Bonviva-Brunner träumt von Sozialisten-CS

Private-Banking-Chef verachtet „Kleinkunden“ bis 5 Mio; Zwang ins Bonviva-Glück – Callcenter-Albtraum.

Christoph Brunner ist der starke Mann der CS Schweiz; die CS Schweiz ist die Zukunft der Grossbank. Also hängt das Schicksal der Bank an Brunner.

Was will der Brunner? Er träumt von einer Credit Suisse als Bauern- und Sozialismusbank. Alle Kunden sollen den gleichen Billigservice kriegen. Erst über 5 Millionen Vermögen gibts Luxus.

Die CS als DDR der Bankenindustrie – die Vision macht aus dem jovialen Topbanker einen Che Guevara der Finanzwelt.

Im Herzen von Brunners langem Marsch zur neuen Grossbank steht das Produkt „Bonviva“, ein Paketangebot, wie es in der Telekom die Swisscom mit „Vivo Casa“ schon lange kennt.

Bonviva gibts in 3 Ausprägungen: Silber, Gold und Platinum. Die Preise scheinen attraktiv. 12 mal 12 Franken im Jahr für Silber, 12 mal 35 für Gold, 12 mal 80 für Platinum.

Für jährlich einen knappen Tausender gibts mit Platinum mehrere Kreditkarten, mehrere Konti, 1 Prozent Sparzins und Zugang zu Airport-Lounges.

Wer das nicht will, wird bestraft. Bisher bezahlte ein CS-Kunde für sein Konto in Schweizerfranken nichts, für Fremdwährungskonti wenig.

Neu werden ihm 60 Franken im Jahr pro Konto belastet. Wer viele Konti besitzt, muss rasch happige Gebühren auf den Tisch blättern.

Die Lösung für alle liegt auf der Hand. Geht ins Bonviva-Paradies!, ruft die Bank ihren Kunden zu. Die Pauschalpreise machen die Paket-Angebote zur naheliegenden Wahl.

Doch Brunners Sozialisten-CS hat einen Haken. Sie schlägt alle Kunden über einen Leisten. Egal, ob ein Privatkunde 1 oder 5 Millionen bei der Bank hat: Er kriegt ein- und dasselbe Angebot.

Fertig lustig mit Sonderbedienung für Kleinmillionäre, lautet die Devise. Für Fragen gibts das Callcenter; telefonische Warteschlangen statt Beratungsgespräch im Chambre séparée.

Dort sind Junioren am Werk. Private Banking, Retail Banking, Affluent Banking – was solls? Typisch Callcenter ohne viel Ahnung, wird im Vorzimmer eines Industriekapitäns, der neuer Kunde werden möchte, schon mal nach dessen Jahreslohn gefragt.

Bonviva und Callcenter könnten im besseren Fall zu Running gags werden, im schlechteren kehren wichtige Privatkunden der Bank den Rücken.

Das Problem ist nicht das Modell per se. Christoph Brunner, ein Ex-McKinsey-Berater und Mann aus der Welt des Retails-Bankings, orientiert sich allein an den Zahlen.

Die sagen ihm zurecht, dass es im alten Stil nicht weitergeht. Die Kosten von Wining & Dining lassen sich mit den geschrumpften Erträgen nicht mehr hereinspielen.

Doch der Weg zur Brave new Credit Suisse macht den Radikalwandel zum Hochrisikokurs. Es droht Flurschaden quer durchs einstige Weltklasse-Privatebanking der CS.

Was passieren kann, ist ganz einfach. Wer Kunden mit 1 bis 5 Millionen Vermögen den Service radikal zusammenstreicht, der darf sich nicht wundern, wenn diese Alternativen prüfen.

Denn die Botschaft in Brunners Welt ist klar und deutlich: Ein Millionär zählt bei der CS nichts mehr.

Was sich derzeit im Private Banking der CS abspielt, lässt sich am einfachsten mit dem wichtigsten Werbebotschafter der Bank zeigen.

