Swiss Re’s Pleite mit Projekt Atlas

Hunderte Millionen für SAP-Projekt aufgeworfen, Nutzen unklar, Projektleiter vergoldet. Beispiel aus Ära von Uncle Walt.

Walter Kielholz ist Uncle Walt. Heute publiziert die Swiss Re letztmals ihre Jahreszahlen mit Kielholz auf der Kapitänsbrücke. Im Frühling übergibt der Langzeit-Präsident das Kommando an Sergio Ermotti.

Kielholz‘ Abgang ist in rote Farbe getüncht. Die führende Rückversicherung der Welt erlitt im Pandemiejahr einen Verlust von 900 Millionen Dollar.

Alles halb so wild, so Kielholz und seine Truppe. Ohne Covid hätten wir ein Plus von über 2 Milliarden hingelegt.

Hätte, wäre. Für Kielholz die Lösung zum Abschluss. Die Dividende zugunsten der Aktionäre bleibt unverändert, dank der „sehr starken Kapitalausstattung der Gruppe und des positiven Marktausblicks“.

So wird Minus-Leistung schöngeredet. Denn im Kern leidet die Swiss Re unter hausgemachten Fehlleistungen. Die Gruppe verdient in weiten Bereichen zu wenig, sie hat sich mit strategiefernen Abenteuern verzettelt.

Uncle Walt geht (Swiss Re)

Hinzu kommen interne Pleiten, Pech und Pannen. Als Beispiel ein Grossprojekt mit der deutschen Computerfirma SAP.

Dieses zeigt, woran die Swiss Re unter der Herrschaft ihres ewigen Generals Kielholz wirklich leidet.

Sie verpulvert Vermögen, ohne harte Konsequenzen zu ziehen und entsprechend dazuzulernen.

Atlas hiess das Projekt, mit dem die Swiss Re ihre finanziellen Operationen auf moderne Beine stellen wollten. Nach Hunderten von Millionen Kosten wurde es umgetauft in Olympus.

Was Atlas-Olympus gebracht hat, ist unklar. Laut einem Kritiker sei das Geld mehr oder weniger nutzlos verpufft.

Was hingegen sicher ist: Der Projektleiter, der das Fiasko – wenn es tatsächlich eines ist – zu verantworten hat, wurde vergoldet.

Er durfte jahrelang vor sich hin werkeln, kassierte viel Lohn und Bonus, einen letzten zu seinem Abschied.

Auf ihre Kosten kamen auch seine Mitstreiter, die zwar Atlas nicht zum Fliegen brachten, aber ebenfalls gut am Vorzeige-Vorhaben verdienten.

Abgeschlagen (Swissquote)

Rund um Atlas respektive Olympus ist es ruhig geworden. Das einst gross angekündigte Projekt wird von der Swiss Re nicht mehr in den Vordergrund gerückt.

Der einstige Projektleiter, der sich mit gefülltem Bonus-Rucksack auf und davon gemacht hat, preist sich heute als Coach mit breiter Erfahrung an.

In Erinnerung bleibt von ihm ein Videoclip, wie er in einem Mini in James Bond-Manier ums Mythenquai herumkurvte, wo die Swiss Re ihren Hauptsitz hat.

Der Clip sei an Peinlichkeit nicht zu überbieten gewesen, so eine Auskunftsperson. Er sei dann rasch vom Swiss Re-Intranet entfernt worden. Geblieben ist das Loch mit Atlas.

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Kommentare

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  1. Was ich nie vergessen werde beziehungsweise vergessen kann:

    An einer Generalversammlung im Hallenstadion (es muss zwischen 2011 und 2016 gewesen sein) erklärte der Herr Verwaltungsratspräsident, ein gewisser Walter B. Kielholz, der versammelten Gemeinde, dass Rückversicherung ein „langsames“ (englisch: „long tail“) Geschäft sei. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, würden die Vergütungen (beziehungsweise Boni) der Mitglieder der Verwaltungsrats (beziehungsweise der Geschäftsleitung) entsprechend angepasst: Es würden nicht nur das Geschäftsjahr selbst sondern auch die darauf folgenden zwei Jahre – insgesamt also 3 Jahre – berücksichtigt.

    Jeder, der auch nur ein wenig von Rückversicherung versteht, weiss, dass „long tail“ im Casualty Business 20+ Jahre bedeuten. Und im Lebengeschäft 40+ Jahre. (Über gewisse „Deals“ im Bereich Corporate Solutions Bereich möchte ich hier schon gar nicht erst reden …)

    Was schliessen wir daraus?

    Entweder hatte Walter B. Kielholz keine, aber auch gar keine!, Ahnung vom Rückversicherungsgeschäft.

    Oder er versuchte, den Aktionären ein „X“ als ein „U“ zu verkaufen.

    Soviel ich weiss nennt man letzteres auch „geschicktes Marketing“. Auch wenn ich hier persönlich deutlich drastischere Worte wählen würde. Die aber nicht nur mich sondern potentiell auch Lukas Hässig in juristische Scharmützel verwickeln könnten.

    Und deshalb dürfen Sie, geschätzter IP Leser, eine Interpretation aussuchen.

    Nur: Egal, was Sie wähle, die Antwort kann kaum begeistern. Definitiv nicht jemanden, der auf den Erfolg dieser Firma hofft …

  2. WK ist mit seiner Hauptstrategie, die SR in ein Private Equity Unternehmen zu wandeln, krachend gescheitert. Das hat sich schon von über 10 Jahren manifestiert, trotzdem konnte er weiter den Parasiten machen.

