SNB-Chef als Nötli-Nummern-Girl

20er-Note wird von Nationalbank präsentiert als Heilsversprechen und Superleistung – Hinter Glamour kracht Bank.

Thomas Wiedmer ist alles andere als ein Showman. Der SNB-Spitzenmann, der zum erweiterten Direktorium der Notenbank gehört, weiss um sein Können, ohne es an die grosse Glocke zu hängen.

Umso mehr erstaunt das Bild von Wiedmer als Schweizer Nötli-Nummerngirl. Der 54-Jährige präsentierte kürzlich die neue 20er-Note der Nationalbank, die heute herauskommt, wie eine Pausen-Beauty im Boxring.

Die SNB befeuert mit Nummergirl Wiedmer die helvetische Eigenart, ihren Franken heilig zu sprechen. Die irrwitzige Inszenierung einer neuen Note stellt alles in den Schatten, nur noch vergleichbar mit dem Polit-Theater um die AHV-Erhöhung – um 70 Fränkli.

Es wäre zum Lachen, wenn man die SNB-Oberen nicht eines Ablenkungsmanövers verdächtigen müsste. Eine Strategie von Smoke and Mirror, von Verwirrung und Intransparenz.

Denn umgekehrt proportional zur medialen Show unserer Notenbanker rund um ihre neue Notenserie, deren Entstehung nota bene eine Abfolge von Pleiten, Pech und Pannen war, haben die Götter der Börsenstrasse die Schweiz in eine Sackgasse manövriert.

Darüber sprechen sie nie. Und darüber erscheint auch kaum eine Zeile in den wichtigen Blättern.

Was umso mehr erstaunt, als es den Anschein macht, dass die Zentralbank unter ihrem Chef Thomas Jordan schon lange nicht mehr weiss, wie sie aus der misslichen Lage je wieder herausfinden will.

Es geht um die Grösse der SNB, ihre Anlagen und ihre Schulden.

Die Bank der Banken hat einen Berg an Papieren aufgetürmt, der das Himalaya-Gebirge daneben als Zürcher Üetliberg erscheinen lässt.

Die SNB hat ihre Bilanz – das ist die Zahl, welche die Grösse eines Unternehmens umschreibt – von rund 100 (nicht 50, wie in erster Fassung stand) Milliarden vor 10 Jahren auf 763 Milliarden heute hochgeschraubt.

763 Milliarden – das ist bald mehr, als was die UBS und die CS in ihren Büchern haben, zwei der globalsten Geldhäuser, die immer noch riesig sind im völlig undurchsichtigen Derivategeschäft.

763 Milliarden per Ende März, schlappe 17 Milliarden mehr als drei Monate zuvor zum Abschluss des letzten Geschäftsjahrs.

17 Milliarden, da sprechen wir von ein Mal Gotthard-Basistunnel. Also nicht wirklich eine Kleinigkeit für das Land.

Aber die 17 Milliarden Zunahme vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2017 wurde von der NZZ, dem Tages-Anzeiger, dem Blick und allen anderen wichtigen Medien nicht einmal mehr richtig zur Kenntnis genommen.

Es ist wie beim Frosch, der in einer Pfanne mit Wasser sitzt und wo die Temperatur des Küchenherds langsam aber stetig aufgedreht wird.

Der Forsch quakt nicht gross. Er passt sich an. Irgendwann ist dann halt Schluss, und der Frosch hat ausgelebt.

Die SNB ist nicht der Frosch. Das sind die Bürger. Sie ist der Küchenchef, der am Herd am Regler dreht.

Und das sieht dann so aus. Die SNB sitzt inzwischen auf Aktien der Computerfirma Apple im Wert von 2,7 Milliarden Dollar.

Das ist ein Drittel aller für 2017 budgetierten Ausgaben der Stadt Zürich, der grössten Gemeinde der Schweiz.

Und auch hier wieder eine unglaubliche Steigerung in den drei Monaten bis Ende März. Die SNB hielt Anfang Januar „erst“ 1,8 Milliarden Doller in Apple.

Wollen die Schweizer ihren Franken in Apple-Aktien anlegen? Vielleicht schon, der Titel hat gut abgeschnitten in letzter Zeit.

Wie aber sieht es aus mit einer Anlage in Exxon Mobil, dem US-Ölgiganten? Davon halten Herr und Frau Schweizer via SNB derzeit Aktien im Wert von 1,3 Milliarden Dollar.

Oder Amazon, diese Traumwerkstatt und Retail-Erlöserin? Auch 1,3 Milliarden.

Oder Pfizer mit ihrem Viagra zum Kickstart? 800 Millionen.

Oder Philip Morris, um in den Pausen zu rauchen? 700 Millionen.

Es nimmt kein Ende. Längst zu Ende ist nur eines:

Der Aufschrei.

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63 Kommentare zu “SNB-Chef als Nötli-Nummern-Girl

  1. Bravo Herr Jansen.

    Ich arbeite in einer Elektroplaner-Firma, aber auch hier haben die meisten nicht begriffen um was es da geht.

    Mit der Vorlage verlassen wir einmal mehr das Erfolgsrezept der Schweiz, nämlich die Privatinitiative und Tüchtigkeit unserer Wirtschaft.
    der Staatsapparat kann sich einmal mehr aufplustern und als Schmarotzer unsere Steuergelder veruntreuen.

    Das Deutsche Kaiserreicht hatte trotz Millionen-Armee und grosser Flotte eine Staatsquote von ca. 10%.
    heute über 50% und man ist trotzdem faktisch Pleite.

    Nun beschreiten wir den selben Weg.

