CS-Superstar Iqbal Khan unter Schwarzgeld-Druck

Razzien in Holland, Frankreich zeigen: Aufsteiger schwächelt bei Aufarbeitung der Vergangenheit – Bank opfert Mitarbeiter.

Die Handelszeitung zeichnete Iqbal Khan kürzlich als CEO-Favorit bei der CS. Nun ist der grosse, blutjunge Aufsteiger über Nacht in seine tiefste Krise geraten.

Wegen Schwarzgelds. Wegen der scheinbar überstandenen dunklen Vergangenheit der Schweizer Banken. Wegen etwas, das Khan doch gar nicht erlebt hat als CS-Spitzenmann.

Und doch holt ihn dieses Etwas nun ein.

Denn Khan war verantwortlich dafür, dass die CS ihre Schwarzgeld-Sünden untersucht, bei Fehlern dafür geradesteht, mit Deals sich aus der Schusslinie nimmt, um nach vorn schauen zu können.

Und nun das. Letzten Donnerstag fuhren in Amsterdam und Paris Polizisten vor und filzten die CS-Büros. In London verlangten die englischen Behörden Dokumente per schriftlichem Befehl.

In Australien soll die CS ebenfalls ins Visier der Ermittler geraten sein. Dort ist der Asienchef zuständig.

Laut heutiger NZZ geht es um „weisse“ Konten vor Ort, die zusammen mit „schwarzen“ in der Schweiz oder anderswo genutzt worden seien.

Die CS ist erschüttert. Unter der Führung von Iqbal Khan, der für Holland, Frankreich und England ebenso zuständig ist wie für Italien, das zuvor aufgeflogen war, geht sie in die Offensive.

Gestern schaltete sie in den betroffenen Ländern zweiseitige Anzeigen – für Millionen von Franken. „Credit Suisse applies a strict zero tolerance policy on tax evasion“, überschrieb die Bank ihre Werbungen.

Beobachter reiben sich die Augen. Was erhofft sich die CS von der Aktion? Den Verdacht, bei Steuerhinterziehung im grossen Stil geholfen zu haben, kann sie dadurch nicht aus der Welt schaffen.

Umgekehrt lenkt sie die Aufmerksamkeit erst recht auf sich. Sie stellt sich auf die grosse Medienbühne und ruft ins Publikum: Hallo, hier bin ich. Schaut her.

Es ist ein hilfloser Versuch, mit der Grosskrise, welche die völlig unvorbereitete Bank aus dem Nichts getroffen hat, fertig zu werden.

Die Fäden laufen bei Iqbal Khan zusammen. Er ist der verantwortliche Manager für die Operation „Saubere CS“.

Als Chef der internationalen Vermögensverwaltung ist der Schweizer mit Herkunft Pakistan der oberste Kopf in dieser Affäre.

Khan war es, der letzten Freitag nach Bekanntwerden der jüngsten Schwarzgeld-Welle vor die Kameras trat und eine interne Untersuchung ankündigte.

Der Spitzenbanker steckt hinter dem Entscheid, dass die CS eine Plakataktion starten würde.

Beides macht klar: Khan ist The Man der neuen Schwarzgeldaffäre. Sie wird zu seinem persönlichen Stresstest.

Dabei macht er eine denkbar schlechte Figur.

„We strictly comply with all the applicable laws, rules and regulations in the markets in which we operate“, schreibt die Bank in den Inseraten.

Eine kaum mehr zu fassende Plattitüde.

Soll die CS schreiben, sie würde Gesetze nicht einhalten? Dass sie nach all den Jahren der Aufrüstung, der Vollweiss-Strategie und dem Kunden- und Mitarbeiterverrat nicht „compliant“ sei?

Natürlich muss sie das Gegenteil behaupten. Und darum geht es auch nicht. Sondern um die Vergangenheit und deren Aufarbeitung.

In den Jahren bis 2008 und teilweise auch später hat die CS – wie viele andere Schweizer Banken – sich ihre Probleme mit Steuersündern eingehandelt.

Diese Vergangenheit muss sie lösen. Daran wird Khan gemessen. Und daran beisst der sich nun die Zähne aus.

Khan war ein Buchprüfer bei Ernst & Young. 2013 machte der ehrgeizige Zahlenmensch seinen grossen Karriereschritt.

