Endlich ein Bischof im Hof zu Chur

Entwicklung der Religiosität und Krankenpflege und Sterben im Rahmen der Familie in der Schweiz.

Dreissig Prozent aller in der Schweiz lebenden Erwachsenen ab 15 Jahren werden in der Statistik aktuell als „ohne religiöse Zugehörigkeit“ ausgewiesen. Vor fünfzig Jahren war es nur ein Prozent.

Das entspricht zwei Millionen erwachsenen Personen, die für eine gewichtige Leistung in der und für die Gemeinschaft nicht Steuern zahlen mögen.

Signifikant viele über 15 Jahren verliessen die Evangelisch-reformierte Religion. Bekannten sich 1970 noch die Hälfte dieser Einwohnergruppe zu den Evangelisch-reformierten, sind es gegenwärtig gerade noch 22 Prozent.

Bei den Katholiken ist der Aderlass geringer. 1970 standen noch 47 Prozent zur Kirche, während es heute weniger, aber immerhin noch mehr als jeder dritte, nämlich 35 Prozent sind.

Die Bevölkerung ist in dieser Zeit allerdings gewachsen. Evangelisch-reformierte gab es vor 50 Jahren 2’242’000 und Katholiken 2’150’000.

Heute sieht es anders aus: 1’570’000 erklären sich als Evangelisch-reformierte, aber 2’450’000 als Katholische. Die Zahl der Katholiken hat sich erhöht.

Gegen eine halbe Million Personen ab 15 Jahren sind in islamischen Glaubensgemeinschaften eingebettet.

Der katholische Glaube und seine Rituale lassen, abgesehen von der Zuwanderung, folglich mehr Menschen einen Nutzen an der Religion wahrnehmen als beim evangelisch-reformierten Bekenntis.

Der evangelisch-reformierten Richtung wurde lange Zeit nachgesagt, die Wirtschaft entwickle sich besser, wo sie verbreitet sei.

In seinen 309 Pfarreien betreut das Bistums Chur mit 162 Ordenspriestern und 340 Weltpriestern gegenwärtig 665’000 Katholiken. Jedes Jahr erhalten um die 4’100 Kinder das Sakrament der Taufe, und es werden vier neue Priester geweiht.

Die kirchlichen Feste sind nach wie vor Magnete, und die Lebensentscheidungen wie Heirat, Taufe, Erwachsenenrituale (Konfirmation/Firmung) und Sterbenssakrament werden bevorzugt im Schoss der Kirche begangen.

Seit Montag hat das Bistum Chur, das sich über das Gebiet der Kantone Zürich, Graubünden, Glarus und die drei Urkantone Schwyz, Uri, Nid- und Obwalden erstreckt, mit Dr. med. et iur. can. Joseph Maria Bonnemain einen neuen Bischof.

Vom Doktor in Medizin zum Bischof von Chur: Joseph M. Bonnemain (Bistum Chur)

Er ist Bürger der Grenzgemeinde Les Pommerats bei Saignelégier im Jura, die vom Doubs-Flüsschen von Frankreich getrennt wird.

Allerdings ist der Priester in der spanischen Provinz Katalonien aufgewachsen.

Der 1948 geborene hat eine lange und vielfältige Karriere hinter sich. Nach dem Doktorat in Medizin an der Universität Zürich mit 27 Jahren studierte er ab 1975 in Rom Philosophie und Theologie, bis er im August 1978 vom Wiener Kardinal König zum Priester geweiht wurde.

1980 promovierte er zudem in Kirchenrecht. Das prädestinierte ihn zum Offizial. In dieser Funktion des kirchlichen Richters war er bisher unter anderem für die Ungültigkeitserklärung von Ehen zuständig.

Als Träger des päpstlichen Ehrentitels Monsignore ist der Priester bisher auch Kanonikus gewesen, das heisst, er war Mitglied des Domkapitels des Bistums Chur und Domherr der Kathedrale Chur.

Wer insbesondere an Samstagen zur Beichte in die Kathedrale des Hofes Chur kam, kann seine Sünden leicht ins Ohr von Dr. Bonnemain geflüstert und von ihm Zusprache und Bitte um Vergebung oder sogar eine Absolution erhalten haben.

Beichte, Ablässe: Beichtstuhl in der Kathedrale der Dompfarrei St. Mariä Himmelfahrt in Chur, wo Msgr. Kan. Dr. Bonnemain als Beichtvater anzutreffen ist. (Alex Zoller)

Solche zu erteilen, war er seit 2003 als von Bischof Amadée ernannter Dompönitentar ermächtigt. Während der Gottesdienste amtete er in Chur als Domkantor und brachte die Gesänge dar.

Hauptamtlich war er bisher Leiter der Spitalseelsorge des Kantons Zürich und am ehesten an seinem Sitz im Limmattal-Spital in Schlieren anzutreffen.

Das Medizinstudium prädestinierte ihn für diese Aufgabe. Er besorgt sie seit 35 Jahren. Er steht der medizinischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte positiv und mit Sachverstand gegenüber.

Zentral ist für ihn der Respekt vor dem menschlichen Seelenkonglomerat in seiner Gesamtheit. Er sieht seine Aufgabe im Religieren, was bedeutet, die Menschen in der Verbindung zu Gott zu unterstützen, worin sie sich als Teil eines grossen Erbes erleben.

Die volle Potenzialität des Menschen ist für ihn ab Zeugung gegeben und besteht bis zum Tod. Er verschliesst dabei die Augen vor den zivilrechtlichen Differenzierungen in keiner Weise; sie betreffen Irdisches.

Aber angesichts der Tendenz zur Isolation und Gruppierung sieht er es als wichtig an, energisch für das Leben in der Gemeinschaft und im Gemeinsamen einzustehen.

Noch nie gab es so viele Einrichtungen und Institutionen, die alleinstehenden älteren Menschen Beistand wie heute leisten müssen, angefangen bei Spitex für Pflege, Heime, altersgerechte Wohnungen, über Mahlzeitendienste bis zu Sport-, Schwimm-, Gymnastik- und Gesellschaftsvereinen.

Die Familien sollten jedoch zusammenbleiben, weil sie im gemeinschaftlichen Leben dem Nachwuchs die Tugenden und Haltungen viel besser zu vermitteln vermag und wesentlich höhere soziale Gewinne erzielen können.

Der hohe Geistliche sieht eine unbedingte Notwendigkeit darin, dass die Kirche den Familien mehr Unterstützung bei der Begleitung der Familienmitglieder in allen Lebenslagen in jedem Alter bietet.

Die Rolle der Familie ist für ihn ausschlaggebend, weil in ihrem Rahmen auch das Verständnis für die Kranken und Sterbenden wachsen kann und damit jeder Beteiligte eine bessere Einbettung in den Lebenszyklus erfährt.