    Aber solange die Bürger meinen das der Staat für sie arbeite ist eben alle Hoffnung vergebens, denn der Staat arbeitet vor allem für den Staat, dass heisst seinen Beamten Apparat. Brüssel ist und ein warnendes Beispiel.

    Nun ja. Windräder benötigen einen Mast von 100 – 250 Metern höhe und dazu einen Betonsockel von mindesten 1000 Tonnen Stahlbeton. Entsorgungskosten werden ignoriert.
    dann hat zumindest Dänemark ein Bau-Moratorium verhängt, weil man erkannte das Infraschall und andere Auswirkungen eine Wohnbaufreie Zone in einem Radius von ca 3-5 Kilometer um das Windrad bedingen.
    Wo in der Schweiz liesse sich das bewerkstelligen ?

    man sprach in der deutschen Regierung davon das sich Windkraftanlagen innert dreier Jahre amortisieren würden.
    Natürlich, wenn der Steuerzahler dafür bezahlt geht das auch in 1 Stunde.
    Nachrechnungen ergaben aber das dazu 24 Jahre nötig sind, wobei deren Lebensdauer nur bei ca. 18 Jahren liegt.

  2. Liebe Eva Maria Thür
    Vielen Dank für den Beitrag – ja, das sehe ich ganz genau so.

    Nur:
    Beobachtet man z.B. das Verhalten von – ich sag jetzt mal Amtsträgern – wenn Sie eine Kulanzmitteilung zugestellt bekommen, mit der sie über die komplett veränderte rechtliche Situation und die persönliche Haftung bei Ausübung Ihrer Tätigkeit informiert und gewarnt werden, fällt relativ nüchtern aus. Man merkt zwar, dass sie juristisch sehr vorsichtig und meist auch zurückhaltend reagieren, doch ändern tut sich dabei erschreckend wenig. Man könnte schon fast sagen die machen weiter wie bis anhin, so ganz nach „Gewohnheitsrecht“.

    Die meisten sog. Beamte, sind gar keine (vereidete) Beamte mehr. Fragt man z.B. einen Polizisten nach dem Beamtenausweis, wird einem ein Visitenkärtli unter die Nase gehalten! Leider verstehen viele die eigene Situation nicht, selbst wenn sie informiert wurden. Auch die Menschen verstehen nicht wirklich was das bedeutet, wenn ein „Beamte“ nur noch ein Visitenkärtlich vorweisen kann. Die Schweiz ist genauso eine Firma wie die USA Co. – wie eigentlich fast alle Staaten auf der Welt.

    Auch die Zwangsvollstreckung im Dez. 2012 der Konzerne, Regierungen, etc. lässt die alle vorerst mal kalt. Das miese Spiel wird weitergespielt, als hätte es nie eine Zwangsvollstreckung gegeben.

    Bitte nicht falsch verstehen: OPPT, etc. sind eine gute Sache, nur lässt sich das System davon – momentan zumindest – wenig beeindrucken. Das System wird in der aktuellen Form weitermachen, und zwar so lange, wie wir es weiterhin mit unserer eigenen Energie versorgen. Deshalb müssen wir unbedingt weiter aufwachen! Und die Etablierung von One People’s Public Trust ist sicher ein probates Mittel, Aufklärung unter die Menschen zu bringen. Eigentlich besitzt der Mensch selbst das universell gültige Naturrecht, wonach er komplett frei, selbstbestimmt, frei in seinem Denken und Handeln ist. Und OPPT kann uns dabei helfen, diese unsägliche juristische Person, die man uns übergestülpt hat, wieder abzustreifen oder ggf. zum Guten zu verändern…

    • Lieber Visionär
      Herzlichen Dank für Ihre Antwort!
      Das ist auch meine Beobachtung.

      Gerade bei den Firmen „Polizei“, „Fedpol“, „FINMA“, „Militär“, „Richter“, „Staatsanwälte“, „Bankensektor“, „SNB“ etcpp. ist es schon sehr erstaunlich, wie wenig sie sich mit der „persönlichen Haftung“ bei der Ausübung ihres Berufs auseinandersetzen – das finde ich in Bezug auf Berufsethik, Eigenverantwortung und einen gewissen Berufsstolz absolut dilettantisch.

      Unwissenheit / Dummheit schützt vor Strafe nicht.

      Viele Leute leben in der grössten Selbstverständlichkeit in einer totalen „kognitiven Dissonanz“.
      Zudem muss massive Indoktrination und Gehirnwäsche von oben im Spiel sein.

      Selber sehe ich all die „sozialistischen Systeme“ total am Ende und prophezeie noch 2017 den Crash und massive Verwerfungen an den Finanzmärkten und Bürgerkriege in ganz Europa;
      Dank Vladimir Putin wird es nicht zu einem WK III kommen!
      Die NATO würde nicht 3 Tage in diesem Krieg bestehen.
      Es ist alles nur noch ein letztes Aufbäumen der bankrotten USA – sie wollten unbedingt noch einen WK III provozieren – dies sicher auch nach „altem Muster“ über die Hochfinanz. Doch dies wird nicht gelingen.

      Dann wünsche ich den Deutschen die Kraft, dass sie endlich ihr Land zurückerobern und die Amerikaner & die Politiker rauswerfen!
      Und wieder das Land der Dichter und Denker wird.

      Sicher das Fass, das wir hier ansprechen lieber Visionär ist eine ganz grosse „Kiste“, das leider noch zu wenige durchschauen; daher werden in den nächsten Jahren leider viele Menschen ihr Leben verlieren oder wahnsinnig werden. Die Menschheit muss durch diese Talsohle.
      Dann kommt das goldene Zeitalter.

