Twint-Downloads bei CS? Ein Tausend

Mikroskopisches Interesse an Mobile-App – Bei anderen Banken nur leicht besser – Versager stammen von Postfinance.

Die vielen Galaxy-Handy-Nutzer der Schweiz laden jeden Tag Hunderttausende von Apps herunter. Eine ist nicht darunter.

Twint.

Die mobile Zahlungs-Applikation der Banken will keiner. Bei der CS wurde die App für Android – das Google-Betriebssystem für Samsung Galaxy und andere – rund 1’000 Mal heruntergeladen.

In Worten: ein Tausend.

Also nichts. Die Downloads bei anderen Banken des Twint-Konsortiums sind nur leicht besser. Bei der Raiffeisen werden im Google-“Laden“ 10’000 bis 50’000 Installationen genannt.

Wie sieht es bei der Twint-Hauptinitiatorin aus, der Postfinance? Auch nicht besser, es sind ebenfalls nur gut 10’000 Downloads bisher.

Ein historischer Flop der führenden Banken der Schweiz, die mit ihrer Twint-App auf Google Android sowie für die iPhones von Apple durchstarten wollten.

Sie schlossen sich vor einem Jahr zusammen. Damals gab es noch zwei Systeme: Paymit von Six, UBS und ZKB sowie Twint, das vor allem von der Postfinance vorangetrieben wurde.

Gemeinsam den Angreifern aus dem Ausland die Stirn bieten, lautete damals der Schlachtruf. Ziel war es, den Durchmarsch von Apple mit ihrem „Pay“ und von anderen Tech-Konzernen zu verhindern.

Die Eindringlinge hatten das Feld von hinten aufgerollt. Für einmal ganz ohne Tech-Firlefanz: Apple Pay wollte nicht die Welt neu erfinden, sondern schloss sich mit den Platzhirschen zusammen.

Den grossen Kreditkarten.

Seither boomt Apple Pay. Einfacher gehts nicht. Jeder hat ein Handy, viele eines aus Cupertino. Jeder hat eine Kreditkarte, sei es von Visa, Mastercard oder einem Dritten.

Handy und Kreditkarte verschmelzen – fertig ist das Mobile-Gericht.

Auf diese Idee waren die Schweizer Banken-Manager nicht gekommen. Oder wenn, dann fanden sie sie nicht gut genug für das hochgelobte Swiss Banking.

Jedenfalls musste eine Schweizer Eigenentwicklung her. Nur eine? Nein, gleich zwei. Postfinance machte Twint, die Banken Paymit.

Die beiden Lager bekämpften sich mit Werbeschlachten, gaben unzählige Millionen aus, um das Rennen zu machen. Und merkten nicht, wie der Gegner von der Technologiefront kam.

Am stärksten versagt haben die Verantwortlichen bei der Postfinance. Sie ist die grösste Anbieterin im Zahlungsverkehr, über ihre Computer laufen täglich am meisten Transaktionen.

Der Maestro für Zukunft und Strategie hiess bei der Postfinance Thierry Kneissler, ein HSG-Absolvent, der in der Beraterszene landete und vor 14 Jahren bei der Postfinance anheuerte.

Ein Jahr später, im Herbst 2004, übernahm Kneissler die Leitung des Bereichs „Unternehmensentwicklung“. Von da an war der stets lächelnde Manager zuständig für die Zukunft.

Sofort legte Kneissler los – und führte die Postfinance ist erste Debakel. Ein grosses IT-Projket erlitt in den Nullerjahren Schiffbruch.

Der Karriere von Kneissler tat dies keinen Abbruch. Als Ende 2010 die Nachfolge von Jürg Bucher als CEO der Postfinance anstand, galt Kneissler ebenso als Papabile wie Armin Brun.

Brun war damals Stellvertreter von Postfinance-CEO Bucher. Und auch sein Trackrecord war durchzogen mit Pleiten und Pannen.

Das Rennen machte schliesslich weder Brun noch Kneissler, sondern ein Dritter: Finanzchef Hansruedi Köng.

Waren die unglücklich agierenden Kneissler und Brun damit abgesetzt? Mitnichten. In Bern läuft das anders, da wird für einen gesorgt.

Brun erhielt ein neues Spitzenamt im Mutterhaus der Postfinance, der Schweizer Post. Dort darf er weiter viel Geld verdienen, ohne allzu stark exponiert zu sein.