Tennisstar Roger Federer steht in Form von lebensgrossen Pappfiguren in vielen CS-Schalterhallen. Mit sympathischem Lächeln und gesundem Selbstvertrauen verkörpert Federer den Inbegriff von Erfolg und Lebensfreude.

Hinter den Federer-Ständern klafft gähnende Leere. Diese steht für Choas, unkoordiniertes Handling, mühsame Betreuung und ungewohnte Standardisierung.

Hintergrund ist die grosse Industrialisierung im Banking. Diese nimmt in der Credit Suisse ihren Gang. Christoph Brunner hat sie initiiert und führt sein Private Banking in eine Ära mit tieferen Kosten.

Bis die CS dort ankommt, wird viel Porzellan zerschlagen.

Kommentare

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  1. Ja da erhalten nur noch die Fat Cats von den Investment Banken persönliche Beratung beim Privat Banking, denn die kassieren ja immer noch Millionen Boni. Ausserhalb der Bankenwelt muss man für die Aeufnung eines Vermögen von 5 Mio CHF noch hart arbeiten und diese Kunden wollen Service und nicht ein Call-Center in Indien mit standardisierten Produkten und wechselnden Berater. Dies ist doch eine typische McKinsey Lösung: Kosten runter auf Teufel komm raus.
    Meinem CS-Berater wurde gekündigt und das Geld wandert nun zum lokalen „Bänkli“, wo mir eine persönliche Beratung auf sicher ist. Ich wünsche der CS viel Erfolg mit dem neuen Bonviva Paket.

  2. Ich habe kürzlich zwei Briefe von der CS erhalten: ab sofort soll die Kontoführung für die Konti meiner zwei- und vierjährigen Kinder auch jeweils sechzig Stutz pro Jahr kosten. Und dass, obwohl ich schon nach allen (Bonviva-) Regeln der Kunst abgezockt werde und obwohl es ohnehin quasi null Zinsen gibt. Meine Antwort an die CS war: Saldierung sämtlicher Konton! Ich kann allen nur empfehlen, es ebenso zu machen wie ich. Bei der Postfinance hat man sich über mich und meine Kinder als Kunden gefreut.

  3. Die Strategie der grossen Privat Banken Bosse leuchtet mir nicht ein.

    Mit meinen AuM bei der CS verhandle ich bis 50% Sonderkonditionen, lasse mir Geldüberweisungsgebühren rückerstatten, habe hohe Erwartungen an meinen Kundenberater im Rang von einem Director/Manging Director, lasse mich zu Abendunterhaltung/Veranstaltungen einladen, habe zum Kundenberater noch einen Investment Advisor und die Assistentin ist mir auch bekannt, etc. Mein RoA ist trotz einigen Transaktionen ca. 70bips.

    Die weniger reichen Kunden der CS, können keine Sonderkonditionen verhandeln und haben bestenfalls einen Kundenberater im Rang von einem Vice President (oder Call Agenten – da arbeitet kein Kadermitglied). Mit den Gebühren und ein paar Transaktionen kommen die auf ein RoA von >120bips. Und bei den grossmargigen Kunden spart die Bank auf biegen und brechen? Irgendwie irrational. Oder versteht das Jemand?

    Aber tempi, solange ich u.A. meinen „Misstrade“ mit energischem Nachfragen/Androhung von Geldabzug ohne Verlust zurücknehmen kann, solls mir egal sein. Ich würde jedoch mein Unternehmen anders führen. Eine schöne Woche wünsche ich Euch.

  4. Diese CS kennt vielleicht noch nicht die Macht der Kunden … Ich empfehle jedem CS-Kunden mein einfaches Vorgehen: emotionslos die Konti zu saldieren und pasta mit Bonviva-Brunner. Ein Blick über die Grenzen lässt zudem hoffen: kostenlose Kreditkarten und spesenfreie Kontoführung sind auch für CH-Kunden einfach zu haben.