  3. Das scheitern dieses Projekts ist eine der vielen Miseren innerhalb von SR. Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass as Management das Jahresresultat 2020 extern als Erfolg verkaufen will. Ohne Covid19-Schäden wäre das Resultat positiv. Tja, ohne all die anderen Grossschäden wäre das Resultat noch besser. Und hätte SR überhaupt keine Schäden gehabt, dann wäre das Resultat 2020 bombastisch!

    • 1999/2000: Ohne die WIndstürme Lothar und whatever wäre das Resultat viel besser gewesen

      2000: Ohne die ca 10% Einbusse am Aktienmarkt wäre das Resultat viel besser gewesen

      2001: Ohne 9/11 wäre das Resultat viel besser gewesen

      2005: Ohne die Hurricanes Kathrina, Rita und Wilma wäre das Resultat viel besser gewesen

      2007: Ohne den ca. 1 Milliarde Abschreiber wegen zwei Credit Default Swaps, deretwegen man das Q3 Resultat nachträglich korrigieren musste (!!), wäre das Resultat viel besser gewesen

      2008: Ohne die Finanzkrise wäre das Resultat viel besser gewesen. So musste man dann halt 3 Milliarden von Warren Buffet leihen, zu einem ultratiefen Zunssatz von 12%

      2018: Ohne den Einsturz der Morandi Brücke in Genua und den damit verbundenen Zahlungen an den Autobahn-Betreiber in Italien wäre das Resultat viel besser gewesen

      2020: Ohne Covid-19 … genaqu!

  4. Der Kielholz hat in seiner ganzen Karriere aus fast allem, was er in seine Hände nahm, Kleinholz gemacht. Ein begnadeter Macher.

  5. Dear Swiss Re‘ ler,

    apply now!

    Send your application directly to Susan!

    We are urgently looking for new leaders.

    Apply now!

    SZKB.ch/jobs

    • Voraussetzung für ein blühendes Unternehmen und zum Wohl einer Gesellschaft: Keine Angelsachsen. Wenn ich englisch nur schon höre wird mir übel.

    • Und doch wurden die CS, SwissRe SwissAir und weitere patriotisch von Landsleuten zugrunde gerichtet. Or?

    • 3 Beispiele – 3x McKinsey (und zugegeben 3x ihre hörigen FDP Jünger)

    • 3x Konzernsprache Englisch. Deshalb wird einigen von uns ja übel.

  6. Atlas ist leider nur ein Beispiel, Corso hat auch seine ganze IT vergeigt, BOF (Business of the Future) hat wohl ebenfalls 500m gekostet und ist gestorben, momentan zügelt man nach Azure und zu Stargate, Kosten explodieren, business value ist gleich Null. Dafür hat man 1000ende Stellen in Bratislava aufgebaut, bringen tun die aber wenig. Und die alten Experten in Zürich wurden pensioniert oder entlassen, jetzt fehlt überall das KnowHow.

    Aber ja, man hat Diversity, Inclusion, etc.

  7. Na sauber, enterprise computing geschrieben in Edel-VBA von ex-Excel-Gurus die jetzt mal „programmieren wollen“…

    Oder waren es Studis, die die im Oberseminar erlernten C#-Kenntnisse mal am lebenden Konzern ausprobieren wollten?

    Nicht mal Microsoft würde sich trauen, z.B. Azure und seine Services generisch auf .NET aufzubauen.

  8. Herr Kielholz hätte schon vor Jahren anstelle des damaligen VR Präsidenten Forstmoser zurücktreten sollen. Herr Kielholz hat in all seinen Jahren den Aktionären keinen Mehrwert erwirtschaftet, wohl aber selbst horrende Boni über die Jahre kassiert. Eine Schande.

    • Ja, Kielholz hätte als VR (und damit als VR Präsident) abgewählt werden müssen. Aber definitiv nicht zugunsten von Forstmoser.

  9. So lange natürlich der Genderismus das höchste aller Ziele ist und die entsprechenden Damen in Führungspositionen belassen werden gibt es keine Besserung. Frauen in führenden Positionen o.k., aber nicht um den Genderismus zu zelebrieren!!!
    Auch Müli kann mit Kieli gehen, ich weine ihnen nicht nach.
    Waren Beide schon mal Besser!!

  10. Welcher Berater wurde hier involviert, und welche Verantwortung trägt dieser für das Scheitern von Projekt Atlas?

    Undifferenziert dem Management die Verantwortung für das Scheitern des Projektes in die Schuhe zu schieben, wird der oftmals komplexen Gemengelage in solchen Großprojekten nicht Gerecht.

    • Die Berater wurde ja nur hinzugezogen, weil das exekutierende Mänätschmänt einen „unabhängigen“ Esel zur verschleierung der eigenen Unfähigkeit und zur Rechtfertigung ihrer ungerechtfertigen, grössenwahnsinnigen Dummheiten benötigten.

      Auf den Berater zu zeigen ist nur Ablenkung von den tatsächlichen Versagern. Aber leider gang und gäbe in der „high society of switzerland“ (und auch weltweit).

      Solange diese Vollversager nichts zu befürchten haben, solange wird das Spiel weiter gespielt. Solange sie auf Kopfnicker und Enddarmbewohner zählen können wird sich nichts ändern. Solange die Verlierer dieses Spiels immer nur ja und Ahmen sagen, solange werden sie (Nestwärmend) über den Tisch gezogen.

      Das war schon immer so und es wird nur noch schlimmer, bis es nicht mehr schlimmer wird und die Verlierer erkennen, dass sie in der Mehrheit sind, was sowohl Gewalt und Kapital anbelangt.

      Viva la revolution.