Thierry Kneissler erhielt derweil die Verantwortung für das zentrale Projekt Twint. Und dieses erleidet derzeit gerade vor aller Auge Schiffbruch.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Twint-Allianz aus den beiden Grossbanken UBS und CS, den beiden grössten Kantonalbanken ZKB und BCV sowie der Nummer 3 im Land, der Raiffeisen-Gruppe, zerbricht.

Die Schlauen und Schnellen von Swiss Banking haben längst das Pferd gewechselt – respektive sind von Anfang an eigene Wege gegangen.

Wie die Tessiner Corner Bank. Sie bietet Mobile-Apps mit Apple Pay an.

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48 Kommentare zu “Twint-Downloads bei CS? Ein Tausend

  1. Ich bin der Meinung jeder soll selbst entscheiden welches System er benutzen möchte. Ich finde das eine BANK wir UBS Professioneller vorgehen sollte und alle Systeme freigeben. Ich Persönlich warte bis Twint zusammen bricht und die UBS alle System freigibt, Den in der Schweiz ist Twint eine Möglichkeit zu bezahlen aber ich lebe nicht nur in der Schweiz bin oft im Ausland und da kann ich mit Twint nichts anfangen. Meine vermutung ist das der USB Chef nicht weiss das es ausser der Schweiz noch andere Länder gibt. Das sollte man ihm mal Mitteilen.

  2. Liebe Banker, kein Wunder findet ihr Applepay gut. Die Abzockergebühren bei Kreditkarten garantieren euch überhöhte Löhne und Boni. Die sehr niedrigen TWINT-Gebühren tun es leider nicht…

  3. Twint wird sterben. Hier die Gründe:

    – Wenn ich zahlen will muss ich mein Telefon unlocken, Twint App starten, Passwort (oder Fingerprint) erneut eingeben, auf zahlen clicken, warten bis Betrag kommt, bestätigen… Geht viel zu lange.

    – Läden welche Twint akzeptieren wollen müssen dafür separate Infrastruktur besorgen.

    – Das ganze funktioniert nur in der Schweiz.

    Im Vergleich zu Samsung Pay (wahrscheinlich das gleiche mit Apple Pay):

    – Handy unlocken, Samsung Pay von der unteren Bildschirmleiste hochziehen, zahlen wie mit einer touch Kreditkarte. Fertig

    – Funktioniert international

    viel besser und schneller.

    • TWINT sterben als CASH .. Ich benutze täglich ApplePay: schnell, freundlich, bequem und sicher

  4. Wofür sind bargeldlose Zahlungen gut? Und wie sicher sind sie? Twint kenne ich nicht, aber in Kreditkarten kann eine hohe Kaufkraft sein. Bei mehreren Karten im Portemonnaie sind es gerne viele Tausend Franken an Kaufkraft. Liefen die Leute mit derselben Menge an Bargeld herum?
    Auch weiss Google, wer eine App aus dem Programmladen installiert hat, zumindest wenn der Telefonbesitzer Google einen echten Namen und eine echte Post-Adresse gegeben hat. Muss Google wissen, bei welcher Bank jemand Kunde ist?

  5. Was passiert, wenn Apple diesen Kampf gewinnt, ist aber auch klar. Bei jeder Kreditkartenzahlung bekommt die ausgebende Bank Geld vom Händler. Bei Apfelpay Zahlungen muss die Bank einen Betrag, der ÜBER dieser Zahlung liegt, an Apple abführen. Die Banken machen da nur mit, um „dabei zu sein“. Die genauen Konditionen werden gehütet wie Staatsgeheimnisse, die Banken müssen Apple gegenüber Knebelverträge unterschreiben. Wenn sich Apfelpay wirklich großflächig durchsetzt, wird das auf die Endverbraucherpreise durchschlagen, und zwar für alle, auch die Bar- und Kartenzahler, denn irgendwer muss die Apfel-Steuer ja bezahlen … wer wird das wohl sein ?

  6. Nutze Twint schon seit Beginn. Etwas peinlich ist es damit schon an der Kasse zu zahlen, nutze dort darum unterdessen die NFC Funktion der Kreditkarte. Mit Twint ging es manchmal und manchmal nicht. Aber im Online-Shopping ist Twint sehr praktisch. Barcode oder Code wird angezeigt, Handy als 2-Faktor-Authentifizierung, direkte Abbuchung via UBS-Privatkonto, keine Gebühren. Aber klar ist, es ist nicht so einfach gemacht, die Hürde ist gross, darum nutzt es so gut wie niemand.

