Rohner und Thiam torkeln auf der CS-Titanic

Lohnverzicht: Kapitäne verlieren Kontrolle – CEO kassiert weiter über 10 Mio. Lohn – Ausbluten: Milliarden an Zins jedes Jahr.

Urs Rohner und Tidjane Thiam, die Kapitäne des Grossbanken-Tankers Credit Suisse, schwanken auf der Brücke. Gegenseitig umklammern sie sich und schauen bange nach vorn.

Dort türmen sich die Eisberge. Die zwei Spitzenleute haben das CS-Schiff ins Eismeer der Hochfinanz gesteuert.

Nun wissen sie nicht weiter. Abbild der Ohnmacht ist ihr Oster-Trauerspiel mit dem Bonus-Notverzicht. Die CS-Bosse gestehen damit ein: Nicht einmal das kriegen wir auf die Reihe.

Zwei Männer im Sturm, beide unerprobt, mit fehlendem Kompass und schweren Boni-Taschen. So präsentiert sich die oberste Führung der Nummer 2 am Zürcher Paradeplatz im Frühling 2017.

So lange es geht, sackt dieses Gespann ohne Plan und Vision ein, was es noch kann. Der gross inszenierte Bonusverzicht vom Karfreitag ist dabei nur ein schlechter Witz.

Thiam erhält statt den ursprünglich vorgesehenen 11,9 Millionen neu 10,2 Millionen. Damit ist der CS-Chef immer noch weit vor seinen Europa-Kontrahenten, mit Ausnahme des UBS-Chefs.

Aus Thiams ursprünglichen 11,9 sind 10,2 Millionen geworden – immer noch ein Spitzenwert.

Thiam sollte gänzlich auf seinen Bonus verzichten. So wie John Cryan, der Chef der ähnlich desaströsen Deutschen Bank.

Beide Institute schreiben unter neuer Führung riesige Verluste. Also gibt es keine Erfolgsentschädigung für die Spitze, entschied Cryan für sich und seine Kollegen in der obersten Führung der Bank.

Bei der CS lautet das Motto umgekehrt. Ich nehme mir meinen fetten Bonus, wenn niemand ihn mir verwehrt.

Thiams Philosophie ist speziell, zahlt sich aber aus – für ihn selbst. Weise ich Gewinne aus, dann habe ich einen Topbonus verdient; schliesslich bin ich super.

Mache ich umgekehrt Verluste, dann will ich ebenfalls meinen Bonus. Schliesslich ist die Krise ja nicht meine Schuld. Bin neu hier.

Für die Investoren aus den USA ist mit dieser Haltung nun Schluss. Stimmrechtsvertreterin Glass Lewis hat soeben entschieden, trotz dem österlichen Teilverzicht Thiams die Vergütung der CS-Spitze abzulehnen.

Das berichtete heute früh die SRF-Wirtschaftssendung Eco.

Thiam geht als Mann in die CS-Geschichte ein, der so lange wie möglich versuchte, immer noch weiter Boni aus dem geschwächten Finanzkonzern herauszuholen.

Das zeigen seine beiden Jahre 2015 und 2016. Statt die CS in sichere Gewässer zu führen, sacken er und seine Gefolgsleute weiter Unsummen ein aus einem Unternehmen, das auszubluten droht.

Allein für 2016 kassiert die Konzernleitung als Ganzes selbst nach der Kürzung 73 Millionen; dies im Gegenzug für 2,7 Milliarden Verluste.

Die Zukunft rechtfertigt den Griff des Managements in die Kasse nicht. Die CS ist unter Thiam und Rohner in den letzten 2 Jahren nicht sicherer geworden, sondern mutierte zum grossen Rohr, aus dem die Milliarden strömen.

Auf ihrer Webseite listet die CS alle speziellen Obligationen auf, mit denen sie das dünne Eigenkapital unterstützt. Es handelt sich um Schulden, welche die Bank gegenüber den Inhabern solcher Bonds mit Eigenkapitalcharakter hat.

Wenn man dort die grössten Positionen mit Volumen von 500 Millionen Franken oder darüber nimmt, dann zeigt sich ein erschreckendes Bild.

Die CS zahlt oft Zinssätze von 6, 7 und noch mehr Prozent. Der höchste Satz liegt bei 9,5 Prozent. Er bezieht sich auf Schulden über insgesamt 3,445 Milliarden Dollar.

Bei Industrieunternehmen würde man aufgrund der hohen Zinsen von Junkbonds sprechen.

Die CS zahlt diese nicht freiwillig, sondern sie sieht sich dazu genötigt, ansonsten sie auf dem Trockenen sässe. Das kommt sie teuer zu stehen: Die Bank überweist 1,8 Milliarden Franken an Zinsen – Jahr für Jahr.

Und das allein für die grössten Bonds mit solchem Kapital-Charakter. Die kleineren Summen unter einer halben Milliarde Franken sind in dieser Rechnung noch nicht enthalten.

Neben den hohen Zinsen schüttet die CS Jahr für Jahr riesige Dividenden aus. In den letzten 5 Jahren hat die Bank 6 Milliarden ihren Eigentümern überwiesen. Im Schnitt also mehr als eine Milliarde pro Jahr.

Damit summieren sich Zinszahlungen für die Kapital-Bonds und Dividendenzahlungen für die Aktionäre auf rund 3 Milliarden.

Hinzu kommen im Schnitt jährlich 3 Milliarden Boni fürs Management.

Würde die CS diese Milliarden zurückbehalten, dann wäre sie stabil und gefestigt. So aber fehlt das viele Geld in der Kasse der Bank. Sie muss es nun anderweitig beschaffen.

