Last chance: UBS übernimmt CS

Wie 2008, einfach umgekehrt – Nur: UBS ist auch schwach, mit Gewinneinbruch, Italien-Krediten – bleibt Nationalbank als Retterin.

Als die UBS 2008 schief stand, startete ein Wahnsinnsprojekt: die Fusion von CS und UBS. Ein Krisenteam legte los, aus Monopolgründen wäre ein Teil des Schweiz-Geschäfts verkauft worden.

Erst die Berner Finanzaufsicht riss einen Stopp. Danach sprang die Nationalbank mit 70 Milliarden als Retterin der UBS ein. Die CS verkaufte sich den Kataris.

8 Jahre später ist die Lage wieder heiss. Diesmal umgekehrt. Die CS könnte in Schieflage geraten, die UBS übernehmen. Die CS beteuert, mehr Kapital denn je zu haben, mit 11,4 Prozent Kernquote.

Die vermeintlich wiedererstarkte Nummer 1 des Platzes ist selbst angeschlagen. Ihre Aktie hat seit Anfang Jahr einen Drittel verloren. Bei der CS sind es 50 Prozent.

Oswald Grübel, der bis 2007 die CS und ab 2009 die UBS lenkte, weiss, was es geschlagen hat. Er spricht heute im Blick von einer möglichen „Bankenkrise in Europa“.

Die Kurse der beiden Schweizer Finanzmultis könnten weiter sinken. Auf dem jetzigen Level müsse die CS 2 Milliarden Gewinn erzielen, die UBS 4 bis 5.

Die CS machte zuletzt riesige Verluste, die UBS magere Gewinne. Die Zahlen können die Aktienkurse, die bereits historisch tief sind, nicht stützen.

„Die Anleger realisieren, dass die Gewinne der Banken in Zukunft nicht so hoch sein werden, wie sie erwartet haben“, sagt Grübel.

CS-Aktie als SchnitzeliAlso kann’s weiter nach unten gehen. Die Probleme liegen in den immer noch gigantisch grossen Bilanzen der beiden Häuser.

Die CS hat gut 800 Milliarden auf ihren Büchern, die UBS über 900.

Die CS droht im 2. Quartal erneut unter die Räder geraten zu sein. Sie sitzt auf Milliarden von Krediten in Ländern, die schwanken: Indonesien, Mozambique, Brasilien.

Sie hat Schiffe und Flugzeuge à gogo finanziert, ein lange Zeit hoch lukratives Geschäft, das jetzt eingebrochen ist.

Sie zieht vermutlich wenig Neugeld an Land, weil die Kunden anderswo hingehen. Ihr drohen weitere Bussen und Strafzahlungen, und das Management könnte haftbar gemacht werden.

Die UBS ist ebenso geschwächt, nur spricht man weniger über sie. Sie profitiert davon, dass der ganze Fokus auf der grössten Krisenbank liegt, während der zweite kranke Mann im Raum nur am Rande beachtet wird.

Die führenden Medien lassen die Bank in Ruhe.

Doch sie ist gross im Europageschäft. Per Ende März wies die UBS Kredite in Italien von 1,5 Milliarden aus. Gegenüber Spanien waren es 1,3 Milliarden. Italien ist das Epizentrum der aktuellen Euro- und Bankenkrise.

Die UBS hat ein riesiges Derivateportfeuille mit Italien-Krediten. Sie kaufte fast 15 Milliarden Franken Versicherungen gegen Italien-Kredite, verkaufte fast gleichviel zum eigenen Schutz.

Die UBS ist somit keineswegs geschützter als die CS. Ihr Investmentbankchef Andrea Orcel sprach vor wenigen Tagen von einem „perfekten Sturm“.

Hinzu kommen horrende Rechtsrisiken.

In Frankreich droht der UBS ein Strafprozess. Sie musste dafür 1,1 Milliarden Euro Kaution hinterlegen. Gemäss Schätzungen könnten die Schweizer das Doppelte oder noch mehr zahlen müssen.

CEO Sergio Ermotti ist mit seiner UBS somit selbst in einen Negativstrudel geraten.

Ermotti war lange bei der italienischen Unicredit, die nun mit Dutzenden von Milliarden faulen Krediten in den Büchern dasteht.

Der Tessiner mit der stolzen Investmentbank-Karriere konnte seine Bank nicht vom Sturm fernhalten. Wie sein Counterpart bei der CS ist er mit dem Finanztanker vielmehr mitten hineingeraten.

