Grosi allein gegen SNB-Jordan – sie hat recht

Armee-Gegnerin sprayt gegen Waffen-Investments der Notenbank – Sie folgen zwingend aus Irrsinn an Börsenstrasse.

Louise Schneider ist das GSoA-Grosi, schreibt der Blick. Gestern sprayte Schneider, 86, einen Spruch auf die Bauwand vor dem Berner Sitz der Schweizerischen Nationalbank am Bundesplatz.

„Geld für Waffen tötet“, sprühte Schneider mit zittriger Hand aus roter Dose. Sogleich nahm ein Sonderkommando der Berner Polizei die Seniorin fest. Nach einer Stunde durfte sie wieder gehen.

Der Vorfall wäre zum Schmunzeln. Wäre dahinter nicht eine grosse Tragödie. Die Nationalbank kauft und kauft Euro, Dollar, Pfund – mehrere Milliarden im Wochentakt.

Die Bilanz der Zentralbank explodiert. Von 50 Milliarden Ende 2007 auf 700 Milliarden Ende 2016.

Eine Vervierzehnfachung.

Vierzehn Mal mehr Euro & Co. hält die Notenbank in ihren Büchern. Weil sie nicht weiss, wohin damit, kauft sie alles zusammen, was ihr in die Quere kommt.

Immer mehr auch Aktien. Darunter solche von Waffenfirmen. Damit investiert die Notenbank unter ihrem Chef Thomas Jordan das Vermögen der Schweizer in Kriegsprodukte.

Es lässt sich nicht vermeiden, wenn man der Logik der SNB-Chefs folgt. Diese schwören das Volk ein auf noch mehr Euro- und Dollar-Käufe und entsprechend auf noch mehr Aktien-Investments.

Alles, um den Franken zu schwächen.

Wie lange noch? Wie viele Aktien und Obligationen in Fremdwährungen soll die SNB schlussendlich besitzen? Was passiert mit diesem Geld, mit diesen Anlagen?

Nichts, sagt die SNB. Ist gut investiert.

High Risk, sagen ihre Kritiker. Kann uns um die Ohren fliegen.

Tatsache ist, dass die SNB keine Grenzen kennt. Sie ist The Lender Of Last Resort, kann machen, was sie will.

Auch den Franken zerstören.

Daran arbeitet sie.

Sie schwächt die Währung durch ihre irrwitzigen Käufe von fremden Währungen.

Stets mit dem Argument, dass Luzern sonst keine Chinesen mehr begrüssen und Sulzer keine Pumpen mehr ins Ausland verkaufen kann.

Was aber ist mit den Konsumenten? Die zahlen höhere Preise. Mit den Bankkunden? Die zahlen Minuszinsen. Mit den eigenen Touristen, die nach Italien wollen? Die zahlen mehr für ihre Ferien.

Egal. Der Franken ist überbewertet. Sagt die SNB. Und verkauft ihn gegen Euro und Waffen-Aktien.

Und plötzlich werden aus Berner Grosis Sprayer.

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59 Kommentare zu “Grosi allein gegen SNB-Jordan – sie hat recht

  1. Glad to see blatant ageism at work. Imagine your coverage if a 17-year old, scantily clad (it’s really warm these days) GSOA activist had been spraying about the place. We would all be wiping saliva off our screens.

  2. Was entnimmt den Susi Einbrecher und andere der folgenden „Argumentationslinie“ von LH?
    (Die SNB) kauft … alles zusammen, was ihr in die Quere kommt.
    Damit investiert die Notenbank unter ihrem Chef Thomas Jordan das Vermögen der Schweizer in Kriegsprodukte. (Sie darf) auch den Franken zerstören. Daran arbeitet sie.
    (Und die) eigenen Touristen, die nach Italien wollen? Die zahlen mehr für ihre Ferien. (Kurz: Sie)… verkauft (den CHF) gegen Euro und Waffen-Aktien.

    Das ist doch einfach nur zusammengeschusterter Mist. Wie heulten doch 2011 die Exporteure, Gewerkschaften, Sozialdemokraten aller Art wegen der Erstarkung des CHF? Betriebsschliessungen, Verlagerung von Arbeitsplätzen, Entlassungen seien die Folge. Dummerweise fühlte sich die SNB unter ihrem narzistischen (damaligen) Chef berufen, die 1.20-er Grenze einzuführen. Trotzdem musste sie in den Folgejahren immer wieder stützen. Erst der neue (Normalo-) Chef Jordan hatte den Mut, die Realität zu akzeptieren. Folge, noch grössere WS-Käufe. Aber gute 2 Jahre danach steht die Wirtschaft relativ gut da. Die Käufe erfolgten aus neu geschaffenem Geld. Kann man dieses denn als „Vermögen der Schweizer“ bezeichnen? Wir haben es ja nicht verdient. Es wurde künstlich erschaffen.
    Die Anlageprozesse dann sind nicht so doof, wie es Hässig darstellt. Da steht mehr Denkarbeit dahinter als LH insinuiert mit „kauft Euro und Waffenaktien“.
    Wären Lord Turner’s Vorschläge (Interview in F&W von gestern) einer direkten Staatsfianzierung via „Helikoptergeld“ mit dem Ziel des Schuldenabbaus, Steuersenkungen und der Stimulation der Wirtschaft ein besserer Weg für die SNB? Oder gar den CHF abschaffen und das Fehlkonstrukt Euro übernehmen?

    • @Fritz @ S.Einbrecher

      Sie repetieren schon wieder die Irrlehre der SNB und ihres Chefs. Jordan.

      Nein – die Euros wurden nicht mit neu geschaffenem Geld finanziert, wie Jordan behauptet. Das wäre Eigenkapital der SNB.

      Die Euros finanziert die SNB mit Fremdkapital. Möglicherweise mit Ersparnissen von z.B. Ihnen finanziert.

      Die CS beispielsweise wies in ihrem Geschäftsbericht 2015 Forderungen gegenüber Zentralbanken von 123 Milliarden aus. Das dürften insbesondere Forderungen der CS gegenüber der SNB sein.

