„Target 2 sollte den Euro-Zahlungsverkehr regeln, jetzt ist es Deutschlands Handschelle“

Die Deutschen haben im Euro-Ausgleichssystem 1’000 Milliarden zugute, die Italiener stehen mit 500 Milliarden in der Kreide – Too Big to Fail hoch 7.

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31 Kommentare zu “„Target 2 sollte den Euro-Zahlungsverkehr regeln, jetzt ist es Deutschlands Handschelle“

  1. Der grösste EURO-Verlierer ist der deutsche Sparer. Bei über 2 % Inflation verliert er schon kontinuierlich an Kaufkraft. Dazu kommt das unsägliche Target 2 System mit den Italiener am dicken Ende. Dazu haben die Deutschen in Italien den schlechten Ruf der grossmauligen Dickköpfe.
    Deutschland ist erpressbar durch den ganzen EURO-Südbauch.
    Profiteure sind hingegen die deutschen Exportindustrien. Gute Nacht Euroland!

  2. Einige Länder mit dem Euro werden austreten (Italien, Spanien und Portugal, vielleicht auch Griechenland) irgendwann vor 2040.
    Man versuchte ein Gemeinschaftswährung schon früher mit einer „Lateinische Münzunion“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_M%C3%BCnzunion

    und auch mit der „Skandinavische Münzunion“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Skandinavische_M%C3%BCnzunion

    Beide Währungsblöcke sind zerbrochen.

    Uebrigens war Griechenland über 100 Jahre lang im Konkurs in den letzten 200 Jahren, und das mit der Drachmen.
    Regelmässige Länder im Konkurs sind auch Argentinien, Venezuela, Ecuador und Mexiko, neben Pakistan und der Türkei und einigen Ländern in Afrika.

  3. Hässig fragt zu Recht: „Dann finanziert Deutschland also seinen eigenen Exporte?“ Geiger geht leider nicht darauf ein.

    Denn so ist es. Genauer gesagt: Die EZB finanziert die Deutschen Exporte. Oder zumindest einen grossen Teil davon. Aber wo ist denn die Billion letztlich hingeflossen, die die EZB aus dem Target 2 – Kässeli bezahlt hat? BMW liefert wohl kaum Autos auf Pump….

    Nach Griechenland, Italien, Portugal?

    Nein.

    Nach Ingolstadt, Stuttgart und Wolfsburg.

    • @ C. Ponzi
      Sie haben teilweise Recht: Deutschland bezahlt durch seinen „Überschuss“ im Target 2-System von knapp 1000 Mrd. Euro seine eigenen Exporte. Ein Teil des „Überschusses“ kommt aber nicht aus dem Güterexport, sondern aus dem Kapitalimport nach Deutschland. Etwas weniger nett gesagt: Deutschland finanziert die Kapitalflucht aus anderen Euroländern nach Deutschland selbst. Und was wir im Blog nicht besprochen haben: Seit einiger Zeit auch noch die Anleihenskäufe der EZB. Das alles entspricht weder dem Buchstaben noch der Grundidee des Vertrags von Lissabon.
      Die Idee ist durchaus italienisch „whatever it takes“

    • Geiger hat wieder nicht Recht!
      Das Exportland übernimmt immer das Delkredere- und Währungsrisiko!
      Spielt aber überhaupt keine Rolle, weil Geld ist nur ein Tauschersatzmittel für die eigene Arbeit oder Leistung. Für die Aufbewahrung ist die Sekte Fakultät Ökonomie, Geiger ist Mitglied, verantwortlich, welche diese Spielform mit Spielwaren vollstopft! Eigene Wirtschaft = Schuldengeldspielwarenmarkt = Fachsprache Kapitalmarkt!

    • Werter Herr Ponzi
      Unseren Wohlstand ist auf Pump, oder wie glauben Sie, die Geldschöpfung funktioniert?
      Die Banken übernehmen bei jedem Export das Delkredere (Schulden aus dem Ausland)- und Währungsrisiko, oder wie glauben Sie, kommt BMW zum Euro?
      Das Delkredererisiko steht nicht im Einklang mit der Geldschöpfung, wie ich schon mehrfach erläutert habe. Diese Betrugsform haben wir den Sektenmitgliedern aus der Fakultät Ökonomie zu verdanken!