      Freue mich auf diese Transformation und wünsche uns allen, dass wir unbeschadet aus dieser Phase kommen.

      Die Fallhöhe bei all diesen „Derivaten“ wird immer höher – für die SNB ist die Situation sicher brandgefährlich.

      Möchte auch Lukas Hässig und Dr. Marc Meyer für die unermüdliche Auklärungsarbeit herzlich danken!

      Herzlichst Eva Maria Thür

      Bin eine glasklare Unternehmerin, bewusste, integre Kämpferin für den Frieden auf Mutter Erde, Ökonomin (Mises), Insiderin vieler Skandale und Betrugsfälle in der Schweiz und weltweit
      Buddhistin und Bewusstseinsforscherin
      Bei http://www.bachheimer.com als Silberlöwin im Team

  3. US-Short-Manager sollen schon seit einiger Zeit die Schweiz, die SNB und die riesigen Schweizer Hypothekarschulden auf dem Radar haben. Die SNB halten sie für einen der grössten Hedge Funds, der implodieren kann. Und dass die Schweizer wie die allergrössten Stümper am tiefsten Punkt die Hälfte ihres Goldes verkauft haben, passe auch ins Bild.

    • Ob wohl auf der Gegenseite die irgendwo 20 Bio. US-Staatsschulden auch irgendwann mal „implodieren“???
      Die Geschichte wird zeigen, wer wo die grösseren Risiken angehäuft hat; ich bin gespannt!

  4. Send in the real ring card girls! – Die haben mindestens ebenso viel Hirn wie die SNB Direktoren, ….nur sehen sie wesentlich besser aus!

  5. Wenn man das zu Ende denkt, dann werden die Zentralbanken eines Tages die Aktien Majorität der Börsenkodierten Firmen halten. Verkaufen können die Zentralbaken dann nicht mehr, weil sonst die Kurse in den Keller rasseln. Der Staat als Mehrheitsaktionär, das ist eine neue Art von Kommunismus.

    • Stimmt, das könnte ein mögliches Szenario sein. Allerdings gilt dies (eine neue Art von Kommunismus) dann nur für Staaten, deren Zentralbank auch wirklich in staatlichen Händen liegt. Und was ist wenn der Staat selbst von seiner Konstitution her schon eine Firma und offiziell im UCC gelistet ist?

    • …Na ja, die SNB gehört im wesentlichen den Kantonen, den Kantonalbanken und Privaten. Das „halbstaatliche“ NGO „FED“ „gehört“ den 12 regionalen FEDs und diese wiederum den regional ansässigen privaten Banken, die Anteile halten und Mindesteinlagen tätigen müssen, um Teil des FED-Systems zu sein. Die Nettogewinne des FED gehen hingegen direkt an die US Treasury…

    • @Leo Panetta:
      Ja, und wem gehört die US Treasury?
      Die US Treasury gehört genauso wenig zur Republik USA, wie Washington D.C.!

      Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung ist eine Geschichtslüge, denn der eigentliche Vorgang war damals nur die Namensänderung von Virginia Company (Eigentümerin: City Of London) in United States Corporation, die das Kolonialgebiet unter britischer Admiralität verwaltete. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert! Das ganze US-Gebiet wird also von einer Firma verwaltet, die der englischen Krone gehört! Somit ist und war das amerikanische Volk niemals frei und unabhängig, obwohl sie selbst davon grösstenteils überzeugt sind.

      Wer die Reden von Donald Trump etwas ausserhalb der Mainstream Presse verfolgt, hat evtl. mitbekommen, dass Trump die Macht von Washington D.C. wieder zurück an den eigentlichen Souverän (Republik USA) transferieren will. Die Macht dem Amerikanischen Volk. Dass dies ein heftiger politischer und medialer Gegenwind heraufbeschwört, ist deshalb auch nicht weiter erstaunlich. Dies bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch Trump nur die Agenda gewisser Eliten im Hintergrund repräsentiert. Ich schätze mal, da ist ein regelrechter Krieg unter den Eliten im Gang, um die Vormachtstellung in den USA.

      Die 20 Billionen US$ Schuldenobergrenze dürfte sich auf die US Co. beziehen, und somit ist die Firma eigentlich faktisch Pleite. Um die Schuldenobergrenze ist es erstaunlich leise geworden, man hört nichts mehr darüber. Warum? Wurde die Firma bereits abgewickelt? Ist etwas anderes passiert? Hat jemand Insider Infos darüber?

      Zum besseren Verständnis empfehle ich folgenden Link:
      https://krisenfrei.wordpress.com/2011/11/13/die-usa-ist-eine-firma/

      Ähnliches gilt auch für Entitäten wie Kanada, Neuseland, etc. etc. (möglicherweise der gesamte Commonwealth!). Die prägen nicht alle das Portrait der Englischen Königin auf ihren Münzen, weil sie Groupies der Krone sind!

    • @Visionär
      Glaubst Du im Ernst, ein rational normal denkender Mitbürger stützt sich auf ein von Fehlern strotzendes Pamphlet, welches auf der Basis einer Flagge die gesamte Geldpolitik in Frage stellt. Mit irgendwelchen hirnrissigen, herbeigezogenen Argumentsschlaufen kann jede Theorie irgendwie ins „richtige“ Licht gezogen, gerückt oder geprügelt werden.

    • Nein es ist
      Kapitalismus im Kommunismus!
      Wieso müssen sie die Aktien verkaufen, es ist Papier und sie sind die Eigentümer (Staat).

