch keinen Skandal, der die Schweiz in ihren Grundfesten erschüttern wird.

    • Hervorragender Kommentar! Sie verstehen dieses Business. Ich fürchte leider, dass das niemanden hier interessiert und das Pöbeln gegen Swiss Life Liechtenstein, welche nicht geschlossen ist, oder gegen Patrick Frost dem eigenen Frust gut tun soll.

  2. Neben dieser weiteren Schande der Swiss Life blutet mir das Herz wenn ich sehe wie das HR der Swiss Life, langjährige ü50 Mitarbeiter mit einem Lächeln auf die Strasse stellt und niemand interessierts und niemand macht was dagegen. Ein widerlicher, verlogener Haufen im Management und HR!

  3. Alle Macht geht von der EZB aus. Die Zwangsenteignung der Sparer läßt die Finanzkriminalität weiter anwachsen. Die Causa Wirecard wird nicht der letzte Betrugs Fall in einer solchen Dimension sein. Wenn die EZB und ihre Fiat money, what ever it takes crasht, ist die EU am Ende. Jeder EU Staat sollte einen Plan B haben sobald die EZB und der Euro am Ende der Fahnenstange sind.

  4. Als die Swiss noch Rentenanstalt hiess und eine Genossenschaft war,da waren die noch eine Versicherung. Heute mit den üblichen Bla Blas in Management bringen die nichts mehr, ausser teure heisse Luft.

    • Im gleichen Atemzug entlassen diese Manager systematisch ü50 und ersetzen sie mit günstigen und jungen Germanen!

  5. Man muss es zum Ärger der meisten im Banksektor Beschäftigten immer wiederholen, obwohl es fanatischen Gläubigen absolut davon nichts wissen wollen. Der Beginn der Verlust unserer Machtstellung in Europa, die als ein Kleinstaat überproportional war, begann mit unserer Ablehnung des EWR-Vertrages 1992, was wir dem angeblichen politischen Genie Blocher zu verdanken haben. Seitdem werden wir herumgeschubst und bekommen „Haue-Haue“ von allen Seiten. Haben uns die Amerikaner mit unseren Geschäften in Südafrika und mit den Kommunisten und anderen unappetitlichen Regimes
    jemals verfolgt oder Milliarden-Bussen an SFr. vor 1992 verlangt. Nicht die Bohne! Ich würde Herrn Blocher ein Denkmal errichten, als der grösste Vernichter von Arbeitsplätzen des Finanzplatzes Schweiz. Nun die Swiss Life wird ja von einem fanatischen Anhänger von Herrn Blocher geführt, er kann ja dann aus seiner privaten Schatulle die Bussgelder der Swiss Life zahlen, die die Amerikaner und die EU verhängen.

    • Leider allzu wahr, Ihr Kommentar. Die Ablehnung des EWR-Vertrages von 1992 war das Meisterstück von C. Blochers SVP. Es ging ihm und seinen Komparsen nie um das langfristige Wohl der Schweiz, sondern einzig um den Machtausbau seiner Partei. Im Wahlkampf wurden wir aufs Übelste hintergangen.

    • Auf die SVP und Blocher einzuhacken ist nun wirklich billigstes Bashing. Unsere jetzigen politischen Zustände sind vor allem systembedingt.Die Konsenspolitik ist eine der Hauptgründe. Schwache Vertreter im Bundesrat – mit Evelyne Widmer-Schlumpf beschleunigte die unsägliche Links/Mitte-Allianz gegen die SVP gar noch den Niedergang. Die Lobbyisten im Parlament sind ein weiterer Grund.Das Pensionskassensystem ebenso – immer mehr Immobilienbesitz bei Institutionellen; kleine Immobilienbesitzer werden rausgedrängt.In Immigrationsfragen wiederum Links/FDP/CVP-Allianz gegen die SVP.In Sachen Globalismus zieht Links und FDP an einem Strang…All das beschleunigt den Niedergang der Schweiz.Ich bin in keiner Partei, aber die SVP setzte sich ganz eindeutig in den letzten 30 Jahren am meisten für die Schweiz und ihre Bürger ein. Wäre sie nicht da, sähe es für die Schweiz noch viel düsterer aus.

    • Die SVP vertritt sicher nicht die Interessen des Volkes.
      Aber der kausale Zusammenhang zwischen dem abgelehnten EWR-Eintritt und dem Niedergang des CH-Finanzsektor erschliesst sich mir nicht.

      Die Bänker wurden durch das Steuerhinterziehungsgeheimnis schlicht und einfach zu faul und arrogant. TWINT ist ein gutes Beispiel für kollektive Dummheit gepaart mit Schweizer Hochmut.

