Ermotti, Banker der Mitarbeiter-Herzen?

In Interview zeigt sich scheidender UBS-Boss stolz über Happiness des Personals. Abbau überlässt er Nachfolger.

Sergio Ermottis mediale Abschiedstour beschert den Lesern heute ein grosses Interview in der führenden Zeitung des Landes.

In der NZZ hebt Ermotti ein weiteres Mal hervor, wie stabil er die UBS gemacht habe. Vor allem betont er, dass die fast 70’000 Mitarbeiter happy seien mit ihrem Job bei der Bank.

In einer „internen Umfrage (haben) kürzlich 86 Prozent der Mitarbeiter erklärt, stolz darauf zu sein, für die UBS zu arbeiten“, so der nach 9 Jahren abtretende CEO.

„Das ist wohl mein grösster Erfolg“.

Rockstar (Twitter)

Ermotti, Banker der Herzen? Effektiv hörte man immer wieder, dass der Chef gut ankam bei seinen Leuten. Er mischte sich gerne unter sie, liebte es, zusammen mit Teams fotografiert zu werden.

Auf der Piazza in Lugano, Ermottis Heimatstadt; in der Schalterhalle der UBS an der Zürcher Bahnhofstrasse, die er für 200 Millionen herausputzte; bei internen Anlässen, auf der grossen Bühne.

Einer von uns.

Ermotti liebte das Bad in der Menge – wie ein Politiker. Und wie im Polit-Business begann der UBS-Boss zu twittern. Botschaft ans Volk: Ich habe Euch was zu sagen.

Einer von Euch (NZZ)

Wohl deshalb wollte er zum Abschied die 25’000 Mitarbeiter ganz unten in der Nahrungskette mit einem geschenkten Wochenlohn überraschen.

Die Mitarbeiter-Umfrage genoss für Ermotti oberste Priorität. Wiederholt wurden die Angestellten intern aufgerufen, daran teilzunehmen.

Nun hat Ermotti ein Resultat „erzielt“, das er für sein öffentliches Schluss-Bouquet nutzen kann. Ich gab der UBS ihren Stolz zurück – so die Botschaft.

Alles in Butter? Für die Mitarbeiter, die Bank?

Unter dem Neuen, Ralph Hamers, dürfte es bald zu Einschnitten kommen. Viele rechnen mit Tausenden von Job-Verlusten.

Ermotti scheute schmerzhafte Massnahmen. Nachdem er vor ein paar Jahren von einem Abbau auf 55’000 Angestellte sprach, änderte er seinen Plan; nun sind es fast 70’000.

Begründet wird das damit, dass die Bank einige ihrer ausgelagerten Prozesse und IT-Leistungen zurück in die Bank geholt hat.

So entstanden unter Ermotti drei Backoffice-Zentren in der Schweiz: in Schaffhausen, Biel und Lugano.

Auch deshalb sanken unter Ermotti die Kosten nie richtig. Das erklärt, warum die Aktie nicht vorwärtskommt.

Für viele Mitarbeiter war Ermotti damit ein Segen. Sie dankten es ihm mit ihrer Zufriedenheit. Nun lautet die Frage, ob dies ein Segen auf Zeit war.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Quatsch! Ermotti war kein Chef, den die MA effektiv wahrnahmen. Grübel kam unangekündigt mehrmals in die Meetings. Hat Fragen gestellt, den Finger auf wunde Punkte gelegt, mich und meine Kollegen weitergebracht. War herausfordernd, anstrengend, aber gut. Grübel war spür- und erlebbar. Danach kam Ermotti. Nichts. Auftritte in Townhalls (Rockstar?) brachten nichts.

  2. Die Teppichetage lebt ihn ihrer eigenen Blase. Habe ich selbst in der Allianz erlebt. Wir haben jahrelang in Meetings zynische Witze darüber gerissen mit welchen unseriösen, Ethisch verwerflichen, unverschämten Kaltschnäuzigkeit und schier erschreckender Selbstverständlichkeit sich die Teppichetage auch dieses Jahr an der Firma noch mehr „bereichert“ (…).

    Im Wissen von Wirecard könnte man sich fast fragen, ob die Wirtschaftsprüfer dieses lukrative Mandat auch im nächsten Jahr unbedingt sichern wollte (will). Das „Problem“ kantonales Steueramt hat man in der Allianz noch eleganter und nicht ganz billig (für die Allianz) gelöst. Netzwerk ist alles. Das kantonale Steueramt, offenbar eine gigantische und widerliche Lobby.

