Six Börsengruppe stellt 2 Dutzend Alte auf Strasse

Mitarbeiter müssen nach 20 Jahren in Division Payment gehen – Jobs massenhaft nach Warschau – Kahlschlag im Januar?

Markus Melching ist erst seit kurzem bei der Six. Doch nun hat der Operations-Chef im Bereich Zahlungsverkehr bei der grossen Börsen- und Abwicklungsgruppe Six zugeschlagen.

Melching entlässt gegen 2 Dutzend Leute. Er, der selbst mit seiner Zürcher Löwen-Apotheke und seiner Gastprofessur auf vielen Hochzeiten tanzt, kennt dabei kaum eine Schmerzgrenze.

Viele Altgediente mit 12, 15 oder sogar 24 Jahren in den Reihen der Six haben gestern den Blauen Brief erhalten.

Die Aktion sei eine Folge der Neugruppierung in der Division Payment, sagte gestern ein Sprecher.

In zwei Bereichen innerhalb von Payment, darunter eben Melchings Operations, würde „eine Reorganisation nachvollzogen“. Diese sei im Frühjahr 2016 mit Blick „auf Kundenbedürfnisse“ lanciert worden.

Alles halb so wild, lautet die Botschaft.

Genau so homöopathisch klingt der intern für den Abbau geschaffene Projektname: „Personal Improvement Program“, kurz PIP.

Der Sprecher betont, es handle sich nicht um einen Kahlschlag. Auch seien die Entlassungen, die sich deutlich unter 30 bewegen würden, nicht der Auftakt für eine Abbauwelle im ganzen Konzern.

Anders sieht das ein Insider. Er rechnet damit, dass die übrigen Six-Divisionen – Börse, Abwicklung, Finanzinformationen – schon Anfang 2017 ebenfalls massiv unter die Räder geraten würden.

Die Zahl unter 30 sei wichtig, da die Six damit um einen teuren Sozialplan herumkomme.

Es könnte häppchenweise zu noch mehr Auslagerungen kommen, so wie dies die Six seit Jahren vornehme, meint der Gesprächspartner.

Tatsächlich entpuppt sich Ex-Kantonalbanker Urs Rüegsegger, der die Six seit der Finanzkrise leitet, durch einen maximalen Fokus auf den Shareholder-Value aus.

Ausgerechnet die wichtigste Infrastrukturfirma für den Finanzplatz erzielt Gewinne, die fast alle Banken – das sind die Besitzer der Six – vor Neid erblassen lassen.

Das gelingt durch eine konsequente Verscherbelung des Tafelsilbers. Derivatebörse Eurex, Strukturiertenbörse Scoach, Indexprodukte Stoxx – alles weg, alles nach Deutschland.

Insgesamt spülten die Verkäufe wohl über eine Milliarde in die Kasse der Six. Sie beglückte die Aktionäre, sprich die Banken. Die Finanzhäuser erhielten einen warmen Geldregen mittels Sonderausschüttungen.

Jetzt gibt es nicht mehr viel zu verkaufen. Also muss Rüegsegger anderweitig die Wünsche nach einer Extradividende befriedigen.

Er tut dies, indem er die Kosten drückt. Den Preis zahlen die Mitarbeiter, und darunter eben viele langjährige.

Sie verlieren ihre Jobs, weil Rüegsegger und seine Six unbedingt 700 Millionen oder so im Jahr ausweisen möchten, dies bei einem Umsatz von nicht einmal 2 Milliarden.

Eine Gewinnrendite von sagenhaften 30 bis 40 Prozent. Joe Ackermanns 25 Prozent Return on Equity wirken wie Peanuts.

Das Verrückte: Bei der Six sprechen wir faktisch von einer Genossenschaft: einem sozialen Gebilde, das für den ganzen Finanzplatz die Basis zum Geschäften bereitstellt.

Doch längst hat die Gruppe in ihren Ambitionen die Gier und das Gewinnstreben ihrer Eigentümer überholt.

Wie diese lagert sie massenhaft gute Arbeitsplätze aus Zürich und anderen Orten in der Schweiz in die polnische Hauptstadt Warschau aus.

Die Idee dahinter ist, dass die vielen gut ausgebildeten Polen mit wertvollen Deutsch-Kenntnissen um Welten günstiger programmieren und analysieren als gestandene Schweizer im Alter von 50 oder darüber.

