Axel Weber besetzt UBS-Führung mit Vertrauten

Präsident führt Machtkampf gegen CEO Ermotti – installiert eigene Leute in Konzernleitung – einer floppte, anderer brauchte Job.

Zwischen Präsident Axel Weber, 58, und CEO Sergio Ermotti, 55, ist ein Machkampf entbrannt. Es geht um nichts weniger als den obersten Führungsanspruch in der Grossbank.

Weber, ein Deutscher, hat jetzt überraschend die Oberhand gewonnen. In einem veritablen Coup gelang es dem einstigen Zentralbanker und Wanderprediger, enge Vertraute zu installieren.

Weber installierte gleich zwei seiner Leute im operativen Spitzengremium seines Kontrahenten. Wie sehr sich die beiden bekämpfen, geht aus Reminiszenzen hervor.

So nimmt Ermotti Anrufe von Axel Weber auf seinem Handy nicht entgegen, sondern lässt den als eitel geltenden Deutschen auf seine Combox sprechen. Viel später ruft Ermotti dann zurück.

Als Weber bei der UBS begann, war für Ermotti klar, dass der neue Präsident ihm in seinem Konzernleitungsbüro seine Aufwartung machen würde, berichtet eine Quelle.

Das kam für Weber nicht in Frage. Er würde Ermotti bei sich empfangen im 3. Stock an der Bahnhofstrasse 45 in der Zürcher City, und sicher nicht umgekehrt.

Die beiden sind sich seither spinnefeind. Jeder der zwei obersten UBS-Aushängeschilder geht getrennte Wege bei den Auftritten. Das gemeinsame Foto im Quartalsbericht ist reine Staffage.

Nun könnte der schwelende Konflikt eskalieren. Der Grund ist die gestern bekannt gegebene umfassende Erneuerung der Konzernleitung von CEO Ermotti.

Diese trägt die Handschrift von … Axel Weber. Nicht CEO Ermotti hat also seinen eigenen Führungszirkel mit eigenen Vertrauten bestellt. Sondern Weber legte dem CEO der Bank seine Favoriten ins Nest.

Wie das möglich war, darüber rätseln Insider. Aus dem Fakt aber, dass Weber seine eigenen Leute im wichtigsten Gremium, dem Group Exective Board, platzieren konnte, ist für sie eines klar.

Weber hat das Sagen in der UBS, Ermotti ist massiv geschwächt.

Nun rätseln sie darüber, ob die Zeit des scheinbar unbestrittenen CEOs früher ablaufen könnte, als bisher allgemein erwartet wurde.

Dass Weber eigenen Manager in Ermottis operatives Spitzengremium setzen konnte, geht aus zwei entscheidenden Personalien hervor.

Zunächst ist das jene von Axel Lehmann, 56, einem Schweizer, der bei der UBS neuer Chief Operating Officer wird.

Es handelt sich neben dem CEO um die anspruchsvollste Aufgabe innerhalb der Bank. Das Backoffice mit Zehntausenden von Leuten, verstreut über den Globus, braucht eine starke Hand.

Selbst ein Ulrich Körner, gestandener Banker mit langer Erfahrung bei der CS, schaffte dies bei der UBS ab 2009 nur zur Hälfte.

Lehmann ist kein Körner. Er ist zwar sozialer.

Aber vor allem ist er ein Manager auf Stellensuche gewesen.

Der Ökonom, der heute in der NZZ über den grünen Klee gelobt wird, war bei der Zurich Versicherung gescheitert. Am Ende landete er gar auf dem Abstellgleis.

Der Grund liegt in einer folgenschweren Niederlage. Lehmann scheiterte 2009 mit seinem Versuch, CEO des Versicherungsmultis zu werden. Das Rennen machte Martin Senn.

Seither haftet Lehmann das Image eines Losers an. Das ging soweit, dass er sich selbst immer wieder bei der UBS für einen operativen Spitzenjob ins Spiel gebracht habe, wie ein Insider sagt.

„Lehmann wollte schon lange ins Topmanagement, nur wollte ihn dort niemand haben“, sagt die Quelle.

Bis jetzt.

Nun hat Präsident Axel Weber den Mann aus seinem eigenen VR, Axel Lehmann, mitten ins Herz der Kommandozentrale seines Widersachers Sergio Ermotti gesetzt – und damit direkten Zugriff auf die operative Steuerung des Konzerns.