    Nach Jahren kam es zum grossen Aha-Erlebnis. Da hat die träge Teppichetage wohl mit Entsetzt merken müssen, dass sich in der Allianz eine abteilungsübergreifende „Schattengesellschaft“ gebildet hat. Man hat intern sofort und trotzdem zu spät reagiert. Die „Schattengesellschaft“ lässt sich nicht mehr ausmerzen. Das dumme Verbrauchsmaterial (Mitarbeitenden) ist doch nicht ganz so dumm.

    Die Mitarbeiter-Umfragen werden nicht nur in der UBS mit allergrösster Vorsicht ausgefüllt. Man schreib grundsätzlich immer nur hin, was die Teppichetage lesen will. Aus gutem Grunde.

    Der Segen auf Zeit trifft in der Allianz auf die Teppichetage zu. Alle Kostenziele für Jahre wären über Nacht erreicht. Wieso braucht München überhaupt diese sauteure Geschäftsleitung mitsamt ihrer teuren Entourage? Entscheiden tut sowieso nur immer München und die GL hält sich mit Entscheidungen (vor allem geschrieben) traditionell zurück. Job sichern geht über alles. Man lässt die zweite Garde mit München abschliessen. Im Wissen das München alles vorgibt.

  3. Bei der sogenannten anonymen Umfrage, erfährt der Vorgesetzte ob die Person eine Frau oder ein Herr ist. Ebenfallse welcher Rang und wie lange er/sie bei der Bank ist. Somit kann klar nachgewiesen werden wer etwas schlechtes bewertet und dementsprechend wird diese Person anschliessend vom Vorgesetzten behandelt.
    Also ein absoluter Fake diese Umfrage, ebenso die Jahresendquali bei welcher der Chef ob gut oder schlecht 1/3 der Mitarbeiter als ungenügend disqualifizieren muss.

  4. Entschuldigung Herr Ermotti, aber Sie müssten auch mal dazu Stellung beziehen, weshalb so viele Mitarbeiter nicht an der Befragung teilnehmen wollten! Ich selbst kann nur für die IT sprechen. Aber unter uns galt die These, nimm nur an der Mitarbeiter-Befragung teil, wenn Du dem Management gegenüber positiv eingestellt bist. Sonst lass es bleiben, zu gefährlich!

  5. „Einer von uns.“ Päng, der war gut! Gut platziert. Ich musste tout de suite LOL! Danke, LH, für den Laugh of the Day.

  6. UBS Sergio hat als Multimillionär grosses Herz für UBS Ameisen:
    500 CHF für jeden. Grossartig!

    Sergio Bedeutung : Bewacher.
    Italienische, spanische und portugiesische Form des russischen Namens Sergej, der sich von der römischen Familie Sergius ableitet.

    Bewacher des Grals: Bilderberger-Treffen 2018, Turin.

    1993 wurde Sergio Ermotti zum Managing Director ernannt und wechselte nach London, , wo er Head of European Equity Derivatives wurde. Drei Jahre später ging er nach New York City, wo er den Posten als Head of Global Equity Derivatives bekam, und von 1997 bis 1999 als Head of Global Equity Linked Products wirkte. Ab 1998 war er Mitglied des Executive Management Committees für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA) mit Sitz in London. Als Head of Equity Markets war Ermotti von 1999 bis 2001 verantwortlich für das Aktiengeschäft von Merrill Lynch in EMEA. Ab 2001 bekleidete er Positionen als Senior Vice President und Co-Head of Global Equity Markets, und leitete das globale Aktiengeschäft. Zu dieser Zeit war er auch Mitglied des Operating Committees und des Executive Management Committees, wo er für den Bereich Global Markets & Investment Banking verantwortlich war.

    Ermottis Gesamtentschädigung für das Jahr 2018 belief sich auf 14,1 Millionen Schweizer Franken, ähnlich wie im Vorjahr mit 14,2 Millionen.[21][22] Seine Gesamtvergütung (ohne Nebenleistungen und Arbeitgeberbeiträge an die Vorsorgeeinrichtung) für das Jahr 2015 belief sich auf 14,3 Millionen Franken, und für das Jahr 2016 auf 13,4 Millionen.[23].

    9 verdiente Jahre: ca. 126. 000.000 Millionen: Als Angestellter. Kein Neid! Nachmachen mit Sergio Methode.

