„Postfinance ist wie eine Brauerei, die kein Bier verkaufen darf“

Ohne Kreditgeschäft ist die Bank des Bundes dem Untergang geweiht, sagt Hans Geiger. Deshalb sei die vorgeschlagene Privatisierung dringend – auch wenn sie dann bald übernommen würde.

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  1. Köng will seit Jahren die Banklizenz. Wäre natürlich für ihn finanziell sehr interessant. Optionsprogramm bei Privatisierung, noch mehr Lohn und Status, etc. Deshalb wurden die Strukturen nie angepasst und nun kommt man und sagt, ohne Banklizenz könne man nicht überleben. Ein bisschen einfach.

  2. Privatisieren…ich mags nicht mehr hören. wie wenn das besser funktionieren würde.
    Das Bankensystem ist eh dem Untergang geweiht, weil Geld aus Geld machen volkswirtschaftiches Parasitentum ist. Geld ist eben kein Produkt sondern ein Equivalent zu Arbeit. Schulden=Arbeit die noch nicht getan ist. Die Postfinance sollte nicht Bank sein, sondern eine Dienstleistung rund um den Geldverkehr – ehrliche Arbeit – kein roi mit Zinsen. Und, ja nicht privatisieren. Dem Gemeinwesen ist damit seltenst gedient. Mit der richtigen Einstellung/Vision lässt sich jede Unternehmung auf Zack bringen. Man braucht nur eine coole Führung.

    • Wenn Sie «coole Führung» wollen, gehen Sie zu Neon oder Yapeal; beides «Dienstleistungen rund um den Geldverkehr»!

      Aber oh, hinter Neon und Yapeal steckt ja gar nicht der heilige Staat, sondern innovatives privates Unternehmertum…

  3. Wir müssen uns bewusst sein, dass das Zahlungsverkehrssystem mit dem Postscheck in der Schweiz, wie auch in Österreich (wo es entstand) bis ca. 1990 in allen Belangen dem angelsächsischen Check-System überlegen war.
    Im Gegensatz zu der Postsparkasse in Österreich, die von Anfang neben dem Postscheck Kredite vergab, wurde dies in der Schweiz verboten. Dank der Elektronik sind die Spiesse aller Anbieter von Zahlungsverkehrssystemen hinsichtlich Kosten der Abwicklung ungefähr gleich geworden. Unsere Post ist nicht mehr der billigste Anbieter von Zahlungsverkehr-Diensten mit gleichzeitig den grössten Margen. Ein System, dass jahrelang übrige Postdienste (Zeitungen) quersubventionierte.
    Um ihren Zahlungsverkehr weiterhin profitabel zu halten, wünscht die Post
    zusätzlich neue Finanzprodukte in ihrem Angebot aufzunehmen. Die Publikumsgelder bei der Post sollten die Bundesgarantie verlieren und der Postscheck als Bank eingerichtet und privatisiert werden.
    Eine Postbank für das Kreditgeschäft ist volkswirtschaftlich nicht erwünscht und deshalb ist eine Privatisierung unnötig. Was soll dann die Post unternehmen?
    1. Die Eröffnung von Wertschriften-Depots für die Allgemeinheit für kotiere Aktien und Obligationen in SFr. und Euro mit allen technischen
    Diensten, die damit zusammenhängen, aber ohne Beratung, was zu kaufen und zu verkaufen ist und ohne Lombardkredite.
    2. Das Recht ETF Fonds zu verkaufen aus einer Selektion von Anlagefonds dieser Kategorie in SFr. eventuell auch in Euro, die in ihrer Solvabilität durch die Pensionskasse des Bundes und der AHV Vermögensverwaltung gemeinsam selektioniert werden. Wünscht ein Kunde der Postbank solche Fonds zu kaufen, werden ihm die öffentlich zugänglichen Prüfungen der beiden obgenannten Bundesstellen zur Verfügung gestellt.
    3. Auf dem Mark gibt es zu wenig staatliche Effekten mit unserer geringen Staatsverschuldung (wir 41 %, Japan 237 % des Volkseinkommen). Trotzdem unsere private Verschuldung am höchsten ist in der Welt ist (129 %), benötigen wir die Post nicht als weiterer Anbieter auf dem üblichen Hypothekenmarkt. Möglich wäre es, dass die Post als Bank ihre überschüssigen Geld in erstklassigen langfristigen Pfandbriefen anlegt.
    4. Wie aus den Ausführungen von Punkt 1. bis 3 hervorgeht, ist eine Postbank, die im Besitze des Bundes verbleibt, am besten geeignet billige
    Finanzprodukte als Massenware anzubieten, die wenig Beratung benötigen und wenig Geschäftsrisiko für die Postbank ergeben.
    5. Um diese Fixkosten einer solchen Postbank noch mehr zu verringern, sollte diese Postbank mit den Raiffeisenbanken zusammenarbeiten. Die Raiffeisenbanken kennen den lokalen Markt bestens, die Post kann mit ihnen zusammen ihre Wertschriften-Dienste und den Zahlungsverkehr optimieren. Gerade zum Beispiel in den Kantonen Tessin und Graubünden
    sind in den kleinen Dörfern die Raiffeisenkassen stark vertreten und sie brauchen auch ihre kleinen Postfilialen, die öfters nicht mehr gewinnbringend betrieben werden können. Eigentlich sollten die Politiker der Alpenkantone für ein solches Projekt Verständnis haben.
    Zum Schluss ist nur zu bemerken, eine Postbank mit einem ähnlichen Apparat, wie die Kantonal- und Regionalbanken, ist von vornherein zum Untergang verurteilt und dient weder dem Bund, noch uns als ihre Kunden
    und schon gar nicht unserer Volkswirtschaft. Diese wird nur herumgeschubst und landet zuletzt als billiger Jakob bei einer unserer beiden Grossbanken, die sie in ihrem Filialnetzt als geschenkte Ergänzung auflöst.

