Zweistellige Negativzinsen, Bargeldverbot: Was könnte uns noch alles an Repression drohen?

„Also das konnte doch wirklich keiner kommen sehen!“ Den Spruch kennen Sie sicher auch, nicht wahr? Daher dachte ich mir, wenigstens in diesem Blog dem etwas entgegentreten zu müssen. (…)

„Also das konnte doch wirklich keiner kommen sehen!“ Den Spruch kennen Sie sicher auch, nicht wahr? Daher dachte ich mir, wenigstens in diesem Blog dem etwas entgegentreten zu müssen.

An den Iden des März hatte ich bereits über die kommende Weltrezession und den Preisverfall der Immobilien das nächste Vierteljahrhundert hindurch berichtet. Leider ist das beileibe noch nicht alles, was uns droht (und bitte – ich bin ein grundsätzlich positiv eingestellter und optimistischer Mensch, das sollten Sie beim Lesen nicht völlig ausser acht lassen).

Wobei ich leicht zerknirscht zugeben muss, dass selbst meine Wenigkeit noch bis vor kurzem noch nicht alles an möglichen Schandtaten seitens Zentralbanken und Regierungen auf dem Radar hatte – die Negativzinsen flogen mir offenkundig zu tief heran.

Dabei ist doch alles so schön schlüssig.

Die Zentralbanken–/Regierungspropaganda verkauft uns Volk das zwar als neuerliche Rettung unserer (Export-)Wirtschaft, als Heilmittel gegen einen zu starken Franken. Doch in Tat und Wahrheit geht es dabei nur schon wieder um die nächste Rettung der Banken – quasi vorsorglich.

Denn – das sollte inzwischen dank Dr. Meyer auch dem Allerletzten klar geworden sein – die SNB hat gar kein Geld „gedruckt“, um die Euros zu Höchstkursen jahrelang aufzukaufen. Nein, sie hat sich bei unseren Banken unsere Franken-Spareinlagen dafür ausgeliehen.

To be fair, unsere Spareinlagen sind dabei noch nicht versaubeutelt worden. Bislang reichte das Eigenkapital der SNB gerade noch so aus, um die (unrealisierten) 50 Milliarden Franken Verluste aus der vermasselten Eurospekulation abzufedern. Aber beim nächsten Einbruch des Euro sind unsere Spareinlagen im Feuer. Und sie werden brennen, so viel kann ich Ihnen jetzt schon mal prognostizieren.

Also muss man dem Volk weiteres Geld abknöpfen, um sich einen neuen Verlustpuffer aufzubauen – Negativzinsen. Und man muss es an einem Bankrun hindern.

Zwar klingt das Wörtchen „Negativzins“ wirklich banal harmlos. Doch in Wirklichkeit sind Negativzinsen bereits eine Währungsreform – ein Währungsschnitt auf Raten.

Eine Währungsreform bedeutet prinzipiell, dass ein Staat – sobald er mit seinem finanziellen Latein am Ende ist – die Spareinlagen seiner Bürger enteignet und gegen seine, die Staatsschulden, wie auch gegen die Schulden der Banken aufrechnet. Um wenigsten sich und die noch halbwegs zu retten.

Doch weil bereits davor meist wenig übrig blieb, insbesondere neben geschwundener Kaufkraft nur noch wenig an Bürgervertrauen in den Staat und die Banken inklusive Zentralbank, hat  das in der Geschichte häufig dazu geführt, dass eine neue Regierung an die Macht kam, die obigen Vorgang absolvierte und neue Geldscheine wie auch Staatsanleihen einführte.

Bei Lichte betrachtet findet dank Negativzinsen dasselbe Spielchen aktuell ebenfalls bereits statt. Schleichend, zu jedem Zinszahlungstermin. Halt mit Ausnahme von Regierungswechsel beziehungsweise Ausgabe neuer Noten.

Womit eigentlich – fast – alles Notwendige an Hintergrundwissen zum Thema Negativzinsen gesagt wäre, zumindest nach meinem Dafürhalten.

Allenfalls noch, dass Negativzinsen natürlich eine (Staats–)Anleihenblase vom Allerfeinsten auslösen, bei deren Platzen uns Hören und Sehen vergehen wird, weil Anleihen, sprich Schulden, bereits heute die grösste Assetkategorie auf diesem Planeten sind. Wann platzt die? Ich tippe auf Ende Jahr, spätestens Ende des ersten Quartals nächsten Jahres.

So richtig kritisch dürfte das übrigens erst dann werden, wenn wir aus dem Bereich hoher negativer Raten wieder zurück Richtung Nullzins marschieren, weil während dieser Zeitspanne sowohl die Bonds selber an Wert verlieren werden als auch die Einnahmen aus ihnen immer noch negativ sind. Erst in diesem Zeitraum erleben wir dann vermutlich die bereits befürchteten Konkurse von Pensionskassen und Lebensversicherern, weil die so nicht mehr den Cash für die – dank Demographie – stetig steigenden Auszahlungsansprüche generieren können. Wir werden also in Bälde eine fulminante Pensionskrise erleben beziehungsweise erleiden dürfen.

Doch zurück zu den Geldscheinen.

Clevere Menschen heben heutzutage natürlich ihre Spareinlagen von ihrer Bank ab, damit sie von der Repression durch Negativzinsen verschont bleiben. Selbst Profis machen das, so zum Beispiel Pensionskassen. Worauf noch cleverere Regierungen mitsamt ihren absolut cleveren, da ja genau zu diesem Zwecke für „unabhängig“ erklärten Zentralbanken auf die Idee kommen, Bargeld schlicht ganz zu verbieten.

Die Propagandamaschinerie dazu läuft weltweit bereits auf Hochtouren. Im vergangenen Jahr war der vorgebliche Grund die Geldwäsche (weswegen unser Nationalrat beinahe umgefallen wäre – der Ständerat war es bereits), und heuer wird zum Kampf der Bürger gegen die Unehrlichkeit der Bürger generell aufgerufen.

Und ebenso wird natürlich gegen die immens ausufernden Kosten des Bargeldes gewettert, und was weiss ich, was man sich sonst noch alles einfallen lassen wird – die dann arbeitslosen Bankräuber werden ganz sicher auch noch prominent präsentiert.