    • „oder wie glauben Sie, kommt BMW zum Euro?“

      Die Euros kommen von der EZB.

      Aber die wird ihre Forderungen an Italien, Portugal und Konsorten bis zum St. Nimmerleinstag vor sich herschieben, weil sie niemals erfüllt werden können. Sollte die EZB darauf bestehen, ist das Spiel sofort aus.

      Auch für BMW.

      Folglich bleibt die EZB bei der Kernstrategie unserer Schuldenwirtschaft: extend and pretend.

    • Herr C. Ponzi
      Inwieweit die Banken im Euroraum, ihre Geschäfte auch direkt über sog. Korrespondenzbanken abwickeln dürfen, vermag ich nicht zu beurteilen!
      Eines ist immer sicher. Wir leben nur vom Pump Geld, weil die Schöpfung nur über Kredite und Eigengeschäfte (verfassungswidrig) erfolgt!
      Der elektronische Zahlungsverkehr findet im Währungsraum immer über die Zentralbankgeldkonten der Banken statt. Der Saldo ist völlig dabei völlig unwichtig! Die Zentralbanken können aus gesetzlicher Sicht nicht Pleite gehen.
      Es kann natürlich passieren, das die Währung als Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert wird. Nach dem Geld ist immer vor dem Geld, so war es immer und so wird es immer sein!

      Das Schneeballsystem braucht nur ein bestimmtes Volumen, welches die EZB schöpft. Vielleicht muss die EZB mit einem Kredit aushelfen. so what!
      Das Delkredererisiko muss der Staat übernehmen. Die Banken erfüllen nur die ihr übertragene Treuhandfunktion! Der gesamte Gewinn muss als Rückstellung für die faul werdende Geldschöpfung verwendet werden. Die Guthaben als Rückseite der Schulden sind nicht zu verzinsen. Klare Trennung zwischen Geldschöpfung = Banken und Wirtschaft = Nichtbanken, und die Spiele der Sekte Fakultät Ökonomie und Regierenden sind beendet. Wenn nun noch der Virus Zahler Mythen das Denkvermögen verlässt, wären die Ökonomen und Regierenden fast überflüssig!

  4. Und wo sind die Euros geblieben? Ja wo wohl?

    Das Euro-System ist in erster Linie ein Subventionssapparat für die Deutsche Exportindustrie, sprich Wirtschaft .

    Wer die Audis, BMWs und Mercedes bezahlt, ist Audi, BMW und Mercedes doch völlig wurscht. Hauptsache, sie werden bezahlt – und sei es von der eigenen Zentralbank. Die Umverteilung findet nicht vom Deutschen Steuerzahler zum faulen Griechen statt, sondern vom Deutschen Steuerzahler in Deutsche Konzernkassen.

  5. Könnte Herr Geiger dieses Thema noch etwas eingehender erklären? Als Nichtkenner dieser Materie habe ich das System Target noch nicht ganz verstanden. Danke.

    • Das Video, das Hans Geiger hier eingestellt hat, passt in das Bild, das ich mir von ihm seit einigen Monaten gemacht habe. Sei es aus Bequemlichkeit, Oberflächlichkeit oder mangelndem Detailbewusstsein: das eingestellte Video beschreibt die Realität des TARGET-Systems nur unzureichend.
      Man könnte beim Zuschauen den Eindruck gewinnen, daß eben die zwanzig Euro, die die Käuferin aus Finnland bezahlt, über die finnische Nationalbank, die EZB und die spanische Nationalbank an den Schuhverkäufer in Spanien weitergeleitet werden. Das wird wohl auch dadurch unterstrichen, daß der dargestellte Zwanzigeuroschein Flügel bekommt und dann quasi von Finnland nach Spanien „fliegt“.

      Tatsächlich tut er das jedoch nicht.