      Alle Sparer, die nun Geld bei der CS anlegen, finanzieren somit die Eurokäufe der SNB mit. Geht die SNB Konkurs, so haben sie das Nachsehen.

      Und noch etwas zum Helikoptergeld: Das wäre ein Aktivum der SNB. Buchgeld ist aber nur echt, wenn es ein Passivum des Geldemittenten ist.

      mfG

  3. …es ist kaum zu glauben wie einfältig da in gewissen Quartieren argumentiert wird (habe die Kommentare überflogen)! Für mich gibt es 3 Autoren, die das Thema SNB richtig angehen: Kurt Hässig, Marc Meyer und Rico Meier. Was für eine Leserschaft hat wohl diese Platform?

    Es gibt gewiss auch viele Leser, die sich nicht in der Kommentarspalte äussern mögen und sich „nobel“ zurückhalten, obwohl sie Wichtiges zu sagen hätten. Gerne würde ich den Jordan hören mit einer Erklärung, wie er dazu kommt, die SNB in einen schlecht geführten unglaublich hoch gehebelten Hedgefund herunterzufahren oder wohl eher in eine Betonwand. Ich würde eigentlich gerne auch von der BIZ in BS hören, was sie von der Jordan Interpretation des SNB Auftrages haltet. Ich teile die Meinung von Marc Meyer, dass die SNB einmal von der technischen Seite her, die Rico Meier anspricht, unerhört grosse Risiken fährt.

    Dies ist wohl auch ein voll ausgewachsener politischer Skandal in der CH. Vorallem darum, weil sich unsere Politiker hinter der SNB verstecken und weil sie nicht schon längst eine Debatte über die Rolle der schweizer Notenbank angestossen haben. Sie sind wohl ähnliche Opportunisten und unverantwortlich wie die „merry bankster“ der SNB…
    https://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg
    Es gibt allerdings zahlreiche Finanzmarktexperten rund um den Globus, die sich über den Hedgefund SNB sehr kritisch äussern. Dieser wird zu allem Elend von Dilettan und Sesselkleber gemanagt, die keinem Controlling (das wäre eigentlich das Parlament) erklärungspflichtig sind (absolut nötig im aktuellen Umfeld). Immerhin sie gingen genau long den japanischen Yen als dieser in etwa auf dem höchsten Stand gegenüber dem Euro und dem US$ war und seither während Jahren abwertet. Es ist für mich aber über jeden Zweifel klar, dass die Ideologie der SNB ein „false flag“ ist für total durchgedrehte Spekulanten in Nadelstreifenanzug. Ganz klar wird da der CHer Steuerzahler noch zur Kasse gebeten….Wenn es dann soweit sein wird (und das wird wohl viel schneller gehen als viele Casinoteilnehmer vermuten) ist dieser Jordan aus dem Verkehr gezogen und abgetaucht….sicher nicht zur Verantwortung gezogen wird.

    Paul Feuermann, Montevideo

    • @Paul Feuermann

      Guten Morgen

      Ihr Satz fährt ein:

      „Es gibt gewiss auch viele Leser, die sich nicht in der Kommentarspalte äussern mögen und sich „nobel“ zurückhalten, obwohl sie Wichtiges zu sagen hätten.“

      Das sehe ich genauso.

      Bezeichnend ist auch, dass Ihre klaren Worte aus Montevideo kommen. In Zürich und in der Schweiz kehrt man das Thema lieber unter den Teppich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Feuermann

      endlich kommen wir der Sache näher. Auch ich kenne Fachleute, die die Wahrheiten von Dr. Marc Meyer voll unterstüzten. Aber sie getrauen sich nicht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Zu gross ist mittlerweile die Angst vor Repressionen. Dr. Marc Meyer hat es gewagt – und teuer bezahlt.

      Eigentlich wäre es ganz einfach. Man muss nur die Buchhaltung der SNB anschauen. Und sich über ein paar Buchungssätze Gedanken machen. Die SNB hat keine anderen Buchhaltungs-Regeln.

      Durchaus möglich, dass die SNB nur noch mit „Hilfe“ von aussen aus dem Teufelskreis herausfindet. Möglicherweise wird es der POTUS sein.

      Die Irrtümer sind weit verbreitet. Heute hat Peter Bodenmann in der Weltwoche etwas von 700 Mrd. Vermögen (!!!) der SNB geschwafelt. Und hat wieder einen Staatsfonds ins Spiel gebracht. Ich frage mich, wie er ein Hotel erfolgreich führen will. Buchhaltungskenntnisse braucht es angeblich dazu nicht. Ist für ihn der Umsatz schon der Gewinn?

    • @Hardy, der Student

      Bravo – Sie haben einen Tippfehler entdeckt. Gratuliere. Auch eine blinde….. findet einmal……

      Von Ihnen erwarte ich immer noch eine fachliche Antwort. Sie haben auf diesem Forum bisher nur Verwirrung angerichtet.

      Bringen Sie einmal einen konstruktiven Beitrag – sie ewiger Student.

      Danke und mfG

      mfG

    • @stiller Beobachter

      Genau so ist es: Erste Lektion Buchhaltung mit Unterscheidung von Aktiven und Passiven – und die Irrlehre – um nicht zu sagen der Schwindel – der SNB fliegt auf.

      Ja so wird es möglicherweise kommen: Der POTUS setzt uns auf die schwarze Liste und dann kann die SNB ihr Gesicht wahren und anfangen, Devisen zu verkaufen.

      Bezüglich Bodenmann: Der hat den Vogel abgeschossen als er bei Einführung des Mindestkurses prahlte, die SNB werden Banknoten drucken, „bis den Ausländern die Ohren wackeln“ (Elite-Wirtschaftszeitung NZZ).

      Und Bodenmanns Parteifreund Daniel Lampart vertritt diese Irrlehre Jordans und Bodenmanns auch im SNB-Bankrat.