Meines Erachtens geht es jedoch beim Bargeldverbot respektive dem rein elektronischen Geld primär nur um folgende vier – repressive – Ziele:

a) Jegliche Arbitrage seitens Bürger gegen Negativzinsen zu unterbinden;

b) Bei der nächsten Bankenkrise einen Bankrun (wie auch Pensionskassen- oder Lebensversicherungs-Run) zu verhindern, und stattdessen zur Rettung der Banken schlicht Spareinlagen von den Sparkonten ins Eigenkapital der Banken umzubuchen – simpel per Knopfdruck;

c) Die Regierung, in jedem Land die grösste Schuldnerkategorie auf diesem Planeten, finanziell beim (weiteren) Schuldenmachen zu entlasten;

d) Und ganz nebenbei könnte man bei elektronischem Geld sämtliche Tauschvorgänge unter Bürgern vollständig erfassen und sogar automatisch an der Quelle besteuern, von Privatverkäufen auf Ebay bis hin zu solchen unter Nachbarn. Praktisch, nicht wahr?

Was droht uns sonst noch alles?

Wobei ich mit dem „uns“ nicht speziell uns Schweizer Bürger meinte beziehungsweise meine; vielmehr gelten die Aussagen und Prognosen natürlich über Landesgrenzen hinweg. Gerne können Sie sich gedanklich da auch die EU, die USA undsoweiter vorstellen. Nur machen Sie sich bitte keine Hoffnungen, dass wir dann eventuell davon verschont blieben.

Wer sich im Detail mit den Prognosen auseinandersetzen möchte – ich habe das alles wie üblich von Martin Armstrong’s Zyklusanalysen hergeleitet. Wer solche Analysen für ausgemachten Blödsinn hält, den darf ich hiermit bereits als Leser herzlich verabschieden, ihm dennoch aber alles Gute für die absehbare Zukunft wünschen.

Weltrezessionen sind zyklischer Natur; sie passieren also regelmässig, in bestimmten Zeitabständen. Wer das nicht glaubt, darf das gerne selber für die letzten Jahrhunderte oder wer mag, sogar -tausende nachprüfen. Armstrong hat freundlicherweise seine Daten bis rund 6000 BC zurück ins Netz gestellt (http://armstrongeconomics.com/models/historical–turning–points–economic–confidence–model–6000bc–2072ad/).

Die jüngste davon ist uns immer noch in guter Erinnerung, sie dauerte von 2007 bis 2011. Die kommende beginnt diesen Oktober und dauert bis Anfang 2020. Und allem Kenntnisstand nach wird sie volatiler, das heisst „härter“ als die letzte. Wobei das besonders Unangenehme an ihr ist, dass sie mit einer zyklischen Staatsschuldenkrise zusammenfallen wird.

Im meinem oben erwähnten Essay hatte ich darauf verwiesen, dass Julius Caesar im Jahre 49 BC die damalige sauber durchgemanaged hatte, wie dann auch Tiberius AD 33 die nächste noch einmal.

Nur seither schienen zumindest Regierungen und Zentralbanken Zyklusanalysen doch für Blödsinn zu erachten. Zumindest haben sie keine Staatsschuldenkrise mehr gelöst. Also beendet irgendwann schon, eben mittels Währungsreform, ganz zum Schluss hin – und somit vollumfänglich zu Lasten des Volkes. Jedenfalls haben sie seither nie mehr versucht, sie mit intelligenteren Methoden anzugehen und damit stark abzufedern.

Die letzte Staatsschuldenkrise hatte ihren Höhepunkt übrigens 1931, die kommende sollte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich persönlich tippe auf noch dieses Jahr und/oder 2017 – dann aber so richtig in die Vollen gehend.

Staatsschuldenkrisen gehen einher mit Währungskrisen, weil Staatsanleihen heutzutage eben Geld sind. Wann es den Euro – und damit auch unseren Franken dank unserer immensen Euro-Währungsreserven – auf den Tag genau zerreisst, kann ich Ihnen leider nicht sagen.

Also ich könnte eventuell, aber dummerweise hängt das nach allgemeiner Erfahrung auch vom sogenannten Kriegszyklus ab. Denn üblicherweise verpulverten Regierungen zum Ende einer Währung hin das zuvor zu viel gedruckte Geld (wobei, noch einmal, heutzutage wird nicht einfach gedruckt, heute sind es die Staatsschulden, die – zu viel – gedruckt worden sind) in Form von Scharmützeln, die dann nicht selten recht unangenehm auszuarten pflegten. Was eben die Währungskrise verlängerte.

Und warum taten die das? Na ja, schlicht aus der Hoffnung heraus, genau diesen Krieg einmal gewinnen und mit der Beute dann die Schulden bezahlen zu können. Die Banken spielten dabei übrigens gerne mit.

Der weltweite Kriegszyklus begann 2014 wieder nach oben zu drehen. Statistisch hat sich bislang gezeigt, dass immer in den Jahren 3 / 5 und/oder 6 danach ein Höhepunkt kriegerischer Ereignisse stattfand.

Stellen Sie sich also schon mal besser auf das Schlimmste ein in den Jahren 2017 wie 2019/20. Und freuen Sie sich, wenn’s denn nicht so kommt. Aber rechnen Sie bitte auch nicht mehr damit, dass wir hier in der Schweiz dieses Mal erneut verschont bleiben werden; die Zeiten sind meines Erachtens vorbei.

Ich persönlich tippe dabei auf 2019. Warum? Erstens ist dann die nächste Fussball-WM vorbei, und bekanntlich geht ein gutes Geschäft dem anderen immer vor. Und zweitens deutet der globale Epidemiezyklus auf einen neuerlichen Höhepunkt in 2019 hin. Und üblicherweise gehen Epidemien einher mit entweder gröberen Naturkatastrophen und/oder Kriegen.

So, das wäre es jetzt erst einmal. Genug zum darüber nachdenken, meine ich. Und alles beinahe schlimmer als zweistellige Negativzinsen und Bargeldverbot, meinen Sie nicht auch?

Falsch. Es hängt alles zusammen, und immer an einem, allenfalls zwei ganz bestimmten Schuldigen..

Wer mich hier öfters liest, weiss, wen ich damit meine. Auch, was grob zu tun wäre, um die kommenden Übel abzufedern und damit die Verluste und das Leid für das Volk zu dämpfen. Was wirklich schon ziemlich Ok wäre.

Denn verhindern lassen sich Zyklen leider eben nie so ganz. Auch wenn Regierungen und Zentralbanken das seit Tausenden von Jahren – fälschlicherweise natürlich – behaupten und dem Volk immer wieder aufs Neue so auch verkaufen. Um dann, weil’s wieder einmal nicht geklappt hat, erneut mit Repression zuzuschlagen.