      Stattdessen generiert die spanische Nationalbank ein „Guthaben“ für den Schuhverkäufer in Spanien, welches dann auf dem Girokonto erscheint, während in Finnland die finnische Nationalbank den Betrag von der Käuferin einzieht und im europäischen Target-System damit über eine Ausgleichsposition verfügt.
      Die Besonderheit:
      Das Geld selbst bewegt sich nicht von Finnland nach Spanien, sondern es handelt sich nur um Buchungen.
      Dadurch verdeckt die EZB enorme Handelsbilanzüberschüsse von erfolgreichen Nordstaaten, da das Geld eben nicht Flügel bekommt, sondern nur als Saldenbestand positiver oder negativer Kontenstände bei den jeweiligen Nationalbanken residiert.

      Das Target-2 System verhindert damit, daß das Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten ein Europa der einseitigen Geldströme wird.

      Hätte nämlich der Zwanzigeuroschein wirklich Flügel, so würden diese Flugobjekte im Laufe der Zeit immer häufiger in Deutschland, den Niederlanden oder Österreich landen und damit die Liquidität der schwächeren Staaten unterminieren.

      So allerdings kann die EZB einen Puffer aufbauen, der allzu ausgabefreudige schwache Staaten bevorteilt, da diese über einen Nullzins-Sorgloskredit konsumieren können.

      Die Frage ist, ob ein Aufrechterhalten dieser Anschreibementalität weiter Sinn macht: so will die neue Regierung in Italien die Konjunktur über Ausgabenerhöhung weiter anheizen, was letztendlich auch auf den Konsum durchschlagen wird und damit die EZB vor das Problem stellt, daß sich die Target 2 Salden von Italien gegenüber Deutschland naturgemäß weiter erhöhen.

      Der Kreislauf wird damit zum Teufelskreis: immer höher werdende italienische Staatsschulden befeuern die immer weiter ansteigenden Target-2 Salden.
      Mit anderen Worten: den Italienern ist der Konsum auf Pump wichtiger als ihre eigene Haushaltskonsolidierung.
      Wenn die Italiener wenigstens nur ital. Schuhe, Ferraris und Ferreros kaufen würden, wär das ganze noch Wirtschaftsförderung im Innern, aber da sie mangels Angebots in ganz Europa „einkaufen“, verkümmert der eigene Handel und die eigene Industrie immer mehr.

      Das Ende vom Lied ?
      Fahren Sie einmal auf der Autobahn Genua-Nizza und registrieren Sie den Grenzübergang von Italien nach Frankreich. Eine perforierte schmutzige und ungesicherte Tunnelstrecke mit unbeleuchteten Engstellen auf ital. Seite weitet sich plötzlich in eine großzügig angelegte breitspurige Luxus-Autobahn in Frankreich.

      So wird das Europa des unendlichen Kredits am Ende doch ein letzter Sargnagel für die schwachen Länder, mit unsäglichen Staatsschulden, einer katastrophalen Jugendarbeitslosigkeit, einer zunehmenden Verelendung der Infrastruktur und letztlich zur Zerstörung einer Zukunftsperspektive.

      Der Euro war ein Strohfeuer, das einige Jahre lichterloh brannte, und woran jedermann sich wärmte.
      Jetzt ist er ein scharfes Messer, das den ungleichmässigen Körper Europas unnachgiebig aufschlitzt.

      Die Währung, die alle einigen sollte, ist damit letztlich die Kraft, die „stets das Gute will und doch das Böse schafft“.

      Migration nach der UNO-Definition ist aus demselben Holz geschnitzt.

