„Unsere Bankdaten landen bei einigen der korruptesten Staaten“

80 Länder erhalten ab 2018 automatisch alle Informationen, darunter hochkorrupte wie Indien, Kolumbien und Indonesien, sagt Hans Geiger. Wieso das? Ganz einfach: Wir Schweizer seien heute Wohlstands-Verwahrloste ohne Kampfgeist.

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29 Kommentare zu “„Unsere Bankdaten landen bei einigen der korruptesten Staaten“

  1. Erstens, da hat Prof. Geiger schon recht, den automatischen Informations-Austausch macht man nur mit Rechtsstaaten wie in der EU und USA und Kanada. Es frägt sich auch, ob man dies mit Rechtsstaaten abschliessen soll, die eine waschechte Inflations-Währung haben. Denn die dortigen Geschäftsleute brauchen Banken in Ländern mit einer stabilen Reserve-Währungen für ihre Liquidität, sonst gehen sie Bankrott.
    Die Schweiz sollte von sich aus definieren, was für Kundengelder unsere Banken annehmen dürfen und welche nicht. Wir sollten die Ethik solcher Gelder definieren und nicht diese uns vom Ausland aufzwingen lassen. Ein sogenannter Schweizer Standard, der international einen guten Ruf hat.
    Es war ein Fehler in Sachen automatischer Informations-Austausch und ihrer Definition nicht mit der EU und der USA zusammenzuarbeiten und eine gemeinsame Definition zu bestimmen. Wir verharrten viel zu lange auf dem Grundsatz der Zahlstellen-Steuer, da haben unsere Banken der Politik den Marsch vorgeschrieben.
    Die Schweiz wird ständig politisches Terrain verlieren, wenn unsere obersten Leitungen der Banken der Politik vorschreiben, was sie tun muss. Bundesrat und Paralament als ihre gehorsame Dienerschaft betrachten ohne eigene Initiativen und Vorstellungen.
    Wir brauchen in dieser Sache echte Politiker, die den Banken den Marsch blasen und nicht umgekehrt. Die Politik setzt den Rahmen und die Banker machen mit diesem klaren Rahmen Geschäfte und sind gehalten den Pfad nicht zu verlassen. Bei Verletzungen keine Kuschelbehörde mehr wie die FINMA.

  2. Das ist doch gut!

    Endlich sind die moralfreien Banken am Boden, jetzt fehlt nur noch der Gnadenschuss. Dafür hat man im Gegenzug eine FINMA geschaffen, wo man wieder ein paar tausend überbezahlte Beamte [Insider: vor allem „Fachkräfte“ aus Deutschland] mehr beschäftigen kann.

    Ich würde sagen als nächstes sollte man sich die böse Pharma vor knüpfen!

    Dieses Geschäft war mir (= Frau, emotional, sensibel… Sie wissen schon) immer schon Suspekt:

    Tierversuche, Giftstoffe, Energieverbrauch, I M P F U N G E N ! ! !, Abzocker-Preise, Pseudoinnovation, Abzocker-Dani, unmoralisches Geschäft mit dem Leid der Menschen etc. WER will das alles schon? Arbeiten ja eh nur Ausländer dort, da die gefühllosen Pharma-Giganten kein Herz für all die tollen Geistes“wissenschaftler“ und Psychologen haben.

    WEG damit!!! Weg mit dieser tier- und menschenfeindlichen Pharma!

    Danach sollte man sich diese ewiggestrigen, bildungsfernen und SVP-wählenden KMU’s vor knüpfen (wer braucht schon KMU’s und Handwerker (sind eh alle tum!)?).

    Und bald geht der sozialistische Traum in Erfüllung und wir haben das Paradies auf Erden wie schon Nordkorea, Deutschland und Venezuela vor uns!

    Alle „arbeiten“ für 160’000/Jahr als Beamte beim Staat, wer will da schon irgendwelche Einwände haben?!

    • Man könnte lachen wenn das Thema und Ihre Prognosen nicht so ernst wären!

      Sie vergesse da noch ein paar Sachen:

      Uhren-branche = raubgold, blutdiamanten u.s.w. diese protz uhren kaufen eh nur zuhälter (typischer SVP wähler, bildungsfern, böse zu Frauen/Ausländer und so, Sie wissen schon ;-)), Kapitalisten und Diktatoren. deshalb, auch hier: Weg damit!!!!!