Ein Blick in die Strukturen der afrikanischen Familien zeigt nach seiner Erfahrung, dass durch den Zusammenhalt mit wenig Mitteln auszukommen ist und der Einzelne zugleich im Verband glücklicher lebt. Grosseltern gehörten in den Schoss der Familie, sagt er für Westeuropa.

Dr. Bonnemain will das Leben vollumfänglich geschützt sehen und versteht dies so, dass wir mit Menschen, deren Gesundheit oder Teile der Funktionen beeinträchtigt sind, aber auch mit den Gesunden in jedem Alter uneingeschränkt und so lange wie möglich auf Erden leben.

Gibt es solche, die mit sechzig Jahren lebensmüde sind, so verweist er auf 85jährige, die schon eine Woche nach einer Krebsoperation innert weiteren 10 Tagen fit für ein Projekt sein wollen; nämlich für eine der Freundin versprochene Reise mit Trekking nach Finnland.

Daraus erschliesst sich für den neuen Bischof, dass ein menschliches Leben zu keinem Zeitpunkt aus Nutzenüberlegungen aufgegeben werden soll.

In punkto Pflege der Lebenserwartung weiss er, dass in der Medizintechnik verhältnismässig agiert wird. Er sieht in der Spitalpraxis, dass die Ärzte die Massnahmen den Umständen anpassen. Er stellt der Ärzteschaft das Zeugnis aus, sehr sorgfältig abzuwägen.

So werde ohne weiteres zur Palliativbehandlung übergegangen und mit Hausmitteln gepflegt, wenn die Zeit für den Tod sichtbar gekommen sei. Sie legten eine hohe ethische Professionalität an den Tag. Die Seelsorge stellt ein anderes Fachgebiet dar; Medizin und Seelsorge bedingen einander.

Das Sterben in Isolation und ohne die Angehörigen ist für Dr. Bonnemain keine vernünftige und würdige Lösung, gerade wie dies jetzt mit Corona betrieben wird. Das Sterben gehört in die Familie.

Anerkannterweise gibt es den medizinischen Fortschritt und eine Reihe von Massnahmen, die zur Erhöhung des durchschnittlichen Lebensalters geführt hat.

Lag vor 40 Jahren ein 60jähriger Patient nach der Implantation einer Hüftprothese noch ein Monat lang im Krankenbett und musste er anschliessend in die Physiotherapie, läuft heute eine 90jährige nach einer Woche problemlos aus dem Spital.

Aber es gibt auch Erkrankungen und Beeinträchtigungen, wo der Einzelne Hilfe annehmen muss. Für Menschen sei es oft sehr schwierig, Hilfe anzunehmen und sich auszuliefern. Sich helfen zu lassen, erfordere viel Demut und Bescheidenheit, so Bonnemain.

Diese ist leichter aufzubringen, wenn die Familienmitglieder über Generationen mit Feinfühligkeit aufeinander acht geben. Der grosse Nutzen daraus ist nicht nur die Übung in Geduld, sondern auch der Preis, nicht allein sein zu müssen.

Der neue Bischof von Chur rügt die aktuelle Isolation durch den Lockdown. Die Jugendlichen benötigen dringend die Begegnung mit Gleichaltrigen, um ihre Rolle in der Gruppe und Gesellschaft definieren zu können. Sie brauchen die Feste und die Parties, um zu wachsen.

Auch die Familien brauchen die Zusammenkünfte. Familienmitglieder ohne Verabschiedung in den Tod gehen lassen zu müssen, widerspricht der menschlichen Natur. Die Zahl der Konsultationen bei Seelenärzten zeige, dass die Isolation grosse Not schafft.

Noch 1970 wurden die Menschen in der Schweiz im Durchschnitt 72 Jahre alt. Heute weisen sie im Durchschnitt eine Lebenserwartung von 85 Jahren auf.

Der dies erforschte, ist Dr. François Höpflinger, emeritierter Professor für Soziologie der Universität Zürich. Er legte vor einigen Monaten eine 190-seitige Arbeit über den Bevölkerungswandel der Schweiz vor.

Im Herbst kam er zum Schluss, dass die Massnahmen der Staaten zur Hemmung des Alltagslebens in keinem Verhältnis zu den statistisch gewonnen Lebensjahren stand.

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Kommentare

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  1. Ich gratuliere dem Herrn Monsignore Bonnemain zur Wahl und wünsche ihm viel Kraft und gutes Gelingen als neuer Herrscher des Bistums Chur. Toi, toi, toi Joseph Maria!

  2. Der Papst Franziskus im Vatikan, ein Argentinier.
    Der Bischof von Chur, ein Spanier.
    Und beide zusammen entstammen sie aus der selben Blutlinie, nicht wahr?
    Zufall oder….?

  3. warum die evangelische kirche in Deutschland rasant mitglieder verliert, weiß ich. der grund heißt bedford-unter-strohm und käsefuß äh käsmann.

  4. Jahrzehnte lang war die – wie sich letzthin herausstellte, familiär national-sozialistisch belastete – Tagesanzeiger/Coninx Presse das Podium für Kirchenkritiker und Feinde tradierter und auch vaterländischer, Werte.

    Neuerdings melden sich all diese Frustrierten und psychisch Belasteten auch immer mehr bei IP, wenn es um religiöse, resp. kirchliche Themen geht.
    Es scheint hierzulande all zu viele Menschen zu geben, die mit den Institutionen schlechte Erfahrungen gemacht haben. Auch ich gehöre zu diesen.
    Bleibe aber nicht in der Kirche wegen den Pfaffen, Bischöfen etc., sondern wegen dem Inhalt, den vertretenen Werten, also wegen der „message“!
    .

  5. Als bekennender Angehörige KEINER Glaubensgemeinschaft finde ich diesen sehr langen (Werbung?) Bericht auf IP deplaziert. Der neue Bischof ist Mitglied bei Opus Dei, einer nach meiner Meinung gegen die Demokratie und Freiheit gerichteten extremistischen Vereinigung, die sich von einem IS lediglich dadurch unterscheidet, dass sie keine direkte Gewalt anwendet.

  6. Die mentale Beschränktheit mancher Schreiber hier äussert sich darin, dass immer wieder die – auf jeden Fall unentschuldbaren – Pädo-Fälle neu aufgetischt werden.
    Es fehlt halt sonst an Argumenten!
    Mittlerweile weiss heute der letzte Depp, dass dieses Syndrom quer durch die Gesellschaft überall vorkommt, in Familien, Sportvereinen und auch intellektuellen Eliten. Besonders auch Grüne und Marxisten scheinen von dem Übel nicht verschont. In Frankreich platzt derzeit diese Eiterwunde. Jeden Tag kommen neue Fälle ans Licht.

    • Insbesondere ist anzumerken, dass die Grünen in 80ern öffentlich für die Legalisierung der Pädophilie eingetreten sind und sich niemals davon distanziert haben. Cohn Bendit und die Odenwald Schule sind treffliche Beispiele.