  4. Jetzt macht Geiger auch noch auf Bierbrauerei der ist ja der klügste, intelligenteste und seine Plaudereien grenzen an Altersdemenz.

  5. Postfinance war und ist ein Schönwetterkonstrukt. Das Geschäftsmodell läuft so lange gut, wie a) das Zinsniveau positiv ist und b) die Zinskurve nicht flach. So konnte die PoFi aus der Fristentransformation ohne grossen Aufwand und ohne grosses Risiko Profit generieren. Falls jemand tatsächlich die Meinung vertritt, dass nur die Post (oder die PoFi) den Zahlungsverkehr abwickeln kann, dann bitte – zurückverlagern zur Post. Aber dann bitte Verursacherprinzip einführen: wer das Gefühl hat, für seine Einzahlungen ein gelbes Büchli zu benötigen und eine Arbeitskraft an einem Schalter zu bemühen, der soll dafür selbst bezahlen. Bei den Briefen/Paketen geht das ja auch.

    Ob es nun sinnvoll war, mit dem Profit aus der Fristentransformation a) völlig marktverzerrende Sparzinsen zu zahlen oder b) ein unnötiges physisches Distributionsnetz der Mutter (Post) querzusubventionieren, sei mal dahingestellt. Fakt ist, dass das Geschäftsmodell allerspätestens seit Einführung der Minuszinsen endgültig dem Tod geweiht ist – genauso wie die antiquierte Ansicht, dass eine bediente Poststelle innerhalb von x Minuten zu Fuss erreichbar sein muss. Der Besuch einer Poststelle ist heute höchstens ein paar wenige Male pro Jahr – wenn überhaupt – nötig. Zum Vergleich: ein Besuch z.B. der IKEA oder eines Kinos ist überhaupt gar nie nötig – und trotzdem spielt es niemandem eine Rolle, wie lange der Anfahrtsweg ist.

    Somit bietet sich die Liquidation der Postfinance geradezu an. Das Anlageportfolio kann ohne weiteres verkauft werden. Ebenfalls dürfte sich für das Passivgeschäft ein Käufer(-konsortium) finden lassen. Falls sich die Politik für den Zahlungsverkehr interessiert kann dieser der Post überlassen werden. Und weg ist der Husten.

