Spiritus rector des kranken Bonussystems ist Oswald Grübel

97 Franken – das war der Kurs der CS-Aktie im Mai 2007. Vergangene Woche notierte die Aktie noch bei einem Zehntel. Bei einem solch dramatischen Kurszerfall muss die CS sich nicht wundern, wenn kritische Fragen gestellt werden.

Weshalb beträgt der aktuelle Wert der CS-Titel nur noch rund die Hälfte des in der Bilanz ausgewiesenen? Besteht die Gefahr eines Konkurses der CS? Wer wird dieses Too Big To Fail-Institut allenfalls retten? Die SNB, der Bund?

Die billigste und gefährlichste Antwort auf all diese Fragen lautet: Die CS wird es schaffen. Mit dieser kategorischen Antwort geht man den obigen, unbequemen Fragen aus dem Weg. Sie bleiben unbeantwortet.

Tidjane Thiam, der operative Chef der CS, könnte einem leidtun. In der NZZ vom vergangenen Sonntag beteuerte er: „Die Bank ist heute sicherer als je zuvor.“ Man müsse Geduld haben. Seine Strategie sei „langfristig“ angelegt.

Gewiss: Thiam trägt nicht die alleinige Schuld am Debakel der CS. Entscheidende fundamentale Fehler und Fehlinvestitionen wurden vor seiner Zeit bei der CS begangen. Wie soll man solche Fehler innert Kürze korrigieren? Unmöglich.

Aber seine Antworten im Interview mit der NZZ am Sonntag verdeutlichen, dass Thiam den Kern des Übels bei den Schweizer Banken im Allgemeinen und bei der CS im Speziellen immer noch nicht erkannt hat.

Bezeichnend ist seine Antwort auf die Frage der Zeitung, warum die CS im Jahre 2015 ihre Extra-Boni trotz Verlusten verdreifacht und insgesamt 2,9 Milliarden Boni verteilt hat?

Thiam bagatellisierte den Betrag und rechtfertigte die Boni mit der Begründung, die Bank wolle damit „sehr talentierte Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen an die Bank binden.“

Thiam verdeutlichte: „Jeden Tag erhalten Mitarbeiter von uns Offerten von der Konkurrenz, die zwei- bis dreimal so hoch sind wie das Gehalt, das wir zahlen. Das ist die Realität des Marktes.“

Auf die Frage der Journalisten, warum die SNB die CS erneut habe auffordern müssen, eine wesentliche Kapitalaufstockung vorzunehmen, antwortete Thiam:

„Wir haben bereits offengelegt, wie wir dieses Kapital aufnehmen wollen. Wir brauchen bis 2020 zusätzliches hartes Eigenkapital im Umfang von lediglich 2,2 Milliarden Franken.“

Thiam rechtfertigt also die hohen Boni der Mitarbeiter, trotz hohem Verlust der CS; und obwohl er mit diesen Boni die Kapitalanforderungen der SNB erfüllen könnte. Das hat seinen Grund: Nur wenn Thiam die Boni seiner Mitarbeiter rechtfertigt, kann er auch seinen eigenen hohen Bonus rechtfertigen.

Das Bonussystem bei den Banken ist krank. Die Bonus-Bezüger werden zu den Totengräbern der Banken. Die Bonus-Barone höhlen unsere Banken aus. Sie haben nur ein Ziel: ihren eignen Profit.

Die übrigen Angestellten, die Aktionäre und letztlich die Steuerzahler werden am Schluss bluten.

Thiam ist im gleichen Spital krank wie seine übrigen Bonus-Kollegen. Auch er ist dem Bonus-Rausch verfallen. Auch er tanzt ums goldene Kalb. Er drückt einfach alles noch ein bisschen eloquenter – netter – aus.

Aber die Tatsache bleibt: Auch er will nur den Bonus. Deshalb wird ihm die Rettung der CS nicht gelingen – es sei denn, er bereite der Bonus-Orgie bei der CS ein Ende und besinne sich auf die volkswirtschaftlichen Aufgaben der Bank.

Die Argumentation von Thiam erinnert mich an die damalige Argumentation von Marcel Ospel, dem Ex-Chef der UBS. Dieser verkaufte im Jahre 2008 UBS-Aktien im Wert von rund 10 Milliarden Franken an den Staatsfons von Singapur und verteilte den Erlös in Form von Boni an seine Bonus-Barone.

Später musste der Staat über die SNB einspringen und die UBS retten. Das kann es nicht sein. De facto bedeuten solche Aktionen, dass Top-Angestellte das Unternehmen teilweise auf eigene Rechnung verkaufen und sich so bereichern.

Die Angestellten der Bank schwingen sich zu Eigentümern auf. Der gesunde Zielkonflikt zwischen Eigentümern und Angestellten, die notwendige gegenseitige Kontrolle entfällt. Ziegen und Kabisköpfe werden miteinander vermischt.

Die Bonus-Bonanza kann beginnen.

Letztlich bezahlen die Aktionäre und die Steuerzahler die Orgie dieser „Spitzenleute“.

Wenn Thiam beteuert, seine Angestellten würden bei der Konkurrenz das Dreifache verdienen wie bei der CS, so soll er sie doch gehen lassen. Dann hat er gleich drei Fliegen auf einen Schlag.

Erstens: Mit den eingesparten Lohnkosten kann er das Eigenkapital der CS aufstocken. Zweitens: Es gibt Luft für viele Mitarbeiter, welche ehrlichere und damit langfristig bessere Arbeit abliefern als die Boni-Jäger. Drittens: Die Konkurrenz schwächt sich selber, wenn sie so hohe Lohnkosten tragen will.

Thiam behauptet, es handle sich bei den Bonus-Bezügern der CS um talentierte Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen.

Weshalb musste er dann so horrende Risiken in der CS Bilanz reduzieren, wenn die CS angeblich so viele hochtalentierte Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen hat? Warum ist die CS-Eigenkapitaldecke so dünn, wenn die Schlüsselpositionen angeblich so sensationell besetzt sind?

Was haben diese hochbezahlten Talente nur angerichtet?

Als „Spiritus Rector“ des gescheiterten Bonus-Systems bei den Schweizer Banken muss der frühere CS-Chef Oswald Grübel bezeichnet werden. Gleich hinter Grübel folgt Marcel Ospel.

Unbestritten: Grübel hat einen klaren Sachverstand. Grübel war einer der ersten, der erkannt hat, dass der Mindestkurs der SNB eine „Schnaps-Idee“ ist und dass die SNB diesen niemals wird durchhalten können.

Auch menschlich gebührt Grübel Respekt. Grübel hat die SNB ermahnt, sie solle nicht göttliche Ausdrücke wie „für die Ewigkeit“, „unbeschränkt“ und dergleichen für sich beanspruchen. Das rechne ich ihm hoch an.

Aber Grübel ist und bleibt ein Trader. Und ein Trader gehört nie und nimmer an die Spitze einer Grossbank. Ich will das begründen.

Im Jahre 2003 war ich mit einer Schulklasse an der Generalversammlung der CS. So, wie ich mich erinnern mag, ging es bei dieser GV vier Stunden lang praktisch nur um eine einzige zentrale Frage: Darf die Konzernleitung der CS, welcher Grübel als Chef vorstand, ein spezielles Bonus-Paket, den „Performance Incentive Plan Units“, einführen?

Dieses Bonus-Paket war im Wesentlichen an die Aktienkursentwicklung der CS gebunden. Bei starkem Anstieg der CS-Aktie winkten den Generaldirektoren Boni in dreistelliger Millionenhöhe.

Der Saal brodelte. Sämtliche Aktionäre im Saal waren vehement gegen dieses masslose Programm. Ich mag mich nicht an einen einzigen Votanten erinnern, der dieses Bonus-Programm gutgeheissen hätte – ausser Grübel und Walter Kielholz natürlich.

Oswald Grübel und sein damaliger Chef, VR-Präsident Kielholz, verteidigten das Bonus-Programm durch alle Böden hindurch. Die Aktionäre im Saal hatten bei der Schlussabstimmung gegen die Übermacht der institutionellen Anleger keine Chance. Diese votierten wie immer im Sinne des Verwaltungsrates.

Peinlich. Ich hatte Schülerinnen und Schüler bei mir, deren Eltern teilweise nicht wussten, wie sie die Schulbücher bezahlen sollen. Und da vorne ging es darum, dass Konzernleitungsmitglieder sich stundenlang darum bemühten, dass sie Boni in zweistelliger Millionenhöhe erhielten.

Was waren die Folgen dieser exorbitanten Boni? Wir sehen es heute.

Der Aktienkurs der CS stieg und stieg und stieg. Alle waren glücklich. Kritiker verstummten. Im Mai 2007 erreichte die CS-Aktie den eingangs erwähnten Höchstwert von 97 Franken.

Und dann?

Grübel stieg auf dem Höchst im Mai 2007 aus und verkaufte gleichzeitig alle seine Aktien, wie er letzte Woche in einem Interview im Blick zugab. Seither hat die CS Aktie 90 Prozent eingebüsst.

Ist es Zufall, dass Grübel auf dem Höchst verkaufte und der Kurs seither nur noch fiel? Wohl kaum.

Der Verlauf der CS-Aktie im Zusammenhang mit dem Bonus-Programm bei der CS offenbart zwei Dinge. Erstens: Grübel ist ein hervorragender Trader.

Zweitens: Das von Grübel eingeführte Bonus-Programm nützte einzig und allein Grübel selber und seinen Bonus-Baronen. Der CS insgesamt, also deren Mitarbeitern und den Aktionären, schadete das Bonus-Programm nur.

Die vielen Votanten im Saal, welche sich damals gegen die Einführung dieses Bonus-Programms wehrten, behielten somit langfristig Recht.

Aufgrund des Bonus-Programms der CS erhielt dann einige Jahre später der neue CS-Chef Brady Dougan im Frühling 2010 einen Sonderbonus von über 70 Millionen Franken. Zudem wurden über 3 Milliarden Franken Jahresboni an angebliche „Top-Leute“ der CS verteilt.

Das sind genau jene Top-Leute, welche der CS die faulen Eier ins Nest gelegt haben – hochriskante Anlagen, die man nicht einmal mehr bewerten kann. Schwarze Löcher, schrieb die Sonntagspresse.

Nach dem Austritt Dougans gab der Aktienkurs der CS nochmals kräftig nach. Es macht ganz den Anschein, dass auch Dougan sein riesiges Aktienpaket schnellstmöglich liquidierte und andere Bonus-Aktien mitriss.

Grübel rechtfertigte sein umstrittenes Bonus-Programm immer wieder: „Ich war nicht Verwaltungsrat und konnte also auch kein Entlöhnungsprogramm durchsetzen.“

Grübel versteckt sich also hinter seinem Verwaltungsrat Walter Kielholz. Aber ich mag mich genau erinnern, dass sich auch Grübel an der besagten GV vehement für seinen Bonus einsetzte.

Grübel betont auch immer wieder, das Bonus-Programm sei „langfristig orientiert“. „Langfristig“ heisst bei einem Trader aber: „Bis zum Verkauf“ und keine Sekunde länger. Deshalb hat Grübel sofort verkauft.

Ist diese Aktienkursentwicklung Zufall? Ist es Zufall, dass die CS-Aktie nach Einführung des Bonus-Programms kräftig anstieg, bis Grübel ausstieg und dann praktisch nur noch fiel? Kaum.

Der grosse Schaden, den Bonus-Programme anrichten, besteht in erster Linie nicht in den hohen Bonus-Zahlungen. Was viel gefährlicher ist: Gelockt durch die möglichen hohen Boni gehen die Bonus-Manager an den Schlüsselstellen exorbitante Risiken ein. Je höher der Gewinn, desto höher steigt der Aktienkurs und desto mehr Bonus erhalten sie.

