Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

Was Leser unseres Buches schon seit Monaten wissen, wird nun Allgemeingut. Die Deutsche Bank befindet sich im Endspiel und steht vor dem Aus. Das wird ein Game Changer sein. Deutsche Bank Chef Cryan sah sich sogar gezwungen verlauten zu lassen, dass es der Bank gut geht und keine Anfrage auf Staatshilfen gestellt wurde. Das hat der Chef von Lehman Brothers kurz vor der Pleite 2008 ebenfalls verlauten lassen.

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Die Parallelen zu Lehman Brothers sind erschreckend. Die Deutsche Bank hat so viele Fehler gemacht, dass ihr Modell sich überlebt hat. Sie steht vor dem Ruin. Das US-Justizministerium fordert in einem ersten Vergleichsvorschlag im Streit um windige Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise 2008 eine Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) – ein Riesenbatzen Geld. Die Rückstellungen der Bank in Höhe von 5,5 Milliarden Euro werden da wohl kaum ausreichen.

Die Bank hat unter den „systemrelevanten“ europäischen Banken eine der schwächsten Kapitalpositionen und die meisten Derivate. Schon im Sommer diesen Jahres hat die DB einen unrühmlichen Titel gewonnen: Deutschlands grösste Bank ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kontext systemischer Risiken in der Finanzwirtschaft das global gefährlichste Geldinstitut. Ende September 2016 ist der Aktienkurs der Deutschen Bank auf ein Rekordtief gefallen. Laut einem Bericht soll Bundeskanzlerin Angela Merkel Staatshilfen für die Bank kategorisch ausgeschlossen haben. Gegenwärtig ist der Aktienkurs des Instituts noch über 10 Euro. Sollte er jedoch unter 10 Euro fallen, dann könnte dies fatal für die Bank werden. Wir sind gespannt, wann Frau Merkel das Portemonnaie mit unseren Steuergeldern für das marode Bankhaus öffnen wird. Denn davon gehen wir aus.

Was ist aus Deutschlands grösster Bank geworden? Wie konnte es so weit kommen, dass ein Bankhaus, das einst für Solidität und Seriosität und für den ehrbaren deutschen Bankkaufmann stand, heute berechtigterweise vor den Trümmern seiner Existenz steht?

Auch wenn die Deutsche Bank sich hierzulande noch immer gerne als Big Player aufspielt, ist sie im globalen Massstab längst nicht mehr so wichtig, wie sie einmal war. Sie ist der Beweis dafür, dass man doch nicht unbegrenzt Geld mit Geld verdienen kann; dass Investmentbanking ein Geldhaus nicht nur in luftige Höhen, sondern auch auf den harten Boden der Tatsachen befördern kann. Und schliesslich ist das Auf und Ab des deutschen Branchenprimus ein Beleg dafür, dass langjähriger Lug und Trug keine Basis für ein nachhaltiges Geschäftsmodell sind und sich eher früher als später bitter rächen werden. Mit einer Bilanzsumme von etwa 1’600 Milliarden Euro schafft sie es derzeit nicht einmal mehr unter die Top 10 der internationalen Grossbanken. Im Vergleich zu 2006 hatte die Aktie bis Ende September 2016 knapp 90 Prozent an Wert verloren.

Heute ist die Bank nur noch 16 Milliarden Euro wert. Das ist weniger als der Baustoffhersteller Heidelberg Cement. So sollte man nicht mit Geld hantieren.

Mit Blick auf den Aktienindex DAX kann man sagen: Bei der Deutschen Bank arbeiten vor allem Kapitalvernichter, die offensichtlich nicht mit Geld umgehen können. Wenn das der Fall ist, dann sollte sich ein jeder Sparer fragen, ob sein Geld bei dieser Bank noch gut aufgehoben ist. Aus den Negativschlagzeilen kommt die Deutsche Bank jedenfalls nicht heraus. 2012 haben wir in unserem ersten Buch beschrieben, wie das Frankfurter Geldhaus die Stadt Pforzheim offensichtlich bei Derivategeschäften falsch beraten hat. Seit Oktober 2015 ging die Stadt endlich juristisch gegen die Bank vor. Jetzt hat die Stadt einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Frankfurt über 7,7 Millionen Euro angenommen.

Kurz vor der Hauptversammlung 2016 hatte der Aufsichtsrat des Instituts den Leiter seines Integritätsausschusses, Georg Thoma, abserviert. Thoma, als Chefaufklärer geholt, lähme die Bank mit seinem Übereifer. Und Aufsichtsratschef Paul Achleitner kam damit durch, trotz herber Kritik von einigen Aktionären.