CEO Thiam will nochmals mit dem Hut zu den Aktionären gehen; dies, nachdem er vor anderthalb Jahren bereits die hohle Hand gemacht hatte.

Thiam läuft die Zeit davon. Während seine Gegenspieler bei der Deutschen Bank und der italienischen Unicredit jüngst Milliarden an Eigenkapital beschafften, lässt der CS-Chef die Welt im Ungewissen über seine Pläne.

Stattdessen sorgt er für Aufregung mit seinem ureigenen Bonus; einem Thema, das für die Zukunft der Bank nicht entscheidend ist.

Ganz im Unterschied zu Kapital und Strategie.

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104 Kommentare zu “Rohner und Thiam torkeln auf der CS-Titanic

  1. Das passiert mit einer Bank und ihren Aktionären, die offensichtlich die schier unglaubliche Dummheit besitzen, als CEO einen Ex-McKinsey Versicherungs-Mann und als VRP einen Medienanwalt zu platzieren. Etwa gleich Smart wie wenn der FCB einen gelernten Metzger als Teamarzt und einen Kunstmaler als neuen Fussballtrainer platzieren würde.
    Prognose: Survival of the Fittest. In maximal 3 Jahren entweder tot oder (not-)fusioniert.

  2. SUB (endlich) an die Börse, den Rest verhökern.
    Dann braucht’s beide nicht mehr.
    Entwicklung Marktwert CS in den letzten 10 Jahren: – 85%.
    Langfristig engagierten Anlegern sehen einen Grossteil Ihres Einsatzes vernichtet.

  3. Wie lange noch muss man diesem Trauerspiel zu schauen?
    Beide Bastler per sofort raus mit einem Fusstritt als Abfindung. Dann alle Verträge mit einer berüchtigten Beratungsfirma, die die CS seit Jahren unterwandert hat (wie weiland die Swissair) per sofort auflösen und es geht sicher bald wieder bergauf.
    Und das ist auch bitter nötig. Nochmals 24 Monate Misswirtschaft und es gibt nicht mehr zu retten.

  4. Diese beiden Figuren : Rohner und Thiam, sorgen täglich für Lächerlichkeit der Schweizer Banker . Sie schaden nicht nur der CS sondern fügen auch dem Bankenplatz Schweiz massiv Schaden zu.
    —————————————————————————————————
    Aufruf an die Aktionäre:
    Wer solche Manager an den Schalthebeln der immer kleiner werdenden Grossbank duldet, trägt Mitschuld am bevorstehenden Untergang.

  5. Beide Rohner und Thiam labern gerne über Meritokratie, so letztmals Thiam am WEF in Davos. Für wie blöd halten sie eigentlich die Aktionäre? Und wieso stehen die CS-Mitarbeiter nicht endlich auf?

    Jetzt aber fertig.

    Es gibt nur eines an der GV vom 28. April:
    Abwahl.

  6. Das Bashing hier über CEO Thiam und die Plebswut sind total fehl am Platze.
    Thiam ist der erste CEO welcher bei der CS versucht endlich aufzuräumen. Die Milliarden-Bussen, die jetzt (schon wieder) anfallen, hat nicht er, sondern hauptsächlich seine beiden Vorgänger (plural!) verursacht.
    In einer Internetzeitung wurden kürzlich sogar seine Bezüge von 2010 ff bei der Prudential London moniert, eine Frechheit: Bei der Prudential hat Thiam eine ausgezeichnete Arbeit abgeliefert und wurde dementsprechend auch entschädigt, Punkt.

    Die faulen Eier, welche nun seit Jahren zutage treten und die CS-Group schwer finanziell Trudeln lässt, hat eben nicht Thiam, aber insbesondere seine b e i d e n CEO-Vorgänger zu verantworten. Viele Schreiber hier meinen offenbar (irrtümlich) man könne einen internationalen Spitzenmann wohl zum Aufräumen engagieren aber gleichzeitig denselben für die Fehler seiner Vorgänger büssen lassen; Schwachsinn!
    Bitte endlich etwas mehr Fairness.

    • Ihr Beitrag ist fachlich falsch:
      Bei Prudential hat TT nicht mehr gemacht als in einer Boomphase auf einer Welle mitzureiten.
      Seit seinem Antritt bei der CS geht es der Branche besser, der CS aber schlechter. Hauptgrund ist die völlig unklare Strategie, die zunehmende Präsenz einer bestimmten Beratungsfirma (siehe Swissair) und für beide Faktoren sind TT und Rohner direkt verantwortlich.
      Schmeisst die beiden endlich raus! Dann geht es schnell wieder bergauf.

    • danke für ihre Objektivität. insideparadeplatz trägt einen Großteil der Mitschuld an diesem unfairen bashing. es gibt ausschließlich HÄSSIGe Kommentare

  7. Es war einmal ein grauer zahnloser Panther der von einem Bademeister gejagt wurde. Nach einer beinahe 2-jährigen Jagd war der alte Panther so erschöpft, dass er aufgeben wollte. Genau in diesem Moment fiel der Bademeister in einen Teich und ertrank. Ganz erstaunt trottete der Panther ans nächste Filmfestival, um sich das Ganze nochmals in Ruhe anzuschauen. Übrigens: Aus Mitleid mit dem alten Panther verzichtete die Kassiererin auf 40% des Ticketpreises.

    • Und was ist die Moral dieser Geschichte? Stell nur einen Bademeister an der schwimmen kann…

    • @Georg: Banker ist ein sehr weiter Begriff, der x-zehntausend Mitarbeiter mit einbezieht. Diese völlig undifferenziert über einen Strang zu schlagen und wahllos zu verurteilen zeugt von einer unglaublichen Arroganz und stupider Ignoranz.