  7. Schön geschrieben – aber nicht auf den Punkt gebracht.

    Ich frage mich, ob und wie die Opus-Dei Ausrichtung die übergriffige Doppelmoral überhaupt ernsthaft hinterfragen will und ob den edlen Gedanken dann auch Taten folgen.

    Beschwichtigende Reden führen und auf Verzeihen machen löst das Problem nicht, sondern verschiebt es.
    Das letzte was die Kirche jetzt braucht sind Exponenten die wegschauen und sich gegenseitig decken.

    Beichten allein genügt da nicht mehr.

    Dies wäre dann zutiefst un-christlich.

  8. Ich sage es mal so:

    Gott ist grossartig. Wenn man davon absieht, welch grottenschlechtes Bodenpersonal er auf die Erde gesandt hat.

  9. Weihrauchschnuppern gehört zwar nicht zu den Kernaufgaben eines Finanzmediums und der Beitrag hat seine Schwächen (wo ist die Schlussfolgerung?). Aber immerhin, Dr. Bonnemain kann man wenigstens Verständnis für die liberale marktwirtschaftliche Ordnung zutrauen, wird doch der traditionelle Liberalismus an der Opus Dei Uni in Rom im Fach politische Philosophie und Ethik aktiv bzw. positiv gelehrt.

    • (traditioneller) Libralismus und Katholizismus. Ideologien unter sich.
      Rationalität, Qualitäts- und Effizienzdenken alleine würde hier unten auf der Erde vollkommen reichen.

  10. Ich bin froh der reformierten Staatskireche anzugehören, die ihren Mitgliedern nicht derart auf den Pelz rückt, wie dies die anderen christlichen Kirchen tun, deshalb zahle ich als eher sparsamer Bürger gerne meine Kirchensteuern. Seien wir auch froh, dass die Mehrheit der Gläubigen hier von altersher christlichen Ursprungs sind. In einem islamischen Land sorgt die heilige Gemeinschaft der Gläubigen, dass nicht die individuelle Zufriedenheit und Seelenruhe für den Moslem zählt, sondern das Allah vor dem Menschen kommt und deshalb die Chefs der Umma dafür sorgen, dass der gute Muslim stromlinienförmig denkt und sich dementsprechend verhaltet. In Indien sorgt die Kaste, wo man lebenslang hingehört und der Buddhismus ist auch nicht so tolerant, wovon die Leute im Westen immer überzeugt sind.

  11. Ich freue mich, dass Bischof Peter entlastet wird durch die Wahl von Bischof Joseph Marie und habe auch ihm meine Talente und Fähigkeiten im Dienst von Frau, Kirche und Gesellschaft als „Moderne Witwe“ zur Verfügung gestellt. http://Www.swissmartha.ch

  12. Sehr geehrte, liebe Frau Blum

    Vielen herzlichen Dank für Ihren fundierten, positiv formulierten Beitrag, den ich – Gott sei Dank – zufällig noch gesehen habe.

    Er hebt sich so wohltuend ab vom alltäglichen „Kichenbashing“ in den Medien.

    Ich wünsche dem neuen Bischof viel Segen und Kraft für dieses schwierige Amt.

    Marc Meyer

  13. Stöhlker soll doch auch was über den Bonnemain schreiben. Vor Chur war ja Stöhlkers Wallis das Zentrum der katholischen Fundis.

  14. Wie weit wir religiös schon gekommen sind, zeigt der umstand, dass ein opus-dei-mitglied gegenüber dem „churer status quo“ bereits als akzeptabel, wenn nicht gar mit erleichterung wahrgenommen wird. bonnemain wird hoffentlich keine bonne mine zu den zuständen in der katholischen kirche machen: in seinen zwei jahren wird er – die erfahrungsstatistik zeigt es – zeigen müssen, wieviele (weitere) pädophile er wirklich zur verantwortung gezogen hat, wie er mit den engagierten frauen umgegangen ist, überhaupt, ob er der glaubwürdigkeit seiner kirche gut getan hat oder einfach ein weiterer sinnloser kirchensteuergelder kostender klerikaler gewesen ist.

  15. Ein Bischof in Zürich; und erst noch in der Liebfrauenkirche. Ui, da muss aber der Pfarrer des Grossmünsters ganz neue Saiten aufziehen.

  16. An der Kirche gibt es sicher manches zu kritisieren; besonders an Mitgliedern des Klerus. Auf allen Stufen. Diese sind offensichtlich meist weder Heilige noch Helden!
    Wie auch sonst überall , fallen vorerst einmal die unangenehmen Erscheinungen auf, auch wenn es Einzelfälle sind. Meist sticht halt Ärgerliches und Aussergewöhnliches besonders ins Auge.

    Eine Erfahrung im indischen Hochland hat uns zu dieser oft geschmähten Institution geführt. Da wo sich mausearme Pflückerinnen Tag für Tag in den steilen Tee Plantagen abrackern, unterhalten englische und einheimische Nonnen, selbst unter grossen Entbehrungen, Spitäler, Schulen und Heime für deren Kinder. Opus Dei soll da Mit-Sponsor sein.

    Niemand sonst würde sich wohl sonst, da oben im recht rauen Bergland, um diese vom Schicksal lieblos behandelten Menschen kümmern und versuchen, ihnen zu einem besseren Leben zu verhelfen.
    All die Frustrierten, Motzer und sonst chronischen Giftspritzer auf diesem Portal sollten sich vielleicht einmal so etwas ansehen oder gar versuchen, solches nachzutun.

    Wenn nur ein Teil der Kirchensteuer in derartige Projekte fliesst, scheint mir diese durchaus gerechtfertigt. Übrigens gibt es ausserhalb der Kirche keine Institution, die weltweit eine vergleichbare Anzahl von Spitälern, Schulen und Strassen-Projekten unterhält. Da vermögen sie , Rotes Kreuz, Médecins sans Frontères etc, alle zusammen, nicht mit zu halten.

  17. Gläubiger schreibt: „Wo ist das Problem? Dieser Kirche verdanke ich den Zugang zu Philosophie, Kunst und Religion. Der römisch-katholische Glaube ist der Rolls-Royce der Religionen.“

    Ich meine: Kaum Rolls Royce, wohl eher einspännige Pferdekutsche…

  18. Zu erwarten: Gegen das Recht auf Abtreibung wie gesetzlich geregelt. Afrikanische Familien als Vorbild, daher wohl Gleichberechtigung der Frauen und LGBT kein Thema. Alter Männerverein halt. Immerhin dürfen Evangelikale Pastoren heiraten und auch eine Familie haben.

    Ansonsten tolle Werbung. Scheint angesichts der vielen Pädophiliefälle und lachhafter Verdammung von Masturbation nötig zu sein.