Er wurde Finanzchef der weltweiten Division Vermögensverwaltung der Credit Suisse. Daneben gab es als zweiten globalen Bereich nur noch das Investmentbanking.

Khan wurde damit zur mächtigen Figur an der CS-Spitze. Sofort zimmerte er ein Programm für die Bereinigung der Schwarzgeld-Vergangenheit und für die Schaffung einer Weissgeld-Zukunft.

Mit den Behörden handelte er Deals aus. In Italien gelang ihm dies, dort zahlte die CS kürzlich 100 Millionen, nachdem sie wegen 14 Milliarden Schwarzgeld massiv angegriffen worden war.

In Holland, das die Führung im aktuellen Fall hat, sieht es anders aus. Da hat Khan die Lage falsch eingeschätzt, sich in Sicherheit gewiegt.

Ein CS-Sprecher betont, dass Khan nicht im Fokus der laufenden internen Untersuchung stehen würde. Ebensowenig der Oberjurist der CS, Romeo Cerutti.

„Die Untersuchung richtet sich nicht gegen Romeo Cerutti und Iqbal Khan“, sagte der Sprecher gestern.

Es gilt Unschuldsvermutung.

Khan war als Finanzchef mit zwei grossen Projekten beauftragt. Neben den Deals mit den Behörden musste er rasch das Business Risk Management verbessern.

Dabei handelt es sich um die sogenannte First Line of Defense, mit der die Bank schon an der Front Verstösse verhindern will.

Khan gelang es mit seinem Top-Projekt nicht, dass keine grossen Fälle mehr mit Bezug zu seinem internationalen Geschäft aufflogen.

Im Gegenteil, die Affären folgten sich Schlag auf Schlag: in Genf mit ehemaligen Spitzenpolitikern aus Georgien, ebenfalls in Genf mit grossen Türken-Unternehmern.

Jedes Mal reagierte die CS-Chefetage gleich. Sie zeigte mit dem Finger auf die kleinen Berater an der Front. Diese wurden rasch vor die Tür gestellt.

Umgekehrt blieben viele Chefs unbehelligt. Gegen sie wurde nicht ermittelt, oder sie „überlebten“ die Untersuchungen ohne persönlichen Schaden.

Dabei galt in Genf laut einer Quelle das Vieraugen-Prinzip. Hohe Direktoren mussten die verräterischen Transaktionen absegnen.

Sie sahen nichts. Oder schauten weg. Und das bei politisch höchst exponierten Personen, wo klar ist, was auf dem Spiel stehen könnte: Korruption, Schwarzgeld, Geldwäscherei.

Der Ablauf ist stets derselbe. Die Verantwortlichen in der Direktionsetage können bleiben, sie erhalten von der CS offiziell die weisse Weste umgehängt.

Umgekehrt landen die Kundenberater vorne an der Front am Pranger. Ihnen drohen Gerichtsprozesse.

Und das oberste Management mit Khan im Driving seat? Es schaltet Inserate.

Inkompetenz pur.

Kommentare

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  1. Erinnert sich noch jemand an die Titelseite einer Schweizer Zeitschrift, welches Rohner und Dougan mit Heiligenscheinen unter der Überschrift „Wir haben eine weisse Weste“ zeigte? Lack of accountability is a cultural problem at Credit Suisse…

  2. Mein Vorschlag an die CS: TT, UR, IK verteilen die ganze nächste Woche in Amsterdam, London, Paris, Frankfurt Osterhasen, bestimmt so effizient wie peinliche Inserate. Mich würde interessieren welcher Schnapser die Texte entworfen hat?

  3. CS is not so different than other Swiss Banks, with one key difference –leadership . The current „Leadership“ at the bank makes poor decisions, because they are motivated purely by self-interest and self-preservation.
    When the top of the bank is worried about losing their jobs they don’t act with foresight . Instead they worry about the next quarter and thus you do not really kick out , all at once, the most profitable, untaxed assets, which have sustained the bank for decades. Poor leaders hope and don’t act. In this case hoping the EU will stop caring about lost tax revenue is simply a day dream. And if CS really does what it advertised, it knows its stock is essentially worthless. Expect to see the IPO, it’s the only way they try to preserve the past and most importantly to UR, his job —at least for a few more quarters

  4. warum sind beim Inserat keine Unterschriften zu sehen? Iqbal, setz gefällig Deinen Namen hin zusammen mit Romeo.

