H.U. Meister überlässt CS-Herzstück den Ami-Chefs

New Yorker Investmentbanker wird Bigboss in Private Banking – Schweizer übergangen – Meister kämpft nicht für Zürich.

In der Credit Suisse tobt seit jeher ein Kampf zwischen angelsächsischen Investmentbankern und Schweizer Privatebankern. Nun haben die Amis einen wichtigen Sieg errungen.

Mit Ankündigung von letzter Woche kapern ihre Stars ein neues Kernstück der Vermögensverwaltung und verlagern ihre Macht vom Trading ins Anlegen – just jetzt, da es ihnen im eigenen Bereich an den Kragen geht.

Das bisherige Product Management des Private Bankings wird mit der sogenannten Solutions Group verschmelzt zur neuen Sparte mit dem hochtrabenden Namen Global Products and Solutions.

Geleitet wird es von zwei Amerikanern, die beide in New York sitzen: Alastair Cairns, dem bisherigen Chef von Product Management, und einem neuen Bigboss namens Tim Bock.

Bocks Sprung lässt tief blicken. Er wechselt von der CS-Investmentbank hinüber ins Private Banking, wo er sich an den zentralen Schalthebel der internen Produktefabrik setzt.

Die Personalie ist viel mehr als eine der vielen Auf- und Abstiege beim Finanzmulti. Sie ist ein Fanal für die tatsächlichen Machtverhältnisse beim einstmals stolzen Schweizer Aushängeschild.

Die Amerikaner kontrollieren die Bank. Punkt.

Die grossen Verlierer sind die Schweizer. Vor wenigen Jahren beherrschten sie zwar nicht den Konzern, aber immerhin überliess man ihnen die Vermögensverwaltung – quasi unter Selbstverwaltung.

Der Bereich Investment Services & Products (ISP) bot dem gesamten Private Banking der Credit Suisse Produkte und Anlagelösungen an. Er stand unter Schweizer Vorherrschaft.

Arthur Vayloyan war der Baumeister des ISP. Unter dem weitherum respektierten Vayloyan, dessen Sozialkompetenz heute von vielen vermisst wird, entwickelte sich der wichtige Bereich zum mächtigen Bollwerk in Schweizer Hand.

Dann kam Hans-Ulrich Meister, und der Niedergang begann.

Meister, der aus Frust über einen Karriereknick von Erzrivalin UBS 2008 zur CS gewechselt hatte, wurde im Sommer 2011 zum Chef der weltweiten Vermögensverwaltung gekürt.

Unter ihm veränderte sich fast alles: die Verantwortlichkeiten, die Prozesse, die Machtverhältnisse.

Vayloyan, der bis dahin laut Insidern einen guten Job gemacht hatte, wurde unter Meister zunehmend einsam und frustriert. Ende 2012 ging er von Bord.

Zum Abschied gab’s schöne Worte. Meister lobte Vayloyans „inspirierende Art“ und die „zahlreichen neuen Ideen und Ansätze“.

Auf dem ISP-Chefstuhl wurde eine aufsteigende Frau namens Nicole Pauli installiert. Sie entpuppte sich als schwache Führungsfigur, die von den CS-Schlachtrössern nie akzeptiert wurde.

In der Folge ging das ISP, die einstige Domäne und Kernsparte innerhalb des von den Schweizern dominierten CS-Privatebankings, den Bach runter.

In der grossen Fusion namens „Alliance“, als das Private Banking von Hans-Ulrich Meister und das Asset Management unter Robert Shafir zusammengelegt wurden, verloren Pauli und mit ihr die Schweizer die Herrschaft über die Produktefabrik.

Neuer grosser Chef wurde der erwähnte Cairns, während Pauli zurückgestuft wurde und nur noch für den Schweizer Markt zuständig war.

In einer ersten Phase machten sich rund um Cairns viele ehemalige McKinsey-Berater breit und verdrängten gestandene Helvetier.

Nun folgt die zweite Welle. Jetzt setzen sich die Investmentbanker wie Tim Bock ans Steuer.

Für die erfahrenen Schweizer CS-Manager in der Vermögensverwaltung und im Asset Management ist die Entwicklung ernüchternd.

Statt dass von Zürich aus die Division massgeblich gesteuert wird, werden sie mehr und mehr zu Befehlsempfängern aus New York.