    Im besten Fall schaut noch eine Liquidationsdividende heraus, mit welcher die Post (…im Auftrag der Politik) noch eine Weile Strukturerhaltung betreiben kann.

  6. Die Postfinance wollen sie deshalb privatisieren und zerstören, weil die Politiker/-.innen und Banker das BARGELD abschaffen wollen!

    Sie wollen die Bargeldeinzahlungen am Postschalter verbieten und das Bargeld abschaffen, um das geht es!

    Wenn das Bargeld abgeschafft ist werden sie den Negativzins-Diebstahl durchsetzen und eure Konten plündern, weil ihr mit Digitalgeld den Betrügern nicht mehr ausweichen könnt.

    Die Falschgelderzeuger wollen alle kontrollieren und “zwangsabzocken“.

    Der Politik und den Bankstern kann man nicht trauen.

    • Manche Banken würden auch gerne 100fach pleite sein, und trotzdem weitermachen. Wenn keiner das Geld abheben kann, kann auch niemand eine kaputte Bank zwingen, ihre kaputten Vermögenswerte zu Geld zu machen. Der Bankensturm ermöglicht es aber, es herauszufinden, dass die Bank kaputt ist.

  7. Als Subvention erhält die Postfinance ja auch dann noch die Gebühren der über 200 Mio. Zahlungen die bequeme Menschen am Postschalter tätigen. Berappen dürfen diese Dienstleistung die Empfänger der Zahlung, die diesen Prozess nicht beeinflussen können.
    Ethik war ja wohl noch nie ein Kriterium im Tun der Post!

    • Dienstleistung kann nicht gratis sein. Aber wir Nicht-Posteinzahler zahlen mit. Der Fehler liegt darin, dass nicht die Einzahler die Gebühr bezahlen müssen. Bzw. müssten die Politiker das Gesetz ändern, Bring- statt Holschuld, dann müsste nicht der Empfänger die Gebühr übernehmen. Oder allg. Verkaufsbedingungen, die es so regeln. Bisher machten das noch nicht viele.

    • Dieser alte Zopf gehört längst abgeschnitten. So etwas gibt es sonst weltweit nirgends.

  8. Man kann wohl davon ausgehen, dass mit der Privatisierung die Postfinance ausgeplündert wird, damit der die Grossmanager der Grossbanken und Hedgefonds ein gutes Geschäft machen können. Die Zeche zahlt am Schluss die Allgemeinheit.
    Gunther Kropp, Basel

  9. Nutzen wir doch einfach die zahlreichen Alternativen im Anlage- und Finanzierungsgeschäft der übrigen Marktteilnehmer. Kompetente Beratungen führen zu einer verlässlichen Partnerschaft über Jahre. Da gehört auch Transparenz für Kosten und Konditionen dazu.

  10. Also ich bin sehr zufrieden mit der Postfinance. Ich glaube die negativen Kommentare kommen hauptsächlich von frustrierten Banker, welche sich gerne etwas vom Postfinancekuchen abschneiden wollen.

    • Ich bin kein frustrierter Banker, aber ein enttäuschter Postfinance-Kunde. Unflexibel und gebärdet sich immer noch wie ein Staatsbetrieb, der nicht auf Kunden angewiesen ist. A la SBB. Noch nicht in der Privatwirtschaft angekommen; dauert Generation(en).

    • Lieber JPS
      Herzlichen Dank für ihre Salbungungen!
      Sie gehören sicher auch zu den treuen Kunden, die ihre Zahlungen mit dem gelben Büchlein am Postschalter machen. Wir danken Ihnen, dass Sie hiermit dazu beitragen. dass Filialnetz der Post zu erhalten.

  11. Jetzt müssen halt die Star-Verwaltungsräte mit den (auf dem Papier) grossen Namen wie Watter, Lauber und die Powerfrauen die Aermel hochkrempeln und den Laden so herausputzen, dass später die Privatisierung ein Erfolg wird und Postfinance auch genug Gewinne abwerfen wird trotz harter Konkurrenz.
    Aber diese Herren und Damen sind ja fürstlich entlöhnt und deshalb darf/muss man das von ihnen auch erwarten ohne Wenn und Aber.
    Sonst können sie ja die McKinsey-Sekte zur Hilfe rufen, damit die ihnen mit ein paar Folien zu einem Gewaltshonorar zeigt, wie es theoretisch funktioniert!

