SNB-Boss macht Polit-Propaganda

Th. Jordan reagiert in NZZ panisch auf Gold-Abstimmung – parteiisch statt neutral – Land ertrinkt in Euro-Sumpf.

Die weitreichendste Abstimmung vom 30. November ist nicht Ecopop. Sondern Gold. Ein Ja würde den 1,20-Euro-Fixkurs der Nationalbank auf einen Schlag beenden.

Keiner weiss das so gut wie Thomas Jordan. Entsprechend geht der SNB-Chef auf Propaganda-Tour.

Heute in der NZZ. Dabei legt Jordan jede Zurückhaltung ab, die einem Angestellten von Switzerland Inc. obliegen würde.

Wie wenn die Schweiz über ein Ende des Suva-Unfallmonopols abstimmen und der Suva-Chef warnend durchs Land tingeln würde – ausgerechnet jener, der seine Macht verlieren würde.

Im Zeitungs-Interview nimmt Jordan das apodiktische „Nein“ ein einziges Mal in den Mund. Wo er das tut, ist bemerkenswert.

Die Frage der NZZ lautet: „Wäre es auch denkbar, den Mindestanteil von Gold ausschliesslich über eine Verkürzung der Bilanz zu erreichen?“

„Nein“, schiesst Jordan wie aus der Pistole. „Denn“, folgt als Begründung, „dadurch würden die monetären Bedingungen massiv verschärft, was zu Deflation und schweren wirtschaftlichen Schäden in der Schweiz führen würde.“

Die Stelle ist zentral.

Entgegen Jordans Aussage wäre ein Ja zum Gold faktisch das Ende der Euro-Milliardenkäufe der SNB.

Die Goldkäufe, welche die SNB unter dem neuen Verfassungs-Artikel parallel tätigen müsste, würden die Kräfte der Schweizer Zentralbank rasch übersteigen.

Mit seinem „No, no, no“ steht Jordan heute in der NZZ hin und verkündet den Spekulanten und Financiers der Welt: Ein Gold-Ja kümmert mich einen Deut. Wir machen weiter wie bisher.

Jordan tut, was Zentralbanker immer tun. Er setzt auf seine Glaubwürdigkeit. Diese basiert auf dem Grundsatz, dass die SNB ihren Worten immer Taten folgen lässt.

Das heilige Prinzip, dass Worten Taten folgen, gilt es um jeden Preis zu verteidigen. Gerät die Notenbank einmal kommunikativ ins Schleudern, ist sie verloren.

Würde Jordan nämlich sagen, dass ein Gold-Ja, das die SNB praktisch zu einem massiven Abschmelzen ihres Euro-Bergs zugunsten eines Gold-Gipfels zwingen würde, seine seit nunmehr 3 Jahren geltende Untergrenze in Luft auflöst, könnte er ebensogut die Euro-Anbindung sofort abbrechen.

Nur schon der leiseste Zweifel an den 1,20 Franken pro Euro würde eine gigantische Spekulation gegen die SNB auslösen.

Wie das geht, zeigte sich Anfang der 1990er Jahre.

Angeführt vom Hedgefund-Star George Soros trieben Finanzhaie die Notenbank ihrer Majestät in die Enge.

Am Ende musste die Bank of England die Waffen strecken. Sie hatte nicht mehr die Kraft, das Pfund im Ecu-Währungsverbund, dem Vorläufer der Einheitswährung, zu halten.

Bei der SNB-Untergrenze sind die Vorzeichen umgekehrt.

Während den Engländern irgendwann die Fremdwährungen ausgingen, um das eigene Pfund aufzukaufen, hat die SNB theoretisch unendlich viele Franken für ihre gigantischen Euro-Käufe.

Am Ende geht es aber um die gleiche Frage. Nämlich: Ist die Notenbank auf dem richtigen Kurs?

Darüber stimmt die Schweiz in drei Wochen ab. Davor haben Thomas Jordan und seine Direktoriumskollegen der SNB Panik.

Das Volk würde ihnen, den allmächtigen Chefs der SNB, in der zentralen Frage der Euro-Milliarden mir-nichts-dir-nichts das Steuer aus der Hand nehmen und die von der SNB an den Euro-Tanker angekettete Schweiz mit einem kühnen Schlag „befreien“.

Wäre das gut oder schlecht für die Schweiz?

Niemand weiss es. Ausser Jordan.

Der SNB-Präsident sieht in der NZZ den unmittelbaren Aufzug von „schweren wirtschaftlichen Schäden“ für das Land. Warum?

Weil Jordan mit dem Pflicht-Gold von 20 Prozent in seinen Büchern nicht mehr inflationär Franken in die Welt setzen kann; weil er den Franken nicht mehr nach Gutdünken schwächen könnte.

Es wäre das vom Volk erzwungene Ende, die eigene Währung zu manipulieren.

Fast alle Westländer mit ihren grossen Problemen machen Währungspolitik. Fast alle wollen eine Schwachwährung, um exportieren zu können.

Doch ist das die Erfolgsstrategie für die Schweiz?

Mit Blick zurück lautet die Antwort nein.

Der starke Franken machte das Land stark. Der Dollar war einst 4 oder 5 Franken teuer, heute liegt er unter 1 Franken.

Der Euro lag über 1,60 Franken, bei 1,20 geht es der Wirtschaft immer noch gut.

Die Schweiz passte sich an. Ihre Strategie war Qualität statt Quantität, Ingenieure statt Billigproduktion, Knowhow statt Pump-Konsum.

Die Anbindung von September 2011 war die Folge eines Schocks. Der Euro fiel innert Kürze auf 1 Franken. Die Angst vor Massenschliessungen ging um.

Aus der temporären Anbindung wurde eine permanente. Heute hat die Schweizer Exportwirtschaft eine Gratis-Währungsabsicherung durch die SNB – letztlich durch den Steuerzahler.

Die Risiken sind riesig. Die Bilanz der SNB hat sich vervielfacht, sie ist stärker gewachsen als jene Amerikas oder der EU, ihre Devisenbestände sind explodiert.

Soll das ohne Ende so weitergehen?

Darüber stimmt die Schweiz ab.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. An alle Goldgläubigen:
    Für die Stabilität des Schweizer Frankens hat Gold keinen Einfluss. Die Stabilität einer Währung hängt nicht vom Stoffwert der Währung ab, sondern davon ab, wieviel ich dafür kaufen kann (=Kaufkraft) . Die Stabilität der Währung eines Landes hängt m.a. W. von der Wertschöpfung ab, welche sich im Bruttoinlandprodukt (BIP) wiederspiegelt.
    Argumente gegen weitere Goldkäufe:
    1)Während der Zeit der sog. „Golddeckung“ hatte die Schweiz z.B. die höchste Inflationsrate.
    2)Obwohl viele Zentral-Banken in Entwicklungsländern hohe Goldreserven halten, ist die Währung in diesen Ländern instabil und mit hohem Wertzerfall (=Inflation) verbunden.
    3)Der Wert und die Stabilität einer Währung hängen ab vom zugrundeliegenden Wirtschaftspotential und der politischen Stabilität einer Volkswirtschaft; mit Gold hat dies nichts zu tun.
    4)Der erzwungene Zukauf von Gold schränkt den Spielraum der SNB so ein, dass eine dem Gesamtinteresse dienende Geld- und Währungspolitik nicht mehr möglich ist.
    5)Die Initianten der Goldinitiative wollen das Finanzsystem der Schweiz bewusst destabilisieren, damit dadurch die Mindestkurspolitik gegenüber dem Euro ausgehebelt wird.
    6)Dies führt – vor allem in den exportorientierten KMU’s – zu Absatzrückgang und Arbeitslosigkeit.
    7)Fazit: Die Goldinitiative löst kein Problem, sondern schafft neue – gravierendere – volkswirtschaftliche Probleme.

    • @ Goldmärchen

      Korrekt, Ihre Nr. 3) Und ebenso Ihre Nummer 4), erster Halbsatz – genau darum geht es ja: Es geht um eine erzwungene, profitablere Asset allocation zu Gunsten des Volkes. Darin hat die SNB 2x voll versagt. Teile des Volkes haben jetzt genug davon.

      Denn wenn Sie in Ihren Argumenten 1) 2) 4) 5) und 7) das Wort „Gold“ durch „Euro ersetzen, würde ich Ihnen sogar in allen Punkten recht geben.
      Und 6) ist reine Propaganda. Darunter leidet das Volk bereits seit 3 Jahren.

  2. „NZZ: Wäre es auch denkbar, den Mindestanteil von Gold ausschliesslich über eine Verkürzung der Bilanz zu erreichen?

    Jordan: Nein. Denn dadurch würden die monetären Bedingungen massiv verschärft, was zu Deflation und schweren wirtschaftlichen Schäden in der Schweiz führen würde.“

    Kann das jemand einem Normalsterblichen wie mir erklären? Für mich hört sich die Antwort von Jordan wie Geschwurbel an. Wie genau sehen verschärfte monetäre Bedingungen aus? Wie führen diese zu Deflation und schweren wirtschaftlichen Schäden? Wo genau gäbe es Deflation. Etc.

    • Sehr geehrter Herr Roger Klein,

      ich bin kurz auf die Deflation unten eingegangen und habe u.a., mit Realzinsen argumentiert.

      Spielen wir diesen Beispiel weiter und berücksichtigen dabei die Aussagen von Prof. Jordan.

      Eine Hochzinspolitik durch Deflation hat in Japan seit 1990 für die hohe Staatsverschuldung gesorgt und für die schlechte Konjunktur. Dem Publikum wird in den Medien aber der niedrige Nominalzins der Bank von Japan vorgezeigt, angeblich habe die Niedrigzinspolitik in Japan gegen alle keynesianischen Versprechungen die Konjunktur nicht beleben können, wird meist von Neoliberalen behauptet.

      In Japan sind seit 1990 die Immobilienpreise und die Börsenkurse um etwa 75% gesunken. Die vermögenden Japaner haben also durch reale Investitionen in den letzten zwei Jahrzehnten viel Geld verloren und die einst für diese Investitionen aufgenommenen Kredite belasten noch heute Banken und Unternehmen. Das Ergebnis ist ein überzogenes Geldsparen der Privaten und die dadurch steigende Verschuldung des Staates.

      Die Bank von Japan gilt unter Kennern seit 1945 als Filiale der FED der USA und wird mit ziemlicher Sicherheit daran gehindert, zusammen mit der japanischen Regierung eine sinnvolle Politik zu betreiben. Wieder und wie immer ist die Krise als Schockstrategie gewollt, um die japanische Gesellschaft aufzubrechen, so wie jetzt auch wieder in Europa. Um die Stagnation der japanischen Ökonomie zu überwinden, müsste nur die Deflation der Vermögenswerte durch steigende Löhne beendet werden.

      Das weiß selbstverständlich jeder Ökonom, bei uns wie in Japan. So wie hier in der Schweiz oder Deutschland die Löhne nicht steigen dürfen, um stattdessen mit Brüningscher Sparpolitik Griechenland, Spanien, Portugal und Italien in die Deflation zu treiben, so durften in Japan die Löhne nicht steigen, um die Vermögensanlagen in Immobilien und Aktien im Preis verfallen zu lassen.

      Dabei ist der Ausweg aus der Deflation ganz einfach und besteht in steigenden Löhnen, es ist also politisch auch noch kinderleicht durchzusetzen, wenn man will – beziehungsweise wenn die maßgeblichen Kräfte der Geldpolitik das so wollen.

      Wenn man sich eine Vorstellung von der japanischen Deflation machen will, könnten wir uns einen Fall des SMI in den nächsten 20 Jahren auf unter 1000 Punkte vorstellen und unser Haus, heute für 1 Mio CHF gekauft, ist nach zwei Jahrzehnten weniger als 250.000 CHF wert, mit allen Hypotheken tief im roten Bereich. Genau diese Entwicklung ist vermutlich für den Euroraum und vorallem jetzt für die Schweiz geplant, daher ist das Beispiel Japan so wichtig.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @Roger Klein

      auch hier begeht Jordan einen gravierenden Fehler in seiner Argumentation.

      Deflation ist nicht gleich Depression. Wenn die Preise fallen wegen eines verbesserten gesamtwirtschaftlichen Angebots, so ist das positiv.

      Die Preise fallen und das BIP steigt (BIP in der Schweiz ist massiv gestiegen: sieht Grafik)

      http://www.google.ch/?gfe_rd=cr&ei=m0JrVI-xKMWBPcjxgJAG&gws_rd=ssl#q=BIP+Schweiz

      Deflation ist nur negativ, wenn die Preise wegen eines Rückgangs der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage fallen. Dann wäre Deflation mit einem Rückgang des BIP verbunden.

      Das war in der Schweiz in den vergangenen Jahren definitiv nicht der Fall.

      Die SNB macht in Panik, um den Mindestkurs zu rechtfertigen.

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

    • @ Roger Klein

      Vielleicht darf ich’s auch noch versuchen.
      Ganz grob gesagt, zeigt die Bilanz der Notenbank die Geldmenge an. Wächst die Bilanz, wie die letzten Jahre, wächst die Geldmenge, und umgekehrt.
      Mit der Geldmenge steigen die Preise und umgekehrt; wir merken das, also ersteres, tagtäglich. Vor allem dann, wenn das W. der Geldmenge schnell passiert (wie die letzten Jahre), weil dann eben sehr viel mehr Geld auf in etwa gleiche Produktmenge stösst – die Wirtschaft, die Fabriken, auch die Anzahl Menschen als Dienstleister im Lande konnten so schnell ja nicht mit dem Mehr an Geld wachsen.
      Wieso so viel G.wachstum die letzten Jahren ? Erst für die Rettung der Banken, dann für den Ankauf von Euro. Grob gesagt, hat die SNB dafür Franken gedruckt bzw. wird noch drucken. Warum wird ? Da sie sich die aktuell erst ausgeliehen und dann hergegeben hat. Woher ausgeliehen ? Von den Geschäftsbanken, also von Ihrem Konto/Sparbuch = Ihre Spareinlage. Sie sehen diese zwar noch auf dem Auszug, aber die Franken sind dennoch nicht mehr dort, sie sind verliehen worden, an die SNB). Ihre Spareinlage hat zur Zeit ein Euroländer.
      Sobald Sie jedoch Geld von Ihrem Konto abheben wollen, oder Ihre Pension beziehen wollen, oder was auch immer cashmässig, muss die SNB dieses Geld für Sie drucken (als Banknoten oder elektronisch fürs Konto, egal) – da sie ja ihre Spareinlage zuvor sich geliehen und dafür Euros gekauft hatte.
      Würde die SNB diesen Prozess umkehren, dh ihre Bilanz schrumpfen lassen, würde auch die Geldmenge sinken, und die Preise (und Sie hätten quasi wieder Ihre Spareinlage auf dem Konto). Das wäre -wie Dr. Meyer schon sagte-aktuell kein Beinbruch. Weil der Prozess der Geldmengenausdehnung ja schnell und rein über die Preise und daher (noch) nicht über Mengen-/Kapazitätsausweitung erfolgte. Erst wenn letzteres der Fall gewesen wäre – was üblicherweise nach einigen Jahren hoher Inflation passiert, hat eine Geldmengenreduktion negativen Einfluss auch auf die Kapazitäten und nicht nur auf die Preise (Einschränkung bei den Preisen, dass die nämlich vielfach starr sind, zB in Form zwischenzeitlich erhöhter Löhne, Gebühren, Steuern, Pensionen etc., d.h. jede Geldmengenreduktion würde sich dann sogar wohl überproportional auf die Mengen auswirken). Die Frage der NZZ interpretiere ich jedoch, ob Herr Jordan nicht Euros verkaufen und mit diesem Geld dann das Gold kaufen möge. Das wäre wiederum geldmengenneutral, da quasi nur Tausch. Insofern kann ich Herrn Jordan’s Antwort nicht nachvollziehen. Damit dürfte wohl Dr. Meyer mit seiner Ansicht richtig liegen. Und möglicherweise ein sinistrer Grund für die Fortführung des Euroankaufs existieren.
      Soweit, so grob. War das dennoch hilfreich für Sie ?

    • @ Roger Klein

      :-)) kürzer formuliert: Die Antwort von Jordan war reine Medienpropaganda, da überhaupt kein Effekt eintritt. Und die Frage der NZZ ging schlicht am Problem vorbei bzw. war wohl eine Gefälligkeitsfrage an ihn..

  3. Sehr geehrter Herr Kästner,

    Sie stellen die „Königsfrage in der Runde“ wenn Sie schreiben zitat:

    Diejenigen, die behaupten, dass der Mindestkurs unvermeidlich war, argumentieren übrigens auch mit der Deflationsgefahr. Es scheint also die Deflation zu sein, die das Ende der Schweiz bedeuten würde. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Zitat Ende.

    Die Frage ist einfach zu beantworten:

    Punkt 1.

    Die Schweiz ist kein Opfer seines Erfolges, sondern Nutzniesser dieses „Verbrechens gegen die europäischen Völkern“ Namens: EURO!

    Einerseits kann man argumentieren:

    Nüchtern betrachtet sitzt die Schweiz auf einem Pulverfass. Geht der Euro hoch – und er wird hochgehen! – dann “fliegen” der Schweiz ihre Devisenreserven mit “um die Ohren”.

    Würde der Euro durch die Schweizer Nationalbank nicht gestützt, wäre die Parität zwischen Franken und EUR längst Realität, wie in Vergangenheit vor der Intervention seitens der Schweizer Nationalbank auf dem Devisenmarkt bereits kurzfristig bereits geschehen. Hinter vorgehaltener Hand gibt es nach meinen Infos Berechnungen, wo 1 EUR im “worst case” derzeitig nur noch 0,80 Franken wert ist.

    In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch die Wechselkurse von “stabilien” Ländern, wie z. B. Australien, zum EUR hin anzusehen.

    Weniger interessant ist der Vergleich EUR ./. USD, da diese Währungen wegen “gleichmäßiger” M3 Geldmengenvermehrung zueinander relativ “stabil” erscheinen.

    Andererseits:

    Herr Kästner, die Politik in der Schweiz wird von den Interessen der (Finanz) -Eliten bestimmt, die Bevölkerung ist nur in der Lage hie und da via Volksinitiative Einfluss zu nehmen. Sobald aber eine Volksabstimmung nicht so heraus kommt wie das die Eliten wünschen, so wird der “Volkswillen” zu unterlaufen versucht. So geschieht dies aktuell zum Beispiel gegen den Willen der Bevölkerung um den Zweitwohnungbau einzudämmen. In der Regierung haben in den Komissionen die Wirtschaft das sagen, zu hohem Anteil die Finanzlobby -sogar in der Komission für die Regulierung der BVG (betrifft die Rentenkassen für das Alterssparen). Die Schweizer Banken sind in der Schweiz die tatsächliche Regierung, sowie die Export-Lobby. Wie überall in der Welt, versprechen die Export -und Importgeschäfte besonders hohe Gewinne für die Eliten (Schwarzgeld lässt sich hier besonders gut generieren).

    Stichwort Deflation:

    Herr Kästner, Deflation ist Hochzinspolitik!

    Ich habe mehrmals Herr Dr. Marc Meyer und Herr Dr. Jürgen Ott, im Zusammenhang mit Währungen, Geldpolitik, Rechnungslegung, exakte Begriffsdefinitionen usw., auf die Realzinsen und deren Auswirkungen hingewiesen, welches die Thesen dieser beiden Herren unmissverständlich als ein einziges inhaltsloses Geschwafel entlarven.

    Begründung: (ich kopiere aus meinen Repliken an diese zwei Herren)

    Deflation:

    Weil wir uns gerade in einer Zeit sehr niedriger Nominalzinsen befinden, muss ich kurz das Thema der Realzinsen behandeln, die in der Weltwirtschaftskrise 1929-33 wie auch seit Beginn der Eurokrise eine große Rolle spielten. Bei Nominalzinsen von beinahe Null sind viele Laien geneigt, der Geldpolitik eine expansive Wirkung zuzuschreiben. Dies ist ein gefährlicher Irrtum und leider sehr verbreitet. Wenn Sie im Jahr 2010 in Spanien für einen nominal niedrig verzinsten Kredit Ihrer schweizer/österreichischen/deutschen Hausbank ein Haus am Strand erworben hätten, wäre das wegen des hohen Realzinses ein schlechtes Geschäft geworden. Denn die Hauspreise sind im Schnitt um 10% im Jahr gesunken. Diese 10% Preisverfall müssen Sie zum niedrigen Nominalzins ihres Immobilienkredits hinzurechnen, um den Realzins zu erhalten. In Zeiten niedriger Nominalzinsen sinken meist die Löhne und die Preise für Immobilien und andere Vermögenswerte, das ist real betrachtet Hochzinspolitik. Wer die Geldpolitik steuert, weiß das auch. Man weiß vor allem auch, dass das Publikum den Zusammenhang zwischen Deflation und hohem Realzins nicht sieht und nicht versteht. Daher wird in Zeiten der absichtlich verursachten Krisen mit allen Mitteln wie Sozialabbau und Deregulierung auf das Sinken der Löhne und Preise hingearbeitet.

    Es geht bei der Güternachfrage für Investition und Konsum immer um den Realzins, die Summe von Nominalzins und der Preisänderung. Zum Beispiel führen sehr stark fallende Löhne zu einem entsprechend hohen Realzins, daher verstärkt sich eine Wirtschaftskrise durch sinkende Löhne. Eine Deflation, wie es sie von 1929 bis 1933 gab oder auch heute wieder speziell in den Euro-Krisenstaaten, ist also trotz nominal niedriger Zinsen eine in realen Größen betrachtete Hochzinspolitik mit verheerenden Folgen: Häuser oder Maschinen fallen mit den sinkenden Löhnen und der Deflation bei Rohstoffen im Preis und dieser Preisverfall war von 1929 bis 1933 mit mehr als 10% anzusetzen, die zum Nominalzins zu addieren sind. Die heute sinkenden Löhne und Immobilienpreise in Griechenland, Spanien oder Portugal sind ebenso jedes Jahr zum Nominalzins zu addieren, um die Ursache der verheerenden Wirtschaftskrise zu verstehen.

    Für die breite Masse des Publikums bleibt die Krisenursache bei Deflation meist ein Rätsel: Sollte die Beschäftigung bei sinkenden Löhnen nicht steigen, wie von der korrupten VWL gelehrt wird? Müssten die Löhne nicht noch mehr sinken, solange die Massenerwerbslosigkeit immer mehr zunimmt, wie die Professoren fordern? Die falschen Lehren der VWL-Professoren verschärfen die Krisen und das ist so beabsichtigt und gewollt: Krisen werden immer absichtlich inszeniert, die Weltwirtschaftskrise damals wie die Eurokrise heute. Anders als in der mit hohen Nominalzinsen verursachten Weltrezession der frühen 1980er Jahre, lässt sich die restriktive Geldpolitik bei Deflation vor dem breiten Publikum verstecken. Zum Beispiel in Japan wurde den Bürgern jetzt über zwei Jahrzehnte immer der niedrige Nominalzins der Bank von Japan vorgehalten, während die Deflation nur an den Börsenkursen und Immobilienpreisen zu erkennen war. Real betrachtet ist die Wirtschaftsflaute in Japan seit der um das Jahr 1990 von den USA erzwungenen Aufwertung des Jen – mit der Folge der Deflation der Vermögenswerte – kein Rätsel, sondern das Ergebnis real völlig überhöhter Zinsen. Auch während der Großen Depression 1929-33 waren die Nominalzinsen nicht auffallend hoch, real lagen die Zinsen 1929-33 jedoch über 20%. Das kapiert das Publikum nur schwer und Pseudo-Wissenschaftler à la Marc Meyer und Jürgen Ott umsoweniger!