Dort wird somit nicht nur die Investmentbank der CS geleitet, sondern immer stärker auch die Privatbank gesteuert.

Hans-Ulrich Meister, der die Interessen der Schweiz hätte verteidigen können, gilt bei den Kritikern als Hauptverantwortlicher für diese Entwicklung.

Meister habe es verpasst, mit einer klaren Strategie, guten Zahlen und hartem Lobbying den internen Fight gegen die Angelsachsen und Investmentbanker zu gewinnen.

Diese haben in Brady Dougan, dem amerikanischen CEO der CS, ihren grossen Schutzherrn.

Dass im Kampf gegen Dougan, der seine Schützlinge protegiert und an die Schlüsselstellen setzt, Meister einen schweren Stand haben würde, ist klar.

Dass der Schweizer aber das Feld praktisch widerstandslos preisgibt, erstaunt – und sorgt für interne Missstimmung.

Die Dominanz der Angelsachsen und ehemaligen Investmentbanker innerhalb der CS-Privatbank hat ein beeindruckendes Ausmass angenommen.

Neben Cairns und Bock sind das US-Marktchef Phil Vasan, Bob Jain als Co-Chef des weltweiten Wertpapierhandels, Ramona Boston als weltweite Marketingchefin sowie der Chief Operating Officer Tom Sipp.

Sie alle sitzen in den USA und üben von dort aus massgeblichen Einfluss auf die Division Private Banking der CS aus. Dabei stammen 90 Prozent der Erträge der Vermögensverwaltung aus allen übrige Erdteilen, insbesondere der Schweiz.

Aus „Alliance“, so ist angesichts dieser amerikanischen Phalanx im CS-Privatebanking zu konstatieren, wurde eine interne Eroberung.

Die Schweizer wurden geschlagen, die Amerikaner haben sich die Milchkuh geschnappt.

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Kommentare

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  1. Its not a swiss bank anymore! Lets get rid of the foreign element ! Dougan was responsible for most of the illegal activities that got punished by the us lawmaikers! What an act shame on you brady!

  2. Arthur Vayloyan war in der Tat die CS-Leaderfigur gegen innnen und auch gegen aussen. Wir erninnern uns an die zahreichen „Interactive Fieldtrips“, bei denen Vayloyan viel Neugeld für die CS hereinholte. Dies dank seiner Ausstrahlung und der Fähigkeit Kunden und Mitarbeitende für Themen und Märkte zu begeistern.

  3. Das traurige daran ist, keiner von diesen Ami-Managern hat eine Ahnung vom Privat Banking. Die wissen nicht einmal was das Bankgeheimnis ist resp. was vertrauliche Daten sind. … Als ich noch bei der CS war wurde ich regelmässig von meinem Chef in den USA aufgefordert vertrauliche Daten an ihn zu schicken. „This comes directly from Tom Sipp“, meinte er jeweils dazu. Musste ihn beim Legal und Compliance melden, bis er endlich Ruhe gab! Aber selbst beim L&C musste ich erst noch unzählige Leute kontaktieren, bis endlich einer bestätigen konnte, dass ich Kundendaten nicht ins Ausland schicken darf! Bei allen anderen hiess es: „Wenn die Daten relevant für den Prozessablauf sind, dürfen sie an Mitarbeiter im Ausland geschickt werden.“ LOL

  4. @A. Escher

    Eine ganz ausgezeichnete Analyse dessen, was in der CS passiert. Zu dem Satz „das wird dem einzelnen Mitarbeiter nicht gerecht“ möchte ich noch hinzufügen:
    Es verstösst gegen die Menschenwürde, den Wert eines Menschen derart nach seinem Einkommen und seiner Fähigkeit und Bereitschaft, Geld zusammenzuraffen (von „verdienen“ kann man wohl kaum mehr sprechen) zubemessen. Unter derartigen Umständen wird der Mitarbeiter, der eigentlich hauptberuflich ein Mensch ist, einseitig in seiner Existenz reduziert, operationalisiert und somit missbraucht. Und dass nur deswegen, damit ein paar von den Oberen ihr verkümmertes Identitätsgefühl aufpolieren
    können. Wünschenswert ist, dass jeder Mensch glücklich ist und sich gemäss seiner in ihm angelegten Fähigkeiten entwickeln kann. Natürlich braucht braucht es auch gewisse finanzielle Resourcen, aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie die geldgierigen Oberraffkes in der CS Teppichetage glauben.
    Das Leiden am sinnentleerten Leben ist inzwischen in der CS gross. Manchem täte es gut, wenn er mehr Zeit hätte sich zu besinnen.