  12. Was Geiger wieder von sich gibt, ist einfach nur noch peinlich. Der soll doch schweigen und geniessen ohne uns zu ärgern.

  13. Gewinnmaximierende Banken bis zum geht nicht mehr. Kein Wunder steht die Welt am Abgrund. Oben zogen sie ab was nur geht und manchmal auch nicht geht. Unten bauen sie Stellen ab, drohen dauernd mit outsourcing. Volkswirtschaftlich eine tickende Zeitbombe (siehe USA) und der Kunde bleibt total auf der Strecke.Scheiss auf den Service publik! Man ist mit den Ideen im kalten Krieg stecken geblieben. Es braucht neue Ideen, und keine uralten und schon längst gescheiterte Ideen.

  14. Das wäre sehr schade. Der einzige Grund weshalb ich bei der Postfinance bin ist genaus weil es eben eine Staatsbank ist (und nicht kleinbei geben musste gegenüber dem US Treasury).

    • Dann sind auch Sie einer der vielen Postfinance-Kunden, die von falschen Voraussetzungen ausgehen. Denn eine Staatsbank ist per Definition immer eine öffentlich-rechtliche Anstalt.

      Das ist bei den meisten Kantonalbanken der Fall; sie sind öffentlich-rechtliche Anstalten – die Oberaufsicht obliegt in diesen Fällen dem jeweils zuständigen Kantonsrat.

      Kunden dieser Banken profitieren von einer Staatsgarantie. Wobei der Beweis noch, aber dennoch hoffentlich nie…, erbracht werden müsste, ob die Garantie auch greift.

      Die Postfinance AG hingegen ist, wie auch wenige der Kantonalbanken, eine privatrechtliche Aktiengesellschaft nach Schweizerischem Recht, die in einer privatrechtlichen Konzernstruktur der Schweizerischen Post AG, ihres Zeichens eine spezialrechtliche Aktiengesellschaft, eingebettet ist.

      Es gilt der Einlagenschutz bis Fr. 100’000.

      Die Aufsicht und die der Geschäftsleitung übergeordnete Leitung über die Postfinance obliegt einem Verwaltungsrat gemäss Obligationenrechts – die Eidgenössischen Räte haben bei der Postfinance nichts zu melden.

  15. Postfinance bietet einen Service, der Steuerzahler zahlt dafür auch ein kleines bisschen was.
    Man muss natürlich drüber diskutieren, ob dieser Service ansprechend ist.
    Eine Privatisierung aber hätte nur den Effekt, dass sich kurzfristig ein paar Leute bereichern, langfristig von PF nichts mehr übrig bleiben wird. Mit Sicherheit würde der Service/das Angebot nicht besser. Das wäre meiner Meinung nach schade für die Vielfalt der Angebote in der Schweiz.

  16. Die Postfinance darf mindestestens noch zweimal vom Steuerzahler gerettet werden, bevor sie sich privatisieren muss. Andernfalls wäre das unfair und marktverzerrend gegenüber den Grossbanken.

    • Zweimal? Wann wurde die CS vom Steuerzahler gerettet? Ist es nicht marktverzehrend, wenn die Postfinance heute direkt vom Bund quersubventioniert wird?

    • @Gugus Dada

      Woher haben Sie die Falschinformation, dass Postfinance vom Bund quersubventioniert würde? Bisher hat Postfinance jeweils Gewinne erarbeitet und den Staat entlastet!
      Zur CS:
      Ja, die CS wurde nicht vom Steuerzahler gerettet. Diverse Kapitalerhöhungen der Bank haben den Steuerzahler vor einer Rettung bewahrt. Ebenfalls wurde der Aktionär für die Ausbezahlung der Boni des oberen Kaders für erfolglose Geschäftsführung mit diversen Kapitalerhöhungen zur Kasse gebeten. Wann der Staat für die CS zur Kasse gebeten wird, ist allerdings nur eine Frage der Zeit.

