Die Politik der Demotivation – am Beispiel der CS

Was mich als ehemaliger Mitarbeiter der Credit Suisse stört ist, dass nur selten betont wird, dass auch die „normalen“ Mitarbeiter der Bank, und das dürften immerhin 80 Prozent der Belegschaft sein, gegen hohe Manager-Löhne und -Boni eingestellt sind und immer schon waren.

Auch wenn die Bezüge für diese „normalen“ Mitarbeiter im Durchschnitt sehr gut sind, die extremen Unterschiede zu den absurd hohen Manager-Einkommen wirken sich geradezu kontraproduktiv auf die Arbeitsmoral der Angestellten aus. Sie entfremden den Einzelnen von der Arbeit, weil die riesigen Unterschiede ihm zeigen, im Gegensatz zum Manager „nichts“ zu sein.

Und, ich würde sogar behaupten, dass übermässige Löhne sogar bei deren Nutzniessern sich schädigend auf ihre Leistung auswirken.

Die Manager sind verschiedenstem Druck ausgesetzt, sie müssen insbesondere möglichst schnell Resultate im Sinne der aktuellen Führungsstrategie liefern und werden bei Nichterreichen der Ziele auch schnell wieder ersetzt. Ein Druck, mit dem wiederum ihr hohes Einkommen begründet wird.

Die Auswirkung auf eine Führungsperson wird aber sein, dass er sich nicht mehr mit dem Unternehmen identifiziert, sondern sich nur noch in der Rolle des Managers sieht, der in kurzer Zeit soviel verdienen muss wie nur möglich, und dann weiterzieht zur nächsten Bank.

Diese simplen psychologischen Einsichten versucht man in der Credit Suisse mit dem sogenannten „My Performance“-Prozess zu überspielen und zu rationalisieren. Leistungsziele werden Anfangs Jahr gesetzt, Mitte Jahr überprüft und Ende Jahr dem Erreichten entsprechend bewertet.

Der Bonus soll sich dann danach richten. Doch auch dieser Prozess wirkt in den seltensten Fällen motivierend auf die Mitarbeiter. Er ist für viele eine Alibiübung.

Leute, die ein schlechtes Rating bekommen, sind ganz sicherlich demotiviert und werden noch schlechtere Leistungen erbringen; positive Bewertungen sind nur beschränkt möglich, da die Verteilung von Ratings vorgegeben wird und das Auswertungstool nur moderate Steigerungen erlaubt.

Die Mitarbeiter reagieren um einiges stärker auf andere Botschaften, die vom Unternehmen kommen. So zum Beispiel den Durchschnittslohn, der bei der Credit Suisse 2013 bei 260’000 Franken lag.

Solche Zahlen zerstören jegliche Identifikationsbemühungen anderer Stellen wie zum Beispiel dem Human Ressources. Wobei auch deren Bemühungen verschwunden sind. Das HR ist in Polen, die Mitarbeiter haben keinen persönlichen Ansprechpartner mehr, sondern müssen ein „Ticket“ lösen, um mit der Personalabteilung in Kontakt zu kommen.

Der letzte grosse Versuch der CS, neue Motivation und Identifikation zu schaffen, war derjenige von Karl Landert mit der Einführung des sogenannten „Lean Management“ in der Informatik. Diese Methodik kommt aus der Industrie, von Toyota aus den 1950er Jahren. Jeder Mitarbeiter konnte Probleme, Anregungen und Verbesserungsvorschläge bis ganz nach oben ins Management „spülen“.

Ein einzelner Mitarbeiter konnte sogar das Förderband der Produktion, also den gesamten Betrieb, stoppen, wenn er ein Problem feststellte. Der einzelne Mitarbeiter wurde wichtig, ohne dass man Motivation einfach mit Geld zu erkaufen versuchte.

Übersetzt auf die IT der CS würde das in etwa bedeuten, das ein einfacher Programmierer oder Tester einen ganzen Release stoppen könnte. Dazu muss man wissen, dass es pro Jahr nur gerade 4 solcher Releases gibt. Das sind die Zeitpunkte, bei denen neue Software unternehmensweit in die Produktion gehen können, also so etwas wie das Förderband bei der Autoindustrie.