      Die Horter haben dafür das Geld (Kundenguthaben) welches sie in der „Pfeife“ rauchen können?

    • @Supermario:
      Ja, Du scheinst 1871 persönlich mit dabei gewesen zu sein, dass Du Dich so gut auskennst!?

      Weisst Du, jede Meinung, die es ablehnt, auch sich selbst kritisch und nach logischen Gesichtspunkten zu hinterfragen und analysieren, ist nichts anderes als eine Ideologie, die mit der Wahrheit, oder dem Anspruch, der Wahrheitsfindung so nahe wie möglich zu kommen, nichts zu tun hat. Hier fehlt auch der Anspruch, sich selbst und sein eigenes Bewusstsein weiterentwickeln zu wollen. Dies gilt nicht nur für Dich, sondern für die heutige Politik, das Bildungswesen, Wissenschaft, Medien, Medizin, Religion, Wirtschaft & Finanzwirtschaft.

      Wenn Du Deiner eigenen Ideologie Dein Leben lang anhaften möchtest, nur um Deine eigene Meinung immer und immer wieder zu bestärken um ein gutes Gefühl dabei zu haben, dann darfst Du das gerne machen. Aber Kritik an Zusammenhängen ausserhalb Deines ideologischen Tellerrandes, ohne auch nur eine Begründung zu liefern, ist weder für Dich selbst, noch für die Wahrheitsfindung als solches hilfreich.

      Es ist mir durchaus bewusst, dass mit meinen Aussagen eine ganze Reihe von Menschen überfordert sind. Ist ja auch nicht wirklich erstaunlich, wenn man sein Leben lang mit Unwahrheiten zugemüllt und dummgehalten wird. Aber selbst nachforschen, nachdenken, hinterfragen, Zusammenhänge erkennen, macht man dann trotzdem nicht…

      Also bleib einfach bei Deiner eigenen Ideologie, das ist am bequemsten…

    • Vielleicht ist ja genau dies das Endziel…

      wir sehen doch schon lange eine grosse Tendenz zu globaler Monopolisierung.

      Einfach anstatt Kommunismus Sozialismus.

      Wir hatten nie richtigen Kapitalismus und auch nie echten Freihandel.

      Was uns als Kapitalismus verkauft wird hat nicht viel damit zu tun sondern wurde als Antithese zum Kommunismus aufs Spielfeld geführt. Synthese ist Sozialismus.

      Z.B. Mao war ein Vorreiter und wurde posthum von westlichen „kapitalistischen“ Führern für sein erfolgreiches Projekt verehrt.

    • @Mario

      Nur weile eine angegebene Quelle qualitativ nicht gut ist, heisst dies noch lange nicht, dass der Sachverhalt nicht doch zutrifft…

      Die Zeichen sind doch klar. Man muss sie jedoch sehen…

    • Lieber Visionär
      zu deiner Frage wegen „Insider-News“ – die „Eliten“ Banken, ReGIERungen wurden im Dezember 2012 in einem offiziellen Gerichtsverfahren zwangsvollstreckt. Ggf ist euch das schon bekannt.

      Sehr interessant – schaut euch das unbedingt an.
      https://youtu.be/Ejau9GxE3Kg

      Es liegt ein gigantisches Vermögen bei der BIZ zur Auszahlung und als „Schadenersatz“ an jeden einzelnen Menschen – (in Mia-Höhe pro Erdenbürger). Jeder getaufte Mensch hat mit seiner „Geburtsurtsurkunde“ (Besitz des Vatikans) – via Vatikan ein Konto bei der BIZ; über dieses Konto laufen sämtliche Zahlungen in einem Leben. Die „Geburtsurkunde“ wird im Finance-Trading gehandelt.

      Der Kampf der „Eliten“ – Vatikan – City of London – Washington DC – hinter den Kulissen tobt mit grösster Sicherheit; man versucht mit allen Mitteln die aktuellen „Unrechts-Systeme“ – Justiz, Banken, EZBs, BIZ, FED, IWF, SNB etcpp aufrecht zu erhalten.

      Es wurde auch der OPPT One People’s Public Trust; http://www.oppt-Infos.com gegründet – dieser wird als „Sekte“ verunglimpft oder in die Ecke der Verschwörungstheorien verunglimpft.

      Der Papst hat 2013 den „Moto proprio“ aufgelöst; somit sind alle „Staatsangestellte, Beamte, Justizangestellte, Richter, Staatsanwälte, Polizei, KESB etcpp“ – das wil heissen, dieses „Personal“ haftet für den Schaden, den es anrichtet, mit dem persönlichen Vermögen.
      http://WWW.upik.de – hier haben sämtliche Länder, Regierungen, Zentralbanken, Gerichte, Ämter, Polizei, Dienststellen die D-U-N-S Nr. – Handelregistereintrag; somit läuft alles im „Handelsrecht“ – sehr komplexes Thema.

      Es lohnt sich in die Thematik einzusteigen! Dann wird einem vieles klar!

      Herzlichst Eva Maria

      Bin eine glasklare Unternehmerin, bewusste, integre Kämpferin für den Frieden auf Mutter Erde, Ökonomin, Insiderin vieler Skandale und Betrugsfälle in der Schweiz und weltweit,
      Buddhistin und Bewusstseinsforscherin
      Bei http://www.bachheimer.com als Silberlöwin im Team

    • Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

      ……..und argumentative Unbelehrbarkeit/ Argumenteblindheit geht auch mit Gefühlsblindheit einher. Sie ist eben nur eine Form von Diskursunfähigkeit oder Diskursunreife.

