Nach Frankreich: Die Grosskrisen gehen weiter, und keiner tut was

Nach der Finanzkrise 2008 wurden Europas Banken mit Billionen von Euros gerettet. Weil sie sich nicht bloss verzockt, sondern sich teilweise auch mit kriminellen Methoden bereichert hatten, mussten sie über 300 Milliarden Euro an Strafgeldern zahlen. Freilich handelte es sich dabei nur um einen Bruchteil ihrer halb legal und illegal erzielten Profite.

Leider gehören viele fragwürdige Geschäftspraktiken nach wie vor zum Repertoire der Banken – bloss dass niemand mehr so laut mit ihnen prahlt. Und leider entpuppten sich auch die meisten Versprechungen, nun aber wirklich ernst zu machen mit Bankenaufsicht und Finanzmarktkontrolle, als rhetorische Beruhigungspillen.

Einer der lautesten Prediger wider die „korrupten Eliten“, der neu gewählte US-Präsident Donald Trump, unterschreibt derweil in Serie Dekrete, die die ohnehin bescheidenen Bankenregulierungen seines Vorgängers wieder komplett ausser Kraft setzen. Was bei einem Kabinett, in dem allein sechs ehemalige Top-Investmentbanker sitzen, auch keine wirkliche Überraschung ist.

Selbst wenn sie es wollten, hätten die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank inzwischen Schwierigkeiten, die von ihnen ausgelöste Geldflut wieder einzudämmen. Unvorstellbare 1,5 Billionen Euro haben die Notenbanken der Euroländer mit ihren fragwürdigen und wirkungslosen Aufkaufprogrammen in die Märkte gepumpt. Das ist monetäre Planwirtschaft in Reinkultur. Sie führt jede Logik normaler Finanzmärkte ad absurdum.

Derweil werden die Geschäftsbanken das Geld, das sie in Frankfurt für null Prozent bekommen, nach wie vor nicht als Investitionskredite bei Unternehmen los. Denn wer investiert schon, wenn er fürchten muss, seine Produkte nicht loszuwerden. Weil es nur bei ihm Geld regnet, aber nicht bei seinen Kunden beziehungsweise bei den Verbrauchern. Weswegen die ersten Banken Bargeld schon wieder wie zu Opas Zeiten in Safes stopfen. Und andere es ungebrochen in spekulative Zockereien an den Finanz- und Immobilienmärkten stecken.

Während wir diese Zeilen schreiben, reden „die Gläubiger“ (EZB, Banken, IWF) wieder einmal mit Griechenland. Wieder sollen Beobachter nachschauen, ob die dortige Regierung auch artig alle angemahnten „Reformen“ umsetzt. Dabei ist allen klar, dass das Land ökonomisch ausgeblutet, das griechische Volk am Ende seiner Leidensfähigkeit angekommen und der griechische Staat heute so pleite ist wie beim Euro-Beitritt vor 16 Jahren.

Dass 92 Prozent der „Rettungsgelder“ gar nicht in Griechenland gelandet sind, sondern bei ausländischen Banken, die glaubten, einem bereits bankrotten Land unter dem Schirm des Euro risikolos weiteres Geld leihen zu können. Dass dafür trotzdem Europas Steuerzahler bürgen, die keinen Cent dieser „griechischen“ Schulden je wiedersehen werden.

Auf der Hand liegt auch, dass man den Offenbarungseid letztmalig nur noch bis zum Ende des europäischen Superwahljahres 2017 verschieben kann. Italien ist mit einer Staatsverschuldung von 137 Prozent des BIP ebenfalls nachweislich bankrott. Die Arbeitslosenquote im Land ist die höchste seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 1977, die Industrieproduktion liegt auf dem Niveau von 1985.

Dennoch kann sich der Staat dank europäischer Niedrigzinspolitik weiter mit frischem Geld zu Minizinsen versorgen. Anders als Griechenland sogar nach wie vor an den Kapitalmärkten. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn.