  6. „Zurückgezahlt“
    wird der Target-2 Saldo nie, denn dazu müsste die italienische Volkswirtschaft wesentlich mehr nach Deutschland exportieren als von Deutschland importieren.
    Das heisst, Fiat und Alfa Romeo sowie Ferrari müssten mehr Autos nach Deutschland verkaufen als BMW, Mercedes und Volkswagen nach Italien verkaufen.
    Nur damit könnte sich der Saldo ändern.
    Dazu wird es nicht kommen, denn auf einen Fiat kommen 100 Volkswagen und 20 Mercedes.
    Griechenland hat z.B überhaupt keine Automobilindustrie.
    Also sind alle in Deutschland gefertigten Fahrzeuge, die in Griechenland herumfahren, durch das Eurosystem finanziert worden, zu Lasten des Target-2 Saldos bei der deutschen Bundesbank.
    Die Griechen können Oliven exportieren, weiterhin durch Fremdenverkehrseinnahmen den Saldo zu ihren Gunsten beeinflussen wollen, es besteht keinerlei Chance, daß sich der Saldo zu ihren Gunsten bewegt, denn das Verhältnis beträgt hier eins zu achtzig, auf einen Euro, der von Griechenland nach Deutschland exportiert wird, kommen achtzig Euro, die die Bundesbank aufgrund der griechischen Konsumwünsche anschreibt.
    Man könnte es mit einem Gastwirt vergleichen, der stets auf Bierdeckeln den Schuldenstand der einzelnen Gäste notiert, nie Bargeld nimmt, aber dann und wann von den Gästen eine alte Schubkarre oder ein abgewetztes T-Shirt erhält.
    Solange dieser Gastwirt auf Rechnung mit Bier beliefert wird, kann die Geschäftsgrundlage beibehalten werden, in dem Moment, in dem die Brauerei Geld will, ist der Gastwirt sofort pleite.
    Das Geschäftsmodell des Euro war darauf ausgerichtet, daß Europa auch wirtschaftlich zusammenwächst.
    Dies ist nicht erfolgt.
    Die Leute, die den Euro konzipiert haben, haben dies vorausgesehen und den Gastwirt Deutschland einen Blankoscheck unterschreiben lassen.
    Der Exporterfolg Deutschlands ist damit ein Gewinn für ganz Europa.
    Anders ausgedrückt: das deutsche Volk hat mit seinem Fleiß, seiner Pünktlichkeit und seinem Ideenreichtum ganz Europa bereichert.
    Was die älteren deutschen Europäer nicht daran hindern wird, nach 40 Arbeitsjahren Flaschen zu sammeln, weil es für die Miete nicht reicht.
    Wolfgang Schäuble (CDU) kann sich das Renteneintrittsalter in Deutschland auch noch mit 72 Lebensjahren vorstellen.
    Andrea Nahles (SPD) hält die Aufbesserung der Hartz IV-Sätze um zehn Euro für zu großzügig, da letztlich in diesen Kreisen sowieso alles für Tabak und Alkohol draufgeht.
    Auch in der Schweiz geistern diese Gestalten umher: Frau Sommaruga befürwortet die detektivische Überwachung von sozial schwachen Schichten, damit sie die Unterbringung von Wirtschaftsflüchtlingen großzügiger gestalten kann.
    Auch Thomas Jordan ist letzten Endes ein Kreditgeber für den Euroraum. Mit knapp einer halben Billion Euro steht er letzten Endes ebenso wie die Bundesbank auf der Gläubigerseite des Systems.
    Sollte sich ein Land wie Italien auf typisch mediterrane Art und Weise seines Schuldenstands entledigen, so steht er wie Deutschland vor dem Scherbenhaufen des Jahrhunderts.
    Wie die Bundesbank in Frankfurt, die sich im Falles eines EU-Exits ihren positiven Kontostand in die Haare schmieren kann, wird Herr Jordan kaum jemanden finden, der ihm die gebunkerten 500 Milliarden Euro zu einem halbwegs vernünftigen Wechselkurs in Schweizer Franken umtauschen wird.

    • Herrn Wilhelm Tell warum sollte dem „Herr Jordan“ (wer immer das auch sein mag) jemand 500 Mrd € abkaufen wollen, wenn der Kurs gegen null tendiert? Das wäre ja volkswirtschaftlicher Unsinn!