  5. Die CS betreibt nach wie vor eine unabhängige globale Offshore Trust Gesellschaft (Credit Suisse Trust). Ich frage mich wie das zusammen passt mit der folgenden Aussage:
    „„We strictly comply with all the applicable laws, rules and regulations in the markets in which we operate“
    Hier stellt sich die Frage wie genau hat hier die Rechtsabteilung, Compliance und die externe Revision hingeschaut? Sind wirklich alle Strukturen Steuer konform und offengelegt? Wie genau werden bestehende Strukturen diesbezüglich geprüft? Gibt es interne Richtlinien die dieses Verlangen, besonders für neues Geschäft. Wer ist den eigentlich verantwortlich für die Offenlegung- CS als Trustee? Die Direktoren (CS Mitarbeiter) von den Firmen welche die Konten halten und im besitzt des Trust sind?

    Hat die Finma solche Fragen schon mal gestellt? Wohl kaum, darum ist das Interesse von den internen Riskfunktionen auch minimal diese zu Stellen, da diese ja kaum Bonusförderned währen.

    • Die externe Revision, in diesem Fall die KPMG, ist vor allem darauf bedacht, dem Mandatsgeber zu genuegen, um ja nicht das Revisionsmandat und somit die fetten Partnerverguetungen zu gefaehrden. Somit drehen und wenden die Pinguine von der Badenerstrasse die Zahlen und Daten solange zurecht, bis der CS CCO oder CFO zufrieden sind und sich im Nachgang alle die Haende in Unschuld waschen koennen. Externe Revision im Kunden/Mandatsverhaeltnis ist einfach ein Witz!

  6. Ihr Artikel vermisst die Tatsache, dass die Credit Suisse 40 Milliarden regularisiert hat seit 2011. Wie viele Banken haben so eine massive Aufräumarbeit durch geführt? Es wird mit Sicherheit Banker bei Wettbewerbern geben, die gerade nicht gut schlafen können. Die Zeit wird es zeigen.

  7. Die CS hat wie andere Banken aufgeräumt. Die Reaktionen der CS wie auch des Bundesanwaltes sind gut. Wir Schweizer müssen uns wehren. Lukas, du solltest endlich mal aufhören schlecht über die Schweizer zu reden und Farbe bekennen. Geht gar nicht…

    • Aufgeräumt….? Primär wird vor allem weiterhin fleissig ABgeräumt, you dreamer you.

  8. Wir sollten uns nicht zu verfrühten Verurteilungen hinreissen lassen: geht es hier um alte Fälle? Existierende Kunden, die bereits deklariert haben? Oder Kunden, die CS bereits raus gekickt hat und sich nun bei anderen Banken verstecken?

  9. Während die Verluste, Bussen und Boni durch die Decke gehen, der Aktienkurs täglich weiter absackt, erhält der Vorstoss von Thomas Minder – Abwahl des gesamten CS VR – laufend neue Nahrung.

    • Die reisserischen Vorstösse von Thomas Minder werden immer peinlicher und zeigen mit aller Deutlichkeit auf, dass er keinen blassen Schimmer hat, wie die Mehrheitsverhältnisse bei der CS liegen. Minder ist zum Bläser heisser Luft mutiert und sollte endlich zum Schweigen gebracht werden. Er äzt nur noch mit seinen „nassen Täumen“!

  10. weiss jemand wie es mit kunden ‚domizil schweiz‘ aussieht? kommen die immer noch in den genuss von nummernkonten und banklagernde post? würde mich noch interessieren…

    • …bis jetzt funktioniert die Schwarzgeldstrategie für Inländer noch…. :-).

      Der Politik sei Dank.

      Aber um ganz sicher zu gehen, Geld physisch beziehen und in Safe legen. Da gibt’s dann nur noch Stress beim Wechsel auf neue Noten….

    • Ja, das gibt es weiterhin. Allerdings braucht es für die Eröffnung eines Nummernkontos die gleichen Angaben wie für die Eröffnung eines Kontos auf den eigenen Namen. Diese Daten muss die Bank elektronisch erfassen, damit sie bei behördlichen Anfragen schnell eine Antwort geben kann. Die erhöhte Diskretion bedeutet lediglich, das z.B. weniger Mitarbeiter der Bank direkt auf die Daten zugreifen können.