      Sie grüssend

    • Herr Dr. Marc Meyer

      In welcher Sackgasse steckt die Schweiz?

      Wird sie nach Deutschland, England, USA, ode anderswo verkauft, muss die Bevölkerung etwa auswandern?
      Baden nicht alle Zentralbanken in der gleichen „Gülle“?

      Spielvariante:
      Die Währungsreform muss wohl Global erfolgen?

    • @Georg Bender:
      Sorry, aber Sie sind einfach ein Plauderi! Ihr Beitrag ist weder sachdienlich, noch aufklärend, noch intelligent.

      Falls bei Ihnen Begriffe wie Hyperinflation, Zwangshypothek, Goldverbot, Enteignung, Rentenklau, usw. etwas auslösen, könnten Sie vielleicht drauf kommen was in einem Land abgeht, in dem die Zentralbank, die Wirtschaft oder die Währung kollabiert.

      Die Begriffe sind keine Erfindungen von mir, die hat’s in der Vergangenheit in kombinierter Form schon mehrfach gegeben, und wenn wir nicht Wege finden, wie wir aus unserem kranken System herauskommen, werden diese Begriffe ganz einfach wieder an die Türe klopfen – auch bei Ihnen, selbst wenn Sie den ganzen Keller voll mit bunten Nationalbankzettel mit farbigen Zahlen drauf haben.

      Ist die Sackgasse für Sie so verständlich genug?

  6. Gähn, Herr Hässig
    Ist zwar eine Fleissleistung, aber höchstens das.
    Zielgruppe: die leicht „Erregbaren“… Solchen Leuten reichen Blödel-Erklärungen wie „Die Bank der Banken hat einen Berg an Papieren aufgetürmt, der das Himalaya-Gebirge daneben als Zürcher Üetliberg erscheinen lässt.“
    Mal schauen, was der Notenstein-Beitrag so alles hergibt …

    • …ich bin auch leicht erregbar, wenn ich am richtigen Ort stimuliert werde. Toller Kommentar von Ihnen.

  7. Was die SNB mit der Präsentation der neuen Nötli abzieht, ist eine Lachnummer und dient lediglich der Ablenkung vom eigentlichen Dilemma: die massiv überzogene Bilanzverlängerung, in der die CH Wirtschaftsleistung vom Volumen her mehrfach Platz hätte!!! Das kann nicht wirklich „gesund“ sein, und ist meines Erachtens auch gar nicht die Aufgabe der SNB, schon gar nicht Investitionen in nicht Schweizer Aktientitel!!!

    Ob es Buchhalterisch überhaupt möglich ist, dass die SNB im Falle eines Crashs (der sich schon längere Zeit am Horizont abzeichnet!), beliebig CHF-Nötli zu drucken, darüber sind sich ja selbst die sog. Experten und Akademiker unter Euch, die sich hier zu Wort melden, nicht mal einig. Angenommen es wäre für die SNB möglich, CHF in beliebiger Menge selber zu erzeugen, wer würde sich überhaupt auf eine Investition in, oder auch nur auf eine Verwendung von CHF einlassen, dessen einziger Wert das Papier darstellt, auf dem er gedruckt ist?

    Dies ist zwar fast genau die Situation, die wir heute schon haben – eine Papier- und Giralgeldwährung, die durch praktisch nichts Werthaltiges gedeckt ist, aber nach dem Crash wird sich der pure Glaube in die CHF-Währung und auch in alle anderen heute bekannten Währungen nicht mehr aufrecht erhalten lassen…

    • …Hinweis zur Buchhaltung: SNB-Geld ist eine Schuld der SNB. Taucht also in der Bilanz der SNB auf der Passivseite auf. Mit „Gelddrucken“ kann die SNB also nicht verlorenes Kapital „ersetzen“,…mit Negativzinsen hingegen schon. Alles klar? …und im Uebrigen bin ich der Meinung, dass UBS und CS zerschlagen werden müssen.

    • Lieber Visionär – meine Worte
      Mir schwant nichts Gutes in diesem Jahr mit dieser SNB und allen Banken. Die SNB kann durchaus Konkurs gehen.
      Dann kommt es zu einer „Generalbereinigung“ – auch die Kantonalbanken werden dann nicht helfen können – das sage ich als Ökonomin und Krisen-Consultant.
      Herzlich
      Im Team bei http://www.bachheimer.com als Silberlöwin

    • Auch ein „Verlust“ auf den Wertschriften ist kein Problem für die SNB. Wieso:
      1) Die SNB kauft Aktien gegen frisch gedruckte CHF. Die frischen CHF werden als Passiven verbucht, die Aktien als Aktiven. Damit verlängert sich die Bilanz um den gleichen Betrag auf beiden Seiten.
      2) Worst Case: Alle Aktien gehen auf 0. Damit ist nun ein „Verlust“ aufgetreten, da die Aktiven kleiner als die Passiven sind.
      3) Eine Firma wäre nun bankrott. Nicht aber die SNB. Das Geld aus Schritt 1 wurde „aus dem Nichts“ geschöpft. Es gehörte keiner Bank, keinem Sparer. Also kann die SNB dieses Geld problemlos abschreiben. Sie schreibt den Verlust ab auf der Aktiv- und Passiv-Seite. Die Bilanz verkeinert sich, der Verlust verschwindet. Problem gelöst.

    • Visionär

      Logik ganz einfach: Das aus dem Nichts geschöpfte Geld widerspiegelt den getauschten Wert, ob Anleihen, Aktien oder Edelmetall ist doch Wurst.