  11. Man kann über Herrn Kielholz sagen was man will, er hat immer gut zu den Aktionären geschaut. Hoffentlich bleibt dieser schöne Brauch unter S. Ermotti erhalten.

  12. nüün kleine Ne***lein, gingen einst nach Züri,

    feuf, die wurdn vom Glazpanzer überrollt, da warn’s noch vieri..

    Heil SwissRe unterm Siegerkranz

  13. Die SwissRe ist eine Firma mit sehr vielen hochgebildeten Menschen, welche grossartige Konzepte erarbeiten können.
    Happern tut es massiv am stringenten und kostenbewussten Umsetzen.

  14. Das miserable Resultat 2020 ist das Spiegelbild des Geleisteten des Oberabzockers Kielholz in all den Jahren. Ausser Spesen nichts gewesen, nur Riesenverluste und Grossbezüge zu Lasten der kleinen Mitarbeiter und der gebeutelten Aktionäre.
    Eine Schande für diesen FDP-Banausen und sogenannten Wirtschaftskapitän.
    Ermotti, auch von einer Abzockerbank kommend, hat jetzt als Nachfolger diesen Walt als bestes Vorbild mit all seinen Untaten zu Lasten der Swiss Re.
    Er hat seinerzeit auch J. Aigrain eingestellt, der den Konzern in einen Hedge Fund verwandeln wollte zur Steigerung der Rendite ins Unermessliche, um in der Folge die Swiss Re haarscharf am Konkurs vorbeischlittern zu lassen mit Riesenglück. Unvergessen dieser Wahnsinn damals!!

  15. Herr Hässig, liebe Freunde auf Insideparadeplatz. Atlas ist ein Tropfen auf dem heissen Stein. Rufen Sie doch mal an und fragen nach den Big Spendings. Die 3 neuen Deutschen sind wohl nicht ganz so strategisch sicher, man musste nachhelfen. Andreas Berger ist ein Jahr voraus, da hat Oliver Wyman kräftig mitgeholfen, bei Frau Anette Bronder war es BCG, und der neue IptiQ Nachwuchs machts mit McK. Alles hochgerechnet locker 100mio? Warum teure manager holen, wenn Sie nicht Strategie machen aber operationelle Hektik? Unglaublich… Herr Hässig, da liegen die dreckigen Geschichten. Reden viel, bringen nichts voran als burnouts, average performance, und jeder redet von ihrem total chaotischem Führungsstil.

    • Very good article. However, the more long term, concerning and costly project debacle is the group strategy (Project Evergreen). It is rolled out since 11.20, I haven’t (virtually) met one colleague who can explain it. „Swiss Re to make money from risk insights and risk knowledge utilising the power of one Swiss Re“. Sure.. Reinsurance continues to spend all day polishing their awards and trophies from the long dead past whilst telling the group how exactly the world works from their leaning (and smoking) ivory tower. Corso continues to be the torture chamber of the group, where the emperor (raised at BCG) has no clothes (and by God not a sole wants to look at that) and the MDs goose step themselves one by one behind him and wonder why the rest of the bands have zero engagement or care to even try anymore… Poor iptiq who remains destined to underdeliver to consumers and faces yet another world class arrogant manager at the top, the old one now the group CUO. Swiss Re will tell retailer consumers what they want because Swiss Re knows best and still fail to deliver. Then there is this whole new group operations area, which in other companies concerns themselves with serving the front line entities, but Swiss Re worships arrogance and shortcuts, so the Frau just may climb over the rest of the cadaevers and unplug the alternative reality „theorotician“ at the top when Bankrotti arrives.

  16. Dieser Artikel ist komplett absurd. LH hat offensichtlich komplett falsche Information erhalten. Die Kommentare sind aber noch einfältiger als der Artikel selbst…

    • Oh, da scheint ein Insider einen Kommentar zu schreiben… was stimmt denn am Artikel nicht und auch nicht an den anderen Comments? Ist nicht Bronder und Youngran gerade dabei ein riesen Bordell anzurichten, explodieren die cloud Kosten etwa nicht? War der move zu Swisscom nicht ein absoluter Fehltritt?

  17. LH wirft mal wieder Dreck auf andere und sich offensichtlich noch nicht einmal sicher, ob zutrifft, was er behauptet („… Fiadko, wenn es denn eines ist“).
    SAP als Computerfirma zu bezeichnen zeigt, dass er keine Ahnung von dem hat, worüber er schreibt.
    Und ist Herr Kielholz sein Onkel oder ist LH so vertraut mit ihm, dass er ihn als „Uncle Walt“ tituliert? …
    LH scheint ein Fan von Latrinenparolen zu sein, aus denen er dann Geschichten zusammenflunkert ohne den Wahrheitsgehalt richtig zu prüfen.
    Und seine Gemeinde röhrt dann im Chor….
    IP ist wirklich tief gesunken.

    • Mimimimimi, heul doch, wenn Du die Wahrheit nicht sehen kannst. Bist wohl auf Blindflug im Unternehmen unterwegs. Kommt davon, wenn man nur noch den Bückling macht.

  18. Dieser Filz hat die Swiss Re in den letzten Jahre zugrunde gerichtet. Im Top Management sieht man immerwieder Rochaden zwischen UBS, CS und der Swiss Re, leider alles Firmen die nicht gerade mit Innovation und Kundennähe glänzen. Auch der vergoldete Projektleiter (Gerhard Lohmann) ist jetzt Teil der CS (viel spass damit). Es bleibt abzuwarten ob das sehr schlechte Jahresresultat nun endlich einen Einfluss auf das überdimensionale operationelle Geschäft der Swiss Re hat. In diesem Bereich wird Geld ausgegeben als gäbe es kein Morgen mehr (Beispiel: Das Gebäude Swiss Re Lake, welches mit 250 Mio budgetiert wurde, aber schlussendlich massiv mehr kosten wird). Zusätzlich fehlt es der Swiss Re auch an einer klaren Vision wo man hingehen möchte, dies wiederspiegelt sich in der gesammten Gruppe, welche Kopflos unterwegs ist.