Deshalb wünsche ich jetzt auch den Lesern, die bis hierher tapfer durchgehalten haben, ebenfalls und vielleicht sogar noch ein Quentchen mehr an Glück als denjenigen, die weiter oben eventuell bereits aufgegeben hatten. In Anbetracht der Lage denke ich jedoch, dass wir es allesamt ganz gut gebrauchen können.

Kommentare

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  1. Nach dem Bargeld plant die indische Regierung neu, nun auch noch das Gold ihrer Bürger zu konfiszieren.

    Noch einmal im Klartext (s. Link): Die indische Regierung wird ihren Bürgern deren legal erworbenen Besitz rauben. Zumindest teilweise. Full stop.

    Europäische ReGIERungen, Brüssel vornweg, dürften diesem Beispiel in Bälde folgen.

    Indem sie -wie Armstrong süffisant kommentiert- einfach behaupten müssten, Terroristen würden ihre Aktionen mit Gold finanzieren. We will soon see..

    https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/precious-metals/gold/gold-headed-lower-under-1000-into-the-abyss/

  2. Tja, so entwickelt sich das dann eben, wenn sogenannt demokratische ReGIERungen (frei übersetzt: diktatorische Regime im Schafspelz..) ihre Bürger mit aller Macht zu enteignen suchen..

    Kommt übrigens alles zu uns auch noch; eventuell abgeschwächter in der Schweiz als im Rest der EU-Diktatur, aber dennoch..

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/26/indien-buerger-verweigern-sich-dem-zwangsumtausch-von-bargeld/

  3. Kurzer update zum Bargeldverbot:

    Indien hat soeben über Nacht die 500er + 1.000er Rupie-Note aus dem Verkehr gezogen.

    Und die EZB will immer noch genau dasselbe mit dem 500 Euro-Schein tun, während Larry Summers dasselbe Mantra in USA bezüglich der 100 USD-Note predigt.

    Nach wie vor, liebe Mitbürger, es geht nicht um Verbrecher, es geht nicht um Terroristen, es geht nur um 2 Zwangsmassnahmen seitens unserer lieben ReGIERungen:

    – Es geht um Sie als gläserner Bürger, bei dem sämtliche, aber auch wirklich sämtliche, selbst bislang steuerfreie Geldvorgänge, die aktuell noch bar abgewickelt, dem Staat bekannt sein sollen, damit er sie in Zukunft besteuern kann.

    Was sich „Finanztransaktionssteuer“ schimpft u. sowohl in USA wie in der EU seit mind. 3 Jahren als fertiges Gesetz in der Schublade lauert.

    – Und darum, dass Sie als Bürger ja nicht die -Ihre Altersvorsorge zerstörende- staatliche Negativzinspolitik dadurch aushebeln können, indem Sie ihr elektronisches Geld von Ihrer Bank abheben und als Bargeld zu Hause aufbewahren.

    Reine staatliche Repression, nichts anderes..

  4. Meine zweistelligen Negativzinsen kommen schon noch.. !

    Los ging’s vor ein paar Wochen mit den Ökonomen, welche in den Geneva papers von -2%-igen Zinsen als durchaus ’normal‘ faselten. Und gestern riet der IWF unserer SNB, noch stärker in die Tasten zu greifen.

    Begleitet werden kann das Ganze natürlich auf absehbare Zeit (spätestens Ende 2018) nur durch ein Bargeldverbot, Goldverbot usw. – also eben durch alle repressiven Massnahmen, die eine Arbitrage seitens des Volkes gegen seine Enteignung verhindern.

    Interessant ist zudem, was die BoJ letzte Woche beschlossen hatte, nämlich -Weltpremiere!- die künftig direkte Steuerung auch der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Mittels gezieltem Aufkauf von Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten.

    Hintergrund schien hierbei, bei weiter negativen Kurzfristzinsen dennoch die Zinsstrukturkurve schön steil zu halten, damit unsere lieben Banken ja auch viel an dem ganzen Schmu verdienen..

    Überhaupt dient das Ganze bei Lichte betrachtet ja in erster Linie nur den Banken sowie am Ende dem grössten Schuldner im Lande, welcher in jedem Land die ReGIERungen sind.

    MaW arbeiten sich mit diesen Negativzinsen alle künftigen Pleitekandidaten: Zentralbanken, grosse Prvatbanken wie Regierungen lediglich Hand in Hand die Profite zu.

    Tja, und falls jetzt jemand noch sinniert, wie man das ganze Procedere wohl am ehesten bezeichnet, dem rate ich zu diesem Wikipedia-Artikel:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus

  5. Um das noch einmal klar auf den Punkt zu bringen:

    Die EZB als Leithammel aller übrigen Zentralbanken treibt mit ihrer Negativzinspolitik die Sparer aus den Banken heraus – quasi ein EZB-induzierter bankrun.

    Um das zu verhindern, wird gegen später repressiv das Bargeld abgeschafft.

    Danach werden die Negativzinsen deutlich erhöht, also noch weiter ins Negative gedreht. Was nur dem grössten Schuldner in jedem Land hilft, der Regierung.

    Während die Spar- und damit Altersvorsorgevermögen der Bürger sukzessive ausradiert werden.

    Und selbst Unternehmer leihen sich kein Geld zum Investieren.
    Erstens drohen immer mehr Steuer- wie Gebührenerhöhungen, fressen also jeglich erwartete Gewinne auf.
    Und zweitens vergeben die hiesigen wie europäischen Banken kaum Kredite oder allenfalls zu miserablen Konditionen, weil sie das Geld viel lieber risikolos zu Positivzins bei der FED anlegen.

    Das Allerschlimmste an dieser an Dämlichkeit bald nicht mehr zu überbietenden Geldpolitik ist aber, wie sämtliche Sparer = Bürger (Hallo !) u. natürlich Politiker (klar, s.o.) seelenruhig dabei zusehen, wie die Zentralbanken unsere Volkswirtschaft so mit aller Gewalt vollends an die Wand fahren.

    Während wir uns bereits wieder in einer 4-jährigen Weltrezession mit Bankenkrise befinden..

    Next Step = Die Bürger gehen auf die Barrikaden..

  6. Nur für’s Protokoll – der 10-jähr. Bund ist erstmals im negativen Zinsbereich angelangt. Auch eine Weltpremiere.

    Die Notenbanken im Westen sind völlig durchgedreht.

    Um die Bürger zu noch mehr Konsumschulden bzw. die Unternehmer zu noch mehr kreditfinanzierten Investitionen zu bewegen, haben sie die Zinsen für mittlerweile >12 Billionen USD Staatsanleihen ins Negative gedrückt.