  5. Brunner sitzt fest im Sattel, ist aufgrund seines Machtanspruchs, seinem Image als Macher und seinem Einblick wegen früherer Rolle als COO des PB im Moment untastbar. Er ist ein Pricingfetischist. Und zudem überzeugt, dass er weiss, was Kunden brauchen (nämlich ein Vermögensverwaltungsmandat und ein Bonviva – evt noch eine Hypo, das ist alles). Leider ist darin eine vernünftige Beratung nicht enthalten. Eigentlich hat er neben Preistarifen nicht viel zustandegebracht in den vielen Jahren, wenn an genauer hinschaut. Er ist immer voll überzeugt, wechselt aber ständig die Meinung. Mein persönlicher CS-kundenberater ist zwar willig, aber als Berater schwach. Das ist genau das Problem (wahrscheinlich nicht nur der CS): die Anleger möchten nicht mehr einfach Produkte kaufen (macht ja keinen Spass mehr und man verdient auch nicht mehr viel), sondern eine ernsthafte, aber einfache und verständliche Vermögensberatung.

  6. Was ist der Unterschied zwischen einem einem Kuhschwanz und einem Krawattenträger? Antwort: Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch!

  7. Herr Marti hat Recht, niemand muss bei einer Bank Kunde sein. Allerdings ist ein Bankwechsel oft auch mit Spesen und sonstigem Aufwand verbunden, weshalb eben doch viele Kunden der Bank erhalten bleiben.

    Auch die vielen Beraterwechsel helfen nicht, Vertrauen aufzubauen.

    Eine valable Alternative sind Vermögensverwalter, die entweder mit einem Beratungsmandat oder Vermögensverwaltungsmandat der persönliche Ansprechpartner der Kunden sind, egal bei welcher Bank die Vermögen deponiert sind. Die Kosten sind am Ende selten höher, dafür gewinnt man im besten Falle einen Kundenbetreuer, der einen über die Jahre begleitet. Viele externe Vermögensverwalter sind sich bewusst, dass der Kunde Ihr einziges Asset ist und dieser die beste und persönlichste Betreuung verdient.

    Wir sind 7 Tage pro Woche, praktisch rund um die Uhr für unsere Kunden da!

    Eine Vermögensverwaltung in Winterthur & Zürich

    • Nie würde ich mein Geld bei einem „neutralen“ Vermögensverwalter anvertrauen. Der Druck Geld zu verdienen, am liebsten noch mehr als beim Angestelltenverhältnis bei einer Bank, lässt ihn nicht immer im Sinne des Kunden handeln.
      Die Branche ist (noch) viel zu wenig reguliert!

    • @Clude
      Als externer Vermögensverwalter komme ich gerne auf Ihr Votum zurück. Geld verdienen müssen wir am Ende alle, um unsere Rechnungen etc. zu bezahlen. Wieviel dies ist, ist immer auch eine persönliche Sicht. Ich gebe Ihnen recht, dass es zu den „guten Zeiten“ als externer Vermögensverwalter bei dem einen oder anderen darum ging, möglichst viel Kasse zu machen (Thema: Retrozessionen/Churning). Sicherlich war dies jedoch eher die Minderheit.

      Wenn ich mich heute als Vermögensverwalter selbständig mache, dann eher aus der Sicht, dass ich die Kunden, auch im Hinblick auf die Produktwahl, so betreuen kann, wie der Name „Relationship Manager“ es auch verdient. Zudem ist eine Kontinuität in der Beratung gegeben, was bei den vielen Wechseln der Kundenberater auch nicht mehr vorhanden ist. Vielleicht haben Sie ja in dieser Richtung auch schon Ihre Erfahrungen gesammelt. Zudem bin ich an einer langjährigen Kundenbeziehung interessiert und nicht an einem kurzfristigen „Abkassieren“, da mich ein Verlust eines Kunden mehr schmerzt als vielleicht ein KuBe einer Bank, welcher 500 oder mehr Kunden betreut. Ob ein Kunde sein Geld über eine Bank oder über einen EVV verwalten lässt, muss am Schluss jeder selbst entscheiden. Wohin die Reise bei den Banken geht, sehen ja in diesem Thema, wo die Kunden bis 5 Mio nun bei der CS als zu klein für einen persönlichen Service gelten. Wahrscheinlich werden dies nicht alle Kunden goutieren, wie auch die Kommentare zeigen. PS: Transparenz ist auch ein Thema bei den EVV’s!