    • Nein, Lohmann war *nicht* Atlas-Projektleiter. Sondern Business Sponsor.

      Der Projektleiter und James Bond 007 Impersonator heiss C. N. Und ist nun übrigens als CFO Group Operations bei … äh …

      Genau: Bei Swiss Re.

  19. Im Gegensatz zu Steve Jobs ist das 1 Franken Gehalt in der Schweiz nicht populär. Die extrinsische Motivation wird hauptsächlich daraus gezogen, dass ein unglaublich hohes Gehalt von der Firma gezogen wird. Da der Aktionär nur noch aus institutionellen besteht, die sich Gegenseitig die VR-Mandate zuhalten, ist Umorientierung in weiter ferne. Die Bezahlung ausschliess per Aktienoptionen mit 5 jährigen Ausübungshorizont würde Abhilfe schaffen. Auch hier ein Cap von maximum 1 Mio Franken pro Jahr. Wenn die Wertsteigerung effektiv ist und die Leute dementsprechen selektiert werden und bei Nicht-Leistung leer ausgehen, wäre viel getan. Es kann nicht sein, dass beim Up- und Downside stolz mitverdient wird. Die Lage ist desolat und wird sich auch nicht so schnell ändern. Gerade im Management sollte die Altersgrenze bei 40 festgelegt werden. Erfahrung gut aber gründliches Marktverständnis und Nutzen von Opportunitäten besser.

  20. SwissRe ist intern völlig erodiert und muss zusehen, dass sie endlich die Kurve bekommt und in den nächsten Jahren nicht völlig unter die Räder gerät. Leider ist jegliche Firmenkultur abhanden gekommen und der CEO beschränkt sich auf Platitüden wie „We make the world more resilient“, ein alberner Versuch, einer Firma, die Versicherungsprodukte verkauft, irgendeinen höheren Sinn zu geben. Solange das
    Lieblingsthema der Verwaltungsrats „Diversity“ und ähnliches reines Virtue-Signalling ist, wird sich auch nicht viel ändern.

    Die Belegschaft ist verunsichert, da gerade mit Gewalt und auf paradoxe Weise die „Agile“-Methodologie eingeführt wird: Top-down, im Wasserfall-Verfahren und mit der Giesskanne über alle Bereiche. Viel zu viel totes Holz auf B- und C-Ebene stürzt sich auf diese Transformation,
    da sie endlos Meetings, Workshops und Folien generiert, mit denen sich beim Vorgesetzten brown-nosen lässt und die einem auch in Zukunft ein warmes Plätzchen erhalten werden. Der ehemalige CEO Jacques Aigrain hat es seinerzeit richtig formuliert:
    „Ein Konzern wie die SwissRe muss alle paar Jahre kräftig durchgelüftet werden“. Dass man seinerzeit die gesamte Bilanz dem Tradingfloor überlassen hat, ist eine andere Story und fällt in die Verantwortung von Walter K.

    Nach meiner Ansicht sollte ein Grossteil der B- und C-Ebene ausgetauscht werden, viel zu viele Besitzstandswahrer, Hobby-Politiker und Karrieristen zwischen 45 und 55, die noch zehn Jahre lang ihre Schäfchen ins trockene bringen wollen und
    jeglicher Innovation nicht nur im Wege stehen sondern diese aktiv verhindern. Aussagen wie: „Brauchen wir denn immer die neueste Technologie“ oder „Cloud ist doch zur Speicherung der Smartphone-Urlaubsfotos“ lassen einen schier verzweifeln

    SwissRe möchte etwas sein, was sie nicht ist und nie werden wird: Eine moderne, schlanke, technologie-affine Firma mit schlagkräftigen Teams, die alle das gleiche Ziel verfolgen und in der motivierte Mitarbeiter Höchstleistungen erbringen. Stattdessen
    gibt es Diversity, Politik, Nepotismus, aufgeblähte Stabstellen ohne Nutzen und Wirkung, Schaumschläger und Wichtigtuer, abgehalfterte „Leader“ ohne Führungskompetenz sowie Orientierungslosigkeit im Verwaltungsrat.

    Quo vadis?

    • @Inside woman

      Dem ist in der Tat so. Vor allem die neue „Struktur“ der IT ist „an accident waiting to happen“ …

      Nur sagte ich dies bereits am Anfand des Atlas Projekts.

      Ziel war ein Closing innert kürzester Zeit, obwohl in diesem Prozess bekanntlich die obersten Herren (vor allem einer) gerne noch ein wenig über die Auflösung bestehender Reserven und/oder die Bildung neuer Reserven nachdenken wollte.

      Und die Technologie – sprich SAP Hana – soll nicht von der IT sondern vom damaligen CFO der klassischen Rückversicherung (was 80% des Geschäfts ausmachte), Gerhard Lohmann, suggeriert worden sein …

    • Wie Recht Du hast, bist wohl dort angestellt wie viele andere auch! B und C Bänder sind völlig eingerostet, es fehlt besonders in der IT an Führungspersönlichkeiten, die etwas bewegen wollen. Viele MitarbeiterInnen warten sehnlichst darauf, endlich richtig loslegen zu können.

    • Erklären Sie mir bitte die Begriffe „Cloud“ und „agility“?

