UBS hält Topkader mit Super-Bonus bei Laune

Für 2,5 Milliarden Verlust zahlt die Grossbank ihren Managern 2,5 Milliarden Bonus; Axel Weber enttäuscht.

Adoboli, Libor, Investmentbank – 2012 war für die UBS ein weiteres „full-blown“ Krisenjahr. Wie sollte da ein Bonus gerechtfertigt sein?

Kein Problem, sagten sich die UBS-Oberen. An Kreativität beim Bonus hat es den Topshots der grössten Schweizer Bank bekanntlich nie gefehlt.

Insgesamt schaufelten die UBS-Chefs 2,5 Milliarden Franken als Bonus für sich und ihre Leidensgenossen zur Seite. Der stolze Betrag wird über die nächsten Jahre gestaffelt ausbezahlt.

Viel Erfindungsgeist zeigen die Grossbanken-Chefs bei einem neuen Bonus-Obligationen-Vehikel. Dieses garantiert hohe Zinsen bei überschaubarem Risiko für die Bonusgünstlinge.

In den Genuss des neuen Super-Bonus kommen weite Teile des Kaders. 10 Prozent der noch rund 65’000 Mitarbeiter, darunter gegen 2’500 Managing Directors, erhalten Zugang zu speziellen „Bail-in“-Festverzinslichen.

Die UBS springt damit auf einen fahrenden Zug auf. Fremd- statt Eigenkapital als neue Bonus-Instrumente liegen im Trend.

Für die Begünstigten dürfte die Rechnung aufgehen. Statt unsicheren Aktien und Optionen, die in der Vergangenheit ins Bodenlose gefallen sind, werden die Manager mit einem sicheren jährlichen Zins bei Laune gehalten.

Der Mechanismus der neuen UBS-Bonus-Bonds ist simpel. Wenn das Eigenkapital der Bank risikogewichtet unter 7 Prozent absackt, werden die Manager-Obligationen ausradiert.

Statt einem Bonus gibts dann gar nichts mehr.

Aber nur dann. Solange das Kapital über der Grenze nach den Basel-3-Vorschriften bleibt, profitieren die Manager von einem hohen jährlichen Coupon.

Dieser dürfte derzeit um die 7 Prozent liegen. Vergleichsmassstab sind die CoCos der Grossbanken, sogenannte Contingent Convertibles, also Wandel-Obligationen, die vom Regulator als Eigenkapital angerechnet werden.

Die Credit Suisse hat beim Bonus schon vor Jahresfrist den Charme der Festverzinslichen entdeckt. Dieses Jahr ging die CS noch einen Schritt weiter. Ihre „Plus Bonds“ bescheren den 2’000 Begünstigsten fast 8 Prozent Jahreszins.

Bis es zur Unterschreitung der 7-Prozent-Grenze beim Eigenkapital kommt, muss sehr viel passieren. Faktisch würde dies wohl ohne Staatshilfe den Untergang der Bank bedeuten.

Derzeit liegt die entsprechende UBS-Kapitalquote bei knapp 10 Prozent. Sie soll noch in diesem Jahr auf 11,5 Prozent steigen.

Damit würde ein grosser Puffer zwischen der 7-Prozent-Grenze und dem effektiven Kapitalanteil der Bank bestehen. Die Bonus-Obligationen hätten derzeit praktisch null Ausfallrisiko.

Ein echtes Verlustrisiko, wie es der Aktionär mit seinen schwankenden Titeln trägt, müssen die begünstigten UBS-Manager somit nicht gewärtigen.

Trotzdem werden die neuen Bonus-Obligationen von den Schweizer Grossbanken nach aussen als Instrument angepriesen, das eine faire Gewinn- und Verlust-Verteilung zwischen Eigentümerschaft und Management sicherstellt.

„Für 2012 hat UBS ihr Vergütungssystem stark überarbeitet, um die Interessen der Mitarbeitenden und Aktionäre besser in Einklang zu bringen“, steht dazu in der heutigen Mitteilung der Bank in salbungsvollen Tönen.

Kein Wort verliert die UBS über frühere Bonuspläne, die sich für ihre Manager je länger je weniger bezahlt machten. Damit hatten diese tatsächlich ihren Anteil zur Lastenteilung beigetragen.

Zahlreiche Optionenpläne für die oberste Führung der Bank haben Ausübungspreise, die weit über dem aktuellen Kurs von gut 15 Franken liegen.