    Wenn Sie heute ein Haus in der Schweiz für 1 Mio CHF kaufen, bei einem SMI bei 8000 können Sie sich bei Deflation ausrechnen, wieviel Ihr Investment in 10 Jahren wert sein wird. Vgl. JAPAN!

    Herr Kästner, jetzt ziehen Sie die Thesen des Dr. Marc Meyer und Dr. Jürgen Ott heran, und ziehen Sie autark die Schlüsse, welche sich der Wahrheit näher befindet.

    Schönes Wochenende und Beste Grüsse
    Der Praktiker

  4. @ Klaus Kastner – Stichwort Kapitalkontrollen etc.

    Danke für diese Steilvorlage ! Nichts könnte die perverse Widersprüchlichkeit hiesiger Wirtschafts- und Geldpolitik besser verdeutlichen.

    Was bedeutet denn der Europeg wirklich ?! Unsere SNB subventioniert dadurch jeden Euroländer, der Euros ins Land trägt. Indem sie ihm -eigentlich viel wertvollere- Fränkli zum niedrigeren Kurs hingibt. Also zum Teil eben verschenkt; unser Volksvermögen verschenkt.

    Und warum tut sie das ? Offiziell, um unsere verarmenden Exporteure zu stützen. Komisch nur, dass deutsche Exporteuere Weltmarktführer wurden, bei und trotz jahrzehntelang steigender, teilweise drastisch steigender DM.

    Nein, in Wirklichkeit ist dies ein verzweifelter Versuch, der Kapitalflucht hierzulande gegenzusteuern. Weil drei- oder sogar vierstellige Mrd.-Anlagegelder inzwischen unser Land unwiderruflich verlassen haben, Ri. Singapur, Dubai, sogar USA, etc.

    Warum – weil dieser Finanzplatz nicht mehr sicher scheint: Weil unsere Behörden zehntausende Amerikaner einfach deren Regierung ans Messer geliefert haben, inkl. die eigenen Bürger, deren Bankbetreuer. Und tatenlos den Hehlergeschäften mit Steuer-CD’s zugesehen haben.
    Was Beides jedoch zum Treppenwitz der Geschichte werden wird (das wird unsere wirkliche Blamage – Gruss an Ihre Enkelkinder), weil Direktbesteuerung einschl. deren Straftatbestände ein Relikt der Geschichte ist und in Bälde als solches erkannt und abgeschafft werden wird.

    Aber zurück zum Europeg. Wir als Schweiz sind damit zu einem der grössten Eurohalter der Welt geworden. Einer Währung, die 22 Krisengipfel hinter sich hat. Deren Bankensystem immer noch technisch bankrott ist. Eine Währung, welche lt. Draghi offiziell um eine weitere Billion Eurodrucken entwertet werden wird.

    Also wenn das alles nicht pervers ist.. Jedenfalls kann ich jeden Bürger voll und ganz verstehen, der die Goldinitiative ALLEIN AUS PROTEST annimmt. Selbst wenn sie nicht viel bringen wird.

    • @Dr. Jürgen Ott, Herrliberg
      Obwohl auch ich mitbekommen habe, dass sehr viel Anlagevolumen die Schweiz in Richtung Asien verlassen hat, müssen Sie mir doch erlären, was diese Kapitalflucht mit dem Mindestkurs zu tun hat. Das verstehe ich nicht. Der steigende CHF-Kurs würde doch bedeuten, dass – trotz Kapitalflucht – immer noch mehr Devisen den CHF gesucht, als CHF die Schweiz verlassen haben. Dass die Schweiz den Ausländern den CHF zu billig verkauft, ist ein interessanter Punkt. So habe ich das noch nie betrachtet.

      Ich vermute einmal, dass ein großer Teil der Kapitalflucht Portfolioinvestitionen waren/sind, die die CHF-Geldmenge nicht betreffen würden. Außerdem könnten es ja auch Devisionpositionen sein, die verlagert werden, aber auch die CHF-Geldmenge nicht betreffen.

      Ich übrigen verstehe ich das Hauptmotiv der SNB, den Mindestkurs einzuführen, eine Deflation zu vermeiden, die ansonsten eingetreten wäre (also nicht so sehr das Interesse der Exporteure). Das hat übrigens auch Prof. Jansen im TV-Interview gesagt. Diejenigen, die behaupten, dass der Mindestkurs unvermeidlich war, argumentieren übrigens auch mit der Deflationsgefahr. Es scheint also die Deflation zu sein, die das Ende der Schweiz bedeuten würde. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    • @ Klaus Kastner

      Wenn die SNB so argumentiert (ich habe leider keine Statistik zur Hand), dann hätten es wohl mehrheitlich Devisenpositionen gewesen sein müssen. Direkt übertragene WP-Portfolios haben in der Tat keine Forex-Wirkung. Aber ich weiss es schlicht nicht.

      Zum Kapitalabfluss. Die Angst vor Deflation ist hierzulande tatsächlich in erster Linie die Angst vor Kapitalabfluss. Weil wir vom Zufluss bislang gut gelebt haben – der aus naheliegenden Gründen zumeist aus Hochsteuerländern kam.

      Wie lief jetzt der Kapitalstrom beim Euro in den letzten Jahren:
      Der Zustrom aus Kern- wie Peripherie-Euroländer (‚Eurofluchtgelder‘, keine Schwarzgelder) nahm im Gefolge der Bankenkrise ab 2008 massiv zu. Ich persönlich erinnere mich noch gut an die vielen Autos mit spanischen, griechischen, usw. Kennzeichen in Ri. ZH damals. Auf Ferienfahrt waren die alle wohl kaum.

      Hinzu kamen jüngst dann die €-Fluchtgelder aus RU.

      All das trieb den Frankenkurs hoch. Die SNB intervenierte, was bedeutet, dass diese -per se schon willigen- Anleger auch noch eine Teilsubventionierung geschenkt bekamen.
      Denn hätte man beim Kurs nichts unternommen, wäre der Franken irgendwann so hoch gewesen, dass es den Euroflüchtenden unrentierlich erschienen wäre. Der Fluchtgeldschwall wäre abgeebbt. Jedoch hätten die Exporteure temporär gelitten, zT schwer. Dafür wäre die Asset Management-Industrie hierzulande stark gewachsen. Wie immer eben – man hilft den Einen und schadet zugleich den Anderen. Leider wird in den Medien häufig nur auf das eine eingegangen.

      Gegenläufig war, dass wir zwischenzeitlich die Kern-Euroländer (‚Schwarzgelder‘) wie auch die Amerikaner (was sich aber natürlich nur auf USD/CHF auswirkt) infolge Aufgabe Bankgeheimnis etc. vertrieben haben. Und das wirkt nachhaltig, weil man bekanntlich jahrzehntelang an einem guten Image arbeiten muss, es jedoch binnen kürzester Zeit dauerhaft zerstören kann. Denn was ich persönlich von (Direkt-)Steuerhinterziehungsparagraphen halte, sie nämlich als Treppenwitz der Geschichte sehe, hatte ich Ihnen ja bereits geschrieben.

      Dadurch, dass die SNB den Frankenkurs künstlich immer noch niedrig hält, besteht, da haben Sie völlig recht, immer noch ein Netto-Zustrom. Noch. Doch die Teilsubventionierung von €-Fluchtgeldern hat für mich bereits Aspekte von Gegensteuern wegen drohender Deflation infolge künftig anhaltendem Kapitalabfluss. Weil man den Finanzplatz nachhaltig geschädigt hat. Denn, was man heute an Euros an Land ziehen kann, ist einfach erst mal da; selbst wenn Teile davon wieder abfliessen sollten.

      Zum eigentlichen Problem wird jetzt das ‚EZB/ESM-Billioneneurodruckprogramm‘:
      Denn, so unglaublich das klingen mag, der Euro wird (nach dem aktuellen Absturz) erst einmal steigen, irgendwann in 2015/16, ein letztes Mal. Warum ? Weil die EZB endlich eigenständig etwas gegen die Deflation im Euroraum unternimmt, analog FED seit 2008. Was Stützungskäufe seitens unserer SNB unterbrechen wird. Und den Kapitalabfluss ansteigen lässt.

      Aber dann -irgendwann in und ab 2016- wird der Euro drastisch an Wert verlieren (während zugleich dann der USD gewaltig steigen wird) – was weitere Stützungskäufe auslöst = Kapitalzuflüsse, wieder teilsubventioniert, dann jedoch in höherem Masse. Da dieser €-Wertschwund anhaltend sein wird, landen dank unserer Stützungskäufe immer mehr immer wertlosere Euros bei den (trotz zwischenzeitlichem Abfluss immer noch) bereits vorhandenen, im Wert ebenfalls drastisch schwindenden Euros bei uns, wofür wir weiter en masse Franken zum Discountpreis an Euroländer hergeben.

      Bis schliesslich der von Dr. Meyer mehrfach beschriebene, finale Prozess beginnt. Der, auch wenn Sie das anders sehen, der SNB und damit uns als Volk finanziell das Genick brechen wird. Es sei denn, die SNB schichte in dem von mir beschriebenen, kurzen Zwischenfenster massiv aus Euros um in USD, US-Aktien und Gold. Wonach es derzeit aber nicht aussieht.

      Und sorry für die lange Antwort. Es ist eben ein wenig komplex wg. der Annahmen/Prognosen, die man braucht. Und weil z.Zt. der „echte“ Marktkurs ja fehlt bzw. ich keine Statistiken zu den Volumina zur Hand habe.

  5. @Klaus Kastner

    Auch das Volk sieht, dass mit der Geldpolitik der SNB etwas nicht stimmt. Wir sind jetzt noch 0.17 Cent über den SUPER-GAU. Deshalb Einflussnahme des Volkes auf die Geldpolitik über die Goldinitiative.

    Erstens:

    Sie und SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan begehen folgende Überlegungsfehler:

    Sie und Prof. Jordan behaupten, die SNB gäbe keine Wertschriften oder andere Vermögenswerte (Euro, Gold) gegen Notenbankgeld heraus.

    Falsch: Offenmarktpolitik der Zentralbank geschieht, indem die Notenbank Wertschriften oder andere Vermögenswerte gegen Gold austauscht.

    Zweitens:

    Sie und Prof. Jordan behaupten, Notenbankgeld sei Liquidität der SNB (liquide Mittel der SNB).

    Falsch: Notenbankgeld ist ein Passivum der SNB – kein Aktivum der SNB.

    Drittens:

    Sie und Prof. Jordan behaupten. Die SNB könne „Liquidität aus dem Nichts schaffen.“

    Falsch: Es gibt keinen Buchungssatz mit lediglich einem einzigen Konteneintrag. Es gibt im der doppelten Buchhaltung immer zwei Einträge.

    Könnte die SNB „Liquidität aus dem nicht schaffen, so bedeutete das, dass die SNB Eigenkapital aus dem Nichts schaffen könnte. Auch das ist falsch. Notenbankgeld ist nicht Eigen- sondern Fremdkapital der SNB.

    Viertens:

    Sie und Prof. Jordan behaupten, die SNB könne den Kurs CHF /Euro nach Belieben steuern. Könnte die SNB das, so könnte das die EZB auch. Ein Widerspruch.

    Fünftens:

    Sie und Prof. Jordan behaupten, der Franken könne gegen Euro nicht unter 1.20 fallen. Wir sind jetzt bei 1.2017. Könnte die SNB den Kurs tatsächlich diktieren, so hätte sie es nie soweit kommen lassen.

    Sechstens:

    Sie und Prof. Jordan behaupten, die SNB diktiere den Banken die Notenbankgeldmenge.

    Falsch: Per Gesetz darf die SNB lediglich 4 Prozent der kurzfr. Verbindlichkeiten der Banken als Mindestreserve (Giroguthaben der Banken bei der SNB) einfordern. Jetzt sind wir beim 21fachen Betrag.

    Keine Bank kann gezwungen werden, der SNB unbeschränkt zinslose Darlehen zu gewähren, um Euros zu kaufen.

    Siebtens:

    Die SNB ist Schuldnerin gegenüber den Banken nicht umgekehrt. Kein Schuldner kann dem Gläubiger diktieren, wieviel Kredit er ihm geben muss.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Korrigenda

      Falsch: Offenmarktpolitik der Zentralbank geschieht, indem die Notenbank Wertschriften oder andere Vermögenswerte gegen Notenbankgeld austauscht.

  6. @ Klaus Kastner – TV Interview

    Leider habe ich das Interview weder gesehen noch kenne ich den Professor.

    Jedenfalls wiederhole ich mich, wenn ich sage, auch ich bin aus prinzipiellen Gründen gegen und nur aus taktischen Gründen für die Initiative.

    Ein wenig erinnert mich das an die Gripen-Geschichte, wo das Volk quasi über ein bestimmtes Flugzeug abstimmen sollte – jedoch mit einem übergeordneten Aspekt im Hintergrund.

    Dasselbe hier. Eigentlich reden wir über das optimale Timing einer strategischen Asset allocation bei der SNB.

    Dass es dazu überhaupt das Volk braucht, zeigt bereits, wie wenig vertrauenswürdig deren bisherige langfristige Anlagestrategie war, was so ja auch zutrifft: Verkauf Gold zum Tiefstkurs, anhaltender Kauf Euros zum Hochkurs. Aber eigentlich sollte das nicht Aufgabe des Volkes sein.

    Und der eigentliche Aspekt im Hintergrund ist hier die Geldpolitik, worum wir uns alle ja auch im Blog trefflich streiten. Denn der Knackpunkt ist der Europeg, nicht das Gold. Wobei, ‚Gelddruckerei bedeuten beide Massnahmen, wie ich hier bereits einmal ausgeführt hatte. Die eine aber sehr viel mehr als die andere.

    Zum optimalen Timing kann ich nur die Analysen zum Besten geben, die ich kenne u. denen ich vertraue:
    Gold-Tief ist voraussichtlich Anfang 2016 in USD, in CHF ev. etwas früher. Bis dahin sollte man alles Gold, was man hat, hedgen (ausser ev. die kommenden 2 Monate). Danach sollte Gold in Wellen auf alle Fälle eine Dekade lang hochgehen, mind. bis 2024.

    Was hinsichtlich der Blamage eben bedeutet, dass es doch genauso blamabel wäre -falls die Initiative nicht angenommen würde- wenn die SNB demnächst sogar den Restbestand noch verscherbeln würde, eben wieder zu einem Tiefkurs..

    Am besten lassen wir jetzt also das Volk entscheiden, welche potentielle Blamage es mehr gewichtet.

    • @Dr. Jürgen Ott, Herrliberg
      Wie ich schon einmal gesagt habe, Geld- und Devisenkurspolitik sind nicht wirklich mein Thema, weil ich davon zu wenig verstehe. Mein Thema ist ausschliesslich das technische Funktionieren einer Notenbank.

      So wie ich die Gold-Initiative verstehe, machen sich viele Schweizer Sorgen um das risikobehaftete Agieren ihrer Notenbank. So wie sich viele Bürger anderer Länder heutzutage um das Agieren ihrer respektiven Notenbanken – zu Recht – Sorgen machen. Jetzt wollen diese Schweizer das Agieren ihrer Notenbank etwas einbremsen. Verstehe ich. Von daher ist die Gold-Initiative auch ein gutes Signal. Was sie in der Praxis bewirken wird, wird sich erst zeigen, wenn sie einmal umgesetzt wird.

      Übrigens, das risikobereite Agieren der SNB kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass sie – soweit ich mich erinnern kann – rund 20% ihres Veranlagungsvolumens in Aktien hat. Warren Buffett würde das begrüßen (Buffett ist übrigens ein absoluter Gegner von Gold). Umgekehrt würde ein Anlageberater seinem Privatkunden einen 20%&-igen Aktienanteil im Portfolio nicht mehr als „konservativ“ verkaufen.

      Noch ein Punkt, der in der Debatte um die SNB ganz verloren geht. 470 Mrd.CHF in Devisenanlagen ist zwar viel, aber es ist nur ein Bruchteil der rund 3.600 Mrd.CHF, welche die Schweiz an Bruttoauslandsinvestitionen hat. Das sind auch Devisen. Natürlich wird ein erheblicher Teil davon Portfolio-Risiko und nicht Schweiz-Risiko sein, aber trotzdem: die Schweiz hat ihren finanziellen Wohlstand insgesamt extrem stark an das Ausland und an Devisen gebunden.

    • @ Klaus Kastner

      Danke. Alles gute und richtige Punkte. Meine Sichtweise dazu:

      Aktien, insbesondere US-Aktien sind, so komisch sich das anhören mag, in dieser Dekade das sicherste Investment. Zudem bieten sie als einzige Assetkategorie noch einen halbwegs vernünftigen Zins, die Dividendenrendite.

      Warum ? Wir haben weltweit kein eigentliches Problem im Privatsektor, der ist ordentlich gemanaged. Das Problem liegt bei den Regierungen mit ihren Staatsschulden. Die in dieser Höhe rein über Steuern nicht mehr bedient werden können. Also wird es Währungsschnitte brauchen.

      Aufgrund der bereits aktuellen Überschuldungssituation, zuletzt verschärft durch die unsäglichen Bankenrettungen, halten Regierungen zusammen mit Zentralbanken die Zinsen künstlich niedrig, weil Ihnen das zum Überleben hilft.

      Was jedoch Pensionäre finanziell ausradieren wird, weil Regierungen weltweit die Pensionskassen + Lebensversicherer ja ausgerechnet in die Staatsanleihen als ‚risikofreie‘ Anlage zwingen.

      Staatsanleihen sind jedoch -indirekt- Währung, weil letztlich jede Staatsanleihe als Collateral bei der ZB landet, die dafür im Gegenzug Währung ausgibt/schöpft.

      Da all das die ZB’en auch sehen und wissen, diversifizieren sie eben in Aktien. Nothing wrong in meinen Augen.

      Zu den 470 Mrd. – leider verzigfachen die sich im Giralgeldprozess. Auf wieviel kann ich Ihnen nicht sagen, jedenfalls ist die einfache Relation viel zu niedrig.

    • @Klaus Kästner,

      zur technische Funktion einer Notenbank soviel:

      Greifen wir den Punkt des Ehrwürdigen Herr Dr. Marc Meyer auf und interessieren uns für den technischen Ablauf, wie das Eigenkapital einer ZB erhöht wird, damit sie nicht Bankrott geht.

      Dr. Marc Meyer behauptet; „Der Steuerzahler haftet“! Ja Richtig! Aber das tut er immer und andauernd, da das Geld vom Steuerzahler erschaffen, bzw., – durch die Produktivität gedeckt wird, nachdem das Geld im Wirtschaftskreislauf gepumpt wurde!

      Zurück zur Notenbank:

      Das liegt daran, dass die Notenbank selbst im Fall der Aufzehrung ihres Eigenkapitals durch den Staat immer mit Eigenkapital in Form von verbrieften zukünftigen Steuereinnahmen – Staatsschuldtiteln also – ausgestattet werden kann und historisch auch wurde. Die Positionen einer Notenbank als De-jure-Schuldner in (Forderungs -) Vermögenswerten und einem im betreffenden Währungsgebiet ansässigen Geld-Schuldner unterscheidet sich im Extremfall fundamental, da die Notenbank als Hausbank in einem Land dient, deshalb befindlich immer auf das Besteuerungsmonopol des Staates „zurückgreifen kann“, um mit Eigenkapital ausgestattet zu werden.

      Entweder durch Ausfall der für hereingenommene Titel haftenden Schuldner und Gläubiger oder durch Marktwertveränderungen angekaufter forderungsloser Aktiva.

      Dass diese Eigenkapitalausstattung dann im Normalfall eben nicht mehr mit Hilfe marktfähiger Staatsschuldtitel geschieht und somit die Notenbank zur Staatsbank macht, führt zu den in der Geschichte zahllos beobachtbaren Währungsreformen, wie in Deutschland 1948. Die Ursache solcher Zerrüttungen von Währungssystemen liegt aber immer schon in vorangegangenen Emissionen „zukünftiger“ Steuereinnahmen durch den Staat, die aber niemals realisiert werden und somit immer „zukünftig“ bleiben, weil die Besteuerungsgrundlage – Schulden aus privaten Kontrakten – und die abgetretenen zukünftigen Steuern in ein Missverhältnis geraten sind.

      Wie muss man das verstehen? Schenkt der Staat der ZB in dem Extremfall einfach Staatsanleihen, findet dort ein Ankauf von Staatsanleihen statt (was ja aber keine Eigenkapitalerhöhung wäre) oder was für ein Geschäft läuft da ab?

      Grob gesagt: So richtig bankrott gehen kann eine Notenbank kaum, solange ihre Verbindlichkeiten in eigener Währung gehalten werden und nicht indexiert sind – aber selbst dann oft nur um den Preis hoher Inflation, die über Effekte auf die Geldhaltung die Seignoragegewinne (d.h. die Gewinne aus der Geldausgabe) der Notenbank immer weiter reduziert und damit zu einem Teufelskreis steigender Inflation führen kann, der ab einem gewissen Punkt sehr wohl eine Zahlungsunfähigkeit der Notenbank auslöst. Hält sie Verbindlichkeiten auch in fremder Währung oder Inflationsindexiert, ist eine Insolvenz der Notenbank ebenso nicht auszuschließen, wenn diese Verbindlichkeiten größer sind als die maximalen realen Seignoragegewinne, die die Notenbank erzielen kann – aber selbst dann, die SNB wird immer operativ bleiben!

      Sollte die SNB Rekapitalisiet werden durch Bund und Kantone wäre dies also ein Signal für die Preisstabilität – die SNB soll sich nicht durch Geldausgabe rekapitalisieren –, aber selbstverständlich wäre dies auch ein Zeichen der Sorge, dass die von der SNB gekauften Staatsanleihen nicht werthaltig sind.

      Der Ehrwürdige Herr Dr. Jürgen Ott, nimmt immer grosse Worte in den Mund; wie Regierungen, Staatsanleihen, Schulden ohne diese nur ansatzweise zu definieren, dasselbe beim Ehrwürdigen Herr Dr. Marc Mayer, da stellt sich die Frage, ob diese Herren wissen wovon sie schreiben.

      Dazu soviel:

      Ein Abbau der Staatsschulden ist kein wirtschaftliches oder technisches Problem, sondern allein eine Frage der Macht. Die Nutznießer der Schuldenlast, die mittels Zinsen in enormen Ausmaßen Ressourcen von den arbeitenden Menschen abschöpfen, haben den Organisationsvorteil und durch Finanzmittel und Meinungsmache den entscheidenden Einfluss auf diejenigen, die auf der politischen Bühne ihre Brötchen verdienen möchten. Solange die arbeitende Masse keine vergleichbaren Machtinstrumente wahrnimmt, kann die Staatsentschuldung nur eine Illusion bleiben.

      Ich hatte vor zwei Wochen Kontakt mit Wissenschaftler des Statistisches Bundesamt in Deutschland.

      https://www.destatis.de/DE/Startseite.html

      In Deutschland haben die Steuerzahler seit der Gründung der Bundesrepublik insgesamt rund zwei Billionen Euro Zinsen auf Staatsschulden bezahlt. Ohne diese Abgaben nach oben wäre der Staat heute praktisch schuldenfrei. Mit ca. 50 Milliarden Euro pro Jahr sind Zinszahlungen mittlerweile die zweitgrößte Position im Bundeshaushalt.