Doch Lean Management wurde bei der CS ein völliger Misserfolg, weil das Kader dem Bestreben dieser Methodik, nämlich dem Mitarbeiter mehr Freiheit zu geben, von oben das genaue Gegenteil entgegensetzte, nämlich mehr Kontrolle und Misstrauen.

Wir wissen, dass Identifikation der  Schlüssel für Leistung ist. Die Firma und das Management wissen das selbstverständlich auch und man darf annehmen, dass die Politik der Demotivation demnach gewollt ist.

Damit wird es einfacher, grosse Teile der Bank zu sogenannten „Service Providern“ auszulagern. Ich vermute, dass die neue Führung der Bank die gesamte IT loswerden will. Sie will nichts mehr damit zu tun haben.

Da kommt „Too Big To Fail“, das eine grossangelegte Umstrukturierung der Grossbanken sogar verlangt, gerade richtig.

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31 Kommentare zu “Die Politik der Demotivation – am Beispiel der CS

  1. wird es wohl nicht mehr schaffen sich aus eigener Kraft zu reformieren.Viel schlechtes ist dort gelaufen, angefangen von der systematischen Mitarbeiterdemotivation, über Negativauswahl des Managements (bis auf wenige Ausnahmen ,aber die gehen irgendwann) bis hin zu den Betrügereien. Geld ist eben nicht alles, auch wenn die Knallköpfe es an der Firmenspitze ihren Mitmenschen Weißmachen wollen.
    Wer kreativ ist, und Spaß daran hat, seinen Kopf zu gebrauchen, sollte seinen Hut nehmen.Ich kenne wirklich viele (und damit meine ich wirklich viele) die total frustriert gegangen sind. Bei den meisten dauerte es Jahre bis sie die Erfahrung „CS ARBEITSWELT“ verarbeitet hatten und (wohl unbewusst) ein Reframing abgeschlossen hatten.

    Vor einigen Jahren habe ich ein hochkarätigen Arbeitspsychologen gesprochen, der die Verhältnisse in verschiedenen Grossfirmen kannte. Ich hatte nach dem Gespräch den Eindruck, dass er die hiesigen Verhältnisse nicht gerade seinem (wohl humanistischen) Menschenbild entsprechend fand. Wo bleibt die Bildung, die Reflexion? Wichtigtuerei, sinnloser Druck, leeres Gerede, Unwissenheit und Ignoranz bezüglich der Grundregeln des menschlichen Umgangs dominieren den Arbeitsalltag.
    das arrogante Management, das seinen Namen nicht verdient, definiert sich ausschließlich über die Höhe des Bonus und lässt dies Mitarbeiter völlig unnötigerweise jederzeit spüren.
    Respekt habe ich nur noch vor denen, die die innere Freiheit besitzen, und aus dem Reflex „nicht mit mir“ einen alternativen Lebensentwurf außerhalb der CS zustandebringen.
    Hut ab!

  2. also mich wundert das CS bashing auf dieser Seite nicht. Oder auch nicht, dass ehemalige Mitarbeiter heftigst nachtreten
    Wer mal dort gearbeitet hat, weiss warum. Es so ziemlich so wie der Verfasser dieses Artikels schreibt. Die Geldgier-Kultur hat das Arbeitsklima kaputt gemacht. Der Mensch lebt eben nicht vom Brot allein, sondern benötigt auch andere Dinge oder Werte, um sich als Mensch ernstgenommen zu fühlen. Die CS hat ein sehr, wirklich sehr ernstes Problem, dass durch das deenzephalierte Management-Geplappere nicht gelöst wird.

  3. @CS KaderMitarbeiter….
    You hit the nail on the head. Criticism does not become disloyalty. Your critiques are not „Credit Suisse-bashing“. But it seems to me that true loyalty too often requires throwing oneself under the chariot.
    All of your points are well taken and I would agree with them.