Wenn das riskante Geschäft ein Misserfolg wird, so verliert nur die Bank. Der Bonus-Manager erhält trotzdem einen schönen Fixlohn und sogar einen Bonus selbst bei Verlusten der Bank. Muss er gehen, so kriegt er noch eine masslose Entschädigung.

Bei erfolgreichen Geschäften steigt der Bonus exponentiell an. Das ist für den Bonus-Manager ein Geschäft, bei dem er nur gewinnen, nicht aber verlieren kann. Spiegelbildlich dazu kann das Unternehmen langfristig nur verlieren.

Heute sitzt die CS auf Vermögenswerten, welche nicht einmal mehr bewertet werden können, da kein Markt für diese Titel vorhanden ist. Es muss befürchtet werden, dass der tatsächliche Wert der CS-Vermögenswerte sogar deutlich unter deren Bilanzwert liegt.

Die Gefahr, dass bei einem Kurseinbruch das Vermögen der CS unter Wert ihrer Schulden zu liegen kommt, ist gross. Die CS wäre dann überschuldet.

Als Too Big To Fail-Bank müsste die SNB in diesem Fall gerettet werden. Muss und soll die SNB die CS in einem solchen Fall retten? Wie?

Im Falle der UBS hatte die SNB Glück. Sie kaufte der UBS deren Giftpapiere offenbar auf dem Tiefpunkt ab, betrieb also „bottom-fishing“ und erzielte damit später sogar einen Gewinn.

Trotz „Rettung“ durch die SNB hat die UBS seither dennoch über 20‘000 Mitarbeiter abgebaut. Das Bonus-Casino dreht sich bei der UBS trotz Rettung durch den Staat fröhlich weiter. Auch bei der UBS schlummern gewaltige Risiken aufgrund der Bonus-Gier.

Ein Skandal reiht sich an den nächsten und beschädigt das Image der Schweiz. Jüngstes Beispiel: der Korruptionssumpf in Malaysia.

Last but not least: Die UBS dürfte möglicherweise eine der grössten, wenn nicht die grösste Währungsspekulantin sein, welche gegen den Mindestkurs der SNB wettete und immer noch gegen die Notenbank wettet.

Die „Rettung“ der UBS war auch der erste grosse Sündenfall der SNB. Ermutigt durch diesen ersten glücklichen Erfolg geriet die SNB in die Devisenfalle, in der sie immer noch drinsteckt und nicht mehr herausfindet.

Die Aufgabe der SNB ist es, Geld zu emittieren, das seinen Wert möglichst behält. Der Wert dieses Notenbankgeldes hängt entscheidend ab vom Vermögen der Zentralbank.

Fällt der Wert des SNB-Vermögens und das Eigenkapital der SNB wird negativ, so müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen.

Investiert die SNB also in die Schwarzen Löcher der CS, so nimmt sie diese in ihrer Bilanz auf. Die Qualität der Geldmenge wird dadurch verschlechtert. Die SNB spritzt auf diese Weise Gift in den Blutkreislauf der Schweizer Wirtschaft.

Die Verluste der CS müssen somit durch die ganze Volkswirtschaft getragen werden. Die Verantwortlichen und Profiteure der CS-Verluste sind bis dann aber bereits weit weg – in den USA, an der Elfenbeinküste.

Es darf nicht sein, dass die SNB dieses Risiko erneut eingeht und zu einer „bad bank“, diesmal für die CS, wird. Das läuft der Aufgabe der SNB zuwider.

Zudem hat die SNB ihre eigenen, noch viel grösseren Probleme. Sie selber sitzt mit ihren Euro und Dollar von über einer halben Billion auf einem Pulverfass.

Die Eigenkapitaldecke der SNB ist vergleichbar dünn, wie die echte Eigenkapitaldecke der CS. Sogenannte „risikogewichteten Eigenkapitalquoten“ bagatellisieren nur und verwirren die Aktionäre.

Kommt hinzu, dass die CS fast 130 Milliarden Guthaben bei den Zentralbanken hat. Diese dürften vornehmlich bei der SNB liegen. Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so muss die CS adurch einen hohen Abschreiber verbuchen.

Es wäre ja absurd, wenn die konkursite SNB die konkursite CS retten wollte, obwohl die Verluste der CS von den Verlusten der SNB selber herrührten.

Müssen wir so tief fallen, bis die Verantwortlichen bei CS und SNB endlich einsichtig werden?

Es ist auch undenkbar, dass der Staat die CS retten wollte. Wie wollte er das tun? Aufgrund der Schuldenbremse darf der Bund nicht einfach Milliarden Schulden machen, um die CS zu retten.

Es ist auch unvorstellbar, dass die Steuern steigen, um die CS zu retten. Wer wollte das? Diese Überlegungen zeigen, dass die Too Big To Fail-Bestimmungen der SNB Makulatur sind.

Die Steuerzahler müssen die Banken nicht retten – die Banken sollen endlich mit ihren Bonus-Orgien aufhören.

Um Bonus-Exzesse zu verhindern, sind offenbar gesetzliche Vorschriften unumgänglich. Die Bank-Manager sind offensichtlich nicht fähig, sich selber zu zügeln. Das beweisen sie immer wieder.

Genauso, wie Geschwindigkeits-Begrenzungen im Strassenverkehr unumgänglich sind, genauso müssen die Bankenchefs gezügelt werden.

Wie?

Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Deren drei möchte ich kurz skizzieren.

Erste Möglichkeit: Boni sind grundsätzlich zu verbieten, wenn eine Bank Verluste macht oder wenn deren echtes Eigenkapital unter eine bestimmte Quote fällt.

Zweite Möglichkeit: Die institutionellen Anleger (Pensionskassen und weitere) müssen vorgängig zu einer GV eine repräsentative Umfrage bei ihren Versicherten durchführen. An der GV müssen sie gemäss dem Willen ihrer Versicherten abstimmen. Ihr Abstimmungsverhalten muss offengelegt werden.

Begründung: Sowohl an den GV der CS als auch der UBS waren die Aktionäre im Saal vehement gegen die hohen Boni. Trotzdem wurden diese aufgrund der Stimmen der Institutionellen angenommen.

Oft handelt es sich um Pensionierte, die an einer GV teilnehmen. Es ist dann stossend, wenn die Pensionskassen gegen den Willen ihrer eigenen Versicherten im Saal abstimmen.

Dritte Möglichkeit (möglicherweise in Kombination mit anderen): Es muss als Offizialdelikt gelten, wenn Absprachen zwischen einer Unternehmensführung und den institutionellen Anlegern stattfinden, um hohe Boni an der GV durchzusetzen.

Bonus-Absprachen, Bonus-Kartelle, gilt es zu bestrafen – wie alle übrigen Kartelle auch. Sie sind volkswirtschaftlich schädlich.

Sobald die Stimmenmehrheit der Aktionäre im Saal stark von der Stimmenmehrheit der institutionellen Anleger (Grossaktionäre) abweicht, muss die Staatsanwaltschaft oder die Finma von sich aus aktiv werden.

Es muss untersucht werden, weshalb die Grossaktionäre gegen ihre eigenen Interessen stimmen. Falls Absprachen stattgefunden haben, müssen Strafen verhängt werden.

Wenn ein Marcel Ospel bei hohen Verlusten der UBS Aktien von rund 10 Milliarden an den Staatsfonds von Singapur verkauft und den Erlös sich selber und gewissen Angestellten als Boni verteilt, so schadet das den Eigentümern.

Wenn die Aktionäre solches Verhalten dulden, dann schaden sie sich selber. Warum tun die Eigentümer solches? Gibt es Absprachen zwischen Verwaltungsräten und Eigentümern? Solches Abstimmungsverhalten muss strafrechtlich untersucht und allenfalls verfolgt werden.

Die Bonus-Exzesse in unserem Lande sind des Teufels. Wenn es nicht gelingt, diese nun endgültig und sofort abzustellen, werden wir unsere Banken verlieren. Die Politik ist gefordert.

Das Falscheste wäre, wenn der Staat indirekt über die SNB oder direkt die CS retten wollte. Vorschriften müssen nun dringend her, um Korruption in den Chefetagen zu stoppen.

Kommentare

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  1. Die Bonusunkultur hat der Protege von Kielholu, Mühlemann beginnend bei der SwissRe,danach bei derCS, vor Grübel
    etabliert !

    • @Nationalbanquett

      Richtig

      Die SNB verdient mit Negativzinsen aber nicht mit Geld drucken.

      mfG

  2. @Reto

    Danke für ihren Beitrag. Da dieser mir sehr wichtig erscheint, möchte ich Sie ganz oben nochmals zitieren:

    Sie schreiben:

    „Jetzt trägt das Ausfallrisiko auch der Staat und die Steuerzahler. Das ist wie eine verdeckte Subvention, die dann als Boni ans Management fliesst.“

    Das ist gut ausgedrückt. TBTF bedeutet, dass der Staat das Risiko übernimmt. Er schenkt damit den Banken quasi eine Put-Option für deren marode Papiere.

    Mit anderen Worten: Die Bonus-Zocker können die riskantesten Geschäfte tätigen. Im Falle eines Gewinns bedienen sich die Bonus-Barone.

    Im Falle eines Verlustes können sie die Giftpapiere dem Staat oder der SNB in eine „bad bank“ abtreten – „für die Ewigkeit“ – wie die SNB sich noch arrogant als vermeintliche Retterin aufspielt.

    Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer sollte sich einmal damit auseinandersetzen, dass die Bürger den Banken (TBTF) und den Exporteuren (SNB; Mindestkurs) hochriskante und sehr teure Optionen verschenken.

    Das Risiko tragen dann die Steuerzahler ohne für dieses Risiko entlöhnt zu werden.

    Es ist einfach unakzeptabel, wie der Staat unsere Steuergelder aufs Spiel setzt und verschleudert. Die Profiteure hier sind einzig und allein die Bonus-Zocker.

    Noch ein Wort zu den risikogewichteten Aktiven:

    Will man, dass riskante Aktiven mit höherem Eigenkapital hinterlegt werden, so muss das Eigenkapital erhöht werden.

    Bei Basel II oder III werden jedoch die Eigenmittelanforderungen heruntergesetzt.

    Das ist Sand in die Augen der Investoren und Aktionäre gestreut.

    Da das Eigenkapital aus dem Vermögen erarbeitet wird, besitzen Eigenkapital und Vermögen dieselbe Bonität.

    Man kann also nicht sagen, dass das Vermögen eine bessere Sicherheit besitze als das Eigenkapital.

    Die Bestimmungen der BIZ mit Basel II und Basel III bewirken das Gegenteil von dem was sie sollten. Sie ermöglichen noch riskantere Geschäfte und damit noch höhere Boni.

    Neue Finanzkrisen werden so programmiert.

    mfG

  3. Lieber Marc,
    Toller Artikel! Kann deinen Gedanken nur beipflichten. Als ehemaliger CS,ler in den 80-er Jahren tut einem das Herz weh, wenn man die Entwicklungen bei der CS sieht.
    Mir scheinen die Boni auch ein zentraler Punkt zu sein. Das Geschwafel, keine guten Leute zu finden ohne Exzesslöhne und Boniewie ist unerträglich. Waren wir alle damals Idioten, die ohne Exzesslöhne zufrieden waren und die Bank noch volkswirtschaftliche Aufgaben wahrnahm!
    Freundliche Grüsse (noch ohne MK2)
    Pepe
    (lic.rer.pol)

    • @Pepe

      Lieber Pepe

      Vielen Dank! Ja ich war auch einmal ein SKA,ler. Da ist man sprachlos, was die mit der CS, vormals SKA, angestellt haben.

      Bankler sein sollte wieder zu einer Berufung werden – nicht einfach nur noch absahnen auf Kosten anderer. Banken haben eine immense volkswirtschaftliche Aufgabe.

      Kauf doch einen „E“ – da weisst Du was Du hast – im Gegensatz zu einer CS-Aktie. Der Wert eines „E“ ist in den letzten 10 Jahren gestiegen im Gegensatz zur CS-Aktie. Und wer weiss, wo die noch hindriftet.