    Nur, dass weder Konsumenten noch Unternehmer bei der Lage Bock aufs Schuldenmachen haben.

    Der grösste -heimliche- Profiteur des Ganzen ist natürlich der grösste Schuldner in jedem Land – was im Westen allerorten der Staat, sprich die ReGIERungen sind.

    Der eigentlich Leidtragende ist der Sparer und (künftige) Rentner, weil im Westen sowohl Sparen wie (gedeckte) Altervorsorge überwiegend auf Staatsanleihen basiert.

    Jetzt wissen Sie, bei wem Sie sich dereinst bedanken können..

  7. Soeben wurde gemeldet, dass die weltweiten Anleihen mit Negativzins nunmehr auf 11 Billionen USD angestiegen sind.

    Das ist beachtlich, nachdem Staatsanleihen auf unserem Planeten total nur etwa 60 Billionen ausmachen.

    Und natürlich bemerkenswert in Anbetracht der Tatsache, dass über die unverantwortlichen Folgen dieser repressiven Politik für unsere Altersvorsorge und unser Sparvermögen in der sogenannten ‚Qualitätspresse‘ bislang kaum was zu lesen ist..

  8. Nur als reminder – ab heute gilt in D./EU das ‚Jedermann-Konto‘, sprich ab jetzt hat bzw. kann jeder dort lebende Mensch inkl. Asylant u. Obdachloser ein Konto haben.

    Womit der Countdown zur Abschaffung von Bargeld endgültig eingeleitet wäre.

  9. Ich glaub‘, ich habe weiter unten bereits davor gewarnt:

    Die EU vergibt jetzt neue Steuernummern für jeden Bürger, wie letzte Woche im zuständigen Ausschuss abschliessend entschieden wurde.

    Natürlich dient dies -nach dem Einrichten eines Kontos für jedermann per April 2016- sowohl der Vorbereitung des Bargeldverbots als auch als nächster Schritt hin zu den ‚Vereinigten Staaten von Europa‘ (inkl. vermutlich uns, der Schweiz – zwangseingemeindet natürlich).

    Und weiter dient dies lediglich der Schikanierung von Bürgern mittels idiotischer Direktbesteuerung (als zusätzliche Einnahmequelle zur Finanzierung von Staatsausgaben nebst dauerhaft zu prolongierenden Staatsanleihen). Aber gut, so lange das der Steuertrottel in egal welchem Lande eben toleriert, ist das ja auch sicher eine gute Sache. Zumindest für ReGIERungen.

    Ach so, ja – so ganz nebenbei: Der indische Premierminister findet die Idee der Bargeldabschaffung seit letzter Woche nunmehr auch ganz toll.

    Was, noch mal so ganz nebenbei, den Goldpreis temporär erheblich treffen dürfte, weil zur repressiven Umsetzung eines Bargeldverbots alle Alternativen zum Horten zumindest zeitweilig verboten werden müssen.

    Was in Indien eben das Gold wäre. Was erheblichen Einfluss auf den internationalen Preis haben wird.

    ME wie gesagt nur temporär, aber einschneidend – die $680 sollten wir daher noch einmal sehen. Dann jedoch in Bälde die $2.000 – $5.000. Aber nur noch auf dem Schwarzmarkt natürlich..

  10. Eine interessante Opposition der Deutschen Bundesbank gegen, tja, gegen wen eigentlich.. ?!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/14/bundesbank-bargeld-ist-nicht-schuld-an-geldwaesche-und-kriminalitaet/

    Denn bei der Abschaffung von Bargeld geht es unseren Regierungen natürlich nicht allein darum, künftige Bank-runs quasi bereits im Keime zu ersticken, sondern insbesondere um noch mehr Steuereinnahmen:

    Erstens wird der Bürger dadurch völlig gläsern. Und zweitens kann endlich die berüchtigte ‚Finanztransaktionssteuer‘ aus der Schublade geholt werden – wonach künftig von jeder Überweisung ein Minibetrag für den Fiskus abgezweigt wird. Bei den Billionentransfers täglich zwischen den Bürgern alleine in der EU kommt da natürlich ein hübsches Sümmchen für die ReGIERungen zusammen.

  11. Kanada hat seine Pläne für einen bail-in preisgegeben:

    Kundeneinlagen (ok, leicht verbrämt von der kanadischen Regierung als ‚langfristige Verbindlichkeiten‘ verklausuliert) sollen im Konkursfall einfach in Bank-Eigekapital umgebucht werden

    Plus meine Ergänzung: Das geht easy, sobald Bargeld abgeschafft ist ! Wobei, hatte hier nicht mal einer glatt behautet, das ginge (buchhalterisch) nicht. Klar geht das !

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/23/kanada-sparer-werden-bei-bank-pleiten-zur-kasse-gebeten/

  12. Die Zentralbank von Australien hat soeben einen ranghohen Mitarbeiter losgeschickt, ihren Bürgern das Ende von Bargeld u. Schecks nahezubringen:

    http://www.smh.com.au/business/banking-and-finance/reserve-bank-says-australian-dollars-could-come-in-digital-form-in-future-20160223-gn0zxx.html

    Zunehmend wird offenkundig, dass dies eine konzertierte Aktion aller Zentralbanken & Regierungen, zumindest in der westlichen Welt, ist.

    Um ja jeglichen bankrun seitens uns Bürger in der aktuell schwelenden Bankenkrise zu verhindern.

  13. Draghi schafft die € 500er Note ab, Larry Summers in den USA fordert dasselbe von der USD 100er Note, Monopoly wird künftig ebenfalls ohne Bargeld gespielt.

    Und die Menschheit schaut dem Treiben unserer ReGIERungen wie Zentralbanken einfach zu. Schon herrlich. Dann einfach sorglos weiterspielen.. ;))

  14. Allmählich wird’s für die Zentralbanken auch rechtlich diffizil.

    In der FED wird aktuelle erörtert, ob Negativzinsen nicht illegal wären.

    Ob sie gegen eine Verfassung verstossen, ist wie immer schwierig zu beurteilen. Folgt man jedoch der Auffassung, dass sie eine Steuern auf das Halten von Bargeld darstellen, wäre der Schritt nicht mehr weit, die sogenannte „Unabhängigkeit“ der Zentralbanken -endlich- aushebeln zu können:

    Neue Steuern darf nämlich nur der Gesetzgeber bzw. das Volk einführen, jedenfalls nicht eine Zentralbank.