    UBS & CS: Österreicher Meissner & Sergio
    Dabei war es Ermotti selbst, der auf Meissner zuging, natürlich nach Rücksprache mit Weber. Der Österreicher versprüht einen speziellen Charme: Er ist – wie auch Ermotti – einer der wenigen Europäer, die es in die Top-Liga der Wall Street geschafft haben, und das noch beim gleichen Haus, bei dem auch Ermotti aufgestiegen war: Merrill Lynch, die heute zum Bankriesen Bank of America gehört. Zudem: Weil sich die Amerikaner von Meissner getrennt haben, braucht ein neuer Arbeitgeber keine gesperrten Salärpakete zu übernehmen – happige Ablösesummen wie im Falle Orcels fallen weg. Und mit 49 Jahren ist Meissner im besten Alter für Höheres.

    WEF 2020: Spitzenvertreter von Grossbanken und Hedgefonds spielen am diesjährigen WEF nur eine Statistenrolle. Warum das?

    Die neue Marketing-Kampagne der UBS rückte auch Johan Jervøe ins Rampenlicht. Der globale Marketing-Chef der Schweizer Grossbank will das Bild vom Banker neu zeichnen.

    Johan Jervøe ist ein Meister der Inszenierung – seiner selbst (Bild oben), wie es der Auftritt auf zahlreichen Social-Media-Kanälen zeigt, aber auch seiner Arbeitgeberin, der UBS.

    Diese Kampagne soll das nach Finanzkrise und Finanz-Skandalen arg ramponierte Image der Bank aufglänzen. «Together», wie der Slogan des Werbe-Werks lautet, zeigt laut der UBS den strategische Wandel und die neue Ausrichtung der Bank. Einer Bank insbesondere, die sich näher beim Kunden und dessen Alltagssorgen wissen will.

    Diese Botschaft orchestrierte Jervøe, der neben Dänisch auch Deutsch, Schwedisch und Englisch spricht und in der Schweiz wohnt, zu einem multimedialen Gesamtstück. Bild, Film, Ton und Social Media richtete der Marketing-Chef mit der ganz grossen Kelle an: 150 Millionen Franken kostet die Kampagne, zu der er unter anderem Star-Fotografin Annie Leibovitz (Bild unten) und verschiedene Nobelpreisträger verpflichtete.

    Kunst und Verständnis, sagte der seit 2013 amtierende UBS-Manager, seien schliesslich der Schlüssel zu Wachstum an der Kundenbasis.

    So liesse sich über die Kunst-Sammlung der UBS – laut Jervøe die grösste im Banking weltweit – das Kundengespräch in eine ganz neue Dimension rücken. Wenn Banker und Kunden über mehr als nur «Business» sprächen, könnten sie viel voneinander lernen, sagte Jervøe, der Virgin-Gründer Richard Branson und Huffington-Post-Chefin Arianna Huffington zu seinen Vorbildern zählt.

    Keine Nerven für Schlendrian

    Dennoch hat Jervøes Offenheit für digitale Kanäle offenbar Grenzen. So sorgte im vergangenen Mai eine öffentlich gewordene Mail des Marketing-Chefs für Schlagzeilen: Wie die «Schweiz am Sonntag» damals berichtete, gab der Manager der Belegschaft damals verschärfte Homeoffice-Regeln durch. Die Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, warnte Jervøe, sei ein Privileg. Das dürfe man nicht missbrauchen.

    Hotel der Armen mit Geschichte:
    Thema des Jahrestreffens 2021 des WEF wird «The Great Reset», zu Deutsch « Der Grosse Neustart» sein. Das WEF findet nächstes Jahr auf dem Bürgenstock statt. Wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten, findet das World Economic Forum (WEF) im Mai 2021 auf dem Bürgenstock (NW) statt in Davos (GR) statt.

    Der katarische Staatsfonds steckt 500 Millionen Franken ins Hoteldorf auf dem Bürgenstock im Kanton Nidwalden. Jetzt wird die Anlage in eine luxuriöse Destination für Superreiche verwandelt.

    Paar Ungereimtheiten: https://www.woz.ch/-54d6

    Zwielichtige Investoren
    Der Staatsfonds Qatar Investment Authority, dem neben dem Resort auf dem Bürgenstock (vgl. Haupttext) auch die Fünf-Sterne-Hotels Schweizerhof in Bern und Royal Savoy in Lausanne gehören, ist auch an der Credit Suisse und am Rohstoffriesen Glencore Xstrata beteiligt. Das Vermögen des Fonds wird auf 170 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Privatbesitz eines Investors aus Katar ist zudem das Hotel Villa Honegg, ebenfalls auf dem Bürgenstock.

    Menschenrechtsorganisationen berichten regelmässig über Menschenrechtsverletzungen in Katar. Dabei geht es um Vergewaltigungen von Dienstpersonal oder sklavereiähnliche Zustände beim Bau der Stadien für die Fussball-WM 2022.