  8. Rohner, Cerrutti, Meister, Eckert und Jaquet haben den grössten Wirtschafsfall der Schweiz zu verantworten. Wann reagiert die Schweiz?

  9. Herr Rohner soll doch einfach ein Zugeständnis machen und den Rücktritt erklären damit endlich ein Neubeginn gestartet werden kann. Das wäre Grösse und Währung seines Gesichts. Er hats vergeigt.

  10. Eigentlich könnte ich mich bei der CS als Scheff bewerben. Und wenn die was taugen, stellen die mich ein. Ich verstehe den CEO Job überhaupt nicht, habe kein Netzwerk, keine politischen Kontakte und lehne gerne sämtliche Verantwortung ab. Gerne entlasse ich auch die untersten Knechte (Bäckofficler) mit einem kalten Lächeln. Ich will nur den halbe Lohn und 5 Mio Bonus. Billiger kommt die CS nicht zu einer Niete. Sollte doch machbar sein. Oder?

    • Tut mir echt leid, aber mit ihrem vorletzten Satz haben sie sich disqualifiziert.
      „Sie sind der absolut Beste, der Beste den diese Welt überhaupt je gesehen hat. Die „Credit Schiss“ (Zitat 🙂 ) kann sich gücklich schätzen, dass Sie sich als CEO bewerben.“
      Falls Sie noch nicht davon überzeugt sind, einfach alle paar Minuten wiederholen, dann wird das etwas mit ihrer Bewerbung.

  11. Madoff got sent to prison for 170 years for his Ponzi scheme. CS is each year raising money from new investors to pay dividends and bonuses.

    • Aber klar, solange noch Dummköpfe gefunden werden, welche „investieren“! Immerhin werden die entsprechenden Transaktionen bei der CS noch auf Franken und Rappen verbucht und ausgewiesen, was mir den Vergleich mit Madoff doch matchentscheidend beeinflusst.

  12. Die Credit Suisse hat langfristig keine Existenzberechtigung (weder finanziell, gesellschaftlich noch moralisch). Der kommende ‚Fall der Bank‘ ist nur eune Frage der Zeit und wird die Schweiz schwer erschüttern. Dann wird sich auch zeigen, dass das Too-Big-To-Fail-Konzept des Bundes nur für den Schredder taugt.

    • Haben Sie auch nur die gerningste Ahnung, welchen gesellschaftlichen Wert die CS hat? Wo lassen sich die zehntausenden von Lernenden denn ausbilden, wenn ihr hirnrissiges Szenario eintrifft? Wer kommt für all die Steuerausfälle auf? Wer sponsert die x hundert Sport-/Kultur-/Wissens veranstaltungen und Einrichrichtungen? Hauptsache hier mit den Wölfen heulen und seinem Neid freien Lauf lassen.

    • @ Heuler

      Die letzte Argumentationsbastion von pro-Bankstern ist stest der Neid. Etwas anderes ist ja auch nicht mehr übrig angesichts den unzähligen Verfehlungen des Finanzsektors über die letzten Jahrzehnte. Was dass nun aber wirklich noch mit Neid zu tun haben soll, kann jemand aus der Realwirtschaft (mit Betonung auf ‚Real‘) beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen.

    • Das „hirnrissige“ Szenario ist die Konsequenz aus Missmanagement, Gier und Unfähigkeit! Vielleicht erhalten Sie von Herrn Thiam und Herr Rohner eine aussagefähige Antwort auf Ihre Fragen. Die Gesellschaft ist kein Reparaturbetrieb. Wollen Sie ein marktwirtschaftliches oder ein sozialistisches Wirtschaftssystem, in welchem es „volkseigene Unternehmen“ gibt?

    • @Andrew Peters
      Blöde Frage: Arbeitet denn Deine „Realwirtschaft“ mit heisser Luft oder dann und wann auch mit Geld?

    • @ Supermario

      „banking is important banks are not“

      -> Einfach mal noch weitere 10-15 Jahre abwarten

    • @Andrew schade, dass Ihrer Aufmerksamkeitsspanne die gewichtigen Argumente entgangen sind. Das mit den Neidern war kein Argument, sondern eine reine Feststellung.

      Der Ausdruck Bankster wirft zudem ein Licht auf eine Berufsgattung, in welcher bis auf ein paar schwarze Hunderttausende Mitarbeiter tagtäglich einen ehrlichen und guten Job erledigen. Auch das scheint Ihnen und dieser leider nur noch lächerlichen Truppe hier schlichtweg egal zu sein. Ich hoffe, Sie sind so konsequent und nehmen keinerlei Dienstleistungen oder gar Geld (Hypotheken, Kredite etc) von diesen Bankstern in Anspruch. Ansonsten sage ich herzlich Willkommen im Kreise der mitschuldigen Heuchler.

    • @Andrew Peters
      Ich warte gerne, diesen Spruch habe ich schon vor 40 Jahren gehört!

    • @Supermario

      Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. 40 Jahre? Das Zitat stammt von niemand geringerem als Bill Gates (aus welcher Branche nochmals? 😉 Heute übrigens reichster Erdenmensch) und zwar aus dem Jahr 1994.
      Schon mal was von Digitalisierung oder Blockchain gehört? Es ist auf einer Meta-Ebene genau diese Ignoranz und falsche Stolz einer ganzen Branche, welche einfach nicht wahrhaben will, dass Ihre Zeit auf längere Sicht abgelaufen ist.
      Ich wünschte weitere erfolgreiche (ein Witz ein sich) in der Bank-Branche.