    • ° Benny Fuchs

      Thomas Jordan ist Präsident der Schweizer Nationalbank (SNB) und hat in seinem Devisenportfolio eine Euro-Position von etwas unter 500 Milliarden angesammelt.
      Da die SNB in Schweizer Franken bilanziert, könnte es in einem Krisenfall dazu kommen, daß der unter Druck stehende Euro gegen den harten Schweizer Franken eingetauscht werden muß, um die Eigenkapitaldecke der SNB zu erhalten.
      Das würde zu einem weiteren Erstarken des Franken führen, und damit den Umkehreffekt dessen auslösen, was die SNB ursprünglich mit ihren umfangreichen Devisenmanipulationen bezwecken wollte.
      Sehr detailliert hat darauf der bekannte Basler Ökonom Dr. Marc Meyer hingewiesen, ohne daß jedoch die Medien (FuW, Kassensturz) oder Kapazitäten von der HSG (St.Gallen) dazu in ausreichender Weise Stellung genommen haben.

      Das erscheint mir für Schweizer Verhältnisse relativ unüblich zu sein, denn gerne holt man hierzulande doch wenigstens eine 2. Meinung ein oder beginnt eine kontroverse Diskussion.

  7. „Her attitude is one of beckoning“
    „She invites you to cross the portals of dream.“
    „Her face has a strange smile.“
    „She suggests the secret wisdom that lies hidden within the veil of dream.“
    „I see mockery, too.“
    „For the false wisdom and inchoate images that delude the dreamer as truth.“
    „There is cruelty in her eyes.“
    „Cruelty? Yes—for much of dream is nightmare.“
    (K. E. Wagner)

    Der Traum einer Einheitswährung und eines Einheitsstaats ist ausgeträumt. Jetzt beginnt der Alptraum.

  8. In die genau gleiche Sch….. ist auch unsere liebe SNB getappt mit ihren Fremdwährungskäufen – Hauptsache wir können uns selber als Exportweltmeister feiern.

    • Aber die SNB hat die Überschüsse investiert. Die Deutschen haben nur Forderungen in den Büchern, die sie irgendwann wohl mal abschreiben müsssen, mutmasslich als Totalverlust. Das ist ein Riesenunterschied.

    • @ Herrn Duck

      Wie meinen Sie das mit den Schüssen? Ich sehe nur einen Schuss in den Ofen! Aber mal ganz offen und ehrlich, zwischen Volkswirt und Ente: das was Sie schreiben ist eine reine Zeitungsente (a so-called newspaper duck), denn es handete sich um Schulden und nicht um Überschüsse!

  9. Der Euro ist die größte Katastrophe, die verrückte und verantwortungslose Politiker Europa nach dem 2. Weltkrieg beschert haben.

    Dazu muß man nur die Höhe der Jugendarbeitslosikeit und die Aktienindizes von Südeuropa im Jahr 2000 und heute vergleichen.

    Dies zusätzlich erschwert durch den daraus resultierenden Braindrain, weil leistungsfähige und gut ausgebildete Südeuropäer aus ihren Heimatländern abwandern, so daß sich die wirtschaftlichen Probleme in Südeuropa angesichts der absehbaren demographischen Entwicklung und Verschuldung dort zukünftig noch weiter verstärken.

    Ist aber verständlich, daß niemand sein Leben dem europäischen Schwachsinnsprojekt weiter opfern will.

    Wenn man nach einem aktuellen Beispiel sucht, warum eine Einheitswährung wirtschaftlicher Unsinn ist, so muß man sich nur Europa anschauen.

    • Inflation ist für alle gut, ausser für die Mittelschicht….

      Die Reichen werden reicher
      Die Armen bleiben arm

      Nur die Blöden aus der Mittelschicht, deren Realeinkommen schrumpfen und Ersparnisse auch.

      Rentner sind übrigens auch auf Gedeih und Verderb dem Staat ausgeliefert….. (Rentenerhöhung zum Inflationsausgleich).

      Für den Staat ist Inflation super, Schulden sinken, Verpflichtungen sinken, Wirtschaft wächst.

      Aber ich bin nicht Staat und nicht Wirtschaft.