UBS-Präsident Axel Weber hat Ermotti seinen deutschen Landsmann Martin Blessing von der Commerzbank ins Nest gesetzt. Taucht Ermotti, übernimmt Blessing.

Ermotti müsste stark sein, sollte die Schweiz sich entscheiden, dass die UBS die CS übernimmt. Die Operation Save CS bräuchte eine solide UBS mit einem unantastbaren Ermotti als Leader.

Die Schwäche der UBS rückt die SNB ins Zentrum. Am Ende bleibt nur die Zentralbank, die bei der CS das Gröbste verhindern könnte, falls die Bank kippt.

Der Lender of Last Resort müsste erneut einspringen, wie damals bei der UBS.

2008 war die SNB noch fit. Als sie die UBS rettete, hatte sie knapp 50 Milliarden Franken in Fremdwährungen. Inzwischen sind es 624 Milliarden, 12 Mal mehr.

Die Übung von 2008 gelang, mit einer frischen, bestimmenden SNB im Cockpit.

Heute ist sie selbst krank.

Kommentare

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  1. Ein Vorschlag aus dem regulatorischen Gruselkabinett. Ein wirklich grosser Wurf, ausgedacht und konzipiert von sach- und fachfremden Kleingeistern.

  2. Vielleicht hat ja Thiam recht und es braucht mehr Zeit. Allerdings fällt es schwer ihm zu glauben, zu oft ist die Öffentlichkeit, insbesondere sind aber die Menschen, die der CS vertraut haben, enttäuscht worden.Es ist sehr sehr viel kaputt gemacht worden, und warum?
    Aus reiner Geldgier. Ich kenne ein Dutzend Directors und MDRs, die vollkommen frustriert von der CS weggingen oder gegangen wurden, weil sie den Hals nicht voll genug bekamen. Verschwendete Leben.

  3. wenn ich das alles des langen und des breiten so lese, bekomme ich den eindruck dass aus den einst von steuerhinterziehern aus aller welt gemästeten scxhweiz banken ein schrotthaufen geworden ist. jetzt muss halt noch irgendein dummer gefunden werden, dem man den mist aufs auge drückt.

  4. Die Banken haben ihre Kunden mehrere Jahrzehnte ausgenommen und haben sich enorm aufgebläht. Sie haben immer mehr Arbeitsplätze geschaffen, die nie hätten existieren dürfen. Irgendwann begann man von Normalzustand zu sprechen. Mittlerweile klappt das nicht mehr so gut. Denn Anlage-Produktpaletten wie SparenPlus von der CS verkaufen sich nicht so gut wie erwartet. Heute sind wir an dem Punkt angelangt, an dem die Banken viel zu gross sind, weil die Kunden sich lieber wieder auf konservative Geschäfte und Retail einlassen, anstatt leichtgläubig ihr Geld verspekulieren zu lassen. Die Branche schrumpft und sie wird noch viel weiter schrumpfen und dagegen gibt es leider nicht viel zu machen als sich noch dümmere und gierigere Kunden zu suchen, die man ausnehmen kann.

  5. krank, die CS & UBS, warum?
    weil wir uns von den Anglosaxen uber die Jahre pluendern liessen – ja selbst unsere Nationalbank wird de-facto von den Anglo-Saxen gepluendert in dieser US-Papierchen und endlos PapierDollars angedreht werden (mit einem US current account deficit von $500Millarden p.a. und $150 Milliarden von England, weiss jeder oec. Student, dass das Anglosaxen Geld ein Bruchteil Wert ist von dem was drauf steht – trotzdem kauft unsere SNB zu hunderten Milliarden – ein Hohn – besser das Geld dem Schweizer Buezer zu verteilen!)

    • Klar könnte die SNB Geld „verteilen“ (nennt sich Helikoptergeld); nur müsste sie dann auf der Gegenseite nochmals massiv mehr Devisen reinnehmen. Buchhalterisches Gesetz und wurde glaub an anderer Stelle hier zur Genüge abgehandelt 🙁

  6. Es ist ein unrealistisches Szenario, dass die UBS die CS übernimmt. Dadurch entzünde noch eine grössere Bank und die FINMA dürfte daran sicher nicht interessiert sein. Das „too big to fail“ Risiko nähme sehr stark zu.

    Dass die CS untergeht glaube ich kaum. Ihr Eigenkapital beträgt 44 Mrd. Der Verlust im 2015 war gerade einmal 3 Mrd. und von 2011 – 2014 hat die Bank Gewinn erzielt. Sie müsste schon höhere Verluste einfahren als in der Finanzkrise – das ist doch ziemlich unrealistisch.