  5. Schweizer Anleger sollten diese Usurpation der Amerikaner mit der Verlegung ihrer Anlagen zu anderen Banken, z.B. zu Julius Bär oder anderen private banking-Institutionen quittieren, wo hauptsächlich qualifizerte Schweizer am Ruder sind.

    • Ach so, zu Julius Bär, wer sind denn dort die wichtigsten Aktionäre…?

  6. Mich wundert nichts mehr. Seit O. Grübel weg ist bzw. Brady WTF Dougan an der Macht, erlebt die CS einen stetigen Rückgang. Dougan hat einen geldgetriebenen Hofadel aufgebaut, der ihm nach dem Munde redet (das ist noch viel zu höflich ausgedrückt) und das Fussvolk inkl. der meisten Kunden verachtet (den Superreichen wird nach gleicher Logik Respekt gezollt, man möchte auch da gefallen, dazugehören). Wie in jedem Feudalsystem gilt auch hier: Wer es nicht in den inneren Zirkel schafft, muss aus dessen Innensicht ein unfähiger Verlierer sein, wer drin ist ein Siebensiech. Entsprechend fliessen die Bonusgelder ebenso wie alle anderen Pfründe an Brady und seine Entourage, der Rest darbt vor sich hin, wird an der kurzen Leine gehalten, damit es den (vermeintlichen) Untertanen nicht zu wohlig werde. Zwar nehmen die Feudalherren an, der Rest sei zu dumm, merke nicht was gespielt wird. Doch weit gefehlt: Das Verhalten der Befehlshaber strahlt aus, die verkümmerte Moral zersetzt allen noch vorhandenen Goodwill, nackter Eigennutz auf allen Ebenen ist das Ergebnis. Die so sinnentleerte Organisation stolpert als ausgenommener, lebloser Zombie weiter, der gierig aufsaugt, was er bekommen kann (Notennbankgeld zum Nulltarif genauso wie New Assets, ob echt oder fabriziert, zu hohe Gebühren, Steuergeschenke/Gutschriften). Auch die neue Schweiz AG wird das nicht ändern, zu verroht sind die Sitten schon. Wenn schon hätte eine junge, dynamische Kraft mit Charisma und Bodenständigkeit an deren Spitze gehört, von aussen kommend, denn der interne Nachwuchs ist schon zu sehr auf das falsche Verhalten getrimmt, als dass noch Hoffnung besteht. Kurzum, ich bin pessimistisch. Nein, das alles wird dem einzelnen Mitarbeiter leider nicht gerecht, beschreibt aber exakt den Zustand der Firma. Man möge mich widerlegen.

  7. Kommt mir vor wie im Militär. Da gibt es oft unfähige, grossmäulige Fettwanste, die sich Kommandanten nennen (es gibt auch andere, fähige, bei den eher „kernigeren“ Truppen) und die in ihrer Uniform herumgockeln und sich im Glanz ihres Grades wohlig suhlen. Diese kann man im Ernstfall an der Front aber sicher nicht gebrauchen (die werden dann von den eigenen Truppen erschossen); und dann gibt es unauffälligere, aber top-professionelle Leute mit Charakter und solidem Nervenkostüm, die den Karren wirklich reissen und die einen Schuss auch beim ersten Mal zuverlässig ins Ziel bringen. – Habe beim Hearing in den USA allerdings nur Pappkameraden auftreten sehen.

    • Von wegen Papp-Kamerad: bei der Handelszeitung schrieb Hr. Hässig: „‚Semper fidelis‘ heisst es in Isone im Tessin, wo die Schweizer Armee ihre Grenadiere ausbildet. Hans-Ulrich Meister ist einer dieser ewig Treuen. Als Soldat schwor der Credit-Suisse-Spitzenmanager bedingungslosen Einsatz für den Kollegen an seiner Seite.“. Oder ist das einfach nur ein Beispiel für die korrupte Schweizer Medienlandschaft, wo man sich durch das Schalten von grossflächigen Anzeigen eine ordentliche Portion Goodwill kaufen kann?
      http://www.handelszeitung.ch/invest/der-grenadier

    • Kenne „semper fidelis“ aus eigener Erfahrung. – Noch Fragen? – Bleibe dabei, beim Hearing in den USA sah man nur rückgratlose Hosensch…. auftreten.