    • @Andrew Peters
      Spruch ist dann halt 30 Jahre alt, aber sicher nicht von gestern. Und ob ihn BG nicht von irgendwem abgekupfert hat, kannst auch Du nicht belegen. Bin gespannt wie mit Schlagwörtern wie Digitalisierung und Blockchain (deren Funktionsweise ohnehin beinahe niemand durchschaut) die finanziellen und demographischen Probleme der Welt gelöst werden sollen!

  13. Nieten gibt es überall in Wirtschaft und Politik! Aber selten so viele wie bei der CS; von ganz oben an der Spitze bis nach unten zur Basis in der Kundenberatung. Überall Ignoranz und mangelnder Wille zu Leistung und Qualität.
    Alle überbezahlt!
    Der Laden wird wohl bald mal übernommen werden und verschwindet dann von der Szene. Man könnte weinen!

  14. Die trotz angekuendigter Reduzierung hohen Boni sind doch verdient, z.B. dank lukrativen Geschaeften mit dem mozambikanischen Staat oder der Mitfinanzierung an der problematischen Dakota-Pipeline.
    Reputational Risk Review, Code of Conduct, Credit Risk Policy und all die internen Richtlinien bestehen scheinbar nur auf dem Papier. Aber was solls: Abschreiben werdens diese Geschaefte ja eh die Nachfolger.

    • Treuhandgeschäfte werden durch den TREUGEBER allenfalls abgeschrieben, nicht durch den Treuhänder (CS).

      Leider haben die Entwicklungshilfeorganisationen (und auch die Presse) das oberfaule Konzept noch immer nicht durchschaut.

      Sonst: „Hasta la vista, Urs!“
      „Hasta la vista, Mark!“
      „Hasta la vista, Boris!“
      usw.

  15. Aber, aber lieber Herr Hässig,
    Sie stellen den nominellen Coupons (welche ja auszugsweise schon hoch scheinen) die laufenden Kosten (Löhne und natürlich auch hohen Boni gegenüber). Da ja eigentlich und hoffentlich zu Marktwerten bilanziert werden müsste, spielen die erwähnten Coupüren doch nun wirklich keine Rolle mehr. Die Restrenditen auf Bonds mit Fälligkeit 2018 in CHF liegen für Straights im MINUSBEREICH und auch für nachrangige (wenn man auf die Calls rechnet) bei verträglichen ca. 2%. Demgegenüber stossend sind – wie hingegen richtig erwähnt – die hohen Dividendenzahlungen, welche derzeit mehr als 5% Rendite „versprechen“ um die „nachhaltigen“ Investoren aus dem Morgenland bei Laune zu halten.

  16. Alle schiessen sich auf die CS ein. Mit recht, nur: Wo stand
    der UBS-Aktienkurs, als Grübel an Ermotti übergab u. wie
    steht es im Vergleich mit den Salären? Ermotti verdient
    heute 3-4 mal mehr!! Scheinbar ist das kein Problem.

  17. Was sind schon 9.5 Prozent Schuldzinsen? Lächerlich!

    Oder wie Rober Studer, ehemals CEO der SBG, nun UBS (oder heisst es „upps“?) gesagt hätte: „Peanuts“!

    Ich kenne eine Firma, die sogar 12% Schuldzinsen bezahlt hat! Für eine Finanzspritze von 3 Milliarden. Also 400 Millionen pro Jahr!

    Gut, das war ja völlig unnötig. Wie mich mein Biograph, René Lüchinger, in meiner Biographie zitieren liess.

    Was natürlich eigentlich die Frage nach sich zöge. warum dieser Wucherzins in einem Niedrigstzins-Umfeld dann trotzdem bezahlt wurde …

    • Kurz und bündig: Den Unterschied zwischen nominellen Coupons und Renditen ist Dir aber hoffentlich auch bekannt?

    • @Kalter W. Bielholz, stimmt alles. Habe dazu noch eine Bemerkung. Dein Original, da musste einst Warren Buffet zu Buffet Konditionen, du weißt ja was das heisst …, mit 3 Milliarden bei der Swiss Re einsteigen. Und ist dann wenige Jahre später wieder ausgestiegen. Mit megamässigem Gewinn. Diese Wucherzinsen, plus die Gewinne, da blieb kein Auge trocken. Ohne Risiko, denn Buffet hätte auch beim Absturz der Swiss Re (Bankrott, Verkauf, Übernahme) megamässig Verdient. Der damalige CFO deines Originals ist in der Zwischenzeit eine Versicherung mit Schweizer Namen weitergezogen und kopiert dort mit neuem Namen alles, was schon in der Swiss Re nie geklappt hat. Er hat von seinem Ziehvater viel gelernt. Günstlingswirtschaft, Verflechtungen, Abhängigkeiten schaffen, „sali Häfeli, sali Deckeli,“ etc, etc. Da gibt es keine Misswirtschaft, obwohl, jemand zahlt den Preis, weil immer jemand den Preis bezahlt. Schade sind es immer die Gleichen.

    • Aha, @Arbeiter spricht von Q. (Nein, nicht der aus den 007 Filmen.) Ja, warum nur hat der in jener Firma überlebt hat? Vielleicht wusste er einfach zuviel? Gar über mich und meine Rolle damals?

    • Ja, ich spreche tatsächlich vom Mann aus Edinburgh, aber (leider) nicht von Sean Connery. Komisch, in der Zurich insurance stellt man sich die selben und ähnliche Fragen schon seit Jahren und es werden immer mehr. Wie was weiss er über McKinsey? Etc., etc,

  18. Alles nur Kosmetik, der unsägliche und beschränkt fähige VRP Rohner sollte gehen. Jeder Tag an dem Rohner im Amt ist nimmt die CS Schaden!

  19. Wann um Himmels Willen nimmt der Verwaltungsrat endlich seine Führungsaufgabe wahr und handelt. Ja, „handelt“, denn zu verhandeln gibt es hier nichts mehr.