      Mein Cousin arbeitet bei der Basler Kantonalbank und wurde beauftragt, nun herauszufinden was es mit dieser QR-Rechnung (Einführung Juni 2020) auf sich hat.
      Sie haben echt keinen Plan, nicht mal mehr über die eigenen Zahlungssysteme.

      Die neue Schweizer QR-Rechnung kann übrigens mit der TWINT APP nicht eingelesen werden.

      Das hat wenig mit Blocher und dem EWR zu tun, sondern mit viel zu vielen leistungslosen Spitzeneinkommen im Finanzplatz Schweiz.

      Was zwei Generationen vorher mit Fleiss aufgebaut wurde, hat die Generation ü50 mit Prahlerei und Hochmut verprasst.

  6. Frowein ist das ein Schweizer oder schon wieder einer aus dem grossen nördlichen Kanton, der in der Schweiz viel Gelde verdienen will egal wie ?

  7. Zahlen wir nicht „alle“ schon seit jeher für diese Art von Treiben? Trotz allem, die Schweiz ist relativ zur Grösse des Landes und auchbin absoluten Zahlen einer der mächtigsten Spieler der neoliberalen Globalisierung. Leider bringt das der Mehrheit dank der permanet bürgerlich neoliberalen Sparmassnahmen und brutalen Standortwettbwerbs , rein zum Zweck weiterer Steuersenkungen um global mithalten zu können, immer weniger.

    • … jetzt isz sogar die Globalisierung „neoliberal“ geworden?
      Dein Kommentar ist reine show, Selbstbespiegelung. Du rezyklierst Schlagworte. „Glauben“ resp, Behaupten ersetzt eigenständiges Denken.

    • absolut einverstanden.

      Was mir noch mehr Angst macht ist dass die anglosächsische Presse bei Glencore immer von der schweizerischen Gesellschaft spricht…

      Da kommt dann wieder eine Riesenwelle an Klagen auf die Schweiz zu….

      Und wer hat das IPO von Glencore aufgegleist und abkassiert?

      Gottstein himself… mit der CS

  8. ….Platz genug für die US Inc. gegen SWISS Life vorzugehen!
    Wrapper sind Firmenmäntel und nichts anderes, Punkt.

    Dass könnte auf multiplen Ebenen so richtig in’s Auge gehen….

    • Die Bussen , Zwangs – Auflösungen und weitere Pleiten wird SwissLife (vormals Rentenanstalt) mit Immobilien-Verkäufen in der Schweiz parieren…..

      Der Verwaltungsrat – Kungel dieses „tugendhaften“ Konglomerats sollte schleunigst abgesetzt werden.

      FINMA und Versicherungs-Aufsicht am UtoQuai einmarschieren !

  9. Swiss Life vermarktete diese Versteckspiel-Produkte mit der ominösen Bezeichnung „Wrapper“ in den Nullerjahren äusserst aggressiv. Es scheint, Swiss Life hat aus dem damaligen Debakel als Folge der Weissgeldstrategie nichts gelernt. Durch die Hintertüre werden diese verpönten Produkte weiterhin hinterlistig mit neuem Namen vertrieben. What a disgrace für Swiss Life und den Finanzplatz Schweiz.

  10. Die Swiss Life ist eine Schattenbank der üblen Sorte. Immobilienpreise- und Börsen-Manipulator/-Hochtreiber und Steuerhinterziehungsvehikelanbieter etc. Das Management ist die Made im Speck. Geht die Firma hops, ist sie too big to fail – der Steuerzahler wird einspringen müssen. Wobei die Liste dieser Too-big-to-fail-Firmen immer länger wird.Es fängt an mit SNB und geht weiter über UBS, CS, Swiss…die Swiss Re wohl auch, sonst sind andere Versicherer dran usw. Die Steuerzahler werden über kurz oder lang ausgequetscht, wie eine Zitrone.Sind sie mal ausgequetscht, ist’s fertig mit Schlaraffenland. Immerhin werden wir dann einen Teil der Immigranten wieder los, wobei es wohl eher gar noch die falschen sind.Die Schweiz, als Armenhaus – das gab’s schnon mal und ist gar nicht solange her.

    • Klassischer Fall von Risk-Transferors im Management, die sich als Risk-Taker darstellen, no skin in the game.

    • Hinter diesen Manipulationen steckt ein System. Hat sich noch niemand die Frage gestellt: wo ist denn das ganze verschobene Geld geblieben? Diese Frage wurde bislang noch nirgendwo thematisiert. Und wenn nun auch noch SwissLife ins Räderwerkgerät, wird espikant. Bislang wird die Liste der Wackelkandidaten länger, diesem Staat durch Verlustabschreibung Milliardenkpaten werden. Klingelt es nicht da im Glockenturm? Sollen diese über Jahre eingefädelten Abläufe nicht gezielt das Finanzsystem vor allem in D zum Eibeuch bringen? Ein einzelner oder eine Handvoll der jetztbekannten Akteure müssten die Taschen voll haben.Ein ausgeklügeltes Systemder Destruktion!