  19. Wenn ich auf der Welt rumreise… dort, wo die Kirchen (welche auch immer) nicht automatisch mit Steuergeldern vollgepumpt werden, leisten sie spürbar mehr Arbeit im Sinne des Erfinders (und interessant… dort haben sie auch mehr Zuspruch)…
    Wie sich diese altertümliche, fett und arrogant gewordene Institution in Mitteleuropa aufführt, ist schon bemerkenswert… Eigentlich nur ein Zeugnis dessen, dass man total abgehoben, blind, verblendet, realitätsfremd, mit sich selber beschäftigend ist. Spannend ist, wie sich dieses alte Mauerwerk doch bröckelt und immer noch sämtliche Vorurteile bedient!
    => Ich bin ebenfalls raus – das *erstparte Geld* spende ich dem hiesigen Behindertenheim….

  20. Opus dei? Unvollständige Geschichte? Manipulation?
    Im famosen Bistum Chur läuft’s seit Jahrzehnten immer gleich ab: Kommt ein neuer, vom Papst den Schäflein aufs Auge gedrückter Bischof, wird der als offen, gesprächsbereit, kommunikativ, erneuerungswillig etc. beschrieben (und eben dabei nicht in dieses Bild passende Vorgeschichten unterschlagen), und dann, einmal im Amt, wird dann knochenhart „durchregiert“.
    Unsäglich, diese Hinterlist, Doppelzüngigkeit und Verlogenheit, was übrigens für die Katholische Kirche allgemein gilt, mit Ausnahme von einigen aufgeschlossenen Regionen in Deutschland und Frankreich. – Mitgliederschwund? Nicht überraschend, wird weitergehen und sich verstärken.
    IP: …und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen und lass bitte ab von solchen Elaboraten….Amen.

  21. Mythos und Glauben stehen im klaren Widerspruch zu Wissen und Verstand!
    Nicht «Religionsfreiheit» ist gefordert – wer hat den all diese Götter kreiert? – sondern: «Freiheit von Religionen» Religionen sind zudem meistens Auslöser von Kriegen.
    Angezeigt sind vielmehr Psychologie-Themen wie: Selbstbewusstsein, Selbst- und Eigenverantwortung sowie Selbstwirksamkeit ohne jegliche, angedachte Sündenvorgabe. Ohne Schuldfähigkeit des Menschen wäre der Opfertod des Jesus von Nazareth zwecks Vergebung der Sünden, ja sinnlos – in der Tat!
    Nur gewisse Menschen benötigen heute noch Götter, weil sie offenbar selber nicht in der Lage oder willens sind, nach dem anerkannten, wissenschaftlich Naturgesetzt zu leben!

  22. Dieser Bischof scheint zwar in Ordnung zu sein, aber die Kirche als Institution ist zu hinterfragen. Kinderschänder, schwule Pfaffen, „Schnäbeler“, Missbrauch in Kinderheimen durch Nonnen usw. werden gedeckt, der jetzige Papst war in die Pinochet-Diktatur involviert wo unvorstellbare Kriegsverbrechen begangen wurden.
    https://www.theguardian.com/world/2013/mar/14/pope-francis-argentina-military-junta
    Es soll jeder selber für sich entscheiden, ob er bei einen Verein, der solches deckt, noch dabei sein will. Aber dass unsere Firmen das zwangsweise mitfinanzieren müssen, ist eine Schweinerei!

  23. Was soll dieses ellenlange Geschreibsel über eine völlig irrelevante Personalie einer noch viel irrelevanteren Organisation alter Herren mit mittelalterlicher Denke

  24. Sehr geehrte Frau Blum,
    eines der Grundübel der Menschheit ist, dass sie offensichtlich ohne „Opium fürs Volk“ nicht auskommt. Praktisch alle Religionen wurden von Menschen („Religionsstifter“) erfunden um Macht über Andere auszuüben, und das gilt bis heute. In der Schweiz sind leider Kirchen und Staat nicht getrennt. Geradezu kriminell ist es, von juristischen Personen Kirchensteuern zu erheben, da nur natürliche Personen einen Glauben haben können. Man kann schon die Bibel lesen, aber nur nach der Devise von Voltaire: Es schadet nicht, das Gesetzbuch des Feindes zu kennen.

  25. Wenn schon sich eine Hurra-Lobhudelei dann bitte -wir lesen hier IP – den Hintergrund zum Streit der Kirchen Finanzierungs Modell um dieses Bischofsamt nicht ‚vergessen‘. Und deshalb gibt es keine Autoren Beschreibung?

  26. Opus Dei – Kampftruppe des Papstes: Die Machenschaften des Opus Dei

    Bistum Chur kennt Josef Bonemann als Mitarbeiter, aber der „Verein Opus Dei“ ist auf Mission und gefährlich … gut gibt es: http://www.kirchen-austritt.ch.

    In der Schweiz erfolgt der Kirchenaustritt durch Zusendung einer korrekten Kirchenaustritts-Erklärung an die Kirchgemeinde.

    Tatsächlich sitzen weltweit Opus- Dei -Anhänger in Parlamenten oder sind an Universitäten tätig und jetzt als Bischof im Bistum Chur. Bravo!!!

    Über viele ihrer Riten bewahren die Mitglieder des Opus Dei Stillschweigen. Geheime Vorschriften der Gesellschaft sind in dem Buch „Vademecum“ festgehalten: So sollen Anhänger nicht verraten, dass sie der Gemeinschaft angehören. Weitere Instruktionen stehen in einer Sammlung von 50 geheimen Briefen des Gründers Josemaría Escrivá.

    Quelle: 1. https://web.de/magazine/wissen/mystery/kampftruppe-papstes-machenschaften-opus-dei-32080974
    2. https://de.wikipedia.org/wiki/Limmat_Stiftung

    Die Limmat Stiftung ist eine gemeinnützige Dachstiftung nach Schweizer Recht mit Sitz in Zürich. Sie wurde 1972 von Opus-Dei-Mitgliedern und nahe stehenden Personen gegründet. Die Limmat Stiftung gilt als Schnittpunkt eines internationalen Netzes aus Opus-Dei-nahen Stiftungen und Banken und zentrale Frontorganisation der römisch-katholischen Personalprälatur Opus Dei in der Schweiz.[1][2][3][4]

    Die Arbeit der Limmat Stiftung inspiriert sich an christlichen Werten, ohne konfessionell gebunden zu sein. Sie realisiert Sozialprojekte im In- und Ausland, die Projektschwerpunkte liegen im Bereich Entwicklung durch Ausbildung. Der Stiftungszweck ist weitgefasst und sieht die weltweite Unterstützung hilfsbedürftiger Personen und gemeinnütziger Institutionen vor. Die Geldgeber können mitentscheiden, welche konkreten Projekte sie unterstützen.[5]

    Die Stiftung residiert in einer Villa in Zürich-Fluntern.[4] Sie ist nach dem Fluss Limmat benannt, der durch Zürich fliesst.