Gleichzeitig enteignet die EZB mit ihrer wahnwitzigen Notenbankpolitik die Sparer. Sei es in Form von Nullzinsen beim Sparkonto, sei es auf dem Umweg über den dramatischen Renditeschwund bei Staatsanleihen, Lebensversicherungen und anderen einst „mündelsicheren“ Anlageformen. Was sich da in Luft aufgelöst? Die Altersrücklagen von ein bis zwei Generationen!

Ebenso treiben Nullzinsen – die uns noch lange erhalten bleiben werden – die vergleichsweise solide wirtschaftenden Genossenschaftsbanken und Sparkassen schleichend in den Ruin. Viele Kommunen müssen bluten, weil ihre tagesaktuellen Bankeinlagen meist so hoch sind, dass für sie Negativzinsen fällig werden.

Erfolgreiche Unternehmen, die Teile ihrer Erlöse für künftige Investitionen zurücklegen wollen, werden ebenfalls mit Negativzinsen bestraft. Firmen, die eigentlich bankrottgehen müssten, stützt die EZB, indem sie inzwischen sogar Unternehmensanleihen aus Krisenstaaten aufkauft.

Fazit: Unser Wirtschafts-, Geld- und Finanzsystem ist nachhaltig krank, und es gibt keine Aussicht auf wirkliche Besserung. Trotz Billionen an Euros und Dollars, trotz neuer Gesetze und vieler Krisengipfel wurden die Probleme nicht im Geringsten gelöst, sondern lediglich in die Zukunft verschoben.

Durch ein Übergewicht an Macht bei global agierenden Konzernen, Banken und Lobbyorganisationen ist das ganze System in eine bedrohliche Schieflage geraten. Der freie Markt wurde abserviert, einige wenige bestimmen, wo es langgeht. Manche Firmen sind inzwischen mächtiger als Staaten und geniessen Privilegien, von denen andere Unternehmen, geschweige denn die Steuerzahler oder die Verbraucher, nur träumen können.

Ganze zehn Konzerne – darunter Nestlé, der US-Fleischriese Tyson Foods, Mars, Kraft Heinz, Unilever und Danone – beherrschen den weltweiten Lebensmittelmarkt. 10 Prozent der weltweit gelisteten Aktiengesellschaften erwirtschaften 80 Prozent aller Gewinne. Und die 100 grössten Unternehmen der USA tragen 46 Prozent zum Bruttosozialprodukt des Landes bei.

Warum das ein Problem ist? Nicht, weil diese Firmen oder deren Eigentümer zu „reich“ wären. Es ist ein Problem, weil diese wenigen schlicht nicht mehr wissen, wie sie ihre Berge von Geld sinnvoll in reale wirtschaftliche Aktivitäten, in echte Innovationen investieren sollen.

Bildlich gesprochen: Was würde passieren, wenn alle Flüsse eines Kontinents in nur drei oder vier Stauseen eingeleitet würden? Kürzlich habe ich aus Spass in einem exakt hundert Jahre alten Buch geblättert: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus von einem gewissen Wladimir Iljitsch Lenin. Klar: Die Zahlen und Namen stimmen alle nicht mehr. Die „Imperialisten “ haben auch keine Kolonien mehr, die sie ganz ohne Umwege ausplündern können. Und Lenins politische Schlussfolgerungen wird man ohnehin nicht teilen wollen.

Aber seine Diagnosen, die könnte man mühelos aktualisieren. Ein Hauptirrtum ist, zu meinen, Geld an sich wäre ein Wert. Aber Geld hat überhaupt keinen Wert. Wert haben nur Güter und Dienstleistungen.

Da wir ständig aufs Geld starren, schieben wir einen Geldstau, einen virtuellen Liquiditäts-See vor uns her, bei dem wir so tun, als ob er real wäre. Das offenbart jede Finanzblase, bei der mit betrügerischen Manipulationen Illusionswerte generiert werden, die die Menschen dann als reale Werte betrachten.