    Wir sollten das auch hierzulande auf dem Radar behalten.

  15. Die Schweden gelten ja als Hardcore-Sozialisten. Nicht von ungefähr hat deren Zentralbank eben den bislang höchsten Negativzins verkündet, minus ein halbes Prozent.

    Ich weiss, das ist noch weit von meinen zweistelligen Raten entfernt; aber wir haben ja auch noch 4 Jahre Weltrezession vor uns.

    In denen die Regierungen uns Bürger/Unternehmer zu neuen Konsum- wie Investitionsschulden zwingen wollen, koste es, was es wolle – zB den Älteren unter uns eben ihre Altersvorsorge. Aber gut, Kollateralschäden haben Politiker noch selten interessiert.

  16. In D. fordern 23 DAX-CFOs von ihrer ReGIERung höhere Zinsen für ihre Betriebsrenten (also inkl. der ihrer Mitarbeiter, um präzise zu bleiben).

    Was ich löblich finde, weil die Herrschaften zumindest erkannt haben, wo der eigentliche Negativzins-Übeltäter sitzt.

    Wobei sie das am Ende dann doch nicht so formuliert hatten – vielmehr erbaten sie die Politik um Genehmigung weiterer Bilanzierungstricks:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/09/niedrig-zins-gefaehrdet-betriebs-renten-industrie-schickt-hilferuf-an-die-politik/

  17. Es wird spannend mit den Zinsen. Die BoJ hat gerade auch die Negativzinsen ausgerufen.

    Sollte nun die FED im März ebenfalls negativ gehen, könnte mein call für zweistellige Negativzinsen schneller Realität werden als manchem (kommenden) Pensionär lieb.

    Die Zyklen zeigen jedenfalls einen jährlichen Wendepunkt bei den Fed discount rates voraus in 2018 und noch einen in 2020.

    Rauf o. runter, das ist nur die Frage..;)) Jedenfalls sollten wir es nach dem 16. März besser wissen. Und noch einmal in Q3:

    http://www.armstrongeconomics.com/archives/40558

    Anfang 2021 endet jedenfalls die aktuelle Weltrezession. Und 2017/18 sollte ein erster Höhepunkt der aktuellen Staatsanleihenkrise werden – welche sich aber bis Ende 2020 hinziehen sollte.

  18. Auch die DWN vermuten hinter dem kommenden Bargeldverbot in D. nichts anderes als das erneute Aufflammen der europäischen Bankenkrise:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/03/5000-euro-bundesregierung-erwaegt-bargeld-obergrenze/

    Glaube nur keiner, wir blieben davon hierzulande verschont – unsere 1.000 Franken-Note ist schneller abgeschafft, als mancher selbige noch zur Bank schaffen kann.

    Unsere Regierung hatte vorletztes Jahr bereits an der Abschaffung von Bargeld geschraubt, ist dann nochmals zurückgerudert, aber eine weitere Bankenrettung à la 2008 wird es wohl nicht mehr geben – die Sparer sollen gefälligst mit ihren Spareinlagen für die Derivateverluste ihrer Banken haften. So schaut’s aus.

    Ich kann nur jedem raten, sich US-Dollarnoten cash unter die Matratze zu legen.

  19. Auch Bloomberg hat jetzt die Abschaffung von Bargeld gefordert.
    Neben den bekannten Sicherheitsaspekten wurde darauf verwiesen, dass Scheine u. Münzen „dreckig u. gefährlich, unhandlich u. teuer, antiquiert u. so analog“ seien.

    Mein Güte, wofür Journalisten sich heutzutage nicht alles bereits hergeben (müssen)..

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/02/gegen-muenzen-und-scheine-bloomberg-fordert-bargeldlose-zukunft/

  20. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank fordert einen Billiglohnsektor für ‚Flüchtlinge‘, und sein Chef kleidete seine Forderung nach Abschaffung des Bargelds in eine Prognose.

    Meine Meinung dazu ?

    Nun, bei einem 7 Mrd. Verlust seiner Bank hat Ersterer wohl seit geraumer Zeit die falschen Prioritäten und selbiges soeben erneut bewiesen (was mE jedoch weitgehend an seinem bzw. seinen bisherigen Chefs liegen müsste). Wobei er mir dennoch damit netterweise recht gegeben hat.

    Während ich den CEO einer Bank, welche bereits seit geraumer Zeit als „Next Lehmann“ (Zerohedge) gehandelt wird, durchaus verstehen kann – dass der alles, aber auch wirklich alles unternimmt, den kommenden Bankrun auf seine Bank zu unterbinden.

    Und was ich ‚Deutsche Bank‘-Kunden bei solchen Aussagen raten würde ? Ganz einfach – flüchten Sie !

  21. Ich weiss nicht, ob es tatsächlich so simpel funktioniert.

    Aber falls doch, hat Schäuble soeben die Sparguthaben der Deutschen seinen Amtskollegen zum Verbrennen in der nächsten Bankenkrise freigeben – quasi via Zeitungsannonce.. ;-))

    Falls ja, wäre dies natürlich eine neue, besonders dreiste Art staatlicher Repression & Enteignung. Aber bitte, in der heutigen Zeit würde ich derartige Vorgehensweisen keinem Finanzminister auf Erden in Abrede stellen wollen:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/26/schaeuble-gibt-deutsche-sparguthaben-als-pfand-fuer-euro-risiken-frei/

  22. Die deutsche SPD ruft nach Obergrenzen.. beim Bargeld..

    Besser kann man die Absurdität der dortigen Politik nicht mehr titulieren:
    http://www.godmode-trader.de/artikel/spd-will-obergrenze-fuer-barzahlungen,4499446

    Noch einmal, worum geht’s unseren ReGIERungen wirklich:

    Die nächste Bankenkrise lauert um die Ecke. Laut einem früheren IWF-Chefvolkswirt liegen runde 1.000 Mrd (! = 1 Billion) Dollar faule Kredite im Feuer.

    Ihm zufolge droht uns allen in Bälde daher eine neuerliche Bankenkrise, die schlimmer werde als die von 2007ff.

    Unsere allseits geschätzen Politiker wollen aber keinen Banken-bailout mehr zu Lasten der Steuerzahler vornehmen – also muss der Sparer (zufällig meist auch der Steuerzahler, aber das nur am Rande) bei der nächsten Bankpleite selber d’ran glauben.

    Das geschieht, indem man ihm verbietet, sein Geld von seiner Bank bzw. dem ganzen Bankensystem abzuziehen – indem man Bargeld verbietet. Unter dreistesten wie dämlichsten Begründungen.