Weltweit werden derzeit über 8’000 Prozesse und 180 aufsichtsrechtliche Verfahren gegen die Deutsche Bank geführt. Von betrügerischen Einzelfällen kann also keinesfalls mehr die Rede sein. Zahlreiche Urteile sind bereits gesprochen, Vergleiche wurden geschlossen, in anderen Fällen wird noch ermittelt. Unter anderem geht es um Geldwäsche, Steuerkriminalität und Zinsmanipulation. Verspielt wurde jegliches Vertrauen bei den Aufsichtsbehörden an den wichtigsten Finanzmarktplätzen der Welt. Seit 2012 wandte die Deutsche Bank 12,7 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten auf. Alleine 2,5 Milliarden Dollar und 725 Millionen Euro wegen Manipulationen von Interbanken-Zinsen, 1,9 Milliarden Euro wegen Streitereien um Hypothekenpapiere, 925 Millionen Euro an die Erben von Leo Kirch …. – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Warum hat bisher kein Aktionär das Management auf exakt diese Summe verklagt? Doch es waren ja nicht nur die Manager und Händler der Deutschen Bank, die sich an nahezu jedem Finanzskandal der vergangenen Jahre beteiligt haben. Die Führung des Finanzkonzerns tat jahrelang alles dafür, die Aufklärung zu erschweren. Im Januar 2016 kam dann der Hammer: 2015 erzielte die Deutsche Bank den grössten Jahresverlust ihrer Geschichte: 6,7 Milliarden Euro, damit fällt die Bilanz noch schlechter aus als einst im Krisenjahr 2008.

Brandgefährlich ist der Derivatebestand der Deutschen Bank von fast 55 Billionen Euro – knapp 20 Mal so viel wie die jährliche Wirtschaftsleistung Deutschlands – und das bei einem Eigenkapitalanteil von lediglich etwa 1,6 Billionen Euro. Diese Papiere laufen ausserhalb der Bilanz und sind völlig intransparent. Sollten der Bank lediglich fünf Prozent aller Derivate um die Ohren fliegen, gehen in Frankfurt die Lichter ganz schnell aus.

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Im Februar 2016 sah sich die Bank sogar gezwungen, öffentlich klarzustellen, dass sie noch liquide sei. Als sich dann auch noch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit den Worten „Ich mache mir keine Sorgen“ beruhigend zur Deutschen Bank äusserte, gingen bei uns alle Alarmglocken an. Die letzten Banken, die sich zu einem solchen Schritt gezwungen sahen, waren Bear Stearns und Lehman Brothers. Das Ende kennen wir.

Wir sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass es die Deutsche Bank in ihrer jetzigen Form in Zukunft nicht mehr geben wird. Aufgrund ihrer Grösse ist eine Pleite ausgeschlossen. Würde man die Deutsche Bank wie Lehman Brothers anno dazumal tatsächlich pleitegehen lassen, dann würden global erstmal die Lichter ausgehen. Wir hätten eine Finanzkrise von einer unvorstellbaren Dimension, in Relation dessen die Krise 2008 lediglich ein entspannter Sonntagsspaziergang war.

Da es unwahrscheinlich ist, dass ein Konkurrent eine Bank mit knapp 8’000 laufenden juristischen Verfahren und einem Derivate-Portfolio ausserhalb der Bilanz im Volumen von etwa 55 Billionen Euro übernehmen wird, dürfte es wohl auf eine Verstaatlichung hinauslaufen, auch wenn das Frau Merkel heute noch nicht wahrhaben und keinesfalls ihren Wählern kommunizieren möchte. Ob in diesem Falle dann die von der Bank an ihre Topmanager ausbezahlten Boni zurückgefordert werden, ist mehr als fraglich. Keinesfalls fraglich ist dagegen, dass der Steuerzahler bei dieser unvorstellbar teuren Bankenrettung abermals der Dumme sein wird. Schnallen wir uns an.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der grösste Raubzug der Geschichte – warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013.

In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten, haben sie unter anderem die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014.

Im Mai 2016 ist ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen, welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste geschafft hat.

Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de und www.facebook.com/friedrichundweik/.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren der Petition „EZB Stoppen – wir zahlen nicht für Eure Krise.

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21 Kommentare zu “Deutsche Bank – Game over! Ein Institut vor dem Untergang

  1. Bitte den Bericht im Wirtschaftsteil des Tages-Anzeiger vom 13.10.2016 lesen. Ganz üble Geschichte. Sollte sich das alles als Wahrheit herausstellenkann festgestellt werden, dass die Deutsche Bank (Schweiz) AG einen kriminellen Verwaltungsratspräsident hatte.