  20. Leistungsbezogene Boni…. hahahahaha…… guter Witz….. in einer Bank ist nichts, aber rein gar nichts leistungsbezogen…. die Nanker können sich nur Boni aiszahlen, weil sie an der Quelle sitzen. Da alle Banken dieses Spiel mitspielen, funktionierts… von wehen Leistung… hahahaha….

  21. Ich frage mich ob es die CS oder United Airlines zuerst lupft. Die Gemeinsamkeiten sind erschreckend. Beide behandeln Kunden und Mitarbeiter mies, sind bei der Bevölkerung unten durch, obwohl ein guter Ruf essentiel ist. Das Management hat keine Ahnung, redet alles schön und bedient sich schamlos.

    Ich tippe auf die CS.

    • Korrekt! Die amerikanischen Airlines fliegen sicher unter Chapter 11, was man von der CS nicht sagen kann!

  22. Wir sind halt zu einer Bananenrepublik geworden! Die CS ist wie Venezuelas Ölindustrie: Aufpumpen mit Managern und Beratern bis alles zu teuer geworden ist.

    Gemäss den obgigen Zinssätzen gehört die CS zum Schund der Schuldner. Auf dem zweiten Blick erkennt man die Bevormundung spezieller Gläubiger. Dabei könnte das Volk bessere Zinsen gut gebrauchen.

    Auch das massenweise Reinholen von Externen ist nur Auftragszuschanzung, denn 1) Interne sind stets billiger und 2) die Externen sind zu 95% Juniors aus der EU und Indien, und seltenst renomierte Experten, die irgendwo einen Fachartikel geschrieben haben, oder sonst herausragen.

    Angriff ist die beste Verteidigung. Oder ziviler: Jagen hilft gegen Verhungern. (Landwirtschaft macht man bei der CS keine mehr. Nachhaltigkeit wurde verlernt.) Statt das Thiam und Rohner die CS zu neuen Profiten führen, bauchen sie 12’000 Arbeitsplätze in zwei Jahren ab. Die CS macht dabei weiter Verluste. Mit dem Jobabbau kommt auch der Angebotsabbau: die CS wird simpler.

    Die CS ist zum besten Gegenbeispiel für Manager-basierte Unternehmensführung geworden! Vielleicht sollte man es mit Arbeiterführung probieren?

    Schlussendlich: braucht der Markt die CS? Nein! Denn wo Potential da Unternehmen. Die Kunden werden umziehen. Bei den Mitarbeitern nur ein Bruchteil, denn gewisse Backofficedinge wie IT braucht es nur einmal in ihrer vollen Komplexität. Die Aktionäre werden die Geschädigten sein.

    Die CS wird die neue SwissAir, und der Ruf der Schweiz beschädigt. Der Kapitalismus wird weiterdrehen.

    • Auch wenn ich die Entwicklung der CS wahrlich keineswegs toll finde; eine „Bevorzugung“ gewisser Gläubiger aus willkürlich herausgezogenen Nominal-Coupons zu „konstruieren“, ist schlicht und einfach tendenziös oder zeugt von Null Fachwissen. Massgeblich für Kosten und Vergleiche sind die RESTRENDITEN und diesbezüglich findet man nur gerade bei NZD-Bonds was minim oberhalb von 4%! Zudem machen die paar Milliarden auf die gesamte Bilanzsumme der CS wohl beinahe gar nichts aus; wenn deren Zinsrechnung über alles stimmt (hoffentlich) ist dieser Artikel schlicht und einfach tendenziös. Ändert aber natürlich rein nichts an der beschämenden Bonus-Kultur.

  23. In der Schweiz wird das Hinterste und Letzte zunehmend reguliert.
    Das Berner Justiz Departement, Finma, Bankier Vereinigung etc. scheinen aber nicht in der Lage zu sein, verbindliche Regeln aufzustellen, welche eine Grossabzockerei verhindern, wie dies seit Jahren auf den obersten Ebenen der CS praktiziert wird.

    Leistungsbezogene Boni: Ja; aber Auszahlung nur bei nachweisbarer Nachhaltigkeit und nach vernünftiger Sperrfrist.

    Die Welt hat sich verändert; die Moral der Menschen in der Wirtschaft auch. Entsprechend müssen dringend griffige Regulatorien eingebaut und Gesetze angepasst werden.

  24. Ich darf jetzt auch einmal etwas spekulieren. Wie war das weiland bei der Volksbank im November anfangs der Neunziger Jahre: Kaderanlass, der Big Boss verkündet, alles sei bestens, alles sei gut, nur das Eigenkapital sei nicht so toll aber das gebe sich, sonst null Problemo. Zwei Monate später lagen wir im Portefeuille der SKA mit einer grossen Zwei am Rücken.
    Im kommenden Sommer wird die CS ihre Semesterzahlen verkünden, alles bestens, alles ist gut, nur das Eigenkapital sei nicht so toll aber das gebe sich, sonst null Problemo. Und zwei Monate später liegt die CS im Portefeuille der UBS. Wie sagen da die Romands: „on verra…“