      Meine Herren: Gold Ja! Wortklaubereien Nein!
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Ein Lob – Danke für den wertvollen Hinweis mit den 2 Bio € Zinsen. Bei uns dürfte das zwar deutlich weniger sein, aber immer noch signifikant.

      In dem Punkt sind wir uns einig – es ist deutlich teurer, ineffektiver, und führt zu höherer Inflation, wenn ein Volk sich seine Währung gegen Zinszahlung von einer ZB ‚leiht‘, anstatt direkt das notwendige Geld für die jährlichen Staatsausgaben zu ‚drucken‘. Selbstverständlich im Rahmen eines Budgets. Aber eben ohne Zinsen und Transaktionskosten.

      Und man kann im Gegenzug dann auch die Direktsteuern wieder abschaffen. Samt sämtlichen Straftatbeständen.

      Die nur deshalb vor rd 100 Jahren weltweit eingeführt wurden, weil damals Geld ‚physisch‘ war (Gold, Silber, Banknoten, etc.), weswegen man es den Bürgern auch wieder ‚physisch‘ in Form von Steuern zur Begleichung von Staatsausgaben wegnehmen musste.

      Was heute unnötig ist, da Währung bereits zum Teil elektronisch geschöpft wird, und dies wohl bald auf 100% ausgebaut werden wird.

    • Ehrwürdiger Herr Dr. Ott,

      danke für die Blumen!

      Sie schreiben Zitat:

      Was heute unnötig ist, da Währung bereits zum Teil elektronisch geschöpft wird, und dies wohl bald auf 100% ausgebaut werden wird.

      Zitat Ende.

      Das birgt die grösste Gefahr für die Demokratie und unseren Staat!

      Begründung:

      Nicht die Staaten sind die größten Schuldner, sondern die Banken selbst!!!

      Bei kompletter Abschaffung von Bargeld (Zentralbankgeld) wird die grosse Gefahr übersehen, dass dabei, diese Verbindlichkeiten geg. Kunden von den Banken nie eingelöst werden müssen, da ein Bankenrun auf das Bargeld, somit definitiv ausgeschlossen wird!

      Also, ist dieses Weltweit durch das Bankensystems forcierte Bestreben Bargeld abzuschaffen, eine weitere Enteignung gleichzusetzen, da nur bei einem Komplettzusammenbruch des Geldsystems wären die Verbindlichkeiten fällig und dann doch nicht einlösbar.

      Das haben sich die Banken fein ausgedacht. Der Systemzusammenbruch muss, im Moment noch, im Interesse aller unter allen Umständen verhindert werden, sodass sie ihre Schulden nie begleichen müssen. Schulden, die nie beglichen werden müssen, sind keine Schulden. Sie werden aber in den Bilanzen der Banken laut Buchführungsregeln als Schulden aufgeführt und somit der Geschäftserfolg der Banken falsch dargestellt.

      Fazit: Abschaffung von Bargeld gleich Immunität für Banken und deren Gläubigern!

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Ich ziehe wieder 50% am Lob ab 🙂

      Nicht, weil wir uns in diesem Leben nie mehr einig zu werden scheinen, wer der eigentliche, ewige Schuldner auf diesem Planeten ist – Regierungen oder Geschäftsbanken.

      Sondern weil Ihre Argumentation mit dem Bargeld hinkt:

      In Euroland hat man dieses Jahr neue Gesetze zur Bankeninsolvenz eingeführt. Stichwort Zypern-Modell. Wonach bei drohendem Bankrun alle Banken sofort alle Sparguthaben einziehen dürfen. Ok, offiziell nur die >100’€. Aber das galt in Zypern bereits auch so und wurde dennoch eiskalt von der dortigen Regierung ausgehebelt.
      Heisst, es kommt gar nicht mehr zu einem Bankrun. Trotz noch vorhandenem Bargeld !

      Nebenbemerkung: Auch wenn ich sonst Ihnen gegenüber Kreditbanken in Schutz nehme – das war natürlich ein Verbrechen am Kunden. Mein einziges Zugeständnis: clever gemacht von den Typen, das muss man lassen. Wobei eben auch hier hauptsächlich Regierungen am Zug waren, vorneweg das ungewählte Zentralkommitee in Brüssel.

      Jetzt weiss ich, ehrlich gesagt, momentan nur nicht, wo wir hier in der Schweiz im Gesetzgebungsverfahren stehen. Da wir aber erfahrungsgemäss eh jeden Regulierungsmist aus Ami- wie Euroland brav übernehmen, gehe ich davon aus, das hierzulande Analoges gilt.

      Also trifft Ihre Gegenargumentation bereits voll ins Leere, sorry..

  7. @Klaus Kastner

    Leider werden Sie wieder polemisch. Beweis, dass Sie fachlich offenbar überfordert sind.

    Habe keine Zeit für Polemik.

    MfG

    Marc Meyer

  8. Die Goldlobby besteht im Wesentlichen aus Händlern, die sich Spekulationsgewinne durch die Annahme der Initiative erhoffen. Diese Goldhändler sind nicht an der Geldpolitik der SNB interessiert und befassen sich kaum mit Zentralbankpolitik. Marc Faber z.B. erzählt viel, solange der Tag lang ist. Aber seine wahren Positionen in physischem Gold legt er nicht offen (ob er auch 20% hält?!). Fazit: Hinter der Goldinitiative verbirgt sich eine profitgierige Spekulationslobby, der es nicht um das Wohl des Schweizer Finanzsystems geht, sondern nur um den persönlichen Gewinn. Diese Lobby wäre froh, wenn sich das CH-Finanzsystem durch die Annahme dieser unverantwortlichen Initiative destabilisieren würde.

    • @Züribanker

      Der Mindestkurs ist viel gefährlicher. Goldinitiative ist Referendum zum Mindestkurs.

    • @ Züribanker

      Korrekt. Dennoch sprechen taktische Erwägungen für die Initiative. Im Kern ist sie eine Protestinitiative gegen die SNB + Regierung, gegen deren Europeg. Nicht optimal, aber hilfreich.

  9. Zur Gold-Initiative (mit der ich im Detail nicht vertraut bin) habe ich heute eine kurze TV-Diskussion auf 3sat gesehen. Befürworter war ein gewisser Prof. Hansen. Den Namen des Gegners habe ich vergessen.

    Also bitte, wenn die Befürworter nicht bessere Argumente haben, als dieser Prof. Hansen, dann sollte man diese Initiative so rasch wie möglich vergessen. Er wurde gefragt, was die SNB denn machen würde, wenn sie in einem Krisenfall einmal auf das Gold zurückgreifen müsste. Seine Antwort: „Dann würde es sicherlich rasch einen Volksentscheid geben, dass die SNB Gold verkaufen kann“. Ok; wenn sich die Schweiz lächerlich machen möchte, dann sollte sie genau das tun.

    • Sehr geehrter Herr Kästner,

      in der Tat, vielleicht ist es besser, wenn sich Dr. Marc Meyer und Dr. Jürgen Ott, zu diesen Themen zurückhalten, damit diese wenigstens frei von Esoterik bleiben.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  10. Abenteuerliche Thesen werden in diesen Kommentaren aufgestellt, muss ich schon sagen!

    Da wird z. B. behauptet, die SNB könne in EUR/Devisen illiquide werden. Da möge mir einmal jemand erklären, wie eine SNB, die genau Null Verbindlichkeiten in EUR/Devisen hat, auf der Aktivseite jedoch rund 470 Mrd.CHF in EUR/Devisen besitzt, wie eine solche SNB in EUR/Devisen illiquide werden kann. Vielleicht weil sie diese Devisen verkaufen muss? Es gibt keinerlei Möglichkeit, auch nicht nach der Gold-Initiative, die SNB zum Verkauf von Devisen zu zwingen. Wer dies anders sieht, möge konkret vorschlagen, wie die SNB zum Verkauf ihrer Devisen gezwungen werden könnte. Die CHF-Schuldner der SNB haben einen Anspruch auf CHF und nicht auf Devisen! Wer dies nicht glaubt, möge bitte beim Schweizer Finanzministerium nachfragen, ob es beim CHF einen Devisenstandard gibt, so wie es seinerzeit beim USD einen Goldstandard gab.

    Dann wird gefleht, mann sollte der SNB verbieten, zusätzliche CHF-Schulden bei Banken aufzunehmen. So funktioniert das nicht, liebe Leser. Um das zu erreichen, müsste man den Banken verbieten, der SNB Devisen zu verkaufen.

    Dann will man das Gold der SNB der SNB-Konkursmasse entziehen. Köstlicher Humor! Da wird doch glatt ein Verkaufsverbot mit einem Aussonderungsrecht verwechselt (vorausgesetzt, dass man den Unterschied zwischen beiden überhaupt kennt). Eine Liegenschaft, auf der ein Belastungs- und Veräußerungsverbot eingetragen ist, ist für den Inhaber mehr oder weniger wertlos. Das gleiche gilt für Gold. Was macht denn der Masseverwalter eines hypothetischen SNB-Konkurses, wenn er 20% seiner Masse nicht verwerten kann? Was macht er dann mit diesem Gold? Verkaufen darf er es nicht und verschenken schon gar nicht. Meines Wissens geht es bei der Gold-Initiative um ein Verkaufsverbot; nicht mehr und nicht weniger. Wer eine Aussonderung vorschlägt, möge erst einmal, bitteschön, erklären, wie ein solches juristisch verfasst werden könnte.

    Zum x-ten Mal ersuche ich die Leser, einfach zu akzeptieren, dass eine Notenbank in ihrer Landeswährung nicht illiquide werden kann. Man kann nicht in einer Währung illiquide werden, wenn man diese Währung selbst grenzenlos schöpfen kann (und das kann – rein technisch – die SNB, wie jede andere Notenbank auch).

    Da wird Sorge zum Ausdruck gebracht, der CHF könnte noch vor der Abstimmung auf über 1,20 steigen, nachdem er kürzlich schon von 1,23 auf fast 1,20 gestiegen ist. Wie schön es doch wäre, wenn man diesen Bedenkenträgern erklären könnte, dass der CHF nicht über 1,20 steigen kann, solange die SNB unbegrenzt EUR zu 1,20 aus dem Markt kauft. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?

    Ein finanzielles Armaggedon wird in den Raum gestellt, sollte die SNB den Mindestkurs aufgeben und sollte der CHF auf 1:1 gegenüber dem EUR steigen. Ich empfehle diesen Sorgenträgern, sich einmal die aktuellen Bilanzpositionen der SNB anzuschauen. Dort sind über 50 Mrd.CHF an Rückstellungen für Währungsverluste, d. h. für genau das, was die SNB bekommen würde, sollte sie den CHF freigeben und sollte dieser über 1,20 steigen. Da könnte der CHF schon einmal locker um 12% aufwerten, bevor diese Rückstellungen verbraucht sind. Und dann sind ja noch über 25 Mrd.CHF an Eigenkapital. Handgelenk mal Pi würde selbst bei einem Kurs von 1:1 dieses Eigenkapital noch nicht verbraucht sein. Und selbst wenn es verbraucht wäre, ist doch generell bekannt (mit Ausnahme von von paar Kommentatoren in diesem Blog), dass eine Notenbank auch mit einem negativen Eigenkapital voll funktionsfähig bleibt (so wie die SNB in der Vergangenheit schon 2-mal bei negativem Eigenkapital voll funktionsfähig geblieben ist).

    Das immer wieder wiederholte Geschwafel über was die SNB an Unsinnigkeiten gesagt habe, kann man getrost ignorieren. Nichts von dem, was der SNB an Aussagen unterstellt wird, wird von der SNB behauptet. Es sind also nicht falsche SNB-Aussagen, sondern Inkompetenz der Kommentatoren, die diese Aussagen nicht verstehen (oder nicht verstehen wollen).

    Ich könnte fortsetzen, meine aber, es reicht für’s erste.

    • Sehr geehrter Herr Kästner,

      Ich bekomme das Gefühl, dass sich doch eine Tendenz bei den in vielerlei Hinsicht von mir hochgeschätzten Beiträge die Sie hier einbringen, zu beobachten ist, dass einiges ein wenig zu sehr vor den Präferenzen der Autoren, als von wirklich guten Erklärungen beeinflusst wird, so auch hier. Vorweg: ich stimme mit Ihnen grundsätzlich nahezu zu 100% überein. Dennoch, möchte ich versuchen abschliessend die Szenarien zu skizziren.

      Die Grundtendenz, dass die SNB mit ihrem Kursdeckelungsprogramm die nationale Währung eben durch die Devisenreserven, die zu diesem Zweck angehäuft werden (müssen), verwässert, ist sicher richtig wiedergegeben. Je mehr Franken nicht mit der Wirtschaftsleistung der Eidgenossenschaft, sondern mit dem Außenwert einer Devise gedeckt sind, destso mehr passt sich auch die Substanz des Franken eben der fundamentalen Werthaltigkeit dieser Devise im Außenverhältnis an. So weit, so gut oder schlecht.

      Daraus jetzt aber, wie Herr Dr. Marc Meyer immer wieder behauptet, einen „Amoklauf“ oder den Aufbau einer Drohkulisse à la Mc Kinsey zu konstruieren, liest sich für mich doch eher, wie das Kind mit dem Bade auszuschütten. Auch die Bundesbank früher oder die Chinesen und eine ganze Reihe anderer vor allem asiatischer und nahöstlicher Volkswirtschaften haben mit dem Anhäufen von Devisenreserven genau das gleiche getan.

      Auf der monetären Seite “vernichtet” diese Aktion vordergründig sicherlich auch “Wert”. Aber auch diese Interpretation bedarf m.E. die relativierende Frage, gegenüber welcher Referenz denn ? – Und spätestens dann kommt eben die überschießende Aufwertung in den Fokus: Der unheimlich starken Außenposition des Franken liegt eine drastische Überbewertung zu Grunde, die die Marktherde in ihrem irrationalen Herumgerenne herbeigeführt hat. Theoretisch hätten die Schweizer nun die Möglichkeit, diesen Überschwang “auszunutzen” und Franken in werthaltigere ausländische Assetklassen zu investieren – nur welche sollten das sein ? – Hier fehlt mir eine plausible Antwort, denn die Diversifikation von der ausländischen Währung als genereller Maßstab weg, hin zu einzelnen Märkten birgt eher zusätzliche Risiken, als dass sie eine Lösung darstellt. Auch hier gilt ja zudem, wenn der hohe Kurs des Franken gerechtfertigt wäre und sich dieses Phänomen nicht ohnehin umkehren müßte, wären ausländische Anlagen in ihrem dahinter stehenden auch ausländisch gegründetem Ertragswert relativ zum Franken immer ebenfalls von einer negativen Wertentwicklung betroffen.

      Bliebe als weitere Alternative, der Entwicklung einfach zuzusehen und nichts zu unternehmen. Die Folge wäre realwirtschaftlich nicht wirklich prickelnd, da Schweizer Exporteure jetzt schon einige Mühe haben, bei den hohen Kursen Marktanteile und halbwegs auskömmliche Gewinnmargen zu halten. Lediglich Multis mit ausländischem Wertschöpfungsanteil, der den jeweiligen Absatzmärkten nachgestellt ist, haben durch die Konstruktion eine Art innere Immunisierung gegen Devisenturbulenzen – wie im Rest der Welt auch. Diese sind dann aber eben auch keine Nettoexporteure, so dass das Problem sich gar nicht einstellt.

      Makroökonomisch würde dann also die Leistungsbilanz massiv negativ werden und bei den heimischen Firmen eine Kombination aus Sparprogrammen, Effizienzmaßnahmen, Lohnsenkungsdruck, etc. entstehen, die dann unterm Strich zu einem fundamental nicht unbedingt gerechtfertigten Umbau und zu einer teilweisen Desinvestition in heimische Wertschöpfung führt. Das scheint mir auch kein wirklich gangbarer Weg zu sein.

      Und weitere Alternativen ? – Da fielen mir Kapitalverkehrsbeschränkungen oder vielleicht sogar besser noch massive -besteuerungen von zuströmendem “Hot Money” ein. Dadurch würde einerseits das Leistungsbilanzproblem entschärft und andererseits der Bund massiv Einnahmen generieren. Allerdings löst das das Problem nur scheinbar per Saldo, denn eine Kapitalimportbeschränkung verringert die Fähigkeit des Auslands, die importierten Schweizer Exporte zu refinanzieren noch zusätzlich.

      Was ginge noch ? – Exportförderung per Importsteuer. Ist weder mit WTO-Regeln, noch mit bilateralen Abkommen kompatibel und wirkt ja teilweise auch schon genauso, wie die im Artikel beklagte direkte Verwässerung der nationalen Währung per “Devisenschatz”-Aufbau.

      Und innere Abwertung ginge noch. Stützung der Exportstärke über Lohn- und davon induzierter Preisdeflation. M.E. illusorisch zu glauben, dass man damit dem Devisenkurs in der Geschwindigkeit hinterherkäme und dass dies ohne schwere Verwerfungen abgehen könnte. Und selbst wenn: Unterschiede sich das denn selbst bei Erfolg in der Wirkung vom Aufbau eines Devisenschatzes, wenn wir Schweizer nun aus eigenem Antrieb weniger für unsere heimische Wertschöpfung erzielen möchten, als der Devisenmarkt ihm vorgibt ?

      Weitere Ideen zu dem Thema habe ich nicht, aber vielleicht können Sie oder können einige Kommentatoren Alternativen nennen oder andere Kausalzusammenhänge ergänzen, die ich nicht gesehen habe.

      Sieht man an dem Fall nicht vielmehr, welchen Vorteil der Euro bzw. welchen Vorteil ein Verhandlungs-Wechselkurssystem wie jenes von Bretton Woods hat, wo Kurse anhand von Leistungsbilanzen und längerfristigen realwirtschaftlichen Gegebenheiten bestimmt werden (können), statt sie den lieben Märkten zu überlassen ? – Bei allen Schwierigkeiten mit solchen Systemen darf man m.E. eben nicht übersehen, welche Vorteile sie bringen und dass Fehlentwicklungen viel, viel langsamer ablaufen, so dass zumindest die Chance sehr viel größer ist, diese vor einem GAU zu korrigieren, als bei marktgetriebenen Turbulenzen.

      Dazu bräuchte es aber wiederum weniger Ideologie und viel mehr pragmatischen Sachverstand. Das vermisse ich sowohl bei Herr Dr. Marc Meyer als auch bei Herr Dr. Jürgen Ott.

      Ich möchte hervorheben, dass auch ich mich irren und Unsinn behaupten kann, dennoch erhebe ich für mich den Anspruch genau geschildert zu haben, dass egeal wie man es dreht und wendet; Fakt ist: Die Zentralbankbilanz ist nicht zu VERGLEICHEN mit einer einer Geschäftsbank oder der Bilanz einer Nicht-Bank!!!

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @Klaus Kastner, Besten Dank.

      Offenmarktpolitik:

      Darf ich kurz die Offenmarktpolitik erklären:

      Um Geld in den Wirtschaftskreislauf zu bringen, kauft die Notenbank Wertschriften am offenen Markt und bezahlt diese mit Notenbankgeld (Banknoten oder Giroguthaben der Banken bei der SNB).

      Um Geld dem Wirtschaftskreislauf zu entziehen, verkauft die Notenbank Wertschriften und erhält dafür Notenbankgeld.

      Mit anderen Worten: Um die Geldmenge zu verringern muss – ich wiederhole – muss die Notenbank Wertschriften verkaufen gegen Notenbankgeld.

      Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, die Notenbank würde keine Wertschriften gegen Notenbankgeld herausgeben ist damit bereits widerlegt.

      Sind die Wertschriften zwischenzeitlich gefallen und entsprechen nicht mehr der ausstehenden Notenbankgeldmenge, so kann die SNB ihre Notenbankgeldmenge nicht mehr vollumfänglich zurückholen (zurückzahlen, abschöpfen). Die Notenbank ist dann handlungsunfähig.

      Da die SNB bei der Emission von Notenbankgeld nicht Schweizer Wertschriften, sondern Euros gekauft hat (Wertschriften in Euro) muss – ich wiederhole – muss die SNB Euros verkaufen, wenn sie die Notenbankgeldmenge in Franken verringern will.

      Entspricht der Wert des Euros in Franken bewertet nicht mehr der ausstehenden Notenbankgeldmenge in Franken, so ist die SNB illiquide in Euro (sie müsste mehr Euro haben oder der Euro müsste einen höheren Kurs haben).

      D.h. selbst wenn die SNB den Banken sämtliche ihre Euros verkauft, reicht das nicht aus, um ihre Schulden in Franken den Banken gegenüber zu begleichen.

      Es ist eben ein fataler Irrtum von SNB-Chef Jordan, wenn er behauptet, die SNB gebe keine anderen Vermögenswerte als Schweizerfranken heraus. Das stimmt nicht.

      Um ihre Passiven abzubauen muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB Aktiven veräussern (woraus diese auch immer bestehen).

      Der SNB-Chef (sowie das ganze SNB-Direktorium) versteht offenbar die Offenmarktpolitik nicht.

      Um die Schweizerfranken-Notenbankgeldmenge zu verringern muss – ich wiederhole – muss die SNB Aktiven (Euro, Dollar, Gold usw.) veräussern.

      Liquidität

      Darf ich kurz informieren, was Liquidität ist:

      Liquidität ist immer – ich wiederhole – immer ein Aktivum. Nie und nimmer ein Passivum. Mit den liquiden Mitteln auf der Aktivseite werden die Schulden auf der Passivseite beglichen.

      Die SNB und der Bundesrat begehen den Fehler, dass sie die Passiven der SNB (Notenbankgeld) als Liquidität der SNB bezeichnen. Das ist ein fataler Irrtum.

      Die Aktiven der SNB bzw. die Liquidität der SNB bestehen im Gegenteil aus Euro, Dollar, Gold etc.

      Fällt der Wert dieser Aktiven in Franken bewertet unter den Wert der Passiven in Franken bewertet, so ist die SNB illiquide.

      Zur Abtragung ihrer Schulden kann die SNB nicht neues Notenbankgeld emittieren, da die Schulden der SNB eben genau aus diesem Notenbankgeld bestehen.

      Die SNB muss einen Vermögenswert liefern und nicht eigene Schulden, wenn sie ihre Schulden bezahlen will oder muss.

      Fällt der Wert der Aktiven der SNB unter den Wert ihrer Passiven, so besitzt die SNB nicht mehr genügend (liquide) Mittel (Euro, Dollar, Gold), um ihre Schulden in Franken zu bezahlen.

      Die SNB ist illiquide in Euro, Dollar, Gold usw. Sie benötigte solche Vermögenswerte, um ihre ausstehenden Notenbankgeldmenge in Franken zurückzuzahlen. Es fehlen ihr aber diese Euros. Deshalb „illiquide in Euro“.

      Giroguthaben

      Darf ich kurz erklären, was Giroguthaben sind:

      Giroguthaben der Banken bei der SNB sind Sichtverbindlichkeiten der SNB. Sie werden in der Bilanz der SNB unmittelbar vor dem Konto „¨übrige Sichtverbindlichkeiten“ verbucht.

      Sichtverbindlichkeit bedeutet, dass der Gläubiger diese auf Sicht, d.h. sofort zurückfordern kann vom Schuldner. Im Falle der Giroguthaben der Banken bei der SNB haben die Banken das Recht, diese im vollen Wert von der SNB sofort zurückzufordern.