  4. @CS KaderMitarbeiter…. guter Kommentar. Ich stimme Ihnen 100% zu. Übrigens ist es mir lieber wenn Leute handeln und für die Bank Geld verdienen als zu reden oder lächerlicherweise wie hier formuliert „einen geraden Satz„ hervorbringen. Es gibt schon genug Dummschwätzer bei der CS (siehe unten SN)

  5. Das klassische Muster …. wieso oft wenn die Wahrheit weh tut wird es als CS bashing abqualifiziert .
    Ich glaube der Konsensus hier spricht für sich über den momentanen internen Zustand der Credit Suisse.
    Ein Kadermitarbeiter hat sicherlich einen tieferen Einblick als Zweigstellenmitarbeiter, desweiteren bestreitet hier niemand das es noch zufriedene Kunden und Mitarbeiter gibt – das wäre ja sonst wirklich ein Anlass seine CS Aktien abzustossen – und selbstverständlich geben viele 100% um dies zu erreichen.
    Das eine hat aber nichts, nein rein gar nichts mit dem anderen zu tun wenn Leute sich hier über interne Missstände zwischen Senior Management und Middle Management beschweren .
    Dies hier ist nicht nur ein Forum über mögliche Kundenzufriedenheit zu spekulieren sondern auch die GRAUZONE wie die CS finanziell mit Mitarbeitern umgeht bzw. umgegangen ist. Wenn du glaubst dass nur ein zufriedener Kunde das Ziel wäre und nicht die monetäre Entlöhnung befindest du dich auf dem Holzweg.
    Leider muss ich dich daran erinnern dass nicht nur das Fussvolk bei eine erfolgreichen Bank glaubwürdig sein muss.
    Desweiteren sind viele Kadermitarbeiter schon 10+ Jahre dabei und genauso glaubwürdig wie dein „Fussvolk„.

    • Wenn es denn eines Beweises bedurfte, dass man als CS Kadermitarbeiter keinen geraden Satz auf Deutsch formulieren können muss, haben Sie ihn eben erbracht. Aber keine Sorge, Sie sind vermutlich in bester Gesellschaft.

  6. Ich bin immer wieder erstaunt ob des CS Bashings. Ehemalige Mitarbeiter, die gnadenlos nachtreten. Aus welchen (wohl vorwiegend privaten) Gründen auch immer.

    Und dann Zählen und ‚Fakten‘ zu irgendwelchen Löhnen und Vergütungen und MDs etc.

    Fakt ist (aber auch): es gibt enorm viele MA bei der guten Bank, die jeden Tag ihr bestes geben. Und zwar – so wie sich das gehört – für den Kunden. Viele Leute in den verarbeitenden Stellen genau so wie die Leute an der Front.

    Natürlich generiert der zufriedene Kunde keine sexy Schlagzeilen. Und ja, natürlich war das Betriebsklima auch mal schon besser.

    Aber das Fussvolk (übrigens weiss ich nicht, von wo Ihr die Zahlen bezüglich Lohn etc habt) macht einen sauberen, einen tollen Job – und diese Leute sind glaubwürdig. Und auch morgen noch da, weil sie an die Bank und an den Dienst am Kunden glauben. Ein zufriedener Kunde ist das Ziel – nicht die monetäre Entlöhnung.

    • @Bodo Ballermann…. (übrigens weiss ich nicht, von wo Ihr die Zahlen bezüglich Lohn etc habt)……
      Ich kann in diesem Threat von bisher 23 Kommentaren keine Zahlen bezüglich Lohn etc. entdecken. Kannst du uns bitte auf die Sprünge helfen damit wir deine Frage verstehen und sie auch beantworten können.

    • @Bodo Ballermann Ich verstehe nicht ganz deinen Kommentar hier.
      Willst du uns etwa mitteilen das nicht alles schlecht bei der CS ist ?
      Willst du es Ds oder MDs etwa absprechen sich hier über das momentane interne Chaos zu beschweren ?
      Gefällt dir nicht das der momentane Konsensus hier negativ in punkto CS ist ?
      Hast du ein Identifikationsproblem mit hohen Boni ?
      Willst du mit deinem Begriff „Fussvolk„ irgendwelchen Neid schüren ?
      Willst du eine Debate über den Mehrwert Faktor einzelner Profitcenter/mitarbeiter innerhalb der CS starten ?