  8. Habe auch Platinum Package. Fazit: Spesen ohne Ende, Nutzen gering. Vor allem diese Flughafenloungekarte ist überflüssig wenn man wie ich viel nach USA und Asien reist und dann bei SQ oder Swiss bereits Loungezugriff hat. Diese 1% Zinsvergütung ist zZ natürlich ok aber nur 1x und auch nur bis 500K. Brunner habe ich als Kunde auch ein paar mal gesehen, wenig Leadership der Mann, wie ein alter Student läuft er durchs Gebäude. Es gibt ein paar gute Mitarbeiter bei der Finanzplanung das ist sicher wertschöpfend, aber sonst mache ich so viel wie möglich selber mittels Directnet.

    • viele kunden tun es eben ihnen gleich, deshalb geht die rechnung sehr wohl auf. ein klein wenig rum maulen. doch schön platinum zahlen. man will ja was gelten. macht inkl. sog. dritt kosten deutlich über tausend pro kunde pro jahr. persönlichen service einschränken. den kunden in die selbstbedienung drängen. so industrialisiert sich jeder kunde gleich selbst. das passt doch!

  9. Was soll die Aufregung, es muss ja niemand Kunde bei der CS sein. Ich war mal stolzer Kunde bei der CS und bin es nicht mehr, muss jeder für sich entscheiden.

    Persönlich will ich einfach nicht Bonviva Kunde sein – das wird einem ja quasi aufgezwungen… brauche ich nicht, da kann ich ja gerade zu Bank Coop oder Postfinanz gehen – ich behaupte nicht, dass dort der Service viel besser ist (habe allerdings keine Erfahrung damit) aber ist zumindest billiger.

    Natürlich bin ich nicht blauäugig und glaube, dass andere Banken nicht nachziehen werden, die Hoffnung stirbt aber hoffentlich zuletzt.

    Wie von vorschreiben beschrieben gab es sehr viele Banken die es immer noch für Sinnvoll erachten, jemand wie mir ein minimum von persönlichem Service zu bieten , viel mehr brauche ich nicht, aber keine Lust für einen Nichtservice auch noch zu bezahlen und mit Hotlines abgespiesen zu werden.

  10. Ja, ja, die CS spinnt total! Selbst das Personal wird jetzt mit 60 CHF pro Jahr zur Kasse gebeten, wenn sie nicht auf Bonviva umsteigen!

  11. die konkurrenz der cs wird die gewoehnlichen mehrfach millionaere zwischen sfr 2 bis 5 mio mit handkuss uebernehmen – diese kunden sind anspruchsvoll und werden sich diese standardisierung vermutlich nicht gefallen lassen und werden mit den fuessen abstimmen – schade

    • Die Lösung? Ganz einfach: „Die Kosten von WINING & DINING lassen sich mit den geschrumpften Erträgen nicht mehr hereinspielen.“ Was also sollte gestrichen werden, was?

    • Ich wusste gar nicht, dass es soviel Millionäre in der Schweiz gibt, dass ich als CS damit richtig viel Geld sparen kann? Wahrscheinlicher ist doch eher die Tatsache, dass den Herren der A… auf Grundeis geht, weil Sie drastische Abflüsse der neu deklarierten Gelder haben werden. Denn diese Kunden werden die Schwachsinns Konditionen nicht akzeptieren. Und nennenswertes Neugeld gibts nur zur halber oder viertel der Normalcourtage.

  12. Also wo bitte ist das Problem? Ich finde Industrialisierung etwas sehr gutes. Auch als Kunde. Industrialisiserung heisst tiefere Kosten. Wer braucht schon einen Kundenberater bis 5 Mio? Investieren an der Börse kann ich selber…Diversifikation erreicht man über ETFs. Steuerberatung erhalte ich woanders…Die Finanzierung des Eigenheims lasse ich mir von 5 Banke offerieren.