      Ich bin auch nicht arm, eigentlich sogar wohlhabend 🙂

      Und hab mein Geld in Aktien und Immobilien angelegt – aber das zeigt eigentlich nur was ich oben geschrieben hab – die aus der Mittelschicht sind die Blöden…..

  10. In einer überschuldeten Welt sollte man nicht zu den Gläubigern gehören…aber genau in diese Falle ist Deutschland getappt, als ein internes Verrechnungssystem für den Täglichen Zahlungsverkehr im Euroraum klang heimlich umgewandelt worden ist, in ein unbefristetes und zinsloses Darlehen, welches niemals zurückbezahlt werden kann.

    Deutschland Exportiert seine Waren und bezahlt gleichzeitig auch noch die Rechnung für die Kunden, d.h. Deutschland produziert und verschenkt seine Produkte im Wert von 950 Milliarden Euro an die Südlichen Euro Länder. Dieses Geld hätte Deutschland auch im eigenen Land investieren können, z.b. Infrastruktur, Forschung, Bildung, Renten, u.s.w., dann müssten Deutsche Pensionäre nicht Pfandflaschen sammeln gehen, um über die Runden zu kommen. Aber Hauptsache man kann sich selber als Exportweltmeister feiern.

    • Sie haben recht. Die Deutschen Politiker liessen sich auf Wunsch von einem dutzend grosser Exportfirmen vor den Karren spannen und haben den grössten Niedriglohnsektor in Europa geschaffen.

      Das errinnert mich stark an das „Franken-Rütli“. Eine Handvoll grosser Exportfirmen machen etwas Druck auf die Politik, sowie die ach so „unabhängige“ SNB und schon wird die eigene Währung wider besseren Wissens manipuliert mit fatalen Folgen.

      Wir sollten auch bald das Flaschenpfand einführen, damit unsere Rentner auch noch was zu leben haben.

    • @ Sokrates

      Ich glaube du verstehst die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge nicht so ganz.

      „…Deutschland Exportiert seine Waren und bezahlt gleichzeitig auch noch die Rechnung für die Kunden, d.h. Deutschland produziert und verschenkt seine Produkte im Wert von 950 Milliarden Euro an die Südlichen Euro Länder….“

      Was geschieht hier wirklich? Die „deutsche Wirtschaft“ (in Tat und Wahrheit ein paar mächtige Konzerne im Vordergrund und deren Besitzer im Hintergrund) lassen sich bezahlen, der „deutsche Staat“ (also in Realität der deutsche Steuerzahler) wird auf den Schulden sitzen bleiben, weil die Schuldner diese Schulden nie und nimmer zurückbezahlan können.

      Also, das „Target 2“-System ist ein hochkriminelles System, welches die Umverteilung von unten nach oben regelt.

    • Guten morgen, bei allem Respekt, das Konglomerat VW Audi Porsche hat in den schönen fetten Nullenjahren eine Marktstudie in Auftrag gegeben, mit Zielgruppe Südeuropa, insbesondere Griechenland. Die Jungs kamen zurück und sagten Ja, die haben Geld, die kaufen alles, was nach Benzin riecht und über 400 PS hat. Tag und Nacht rollten und schwimmten die Container nach Athen, und die Stuttgarter Aluspielzeuge waren bereits verkauft, schon vor dem ausladen. Weltweit, Cayenne-Dichte Nr.1 Moskau, Nr.2 Athen… Bezahlt wurde per Bankkredite. No money. Die PS Firmen bekamen ihr Geld, verbrannten die Studie und reisten ab. Die stolzen Athenoporschen, fuhren ein paar Jahren herum bis zum Stillstand. Kredite wurden nicht mehr bedient. Die Banken beschlagnahmten alles und gaben es an den GR Staat weiter. Der der größte Autohändler wurde. Ever. Simple und eigentlich genial. Arbeitsplätze Sicherung in Zuffenhausen durch Konsumkreditfinanzierung in Athen.
      Und ja, wo ist nun das Geld liebe Ökonomen und Betriebswirtschafter?