      Viele Fragen !

  7. Ich arbeitete früher mal ausserhalb der Bank und dort hat Chef die guten Leistungen sofort erkannt und dementsprechend sogar unterjährig honoriert. Das war bis 1998 bei der CS übrigens auch so.

    Die heutige Kultur in der CS ist eine reine Katastrophe. Die Chefs, teilweise ohne viel Ahnung vom Business, werden immer jünger. Für die gilt nur strampeln, strampeln und nochmals strampeln aber nur an der Karriereleiter aber immer mit schön aufgeräumtem Pult.

    Ich habe noch nirgends so viele unproduktive Leute gesehen wie auf dieser Bank. Sie werden von ihren Chef protegiert, befördert obwohl keinerlei Leistung vorhanden ist. Die anderen bekommen dann die
    B-Ratings. Der Bonusprozess ist nie fair. Der Chef stellt ein gemäss Prozess ein Standardrating fest und der obere Chef wirft dann alles wieder aus reinen ympathie-antipathie Gründen wieder über den Haufen.

    • Stimme dir zu. Hier einige Beispiele.
      Kadermitarbeiter will junior Position besetzen und findet auch den geeigneten Kandidtaten. Gibt alle Details weiter zu HR damit diese alles weitere (Vertrag etc.) klar machen und zur Unterschrift vorlegen. Als Kadermitarbeiter nach 3 Wochen nachfrägt ob die Einstellung vollzogen wurde erfährt er das HR diese Person nicht erreichen konnte.
      Long story short . HR hat für 3 Wochen die falsche Person versucht zu erreichen, es gab keine Rückfrage an Kadermitarbeiter um dieses simple Missverständnis aufzuklären. CS hin oder her der geeignete Kandidat hat nicht lange gezögert und wurde von einer anderen Bank zwischenzeitlich angestellt.
      Groundhog-day……. viel verlorene Zeit und einen möglichen guten neuen Mitarbeiter verpasst.

  8. Als ehemaliger Mitarbeiter (ca. 10 Jahre) möchte ich auch etwas dazu sagen. Die CS geht vom falschen Menschenbild aus. Nämlich dass nicht Freude an der Arbeit und Wertschätzung am Arbeitsplatz die Mitarbeiter motiviert, sondern Geld. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es geht um die Firmenkultur. Bei der CS beäugen sich fast alle Mitarbeiter und Chefs gegenseitig unter dem Aspekt, ob jemand, mit dem man gerade zusammensitzt, nützlich für einen selbst ist und ein nützlicher Idiot und Baustein für die eigene Karriere dient. Spass an der Arbeit und Freude, Wertschätzung bleiben da natürlich auf der Strecke. Die Chefs machen meist viel Wind weil sie in kürzester Zeit absahnen wollen. Die Arbeit ist unorganisiert, und alle die was auf drm Kasten haben und auch nur ansatzweise Format und Selbstachtung, suchen das Weite.
    Die Ergebnisse, die Früchte der Arbeit kann man ja ansehen. Wenn etwas mal doch was einbringt, muss man sich mittlerweile fragen, mit welchen Mitteln das erreicht wurde.
    Schade um diese einstmals gute Firma. Um es mit Oggi zu sagen:
    „Nous sommes perdu“

    • Du hast Recht mit der Beobachtung dass Wertschätzung momentan ein Fremdwort bei der Credit Suisse ist und dass einige Vertreter vom senior management ein grosses Ego haben aber weniger Sachverstand. CS ist eine schweizer Bank und ich kann verstehen dass sie versucht Linemanagers aus den eigenen Reihen bzw. Lichtenstein zu rekrutieren. Das Problem dabei ist aber der Talentpool in diesem Lande ist leider sehr begrenzt und wie hier schon gesagt wurde , sie sind oft auch zu jung und die Vetternwirtschaft ist zu offensichtlich und viele der Linemanagers oder Heads of Sales und/oder Trading sind einfach nur durchschnitt aber haben einen schweizer bzw. Lichtensteiner Pass.