    Zum Patronatskomitee gehören Persönlichkeiten der Wirtschaft, Politik und des Sports, welche mit ihrer Zugehörigkeit ein Zeichen der Sympathie und Unterstützung für die Stiftung und deren Arbeit setzen. Unter ihnen befinden sich zahlreiche bekannte Unternehmer, Adelige wie der in der Schweiz lebende Banker Erzherzog Rudolf von Österreich,[25] Politiker wie Ueli Maurer (SVP), Arthur Loepfe (CVP) oder Gabi Huber (FDP), Handels- und Entwicklungsdiplomaten wie der ehemalige Rotkreuzdirektor und UN-Flüchtlingshochkommissar Jean-Pierre Hocké oder der ehemalige Beauftragte des Bundesrates für Handelsverträge Nicolas Imboden sowie Vertreter namhafter Schweizer Konzerne wie Victorinox, Lindt oder Nestlé.[4][17][18][26]

  27. Meine Firma hat dank Inquisition ebenfalls zum rechten Glauben gefunden. Sie zahlt Kirchensteuern und nicht zu knapp. Wenn ich schon mit meinem Geschäft zur Ader gelassen werde, könnte die Kirche auf eine zweite Rechnung an mich als Privatperson verzichten. Doch beim Geld endet halt die Barmherzigkeit. Darum bin ich schon lange ausgetreten aus diesem Verein.

    Amen

  28. Endlich wieder ein gestrenger Bischof von Opus Dei, der die ungehorsamen Schäfchen züchtigen soll wenn nötig mit (Weih-)Wasser, hartem Brot sowie der göttlichen Peitsche.
    Nach Bischof Haas und Vitus Huonder wurde es ja Zeit, wieder ein gestrenger Nachfolger auf den Thron zu hieven, um den Katholiken zu zeigen, wie die Landeskirche mit dem Segen des Papstes auch wirklich funktioniert und dass kein Schlendrian und ungläubiges Abdriften toleriert wird. Ora e labora im Schweisse von Gottes Angesicht im Zeichen der heiligen Bibel und zum Wohle des gütigen und wohltätigen Vatikans in Rom.

  29. Dieser Kirche verdanke ich den Zugang zu Kunst, Philosophie und Religion. Der römisch-katholische Glaube ist der Rolls-Royce der Religionen.

    • @Gläubiger
      Ist das jetzt ernst oder ironisch?
      Aber jedem sein Weltbild.
      Ich für meinen Teil erachte die Aufklärung und französische Revolution als Geschenk Gottes welches Volksbildung, Wissenschaft und Gleichheit der Menschen unabhängig ihrer religiösen Ausrichtung und entgegen dem erbitterten Widerstand der katholischen Kirche gebracht hat.

    • das stimmt eigentlich schon. aber sie haben sich im jahrhundert geirrt. seit der französischen revolution ist das mit kunst und philosophie etc. ziemlich ins wanken geraten. und was jetzt noch an kunst aus/von der kirche kommt, weiss wirklich keiner. vielleicht den „kulturkampf“, den sich katholiken und protestanten bis vor den weltkriegen in der schweiz noch geliefert haben?

  30. Ein Nonsense Bericht am anderen aufschalten, für die Freischaltung der Kommentare bei den Berichten von gestern bleibt da keine Zeit. Weiter so Luki, ich gebe IP noch 6 Monate

  31. Obwohl die evangelisch-reformierte Kirche in der Schweiz wesentlich professioneller geführt ist als die katholische – wo zu viele all zu alte Herren das Sagen haben – ist der Aderlass bei jener noch markanter.

    Die hiesigen reformierten Vordenker bemühten sich schon immer darum – darin ihren Religionsstiftern folgend – dem Volk aufs Maul zu schauen.
    So passte man sich, etwas opportunistisch, immer wieder den aktuellen Wünschen der Leute an und dachte, so populärer zu sein als die Schwesterkirche. So war es in Fragen der Frauenordination, generell des Feminismus, der Sexualität, der Ehescheidung, der Geburtenkontrolle und Abtreibung sowie der freien Entscheidung über das Ende des Lebens etc.
    Als es in diesen Tagen in einer Mischehe um die Taufe des neugeborenen Buben ging, argumentierte der reformierte Pfarrer damit, dass es von dieser Seite keine Einmischung in die Geschehnisse des Schlafzimmers gebe und auch keine pädophile Belästigung des Kindes zu befürchten sei.

    Kurz: Die evangelisch reformierte Kirche verstand es viel besser, sich dem Zeitgeist anzupassen und sich einer zuweilen recht evidenten Einflussnahme auf die Medien – sogar die öffentlich-rechtlichen – zu bedienen. Besonders kaprizierte man sich auf Mängel und Fehlerchen auf katholischer Seite. Eigenes wurde unter den Tisch gekehrt. Durch einen sog. „Spezialisten“ wurde in einem in der Deutschschweiz dominierenden Medienverbund fast täglich Ungutes auf katho-klerikaler Seite aufgetischt, oftmals überhöht oder sonst irgendwie deformiert.

    Weitgehend hatte man sich seit Sonderbundskrieg und Kulturkampf sogar als die dem Freisinn nahestehende schweizerische Staatskirche positioniert.

    Nun, es scheint so, dass ein Kotau vor Zeitgeist und Publikumsgeschmack eben nicht ausreicht, um die Schäfchen bei der Stange zu halten. Auch das penetrante Aufzeigen von Mängeln auf der „andern Seite“ erweist sich da als wenig hilfreich; vielleicht sogar als Schuss in den eigenen Fuss.

    Die Menschen suchen in ihrer Kirche wohl eher den Kontrast zur post-modernen Welt. Zeitgeist finden sie genügend im Alltag. Sie suchen eher Spiritualität, Zugang zum Transzendentalen und zu nicht zeitgebundenen Werten ; auch zu festen Standpunkten, kein “ Wischi-Waschi“.

    Fast jeder Gläubige weiss heute, dass sich die katholische Kirche in einer tiefen Krise befindet. Auch hier gibt es auf der einen Seite „Zeitgeistler“, die eine kompromissbereite Anpassung an die moderne Welt suchen. Sie sind repräsentiert durch den aktuellen Papst, durch die – von Liberalen und Protestantismus traditionell besonders angefeindeten – Jesuiten und Politiker wie Biden oder Pelosi.
    Es gibt die, welche die Neuerungen des letzten Konzils begrüssen und eine wachsende Minderheit, welche zu den Traditionen der alten Kirche zurück kehren wollen – auch viele junge Menschen – zur Gregorianik, zur lateinischen Messe und zu den katholischen Pflichten wie obligate Sonntagsmesse, Beichte, Fasten etc.
    Mit einem Papst, der Luther und den Koran lobt und offensichtlich Sympathien für die neue amerikanische Regierung hat, dürfte dies in weiter Ferne liegen.