    Die zeiten sind vorbei, wo man sich durch Marmorisierte Empfangshallen beeindrucken liess. Ich kann mich ja nicht ständig über die Abzocker aufregen und dann noch erstaunt sein, wenn diese nun entlich redimensionieren!?!?

    • die branche benötigt dringend „industrialisierung“ nach innen, jedoch nicht nach aussen ggü dem kunden. ich gehe davon aus, dass der „beobachter“ selbst ein bänkler ist, da dürfte man auch erwarten, dass er sein geld bis 5 mio selbst bewirtschaften kann. ob er dies auch sollte bleibt eine andere frage. doch daraus auf andere zu schliessen ist ein irrglaube. wealth management bleibt ein handwerk mit persönlichem bezug. das handwerk muss zwingend industrialisiert werden, damit qualität und kosten der effektiven vermögensverwaltung wieder besser stimmen. denn bei returns von unter 2% werden kunden auf dauer nicht kosten von 2-3% akzeptieren. ein grosser teil des mehrwertes wird jedoch über die persönliche beziehung, vertrautheit, das gute verständnis der situation des kunden geschaffen. sehr viele, auch vermögende, menschen sind gefordert bzw. überfordert ihr eigenes vermögen angemessen zu verwalten. auch findet nicht jeder es toll den ganzen tag sich um den mamon zu kümmern. es soll ja auch noch andere interessante tätigkeiten geben. hier ist der bänkler gefordert, der kundennähe sucht und im interesse seiner kunden mit verstand und erfahrung agiert, nicht der vordergründig smarte verkäufer.

    • Sie haben schon recht, aber Industrialisierung bringt auch ein grosses Problem mit sich….je effizienter eine Firma oder Branche wird, desto weniger Personal wird sie benötigen. Auf der anderen Seite hat man die Innovation, die neue Stellen schaffen kann, die Innovation ist aber langsamer als die Industrialisierng, deswegen konzentriert sich immer mehr Geld bei weniger Personen….das sieht man heute ganz gut, mit den Multinationalenfirmen und Globalisierung…..

    • da haben die banken aber einen langen weg vor sich ! waren in den letzten circa 20 jahren vor allem antreiber (manager) und gehilfen (verkaufende kundenberater) auf dem Arbeitsmarkt gefragt, so müsste neues personal her mit ganz anderen Fähigkeiten und einer ganz anderen Ethik. ob das nach so langer zeit gedreht werden kann ?

  13. ….wenn das wirklich so umgesetzt wird, dann ist es nur konsequent! Die Regulatoren erschweren es, die Kunden mit einem Vermögen unter 5 Mio allumfassend zu beraten.
    Der Konsumentenschutz hat halt auch sein „downside“.

  14. Es muss sicherlich eine Abkehr vom Wining, Dinning & Winding geben und neue Produkte könnten hier eine Lösung sein.

    Was mich erstaunt ist der anhaltende Zwischenton in diesem Beitrag, dass es nicht mehr um den Service am Kunden geht, sondern was die hochgezüchteten Boni-Manager und ihre aalglatten HNWI-Schönredner „verkraften“ müssen.

    Es wäre toll, wenn hier ein Feedback eines HNWI-Person stehen würde (weil ich gerne etwas lerne).