Und was passiert, wenn alle Menschen gleichzeitig an ihr Geld heranwollen? Das System bricht zusammen. Mehr noch: Die Finanzkrise selbst war eine einzige Illusion. In Wirklichkeit handelte es sich schlicht um Kreditbetrug. Man lieh Menschen Geld für Ramschimmobilien, die sie sich nicht leisten konnten. Diese faulen Kredite wurden – zusammen mit ein paar werthaltigen – in faule Papiere für reiche Anleger und dumme Bankmanager umgetütet. Als sie geplatzt waren, machte man aus einem Kreditbetrug eine „Finanzkrise“ – und flugs wurden aus Tätern Opfer.

Jeder Metzger, der frisches mit vergammeltem Hack mischen würde, käme geradewegs ins Gefängnis. Wenn das aber mit Geld, mit „verbrieften“ Papieren bewerkstelligt wird, dann darf der Staat einspringen, um angeblich „systemrelevante“ Banken vor dem Bankrott zu retten.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 gemeinsam den Bestseller “Der grösste Raubzug der Geschichte – warum die Fleissigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. In ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, haben sie die EZB Leitzinssenkung und Minuszinsen für die Banken, die Absenkung des Garantiezinses bei den Lebensversicherungen sowie den Ausgang der EU-Wahl richtig prognostiziert. Der Crash ist die Lösung war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014.

Im Mai 2016 ist ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ erschienen welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste geschafft hat. Am 24. April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt’s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschienen das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) schreiben.

Matthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren von Deutschlands erstem offenem Sachwertfonds dem FRIEDRICH&WEIK WERTEFONDS sowie der Petition „EZB Stoppen – wir zahlen nicht für Eure Krise“. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/ und bei Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.

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20 Kommentare zu “Nach Frankreich: Die Grosskrisen gehen weiter, und keiner tut was

  1. Grüezi Herr Friedrich,

    Sie schreiben Zitat:

    “ In Wirklichkeit handelte es sich schlicht um Kreditbetrug.“

    Richtig. Und dieser Betrug geht weiter.

    Lösung:

    Anlageangebote der Finanzinstitute müssen staatlich zulassungspflichtig sein wie Arzneimittel. Finanzprodukte sind auch zu besteuern und zwar je nach ihrer Zweck, beispielsweise Transaktionssteuern zur fiskalischen Nutzbarmachung der Spekulation, mit Versicherungssteuern bei Produkten, die real den Charakter einer Versicherung haben oder haben sollen. Alles hat der Realwirtschaft zu dienen, weil nur dort Wertschöpfung ensteht.

    Sie grüssend

  2. Bilanz hin oder her. Letztendlich ist doch nur entscheidend, welchen Gegenwert an Produkten und Dienstleistungen erhalte ich für mein Geld bzw. wie lange muss ich dafür arbeiten. In Zeiten von Hyperinflation gab es auch schon viele Milliardäre und sogar Billionäre, deren Lebensstandard jedoch vergleichsweise armselig war.

  3. Herr Marc Friedrich
    Meines Wissens erhöhen die Geschäftsbanken das Geldvolumen für die Wirtschaft, weil die Zentralbanken keine Kontoverbindungen mit Nichtbanken haben?
    Die Zentralbank übernimmt die vorgängig von den Geschäftsbanken getätigten Bankinvestitionen zur Erhöhung der Manöveriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr!

    Es wurden eigentlich nicht die Banken gerettet, sondern die horrende Geldhortung von Nichtbanken!

    Beim Vollgeld müsste die Zentralbank den Geschäftsbanken für ihre Aktivgeschäfte, das Zentralbankgeld als Kredit zur Verfügung stellen (Delkredererisiko bei der ZB im Gegensatz zu heute).

    Genau dieses Prozedere wurde nach der inszenierten Krise in anderer Form umgesetzt.

    Weil die Banken untereinander die Interbankkredite stoppten, wurde die Krise ausgelöst. Dieses Szenario ist auf Knopfdruck jederzeit möglich.

    Irre ich mich?