Diese verlieren zuerst ihre Jobs – und danach sich selbst: in erniedrigendem Orientierungslauf von Arbeitsamt über aussichtlose Job-Bewerbungen bis im schlimmsten Fall Sozialhilfe.

Die Six, die als Schweizer Institution stolz darauf sein sollte, in der Schweiz gute Jobs anbieten zu können, treibt das Spiel des Offshoring und Outsourcing fast mehr auf die Spitze als die an der Börse kotierten Grossbanken.

Auf einer Folie in einer internen Präsentation tauchte eine Zahl von 200 bis 300 Jobs auf, die im Bereich Payment – also Zahlungsverkehr – in den nächsten Jahren in Warschau angesiedelt sein sollen.

Wie viele dort neu entstehen oder durch Abbau in der Schweiz geschaffen werden, ist unbekannt.

Sicher ist, dass die Six-Gruppe, eine Art SBB des Finanzplatzes, nur noch eine Maxime kennt.

Den Aktionärsnutzen.

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32 Kommentare zu “Six Börsengruppe stellt 2 Dutzend Alte auf Strasse

  1. Es ist unbestreitbar, dass Entlassungen besonders bei älteren MAs zu vermeiden sind. Dieser Artikel präsentiert leider nur sehr oberflächliche Informationen, und scheint den Rest mit Vermutungen und Privatangriffen (Melching und Gastprofessur) versuchen aufzupolstern. Ausser der Anzahl der Entlassenen sowie deren Arbeiserfahrung bei der SIX werden keine nachvollziehbaren Hintergründe genannt. Es könnte beispielsweise sein, dass diese MAs bereits lange geringe Leistungsbereitschaft oder anderes zeigen. Gründe also, die auch andere Firmen (normalerweise direkt und individuell, und nicht wie hier im Schwung) nicht dulden. Überfälligkeit ist ein möglicher Hintergrund der bestehen KÖNNTE. Es ist am Journalisten, hier zu hinterfragen und besonders mehrere Quellen gegenüberzustellen. Leider habe ich bei diesem Artikel nicht das Gefühl, dass dementsprechend vorgegangen wurde.

  2. Hut ab, dass Herr Melching auf mehreren Gebieten offensichtlich zeitgleich klasse Leistungen erbringt. Es gibt nicht viele Menschen die das schaffen und es ist bewundernswert.

    Zur Löwenapotheke möchte ich sehr gerne folgendes sagen:
    Meine langjährige Treue als Kundin zur Löwenapotheke rührt einzig und allein daher dass die Beratung hervorragend ist. Die kompetenten Mitarbeiterinnen sind äußerst motiviert, nehmen sich Zeit für ihre Kunden und gehen sehr freundlich auf diese ein. Als Kunde fühlt man sich vom ersten Moment an Willkommen und gut aufgehoben.
    Auch findet man gerade in der Löwenapotheke seltene biologische Kosmetik – weshalb ich gerne und oft hingehe um Neues zu entdecken – deren Unterstützung durch den Kauf oft soziale Projekte unterstützen was ich großartig finde. A Propos soziales Engagement – Herr Melching zeigt durch seine Apotheke soziales Engagement auch als Lehrbetrieb indem er jungen Menschen eine Chance gibt Lehrstellen zu finden während sie zB ein Überbrückungsjahr machen.

    Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch dort und wünsche Herrn Melching alles Gute.

    • Ich teile Ihre Erfahrungen bezüglich der Löwenapotheke. Wer Herrn Melching einmal googelt erfährt dass die Apotheke siebenstelligen Angeboten trotzte, um weiter in Ihrer Altehrwürdigkeit zu bestehen. Meiner Ansicht nach spricht dies von Charakterstärke, und nicht von Skrupellosigkeit.