      Dummheit ist nicht strafbar.

      mfG

      Marc Meyer

  4. Die SNB sei „Lender of last resort“ steht im Text.

    zu Deutsch:

    Die SNB sei Kreditgeberin der letzten Instanz.

    Das bedeutet: Die SNB müsste in der Schweiz Kredite gewähren. Das wäre ihre Aufgabe gemäss Bundesverfassung.

    Was tut die SNB? Die SNB gewährt in der Schweiz für knapp ein halbes Prozent Kredite (in Form von Wertschriften).

    Für über 700 Milliarden leiht sie dafür Geld ans Ausland und investiert in ausländischen Aktien – u.a. in Waffenhersteller.

    Das ist nicht die Aufgabe der SNB.

    mfG

  5. Zurück zur Realität. Die Grosi-Geschichte ist ein einziger, von ganz Links eingefädelter Promo-Anlass. GSoA versteht es hervorragend, sich beim Mainstream in Szene zu setzen. Nun ja, sind ja die ähnlich gelagerten Leute an all diesen zentralen Schalthebeln. Die Grosi-Inszenierung war bereits vor dem Anlass den willigen, Mainstream- Medien mitgeteilt worden (bei Aktionären würde man von verbotenem Insiderhandel reden). Wer die Grosi Reportage in all den vielen TV-Sendern gesehen hat, hat auch realisiert, dass ein Heer von vorinformierten Medien mit ihren Kameras die Sachbeschädigung aufgenommen hat. Die Kommentare nutzte man dann dazu, der Polizei eins ans Bein zu geben. Alles extreme Fake-News und die nicht geübten Zuseher, die solche Medienlügen nicht erkennen, kauf den Mist leider als Realität ab.

  6. Mit Krieg liess sich schon immer vorzüglich Geld verdienen.

    Die Schweiz macht das schon seit hunderten von Jahren und lebt bis heute ganz gut damit. Das Söldnertum im Mittelalter und insbesondere die teilweise fette Beute sind die Grundlage unseres heutigen Reichtums. Insbesondere die Stadtstände haben hier ganz grosse Kasse gemacht. Und die zwei Weltkriege waren auch ganz erträglich.

    Ganz nach dem Leitsatz von Nathan Rothschild: „Kaufe, wenn das Blut in den Straßen fliesst, selbst wenn es Dein eigenes ist!“.

    Also nicht so laut schreien! Sonst müssen wir noch die AHV-Rente halbieren. Ja auch die basiert auf solchen Investitionen. Und die PK-Renten wohl grösstenteils auch.

  7. Grosi hin oder her und auch 86 hin oder her: Wenn jeder nach seinem Gusto für vermeintlich Gutes Wände versprayen würde, dann sähe es bald schrecklich aus in unseren Städten. Und natürlich wird das gute Grosi sofort politisch vereinnahmt von der GSoA. Herr L. Hässig könnte doch mal schildern wie er die Geldpolitik der SNB machen würde. Kritisieren ist einfacher.

    • @Daisy von Brügge

      Die Scweiz ist Jahrzehnte lang gut gefahren mit Floating.

      Der Dollar kommt seit dem Floating von 4.30 auf 1 und wir haben noch nie so viel exportiert in die USA wie heute.

      Die SNB hat aber auf ihren unnötigen Devisenanlagen dutzende, wenn nicht gar dreistelligen Milliardenbetrag verloren.

      Vor dem Floating müssen Sie keine Angst haben. Aber vor den masslosen Devisenkäufen der SNB sollten Sie Angst haben.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

      MfG

  8. Das Grosi wird innert kürzester Zeit von der Berner Polizei (sogar von einem Sonderkommando) abgeführt… bei den Idioten von der Reitschule getrauen sie sich ein solches Vorgehen aber nicht… was läuft hier falsch?

  9. Vielen Dank für den Artikel, Herr Hässig. Die Systempresse schweigt ja die Risiken der SNB Spekulationen systematisch tot.
    Es gibt ja genügend Evidenz, was bei einem Market-Cornering am Ende passiert – ich sag nur Silber-Spekulation.
    Bald werden die Amis die Schweiz als Währungsmanipulatorin brandmarken und Strafzölle einführen. Dann werden die unbrauchbaren Politiker von Links bis Rechts dann gemeinsam Jammern.

    • SNB-Jordan will genau das wiederholen, was Nelson Bunker Hunt versuchte – und er wird genauso scheitern wie dieser.

      Es wird aber nicht Jordan dafür bezahlen müssen – wie Hunt, sondern das Schweizervolk.

      Das ist der grosse Unterschied.

      Es wird möglicherweise genau so sein, wie Sie schreiben: Erst wenn die Amis die Schweiz als Währungsmanipulatoren brandmarken, wird die SNB gezwungenermassen einsichtig werden und dann die Schuld an ihrer Misswirtschaft den Amis in die Schuhe schieben.

      Das wäre dann eine gute Ausrede der SNB zum Ausstieg.

      Aber solange die SNB die US-Aktienbörse antreibt und die Waffenhersteller, werden die Amis die Schweiz möglicherweise noch nicht auf die schwarze Liste setzen.

      mfG

    • Meine Herren,

      ein Vergleich mit den Hunts ist untauglich.

      1. Die SNB hat meines Wissens nicht vor, einen Markt zu „cornern“.

      2. Die Hunts konnten sich nicht in unbegrenzter Höhe zu 0 % Zinsen (in Worten: null Prozent Zinsen) finanzieren. Die SNB kann sich aber in Schweizer Franken so finanzieren.

      Freundliche Grüße!

    • @Hardy, der Student

      Eben Nicht.

      Auch die SNB muss Fremdkapital aufnehmen. Das ist genau der Punkt. Und die SNB kann isch ebenfalls nicht endlos verschulden.

      Gut – die SNB hat momentan Negativzinsen. Trotzdem handelt es sich um Fremdkapital der SNB.

      Sie können die Guthaben der Banken bei der SNB in den Bankbilanzen finden. Im Jahre 2015 beispielsweise gab die CS den Zentralbanken 123 Milliarden Franken Kredit.