      Viele Grüsse und noch schöne Ferien!

      Marc

  4. Grüezi Herr Dr. Meyer,

    hervorragender Artikel! Danke!

    Punktuell möchte ich zur Diskussion beitragen:

    1. Gesetzgeber und Medien:
    Die Schweiz hat ein höchst bedenkliches System, das die Immo-Finanzierung, steuerliche Abschreibungen und, die Altersversorgung beeinflusst. Die CH-Immo-Besitzer und Bürger werden regelrecht dazu verführt, ihre Immobilien nicht vollständig abzuzahlen bzw., die Grundschuldeintragung aufrechtzuerhalten. Somit, treibt der STAAT seine Bürger den Banken als Kunden scharenweise zu. Alle nicht abbezahlten Immobilien bleiben den Banken als Pfand. Der Staat bleibt somit mithilfe seiner systemrelevanten Banken in Position, seine an sich (noch) recht wohlhabenden Bevölkerung viel rigider unter Kontrolle zu halten. Wenn wir alle gemeinsam diese Situation zu Ende denken, erkennen wir schnell, dass Eigentum in diesem Fall nicht automatisch Besitz ist. Der Staat kann jederzeit zugreifen und den bisherigen Eigentümer entrechten. Dank grosszügiger Steuergeschenke beschwert sich bislang darüber kaum jemand. Das System wird gleichwohl nur einseitig gezeigt. Die Vorteile werden hochgelobt, und die Nachteile bleiben unerwähnt – Dank geldgesteuerten,- und interessen geleitenden Medien. So betrachtet ist das Schweiz-Modell ein Negativbeispiel in Bezug auf Transparenz und Nachhaltigkeit.

    2. Pensionskassen und Politik
    Die Kapitalanlagen, die von den Kundengeldern (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) nach Abzug von Verwaltungskosten und Provisionen gebildet werden, fliessen grösstenteils in festverzinslichen Papieren wie Unternehmensanleihen und Staatsanleihen, da nur ein kleiner Teil in Aktien, Grundstücke und andere Sachwerte investiert wird. Die versprochenen Rentenleistungen (Altersguthaben + Verzinsung x Umwandlungssatz:12) werden folglich nur dann möglich sein, wenn man dazu auch die fliessenden Beiträge heranzieht, – ein Prinzip, bei dem man in der Regel von einem Schneeballsystem spricht.

    Der Vergleich mit einem Schneeballsystem mag plakativ sein, doch es ist keine polemische Diffamierung, es ist eine zutreffende Beschreibung der Realität. Dieses wird deutlicher, wenn man die Gesamtheit der an den Finanzmärkten gehandelten Finanzprodukte betrachtet, – in welchen die Branche einen grossen Teil des Vermögens der Kunden anlegt, – denn “Finanzprodukte” sind Geldäquivalente mit denen Geld gehortet wird. Sie sind nicht mit realen Werten gleich zu setzen. Dieser unumstösslicher Umstand führt u.a., dazu, dass die rechnerischen Werte für die Kapitalisierung von Unternehmen nur noch bedingt etwas mit dem realen Geschehen zu tun haben, womit eine Kaskade von Verwerfungen ausgelöst wird, die wir erst beginnen zu erahnen, welchen verherrenden Einfluss haben werden.

    Nur durch einen ständigen Zufluss neuer Gelder kann die Illusion einer Wertsteigerung in der Finanzwirtschaft aufrechterhalten werden. Rentenbeiträge (Arbeitgeber + Arbeitnehmer) sind eine sehr verlockende Quelle. Entsprechend intensiv werden Politik und öffentliche Meinung bearbeitet. Ein unverantwortliches Generationenkonflikt wird von Politikern und Medien geschürt.

    Das zentrale Argument der Branche,(Versicherungen, Banken, Sammelstiftungen = Branche), für die Kürzungen des Umwandlungssatzes und sinkenden Verzinsung sind die Überalterung der Gesellschaft, Generationengerechtigkeit (Deckungsgrad) und die Lage an den Finanzmärkten (Negativzinsen).

    Aus dem demografischen Veränderung und Verwerfungen der Finanzwirtschaft wird ein Sachzwang konstruirt, der als einzige vernüftige Lösung die Herabsetzung von vertraglich festgelegten Ansprüchen zulässt. Dass damit zum Teil rückwirkend in gesetzlich garantierte Leistungen eingegriffen werden kann, ist ein Beweis dafür, dass keine Rechtssicherheit mehr besteht. So ist die Altersreform 2020 nichts anders, als der gesetzliche Rahmen, -welches den Kollaps dieser Fehlkonstruktion verdeutlicht, – um Enteignungen (Kürzungen) zu „legalisieren“. Auch das wird nicht funktionieren! Erst, wenn in bereits laufenden Renten eingegriffen wird, werden die Menschen kritische Fragen stellen. Und dann? Wieviele Stiftungen sind in den letzten 10 Jahren in der Schweiz entstanden? Wieviel Vermögen halten die Eliten? Neiddebatte? Nein! Es geht um Verteilungsgerechtigkeit. Da brauchen wir nur die Steuergesetzte unter die Lupe zu nehmen. Wie wird die Produktivitätssteigerung auf die gesamt Bevölkerung verteilt?

    3.Bonus und Arbeitsteilige Gesellschaft
    Als Zeitzeuge – 70er Jahre (wie mein Pseudonym suggeriert) kann ich belegen, dass Aktienoptionen eine Perversion sondergleichen darstellen: Bis dahin waren Konzernlenker Arbeitnehmer, ebenso wie die ihnen unterstellten Mitarbeiter, und standen somit in natürli­chem Interessengegensatz zu den Kapitaleignern. Mit Aktienoptionen wurden die angestellten Unternehmensführer von der Seite der Belegschaft auf die Seite des Kapitals gezogen. Die Folgen sind im Artikel beschrieben.

    Geschätzter Herr Dr. Marc Meyer, ich ermutige Sie weiter zu machen. Sie haben mit Ihrem Wissen die moralische Pflicht die Bevölkerung zu warnen und aufzuklären. Ich bin – ähnlich- wie @Rückenbauer mit 75 zu alt, um mich im politischen Korruption-Sumpf der Politik zu engangieren. Die Geschichte lehrt das wenn Konzerne und Politik gemeinsame Sachen machen die Folgen sehr negativ sind.

    Die SNB ist ein Kapitel für sich. Nur soviel.

    https://www.youtube.com/watch?v=C7EWtPeemfY

    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Mut.
    Freundliche Grüsse

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV-Rentner

      Vielen Dank für Ihre ermutigenden Zeilen.

      Richtig – Auch ein Konzernleitungmitglied ist Angestellter und darf sich nie und nimmer in die Position des Eigentümers aufschwingen.

      In der Bonus-Kultur nehmen sich die Bonus-Zocker Rechte der Eigentümer heraus. Getrieben von der Bonus-Gier gehen sie dann höchst riskante Geschäfte ein, sowohl in wirtschaftlicher als auch rechtlicher Sicht.

      Der daraus entstehende Schaden kann sehr gross werden – auch für die gesamte Volkswirtschaft.

      Ich tue was ich kann – aber auch meine Ressourcen sind beschränkt.

      Nochmals danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  5. @Dr. Marc Meier @Rückbauer @Trudi @Allianz a.d.
    @ Reto @Supermario @Thomas Burkhardt @Reto @Hans Hurter @PK Experte @Daniel Tanner @ Peter Keller
    @Martin Schneider @klare Worte @Benny Fuchs @Fred H.
    @the Observer @Inside @Dalla Corte René C. @Rico Meier
    @ex-CS @naked truth @SirGalahad @Wädi S. @ Lukas Hässig @Friedrich&Weick @Hans Geiger @Klaus Stöhlker
    @UrsB. @Anne @Jörn Gebert

    Meine Lieben
    Und lieber Rückbauer herzliche Gratulation zum Geburtstag!

    Mein Geburtstag ist die nächste Woche und ich werde 51 (26.7.);
    Sie wollen sich jetzt mit 68 ausklinken?
    Und wie sollen wir in unserem Land diese Zukunft gestalten ohne Denker wie Sie?

    Selber sind wir daran über http://www.bachheimer.com – Club, wo ich im Team bin (als Silberlöwin) ein Forum zu installieren, wo solche Fragen diskutiert werden.

    Es geht mir nicht um „Egowerbung“, sondern wie kommen wir gemeinsam weiter in diesem Land.

    Aus welchen Ecken kommt ihr – ist Zürich gut als Standort für ein regelmässiges Treffen – eine Art Stammtisch?
    Habt Ihr eine interessante Idee, wo man sich treffen kann?

    Herzliche Grüsse
    Eva Maria Thür
    Ökonomin / Mediatorin
    Bern
    Eva.thuer@bluewin.ch

    +41 79 224 19 28

    • @Eva Maria Thür

      Sehr geehrte Frau Thür

      Es freut mich, dass Sie die Diskussion hier interessant finden und ich bedanke mich für ihren Vorschlag eines gemeinsamen Treffens.

      Nun ist es so, dass ich zeitlich so ausgelastet bin, dass ich bereits froh bin, wenn ich dazu komme, hier einen Beitrag zu schreiben und die Kommentare zu beantworten.

      Das tue ich für „Gottes Lohn“.

      Es ist mir also leider unmöglich, mich noch mehr zu engagieren, um die Irrwege am Bürkliplatz aufzuzeigen (und auch am Paradeplatz). Es gibt noch andres im Leben.

      Haben Sie also bitte Verständnis dafür, dass ich leider absagen muss.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • So, und jetzt sende ich Ihnen, liebe Eva Maria, meine besten Wünsche zu Ihrem Geburtstag. Sie sind vergleichsweise jung….nutzen Sie die Zeit, denn die Vergangenheit wird immer länger und die Zukunft immer kürzer. Und geniessen Sie jeden Tag, denn jeder Tag ist geschenkt. Und seien Sie wie bisher engagiert; kritisieren und protestieren Sie, denn das erhält jung. Wenn ich nicht mehr kritisiere und ausrufe, dann bin ich tot. Die Aufregung ist mein Leben.
      Und heute Abend stosse ich an, auf das Leben, auf die Tierra de Castilla, La Manchuela, mi amor y mi odio.
      Alles Gute!

    • @Eva Maria Thür

      Gerne schliesse ich mich den guten Wünschen aus Alicante an:

      HAPPY BIRTHDAY DEAR EVA MARIA

      ALL THE BEST!

  6. Liebe Leute
    Danke für die interessante Diskussion, die Lösungsansaetze enthalten.

    https://youtu.be/p86eX5jsUPU
    Hans Herrmann Hoppe Mises – bester Mann.

    Hoffe auf ein baldiges Erwachen und dass wir von diesem Wahnsinn bald befreit werden!

    Und noch mein Lieblingszitat von Ayn Rand, Philosophin

    „Wenn du merkst, dass ein Handel nicht durch Zustimmung sondern durch Zwang zustande kommt – wenn du erkennen musst, dass du, um zu produzieren, eine Erlaubnis von Menschen bekommen musst, die nichts produzieren – wenn Du siehst, dass Geld zu denen fliesst, die nicht mit Waren handeln, sondern diese nur für sich ausnutzen – wenn du feststellst, dass manche Menschen durch Gaunereien und bezogene Vergünstigungen viel reicher werden als durch ehrliche Arbeit und deine Gesetze dich nicht vor ihren Machenschaften schützen, die Gesetze sie aber vor dir schützen – wenn du siehst, dass Korruption belohnt wird und Ehrlichkeit nur zu Selbstaufopferung führt, dann merkst du vielleicht, dass deine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist.“

    Herzliche Grüsse
    Eva Maria Thür

  7. Am einfachsten wäre es wohl, beim Eigenkapital anzusetzen.
    Die FINMA könnte einfach eine Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zu den totalen, nicht risikogewichten Aktiven) von 20%-30% fordern. Risikogewichtete Aktiven lassen sich i.d.R. mit internen Bankmodellen „schönrechnen“.