  3. Lest bitte den Text zur Swiss Value Cain auf der Homepage -ein Hohn wenn mann die aktuellen Entlassungen betrachtet!
    Auszug Homepage:
    Die Swiss Value Chain

    Seit 1996 erlaubt die Swiss Value Chain die durchgehende Datenverarbeitung eines an der Schweizer Börse abgeschlossenen Wertpapierhandels. Mehrere Prozessschritte sind nötig, bis die gekauften Wertschriften im Depot des Käufers und das Geld dafür auf dem Konto des Verkäufers verbucht sind. SIX managt die gesamte Wertschöpfungskette von A wie Auftragseingabe bis Z wie Zentralverwahrung. Die Swiss Value Chain war Mitte der 1990er Jahre ein absolutes Novum und gehört noch heute zu den sichersten und zuverlässigsten Systemen weltweit.

  4. Liebe Leute
    Bitte kauft nichts mehr direkt bei Apotheken vor Ort z.B. der Löwen Apotheke, sondern kauft im Internet Z.B. in Polen.
    Swiss ness oder Swiss Value Chain brauchen kein sog. Outsourcing nach Polen. Ein CH Unternehmen hat auch eine soziale verantwortung, die es sich bei den aktuellen Gewinnen auch leisten kann. wir sollten die teuersten Jobs Outsourcen, in Polen kriegen wir 5 Melchingers zum halben Preis.

  5. Im moment arbeite ich in einem Projekt mit 12 Leuten. Bei den Online Meetings bin ich der einzige Interne, die anderen sind zugeschaltet aus Polen, Ungarn, Indien und den Philippinen. Ich höre nur immer „I don’t know“, „I have to check that“, „This is not in the specification“. Der Release wurde schon 4 mal verschoben das Budget schon lange hoch überschritten.
    Letztes Jahr habe ich ein grösseres Projekt eingeführt mit drei alten Hasen. Jeder hat gewusst was zu tun ist. Bei Unstimmigkeiten hat er einfach das Nötige unternommen. Das Projekt wurde pünklich, in guter Qualität und im Budget abgeschlossen.

  6. Bin seit etwa 5 Jahren bei SIX. Meiner Meinung nach pflegt SIX ein schizophrenes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern. Auf der einen Seite werden tolle Sachen angeboten, auf der anderen Seite kommt man sich einfach nur verarscht vor (geringe Boni und Nullrunden beim Gehalt trotz Rekordüberschuss, MBO Leistungsbeurteilungssystem). Die Kleingeistigkeit zieht sich leider durch alle Divisionen und Abteilungen. Wenn jemand schon in der Lage ist, zu abstrahieren und ausnahmsweise über die Grenzen des eigenen Teams oder sogar Abteilung (absolut selten) hinaus zu denken, wird er sogleich ausgebremst von Wichtigtuern, die sich profilieren wollen oder Angst um ihren Job haben.

    Leider gibt es einen ganzen Haufen Leute, die sich seit Jahren krampfhaft an ihren Stühlen festhalten und jeden Wandel behindern. Leider trifft es nicht nur die.

    Ich wünsche mir sehr, dass hier ein Kulturwandel stattfindet, nicht nur beim Topmanagement. Aber die Hoffnung ist wohl verloren…

    • Sehe ich auch so.
      Melchlin kommt, hinterlässt Scherben und geht wieder. Kannte überhaupt nicht seine MA. Fördert die Pinguine die keine Ahnung haben wie er, die Gierig und Geldgeil sind ohne Rückgrat und Rücksicht auf Verluste. Deren Ego ist so gross, dass die „Möchtegern-Hohen“, allesamt eine zwanghafte Profilierungsneurose haben.
      Zum Einen, wenn man bei SIX, frisch anfängt, lügen sie Dir beim sogenannten „Welcome Day“ vor, wie hoch ihr Soziales Engagement den Mitarbeitern gegenüber ist und wie sie dich gerne fördern wollen. Nur sobald du dich intern bewirbst, bremsen sie dich und wollen dich kleinbehalten mit X-Tausend Gründen und Ausreden. Dann kündigen Sie langjährige hervorragende Mitarbeiter und hervorragende Chefs, die ihre MA stets lobten, weil sie „zu menschlich“ sind.
      Verstehe die Firmenkultur nicht mehr. Eine Absolute Enttäuschung.
      Ich muss mir wirklich überlegen ob ich in einer Firma länger arbeiten will, indem ich diese Werte nicht mehr teilen kann.
      Es ist wie eine schlechte Beziehung. Lieber ein Ende mit schrecken als ein endloser Schreck.
      Den „Hohen“, möchte ich auf dem Wege geben:
      „Menschen sind keine Zahlen. Wenn man den Mitarbeitern auch Lob und Anerkennung gibt, wenn sie voller Leidenschaft und Demut ihre Arbeit Bedienungslos erledigen, bleiben sie langfristig erhalten. Denn wer sich selbst erhöht, der soll erniedrigt werden und wer sich erniedrigt, soll erhöht werden.“
      Das sind Mitarbeiter die man fördern sollte. Nicht Egomanen die kurzfrist den „Schein“ nach das Gefühl geben, dass sie was bewegt haben und langfristig kurzsichtig gedacht haben und nur einen Scherbenhaufen hinterlassen. Diese Firma braucht mehr SEIN als SCHEIN.
      Dieses „wegwerfdenken“ soll aufhören. Wollen wir wirklich solch ein Vorbild für die nächste Generation sein?! Wo soll das hinführen? Unsere Kunden sind auch nicht von gestern und merken das schon lange. Man spart immer am falschen Ort.