  7. uff… da scheint einer ja richtig hässig zu sein. schlecht für den kreislauf. vielleicht wäre es gut, sich technisch etwas weiterzubilden, damit man als autor auch versteht, wovon man redet. so ist der artikel nichts als polemik, heisse luft, hass und viel viel unwissen. schade…

    aber zum thema TWINT: bei mir läufts, jeden tag. und auch die user werden noch folgen. ist halt eine huhn – ei geschichte

    • Seit 2 Jahren Twint Tester (aus beruflichem Interessen) und schon alles erlebt. Fazit:
      + SuperCard Integration so lange sie lief
      + Die neue Direktintegration auf’s Konto
      + Handy reicht für den Gang in die Badi mit einem Eis aus dem Coop
      + Eine Bekannte rechnet mit Ihren Kindern Kassenzettel als Twint Forderungen ab
      – Hindernis #1 ist mein meist inaktives Bluetooth, wird hoffentlich mit dem SIX QR Code besser
      – Hindernis #2 der Bluetooth beacon läuft ca. Jedes 5.-10. Mal im Coop nicht: ausweichen auf kontaktlose gelbe Karte.
      – Hindernis #3 gefühlte eeeewige Antwortzeiten, die Quittierung auf dem Handy kommt 10 Sekunden vor der Quittierung auf der Kasse. Immer etwas peinlich.
      – Hindernis #4 kein Akku, keine Zahlung. Das gibt’s bei der kontaktlose Karte nicht.

      Beste Lösung: Twint als akkufreien NFC Kleber auf dem Handy anbieten und die SuperCard u.ä. via App aktivieren lassen „besten oft both worlds“. Hoffen solche Innovationen folgen bald. – Ein Portemonnaie muss einfach funktionieren!!!

  8. Da hat sich der Hässig wohl ein iPhone gekauft und outet sich als Applejünger. Einfach mal drauf los schiessen ohne jegliche Hintergründe bezüglich Technologie, Standards etc. Das Staatsbanken bashing geht mir langsam aber sicher auch auf den Wecker (allgemein in den Medien) – gibt’s nicht anderer Probleme, die relevanter sind? Ich finde es löblich, dass sich der Bankenplatz Schweiz zu einer gem. Lösung durchringen konnte – ob es nun zum Fliegen kommt oder nicht, es ist ein Statement!

  9. Twint ist genial! Leider noch zu wenig verbreitet. Insbesondere die rasche Überweisung von kleinen Beträgen an andere Twint-Benutzer!
    Leider bietet die Post mobile noch die Bezahlung per SMS: hier muss der Empfänger mühsam seine IBAN etc. eingeben… Wenn die Post hier ihr eigenes Produkt (Twint) fördern würde, wäre dies für alle eine Erleichterung!

  10. Korrekt. Völlig unnötig. Hatte gestern auch wieder eine sehr schlechte Erfahrung mit diesem Callcenter. Grauenhaft, hat nichts mehr mit Private Banking zu tun.

  11. Twint, ApplePay, Blockchain, Scanner….. Der Mensch macht sich mit jeder weiteren „Vercomputerisierung“ seines Lebens selbst überflüssig. Mir graut es davor, mein Leben nach der Vorgaben eines Algorhytmus zu leben. Alles muss schneller werden. Der Mensch gewinnt offenbar immer mehr Zeit. Bloss, was macht er damit? Sein Job ist er dank Kollege Roboter/Scanner/Compi los, als ausgesteuertes Häufchen bettelt er beim Staat um Hilfe. Der kann nicht, da das Einkommenssteuerniveau nicht mehr existiert. Logo, ohne Einkommen. Es wird dann sicher das Neue, vom Staat entwickelte App „STAKÜSUP“ (Stadtküchensuppenzuteilungsapp) geben ohne das gibts nicht mal ein entfettetes Spargelsüppchen. Lang lebe der Gott der Algorhytmen.