    10% wären auch schon viel besser als die derzeitigen 5%.
    Im Durchschnitt haben Firmen eine Quote von ca. 30% – 50%. Wieso das bei Banken soviel tiefer gehen ist, ist nicht einleuchtend und führt zu den hohen Risiken für die schweiz. Volkswirtschaft.
    Offenbar funktioniert die Banken Lobby zu gut um solche Anforderungen zu verhindern. Die EK Rendite würde zwar sinken, dafür wäre die Firma deutlich sicherer und eine tiefer Rendite würde desshalb akzeptiert werden.

    Damit dürfte sich dann auch die Bonus Frage entschärfen bzw. diese müssten sinken, um das Kapital aufzubauen.

    • @Reto

      Danke

      Ja ich denke auch, dass die FINMA gefordert ist. Ein Ansatz ist bestimmt, ein minimales EK festzulegen, bei dessen Unterschreitung es keine Boni geben darf.

      Eine solche Bestimmung wäre denkbar in Verbindung mit weiteren Massnahmen.

      Ganz einverstanden bin ich auch mit Ihrer Einschätzung, dass risikogewichtete EK-Anforderungen nur eine verdeckte Form der „Schönredung“ sind.

      mfG

    • Die Idee ist natürlich immer überlegenswert; ich stelle als „Konsument“ aber einfach die oberblöde Frage: Bist Du – in erster Linie als Kreditnehmer – auch gewillt, die zwei- bis dreimal höheren Bankmargen in Kauf zu nehmen? Ich denke mit irgendwie 30% EK über alles lohnt sich traditionelles Banking schlicht und einfach nicht mehr!
      Den Ansatz von „risikogewichtetem“ kann ich schon eher verstehen; ich habe bis jetzt auch nicht verstanden, wer, welche Anlagequalität qualifizieren darf.

    • @Supermario

      Danke

      Es geht einfach darum, dass keine Boni ausbezahlt werden dürfen, wenn die Gesellschaft Verlust erleidet oder ihre Kapitaldecke zu dünn ist.

      A propos risikogewichtetes EK:

      Das Eigenkapital wird ja aus dem Vermögen erwirtschaftet, welches eine Unternehmung besitzt. Insofern macht es keinen Sinn, wenn Vermögen und Eigenkapital einer Unternehmung unterschiedlich gerated werden.

      (dasselbe „Fleisch und Blut“ oder „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“)

      mfG

    • Betreffend risikogewichteten Aktiven (Basel 2, 3 etc) läuft es so:
      Aktiven, die ein höheres Risiko haben, sollen mit mehr Eigenkapital unterlegt werden müssen als Aktiven, die weniger riskant sind.
      Im Grunde macht das schon Sinn. Eine Bank könnte sonst einfach sehr riskante Geschäfte eingehen, die wenig Einfluss auf die Bankbilanz haben. Auf Youtube wird das gut von Prof. Schneck beim Interview „Basel III verständlich erklärt“ erläutert.

      Im Grunde sind beide Betrachtungweisen wichtig. Der Leverage Ratio, als Eigenkapital im Verhältnis zu den total Aktiven ist auch sehr wichtig.

      Ein EK von 30% würde gehen. Meines Wissens hatten Banken vor vielen Jahren solche Quoten. Im übrigen zahlt die Bank ja auch viel für langristiges Fremdkapital. Diese Zinsen würde dann wegfallen. Im Grunde gibt es kaum einen Grund, wieso die EK Anforderungen nicht viel höher sind. Im Corporate Finance lernt man zudem, dass die Finanzierung auf der Passivseite im Grunde keine Rolle spielt. Das Konkursrisiko der Firma sinkt erheblich und dadurch auch die erwartete Eigenkapitalrendite.

      Jetzt trägt das Ausfallrisiko auch der Staat und die Steuerzahler. Das ist wie eine verdeckte Subvention, die dann als Boni ans Management fliesst.

  8. Geschätzter Herr Meyer, Sie sehen, wie die Zeit dringendste Fragen unter den Teppich kehrt, Fragen, die meines Erachtens nicht nur die Aktionärsdemokratie betreffen, sondern die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt. Ihr brennender Beitrag wird auf der Startseite von IP bald Geschichte sein. Das ist brutal, das stört mich ungemein und ich könnte schreien ob der Ungerechtigkeit, solche brennende Themen einfach untergehen zu lassen. Dies ist offenbar ein Zeichen der Zeit, leider…. Noch so gerne möchte ich mich in diesem brennenden Problem ins Zeug legen (wie Sie in Ihrem Kommentar vom 18.7. fordern, übrigens mein 68ster Geburtstag). Indessen, ich bin zu alt, um die ganze Energie und meinen Intellekt zusammen zu bringen. Alle diese Fragen sind komplex und es braucht Zeit, Durchhaltevermögen, Standfestigkeit und, vor allem, Z u k u n f t , die ich nicht mehr habe. Ich wünsche allen engagierten jüngeren Semestern, also Ihnen, Marc Friedrich und allen, die bereit sind, sich in diesen Fragen zu engagieren, viel Kraft, Lebensfreude und auch viele Mitstreiter und damit Erfolg. Dürfte ich Ihnen zum Schluss etwas ans Herz legen? Verlagern Sie Ihr Buchhaltungsproblem mit der SNB doch auf diese Themen. Ich glaube, das bringt mehr und Sie dienen, mit Ihrem Intellekt und Ihrer Standhaftigkeit, allen. Alles Gute!

    • @Der Rückbauer

      Besten Dank für Ihre Zeilen.

      Als Volkswirtschaftler messe ich der makroökonomischen Geldpolitik noch grössere Bedeutung bei als dem mikroökonomischen Problem der Entlöhnung bei den Banken.

      Ich tue was ich kann.

      Danke nochmals und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Hallo Marc, es ist sehr verdienstvoll, dass du die Leser darauf aufmerksam machst, dass die CS-Aktie 2007 bei 97 Fr. notierte. Märssi denn, gell, und denn na en schöne.

    • @TB

      Wenn Sie schon den Clown hier spielen, dann berücksichtigen Sie wenigstens die eiementarsten Anstandsregeln.

      Wir sind nicht per Du und ich kenne Sie nicht.

      MfG

    • Hallo Marc, weisst du, es macht nichts, dass wir uns nicht kennen, oder ? Ich lese deine Beiträge trotzdem. Märssi denn, gell; und denn na en schöne.

  10. Mein Fazit ist zurzeit folgendes:

    Ein Investor macht am besten einen grossen Bogen um Grossbanken, da die Aktionärsdemokratie nicht greift. Die mit Vorteilen korrumpierten Grossaktionäre stimmen gegen die Interessen der Grossbanken. Bei anderen Firmen gibt es das zwar auch, nur sind dort die Saläre pro Mitarbeiter deutlich geringer, z.B. bei Big Pharma nur etwa halb so hoch.

    Ein Problem ist auch, dass das Management häufig kaum Aktien der Firmen hält, z.b. hält Urs Rohner praktisch keine Aktien von der CS. Sein Salär und Bonus sind viel wichtiger. Was die Aktie und Firma macht, kann ihm egal sein.

    Die Gewinn lässt sich nur einmal verteilen und dieser fliesst hauptsächlich an die Bonus Barone und nicht an die Aktionäre. Hier dürfte sich so schnell nichts ändern.

    • @reto

      Danke

      Aber auch wenn man keine Aktien von Banken hält: Banken haben eine grosse volkswirtschaftliche Bedeutung. Deshalb muss das Problem angegangen werden. Wenn die Steuerzahler einspringen müssen, so trifft es auch jene, welche keine Bankaktien halten.

      Dieses Problem muss jetzt endlich gelöst werden, wenn wir nicht weitere Finanzkrisen erleben wollen.

      mfG

    • Ja, da gebe ich Ihnen durchaus recht.

      Den Preis zahlen auch die Steuerzahler und die vielen Mitarbeiter der Banken. Weiter halten wohl die meisten Pensionskassen solche Aktien in ihrem Depot und man ist davon automatisch betroffen.

      Weiter kann es zu langjährigen Steuerausfällen kommen, falls Grossbanken Verluste schreiben.

  11. Dieser Standpunkt – und zusammen mit den nachfolgenden Denkanstößen – hat meine Augen geöffnet – DANKE.

    • @Hans Hurter

      Sehr geehrter Herr Hurter

      Danke

      Ihre Zeilen ermutigen mich.

      Hoffentlich löst der Artikel etwas aus.

      Viele Grüsse

      Marc Meyer

  12. Die Parteien werden auch von den Banken gesponsert. Darum haben sie kein Interesse sich diesem Korruptionssumpf anzunehmen.
    Die Parteien sind gegen eine Offenlegung ihrer Finanzquellen; denn dann würde ihr wahres Gesicht zutage treten.
    Die Pensionskassen helfen im übrigen mit, die Bonuskultur zu unterstützen, indem sie immer im Interesse des jeweiligen VR abstimmen. Die PK Verwalter und Stiftungsräte erhalten von den Banken Sonderkonditionen für Hypotheken und werden bei EMISSIONEN mit Zuteilungen bevorzugt im Privatdepot und mittels front running Operationen begünstigt.
    Dies ist praktizierte Korruption zulasten der gutgläubigen Destinatäre. Weitere Details werden zu gegebener Zeit folgen…