Einige dieser Bonus-Optionen sind bereits am Auslaufen. Für die Manager bedeutet dies, dass sie die Optionen bei der Zuteilung versteuern mussten, nun aber keinen Gegenwert dafür erhalten.

Die Entwicklung bei den Optionen führte dazu, dass hoch bezahlte UBS-Manager Kredite bei ihrer Arbeitgeberin aufnahmen, wohl auch um die vorab fälligen Steuern zu bezahlen.

Am meisten ausstehend hat der Chef des UBS Private Bankings Jürg Zeltner. 2011 schuldete Zeltner der Bank 5,4 Millionen Franken. Insgesamt summierten sich die offenen Kredite von UBS-Geschäftsleitungsmitgliedern auf knapp 18 Millionen.

Mit den neuen Bonus-Obligationen versucht die UBS-Führung unter ihrem deutschen Präsidenten Axel Weber, bei den Aktionären als verantwortungsvolle Bankenchefs zu punkten.

Weber, der wegen einem 4-Millionen-Antrittsbonus vor Jahresfrist mit Rücklage ins Amt gestiegen ist, versprach einen intensiven Dialog mit den Eigentümern über den Bonus.

Nun zeigt sich, dass auch unter Weber von einer echten Abkehr der Bonus-Kultur keine Rede sein kann.

Im Gegenteil, statt dass die obersten Manager mit sinkenden Optionen und Aktien einen Teil der Verluste im eigenen Portemonnaie zu spüren kriegen, werden sie neu mit sicheren Festverzinslichen beglückt.

Entweder weiss Weber nicht, was er sagt. Oder er ist wie sein Vorgänger Kaspar Villiger dafür bezahlt, gute Stimmung für unbegreifliche Boni zu machen.

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Kommentare

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  1. Herr Weber weiss ganz genau was er sagt. Immerhin ist er heute Abend Referent bei avenir suisse zum Thema:
    „Charakterliche Eigenschaften und Tugenden scheinen heutzutage bei der Selektion
    von Führungskräften eine untergeordnete Rolle zu spielen. Andererseits hängt die
    Reputation von Unternehmen in hohem Masse von der Glaubwürdigkeit ihrer
    Repräsentanten und Entscheidungsträger ab. Reichen strukturelle Massnahmen
    und interne Regulierungen aus, damit Führungspersonen ihre Handlungsspielräume
    verantwortungsvoll gestalten? Braucht es dazu nicht auch eine entsprechende innere
    Einstellung, ein Führungsethos?
    Die Vorkommnisse der letzten Jahre zeigen, dass Charakterbildung und ein anthropologisches
    und kulturelles Grundverständnis von Unternehmertum, Wirtschaft und
    Gesellschaft in das Anforderungsprofil unternehmerischer und politischer
    Führungspersonen aufgenommen werden müssen.“

  2. In der ganzen Diskussion um Bonus geht eines vergessen. Diejenigen, welche das Ruder in der Bank wieder rumreissen, Überstunden schuften kriegen einen eher bescheidenen Bonus dafür. Werden die effektiven Aufwände und Stunden verrechent, bleibt da kein Bonus mehr! (Ü

  3. Schade gibt es in der Schweiz nicht genügend Rechtsmittel oder Experten, oder nur schon Politiker bzw. Ämter die diesen m.E. kriminellen Machenschaften den Riegel vorschieben würden. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Mich würde sehr interessieren, was da für Seilschaften in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht bestehen und ich wünschte mir, diese UBS Typen wären so „edelmütig“ und würden dieses Geld welches sie nicht verdient haben an diejenigen verschenken, die es nötig haben. Dass diese Leute nachts noch ruhig schlafen können…?

    • Das haben wir schon bei Ospel gesagt: schlecht geschäften ist in der Schweiz nicht strafbar!
      Aber Sie haben recht: das ist aus meiner Sicht (und da weiss ich, dass ich nicht der Einzige bin)qualifizierter Diebstahl am Aktionär. Und eine Steilvorlage für Herr Minder.

    • Warum stört euch das? Seid ihr etwa nicht zufrieden mit dem was ihr bekommt? Möchtet ihr auch mehr? Schaut doch besser bei euch selber dann wärd ihr auch zufriedener. Oder ist es eben doch interessanter bei den Anderen und sich dann zu solchen Artikeln noch anonym äussern zu können? Träume sind Schäume – denkt dran!