  23. Die finanziellen Repressionen an den Bürgern sollten mE die kommenden 4 Jahre (so lange wir eben in dieser aktuellen Weltrezession stecken) unvermindert weiter gehen:

    – Steuererhöhungen – etwa zur Finanzierung weiter drastisch steigender Flüchtlingskosten, aber auch zur (weiteren) Subventionierung unserer AHV mittels Ergänzungsleistungen

    – Abschaffung Bargeld – zur Verhinderung künftiger Bankruns, wie auch zum Hochschrauben der Negativzinsen

    – Höhere Staatsschulden – zur Finanzierung von was auch immer, jedenfalls von allfälligem u. offenkundigem Missmanagement unserer Regierungen. Denn wieso kommen die nie, aber auch wirklich nie u. nirgendwo einmal mit dem Geld aus, was sie zur Verfügung haben bzw. einmal budgetiert hatten .. ?!

    Der erste und einzige Finanzmanager, der die Courage bewiesen hat, dies auszusprechen – wenigstens mit Blick auf die bescheuerte Geldpolitik hüben wie drüben- scheint Oliver Bäte von meiner guten alten Allianz:

    http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/allianz-chef-oliver-baete-was-die-ezb-betreibt-ist-finanzielle-repression-a-1072468.html

    Vielleicht finden sich ja in Bälde noch mehr Vernünftige respektive gar irgendwann einmal sogar zur Vernunft Bekehrte..

  24. In Deutschland wird das Bargeldverbot nun mit aller Macht vorangetrieben. Aktueller Vorwand – Flüchtlinge, die ja ein Konto brauchen.

    Die deutsche Bankenaufsicht BaFin (vergleichbar unserer Finma) ruft die Geschäftsbanken dazu sogar zum Rechtsbruch auf.

    Ok, was nunmehr ja wirklich nichts Neues mehr wäre, aber nach wie vor bemerkenswert ist:

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/11/bank-konto-ohne-ausweis-aufsicht-ermuntert-banken-zum-rechts-bruch/

  25. Bald Bargeldverbot in England ?!

    Der Chefökonom der Zentralbank von England forderte vor wenigen Tagen Negativzinsen (die gibt es dort noch nicht) und fabulierte, dass dies die Abschaffung von Bargeld zwingend nötig machen könnte:

    http://www.telegraph.co.uk/finance/bank-of-england/11874061/Negative-interest-rates-could-be-necessary-to-protect-UK-economy-says-Bank-of-England-chief-economist.html

    (bzw. auf Deutsch hier:
    http://www.nzz.ch/finanzen/devisen-und-rohstoffe/devisen/hat-papiergeld-bald-ausgedient-1.18618636

  26. 2016 dürfte das Bargeldverbot in der EU umgesetzt werden:

    http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article131056902/Maas-verspricht-Girokonto-fuer-jedermann.html

    Unter dem Vorwand einfacherer Terminologie wird dort per Anfang 2016 mit Umsetzung einer EU-Richtlinie ein sog. ‚Basiskonto‘ für die rd. 10% EU-Bürger eingeführt, die bislang schlicht noch keines haben – und ebenso für Obdachlose, Asylbewerber u. vorläufig Aufgenommene.

    Mit Verweis auf Letztere wird dann auch unser Bundesrat hierzulande das Bargeldverbot umsetzen wollen. Was linke Zeitgenossen begeistert aufgreifen werden, eben unter Verweis auf all die im Text o.a. Propaganda.

    Einziges Problem – analog zum US-Dollar: Die vielen Franken, die z.Zt von Ausländern bar gehalten werden. In jüngster Zeit dank des Mindestkursdisasters unserer lieben SNB.

    Tja, eine Repression schiesst manchmal eben einer anderen ins Knie.. Wie dürfte das ausgehen ? Nun, staatliche Gier hat in der Geschichte immer schon die Oberhand gewonnen – leider.

  27. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/05/bargeld-obergrenze-kommt-nach-deutschland/

    = 3.000 Euro für den Beginn im nördlichen Nachbarkanton, und zunächst als Testballon erst mal nur auf Länderebene.

    Während bei uns letztes Jahr die Obergrenze de facto bei 100.000 Franken angesetzt wurde: Die entsprechende Verordnung, die Bargeldzahlungen oberhalb dessen verunmöglichen soll, ist soeben veröffentlicht worden.

    So geht’s mit allem Totalitarismus los – schleichend.

    Erneut: Achten Sie bitte darauf, wie Sie konditioniert werden – tagtäglich in den sog. ‚Qualitätsmedien‘..

  28. An alle Mitbürger

    Ein Bekannter hat es im Internet eben schön formuliert, nachdem BBC soeben gemeldet hat, dass in UK die bargeldlosen Transaktionen die mit Bargeld überstiegen haben.

    Die Medienproaganda hat begonnen. Liebe Mitbürger, achten Sie bitte darauf – ab jetzt werden Sie konditioniert, dass Bargeld abgeschafft werden soll.

    Und bitte, ich meine das völlig wertneutral, egal, ob man jetzt für oder gegen Bargeld, für oder gegen Vollgeld, für oder gegen Negativzinsen ist.

    Mir ist nur wichtig, dass Sie merken, WIE Sie konditioniert werden. Wenn Sie das merken, merken Sie auch all die anderen Versuche ..

  29. @ Der Aufklärer

    Na, schon lange hier nicht mehr mitgelesen oder blieb Ihnen zwischenzeitlich gar die Spucke weg ?

    Um Sie aber weiter aufzuklären:

    Zusammen mit dem totalen Überwachungsstaat, der uns in Bälde nicht nur wie bislang dank NSA, sondern auch sauber per heimischer Gesetzgrundlage droht (rein natürlich, um Terroristen zu jagen – klar.. ), hätte die Regierung bei einem Bargeldverbot Zugriff und Einsicht in ALLE Ihre finanziellen Transaktionen:

    Alles, was Sie kaufen und verkaufen, wann, zu welchem Preis, und natürlich von wem/ an wen. Wem Sie Geld schenken oder von wem Sie was bekommen, warum auch immer. Schlicht auf alles.

    Bis sogar eines Tages ein paar Herrschaften an Ihre Türe klopfen könnten und Sie nach dem „Wieso“ fragen. Bzw. nicht einmal das, sondern schlicht Ihren geplanten Kauf/Verkauf per Knopfdruck ohne Anmeldung einfach unterbinden..