    Auch hierzulande zeichnen sich die beiden auseinander klaffenden Tendenzen ab. Dem neuen Churer Bischof ist zu wünschen, dass es ihm gelingt, irgendwie beide Seiten auf einen Nenner zu bringen. Dies dürfte nicht leicht sein! Auch eine konstruktive Ökumene mit den evangelischen Brüdern/Schwestern gehört dazu, dies aber ohne faule Kompromisse.

    • Kirche(n) und religiöse Vereinigungen jeglicher Couleur sind nur noch gaaanz kleine Player, wenn man die Menschen befragt, wie sie sich ihre Meinung bilden und was sie sich für ihr Leben erhoffen. Und nur ein gaaanz kleiner Teil dieser Menschen macht sich noch Gedanken darüber, was nach diesem irdischen Leben noch kommen mag. Wollen Sie denen weiterhin mit „Fegefeuer“ und „Richterstuhl Gottes“ kommen?

  32. 1.) Der Mensch braucht keine Kirche, um die Nähe Gottes zu finden.

    2.) Die Kirchenhistorie betrachtend, Religionskriege, Inquisition und Hexenverbrennungen inbegriffen, hat die Kirche Millionen Menschen auf dem Gewissen.

    3.) Die aktuelle Kirchenpolitik der Finanzierung von Schlepperkähnen im Mittelmeer ist nicht im Interesse des christlich-jüdischen Europas. Ausser man möchte nun einen inversen Kreuzzug mit der Islamisierung Europas bewerkstelligen.

    4.) Die Kirchen und deren Funktionäre leben sehr gut vom Steuergeld der anderen. Gibt schon genug Leute hier, die vom Steuergeld anderer gut leben.

    Fazit? I am out, folks.

    • Liebe Isabel
      Viel Halb- und Nichtwissen und auch noch etwas an Teilwahrheiten machen dieses Bla-Bla auch nicht besser. Vielleicht sollten Sie Geschichtsbetrachtungen von verschiedenen Seiten konsultieren und nicht nur 20Minuten und den Tagi lesen. Dann würde Ihr Kommentar wohl etwas ausgewogener, nuancierter.
      Gute Wünsche und en schöne Suntig!

    • @ umberto nuancierter…

      1.was für ein itiot, was für ein blechliterat, was für ein linguphath…

      2.da ist mir unsere liebe isabell am arsch lieber

      3.wo sind diese götter die anscheinend nur dem pöbel dienen

    • @Umberto Ecco

      Wo wollen Sie denn anfangen? Giordano Bruno? Jan Hus? Die Erstürmung von Jerusalem 1099? Bartholomäusnacht? Autodafés, Ketzer- und Hexenverbrennungen? Katholische Kirche im spanischen Bürgerkrieg und Nachkriegsrepression? Die kroatische Landeskirche der Ustasha-Massenmörder? Premierminister Pfarrer Tiso, der slowakische Henker im Namen des Führers? Die Rattenlinie des Vatikans für Nazigrössen nach Südamerika (Bischof Hudal)? Katholische Kinder- und Mädchenheime in der Republik Irland? Systematische Säuglingsentführungen in katholischen Geburtskliniken Franco-Spaniens der 70er Jahre? Erzbischof Marcinkus und Roberto Calvi? Weltweite Pädophilenseilschaften? Die „Mafia“ Gottes, aka Opus Dei?

      Mann, gibt es überhaupt ein historisches Verbrechen, in dem die katholische Kirche nicht ihre Hände im Spiel hat?

  33. Ein schöner Artikel, nur ist leider das Medium dafür so richtig das falsche.
    Lieber lh, was hat dies genau mit Wirtschaft und Paradeplatz zu tun? Geht Ihnen die Weisheit aus?

    • Trotzdem ein guter Beitrag.
      Interessant und erfreulich, einen Vertreter mit einem sympathischen Gesicht in einer offenbar für viele Menschen wichtigen, spirituellen, intellektuellen und sozial engagierten Aufgabe zu sehen.
      Dabei lässt die Übersicht der Vorstellungen seiner Perspektiven viel Gutes erahnen, sie angenehm und nicht konfrontativ.
      Diesem für so viele Gläubige wichtigen Hirten, ihrem Bischof, wünsche ich nur das Beste.

  34. Guten Tag, ich arbeite seit vielen Jahren in einem Heim, wo ich selber sterbende begleite und herrichte auf Ihren letzten weg, gerade jetzt zu Corona Zeiten wird es bei mir so gehandhabt das klar die Besuchsregeln gelten und für manchen Angehörigen es schwer ist seine Angehörigen zu besuchen, aber die ältere Generation ist nun mal die gefährdete. Es ist unsere Aufgabe sie zu schützen und das mit viel Mitgefühl und Herz, sollten sich Bewohner in der Sterbephase sein werden Angehörige dazu geholt, wenn sie dies wünschen, da gibt es Sonderbesuchsrecht, was ich auch sehr begrüße. Genauso ist dies bei der Palliativbegleitung auch , die Angehörigen sind da. Die Angehörigen brauchen viel Unterstützung auch im fachlichen Bereich. Der Tod gehört nun mal dazu und hier muss die Aufklärung im Vorfeld stattfinden. Ich selber begleite viele Angehörige und bereite sie auch vor was Ihren lieben mal geschehen kann und wie wir es für sie schmerzfrei und in Würde gemütlich machen können. Ganz liebe Grüße Malaika und bleibt Gesund , die Gesundheit ist nicht mit Geld zu bezahlen

  35. „Schoss der Kirche“. Mir drängt sich da unschönes auf … . Ich brauche auch keinen organisierten Zwischenhändler, um mit Gott*in zu sprechen oder Familienangehörige ins Jenseits zu verabschieden. Diese uva Rollen hat diese Institution erfunden, um überhaupt nützlich zu erscheinen.

  36. Können Sie mir bitte erklären, um welche „gewichtige Leistung in der und für die Gemeinschaft“ es sich handelt, für welche die Kirchensteuer verlangt wird?

  37. …läuft heute eine 90jährige problemlos aus dem spital)))

    *falls die nassen windeln nicht trippen und sie ihre täglichen 30 pharmapräperate intus hat*

    und das in/mit welchen gottes auch immer; gnaden…

    götter wurden für kinder und schamanen kreiert,
    bezahljournalisten für den rest der tauben mainstreams madam @ blum

    • Liebe blümlein darwin

      1. Von 1000 Geborenen überleben heutzutage 665 Männer und 778 das 80. Lebensjahr problemlos *).

      2. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei rund 85 Jahren **)

      3. Im Jahr 2000 lebten in der Schweiz 46‘700 Personen im Alter von 90 Jahren ***)

      4. Am 11. Januar 2020 konnte Frau Alice Schaufelberger-Hunziker (geb. 11. Januar 1908) ihren 112. Geburtstag feiern. ****)

      5. Die Bestimmung einer Obergrenze der menschlichen Lebensdauer («maximal life span») ist bis heute ein umstrittenes Unterfangen geblieben.

