Freunde der italienischen Oper

Joe begrüsst die Runde, seine Banken- und Busenfreunde, die unsere Finanzinstitute weltweit auf höchstem Niveau leiten. Dieses Jahr steht die Zusammenkunft unter dem Motto „Freunde der italienischen Oper“ und findet im amerikanischen Plaza statt. Urs, der Tischnachbar und Vize aus einem garstigen Land in Mitteleuropa, winkt Hans-Ueli, einen seiner Spitzenmanager, heran. Er soll ihm seine […]

Keine Bussen mehr

Es heisst natürlich: Bussen dürfen nicht mehr von den Steuern abgesetzt werden. So unlängst das Bundesgerichtsurteil im Fall einer Schweizer Beratungsfirma, die von der Europäischen Wettbewerbskommission mit einer halben Million Franken für die Beihilfe bei Kartellabsprachen gebüsst wurde. Angestrengt wurde das Urteil vom Kantonalen Steueramt Zürich. Eigentlich erstaunlich, dass man bis jetzt auf ein solches […]

Too Big To Manage

Unter diesem Titel war am letzten Freitag ein Beitrag im „Echo der Zeit“ über und mit dem Harvard-Ökonomen Benjamin Friedman zu den Grossbanken zu hören. Auch als Antwort auf die häufigen Too Big To Fail-Debatten, mit denen das Dilemma der Finanzgiganten rund um den Globus diskutiert wird. Wobei das Too Big To Manage im Too […]

Von Henry Ford lernen

Nach 12 Jahren im Amt musste Karl Landert als Chef der Informatik und Mitglied der Geschäftsleitung die Credit Suisse verlassen. Sicherlich ein Hauptgrund war das Scheitern von CMMI (Capability Maturity Model Integration), das eine IT-Fabrik hätte entstehen lassen sollen. CMMI ist eine speziell für die Softwareindustrie geeignete Methode, um organisatorische Prozesse zu standardisieren und zu […]

Von Aspirin über Mindestlohn-Brasilianer zu Karibik-Jacht

Sepp Blatter darf wie Dagobert Duck jeden morgen in seinen Millionen schwimmen, er hat ja schliesslich etwas geleistet dafür. Er musste alle 4 Jahre eine Weltmeisterschaft eröffnen, hat sich einige Fussballspiele ansehen müssen und musste sich vor allem wiederwählen lassen. So etwas ist anstrengend und sehr kostspielig, das verdient einen grosszügigen Bonus. Was wir wollen, […]

Pensioniert bei der CS – ein persönlicher Erfahrungsbericht

Knapp zwei Jahre nach meinem Entschluss, mich bei der Credit Suisse zum frühest möglichen Zeitpunkt pensionieren zu lassen, bereue ich den Entscheid nicht. Auch wenn ich den Fitnessraum im Uetlihof, zwei Minuten von meiner Wohnung entfernt, selbst an Wochenenden, wo er leer stehen würde, nicht benutzen darf. In der Kantine gibt es keine Vergünstigung mehr, […]

Die Politik der Demotivation – am Beispiel der CS

Was mich als ehemaliger Mitarbeiter der Credit Suisse stört ist, dass nur selten betont wird, dass auch die „normalen“ Mitarbeiter der Bank, und das dürften immerhin 80 Prozent der Belegschaft sein, gegen hohe Manager-Löhne und -Boni eingestellt sind und immer schon waren. Auch wenn die Bezüge für diese „normalen“ Mitarbeiter im Durchschnitt sehr gut sind, […]

Überfremdung auf höchstem Niveau

Dieser Standpunkt wurde noch vor der Absetzung von Brady Dougen letzte Woche geschrieben. Trotzdem kann er noch erscheinen, da nicht alle Aussagen und Theorien dadurch falsch geworden sind. Was nicht mehr stimmt ist, dass Brady Dougan und seine Investmentbank die Schweizer Privatbank der CS zerstören können. Wer im Hintergrund genau den Machkampf gegen ihn gewonnen hat, wissen wir nicht, er wurde aber von einem offenbar doch nicht so schwachen Verwaltungsratspräsidenten entlassen. Was immer noch Realität ist: Die Bank ist überfremdet. Was daraus wird, werden wir sehen. (…)