    Sie glauben, ich spinne ?! Weil das in keinster Weise mit den Bürgerrechten kompatibel wäre, um Sie zu zitieren ? Das wäre es in der Tat nicht. Mein Rat – warten Sie’s mal ab.

    Und darf ich Sie über noch was aufklâren:

    Sobald nach Dänemark auch in der gesamten Rest-EU das Bargeld verboten ist, holen deren Finanzminister die sog „Finanztransaktionssteuer“ aus der Schublade, die da seit 3 Jahren schlummert.

    Und besteuern damit jede, aber auch wirklich jede elektronische Transaktion, sprich Überweisung ! Zwar nur mit Cent oder Millicentbeträgen, aber selbst das summiert sich dann gewaltig. Und zwar als Kosten auf Seiten der Bürger, und als erfreulicher Einnahmesegen auf Seiten der Regierung.

    Und jetzt wette ich mit Ihnen um eine gute Flasche Vino – egal welche Regierung bei uns dann an der Macht sitzen wird, und selbst wenn wir bis dato bereits sämtliche Bilateralen aufgekündigt hätten: DAS Gesetz wollte die unsrige für uns sicher doch noch übernehmen..

    Sie glauben, das kommt hierzulande nicht zustande ?Hoffen wir es für uns alle..

    • Wie meinen Sie das, Herr Abegglen? Glauben Sie nicht an das, was Herr Ott geschrieben hat? Für mich sind seine Gedankengänge schlüssig nachvollziehbar.

  30. @Dr. Ott,
    Ein Bargeldverbot ist undenkbar. Es ist in keiner Weise mit den Bürgerrechten kompatibel. Das ist ja die Gefahr des heutigen Kapitalismus: Dass er auf der Suche nach Überlebungsstrategien in autoritäre Muster verfällt.

    Wir müssen lernen sauber zu unterscheiden, sonst kommen wir nicht weiter! An Nichtbanken kommt das Bargeld ja nur als Verbriefung für Forderungen gegen eine Geschäftsbank. Die Nichtbank kann also gegen diese Verbriefung täglich fälligen Forderungen gegen eine beliebige Geschäftsbank fordern. Also dem Zahlungsmittel, mit dem Nichtbanken ihre realwirtschaftlichen Schulden tilgen.

    Und natürlich kann diese Zentralbankforderungen nur die Zentralbank erzeugen. Nur steht sie trotzdem nicht am Anfang des Geldes und der realen Nachfrage. Weil ja zuerst verpfändbare Schulden von Nichtbanken bei der Geschäftsbank gemacht werden müssen. Eine Finanzierung durch die Geschäftsbanken macht diese erst real wirksam.

    „Geld ist das gesetzliche Zahlungsmittel innerhalb eines Währungsraumes, das von der Zentralbank ausgegeben wird.“ ((vgl. bundesbank.de, Geld und Geldpolitik, S.22, 18.03.2014))

    Einzig und allein die Zentralbank, kann dieses Geld in Umlauf bringen. Dieser Punkt führt oftmals zu erheblicher Uneinigkeit und es ist deshalb, nochchmals, wichtig eine exakte Begriffsdefinition zu benutzen.

  31. Edelmetalle
    Die Abschaffung von Bargeld (Noten und Münzen) scheint eine ernsthafte Bedrohung zu werden da Auch die Totalüberwacher in den USA sich mit dieser Idee anfreunden. Die Frage in einem „freien“ Staat muss immer sein: Wie kann der Bürger darauf reagieren? Eine Rückkehr zu einer Form von Zentralbank unabhängigem Tauschhandel scheint die Lösung zu sein. Physische Edelmetalle bieten sich als Tauschmittel wieder an. Vorteil: Physische Edelmetalle sind in kleine Einheiten teilbar. Auch grosse Summen können in Edelmetallen relativ leicht dargestellt werden.
    Die Preissetzung kann auf einem staatsunabhängigen Markt stattfinden. (Vorteil gegenüber Kunstgegenständen, Immobilien)
    Aktio =Reaktio Fürchtet euch nicht!

    • … und dann haben Edelmetalle noch einen weiteren Vorteil. Man kann sie schmelzen, was zum Beispiel bei Banknoten nicht empfehlenswert ist. Damit verliert sich jede buchhalterische Spur, und die offiziellen und inoffiziellen Geheimdienst können in die Sonne schauen.

    • Goldvreneli einschmelzen und Goldbarren draus machen? wenn man kann, kann man sicher… aber ich geh mal davon aus, dass die durchschnittliche Küche nicht unbedingt die dazu notwendige Infrastruktur bietet; und muss die Feinheit des Goldes (bzw Metalls) nicht irgendwie offiziell geprüft und bestätigt werden? Klingt mir nicht nach etwas, das leicht umsetzbar ist.

      Da ist es wohl leichter, im Quartier Klavierstunden gegen Gartenarbeit zu tauschen, und sicher auch nicht falsch, sich schon mal mit den Bauern in der Nähe auf guten Fuss zu setzen.

  32. Kann das Guthaben der Kunden wirklich zu Eigenkapital der Banken umgebucht werden? Die Guthaben der Kunden sind ja die Schulden der Banken. Ist es logisch, dass aus Schulden der Bank gegenüber den Kunden eine Schuld der Bank gegenüber sich selber wird? Oder würde die Bank einfach Ihre Schulden streichen?
    Vielleicht müsste man das Unheil (wenn es käme) einfach anschauen und nichts machen: Banken, die schlecht sind, gehen pleite. Die Leute lernen, dass Geld auf der Bank Risiken birgt und dass ein sich-Zussmmenziehen der Geldmenge bedeutet, dass Leute, die schlechten Banken Geld geliehen haben, dieses verlieren.
    Auch glaube ich nicht an too-big-to-fail. Ich sehe es als wahrscheinlicher an, dass manche Banken too-influential-to-fail sind. In Zypern hat sich gezeigt, dass eine Bank in eine gute (mit guten Vermögenswerten und den Einlagen bis zur Höhe von 100000 Euro) und eine schlechte aufgeteilt werden kann.

    • Natürlich sind Banken nicht zu gross zum fallen. Aber trotzdem werden sie wieder gerettet. Die Hochfinanz (ein Geknüngel der Mächtigen mit Geld und Macht/Einfluss/Politik) hält eben zusammen.