    • Ziemlicher Quatsch; warum soll das Geldvolumen für die „Wirtschaft“ höher werden, weil sie nicht direkt bei der SNB schuldhaft werden??? Braucht ein Unternehmen Kredit, wird es diesen wohl kaum zweimal beantragen, ob nun bei einer GB oder bei der SNB???
      Erstaunlicherweise legitimiert die Vollgeldinitiative mit dem Einbezug von WIR und anderem Schattengemüse das ganze Kraut auch noch! Ich versteh den Mecano – wenn es denn überhaupt einen geben sollte – immer noch nicht.
      Mit massiv höheren Eigenmittelvorschriften sollte eigentlich auch das Interbankproblem keines mehr sein?

    • Supermario?

      Wer produziert Quatsch?

      Was sind Eigenmittel? Geld vom Himmel, oder nicht getilgte Schulden Dritter gegenüber den Geschäftsbanken? Geldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts mit Delkredererisiko (Währungs- und Zahlungsmittelgesetz).

      Die Nichtbanken können keine Kredite bei der Zentralbank erhalten (Gesetz), die Geschäftsbanken brauchen keine Kredite, weil sie das Geld für ihre Geschäfte, selber schöpfen dürfen! Eigenmittelvorschriften sind zu beachten, welche aus rechtlicher Zuordnung der Ersparnisse gebildet wird.
      Die Grossbanken haben es vorgemacht, wie diese Abwicklung einfach zu bewältigen ist, weil Geld immer aus Schulden oder Bankinvestitionen entsteht.

      Das Geld entsteht mit einem Buchungssatz aus dem Nichts!
      Kredite an Ersparnisse und nicht umgekehrt!
      Schuld und Besitz sind die zwei Seiten der Geldmedaille! Erst wenn der Besitz (Kehrseite der Medaille) zum Bankschuldner zurückfliesst, wird die Schuld getilgt und das Geld vernichtet.

      Mit der Geldschöpfung der Zentralbank mit den Geschäftsbanken mittels Geldmarktoperationen wird die Manöveriermasse (kein Delkredererisiko = gesetzliches Zahlungsmittel)

    • Danke 🙂
      Indem Sie auf keines meiner Argumente eingegangen sind und nur wieder irgendwelche irrwitzige Windungen zu Papier bringen, haben Sie sich selbst (dis)qualifiziert.
      NB „Kredite an Ersparnisse und nicht umgekehrt!“ Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten; wenn keine Ersparnisse verbucht sind; kann auch NICHTS weggebucht werden. Aber um das zu verstehen, bräuchte es eben einen Buchhaltungsgrundkurs!

    • Supermario

      Im Web über “Geld aus dem Nichts” können Sie, Ihre Denkfehler überprüfen?

      Ganzheitliches Denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein? Meine Finanz- und Betriebsbuchhaltung Weiterbildung und 40 Jährige Bankpraxis hinterlässt Erfahrung.

      1. Wie entsteht Geld?
      Aus Bank- Krediten und Investitionen aus dem Nichts = Geldmengenerhöhung
      2. Aus was besteht Geld?
      Aus nicht getilgten Bankschulden und nicht abgeschriebenen Investitionen (Kehrseite der Medaille)

      Nichts kann bekanntlich nicht weitergegeben werden?

      Nur mit dem Schneeballsystem Manöveriermasse Zentralbankgeld (gesetzliches Zahlungsmittel) kann das geschöpfte Buchgeld (Ersparnisse) beim bankübergreifenden Zahlungsverkehr hin und her geschoben werden.
      Merke: Buchgeld wird mit Zentralbankgeld hin und her geschoben. Funktion Schneeballsystem ist Ihnen nicht bekannt?

      Sollte der Auftraggeber und Begünstigte jedoch die gleiche Bankbeziehung haben genügt die interne Umlage! Keine Geldmengenveränderung.

      Kredite an Ersparnisse.

      Wo liegt das Geld für die weitere Kreditvergaben?
      Ersparnisse an was?

      Wenn die Realität eine Anstalt ist, so leben wir eben in einer Anstalt?

      Sie gehören wahrscheinlich auch zu den Menschen, welche glauben, dass die Beschäftigten die Renten “finanzieren”? Denkfaul, oder fehlendes Denkvermögen? Bei abnehmender Lohnsumme und höheren Rentenausgaben kann die Rechnung nicht aufgehen! Profiteure Unternehmen mit hohem Automatisierung Deckungsgrad. Die Politik als “Brandstifter”?