  4. Natürlich ist es der helle Wahnsinn 2.5 Mia Bonus. Jedoch muss man auch sehen, dass bei vielen UBS Mitarbeiter, dieser nicht mal einen 13ten ausmacht… UBS wird immer gebasht und bei jedem kleinsten Puppser auf die Titelseite gehievt. Wie sieht es mit den anderen Banken aus??? Sind die besser??? Nicht im geringsten, die Zukunft ist sehr düster, für die Kantonalbanken, Raiffeisen und möchtegerne Grossbanken. Des Grusses und das die Schweizer vielleicht mal sich wieder besinnen und nicht immer alles zu Tode nörgelt!

  5. War doch klar oder etwa nicht, dass es so kommen wird. Die setzen sich einen neuen Hut auf und bestehlen die Kunden weiter. Das wird ganz böse enden, ist lediglich eine Frage der Zeit.
    Meine Tochter nimmt in der Schule gerade die Zeit in Frankreich durch, wo’s um den Sturm der Basti geht. So wird’s den Bänklern dann auch gehen, hab ich ihr erklärt. Sie hat’s zwar nicht ganz verstanden, aber ich kann ihr doch mit 9 Jahren noch nicht aufzeigen, wie schlecht die Bänkler Menschen wirklich sind!

    • Hi Frank, schreibst du aus dem Jenseits? Du könntest mehr beitragen wenn du aus der Zukunft schreiben würdest. Dann wäre es vermutlich realistischer und nicht so ein blabla.

  6. …ich betrachte die UBS Angestellten wie ganz normalen Drogenabhängige, die haben alle mal einen guten Stoff (Bonus) verabreicht bekommen und sind seit je her süchtig danach, jedes Jahr wird die Injektion kleiner und kleiner (nicht für alle) aber so lange noch ein bisschen Stoff in Aussicht ist, so lange gehen diese ineffizienten Zombies/ Junkies an den Arbeitsplatz zurück. 90% dieser Leute kann sowieso nirgends anders als in dieser geschützten Werkstatt arbeiten…

    • Genial auf den Punkt gebracht! In der Tat, ist das ja auch der Ansporn, Kunden über den Tisch zu ziehen! Aber, am langen Ende des Tages graben sie sich ihr eigenes Grab. Sollen sie sich in ihre Goldküstengemeinden Küssnacht, Wollerau, Thalwil oder wo auch immer, verkriechen!

  7. Frage an die Rechtsexperten, respektive IP:

    Der finale Geschäftszweck und Auftrag dieser UBS AG ist es doch, Gewinn zu erwirtschaften. Offensichtlich wurde dies nun eindeutig und grobfahrlässig verletzt, indem man 2.5 Milliarden Boni ausbezahlt hat. Kann man solchen Aktionärsdiebstahl und gewollten und provokativen Verstoss gegen den Geschäftszweck der Firma und die Interessen der Aktionäre nicht einklagen?

    • In den USA gibt es solche Klagen, da dort die Gesetzgebung hinsichtlich „beste Kräfte für den Unternehmensgewinn“ klar ist. Bei uns muss man da abwinken: Wenn die Swissair es nicht geschafft hat, dass jemand zur Rechenschaft gezogen wird, dann wird es keinen Event geben, welcher dies fertig bringt – leider. Vielleicht ändert sich das ja irgend wann, doch im Moment ist das die düstere „Wetterlage“.

  8. Es ist eine bodenlose Frechheit was sich das UBS Management und VR hier erlaubt. Ein Skandal reiht sich an den anderen Skandal in den letzten Jahren bei UBS und der VR und Top-Management haben die Unverschämtheit derartig hohe Bonuszahlungen zu bewilligen resp. anzunehmen.

    UBS und CS haben keinerlei volkswirtschaftliche Verantwortung mehr und keinen Sinn für eine gewisse Verhältnismässigkeit und Bescheidenheit.

    Wir müssen uns somit nicht wundern, wenn jetzt die Abzockerinitiative mit deutlichem Mehr angenommen wird.

    • Niet: Ist ein Deutscher – wie Grübel – und deswegen hat dieser „Heissluftpupser“ (siehe 1. Kommentar) keine Zähne und wartet bis er abzocken kann.