  12. Interessant wäre die kommerziellen Fakten zu kennen über TWINT und ApplePay. Wie viel zahlen die Banken dass sie ApplePay nutzen dürfen? Wie viel zahlen die Banken für TWINT (Betreib und Projekt)? Erachte es als hochgradig unwahrscheinlich dass TWINT besser dasteht in Vollkosten gerechnet! TWINT Projekt wird wohl für allen Banken total hohe zweistellige Millionen kosten. Das holen die Banken nie nie nie wieder rein bzw. die Kunden zahlen das mit den hohen Bankgebühren.

  13. Ich bin ein TWINT User von Anfang an weil ich glaubte wir hätten etwas. TWINT hätte ein Chance aber alle haben es selber verbockt. Die Technologie und Zusammenarbeit ist mittlerweile lächerlich. Bluetooth, Internet.. Sie schalten eifach soooo langsam. Samsung Pay, Apple Pay und bald Alibaba Pay und die KERV-ring kann man nicht mehr stoppen. Die Banken haben scho verloren. Jetzt sollten sie so schnell wie möglich mitmachen. Schadensbegrenzung..

  14. Twint (oder ähnliche) Apps werden subventioniert.
    So ziemlich Alles was subventioniert ist, kommt nicht der Allgemeinheit zu Gute.

    Die Abschaffung des Bargeldes wird mit Volldampf vorangetrieben.
    Visa bezahlt nun auch offiziell Geschäfte welche kein Bargeld mehr annehmen.
    http://norberthaering.de/de/27-german/news/858-visa-bargeld

    Einerseits wird dies totale Überwachung bringen, totale Abhängigkeit vom System und eine Umsatz-/Transaktionssteuer.

    In Deutschland ist es nun gesetzlich möglich für einen angeblichen „Hate-Speech“ (was ist eigentlich die gesetzliche Definition davon?) die Fahrerlaubnis entzogen zu bekommen.

    Ohne Bargeld kann man dies sehr selektiv auf Käufe ausbreiten.
    Dann heisst es z.B.: Fritz Meier hat die Regierung kritisiert und darf nun dafür 3 Monate keine Zigaretten kaufen.

  15. Wer will, soll mit Twint glücklich werden. Die (Zukunfts-)Musik spielt schon längt wo anders: revolut.com – Eröffnung und Verfügbarkeit Konto- und Kreditkarte in wenigen Stunden (Schweizer Pass), ansonsten innert Minuten (EU). Alles gänzlich ohne Papier. Die virtuelle MasterCard ist gebührenfrei (Karte und Transaktionen). Fremdwährungsumrechnung zeitnahe, gebührenfrei und transparent (Spot Interbankexchange rate). Kontoverwaltung, Nutzung und Übersicht alles in einer App.

    • Das ist doch voll COOL:
      Der CEO von revolut – einem voll funktionstüchtigen weltweitem Zahlungssystem kommt von der CS … die Gnomen in Zürich und im Swiss Banking haben’s immer noch nicht gemerkt: Wir hätten die Leute – die IT … die Ideen …. aber KEINER bekommt was hin in der Schweiz! Unsere tollen Köpfe gehen nach Honkong – London oder nach Indien … dort geht was in Sachen FinTech. Ich war selber fast 20 Jahre in der CH Bank IT – das ist heute leider nur noch eine Totgeburt.

      Ihr müsst euch das mal einziehen: https://revolut.com/about
      Von der Website revolut:
      Founder & CEO
      Nikolay Storonsky

      In a former life, Nikolay was a trader with Credit Suisse where he experienced first-hand the astronomical fees applied to foreign exchange transactions. Then there was a lightbulb moment. Fast forward to today, and Nikolay has reinvented the way in which we spend and transfer money abroad.
      7 new travel start-ups making business trips less stressful
      Investors

      Revolut is backed by some of Europe’s most well-known investors. They’ve invested in household names like Facebook, Dropbox and Skype! Revolut around the world“

  16. Samsung PAY.

    Nebenbei erwähnt gibt es auch noch Samsung Pay in der Schweiz.
    Nutze ich nahezu täglich, im Prinzip identisch zu Apple-Pay.

    Bt. nutze ich Samsung Pay auch im Ausland. Soll mir einer mal zeigen wie er das mit dem tollen umständlichen Twint macht.

  17. TWINT is eine Applikation die aus einer Digitalen Panikattacke hervorgegangen ist. TWINT wird in den naechsten 12 bis 24 Monaten verschwinden sobald die Subventionen der Banken in diese Totgeburt enden. TWINT ist fuer die Banken die teuerste Zahlungsplatform die es je gab und macht nur Post und SIX reicher bzw sichert Arbeitsplaetze von abgeschobenen Mitarbeitern.