      Kommt hinzu, dass per Nationalbankgesetz (Artikel 18) die SNB nur das Recht hat, von den Banken Mindestreserven in der Höhe von 4 Prozent derer kurzfristigen Verbindlichkeiten einzufordern. Die Mindestreserven der Banken bei der SNB werden in Form von Giroguthaben gehalten.

      Die Banken halten heute über 21mal (!) mehr Giroguthaben bei der SNB als vom Gesetz gefordert.

      Die SNB hat keine rechtliche Handhabe, von den Banken zusätzliche Giroguthaben einzufordern, um damit noch mehr Euros zu kaufen, wenn die Banken nicht wollen. Umgekehrt haben die Banken das Recht, von der SNB ihre Guthaben zurückzufordern (bis auf 4 %).

      Die Banken haben also das Recht, der SNB weitere zinslose Giroguthaben zu verweigern, insbesondere im Falle von negativem Eigenkapital der SNB. Die SNB ist dann nicht mehr handlungsfähig.

      Sie muss sich dann refinanzieren bei den Banken über hochverzinsliche Geldmarktbuchforderungen (Passivtausch bei der SNB). Das wird zu einem massiven Zinsanstieg in unserem Lande führen Deshalb hat die SNB dermassen Angst vor steigenden Zinsen angesichts der hohen Immobilienpreise.

      Konkursmasse

      Entsprechen die Devisenanlagen nicht mehr dem Wert der ausstehenden Sichtverbindlichkeiten der SNB, so muss die SNB Gold verkaufen, um die Forderungen der Gläubigerbanken erfüllen zu können.

      Ist das Gold jedoch unverkäuflich, so ist es geschützt vor einem Zugriff der Banken.

      Logik

      Lassen Sie mich bitte noch etwas zur Logik sagen:

      Die SNB behauptet, sie habe die uneingeschränkte Macht, den Euro bei 1.20 zu halten. Wenn die SNB die Macht hätte, den Wechselkurs CHF / Euro nach ihrem Willen zu steuern, so hätte die EZB diese Macht auch.

      Die EZB könnte den Kurs beispielsweise bei eins zu eins festsetzen. Wer hat dann Recht? Wer ist der Stärkere?

      Meint unsere SNB allen Ernstes, sie sei stärker als die EZB?

      Herr Kastner: Ihre Argumentation (und jene der SNB) basiert auf einem veralteten, in sich widersprüchlichen Denkmodell. Dieses basiert auf der angeblich unendlichen Macht einer Notenbank.

      Sie liegen mit Ihrer Argumentation genauso falsch wie unsere SNB. Sie sind auf verlorenem Posten genauso wie die SNB.

      Da helfen der SNB auch nicht hunderte Milliarden Volksschulden, um Recht zu bekommen.

      Am Anfang mag es so erscheinen, dass die SNB und Sie Recht haben. Das haben sie aber nicht. Das wird sich zeigen. Früher oder später.

      Der Schaden am Volksvermögen wird letztlich aber umso grösser, je länger die SNB braucht, um das zu verstehen, was ich hier geschrieben habe. Möglicherweise wird dieser Schaden dann aber bereits irreparabel sein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Dr. Marc Meyer

      Danke. Simply correct. Und das in einfachen Worten.

      An die Herren Kastner, Praktiker & Co: Bitte 3x durchlesen, das letzte Mal eventuell sogar laut. Vielleicht fällt ja irgendwann einmal der Groschen.

      Noch eine Ergänzung meinerseits, wenn ich darf:

      All die geschilderten Unterdeckungen auf Seiten der SNB können, ich wiederhole, KÖNNEN nur geschlossen werden, indem die SNB von der Regierung -neue, zusätzliche- Staatsanleihen (= die ‚Vermögenswerte‘ in den Worten von Dr. Meyer) erhält, dafür im Gegenzug weitere Währung drucken darf, und die dann zur Schliessung der Deckung hergibt. Punkt.

      Und jetzt darf jeder noch 3x raten, was neue Staatsanleihen für jeden Schweizer bedeuten..

    • @Dr. Jürgen Ott

      Danke

      Darf ich Sie noch auf etwas aufmerksam machen?

      Die Schuldenbremse.

      Diese bedeutet, dass der Staat sich nicht über weitere Schulden (Staatsanleihen) verschulden darf, um die SNB zu retten.

      Was bleibt, ist der Steuerzahler.

      Wie wollen wir Steuerzahler aber mögliche Verluste in zwei- bis dreistelliger Milliardenhöhe bezahlen? Unmöglich.

      Konklusion: die kreditgebenden Banken müssen ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen.

      Das wird voraussichtlich zum Konurs von Grossbanken, div. Kantonalbanken und PostFinance führen.

      Je nachdem, wie viele Euro die SNB noch kauft, bevor er die Marke bei 1.20 durchbricht.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Dr. Meyer, Dr. Jürgen Ott, Herrliberg
      Nochmal, es ist abenteuerlich, was hier abgeht und selbst eine 3-malige Lektüre des Kommentars von Dr. Meyer ändert nichts daran. Ich freue mich natürlich, wenn ich sehe, dass Dr. Meyer (endlich!) versteht, dass eine Notenbank mit der Erhöhung/Reduzierung ihrer Bilanzsumme die Geldmenge mit steuert. Ich habe schon ein paar Mal versucht, dies Dr. Meyer zu erlären, aber er hat wohl nicht gelesen, sondern sich auf’s Dozieren konzentriert. Also, alles, was Dr. Meyer hier über die Offenmarktpolitik einer Notenbank schreibt, ist richtig und er sollte doch, bitteschön, zur Kenntnis nehmen, dass er nicht der einzige ist, der das versteht. Was jedoch Dr. Meyer komplett übersieht/ignoriert, ist, dass niemand eine Notenbank zwingen kann, ihre Bilanzsumme zu erhöhen/reduzieren. Niemand kann einer Notenbank vorschreiben, die Geldmenge zu erhöhen/reduzieren. Außerdem lernen die Notenbanken immer wieder, dass es einfacher ist, die Geldmenge zu erhöhen, als sie zu reduzieren.

      Die Vorlesung über die „Liquidität“ sollte Dr. Meyer doch, bitteschön, an einer Volksschule halten und nicht hier in einem professionellen Blog. Ich glaube, so ziemlich alle Erwachsenen verstehen, was Liquidität ist, auch die SNB (egal, welches Gegenteil Dr. Meyer behauptet).

      Die Giroguthaben wurden nicht von der SNB von den Banken „eingefordert“. Sie sind entstanden, weil die Banken der SNB Devisen verkauften. Wie ich schon sagte, wollte man das unterbinden, müsste man unterbinden, dass die Banken der SNB Devisen verkaufen.

      Betreffend die Aussonderung des Goldes. Ich kann nur vermuten, dass Dr. Meyer mit einer solchen Konstruktion meint, dass – im vollkommen hypothetischen Fall eines SNB-Konkurses – das Gold beim Eigentümer, d. h. beim Staat bleibt. Ich darf darauf hinweisen, dass eine solche Konstruktion in Deutschland oder Österreich (sicherlich auch in der Schweiz) strafrechtlich relevant wäre. Jede Konstruktion, die dem Eigentümer Vermögenswerte vorrangig gegenüber den Gläubigern zusichert, führt das Management ins Gefängnis.

      Jetzt könnte man sagen, dass es strafrechtlich nicht relevant ist, weil es ein Sondergesetz gibt, das dies erlaubt. Ok. Dann müsste man jedoch in der Bilanz das Gold vom Eigenkapital abziehen, weil dem Eigenkapital nur jene Vermögenswerte zuzurechnen sind, die den Gläubigern zur Verfügung stehen. Das gleiche gilt auch für Vermögenswerte, die einem Verwertungsverbot unterstehen. Wenn also das Gold der SNB einmal 20% (oder mehr) der Bilanzsumme ausmacht, jedoch den Gläubigern nicht zur Verfügung steht, dann müsste man das Eigenkapital um den gleichen Betrag reduzieren. Wahrscheinlich hätte man dann ein negatives Eigenkapital. Bin schon gespannt, wie man diesen Punkt umschiffen wird, sollte es zu einem „Ja“ kommen.

      Zur Logig: ja, rein technisch kann die SNB unbegrenzt Devisen kaufen. Sie müsste nur die CHF-Geldmenge unbegrenzt erhöhen (mit den entsprechenden monetärpolitischen Folgen). Hier geht es nicht darum, ob die EZB oder die SNB stärker ist. Hier geht es ausschießlich darum, dass sehr viele Inhaber von Devisen ihre Devisen in CHF wechseln, aus welchen Gründen wie auch immer. Sicherlich hat auch der gigantische Leistungsbilanzüberschuss der Schweiz etwas damit zu tun, aber es sind vor allem die Kapitalströme, die den CHF so nach oben getrieben haben. Sollte die SNB den Mindestkurs nicht durchhalten, dann nur deshalb, weil sie erkannt haben wird, dass sie schwächer ist als globale Kapitalströme.

      PS: ich darf nur festhalten, dass Dr. Meyer – wir kennen das ja schon sehr gut – auf keinen meiner Punkte eingegangen ist und stattdessen nur zum x-ten Mal seine Predigt gehalten hat.

    • @Der Praktiker
      Ich glaube, die Schweizer haben noch nicht wirklich erkannt, dass man nicht nur wegen Misserfolges, sondern vor allem auch wegen Erfolges in Schwierigkeiten kommen kann. Ich habe schon einmal erwähnt, dass die Schweiz ein wenig Gefangene ihres eigenen Erfolges geworden ist.

      Faktum ist: jede Menge Menschen von außerhalb der Schweiz wollen in die Schweiz, weil es ihnen dort besser geht. Und jede Menge Geld aus anderen Währungen möchte in den CHF, weil es vom CHF mehr hält als von den anderen Währungen.

      Natürlich kann man alles dem freien Personen- und Kapitalverkehr überlassen. Irgendwann wird die Schweiz einmal so übervölkert sein, dass keine Ausländer mehr dorthin wollen und Inländer vielleicht sogar absiedeln. Und irgendwann einmal wird der CHF so teuer sein, dass niemand mehr damit rechnet, dass er nocht teurer werden könnte (und dann eben wieder aussteigt).

      Will man intervenieren, dann ist bei den Menschen eine ‚gezielte Zuwanderung‘ sicherlich ein brauchbares Instrument. Beim Geld kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass eine Schweiz ihren Ruf auf’s Spiel setzt, indem sie Kapitalkontrollen einführt. Das einzige brauchbare Instrument, das mir einfällt, wären Negativzinsen für ausländische Anleger. Der Schweizer Franken sollte eben für andere Währungen an Attraktivität verlieren, ohne dass er ein schwacher Franken wird.

  11. Die Nationalbank sollte doch einfach wie die Post (Breifmarken) CH 1000 er Noten drucken und diese dann dem Steuerzahler verteilen! Was für einen Segen! Das würde die Glaubwürdigkeit in den Franken natürlich strapazieren, de fakto, würden die Spekulanten den Franken dann eher meiden!!!
    Problem gelöst

    • @reni

      Und wie wird das in der Buchhaltung der SNB verbucht?

      Bin gespannt auf Ihre Antwort.

      mfG

      Marc Meyer

  12. @Klaus Kastner

    Nichts anderes als eine ganz nüchterne, ja sogar einfache Analyse

    Die Erkenntnis, dass auch eine Notenbank Konkurs gehen kann, hat nichts mit Fanatismus zu tun. So zu argumentieren ist m.E. ein unsachliches Spiel auf die Person, mangels unzureichender fachlicher Analyse.

    Aus buchhalterischen, mathematischen sowie rechtlichen Analysen geht vielmehr hervor, dass auch eine Zentralbank Konkurs gehen kann. Im Falle einer privatrechtlichen Gesellschaft haften die Eigentümer – bei einer Zentralbank die Steuerzahler.

    Die Behauptung, die Notenbank könne im Falle einer Unterbilanz einfach Banknoten drucken, wie das unsere SNB und ihr nahestehende Professoren behaupten, basiert auf einer Verwechslung von Aktiven und Passiven, bzw. Vermögen und Schulden bzw. Eigenkapital und Fremdkapital der SNB.

    SNB Chef Prof. Dr. Thomas Jordan behauptet ja, die SNB könne „aus dem Nichts Liquidität schöpfen“ und damit sämtlich Verbindlichkeiten der SNB jederzeit bedienen (abtragen).

    Mit dieser Behauptung wird der höchst riskante Mindestkurs gerechtfertigt.

    „there ain’t no such thing as a free lunch“ – genauso gibt es kein Geld aus dem Nichts.

    Jordan verwechselt leider Eigenkapital und Fremdkapital der SNB miteinander.

    Bei der Behauptung, die SNB könne „Liquidität aus dem Nichts schöpfen“ bedeutet Liquidität Eigenkapital der SNB. Denn eine Zunahme von Vermögen aus dem Nichts, bzw. von Vermögen ohne Schulden würde bedeuten, dass die Aktivseite der SNB Bilanz zunimmt bei stabiler Passivseite.

    Eine Zunahme der Aktivseite ohne Zunahme der Passivseite würde heissen, dass das Eigenkapital der SNB zunimmt. Jordan betrachtet somit Notenbankgeld (Liquidität) fälschlicherweise als Eigenkapital der SNB anstatt als Fremdkapital der SNB.

    Daraus folgt wiederum, dass Schulden der SNB nicht durch Schöpfung von Liquidität abgebaut werden können, wie Jordan und das SNB-Direktorium behaupten.

    Es ist also eine Illusion, zu meinen, die SNB können im Falle einer Überschuldung einfach Geld drucken und damit die Schulden abbauen.

    Nein. Bei negativem Eigenkapital müssen wir Steuerzahler die Schulden der SNB abbauen.

    Diese Erkenntnis hat doch nichts mit Fanatismus zu tun. Es handelt sich lediglich um eine einfache, nüchterne Analyse.

    Die Konklusion aus dieser Erkenntnis bedeutet, dass im Falle von negativem Eigenkapital die Gläubiger der SNB einen Anspruch auf den Liquidationserlös der SNB haben.

    Deshalb ist es m.E. klüger, wenn das Gold ausgegliedert wird aus der Konkursmasse der SNB.

    Deshalb Annahme der Goldinitiative!

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Danke Herr Meyer.

      Trefflich formuliert.
      Hiermit ziehe ich meine Wischiwaschi Antwort an Herrn Kastner zurück :-)) Ausser die Prognose zum Goldpreis.

    • Lieber Herr Dr. Ott,

      wer sagts denn; Oh Tannenbaum, grünt auch im Wilden Westen!Danke für die Weihnachtswünsche die ich gern erwidere…dennoch, schon vergessen ich bin der böse Kommunist!:)

      Herr Dr. Marc Meyer schreibt Zitat:

      Bei der Behauptung, die SNB könne „Liquidität aus dem Nichts schöpfen“ bedeutet Liquidität Eigenkapital der SNB. Denn eine Zunahme von Vermögen aus dem Nichts, bzw. von Vermögen ohne Schulden würde bedeuten, dass die Aktivseite der SNB Bilanz zunimmt bei stabiler Passivseite.

      Zitat Ende.

      Diese Inschriften muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

      Bei dieser Art schöpfen entsteht nichts Neues. Nichts vermehrt sich auf wundersame Weise. So verhält es sich auch mit dem Geld auf der Bilanz der Schweizerischen Nationalbank.

      Die SNB schöpft kein Geld. Giroguthaben – sie sind Bestandteil der PASSIV-Seite der SNB, entstehen gegen Aktiven, welche die Banken bei der SNB hinterlegen müssen, bzw. im Falle von REPO-Transaktionen – hierbei müssen die als Deckung dienende Titel an die SNB ausgeliefert werden -, welche befristet sind. Es finden gleichzeitig Kauf- und Verkauftransaktionen statt.

      Prof. Jordan wird keine Banknoten drucken. Die Banken können die Annahme verweigern. Einzige Massnahme ist eine Kapitalerhöhung. Diese kann bequem von Kantonen, Bund und vereinzelt von Privaten durchgeführt werden. Die politische Mehrheit wird sicher gefunden.

      Ausserdem werden einige Fremdwährungen (EUR) bei Wohlverhalten der Staaten des EUR-Raumes erstarken. Bzw. der Franken CHF wird sich abschwächen.

      Vielmehr kann die SNB die Kantone und Bund zwingen – schliesslich haben diese die SNB über Jahre hinweg via Dividenden, Goldverkäufen kanibalisiert – Kapital einzuschiessen. Woher diese entsprechende Mittel erhalten, ist klar; die Oeffentliche Hand wird sich bei den Investoren bedienen. (Die Schulden der Nationalbank werden sich verkleinern, jene von Bund, Kantonen und Gemeinden vergrössern.)

      Das ist einer der Unterschiede zwischen Zentralbank und Geschäftsbank!

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Danke Herr Ott

      Jetzt sollte nur noch die SNB begreifen, dass sie illiquide wird in Euro, wenn das Eigenkapital der SNB negativ wird.

      Denn ihre Schulden in Schweizerfranken gegenüber den Banken muss sie in Euro begleichen (oder Dollar bzw. Yen etc. und Gold).

      Fällt der Wert des Euro in Franken bewertet unter den Wert der Schulden der SNB in Franken, so ist die SNB illiquide.

      Sie ist dann handlungsunfähig, weil sie ihre ausstehende Geldmenge nicht mehr vollumfänglich abbauen kann.

      Sie hat dann nicht mehr genügend Euro, um ihre Schulden in Schweizerfranken zu bezahlen.

      Das „Märchen der Geldschöpfung“ sollte die SNB endlich als solches erkennen.

      Muss die Schweizer Volkswirtschaft vorher abstürzen, bis auch die SNB sich bequemt, ihre „Hokuspokus-Theorie“ vom unendlichen Geld endlich einmal zu überdenken?

      mfG

      Marc Meyer

    • @ Praktiker

      Sozialist ! Nicht Kommunist, meine Lieber :-))

      Kleiner, feiner Unterschied: Im Kommunismus werden Sie nach Machtübernahme unmittelbar enteignet. Im Sozialismus behalten Sie offiziell Ihre Eigentumstitel, werden aber sukzessive enteignet. Und zwar von den Regierungen in Kollaboration mit den massgeblichen Anteilseignern der Zentralbanken – den Investmentbanken.

      Ich gestehe Ihnen jedoch zu, dass Sie ein spezieller Sozialist sind: Sie sind nur Anhänger von Regierungen.

      Und sorry, auf Ihre Argumentation muss ich leider gesondert eingehen, ich bin zur Zeit im Freizeitstress.

    • Tja, Herr Meyer,

      ME wird es zuvor laufen wie immer – die Regierung ‚bailout‘ die Bank, hier eben die Zentralbank, indem sie Staatsanleihen in hoher Denominierung druckt, und ihr ‚rüberschickt (also per PDF heutzutage, klar..)

      Worauf die Herren Kastner, Praktiker & Co das ‚banktechnisch“ völlig sauber finden. Während Herr & Frau Schweizer sich verwundert fragen, warum ihre Zinsen quasi über Nacht drastisch steigen, und zum Jahreswechsel die Steuerfüsse.. Und dann noch Schlimmeres über uns hereinbrechen wird.

  13. @Dr. Marc Meyer, @Dr. Jürgen Ott,

    Ich schliesse mich dem Zitat von Klaus Kästner an:

    „M. E. ist das Hauptproblem, das Sie (und Dr. Meyer) künstlich erzeugen, dass Sie immer technische und monetärpolitische Punkte vermischen. „Technisch“ bedeutet, was eine Notenbank banktechnisch tun kann oder nicht. „Monetärpolitisch“ bedeutet, was die Auswirkungen dieser Aktionen sein könnte (auf Inflation, auf Wert der Währung, etc.).

    Zitat Ende.

    Begründung:

    Ihre Kommentare unterscheiden sich nicht von den demagogischen und ignoranten Politikern!

    Der Mammutanteil des durch die Nationalbank gehaltenen GOLDES der SCHWEIZ liegt sicherlich in den Vereinigten Staaten. Das GOLD auf der Bilanz der Nationalbank besteht also lediglich aus Papier (Forderungen).

    Was immer geschrieben und gesagt wird; die Auswirkung eines zwanzigprozentigen Goldbestandes auf Bilanz und Erfolgsrechnung ist unerheblich. Unerheblich deshalb weil es sich bei allem anderen um Papier, Luft und informationstechnologische Einträge handelt.

    Sämtliche Aktiven sowie sämtliche Passiven (Noten und Giralgled ausgeschlossen) dienen lediglich der Steuerung der Geldmenge. Sämtliche Wertveränderungen werden letzlich über das Eigenkapital abgebildet. Es sei sogar unerheblich (Originalton der SNB), ob das Eigenkapital kurzzeitig positiv oder negativ ist. Die Unabhängigkeit der SNB sei gewahrt solange das negative Eigenkapital nicht zum Dauerzustand wird.

    Wir wissen, dass das Eigenkapital der SNB lediglich durch die Erträge aus der Aktivseite abzüglich Schuldzinsen aus der Passivseite zuzüglich Negativzinsen aus der Passivseite verbessert werden kann. Wertveränderungen der Aktiven finden ihren Niederschlag wegen der laufend angewandten Bewertung zu Marktpreisen unverzüglich im Eigenkapital.

    Kauf oder Verkauf von Aktiven beeinflussen lediglich die Notenbankgeldmenge.

    Fazit:
    Das physische GOLD der Schweiz muss unverzüglich zurück in die Schweiz geholt werden. Es handelt sich hierbei um strategische Reserven.

    Die Initiative muss mit allen Mitteln beworben werden. Der Anteil des GOLDES an der Bilanz muss die geforderten 20% aufweisen.

    Die SNB verkauft kein GOLD mehr.
    Das GOLD muss wieder zum durchschnittlichen Anschaffungspreis verbucht werden. Es gilt das Niederstwertprinzip; Abschreibungen führen unter Umständen zu Zukäufen (Halten des 20%-Bilanzanteils)

    Es wäre darüber hinaus, wertvoll von den Verantwortlichen zu erfahren ob;

    1) Wurde jemals überprüft, ob das Gold physisch vorhanden ist?

    2) Wem gehört das Gold?

    3) Existieren gedeckte Call-Optionen?

    4) Wenn ja, seit wann?

    5) Werden diese Call-Optionen gerollt?

    6) Werden Goldbestände ausgeliehen?

    Bei einer Beleuchtung der Faktenlage ohne Scheuklappen, Pfennigfuchser und ignorantische Personen sollten wir auch die Rückseite der Medaille erkennen:

    Aktuell umfasst die Bilanz der Schweizer Nationalbank 522 Milliarden Franken, doch lediglich 40 Milliarden Franken entfallen auf Goldbestände. Die Notenbank müsste also Gold im Wert von rund 65 Milliarden Franken nachkaufen, um auf die geforderten 20% zu kommen. Das entspricht bei aktuellen Preisen rund 1857 Tonnen. Das birgt auch Risiken die nicht unterschätzt werden sollten.

    Ja, in der Tat, wir sollten alarmiert und besorgt sein, dass sich in unserem Land offensichtlich unprofessionelle Halsschreier herumtummeln die keinen blassen Schimmer haben, wovon sie überhaupt Reden!

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Schaffen Sie eigentlich auch einmal einen Kommentar ohne Beschimpfungen aus der Anonymität heraus ?!

      Und bitte auch mal einen originellen ? Das wäre mein einziger Weihnachtswunsch an Sie für dieses Jahr :-))

  14. Alarm!

    Gold dringendst aus der SNB-Konkursmasse herauslösen!