    • @Kein Banker die Gebühren für Einzahlungen am Postschalter, die bewusst dem Empfänger und nicht dem Auftraggeber (die Einzahlung am Postschalter wäre längst ausgestorben) belastet werden sind also keine Quersubvention? Was denkst Du, wie konnte die Post jahrelang Zinsen weit über dem Markt anbieten, um Kunden anzulocken?

      Betreffend CS sind das Deine eigenen Spekulationen und damit bewusst gestreute Fehlinfos von Deiner Seite.

    • @Banker
      Quersubventionen:
      Gebühren, die Postfinance bei Schaltereinzahlungen verlangt, sind Gebühren und keine Subventionen und schon gar nicht Quersubventionen. Sie haben recht, dass diese dem Empfänger belastet werden, ist nicht schön, eigentlich sollte diese der Einzahler berappen.
      Gebühren sind allerdings auch für anderen Banken kein Fremdwort. Hier ohne Kommentar aus „Espresso vom 18.09.2020“: „Eine Rentnerin will am UBS-Schalter Geld nach Italien überweisen. Dafür soll sie happige 100 Franken Gebühren zahlen.“

      Zinsen:
      Ich weiss nicht, wer ihnen das Märchen von „Postfinance-Zinsen weit über dem Markt“ erzählt hat. Tatsache ist, dass Postfinance lange Zeit gar keine Zinsen auf Guthaben bezahlt hat. Nach Einführung der Verzinsung waren die Zinssätze aus meiner Sicht moderat.
      Derzeit: Privatkonto: 0%; E-Sparkonto: 0.01%
      Sollten diese Sätze tatsächlich erheblich über denjenigen ihrer Bank liegen, würde ich mir an ihrer Stelle irgend etwas überlegen.

      Kapitalerhöhungen CS (Spekulation/Fehlinfos?):
      Kapitalerhöhungen wurden jeweils an den Generalversammlungen genehmigt. Aus den Unterlagen zu Generalversammlung der letzten Jahre können Sie die Anzahl Kapitalerhöhungen mit den dazugehörigen Milliardenbeträgen einfach herausfinden.
      Ich denke, in den Geschäftsberichten dieser Bank hat es nicht all zu viele Fehlinformationen. Sie können sich deshalb aus 1. Hand ein zuverlässiges Bild über den Sachverhalt machen.

    • @Banker
      Endlich mal ne ‚Bank‘ die kundenfreundlich ist. Immer wollt ihr die gleiche ‚liberale‘ Nummer abziehen mit staatsnahen Betrieben; zuerst privatisieren und dann filetieren.

  17. Kann man auch ersatzlos dichtmachen. Auf die hat keiner gewartet. Der einzige Vorteil war das dichte Postfilialennetz. Die Schweiz ist overbanked, der Markt für Hypotheken und Kredite mehr als gesättigt.

  18. Gemäss Herr Geiger ist das Verbot des Kreditgeschäftes für die Postfinance das grosse Problem. Ja, da stimme ich zu. Dies weiss man nun schon lange.

    Wie könnte man, sofern man wollte, dieses Problem nun lösen?
    Dazu braucht es keine teuren Beraten, die Lösung ist sehr einfach. Dieses Verbot aufheben und schon ist das ganze vom Tisch.

    Weshalb wird diese triviale Lösung nicht in Betracht gezogen?
    Dagegen sträuben sich Rechte und Liberale Politiker schon länger, weil sich die Privatwirtschaft vor diesem Staatsbetrieb gewaltig fürchtet. Ist doch das Preis/Leistungsverhältnis von Postfinance hervorragend und schon jetzt in den Geschäftsfeldern, in denen Postfinance tätig ist, eine harte Konkurrenz. Deshalb dürfen auf keinen Fall neue Geschäftsfelder dazukommen. Zudem ist für diese Leute jeder staatliche Betrieb, der Gewinn abwirft, ein Dorn im Auge und somit zu privatisieren. Denn Gewinne gehören nach deren Ansicht privatisiert, zum Sozialisieren sind die Verluste da.

    Bei der nun stattfindenden Debatte geht es in erster Linie um die Privatisierung von Postfinance. Und damit sich das Geschäft dann auch richtig lohnt – die Gewinne fliessen dann ja in Privathand – , ist erst anschliessend das Verbot der Kreditvergabe aufzuheben.