    Der Kurs spiegelt die tieferen Gewinnerwartungen wieder. Dabei könnte die Bank doch einfach die Saläre an andere Industrien angleichen und die Gewinn würden wieder sprudeln. Schliesslich sollte Urs Rohner zurücktreten, da er m.E. keinen guten Job gemacht hat.

    • Lieber zweimal „too big to fail“ als nur einmal?
      Die Finanzkrise ist noch nicht ausgestanden, er Krisentsunami liegt noch vor uns!
      Mit den Gewinnerwartungen liegen Sie wohl richtig, das Vermögensverwaltungsgeschäft wird auch bedeutend kleinere Erträge abwerfen.
      Und merken Sie sich eines: Die Banken leben von einer positiven Zinskurve und nicht von Negativzinsen. Dies gilt auch für die Versicherungskonzerne!
      Mario Draghi schaufelt sich und Europa das eigene Grab.

  7. Das ist doch alles eine Frage der Verhältnismässigkeit. Was ist schon eine Goldman Sachs im Verhältnis zur US Wirtschaftsleistung. Aber was ist eine CS im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung Schweiz. Viel zu gross! Eine schmutzige Finanzatombombe die sich schön langsam scharf stellt. Wenn jetzt der Ölpreis bleibend runter geht und wenn Italien klemmt, dann fliegt uns das Ding um die Ohren. Darum darf die CS nicht von der UBS übernommen werden.

    • Dein Wort in Gottes Ohren, aber warum sollte ein tiefer Rohölpreis die CS bodigen? Versteh ich nicht?

  8. Gibt es unter uns Insidern niemand der der Fusion wenigstens etwas Gutes abgewinnen kann. Was man auch immer unter Fusion definiert, bin selber jedoch klar der Meinung dass es in der Schweiz nicht zwei Universalbanken bracuht welche Globales Investment Banking anbietet.

    • Mag sein, es mit Sicherheit braucht es nicht 2 kaputte Grossbanken, eine reicht. Die Amis haben hier schon eine an den Rande des Abgrunds gebracht, sie wurden hier aus Dummheit und Geldgier von den hiesigen Bankern eingeladen, die ihre Boni den amerikanischen Verhältnissen angleichen wollten. Operation geglückt, Patient auf Überwachungsstation. Die Frage ist ob sie reanimiert werden muss. Sicherlich nicht durch eine Transfusion eines Frischgenesenen in der Rekonvaleszenzphase.
      Die sollte besser die Zeit nutzen, sich von heraus zu erneuern, durch ehrliche Selbstreflexion und nicht durch Bonusanbetung zu neuen Ufern aufbrechen,
      Mit der ubs würde nur das Klumpenrisiko steigen und das möchte man ganz bestimmt nicht. In der jetzigen Verfassung ist die CS nicht einmal ein Übernahmekandidat.

  9. Wänn isch sie uf 5 Frankä? Dä Härr Grübel seit bi däre Kapitalisierig erwarti dä Märt 2Mrd. Gwünn! Ich glaub nöd e mol a 50% vo 2 Mrd. Sie schmeissed s Gäld für Boni und Buesse us und s Bonviva ( ihres Schlachtross und Wunderwaffe) isch au nöme was es gsi isch.

  10. Zuwenig Basispsychologie für das Lösen eines ökonomischen Problems. Der Umgang unter Bankangestellten (wie auch in diesem Blog: „Loser“, „Überhaupt in der Lage zu sein, Fakten zur Kenntnis zu nehmen“, uvm.) zeigt, wieviel Arbeit notwendig ist. Mit Banker, die missgünstig sind, sich gegenseitig immer anficken und sich gleichzeitig die Eier kraulen müssen, wird da nichts draus. Das ist zwar (manchmal auch) im Spass gemeint. Doch: Mach diese Fratzen nicht, sonst bleiben sie dir im Gesicht stehen.