  9. Als ehemaliger IT-Mitarbeiter der CS kann ich dem zustimmen. Die Stimmung wurde immer schlechter. Z.B. gute Leute die auf einmal ein B Rating bekamen (Ziele nicht erreicht) obwohl sie ein Jahr vorher noch ein AA Rating hatten (Ziele übertroffen) weil der Chef gewechselt hatte und der irgendwem das B Rating unterjubeln musste. Das HR, als DER Helfer in der CS angepriesen, konnte und kann eh nichts tun, das haben einige Mitarbeiter spüren bzw. erfahren müssen. Ich hatte in den über 8 Jahren Glück gute Chefs zu haben. Ich vermisse einige gute Arbeitskollegen, aber die CS an sich nicht.

  10. die most admired bank uebt sich zur Zeit das Konzept DH3, sprich Dilbert hoch 3, einzufuehren. Ich glaube hier sind alle ziemlich ratlos. CMMI war der volle Reinfall, jetzt wird halt was neues geproebelt.
    In spaetestens 3 Jahren sind wir verkauft, entweder an Cognizant oder IBM.

  11. Soviel ich weiss, war es eben dieser hier hoch gelobte Karl Landert, der die IT auf Ineffizienz und Bürokratie umgestellt hat. Stichworte CMMI und Poolorganisation. Mit der Wirkung, dass „Lean IT“ vom Management als bürokratische Übung verstanden wurde. So wurden als erste Lean Massnahme schweizweit Whiteboards mit Postitzettelchen aufgestellt, jedem Team sein Whiteboard. Dann waren ganze Heerscharen beautragt, wöchentlich alle Zettelchen an den Whiteboards zu zählen und als Produktivitätsindikator nach oben zu melden – mehr Zettelchen hiess besser! Sogar die schon im System erfassten Aufgaben mussten auf Zettelchen umgeschrieben werden „damit man sie sieht“!

    Die Mitarbeiter wurden auch angehalten, die Anzahl fachlichen Gespräche untereinander zu zählen und zu melden, als Messgrösse für das Lernen in der Organisation. Gerüchten nach haben einige Teams diese Zahlen beim Dartspielen erhoben, gemerkt hat’s keiner.

    Wie bei Dilbert…

  12. Es ist niemand gezwungen, bei einer Bank zu arbeiten. Ich finde es schon seltsam, dass die meisten Bankangestellten unter dem Jahr die Faust im Sack machen, und wenn es dann in den Herbst reingeht, mit MAG und Zuteilung von Bonus und möglichen Beförderungen kuschen alle auf einmal. Ist die Auszahlung dann erfolgt, ist man für 1-2 Monate ruhig, denn man konnte sich damit ein neuen Flatscreen, Autoleasing, Urlaub, whatever leisten. Dann geht das Gejammere wieder von vorne los.

    Aber so sind sie halt, unsere Bänkler, nie zufrieden mit dem was man hat. Immer mehr.

    • …alles arme Schweinchen…! – Wie meinte doch Nina Hagen (fast) richtig: „Nur der Scheich ist wirklich reich“…
      Na ja, ein paar Selfmade-Millionäre/Milliardäre und ein paar reiche Erben liegen geldmässig immer Lichtjahre vor diesen angestellten Bankern mit immer kürzerer Halbwertszeit bzw. wohl eher „Halbzeit“ (Wert bzw. Werte sind da oft nicht viele vorhanden). Sorry Leute, stellt doch selber etwas auf die Beine! – Zu mühsam und zu riskant?! Ach so! – Dann Klappe halten und weiter buckeln, hecheln und treten und dafür exorbitantes Schmerzensgeld kassieren.