  15. Ja, die CS und andere Banken müssen sparen, viel sparen ! Kleine Kunden unter 5 Mio können nur noch mit einer Standardabwicklung (Industrialisierung !) rechnen. Das alles war vorhersehbar nachdem klar wurde, dass die Banken im Moment 100’000ende !!! von Kunden RAUSWERFEN aus den USA, Deutschland, Frankreich und weitere Länder werden wohl folgen ! (Weissgeldstrategie nach EWS !). Des weiteren hat unser Bundesgericht entschieden, dass sogenannte Retrozahlungen (die sonst in allen Branchen üblich sind – z.B. bei Handwerkern auf dem Material) von den Banken in Zukunft nicht mehr einbehalten werden dürfen. Somit ist aufgrund politischer respektive juristischer Entscheidung (alle sind damit natürlich nicht einverstanden in diesem Land) ein extremer Ertragsausfall bei den Banken zu verzeichnen und es bleibt nichts anderes übrig, als dass die Banken jetzt rigoros SPAREN müssen. Somit werden die Kosten für Bankdienstleistungen für die ganze Bevölkerung in der Schweiz erhöht (nicht nur bei der CS)und die Dienstleistungen gekürzt respektive standardisiert (bis hin zu anonymen call-Center Lösungen). Niemand soll sich über das Vorgehen der CS beklagen, denn weitere Banken werden gezwungen sein genauso zu handeln wie die CS ! Wer sind die wirklichen Verantwortlichen für diese Entwicklung (Bankgeschäft in der CH wird qualitativ stark leiden !) ? Die einen sitzen in Bern (gewisse Bundesräte und Parlamentarier von SP/Grünen/BDP) und die anderen in Lausanne (Bundesrichter !).

  16. Liebe Bericht- und Kommentar-Schreiber

    Wendet doch Eure Energie auf um konstruktiv den Bankenplatz Schweiz wieder klar Schiff zu machen.
    Ich kann leider nur frustrierte Berichte und Kommentare lesen. Kann sein, dass Ihr aus irgend einem Grund Christoph Brunner nicht mögt, aber wendet doch bitte nicht den Grossteil Eurer Energie auf um gegen Dinge zu kämpfen die Ihr im Moment nicht ändern könnte.

    Grundsätzlich habe ich bei Credit Suisse den Eindruck, dass kein Schönwetter Kurs gefahren wird, sondern dem grossen Herausforderungen der mit schnellen Schritten nahenden Industrialisierung der Bankenwelt entgegengetreten wird. Das gibt den Kunden doch ein gewünschtes Sicherheitsgefühl.

    Bitte etwas mehr Weitblick und weniger Frust liebe Schreiber.

    • Leider ist CS überhaupt nicht Proaktiv gewesen in den letzten Jahren und muss sich jetzt sehr schnell anpassen. Das wird aber auch wieder ohne Strategie gemacht ….
      Ich wäre Froh wenn CS ein bisschen Weitblick hätte… Schweizer Kunde werden wieder an bedeutung gewinnen solange die man noch hat….

    • Lieber Herr Benotti,

      leider täuschen Sie sich. Die „Industrialisierung der Bankenwelt“ wird sicherlich ohne die herkömmliche Banken stattfinden.

      Seit den 90’er Jahren kommen aus den Vereinigten Staaten Amerikas ständig neue Startups. Es ist nur eine Frage der Zeit bis google, ebay, amazon und co. den sehr lukrativen Bankenmarkt für sich entdecken. Dann ist Schluss mit lustig!

      Teilweise ist diese Umwälzung schon im Gange, mit google wallet, paypal, bitcoin und desgleichen.

      Wenn ich, wie Sie so schön schrieben, diese Geschehnisse „entgegentreten“ möchte, sicher nicht mit Billigstprodukte aus Poland und Indien, unterlegt mit Amex-Karten aus den USA. (Wer hat das Konzept zu verantworten?)

      Nein Herr Benotti!

      Man kontert mit Kernkompetenzen, solide Finanzberatung und professionelle Dienstleistung aus dem Traditionshaus Swiss Private Banking.

      Nur so kann der Kunde einen Mehrwert erkennen. Und zwar nicht auf irgendeiner Powerpoint-Folie sondern in seinem Investment Portfolio.

    • Banking is essential, the banks are not….. So wie bei den Migros- und Coop-Kassierinnen.