    «Es ist nicht unsere Aufgabe, einen Investor zu beurteilen, sondern bloss, ob seine Baugesuche gesetzeskonform sind», sagt der Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki (FDP). Bruno H. Schöpfer von der Bauherrschaft sagt: «Wir äussern uns nicht zu politischen Themen.

    Wie reden hier von Swiss Banking: Neutral, weisse Geldwäschestrategie und nicht zu vergessen das verlorene Bankgeheimnis, dass jeder Kunde braucht, der sein kleines Vermögen der Bank überlässt ;-).

    Helvetia, du Landesmutter der Schweiz.

    Helvetia tauchte zuerst im 17. Jahrhundert als Frauengestalt und Identifikationsfigut für die Eidgenossenschaft auf. 1642 war sie rein geografisch zu verstehen, in der «Topographia Helvetiae» von Matthäus Merian d.Ä., doch 1672 erschien sie als politisch zu verstehende Bühnenfigur in Johann Caspar Weissenbachs Stück «Eydtgenossisch Contrafeth Auff- und Abnemmender Jungfrawen Helvetiae».

    Die Schweiz ist voller Urwissen über die Göttinnengeschichte und war Hochburg der Kelten. Tausende Geschichten und Mythologien ranken sich um die Göttin und ihr heiliges Land.

    Mit dem Wachsen des Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert und der Gründung des schweizerischen Bundesstaates 1848 gewann Helvetia als Nationalallegorie an Bedeutung. Sie erschien auf Münzen und Briefmarken und in politischen und patriotischen Darstellungen. Bis heute ist die Helvetia noch auf den 50 Rappen- und Zweifranken-Stücken stehend zu sehen, wobei auf den weiteren Münzen die Libertas zu sehen ist.

    Sergio Ermotti ist der Banken Gott.
    Tessiner, Herz & Verstand.

    Götter sind unsterblich. Sie werden angeboten und verehrt. Darum trage ich meinen Lohn zur UBS, die bald ein Ermotti Denkmal aufstellt: Paradeplatz!!!

    Mit bleibt Nut der Inside Paradeplatz.

  7. Im Gegensatz zu den meisten Autoren dieses Blogs sieht der E. wenigstens nicht aus wie ein Seuchenvogel. Ausserdem ist er beliebt und hat nen Haufen Kohle. Das ist doch etwas!

  8. Wer als CEO die gefühlte Macht eines mittelalterlichen absoluten Duodezfürsten hat und von gefälligen Speichelleckern und Harlekinen umgeben ist glaubt irgendwann tatsächlich das Gesäusel, was ihm zugeflüstert wird. Diesen Leuten ist zu empfehlen auf der Toilette einen Porträtspiegel anzubringen und sich selbst bei heruntergelassenen Hosen zu betrachten, schneller kommt man denn selten auf den Boden der Tatsachen zurück.

  9. Leider hat die Presse Herrn Ermotti imme wieder mit Samthandschuhen angefasst.

    In guter Erinnerung bleibt seine Forderung nach einer Erhöhung des Pensionierungsalters in Rahmen eines Zeitungsinterviews. Niemand fragte den UBS CEO, weshalb denn kaum Mitarbeiter über 60 bei der UBS tätig sind? Weshalb werden Mitarbeiter über 55 Jahren keine Zukunft? Weshalb stellt die UBS de facto keine Personen über 50 Jahre ein?

    Ermottis Forderungen halten mit den Tatsachen in der eigenen Bank nicht stand. Wo ist sein Programm die Quote der über 60jährigen in der UBS auf den nationalen Durchschnitt zu bringen. Ein Schwätzer, der in seiner eigenen Blase, lebt.

  10. Vereinfacht ausgedrückt: Grosse Kohle machen. Mit populistischen PR-Methoden die sogenannten kleinen Leute um den Finger wickeln und weiter wursteln im neuen Job. Bella Figura.
    Gunther Kropp, Basel

  11. Mit seinem Gehabe erinnert mich Ermotti an Donald Trump. Beide haben ein Brett vor dem Kopf und meinen das sei die Welt. Der Grössenwahn greift, auch in Bankkreisen, weiter um sich.

  12. Die UBS Manager glauben seit Jahren an diese „fake news“ Umfragen. Ja die Mitarbeiter machen wohl mit, sind aber seit Jahren eingeschüchtert und würden alles schreiben um den Job zu behalten. Die Mitarbeiter, welche Fragen (Kritik) stellen, wurden schon lange entlassen. Was alle Banken nicht verstehen, ist die Tatsache, dass Mitarbeiter die hinterfragen, auch ein echtes Interesse am Unternehmen haben. Leider führt das zur Entlassung!