  13. Trifft völlig zu, auch wenn selbst viele Manager in der CS diese Öbszönitäten ablehnen. Dagegen tun kann der Einzelne wenig bis nichts: erstens verdient man sehr gut und zweitens haben viele Angst, nichts Gleichwertiges zu finden ausserhalb (was wohl auch zutrifft). Wirklich frappant ist jedoch die Schnoddrigkeit der neuer Managergeneration. Da sieht man die Unaufrichtigkeit des American Style. Tausend warme Worte und Überregulierung von selbstverständlichen Prozessen, in der Praxis aber völliges Foutieren darum.

    • Obzönitäten ist der richtig Ausdruck. Dementsprechend angenehm gestaltet sich auch ein Arbeitstag, wenn man nur von obergierigen Nichtskönnern umgeben ist. Ich habe noch nie eine Firma mit so hundsmiserablem und vergifteteten Arbeitsklima kennengelernt. Weiter so, werft Euer Leben weg!

  14. stimmt genau, diese befremdlich hohen Löhne und Boni zerstören jegliche Motivation. Ich glaube schon seit 5 oder 6 Jahren, dass die CS die Mitarbeiter loshaben möchte. Seitdem ich gekündigt habe und für eine andere Firma arbeite, bin ich wesentlich zufriedener. Das Leben hat wieder ein Sinn. Ich halte die CS für die schlechteste und abartigste Firma, für die ich je gearbeitet habe.

    • „Ich halte die CS für die schlechteste und abartigste Firma, für die ich je gearbeitet habe.„

      Solange Leistung belohnt wird und hohe Leistung eben mit hohen Boni ist das für mich o.k. Das Problem bei Credit Suisse ist aber das zu viele mit durchschnittlicher Leistung zu hohe Boni bekommen bzw. bekommen haben und speziell im senior management. Desweiteren wird zu viel Geld verschwendet mit irgendwelchen internen Beförderungsaktionen speziell vom Aktien zum Rentenhandel die keinen Sinn machen und nur für böses Blut, Unruhe und peinliche meetings mit Kunden bisher gesorgt haben.

    • Ich halte die CS für die schlechteste und abartigste Firma, für die ich je gearbeitet habe.„
      Ich muss leider euch zustimmen , speziell vom Standpunkt einer Frau. Ich würde gerne mal von anderen weiblichen Lesern hören wie die Erfahrungen bei anderen Banken sind.
      Was CS betrifft würde ich es mir heute zweimal überlegen dort im senior management zu arbeiten.
      Nehmen wir als Beispiel STS (sales & trading services) … von gut 700 Mitarbeitern nur 3 Frauen. Von diesen 3 Frauen wollen unbedingt 2 die Credit Suisse verlassen aufgrund von Diskriminierungen, Intimidationen und ein speziell frauenfeindliches Klima (ich rede hier von Direktor und aufwärts).
      Wie immer schaut das Senior Management nur passiv zu und hat keinen Plan diese Missstände zu beheben.
      Desweiteren ist HR nur daran interessiert anstehende interne Untersuchungen so unprezise und einseitig wie möglich durchzuführen und das alles unter dem Deckmantel von einem
      „equal opportunity employer„.
      Ich gehe davon aus wenn die honeymoon Phase von TT wieder vorbei ist, das sich der Aktienkurs über die nächsten Jahre eher wieder der 20CHF Marke annähern wird .

    • „Ich halte die CS für die schlechteste und abartigste Firma, für die ich je gearbeitet habe.„

      Hier kann ich nicht wiedersprechen ,aber mich würde es auch mal interessieren wie andere Banken weibliche Ds und MDs momentan behandeln bzw. welche Erfahrungen gemacht wurden in Bezug auf Diskriminierungen und Einschüchterungen und die Rolle von HR darin.

    • @Sprachlos…. stimme dir zu und habe gerade eben meine CS Aktien verkauft…. bei der Bank ist einfach zu viel kaputt und das wohl auf längere Sicht.

    • @Beobachter Leider darf man hier nicht konkreter werden aber wenn man sich hier alle Kommentare über die Credit Suisse so durchliest scheint eines klar : die CS ist momentan nicht beliebt und hat es sich mit vielen Mitarbeitern verscherzt.