Dass Versicherungsmanager Lehmann die für den zentralen Operations-Teil dringend benötigte Bankerfahrung fehlt, ist offenbar nebensächlich.

Lehmann ist neu Ermottis schärfster Nebenbuhler. Mit Axel Lehmann in Warteposition kann Präsident Weber Ermotti jederzeit absetzen, ohne ein Vakuum zu riskieren.

Der für Kenner der Szene erstaunliche Triumph des Axel Webers geht noch weiter.

Jedenfalls scheint auch die zweite Beförderung von gestern, die vielerorts erstaunt, auf sein Konto zu gehen.

Die Rede ist von Christian Bluhm, wie Weber ein Deutscher mit engsten Beziehungen zur Bundesregierung in Berlin.

Bluhm schafft quasi aus dem Nichts den Sprung ins UBS-Spitzengremium. Er wird neuer Chief Risk Officer der Grossbank. Speziell mit ihrer Crash-Geschichte seit 2007 handelt es sich für die UBS um eine zentrale Aufgabe.

Der bisherige Riskchef Phil Lofts hätte für viele längst abgelöst gehört. Er war mitverantwortlich für den Subprime-Absturz und weitere Grosskrisen der Schweizer.

Statt einen starken Riskmanager auf den Stuhl des Engländers Loft zu setzen, übernimmt mit Bluhm ein Mann, der den deutschen Steuerzahler viel Geld gekostet haben soll.

Deutschland schenkt Griechenland Milliarden„, titelte die Frankfurter Allgemeine vor Jahresfrist, und erhob schwere Vorwürfe gegen den Finanzmann.

Dieser soll für die Bad Bank der Hypo Real Estate Griechen-Bonds weit unter Wert abgestossen haben.

Bluhm stemmte sich auch gegen den weit fortgeschrittenen Verkauf der Depfa, der einstigen Pfandleihanstalt Deutschlands mit Sitz in Dublin, an US-Hedgefunds.

Weil die Depfa überraschend beim deutschen Steuerzahler blieb und damit Staatsgarantie genoss, schoss ihr Kreditrating hoch – was sofort zu einer massiven Verteuerung der eigenen Schulden führte.

Ein No-brainer, heisst es im Markt. „Wir fragten uns: Was machen die?“, sagt ein Gesprächspartner.

Aus Kreisen von Bluhm wurde gestern Abend kein gutes Haar an der kritischen FAZ-Story gelassen. Ein Artikel in der Zeit sei hingegen präzis. Dieser erschien quasi als Replik auf den FAZ-Beitrag.

In der UBS-Zentrale wird betont, dass Ermotti selbst die neuen Konzernleitungs-Mitglieder vorgeschlagen und bei deren Bestellung durch den Verwaltungsrat „absolute“ Einigkeit zwischen ihm und Präsident Weber bestanden habe. Sowohl Axel Lehmann als auch Christian Bluhm brächten einen grossen Leistungsausweis mit.

„Diese Geschichte ist schlicht falsch und entbehrt jeder Grundlage“, sagte ein Sprecher heute zur Publikation.

„Wir haben dem Autor transparent und offen erklärt wie die Einstellungen der neuen Konzernleitungsmitglieder zustande gekommen sind. Er hat sich entschlossen unglaubwürdigen Darstellungen zu folgen.“

Ermottis engster Vertrauter und möglicher Favorit des Tessiners für dessen Nachfolge, Finanzmann Tom Naratil, wird als neuer Amerika-Chef weit weg vom Zürcher Headquarter sein.

„Als Amerika-Chef hat Naratil in Zukunft viel weniger Macht als bisher“, sagt der Insider.

Kommentare

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  1. Sieh mal, was Deine Schwiegermutter heute Abend durch Zufall gefunden hat: starker Tobak. Da geht es ja ganz schön zu bei der vornehmen UBS

  2. „The supreme quality for leadership is unquestionably integrity. Without it, no real success is possible, no matter whether it is on a section gang, a football field, in an army, or in an office.“ – Hat ‚mal ein bekannter „Führer“ gesagt. – Na ja, die UBS-Führung wäre bei seinen Aufgaben wohl abgehauen oder hätte sich untauglich gestellt.

  3. Lukas, was ist los? Bei der Cs geht die Post ab (Meister weg, Brunner weg) und kein Wort davon auf IP?? Oder ist es Dir peinlich, dass Deine so hoch gehandelten Favoriten auf den CS Schweiz CEO Posten schon vor der Aufwärmrunde weg sind?