      Diese dürften vor allem bei der SNB angelegt worden sein.

      Das Fremdkapital der SNB kommt eben nicht von einer ominösen Staatsschatzkammer, wie Sie immer wieder behaupten, sondern es kommt von Banken.

      Akzeptieren Sie das doch endlich einmal. Es ist schwarz auf weiss bewiesen – in der Bilanz der SNB und in den Bilanzen der Banken.

      mfG

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

      ich bitte um Pardon für die verspätete Antwort.

      Sie schreiben:
      „Eben Nicht.“

      Eben doch.

      Sie schreiben:
      „Auch die SNB muss Fremdkapital aufnehmen.“

      Das ist doch gar nicht strittig, ja, die SNB nimmt Fremdkapital auf.

      Sie schreiben:
      „Und die SNB kann isch ebenfalls nicht endlos verschulden.“

      Doch, genau das kann die SNB.
      Bei den Banken nicht, aber beim Staat Schweiz kann sich die SNB endlos verschulden.

      Sie schreiben:
      „Gut – die SNB hat momentan Negativzinsen. Trotzdem handelt es sich um Fremdkapital der SNB.“

      Die Negativzinsen betreffen die Schuldenposition „Giroverbindlichkeiten“. Dieses Fremdkapital ist für die SNB z.Zt. besonders „komfortabel“.
      Die SNB kann die Banken aber nicht zwingen, dass sie bei der SNB Giroguthaben halten.
      Die Banken können ihr Kapital jederzeit abziehen, indem sich sich Schweizer Franken auszahlen lassen.

      Sie schreiben:
      „Das Fremdkapital der SNB kommt eben nicht von einer ominösen Staatsschatzkammer, wie Sie immer wieder behaupten, sondern es kommt von Banken.“

      Von den Banken kommt nur das Fremdkapital, welches uns die SNB unter „Giroverbindlichkeiten“ in ihrer Bilanz zeigt.

      Das Fremdkapital vom Staat
      (Staatsschatzkammer, die Bezeichnung müssen Sie nicht übernehmen, ich halte diese Bezeichnung aber für angemessen)
      zeigt uns die SNB unter der Bilanzposition „Notenumlauf“.

      Die SNB zahlt aber keine Noten aus, sondern Papiergeld.
      Staatliches Papiergeld, vom Staat Schweiz als „Gesetzliches Zahlungsmittel“ festgelegt.

      Jeder Franken-Gläubiger muss das staatliche Papiergeld als endgültige Zahlung annehmen. Danach ist er kein Franken-Gläubiger mehr, sondern Eigentümer von staatlichem Papiergeld.
      Ein Eigentümer von staatlichem Papiergeld hat an niemanden eine Forderung.

      Sie schreiben:
      „Akzeptieren Sie das doch endlich einmal. Es ist schwarz auf weiss bewiesen – in der Bilanz der SNB und in den Bilanzen der Banken.“

      Sie sind dran mit Akzeptieren.
      Richtig, alles bewiesen durch die entsprechenden Bilanzen, man muss nur erkennen, dass die SNB eine Fremdkapital-Position falsch bezeichnet:

      „Notenumlauf“ muss „Schulden beim Staat“ heißen.

      Und genau diese „Schulden beim Staat“ kann die SNB zu null Prozent Zinsen machen, in prinzipiell unbegrenzter Höhe.

      Auf Fremdkapital der Banken ist keine Zentralbank der Welt zwingend angewiesen, sämtliche Zentralbanken haben als „ultimativen Kreditgeber“ einen Staat in der Hinterhand.
      (Das gilt natürlich immer nur in „eigener Währung“, denn nur „eigene Währung kann ein Staat in beliebiger Höhe bereitstellen.)

      Freundliche Grüße!

  10. Passive Anlageprodukte, die den jeweiligen „total Index“ abbilden wie z.B. ETF oder Indexfonds beinhalten immer den ganzen unterliegenden Aktienkorb (bei einer full replication).
    Will heissen, dass ich immer sog. „unethische“ Aktien drin habe wie z.B. Waffen, Nuklearwerte, Rüstungsgüter i.w.S., etc. etc. etc.

    Wo soll ich die Grenze ziehen? Insofern wäre Victorinox auch ein „Waffentitel“???

    Wenn ich alle Aktien, die irgendwo noch eine sog. „unethische“ Flanke aufweisen ausschliessen will, dann kann ich kaum mehr in Aktien investieren; höchstens noch in sog. „Ethikfonds“, deren Performance leider nicht überzeugend war und die auch nicht die nötige Grösse und Liquidität aufweisen. Und vor allem darf ich dann nicht mehr passiv investieren, sondern muss als „ethischer stockpicker“ agieren.

    Dies ist ein Teil der Realität. Vor diesem Delemma stehen auch Pensionskassen, die unter Renditedruck stehen. Es ist ein Zielkonflikt.

    Es ist davon auszugehen, dass unsere SNB diesbezüglich hohe Standards aufweist. Vier Mio. in sog. „Rüstungswerten“ bei einem Anlagevolumen von 500 Milliarden entspräche dann etwa 0,08%.

    Soviel zur Verhältnismässigkeit.

    • @ Dr. Meyer Marc

      Besten Dank für Ihren Hinweis.

      Verwechseln Sie da nicht etwas?

      Die Anlagepolitik der SNB ist in der Verfassung m.W. nicht definiert. Auch nicht auf Gesetzesstufe. Möglicherweise auf Verordnungsstufe?

      Sie sprechen von „Verfassungsauftrag“. Ich kann aber diesbezüglich in der Verfassung keine negative Enumeration finden, bzw. auch keinen expliziten Hinweis auf Volksschulden.

      Können Sie mir die Quelle angeben, auf die Sie sich beziehen? (Ich bin lernfähig.)

      Besten Dank.
      mfg

    • @G.H.

      „Lernfähig“ – das höre ich gerne. Ich sage den Schülern immer, wenn ich von ihnen nichts mehr lernen kann, dann komme ich nicht mehr in die Schule.