    • @erwachte: und sie sind bestimmt Eine dieser demütigen, bedingungsloser Mitarbeiter, die unbedingt befördert werden sollten aber immer völlig grundlos übergangen wurden … und ich kann mir echt nicht vorstellen, wie jemand, der sooooooo viel für die Firma tut und tagtäglich auf die Misstände aufmerksam macht nie dafür in Betracht gezogen wird, anderen ihr Gedankengut weiterzugeben.

  7. „Das Verrückte: Bei der Six sprechen wir faktisch von einer Genossenschaft: einem sozialen Gebilde, das für den ganzen Finanzplatz die Basis zum Geschäften bereitstellt.“

    auf den Punkt formuliert!

    Der Umgang mit den Mitarbeitern von SIX ist moralisch verwerflich. Aber auch diese dilettanten wird es einmal treffen.

  8. Kenne diese Firme schon lange. Was Sie schreiben ist nur die Spitze des Eisberges.
    Die SIX Group hätte grundsätzlich das Potenzial zusammen mit ihren Aktionären für den Bankenplatz Schweiz eine nachhaltige und kostengünstige Plattform anzubieten. Jedoch nur mit einem Management, welches etwas vom Fach versteht. Das sind leider nur einige Einzelfälle und dazu gehören keine Apotheker oder ähnliches. CEO (Siehe haben schon einmal darüber geschrieben) und auch den COO M.Melching – Apotheker und vieles mehr. Leider ist die Auswahl des CEOs auch nicht günstig ausgefallen, da er nur 2. Wahl war. Sie haben auch schon einmal darüber geschrieben.
    Aber auch in den anderen Divisionen brodelt es, u.a. SIX Financial Services. Diese kommen auch nicht vom Fleck und verlieren ihre Grössten Kunden in der Schweiz nach und nach. Ironischerweise sind dies ihre grössten Aktionäre. Aus einer klaren Lagebeurteilung muss daraus geschlossen werden, 1. dass das Management nichts vom Business versteht und 2. auch nichts von Geschäftsführung.
    Ergo stellt sich die Frage, was mach eigentlich der oberste Chef seit seinem Antritt im 2007/08? Wie Sie richtig geschrieben haben verscherbelt er das Tafelsilber. What’s next? Nun folgt eine radikale Sparübung mit Auslagerung von AP nach WAW. (Know-how Abwanderung wie man es von der SIX FI kennt im Jahre 2012 zur Capgemini nach Polen und Indien. (welches übrigens heute bereut wird)
    Das Know-how ist weg!
    Wenn es nichts mehr zu verscherbeln gibt zählt am Ende nur die Leistung. Also bin ich gespannt was als nächstes folgen wird.
    2012 _ SIX FI setzt 60 Mio. in den Sand mit IT Projekt –> CEO weg. Neuer CEO nach langer Suche kein Insider. Alt gediente wurden exekutiert.

    2015 _ April Christian Katz und Nick Santschi von einem Tag auf den weg. Nachfolger bei der Börse der COO bei Payments ein Nobody, welcher die GL mit Nobodies füllt.
    Man erinnere sich damals an das Interview mit UR. Auf die Frage, „wie lange er noch im Amt sein werde“ antwortete er, dass das sich er nicht sein letzter Job sein werde. Also muss er noch ein gutes Resultat liefern bevor er einen neuen Arbeitgeber such. Dies geschieht mit dem Verscherbeln des Tafelsilbers. Wenn das der Leistungsausweis ist, dann kann man dies auch günstiger haben.