  11. Natürlich geht das nicht, das weiss jeder vernünftige Mensch. Die CS sitzt seit Jahren in der Klemme, weil die Verantwortlichen es nicht mehr schaffen , vom hohen Ross herabzusteigen und zugeben müssten, „ja, unsere egoistische und selbstbezogene Einstellung und Geldgier war ein Fehler, so man kann keine Firma führen“.
    Deswegen wird fieberhaft nach einer Alternativlösung gesucht, wobei jetzt langsam klar wird, dass das eigentliche Problem ist, wie sich der drohende Gesichtsverlust mit einer zukunftsorientierten Lösung vereinbaren lässt. Daran dürfte die nächsten Monate vermehrt gearbeitet werden.
    Das Hoffen, dass sich die Mörkte erholen oder sonst jemand bei der CS einen Geniestreich hinlegt, wie man an Einnahmen und Gewinne kommt, ohne zusätzlich mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, dürfte vergeblich sein. Dazu ist der Kahn zu gross, das Bankenumfeld zu shaky und die moralische Bodenhaftung zu klein. Gefragt ist der Aufbruch, der nicht ohne eine ethisch-moralische Generalunterbodenwösche zu bewerkstelligen ist..

    Nur Geduld, es braucht einfach seine Zeit.

    • Ziemlich wenig Fakten; wie sähe denn ein „Geniestreich“ der CS in Deinen Augen aus? Wohl kaum Kaugummihandel oder Trinkwasserabfüllen? Bin gespannt, was eine Gelddrehscheibe (wie gut oder schlecht sie auch arbeiten mag) für griffige Alternativen hat?

    • Der Geniestreich wäre, zu verkünden dass Geld nicht alles ist. Wir sind nur die Verwalter der Güter, die uns der Schöpfer anvertraut hat. Klug und erfolgreich zu wirtschaften ist wichtig und richtig, aber persönliche Gier ist falsch, weil sie ins Verderben führt. Ein Chef, der also die Wende herbeiführt, sollte seinen eigenen Bonus in schlechten Zeiten auf Null setzen und seine Untergebenen auffordern das Gleiche zu tun. „fragt nicht was Euer Land für Euch tun kann sondern was Ihr für Euer Land tun könnt“ (J.F. Kennedy). Kennedy war ein charismatischer Führer, und die Menschen verlangen nach glaubwürdigen Führungspersönlichkeiten. Die Sehnsucht nach Moral und Ethik ist immer da, weil sie unserem Dasein einen Sinn gibt. Die CS bzw. das dortige Arbeitsklima wurde kaputt gemacht von gierigen, selbstbezogenen, powerpoint-versessenen Wichtigtuern, die vergessen bzw. übersehen haben dass das Lebens im Wesentlichen aus tragfähigen und auf Vertrauen beruhenden Beziehungen und sinnstiftenden Betätigungsfeldern besteht. Man kann Beziehungen nicht durch Geld „erkaufen“. Beziehungen dieser Art sind sehr transienter Art.
      Kommt das Fressen vor der Moral? (Günther Grass). Vielleicht ja, aber ganz bestimmt nicht ab einem Jahreseinkommen ab 1 Million Franken oder Euro. Da haben sich wohl die Koordinaten des Wertesystems verrückt. Sind dann diese Menschen auch als verrückt zu bezeichnen? Nein! Aber sie haben zu wenig Zeit zum Nachdenken.
      Ein freiwillger Verzicht würde sie ein wenig freier, rationaler und empathischer machen, und a la longue auch erfolgreicher machen.

  12. Hat doch eh mindestens 35% zu viele Banken in der Schweiz. Wer nicht gerade zig Millionen hat ist doch für eine CS völlig uninteressant. Alles was darunter ist, zahlt über völlig überhöhte Gebühren den Service für die Superreichen. Die halten uns für blöd. Stöpsel ziehen!!! Aber ohne Staatsunterstützung. Einen Dummen finden und das ganze für einen symbolischen Vertrag verkaufen, mit allen Risiken bitte. Nichts da mit Bad Bank auf meine Kosten. Reicht schon dass wir für jeden Ausländer auf Staatskosten 100 TCHF garantieren müssen.

    • Wieso sollte ein Ausländer, der sein Geld zur CS trägt, anders behandelt werden als ein Schweizer?

      Oder andersrum: Was denkst du wo die CS heute stünde, würde der Einlagenschatz nur für Schweizer gelten? Richtig, nirgendwo.

    • Nana, bitte keine Ausländer-feindlichen Kommentare auf IP! Ohne uns ginge es den Schweizern eh lange nicht so gut.

    • @Götz Müller:
      Vor allem den angelsächsischen Finanzgenies sind „die Schweizer“ unendlich dankbar für die stolze Börsenkapitalisierung einiger Finanzwerte …..

      Hab schon bald ein schlechtes Gewissen, dass all diese Typen sozusagen für „Gottes Lohn“ im Stollen schufte(te)n, ohne jemals entsprechend honoriert worden zu sein. Ob das eines Tages noch korrigiert wird, damit sie endlich das kriegen, was sie verdienen?