      6. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der hundertjährigen und älteren Menschen rasch angestiegen.

      Quellen:
      *) Höpflinger, Bevölkerungswandel, ISBN 978-3-033-08165-9, aktualisiert per 30.12.2020, S. 53, Tabelle 15
      **) a.a.O. S. 58. Abb. 6
      ***) a.a.O. S. 61
      ****) a.a.O. S. 61
      *****) a.a.=. S. 61

    • sie verwechseln leben wohl mit _dahinsiechen_ madam @blümlein

      aber wahrscheinlich haben sie noch nie die quellen des lebens
      genossen oder selbst erforscht und nur im uniform nachgeschlagen…
      armes dummes geschöpf(gottes))) mehr muss einem zu ihnen nicht einfallen

  38. Wenn Menschen Religion wollen und brauchen dann ist das
    rundum ihr gutes Recht und zu respektieren.
    Wenn jedoch insbesondere die Römische Kirche, von einer
    Rückkehr in die vormalige Macht und Einflussfülle träumt
    dann sollte sie diesen Traum begraben.
    Hmmmm das Glück der Afrikanischen Familien?
    Wenn dem so ist, dann sollten wir hier in Europa die Afrikaner nicht um ihr Glück bringen und nach
    Europa locken.
    Ganz viele in Europa wollen und können auf Afrikanisches Familienglück verzichten.
    Irre Massen an Kindern,die jämmerlich verrecken müssen!
    Das kann es nicht sein, das ist schlicht die absolute Umkehrung des Begriffs, human und humanistisch!

  39. Schön geschrieben hier.
    Leider wird die Opus Dei Ausrichtung weder erwähnt, noch kommentiert.
    Warum?

    • @ Heilsbringer

      Die römisch-katholische Kirche ist in der Schweiz in den sechs Diözesen Basel, Chur, Freiburg, Lugano, St. Gallen und Sitten organisiert. Mit den Kantonen bestehen recht unterschiedliche Staatsverträge über den Einfluss der Landeskirchen auf die Diözesen; insbesondere auf die Mitsprache bei der Bestellung der Bischöfe.

      Die Bischöfe bündeln die Interessen in der Bischofskonferenz und sprechen mit dem Bundesrat auf dieser Ebene.

      Die Diözesen verwirklichen die Weisungen des Heiligen Stuhls und respektieren das Schweizerische Recht.

      Opus Dei kann als „Lobby“ wie Avenir Suisse oder sonst eine Interessenorganisation eingestuft werden, die auf die Leitungstätigkeit der Bischöfe Einfluss nehmen möchte. Am unteren Ende des rege benützten DIskussionsraumes sind aber die Gläubigen in den Kirchgemeinden, die Laien und die Priester, so dass hier ein kirchenpolitischer Ausgleich entsteht.

      Mit der Wahl zum Bischof wurde Msgr. Dr Bonnemain als Angehöriger des Opus Dei mindestens so «neutralisiert» wie ein Bundesrat gegenüber seiner Partei. Er geniesst im übrigen einen guten Ruf als geschätzter Leutpriester; seine intellektuelle Strahlkraft ist mit ihm in jüngeren Jahren schon mal durchgebrannt, aber er gilt dank der Erfahrung und den ausgetragenen Diskussionen als Integrationsfigur.

      Entscheidend ist nun das Programmatische, das der neue Bischof im Exklusiv-Gespräch mit IP verkündet: Die Kirche will die zivilgesellschaftlichen Strukturen aufwerten und so Einfluss nehmen, dass der Familie gegenüber den anderen Interessen im Staat eine wichtigere Position zukommt. Das «Leben» soll wieder in die Familien zurückfinden und nicht technokratisch delegiert werden.

    • @blümlein

      zu ihnen fällt einem nur noch stöhlker ein…
      was für eine schrecklich liebe, nette und abgefuckte familie

  40. Ohne religiöse Zugehörigkeit? Diese Angaben kommen wohl aus der Steuerstatistik.

    Ich denke, dass ein Teil dieser Menschen nicht ohne Glauben oder religiöses Verständnis sind.

    Ein Grossteil ist nicht bereit eine Zwangsabgabe in Form von Kirchensteuern zu bezahlen, wenn man mit dem Inhalt dieser Institutionen nicht (mehr) einverstanden ist.

    Mir ging es gleich im letzten Jahr, in Zuge des forcierten Engagement der Kirchen bei der „Konzernverantwortungs-Initiative“. Aus einigen der oben geschilderten Umstände habe ich vorerst auf einen Austritt verzichtet. Diese „Grosszügigkeit“ hat jedoch ein Verfalldatum.

    Wir haben bei uns und vor unsereren Haustüren ausreichend Gelegenheit, humanitäre Hilfe zu leisten.

    Solche Hilfe leiste ich seit längerem durch persönliches Engagement bei Stiftungen – unmittelbar, transparent und effektiv. Ohne mich deswegen auf „undurchsichtiges“ politisches Glatteis zu begeben.

  41. Ich mag es den Menschen im Bistum Chur gönnen, dass mit Joseph M. Bonnemain zum Bischof eine Person gewählt wurde, welcher hoffentlich die Wunden seiner Vorgänger heilen kann.
    Was Frau Blum allerdings mit den Statistiken zu Beginn des Artikels aussagen will, bleibt mir verschlossen. Ausser sie wiederholt die Position der katholischen Kirche, dass nur sie die wirkliche Kirche sei und alle anderen Kirchen Organisationen von fehlgeleiteten Gläubigen (was zwar jeweilen in ausschweifenden frömmlerischen Worten entgegnet, im Kern aber nie bestritten wird).
    Könnte etwa der Schwund bei den Mitgliedern der evangelisch-reformierten Kirche auch damit zusammenhängen, dass Reformierte auch nach dem Kirchenaustritt noch in den Himmel kommen (nach reformierter Sicht sogar auch alle anderen inklusive Atheisten) wohingegen wer aus der katholischen Kirche austritt in der Hölle landet? Als Resultat der erfolgreichen Gehirnwäsche gehen die Katholiken auf Nummer sicher und bleiben auf dem Papier Mitglied der Kirche. Die Kirchensteuer wird als Versicherungsprämie in Kauf genommen, immerhin geht’s um die Ewigkeit.
    Und da man es nicht mit der katholischen Kirche verscherzen und einen Rauswurf riskieren will, wird auch grosszügig hinweggesehen über mittelalterliche Gebräuche «…kann seine Sünden leicht ins Ohr von Dr. Bonnemain geflüstert und von ihm Zusprache und Bitte um Vergebung oder sogar eine Absolution erhalten haben», der Stellung der Frau als Mensch zweiter Klasse (nicht zu erwähnen Geschiedene, Homosexuelle usw.), dem Zölibat als Erfindung der katholischen Kirche zur Erhaltung der Machtstruktur, den Missbräuchen mit dem weltweit verursachten unsäglichen Leid und bezüglich letzterem der Politik der Vertuschung, Verzögerung und Weigerung, die Verantwortung und Entschädigung gegenüber den Betroffenen zu übernehmen.