  11. absolut unverzeihlich!

    es ist einfach unglaublich, was sich hier das Management leistet.
    Das Wrapping war von allem Anfang an eine glatte Defraudation und Anleitung zur Steuerhinterziehung en masse.

    Schon vor fünf Jahren musste Swisslife ihren Liechtensteiner Ableger schliessen, welcher mit grossem TamTam das Wrapping (Steuerhinterziehung) propagierte. Blöder, dümmer und kopfloser (Gier frisst Hirn) konnte man sich nicht anstellen.

    Und jetzt diese Blamage mit WireCard dem grössten Ganoven und Zocker der neueren Geschichte. SwissLife verspielt sich einmal mehr seine aufgebaute Reputation, nach der AWD Pleite mit hunderten von Millionen Goodwill – Verlusten.

    Shame on you!

  12. Würden die Menschen auf all diese beliebig vermehrbaren Betrugs-Kredit-Währungen verzichten und dafür mit echtem Geld wie Gold und Silber ehrlich bezahlen, dann wären all diese Betrügereien, Finanzierungen, Bilanzverlängerungen, Bilanzfälschungen und Vertuschungen wie Wirecard und Co… gar nicht möglich.

    Der Finanzplatz mit ungedeckten Krediten ist sowieso ein Auslaufmodell, und wird von den Menschen immer weniger akzeptiert. Das Vertrauen in all diese Finanzplätze, mit ihren Notenbanken und Banken, sowie mit deren beliebig vermehrbaren Betrugswährungen ist bereits stark am Schwinden
    Die Edelmetallpreise weisen bereits darauf hin, dass die Menschen die beliebig vermehrbaren Betrugswährungen immer weniger akzeptieren. Die Banker, Notenbanker, deren Polit-Lobbysten und deren Betrugs-Finanzplatz (über den sie sich selbst finanzieren) schaufeln sich jetzt immer schneller ihr eigenes Grab.

    Beim nächsten grossen Finanz-Knall werden sie alle umkippen, diese Betrüger.

    • Das mit dem Gold ist auch unplausibel, warum ? Weil die Goldmenge „konstant“ ist und die Menschenzahl ständig zunimmt.

  13. Prüfungsfrage für angehende Versicherungsexperten für „unit-linked life insurance products“:

    Eine Privatperson gründet eine Briefkastenfirma auf Isle of Man, die als Investment-Holding eine kleine Firma in Singapur hält, welche bis anhin als Rohölhändlerin registriert ist, sich dann aber zum Fintech-Startup wandelt. Die Privatperson bringt das Ganze in eine Lebensversicherung ein, bezahlt die Prämie und hat nun ein Konstrukt, das gegen aussen als 100%-Beteiligung der Versicherungsgesellschaft erscheint.

    Im Folgejahr wird versucht, das Fintech-Startup, deren CEO von Wirecard kommt, mittels eines Reverse Take Overs an die Singapurer-Börse bringen. Dies klappt aber nicht. Dafür erhält das Startup Darlehen von Wirecard in Höhe von EUR 230 Mio., die heute spurlos verschwunden sind.

    Frage: Welcher Betrag wird am Ende der Policenlaufzeit zur Auszahlung fällig?

    • Das ist endlich mal ein guter Kommentar!
      Uebrigens die zweite Frage wäre:
      Sehen Sie es als nötig an, neben der Putzfrau, die zufällig die Eingangstür öffnete, noch jemand anderen zu verhaften?

    • Es wird kein Cash ausbezahlt, sondern die vorhandenen Assets einfach übertragen. Das Anlagerisiko ist beim Kunden, was in der Natur der Unit Linked Produkte liegt. Leider haben Sie es auch nicht verstanden.

    • Bravo Herr Morf! Sie haben die Frage richtig beantwortet.

      Da Sie offenbar ein Experte für „unit-linked life insurance products“ sind, hätte ich eine Anschlussfrage: Darf man aus Ihrer Antwort schliessen, dass es Swiss Life letztlich egal ist, was der Kunde mit solch einem Ding anstellt, nur weil sie kein Anlagerisiko trägt?

      Immerhin verkauft Swiss Life dem Kunden das Privileg, sich hinter dem guten Namen der Versicherung zu verstecken. Man könnte dies auch als Einladung für allerhand Finanzakrobatik bis hin zu Geldwäscherei verstehen – siehe Ocap/Wirecard.