    • @Götz Müller: Und wie ginge es den Ausländern in der Schweiz ohne Schweizer?

  13. Es läuft doch jetzt wie in den Abwicklungsszenarien vorgesehen. Der Aktionär soll bluten, er ist der Besitzer und selber schuld wenn er solche Vollpfeifen über Jahre die CS zugrunde richten lässt. Die UBS und jede andere Bank soll die Finger von diesem vergifteten Kelch lassen. Wieso soll sich jemand selber beschädigen???!!! Nach unten hat es noch viel Platz, ich würde auch bei 5 CHF noch nicht einsteigen so lange nicht alle Altlasten bereinigt werden.

  14. Den Niedergang unserer Banken haben wir schliesslich unseren Politikern zu verdanken, die sich nicht gegen die ganz klar dieses Ziel (und die Stärkung der eigenen Institute) verfolgenden rechtlichen Angriffe aus den USA und gegen die Abschaffung des Bankkundengeheimnisses gewehrt haben. Dazu kommt noch Misswirtschaft, insbesondere bei der CS. Z. B. Bonus-Abzocke bei miserablem Geschäftsgang, welche jede Bankräuber wie Schulbuben aussehen lassen. Warum sich die Aktionäre das bieten lassen, ist echt nicht nachvollziehbar.

    • Lieber Banquier, die Schweizer Politik unter EWS hat nur den Schlamssel ausgebadet der von den Banken verursacht wurde. Irgendwann sollten auch sie die Fakten zur Kenntnis nehmen, sofern sie dazu in der Lage sind!

    • @Späher Ach was, schauen Sie doch was sonst abgeht in USA und EU, zum Bsp Delaware, Luxemburg, Isle of Man und noch viele andere…. Der Schweizer Finanzplatz wurde von der Politik ganz miserabel vertreten und systematisch kaputt gemacht. Denken Sie, andere Länder sind besser? Die CH sollte mal versuchen, US-Delaware Banken und Intermediäre zu büssen für dort reichlich vorhandene Steueroptimierungsgeschäfte zu Lasten des Bundes. Die USA, GB, Lux, Singapur und andere wollen sich das Geschäft unter den Nagel reissen, alleine darum geht es. EWS ist eine absolute Katastrophe, schlimmer hätte man es nicht machen können.

    • Politiker, Amtsträgerli und Möchtegern-Volksvertreter machen eben das, was sie können: möglichst populäre wischiwaschi-Kompromisse portieren, damit sie so lange wie möglich im Sessel bleiben. Uneigennützig den Finanzplatz schützen ist eben unsexy und entspricht nicht der Mainstream-Meinung des Establishments. Trotzdem. Sie sind es sicher nicht, die am Schlamassel Schuld sind. Eher wie Martin Schneider sagt: die Aktionäre haben es selbst in der Hand die Vollpfeifen mal auszuwechseln.

    • Als Ospel die UBS verliess war sie Bankrott und musste vom Bund am Volk vorbei zu einem unvorstellbaren Betrag, den man heute grundsätzlich verschweigt, gerettet werden …..

  15. Keine Angst, es kommt gut!
    Habe heute morgen im grösseren Stil Puts auf die beiden Grossbanken gekauft, jetzt geht’s nur noch aufwärts 🙁

  16. Die Schweiz verdient es nicht/braucht nicht Banken wie CS, UBS, BJB und Raiffeisen. Unfähige Politiker mit unfähiger Politik vermischt mit geldgierigen und noch unfähigeren Spitzenbankern sind absolut tödlich. Es wird immer mehr Entlassungen geben mit der Begrüdnung Kosteneinsparung. Logisch, denn wenn kein Geld mehr verdient wird und von dem was verdient wird Unsummen an Boni ausbezahlt werden ist der Ausgang logisch. Weg mit den 4 und zu kleinen Banken gehen

    • Wer ist BJB??? Noch nie gehört; Abkürzungen sollten, wenn schon, richtig und selbst erklärend sein.

    • @Mario, BJB = Bank Julius Bär. Hier ist INSIDE Paradeplatz, nicht OUTSIDE — ein Quäntchen Grundwissen über den Schweizer Finanzplatz dürfte also vorausgesetzt werden.