    • Als privatrechtliche Aktiengesellschaft ist die Postfinance schon lange kein wirklicher «Staatsbetrieb» mehr.

      «Ist doch das Preis/Leistungsverhältnis von Postfinance hervorragend und schon jetzt in den Geschäftsfeldern, in denen Postfinance tätig ist, eine harte Konkurrenz.»

      Danke für den herzhaften Lacher. Wenn die Schweizer nicht so Gewohnheitstiere wären, hätte dieser Laden mit seinen durchzogenen PTT-Leistungen eher weniger Kunden.

      Viele Produkte sind übrigens eingekauft; vor allem die UBS ist ein wichtiger Partner z.B. im Bereich der Finanzprodukte, Swissquote stellt das e-Trading usw. Da kann man doch gleich zum Original, also eben UBS oder Swissquote.

      Sicher, die Postfinance AG kann ohne Zweifel einen grossen Betrag an Kundengeldern vorweisen. Allerdings baut dieser Erfolg, nebst dem für eine Bargeldgesellschaft wichtigen Vorteil der hohen Geldautomatendichte, auf den immer noch weit verbreiteten Irrtum auf, dass diese Bank eine Staatsgarantie gewähre, was natürlich Quatsch ist.

      «Zudem ist für diese Leute jeder staatliche Betrieb, der Gewinn abwirft, ein Dorn im Auge und somit zu privatisieren.»

      Und genau deshalb haben die öffentlich-rechtlichen Kantonalbanken ja auch so eine starke und unbestrittene Stellung oder was?

      Aber es ist schon richtig:

      Warum soll der Staat die Privatwirtschaft konkurrenzieren?

      Damit auch Sie, Pöstler, das verstehen:

      Wie würden Sie denken, wenn Sie mit den Mühen des selbst getragenen Geschäftsrisikos etwa einen Handwerksbetrieb aufbauen, zum Beispiel eine Schreinerei?

      Über Ihnen hängt das Damoklesschwert der Verschuldung, das Geschäft braucht seinen Anlauf – doch genau mit Erreichen des Break-even-Point macht gleich nebenan ebenfalls eine Schreinerei auf und konkurrenziert Sie.

      Gut, das ist Marktwirtschaft, denken Sie sich. Aber Sie finden heraus, dass der Besitzer der Schreinerei der Staat ist. Jener Staat, für den Sie fast ein halbes Jahr lang arbeiten, weil er von Ihnen Steuern und Abgaben einfordert.

      Wie würden Sie darübr denken? Oder sind Sie schon zu sehr der «Beamte», um die Perfidie überhaupt zu verstehen?

      Nein, der Staat soll sich diesbezüglich auf seine Spielleitungsaufgabe beschränken; der vielbeschworene «Service Public» kann auch mittels Leistungsauftrag im Ausschreibungsverfahren sichergestellt werden.

      Abgesehen davon:

      Wie kann man am Kreditgeschäft im Lichte des von dem «Staatsbetrieb» SNB verfügten Minuszinses noch was verdienen?

      Der Zug ist abgefahren!

  19. Zahlt den Kunden das Geld zurück und zieht den Stecker. Postfinance was nice to have but not to need. Wenn das Geschäftsmodell weggebrochen ist, muss man die Konsequenzen ziehen. Hier müssten die Beamten über den eigenen Schatten springen.

    Kreditvergabe ändert nichts:
    1. Marktlücken gibt es nicht
    2. Kompetenz fehlt
    3. Staatsschutz gehört nicht in eine Marktwirtschaft (gilt auch für die anderen tbtf Läden)
    Danke für nichts PF

  20. die Postfinance kann ja Corona-Bier verkaufen. Dieses Produkt kann ja beim Schalter-Kiosk auch noch verkauft werden.

    • Zum Glück ist das «Millionenlos» Geschichte. Schalterkunden der Post werden also in Zukunft nicht mehr von Mitte Oktober bis Mitte Januar des Folgejahres zum Kauf einer 100 Franken teuren Niete «animiert».