    What’s next?
    CFO – geht weil er wie ein Lehrling behandelt wird und ihm zu viele Vorschriften gemacht werden.

    Wo führt dies noch hin?

    Wann schien endlich die Eigentümer diesen Machenschaften einen Riegel vor?

    Damit der Bankenplatz Schweiz zu einer neuen Stärke findet brauchen wir Chefs welche nachhaltig und gesamtseitlich für die Schweiz denken, und nicht die Optimierung ihres Salärs in den Vordergrund stellen.

    • Herzlichen Dank, dass Sie Ihre Sicht aus dem Innern der SIX mit uns geteilt haben. Diese Betrachtungsweise ist stets die Wahrste.
      Die Auslagerungen, so wie sie derzeit bei der SIX laufen, habe ich genau so über mehrere Jahre bei der CS mit erlebt. Kaum war die eine Auslagerungswelle kommuniziert, evaluierte das Management schon die Nächsten, welche die Kündigung bekommen sollten. Die gesamte Belegschaft geriet so unter anhaltenden Druck, das hat in 2006 begonnen und ist heute, 10 Jahre später, immer noch so. Lang anhaltender Druck und fehlender Respekt gegenüber der Belegschaft sind Effekte einer gänzlich missglückten Führung. Was aber immer bleiben wird, ist die Tatsache, dass bei den Verantwortlichen im Leben das Gefühl des inneren Glücks ausbleiben wird, im Gegensatz zur Belegschaft, und die Verantwortlichen sich das Glücksgefühl mit Geld auch nicht kaufen können.

  9. Auch bei der CS waren die Job Auslagerungen nach Polen ein grosses Kopfschütteln zu Beginn. Und heute? Ich möchte sagen, die polnische Jungmannschaft macht einen äusserst guten Job. Gute Uni-Ausbildung und hervorragende Sprachkenntnisse sind die Elixir dahinter. Chapeau! Leider sind diverse Schweizer ohne freiwillige Weiterbildung, auch im Alter, auf ihren Büro-Stühlen sitzen geblieben. Jammer!

    • Beides gibt es.

      Die Aussitzer sind jedoch eine Schande für die Arbeitswelt! Es gibt viele davon. Aber ein Jobabbau trifft sie selten zuerst, deshalb die Schieflage vieler heutigen Firmen.

    • Ja die CS macht einen super Job.
      Aktienkurs 2008 = CHF 80 +
      Aktienkurs 2012 = CHF 24
      Aktienkurs 2016 = CHF 13.84
      CEO + 150 Mio. vs. asoziale Strukturen/Verhalten und folglich ungeheuerliche Belastung CH Gesellschaft und Sozialsystem.
      Ganz im Ernst: Chapeau und Bravo!!!

    • @Auslagerung
      Richtig so. Wenn dann alles ausgelagert ist und das Know-how gänzlich anderen Regionen übergeben wurde, können wir unsere Jungen gleich von der Ausbildung in die Arbeitslosigkeit schicken. Wenn wir alles nur noch im Ausland einkaufen, wer bildet dann hier noch junge Einheimische aus?
      Auch die Schweiz hat gut ausgebildete Uni- und Lehr-Absolventen.
      Bitte etwas weiter als die Nasenspitze denken!

    • Auslagerung, damit junge Polen die Arbeit von älteren Schweizer machen, tolles Modell …
      Vieles wird in Polen ok gemacht, bei uns z.B. Reporting, viele Sachen aber auch schwerfällig und mühsam z.B. im Bereich HR Admin.
      Oft werden ineffiziente, schwerfällige Prozesse ausgelagert, die in der Schweiz durch informelle Abläufe und das Mitdenken der Leute noch einigermassen erträglich sind, ausgelagert ist es nur noch ein Ärgernis.

    • @ Auslagerung: Uniabschluss = gut ausgebildet‘ Was für ein Narr bist du denn? Und dann noch eine polnische Uni? Mir kommt das Kotzen! Die Leute dort tun überhaupt keinen guten Job! Ich erlebe diese Chaoten tagtäglich!