    • @supermario:
      man sei doch bitte tolerant.
      bei melchior, besserwessi & co sind die beiden grossen dann wohl BCS und BUBS…
      ein lacher zum wochenbeginn…

  17. Die Idee, UBS und CS mit je völlig unterschiedlichen Kulturen fusionieren zu wollen, entbehrt m.E. jeder Logik und Vernunft. Die offensichtlichen Gemeinsamkeiten, wie z.B. diverse Damoklesschwerter in Form von pendenten und drohenden Rechtsfällen/Bussen, Abzocker in den Chefetagen, überdimensionierte Exposures in Problemländern, etc. rechtfertigen eine Fusion/Übernahme kaum. Noch viel weniger kann es im Interesse der schweiz. Volkswirtschaft sein, einen noch grösseren – und noch weniger transparenten resp. kontrollierbaren – Bankmoloch zu kreieren.
    Die Zeit ist gekommen, das Inlandgeschäft der CS vom Auslandgeschäft zu trennen und ersteres in geordnete Bahnen zu lenken. Ob dies durch die geplante Abspaltung und sep. Kotierung zeitlich noch möglich ist, bleibe dahingestellt. Evtl. könnte die Auslagerung in die NAB rascher erfolgen. Grundsätzlich sind alle Massnahmen vorzuziehen, welche das Einschreiten des Staates (inkl. dessen „unabhängige“ Handlanger) vermeiden. Zwar ist das Abenteuer UBS für den Steuerzahler glimpflich abgelaufen – das muss das nächste Mal nicht so sein! Die Zerschlagung durch Verkauf der Assets an seriöse Inlandbanken dürfte ein aufwändiger und langwieriger Prozess werden.
    Am besten handeln die CS-Kunden selber, indem sie ihre Bankbeziehung individuell wechseln – bevor es zu spät ist. Alternativen gibt es zur Genüge in Form von bestens kapitalisierten und seriösen Regionalbanken sowie Kantonalbanken.

  18. Die Idee einer Übernahme der CS durch die UBS ist Schwachsinn und ganz und gar aus dem Reiche der Phantasie. Erstens hat die UBS niemals die Finanzstärke eine solche Übernahme zu stemmen und zweitens würden die Wettbewerbshüter einer Übernahme/Fusion nie zustimmen. Wahrscheinlicher ist eine Aufspaltung der Bank, wobei die einzelnen Geschäftseinheiten evtl. zu einem besseren Preis verkauft werden können als sie jetzt im CS Verbund an Wert haben. Eine Aufspaltung würde also Wert schaffen. Fakt ist, dass die CS schon heute massiv an Kundengeldern verliert aufgrund des Vertrauensverlustes. Irgendwie habe ich bei dieser Bank einfach ein ungutes Gefühl und auch ich überlege mir ernsthaft meine wenigen Gelder abzuziehen. Tatsache ist, dass das sehr schnell ein bitteres Ende nehmen kann. Diese CS ist eine Zeitbombe.

    • @ A.John
      Darf ich Ihnen sagen, dass auch die UBS in dieser Zeit eine kleinere Zeitbombe ist, übrigens wie viele andere Institute auch.
      Die Axt zum Aufspalten ist überflüssig!

  19. Ich würde mich sehr freuen, bald Kunde der neuen CSUBS-Bank zu werden. Weitere Kunden, auch aus dem fernen Ausland, würden wieder karrenweise Geld in der Schweiz abladen.
    Betreffend Personal: Die bisherigen Nieten in den oberen Etagen könnten so problemlos ausgeschieden werden und würden sicher Unterschlupf bei der Finma finden.

  20. Keine Fusion mit der UBS! Ein Geniestreich von Bundesrat, SNB und FINMA zusammen mit einer neuen CS Leitung wäre die Abspaltung der CS New York von der übrigen CS. Dies würde die Amerikaner zwingen auch zur Rettung der gesamten CS beizutragen. Aber dazu ist es zu spät und und unsere Institutionen sind hier leider zu wenig gerissen. So muß halt die SNB, die CS im Alleingang retten. Wenigstens sollten wir die politische Kraft haben, die Nahöstlichen ihr Geld verlieren zu lassen, aber dazu sind wir auch wieder zu ängstlich. Nachdem wir die Amerikaner ohne blaues Auge und die Nahöstlichen mit blauem Auge davonlaufen lassen, muß halt die CS die Rolle der Girozentrale der Kantonalbanken finden und hier das Auslands-, Fonds- und Privatbankengeschäft für reiche Kunden dieser Bankengruppe übernehmen. Die Filialen in der Schweizer Pampa gehen an die verschiedenen Kantonalbanken. So hat die Öffentlichkeit etwas von der Rettung und ein UBS Monopol kann vermieden werden.
    Aber eine solche Lösung ist politisch nicht möglich, wir werden die teuerste und unbefriedigendste für uns alle finden, denn wir Schweizer sind Träumer.