      Ich gebe auch jeder und jedem 2 Franken , wenn sie oder er mich auf einen Fehler aufmerksam macht.

      Lernfähigkeit ist der Schlüssel.

      Nun zu Ihrem Punkt.

      Ich zitiere auswendig, da ich im Garten arbeite. Sollten Sie nicht einverstanden sein, gehe ich ins Haus um 100 Prozent korrekt zu antworten.

      Art. 99 der BV besagt, dass die SNB im Gesamtinteresse des Landes Geldpolitik betreiben muss.

      Geldpolitik basiert insbesondere auf der Aktivseite der SNB Bilanz. Nicht auf der Passivseite, wie das die SNB jahrzehntelang tat, bis ich sie kritisierte (Geldmengenziele, Monetarismus).

      Die SNB investiert aber nicht einmal 1 Prozent ihres Vermögens in der Schweiz. Den Rest im Ausland, wo es ausländische Volkswirtschaften ankurbelt. Darunter Waffenproduzenten.

      Das ist nie und nimmer im Gesamtinteresse der Schweiz gemäss Bundesverfassung.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  11. Wegen Realitätsfremdsheit hat die Schweiz den Euro nicht übernommen. Deswegen muss die SNB den CHF schwächen, damit die Schweiz nicht komplett deindustrialisiert wird. 10’000 Steuerflüchtlinge brauchen 100’000 Diener, nicht die anderen 99% der Arbeitsbevölkerung.

    Lukas Hässig sollte das verstehen. Ich traue es ihm mehr zu als dem Subventionsbezüger und SVP-Troll Toni Brunner.

    Wenn 1 CHF = 3 € wird, könnt ihr alle Exporte sofort vergessen! (auch bei 2€/CHF).

    Grossi die Rente, Brunner seine Lieblingsziege (=seine letzte Mahlzeit), und Hässig die Leserschaft.

    Schon Sun Tsu rieht zu Realitätssinn.

    • @Daniel Müller

      Wenn Sie eine Aktie besitzen und die verdreifacht sich im Wert, so können Sie froh sein.

      Genau so können wir froh sein, wenn sich der Franken im Wert verdreifacht, weil wir ja Franken besitzen und in Franken rechnen.

      Der starke Franken nützt uns. Deshalb haben unsere Exporte in den vergangenen Jahrzehnten immer zugenommen (Exportüberschuss im letzten Jahr von 37 Milliarden).

      Also nützt der starke Franken dem Export und umgekehrt. Wir sollen eine starke Wirtschaft und somit auch einen starken Franken.

      Die SNB-Investitionen in ausländische Waffenhersteller sind nicht nur unethisch (siehe Grosi), sie sind auch volkswirtschaftliche unsinnig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. Ob die Investition in Waffenkonzerne wirklich unethisch ist, darüber lässt sich streiten. Eines ist klar, von alleine wird sich nie etwas ändern, wer jedoch (beachtliche) Anteile an solchen Firmen hat, der kann Einfluss nehmen, z.B. dass sie anstatt in Vernichtungssystemen von Menschen in Weltraumforschung (oft dieselben Konzerne) investieren und so langfristig der Menschheit auch Nutzen bringen. Ich werde persönlich auch nicht in Waffenkonzerne investieren, aber ich könnte mir auch keine beachtlichen Anteile leisten und hätte somit kein Einfluss. Anders Grossinvestoren.

  13. Das Grosi hat Recht. Dabei geht es hier um mehrere Probleme:

    Erstens:
    Die Produktion von Waffen und deren Lieferung in Kriegsgebiete ist unmoralisch (siehe auch: „Geist des Bösen“, Interview Papst, „Ich bin Sünder und fehlbar“, Die Zeit, 9. März 2017). Wir sind eine christliche Nation und wir wollen kein Geld verdienen an den vielen Kriegen in dieser Welt. So tief wollen wir nicht fallen. Das gilt auch für die SNB.

    Zweitens:
    Die SNB hat uns immer noch nicht erklärt, wie der Kauf von Aktien von Waffenherstellern die Exportindustrie und den Tourismus in der Schweiz ankurbeln soll. Wenn die SNB die Schweizer Wirtschaft ankurbeln will, so muss sie in der Schweiz investieren – nicht im Ausland. Das versteht auch jedes Grosi. Nur unsere SNB versteht das nicht.
    Auch die Steuerreform will Investitionen in die Schweiz bringen – die SNB will Investitionen in der Schweiz verhindern zugunsten von Investitionen im Ausland – u.a. in Waffenproduzenten – zur Schwächung des Frankens. Die SNB ist von allen guten Geistern verlassen.

    Drittens:
    Im Artikel wird von der Logik von SNB-Chef Jordan geschrieben. Herr Jordan und seine Direktionsmitglieder haben die Logik von Geldpolitik aber überhaupt nicht verstanden: Sie behaupten, die SNB könne Geld drucken in Form von Vermögen der SNB und damit unbeschränkt Euros kaufen. Jordan & Co. interpretieren Geld als Vermögen der SNB anstatt als Schuld der SNB. Von Logik keine Spur.

    Danke Grosi!

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Die immer gleiche, sattsam bekannte Leier zur seit 20 Jahren totgeschriebenen SNB – kommt so zuverlässig wie das Amen in der Kirche und so sicher wie die Steuerrechnung.

    • @G.Rosi

      Es bleibt dabei:

      Erstens:
      Geld verdienen an Kriegen ist unmoralisch und unserer SNB unwürdig.

      Zweitens:
      Der 15. Januar 2015 hat deutlich gezeigt, dass die SNB auf der Verliererstrasse ist. Fast jeden Tag 1 Milliarde Ausgeben für Euros – Sie werden sehen, wo das hinführt…

      Drittens:
      Die SNB soll uns endlich einmal erklären, wie sie mit Investitionen in US-Waffenhersteller den Schweizer Tourismus ankurbelt.

      mfG

      P.S. Das Grosi ist zu seinem Namen gestanden im Gegensatz zu G.Rosi (Wie immer schreiben die SNB-Befürworter hier anonym).