  9. Zahlen zur UBS 2012:

    10’000 Stellen werden abgebaut
    2.5 Milliarden beträgt der Verlust
    2.5 Milliarden werden Boni an Topkader bezahlt
    0.00 Gewinnsteuern seit 2010 (bis min. 2017)

    Volkswirtschaftlicher Nutzen dieser Firma ?
    Gesellschaftliche Verantwortung ?
    Wo beginnt Wirtschaftskriminalität ?

    Wann werden die letzten Kunden und Aktionäre erwachen ?

  10. Für mich ist diese Bank definitiv abgeschrieben. Das ist nur noch ein Selbstbedienungsladen für suspekte Manager.
    Am besten wäre der Laden geht entgültig Bachab. Die einfachen MA werden aufgeteilt auf andere Banken und das geldgierige selbstverliebte Management verschwindet am besten aus der Schweiz. Es vergeht echt kein Tag wo wir nicht mit irgendwelchen Negativmeldungen zugemüllt werden. Ich glaube jetzt ist echt langsam genug.

    • Alles ist relativ, auch die Menge der Negativmeldungen. Kommt halt auch drauf an, wie gerne man Diese hört..

  11. UBS-Werbung, aber für eine politische Werbung war das: wir werden nicht ruhen, bis wir Minders Initiative zum Sieg verholfen haben (unfreiwillig).

    Ironie der Geschichte, dass die Zahlen 2012 genau aufgingen. Der Bonus entspricht dem Verlust….

  12. aufwachen! wieder einer der vielen UBS nobrainer’s: die können auch 100 Mrd. bonus auszahlen, der aktionär entscheidet. wer sind diese denn bei ubs? gleiche rhetorische frage stellte ich schon bei der CS. wem es nicht passt, den 3.3. vormerken. und sonst, ruhig weiterschaffen, haben ja 47 mrd NNM bekommen, ist doch eine prächtige bank! reicht höchstens für durstig machende stammtischdiskussion. wenn schon, dann würde mich im detail interessieren, wo denn die grossen bonusempfänger hocken…aber das wissen wir ja schon.

    • In dieser Hinsicht ist die UBS top aufgestellt: Die Boni werden genau dort ausbezahlt, wo die Verluste entstanden sind – also eine hervorragende Verteilung zum Löcher stopfen; oder mache ich hier einen Denkfehler… :-/

  13. Krass: Den CHF 2,5 Milliarden Boni für das UBS Kader, stehen den Aktionären lediglich CHF 570 Millionen gegenüber . . .

  14. small talk: unser BR Ueli Maurer präsentiert den UBS-Chef als VIP-Testimonial für die Olympiakandidatur GR 2022. Das passt! Ein (…) Schmunzler sei da gestattet.
    NB: all den UBSlern mit Salär unter CHF 200K inkl. Boni „en schöne Daag“ gewünscht.

    • Danke schön.

      Ich denke, dass ich hier im Namen von meinem ganzen Team Ihren „Gruss“ entgegennehmen kann.

      ;-))

  15. Unsere Vorfahren hatten bereits vorausgesehen, wohin Gier führen kann. Im OR ist festgehalten, dass Gewinnbeteiligungen von VR nur aus dem (versteuerten) Reingewinn bezahlt werden dürfen, und dass dies die Aktionäre beschliessen müssen (Gewinnverteilung!). Heute haben die VR der Grosskonzerne (mit wenigen Ausnahmen) die Macht abgegeben (oder sind Teil des bezahlten Managements). So wird die ursprüngliche Idee ausgehebelt und man zahlt sich Honorare, Boni etc. aus. Es wäre ganz einfach, wenn alle diese Zahlungen nur noch aus dem effektiven (versteuerten) Reingewinn bezahlt werden dürften. Die Abzocker Initiative etc. wären überflüssig. Die Banker die zu diesen Bedingungen nicht arbeiten wollen, würden selber gehen (keine Abgangsentschädigungen) und die Bank würden wieder Bankgeschäfte machen, anstatt Casino-Betrieb. Klar, dass das zu schön ist um wahr zu sein! und so werden die Aktionäre weiter bestohlen etc. etc.

    • Diese Selbstbedienungs-Mentalität,weitergeführt durch den ehemaligen EZB Banker Weber, ist eine direkte Einladung an die ‚Internationalen
      Pressure-Groups‘ sich weitere, unlimitierte
      Summen aus Steuer-Defraudation von den
      Schweizer Banken zu erstreiten bzw. zu erpressen.
      ‚Swiss Banking‘ wird durch solche Zocker-Mentalität zum grössten Schimpf-und Schand-Wort gestempelt.