  11. Tja, als Physiker weiss man, dass zero tolerance nicht existiert, wie auch Best in Risk Management und auch Wir sind die Beste! In diesen Universum alles ist möglich und zum Teil mit hoher Wahrscheinlichkeit!
    Für Fortgeschrittene: Zero Fakultät macht immer 1 überall!
    Für Laien: das heisst einfach gesagt, dass wenn jemanden etwas unendlich wiederholt, dann geschieht diese Event mit Wahrscheinlichkeit 1! ( fast sicher!).

    • Vielen Dank fuer ihren Physik 101 Beitrag. Das wird helfen die Schweizer Banken wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

  12. zeit, dass die finma die zwei grossbanken abwickelt. grossbanken zahlen nur noch busen und machen nur den ruf der schweiz kaputt.
    die nächste finanzkriese kommt bestimmt und keiner hat lust, denen wieder zu helfen.

    • Genau Sie haben die Situation richtig erkannt. Die zwei Banken abwickeln und ca. 30’000 MA auf die Strasse stellen.

    • Der Markt stellt die Banken-MA sowieso auf natürlichem Wege auf die Strassen. Und zwar in den nächsten Jahren zu Zehntausenden. Die RAV’s sollten sich da mal vorsehen.

      Banking 2020 wird nicht mehr so sein wie heute (Stichworte: E-Banking inkl. Kreditbewirtschaftungen, Blockchain-Systeme, Abschaffung Bargeld und und und).

      Es braucht dann nur noch massiv mehr Leute im Bereich IT – ja es gibt sogar Bereiche die massiv wachsen werden – und einige wenige Quatschtanten im Bereich Privat- und Geschäftskundenberatung. Sachbearbeiter im Backoffice? Für was? Der Kunde macht ja alles selber bzw. die Systeme verwalten sich selbst.

  13. Dougan, Thiam und der Kahn: Legten die CreditSuisse lahm! Cerutti , Rohner schauten zu ? Nun liegt im Dreck der Schuh*)! *) oder ist es gar ein Stiefel?

  14. Uiuiui, da muss Rohners Haushälterin wohl wieder tief in die Waschmittelbox greifen, damit seine Weste weiss bleibt. Rohner und Cerruti haben schlicht versagt! Und auch FINMA Branson schaut nur zu. Ist er etwa noch immer der Auffassung, Rohner biete Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung, wie dies das Bankengesetz eigentlich voraussetzt???

    • Die Weste von Branson kann die Haushälterin gleich auch in die Maschine schmeissen (mit intensivem Vorwaschen) ….

  15. Also, macht mal halblang! Wann endlich begreifen die Schweizer Finanzindustrie-Firmen, dass sie nicht länger die völlig überflüssigen und überbezahlten Berater der Mäckies usw. einstellen sollten? Diese Leute haben keine Ahnung vom Geschäft und was in den Märkten wirklich vor sich geht. Das ist doch nun hinlänglich bekannt. Dieser Khan, was ist denn sein Leistungsausweis ausserhalb der CS?? Es gibt innerhalb unserer Banken und Versicherungen viele langjährige MA, die verstehen das Geschäft. Logisch, dass die Berater deren Entlassung empfehlen…! Das ist wirklich ein Tiefpunkt in der Geschichte der Branche in der Schweiz. Und lasst mal LH in Ruhe – wer sonst bringt diese Themen auf den Tisch?? Ist mir doch egal, wenn nicht alles total-unglaublich korrekt ist… Ihr wisst es alle ja sowieso besser…
    Nochmals: Diese eingekauften Berater sind völlig überflüssig.
    Jetzt könnt Ihr über mich herfallen. Ich ändere meine Ansicht nicht.