    • Ich pflichte Ihnen bei. Der Auftritt im amerikanischen Senatshearing war erbärmlich. Kein Manager darf so auftreten. Die hatten alle die Hosen gestrichen voll.

  8. Der Bundesrat wollte vor einigen Jahren die Marke „Schweiz“ besser schützen. Daher fände ich es nur Recht wenn man das „Suisse“ – das die Führungsriege sowieso nur als vermurkstes „Swiss“ aussprechen kann – aus dem Namen entfernt.
    Ich habe über 9 Jahre für diese Firma gearbeitet und bin mehr als froh, dass ich „den Saftladen“ letztes Jahr verlassen habe. Das Schmerzensgeld (Gehalt) das die Zahlen, ist den Frust den man täglich erlebt nicht wert.
    Mir tun alle meine ehemaligen Kollegen leid, die fast rund um die Uhr immer noch ihr Bestes geben um die Firma am Leben zu erhalten – Freunde, ihr versucht einen Körper am Leben zu erhalten, der im Kopf tot ist!
    Es wird Zeit, dass man der Bank wieder die „Swissness“ zurück gibt und mit Attributen punktet wie Fairness, Präzision und Zuverlässigkeit. Das war und ist die Stärke der Schweiz und die sollten auch in unseren Unternehmungen zu finden sein.
    Werft die Blender raus – und Kollegen ich rede hier nicht nur von den Angelsachsen! – und schafft wieder Leute her, die was vom Geschäft verstehen!

  9. @Boris Govniuk

    Stimmt. Dein Kommentar beschreibt ziemlich treffend die real existierenden Zustände in der „most admired bank“.

  10. Na auf Grund der Kommentare hier von (Ex-)CS-Mitarbeitern muss man ja den Eindruck erhalten, dass die CS ein totaler Saftladen geworden ist. Höre das übrigens auch von Schweizer CS-Firmenkunden aus meinem Umfeld, die sich beklagen, dass die Qualität der Leute und des Services bzw. der Leistung in den letzten Jahren dramatisch abgenommen habe.
    Ein Ausmisten auf den obersten zwei CS-Etagen wäre wohl dringend nötig. (Kenne übrigens einige dieser Personen auf diesen 2 Etagen persönlich. Würde keine mit auf eine „Bergtour“ (sinngemäss) mitnehmen…Die würden es schlicht nicht „bringen“ bzw. bewältigen, und mich denen „am Seil hängend“ anvertrauen würde ich schon gar nicht.)

  11. Wir sind hier alle dumme Ignoranten! Dieser Meister holt sich dank seiner Frau die Informationen aus dem Morphischen Feld heraus, und wir verstehen nur Bahnhof!

  12. Robert Shafir’s Mantra:

    Private Banking Penetration!
    Private Banking Penetration!
    Private Banking Penetration!

    Asset Management Townhall 2010

    • Ich erinnere mich noch gut an diese legendäre „Townhall“ Veranstaltung, als die beiden Oberkasper ankündigten nun Co-CEOs zu sein. Und der Schafhirte meinte dann sogar, er und HUM seien ein „Ehepaar“. Der Slogan „Private Banking Penetration!“ kriegt unter diesem Gesichtspunkt eine völlig neue Bedeutung.

    • Lieber Observer, das Nichtoriginal. Du brauchst meinen Namen, den ich schon seit zig Jahren benutze. Bin Dir verbunden, wenn Du Dich z.Bsp. Observer II nennst… ansonsten schmunzle ich über Deinen treffenden Kommentar.

  13. The bank is seedy, urgent next steps:
    1) Bye Bye Brady, Rob, Urs, HUM, Pam, Tom and Tim
    2) Bonus down
    3) Dividend down
    4) Set long term strategy
    5) Invest, (there is nothing left to save)
    => Stock price goes up