      Nichts als Hohn,
      bleibt als Lohn!

    • @Tan: Kleine Korrektur: Weber war NIE bei der EZB. Er war bei der Deutschen Bundesbank und wurde bei der Wahl zum EZB-Präsidenten von Draghi überholt.

  16. UBS = Unglaublicher Boni Selbstbedienungsladen
    Die UBS-Abzocker sind zweifelos weltweit die ehrlichsten Banker! Welche Banker sind denn sonst noch so ehrlich und bringt so ein Logo auf jedes Formular, auf jeden Briefkopf, ja sogar auf jede Fassade von den eigenen Filialen?!

  17. Und es kommt wie immer – zu diesen TOP Boni für diese „Oberen“ werden die wirklich schaffenden und den Müll ausbügelnden Bankmitarbeiter (die müssen sich auch noch als „gierige Banker“ beschimpfen lassen)mit „Kleinigkeiten“ ausgestattet, aber in den Wirtschaftszeitungen (das ist auch noch schlimm)bekommt dann DER BANKER im Durchschnitt einen Bonus von CHF 180’000..(Verhältnis 10% ./. 90%)..das ist ja die Frechheit sondersgleichen. Also auch die Medien sollten mal das Hirn einschalten bei dem was sie veröffnetlichen….den Schaffenden nützt das aber derzeit herzlich wenig. Getoppt wird das ganze dann wenn es heisst das wichtigste sind unsere Mitarbeiter!

    • @Jogibär: wie wahr! wäre einmal interessant zu wissen, in welchen lohnbandbreiten sich diese „normalen“ mitarbeiter bewegen, mit und ohne bonus!

      –> vielleicht würde mir das augenwasser kommen, jedoch vor neid 🙂

    • @Hr./Mme. Jogibaer: Wo haben Sie denn das her?
      Die polierten Schilder mit der Aufschrift „unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut“ wurden schon 1992 von den Wänden genommen. Was danach geschah, ist hinlänglich bekannt.
      Der Slogan heisst seit geraumer Zeit: „Wir werden nicht ruhen“.
      Von daher also alles in Butter!
      Schönen Tag

  18. Man wundert sich in dieser Bank langsam über gar nichts mehr. Es fängt mit den Bonusorgien im Top Management an und führt mittlerweile bis in die Riegen der Teamleiter welche sich offensichtlich den Luxus eines vergleichsweise guten Salärs verbunden mit nahezu Arbeitsstillstand gönnen. Ein Executive Director in unserer Abteilung fröhnt täglich ohne Scham einer ausgedehnten Dosis Youtube Videos („How to shave“), exzessiver Kaffeepausen (gern in sonniger City Location) und 9 to 5 Menthalität. Wie soll der einfache Angestellte mit solchen Führungskräften und den wöchentlichen Bad News überhaupt noch Selbstmotivation aufbringen?

    • Das sind die EDs von der UBS: Zur rechten Zeit etwas labern, die Angestellten unnötigerweise disziplinieren, Moral allen vorpredigen und dem Bonus unnötigerweise hinterherrennen.

      Habe letzthin einen lustigen „UBS ED“ Lebenslauf gelesen: Vom Trainee zum ED in der UBS innerhalb von rund 10 Jahren, dann im 2009 zu einer kleinen Privatbank und jetzt kommt schon wieder ein Wechsel in eine total andere Domäne…Sieht für mich aus, wie er nicht bei den KMUs gebraucht werden kann, da nur obenerwähnte (Un-)Fähigkeiten vorhanden sind 🙂

  19. Die Bonus-Optimierung pflanzt sich als Gier-Virus im kranken UBS-Gebilde fort und fort. HIV :
    Highest Incentive Vehicle.

    Als würde keine Minder-Abzocker-Initiative existieren, bleibt die Boni-Selbstbedienung oberstes Ziel der Geschäftsleitung, mögen die Verluste noch so katastrophal daherkommen.

    Die neuen Tricks der Bonivergütungen zeigen die tödliche Unverfrorenheit dieser Apparatschicks vom
    Paradeplatz in Zürich und schweizweit.

    Die Pensionskassen-Vorderen sind alle auf einem Auge blind, wie anders könnten sie diesem Treiben tatenlos zusehen?