      Solange der Zentralbank und dem ganzen Banksystem keine feste Obergrenze für ihre Geldschöpfung verordnet wird, wächst die Geldmenge!
      Die verordneten Parameter lassen sich selbst anfertigen.
      Solange die Wirtschaftsprofessoren das Geldsystem nicht verstehen können oder wollen, wird das Spiel fortgesetzt.

      Zu bedenken: Die einseitige Verteilung der Kehrseite der Geldmenge, nämlich die Kundenguthaben haben einen neuen Markt geschaffen, den Schuldengeldspielwarenmarkt, bekannt als Kapitalmarkt mit vielen hochdotierten Arbeitsplätzen. Man hat es versäumt die einseitige Verteilung zu verbriefen, darum muss das Bankensystem, die Geldmenge laufend erhöhen, damit die Ersparnisse und Gewinne weiter sprühen können?

    • Schlirgg

      Zu Punkt 3 SNB kein normales Unternehmen
      Nein so einfach ist es nicht!
      Die Verbindlichkeiten bleiben bestehen (Bankgiroguthaben = Manöveriermasse)
      Sie schreibt die Aktiven ab und verbucht den Verlust über Negative Geldmenge ab (Aktivum oder Minus Passivum, wie Sie wollen) = keine Bilanzsummenveränderung!

      Andernfalls müssten die Geschäftsbanken, so die vereinsamte Meinung (Buchhaltungslehre 1. Semester) von Dr. M. Meyer, die Forderungsreduktion gegenüber der SNB, über ihre Eigenmittel verrechnen. Volksvermögen, SNB selbst geschöpft, verspielt so die Betrachtungsweise?

  8. Ich kann Ihren Aussagen nur zustimmen Herr Hässig.
    Die SNB ist mit ihrer masslosen, unnötigen und auf Pump finanzierten Zockerei mit FW-Titel zu unserem grössten Systemrisiko geworden. Sie ist damit weit weg von ihrem Verfassungsauftrag und kaum jemanden juckts. Dies in der irrigen Meinung die SNB sei selbst bei negativem EK noch handlungsfähig und könne nicht Pleite gehen . Doch sie kann zum Schaden ihrer Kapitalgeber und letztlich von uns allen. Aber so lange die SNB ihre eigene Bilanz nicht versteht haben wir lieber „Freude herrscht“ über die neuen Nötli und halten uns für oberschlau.
    Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Solche „alten Weisheiten“ und Gerüchte sind wie Glaubenssätze der Menschen, sehr beharrlich und leider massgeblich verantwortlich dass sich Menschen nicht besser entwickeln, da sie sich (unterbewusst und unbeabsichtigt) damit enge Grenzen setzen.

    • Aber es stimmt, dass, wenn man einem Frosch eine brennende Zigarette ins Maul steckt, er wie verrückt zu saugen beginnt, bis er platzt. Ein Zusammenhang mit der Teppichetage und den Boni wäre zu konstruiert, oder?

  9. Nicht mehr lange und hier tauchen altbekannte Trolle auf um die SNB zu geisseln und den von ihr verursachten Untergang des Abendlandes heraufzubeschwören…

  10. Ich finds Klasse, wenn die Schweiz längst den Zug der neuen Technologien verpasst hat (ausser ein kleiner Google-Ableger gibt es hier keine nennenswerten Firmen der New Economy und auch im Bereich Fintech sind es eher müde Kleinprojekte), so sind wir wenigstens über die SNB an der Weltentwicklung partizipiert. Passt aber ins allgemeine Mainstream-Medienbild der bösen und zurückgebliebenen Amis, die Wahrheit ist genau umgekehrt, Europa inkl. Schweiz verschwindet langsam aber sicher im Abseits da nichts mehr unternommen wird und man sich (noch) auf den Lorbeeren der vergangenen Jahrzehnte ausruht. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Banking ist ein gutes Beispiel, die hiesigen Banken haben den Anschluss ans digitale Zeitalter längst verpasst, es reicht heute nicht mehr einen Onlinezugang anzubieten, das ist Standard. Innovation? Weit gefehlt! Der Treiber des Erfolgs (Bankgeheimnis) ist begraben, so nimmt alles seinen Lauf. Nur die SNB hat, zumindest mit ein paar kleinen Positionen, wohin die Reise gehen wird.

    • ..und die Perlen der Schweizerischen Industriegeschichte werden an die Deutschen und Chinesen verscherbelt (Bsp. Swiss und ehemalige Swissair Beteiligungsfirmen, welche International mal einen Triple A Swiss Quality (Swissness) Ruf hatten.

    • Schöne Schlagworte ohne viel Inhalt; was bitteschön soll eine Bank denn „digital“ an Mehrwert schaffen. Geschäftsbanken „handeln“ grundsätzlich und nach wie vor ausschliesslich mit Geld. Diese vermehren kann auch die beste digitale Neuerung nicht!

    • @Supermario: Schon mal was von Fintech gehört, von digitaler Beratung und Dienstleistungen bis zu Zahlungsverkehr, all dies können heute IT-Konzerne wie Google, Apple & Co. besser, günstiger und schneller als die Banken. Banken dürfen sich zukünftig warm anziehen. Die fetten Jahre sind vorbei, mal gelinde ausgedrückt.

    • Auf Sicht von 10 bis 20 Jahren wird Asien die westliche Welt (Europa, USA) an Wirtschaftsleistung und Börsenkapitalisierung übertreffen.

      Das ist nicht schlimm, denn auch der Westen wird davon profitieren.