      Ok, ich kann das für sie erledigen:

      Cloud: The Computer of someone else
      agility: Incompetence in a nutshell

    • @Wolkenhund

      Die Definition von Cloud kannte ich schon:
      It’s just somebody else’s computer.

      Diejenige von Agility noch nicht. Aber sie passt. Sagte mir doch ein ein Chef (ein angelnder Sachse übrigens) auf meine Bemerkung, man sollte vielleicht über gewisse Dinge zuerst ein bisschen mehr nachdenken:

      „Agile means failing fast!“

      Und ich antwortete:
      „I am not so sure about ‚fast‘. But quite definitely about ‚failing¨“

      Ich wechselte danach intern. Und jenes Projekt wurde gegen Ende 2020 eingestampft. Genauso wie CorFit. Die CorSo Version von Atlas …

    • @Inside woman

      Ihnen fehlen wohl die Eier ihre Kritik intern zu äußern?

      Überall nur Buecklinge.

  21. Man sagt „Es gibt verschiedene Methoden, eine Firma zu ruinieren… Die Schönste ist mit Frauen, die Schnellste mit teuren Autos, …, die Sicherste mit SAP“

  22. Das klingt irgendwie alles Surreal. Frage in die Runde: Was müsste ich als Maschinenbauingenieur eigentlich tun, dass ich da bei der Swiss Re, ganz oben an der Tränke mitspielen könnte? Viel Wissen muss ich ja nicht, aber einfach auf dicke Hose machen. Habt Ihr einen Tipp an mich? Danke

    • Die Tochter des CEO oder Präsidenten des VR heiraten.
      Hat bisher gut funktioniert.
      Fachkenntnisse sind rein optional.

    • @ Human Genome
      Wenn Sie mit „Tochter des CEO oder Präsidenten des VR“ eine Tochter von Walter Kielholz meinen sollten: Er hat keine Kinder. Behauptete er zumindest einmal vor ca. 20 Jahren.

      Es kann aber sein, dass der momentane CG&LGBTIQ+O (Chief Gender & LBGTIQ+ Officer), auch CEO genannt, dem Walti etwas näher steht, als der überwiegende Teil der Bevölkerung. Diesbezüglich Gerüchte gab es immer wieder, nur leider keine Fakten.

  23. Nicht nur bei Swiss Re wird gewurstelt.

    Die Schweiz hat viel zu wenig Impfstoffe wie man lesen konnte.Alle Kantone haben Impfzentren aufgebaut, die leer steen, weil kein Impfstoff kommt von Bern.

    Bezueglich Impfen sind wir weit hinter den andern Laendern wie etwa Rumaenien. Russland hat uns Sputnik angeboten. Das BAG hat nicht einmal reagiert.

    Statt sich um Impfstoff zu kuemmern, will sich die BAG Chefin jetzt mit den Bergkantonen anlegen wegen der Terrassenbeweirtung.

    Das BAG wuerde besser die Arbeit machen und Impfstoff beschaffen. Auch fuer Astra Zeneca gibt es keine Bewilligung aus dem BAG. Wohl aus politischen Gruendend.
    England hat schon ueber 13 Millionen mit sehr guten Resultaten geimpft.

    • Sorry ich weiss, dass dieser Kommentar nicht unbedingt hierher gehoert. Aber ich habe ihn zuerst im Tagi versucht zu platzieren. Natuerlich wird er dort aus Zensurgruenden nicht gebracht.

      Das BAG mit Berset ist eine heilige Kuh fuer den Tagi, trotz all der Versagen in dieser Pandemie, angefangen bei der Maskenluege.

    • Nicht nur bei der Swiss Re wurde gewurstelt, weil man es geduldet hat. Man wollte den Frieden, die „Stütz“ kamen ja so oder so für die Oberen.
      Und Gleiches läuft seit 30 Jahren in unserem Staat. Milizarmee mit Reformen im 5-jährigen Rhythmus von Reformen zerstört, kaum Ausbau der Infrastrukturen trotz 1 Mio. Zuwanderern innert 12 Jahren, in gleicher Zeit Anzahl Spitalbetten verringert, Energieversorgung auf abhängige und wacklige Grundlagen gebracht, freiwillig sich gewaltige Sozialkosten auferlegt durch gewollt unkotrolliertem Zustrom von „Migranten“ (obwohl wie keine Kolonien hatten), mit untauglichen Schulreformen den Lehrern das Leben erschwert und eine zu grosse Zahl von Analphabeten produziert, Gerichte als politische Instanzen wirken lassen etc.

      Dies und der Verweis auf untergegangene gut etablierte Schweizer Unternehmen möge Walter Kielholz darüber wegschauen lassen, dass er sich nicht zu schämen braucht, ist doch in „guter Gesellschaft“ von Schweizer Politikern und Unternehmern.

    • Woher haben Sie alle Ihre Weisheiten? England impft zwar fleißig, das Land befindet sich aber weiter im „Lock Down“, hat weiterhin hohe Infektionsraten und mit die höchsten Covid bedingten Todesfälle in der „westlichen Welt“, und dazu haben sie BoJo, herzlichen Glückwunsch. Die einzig belastbaren Daten zu Covid kommen aus Israel, dort zeigt sich tatsächlich eine erfolgreiche Eindämmung der Infektionen bei den 60 + Personen, Überraschungen kann es aber trotzdem noch geben. Ansonsten viel Kaffeesatzleserei selbsternannter „Covidspezialisten“. Jeder selbsternannte Epidemologe hat seine eigenen Kommentare zur Pandemie, nur unterscheiden sie sich voneinander und tragen somit nicht zur Transparenz bei. Warum? Sie wissen es nicht, sind geltungsbedürftig und wittern Chancen auf staatlich finanzierte Drittmittel. Und denn gibt es Leute wie Sie, Ihr Kommentar spricht für sich selbst. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und lassen Sie sich mit der Astra Zeneca Suppe impfen, anschließend gleich die Politiker. In Israel wird übrigens die mRNA Methode präferiert, die wissen schon warum. Für Politiker und Leute vom Schlage vd Leyen gilt jetzt: wohin mit den bereits bezahlten Astra Impfungen, zum Glück gibt es Leute wie Sie!!