  10. Seien Sie doch froh, daß die Beherrschung diverser Kulturtechniken wie deutscher Sprachkenntnisse – vorläufig (!) – verhindert, daß die Jobs nach Asien oder Afrika ausgelagert werden, wo bekanntermaßen ein Monatsverdienst von CHF 50,00 herrscht.

    • Die englischsprachige Welt, darunter die USA, leidet sehr stark unter Offshoring in andere (mehr oder weniger) englischsprachige Länder.

      Allerdings profitiert London als Bankenstandort davon. Wobei nach dem Brexit nur noch Irland als englischsprachiges EU-Mitglied bleibt, was wiederum Konsequenzen für US-Banken, und die von ihnen in London geschaffenen Arbeitsplätze, hat.

  11. Die kürzlich durchgeführte MA-Befragung hat auch schlechteste Werte ergeben bezüglich Führung und Job-Atmosphäre. Das Top-Mgmt und der VR scheinen ideen- und motivationslos zu sein. Der Fähigste darunter, der CFO, scheidet nun bald aus. Schade für die MA.

    • Nimmt mich ja Wunder woher Sie diese Information haben, wenn die Details der Umfrage erst nächste Woche auf MC-Level offengelegt werden! Sogar die Gruppen-High-Level Details werden erst per 01.12 publiziert.
      Insofern gehe ich davon aus, dass Sie Ihren persönlichen Frust mittels subjektiver Annahme ausleben und keinen wertvollen, objektiven Beitrag zu diesem Thema beisteuern können/wollen.

    • @SIX MA – Die Umfrage wurde ja extern durchgeführt, somit ist Raum für Informationsfluss vorhanden. Vor der Präsentation / Detailoffenlegung werden UR und Top-Mgmt Konsorten schon noch schauen, dass das Resultat nicht ganz so negativ präsentiert wird, wie es leider rausgekommen ist.

  12. Schade, dass die SIX so bei Innovationen hinterherhängt. Aber das passiert wohl, wenn die Eigner die Banken sind. Für den Finanzplatz Schweiz wäre eine innovative SIX so wichtig. Aber lieber Kosten runter. Ist ja einfach.
    Wann geht der CEO? Wer ist dafür?

  13. Solange es noch ein paar warme Tage in der Schweiz gibt, haben alle die es versäumt haben, noch ein wenig Zeit um den Garten in Ordnung zu bringen.
    Da wird nicht nur der Rasen gedüngt, sondern auch die Reben zurückgeschnitten.

    Was den Winter nicht überlebt, kann ja dann im Frühling frisch vom Markt hinzugekauft werden.

    Ich gebe zu, ich habe wie so oft nur die Schlagzeile gelesen, doch mehr muss man ja auch nicht gelesen haben. Im Artikel lobt Inside Paradeplatz bestimmt die Geschäftstüchtigkeit von Six, und wie das Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber allen anderen Angestellten – und wichtiger noch – gegenüber einem ihrer wichtigsten Aktionäre – wahr nimmt. Und ich möchte an dieser Stelle zum Ausdruck bringen, dass besagter Aktionär sehr zufrieden mit der SIX ist. Vielleicht könnte man diese Putzaktion selbständig und nicht erst nach meinem Input starten.

    Inside Du Pont News: Das war noch nicht alles, die Aktion ist noch nicht abgeschlossen.

    Marcel Du Pont – Milliardär im Überfluss, Besitzer eines übergrossen Nadelöhrs, IP Kommentar König.

    PS: Gern geschehen, IP Leser.
    PPS: Ihr seid nichts
    PPPS: https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849

  14. Sind nicht in vergleichbarer Weise vor 20 Jahren viele Tätigkeiten in der Industrie (und diese mit) nach Asien verschwunden?

    Bei den Polen gehts bergauf, in der Schweiz bergab und in der Summe wächst die Welt…

  15. Die Six ist ein abgehalfterter alter unbrauchbarer Möchtegernmanager: wer nicht mehr kann und will wurde dort aufgenommen, fast wie im Pflegeheim!

    Das ist ein ganz natürlicher Abbau und gut so. „Rentner“ will die Wirtschaft eben nicht.