  17. Ob das gut geht? Brunner der behauptet Rabatt sei eine Stadt in Maroko! Und deshalb nichts bei der CS. Kleine „Kunden“ bezahlten (weniger als 15T) 72.- pro Jahr und diese bekommen jetzt „Vergünstigungen“, auf 60.- pro Jahr, ok es sei denen gegönnt. Aber Kunden mit über 15T sind je die wo genauer auf den Preis schauen und lieber die Bank wechseln als sich ins Bonviva-Glück zu begegnen. Denn was bring es wirklich dass Bonviva? eigentlich nichts. Da muss Brunner aufpassen das er die Kunden wo im PB sind nicht verliert und im Gegenzug die „Kleinen“ anzieht. Denn das wird vermutlich passieren, genau das Gegenteil vom gewolltem. Die CS wird weiterhin eine Dauer Baustelle bleiben.
    Jetzt wo die Mitarbeiter kein Filmi mehr haben, haben sie mehr Zeit um verrückte Sachen für die Kunden auszuhecken. Bitte Pamela sende doch weiterhin an Herr Brunner das Filmli

    • Offenbar arbeiten Sie nicht bei der CS! Sonst wüssten Sie, dass ds Filmli immer no produziert wird! Und dank Pamela wird das Format zu Lasten der Büropflanzen weiterhin Bestand haben.

  18. Zitat: „Christoph Brunner, ein Ex-McKinsey-Berater und Mann aus der Welt des Retails-Bankings, orientiert sich allein an den Zahlen“! Konklusion: Noch kein Ex-McKinsey Mann hat es je geschafft, etwas positives für die Unternehmung zu schaffen. Herr Brunner dürfte somit ebenfalls zu den zukünftigen Verlierer gehören! Viel Glück CS!

  19. Die CS – wie viele andere auch – haben den ROE (Return on Energy) nicht im Griff. Die Akquise-Efforts und Kosten laufen mit den herkömmlichen Kundengewinnungs-Varianten aus dem Ruder. Gilt so für die Schweiz wie im Ausland. Die PB kommen zB in Deutschland nicht voran (finews.ch), und gemäss NZZ verdient keine CH-Bank in USA Geld. Asien wird gaaaanz viel Schnauf kosten.
    Die Akquise-Szenarien sind selten abgestimmt
    auf die gewünschten Fokusgruppen und so verpläuderlet der RM/KB seine Zeit mit ’steifen Bankgeschichten erzählen‘ und der Tischlein-deck-dich-Aufwand explodiert nebenbei…
    NB: Ein People2People-Business ist eben eher nicht ein reines Zahlengeschäft.

  20. Und am Ende kann die CS gar nichts mehr. Spätestens dann bleiben dann wirklich die Kunden weg und gehen die Lichter aus. – Tschüsi-Büsi, wie willst Du (CS) wissen, dass die läppischen Millionen, die ich noch bei Dir habe, meine einzigen Cash-Assets sind?

  21. Die Bonviva-Bewerbung hat, bevor sie richtig zu greifen beginnt, bereits Schiffbruch erlitten. Jede(r) selbst denkende Kunde(in) merkt und spürt die sog. Anbindungs-Masche der CS. Der Köder mit der Edelmetall-Karte: Silber, Gold, Platin war schon ein Leerlauf, welcher auch bei anderen Kartenanbietern ins Leere zielten. Die Katologisierung in drei Typen ist weder sozialstisch noch sozial sondern ganz einfach tollpatschig, was sich 2013 keine Bank mehr leisten kann:

    Anbiederung à la Bonviva zeugt von billigem Klima.

  22. Sicher nicht ganz schön für Affluents und HNWI’s (wenn das überhaupt stimmt… kann mir nicht vorstellen dass die via Hotline bedient werden). Allerdings: Willkommen in der neuen Welt! 🙂 Weitere Banken werden folgen.

  23. Sicher nicht ganz schön für Affluents und HNWI’s (wenn überhaupt stimmt… kann mir nicht vorstellen dass die via Hotline bedient werden). Allerdings: Willkommen in der neuen Welt. Weitere Banken werden folgen.

  24. Da schätzungsweise 500 CS Mitarbeiter pro Monat gekuendet wird, und ohne Mitarbeiterkonditionen das Bonviva Paket nicht mehr attraktiv ist, sollen PB Kunden diese ersetzten….. Theoretisch, weil irgemdwann verliert er auch die Geduld. CS ist leider ein selbstbedienung Laden geworden…