    • @PK Experte: Zu den PK: Der Stiftungsrat ist paritätisch zusammengesetzt: Die eine Hälfte der Mitglieder sind Arbeitgebervertreter, die andere Hälfte Vertreter der Arbeitnehmer. Wenn die Stiftung Fonds hält, ist die Lage besonders schlimm: Die Fondsverwaltung (d.h. die Bank) nimmt das Stimmrecht immer wahr, und zwar „systematisch und verantwortungsvoll“ (Merkblatt Swisscanto). Man muss wissen, dass das in der Praxis heisst, dass die Fondsverwaltung immer gemäss den Anträgen des VR stimmt, was wiederum heisst, dass die Vergütungspolitik immer „verantwortungsvoll“ ist. Auch wegen diesem Stimmverhalten der Fonds wird der Antrag des VR auch jeweils mit grossem Mehr angenommen (die vier Herren in der zweiten Reihe an der GV…). Hält die PK Direktanlagen in Aktien, so übt die Bank das Stimmrecht im Rahmen der VV nicht aus, was heisst, dass die Stiftung es ausüben kann, was einen Arbeitnehmer-Vertreter im Stiftungsrat zum Antrag veranlassen könnte, die Stiftung habe das Stimmrecht auszuüben und zwar gegen den Antrag des VR, also Ablehnung des Vergütungsberichtes. Nun, 1. kann man sich vorstellen, dass nur ausnahmsweise so ein Kamikaze-Antrag gestellt wird (ich beisse nicht in die Hand, die mich füttert) und 2. der Antrag abgelehnt wird, ja sogar entschieden wird, dass das Stimmrecht ausgeübt wird und zwar gemäss Antrag des VR. – Das PK-Vermögen gehört den Arbeitnehmern; der Arbeitgeber bezahlt den gesetzlichen Beitrag und mehr, aber das ist kein Grund, ihm in Stimmrechtsfragen die Hälfte der Stimmrechte (und de facto, kraft seiner Stellung, meistens 100%) einzuräumen. Der Stiftungsrat muss allein aus Arbeitnehmervertretern zusammengesetzt sein, zumindest müssen Stimmrechtsfragen allein durch die Arbeitnehmervertreter entschieden werden können. Die gesetzliche Regelung ist ein (wohl gewollter) Systemfehler. Es beginnt schon bei der Abordnung der Arbeitnehmervertreter. De facto werden nur solche Personen vorgeschlagen, die dem Arbeitgeber willfährig sind. Und noch etwas zu den privaten Kapitalstiftungen, die oft über grosse Vermögen verfügen. Die Stiftungsräte sind an allem anderen als an Abstimmungsfragen interessiert; sie wollen nur eines und haben an sich auch diesen Auftrag: Den Stiftungszweck zu erfüllen. Wird im Stiftungsrat einmal der Antrag gestellt, dass die Stiftung das Stimmrecht ausüben und in punkto Vergütungsbericht gegen den Antrag des VR stimmen sollte, stösst man auf Unverständnis, Widerwillen und quasi: Wenn du willst, kannst du das machen, aber es ist deine Aktion und diese darf die Stiftung nichts kosten. Und bewahre uns vor Diskussionen im Stiftungsrat über die Vergütungsberichte der grossen Unternehmen….Ja, fragen Sie den Verwalter Ihrer PK, ob das Stimmrechtsverhalten im Stiftungsrat je ein Thema war und wenn ja, wie entschieden wurde und fragen Sie, wieviele Fonds vorhanden sind, damit Sie wissen, dass diesbezüglich die VV-Bank das Sagen hat. Bei den Banken laufen alle Fäden zusammen und die Banken haben das Sagen. Die „Gegner“, die Stiftungen, PK oder private, die sind zersplittert, uninteressiert, zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, unter Druck, abhängig vom Chef etc. Alles ist kompliziert. Nur die Banken/Versicherungen haben den Durchblick. Uebrigens: Stimmrechtsverhalten Sammelstiftungen 2. und 3. Säule? Swisscanto: Bei fast 4000 Traktanden wurde bei 582 gegen den VR gestimmt und bei 89 gegen die Vergütungen (2%). Dabei ist nicht offen gelegt, bei welchen Buden dagegen gestimmt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass das Nein nicht gerade die Brüder und Schwestern, welche auch in der Finanzindustrie tätig sind, traf. Also: Ein zersplitterter Gegner ist kein Gegner (RS 3. Woche). Und der Freund meines Freundes ist auch mein Freund, kurz „Säuhäfeli Säudeggeli“. Die Aktionärsdemokratie läuft hier leer. –
      Sollten die Banken, was schon vorgekommen ist, einzelnen PK-Verwaltern und/oder Stiftungsräten persönlich Sonderkonditionen einräumen, so wäre das korrupt und strafbar (BVK/CS/Gloor). Zugegeben, hier herrscht teilweise Grauzone und Nebel. Ich glaube aber, dass das mehrheitlich korrekt läuft.
      Auf die weiteren Gründe, weshalb die Minder-Initiative ausgehebelt werden konnte, mag ich nicht mehr eingehen und verweise auf meinen Kommentar vom 13.7.2016, unten ganz am Anfang).
      @Allianz a.d.hat unten geschrieben, dass der Kapitalismus per se nicht erneuer- und reformierbar sei. Ich bin der gleichen Meinung. Er ist wie ein Frosch, dem man (Draghi?) eine Zigarette in den Mund steckt. Der Frosch saugt daran, bis er platzt. Das ist in der Natur so, und dass das Finanzsystem irgendwann platzen wird, ist auch ein Naturgesetz. Die Geschichte von der Tulpenzwiebel bis zur Million Reichsmark für ein Kilo Brot lehrt uns das. Die Frage ist nur, wann und wie genau der Frosch platzt. Und nachher kommen die Besserwisser und schreiben darüber wissenschaftliche Schunken, weshalb der Frosch geplatzt ist. Dabei ist es so einfach: Weil es ein Naturgesetz ist.

    • @PK Experte, @Der Rückbauer

      Das scheint alles ein ganz grosser Sumpf zu sein. Wie das Entscheidungsverhalten der Pensionskassen und Grossaktionäre an den GV’s zustandekommt ist vollkommen undurchschaubar.

      Und genau hier – in dieser Korruption – werden die Finanzkrisen geboren.

      Es wäre also von grosser Bedeutung, dass Licht in dieses Dunkel gebracht wird.

      Die Gewinner in diesem offensichtlich abgekarteten Spiel sind die Bonus-Zocker. Die Verlierer sind die Öffentlichkeit im Allgemeinen; vor allem die Kleinaktionäre, die vielen Arbeitnehmer, die ihre Stelle verlieren und die Pensionäre.

      Ich wäre froh um nähere Details.

      M.E. könnte man diesen Teufelskreis durchbrechen, indem die Pensionäre im Sinne ihrer Versicherten abstimmen müssten. Sie könnten den Willen ihrer versicherten herausfinden, indem vorgängig zu einer GV eine repräsentative Umfrage durchgeführt wird.

      Ich wäre Ihnen also dankbar um zusätzliche Informationen und ich wäre auch dankbar, wenn Sie diese möglichst übersichtlich, in Punkten geordnet hier aufzeigen könnten.

      Besten Dank

      Marc Meyer

  13. Etwas vom Besten, was ich bisher zu dem Thema gelesen haben. Vielen Dank. Moral und Ethik haben nur noch einen geringen Stellenwert bei den Bonus-Raubritter. Um höhere Boni zu erhalten, werden Verluste gefahren, massenhaft Stellen abgebaut und ausgelagert und für die Firma unvorteilhafte Geschäfte abgeschlossen.
    Alle Ihre drei Vorschläge sollten miteinander um- bzw. durchgesetzt werden. Die Frage nun: wie weiter? Braucht es eine Volksinitiative?

    • @Daniel Tenner

      Guten Abend Herr Tenner

      Mit einer Volksinitiative habe ich es bereits versucht.

      Aber alleine war es mir nicht möglich, genügend Unterschriften zu sammeln. Die Parteien müssten sich des Themas annehmen.

      Viele Grüße

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Dr. Meyer,

      da haben Sie recht.

      Was wäre denn der Inhalt der Initiative?
      Ich bin sicher, dass z.B. ein Thomas Minder Sie dabei unterstützen würde. Genauso wie hoffentlich einige Leser hier.

      Notwendig ist es mal.

      Sie schreiben ja auch korrekterweise:
      „Ja das sehe ich auch so: Die Medien spielen eine ganz pitoyable Rolle in unserem Lande.

      Sie sind nicht frei, sondern sie scheinen offenbar gewisse Interessen zu vertreten.“

      Das hat als Ursache, dass die Medien letztlich Befehlsempfänger sind und dem absurden Zentralbank-/Geldsystem dienen.

    • @Peter Keller

      Danke.

      Ja ich denke auch, dass vieles falsch herauskommt, weil die Medien Befehlsempfänger ihrer eigenen Kapitalgeber sind (Banken?).

      Bitte lesen Sie den Initiativtext

      „Unsere Pensionskassen nicht missbrauchen!“

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  14. Vielen Dank für diesen Beitrag und auch für die vielen intelligenten Kommentare. Spricht mir alles aus dem Herzen. Ein Problem das bisher noch nicht beleuchtet wurde ist die fehlende wirtschaftliche Transparenz in unserem Land. Daran sind vor allem die werbemässig gesponserten Medien Schuld, die ja meistens nur noch Verlautbarungsjounalismus betreiben. IP ist hier die grosse Ausnahme. Wenn unsere Bevölkerung genau wüssten auf welchem Pulverfass wir alle sitzen dann würde es Möglichkeiten geben, über integre Persönlichkeiten, wie es Minder war entsprechende Initiativen zu starten und so Schritt für Schritt die Finanzbranche regulativ auf den richtigen Weg zu bringen. Eine andere demokratische Möglichkeit sehe ich leider nicht um die beiden Finanzatombomben UBS und CS wirkungsvoll zu entschärfen.

    • @Martin Schneider

      Sehr geehrter Herr Schneider

      Besten Dank für ihren Beitrag.

      Ja das sehe ich auch so: Die Medien spielen eine ganz pitoyable Rolle in unserem Lande.

      Sie sind nicht frei, sondern sie scheinen offenbar gewisse Interessen zu vertreten.

      Das richtet grossen Schaden an.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Schneider
      Wahre Worte Herr Schneider, auch Ihre Vorschläge! Diesmal kann ich auch die konkreten Vorschläge von Herrn Meyer voll unterschreiben.
      Die Ungültigkeit und der Wissenstand der Leute ist erschreckend. Lieber motzen und die Faust im Sack machen, als etwas zu unternehmen. Mit der heutigen Möglichkeiten könnte sich jeder mühelos informieren.
      Den Filz aufzubrechen wird nicht einfach. Sie kleben fest am Honigtopf und Nestbeschmutzer mögen sie schon gar nicht.
      Die Zeit ist reif für Veränderungen. Und wenn es nicht von innen passiert, dann halt von aussen. Wäre nicht zum ersten Mal.

  15. Herr Meyer, Sie sprechen wahre Worte: Die Bonus-Barone höhlen unsere Banken aus. Sie haben nur ein Ziel: ihren eignen Profit. Die übrigen Angestellten, die Aktionäre und letztlich die Steuerzahler werden am Schluss bluten.“ Dem ist nichts anzufügen. So ist es. Hier müsste die Politik endlich eingreifen und diese Bonusexzesse stoppen. Oder gibt es eine andere Lösung!

    • @Benny Fuchs

      Sehr geehrter Herr Fuchs

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Politik ist gefordert. Aber es scheint in der Schweiz einen dicken Filz zu geben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. Am einfachsten wäre es, politisch einen Lohndeckel wie bei den Banken in Israel einzuführen. Die Minder Initiative hätte man sich sparen können. Grossbanken dürften trotz allem in der Schweiz eine faktische Staatsgarantie haben. Wieso nimmt dann der Staat keinen stärkeren Einfluss?

    Die Kleptomanen befinden sich im Management und im Verwaltungsrat. Hohe Boni von anderen Mitarbeitern werden abgesegnet, damit sich das oberste Management auch eine hohe Entschädigung auszahlen kann. Eine Begründung findet sich immer. Was diese Boni bringen sollen ist ein Rätsel, da sie meistens nicht mit der Performance zusammenhängen. Ein Bankraub von innen sozusagen…

    Ich frage mich auch, wieso institutionelle Anleger nicht stark dagegen halten. Stimmrechtsberater sollen z.B. Aufträge von den Firmen erhalten, die sie beurteilen. M.E. ist dies eine Art von Korruption, wobei es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt.

  17. Sehr geehrter Herr Hässig
    Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

    Herzlichen Dank für Ihre stringenten Berichte und die Aufklärungsarbeit auch zum Thema SNB und „falsche“ Theorien zum Thema Geldschöpfung!

    TB verlinkt Lukas Hässig, Sie und andere aufgeklärte Ökonomen und Autoren auch bei Thomas Bachheimer http://www.bachheimer.com – Thomas Bachheimer Direktor des Europäischen Goldstandard Institutes. Hier bin ich auch Autorin als Silberlöwin.

    Komme mir seit längerem vor wie im Krimi; Ihre Analysen lieber Herr Hässig – lieber Herr Dr. Meyer sind zwingend nötig und ich bin sehr dankbar für Ihre Arbeit.

    Wir müssen wieder Ordnung in die Schweiz bringen; zur direkten Demokratie gehört auch die Aufklärung und Bildung der Bürger.

    Nach dem bevorstehenden Crash ist hoffentlich eine Generalreinigung des „Turbokapitalismus“ möglich.

    Herzliche Grüsse und vielen Dank für Ihre Arbeit

    Eva Maria Thür
    Ökonomin / Mediatorin

    • @Eva Maria Thür

      Sehr geehrte Frau Thür

      Vielen Dank für Ihre ermutigenden Zeilen.

      Ja es ist wirklich unglaublich, wie dumm die SNB das Volk verkauft.

      Der Notenbankpräsident verwechselt Vermögen und Schulden der SNB und steht nicht dazu.

      Das Volk wird an der Nase herumgeführt und die Medien und die Politiker schweigen. Alle wollen sie eine gute Beziehung zur Schweizerischen Nationalbank. Deshalb erlaubt sich diese, die unglaublichsten Märchen zu verbreiten.

      Über 50 Milliarden Verluste in den vergangenen Jahren haben die SNB immer noch nicht zur Vernunft gebracht.