    Heute fiel der Euro gegen den Franken auf fast 1.2023. Das sind noch 23 Cents vom SUPER-GAU entfernt.

    Es ist jetzt entscheidend, dass die Goldinitiative angenommen wird und es kann nur gehofft werden, dass der Euro-Kurs nicht vorher unter 1.20 fällt.

    Bei Annahme der Goldinitiative wäre das Gold sicher vor dem Zugriff der Banken, sollte das Eigenkapital der SNB negativ werden.

    Nähere Details entnehmen sie bitte dem Text nebenan „Support für Goldinitiative heisst: Volk misstraut dem Eurokurs der SNB“.

    Mit freundlichen Grüssen

    Marc Meyer

    • Wieso Super-Gau? Der Super-Gau ist das Kursfixing gegenüber dem Euro. Konstet kurzfristig viel (ok, SNB-Seitig ist’s nur „Aufblähen der Bilanz“), und mittel- bis langfristig dürfte es noch viel mehr Schaden anrichten.
      Bei Annahme der Gold-Initiative wäre der Euro-Paritätskurs in greifbarer Nähe, die Kursfixierung wäre nicht mehr haltbar.
      Der absolute Heuler an der Initiative ist jedoch das Verkaufsverbot. Damit wird die Manövriermasse für Krisenzeiten entzogen, was ich nicht wirklich schlau finde

    • @Peter F

      Guten Morgen

      Ja. Das wahre Problem ist der Mindestkurs.

      Wenn der Euro dort durchrasselt, dann ist das für die Schweiz ein SUPER GAU. Es können dann schnell ungedeckte Zahlungsverpflichtungen der SNB gegenüber der Banken in einem hohen zweistelligen bis dreistelligen Milliardenbetrag entstehen – je nachdem, wie viele Euros die SNB vorher noch kauft im hoffnungslosen Versuch, den Euro zu stützen.

      Was geschieht jetzt an den Devisenmärkten?

      Der Dollar steigt gegen Yen und Euro. Gegen Franken ist er schon sehr stark gestiegen. Wenn nun Euro gegen Dollar verkauft werden und der Dollar ist schon recht hoch gegenüber dem Franken, der Euro ist aber nur wenig gefallen gegenüber dem Franken, so muss früher oder später der Zeitpunkt kommen, wo der Euro auch gegen Franken nach unten ausbricht.

      Die Kursbewegung heute Morgen zeigt deutlich, dass der Euro zwischen 4 und 6 Uhr gegen Dollar gefallen ist, der Dollar gegen Franken aber nicht mehr stark steigen konnte. Konklusion: Der Euro fiel gegen Franken in diesen zwei Stunden.

      Daraus folgt, dass der Wechselkurs aus den „Crossrates“ entsteht. D.h. es sind nicht primär Verkäufe Euro gegen Franken, die den Wechselkurs Euro / Franken momentan bestimmen, sondern Verkäufe Euro gegen Dollar bzw. Käufe Dollar gegen Euro und Yen.

      Nochmals anders formuliert: Es sind nicht die „bösen Spekulanten“ gegen den Franken, welche für einen starken Franken sorgen, sondern Kursbewegungen an den weltweiten internationalen Devisenmärkten.

      Nochmals anders formuliert: Die SNB ist hoffnungslos verloren mit ihrem Mindestkurs. Die SNB hat nicht die Macht, die weltweiten Devisenmärkte zu kontrollieren. Dazu müsste sie auch die weltweiten Zinsmärkte kontrollieren. Das kann sie nicht.

      Wenn also der Euro gegen Franken nach unten ausbricht, so wird die SNB grosse Verluste erleiden und handlungsunfähig werden, da ihre Aktivseite sich gegenüber ihrer Passivseite verringert.

      Die SNB wird illiquide werden in Euro.

      Die Banken haben dann ein Recht auf Rückzahlung ihrer Guthaben bei der SNB. Wenn das Gold gesichert ist vor Verkäufen, so ist dieses wenigstens geschützt vor dem berechtigten Zugriff der Banken.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Hr. Meyer: Vielen Dank für Ihre ausführliche Replik.

      Das mit dem Verkaufsverbot ist natürlich Ansichtssache. Für mein Verständnis ist ein Gegenstand, der nicht veräussert werden darf ein Null-Wert-Gegenstand für den Eigentümer, da kein Gegenwert erzielt werden kann / darf. Somit kann eine sinnvolle Deckung nicht hergestellt werden.

      Findige Köpfe bei der SNB könnten aber durchaus auf die Idee kommen, dass diese das überschüssige Gold unentgeltlich weitergeben dürfte (Bund/Kantone, analog der heutigen Gewinnverteilung?). Gem. Initiativtext ist das Gold ja unverkäuflich, aber nicht unveräusserbar. Klar, eine kleine Spitzfindigkeit.

      mfG
      Peter F

  15. @ An Alle SNB-„Gläubige“ hier im Blogkommentar:

    Letzte Woche gab es folgende Online-Schlagzeile in D.: „EZB will 1.000 Milliarden Euro drucken.“

    Nehmen wir einmal kurz an, dem wäre so. Dann geht unsere SNB offenkundig her und kauft diese neugedruckten Euros, also nicht alle, eben im Äquivalent zum Halten des Kurses 1,20 Franken/€.
    Aber wie „kauft“ sie die denn – na, sie tauscht sie ein, sie gibt entsprechend viele Franken her. Und woher nimmt sie die Franken ?! Druckt die die etwa auch ? Sofort ?!

    Falls es so wäre, dämmert jetzt allmählich einzelnen Gläubigen, warum Dr. Meyer, ich und viele Andere das eine Verschleuderung von Volksvermögen nennen ?!

    Aber nein, es läuft indirekt, nahezu unbemerkt, daher mE noch viel perverser.

    Denn, was macht die EZB eigentlich mit dem Rest der 1.000 Milliarden € ?! Verteilt bzw. verschenkt sie die wenigstens an die Bedürftigen in Euroland ?! Oh nein, sie tauscht sie ebenfalls ganz urkapitalistisch ein. Und zwar in erster Linie künftig gegen Anleihen seitens des ESM.

    Der ESM ist eine Quasi-staatliche EU-Bank, die Anleihen ausgeben darf. Garantiert von den EU-Staaten. De facto sind das also Eurobonds bzw. INDIREKTE nationale (deutsche, franz., italien. …) Staatsanleihen. Und zwar neu gedruckte !

    Und unsere SNB ? Auch die geht nicht einfach in Keller und druckt wie wild Franken und tauscht dann mit der EZB selbige in Euro.

    Nein, die leiht sich entweder diese Franken von unseren Geschäftsbanken. Das sind also unsere Spareinlagen (dämmert’s allmählich ?) !

    Oder aber von unserer Regierung in Form von Staatsanleihen. Läuft aber auch indirekt über unsere Sparkonten, vor allem über unsere Pensionskassen- und Lebensversicherungskonten; zudem, da Staatsschuld, bedeutet das künftig höhere Steuern. (Tip am Rande – in Zukunft einfach mal beobachten, wie hoch unsere Staatsanleihen auf einmal anwachsen werden..)

    So weit, so unproblematisch. Sobald jedoch die Besitzer der Sparkonten hierzulande ihr Geld, ihre Franken, zurück haben wollen, muss die SNB tatsächlich drucken. Zusätzlich. Sukzessive. Eben im Umfang der zuvor ausgeliehenen Franken. Weil die ja inzwischen an Euroland übergeben wurden. Dämmert’s jetzt ?!

    Zweite Variante: Unsere SNB tauscht direkt die Euros, die unsere Exportwirtschaft erlöst und daher auf den Eurokonten unserer Geschäftsbanken angespart haben, gegen was Anderes, was sie gerade hat. Am Ende aber eben auch gegen Franken. Woraufhin diese Euros nicht mehr zirkulieren, was (gleiche Nachfrage, weniger Angebot, so zumindest die Theorie) den Eurokurs hoch hält.

    Jedenfalls erhöht das alles die Geldmenge im Franken = Inflation bei uns ! Da sage ich doch, Danke liebe SNB..

    Und genau das ist, was Dr. Meyer seit 2 Jahren versucht, griffig zu machen (und dafür angegriffen wird):
    Die Anbindung des Franken an den Euro läuft über eine Fremdfinanzierung der SNB bei gleichzeitigem oder nachgelagertem „Drucken“ von Franken im Milliardenbereich !

    Was schlicht jeder an seinem Geldbeutel beim Migros/Coop etc. selber deutlich zu spüren bekommt. Und immer mehr spüren wird. Was also zu Lasten des ganzen Volkes geht, während nur Einzelne profitieren, Zufällige.

    Ganz sicher profitiert aber Euroland, weil wir denen ihre neu gedruckten Euros abkaufen – gegen Hingabe von am Ende ebenfalls neu gedruckten Franken. Denn warum druckt Euroland überhaupt ?! Ohne dass das an Bedürftige geht ?! Ja, wer profitiert denn in Euroland vom Drucken der Billionen wirklich ?! Vielleicht mögen alle SNB-Gläubige einmal darüber nachdenken..

    Aber EU ist mir eigentlich egal. Zurück zu uns. Bei uns macht man das, um einzelnen Exporteuren zu helfen. Anstatt sie direkt zu subventionieren (so zB auch Gerhard Varga unten im Blog). Was zwar auch Franken drucken bedeutet, aber eben gezielt, nicht mit der Giesskanne, und damit weit weniger. Falls überhaupt.

    Und was will jetzt die Goldinitiative ? De facto eine Bremse hier einbauen, indem eben nicht mehr alleine unbeschränkt Euros gedruckt werden dürfen – denn mit jeder weiteren Billion Euro, die Draghi druckt, muss die SNB ja mit Franken drucken mitziehen, sondern es muss parallel auch Gold gekauft werden.

    Ok, mE wirklich nicht optimal, da quasi der Schwanz mit dem Hund wedelt. Und eben noch mehr Franken gedruckt werden, um damit neben Euros auch noch Gold zu kaufen. Aber gut, Gold rostet nicht, und man kann es ja hedgen, wenn man’s hat.

    Könnte man mit Euros übrigens auch. Aber eigentlich sollte man hierzulande die sinnlose Schuldenmacherei und Gelddruckerei zum Aufkauf frisch gedruckter Euros abschaffen !

    Und sorry für den langen Text..

    • @ Dr. Jürgen Ott, Herrliberg

      Ja. Richtig.

      Die Eurokäufe der SNB finanziert diese mit Fremdkapital d.h.mit Schulden.

      Für diese müssen wir Steuerzahler dereinst aufkommen, wenn das Eigenkapital der SNB weg ist.

      Das verschweigt die SNB und behauptet, sie könne eifach Geld drucken und damit ihre Schulden bezahlen.

      Falsch.Wir werden die SNB Schulden bezahlen.

      Das Volk will mit der Goldinitiative der katastrophalen Schuldenwirtschaft der SNB endlich einen Riegel schieben.

      MfG

      Marc Meyer

    • Ich versuche, die Gefahr der Euroanbindung noch einmal prägnanter zu beschreiben.

      ME gab es drei Phasen:

      1. Phase. Es gab immer schon eine enges Wechselkursband zur DM. Welches sich 2-3 Monate nach Einführung des Euro quasi „Simsalabim‘ ebenfalls wieder herausbildete. Was darauf hindeutet, dass da immer schon einer nachgeholfen hat. Was aber auch ok war:

      Das Band spiegelte einfach die Kapitalströme wider – unsere Exporterlöse in Euro vs. die Importe in Franken + die stetigen Schwarzgeldzuflüsse aus den EU-Hochsteuerländern, welche zusammen eben den Frankenkurs ausmachten.

      2. Phase: Das Anschwellen der Fluchtgelder (keine Schwarzgelder !) aus Euroland ab 2008, weil die Menschen dort -zu Recht- den Zusammenbruch des Euro fürchteten.
      Man hätte diverse Massnahmen dagegen ergreifen können, um den Schwall zu dämpfen, zB ab bestimmten Beträgen reine Eurokonten vorzuschreiben, abschreckend hohe Gebühren etc. Wobei ich zugebe, dass gegen alle arbitragiert worden wäre – was aber eben auch für den Peg gilt. Er ermöglicht den Investmentbankern quasi-sichere Trades !

      Dass der Peg jedoch das eigentlich Dümmste und Gefährlichste war, was unsere SNB den Schweizern antun konnte, wird erst so richtig offenkundig, nachdem jetzt Phase 3 seitens der EZB eingeläutet wurde:

      Die massenhafte Druckerei im Euro – heimlich unterstützt von den EU-Regierungen, nachdem die das entsprechende Vehikel dazu, den ESM, ja offiziell garantieren.

      Denn jetzt stecken wir in der Schweiz -dank Peg- richtig in der Bredoullie:
      Jede Billion, die Draghi künftig „druckt“, muss unsere SNB mitdrucken, eben im Ausmass des 1,20 Kurspegs.

      Eines ist für mich daher sonnenklar – der Euro geht über kurz oder lang unter. Eine Währung, welche bereits 22 Krisengipfel hinter sich hat, wird sich nicht halten können. Eine Währung, die -im Gegensatz zum Dollar- völlig falsch konstruiert wurde (nämlich mit griech., portug., spanischen, italien. usw. Staatsanleihen als Bankenreserve), muss zusammenbrechen.

      Und wir gehen dann finanziell mit unter, weil unsere SNB inzwischen ist einer der grössten Euro-Halter der Welt ist. Weil somit diese vielen Euros zu einem beträchtlichen Teil unseres Volksvermögen geworden sind.

      Wohin das führt ?! Bitte, dazu gibt es genügend Bücher; ansonsten einfach mal die Älteren im Lande befragen..

  16. @Klaus Kastner

    Bei Erreichen von negativem Eigenkapital der SNB können Geschäftsbanken der SNB auch sagen, sie wollen keine zinslosen Giroguthaben mehr gewähren, sondern verzinste Geldmarktbuchforderunhen.

    Um ihr Risiko abzugelten.

    Frankenzinsen werden massiv steigen. Hypozinsen auch.

    Hausbesitzer zahlen dann die Zeche der SNB.

    MfG

    Marc Meyer

  17. Der lachende Dritte ist die Goldlobby: wenn die SNB gezwungen wird 20% Gold zu halten (im Durchschnitt oder pro Stichtag??) und keines verkaufen kann, wird die Goldlobby die Gewinne mitnehmen und ins Fäustchen lachen, denn: im Gegensatz zur SNB können die ja verkaufen. Und: glauben die Initianten im Ernst, die Finanzjongleure des Goldkongresses würden 20% Gold in ihren Depots halten: Fragen Sie einmal Marc Faber, ein prominenter Vertreter der Goldlobby, wieviel % physisches Gold er in den Depots hält. Sie werden staunen, wenn Sie seine Antwort hören. Zudem hat Gold keine wertschöpfende Eigenschaft. Das von den Initianten verschmähte sog. „Papiergeld“ ist immerhin ein Wertmesser unseres Wirtschaftspotentials, des BIP. Gold hat mit wirtschaftlicher Wertschöpfung nichts zu tun. Es ist unverantwortlich, dem Stimmbürger einen solchen Unsinn vorzulegen!

    • @ Goldfinger

      Das ist ein fairer Punkt. Und auch völlig korrekt.

      Darum unterstütze ich die Initiative auch nicht prinzipiell.

      ABER (s. meine früheren Kommentare): Aus taktischen Gründen -und weil Gold ab voraussichtlich 2016/17 sein Tief für viele Jahren überwinden wird (im Ggs. zum Euro !)- rate ich zu einem „Ja“.

      ME geht es auch gar nicht um’s Gold – es geht um die Unglaublichkeit, wie die Währungspolitik hierzulande für Partikularinteressen und zur Stützung des Euro missbraucht wird.

      Und das von einer Zentralbank, die eigentlich auf’s Gemeinwohl verpflichtet wäre, in ihrer Anlagestrategie jedoch offenkundig auf ganzer Linie versagt hat (unabhängig vom jeweiligen Management):
      – Gold hat sie zum Tiefstkurs verscherbelt.
      – Und Euros hat sie anhaltend zum Höchstkurs gekauft.
      – Und an beiden Fehlstrategien will sie festhalten.

      Glückwunsch uns allen..

    • @ Goldfinger

      Um das noch prägnanter zu formulieren: Wenn eine Quasi-staatliche Institution dermassen eklatant in einer ihrer Hauptverantwortlichkeiten über Jahrzehnte hinweg offenkundig versagt hat, nimmt hierzulande eben das Volk die Angelegenheit selber in die Hand.

      Ob das jetzt sofort absolut richtig ist, und gleich auch noch erfolgreich (ich persönlich glaube etwa nicht an den Erfolg der Initiative), ist mE sekundär – es scheint zumindest ein trefflicher Schuss vor den Bug der Verantwortlichen (s. unser Hauptartikel..). Und zwar aus SICHT des VOLKES, nicht aus Sicht der partikulär bislang Begünstigten.

      Und wie gesagt, mE würde es sich sogar in wenigen Jahren richtig rechnen.

    • Lieber Herr Goldfinger

      Sie haben aber gar nichts begriffen! Gold ist das ultimativste Zahlungsmittel der letzten 6000 Jahre. Ich gehe davon aus, dass Sie dieses Alter noch nicht erreicht haben. Sämtliche Papierwährungen sind in dieser Zeit unter gegangen. Das Gold besteht aber noch!

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Bleibt noch hinzuzufügen, dass das Initiativkomitee mit ausländischen Geldmitteln der Goldlobby mitfinanziert wird. – Im übrigen habe ich Mühe mit sog. Protestabstimmungen, weil sie das Problem nicht lösen, sondern in diesem Fall verstärken und nur dem Ego der Initianten dienen, die sich vor allem in Profilierung und Selbstdarstellung suhlen.

    • Lieber eidgenosse601
      Sie haben aber gar nichts begriffen: Das Wirtschaftspotential einer Volkswirtschaft ist nicht abhängig vom Stoffwert einer Währung, sondern von dem was man mit dieser Währung kaufen kann. Papiergeld ist eine Urkunde und ist eine Anweisung auf das Sozialprodukt. Genau wie eine Aktie, die als Urkunde auch nur Papierwert hat, jedoch ein Eigentumsrecht auf ein Unternehmen verbrieft. – Den Ball gebe ich Ihnen zurück: Sie scheinen die trivialen Elemente der Geldfunktionen nicht zu kennen. Haben Sie lauter Goldmünzen im Portemonnaie??

    • @ Goldfinger
      Fairer Punkt. Ich kann und will Ihnen nicht widersprechen. Ausser eben aus taktischen Erwägungen heraus; ohne mich jetzt wiederholen zu wollen.

  18. Zitat Dr.J.Ott, Herrliberg :
    „Nein, jeder Euro, den wir ankaufen (und dafür Franken hergeben), subventioniert Brüssel, diese ungewählte Diktatur, mitsamt ihrem EU-Maloch. Je früher der Euro zusammenbricht, desto früher fällt Brüssel.“ Frage: Soll die SNB gezwungen werden Gold zu kaufen damit sie keine Euros mehr kaufen kann? Ist es das politische Ziel der Goldinitiative der verhassten EU zu schaden, unbekümmert darum ob wir uns damit ins eigene Fleisch schneiden.

    • @Jürg Schmid

      Das Ziel der Goldinitiative ist, dass die SNB Devisen verkauft.

      MfG

      Marc Meyer

    • @ Jürg Schmid

      Umgekehrt ;-))
      Oder wie lange wollen Sie die unter Einsatz auch Ihres Volksvermögens noch stützen… ?!

    • @ Jürg Schmid

      Zusatz: Aber klar – ich sehe natürlich ein, dass eine schwache Währung gut für den Tourismus ist..

      Nur, das ganze Problem ist doch gerade, dass die Währung (daher der Begriff: Währungspolitik) immer wieder zugunsten von Partikularinteressen missbraucht wird.

  19. Wer die Hintergründe des derzeitigen Geschehens verstehen möchte, sollte sich diese Diskussion beim IMF ansehen:

    http://www.imf.org/external/mmedia/view.aspx?vid=3830438025001

    Ich lese auch hirnverdrehenden Kommentare des Erbsenzähler von Riehen und Pseudo-Geldhistoriker von Herrliberg die Doktoren Marc Meyer und Jürgen Ott!

    Der Eine glänzt mit einem Zitat wie:

    Der entscheidende Fehler unterlief Keynes, als er Notenbankgeld als Aktivkredit anstatt als Passivkredit der Zentralbank interpretierte (“günstiges Geld ins System pumpen”).

    Zitat Ende.

    Der Andere mit einem Spitzenzitat wie:

    Eine Zentralbank ist nichts anderes als eine normale Bank – die tauscht und handelt: “Währung” gegen was Anderes. Und dafür EK oder FK einsetzt.

    Zitat Ende.

    Liebe Mit-Diskutanten (in), es ist auf Grund dieser unprofessionellen Halsschreier (die eingenommene Geisteshaltung), weshalb die Schweiz nicht aus diesem Schlamassel rauskommt!

    Für alle diejenigen, die an den Universitäten sogenannte keynesianische Modelle und Theorien der VWL gelernt haben, muss ich wohl mit einer kleinen Aufklärung beginnen:

    Das war alles nicht Keynes und hat mit den Erkenntnissen von Keynes nichts zu tun!

    Man hatte Keynes ja nicht widerlegen können und hätte jede Auseinandersetzung mit seinen Ideen verloren. Also bestand der Trick der VWL seither darin, Keynes völlig zu verfälschen (was dem Erbsenzähler aus Riehen auf brilianter Weise gelingt!), und den Studenten einen verfälschten Keynesianismus zu lehren, von der Neoklassischen Synthese bis zur aktuellen Neuen Keynesianischen Makroökonomie, die weder neu ist noch die Erkenntnisse von Keynes enthält und vor allem mikroökonomisch fundiert wird und damit jeder Makroökonomie widerspricht!

    Den Unsinn der dieser Herr Dr. Marc Meyer seit Jahren in diesem Forum verbreitet ist ein Skandal!

    Ein weiterer grosser Unsinn, um nicht zu Sagen eine Beleidigung mittlerer Intelligenz, ist die Behauptung des Herrn Dr. Jürgen Ott, wenn er allenernstes behauptet, die Bilanz einer ZB unterscheide sich im wesentlichen nicht von einer einer GB!

    Begründung:

    Eine rasche Aufstockung der Devisenreserven schlägt sich deutlich in den Bilanzen der Zentralbanken nieder.

    Die Aktiva werden nach Fremdwährungs- und Inlands- forderungen unterteilt,

    und unter Passiva werden Bargeld und Reserveguthaben von Banken (zusammengefasst als monetäre Verbindlichkeiten), eigene Wertpapiere und sonstige Verbindlichkeiten (zusammengefasst als nicht monetäre Verbindlichkeiten) sowie Eigenkapital ausgewiesen.

    Dabei wird der Posten Bargeld in erster Linie durch die Nachfrage der Öffentlichkeit nach liquiden Mitteln bestimmt. Das Eigenkapital umfasst Mittel, die vom Staat an die Zentralbank überwiesen werden (zuzüglich aufgelaufener Gewinne und Verluste). Die verbleibenden Verbindlichkeiten unterliegen der Kontrolle der Zentralbank. Eine Zuführung von Eigenkapital zur Finanzierung des Reservenaufbaus würde keine Ausweitung der Geldmenge bewirken, solange der Staat sie nicht durch die Auflösung von Einlagen oder einen Rückgriff auf die Überziehungs- fazilität der Zentralbank finanziert. Erfolgt keine Erhöhung des Eigenkapitals, muss eine Aufstockung der Devisenreserven jedoch ceteris paribus:

    (d.h. bei Bilanz einer Zentralbank Aktiva – Passiva Fremdwährungsforderungen netto Monetäre Verbindlichkeiten Inländische Forderungen netto – Bargeld – Reserveguthaben von Banken Nicht monetäre Verbindlichkeiten – Eigene Wertpapiere – Sonstige Verbindlichkeiten Eigenkapital.