  21. Die Post muss wieder wie früher sein. Absolute Staatsgarantie. Postgeheimnis auch für Schweizer, die in den USA leben. Verzinungsungslimite von 10000 Fr. wäre OK. Beim E-Banking muss das Kachel-Hauptmenü weggehen, da es unübersichtlich ist. (Eigen-)Werbung im E-Banking muss weggehen.

    Auch: Banken ohne Staatsgarantie müssen Aktien herausgeben, bis ihr Eigenkapital 40% ist.

    Gefallen die Vorschläge?

    @Private Postfinance
    Anfragen wurden mir von der Post immer schnell und gut beantwortet.

  22. Die Postfinance ist ein typisches Gebilde der SP und der Grünen. Man erkennt hier klar, dass die SP von einer Bank keine Ahnung hat. Die Postfinance würde pleite gehen mit den Minuszinsen.

    • @ueli
      Wobei Minuszinsen wieder ein typisches Gebilde von reichen Liberals sind, die in einem deflationären Niedrigzinsumfeld noch reicher werden. Mann könnte ja einfach mal die Löhne erhöhen und die Grenzen vor Billiglöhner schützen, dann wäre das Problem zu einem grossen Teil entschärft.

  23. Diese Beamtenbank als Vollbank mit dem gegenwärtigen verschlafenen Personal auf den Markt lassen, ist totale Verantwortungslosigkeit. Am Schluss zahlen wir den programmierten Absturz. Warum nicht auf vom Bund bezahlte Post reduzieren und die Finanzgrossmachtsträume begraben. Die Schweiz ist jetzt schon overbanked.

    • „Die Schweiz ist jetzt schon overbanked.“

      In diesem Punkt gebe ich Ihnen recht. Die Schweiz hat viele schlechte Banken. Weshalb lässt man nicht einfach das Verbot der Kreditvergabe für Postfinance fallen und den Markt spielen? Die Marktgesetzte könnten dann die schlechten Banken aussortieren. Eine Privatisierung brauchen wir tatsächlich nicht.

  24. Meine Prognose:

    Die UBS wird sich mit dem Bund einig und fusioniert die eigene Retail-Tochter UBS Switzerland AG mit der Postfinance AG.

    Je 25,05% des Aktienpakets der neuen noch zu benennenden «Neuen Retailbank AG» behalten Bund und UBS vorerst, die übrigen 49,9% kommen an die Börse; mittelfristig ziehen sich beide Grossaktionäre sukzessive zurück.

    In einem zweiten Shritt fusioniert die vom «lästigen» Retailgeschäft erlöste UBS mit einem passenden Wunschpartner aus dem Bereich Wealth Management und/oder Investment.

    Und an jene, die sich an eine Staatsbank klammern, empfehle ich die Kantonalbanken. Als öffentlich-rechtliche Anstalten sind diese nämlich die wirklichen Staatsbanken, ganz im Gegensatz zur Aktiengesellschaft Postfinance.

  25. Raiffeisen = vegane Käserei?
    Kantonalbank = Kebab ohne alles?
    Postfinance = Brauerei ohne Bier?
    Privatbank = Russenmafia ohne Kaviar?
    Grossbank = Frühstücksdirektor ohne jede Ahnung?
    IP = Revolverblatt ohne Räubergeschichten?

  26. Das ist doch Unsinn
    Im Imternet gibt es viele Startups die Kredite vermitteln ohne eine Banklizenz zu besitzen.
    Kreditvergabe rechnet sich nur, wenn das Risiko und das Kapital von jemand anderem kommt.
    Mit 1% ist nicht viel verdient.
    PostFinance wäre prädistiniert um selbst Kreditkarten auszugeben, also ohne VISA und Mastercard
    Es wird so kommen wie bei der SNB.
    An die Börse, jedoch nicht richtig.