    • Nein der Swiss Life, wie allen anderen Anbietern wie Baloise, Lombard etc., ist es nicht egal. Es besteht ein austariertes System von internen und externen Revisionsprozesse, um genau das was vorgefallen ist, zu verhindern. Auch der FL Regulator schaut genau hin. Nur lassen sich viele Strukturen nicht auf den ersten Blick als Fake erkennen. Das Gebiet der Private Equity ist ein schwieriges Gebiet, welches von den Durchführenden eine grosse Erfahrung nebst Fachwissen verlangt. Hier ist offenbar etwas schief gelaufen. Shit happens;-)

  14. Die Gesetzeslücken bzgl. Wirtschaftskriminalität scheinen gross und grösser zu werden. Die Anwälte und Richter kommen hier schon lange nicht mehr hinten nach. Dass diese Gesetzeslücken gestopft werden, daran scheinen auch gewisse Kreise, die von diesen kriminellen Machenschaften mit profitieren, gar nicht erst interessiert zu sein. Ebenso macht es ganz den Anschein, als würden im Umfeld solcher Machenschaften nur Wenige die kriminellen Wege durchschauen. Will heissen, die an solchen kriminellen Machenschaften Profitierenden können lange – zu lange – ihr gieriges hintertriebenes Unwesen treiben, ohne dass ihnen nur von irgendwoher Gefahr droht.

    Diese kriminellen Machenschaften führen früher oder später – aber ganz sicher – zur Zerstörung einer gesetzesunterlegten Wirtschaft, die heute nicht mehr in der Lage ist, die raffiniert-verschlungenen Wege der Wirtschaftskriminellen rasch zu erkennen und strafrechtlich zu packen.

    Sieht ganz danach aus, als müssten die Menschen hier ihrem eigenen wirtschaftlichen Untergang sehenden Auges zuschauen, ohne sich irgendwie dagegen wehren zu können. Das ist gesellschaftliche Ohnmacht! Von Demokratie und im Rahmen der Gesetze ablaufenden Kapitalismus kann schon lange nicht mehr geredet werden. Hier herrscht Anarchie, um nicht zu sagen Mafia.

  15. Die Zeche zahlen Bürger und Land.

    Zeig mir doch mal diese „Zeche“. Zahlen? Mit dieser Formulierung möchtest Du Deine Berufsempörten mobilisieren und verdecken, dass Du nur vorwöchentliche News wiederkaust.

  16. „…immer Schweiz im Namen. Die Zeche zahlen Bürger und Land.“

    Die Schweiz wurde für solche Angelegenheit ausgelegt und ausgeklügelt und perfektioniert. Wenn es um Finanzen, Versicherungen etc. geht, gibt es ein Land auf der Welt wo alles machbar ist auch wenn alle anderen NEIN sagen und das ist die Schweiz.

    Der grosse Punkt dabei ist, dass auch der kleinste, kleine Bürger von dieser Gegebenheit profitiert. Deshalb wird man langfristig auch nie zu laut ausrufen, weil man selber eben auch gut davon kommt.

    Eine ewig währende, sich im Kreis drehende Doppelmoral.
    Jeder weiss Bescheid, trotzdem schaut jeder weg.
    Das eigene Portemonnaie dankt.

  17. Wenn wunderts. Immer wenn es um grosse Finanzskandale geht sind entweder, CS, UBS, Swiss Life oder der Kanton Zug als liberaler Wirtschaftsstandort; oder mehrere von denen, darin verwickelt. Sie schaden dem Rufe der Schweiz.

  18. Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass die Wirecard immer auf wohlwollende Unterstützung aus dem Berliner Kanzleramt zählen konnte, wenn es um Deals ging. Bekanntlich konnte die Chefin durch die Marbella-Sache die Macht erobern. Darum wohl die Wirecard Geschäftsstrategie?
    Gunther Kropp, Basel

    • Marbella ist doch sowas von out! Macht Merkel da Urlaub? Gibt es – ächz – Bikini-Paparazzi-Pool-Fotos davon?

    • @H.Enker
      Da müssen schon Oswald Grübeln fragen, der das ehemalige Kashoggi-Anwesen in Marbella, man sagt die Idee kam von mir, zu einen Treffpunkt der Polit-Kohle-Mächtigen geformt hat, ob Angela Merkel die Eliten des Geldes und der Macht mit ihren Bikini-Reizen aus der Verfassung gebracht hat. Mitglieder des Trump-Clans waren oft in Marbella….

  19. Wird seit 10 Jahre überfällig Zeit, diese Steuerschlupflöcher auch mal endlich zu schliessen, denn weder RM’s noch Assis-Gumseln der Steueranwälte, wissen wie man sie im ersten Versuch aufsetzt.

  20. Swiss Life sollte sich dringend einen neuen Mediensprecher suchen, der vom Versicherungsgeschäft auch echt eine Ahnung hat und den grundlegenden Unterschied zwischen einer Unit-Linked Insurance und einem Insurance Wrapper kennt.