    Sieht so die Bilanz einer GB aus?

    Und ich gehe aus Zeitgründen nicht auf vermeintlich wissenschaftlichen Disziplinen Rechnungswesen und Finanzwirtschaft (Accounting & Finance)ein, diese stellen Unternehmen üblicherweise als „Black Box“ dar, d.h. sie beobachten monetär bewertete Input- und Outputsignale im Zeitablauf, beschreiben aber nicht die konkreten inneren Abläufe im System. Aus den monetären Größen wie Eigen-/Fremdkapitalrelationen, Ein- und Auszahlungen, indirekt berechneten Cash Flows, Verschuldungsdauern etc. behaupten sie einerseits kausale Abhängigkeiten darstellen als auch Prognosen ableiten zu können.

    Wenn dies tatsächlich der Anspruch dieser Fachbereiche sein sollte, so ist er mittels eines mathematischen Modells zwingend widerlegbar!

    Zurück zu den Thesen des Dr. Meyer.

    Grundsätzlich erklärt die monetäre Konjunkturtheorie nach Keynes die Krisen mit einer zu starken Belohnung des Sparens von Geld und am Konsum durch die Geld- und Finanzpolitik. Also hohe Zinsen, Deflation, die Erwartung sinkender Einkommen der breiten Bevölkerung, ein zu großer Anteil der Reichen am Gesamteinkommen der Ökonomie verbunden mit hohen Risiken durch einbrechende Börsen und Immobilienpreise. Das wirksame Mittel gegen die Krisen ist die Förderung des Massenkonsums durch steigende Löhne und Preise. Im Notfall einer schweren Deflation muss eine expansive Geldpolitik der Notenbank die sichere Erwartung steigender Preise garantieren. Der Drang zum Sparen sollte durch ein zuverlässiges soziales Netz abgebaut werden und die Finanzpolitik muss die Entlastung der Masseneinkommen ermöglichen, finanziert durch die Besteuerung der Vermögen und hohen Einkommen der sparenden Reichen.

    Die grundlegende Erkenntnis lautet: Es fehlt der Ökonomie nicht an Kapital und billigen Arbeitskräften, sondern an der Güternachfrage! Dies gilt nicht nur zur Überwindung von Krisen, sondern allgemein zur Überwindung von Armut durch die Erhöhung der Produktion und damit der Einkommen. Eine falsche Einkommensverteilung zu Gunsten der Reichen ist neben Hochzinspolitik oder durch Deflation überhöhten Realzinsen, wovon die Rentiers profitieren, die wichtigste Ursache für die unzureichende Kaufkraft. Die geringe Leistung der Ökonomie nur wegen fehlender Nachfrage muss überwunden werden.

    Unreflektierte Interessen und Vorurteile der Reichen bestimmen leider noch immer die herrschende Lehre an den Universitäten. Das erklärt auch die Verfälschung der leicht zu verstehenden monetären Konjunkturtheorie von Keynes mit der Neoklassischen Synthese und den vielen anderen Theorien der die Studenten und das Publikum verwirrenden Bastard-Keynesianer.

    In letzter Konsequenz wartet die Einsicht, dass der Realzins auf Geldvermögen durch politisch gewollte Inflation negativ werden muss, um Vollbeschäftigung und Massenwohlstand wieder möglich zu machen.

    Das wir mit dieser abstrusen und ignoranten Argumente à la Marc Meyer und Jürgen Ott nicht aus dieser Situation rauskommen, möchte ich am Beispiel Schweden zusätzlich aufzeigen!

    Warum Nullzinsen und Deflation in Schweden? Die sind doch solide?!Wieso also senkt jetzt die schwedische Notenbank die Zinsen? Schweden steckt in keiner Währungsunion, in der es auf andere Rücksicht zu nehmen hätte. Schweden hat kein Staatsschuldenproblem, denn kaum ein westliches Industrieland hat geringere Staatschulden als Schweden (gemessen am BIP um die vierzig Prozent). Auch die Neuverschuldung des schwedischen Staatshaushalts liegt nahe Null. Das heißt, die Anti-Deflationspolitik der schwedischen Zentralbank kann nichts mit Staatsschulden zu tun haben. Warum folgt die Schwedische Zentralbank dennoch der EZB in der Politik extrem niedriger Zinsen?

    Nun ja, sie will offenbar einer drohenden Deflation vorbeugen. Doch warum gibt es in einem Land wie Schweden, das scheinbar blendend dasteht, überhaupt eine Deflationsgefahr? Offenbar haben die Zentralbanken in kleinen wie in großen Ländern gleichermaßen in den vergangenen Jahren fest geschlafen, so dass sie nirgendwo den Weg in die Deflation rechtzeitig, d.h. so früh erkennen konnten, dass es erst gar nicht zu einer Nullzinspolitik kommen musste. Das kann nur daran liegen, dass praktisch alle Zentralbanken ähnliche Modelle benutzen, um Inflation oder Deflation vorherzusagen, und dass diese Modelle nicht viel taugen, jedenfalls nicht im Fall zu schwacher Preisentwicklung.

    Das ist in der Tat die Erklärung und nicht die Thesen des Erbesenzählers aus Riehen!.

    Natürlich hat auch die schwedische Zentralbank wie alle anderen an den direkten Zusammenhang von Geldmengen und Geldpolitik und Inflationsentwicklung geglaubt und den eigentlich relevanten und klaren Zusammenhang von Löhnen bzw. Lohnstückkosten und Preisen ignoriert. Schweden weist seit seiner großen Währungs- und Finanzkrise Anfang der 90er Jahre niedrige Inflationsraten auf und ist seitdem schon einige Male mit der Inflationsrate nahe an die Nulllinie geraten. Diesmal hält das niedrige Niveau der Preissteigerungsrate auch noch länger an als in früheren Phasen. Nun zeigt sich, dass Inflationsraten und die Entwicklung der Lohnstückkosten über immerhin fast 55 Jahre Hand in Hand gehen. Lohnstückkosten haben aber direkt weder mit einer wie auch immer definierten Geldmenge noch mit der Höhe der Zinsen etwas zu tun. Modelle, die „Geldmengen“ oder Zinsen für die wesentlichen Steuerungsfaktoren der Preisentwicklung halten, können daher die Zusammenhänge gar nicht erfassen und aus ihnen weder frühzeitige Warnhinweise noch Erfolg versprechende Lösungsansätze bei Schieflagen der Preisentwicklung gewinnen.

    Würden die Geldpolitiker den Nexus zwischen der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus ernst nehmen, wäre der Ausweg aus den deflationären Tendenzen in Europa klar vorgezeichnet: Die Zentralbanken müssten sich für höhere Löhne aussprechen und die Gewerkschaften ermutigen, einer weiteren Erosion des Lohnniveaus entschieden entgegen zu treten. Sie müssten den Regierungen in den Arm fallen, wenn deren Reformvorhaben auf das Lohnniveau drücken und damit deflationär wirken. Ja, die Geldpolitiker müssten anerkennen, ihr geldpolitisches Ziel Nummer eins, die Preisstabilität, nicht aus eigener Kraft erreichen zu können, zumindest dann nicht, wenn es mit der Inflationsrate gegen null oder sogar darunter geht.

    Ein solches Eingeständnis käme aber einem wirtschaftspolitischen Erdbeben gleich, denn wo bliebe da die so viel beschworene Unabhängigkeit der Zentralbanken? Also unterbleibt das Eingeständnis lieber und kämpft man innerhalb wie außerhalb der EWU weiter mit geldpolitischen Mitteln gegen eine unverstandene Lohn-Deflation statt sich mit den anderen Politikbereichen ernsthaft zu koordinieren. Wer die Nullzins-Politik kritisiert, der sollte sie wenigstens nicht denen in die Schuhe schieben, die nichts dafür können, nämlich nicht den Krisenländern – das legt das Beispiel Schweden ganz eindeutig nahe. Sondern der sollte diejenigen dafür verantwortlich machen, die nicht bereit sind, ihre Vorstellungen von der Funktionsweise einer Marktwirtschaft und insbesondere ihre Inflationstheorie der Realität anzupassen, aber dennoch an den Schalthebeln der Wirtschaftspolitik sitzen.

    Fazit: es handelt sich immer, um Propaganda! Jordan, Meyer, Ott usw. sind Produkte unserer Bildungssysteme, sie wurden nie objektiv ausgebildet! Es sind Thesen die auf altrömische und mittelalterliche Betrugsmethoden basieren, und welche noch immer an unseren Universitäten gelehrt werden.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • So ein wirres Zeug!

      Warum schreiben Sie nicht gleich ganze Bücher ab, aber immer nur jede zweite Seite, so dass es wirr bleibt.

      Die Kunst der Argumentation in diesem Forum sollte in der Kürze, der logischen Folgerung und der Stichhaltigkeit liegen.

      Es ist wirklich absurd, dass die SNB vor Jahren Gold verkaufte (zu Schleuderpreisen), nur um die Kantone mit Scheingewinnen bedienen zu können.
      Wenn die SNB keine Gewinne ausschütten dürfte, sondern alles den Reserven zuweisen müsste, wäre die SNB für die Politiker uninteressant und könnte endlich wieder ihren Job machen.

      Ob die Goldinitiative angenommen wird oder nicht ist irrelevant. Wir werden so oder so überleben und „challenges“ beleben das Leben.

    • @ Praktiker

      Ihrer langen Rede kurzer Sinn, zumindest für mich: Wollen Sie sich nicht erst einmal für ein Praktikum bei der SNB bewerben ? Und wir diskutieren dann weiter.. ? ;-))

      Wie auch immer. Noch kurz zu Keynes. Wussten Sie eigentlich, dass der immerhin noch auf dem Sterbebett zu neuen (alten) Erkenntnissen kam ? Gegenüber dem Wirtschaftsprofessor und Berater der BoE, Henry Clay, gab er 1946 an: “I find myself more and more relying for a solution of our problems on the invisible hand – which I tried to eject from economic thinking twenty years ago.” Und das Keynes – als ehemaligem Regierungsangestellten ! Sprich, Adam Smith statt Staatsintervenismus und ewige Schuldenmacherei..

      Also, wenn Sie weiterhin Keynes bringen – bis hin zu seinen Schlusszitaten, freue ich mich bereits auf das Finale.. (wohlgemerkt nicht Ihres, nur dessen Zitate :-))

    • @ Praktiker
      Zitat:
      „Grundsätzlich erklärt die monetäre Konjunkturtheorie nach Keynes die Krisen mit einer zu starken Belohnung des Sparens von Geld und am Konsum durch die Geld- und Finanzpolitik. Also hohe Zinsen, Deflation, die Erwartung sinkender Einkommen der breiten Bevölkerung, ein zu großer Anteil der Reichen am Gesamteinkommen der Ökonomie verbunden mit hohen Risiken durch einbrechende Börsen und Immobilienpreise.“

      Heisst das, sinkende Immobilienpreise sind schlecht? Falls ja: Ich bin sicher kein Experte, aber ich sehe, dass mancherorts die Landpreise extrem hoch sind. Sänken die Land- und damit die Immobilienpreise, schiene mir das nicht schlecht zu sein.

      Auch gehe ich davon aus, dass Reiche mit viel Fremdkapital investiert haben, z.B. in Immobilien, die sie vermieten. Gäbe es eine Teuerung bei allem (inkl. Immobilien), wären sie wahrscheinlich glücklich. Ihre Schulden würden real geringer werden. Die derzeit niedrigen Zinsen sind für sie wohl gut. Stiegen die Zinsen, hofften sie wohl, die Mieten erhöhen zu können mittels Anpassung an den Referenz-Hypozins. Kann es also sein, dass Inflation für die Reichen gut ist?

    • @WTG, Ihr Zitat:

      Ob die Goldinitiative angenommen wird oder nicht ist irrelevant. Wir werden so oder so überleben und “challenges” beleben das Leben.

      Zitat Ende.

      Das soll Ihre argumentative Zusammenfassung sein? Sie glänzen durch einen Mix von Ignoranz und Arroganz!Die Kunst im Leben ist es vorallem im richtigen Moment zu schweigen, insbesondere wenn man sich als Trittbrettfahrer profilieren will. Fakten liefern die dann im Rahmen einer vorurteilsfreien Diskussion erörtert werden sind wünschenswert! Wortklaubereien à la Dr. Marc Meyer und Dr. Jürgen Ott sind absichtliche Nebelbomben die einzig der Verschleierung dienen sollen!

      @Dr.Ott,

      Sie entlarven sich einmalmehr als nicht ernstzunehmender Diskutanten. Sie weichen meinen Demaskierungen Ihrer abstrusen Thesen aus ohne einen „Körnchen“ Wahrheit und plausiblen Argumente vorzubrinegn.

      Zu Ihrer Performance soviel:

      Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.” (Verfasser unbekannt, fälschlich Keynes zugeschrieben)

      @Roger Klein,

      Sie müssen immer die Realzinsen berücksichtigen! Habe schon mehrmals präzise Beispiele in diesem Forum geschildert, welche sowohl vom Pseudo-Geldhistoriker von Herrliberg als auch vom Erbsenzähler von Riehen nicht widerlegt worden sind.

      Gold weckt viele Emotionen auf nichtsdestotrotzt, sollte man bei den Fakten bleiben.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @Der Praktiker

      Was halten Sie von sinkenden Immobilienpreise wegen sinkender Landpreise? Auch: Ist es möglich, dass die von mir genannten Reichen keine Freude daran hätten? (Die Reichen, die mit viel Fremdkapital Immobilien gekauft haben, die sie vermieten.)

  20. Das verheerende an der SNB-Propsganda ist, dass sie behauptet, sie könne Geld aus den Nichts schaffen und damit Unbeschränkt Euros kaufen.

    Dabei wird Geld als Vermögen (liquide Mittl) der SNB interpretiert.

    Das Volk hat keine Ahnung dsvon, dass die SNB die Euros mit Schulden kauft und das Volk für diese Schulden sufkommen muss.

    Zudem behauptet die SNB sie könne unendlich Geld erschaffen.

    Falsch.

    Keine Bank kann von der SNB gezwungen werden ihr unbeschränkt Kredit zu gewähren.

    Laut Gesetz darf die SNB nur 4 % Mindestreserven einfordern – nicht unbeschränkt wie die SNN behauptet.

    Dss Volk muss der SNB endlich einen Riegel schieben.

    Die Goldinitiative tut das.

    • @ Klaus Kastner

      Aber keine Wortklauberei ist ed, ob die SNB Euros mit Vermögen oder Schulden kauft.

      SNB behauptet mit Vermögen (Liquidität) anstatt mit Schulden.

      SNB täuscht das Volk.

  21. Wer macht den Goldpreis? – Die Goldlobby. Wir werden durch Annahme der Initiative zum Spielball der globalen Goldlobby. Allen voran Russland und China. Die Befürworter argumentieren nur mit Industriegold und blenden aus, dass hinter der Finanzgoldentwicklung eine globale Lobby steht, die den Preis „macht“. Wollen Sie die SNB und damit die CH-Wirtschaft dieser Goldlobby ausliefern und damit die Schweizer Wirtschaft den spekulativen Zufallsschwankungen des gelben Metalls?
    Im folgenden Link ein Video über die Vertreter der Goldlobby (die am gelben Metall auch mitverdienen):
    http://gold-initiative.ch/goldkongress/

  22. Ich weiß nicht, woher die Panikmache kommt. Aber sicher nicht von T. Jordan. Er argumentiert m.E. Im Gegenteil sehr sachlich und überzeugend. Im Gegensatz zu diesem Artikel und einigen Kommentaren. Beispiel? Wie kann in einem geschriebenen Artikel, wie aus einer Pistole geantwortet werden? Das ist nur journalistischer Stumpfsinn.

  23. Alle diejenigen, welche für die Goldinitiative sind/argumentieren, haben wohl selber eine Menge Gold und hoffen, dass der Kurs aufgrund der massiven SNB-Käufe endlich wieder aus seinem Tief hinaus kommt…

  24. Die SNB und Jordan sitzt in einer Falle, konstruiert durch die mächtigen Besitzer des PRIVATEN Notenbank-Weltkartells unter Führung von FED, BIZ und IWF etc. Mit diesen allmächtigen Instrumenten wollen diese eine faschistische Weltdiktatur erzwingen ohne Nationen mit eigenen Währungen, damit sie die Weltpolitik noch besser kontrollieren, manipulieren und ausbeuten können.
    Zuerst liessen sie das Fehlkonstrukt Euro konstruieren, um Europa zu einer einzigen Nation zu zwingen. Dann drängten sie die SNB, 2/3 ihres Goldes zu verkaufen (zu tiefsten Preisen), und zwangen sie nachher an den Euro zu koppeln, indem es den CHF extra blödsinnig hoch hinaufdrückte mit den Billiarden von Derivaten ihrer Agenten und Besitzerbanken JPMorgan etc, bis die SNB nachgeben musste. Deshalb hat sie bereits jetzt die weitaus aufgeblasenste Notenbank-Bilanz der Welt pro Kopf. Diese bald halbe Billion Euro wird sie wohl einmal abschreiben müssen, da das Konstrukt Euro so nicht überlebensfähig ist. Dann bleibt die Schweiz nur souverän, wenn die SNB genug physisches Gold besitzt zuhause.
    Das Kartell muss also jetzt um jeden Preis die Initiative mit „ihren“ mächtigen Medien bekämpfen, damit sie weiter ungehindert ihr Gift Gold bekämpfen kann, also den Goldpreis mit immer mehr „Papiergold“ immer tiefer drücken gegen den physischen Markt, obwohl dieser immer stärker kauft, v.a.im Osten. Weil physisches Gold das einzige werthaltige Geld neben Silber ist in einer Zeit der exponentiellen Inflationierung von elektronischem und papieren Geld defacto aus dem Nichts via Buchbilanzen, die ins unendliche steigen und uns mit immer negativeren Zinsen das Vermögen rauben.
    Jordan muss seinen Job machen, um ein JA zu verhindern für das Kartell. Deshalb muss die Schweizer Bevölkerung undbedingt auch ihren Job machen, mit einem JA die letzte Chance zu packen, ihre souveräne Freiheit zu retten. Ein JA würde die SNB zwingen, die Euro-Kopplung entweder aufzugeben oder aber Gold zu kaufen, was im Vergleich zu den Unsummen Euro und Dollar, ein lachhafter Betrag wäre. Es würde aber das Kartell in grösste Schwierigkeiten bringen, weil soviel physisches Gold, obwohl die Schweiz seit 15 Jahren soviel verkauft hat, heute wohl beim Kartell nicht mehr vorhanden ist.
    Denn ihre Notenbanken bilanzieren Gold und Goldforderungen nur zusammen, so dass niemand weiss, wieviel wirkliches Gold (nicht ausgeliehen für alle Zeiten an Banken und von diesen verkauft zum Preisdrücken) noch vorhanden ist. Und es darf partout aus Geheimgründen nicht kontrolliert werden. Wer Notenbankgold repatriieren will, hat schon mit kleinsten Mengen Mühe (siehe D), dafür werden anderen Ländern die letzten physischen Vorräte ausgerissen oder in Goldforderungen getauscht (zuletzt Libyen, Ukraine, Indien)

    • @Dr. Jürgen Ott, Herliberg
      Bei Ihrem ‚Lichtblick‘, dass eine Zentralbank nicht anders ist als eine ganz normale Bank, musste ich an Eugen Roth und seinen Vers über Lichtblicke denken. Wenn es so ist, wie sagen, warum haben wir denn dann Notenbanken? Es gibt doch ohnehin schon viel zu viele Banken. Eine Bank weniger könnte doch nur gut sein.

      Der Punkt ist: eine Notenbank ist komplett anders als eine ganz normale Bank. Sie folgt anderen Statuten, sie hat andere Bankinstrumente und – vor allem – sie hat ‚captive customers‘ — alle ihre Kunden sind ganz normale Banken und alle ganz normalen Banken müssen Kunden der Notenbank sein. Alles klar? Oder doch das, was Eugen Roth meinte?

    • @Klaus Kastner

      Bei einer Geschäftsbank haftet der Aktionär und bei der Notenbank die Steuerzahler.

      Schulden der SNB sind genauso Schulden wie bei einer Geschäftsbank. Bei Unterbilanz wertzuberichtigen.

      MfG

    • @ Klaus Kastner

      Wäre doch schön, wenn wir Beide gemeinsam „Lichtblicke“ erleben könnten :-)) Ich versuch’s mal:

      Eine Zentralbank ist -wie der Name schon sagt- eine Bank. Sie hat in der Tat zwar eine Monopolstellung und ein spezielles Produkt, nämlich „Währung“. Aber der Rest ist analog:

      Ihr „Eigenkapital“, wird von Privaten eingebracht: Die meisten Zentralbanken haben Geschäftsbanken und den Staat = Steuerzahler als Aktionäre, daneben noch Privatpersonen.
      Zentralbanken arbeiten wie Geschäftsbanken mit Eigen- und Fremdmittel, ausser dass die „Spareinlagen“ von Geschäftsbanken statt von Privatkunden eingebracht werden; prinzipiell jedoch derselbe Vorgang.
      Kreditvergabe geschieht an Geschäftsbanken, eben in Form von „Währung“, s. zB. Offenmarktpolitik, prinzipiell aber ebenfalls derselbe Vorgang.
      Das Portfoliomanagement auf der Aktivseite entspricht einer Bank oder genauer einem Hedge Fund, eben mit Schwerpunkt auf Forex, Staatsanleihen plus daneben noch Aktien.

      Also, einfach mal in Analogien denken..

    • @Dr. Jürgen Ott, Herliberg
      Vielleicht ein paar Ergänzungen.

      Geschäftsbanken (bzw. alle Unternehmen mit Ausnahme einer Notenbank) brauchen gesetzeshalber ein Mindest-Eigenkapital. Eine Notenbank nicht. Es gibt bei einer Notenbank auch keine Nachschusspflicht für die Eigentümer.

      Wenn die Anleger von Bank A an einem Tag 10 Mrd.CHF abziehen und auf Bank B überweisen, dann muss Bank A der Bank B diesen Betrag irgendwo anschaffen (wahrscheinlich bei der Notenbank). Verfügt Bank A nicht über diese Möglichkeit, dann ist sie illiquide. Wenn Bank A 10 Mrd.EUR von der SNB abzieht und auf Bank B überweist, muss die SNB gar nichts anschaffen. Sie macht einfach eine Umbuchung auf den Konten von Bank A und Bank B.

      Wenn Bank A 10 Mrd.CHF Anleihen von Bank B kaufen möchte, jedoch nicht über die Liquidität verfügt, dann wird sie diese Anleihen nicht kaufen können. Wenn die Notenbank 10 Mrd.CHF von Bank B kaufen möchte, dann erkennt sie das Konto dieser Bank.

      Eine Notenbank, die alle ihre Verbindlichkeiten in Landeswährung hat, kann aus oben genannten Gründen nicht illiquide werden. Eine Geschäftsbank allerdings schon.