    Dass die Post und SIX nur einen Schweizer Horizont haben ist nicht ueberraschend, jedoch haetten die grossen CH Banken mit ihrer Internationalen Erfahrung, TWINT als ein internationales Produkt konzipieren muessen damit es eine weltweite Akzeptanz gewinnen kann.

    TWINT funktionniert noch nicht einmal fuer die Grenzregionen –> Totgeburt.

    Ohne zweifel mag TWINT in CH fuer die paar tausend Nutzer gut funtionieren, das ist jedoch nicht das Wachstum welches notwendig ist umdaraus einen Standard zu machen. Die PayPal, Alibaba, Facebook, Amazon und ApplePay koennen jederzeit den Schweizer Mark total aufrollen. Nur weil er so relativ klein ist interessieren sich die grossen Unternehmen nicht und ein Nischenprodukt wie TWINT kann existieren. Eine Skalierung ausserhalb der Schweiz is voellig aussichtslos.

    TWINT ist eine Beschaeftigungswerkstatt die von den Bankkunden bezahlt wird und zu der teure Kader der Post, SIX und Banken abgeschoben werden. Der VR von TWINT muss sich dessen nur bewusst sein dann ist die ganze Strategie wieder OK.

  18. Bisher hatte ich mehrheitlich Probleme mit den Twint Bluetoth Beacons. Die Kommunikation kam meistens nicht zustande und ich musste anschliessend trotzdem die Kreditkarte hervorkramen.
    Der Rat der Bank: Selbstbedienungskassen benutzen (d.h. alle Produkte selber erfassen) und via Kamera (Scanner) mit der Kasse kommunizieren.

    Komfort sieht anders aus.

    • das ist doch der globale Trend.

      Mehr Leistungsabbau und mehr Versklavung.

      Und die Leute unterstützen das noch und glauben man meint es gut mit ihnen.

  19. Faulheit und Bequemlichkeit beschleunigen den Niedergang unseres (Finanz-) Systems – vielleicht ist das ja sogar gut so…

    Man darf dabei einfach nicht ignorieren, dass je weniger Bargeld im Spiel ist (auch wenn es „altbacken“ ist), desto mehr und schneller werden Postschalter geschlossen, und desto schneller wird unser Bargeld generell abgeschafft, was ganz gezielt und gewünscht zur totalen Kontrolle und Überwachung des Konsumverhaltens jedes einzelnen Menschen führen wird. Wer dabei denkt „ich hab ja nichts zu verbergen, ich mache ja nichts illegales“, hat den Knall noch immer nicht gehört…

    …und zu Twint passt ein altes Dakota-Indianter Sprichwort:
    „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.“

  20. Twint oder auch Paymit waren von Anfang an Totgeburten. Die Gründe sind ziemlich simpel.

    – Beschränkt auf Schweizer Markt
    – Touristen können die App nicht nutzen zur Bezahlung
    – Technisch im Vergleich zur Konkurrenz veraltet (NFC, ID Registrierung etc.)

    Die schweizer Banken haben wie immer in den letzten Jahren die digitale Revolution verschlafen. Der Versuch das Feld der Datenaggregation von hinten aufzurollen ist genauso gescheitert wie die restliche Digitalisierung und weiterentwicklung des Sektors. Die morgigen Player im Banking sind China und USA. WeChat, AliPay, Paypal oder ApplePay sind wesentlich vielfältiger einsetzbar, einfacher zu bedienen und jederzeit weltweit nutzbar.

    • Nicht zu vergessen der Swisscom-Megaflop Tapit, der nicht einmal auf iPhone funktioniert hat (Apple hatte die ins iPhone 6 und 6 Plus eingebaute Funkschnittstelle NFC noch nicht für Dritte freigeben).

      Lokale Lösungen machen keinen Sinn. Mittelfristig werden sich wohl Blockchain-basierte Zahlungssysteme durchsetzen.