    • Frage mich aber schon, warum die Amis auch nur einen einzigen, müden Cent zu einer Rettung einer ominösen CS New York aufwerfen würden oder sollten?

  21. Warum hat eigentlich noch niemand hier den naheliegensten Kandidaten für die Nachfolge des Hürdenläufers ins Spiel gebracht:

    HERBERT JULIUS SCHEIDT

    Der Mann wird unterschätzt und verkauft sich definitiv unter seinem wahren Wert. Was er mitbrächte:

    Inkompetenz
    Gier
    Eitelkeit
    Selbstüberschätzung

    Ergo:
    Ein valabler CS-VRP

    • Dann kann er ja den anderen Superschnösel Staub auch gleich mitnehmen. Wenn die dann noch Colardi anheuern, dann, ja dann wirds lustig……

      Aber so wie das ja aussieht wird die SNB also am Schluss der Steuerzahler für die CS gerade stehen. Und was seinerzeit bei der UBS geklappt hat, wird diesmal „s Loch ab gah“. Und wie immer, werden die Ermottis und Consorten ihre Abgangsentschädigung einsacken und sich den Buckel krumm lachen über die Blöden (das wären dann wir alle) die das alles bezahlen.

  22. BLICK: „Droht bei der CS ein zweiter Fall UBS?“
    OSSI: „Die Welt ist heute eine ganz andere als vor sechs Jahren, die Banken haben viel mehr Kapital. Man hat heute auch mehr Erfahrung, wie man mit Liquiditätsproblemen umgehen kann. Deshalb schliesse ich aus, dass die CS zu einem zweiten Fall UBS wird und der Staat eingreifen muss.“

    Nämeds mal easy …

    • Ich mag mich aber noch erinnern, vor ein paar jahren hatte er noch was ganz anderes gesagt… war glaube ich in handelszeitung… im notfall wird’s eine staatsbank , muss von snb gerettet werden.
      osi will schiesslich auch nicht alles weltuntergangsstimmungsmacher dastehen…
      realität und medien sind 2 dinge.

    • Hmm, dazumal laberte am morgen ein angesehenes Parteiblatt:“La crise n’existe pas… „, am Mittag erklärten EWS und SNB die Teilverstaatlichung. Schnell kann es gehen.

    • …ihr Wort in Lesers Auge! Und der CS-Kurs würde einen Aufwärts-Ruck erfahren! Der TV-Jurist soll abgetreten werden!

    • Schade wird dieser feine Herr Rohner nicht zur Rechenschaft gezogen. Jeder Kiffer wird hart bestraft. Ist natürlich auch nur eine kleine Bagatelle wenn ganze Volkswirtschaften wegen denen ins Trudeln geraten. Was kümmert das diese Herren.

  23. Solange das moderne Raubrittertum über Seilschaften in den oberen Gefilden der Banken anhält wird sich kaum etwas ändern. Kein KMU Inhaber oder CEO kann sich mit Boni überhäufen wenn er Verluste schreibt. Zwei faule Früchte in der Schale ergeben auch keine gesunde Frucht. Das Übel muss endlich an der Wurzel gepackt werden und diese überzahlten Saläre endlich abgeschafft werden. Bin weiss kein Sozi aber diese Gesellschaft heute ist völlig krank und macht einem zu Sozi

  24. Macht die CS endlich dicht. Die paar CH-Hypos verteilt man auf die KBs und Raiff und Regios. Das PB / WM mit den paar Oldtimer-Sammler übernehmen die kleineren Privatbanken, deren Chefs immer in B’vereinigung sitzen.
    Und den trickig-toxischen IB-Rest schenkt man der DB – analog der Swissair an LH damals. Retail oder Brösmeli-Banking und Automaten-Skimming wird niemand vermissen. Irgend eine Kanzlei wird dann noch beauftragt den VR und CEO „minder-konform“ rauszulotsen. Die „double Zeros“ in Qatar werden das verkraften. Die CH-Nati und das ZFF werden neue Sponsoren finden.
    Und guet isch.

    • als ehemaliger CS Angestellter bin ich voll und ganz Ihrer Meinung

    • Habt ihr einen an der Waffel? Solche ehemaligen ‚Mit’arbeiter sind das wahre Problem bei der ganzen Sache. Hättet ihr einen Funken Loyalität und damals den Finger aus dem Allerwertesten genommen, wie das im übrigen die grosse Mehrheit der CS Mitarbeiter macht, dann hätte man euch nicht aussortiert.