    • @ Klaus Kastner
      Vielleicht ein paar Hinweise.

      Eine Notenbank könnte, darf aber nicht einfach drucken und diese Währung unters Volk ‚verteilen‘. Sonst dürfte das auch Jeder von uns – also drucken, zu Hause am Farblaser, so viel er möchte..

      Nein, sie muss diese ‚Währung‘ gegen Etwas eintauschen, zB Staatsanleihen, es können aber auch andere assets sein. Wie jede andere Bank auch. In den Worten von Dr. Meyer – sie finanziert quasi ihre Währungsausgabe über Fremdkapital.

      Allenfalls als Notrecht würde das „wilde Drucken“ erlaubt sein. Was dann in Hoch- bis Hyperinflation ausarten würde.

      Darum ist die Behauptung, eine Notenbank kann nicht illiquide gehen, irreführend, zumindest unvollständig.

      Wie auch Ihr Hinweis auf die fehlende gesetzliche Nachschusspflicht. Denn der Hinweis auf das EK einer Geschäftsbank ist -mit Verlaub- prinzipiell schief. Denn das ist eine gesetzliche Regulierung. Die sein muss oder auch nicht. Sie macht mE zwar Sinn, jedoch sind durchaus längere Zeiträume bekannt, zB. zweite Hälfte 19. Jhrdt., wo Versicherungsbanken, trotz damals niedrig entwickelter Finanzmärkte, jahrzehntelang mit geringfügigem oder zB nur halb eingezahltem EK sich prächtig entwickelt hatten. Es bestand lediglich eine gesetzliche Nachschusspflicht, eben für den Fall, dass einzelne assets ausfielen.

      Aber wie gesagt, die kommt indirekt und de facto (ob in Form von ‚mehr Staatsanleihen drucken‘ oder ‚Hochinflation‘ dürfen Sie sich jetzt aussuchen) auch auf die Schweizer zu, sobald die SNB ‚überschuldet‘ ist. Und das wird sie, wenn der Euro drastisch an Wert verliert. Was er tun wird.

    • @ Dr. Jürgen Ott, Herrliberg
      Sie haben meinen Kommentar zu flüchtig gelesen. Wenn die Notenbank Anleihen von Bank A kauft und mit Gutschrift auf das Konto von Bank A bezahlt, dann hat sie Geld gedruckt (geschöpft), gleichzeitig aber auch – wie Sie sagen – getauscht, indem sie Anleihen erworben hat. Das ist doch wohl logisch, dass gegen jede Erhöhung der Passivseite auch eine Erhöhung der Aktivseite steht, nicht wahr?

      Eine Notenbank druckt (schöpft) Geld, wenn sie mit Landeswährung ihre Bilanzsumme erhöht und sie nimmt Geld aus dem Markt weg, wenn sie ihre Bilanzsumme schrumpft. Die Instrumente dafür sind hinlänglich bekannt.

      M. E. ist das Hauptproblem, das Sie (und Dr. Meyer) künstlich erzeugen, dass Sie immer technische und monetärpolitische Punkte vermischen. „Technisch“ bedeutet, was eine Notenbank banktechnisch tun kann oder nicht. „Monetärpolitisch“ bedeutet, was die Auswirkungen dieser Aktionen sein könnte (auf Inflation, auf Wert der Währung, etc.). Nehmen Sie folgendes Beispiel:

      Die Summe aller Staatsanleihen der Eurozone ist meines Wissens 8-10 Billionen EUR. Rein technisch könnte die EZB alle diese Staatsanleihen aufkaufen und am Tag darauf einen kompletten Forderungsverzicht auf diese Staatsanlehien aussprechen. Die Eurozone wäre schuldenfrei, die EZB hätte ein negative Eigenkapital von 8-10 Billionen EUR, könnte jedoch – rein technisch – problemlos weiterfunktionieren. Soweit die Technik. Monetärpolitisch wäre dies wohl der Zusammenbruch des europäischen Finanzsystems (und möglicherweise auch des Weltfinanzsystems).

      Rein technisch könnte die SNB ad infinitum Devisen mit CHF kaufen. Irgendwann einmal würde sich dies jedoch mit Sicherheit auf die CHF-Inflation auswirken und somit auf den Wert des CHF.

      Wenn Sie (und Dr. Meyer) nicht so fanatisch technische und monetärpolitische Aspekte vermischen würden, hätte ich kein Problem, Ihnen zu folgen. Auch ich meine, dass jede Währungsintervention einer Notenbank eine Reise ins Ungewisse ist, die noch selten gut ausgegangen ist. So wie ich die Gold-Initiative verstehe, ist sie untauglich, wenn es ihr Ziel ist, die SNB zum Verkauf ihrer Devsisen zu zwingen, weil die SNB – rein technisch – das Gold mit gedruckten (geschöpften) CHF kaufen könnte. Sie könnte auch noch mehr Devisen kaufen, nur bräuchte sie dann immer noch mehr CHF, weil sie gleichzeitig auch Gold kaufen müsste. Was das monetärpolitisch bedeutet, wenn die SNB plötzlich 70% einer Jahresproduktion von Gold aufkaufen wird, was das für den Goldpreis und somit für zukünftiges Abwertungspotential bedeutet, kann ich nicht beurteilen. Genauso, wie ich nicht beurteilen kann, ob die SNB am Ende aus ihrer Währungspolitik noch einmal schadensfrei herauskommt oder nicht. Niemand kann das. Lassen Sie morgen Ebola in der Schweiz ausbrechen und sowohl Menschen wie auch Geld würden die Schweiz rasch verlassen wollen. Anders ausgdrückt, die Wahrscheinlichkeit, dass die SNB mit großem Profit aus ihrer Währungspolitik aussteigt, ist möglicherweise nicht viel höher als die Wahrscheinlichkeit, dass morgen Ebola flächendeckend in der Schweiz ausbricht. Aber theoretisch wäre es möglich…

    • @ Klaus Kastner

      Auch ich folge Ihnen, weil Sie meinem Dafürhalten nach das System verstehen, bilanztechnisch wie geldpolitisch. Auch weiter unten hatten Sie eine Antwort formuliert, deren Anfang ich zumindest zustimme.

      Warum (Dr. Meyer und) ich mich/uns jedoch bei der Kommentierung auf die eine oder andere Seite konzentrieren sollten, wenn doch selbst nach Ihrer Schlussfolgerung beides eng verwoben ist, ist mir jedoch schleierhaft.

      Und möglicherweise entspricht mein/unser Naturell nicht dem Fatalismus, den ich meine, bei Ihnen herausgehört zu haben, weil Ihre Antwort mich unweigerlich an das berüchtige „..in the end we are all dead“ erinnerte, das ich leider noch nie einordnen konnte.. 🙂 Ob wir deswegen aber gleich Fanatiker sind..? Aber bitte.

      Zu Ihrer anderweitigen Antwort. Den Goldpreis wird auch die Initiative nicht wirklich beeinflussen, da die Käufe zeitlich stark gestreckt werden. ME ist das sogar ein Problem, weil vieles auf das Gold-Low (im USD) Anfang 2016 hindeutet.

      Und dass heute der Verkauf verboten werden soll, ist, wie Sie richtig erkannt haben, nicht zuletzt Ausdruck von Protest. Damit kann man Mühe haben. Taktisch bin ich jedoch immer noch der Meinung, dass man damit auch leben kann. Zumal ich den Goldpreis von 2016 bis 2024 ansteigen sehe. Und bis dahin ist genügend Zeit, Verkäufe auch wieder zu initiieren.

  25. Wie immer, wenn eine Abstimmung nicht dem Gusto der Politiker (Jordan zähle ich auch dazu) entspricht, wird diese nicht umgesetzt. Darum sollte sich Jordan und die anderen Gegner nicht aufregen. Sie machen eh was sie wollen. Aufregen sollten sich die Bürger, deren Verdikt nicht korrekt umgesetzt wird. Aber leider lügt ein Politiker, sobald er den Mund aufmacht.

  26. @ Dr. Marc Meyer

    Meine Zustimmung.

    Und Sie haben schlicht recht mit Ihren beiden Kommentaren zum angeblichen „Geld Drucken aus dem Nichts“: Eine Zentralbank ist nichts anderes als eine normale Bank – die tauscht und handelt: „Währung“ gegen was Anderes. Und dafür EK oder FK einsetzt.

    Selbst in der Weimarer Hyperinflation war der Mechanismus derselbe:
    Regierung „druckt“ Staatsanleihe, schickt selbige (direkt) an Zentralbank – welche Währung „druckt“ und zurückschickt. Und auch das war damals Fremdkapital – als Staatsschulden eben das Geld der Steuerzahler.

    Heutzutage gibt es in den meisten Ländern nur einen kleinen, feinen Unterschied: Die Staatsanleihen landen erst bei den (Investment-)banken, und von dort dann als Collateral bei der Zentralbank.

    Ansonsten funktioniert Geldschöpfung identisch – heute wie anno dazumal.

    • @Dr. Jürgen Ott, Herrliberg

      Ein Lichtblick!

      Jemand versteht, was ich hier seit zwei Jahren zu erklären versuche: dass die SNB nicht „Geld aus dem Nichts schaffen kann“.

      Nun sollte das nur noch das SNB-Direktorium verstehen bevor die SNB unsere Volkswirtschat in den Abgrund reisst.

      Vielen Dank!

      Marc Meyer

    • ..ich denke, die verstehen das Alle. ‚Cui bono‘ ist doch die entscheidende Frage. Und da liegen mE eben Regierungen mit Zentral/Investmentbanken wie auch Grosskonzernen im Bett und erfreuen sich am ‚flotten Dreier‘.

      Das Volk ist denen vermutlich Allen egal – so lange es brav den ‚Steuerzahler/Schuldner/Konsument‘ spielt. Und ja nicht aufbegehrt. Schon gar nicht mit Initiativen.

      Darum ist der EU die Direktdemokratie der Schweiz der EU so ein Dorn im Auge. Und den Amis unser erfolgreiches Bankwesen, usw. usw.

      Mal sehen, wer am Ende am längeren Hebel sitzt..

    • ..ich denke, wir können realistischerweise im Wirtschafts- insbesondere im geldpolitischen Bereich den Glauben an das Gute im Menschen aufgeben, ja.

    • Ja. Bin gleicher Meinung wie Dr. Ott – und rede aus Erfahrung in anderer Sache. „Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.“ (Lord Acton)
      Im übrigen bin ich mit chattison (http://faszinationmensch.com/2014/07/07/stimmt-das-ohne-staatsschulden-kein-kapitalismus/comment-page-1/#comment-79939) der Meinung:
      „Das Geldwesen ist nicht reformierbar, sowenig wie ein Staatswesen, da beide direkt proportional voneinander abhängig sind und, egal in welcher Verkleidung von -ismen sie daher kommen, immer prinzipiell dasselbe bedeuten: Abhängigkeit zum Zwecke der Macht.
      Solange das nicht wirklich verstanden und akzeptiert wurde, braucht man diesen Gegenstand nicht weiter verhandeln, da man sonst einfach nur in den Kannibalenkessel steigt und sich mit den anderen Insassen über die auskömmliche Kochtemperatur und die favorisierten schmackhaften Zutaten streitet, wobei doch letztlich alle im Topf als Fraß enden?!“

  27. Gold-Initiative:

    Ohne Gesichtsverlust aus Mindestkurs aussteigen

    Immer wieder wird behauptet, die SNB könne “Geld drucken aus dem Nichts” und damit Euro oder Gold kaufen.

    Nochmals: Nein – kann sie nicht.

    Die SNB kauft Euro und Gold mit Fremdkapital, das sie bei den Banken aufnimmt in Form von Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Gemäss Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank (Artikel 18) sind die Banken verpflichtet, maximal 4 Prozent ihrer kurzfristigen Schweizerfranken-Verbindlichkeiten in Form von Mindestreserven bei der SNB zu halten.

    D.h. keine Bank kann gezwungen werden, zusätzliches Kapital bei der SNB zu investieren.

    Gegenwärtig erreichen die Giroguthaben der Banken bei der SNB das 21fache der aktuell geforderten Menge.

    Insbesondere im Falle von negativem Eigenkapital (bei Euro 1.14, nach Annahme der Gold-Initiative) besteht die Gefahr, dass die Banken nicht mehr bereit sind, der SNB “unbeschränkt” Giroguthaben zu gewähren, um damit Euro zu kaufen.

    Mit anderen Worten: Die SNB kann nicht “unbeschränkt” „Geld aus dem Nichts schöpfen“.

    Es wird somit der Moment kommen, wo die SNB nicht mehr “unbeschränkt” wird Euro kaufen können.

    Die Durchsetzung des Mindestkurses wird damit zur Illusion und es droht der Schweiz ein finanzielles Desaster.

    Deshalb lieber jetzt aus dem Mindestkurs aussteigen.

    Die Gold-Initiative ist in Tat und Wahrheit eine Mindestkurs-Initiative.

    Das Volk will, dass die SNB den Mindestkurs aufgibt.

    Die Goldinitiative bietet dazu Hand – ohne dass jemand sein Gesicht verliert.

    • sehr geehrter Herr Dr. Meyer
      Ihre Argumente haben fürs Erste gesehen viel Inhalt und in mancher Hinsicht gebe ich Ihnen Recht.

      Im Wissen darum, dass die Eurozone, d.h. die EZB, im kommenden Jahr sich mit dem Bankrott von Griechenland und Italien auseinandersetzen muss, ist das Euro-Pegging mit CHF 1.20/EUR 1.00 für die Notenbank 1000x gravierender als für 60 Milliarden Franken zusätzliches Gold zu kaufen.

      Die Notenbank täte gut daran, schon heue Euro in Gold zu tauschen, selbst wenn die Gold-Initiative nicht angenommen werden sollte. Was ich bis jetzt ernsthaft bezweifle!

      Ich verweise auf das Interview von Pierre Lassonde, Chairman von Franco Nevada :

      http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2014/11/5_Pierre_Lassondes_Shocking_Comments_On_Gold_%26_Silver_Plunge.html

    • @Immer eine Nasenlänge voraus

      Ja richtig – die Goldfrage ist „peanuts“ im Gegensatz zur „Devisenfrage“ der SNB.

      MfG

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer
      Ich denke es waere empfehlenswert, wenn sie mal ein paar wochen in einem treasury ein praktikum machen wuerden.
      Sie verstehen wohl die marktzusammenhaenge nicht und wie die snb eben immer geld drucken kann und sich auf der passivseite refinanzieren, darum sind ihre theorien nicht aufgegangen und werden auch nicht.
      Die snb wird immer die refinanzierung ihrer aktiven erfolgreich machen koennen. Wird der markt mit liquidiitaet ueberflutet um den chf zu schwaechen koennen die banken gar nichts anderes als as geld bei der snb „anlegen“. Dies hat marktechnische gruende. Zum einen muessten die banken die chf in andere wahren swappen um diese in usd oder euro anzulegen. Durch diese ueberschwemmung des chf marktes wuerden sich die basisswaps zwischen euro und und usd zu chf dadurch ein negativen implizierten chf anlagesatz bedeuten. Dieser chf anlagesatz im markt ohne snb kann bis -2% sein (so geschehem im august 2011 als markt ueberflutet wurd) so dass es immer besser ist das geld zu 0% auf dem sic konto der snb liegen zu lassen. Noch besser, die banken waeren sogar bereit zu negativen zinsen bei der snb ihre chf anzulegen. Dies kann natuerlich nur bis zu einem gewissen level funktionieren ansonsten bald auch die kundenguthaben der banken mit einer kommission belastet werden muessten, da ansonsten die zinsertraege der banken kollabieren. Auch wenn die giro guthaben 1000 milliarden sind – die snb kann dies jederzeit ueber reversed repos innert kurzer zeit die liquiditaet reduzieren, da sie hauptsaechlich diversifierte und liquide anlagen hat.
      Im weiteren koennen die schweizer banken aus logischen gruenden nicht gelder auf auslandbanken parkieren.das sie das kann hat sie, wenn auch in geringerem volumen anfangs 2011 bewiesen.

      Zum einen aus kreditlimiten gruenden(banken koennen nicht unlimitiert gelder ungedeckt anlegen und der tatsache, dass auch die anderen banken in usd und euro keine liquiditaet brauchen (die ueberflutung mit liquiditaet der ezb und fed lassen gruessen) und gelder gar nicht anders angelegt werden koennen, landet der groesste teil der liquiditaet immer bei der snb- also wird die snb wird immer refinanziert sein. Die snb kann eben unbeschraenkt geld in markt pumpen oder drucken und wird immer erfolg haben

      Die snb und eben herr jordan operieren hervorragend und haben einen ausgezeichneten job gemacht. Dies ist unter marktexperten klar! Ein ja zur goldinitiative wuerde der snb die aufgabe extrem erschweren und der snb riesige verluste bescheren falls sie, gold zukaufen muss und riesige bewertungsschwanken tragen muesste. Es koennte durchaus sein dass die snb 100-200 milliarden chf in gold halten muesste. Die schlagzeilen wenn sich der goldpreis dann mal halbiert kann ich erahnen.
      Die snb operiert sehr professionel diversifiziert die risiken ist nicht groessenwahnsinnig und operiert im sinne der schweizer wirtschaft. Der mindestkurs ist fuer den moment das abolut richtige und ist nicht in stein gemeisselt und kann auch rollend ueber jahre angepasst (rolling peg) werden, aber nur wenn der snb nicht ueber eine gefaehrliche goldinitiative die haende gebunden sind. Nein ich bin nicht in der pr abteilung der snb…
      Mit freundlichen Grüßen

    • @Pragmatiker

      Reversed Repos wären SNB-Passiven.

      Damit kann man 1 Billion Schulden der SNB nicht abbauen. Beides Passiven der SNB.

      Man kann Schulden nicht mit zusätzlichen Schulden abbauen.

      MfG

    • Danke, Pragmatiker! Endlich jemand, der was von der Materie versteht. Der Rest verbreitet hier nur Pseudo-Wissen a.k.a. heisse Luft.
      Abgesehen von Ihren richtigen Ausführungen sollten die Befürworter froh sein, wenn es nicht zur Annahme kommt. Sonst könnte es auf einmal düster aussehen hier. Signifikante Auswirkungen auf Beschäftigung und Stabilität. Vielleicht hätten das aber viele der Befürworter sogar gerne, denn dann könnte man die nächste Migrationsinitiative lancieren und das gesellschaftliche Klima vergiften. Aber das kommt davon, wenn man über solch komplexe Themen abstimmen lässt und mit populistischen Argumenten ins Feld zieht, obwohl kaum jemand die Zusammenhänge wirklich versteht.

    • @G.Old

      Auch der Pragmatiker verwechselt Aktiven und Passiven der SNB miteinander. Wie das SNB-Direktorium auch.

      Passiven kann man nicht mit zusätzlichen Passiven abbauen.

      Genauso wie man mit „Geld drucken“ die Schulden der SNB nicht abbauen kann, da Notenbankgeld selber ein Schuld der SNB darstellt.

      mfG

    • @herr dr. meyer
      Wie eingangs erwaehnt sollten sie ein praktikum in einer traesury abteilung machen. Wie erwaehnt entzieht die snb mit reversed repos oder snb bills (sie emittiert kurzfristige geldmarktpapiere mit laufzeiten von 1 monat bis 12 monate) die liquiditaet. Die banke kaufen die bills gegen chf liquiditaet. Wie erwaehnt entzieht sie dem markt chf liquiditaet sehr schnell und reduziert das risiko, dass die banken das geld, zb in den immobilien markt laufen lassen. Das tun die banken zwar eh nicht mehr (siehe giriguthaben)und darum warnt ja die snb trotzdem und versucht eben dieses risiko einer immobilienblase zu entschaerfen. Mit dem entzug der liquiditat ist die snb refinanziert und hat kurzfristige verpflichtung in langfriste verpflichtung getauscht.richtig herr dr. meyer dadurch ist bilanz nicht reduziert, war auch nicht meine aussage.
      Die snb wird ueber die zeit eur/chf und usd/chf in dem ausmass indem sie die fremwahrungen verkauft ihre anlagen bondanlagen und aktienanlagen verkaufen und im selben umfang werden die snb bills in chf nicht verlaengertt. Ja die bilanz ist was dadurch? Richtig- reduziert, ausser sie sitzt auf den goldbestaenden die ihr aufgezwungen werden durch die goldinitiative. Der abbau der bilanz kann jahre dauern- ohne problem,. Ich vertraue herrn jordan vollstens. Koennen sie mir einen bessereren zentralbanker oder bessere zentralbank nennen weltweit? Ich nicht. Nein ich arbeite nicht in der pr abteilung der snb. Mit freundlichen gruessen

    • @Pragmatiker

      Der fundmentale Fehler in Ihrer Argumentation ist der, dass Sie „Liquidität“ einmal als Aktivum und dann wieder als Passivum der SNB interpretieren.

      Sie begehen damit denselben Fehler wie unser SNB-Chef.

      Im ersten Text schrieben Sie:

      Zitat:

      „Auch wenn die giro guthaben 1000 milliarden sind – die snb kann dies jederzeit ueber reversed repos innert kurzer zeit die liquiditaet reduzieren, da sie hauptsaechlich diversifierte und liquide anlagen hat.“

      Zitat Ende

      Zuerst sind für Sie die Giroguthaben (SNB-Passiven) die Liquidität und nachher die „liquiden“ SNB-Anlagen (SNB-Aktiven).

      Im zweiten Text schreiben Sie:

      Zitat:.

      Wie erwähnt entzieht die snb mit reversed repos oder snb bills (sie emittiert kurzfristige geldmarktpapiere mit laufzeiten von 1 monat bis 12 monate) die liquiditaet. Die banke kaufen die bills gegen chf liquiditaet.

      Zitat Ende

      Auch hier interpretieren Sie die Liquidität sowohl als Passivum als auch als Aktivum der SNB.

      Zudem: Die SNB besitzt zurzeit weder „reversed repos“ noch „Geldmarktpapiere“.

      Bitte konsultieren Sie die SNB-Bilanz.

      Mag sein, dass Thomas Jordan der beste Notenbanker der Welt ist. Seit Keynes verwechseln sämtliche Notenbanker Notenbank-Aktiven und –Passiven.

      Der entscheidende Fehler unterlief Keynes, als er Notenbankgeld als Aktivkredit anstatt als Passivkredit der Zentralbank interpretierte („günstiges Geld ins System pumpen“).

      Seither „plappern“ alle Notenbanker einander nach, ohne selber nachzudenken.

      Ich denke also nicht, dass es in der heutigen Zeit eine Auszeichnung ist, als „bester Notenbanker der Welt“ zu gelten – im Gegenteil.

      Der Fehler von Jordan (basierend auf dem Fehler von Keynes) droht, unsere ganze Volkswirtschaft in den Abgrund zu reissen.

      Freundliche Grüsse:

      Marc Meyer

    • @herr dr. meyer
      Wie erwaehnt fehlt ihnen die praxis einer treasury erfahrung.
      Die aussage war, dass die snb jederzeit ueberschuessige liquiditaet abbauen kann ueber reversed repos oder snb bills. Es wurde nicht geschrieben, dass die snb dies zur zeit macht und auch nicht machen muss, aus logischem grund (zinsdifferenz eur/chf). Die tools stehen der snb aber jederzeit zur verfuegung. Dies betrifft die passivseite. Die umsetzung wurde bereits 2011 erfolgreich umgesetzt, bevor der chf wieder massiv gegen euro stieg. Die snb hat also praktische erfahrung im gebrauch dieser instrumente. Sie wollen aufzeigen dass die banken geld nicht bei der snb anlegen und die aussage ist, dass dies nicht moeglich ist, resp. Die banken der snb nicht die passivseite verschwinden lassen koennen, die snb hat also nicht das risikoprofil einer klassischen hypothekenbank die kurz geld nimmt und langfristig ausleiht und bei einem abfluss der passivseite illiquide wird.