  14. Das Schlimmste an diesen McK-Typen wie Cairns ist, dass in ihrer Bugwelle solch Treibgut wie Enrico „Machiavelli“ Salvadori mit angeschwemmt wird. Und dann versauen einem diese Leichtmatrosen, die nun plötzlich Manager spielen, sogar die Mittagspause: ich ‚freue‘ mich schon wieder auf das nächste Pranzo mit ihm, wenn ich zu hören bekommen, dass ihre Produkte ja alle toll sind, aber „dasse sichee die Front nunee auf ihree Hinterbeinee setzen mussee“, um diese zu verkaufen. Und absagen kann man ein solches Lunch ja leider nicht, weil man ja nicht plötzlich im Zielvisier eines ‚knallharten‘ ex-McK’s sein will, der sich nicht gerade durch seine ausgeprägt Sozialkompetenz einen Ruf erarbeitet hat. Da heisst es einfach nur fleissig Suppe essen und Schnauze halten. Denn alles, was ich sagen, kann und wird er irgendwann gegen mich verwenden…

    • … Ja wenn Sie ihm so viel Aufmerksamkeit schenken hat er natürlich schon gewonnen. Was ist mit ignorieren, zur Not statt des Pranzo ein Meeting mit Agenda machen? Lassen Sie ihn doch wenigstens fleißig Slides für Ihre Zeit pinseln. E.S. ist mit der 3. Nennung im IP der D von CS mit der höchsten Aufmerksamkeit, das muss man ihm lassen!! 🙂 Und im neuen Setup geht’s gerade weiter hoch für ihn!

    • Ich finde Salvadori hat es absolut verdient, so häufig namentlich auf IP genannt zu werden. Schliesslich kenne ich keinen anderen Junior D (es ist ja erst zwei Jahre her, dass er als SVP von der Clariden kam und bei der CS die Karriereleiter zum D hinauf fiel!), der sich in Meetings regelmässig wie ein altgedientes MxB Member aufführt. 🙂

    • Leck mich und Sie Arbeiten noch in einer solchen Firma? Auch wenn Sie CHF160,000 Franken machen pro Jahr ist doch einmal der eigene Stolz mehr wert als dieser McK Frondienst.

    • Bei dem Reputational Damage für die CS, das Salvadori allein auf diesem Blog schon angreichtet hat (von den zahlreichen frustrierten CS-Kollegen will ich mal gar nicht reden…), hat er die besten Chancen schon in der nächsten Runde zum MD zu befördert zu werden.

    • @Larry Schlitt
      stimmt, ein miserables Arbeitsklima mit Typen, denen man nicht über den Weg trauen kann. Dort ist die Keimzelle für die Verrohung der Gesellschaft.

  15. Die Credit Suisse muss umbenannt werden in Credit US-UK (gesprochen wie „You Suck“).
    Das Label „Suisse“ ist Irreführung des Publikums. Dieser Laden hat mit Schweiz nichts mehr am Hut.

    • Das „Suisse“ von CS ist ein klarer Fall von Etikettenschwindel.
      Der Ausverkauf hat aber schon unter Rainer Gut begonnen, der war der erste (kleine) Schweizer, der vom Investment-Banking (resp. den dort „verdienten“ Millionen) verblendet wurde. Die Amis haben die Schweizer nie ernst genommen! Über den Deal mit den „nachrichtenlosen“ Vermögen, den Gut ausgehandelt hatte, haben sich die Amis totgelacht und es war nur eine Frage der Zeit, bis eine neue Gelegenheit zum Abkassieren auftauchte und von den Amis sofort genutzt wurde: Steuerhinterziehung!
      Mit Mühlemann hat die CS dann den Vogel und die Swissair abgeschossen (einsame Spitzenleistung).
      Wenn man den Meister vor dem US-Senat gesehen hat, konnte man nur Mitleid haben (sah aus wie der Hauptdarsteller im „Meineidbauer“).
      Die CS ist eine amerikanisch beherrschte Grossbank (mit arabischem und asiatischem Kapital), die schamlos die Schweizer Gründungsgeschichte ausnutzt. Basta!

    • tragen dabei noch das ganze Risiko mit einer de facto Staatsgarantie! Wann wachen wir endlich auf?

    • @WTG: Nicht nur Meister machte vor dem US-Senatsausschuss im Februar 2014 einen „fool out of himself“. Auch Brady Dougan, Romeo Cerruti und Rob Shafir waren keinen Deut besser. Sie machten einfach auf „Schulbuben“, um möglichst unschuldig rüberzukommen. Warum es keiner jemals ins Gefängnis schaffte, weiss wahrscheinlich nur Brady Dougan.