    • Hoi Rod, wie Du schon 1976 gesungen hast „First Cut is the Deepest“ …. worauf die Banker wohl mit deinen Song vom Jahr davor antworten werden …. „I don’t want to talk about it“ (ach waren das noch gute Zeiten als es noch das Bankgeheimnis gab)

  16. Leider hat sich Herr Kahn keine Nägel mit Köpfen gemacht, sondern sich bös auf die Finger geklopft. Von seinem Wissen, das er bei AY gelernt hat, ist wahrscheinlich nicht viel hängen geblieben, denn
    solange wir bei den CH-Banken das Insurance Wrapping, Trust Business und andere komische Treuhandgeschäfte tätigen können, sind dem Schwarzgeld Tür und Tor geöffnet. Da nützen auch die Buchprüfer-Standards und seine Kundenbefragungen nicht viel.

  17. Zur Ehrenrettung der CS, muß man sich eingestehen, keine Schweizer Bank kann sich nicht vor den „Machenschaften“ einzelner Kunden schützen, selbst wenn sie sich aktenweise Formulare unterschreiben läßt, denn Papier ist geduldig. Die Banken könnten sich nur noch retten, indem sie ihre unzuverlässige Kundschaft massenweise hinauswerfen – das wäre aber der Exit für die überversorgten, nur noch phrasendreschenden Nichthafter der Banken. Es gibt jetzt schon einen exorbitanten Kundenexodus weg von den Großbanken, zu viel Vertrauen wurde zuletzt verspielt und wenn das Vertrauen erst einmal verloren ist, beißt auch der treueste Hund einmal zu. Ich sehe schwarz für die zweitgrößte Schweizer Bank, in spätestens 2-4 Jahren ist der große „Traum“ vorbei – eigentlich schade.

    • Anstatt von den strukturierten und pathetischen Machenschaften, den ständigen Betrügereien und dem fortschreitenden Raubbau an unseren Sozialwerken durch die CH Banken und ihre Highflyer zu sprechen, kann man sich wie der zar natürlich auch in verkappter Ehrenrettung verlieren und von „Machenschaften“ einzelner Kunden sprechen – verkehrte, bedauernswerte Welt…

  18. Heute ist aber die PR-Abteilung der CS früh wach. Nicht die fehlbaren CS-Abkassierer sind die Schuldigen, nein der Überbringer der Botschaft ist der Böse. Die Inserate sind peinlich und ein Schuldeingeständnis. Wenn ich morgen mit dem Auto geblitzt werde, schalte ich übermorgen Inserate, dass ich nie zu schnell fahre und mich stets an die Verkehrsregeln halte. Für was kriegen Kahn & Co. eigentlich ihre Millionen-Boni. Für professionell kaschierte Inkompetenz.

  19. Alle Schwarzgeld- und Zebra-Geschichten waren jahrzehntelang politisch abgesegnet. Deswegen wirkte die Bundesanwaltschaft, mit ihrer Empörung, wie der verlängerte Arm der Banken.

    Durch diese Holland-Aktion ist die Schweiz bis auf die Knochen blamiert. Die Leggings wurden runtergezogen. Man kann nicht mehr umgangen werden als jetzt. Es erinnert an die Auspührung von Bin Laden unter Ausschluss Pakistans (das war eine Jahrhundertblamage).

    Die PR-Abteilung hatte sicher keinen kühlen Kopf, als sie die Anzeigen aufschaltete.

    Effektiv helfen weder Roger Federer noch Hochglanzbroschüren, um die Sch**** in Zaun zu halten, die in der CS im Hochdruckkessel am Explodieren ist.

    Most admired bank! ? Bei Bankstern ganz sicher!

  20. Es gibt ein gutes Buch von Günter Ogger aus dem Jahr 1992, welches super auf die meisten Manager der grösseren Unternehmen passt mit dem Titel „Nieten in Nadelstreifen“.

  21. Ja, CEOs haben die Verantwortung und der RM wird angeprangert. Ganz so schwarz weiss geht es nicht. IK ist noch nicht so lange dabei als müsse man ihm alles in die Schuhe schieben. Es wird aufgeräumt. Bei einer Grossbank keine Aufgabe die in 2 Monaten erledigt ist. Also was genau wollen Sie mit diesem Artikel sagen?

    • Und der VRP mit der weissen Weste ist Jurist und wahr früher oberster Rechts-Chef. Unglaublich, dass in einem Land, das sich Rechtsstaat nennt, solches Gebahren dauerhaft möglich ist.