      Sie kann also jederzeit die giroguthaben reduzieren und die gefahr bannen dass geld passivseitig abfliesst oder die banken das geld fuer andere investments verwenden.
      Der zweite punkt war, dass die snb auf der aktivseite liquide anlagen hat (ausser gold…) und ueber diese, die ev. irgendwann stattfindenden fremdwaehrungsverkaufe wieder aufhebt. Sprich die fremdwaehrungsbestande werden abgebaut und die snb entzieht dem markt die chf liquiditaet. Dadurch muessen die reversed repos oder snb bills nicht mehr verlaengert werden, resp. Die banken verfuegen nicht mehr ueber die chf liquiditaet. Sprich bilanz ist reduziert.

      Was die snb macht ist also nur das was jedes treasury jeder bank oder unternehmenung macht- bilanzrisikosteuerung- mit dem grossen vorteil, dass sie beeinflussen kann dass die passivseite nicht abfliesst. Die snb kann also nicht illiquide werden wie sie immer schreiben.

      Richtig ist, das die auszeichnung der vertrauenswuerdigste zentralbanker, oder die vertrauenswuerdigste zentralbank,der welt zu sein nicht so schmeichelhaft ist…

      Mit freundlichen gruessen

    • @Pragmatiker

      Erneut bezeichnen Sie einmal Liquidität als Aktivum und dann wieder als Passivum der SNB.

      Was gilt jetzt?

      Ist Liquidität Ihrer Ansicht nach ein Aktivum odrt Passivum der SNB?

      MfG

    • @herr dr. M. Meyer
      Wie erwähnt wäre ein Praktikum in einer Treasury Abteilung nicht schlecht für sie. Weil ein treasury einer Unternehmung sich im Gegensatz zu ihrer theoretischen Ansätzen mit der effektiven Liquidität des Marktes herumschlagen muss.. Schlussendlich bestimmt der Markt die Preise und nicht ihre Theorien. Anstatt sich mit den gegebenen Informationen auseinanderzusetzen versuchen sie immer die Aussagen zu verdrehen., sie koennten doch auch versuchen mal zu verstehen wie der Markt (Zins, sic, fx swaps, basisswaps, bastel III risikolimiten) wirklich funktioniert. Herr Jordan hat ihnen eben genau das voraus- er versteht wie der Markt in der Praxis funktioniert! Darum seine Aussagen.
      Liquidität:
      Passivseite der snb- giroguthaben die Banken halten ihre Liquidität bei der snb. Diese liquidaet könnte theoretisch jederzeit abfließen, richtig, aber aufgrund negativer implizierter Anlagemoeglichkeiten über basisswaps in anderen Währungen ist es die einzige Anlagemöglichkeit fuer die Banken ihr Geld, eben Liquidität, bei der snb zu parkieren. Die Banken brauchen keine Liquidität und nehmen keine liquiditaet entgegen. Zudem können die Banken gar nicht Geld bei anderen Banken anlegen wie sie dies bei der snb können(eigenkapitalkosten, Kreditlinien). Die snb könnte diese Liquidität des Marktes allenfalls über snb Bills anbinden, resp. So aus täglich abziehbarer Liquidität fixe Laufzeiten anbieten und das Geld, Liquidität, anbinden. Falls zum Beispiel ueber waehrungsswap der implizierte Chf anlagesatz zB bei -1.0% ist sind die Banken auch bereit das Geld bei -0.5% bei der snb anlegen. Es gibt keine Alternative. Bei 1000 Milliarden giroguthaben (als Beispiel) macht das viel aus….und eben die snb kann die basisswaps weiter indirekt durch Liquiditätszufuhr erweitern, so dass Banken immer das Geld, Liquidität, bei der snb parkieren.

      Liquidität aktivseite der snb: die snb hält liquide Anlagen, kann als ihre Assets jederzeit reduzieren, wenn eines Tages die Euro, Usd etc. Währungsposition abbaut. Resp. Verkauft.. So bleibt der snb alles möglich. Also liquide Anlagen aktivseitig und passivseitig Liquidität des Marktes bei der snb platziert. Ich weiß nicht was da so kompliziert ist.

      In der Welt der Praktiker und Pragmatiker gilt:“Never fight a Central Bank“!
      Vor allem wenn sie die Währung schwaechen will….
      Zudem hatte die snb nun auch schon 3 Jahre Zeit weitere Maßnahmen vorzubereiten falls der Chf wieder stark an Wert zulegen würde. Das wichtigste für eine Zentralbank ist, dass sie vertrauenswürdig und glaubwürdig ist. Und das iistdie snb ohne jede Zweifel bei Praktikern und Pragmatiker, auch wenn sie dies nicht akzeptieren können.
      Mit freundlichen Grüßen

  28. Diese Goldinitiative ist eine einzige Fehlkonstruktion. Die SNB müsste 20% Gold kaufen und dürfte dieses nicht mehr verkaufen. Ein Schwachsinn. 20% der jetzigen Bilanzsumme entsprechen fast 100 Mia. Und dieses Gold dürfte dann nicht mehr verkauft werden? In einem normalen Umfeld hatte die SNB gegen 50 Mia. Fremdwährungsreserven. Kommen wir irgendeinmal wieder in ein normales Wirtschaftliches Umfeld, dann hätte die SNB über 60% ihrer Assets in Gold. Wie sinnlos das wäre, sollte jedem Leser hier klar sein. Gold ist ein unproduktives Metall, man kann es nicht essen, es generiert keine Erträge und es verursacht Lagerkosten. Gold gehört ins Mittelalter. Die SNB hält mit ihren Reserven lieber Aktien von Unternehmen im EUR Raum. Auch wenn der EUR zerfällt, die SNB wäre immer noch Teileigentümerin von echten Unternehmen, die Erträge generieren, in welcher Währung auch immer.

    • Doch ich kann es belehnen, ausleihen….: USA/CH machen das mehrfach erfolgreich.
      Ich freue mich auf den Tag wo EZB/FED/SNB/Boj etc. auf die Schnauze fallen.
      FIAT Geld hasst Gold. Also wird alles getan um es am steigen zu hindern. Beispiel: Yen Kredit investieren in Papiergold, ein Narrensicheres Geschäft. Kredit wird wertlos so wie sie Geld drucken in Japan. Investition in anderer Währung und LAnd.

    • @Gerold Schlegel

      Es gibt kein „Fiat money“.

      Es gibt kein „Geld aus dem Nichts“.

      mfG

      Marc Meyer

  29. Golddeckung, so ein Unsinn. Goldstandard hatten wir schon – hat’s was gebracht? – Nein. Im Gegenteil. Schaut mal in den Geschichtsbüchern nach. V.a. die Schweiz hat das nicht nötig, Argentinien oder Spanien vielleicht. Wir geniessen ein hohes Vertrauen – immer noch. Zu hoch, deshalb die EUR-Anbindung. Finde ich auch kritisch, aber jeder zweite Franken wird im Ausland verdient. Es ist wirklich interessant, was aus den enormen Bilanzsummen der Notenbanken weltweit wird. Aber wer dem System nicht vertraut, kann ja selber Gold & Co. kaufen. Man muss das auch mal so sehen: Die Schweiz hat mit amerikanischen und deutschen Obligationen auch etwas in der Hand um Druck auszuüben. (Darf man das sagen?) Abhängig sind wir sowieso alle voneinander und ich glaube nach wie vor an komparative Vorteile. Ich glaube auch, dass die meisten Befürworter der Goldinitiative nicht wissen, was es wirklich bedeuten würde und deren Annahme sogar gegen ihre eigenen Interessen sind (Einbruch der Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, Unruhen etc.)Um einen globalen Schuldenschnitt warden wir nicht herumkommen, er wird auch schmerzhaft sein (für die Gläubiger, nicht für die Schuldner). Da nützt auch die 20 bis 100%ige Golddeckung nichts. Völliger Unsinn.

  30. Das Verhalten von Jordan ist vollkommen i.O. Falsch wäre wenn er sich nicht dazu äussert, es geht schliesslich um ihn und um „seine“ Bank! Jordan und seine Crew kann auch wesentlich besser die Folgen der Abstimmung beurteilen als die meisten Politiker und Bürger – und bei allem Respekt vor den Initianten und Gegner der Initiative, schön immer lag die Wahrzeit zwischen den beiden Extremen – eine Kompromisslösung!

    Meistens wollen Politiker mit extremen Aussagen und Initiativen polarisieren und sich für kommende Abstimmungen mit der Parteil positionieren. Dass ihre Aussagen nicht realistisch sind wissen sie selber!

  31. Herr Jordan ist im Artikel weder panisch noch unsachlich, sondern – wie es seinem Naturell entspricht – pragmatisch. Die Dramaturgie in Ihrem Header auf „insideparadeplatz“, lieber Herr Hässig, kann ich sehr wohl nachvollziehen. Sie müssen einen Spannungsbogen kreieren, damit Sie die Dramaturgie für Ihr storytelling hinkriegen.
    Fazit: ein sachlicher Artikel eines unaufgeregten Notenbankchefs, der richtigerweise findet:

    *Für uns ist es wichtig, dass eine intensive Debatte stattfindet. Die Stimmbürger sollen sich ein Bild davon machen können, worum es geht und was die negativen Konsequenzen der Initiative wären. ….Die Nationalbank führt keine Kampagne. Das ist Aufgabe der politischen Parteien und der Wirtschaftsverbände. Unsere Aufgabe ist es, zu informieren und Transparenz zu schaffen.“

    • @zueribanker: als PR-Beauftragter der SNB machen Sie sich nicht schlecht. Inhaltlich haben Sie allerdings recht.

  32. Ihr werdet alle noch in Eurem Gold ersticken, wie Dagobert im Geldspeicher, wenn Ihr glaubt, dass die kleine Schweiz mit ihrem schrumpfenden Finanzplatz jetzt auch noch währungspolitisch meint, eigene Wege gehen zu müssen.

  33. Ich hoffe die GoldInitiative kommt an. Wie im untersten Link ja angegeben wurde das Geld gedruckt um den Schweizer Franken zu dämpfen, leider sitzt man nun aber auf einem riesigen Berg von Papier das mehr und mehr an Wert verliert und im Gegenzug dazu müssen wir immer mehr davon kaufen. Ich bin mir so etwas von sicher das der Tag kommt wo von aussen her wieder unser Schweizer Franken als sicherer angeschaut wird da wir ja einen grösseren Anteil an Gold haben. Gold dient zu nichts anderem als Sicherheit, so etwas wie eine teure aber überall akzeptierte Versicherungspolice. Ich würde sogar noch einen drauf hauen und Gold mit nur mit USD und EURO kaufen, so werden wir einen Teil des Schrotts elegant los.

  34. Wieso würde ein „Ja“ den 1,20 Fixkurs der SNB automatisch beenden? Wenn die SNB das Gold mit ihren USD kauft, hat das doch keinerlei Auswirkung auf den Wechselkurs. Und wenn die SNB mehr Devisen kaufen möchte, um den 1,20 Kurs zu halten, kann sie das auch weiterhin tun. Sie muss nur noch mehr CHF drucken, weil sie diese nicht nur für die Devisen, sondern für das zusätzlich erforderliche Gold braucht. Wo liege ich falsch?

    • @Klaus Kastner

      Die SNB kauft Euro nicht, indem Sie „Geld druckt“, sondern indem sie Fremdkapital bei den Banken aufnimmt (Giroguthaben der Banken bei der SNB).

      Das sind dann Schulden der SNB.

      mfG

      Marc Meyer

    • Wenn die SNB das Gold mit Euro oder USD kauft, erhöht sie damit die verfügbare Geldmenge in diesen Währungen. Damit werden diese Währungen geschwächt, auch in Relation zum CHF.

    • @James Bond
      Ich verstehe Ihren Punkt. Interessant. Ich würde jedoch bezweifeln, dass 80 Milliarden die Geldmenge in USD oder EUR wirklich so dramatisch beeinflussen. Umgekehrt würden 80 Milliarden den Goldmarkt massiv beeinflussen. Anderswo in diesem Blog habe ich gelesen, dass das rund 70% einer Jahresproduktion von Gold ist. Da würde ich im Falle eines „Ja“ schon einen gewissen Höhenflug beim Goldpreis erwarten, vor allem dann, wenn öffentlich verlautbart wird, dass jemand 80 Milliarden Gold kaufen wird. Und sollte dann nach Abschluss des Zukaufes der Goldpreis wieder sinken, dann hat die SNB die gleichen Verluste, die sie bei den Devisen vermeiden möchte. Ganz abgesehen davon, dass mir eine Initiative, die der Notenbank verbietet, Gold zu verkaufen, etwas unausgegoren vorkommt. Wozu hat den eine Notenbank Gold und warum hält sie das Gold an Finanzplätzen und nicht in einem Alpentunnel? Vor allem doch deswegen, dass sie im Falle eines finanziellen Armaggeddons mit diesem Gold zahlen kann.

      Meine ursprüngliche Frage ist jedoch nicht beantwortet: „Wenn die SNB mehr Devisen kaufen möchte, um den 1,20 Kurs zu halten, kann sie das auch nach einem „Ja“ tun. Sie muss nur noch mehr CHF drucken, weil sie diese nicht nur für die Devisen, sondern für das zusätzlich erforderliche Gold braucht. Wo liege ich falsch?“

      Ob man dies jetzt ‚gedrucktes Geld‘ oder ‚geschöpftes Geld‘ oder ‚erhöhte Schulden gegenüber Banken‘ nennt, ist Wortklauberei. Es ist das, was eine Notenbank macht, wenn sie ihre Bilanzsumme erhöht.

    • @ Klaus Kastner

      Aber keine Wortklauberei ist ed, ob die SNB Euros mit Vermögen oder Schulden kauft.

      SNB behauptet mit Vermögen (Liquidität) anstatt mit Schulden.

      SNB täuscht das Volk.

  35. Herr Jordan weiss ja, von was er spricht! Es ist typisch für die Politiker, dass diese die SNB als „Geldmaschine“ betrachten und den eigentlichen Auftrag der SNB negieren. Hier kann man sich nicht einfach bedienen und sich bereichern sondern, die SNB hat einen anderen Auftrag, als den Bund und die Kanton glücklich zu machen. Herr Jordan, meine Stimme haben Sie!

    • @Hans Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Professor Jordan behauptet, die SNB könne „Geld aus dem Nichts schaffen“.

      Das ist buchhalterisch unmöglich.

      Weiss die Nationalbank-Spitze wirklich, wovon sie spricht?

      Sie SNB kauft Euro mit Schulden bei den Banken. Das sind unsere Staatsschulden.

      Fällt der Euro nach Annahme der Volksinitiative auf 1.14, so ist die SNB illiquide. Zahlungsunfähig. Sie kann ihre Schulden bei den Banken nicht mehr zurückzahlen.

      Das dürfte zu Bankenkonkursen führen (allen voran die CS), da die Banken ihre SNB-Positionen wertberichtigen müssen.

      Die Steurzahler ,müssen dann die SNB rekapitalisieren, sofern das überhaupt noch möglich ist.

      Der starke Franken zeugt von der boomenden Exportindustrie. Der Mindestkurs ist kontraproduktiv.

      Deshalb jetzt sofort aussteigen aus diesem Devisenabenteuer. Es ist höchste Zeit.

      Die Goldinitiative bietet dazu eine Möglichkeit, wobei niemand das Gesicht verliert.

      Marc Meyer

  36. Ich finde es total deplaziert, wie viele Personen im öffentlichen Leben negativ auf die politischen Äusserungen Jordan’s reagieren. Natürlich sollte er als SNB-Chef neutral sein, wenn es aber um seine Bank geht muss er sich doch einsetzen. Wenn er sich nicht geäussert hätte würden nach der Abstimmung Stimmen laut, welche ihn dafür anprangern, nicht mehr getan zu haben. Der Vergleich mit der SUVA ist an den Haaren herbei gezogen, da die SNB ein unumstössbares Monopol besitzt und die Initiative den Handlungsspielraum der Bank selber und nicht den Machtbereich Jordan’s verkleinern will. Ich bin der Meinung, dass Thomas Jordan mit der Flucht nach vorne das einzig richtige getan hat.

  37. Die Reaktion von Th. Jordan ist absolut logisch! Analog dazu, auch jeder Frosch würde sich gegen die Entleerung seines verschlammten Tümpels aussprechen! Edelmetalle, insbesondere Gold, sind nunmal die nätürlichen Feinde des Papiergeld-(FIAT)-Systems, aber heutzutage wohl noch das einzige Regulatorium um dem masslosen Gelddrucken Einhalt zu gebieten! Selbstverständlich, auch eine solch diktatorische ‚Schicksalsgemeinschaft‘ namens EUR/CHF-Koppelung wäre nach der Annahme der Initiative dahin. Man muss sich ja auch nicht mit seinem am Seil hängenden, flüchtig bekannten, adipösen Bergsteigkollegen mit in die Tiefe stürzen, in der Hoffnung ihm bis zum gemeinsamen Aufprall beistehen zu können!
    Aber international hätte die Annahme noch viel grössere Auswirkungen! Wer sich in der Materie auskennt der weiss, dass solche Aktionen gegen das Papiergeld-( insb. $)-System immer heftigste Reaktionen auslösten. Um diese durchzustehen, bräuchten wir wieder eine Regierung, welche die Interessen der Volkes vertreten, insbesondere Bundesräte, welche ein Rückgrat haben!

  38. Demokratie ist ja schoen, aber verstehen diejenigen die abstimmen wirklich worum es geht und was die moeglichen Konsequenzen sind?

    • meistens verstehen sie es deutlich besser, als die Politiker, die vorgeben, das tumbe Volk zu regieren, lieber Steve…

    • @Mike: ich bin kein Fan von Politikern, aber hier geht es um komplexe Vorgaenge, und nicht ob das Dorfschwimmbad erneuert werden soll…und da traue ich Jordan & co doch mehr als dem Durchschnittswaehler der in wirtschaftlichen Zusammenhaengen (mit allem Respekt) in der Regel weniger drauf hat

  39. Es ist gut eine Meinung zu haben, aber es wäre wohl noch besser eine fundierte Meinung zu haben. Aber das ist bei IP Mangelware. Clichés und Vorurteile leider nicht.

  40. Guter Artikel, der zum Nachdenken anregen sollte. Jedes Mal, wenn Beamte oder Politiker angeben, sie wüssten es besser als die Bürger, ist der Moment, an dem man sehr nachdenklich werden sollte. Wir gedenken gerade dem 100. Jahrestag des 1. Weltkrieges, einem Politikversagen erster Güte…

    Man sollte dabei auch bedenken, dass eine Euro Kursanbindung an 1.20 bedeutet, dass wir jedes Jahr auf zweistellige Milliardenbeträge im Einkauf von Waren im Ausland verzichten, was einem Raub an Volksvermögen gleichkommt. Das alles ist abzuwägen, wenn wir abstimmen. Nach dem Artikel des Herrn Jordan (aber auch den Währungs-Insider-Geschäften der SNB Leitung) ist meine Meinung gemacht: Ja zur Initiative und damit zurück zu den Jahren, bevor die SNB unser Gold zu Schleuderpreisen verkauft hat (auch damit Milliarden an Volksvermögen verlocht hat). Aber natürlich sind Kantone und Bund massiv dagegen, weil sie weniger Ausschüttungen für ihre überschuldeten Budgets bekommen, ein ziemlich perverser Mechanismus des heutigen Systems.

    • Sie haben vollkommen Recht, ich habe vor Jahren schon gesagt dass unsere Bundesräte das Volk den Export bezahlen lassen indem der Franken an den Euro gebunden wird. So unglaublich es auch klingen mag, besser, respektive günstiger auch fürs Volk käme wenn die SNB den Export direkt finanzieren würde, also alles das exportiert wird, nur dort wird der CHF auf 1,2 gedrückt (nur auf den Dienstleistungsanteil, aber nicht das Material das wieder exportiert wird, weil das wurde ja spottbillig importiert). Ich bin mir sicher wir hätten alle mehr davon.

    • @ Gerhard Varga

      Goldrichtig ! :-))
      Aber nachdem die sog. „Experten“ das auch wissen – warum also machen die das..?!

  41. Habe das Interview in der NZZ auch gelesen, eine Pistole habe ich aber keine gesehen. Wie so vieles hier auf IP, ein Hirngespinst von Herrn Hässig. Trotzdem auch mir bereitet der Devisenberg der SNB Sorgen.

  42. Es ist nicht alleine eine Währungsabsicherung für unsere Exportindustrie. Das ginge ja noch. Wobei es andere, billigere Methoden hierfür gäbe.

    Nein, jeder Euro, den wir ankaufen (und dafür Franken hergeben), subventioniert Brüssel, diese ungewählte Diktatur, mitsamt ihrem EU-Maloch.

    Je früher der Euro zusammenbricht, desto früher fällt Brüssel.

  43. Ein starker CHF hilft allen 8 Mio. Einwohnern. Die „ALL“ Macht der SNB etwas eingrenzen macht Sinn. Die Verlust Risiken beim UBS Deal waren kein Thema. Heute dasselbe Spiel; Gewinne können nicht mehr ausbezahlt werden. Die Risiken werden totgeschwiegen. BoJ hat mit der letztwöchigen Bankrotterklärung des Yens aufgezeigt wo es hingeht.

    Ich bin gespannt wie Währungsverluste – sagen wir mal von 30% bei Bilanzsumme von 522 Mia. wären das 156 Mia. – kommuniziert wie finanziert werden.

    Jetzt einen Teil des Gewinnes anbinden sprich teure „Aktien/Währungen/Bonds“ verkaufen und ersetzen mit Edelmetall zu Tiefstpreisen. Das wäre eine intelligente Strategie. Wieso auf Teufel komm raus der EZB eine Gratis Absicherung schenken?
    ist mir Schleierhaft. Exportindustrie hat nichts mit dem Auftrag der SNB zu tun. Neutralität und Unabhängigkeit ADE:

    Gleichzeitig hat die SNB eine höhere Diversifikation. Etwas schwierigere Arbeitsbedingungen. Ich bin überzeugt, dass Berater wie Blackrock/Hildebrand etc. auch Lösungen für die SNB/Jordan haben. Für EZB arbeiten/beraten sie schon.

  44. … “Nein”, schiesst Jordan wie aus der Pistole… ach ja??? nicht schlecht wie man das schafft in einem Zeitungsartikel.

    Leider wieder ein sehr populistischer Artikel – etwas mehr Recherge und weniger Emotionen waeren durchwegs angebracht.

    • Liebes Inside Paradeplatz Team,

      wieviele Treasuries von Schweizer Unternehmen kennen Sie und wie gut kennen Sie die Flows und Exposures an denen die schweizer Arbeitsplätze hängen und wie gut können Sie beurteilen, wie die Unternehmen mit EURCHF Partität klarkommen würden?

      Ihr Artikel passt eher in 20min als in eine Fachpublikation, die von Profis gelesen wird… Zudem etwas polemisch und unsachlich.

      Meines Erachtens ist die SNB vollends Herr der Lage und zeichnet sich in Anbetracht des anhaltenden beggar-thy-neighbour Abwertungswettrennens durch sehr gute Leistungen aus.