    • @t.ehrismann: leider haben das all unsere PK’s aber noch nicht verstanden. solange wir dieser im index vertretenen superbude mit unserem zwangsersparten die stange halten, solange wird nix ändern. ob dann da draussen CSUK oder CREUSA steht, ist vollkommen nebensächlich.
      das BVG muss endlich geändert werden, so dass man in marode shops wie die CS nicht mehr zwangsinvestieren muss.
      der laden ist so kaputt, die frage ist nicht, ob der gau kommt, sondern wann. nie in meinem leben erhielt ich derart viele gratulationen wie zu dem zeitpunkt, als ich kündigte! und zwar fast ausschliesslich von kollegen und -innen. sagt eigentlich alles.

  16. Ich schätze, das Ausmass der Lohnschere wird jetzt amerikanische Normen annehmen. Grundlöhne des Fussvolkes < DIR Löhne runter – für den Rest löhne multiplizieren…..:-)

  17. Meister hat kaum CEO Potenzial, das ist klar. Schon nur optisch verkörpert er eher das Bild eines etwas übergewichtigen Staatsdieners, als das eines dynamischen Bankmanagers. Mit seinen häufigen Negativbotschaften und der beschränkten Mobilisierung der Mannschaft wirkt er zu konträr zu den vor Optimismus strotzenden Angelsachsen. Lediglich seine Überheblichkeit würde ihn für einen Aufstieg in den Olymp qualifizieren.

    • Es ist noch viel schlimmer mit dem Meister! Er hat wenig Ahnung vom Geschaeft, kann kein gutes englisch, hat kaum Stil und er hat eine Arroganz, die schwer zu uebertreffen ist. Letzten Sommer hat er die MD’s zusammengestaucht, dass sie eine kommunikative Lehmschicht darstellen. Fuer mich war das dann abschließend der Grund die Bank zu verlassen. Erlöst die Schweiz von ihm , wenn nötig sogar mit einem Ami.

  18. Ha, diese morsche Firma erfüllt sehr schön Warren Buffets „abc des Zerfalls“: Arroganz, Bürokratie und Corruption sind im Überfluss vorhanden… Rette sich, wer kann!

    • Voll ins Schwarze getroffen! Es ist zu hoffen, dass die Kunden darauf reagieren und bald die Rechnung präsentieren werden.
      Monalisa

  19. Dieses Ami vs Schweizer Geschwätz hat sich langsam ausgelutscht (im Vergleich zu früher kommen auch nicht mehr viele Kommentare). Das Problem ist eine Kultur-und Mentalitätsfrage. Hat sich einmal diese unselige Kultur der großen Consultingfirmen mit den entsprechenden Talenten eingenistet (intelligent, beredt, schlagfertig, opportunistisch,gierig,rücksichtslos, etc), dann verbreitet sich das wie ein Krebs. Am Schluss bleibt ein mit schönen Folien und Gerede überdecktes Chaos (wenn überhaupt etwas bleibt). Auslöser solcher Epidemien in den Firmen sind in der Regel überforderte Manager aus dem Business, die sich aus der Verantwortung ziehen, aber den gut bezahlten Job und den damit verbundenen Status behalten wollen.

  20. Die Angelsachsen haben gegenüber den Schweizern einen gewichtigen Vorteil. Sie halten zusammen, sie reden die gleiche Sprache, sie kennen die Begriffe Moral und Anstand nicht, sie sind Söldner und gehen über Leichen. Einem Angelsachsen ist es grundsätzlich egal, für wen er arbeitet. Es ist ihm nur wichtig, innert kürzester Zeit viel Kohle zu verdienen und sich so lange wie möglich an Bord zu halten. Der Schweizer hingegen identifiziert sich mit dem Unternehmen, für das er arbeitet. Er ist in erster Linie interessiert, langfristig einen guten Job zu machen und er möchte Teil der Unternehmenskultur zu sein. Er ist loyal und manchmal vielleicht etwas zu anständig und zurückhaltend, wenn es um erbrachte Leistungen geht. Die Angelsachsen sind nicht besser, sie sind nur frecher und haben ein höheres Selbstwertgefühl. Schlimm ist, dass HR-Verantwortliche beim Rekrutierungsprozess immer wieder auf die gleiche Masche reinfallen……