      Glencore, Rohstoffhändler und so: alle böse, alle kapitalistisch, ausbeuterisch und schütten Öl ins Meer: WEG DAMIT!

      schokoladen-industrie: kinderarbeit, glyphosat, pestizide, lange transportwege u.s.w. deshalb gilt auch hier: WEG DAMIT!

    • ja die Pharma, wenn die dann mal weg ist, frage ich mich wie das ROTGRÜNE Basel sich, seine Sozialarbeiter und deren „Klienten“ durchfüttern will…

      Glück auf!

  3. Ein Dankeschön an @Rudolf Elmer und @P27 für die Klarstellung. AIA hat nichts mit dem Kampf gegen Steuerhinterziehung zu tun, sondern dient die Masse zu disziplinieren,…einfache Menschen die ein Konto im Ausland haben, weil sie dort mit ihr bereits einmal besteuertes Geld eine Immobilie erworben haben – (für welche dort Steuern und Abgaben bezahlt werden) – nicht deklariert haben, sollen jetzt herhalten. Die Schweiz mit dem Eigenmietwert bittet zweimal zur Kasse! Es wird interessant sein, ob darin:

    a) nicht eine versteckte Doppelbesteuerung nachgewiesen werden kann.

    b) Ungleichbehandlung innerhalb des AIA Abkommen gegenüber Bürger/in von anderen Staaten vorliegt.

    Ich habe von tausenden von bestens integrierten „Kleinen“ die die Schweiz mit ihren monatlichen Rentenbezüge, Konsum und Ersparnisse vor knapp 2 Jahren (als es klar wurde das dies kommt) verlassen haben (keine Sozialhilfe,- EL Bezüger/in). Der volkswirtschaftliche Schaden ist da…..leerstehende Wohnungen, Steuer,- und Konsumausfall usw. usf.

    Wofür? Womöglich für einen Regelwerk (AIA) das sich am Ende als verfassungswidrig herausstellen wird.

    • Zu den Aussagen von Rudolf Elmer habe ich bereits meinen Senf gegeben. Dieser Schreiberling hat den AIA leider nicht so ganz verstanden, so scheint es. Und Sie offenbar auch nicht.

      Ganz abgesehen davon vermischen Sie hier AIA und sich im Ausland befindender Immobilienbesitz von in der Schweiz ansässigen Privatpersonen.
      —> Weder ausländische Immobilien, noch daraus resultierende Erträge (also Mieteinnahmen) werden aufgrund des AIA den Schweizer Steuerbehörden gemeldet!
      —> Ausländische Immobilien müssen in der Schweizer Steuererklärung deklariert werden (hat nichts mit AIA zu tun)
      —> Mit ausländischen Immobilien erzielte Mieterträge werde im Normalfall im Ausland besteuert. Situativ (kommt vor allem drauf an, ob die Schweiz mit dem entsprechenden Staat ein Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft hat) werden solche Erträge in der Schweiz ebenfalls oder nicht besteuert (hat nichts mit AIA zu tun)

    • Grüezi@Bankfachmann,
      durch AIA kommt man schnell an andere Informationen. Doppelbesteuerungabkommen, ja, aber finanziell harmlos – wie Sie das schildern oder glaubhaft machen wollen – ist es nicht. AIA ist das trojanische Pferd. Alles hängt zusammen und ist dahingehend zu verstehen, als eine weit angelegte Strategie, die Masse (demnächst Mittelschicht) auszuquetschen. Ich prognostiziere innerhalb der nächsten 10 Jahren eine Verknüpfung zwischen Staatsbürgerschaft und Steuererklärung. Hirngespinst? Wir werden sehen.

      Wie Herr Elmer zutreffend schreibt:
      „Schliesslich wird wie immer auch beim AIA zumindest aufgrund der heutigen Sachlage Herr und Frau Jedermann weltweit die Zeche bezahlen müssen!“

      Übrigens: Herrn Elmer als „Schreiberling“ zu apostrophieren und sich dabei hinter der Anonymität zu verstecken ist Ihre Argumentation nicht gerade dienlich.
      Sie grüssend

  4. Herr Geiger sollte sich nicht so eloquent als Moralapostel aufspielen. Er hat ja jetzt was er will: Das Bankkundengeheimnis (im Umkehrschluss Steuerhinterziehungsgeheimnis) bleibt ja im Inland den Inländern erhalten.