    • Zeigt eigentlich klar und deutlich: die „Weisse Weste“ Rohner ist nicht nur als Leading Person unfähig – aber eben ja: wie soll sie auch kompetent sein, wenn sie als ex-Chef-Jurist schon vor Inkompetenz glänzte. Wann wird der Mann endlich zur Verantwortung gezogen? Ach ja: er hat sich ja auch seinen Bonus erhöhen lassen. Inkompetenz zahlt sich aus! – Kleiner Trost: er soll durch Ethos endlich zum Thema an der GV werden!

  22. Oh, Herr H, was soll diese hilflose Aktion? Man könnte langsam meinen, Sie suchen krampfhaft nach Gründen um auf Herrn Khan rumzuhaken. Australien im Artikel zu erwähnen….seufz. Nicht Herr Khan’s Feld. Sie erwähnen das zwar, aber es wirkt doch so, als müsse man etwas noch grösser machen als es ist. Wo sind Ihre richtig guten Artikel, wo nicht nur gehakt wird?

  23. Der Finanzplatz Schweiz ist als Folge der unzähligen Skandale und Bussen gewisser Banken schon lange ruiniert. Etwas kaputt machen geht schneller als wieder reparieren.
    Die fraglichen Banken haben juristische Abteilungen und ich frage mich:Sind sie nur für die Verteidigung von Rechtsfällen zuständig und nicht auch für deren Vermeidung? Es scheint so und dies wirft echt noch mehr Fragen auf

  24. Blame it on FINMA – mehr kann man dazu nicht mehr sagen.

    Rohner und Cerutti behalten auch nach dem zehnten Skandal eine „weisse Weste“ und ein paar fehlbare Mitarbeiter sind für alles verantwortlich.

    Dafür war man ganz streng mit dem CEO der Coop Bank.
    Unglaublich. Wo sind unsere Politiker und Bundesräte?

  25. Australien ist ja gar nicht bei Kahn. Im übrigen auch nicht der Türkenfall. Interessanterweise is dieser in der SUB …

    Ach Lukas, wieder einmal schlecht recherchiert! Du lässt nach.

  26. Habe selten so was peinliches gesehen, wie die kürzlich publizierten CS-Inserate betr. „wir sind unschuldig bei Steuerhinterziehung von Kunden“. Aus welcher Marketingküche stammt wohl dieser Schwachsinn. Peinlich, Peinlich!

    • an Bärner
      Die Inserate zeigen die Ohnmacht der Banken, gegenüber, betrügerisch agierenden Kunden, das ist alles. Oder haben Sie einen konstruktiven, wie auch praxisnahen Vorschlag, wie man die „schwarzen Schafe“ die den Banken alles unterschreiben und dabei müde lächeln, überführen könnte ohne dabei gleich sämtliches Porzellan zu zerschlagen?

      l

  27. LH, warum machst Du den Schweizer Finanzplatz schlecht? Die CS zeigt endlich Mut! Das nicht nur für sich, sondern auch für den Schweizer Finanzplatz. Weiter so.

    • Don’t kill the messenger!

      Wenn LH wie eine Ein-Mann-Armee wirkt, dann muss die CS aus viel morschem Holz bestehen. Sie sollte aber aus Stahl sein.

    • Don’t kill the messenger !

      oder arbeiten sie etwa selbst Teppich Etage der CS?

    • Lieber R.77, haben Sie die letzten 30 Jahre geschlafen oder haben Sie keine Ahnung vom Finanzplatz Schweiz? Nicht LH macht den Finanzplatz schlecht, so kompetent ist er gar nicht. Das haben die hochbezahlten Banker der letzten Jahre gemacht. Gut, Ospel, Ackermann, Mühlemann, Dougan, Grübel,Collardi, Vincenz, die Liste liesse sich beliebig verlängern. Das verrückte an der ganzen Sache, die Herren haben der Schweiz massiv geschadet und keiner wurde zur Rechenschaft gezogen

    • Langweilig ist die Story sicher nicht. Gelangweilt scheint hingegen die CS-Führung in Bezug auf ihre Weissgeldstrategie. Immer wieder werden neue ‚Altlasten‘ publik. Die Bussen-Pipeline dürfte noch über Jahre enorme Mittel verschlingen. Gleichzeitig steigen die Boni der Verantwortlichen. Eine verrückte Finanzwelt…