    • Immerhin .NET.. SAP benutzt ja noch immer das Hauseigene ABAP, das Rätoromanisch unter den Programmiersprachen.

    • Was hat .NET mit dem Fehlschlagen des Projektes zu tun? Das Problem liegt sicher nicht in irgendeiner Programmiersprache sondern in der Planung, Strategie und Umsetzung. Wenn das Management denkt durch viel Geld in einen Topf werfen entsteht ein brauchbares Projekt dann wird es auch so enden, nämlich in einem Fass ohne Boden… Da gibts schon viele Beispiele aus der Realität und es werden selbstverständlich noch mehr dazu kommen.

  24. Es absolut üblich, dass sich gescheiterte Manager und Politiker als Coach und Berater anbieten. Und solange es genug Dummer gibt, die solche Versager engagieren, wird sich daran nichts ändern. Als Aktionärin nehme ich einfach zufrieden zur Kenntnis, dass sich an der respektablen Dividende der Swiss Re nichts ändert. Und das ist bei den Blue Chips eigentlich durchs Band weg so. Als Nicht-Spekulantin sind mir die Kurse egal, solange die Dividenden stimmen.

    • @Briefkastentante: Ich würde zumindest gucken ob die Dividende aus dem freien Cashflow bezahlt werden oder ob die Substanz angezapft wird.

    • Ewig wird die Dividende aus der Substanz heraus aber nicht bezahlt werden können…. insofern wäre es schön, wenn die Jungs den Laden auch operativ in den Griff bekommen würden.

      Dann hätten sie noch mehr Grund zur Freude!

    • … dumm weil sie die Aktien kaufen und frech weil sie echte Dividenden wollen (Abs zugeschrieben).

      Sie kaufen eine Swisd Re-Aktie, deren Kurs laufend zurückgeht. (Vor 20 Jahren war der Kurs bei 190, jetzt ist er bei 82 – Kursverlust 57%).

      Aber Sie bekommen ja eine hohe Dividende, nur dass die nicht verdient wurde und folglich zulasten der Substanz geht.

      Genau so läuft es bei einem Schneeballsystem: Sie erhalten angebliche tolle Renditen zulasten der Substanz.

      Und der Witz: für diese fiktiven Renditen bezahlen Sie noch Steuern.

    • …und wenn die Dividenden von der Substanz/vom Eigenkapital bezahlt werden?

    • Haha. The failed manager actually acknowleges in his website that he had no idea how to drive ATLAS. So he drove a Mini, instead. Embarassing!!

      Unfortunatelyy, he also hired&promoted many mediocre managers that still stay in SwissRe (no-talents surround themselves of talentless squads). No surprise of the poor results. Mediocre people yield mediocre results !

    • Erstklassige Chefs stellen erstklassige Mitarbeiter ein.
      Zweitklassige Chefs stellen drittklassige Mitarbeiter ein.

      +gilt auch für lgbt-xyz Chefs

  25. Notstand an der Rekrutierungsfront:

    Aufgrund der durch die Geschäftsleitung gesetzten Personaldiversifikationsziele, sucht die Swiss Re DRINGEND nicht-kaukasische und der Heteronormativität abgeneigte Draufgängerinnen unter 35 Jahren.

    Beruflichen Voraussetzungen für ihre Anstellung in Bratislava :
    – PhD in Mathematik oder Astrophysik
    – MBA an einer Eliteuniversität in den USA
    – min. 15 Jahre Senior Expertentätigkeit im Fachgebiet
    – Famosen Leistungsausweis als Agile Leader

    Wir huldigen der Diversity und unterlassen nichts, um unsere Worte durch Taten zu verbocken. Wir sind ausserdem gesetzlich verpflichtet, die Grundlohnkomponente für die ausgeschriebenen Stellen offenzulegen. Die Einstiegsvergütung für diesen Job in Bratislava beträgt im Minimum EUR 1’100 pro Monat (brutto, natürlich).

    Wir beantworten Bewerbungen per E-Mail. Wenn Sie keine Antwort von uns erhalten, sind sie wahrscheinlich selber schuld.

    (und falls Sie jetzt an einen Witz glauben, lesen Sie doch auf swissre.com/careers unsere Stellenausschreibungen für Bratislava, geniessen Sie das Bildmaterial und erfreuen Sie sich an den sprachlichen Stilblüten auf den «Diversity and Inclusion» Webseiten. Getreu dem Swiss Re Slogan – NO RIDICULE, NO PUN)

    • Ich habe mir die Mühe gemacht die Site anzuschauen, da ich Ihnen nicht glaubte, jedoch: Sie haben Recht!

      Die haben jeden Bezug zur Realität verloren. Vielleicht finden Sie sogar Leute mit diesen Qualifikationen zu diesem Preis. Allerdings: können sie diese auch halten oder gehen die nach 12 – 18 Monaten für 100€ mehr pro Monat zum nächsten „Gig“? Die sind ja dann noch kaum eingearbeitet, ausser sie verlangen Mathematikstudium um irgendwelche Datenbanken zu füllen. In diesem Falle wäre die Verweildauer solcher Leute wohl noch kürzer, verständlich.
      Saftladen!