    Der AIA ist sowieso ein Bumerang, da die Rückmeldung ja wieder an die gleichen korrupten Stellen im Ausland erfolgt, die ihr Geld schon hier im Trockenen haben. Damit bleibt das System mit System geschlossen. Und noch mehr Propaganda wäre dann sowieso ein overkill.

    Herr Matter sollte still und leise zum Rückzug seiner ihm nahestehenden Initiative blasen, sonst scheucht er dann wirklich jene ihm unliebsamen Hasen auf, die seit Monaten in den Startlöchern bereit stehen und hoffen, dass er seine Initiative durchzieht;…

  5. Meines Erachtens gibt es da noch ein paar Sachverhalte klarzustellen:

    1) der AIA trifft NUR Personen, die das Konto in ihrem eigenen Namen eröffnet haben. Konten die von Trusts; Cayman-, British Vergin Islands-Gesellschaften eröffnet wurden und Inhaberaktien kennen den wirtschaftlich Berechtigten nicht (kein Austausch möglich!); Trusts, die keine Begünstigten haben (kein Austausch möglich): die Sache mit dem Nominees und Strohmänner-Konten ist ein weiterer Ausweg aus dem Problem usw.

    2) es gibt viele Schweizer, welche ihre schwarzen Konten in Deutschland, Frankreich, UK etc haben. Die Schweiz erhält von diesen schwarzen Konten Informationen. Die Schweiz erhält nichts, ist einfach falsch!

    3) man muss sich schon fragen, ob die Schweiz mit ihren Bankenskandalen (Petrobas, FIFA, USA, Frankreich usw) sich nicht den Vorwurf gefallen lassen muss, dass es die globale Korruption als Mittäter nicht massiv unterstützt?

    4) die hohe Dichte von Holding- und gemischten Gesellschaften in der Schweiz ist nicht gerade ein Zeugnis der ehrbaren und neutralen Schweiz mit Blick auf den Rohstoffhandel, Goldraffinieren usw.

    5) Neben Amerika, habe ich auch für afrikanische und eine indische Gesellschaften gearbeitet und war Vorort. Auch dort gibt es ehrliche Beamte und Leute die dafür kämpfen, dass die Korruption einen schweren Stand hat. Leute unter Generalverdacht zu stellen, ist einfach bescheiden!

    Es ist auch klar, dass das Geschäft mit ultra high net worth individuals in der Schweiz auch heute noch blüht, denn die können sich erlauben, teure, wasserdichte Offshore-Konstrukte zu leisten.

    Schliesslich wird wie immer auch beim AIA zumindest aufgrund der heutigen Sachlage Herr und Frau Jedermann weltweit die Zeche bezahlen müssen!

    It is time to bring our „house Switzerland“ in order to maintain the great reputation we benefit from!

    • Tja Rudi, du musst es ja wissen, hast ja gerade DU als Systemprofiteur einen speziell wertvollen Beitrag zur „great reputation“ geleistet. Schon sehr schwer nachvollziehbar, wie einer wie DU solche Ergüsse absondern kann und Werte wie „ehrbar“ glaubt zitieren und beurteilen zu können.
      Auch dir eine beSINNliche Adventszeit Rudi.

    • 1) der AIA trifft NUR Personen, die das Konto in ihrem eigenen Namen eröffnet haben.
      –> nein, auch Rechtsträger werden gemeldet

      Konten die von Trusts; Cayman-, British Vergin Islands-Gesellschaften eröffnet wurden und Inhaberaktien kennen den wirtschaftlich Berechtigten nicht (kein Austausch möglich!);
      –> WBs bei Trusts sind immer vorhanden. In den allermeiste Fällen sind das: Grantor, Trustee, Beneficiaries und Protektor.

      Trusts, die keine Begünstigten haben (kein Austausch möglich):
      –> wie vorstehend erläutert, es gibt immer wirtschaftlich Berechtigte. Wenn weder namentlich bekannte noch Gruppen von Begünstigten vorhanden sind, und wenn auch der Protektor fehlt und wenn der Settlor bereits verstorben ist, dann ist zumindest der Trustee wirtschaftlich Berechtigter und somit wird zumindest dieser gemeldet. Und sobald Begünstigte „in Erscheinung treten“ (also spätestens bei Ausschüttungen, werden auch diese gemeldet

      die Sache mit dem Nominees und Strohmänner-Konten ist ein weiterer Ausweg aus dem Problem usw.
      –> was meinen Sie damit?