  25. Bravo! Ein Top Management das versteht wie Leistung (Milliardenverluste) und Können (einer ist absolut neu als CEO – erst knapp zwei Jahre im Unternehmen, dieser sondiert immer noch gewissenhaft) belohnt gehört. Was will man mehr? Und dann wird auch noch auf 40% der ursprünglich bereits für sich einkalkulierten Boni verzichtet. Das muss man psychisch und monetär erst verkraften. Ein hohes Mass an Entscheidungsfähigkeit ist hier angesagt. Der CEO versteht auch die Hotellerie zu führen und seinen Obstkorb mit den von ihm fruchtmässig richtig und sachkundig definierten Früchten zusammenzustellen, das braucht Zeit und immense Geduld und Fingerspitzengefühl. Man stelle sich einmal die überwältigende Leistung des immer noch grossteils, alten langjährigen Managements vor, das für den veranstalteten Schwachsinn in der Vergangenheit verantwortlich ist, und immer noch verbissen sich an der Position festhalten und dafür auch noch Hunderte von Millionen CHF kassierten und immer noch kassieren. Das muss doch belohnt werden, das ist doch Leistung (Abzocken?) auf höchstem Niveau. Wenn hier nicht von Können / Kunst gesprochen werden kann, wann dann? Weiter so, hier wird für sich gewirtschaftet auf höchstem Niveau und wir verstehen endlich, dass eben für ein derartiges Topmanagement auch Toplöhne/Boni bezahlt werden muss. Ansonsten würde man diese Topleute erst gar nicht anstellen können. So ist es!

  26. Hahaha every time CS c-suite thinks they can give up something small that doesn’t matter to them to make it look like an enormous gesture of goodwill vis-a-vis us peasants of the world it completely backfires.

    Everybody who wasn’t born yesterday can see that the gesture was meant to appease public opinion and had zero to do with their interest of aligning their incentives with shareholders. Somebody please smack these people so they finally wake up. They should be concerned with the financial empire that is disintegrating all around them instead of failing to find ways to make us feel better about their salary/bonus.

    Party. Is. Over.

    If you want fun you’re in the wrong industry TT and UR.

  27. Für uns normale CS Mitarbeiter ohne hochtragende Titel sind diese immer noch astronomischen Vergütungen einfach nur ein Schlag ins Gesicht, die Gewissheit jederzeit den Job verlieren zu können kommt noch dazu. Nur haben wir im Gegensatz zu Rohner und Thiam keine Millionen auf den Konti liegen. Aber klar, die Bank muss ja sparen und entlässt darum dringend benötigte Leute die keine 80′ im Jahr verdienen… Und die Obigkeit freut sich weiterhin über die gefüllten Taschen..

    • Und weshalb ändern Sie an Ihrer Situation nichts? Was hält Sie noch bei der CS? Bezeichnend ist, dass der Vorschlag von Thiam kommt und nicht von Rohner. Thiam scheint noch ein wenig von Restglaubwürdigkeit zu besitzen. Während dessen ist Rohner dermassen selbstgerecht und abgehoben, dass er den Vorschlag zur Bonusreduktion dem Aktionär und den MA als Erfolg verkaufen will.

    • Thiam it noch nicht in der Schweiz angekommen. Muss er auch nicht mehr. Er wird bald über die Planke gehen… oder sich von selbst in ein Rettungboot retten. (Frage bleibt dann, wer rudert das Rettungboot?)

    • Naja, meine Miete muss jeden Monat bezahlt werden und man kann sich vorstellen dass Backofficejobs auch bei den anderen Banken mehr als rar gesät sind. Ich wäre nicht immer noch bei der CS wenn ich woanders was besseres gefunden hätte…

    • Das tönt nicht unbedingt so, dass sie wirklich gesucht haben. Selbstmitleid ist bequemer als Selbstinitiative und Zivilcourage. Sorry.

  28. Blame it on FINMA – mehr kann man dazu nicht mehr sagen.

    Rohner und Cerutti behalten auch nach dem zehnten Skandal eine „weisse Weste“ und ein paar fehlbare Mitarbeiter sind für alles verantwortlich.

    Dafür war man ganz streng mit dem CEO der Coop Bank.
    Unglaublich. Wo sind unsere Politiker und Bundesräte?

    Im CS Verwaltongsrat wie FDP Noser der dann bei jeder Abstimmung von KMU’s und Arbeitsplätzen spricht.

    • Noser ist das beste Beispiel für wenig fähige Leute im VR. Ist die personifizierte . Beispiel: Hundekurse, vor 5 Jahren dafür, letztes Jahr dagegen! Keine eigene Meinung, keine Kompetenz. Passt bestens in die CS!

  29. mir ist schleierhaft das noch nie ein banker für seine taten bestraft worden ist. sie veruntreuen geld und zocken, aber eine strafe bekommen sie nicht. sie bekommen Abfindungen für schlechtes arbeiten!

    • werter herr/frau asisi1: was die banken (gl und vr) machen ist völlig legal in der schweiz…. vielfach ist die usp der schweiz folgende: alles was im ausland illegal ist, ist bei uns legal oder zumindest nicht reguliert. wissen sie, das schafft arbeitsplätze (ironie off)…
      ps: was für kompetenzen bringt ständerat noser in den vr der cs mit? etwa fintech?

  30. Sollte «Weisse Weste»-Urs öffentlich Auskunft geben müssen über die Hintergründe («versteckte Feinheiten») des Mia-«Kredits» an den moçambikanischen Geheimdienst, würde dies seinen Abgang eher beschleunigen.

    Die gleiche Ueberlegung gilt für «Libor»- bzw. «Schürzenjäger»-Mark, der das Geschäft offenbar archivieren möchte.

  31. Noch zurückhaltend geschrieben Herr Hässig. Die Dreistigkeit und Unverfrorenheit von Rohner und Thiam kennt ja keine Grenzen !

    • Dann melde Dich doch diesbezüglich; falls die Qualifikationen stimmen, bist Du mit Sicherheit hochwillkommen. Bin gespannt, wie lange Du ohne Flüssiges tatsächlich arbeiten würdest?

    • @Doris und @supi
      Genau solche Kommentare lassen mich am GVM der Schweizer zweifeln! Seit wann arbeitet denn irgendjemand für irgendein Unternehmen in irgendeiner Funktion gratis??? Ihr Protagonisten wohl an erster Stelle?