    • Die „potenten“ Mitarbeiter haben sich – insbesondere bei der UBS – wohl eher schon vor Jahren verabschiedet und adäquatere Alternativen gesucht und bezogen.

  13. Warum hat Ermotti die Cost/Income-Probleme der UBS nicht angepackt? Aus 3 Gründen.

    Erstens ist Ermotti vom Typ her ein Schönwetter-Manager, der sich selbst gefällt und bewundert werden will. Mit Kritik an seiner Person, die sich unweigerlich einstellt, wenn er Stellen in relevantem Ausmass abbaut, kann er nicht ungehen.

    Zweitens wollte er – als Investment-Banker, der er ist und immer war – nicht das Skalpell in dem Bereich ansetzen, in welchem die hohen Compensations ausbezahlt werden, welche die Rechtfertigung für seine eigenen (überzogenen) Bezüge darstellten.

    Drittens hätte er gar nicht gewusst, wie er diese Effizienzerhöhung auf eine intelligente Art im zweiten Problembereich, dem CH-Retailbanking, hätte tun sollen, da er als Manager mit seinen, aus der Vergangenheit stammenden, limitierten Management-Kenntnissen, schlichtweg nicht über das intellektuelle Rüstzeug dazu verfügte.

    Aus diesen Gründen hat der UBS-VR einen mit der Transformation des Retailgeschäfts erfahrenen Retailbanking-Manager als seinen Nachfolger bestimmt. Dieser hat erstens keine Sentimentalitäten gegenüber den nur auf ihre persönlichen Interessen ausgerichteten angelsächsischen Investmentbankern und zweitens praktische Erfahrung (in Holland) im konsequenten, sozialverträglichen Personal-Abbau als Folge der rasch greifenden Digitalisierung des Retailbanking.

    Hamers wird also bald durchgreifen (müssen), womit die Mitarbeiter-Zufriedenheitswerte zuerst einmal in den Keller tauchen werden. In 4-5 Jahren, wenn die UBS (hoffentlich) wieder auf einem gesunden, nachhaltigen betriebswirtschaftlichen Fundament steht, dürfte dann auch die Mitarbeiter-Zufriedenheit wieder steigen.

    Bis dahin wird in der UBS allerdings viel Wasser durch das Tal der Tränen fliessen…

  14. Ermotti ist ein Blender und steht gerne im Mittelpunkt. Mitarbeiterumfrage musste ja so erstellt werden ansonsten gab es Zoff da die Auswertungen und die Angaben auf Gruppenstufe und Regionen ausgewertet werden konnten. Die Resultate der Umfragen sind somit nicht der Realität angepasst. Schönwetter Ergebnisse
    Ermotti ist ein weiterer Selbstdarsteller der von der Bühne abtretet.

  15. Ermotti hat alles ausgesessen, um selbst zu überleben. Es ist unverständlich, wie Weber dem jahrelang zusehen konnte. Spätestens seit Ermottis Intrige nach Orcels Abgang hätte Weber anders durchgreifen müssen. So stützten sich zwei Lahme und … kassierten. Die UBS-Aktionäre hatten und haben nichts zu lachen, der Prozess in Frankreich wurde leider auch nur ausgesessen. Ob die Mitarbeiter wirklich mit dem Job bei der UBS zufrieden sind oder nur keine Alternative haben, müsste vielleicht hinterfragt werden – aber so genau will es Ermotti dann lieber doch nicht wissen.

    • Und jetzt ist der Kieli auf einmal wieder ein Star? Ihr seid mir ja schöne Wendehälse!

    • Wo Sie Recht haben
      Sie Recht! Kenne Sergio bin per du.Habe mit ihm bei Merryl Linch gearbeitet Deriv. eiskalt & berechnent nur zum Wohl seiner. Schau mer mal was kommt

  16. Wow…toll gemacht!
    Das ist interessant: ein appenzeller baute die Sbg.
    Ein basler machte sie gross aber schwach…
    …und ein tessiner machte sie zum idillische Arbeitstelle!
    Gut gemacht….und bonus für MA war gute Idee….
    Auch wenn nichts ist gratis in Finance…

  17. Ein Abschiedsgeschenk auf Kosten anderer und „gut“ fürs Eigenmarketing.

    Das hätte jeder gekonnt; Fairness gegenüber den Mitarbeitern sollte zum Alltag und nicht zum Abschied gehören.

    Trotzdem alles Gute!