    • CS ist alter Kaffee, auf IP abgehandelt und zudem sowieso egal, welche Personalie gerade aktuell als einzigen Erfolg die eigenen Taschen üppig zu füllen weiss.
      Und ja Hansli, zeig uns DU doch den Meister, die absolut hochstehenden Kommentare der jüngeren Vergangenheit lassen darauf schliessen, dass wir uns nächstens eines wirklich qualitativ hochstehenden Produktes aus deiner Feder werden erfreuen können – poverino…

  4. Das Problem der UBS ist nicht das Top-Management, es ist die MD Ebene, speziell in den Bereichen Business Management und Sales Management.

    Jegliche Restrukturierung erfolgte auf Kosten der operativen Ebene. Auch dort gab es betroffene MDs aber es waren zumeinst EDs. Diese sind NICHT auf der schön in der Presse zelebrierten „Teppich-Ebene“, sondern für das operative Geschäft effektiv verantwortlich.

    Diese wurden systematisch Entlassen, zum Teil mit haarsträubenden Methoden die man international nicht mal innerhalb der IB so gesehen hat.

    Systematisch wird mit einer Gauß´schen Kurve den GMDs udn MDs ein geniales Tool in die Hand gegeben, willkürlich über Mitarbeiter zu entscheiden.

    Beobachten Sie die Einstellungen, die NACH der letzten Restrukturierung stattfanden. Es waren massgeblich MDs auf der Ebene Business & Sales Management.

    Aber diese halten nicht das operative Geschäft in Händen. Das vorgelegte Ergebnis beleuchtet klar die Erosion die jetzt eingeleitet wurde. Wenn Kunden innert 1-2 Jahren mehrmals den Kundenberater und Investmentberater verlieren und jeweils mit einer weiter unerfahrenen Person konfrontiert ist, dann führt dies zum Stillstand.

    Glaubt man wirklich, der Kunde ist ebenso asozial wie das an den Tag gelegte Entlassungs-Verhalten? Nein. Jede Kundenebene wendet ab einem gewissen Punkt irritiert den Kopf und orientiert sich neu.

    Es fehlt diesen Leuten nicht nur eine integrale Sichtweise des Wealth Managements, es fehlt grundsätzlich die integral wertschöpfende Management-Kompetenz und eine nachhaltige Wertschätzungsphilosophie bezüglich des Kunden.
    Die Vermögen die einer Bank anvertraut werden gehören NICHT der Bank, sie sind die Vermögenswerte Anderer…

    …dieser Ansatz ist dem gegebenen BM & SM nicht inhärent und es findet nur noch ein „Netzwerkerhaltungs-Exorzismus“ statt…

    sehr traurig das Ganze…

  5. Genialer Schachzug von Axel Weber mit der Ernennung von Christian Blum und Lehmann.
    Es bleibt halt noch zu hoffen, dass Weber/ Lehmann nun auch nicht nur das „UBS Back Office/ operativ kontrollieren“, sondern auch noch den unsäglichen „mafiösen MD“-Filz auseinandernehmen, deren Boni nach unten umverteilen, mehr Transparenz schaffen etc.. Dann würde ein positiver Ruck durch die Kundenberater Front gehen.. Zur Zeit herrscht an der Front nämlich eine sehr hohe Unzufriedenheit.. Axel Weber muss halt einfach noch mit der Axt von oben reinhauen, das wird sehr schmerzhaft für viele MDs, aber es muss einfach sein. Bei einem Leistungsprinzip wie bei einer deutschen oder amerikanischen Gross-, oder Investmentbank würden die meisten der ca. 1’000 UBS MDs ohne direkte Kundenverantwortung und mit ihrem arroganten „Senioritätsprinzip“ knallhart auf die Strasse gestellt.
    Das Senioritätsprinzip hält sich ausschliesslich nur deshalb noch, weil die MD Kaste total verfilzt ist und sich den dünnen Ast auf dem sie sitzt, nicht selber absägen möchte. Seniorität ohne Leistung muss gefeuert werden.