  27. Ueberall wo der Staat seine Finger in Unternehmen hat, da geht es schief.
    So einfach ist es – history repeats itself…

    • Und überall, wo es in Privatunternehmen richtig schief ging, musste der Staat zur Rettung kurzfristig seine Finger in diese Unternehmen stecken.
      – history repeats itself…

  28. und jetzt ist sie auf einmal nicht mehr in der Lage, ihren Auftrag zu erfüllen, wenn sie nicht Kredite vergeben darf?
    Ich würde da eher auf Grössenwahn und Inkompetenz setzen, als auf die widrigen Marktzustände. Und es sicher eine nachhaltige Entwicklung, wenn wir Bürger unsere Zahlungsinfrastruktur vollständig privaten Einzelinteressen überlassen.

  29. Die Postfinance ist die schlimmste Bank bei der ich je Kunde war. So lahme Berater wie bei denen,gibts bei keiner anderen Bank. Die schlafen fast ein aber das hat wohl damit zu tun, dass sie immer auf Staatshilfe hoffen können und glauben, sie müssten keine Leistung bringen.

    Die Bank MUSS privatisiert werden, ganzes Management und die Teams auswechseln. Der Steuerzahler darf für so schlechte Leistungen nicht belangt werden.

    • Private Postfinance

      Und WER BITTE sollen für diesen trüben beamtenapparat irgendeinen kaufpreis bezahlen?

      Uebrigens – die „Postfinance“, DER Zahlungsverkehrsanbieter der KMU’s schlechthin, hat hat uns die Eröffnung eines simplen Kontos für den Zahlungsverkehr (Mietzahlungen, Versicherungen, Löhne, Sozialleistungen, Bürokosten etc.) unseres Büroservicebetriebes ABGELEHNT… too risky, wahrscheinlich wegen unseres Firmensitzes: ZUG

      Also… für UNS kein Problem weil kein Thema (mehr)

    • Ich frage mich eher, und das schon seit Jahren: braucht es überhaupt eine Postfinance?
      Es kommen bereits Politiker, welche sich um die Post und Preise deren Dienstleistung fürchten, wenn die Quersubventionen von der Postfinance wegfallen. Mir graut nur noch…

    • Das sehe ich anders.
      Alle anderen Banken, bei denen ich Kunde bin/war habe ich als deutlich schlechter wahrgenommen, sei dies in der Gebührenfrage, dem Abwickeln von Geschäftsvorfällen oder in der Beratung.
      So viel ich weiss, hat Postfinance bisher nur Geld an den Staat abgeliefert und nicht umgekehrt. Andere, in Privathand befindliche Banken, können dies nicht von sich behaupten. Zusätzlich besteht bei diesen Banken immer die latente Gefahr, dass der Steuerzahler zu Kasse gebeten wird, da sie sich bei jeder Krise auf ihre „Systemrelevanz“ berufen.
      Deshalb: Systemrelevante Banken gehören verstaatlicht! Sollen diese nicht verstaatlicht werden, so sind sie so zu zersplittern, dass keine Systemrelevanz mehr gegeben ist und diese Banken nach Managementfehlern auch getrost in Konkurs geschickt werden können.

    • Gerade ganz vom Markt nehmen wie CS und UBS. Alles zu grosse, schlimme Banken, auch miserable Beratung. Da weis die linke nicht was die rechte macht. Ziehe persönliche, kleine Landbankken vor

    • Gute Nacht, lieber Kommentarschreiber!
      Mein Gott, wie verschlafen sind manche Teile der Schweiz heut noch? Ich bin so froh, so unendlich froh, endlich keine Steuern & AHV Beiträge mehr zur Unterstützung all dieser B- und C-Schweizer mehr zu zahlen. Ihr verdient keinen einzigen Rappen von meinem sauer & mühsam & mit extremen persönlichem Einsatz brutalst hart erkämpften Geld. Echt jetzt. Ich bin so froh, dieses Land der Rosinenpicker & Abzocker (der Leistungsträger) verlassen zu haben.
      Welcher Penner braucht denn in Zeiten des Internets noch eine Bankberatung?? Geht´s noch? Kein Mensch braucht das heute mehr!!

    • Woher wissen Sie das die PF bereits Staatshilfe bekommt? Ich bin überzeugt das es seit 2007 andere Banken gab die mehr vom Staat profitiert haben. Zudem sind Sie wahrscheinlich die Sorte Kunde die keine Bank haben will (Stichwort Bankbüechli) #NoFront.