    • 2) es gibt viele Schweizer, welche ihre schwarzen Konten in Deutschland, Frankreich, UK etc haben.
      –> was sind „schwarze Konten“?

      Die Schweiz erhält von diesen schwarzen Konten Informationen. Die Schweiz erhält nichts, ist einfach falsch!
      –> falls Sie von Bankkonten (also von Finanzkonten) sprechen, dann erhält „die Schweiz“ genau die selben Informationen, welche die anderen Länder erhalten

    • 3) bis 5) verstehe ich beim besten Willen nicht, was Sie damit sagen möchten. Scheint jedenfalls nicht mit dem Thema (AIA) im Zusammenhang zu stehen.

    • Lieber Herr Fuchs, ich kann Ihnen nun empfehlen sich im angelsächsischen Trustrecht ein bisschen schlau zu machen z.B. ein Grantor (amerk.)/Settlor (angl) ist bei einem irrevocable discretionary trust nicht mehr wirtschaftlich Berechtigter und darf es nicht sein. Alle seine Verwaltungsrecht sind an den Trustee (Treuhänder) mittels Trust Deed (Vertrag) abgetreten. Die Beneficiaries wie Sie behaupten, hat nur anwartschaftliche Rechte an einem Trustvermögen, und keine Vermögensrechte d.h. z.B. der Trustee bzw. der Protektor kann Beneficiaries neu bestellen, alte aussondern. Ja, der Protektor hat meistens gar keine Vermögensrechte …. usw. lesen Sie sich ein und dann verstehen Sie die Sache und ja Cayman, Isle of Man, Jersey etc haben zudem besondere Spezialitäten …..

    • Lieber Mr Fukt, schade das Sie nicht den Mut haben mit Ihrem Namen wahren Namen zu kommunizieren.“ Courage“ gibt es auch nicht in Form eines Weihnachtsgeschenk, man kann es jedoch leben und ich hoffe, dass Sie dies auch einmal noch erkennen! Uebrigens Zynismus ist UNGESUND auch für SIE!

    • @ Rudolf Elmer

      Dass ein Trustgeber (= Settlor/Grantor) seine Vermögenswerte dem Trust abtritt, ist schon klar. Zumindest in der Theorie. Das ist für uns in der Schweiz indessen irrelevant, denn hiesige Finanzinstitute haben Schweizer Compliance Richtlinien zu befolgen. Und gemäss den hiesigen Regeln gelten sämtliche von mit weiter oben genannte Involvierte als wirtschaftlich Berechtigte. Das sowohl unter den normalen Compliance Regeln (VSB) als auch unter Tax Compliance Regeln (FATCA und AIA). Ist nun mal so. Auch steuerrechtlich wird dem Trustgeber das Vermögen nach wie vor zugerechnet, falls diese noch Einfluss auf das Trustvermögen hat.

    • Sehr geehrter Herr Fuchs, ja, verstehe was Sie meinen und da muss ich mich in Sachen VSB und FACTA noch einmal schlau machen. Wäre es jedoch so wie Sie sagen, dann ist der Begriff „wirtschaftlich Berechtigter“ falsch definiert und zum Teil eben nutzlos, denn alle Players können jederzeit und auch unmittelbar nach der Gründung und Eröffnung der Konten ersetzt werden oder es werden „Corporate Directors, Corporate Secretaries, Corporate Beneficiaries als Players eingesetzt, die ein Aktienkapital von z.B. CHF 2`000 und nur Inhaberaktien herausgegeben haben und dies in einer der Secrecy Jurisdiction. Sie haben dann keine Chance auch als Bank und als wer auch immer, zu wissen, welche natürliche Person wirklich hinter dem Vehicle steht. Sie können aber mit gutem Gewissen behaupten, Sie kennen den wirtschaftlich Berechtigten (z.B. Corporate Beneficiary). Auch Schweizer Banken kennen den WB nicht und andere Banken in dieser Welt auch nicht! Ist leider so ….. solange es keine öffentlichen Register (Trusts, AG mit Inhaberaktien etc.) in diesen bekannten 80 Secrecy Jurisdiction gibt. Nachdem ich in acht solchen Secrecy Jurisdiction gearbeitet habe, erlaube ich mir zu sagen, das Offshore-Geschäft blüht heute, denn es ist relativ einfach solche Strukturen auch heute ohne jegliche Personenbezug und Personennamen aufzusetzen, nur es ist einfach teuer! Alle diese diversen Leaks in letzter Zeit haben gewisse geizige Superreiche und gewisse Konzerne gelehrt, anonyme Strukturen aufzusetzen. Es gibt auch heute noch genügend Banken, die bereit sind, Konzessionen zu machen, denn am Schluss steht immer Risk Management und die Frage „to be or not to be“. Zudem erlebe ich es laufend bei meinen Beratungen, dass eben solche anonyme Strukturen bestehen und Erben, in Scheidung stehende Ehefrauen etc. massiv geschädigt werden. Anderseits glaube ich, das Banken in der Schweiz bei Neukunden vorsichtiger geworden sind und da haben Sie Recht, jedoch der Altbestand ist erfahrungsgemäss öfters nicht sauber, den Kunden weigern sich zusätzliche Informationen zu liefern. Das Geld ist bereits im Haus!