    Weber sollte auch mal das ganze unsägliche „Gehaltsband“ System und das Hierarchiesystem bei der UBS abschaffen. Ein absolutes Unding im Jahr 2015, wofür braucht man 7 oder 8 Hierarchie-Ebenen vom kleinen Mitarbeiter, über den Prokuristen bis zum MD? Dazu kommt noch ein langfristig übergeordnetes Problem für die UBS und viele Firmen in der Schweiz: das bei diesen oft noch gelebte Senioritätsprinzip schreckt auch alle top Uni-Absolventen und potentiellen neuen Manager ab, sich bei der UBS zu bewerben (!), da diese es überhaupt nicht mehr nötig haben, sich von irgendwelchen 50-60 jährigen altgedienten UBS EDs und MDs unerfüllbare Neugeldziele reindrücken zu lassen. Diese jungen top/ausgebildeten Leute gehen mittlerweile statt zur UBS und zur CS alle viel lieber zu google, amazon, apple etc. – nicht zuletzt weil Tech mittlerweile auch besser zahlt als Banking, sondern auch noch viel „coolere“ Arbeitsbedingungen bietet – Shirt und Jeans statt Schlips und Billiganzug, tolle persönliche Arbeitsatmosphäre, keine pseudo-Hierarchien und keine verfilzten alten „MDs“ (!)
    Siehe dazu erst heute wieder ein ganz grosser toller richtiger Artikel auf Bloomberg: http://bloom.bg/1NPGrCX („..Tech has started to catch up Banking…and pay salaries that rival top firms..“)

  6. Wie so oft ist das hier totaler Quatsch. Jeder kann bei Herrn Hässig anrufen und andere anonym denunzieren. Es geht da nicht um Fakten oder Wahrheit. Das ist billige Effekthascherei und hat mit Journalismus wenig zu tun.

    • Die Artikel auf IP sind nicht immer ganz ausgereift und ausgefeilt. Sie legen jedoch stets den Finger auf einen wunden Punkt.

    • @An der Realität vorbei: Wenn Sie die Realität haben wollen, lesen Sie doch bitte @UBS@Risk oben. Da haben Sie die Realität! Als kleines Kundenschweinchen mit ein paar (von Gesetzes wegen zugewiesenen) Milliönchen wurden mir innerhalb von zwei Jahren drei neue, etwa 35jährige Kundenberater „zugewiesen“, wohlvermerkt an verschiedenen Standorten. Die verstanden wohl etwas vom Leasing-Geschäft, in Anlagen waren sie „Mainstream“. Aber „Mainstream“ habe ich heute im Internet, bin jedoch über die einzelnen Titel besser informiert als der RM. Und Funds of Funds of Funds of Irgendetwas will ich nicht. Also, nix wie weg zu einer Regionalbank. So kommt, was oben geblabbert wird, ganz unten beim Kunden, auf der operativen Ebene, an.

  7. „Weil die Depfa überraschend beim deutschen Steuerzahler blieb und damit Staatsgarantie genoss, schoss ihr Kreditrating hoch – was sofort zu einer massiven Verteuerung der eigenen Schulden führte.“
    ???????????????????????

    • @Jo:

      Klingt seltsam ist aber in einer „market-to-market“ Betrachtung effektiv so. Ein Grossteil der Schulden von Depfa begründet sich in emittierten Pfandbriefen und Anleihen. Aufgrund der Krise sind diese im Wert gesunken, somit sinkt aber auch die „market-to-market“ Rückzahlungsschuld. Also wenn Depfa irgendwo viel Geld bekommen würde, könnte sie diese vom Markt zu tieferen Preisen zurückkaufen und sich billiger entschulden als sie die Schulen ursprünglich aufgenommen hat.

      Ändert sich das Kreditrisiko wieder zum Positiven, dann kehrt dieser Effekt natürlich um. Das sind ja die Anlagechancen, die viele Investoren suchen. Das gilt aber im operativen Geschäft auch für das betroffene Unternehmen

      Ob dies nun ein Makel von Herrn Bluhm ist, ist eine reisserische Darstellung und aus meiner Sicht hat IP einfach nur etwas gesucht.

      Wenn am Ende die Depfa wieder solvent gesellt werden kann, die Anleger ihr Geld bekommen dann ist alles gut.

      Und warum soll die Depfa an HF verkauft werden um die Wertaufholungsgewinne an Investoren zu geben, wenn der Steuerzahler diese finanziert. Da muss ich allerdings Herrn Bluhm dann schon Recht geben wenn er sich bei guter ökonomischer „Heilungsaussicht“ hier gewehrt hat.

    • Die Aussage hat mich auch überrascht. Höheres (= besseres) Kreditrating von Depfa impliziert eine kleinere Ausfallswahrscheinlichkeit (Default Probability) von Depfa, was wiederum zu einem keineren Risiko für Lenders von Depfa führt. Dann sinkt aber auch der Zins, sprich, die Schulden VERBILLIGEN sich. Oder was?