      Geld fällt vom Himmel an die Rentner und dann in die Hölle?

    • @Georg Bender
      40 Jahre und nichts dazugelernt? Das nennt man aus meiner bescheidenen Sicht dann „Deformation professionelle“. Nach wie vor gehen Sie auf keines meiner Argumente ein, sondern winden sich – mit irrwitzigen Schlüssen – durch das Thema Geldschöpfung und unterstellen mir zudem Aussagen, welche ich nie gemacht habe.

    • Heiliger Bimbam, Herr Bender! – Wie konnten Sie als ehem. Vorsitzender einer Raiffeisenbank bloss bestehen mit solchem wirr geschriebenen Geschwurbel? Haben Ihre Kunden und Ihre GL-Mitglieder Sie jeweils verstanden? Sind die Synapsen in der Zwischenzeit nicht mehr richtig „geschmiert“ worden?

  4. Und solange sich das Karussell weiter dreht, darf MF auch noch weiter schreiben und mit Sicherheit – wenn die angesprochene Literatur denn auch so erfolgreich ist – seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringen. Dass Geld an und für sich keinen Wert hat, ist nun wirklich nichts Neues. Wenn er dann aber schon mit der Metzgerei in den Vergleich tritt, sollte er nicht vergessen, dass das angesprochene Hackfleisch (solange es noch frisch ist) durchaus einen Wert hat!

  5. Mit Katastrophenszenarien und Lamentieren erreicht man wohl die zum Absatz der Schriften notwendige Aufmerksamkeit.

    Was aber empfiehlt der Autor einem Kapitalanleger im Bezug auf seine Anlagen, damit dieser von den kritisierten Verhältnissen profitieren kann?

    • Das haben die beiden auch schon x-mal geschrieben in Artikeln und ihren wirklich sehr guten Büchern. Einfach lesen. Empfehlenswert!

  6. Dem gibt es nichts mehr anzufügen, ausser dass endlich von Kapitalverbrechen und nicht von Finanzkrise gesprochen wird.

    • Herr Hugo Brot

      Das Kapitalverbrechen, wie Sie die Vorkommnisse nennen, wird von der Politik und Judikative genüsslich begleitet. Andernfalls wären sie nicht so wichtig?

      Das Bankensystem reformieren und das Geld sicherer machen.
      1. Die Form der AG ist verboten
      2. Die Beteiligung am Schuldengeldspielwarenmarkt (Kapitalmarkt) ist verboten
      3. Die Beteiligung und Kreditgewährung an Beteiligte am Geldspielwarenmarkt ist verboten

      Die Zentralbanken dürfen nicht intervenieren sonder geeignete Massnahmen treffen (Negativzinsen bei Devisengeschäften als Beispiel).

    • Da stimme ich Ihnen zu Herr Bender. Politik und Judikative sind natürlich mitverantwortlich.

      Interessante Vorschläge.
      Leider und bekannter weise ist die Wallstreet-Lobby zu mächtig als das sich etwas ändern wird. Zu gross sind die Verflechtungen von Banken und Politik.

      Aber Vorsicht, wer das System kritisiert wird als Verschwörungstheoretiker diffamiert.

      In diesem Sinne empfehle ich dennoch folgende Medien:
      – Inside Job (Netflix)
      – Warum schweigen die Lämmer (Prof. Rainer Mausfeld – Youtube)

  7. Ziemlich gut. Der Mainstream hat davon natürlich keinen Schimmer, sondern folgt immer noch der müden Propaganda von Regierung, Banken und Konzernen.

    • Ja: Der Mainstream hat davon keinen Schimmer, sondern folgt immer noch der müden Propaganda von Regierung, Banken und Konzernen. Insbesondere von SNB-Präsident Jordan.

      Wer alles etwas kompakter, in einem grösseren Zusammenhang haben will, lese doch bitte meinen neusten Beitrag „Geld“ im Blog:

      rolfheinzmeier.wordpress.com/.