      Und ja die CS besteht nur aus Sponsoring und ein paar Hypos….wer keine Ahnung hat, sollte einfach mal die F… halten. Irgend eine Schimmer, wie viele KMUs gleich mit dicht machen könnten?!

      Und Lukas langsam wirds echt peinlich…einfach nur der Schlagzeilen wegen jeden Müll bringen ist selbst für Dich ein neuer Tiefpunkt.

    • @Mühlegrübel
      Schon mal was von kreativer Zerstörung gehört? Firma hat unfähiges Management.. Firma geht pleite. Assets, Kunden und Mitarbeiter gehen zu kompetenteren neuen Firmen. Idealerweise macht unfähiges Management Privatkonkurs.
      Die CS wird gar niemand vermissen ausser vielleicht das offensichtlich unfähige Management und eine berüchtigte Unternehmensberatung, die die CS seit Jahren aussaugt.

  25. CS steht zum Verkauf: Vielleicht müsste man die MIGROS-Bank anfragen?

    Deren Konzept wäre wettertauglicher als jenes der UBS welche gerade wieder in neue „Tiefs“ eintrudelt.

  26. Ich finde es sehr problematisch, falls der Staat wiederum Banken retten würde. Grundsätzlich könnte ja der Zahlungsverkehr herausgelöst werden und der Rest Konkurs gehen. Wie bei jeder anderen Firma.

    Anderenfalls werden falsche Anreize gesetzte und eine Bank wird für das Eingehen von hohen Risiken mit Staatssubventionen belohnt. Eine solche Bank kann sich auch günstiger refinanzieren, was marktverzerrend und wie eine Subvention wirkt. Diese zahlt man dann wieder als Bonus an das Management aus. Es gibt vermutlich sowieso zu viele Banken und eine Markbereinigung sollte der Staat -falls diese wirklich eintritt- daher nicht verhindern.

    • So weit wird es nicht kommen. Ist ja kein Spielfilm hier. Viele der lieben Herren und Damen in den Banken werden in Zukunft einfach andere Jobs haben oder weniger verdienen weil sie keinen Mehrwert generieren (oder weniger als zuvor) und es nicht mehr so viele braucht. That’s all.

      Kann man vielleicht sogar von der Schweiz generell behaupten.

    • Zitat Angela Merkel (ca.2008) : …“Der Unterschied vom Sozialismus zum Kapitalisums ist, dass im Sozialismus die Banken verstaatlicht werden/wurden und dann pleite gehen, während sie im Kapitalismus zuerst pleite gehen und dann verstaatlicht werden“…

  27. Die These ist ein wenig sehr weit hergeholt. Ich bin noch immer der Meinung die CS kann sich problemlos erholen, sofern endlich kompetente Führungspersonen an die Macht kommen. Personen die das Bankfachwerk von Grund auf verstehen. Keine Branchenfremden, keine Fernsehanwälte und schon gar nicht ein McKinsey Priester

    • @Optimist. Ich bin ebenfalls Ihrer Ansicht. Man muss jetzt wirklich mit allen Mitteln versuchen das Steuer herumzureissen und das mit fähigen Führungsleuten die das Bankfach durch und durch intus haben.
      Meiner Meinung nach wäre es ein grosser Fehler den die UBS machen würde, wenn sie die UBS, wenn überhaupt möglich, übernehmen würde. Eine CS darf man schon aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht Konkurs gehen lassen. Der Finanzmarkt würde recht durchgerüttelt, nicht nur in der Schweiz. Man denke nur ua. an die Auswirkungen auf die vielen gewährten KMU-Kredite, Hypotheken etc. die dann sofort fällig würden.

    • Einverstanden, Optimist . So wird auch der Pessimist zum Optimisten!

  28. Sairgroup lässt grüssen, immer die gleichen Fehler, im Faller beider Grossbanken absolute Fehlbesetzungen am Ruder, nur noch kurzfristige Gewinnmaximierung, abzocken und sich verabschieden. War bei Lukas Mühlemann schon so. Hat nur Mist gebaut. Grübel rettete dann die CS. CS ist massiv in Schieflage, sofern Staat/Bundesrat/Nationalbank wieder hilft, passieren erneut die gleichen Fehler. Leider ein Nachteil der Marktwirtschaft, aber Sozis sind auch keine Alternative. Kurz gesagt, ein Trauerspiel.