    • Vielen Dank für den interessanten Einblick. Bei den grossen Konzernen drehen alle ein wenig durch (egal welche Abteilung). Mit tut jeder leid, welche/r für eine solche Firma arbeiten muss. Ich darf mittlerweile für ein KMU arbeiten, was ist das für ein Segen. 1’100 EUR, das ist echt unter aller S.. .

      Schönes Wochenende, bleibt gesund.

      PS: und dann sprechen die noch über Diversity, im 13-Köpfigen Group Executive Committee sitzt eine Frau…Pleiten, Pech und Pannen…:-( / und der Burner im Inserat ist der Schlusssatz: We provide feedback to all candidates via email. If you have not heard back from us, please check your spam folder – echt im Ernst?

    • Zutreffend. SwissRe scheint nur noch Hochschulabgänger einstellen zu wollen_ Swissre braucht aber seit 1893 auch Buchhalter (undeutsch technical accountants) und Underwriting Assistants, die den administrativen Kram erledigen. Die Verweildauer ( undeutsch: tenure) bei der SwissRe Angestellten war vor 40 Jahren noch bei 25 Jahren, jetzt bei 10 Jahren, siehe Wellauer Thomas, Aigrain Jaques et alii.

    • Hahaha — diesr Video Clip — dieses Anforderungs/Entlöhnungs Verhältnis. Dieser Woke-S**it!
      Niemand mit gesundem Menschenverstand wird sich auf so was einlassen.

  26. Dieses Projekt illustriert wunderbar die Scheinwelt eines Walter Kielholz. Dass man den Projektleiter für sein Langzeitversagen vergoldet, das ist typisch Kielholz, der noch der letzten verblichenen Holzbüste Geld nachwirft. Dieses „Heldentum“ wird ja jetzt dann durch den „George Clooney“ des Bankings, Ermotti, mit seiner Lugano und Agnelli Connection, fortgeführt werden. Sie dürften hier noch den Dampfplauderer Axel Weber dazunehmen, oder vielleicht muss der dann noch mal den „Altersgolfer“ Grübel reinholen, um den neuen „fliegenden Holländer“ Hamers aus dem Fegefeuer zu holen. Aber Kielholz könnte den Atlas Projektleiter im VBS bei seinen „IT Trümmerprojekten“ entsorgen, oder allenfalls in einer der vielen Alibifirmen von Bergler Vinzenz und seinem „RotlichtMilieu“ Bergsteiger Stocker von der Raiffeisen Truppe. Auch der Hobbyflieger und Dauerlacher Patrick Gisel wäre noch eine Alternative, damit er sein langweiliges Leben als Hobbyflieger (Traumland Sardinien)wieder etwas aufpeppen kann.

    • @Walti
      Die remuneration (Vergütung, nicht Verdienst!) des Walter B. Kielholz ist völlig gerechtfertigt, SOFERN man sie als Abwrackprämie betrachtet. Und auf jenem Konto dürfte nicht nur seine Vergütung abgebucht worden sein. Fragt doch mal an einem Investment Day nach. Denn an der Generalversammlung wird es wohl auch dieses Jahr nicht möglich sein, Corona sei Dank. Zumindest aus Walter B. Kielholz‘ Sicht.

  27. Was dieser Schönwetter-VR-Präsident geleistet hat in den letzten Jahren zum Schaden der Swiss Re, geht auf keine Kuhhaut. Man vergleiche den Chart der Münchner Rück und der Swiss Re. Dann sieht man, wer gute Geschäfte gemacht hat und wer nur Geld verbrannt hat. Trotzdem wurde dieser Heissluft-Kapitän bis zum Schluss fürstlich entlöhnt zu Lasten der einfachen Mitarbeiter und auch der Aktionäre! Eine Schande sondergleichen auch für die Reputation des Finanzplatzes Schweiz! – Und das noch als Vertreter der stolzen schein-wirtschaftsfreundlichen FDP-(Filz)Garde.

  28. Diskriminierung / Vetternwirtschaft / Gesparter Sozialplan / Bonus Gier / No social skills

    Wo bleiben zur Abwechslung mal Europas grösste Versicherer? Meiner Meinung nach herrscht in der Allianz-Suisse stillschweigend Diskriminierung von älteren MA. Lohnerhöhungen gibt es für „das Verbrauchsmaterial“ ü50 systematisch nur noch in Ausnahmefällen. Die gesparte Lohnerhöhung wird „weiter oben“ als Bonus ausbezahlt. Akzeptiert man es nicht kann man nur noch künden und damit der Allianz-Suisse den grössten Gefallen machen.

    Gerade im Finance, irrationale Entscheidungen en Masse als Jahre lange Tradition. Willkür vor Rational, Vetternwirtschaft, Netzwerk und Mitläufertum vor Wissen, das ist das Motto. Das prägnanteste Beispiel: Ein Team Leader Kollektiv Leben, wo es um richtig viel Geld geht. Von Buchhaltung Null Ahnung und Null Talent. Kein KV, keine auch nur einfachste Buchhaltungskurse, absolut nichts ausser Vetternwirtschaft. Totales Desaster vorprogrammiert, ebenso der übliche und eiserne Mantel des Schweigens danach.

    Gestaffelte, willkürliche Entlassungen, ohne jeglichen Sozialplan. Entlassungen und fehlender Sozialplan sind beides Bonusrelevant.