    • @ Rudolf Elmer

      Corportate Directors und Sekretäre sind eben gerade nicht die wirtschaftlich Berechtigten und somit auch nicht auf Form T aufzuführen. Der Treugeber kann nicht ersetzt werden. Die restlichen Player – Trustee, Protektor und Begünstigte – können in der Tat ausgetauscht werden. Dann ist jedoch ein neues Form T auszufüllen. Wer auf Form T Falschangaben macht, der macht sich strafbar. Form T wird vom Trustee ausgefüllt. Somit macht sich der Trustee strafbar, wenn er die effektiven WBs verschleiert. Das mal zu den VSB 16-Vorschriften.

      Ähnlich wie in der Schweiz (VSB 16) wird es in sämtlichen Jurisdiktionen gehandhabt, die letztendlich den FATF-Regeln unterstehen. Die FATF-Regeln werden dann via nationale GwG-Richtlinien umgesetzt (in der Schweiz eben via GwG, resp. auch via VSB 16 bei den Banken).

      Die WBs kann man also nicht so einfach verschleiern. Und selbst wenn ein Trustee Falschangaben macht, dann müsste die Bank im Rahmen der Customer Due Dilligence darauf aufmerksam werden, denn wenn Hans Muster als Treugeber eines Trusts auf Form T erscheint (anstelle des effektiven WB) muss die Bank die Herkunft der Gelder abklären und plausibilisieren. Nun wird es dem Strohmann Hans Muster kaum möglich sein, nahezulegen, wie er an die genannten Gelder gekommen ist.

      Nun gibt es selbstverständlich Ausnahmen in gewissen Jurisdiktionen, vor allem denke ich da – wie Sie auch – an angelsächsische Länder, wo man mit Strohmännern arbeiten kann. Als Beispiel seien die USA genannt, wo man in Delaware eine Sitzgesellschaft eröffnen und dann bei einer US-Bank ein Konto eröffnen kann. Sobald dieser Rechtsträger aus Delaware zB in der Schweiz ein Finanzkonto eröffnet, wird er durchleuchtet. Da gibt sich das Schweizer Finanzinstitut nicht mit den Strohleuten zufrieden. Darf sie ja auch gar nicht aufgrund der hiesigen Vorschriften.

  6. Leider kann man die Schweiz als Rechtsstaat nicht mehr ernst nehmen. Ich kenne Brasilien relativ gut und das ist nun mal eine Bananenrepublik aber wir sind auf dem besten Weg zur Käserepublik. Mit Politikern wie unseren die sich schon vor dem eigenen Schatten fürchten ist die Schweiz langfristig eine sinkende Titanic.

  7. Richtig.

    Und in Ländern wie Indien wäre der Schutz eines diskreten Bankkontos in der Schweiz für viele Leute sehr wichtig. Gerade auch wenn man erkennt was für unermesslichen Schaden die Geldexperimente der Regierung dort verursachen.
    ( 500 Rupien Noten wurden eingezogen, Gold Steuerpflichtig usw. )

    Nun werden die ihr Vermögen in unter der Hand gekauftem Gold oder sonst etwas anlegen.
    Aber das sind Dinge die wenig flexibel und beim schnellen Agieren in der Geschäftswelt hinderlich sind.