  2. Den ECB und den FED sind ja Privat Banken und den eigentuemer sind
    wieder diesen Gross Banken. Wann mann verstehst was diesen Banken alles machen in Dunklen : Drogen Geld waschen, Waffen Geschaefte machen in Grosse Stil usw, usw.
    Nur der kleine Kunde soll beweisen woher sein Geld kommt. Ein verruckte Welt und seien wir 100% sicher der DB wird wieder durch gezwungenes Steuer Geld geholfen. Dieser Welt soll Zentral Banken vernichten mussen um wieder Frei und Ohne Krieg und Betrug normal zu leben. Diese Banken haben unglaublich scheisse gebaut und wir sollen sie zu rechenschaft ziehen , sie sollen jetzt bezahlen selber oder auf hoeren zu existieren.

  3. Aussteigen, warnen, darüber reden und dann profitieren…das psychologische Moment… und weiter geht’s. The never ending story.
    P.S. DB = Deutsche Bahn 😉

  4. Die Deutsche Bank hat sich in den letzten Jahren unter anderem auch durch ihr arrogantes Verhalten und ihre Prozessfreudigkeit viele Feinde geschaffen. Ehemalige Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, die über den Tisch gezogen wurden, die verklagt wurden oder die einfach auch schlecht behandelt wurden. Den Support gibt es vielleicht noch von den Chefs der grossen DAX Konzerne, die wurden ja auch immer bevorzugt behandelt von der DB. Beim Volk, den Mitarbeitern und auch in den Kommunen hat die DB durch ihr oft unrühmliches Verhalten in den letzten Jahren jedoch das Vertrauen längst verspielt. Eine Bank sollte sich eben bewusst sein, dass sie nicht nur von den DAX Konzernen lebt.

  5. Wenn der Bail-In zum Einsatz kommt, dann besteht die Gefahr, dass die Bevölkerung das letzte bisschen Vertrauen in das Finanzsystem verliert. Dann horten die Bürger Bargeld, Edelmetalle und Sachwerte zu Hause. Wird dann auch noch der Zahlungsverkehr durch die grossen IT Firmen aus dem Silicon Valley revolutioniert, dann werden die Banken überflüssig.

  6. Die aktuell kolportierten US$ 5,4 Mrd. Strafe in den USA sind wahrscheinlich mindestens 2 Jahresgewinne – wenn nicht wieder etwas anderes Unvorhergesehenes auftaucht…

    • Somit wären durch diese massiv gekürze Busse aus den Schweinereien in den USA die ganzen Rückstellungen der Deutschen Bank für Prozessrisiken mit einer einzigen Busse aufgebraucht. Zur Erinnerung, die Deutsche Bank hat weltweit noch weitere rund 8’000 offene Rechtsstreitigkeiten, die alle auch etwas kosten werden (Manipulationen, Betrügereien, Geldwäscherei, fahrlässig falsche Beratung usw. usf.). Somit ist klar, dass die Deutsche Bank selbst nach dieser massiv gekürzten Busse (wieviele Telefonate musste Frau Merkel wohl an Herrn Obama machen in dieser Sache ?) weitere Rückstellungen in Milliardenhöhe wird machen müssen zu Lasten der Erfolgsrechnung. Die Deutsche Bank macht seit längerem praktisch keine Gewinn mehr und hat sehr wenig Eigenkapital. Woher also soll das frische Geld kommen ? Die Araber dürften kein „Bock“ mehr haben neues Geld einzuschiessen, nachdem sie bereits Milliarden in der DB verlocht haben. Bleibt nur noch der bedauernswerte Deutsche Steuerzahler und die Kunden, die man ausnehmen könnte. Die Bank dürfte auf einer Rasierklinge laufen. Wo Rauch ist, ist meistens auch Feuer.

  7. Pleite geht die Bank natürlich nicht. Herrr Schäuble macht sich keine Sorgen. Und so sollte man das Ganze auch nehmen . Dieser feine Herr wird auch keinen Cent aus seinem Vermögen zur Rettung der deutschen Bank ausgeben müssen. Anders sieht es da mit den Gläubigern der Bank aus. Die Sparer, Aktienbesitzer ( die haben ja schon kräftig verloren), die Obligationshalter der DB. Für die droht offiziell der mögliche „Bail In „. Ein ziemlich neues Instrument der EU zur Rettung angeschlagener Banken. Ich habe jedoch so meine Zweifel, daß Politik davon Gebrauch machen wird, denn die nächsten Kanzlerwahlen stehen vor der Tür. Und außerdem: Was für die Italiener möglich ist, wird man den Deutschen wohl nicht verwehren können. Wenn alles gut geht, wird die DB vorübergehend in staatliche Aufsicht übergehen, falls eine direkte Rettung durch den Steuerzahler für die Politik nicht opportun erscheint. Die Lichter werden schon nicht ausgehen, zumindest nicht mit Ansage!!