      Über 1 Mio Jahressalär scheinen Herrn Jordan wichtiger als seine Verantwortung gegenüber der Schweiz.

      Und bei den Bonus-Managern muss es offenbar wirklich so weit kommen, bis es nichts mehr zu verteilen gibt, bis sie begreifen.

      Aber selbst dann wird es ihnen egal sein – sie haben ja bekommen, was sie wollen und werden dann weit weg sein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Eva Maria Thür, eine Generalreinigung des „Turbokapitalismus“ ist meiner Meinung nach nicht möglich. Weil meiner Meinung nach der Kapitalismus als solches noch nie und nicht reformierbar ist.

      Die Politiker in der westlichen Welt, die immer von sozialer Marktwirtschaft (= sozialem Kapitalismus) muss das Ziel sein sprechen, wissen es besser. Der Kapitalismus streckt sich immer nach der Decke.

      In den 70er, 80er Jahre, als es in der Schweiz wohl so gut wie keine Arbeitslose gab und die Schere auch den Kleinverdienern etwas zugestand, gab es 90 Arbeitssuchende auf 100 Arbeitsplätze. So musste man den Leuten etwas bieten. Doch heute wo es 100 Arbeitssuchende auf 80 Arbeitsplätze gibt, heisst das Motto friss Vogel oder stirb.

      Der heute völlig enthemmte Kapitalismus erklärt meiner Meinung nach auch die völlig enthemmte Gier auf der Teppichetage. Bitte selbe Denkweise, man will schliesslich unter sich sein und nach der Machtabgabe auch nicht angeklagt werden. In einer surealen Welt können nur sureale Menschen leben (und sich selber etwas vormachen). Ein herrliches Bild von Daly oder ein toller Stoff für einen Woody Allen Film.

    • @ Marc Meyer

      „Das Volk wird an der Nase herumgeführt und die Medien und die Politiker schweigen….“ – Ja, sie schweigen. Aber warum? Vermutlich, weil sie den Lügen der SNB glaube schenken und die Wahrheit nicht kennen. Ihre Aufklärungsarbeit ist also noch lange nicht am Ende.

    • @Benny Fuchs

      Sehr geehrter Herr Fuchs

      Vielen Dank. Seit meinem Studium werde ich von der Wissenschaft und der Nationalbank unterdrückt.

      Die SNB will nur eins: Gesicht bewahren – keinen Fehler zugeben – Macht bewahren: koste es was es wolle.

      Herr Jordan und das Direktorium der SNB sind entweder geistig zurückgeblieben oder sie sind dermassen gefangen im Filz von Politik und Wirtschaft und Wissenschaft, dass sie alles tun müssen, um die Entwicklung der Wissenschaft zu verhindern.

      Ein Trauerspiel, was die SNB leistet – und die FINMA dazu, welche Gefahren aufdecken und eliminieren müsste.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Allianz a. d. Marc Meyer

      Sehe das auch so; einfach unglaublich und schier nicht auszuhalten.

      Gute Bilder von Ihnen Allianz a. d.
      Das wird ein „Kultfilm“ erster Güte.

      Zur Bereinigung des „Turbokapitalismus“ habe ich auch „Bilder“
      Vergleiche die derzeitige Situation mit einen Tsunami. Das Wasser zieht sich zurück (Deflation). Plötzlich wird alles sichtbar (Zustand der Wirtschaft, schlechte Infrastruktur, all die Lügen über den Zustand der Nation, den die Medien inder Vergangenheit verbreitet haben und immer noch verbreiten), was zuvor unter der Oberfläche verborgen war, zugeschüttet mit Massen an Liquidität. Aber draußen auf dem Meer baut sich eine Riesenwelle auf, geschaffen von der zuvor künstlich erzeugten Liquidität, die Welle rollt auf die Küste zu und zerstört alles (Papierwerte) durch Hyperinflation.

      Habe Respekt und sehe mit Sorge auf den bevorstehenden Herbst.
      Ein kleines Kind steht am Strand und warnt die Erwachsenen (die Gebildeten!), hey da kommt ein Tsunami, aber die Erwachsenen glauben dem Kind nicht, da klein und ungebildet … Und dann kommt der Tsunami. Und alles ist tot.

    • @Eva Maria Tür – Danke! Ich finde auch, wenn man in Bilder oder Filmen denkt wird das Bild, was heute abläuft, klarer. Und merkt, was da noch auf einem selber als solches und auf die Gesellschaft als Ganzes zukommen kann, muss nicht lustig sein.

      Damals in der Allianz dachte ich, so muss es auch bei Scientology sein. Alles, vor allem die Meinung, wird gleichgeschaltet, mit nur einem Ziel. Die GL muss ihre Ziele voll erreichen = 100% Bonus. Dabei habe ich sicherlich längst nicht alles gesehen, aber ein Teil von dem was ich gesehen habe, hat meiner Meinung nach mit seriös Geschäften nichts zu tun und nicht nur der Versicherungsnehmer als Kunde war der gelackmeierte. Als GL ist man in der Allianz auch ohne Bonus nicht unterbezahlt. Bei Null Verantwortung, da alles entscheidende in München entschieden wird. Sogar wie die Zahlen Ende Jahr aussehen müssen. In München (und in Zürich) gibt es Hellseher. 😉

    • @Allianz a.d.
      Herzlichen Dank! Mir schwant aktuell nichts Gutes! Hatte „leider“ bisher immer eine sehr gute Intuition.

      Arbeite sehr gerne auf der Metaebene – die Bilder werden klarer und verständlicher, was wirklich abgeht.

      Ihr Szenario bei der Allianz kann ich restlos nachvollziehen!
      In meiner Beratertätigkeit sitze ich bei vielen VR und GL-Sitzungen als Beobachterin dabei um auch Feedback über die ganzen Prozesse zu erteilen.

      Dass man sich wie in einer Sekte „Familie“ vorkommt, erlebe ich oft in vielen Branchen – auch oder v.a. öffentlich-rechtliche Organisationen (Luftfahrt, Bund, DEZA). Es gab auch schon Situationen, bei denen mir beinahe das Blut in den Adern einfror; Gelächter über das arbeitende Pöbel; Verscherbeln von öffentlichen Gütern; Ignoranz und Arroganz hüben und drüben – so viele dumme Leute noch selten an einem Haufen gesehen; Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren – uvm. – diese Liste kann ich endlos weiterführen und auch die Namen benennen; gewisse Leute sitzen jetzt am Meer und lachen sich kaputt über uns.

      War auch mit Swisscom Chef Carsten Schloter eine Zeitlang im Gespräch über die Unternehmenskultur des Unternehmens; er wollte mich immer überzeugen, wie gut die Kultur bei Swisscom sei! Mir sind aus einschlägigen Kreisen grobe Probleme bekannt – was aus Carsten Schloter geworden ist, wissen wir alle!

    • @Eva Maria Thür, es ist mir eine Freude mit Ihnen kommunizieren zu dürfen, Danke! Sie bringen mich weiter und sind zugleich auch Hoffnung.

      Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren – Lehrt man leider schon an jeder Uni. Die Konsequenzen davon leider nicht. Manager die das nicht tun wollen gelten als Stümper. Politiker ebnen, sicherlich ganz uneigennützig, den Weg dazu. Junker oder Dijsselbloem sowie ihre Briefkastenländer lassen grüssen.

    • @Allianz a. d.
      Lieber Allianz Danke für das Kompliment!

      Ja es ist entsetzlich, das geht auch mir so, dass man sich nur mit wenig Leuten vernünftig über diese Themen austauschen kann. Wenn man sich als Frau einmischt wird man beinahe auf den Scheiterhaufen geworfen – oder anders desavouiert; schlimmer als im düstersten Mittelalter.

      90% des Stoffes an den Universitäten ist „falsch“ oder über Lobbyisten gesponsert. Siehe Ehrensessel unseres allseits geliebten Joe Ackermann an der HSG!

      Die aktuell naiven Politiker in der Schweiz und EU verstehen die meisten die Finanzsysteme und Geldpolitik schlicht und ergreifend nicht und sind mehrheitlich über Lobbyisten gesteuert; wie das grosse Mehr der Bürger; daher ist die Direkte Demokratie leider eine Farce. Über die EU „Männer“ sage ich jetzt nichts;-)

      Die Kinder müssen schon sehr früh sec und elegant in die Mathematik und Arithmetik, Physik und Chemie eingeführt und nicht verhausschweinlicht werden!

      Dann hätten wir all die Probleme wie „Lernschwierigkeiten“, ADHS und anderen erfundenen Schwachsinn effizient gelöst. Denn die Kinder beherrschen in der Regel diese Fächer, wenn man sie richtig und mit Spass und durch intelligente Menschen einführt. Gut dann wird der Tross an „Sozialpädagogen“ und die Psychiatrie arbeitslos.

      Herzliche Grüsse
      Eva Maria Thür
      Eva.thuer@bluewin.ch

      Stehe offiziell für Diskussionen zur Verfügung – sollte auch Lukas Hässig schon lange mal wieder einen Artikel liefern;-)

  18. Der sehr instruktive Artikel von Herrn Dr. Meyer trifft den Kern des Problems und zeigt auch auf, dass sog. «Finanzkrisen» nicht einfach nur ein Marktphänomen sind (wie uns das immer wieder weisgemacht und schöngeredet wird), sondern eben menschengemacht sind.

    Macht und Gier sind dabei die Hintergrund-Treiber. Masslose Bonuszahlungen ohne realen Bezug das Elixier; jener ultimative Kick, der Machtmenschen in diesen Positionen hält und die sich daran krampfhaft festhalten. Dabei werden Rücksichts- Anstands- wie auch rationale Sensoren ausgeschaltet.

    In der Endphase wird die Grenze zwischen Legalität und Illegalität fliessend, und die entfesselte kriminelle Energie nimmt unkontrolliert ihren Lauf. Auch scheinbar intelligente Leute sind davon nicht gefeit. Aus der Trance erwachen sie erst, wenn das Gebäude dominoartig in sich zusammenbricht.

    Meist sind sich absolut keiner Mit-Schuld bewusst, sondern suchen diese bei sog. «Neidern» oder verschieben ihr Problem elegant in den sog. «Markt».
    In diese Kategorie fallen auch jene Charakteren, die sich mit front running und Insiderdeals eine goldene Nase verdient haben und frei herumlaufen.

  19. @ Der Rückbauer
    Ihr zum Schluss erwähntes Zitat stammt von Ayn Rand.
    Einer Philosophin, Schriftstellerin, Ökonomin, die in einem wohlhabenden, russisch-jüdischen Milieu im vorrevolutionären Russland aufgewachsen ist, später in die USA auswandern konnte und dort grosse Erfolge als Schriftstellerin feierte. Eines ihrer Hauptwerke heisst „der Streik“ (englischer Originaltitel „Atlas shrugged“, ein Werk von über 1200 Seiten. Es beschreibt unterm anderem das Spannungsfeld zwischen laissez-faire Kapitalismus und Umverteilungssozialismus. Einer der besten Ökonomen aus der österreichischen Schule und Vertreter des klassischen Liberalismus – Ludwig von Mises – beurteilte das Buch so: „eine überzeugende Analyse der Grundübel, an denen unsere Gesellschaft krankt“.

    • @The Observer, Der Rückbauer

      Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge.

      mfG

    • The Observer: Haben Sie Dank für die Quellenangabe, die ich künftig zitieren werde.

  20. @ Dr. Marc Meyer

    Eine ganz hervorragende Analyse der Situation gepaart mit praktikablen Lösungsansätzen.
    Herzlichen Dank!

  21. Sehr guter Artikel, vor allem die drei gründe die „Bonusjäger“ zur Konkurrenz ziehen zu lasen. Sehr einleuchtend, ich frage mich nur warum weiss das der Tidjane Thiam nicht. Meist sind die Sogenannten Talente nur Schaumschläger, wo noch gut Sprüche klopfen können. Denn ihre „Fürze“ müssen dann die Mitarbeiter austragen.