      Die Dauer eines Kunjunktuzyklus beträgt ca. 5 bis 10 Jahre.

      Jeder kann sich also selbst ausrechnen, vor wie viel großen Chancen an den internationalen Kapitalmärkten er in seinem Leben voraussichtlich noch stehen wird und wenigstens ein paar davon ergreifen.

      Zumal die Börsenentwicklung von Europa und der USA sowie Asien meist nicht synchron verläuft.

    • …wir haben uns nicht nur auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern auch zu Tode bürokratisiert.

      All die Studierten müssen ja irgendwo einen Job finden. Finden sie ihn nicht in der Wirtschaft – aus welchen Gründen auch immer – baut der Staat die geeigneten Stellen. Bereits heute ist unser doch ach so schlanke Staat so gross, dass er dreimal mehr Stellen anbietet wie der grösste Arbeitgeber der Schweiz (Migros).

      Da sind wir nicht mehr weit weg von der EU und ihrem Bürokratiemonster.

      Der kleine Unternehmer wird immer mehr vom Staat drangsaliert und mit unnötigen Anfragen/Statistiken/Steuerauflagen/Gesetzen und und und eingedeckt. Jeder Unternehmer steht heute auf die eine oder andere Art mit einem Bein bereits im Knast. Arbeiten und damit Wertschöpfung für die Volkswirtschaft zu erzielen ist zur Nebensache geworden.

      Dafür geht dem Statisiker im Amt für Statistik einer ab und dem Steuerkommissär nach erfolgreicher Spesenaufrechnung und Verweigerung der reduzierten Aktienbewertung (personenbezogen) ebenso….

    • @Mike
      Vielleicht einige Gedanken zum Nachdenken.
      Die angesprochenen Unternehmen unterstehen keinerlei Bankenregeln und können deshalb ganz andere Leverages mit ihren ausgewählten Geschäften fahren. Genau dort bildet sich übrigens deswegen eine neue Schattenbankblase, welche aus meiner Sicht nicht gerade kleine Risiken aufweist. Zudem müssten auch Apple und Konsorten schlussendlich den ganz „normalen“ Kapital- und Zahlungsverkehrsmarkt benutzen und das geht meines Wissens immer noch nicht ohne aktives Zutun der Banken.

    • Tja Mike……………..

      Hier geht es um etwas ganz anderes, nämlich das Sie im Alter keine Pensionskassenleistungen mehr erhalten, im besten Fall bekommen sie noch welche, die aber zum Leben niemals mehr reichen.

      Und wenn eine der Währungen Euro, Dollar oder Yen crashen, wird das alles zusammen in den Abgrund reisen, den da gibt’s keine Phasenschieber an den Grenzen wie beim Strom.

      Also, wenn eine der Währungen stürzt ist aus die Maus.
      Und damit wird die Schweiz ungeheure Papier-Werte einfach verlieren. Von den 760 Milliarden den grössten Teil.
      Die Schweizer Franken, welche ausländische Nationalbanken dann in ihren Büchern haben, die werden zu deren Notnagel, aber die Schweiz wird dafür nicht liefern können., wie auch wenn rundherum alles darniederliegt.
      Also = Ende Feuer auch für den Franken.

      darum habe ich die Goldinitiative unterstützt, denn ich hätte lieber 3000 Tonnen Gold im Keller, denn das hat einen Eigenwert, den man hat sobald das Gold Physisch vorhanden ist.

      Leider wird auch überhaupt nie darüber gesprochen warum die SNB nicht Firmenaktien von Schweizer Firmen aufkauft. Oder warum man nicht 100 Grippen mit Devisen der SNB beschafft.
      Klar, das sollte eine Nationalbank nicht tun, aber es wäre doch um längen klüger wie das was sie jetzt macht.
      Unserer Armee mit 30 Milliarden zu helfen, das würde zumindest die Sicherheit der Schweiz in einem Crash-Umfeld Europas sehr begünstigen.

      Tja und Sie, ………denken sie nur weiter an „New-Economy“.

  11. Sakro Sankt: Die Heilige Kuh SNB ist und bleibt unangreifbar, so lange dort nicht grosse Verwerfungen in den Anlagen stattfinden.

    Warnungen von Dritten, inklusive Inside Paradeplatz, werden als „Dummes Zeug“ verniedlicht und die Mahner an den Pranger gestellt.

    Ich fürchte, gerade aus diesem Hochmut heraus wird uns der nächste grosse Knall, mit unglaublichen Verwerfungen, eher früher als später einholen. Unterirdisches Getöse kommt mit jedem Tag näher an die Oberfläche…….

    • Was würden Sie denn tun als SNB-Chef? Von Aktien auf Bonds umschichten ?! Oder die Bilanz reduzieren und damit die Realwirtschaft in tiefen Abgrund schicken?! Für einen EUR-Beitritt braucht es die Politik und nicht die SNB.

  12. Na ja, jetzt werden hier ein paar Zahlen kolportiert, wichtig wären aber Schlussfolgerungen zu den gravierenden, absehbaren Konsequenzen einer solch aufgeblähten Bilanz. – Nämlich: Konkurs bei Einbruch der Börsen und wohl Haircut bei den Giroguthaben der Geschäfts-Banken und damit eventuell auch Schieflage derselbigen… – Die SNB kann sich dann nicht durch „Gelddrucken“ selbst retten (neues Kapital/Reserven schaffen). Das ist buchhalterisch nicht möglich. Die Grossaktionäre (Kantone und Kantonalbanken) werden auch nicht so auf die Schnelle die viele Dutzend Milliarden aufbringen können, um neues Kapital einzuschiessen. (Leute, bringt schon mal Eure „Goldtaler“ in Sicherheit ausserhalb des Bankensystems!) Und gerade in der Krise stünde dann die SNB ohne Munition da! Ausgeschossen.