    Alles was die Geschäftsleitung den ganzen Tag herumtreibt sind Ihre variablen Lohnbestandteile. Möglichkeiten zu finden ihre Bonusauszahlungen in der Breite und Tiefe zu erweitern, seriös oder unseriös, ethisch verwerflich oder nicht. Und wenn man beim Vorkriegsmodell hängen bleibt, wie der IT, weiss man, der Umstieg in die Gegenwart ist bei den alten Herren (noch) nicht Bonus Relevant – sowie, die alten Herren Abzocker der Teppichetage haben keine Ahnung von IT. Prägnantes Beispiel: Werden Kundenkonten nicht mehr gepflegt, sind sie nicht Bonus Relevant. Im Gegensatz zu Entlassungen. Die GL der Allianz-Suisse leben nicht nur bescheiden wenig bis keine Verantwortung, sie stehen der Zukunft der Firma als solches im Wege.
    Die beiden prägnanten Beispiele sind wahre Desaster für den Kunden (in der Praxis grundsätzlich sowieso nur zum ausnehmen da), „das Verbrauchsmaterial“ (Wer weiss noch nicht Bescheid?) und die Unternehmung (die von der Teppichetage systematisch ausgeplündert wird, was auch noch heikle, steuerliche Fragen aufwirft – würde es das Steueramt interessieren) zeichnete sich ein Entscheidungsträger, der gerade als kommender CFO der Allianz-Suisse aufgebaut wird. Ein obrigkeitsdenkender Machtmensch und teamunfähiger Einzelgänger Richtung AS ist zwar der Prototyp des gesuchten Allianz Ich-AG Managers mit Null Sozialkompetenzen, aber als CRMO fast dasselbe Risiko, wie ein Blinder als Formel 1 Pilot.

    Wie viele Lohnprozente eines Allianz Managers sind Schweigegeld? Wie viele Lohnprozente eines Top Managers sind reine Abzockerei? Wann geht der aktuelle CFO, der diese beiden Desaster Hauptverantwortet – und noch einige mehr wie beispielsweise die Outsourcing Fiaskos. Amateurhaft geplante wie auch durchgeführt und dementsprechend allesamt sehr teuer gescheitert. Was den Bonusauszahlungen für die Versager keinen Abbruch tat -, nach einem sehr bequemen Berufsleben voller Netzwerk (nach München – als must für alle Geschäftsleiter) der Gleichgesinnten und Abzocker in seine Rente? So enorm kompromisslos straff und klar die Allianz SE weltweit organisiert ist, stellt sich schon seit Jahren Allianz-Suisse intern die Schlüsselfrage überhaupt: Wieso der Mutterkonzern in München die extrem teure, in ihrer eigenen Blase, fernab jeder Realität sowie gänzlich ohne unternehmerisches Risiko/Verantwortung lebende Teppichetage der Allianz-Suisse samt ihrer extrem teuren Entourage nicht einfach ersatzlos abschafft? Das ist sehr Allianz SE untypisch und, sämtliche Kostenziele für mindestens zwei Dekaden in der Schweiz wären über Nacht erreicht. Seriöses sowie Kunden orientiertes Arbeiten wären in der Allianz-Suisse endlich möglich. Und was in 20 Jahren sein wird weiss niemand. Siehe Washington, 6. Januar 2021.

    Auch das Versicherungsgeschäft ist eine Inzuchtgesellschaft, reicht bis zu privatem. Die MA der Axa sind zum grossen Teil ebenso komplett desillusioniert. Axa = ex Winterthur. Allianz-Suisse = ex Berner, ex Elvia. Werden in der Öffentlichkeit aber trotzdem als ausländische Firmen wahrgenommen. Heisst (leider) keine spezielle Thematisierung (in der Öffentlichkeit). Auch wenn die Schweizer Firmenkulturen zu Gunsten des schnellen Geldes in eigener Sache (prioritär nicht die Unternehmen gemeint) ausgelöscht wurde sind es Schweizer Firmen, deren Manager Machenschaften ebenso thematisiert gehören.

  29. Gut dass der Hölzige endlich geht!! Für die Aktionäre hat der überhaupt nichts gebracht. Auch einer der seine eigenen Taschen überfüllt hat. Jetzt kommt schon wieder so ein Nadelstreifenjonny.

  30. Offensichtlich sind Projekte mit dem Namen Atlas zum scheitern verurteilt.Siehe Julius Bär. Est hat keinesfalls etwas mit dem unfähigen überbezahlten „Top“-Management zu tun 😝🤪

  31. Leider ist Herr Hässig nicht auf dem neuesten Stand – 007 hat leider/natürlich auch sein privates Venture nicht zum Fliegen gebracht und wurde mittlerweile wieder bei der Swiss Re angestellt, wo er weiterhin kleinste Brötchen zu grösstem Lohn bäckt…

    • Das ist aber in seinem LinkedIn-Profil noch nicht verzeichnet. Da ist er seit August 2019 raus aus SR und immer noch „Founder“ seiner Firma.

      Wissen Sie das genau, was Sie schreiben, oder trollen Sie?

    • @Verwirrter

      Ja, die Aussage stimmt. Er ist jetzt CFO Group Operations. Group Operations umfasst IT und Logistik, evt. auch Legal. Human Resources wird dirket vom CEO geführt, frei nach dem Motto „Gschpürsch mi, fühlsch mi?“

  32. Unter Kielholz ist noch nie was Brauchbares rausgekommen. Seit den 80er Jahren tummelt der sich zwischen Swiss RE und Credit Suisse rum. Finanz- und Versicherungsmafia gepaart mit FDP-Filz. Sein vergoldeter Atlas-Projektleiter scheint ein begnadeter Schwätzer und Selbstdarsteller zu sein. Leider sind die grossen Konzerne und vor allem Banken voll davon. Kosten viel Geld, null return on investment und wenn sie mit dem Projekt zu scheitern drohen, machen sie einen Abgang zur nächsten Bude.