    • Herr meyer, ich empfehle ihnen ein semester volkswirtschaft zu studieren, dann werden sie die mechanismen der snb (vieleicht) auch verstehen…

    • @C.Post

      Wir sind also wieder beim Märchen von Herr Jordan von der sogenannten „Geldschöpfung aus dem Nichts“.

      Sie glauben also immer noch an dieses Ammenmärchen der SNB?

      Und aufgrund eines solchen Märchens macht die SNB über 700 Milliarden Franken Volksschulden (trotz Schuldenbremse) und investiert den Erlös im Ausland – u.a. in Waffenkonzerne.

      Vielleicht können Sie uns als guter Volkswirtschaftler hier ja erklären, wie der Kauf von Aktien von US-Waffenherstellern den Tourismus in der Schweiz ankurbelt. Die SNB kann uns das leider nicht erklären.

      Vielleicht können Sie uns als Volkswirtschaftler auch sagen, wo in der Bundesverfassung verankert ist, die SNB solle Volksschulden machen und den Erlös in US-Waffenhersteller investieren.

      Last but not least können Sie und als guter Volkswirtschaftler auch sagen, wie SNB Chef Jodan dazukommt, die SNB -Schulden als SNB-Vermögen zu bezeichnen.

      Danke

      Marc Meyer

    • Offenbar hat hier jemand zu viel Zeit sich aufzuregen.

      Wenn die SNB Franken ins Ausland verkauft schwächt sie die Währung und kurbelt damit den Tourismus und die Exportindustrie an. So schwierig ist das nicht zu verstehen, oder? Weshalb Sie von Schuld sprechen, Herr Meyer, erschliesst sich mir nicht. Die Franken sind weg, die Euro sind in der Bilanz. Da wird nix mehr zurückgefordert.

    • @Otto

      Doch, da wird zurückgefordert.

      Angenommen ihre Pensionskasse legt Ihr Geld, Otto, bei der CS an und die CS wiederum bei der SNB. Diese legt es u.a. in Aktien von Waffenherstellern und griechischen Staatsanleihen an.

      Nun „breche Friede aus“. Zudem geht Griechenland Konkurs. Das Vermögen der SNB fällt, so dass das Eigenkapital der SNB negativ werde.

      Ihre Pensionskasse möchte nun einen Teil ihres Vermögens bei der CS abziehen und die CS muss daher ihre Investitionen bei der SNB reduzieren.

      Nun ist das Vermögen der SNB aber zu klein, um der CS deren Guthaben zurückzuzahlen.

      Ihre Pensionskasse erhält somit ihr Geld auch nicht mehr zurück.

      Sie, Otto Normalverbraucher, müssen somit auf einen Teil Ihrer Rente verzichten, weil die SNB sich verspekuliert hat.

      Fordern Sie von der Pensionskasse bzw. CS bzw. SNB nichts mehr zurück?

      Ob Sie sich dann aufregen?

      Erstens müssen Sie aufgrund der SNB-Spekulationen ein Interesse an der Aufrechterhaltung der weltweiten Kriege haben und zweitens die Schulden von Griechenland bezahlen.

      Ich denke nicht, dass das Ihnen passt.

      Zu der hier vertrödelten Zeit. Ja – es ist unglaublich, welche Zeit ich hier benötige, um die Irrlehren unserer SNB und insbesondere des Herrn Jordan hier richtigzustellen.

      Ich hätte weiss Gott noch anderes zu tun. Aber es sind genau solche Ignoranten wie SNB-Chef Jordan und Sie, welche etwas von „Geld aus dem Nichts“ plappern, was hier so unglaublich viel Zeit kostet.

      Gott sei Dank gibt es noch Grosis, die sich auch die Mühe nehmen und den Mut haben, sich einzusetzen gegen den Irrsinn unserer Nationalbank.

      mfG

      Marc Meyer

    • Mal abgesehen davon dass die cs wohl kaum ihr geld der SNB gibt damit diese es für sie investiert – wenn die SNB in Zahlungsprobleme geraten sollte kann sie, geldschöpfungsprivileg sei dank, schlicht franken „drucken“ um die verbindlichkeiten zu decken. Klar, das müsste dann inflation generieren, aber davon haben wir eh zu wenig 😉

      Glaube nach wie vor der Jordan weiss besser als Sie was er da tut.

    • @ G.Rosi/C.Post
      Es ist mir ein Rätsel wie man die Vorgehensweise der SNB, auf Biegen und Brechen den CHF zu schwächen, befürworten kann. Verlieren Sie gerne an Kaufkraft? Dies betrifft die gesamte Schweizer Volkswirtschaft, inklusive der Exportindustrie und der Tourismusbranche, da auch diese Industrien Produkte aus dem Ausland beziehen! Interessanterweise wird dieses Vorgehen auch von rechter Seite, von sog. „Marktwirtschaftlern“ unterstützt, obwohl es für mich ganz klar planwirtschaftliche und manipulative Züge aufweist.

      …nur zur Beruhigung: Planwirtschaft ist unter dem Strich auch eine Form von Kapitalismus – einfach Staatskapitalismus! Und beides ist in der angewandten Ausprägung zum Scheitern verurteilt…

    • @Otto

      Es ist natürlich beruhigender – Sie sind da in guter Gesellschaft – ans Märchen zu glauben mit dem Drucken von Geld schaffe die SNB Vermögen und damit Eigenkapital aus dem Nichts. Nehmen Sie sich doch wenigstens die Mühe einmal in die SNB Bilanz zu schauen. Da erschliesst sich einem auch ohne Buchhalter Diplom, dass Notenbankgeld Fremdkapital für die SNB ist mit allen daraus folgenden rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
      Wer stellt wohl der SNB das FK zur Verfügung. Auch hier lohnt ein Bilck in die Bilanzen der Banken. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB übrigens auf Sicht rückforderbar.
      Chapeau vor dem Grosi, Sie scheint mehr begriffen zu haben als viele und hat vor allem mehr Mumm in den Knochen als viele anonyme in ihrem Dogma gefangene Fürsprecher .