    • Ich sehe das anders: Die Nationalbank ist keine gewöhnliche Bank. Sie kann in ihrer eigenen Währung nicht Konkurs gehen, weil es «ihr eigenes Geld ist». Sie ist immer liquide in ihrer eigenen Währung und das allein ist was zählt, auch wenn die Bilanz in Schieflage sein sollte. Das Vertrauen in die Währung bleibt solange bestehen, wie die Währung «gebraucht» wird. Solange die Steuern in CHF zu zahlen sind, wird auch der CHF gebraucht.

    • @Schlirgg: Sehen als „Blinder“? Wie soll denn das gehen? Virtual Reality irgendwie?

    • @dukatenesel:
      Bist Du wirklich so naiv?

      Ja genau, die Goldbestände wieder aufforsten, wäre das einzig vernünftige, was die SNB machen könnte, genauso wie es seit einigen Jahren China, Indien und Russland im grossen Stil machen. Nur darf die SNB wahrscheinlich nicht, sie musste ja damals, um dem IFW beitreten zu „dürfen“, die Goldbestände massiv reduzieren! Erzählt hat uns dies damals niemand. Und glaube mir, alle Länder, die Ihre Goldbestände aufforsten, werden die Länder sein, die den Kollaps besser überstehen werden als alle anderen.

      ALLE namhaften Währungen haben in den letzten 50 Jahren über 95% ihres Wertes gegenüber Gold eingebüsst. Aber solange man nur Währungen untereinander gegenüberstellt, was tagtäglich gemacht wird, fällt dies dem Otto Normalo wie dir überhaupt nicht auf. D.h. unsere Kaufkraft wird seit Jahren dezimiert, und man spricht dabei u.a. von einer „gesunden“ Inflation! Ist das nicht krank?

      Und woran liegt das wohl, dass viele CH-Familien z.B. die KK-Prämie nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren können, auf’s Auto und Ferien verzichten müssen? Hirnrissig ist, wenn man dabei keine Zusammenhänge erkennt! Aber Hauptsache das böse Gold ist in Besitz von anderen….

      An der Comex werden Edelmetall-Papier in einem Ausmass gehandelt, das den tatsächlichen, weltweit verfügbaren Edelmetallbestand um ein Mehrfaches übersteigt. Rate mal was passiert, wenn der erste Comex Kunde sein Papier in echtem, physischem Edelmetall ausliefern lassen will!

      Und rate mal, weshalb es so etwas wie den Edelmetall-Papierhandel überhaupt gibt? Tja, man kann den Kurs der Edelmetalle fast nach belieben manipulieren, was auch seit Jahren gemacht wird. So werden die Silber- und Goldpreise schon lange massiv nach unten manipuliert, um nicht zu sagen „geprügelt“…

    • @Ilse Sommer

      Offensichtlich kann dem Schlirgg nicht geholfen werden…

  13. Lukas Hässig hat offenbar keine Ahnung, in welchen Grössenordnung Nationalbanken Geld kaufen und verkaufen. Der Zukauf von Geld in letzter Zeit ist überhaupt kein Problem für die Nationalbank. Ihr geht es besser denn je. Der Aktienkurs steigt und steigt. Langsam bezweifle ich die Kompetenz von Lukas Hässig.

    • Zumal im Kommentar einige Kennzahlen ziemlich willkürlich zu Gunsten des Artikels (oder zu Lasten des unbedarften Lesers) gedehnt wurden. Glaube kaum, dass die Bilanzsumme der SNB vor 10 Jahren lediglich 50 Mrd. betragen haben soll; damals war ja bereits der Notenumlauf in dieser Region!).
      Ändert natürlich nichts am Umstand, das die SNB tatsächlich in einer schwierigen Situation ist!

    • Bilanzsumme 05/2007: 105,6 Mia
      Aktiven u.a.: Gold 33.5 Mia., Devisenanlagen 44.9 Mia., Repos 20.7 Mia.
      Passiven u.a: Notenumlauf 39.2 Mia, Giroguthaben inl. Banken 4.7 Mia. EK 59.9 Mia

      Auch ich bezweifle Kompetenzen ..

  14. und den kleinen Mann von der Strasse haut man in die Pfanne, weil er gelegentlich in Deutschland einkauft. Aber gegen die SNB wettert keiner…

  15. Die Kursentwicklung der Apple Aktien seit Anfang des Jahres entspricht +35 %. Das kommt in etwa hin mit den Zahlen des Berichts. Somit hat die Position der SNB einen Gewinn vom ca. 700 mio gebracht, nur schon in diesem Jahr. Die Position wurde also nur unmerklich aufgestockt. Das nenne ich einmal Performance. Well done Thomas.

    • Wenn Apple zukünftig unerwartet schlechte Quartalszahlen meldet, ist das alles in Kürze wieder weg.

      Das Risiko bei Apple heute ist die schiere Größe, bei der das bisher Erreichte nicht mehr wie früher einfach übertroffen werden kann. Sowie alle bisher vorgenommenen Manipulationen (Aktienrückkauf, Leveraging), um den Erwartungen der Kapitalmärkte zu entsprechen.

      Ein Unternehmen mit einer Börsenbewertung im einstelligen Milliardenbereich kann sich noch verzehn-, ggf. verhundertfachen.

      Bei Apple ist heute bereits eine Verdoppelung schwierig.