    • @Trudi

      Danke

      Ja ist doch wahr.

      Thiam soll die Bonus-Touristen ziehen lassen. Damit kann er

      a) das EK aufbauen,

      b) Platz machen für ehrliche langfirstig orientierte Mitarbeiter,

      C) der Konkurrenz die Bonus-Schädlinge überlassen.

      Die sollen ruhig gehen. Es geht auch ohne Sie – nein es geht besser – viel besser – ohne sie.

      mfG

  22. Sehe ich auch so, das Kern des Problems ist die Bonusorgie. Wer arbeitet bei CS noch motiviert und gut? Die Glückspielmentalität hat sich inzwischen in der ganzen Bank ausgebreitet. Jeder weiss, rein in die Bank, hochdotierten Job ergattern, 3 bis 7 Jahre absahnen und nix wie weg. Nach mir die Sinnflut.

    Ich muss schmunzeln, weil es allmählich nicht mehr geht, weil nichts mehr zum Zusammenraffen da ist. Jetzt sind alle ziemlich verdutzt und ratlos.

    Ohne grundlegende Mentalitätsänderung im obersten Management wird das nix mit dem turnaround. Aber Heuschrecken waren noch nie besonders mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion ausgestattet. Die machen nur das, was der Nachbar macht. Thiam hätte eigentlich die Wahl, ob er als echter Erneuerer oder als weiterer Unfall im Management-Selektionsprozess in die Annalen der CS eingehen möchte.

    • @Inside

      Danke.

      Unterschreibe ich voll und ganz.

      Ja es gibt bald nichts mehr zum Zusammenraffen.

      mfG

  23. In der Allianz haben wir, nachdem langjährige Mitarbeitende der Elvia (wurde von der Allianz übernommen) frühpensioniert wurden (der Grund dürfte klar sein) angefangen, Konten nach Gewichtung Bonus-relevant und nicht Bonus-relevant zu bearbeitet resp. nicht bearbeiten. Man musste schon damals ja auch noch Arbeitsplätze gestaffelt (wohl auch klar wieso) abbauen. Natürlich nur in der Praxis, nicht in der Theorie. In der Theorie, d. h. offiziell wusste man (…) nie etwas. Kann mir nicht vorstellen, dass sich das bis heute geändert hat. Der Zeitraum stimmt mit Herr Grübel und der CS überein.

  24. Man schreibt und schreibt und versucht alles um die CS zu vernichten. Wie dumm muss man sein, um nicht zu begreifen wieviel tausend Mitarbeiter in CH Banken tätig sind.

    Es ist vermutlich allen bekannt, dass einiges in den vergangenen Jahren nicht immer seriös abgelaufen ist.

    Die Zukunft wird sich ändern, doch sollten wir versuchen
    aus den Fehlern zu lernen, wobei der Wirtschaftszweig
    Banken für uns alle von grösster Wichtigkeit ist, denn ohne unsere Banken verändert sich alles, und nicht nur im
    Bankensektor.

    Man sollte auch an die Zukunft der Jugend Denken, denn unsere Nachbarländer haben zwischen 30-50 % jugendliche die Arbeitslos sind, das kann nicht das Ziel in unserem Land sein.

    Wie wäre es wieder einmal Stolz zu sein, dass man Schweizer ist, auch wenn nicht immer alles perfekt ist.

    Die Ausländer beneiden uns, da wir immer mitbestimmen können, dies gibt es in keinem andern Land.
    Vielleicht hilft positives Denken, endlich nach vorn zu schauen und nicht immer den Rückwärtsgang einzulegen.

    R.C. Dalla Corte

    • Sorry, ich war längere Zeit derselben Meinung; nur wenn es eine ganze Branche in 10 Jahren nicht schafft, offensichtliche Missstände in den Griff zu bekommen, helfen auch die schönsten Worte nichts mehr.

    • @ R.C. Dalla Corte

      Sehr geehrter Herr Corte

      Danke für Ihren Beitrag.

      Es geht in diesem Beitrag nicht darum, die CS zu vernichten. Es geht im Gegenteil darum, die CS vor der Vernichtung zu bewahren.

      Vernichtet wird die CS durch übermässige Boni, welche zulasten des Eigenkapitals gehen.

      Es ist nicht nur in den vergangenen Jahren einiges falsch gelaufen. Auch jetzt läuft immer noch vieles falsch, weil die Bank-Manager offenbar nicht willens sind, ihre masslosen Boni zurückzuschrauben.

      Richtig: Der Bankensektor ist ein ganz wichtiger Wirtschaftszweig. Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Deshalb müssen wir zu diesem Wirtschaftszweig grosse Sorge tragen.

      Der Jugend dient man, indem diese Masslosigkeit bei den Boni nun endlich abgestellt wird. Das sichert Arbeitsplätze.

      Gerade wenn man stolz ist auf unser Land, wie Sie fordern, darf man nicht zulassen, dass einige wenige Bonus-Touristen unsere Wirtschaft kaputtmachen.

      Genau. Wir müssen nach vorne schauen und auf demokratischem Weg dem Bonus-Missbrauch nun endlich einen Riegel schieben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Supermario

      Danke.

      Ja bei den Bonus-Kapitänen helfen nur noch Gesetze.

      mfG

  25. Der Artikel stimmt nachdenklich. Die Aussagen stehen in krassem Widerspruch zu all den schönen Hochglanz-Folien über Corporate Governance, Leitbilder und gesellschaftliche Mitverantwortung der Banken. Auf der Strecke bleiben in der Tat tausende, ganz normale Bankangestellte, die es leid sind ständig in Sippenhaft genommen zu werden. Diese sind weit weg von den Boni-Exzessen auserlesener „Teflon-Banker“ an denen alles wie an einer Lotusblüte abprallt und die jede Bodenhaftung verloren haben. Nicht alles was legal ist, ist auch legitim; die zitierten Rechtfertigungskapriolen sind ein Hohn.
    Im Gegensatz dazu steht, dass Banken gerade auch für KMUs und Exportunternehmen dringend benötigte Dienste nicht leisten dürfen, da diese heute oft in übertriebenem, teils scheinheiligem „compliance-Wahn“ ersticken. Natürlich ist es richtig Geldwäscherei, Kartellabsprachen, Manipulationen und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Es ist aber auch wichtig, dass gute Fachleute mit know how nicht am ausgestreckten Arm verhungern müssen und eben für die Realwirtschaft Dienstleisten dürfen. Die Schweiz braucht dringend eine leistungsfähige Bankindustrie, auch jenseits vom Hypothekargeschäft.
    Vor diesem Hintergrund ist es schlicht eine Frechheit, dass sich u.a. oberste Bank-(Un-)Verantwortliche schamlos bereichern und in der Schweiz den Ast absägen auf dem viele ganz normale Menschen sitzen. Sie schaffen damit ein Zerrbild in der Bevölkerung und verhindern eine differenzierte Wahrnehmung und Diskussion über das Bankenwesen. Da wundert es auch nicht, dass in diesem Umfeld u.a. Vollgelder mit ihrem abstrusen Geld-Verständnis Zulauf haben, die in den Banken generell ein Hexenwerk sehen, die eigentlich abgeschafft gehören.
    Ein kluger Lehrer hat mir vor Jahren mal gesagt, dass es gerade in einer Marktwirtschaft Beschränkung braucht zur Verteidigung von möglichst viel Marktwirtschaft. Recht hat er gehabt, nur ist Selbstbeschränkung offenbar nicht eine generelle menschliche Tugend. So bleiben leider nur gesetzliche Anpassungen, um dringend notwendige, aber eben differenzierte Reformen durchsetzen zu können. In diesem Sinne besten Dank Dr. Meyer.

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Danke. Sie haben es einmal mehr auf den Punkt gebracht.

      Einen Satz von Ihnen möchte ich nochmals hervorheben:

      Nicht alles, was legal ist ist auch legitim.

      Ein guter Banken hat einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen. Es sollte wieder vermehrt Banker geben, die aus Berufung Banker sind – nicht aus Habgier.

      Aus Berufung Banker heisst: Sinnvolle Unternehmen finanzieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  26. Passt zu den vielen Studien, in denen man herausgefunden hat, dass hohe Boni kontraproduktiv für den Unternehmenserfolg sind.
    Offensichtlich haben aber Shareholder keine Incentives für ein adäquates Risikomanagement. Das ändert sich wohl erst dann, wenn Staaten glaubhaft machen können, dass sie definitiv keine Banken mehr retten werden.
    In dem Zusammenhang sei unbedingt das Interview mit Hildebrand im Tagi von gestern zur Lektüre empfohlen: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/im-finanzsektor-koennte-es-zu-einer-katastrophe-kommen/story/30092599

    • Zwei Sätze aus dem Interview von Hildebrand:
      „Wenn wir jetzt die nächste Bankenkrise zulassen, dann wird das den Steuerzahler noch viel mehr kosten.“
      „Bei der UBS hat der Staat binnen zwei Jahren über eine Milliarde Franken verdient.“ – Verdient?
      Auf der einen Seite der (EU-)Bürger als Geisel, auf der anderen der Staat als Spekulant und Retter in einer „freien Marktwirtschaft“. Ja, ghaat’s na? Sind diese Leute denn von allen guten Geistern verlassen? Ich wünsche mir einen Staat, der mir als Bürger dient, nicht mit meinem Geld spekuliert. Ich bin ja nicht mit dem Staat verheiratet wie er und seine Ex. Uebrigens: BlackRock gehört zu den übelsten Unternehmen, die das vitalste Interesse haben, das bestehende System und auch die Boni mit Geiselhaft des Bürgers am Leben zu erhalten. TBTF aber nicht TBTJ!
      Und letztlich noch ein langer, etwas philosophischer Satz, Quelle unbekannt:
      „Wenn du merkst, dass ein Handel nicht durch Zustimmung. sondern durch Zwang zustande kommt – wenn du erkennen musst, dass du, um zu produzieren, eine Erlaubnis von Menschen bekommen musst, die nichts produzieren – wenn Du siehst, dass Geld zu denen fliesst, die nicht mit Waren handeln, sondern diese nur für sich ausnutzen – wenn du feststellst, dass manche Menschen durch Gaunereien und bezogene Vergünstigungen viel reicher werden als durch ehrliche Arbeit und deine Gesetze dich nicht vor ihren Machenschaften schützen, die Gesetze sie aber vor dir schützen – wenn du siehst, dass Korruption belohnt wird und Ehrlichkeit nur zu Selbstaufopferung führt, dann merkst du vielleicht, dass deine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist.“

    • @Ex-CS

      Richtig: Hohe Boni müssen langfristig kontraproduktiv zum Unternehmensgewinn sein.

      Hildebrand will ja aber, dass Regierungen Banken retten. Das ist falsch, weil Manager dann die riskantesten Geschäfte eingehen können ohne Risiko für sich und ihre Bank.

      Die Steuerzahler tragen das Risiko und die Bonus-Banker erhalten einen allfälligen Gewinn.

      Übrigens war Hildebrand auch ein Zentralbank-Chef, der allen Ernstes meinte, die SNB könne „Geld aus dem Nichts schaffen und damit „unbeschränkt“ Euros kaufen.

      Genauso wie sein Freund Carney, den er lobt, und sein Nachfolger Jordan hat Hildebrand nicht begriffen, wie Geldpolitik funktioniert.

      Resultat: Über 50 Milliarden Verluste für die SNB. Klar hebt da Hildebrand hervor, er habe mit der Rettung der Banken 2 Milliarden verdient.

      Von den Verlusten der SNB spricht Hildebrand nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Der Rückbauer

      Richtig

      Hildebrand ist wirklich keine gute Referenz. Er begeht viele fachliche Fehler.