  32. CRIPPLED INSIDE

    You can shine your shoes and wear a suit
    You can comb your hair and look quite cute
    You can hide your face behind a smile
    One thing you can’t hide
    is when you’re crippled inside

    You can wear a mask and paint your face
    You can call yourself the human race
    You can wear a collar and a tie
    One thing you can’t hide
    is when you’re crippled inside

    • Love it. A new version of „Lying Eyes“, a 1974 or 1975 hit by the Eagles …

  33. Mein Tipp an alle MA der CS. Versammelt euch gemeinsam an einem Morgen am Paradeplatz, stellt eure zuvor erarbeiteten Forderungen und nehmt die Arbeit erst wieder bei Entgegenkommen der Forderungen auf. Ihr seht ja, sobald sich jemand gegen die Machenschaften aufbäumt, passiert eine Gegenreaktion. Wir könnten uns auch zusammentun und gemeinsam auf friedlichem Wege ein solches Ziel erreichen. Die MA der CS dürfen sich nicht länger mit Angstzuständen und die daraus resultierenden Folgen einschüchtern lassen.

    Seit zig Jahren das selbe Spiel bei der Bonusverteilung: Du hast eine sehr gute Leistung erbracht doch mehr als CHF 1’000.00 Bonus liegen leider nicht drin.

    • 1000 CHF Bonus ? Sollte das nicht 1000K CHF Bonus heissen? Die monatliche Spesenpauschale eines Backoffice VP ist ja schon mehr als 1000 CHF

    • Wann war der letzte Streik bei der CS? Eben!l Der brave Schweizer Michel macht nur die Faust im Sack. Gegenüber dem Arbeitgeber ist er devot ergeben, bis er den Tritt in den Hintern bekommt und dann sagt er noch danke dafür.

  34. Das Topmanagement der CS verfügt über solch lukrative Fixlöhne, dass ein Bonus nur ausbezahlt werden dürfte, wenn für die Kapitalgeber (Aktionäre) eine ansprechende Dividende erwirtschaftet wurde, die Bilanz über solide Kennzahlen verfügt , der Aktienkurs dadurch mindestens über dem Buchwert liegt. Das ist bei der CS nicht der Fall, nicht ein aufgeführtes Kriterium ist erfüllt!! Die Aktionäre werden sogar wiederum zur Kasse gebeten, weil eine weitere Kapitalerhöhung unabdingbar ist um die aktuell dürftige Eigenkapitalquote zu stärken, wie selbst der massivst überbezahlte CEO mit CHF 10 Mio. bei einem Verlust von 2.7 Mrd. in diversen Berichten bestätigte. Die an die Aktionäre ausgeschüttete Dividende ist ein Witz, beim ausgewiesenen Verlust gar nicht verdient und müsste daher genauso wie die Bonuse gestrichen werden. Die Honorare im VR sind sowieso zu hoch, müssten daher ebenfalls gesenkt werden, denn der Aufwand für dieses Mandat ist, wenn nicht fest angestellt, relativ gering und rechtfertigt daher solch hohe Vergütungen nicht. Der Leistungsausweis des fest angestellten VRP Rohner, der schon seit 2007 in haupt verantwortlichen Positionen arbeitet ist schlichtweg katastrophal, seit seinem Amtsantritt ist die Aktie massivst eingebrochen. Daher sind seine hohen Vergütungen ebenfalls in keinster Art und Weise zu rechtfertigen. Er ist zum „Hauptproblem“ anstatt „Teil der Lösung“ geworden, die CS endlich wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Hier drängt sich eine Ablösung mit einer neuen Person auf, die sensibilisiert ist, zuerst alle Aktionäre durch gute Leistung zufrieden zu stellen, bevor die eigenen finanziellen Bedürfnisse anstehen. Als gutes Beispiel wie es gemacht werden kann / sollte, dass alle Beteiligten, d.h. Personal / Topmanagement und Aktionäre zufrieden sind, sei die Partners Group erwähnt.

  35. Es ist traurig mit anzusehen, dass es den anderen Banken wieder besser geht, während die CS noch immer am Abgrund steht. Im jetzigen Zustand würde die ehemalige Vorzeigebank wohl eine neuerliche Finanzkrise nicht überstehen.

    • Die CS überlebt die kommenden Jahre nicht. Wieviele Jahre lang kann man 6000 Leute pro Jahr entlassen? Irgendwann ist man bei 0, wenn vorher nicht schon ein „Organ“ versagt.

  36. grossbanken sollte man kontrolliert zerschlagen und auf die mittleren banken verteilen. das risiko, dass es wieder „chlöpft“ und der staat wieder „bluten“ muss, ist und bleibe extrem gross.
    auch die staatsgarantien sollte man abschaffen. die risiken für die kantone sind einfach zu hoch. vor 20 jahren sind einige kb’s verschwunden und andere mussten mit milliardenhilfe der öffentlichen hand gerettet werden!
    alles kann und wird sich wiederholen. nur frage der zeit.

    • Viel Spass dann wenn sie als Schweizer Multi/KMU/HNWI/whatever eine CH Hausbank mit internationalem Ruf und Netzwerk brauchen. Die Peter Müllers der Schweiz sind ja vom ganzen isoliert da die bösen Banken sowieso nur so wirres Zeug machen bis es chlöpft und blutet. Hirn bitte nicht ganz abschalten.

    • Gier frisst Hirn! In den oberen Etagen der Banken wird es wohl kaum mehr möglich sein Ihren klugen Rat zu befolgen. Wo Nichts mehr da ist kann auch Nichts mehr an- oder ausgeschaltet werden!