  8. Amerikanern sind schuld an der Krise 2008-2016, und verlangen 14 Milliarden $?
    Unverschämt!
    Goldman Sachs ist an alles schuld und muss zahlen, und nicht Deutsche Bank!
    Rothschild, Reichtum 500 Trillion $, wettet -zig Billion EUR mit PUT Optionen gegen Deutsche Bank?
    PUT Optionen keinesfalls zahlen, wenn Rothschild die ausüben will!
    Denn Rothschild besitzt Reuters, und hat sicher von Anfang an alles manipuliert!

    • @Jean-Francois Morf,
      500 Trillionen in US-schreibweise?

      Soviel ich weiss ist die gesammte Geldmenge (inklusive Derivate, BIP, Währungen, Aktien usw.) in Dollar umgerechnet 1.7 Billiarden.

    • @AJD
      500 Trillionen in USA Schreibweise, 55 Billion EUR in Europa Schreibweise.
      Ja, das war nicht gerade gescheit gesagt.

      Derivate: 1 bis 2 Peta$, ausser Bilanz
      Rothschild: 0,5 bis 0,7 Peta$, Google: 500 trillion $ Rothschild
      Obligationen: etwa 0,1 Peta$
      Aktien: etwa 0,1 Peta$
      Banknoten im Umlauf: 5 Tera$…

  9. „Das US-Justizministerium fordert in einem ersten Vergleichsvorschlag im Streit um windige Hypothekengeschäfte vor der Finanzkrise 2008 eine Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) – ein Riesenbatzen Geld.“

    Dass die BeuBa mal so richtig Dreck am Stecken hat, wird niemand bestreiten – auch nicht bei der Finanzkrise 2008 bzw. seinen davor laufenden Geschäften.

    Warum stellt aber niemand die Frage, wie es sein kann, dass das US-Justiministerium eine solche Strafe aussprechen kann. Gibt es dafür keine Gerichte mehr, die dafür eigentlich zuständig wären?

    Mir geht es darum, dass anscheinend die USA willkürlich irgendwelche Strafen aussprechen kann und Mrd.-Summen veranschlagt ohne dass der Rest der Welt erkennt, dass es sich hierbei nur um ein weiteres „Finanzierungsmodell“ der USA handelt.

    VG

  10. Management und Politik dementieren aufs Heftigste dass die Deutsche Bank pleite ist.
    Wäre tatsächlich alles in Ordnung würde es mehr helfen Transparenz zu schaffen und eine Gesammtbilanz nach dem Mindesstwertprinzip zu veröffentlichen.
    Eine bessere Bestätigung für die miserable Situation der DB kann es kaum geben.

    • Es kann nicht sein, daß Versager wie Ackermann und Jain ihren Bonus behalten dürfen dafür daß die Bank jetzt kippt

  11. Bis Ende der 90er Jahre war die Deutsche Bank AG Finanzpartner der damaligen Deutschland AG.

    Bereits damals gab es mannigfaltige Fehlsteuerung durch Kreditvergabe an betrügerische (Jürgen Schneider) oder insolvenzgefährdete Unternehmen (Holzmann AG).

    Während der 90er Jahre Forcierung des Investmentbankings durch Geldmittel aus dem steuerfreien Verkauf von Beteiligungsunternehmen, was zeitweise Erfolge brachte, die vielfach jedoch – wie es sich heute zeigt – nur durch betrügerische Geschäftspraktiken zustande gekommen sind.

    Im Grunde generiert das Management seit dem 21. Jahrhundert nur Scheingewinne zum Bezug hoher Boni, während die so geschaffenen stillen Lasten (Schadenersatz- und Strafzahlungen) erst später bekannt und ergebniswirksam werden.

    Inzwischen ist das Investmentbanking der Mühlstein am Hals der Deutschen Bank AG, weil infolge vorausgegangener schlechter Erfahrungen und Regulierung die (betrügerischen) profitablen Geschäfte von Einst nicht mehr möglich sind.

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    „Die meisten Fehler machen Unternehmen, wenn es ihnen gutgeht, nicht wenn es schlechtgeht.“

    Alfred Herrhausen
    * 1930 † 1989

    • Eine Lösung für das Problem der „stillen Lasten“ aus nachträglichen Strafzahlungen und Schadenersatz wegen illegalen oder betrügerischen Geschäftspraktiken wäre, nur die Festvergütung sofort auszuzahlen und alle Arten von Boni eine gewisse Frist zu sperren (beispielsweise 5 oder 10 Jahre), bis klar ist, daß der Bank keine nachträglichen Belastungen aus früheren Geschäften mehr entstehen.