    • Wo ist das Problem? Dieser Kirche verdanke ich den Zugang zu Philosophie, Kunst und Religion. Der römisch-katholische Glaube ist der Rolls-Royce der Religionen.

    • Wer aus der katholischen Kirche austritt, kommt trotzdem in den Himmel.
      Wichtig ist, dass er mit Gott im Gespräch bleibt = dass er betet und glaubt. Die Taufe ist unauslöschlich.

    • Gläubiger:

      Du solltest zur Beichte.

      .. und der Rolls Royce jener Hierarchien, die es in Gottes Land so nicht gibt.
      Denn der Mammon treibt auch sein Unwesen in der Vatikan Bank. Und dies ganz weltlich. Auch wenn´s um Geldwäsche geht.

    • Globale Erwärmung als Vorbereitung des Aufenthaltes in der Hölle. Die Richtung stimmt. Auch für Rolls Royce Fahrer wir es dort sehr eng werden, bei all den in der Vergangenheit begangenen Schandtaten.

    • In den Himmel kommen?
      In die Hölle kommen?

      Wie mein (inzwischen verstorbener) Vater zu sagen pflegte:
      Wer weiss schon, was nach dem Tod sein wird? Bis jetzt ist noch keiner zurückgekommen.

      (Ausser einer. Wenn man jener Geschichte glauben will.)

  42. Nach Haas und Huonder braucht es ein Wunder, diese zwei sind im Geiste nämlich
    noch in der heiligen Inquisition hängengeblieben. Der neue muss etwas Oeffnung
    bringen und ein Novum einführen was den Abgang von noch mehr Gläubigern und
    Steuerzahler verhindert. Vielleicht einen Beichtstuhl für Finanzsünder in der Schweiz
    mit ISO zertifiziertem Ablassbrief gekoppelt mit CO2 Zertifikaten die einem das Gewissen
    reinwaschen ?!

  43. Die Lebenserwartung stieg also in den letzten 50 Jahren unter Einsatz von völlig übertriebener Medizin und künstlichem Wohlstand um durchschnittlich 13 Jahre. Und heute verteidigen wir diese 13 Jahre mit Lockdowns um jeden Preis, als wäre es naturgegeben, dass wir so alt werden.

    • @gschpusi

      die lebenserwartung steigt und steigt…
      der iq fällt und fällt…ist doch irgendwie leihwand

      so können wir alle länger dienen und denken uns nichts dabei

  44. Was soll dieses halbe Buch über eine korrupte Organisation? Einleitend zu behaupten, dass man keine Steuern mehr für die Kirche zahlt, wenn man nicht dabei ist, passt doch schon mal ins kirchliche Bild: eine Lüge.

    Über die normale Gemeindesteuer wird nämlich der Lohn sowie die Wohnung des Pfarrers bezahlt. Auch kriegt die Kirche von den bösen Heiden immer brav auch Geld um ihre „Gottes“häuser zu pflegen. Ein absoluter Scherz also.

    Staat ist konsequent von der Kirche zu trennen. Inklusive denselben Regeln zu unterwerfen, wie alle anderen Organisationen. Gerichtsverfahren wegen Pädophilie, Ruhestörungen durch Kirchengeläut und Verbreitung von Lügen (z.B. unbeflecktes Empfängnis) sollten von Amtes wegen verfolgt und verurteilt werden.

  45. Apropos nicht für die Gemeinschaft Steuern zahlen mögen, die katholische Kirche gehört zu den reichsten Institutionen der Welt, ihr Oberhaupt zu den größten Immobilienbesitzern und die eigene Bank in der Vergangenheit zu den undurchsichtigsten und korruptesten aller Staaten.
    Der Vatikan besitzt Vermögenswerte von ca. 13 Milliarden Euro.
    Wieso horten und nicht an die ärmsten spenden?!

    • Sehr geehrter Herr Kunz

      13 Billionen wären die bessere Zahl. Aber auch diese Zahl dürfte um den Faktor 100 zu klein sein.

  46. So viel Geschreibsel um einen pensionierten Bischof und eine Kirche, die seit Jahrhunderten den Missbrauch von Pflegebefohlenen vertuscht und noch geschehen lässt, gehört definitiv nicht ins IP.

    • Der Artikel versucht eine etwas kritische Sicht zu vermitteln und ist der erste seiner Art auf IP. Es wird ausgelotet, ob diese Plattform hier für mehr als nur Finanztextchen geeignet ist.

      Klare und kritische Kommentare werden nicht publiziert.

      Schade ist auch, dass die Authorin nicht weiss, dass das öffentlich-rechtliche Institut „Kirche“ keine Ehre besitzt und daher gewisse Ausdrücke erlaubt wären: Ohne Ehre auch keine Ehrverletzung!

  47. Hopla, da wurden in diesem Werbeartikel doch einige Kleinigkeiten, was die katholische Kirche und den Vatikan betrifft, glatt vergessen.
    Eine Vatikanbank die in alles involviert ist was Gott verboten hat. Pädophilie in allen verabscheuungswürdigen Ausprägungen, seit Dekaden.
    Vom Glauben an den Schöpfer hat sich diese Institution schon lange verabschiedet.
    Villeicht sind das die Ursachen der Kirchenautritte, könnte ja sein.

    • Wie sich derzeit immer mehr herausstellt, ist Pädophilie doch vorrangig im gehobenen, pseudointellektuellen Milieu sozialistisch-marxistischer Ausrichtung zuhause, bei der „gauche caviar“, wie man diese in Paris bezeichnet oder in der „Toscana Connection“, wie das grossdeutsche Pendant dazu heisst.

      Die über Jahrzehnte gepflegte „omerta“ ist erschreckend. In diesen Tagen kam es in der Universität Nanterre zu einem Suizid. Wenn ich mich nicht sehr täusche, wurde dies in der links-protestantischen TA/Coninx-Presse kaum erwähnt.

      Also, bitte nicht all zu polemisch und nicht mit unterschiedlichen Massen messen!

    • besides…polemie kennt keine masseinheiten @ zwingli

      da sind die streng gläubigen muslims schon ehrlicher mit sich und der natur der sache.

      aber egal, was will man dem pseudahlen nobelchristen die schlange erklären