    • Sehr geehrter Herr Meyer & Rückbauer
      nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde die Aussagen Hildebrands, die er in dem Interview macht, gutheissen – ganz im Gegenteil! Es ging mir darum, anhand dieser Aussagen zu zeigen, wo die Bonusorgie endet: nämlich in einer Rettung der Bank durch den Staat, d.h. die Steuerzahler.
      Ich finde es fast schon genial, wie Hildebrand selbst die Frage „Vielleicht sind so viele Bürger gegen Europa, weil sie häufig für die Fehler anderer bezahlen müssen.“ noch mit der Forderung nach weiteren Bankenrettungen beantworten kann!

    • @Ex-CS

      Danke

      Ja die fachlichen Fähigkeiten von Hildebrand sind zu hinterfragen.

      1996 hat er in der Finanz und Wirtschaft einen ganzseitigen Artikel geschrieben, wo er aufzeigte, wie die SNB durch Zinsarbitrage ihren Gewinn maximieren kann. Dieser Artikel öffnete ihm den Weg ins SNB-Direktorium.

      Sein Artikel folgte übrigens kurz, nachdem ich in der FuW einen ganzseitigen Artikel geschrieben hatte unter dem Titel: „Die SNB-Investitionspolitik ist zu überdenken“. Darin zeigte ich, dass die SNB die Schweizer Wirtschaft nur mit Inlandanlagen ankurbeln kann – nicht mit Auslandinvestitionen.

      Hildebrand zeigte mit seinem Artikel, dass er nicht begriffen hat, was die volkswirtschaftliche Aufgabe der SNB ist.

      Kaum im Amt, kaufte er für rund zweihundert Milliarden Franken Euro bei 1.45 und behauptete schon damals, der Franken sei überbewertet.

      Seine Positionen, die er damals einging sind bei der SNB immer noch offen. Die SNB hat darauf gegen 30 Milliarden verloren. Und die SNB und Hildebrand wollen nicht zu ihrem Fehler stehen.

      Jetzt lobt sich Hildebrand für die 2 Milliarden Gewinn auf seiner UBS-Position, um über die hohen Milliarden Verluste bei den SNB-Euro-Anlagen hinwegzutäuschen.

      Wenn es Gewinne gibt lobt sich die SNB. Bei Verlusten sagt sie, Gewinne seien nicht das Ziel der SNB.

      Hildebrand war und ist ein guter Schwimmer. Früher schwamm er im Wasser – heute schwimmt er in der Geldtheorie.

      mfG

  27. Die ganze Bonuskultur ist kreuzfalsch. Warum sollte ein CEO 10mio bekommen plus dann noch einen Bonus obendrauf, nur weil er die ihm zugeteilte Aufgabe erfüllt, für die er ja schon von Beginn weg fürstlich entlohnt wird? Wenn er ja „nur“ im Backoffice arbeitete, wüsste er ja auch kaum, wieso er sich für eine 08/15-Aufgabe mehr als 80k auszahlen lassen sollte, oder? Die gesamte Haltung dahinter dient zu absolut nichts anderem als zur Rechtfertigung der eigenen Bereicherung. Ich bin überzeugt, dass es zur Gesundung der ganzen Industrie beitrüge, wenn alle Boni schlicht und einfach gestrichen würden und sich dafür eine Kultur der fairen Bezahlung mit leistungsabhängiger Erfolgsbeteiligung entwickeln könnte.
    Ich kenne mehr als genügend Leute im Banking, die für deutlich weniger Lohn arbeiten würden, wenn dafür dieser absurde, unrealistische Umsatzdruck (jedes Jahr +20% Ertrag etc.) wegfallen und man sich wieder auf die Kunden konzentrieren könnte.
    Aber solange wir Lemminge uns nicht wehren, indem wir unseren PK-Verwaltern mal ordentlich Feuer unter dem Allerwertesten (via Gesetz) machen, brauchen wir auch nicht zu motzen.
    Zu guter Letzt: JEDE/R, der/die bei UBS oder CS ein Bonviva oder Advice-Paket bezahlt, kann entweder nicht rechnen, hat eine MA-Hypothek dort oder hat zuviel Geld.

    • Sorry, selbstverständlich finde ich die Entlöhnungskultur – notabene nicht nur im Banking – ebenfalls zum Schreien. Nur kannst Du einem Unternehmen schlicht und einfach nicht per Gesetz vorschreiben, wie es Geld zu verdienen und auszugeben hat!
      Wie Dr. Meyer richtig bemerkt, sind auch CEO und Konsorten nach wie Angestellte dieser Unternehmen und es gibt Null Grund warum diese bei vernünftigem Geschäftsgang – zu ihren satten Fixsalären – auch noch „Erfolgsbeteiligungen“ einstreichen sollten. Wie Dr. Meyer schlüssig schreibt, ist es schlicht und einfach beschämend, dass die Industrie es auch nach ca. 10 Jahren nicht geschafft hat, sich auf moralisch vertretbare Arbeitsentgelte zu beschränken. Wenn TT meint, er müsse gewisse „Angestellte“ um jeden Preis behalten, zeigt er schlicht und einfach blamable Führungsqualitäten. Welcher integre Unternehmensführer lässt sich denn von seinen Untergebenen erpressen?
      Gruss,
      Ein Banker mit genügend Präsenzzeit und trotzdem normalem Lohn.

    • @naked truth

      Danke.

      Jawohl – es gibt leider viele „Lemminge“ im Bankenwesen. Aber die Bankenchefs fördern die Lemminge. Das ist bequemer.

      Den Pensionskassenverwaltern, welche gegen den Willen ihrer Versicherten abstimmen, ist tatsächlich „Feuer unter dem Allerwertesten“ (via Gesetz) zu machen.

      mfG

    • siehe SR 221.331: Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV)
      10. Abschnitt: Stimm- und Offenlegungspflicht für Vorsorge-einrichtungen
      Art. 22 Stimmpflicht

      1 Vorsorgeeinrichtungen, die dem Freizügigkeitsgesetz vom 17. Dezember 19931 (FZG) unterstellt sind, müssen in der Generalversammlung der Gesellschaft das Stimmrecht der von ihnen gehaltenen Aktien zu angekündigten Anträgen ausüben, welche die folgenden Punkte betreffen:

      1. Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrates, des Präsidenten des Verwaltungsrates, der Mitglieder des Vergütungsausschusses und des unabhängigen Stimmrechtsvertreters (Art. 3, 4, 7 und 8);
      2. Statutenbestimmungen nach Artikel 12;
      3. Abstimmungen nach den Artikeln 18 und 21 Ziffer 3.

      2 Sie müssen im Interesse ihrer Versicherten abstimmen.

      3 Sie dürfen sich der Stimme enthalten, sofern dies dem Interesse der Versicherten entspricht.

      Ich werde nächste Woche meine PK anfragen ob sie diesen Bestimmungen nachgekommen sind (CS).
      Bin jetzt schon neugierig, was die Antwort sein wird.

      4 Das Interesse der Versicherten gilt als gewahrt, wenn das Stimmverhalten dem dauernden Gedeihen der Vorsorgeeinrichtung dient. Das oberste Organ der Vorsorgeeinrichtung muss die Grundsätze festlegen, die das Interesse der Versicherten bei der Ausübung des Stimmrechts konkretisieren.

    • @Supermario

      Danke.

      Ja es ist wirklich Erpressung, was sich da gewisse Bank-Manager erlauben. Und solche Angestellte braucht es nicht. Wir brauchen keine Bonus-Touristen, die unsere Unternehmen kaputtmachen.

      Sie sollen nur gehen.

      mfG

    • @SirGalahad

      Danke

      Ihr Beitrag ist höchst interessant.

      Warum denn setzt der Bundesrat seine Verordnung nicht durch?

      Es wäre m.E. eben doch sinnvoll, wenn die Staatsanwaltschaft untersuchen müsste, sofern die Stimmen der Vorsorgeeinrichtungen stark von den demokratischen Stimmen im Saal abweichen.

      mfG

    • Meine PK (ich weiss nicht ob sie gross oder klein ist) hat im Jahre 2015 dem Vergütungsbericht usw. der CS nicht zugestimmt; die Richtlinen der PK über das Abstimmungsverhalten richten sich nach den *Ethos“ Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte 2016: Grundsätze zur Corporate Governance (15. Ausgabe).

      Wer um Himmels Willen stimmt denn immer mit so grosser Mehrheit zu?

      Wäre es möglich, das Abstimmungsresultat im Detail einzusehen, bzw. die Heruasgabe zu erzwingen?

    • @SirGalahad

      Danke

      Es gibt offenbar immer noch viele Institutionelle, die gegen ihre eigenen Interessen stimmen.

      Darum fände ich es gut, wenn bei grosser Abweichung zwischen dem demokratischen Mehr der Anwesenden an der GV und dem Mehr der Grossaktionäre eine Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft oder FINMA stattfände.

      Denn in einem solchen Fall sieht es nach Absprache zwischen Geschäftsleitung und Grossaktionären aus. Das widerspricht den Interessen der Allgemeinheit.

      mfG

  28. Guter Artikel, gute Zusammenfassung und -längst fällige- gute, neue Gedankenansätze. – Die Minder-Initiative wurde durch die auf der Lohnlliste der Banken stehenden, bestens „verdienenden“ Heerscharen von Juristen und Oekonomen ausgehebelt, bevor sie durch das Stimmvolk historisch hoch angenommen wurde. Tja, die Banken setzen der Demokratie eben Grenzen. Stichworte dazu: Institutionelle Anleger, paritätische Vertretung im PK-Stiftungsrat (wer beisst in die Hand, die ihn füttert?), Fonds (Stimmrecht wird „systematisch und verantwortungsbewusst“ -Merkblatt Stimmrechtsausübung Fonds- durch die Fondsleitung ausgeübt, m.a.W.: Die vier schwarz gekleideten Herren in der 2. Reihe an der GV schieben ihren Kollegen auf dem Podest die Boni zu und erhalten dann (Schmier-)Geld, und in den hinteren Reihen tobt der Pöbel und der erfolglose Winkelried des Pöbels hantiert am Rednerpult mit Cervelats; Abstimmungsresultat: 95% für und Rest gegen das oft jedes Jahr wechselnde Vergütungsmodell), dann zB BlackRock: Stimmrechtsverkauf für einen Tag, den Tag der GV, und dann, aber nur zum Teil, immer noch das Depotstimmrecht, dann Entschädigung für Securities Lending, v.a. von Grossaktionären, dann die offenbar den IS unterstützenden Wüstensöhne in ihren langen Gewändern: Die sind froh, wenn sie ihre Kohle überhaupt in einer „Schweizer“ Bank anlegen dürfen und übrigens bisher mit Cocos etwa 12% p.a. gemacht haben. Kurz und gut äh schlecht: Ich sehe da für einen Systemwandel auf legalem/rationalem Weg rabenschwarz und gebe ihm keine Chance, ich sehe auch keine Aenderungsmöglichkeit auf demokratischem Weg, zu sehr ist die Finanzindustrie mit der Politik verbandelt und verfilzt und zu viele bestbezahlte (geschmierte) Totengräber sind am Werk. Ein eigentliches Revival des Feudalismus. Was für ein Weg bleibt noch? Tja…. Nebenbei: Ist nicht Kielholz (und seine Adlaten) für den Durchbruch des desaströsen Systems verantwortlich?

  29. Ich möchte einmal diese Angebote sehen.
    Das ist schön reden eines Fehlers.
    Auch wenn man das wiederholt wird es nicht richtig.
    Bei der UBS werden massive Eingriffe gefahren.
    Aber ich vermute bei dem Abbau von den vielen Stellen werden wohl bei CS goldene Fallschirme verteilt.
    So geht das nicht. Der Kunde wird bei diesen Zahlen früher oder später keine Gebührenerhöhungen oder andere Kosten mehr mittragen. Dann ist der Untergang besiegelt. Ich kann zwar einem Ei auch nicht ansehen, dass es schlecht ist, aber wenn ich es öffne merke ich es dann sofort. Dann wird auch subito gehandelt.