    • @ Benny Fuchs

      Da die Banken quasi als „Scharniere“ fungieren in der Volkswirtschaft und in dieser Funktion risikolose Zinsen gewährleisten, welche angespart werden, muss die Geldmenge laufend ausgeweitet werden. (Spargelder stehen nämlich zur Schuldentilgung grundsätzlich nicht zur Verfügung.) Dies kann allerdings nicht mit neuen rückzahlbaren Schulden geschehen, denn dann würden ja die Aktiven, also die rückzahlbaren Kredite, ebenfalls erhöht. Da springt dann der Staat ein mittels Staatsverschuldung. Genaueres erfahren Sie hier:
      https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/kritik-an-der-kritik/fehlender-zins

      Fallen die grossen Banken, fällt auch die Währung und damit die Staatsmacht. Daher werden die Mächtigen alles daran setzen, dass das Volk keine politisch gefährlichen Verluste tragen muss bis es dann zum unumgehbaren grossen Knall kommt. Paul C. Martin 1990: „Da die Politiker und Notenbanken aber den CRASH bis zum letztmöglichen Zeitpunkt hinauszögern wollen und werden, gibt es für das kapitalistische System kaum eine Chance mehr. Das beste Wirtschaftssystem, das es je gab, das einzige dem Menschen angemessene, muß untergehen.“

      Insofern haben Sie gar nicht Unrecht. Allerdings liegt das Problem tiefer: „Heerscharen von Philosophen, Historikern, Soziologen und Ökonomen haben sich mit dem Phänomen des „Aufstiegs und Niedergangs“ beschäftigt, ohne auf den Kern des Problems zu stoßen, nämlich seine prinzipielle Unlösbarkeit.“ Und dieser Kern ist die vom zitierten Paul C. Martin so genannte Ur- resp. Kontraktschuld:
      http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/URSCHULD.pdf

      Darf ich noch ein Zitat von „chattison“ anhängen?: „Das Geldwesen ist nicht reformierbar, sowenig wie ein Staatswesen, da beide direkt proportional voneinander abhängig sind und, egal in welcher Verkleidung von -ismen sie daher kommen, immer prinzipiell dasselbe bedeuten: Abhängigkeit zum Zwecke der Macht.“
      Siehe dazu auch den folgenden Aufsatz:
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/03/macht-macht-untertan-die-unvereinbarkeit-von-staatlicher-macht-und-demokratie/#more-686

      Freundliche Grüsse
      OC

    • @ Roger Marti

      Buchungssatz: „Spareinlagen an Eigenkapital“. Ganz so einfach geht es natürlich nicht – dazu braucht es mindestens ein Gesetz.

      Aber an dem dürfte eine Enteigung -schaut man in die Geschichte- am wenigstens scheitern..

    • @ Oeconomicus criticus

      Könnte denn nicht das islamistische Finanzsystem die Lösung sein? Ich hab mich damit nicht vertieft auseinandergesetzt. Rein von meinen Basiskenntnissen weiss ich jedoch, dass es keine Zinsen gibt – Zinsen sind ja die Wurzel des Übels in unserem kapitalistischen Geldsystem. Anstelledessen gibt es eine Erfolgsbeteiligung (oder eben Verlustbeteiligung).

    • @ Benny Fuchs

      Hatten wir Beide diese unselige Diskussion nicht bereits mehrfach ? Und falls ja, brauchen Sie jetzt schon wieder ein neues Pseudonym, mein Bester ;-))

  33. Eine (wenigstens kleine) Möglichkeit kann auch der Staat nicht verhindern: der Tauschhandel kommt wider zum Zug. Ich schreibe für den Bauern den Brief, er gibt mir dafür ein paar Eier, ich mache dem Maler die Buchhaltung, er streicht mir die Wohnung, etc., etc. Ist zwar mühsam, aber die Leute wissen sich immer wieder zu helfen.

    • Kicher-kicher… lustiger Kommentar.
      Glauben Sie wirklich, der Bauer braucht im 2015 jemanden der ihm den Brief schreibt, der Maler jemand der ihm die Buchhaltung macht????
      Natürlich nicht!
      Aber die Zeit wird kommen, da Buchhalter stattdessen auf den Feldern Kartoffeln pflanzen (lernen… müssen…) und sich der „realo-Welt“ stellen werden, sich die Hände schmutzig machen werden, mehr und minder erfolgreich, um zu überleben.
      Ich freu mich drauf. Fantastische Visionen haben Sie da.

  34. @Dr. Jürgen Ott

    Sehr geehrter Herr Doktor Ott

    Besten Dank für Ihren Beitrag.

    Es ist wirklich so: Die SNB baut sich mit den Negativzinsen einen „Verlustpuffer“ für kommende Währungsverluste auf ihren Devisenpositionen.

    Die könnten das Eigenkapital der SNB wegfressen mit den entsprechenden Konsequenzen.

    Und um das Bargeld sieht es wirklich bedrohlich aus. Es kommt höchstwahrscheinlich die Zeit, da dürfte dieses nur Folklore sein wie das „Gold-Vreneli“.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Ott

      Was meinen Sie mit diesem Beitrag? Soll man Gold(vreneli) nicht kaufen? Der Beitrag von Jürgen Ott lässt doch darauf schliessen, dass man sein Bargeld in Gold und Aktien umschichten soll.

      MfG, Benny Fuchs

    • @ Benny Fuchs

      Selbstverständlich sollte man. Wenn Bargeld verboten wird, bleiben ja nur Aktien, und daneben G+S’münzen als (letzte mobile) Anlage. Und Staatsanleihen und Immobilien jedenfalls nicht mehr in Anbetracht des timing bei den Zyklen.

      Nur sollten diejenigen, die das eben noch nicht haben, mE noch etwas Geduld zeigen:

      Wir scheinen bei G+S immer noch in der Korrektur, und das zieht sich wohl auch noch so bis ins kommende Jahr hinein. Und bei Aktien aktuell auch, wobei die Korrektur wohl nur noch ein paar Wochen andauert – dann könnten vor allem im DAX neue Jahreshochs wieder d’rin sein.

      Was auch für US-Aktien gelten sollte. Wobei die mE eben erst so richtig ab 2016 ins Laufen kommen, wenn hier in Europa die Staatsanleihen + der Euro den Bach ‚runter gehen, und auch die militärischen Konflikte evidenter werden.

      War das klar genug ?

    • ..ich habe auch nichts zu Aktien gesagt ;-)) Beides hat man entweder oder hat man eben nicht. Und falls letzteres, kauft man beides eben nach der nächsten und der übernächsten ordentlichen Korrektur in ordentlichem Ausmasse nach..

    • ..und sorry, um ganz präzise zu sein: der AKTUELLEN, der nächsten und der übernächsten gröberen Korrektur..