    • @Credit Shark

      Klar, wenn der Souverän Deutschland die Hand über Depfa hält, dann steigt die Erwartung einer effektiven Rückzahlung. Somit sinkt die Default Probability.

      Nein, der Zins bleibt unberührt. Wenn überhaupt Zinsen bezahlt werden für Depfa-Anleihen, muss die Perspektive der Emission eingenommen werden. Heisst, alle bisherigen Schulden haben bereits festgelegte Konditionen. Diese ändern sich nicht, ausser diese werden via Moratorium neu verhandelt. Und ja, dann hätten Sie im Prinzip des „Present Value“ Recht. Aber wie gesagt, de-facto sinkt der Zins nicht einfach so…

      Es geht ausschliesslich um das Accounting bestehender Schulden. Wenn der Marktpreis aufgrund höherer Risiken sinkt, dann ist das ein Verlust für den Investor aber in der Bilanzverbuchung der Depfa werden die Schulden „market-to-market“ tiefer (eben zu Marktbewertungen) verbucht. Ironischerweise hat das positive Bilanzeffekte.

      Es zeigt sich also schon, wie irrelevant die Aussage im obigen Artikel ist. Die Bedeutung käme nur bei einem Konkurs der Depfa zu tragen, da es dann – retrospektiv – besser gewesen wäre die Depfa zu verkaufen…

      …da sind wir aber noch nicht

  8. Wenn man auf dieser Konzernebene mit solchen Spielchen die Zeit vertreibt, dann ist es überfällig, diese Aktie zu verkaufen. Anstelle zusammen zu arbeiten und für die Bank das Beste erreichen, verplämpert man sich die Zeit mit Selbstgehabe. Das das so ist, wie im Artikel beschrieben, glaube ich sofort. Es wäre ja nicht das erste Mal, wo der Ego vor der Performance steht. Einfach schwach und man sollte da eine Bereinigung vornehmen.

    • @hans meier: ja, da könnten sie recht haben! Ein verkauf der aktie würde sich nahtlos in das bild einfügen lassen. ich überlege mir dies auch gerade.

    • Also gibt’s noch Leute, die Aktien der beiden Grossbanken halten. Was tun die sich an? So lange schon ans Chrischchindli geglaubt? Und immer noch hoffen, dass es kommt? Das Chrischchindli, meine ich.

  9. Es zeigt sich ein Trend: Die CS hat mit Tidjane Thiam einen Versicherungs-Manager an die Spitze gesetzt.
    Die UBS bringt mit Axel Lehmann nun ebenfalls einen ausserordentlich integren Versicherungs-Manager an die Front.
    Solide Macher mit Langfrist-Denken sind gefragt, die der alten Garde von kurzsichtigen, bonus-geilen UBS- und CS-Bankern den Tarif durchgeben und ein solides Risiko-Management durchsetzen. Axel und Tidjane – eine gute Wahl.
    Den Verwaltungsräten der beiden Banken gehören Vorschusslorbeeren. Es kommt gut.

  10. Passt ins Bild der obersten Führungsgremien der UBS. Ermotti ist auch mit Zeltner hoffnungslos verstritten, und die beiden grüssen sich nicht mal. Ähnlich mit Körner im AM. Jeder gegen jeden, jeder nur für sich. Unternehmensführung geht anders.

    • @lucky: Jesses nei! Bei Performanceproblemen einer Frima Short Put Strategie proklamieren.
      Grosse Klappe keine Ahnung?

    • Grüezi Frau Eurex Basiskurs; sicher ist dich bekannt, dass je nach Szenario das Schreiben eines Puts profitabel sein kann (zumal bei Banken die Volatilität relativ hoch liegt). Vermutete „Performanceprobleme“ müssen nicht einen Kurssturz nach sich ziehen, oder ? (was Sie unterstellen).

    • einen Kurssturz nach sich ziehen müssen die Probleme nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist für das bizzeli Prämie doch relativ hoch würde ich meinen.
      Dann schon eher Short Call denn 1. nimmt man bei Performanceproblemen nicht an, dass die Aktie durch die Decke geht 2. profitiert man ebenso von der hohen Vola und 3. läuft man nicht ins Messer wenn der Markt die Performanceprobleme einpreist, sprich die Kursen sinken.