    • Möglicherweise bestehen Risiken in Bezug auf die Staatsgarantien bei den KB’s. Nur wird dann immer auch gleich ausgeblendet, dass sich die Kantone diese Garantien mit ziemlich fürstlichen Entschädigungen entgelten lassen. Frage mich diesbezüglich, ob der Peter Müller dann auch die vielleicht 300 bis 500 Franken Mehrsteuern (geschätzt in Bezug auf Zürich und pro Person, falls er in einem Mehrfamilienhaushalt lebt) nolens, volens überweisen wird?

    • Der Staat wieder bluten? Wann genau musste der Staat bluten? Erzählen Sie immer noch das Märchen der zig Milliarden die vom Staat geflossen sein sollen?

    • @Schelle Ursli.
      Mit Thiam als Programmverkäufer bei der Uraufführung des Meisterwerkes: „Internationale Despoten“

    • Aber bitte nicht vom Filmfestival in Locarno. Vielleicht reicht es fuer die Filmvorfuehrungen im Maggiatal

    • Unmöglich für jegliches Amt nach diesem ramponierten Ruf. Das Gespött der Nation wird sich wie ZKB-Chef Hans Felix Vögeli und Zurich-Boss Rolf Hüppi ins Ausland absetzen müssen.

    • Ursli: Bin immer wieder im schönen Moghegno und möchte dort diesen beiden, UR und TT, wenn möglich nicht begegnen !

  37. Es ist eigentlich schlichtweg pervers. Zuerst wird man aus dem Kassenschrank bedient. Erst dann, wenn jemand denen auf die Finger klopft kann man auf 40 % des Bonus verzichten. Früher wurden einem im Mittelalter mit Pranger gedroht. Heute werden diese Herren für deren „Verzicht“ an der GV womöglich noch beklatscht und gefeiert.

    • @ Ritter Kuno:
      Grundsätzlich einverstanden!

      Allerdings: Der Verzicht (warum den denn so zynisch in Gänsefüsschen setzen?) ist *FREIWILLIG* !!!

      Mit andern Worten:
      Die Definition von „freiwillig“ müsste im Duden schleunigst angepasst werden!!!
      Mit Dank an Credit Suisse, Urs Rohner sowie Tidjane Thiam.

      Und hier noch eine perönliche Sicht:
      Dass ich auf meine alten Tage noch was Neues lernen darf! Ich bin Urs und Tidjane zu erigem Dank verpflichtet!

      Ich habe fertig mit Ironie, Sarkasmus oder Zynismus-

  38. Das Abkassieren der CS Spitzenleute geht weiter und weiter.

    Rhoner mag ein gut Kleinjurist sein, gehört aber aufgrund seiner Fähigkeit sicher nicht auf das Präsidium der zweitgrössten Schweizer Bank.

    Thiam ist ein Absahner. Bis anhin ohne grossen Leistungsausweis bei der CS. Was er bisher kann, ist Mitarbeitende zu entlassen. Das kann jeder und sollte nicht bonusberechtigt wirken.

    Ich hoffe nun sehr, dass die grossen Stimmrechtsvertreter (Glass Lewis, ISS etc.) sich nicht durch den Scheinverzicht blenden lassen und trotzdem zusammen mit den Kleinaktionären gegen den Vergütungsbericht stimmen.

    Das ware dann ein klares Zeichen gegen Rhoner/Thiam und die anderen Leute in VR und GL.

    Dann müssten endlich Köpfe rollen – wer von den übrigen VR hat den Mut, dies in die Wege zu leiten? Wohl keiner, da nach wie vor zu viel Filz in diesem Gremium herrscht.

  39. Wohin sich das europäische Bankgeschäft zukünftig entwickeln sollte, kann man an japanischen Banken sehen:

    – durchgehend profitabel (!)
    – keine Skandale (mehr)
    – KGV von 5 bis 7
    – Dividendenrendite 3% bis 5%
    – maximale Vergütung CEO 100 Mio. Yen bzw. 1 Mio. USD pro Geschäftsjahr.

    Meines Wissens haben japanische Banken keine hochverzinsliche nachrangige Anleihen als Eigenkapitalersatz emittiert, sondern verstärken dieses klassisch – so wie es eigentlich sein sollte – durch Thesaurierung von Gewinnen.

    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Sumitomo_Mitsui_Financial_Group

    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Mizuho_Financial_Group

    http://www.finanzen.net/bilanz_guv/Mitsubishi_UFJ_Financial_Group

    • Ganau wiso geht das bei den japanischen Banken mit 1 Mio. nur bei uns nicht?
      Zieht endlich einmal das Geld ab bei der CS.

    • Vor allen Dingen:

      In Japan gibt es Leitzinsen unter 1% seit 20 Jahren und sinkende Immobilienpreise bereits seit 27 Jahren.

      Insofern keine Entschuldigung, daß man unter solchen widrigen Umständen nicht dauerhaft profitabel Bankgeschäfte betreiben könnte.

    • Sorry, P/E zwischen 5 und 7 heisst auf Deutsch, dass niemand die Aktien kaufen will!

  40. Thiam weiss, dass seine Zeit bald abgelaufen ist. Also akzeptiert er noch, was geht. Sein Rettungsböötli hat er bereits parat gemacht. Das gleiche gilt für Rohner. So wird heute Verantwortung definiert. Ein Trauerspiel mit katastrophalem Ausgang.

    • Lieber Captain Hirni

      Bitte, bitte, bitte beleidigen Sie den – im Gegensatz zu VR & CEO von Credit Suisse – überaus mutigen und fähigen Francesco Schettino nicht!!

      Hochachtungsvoll
      Admiral Hornblower