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Die Leser eines trümmligen Finanzblogs wissen natürlich am Besten wie die Notenbank zu führen ist, klarer Fall. Stammtisch 2.0? Ah ne, aufgeklärte Bürger die nicht der bösen Lügenpresse erliegen sind. Blabla…

    • @Otto

      Das Grosi ist nicht autoritätsgläubig – Sie schon.

      Der Professoren-Titel und der SNB-Direktionstitel von Herrn Thomas Jordan imponieren Ihnen anscheinend enorm.

      Ihre Argumentation haben Sie auch ganz Herrn Jordan abgekupfert. Sie übernehmen dessen Irrlehre eins zu eins. Dabei nehmen Sie sich nicht einmal die Mühe, wenigstens einmal in die Bilanz der SNB zu schauen. Herr Rico Meier hat ihnen auch schon gesagt, Sie sollten die Bilanz der SNB mal anschauen. Bitte tun Sie es, bevor Sie hier die SNB-Irrlehre weiter kolportieren.

      In der SNB-Bilanz sehen Sie, dass dort die Banken über 700 Milliarden Franken angelegt haben in Guthaben auf Sicht. D.h. die Banken können dieses Geld jederzeit von der SNB auf Sicht zurückfordern. Die SNB muss ihren Fremdkapitalgebern jederzeit liefern können.

      Wenn die Banken ihr Geld bei der SNB abziehen wollen, so darf die SNB ihnen das nicht verweigern. Das wäre eine Enteignung der Banken durch die SNB, wie das die Vollgeldler wollen.

      Die SNB kann ihre Schulden nicht abbauen indem sie noch mehr Schulden macht. Sie und Herr Jordan behaupten da etwas ganz Falsches. Und dass wir Inflation brauchen ist ein weiteres Märchen der Damen und Herren Draghi, Yellen, Jordan & Co. Weshalb soll es gut sein, wenn die Preise steigen? Haben Sie Freude, wenn die Lebenshaltungskosten steigen? Ich nicht?

      Übrigens können Sie auch in die Bilanzen der Banken schauen. Dort werden sie deren Vermögen bei der SNB finden. Die CS verbucht ihre Guthaben bei der SNB im Konto „Forderungen aus Zentralbankeinlagen“. Im Jahr 2015 hatte die CS dort 123 Milliarden bilanziert. Der weitaus grösste Teil dürfte bei der SNB angelegt sein.

      mfG

      Marc Meyer

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Ja es ist unglaublich, wie festgefahren die Irrlehre von der Geldschöpfung aus dem Nichts ist.

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf: Das Grosi hat mehr Mumm in den Knochen als die anonymen SNB-Fürsprecher hier, die nur die Irrlehre der SNB weiterplaudern.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Und warum soll sich die SNB nicht einfach selbst Geld auf der Aktivseite gutschreiben können? Sie alleine hat ja die Macht die Geldmenge zu definieren. Buchgeld ist innert Sekundenbruchteilen generiert, da braucht sie nicht mal die notenpresse im Keller anzuwerfen.

    • @Paul Feuermann

      Guten Morgen

      Ihr Satz fährt ein:

      „Es gibt gewiss auch viele Leser, die sich nicht in der Kommentarspalte äussern mögen und sich „nobel“ zurückhalten, obwohl sie Wichtiges zu sagen hätten.“

      Das sehe ich genauso.

      Bezeichnend ist auch, dass Ihre klaren Worte aus Montevideo kommen. In Zürich und in der Schweiz kehrt man das Thema lieber unter den Teppich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Otto

      Ihre Frage ist verständlich. Der Grund ist der:

      Würde die SNB ihr Notenbankgeld auf der AKtivseite ihrer Bilanz verbuchen, so hätte dieses keine Deckung. Es wäre wertlos. Es wäre gefälschtes Geld – gefälscht durch die SNB.

      Bei Geldemission entstünde Eigenkapital der Zentralbank. Das ist nur im Kommunismus möglich.

      Echtes Buchgeld ist immer ein Passivum des Geldemittenten, das durch einein Vermögenswert auf der Aktivseite gedeckt sein muss, um einen inneren Wert zu haben.

      Die SNB begeht genau den Fehler, den Sie machen. Die SNB meint auch, bei Notenbankgeld handle es sich um „Liquidität“ (Vermögen, Aktivum) der SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hallo Otto,

      Sie schreiben
      „Und warum soll sich die SNB nicht einfach selbst Geld auf der Aktivseite gutschreiben können?“

      Weil der Staat Schweiz der SNB ein solches Recht nicht verliehen hat, die SNB darf sich schlicht kein frisch gedrucktes Geld auf der Aktivseite gutschreiben.

      Die Vollgeld-Initianten (zumindest einige) möchten das gerne ändern. Erst nach einer entsprechenden Gesetzesänderung könnte das frisch von Orell Füssli gelieferte Geld bei der SNB mit
      Kasse an Eigenkapital
      eingebucht werden.

      Zur Zeit ist es der SNB nicht gestattet.

      Sie schreiben:
      „Buchgeld ist innert Sekundenbruchteilen generiert, da braucht sie nicht mal die notenpresse im Keller anzuwerfen.“

      Was Sie meinen, sind die Giroverbindlichkeiten der SNB (und passend dazu natürlich die Giroguthaben der entsprechenden Gläubiger der SNB).
      Diese kann die SNB tatsächlich sofort am Computer einbuchen, dabei handelt es sich aber noch nicht um das Geld, sondern es sind lediglich Geld-Forderungen und Geld-Verbindlichkeiten.

      Freundliche Grüße!

    • Hmm, Spannend. Und wenn die SNB nun tatsächlich Geld druckt? Sie muss ja die wirtschaft mit Bargeld versorgen. Dieses Geld dürfte ja kaum erst ausgeliehen werden müssen?