  21. mit den Inkas, Römern, Engländern, Russen? Waren alles mal Weltmächte die an der eigenen Dekadenz erstickt sind. Bin schon seit 1 Jahr raus aus dem Laden aber sieht sehr, sehr stark danach aus das es nur noch abwärts gehen kann. Kleine Anekdote zum Schenkelklopfen (oder Kotzen) je nachdem: an meinem welcome day gab’s eine kurze Rede von nem Ami der gelernter Türsteher war. Nicht meine Worte, hat er selber gesagt. Also quasi schon fast überqualifiziert für nen Director oder MD (eins von beidem, aber weiss ich nicht mehr genau). Und der Typ erzählt ne Viertelstunde wie innovativ und zukunftsorientiert und supi-dupi die CS doch ist. Der Brüller war dann am nächsten Tag, dem ersten Arbeitstag, frag ich womit denn hauptsächlich gearbeitet wird und dann zeigt mir die Kollegin so n Fenster mit grün auf schwarz und Kommandozeilen-basiert. Der 70er-Jahre Hoascht is also die Innovation und Zukunft der CS. muahaha Wenn in der Bude keiner die IT-Coresysteme baldmöglichst auf den Stand der Zeit bringt …. Rom hat ja gebrannt.

  22. Da muss ich nur lachen!!!……..Mr. M. war und ist immer noch eine bescheidene Nummer. Schickt ihn doch nach Hause. Dazu auch noch die Herren D und R (sie wissen, der Yankee, der immer noch kein Deutsch spricht, und der Servelatpromi und Fernsehmann)

  23. Die Schweizer sind ein Volk der Neider. Die Missgunst innerhalb von Kollegen ist sehr gross.

    Leider

    Die Angelsachsen sind da anders. Sie arbeiten und halten zusammen.

    Ich selber bin Schweizer, habe aber lange im Ausland gearbeitet.

    Als ich zurück gekommen bin war ich erschrocken über die Einstellung der meisten, sogar in Chefetagen.

    Jeder drückt dem anderen ein Messer in den Rücken.

    „Häsch gseh, dä Meier isch Beförderät wordä und hät grad äs neus Auto kauft“………..

    Kein Wunder sind die Angelsachsen diesbezüglich erfolgreicher.

  24. So lange der Aktienkurs ein Drama bleibt können auch die Schweizer keine grandiose Resultate vorweisen.

  25. Viel Spass Freunde, aber lange werdet ihr es nicht mehr machen. Und bitte streicht das „Suisse“ aus Eurem Namen und ändert ihn in „No Credit“, das wäre passender.

  26. Ich schäme mich bei der Bank gearbeitet zu haben! Ich bin draussen!

    Was würden die Amis wohl sagen wenn das die Schweizer in New York täten!?

    Natürlich das Heimatland schützen – Ach ja, es geht ja nur ums Geld – Sorry dass ich gestört habe!

    Good bye – Good Luck – Morgerot isch geschtert gsi…

    • Arbeite als Schweizer seit 13 Jahren für die CS und kann nur bestätigen, dass es unglaublich ist, in welchem Masse diese Bank sich verändert hat. Heute haben fast nur noch Amis und Engländer das Sagen, teilweise erbärmlich (un-)qualifiziert und überhaupt keine Ahnung aber auch kein Interesse an der Schweiz. Auf meiner Führungsebene ist es defakto nicht mehr möglich aus der Schweiz heraus etwas zu steuern und zu beeinflussen, das wird schlicht ignoriert. Man muss kein Prophet sein, um sagen zu können, dass es in 10-15 Jahre keine CS mehr geben wird. Die oneBank Strategie kann gar nicht funktionieren (resp. das was offiziell kommuniziert worden ist, die PB ist ja vorallem EK Pool und Anhängsel der Investment Bank) und es geht eigentlich nur darum, dass jeder Top-Manager für sich selbt möglichst viel herausholen kann bevor alles den Bach runter geht. Was Matters und Roth machen ist ja wie Roulette spielen, mit etwa den gleichen Erfolgschancen und Rohner sonnt sich in seinem sozialen Status und den Milionen die er auch ohne grosse Leistung garniert (sein Ruf war schon immer der eines Frauenhelden), das Feld hat er schon lange Brady Dougan überlassen

    • @Hawkeye

      Ich habe auch mal für diese Bank gearbeitet und SCHÄME mich auch deshalb. Man weiss nich ob man ob der Entwicklung dieser komischen Firma lachen oder weinen soll.

    • Lieber Peter,
      so dürfen sie Rohner nicht qualifizieren. Schliesslich arbeitet er auch als Teilzeit-Statist am Zürcher Filmfestival!