    Zudem, Leute aus Ländern wie Venezuela deren Regierungen das Land mit Sozialistischen Ideen zugrunde richten, die wären um Schutz ihrer Vermögen froh.
    Gelder die bei einem Neustart dringend nötig wären, dann aber vom Staat vorher noch vereinnahmt wurden.

    Nein, es gibt wirklich viele gute gründe Steuern zu hinterziehen, den Staatsdieben vorzuenthalten.
    Niemand verwaltet Gelder derart miserabel wie die Regierungen und deren Beamtenapparate.

    Aber mir ist klar, wir werden von einer verweichlichten, verblödeten und wehrlosen Politik geleitet.
    Denke ich an die Rundschau Sendung vom 7. Dezember mit „Bundesrätin“ Sommaruga, Thema Flüchtlinge und wie die beiden Moderatoren zu ihr aufschauten, sie anhimmelten…………… ihr göttliches Tötschli….. ))-:

    „Denk ich an die Schweiz in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“ …. frei nach Heine.

    • Was in Indien abgeht ist eines der brutalsten Sozialexperimente der letzten Jahrzehnte. Wer jetzt noch einen alten Rupien Schein hält macht sich des grotesken Vorwurfs der Terrorismusfinanzierung schuldig, dazu zählen übrigens auch Ausländer, Touristen etc (Yeah! auch ich bin ein Terrorist, da ich einen Schein als abschreckendes Andenken mitgenommen habe). Eigentlich stünden den Indern das Anrecht auf Asyl zu, Frau Sommaruga!

    • Schade, dass das Interview wieder Anlass für Gaunerpropaganda ist.

      In der NZZ konnte man kürzlich lesen, das die Hälfte des Vermögens in der Schweiz nicht versteuert ist. Ein Teil davon legalerweise. Und der Rest? Wer hat in der Schweiz Vermögen, das er bei der Steuer hinterziehen könnte? Die angeblichen Scheinflüchtlinge, die angeblichen Simulanten mit z.B. Schleudertrauma? Und diese reichen Steuerhinterzieher in der Schweiz, sind sie die wahren Opfer? Und fürchten wegen S.o.m.m.a.r.u.g.a (vade retro Satana!) um Geld und Gut?

      Quatsch und Propaganda von Leuten, die vom System Schweiz gewaltig profitieren, ihren Beitrag nicht leisten wollen und so das System Schweiz gefährden. Klar, dass sie die Steuergauner anderer Länder bestens verstehen.

    • @ Steuerzahler…..

      ….. sie argumentieren wie das Schaf das sich seinen Metzger selber sucht.
      Seit 2000 Jahren erleben wir nun, dass die Regierungen kaum je im Interesse der Bevölkerung agieren, deren Steuersubstrat vergeuden, ja im Extremfall sogar Kriege anfangen und die Bürger auch noch in den Tod jagen, und sie finden das OK.

      Tja, Sie sind ein Schaf, und ein wenig intelligentes noch dazu und das will was heissen.

      Beispiel illegale Migration.
      Die kostet uns als Steuerzahle aktuell 7.34 Milliarden Franken für 2016.
      Es gab mehrere Volksabstimmungen aus denen man schliessen kann das diese Migration nicht gewollt ist, sie aber wird trotzdem zuglassen.
      7.34 Milliarden sind jedoch nur die laufenden Kosten, die wahren Kosten gehen viel weiter und nehmen stark zu, für alle Zeiten …..denn wir werden denen irgendwann auch noch eine AHV ausrichten, arbeiten werden die meisten bis dahin nie.

      Ich kann nur jedem Bürger raten Steuern zu vermeiden wo es nur geht, ja das ist für einen gesunden Bürger geradezu eine ehrenwerte Tugend.

      Sieht man sich die Steigerungen bei den Staatsausgaben an, zum Beispiel bei der Bildung, wo sie exorbitant gewachsen sind, ………ja und die Schüler immer schlechter werden, kommt mir nur noch Korruption in den Sinn, demokratische Korruption.
      Ein Begriff der ihnen geläufig sein sollte, uns Libertären ist er das jedenfalls, wir wissen das Demokratie immer korrumpiert wird, mit der Zeit, schleichend, aber Zwingend.
      Jeder Franken der nicht beim Bund und den Kantonen landet ist eins ehr viel wertvollerer Franken, denn er erzeugt viel mehr Umsatz / Wohlstand wie die grossenteils verschwendeten Steuerfranken von denen viele zu den illegalen transferiert werden und die ca. 25 Milliarden jährlich davon nach Afrika und Arabien überweisen.