    • @Hardy, der Student

      Ihre Antwort an Otto

      Sie übersehen, dass die Vollgeld-Initianten behaupten, heutige Banknoten seien bereits Vollgeld. Banknoten sind aber ein Passivum der SNB – nicht ein Aktivum, wie Sie an Otto schreiben.

      mfG

    • @Otto

      Die SNB kann so viele Banknoten drucken wie sie will und in Ihrem Tresor lagern.
      Erst wenn die SNB Banknoten in Verkehr bringt, werden diese zum Nominalwert eingebucht und zwar auf der Passivseite als Schuld = Fremdkapital der SNB.
      Bilanzneutral als Passivtausch: Giroguthaben der Banken (FK) an Notenumlauf (FK) oder denkbar Aktiven an Notenumlauf (FK) mit entsprechender Ausweitung der Bilanz. Daraus folgt Notenbankgeld (Giroguthaben der Banken und Notenumlauf) ist kein Zahlungsmittel für die SNB sondern Fremdkapital, dass sie bei der Wirtschaft aufnimmt. Zahlungsmittel kann nur ein Aktivum sein.
      Die Aktiven der SNB bestehen heute eben aus Aber-Milliarden spekulativer Devisenanlagen finanziert zum grossen Teil mit Fremdkapital. Die SNB ist mit ihrer Bilanz heute unser grösstes Systemrisiko und eine tickende Zeitbombe für deren Verluste am Ende eben wohl der Steuerzahler gerade stehen muss. Das geht uns alle an, wenn man nur schon bedenkt wieviele Milliarden auch unsere PKs indirekt bei der SNB investiert haben. Die SNB ist ein süchtiger Spekulant im Casino und kaum jemanden juckts.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

  14. Auch das Grosi bezieht seine Rente aus Waffenfirmen, der AHV Ausgleichsfonds und viele PK’s dürften Indexanlagen haben wo auch „Waffenfirmen“ drin sind, von daher sprayen wir am besten das ganze Land an. Wer sauber ist von solchen Firmen werfe den ersten Stein.

  15. Wenn das Grosi wüsste, dass das Anlagereglement der Nationalbank nicht in den Gefilden der Nationalbank, sondern im Bundeshaus abgesegnet wurde, wäre sie besser in Richtung Wandelhalle marschiert. Ergo bringt der Protest vor der Nationalbank nichts bzw. ist ein klares Anzeichen von fehlendem Wissen und Inkompetenz!

    p.s. (1) Sämtliche passiven (index-replizierenden) Produkte beinhalten die Aktien börsenkotierter Waffenproduzenten….. Da ist die Nationalbank bei weitem nicht der einzige Investor bzw. das Grosi müsste konsequenterweise viel mehr Wände voll sprayen

    p.s. (2) Wo beginnt die Abgrenzung des Begriffs „Waffenproduzent“? Ist man als Zulieferer einer Beschichtung, einer Schraube, eines Lacks, einer Beratungsdienstleistung oder der mittäglichen Pizza für die Angestellten etc. auch bereits ein „Waffenproduzent“. Müsste sich ein Schlechtreder und Sprayer solcher normaler Zulieferer, welche nur ein Bruchteil des Umsatzes mit dem „Waffenproduzenten“ erwirtschaften, nicht der Diffamierung schuldig sehen?

    p.s. (3) Dass das Grosi dermassen Mediale Präsenz (=/=Anerkennung) erhält, lässt tief in die Medienlandschaft blicken und entspricht nicht der seitens der Mehrheit der Bürger erwünschten objektiven Berichterstattung

  16. Da hat die Polizei ganze Arbeit gemacht! Bravo jetzt wissen wir warum es eine Sondereinheit gibt, die Seniorin sieht zwar eher wie 80zig aus, ob aus dieser perspektive nicht noch eine anti Terror Einheit beigezogen werden sollte! Die hätten dann einen echten Erfolg gehabt, und der Polizeidirektor könnte dann Maschinengewehre für die Polizeikräfte fordern, denn das Grossi könnte ja eine Panzerweste getragen haben!

  17. Wenn ein KV-Stift das gleiche machen würde, wäre er schon längst entlassen und eingeklagt worden!

    Bei einem hochstudierten Tausend-Blablaer hat es etwas mit Strategie und Weitsicht zu tun…

    Es kommen mir Zweifel ?

    • Ja Du scheinst auch nicht gerade mit Intelligenz gesegnet worden sein, wenn du einen solchen unqualifizierten Müll rausläst

  18. Also…, wenn die SNB US-Aktien kauft, dann wirft sie quasi USD auf den Markt. Sie schwächt also mit einer solchen Transaktion den Dollar. – Hat die SNB also noch viel mehr USD gegen „frisch-gedruckte“ bzw. aus der Luft gebuchte CHF (SNB-„Schuldscheine“) gekauft (und so die CHF-Geldmenge erhöht und den CHF-Kurs geschwächt) und einen Teil der gekauften USD dann in US-Aktien und Oblis rezykliert?

  19. Es werden 2 Sachen vermischt in diesem Artikel. 1. SNB kauft Waffenaktien. DIES SOLLTE Tabu sein. 2. SNB Geldpolitik CHF schwächen. Das ist richtig. Meine Meinung ist, dass die SNB hier richtig handelt.

    • Die Aktienkäufe sind lediglich eine Folge der Frankenschwächung. Wie Luki richtig schreibt, weiss die SNB nicht, wo sie mit dem Fremd-Zaster (USD, EURO usw usf) hin soll. Also geht sie damit einkaufen, was ja nicht so doof ist. Dass sie dies mit Pensionkasseneinlagen tut, ist natürlich völliger Nonsense. Sie töggelet den CHF Betrag ganz einfach in den Compi und lässt damit EURO oder Dölli kaufen.

    • @C.Ponzi

      „Sie töggelet den CHF Betrag ganz einfach in den Compi und lässt damit EURO oder Dölli kaufen.“

      Bitte geben Sie mir den Buchungssatz dazu.

      Danke

      Marc Meyer