  21. Will den ganzen E-Pay Schrott überhaupt einer? Apple ist für mich was zum reinbeissen und nicht zum zahlen.
    Nur bares ist wahres 😜

  22. hmm… also ich finde TWINT eine gute Sache – kein Umweg über die Kreditkarte. Und auch dies ist eine sehr einfache Sache. Verstehe nicht, warum hier derart kritisiert wird… lassen wir dem Twint doch etwas Zeit…

  23. Ich benutze TWINT der Zürcher Kantonalbank jeden Tag und bin begeistert, insbesondere von der Peer-to-Peer Funktion.

  24. Twint ist Debit. Apple Pay ist Credit. Äpfel nicht mit Birnen verwechseln!

    Das Debit Bedürfnis ist nach wie vor ein Grosses. Wir wollen ja unsere Konsumkredite nicht noch mehr belasten 😉

    • Wen kümmerts!

      Debit und Credit ist für den Normalo genau das gleiche.
      Dasselbe Geld, null Zins, Geld geht einfach einen Monat später.

      Ich bezahl alles mit der Kreditkarte/Apple Pay – und erhalte dafür erstnoch Flugmeilen!

    • Apple Pay ist sowohl mit debit wie auch mit credit möglich

      Beispielsweise italien kann man apple pay mit Vpay karten nutzen

    • Schön, dass sich auch das Twint-Marketing hier meldet. Nicht sehr professionell, doch einigermassen wirksam.

    • @ Il Coniglio
      Bin weder Marketing-Fritz noch in Diensten vin Twint oder einer Bank, schlicht einfach zufrieden mit Twint. Punkt!

  25. Twint stellt sich in eine Reihe mit mühsamen Werbepausen im Fernsehen. Ausser die Macher und die Auftraggeber will sie niemand – und doch gibt es sie. :-/

  26. Repräsentanten staats(naher)-Betriebe wie Postfinance und Kantonalbanken sind gelungene Beispiele einer Beschäftigungswerkstatt. Fehlender Wille für technologische Veränderungen und kein Gespür für Innovationen. So das Verhalten des oberen Managements. Ein Heilsbringer muss her. Ein Typus Thierry Kneissler nutzt geschickt das Desinteresse der Ahnungslosen.

    Ein IT-Gemeinschaftsprodukt der Banken hat selten einen Markterfolg. Zu unterschiedlich sind die Eigeninteressen der Banken. Mit Twint haben die Banken das nächste Millionengrab. In Deutschland geht es den Banken mit paydirekt nicht anders: mit Millionen Euro (Kundengelder) gegen die übermacht PayPal.

    Dank Digitalisierung kann der Kunde vergleichen und hat eine Wahlfreiheit. Die Sesselkleber meinen noch heute, den Bankkunden zu sagen, wie er sich zu verhalten hat.

    PayPal, ApplePay etc. ist ein Vorgeschmack auf das Kommende: grosse Technologie-Konzerne als auch FinTech drängen mit Finanzdienstleistungen auf den Markt: Zahlungsverkehr, Geldüberweisung, Wertschriftenhandel. Alles heute schon möglich, auch für Schweizer, jedoch ohne Zutun von Schweizer Banken.

    • Sehe ich auch so: Staatsnahe Betriebe sind in der Tat Beschäftigungswerkstätten, die viele zu oft Berater anheuren, damit die eigene Crew die Verantwortung nicht tragen muss. Gescheiterte IT-Projekte sind gang und gäbe. Aussenstehende blicken da wenig durch und die Aufsicht schläft.

    • ApplePay bring keine Vorteile zu Kreditkarte!

      Dies hat sicherlich nichts mit staatsnahen Betrieben zu tun, immerhin haben sich ja fast alle Banken auf Twint geeinigt.

      Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was für ein Vorteil es sein kann, wenn ich für eine Bezahlung anstelle einer Direktbelastung (Debit), was Twint ist, mit ApplePay zu dem Kreditkartenanbieter mit Apple noch ein 4. Player in Boot nehme! Da werden die Wege ja nur noch länger und ich glaube nicht, das dies wirklich die Zukunft ist, dass es für eine Zahlung 4 Player braucht!

    • @Daniel

      Nein die Zukunft ist direkter Zahlungsverkehr zwischen Dir und mir. Ein dezentralisiertes System mit zackiger Überweisung, geringer Gebühr und höchster Sicherheit. Jederzeit und überall wo Internet zur Verfügung steht. Etherium ist nur der Vorgeschmack auf das was noch kommt in den nächsten paar Jahren. ApplePay und co legen den Grundstein im Umgang mit den Tools.