      Dieses System der staatlichen Steuerdiebe hat auch zugelassen das unsere Banken eben keineswegs mehr Marktwirtschaftlich agieren, sondern in einem Staatlichen Biotop arbeiten und Finanzprodukte erschaffen die aus Luft …..Gewinne generieren.
      Auch das ist ein Resultat des Drogen… sprich geldsüchtigen Steuerstaates Schweiz.
      Die Banken sind lebenswichtig für den Staat, und wurden auch nur darum 2010 gerettet und eben nicht reguliert.
      Sie wurden zwar mit einem nutzlosen Bürokratiemonster namens FINMA bedacht, aber die Systemfehler bestehen nach wie vor, genauso wie 2009.

      Ein marktwirtschaftlicher Sündenfall und ein warnendes
      Beispiel wie Regierungen und ihr Beamtenapparat versagen.

    • @Steuerzahler:
      Sie benennen das „System Schweiz“, das Sie gefährdet sehen.
      Können Sie mir bitte erklären, was genau Sie damit meinen?

      – Sind es die Politiker, die sich mehr an einem nichtdemokratisch gewählten Moloch in Brüssel orientieren als am eigenen Volk, das sich mehrfach negativ zu Migrations- und Asylzuwanderung geäussert hat?
      – ist es die Erkenntnis, dass sich unser Bundesgericht mit viertelstündlichen Glockenschlägen von Kirchtürmen beschäftigen muss und andere, dringlichere Sachen jahrelang liegen bleiben?
      – ist es die Tatsache, dass die einzigen seit 2000 stetig anwachsenden Budgetposten diejenigen der Bundesbeamten und der Sozialausgaben sind? (für nicht-Schafe nachzulesen unter admin.ch)
      – sind es Beamte und Projekte, die jährlich wiederkehrend zig-Mio-Projekte versenken (Insieme, etc), sich der Bestechung und Begünstigung schuldig machen und trotzdem jahrelange Nachzahlungen zulasten der Steuerzahler erhalten?
      – ist es gar die sakrosankte SBB, deren Top-Management ein Mehrfaches eines BR verdient und deren Beamte offenbar trotzdem keine Probleme haben, sich illegal zu bereichern, ohne Skrupel und Scham wegen der jährlich steigenden Ticketpreise?
      – ist es das Wissen, dass der BR wiederkehrend ohne Volkskonsultation Kleinbeträge wie CHF 1.3Mia an die EU verschenken darf, während die AHV trotz massivster Probleme noch nicht einmal 442Mio erhalten soll?
      – ist es eine SNB, die trotz massivster Schäden am Sozialsystem des Landes erst devisenzockende Präsidenten duldet und danach Negativzinsen einsetzt, um das Volk still und leise zu enteignen?

      Ich hoffe auf klärende Antworten Ihrerseits und wünsche besinnliche Festtage.

    • @ Steuerzahler

      Sie sprechen von unversteuerten Geldern in der Schweiz. Können Sie das erklären? Was ist von wem nicht versteuert?

      Es kann hypothetisch zwar durchaus sein, dass die natürliche Person Hans Muster ein Sparkonto im Wert von 100’000 bei der Bank X in Y hat. Dieses Konto deklariert er in seiner Steuererklärung nicht. Ja, rein theoretisch hinterzieht er somit die Vermögenssteuern auf diesem Geld (falls er denn überhaupt vermögenssteuerpflichtig ist). Aber der Staat erhält in einem solchen Fall mehr Einnahmen, als wenn der Hans Muster sein Sparkonto ordentlich deklariert. Somit entsteht der Gesellschaft überhaupt kein Schaden, wenn Hans Muster sein Konto nicht ordentlich versteuert! Wo liegt also das Problem?

      Ist Ihnen bewusst, dass die Vermögenssteuer im Promillebereich des zu versteuernden Gelds liegt? Also zu vernachlässigen. Dann erzielt er einen Zinsertrag von x Franken (momentan vielleicht sogar gar nichts). Auf den Zinseträgen werden jedoch Verrechnungssteuern einbehalten. Diese Verrechnungssteuern fliessen direkt dem Staat zu und sind im Normalfall höher als die Einkommenssteuern auf den Zinserträgen und der Vermögenssteuern zusammen!